Hätte ich vor zwanzig Jahren vorausgesagt, das es 2011 eine Hungersnot in Griechenland geben wird, das dort immer mehr Menschen auf der Straße von Almosen leben müssen: man hätte mich ausgelacht - ja, man hätte mich sogar richtig fertig gemacht, weil ich mit diesen Unkenrufen ja das große Projekt der europäischen Einheit in Frage gestellt hätte. Hätte man damals gewußt, was heute in den Zeitungen steht, dann hätte man diese europäische Einheit vielleicht gar nicht mehr so dringend gewollt - ebensowenig wie den Euro.

Wenn ich nun voraussage, das wir in Deutschland bald griechische Verhältnisse haben werden, dann wird man mich ebenfalls zum Teufel wünschen. WIR HABEN AUFSCHWUNG, WIR SIND SCHLAND!!!

Trotzdem möchte ich das einfach mal zu bedenken geben:

http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2011/07/17/massenarmut-und-hungersnot-in-europa-durch-finanzprodukte/

Mir - als ganz normalen akademisch gebildeten Angestellten eines Großkonzerns - war 2001 schon klar, wohin die Reise gehen würde, meinen Arbeitskollegen und Chefs ebenfalls. Allen war klar, das Währungen wie die italienische Lira ihre Schwächen mitbringen würden ... was das ganze Projekt EU wirtschaftlich irgendwann zum Erliegen bringen wird, trotz aller theoretischen Vorteile.

Im Wikipediaartikel zum Euro findet man diese Bedenken auch noch für die Nachwelt konserviert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Euro#Nachteile

Zehn Jahre später ist es dann soweit: die EU fliegt uns um die Ohren. Wir denken, das ist Zufall, Schicksal oder es wird auf keinen Fall passieren.

Was wir vergessen ist, das es Länder gibt, die ein vitales Interesse am Ende des Euro haben:

Ein weiterer Effekt betrifft die internationalen Rohstoffpreise und dabei insbesondere den volkswirtschaftlich bedeutsamen Erdölpreis. Öl wird nach wie vor meist in US-Dollar berechnet, und die OPEC akzeptiert seit den 1970er-Jahren sogar nur noch den US-Dollar. Innerhalb der OPEC wurde allerdings diskutiert, die Preise auf Euro umzustellen, womit auch viele Drittländer gezwungen wären, Teile ihrer Devisenreserven für Ölkäufe von US-Dollar- in Euroguthaben umzuwandeln, was äußerst negative Auswirkungen auf den US-Dollar und die US-Wirtschaft hätte, die durch den stetig weiter wachsenden Handel mit Öl stabilisiert wird.[22] Der Irak hatte seine Ölverkäufe unter Saddam Hussein im Jahre 2000 bereits gänzlich in Euro abgerechnet, was allerdings seitens der USA sofort nach deren Besetzung des Landes wieder rückgängig gemacht wurde.

Und schon wird es wieder unheimlich. Schon dürfen wir nicht mehr darüber reden, denn Geostrategie ist so tabu wie Verschwörungstheorie. Das ist nichts für uns kleine Bürger.

Aber Hungersnöte ... die werden wir wohl nochmal zur Stärkung des Dollars erleben dürfen, obwohl ganz viel Geld in unserem Land ist.

Aber in Griechenland ist ja auch viel Geld: deshalb zahlen wir doch, oder?

Warum die Griechen aber trotz der europäischen Milliarden auf der Straße leben und hungern, sollten wir nicht weiter hinterfragen: da kann einem nämlich ganz schlecht werden.

Ich wage dann mal die Prognose, das es in Deutschland 2021 Hungersnöte geben wird: spätestens dann. Zu wild? Ich bitte euch: in der WELT wird jetzt schon ganz offen über die bettelarmen europäischen Staaten gesprochen:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13490431/Die-Zeit-europaeischer-Luxusstaaten-ist-vorbei.html

Und "Bettelarmut" gehört doch direkt zu "Hungersnot", oder?

Und dann versinkt SCHLAND im Schlund der europäischen Schicksalsgemeinschaft. So einfach ist das.

Einfach ... und grausam.