Während der Tod als Ehec durch Deutschland rast (und immer noch insgesamt weniger Menschen ins Jenseits befördert als der ganz normale Straßenverkehr an nur einem Tag) fällt mal wieder auf, wie gering der Stellenwert des Todes in unserer Gesellschaft ist - und welch politischer Nutzen aus dieser Tatsache gezogen werden kann:

http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2011/06/05/das-leben-nach-dem-tod/

Bei dem Thema fiel mir natürlich wieder der gute alte Bohemian Grove ein. Ich hatte erwartet, nach den ersten Artikeln zu diesem Thema im Netz endlich mal eine ordentliche Gegendarstellung zu erhalten ... oder den Beweis, das diese ganze Geschichte einfach nur erfunden ist. Ein Web-Mythos sozusagen.

Doch auch zwei Jahre nach meinem ersten Artikel zu dem Thema gibt es wenig zu dem Thema zu sagen, siehe Wikipedia zu diesem Thema:

Bohemian Grove ist ein etwa 11 Quadratkilometer großes Gelände in 20601 Bohemian Ave, in der Gegend um Monte Rio, Kalifornien. Seit 1899 treffen sich dort die ausschließlich männlichen Mitglieder des ?Bohemian Club?, welche vornehmlich aus der US-amerikanischen Elite aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Medien rekrutiert werden, zu einem 14-tägigen Retreat mit Happenings aller Art. Die Exklusivität des Klubs wird durch die Wartezeit nach Antrag auf Mitgliedschaft deutlich, die in der Regel 15 bis 20 Jahre betragen soll, wobei auch Eilanträge mit nur drei Jahren Wartezeit in Ausnahmefällen möglich sind. In jedem Fall müssen mindestens zwei aktive Mitglieder (Kooptation) den Aufnahmekandidaten empfehlen. Eine Aufnahmegebühr von 25.000 Dollar sowie weitere Jahreszahlungen werden bei Erfolg fällig. Gästen wird auch ein Besuch gestattet, wobei ein rigoroses ?Personen-Screening? der Teilnahme vorausgeht.
Es nahmen außer Ernest O. Lawrence und diversen hochrangigen Militärbeamten auch der Präsident von Harvard sowie Vertreter von Standard Oil und General Electric daran teil. Zu den regelmäßigen Besuchern des Bohemian-Grove-Events, welches Mitte Juli beginnt und drei Wochenenden beinhaltet, gehörten oder gehören unter anderem Helmut Schmidt, Henry Kissinger, Alan Greenspan, Richard Nixon, George Bush Senior, George Bush Junior und Arnold Schwarzenegger.

Ein elitärer, geschlossener Club der mächtigsten Menschen der Welt mit "rigorosem Personenscreening" ... in einer Welt, in der es überhaupt keine Verschwörungen geben soll, weil ja alle Verschwörungstheoretiker Spinner sind? Und das soll man ohne Drogen im Kopf ertragen können?

Und obwohl hier offensichtlich hinter den Kulissen der Öffentlichkeit gekungelt wird, das sich die Balken biegen machen die Medien um diese Veranstaltung einen grossen Bogen ... dabei wäre es doch schon mal interessant zu wissen, was die da eigentlich wirklich so treiben.

Der letzte Artikel des Spiegel zu dem Thema ist fast 30 Jahre alt und hinterlässt einen gewissen "Nachgeschmack":

Unter riesigen Mammutbäumen, nahe einem kleinen See, steht eine rund zehn Meter hohe, moosüberwachsene Eulenskulptur. Davor sind Holzkloben zu einem Scheiterhaufen aufgeschichtet. In lange rote Gewänder gekleidete Männer tragen eine Figur herbei, bringen sie zum Scheiterhaufen und entzünden ihn unter Sang und Klang. Eine Band spielt das Lied "Heiße Zeiten in der alten Stadt".

Symbolisierte Menschenopfer für die Eule. Und das sind die Menschen, die die Rahmenbedingungen für unsern Alltag entwerfen.

Toll, oder?

Das fördert ganz intensiv das Vertrauen in die Ziele der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Elite des westlichen Welt.

(Das war jetzt Sarkasmus, nicht das wir uns da falsch verstehen).