Es ist schon besonders ärgerlich. Wann immer man in den Dunstkreis der westlichen Machtelite kommt, trifft man auf ... bizarre Rituale. Sucht man Verbindungen zwischen diesen real existierenden Ritualen und den real existierenden politischen Erscheinungen, landet man sofort ... im siebten Kreis der Hölle, der gerade seine Türen öffnet:
Wir sind in der BRD so wohlstandsverwöhnt, das wir es uns nicht vorstellen können, das es Menschen gibt, die aus purer Lust an der Macht Massenvernichtung betreiben.
Dabei sollten gerade wir Deutsche das besser wissen.
Nach wie vor bewegen wir uns auf einem Kurs, den Vivianne Forrester in den neunziger Jahren vorgezeichnet hat: kleine hochtechnisierte Enklaven von Superreichen in edlen Gegenden beherrschen eine apokalyptisch verwüstete Restwelt, allenfalls in den Organspendefarmen in der Nähe der Reichtumszentren gibt es noch genug zu essen.
Fernab von diesen Horrorvisionen gilt es, denke ich, sich eine Frage zu stellen: schaut man sich einerseits die Abhängigkeiten des modernen Menschen von seiner Versorgung mit Wärme, Nahrung und Obdach an und andererseits die Skrupellosigkeit, mit der Finanzjongleure dieses fragile System tagtäglich in Gefahr bringen: welche geistige Verfassung hat die Machtelite dieses Planeten zum momentanen Zeitpunkt, das sie ein solches Risiko tagtäglich bedenkenlos eingeht?
Wäre es da nicht besser, es gäbe eine Verschwörung?
Gegen eine Verschwörung kann man notfalls etwas tun. Gegen menschliche Dummheit ist kein Kraut gewachsen.
