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Archiv der Einträge: Juli, 2010
  • Geistiges Eigentum

    Das ist mal ein Artikel speziell für den Leser Jovi. Und wie immer habe ich gemerkt, das diese Welt für mich nichts ist. Ist das jetzt "Politik"? "Wirtschaft"? "Leben"?

    Die einzige Rechtfertigung für Philosophie ist die Vernetzung. Man berührt immer alles, alles hängt mir allem zusammen. Ganz schnell ... ist ein neues Buch fertig, das wirklich niemand lesen möchte, weil es nur der erste Band zu einer Serie sein kann.

    Aber: sehr selbst, was heute morgen in der Küche geschah:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/31/geistiges-eigentum-die-arge-und-das-buergergeld/

  • Maschmeyer-Schröder-Gang

    Manchmal sind es ganz kleine Dinge, die auf einmal tief blicken lassen:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/30/christian-wulff-die-maschmeyer-schroeder-gang-das-grundeinkommen-und-der-awd-deutschland-im-juli-2010/

    Die Maschmeyer-Schröder-Gang kannte ich noch nicht, sehe aber mit Entsetzen, das auch der Wulff dazugehört.

    Wo leben wir denn eigentlich? Und was muß ich wählen, mich wohin orientieren, um dieser Filzokratie zu entkommen? Von vorne grinst einen die Ferres an, von hinten kramt der AWD in meiner Brieftasche herum, in den Ohren blöken noch die Skorpions der der Wulff predigt mir das Hirn zu: das nennt man Rundumservice.

    Eins ist klar: die Grünen ... sollte man besser nicht wählen. Fischer´s Busenfreund hat eine Villa nebenan.
    Und die Linken? Ich habe eh´ das Gefühl, die machen nur Politik, um auch dort eingeladen zu werden. Immer schön gefällig sein, wenn es mal ernst wird.

    Kein guter Start in den Morgen .... aber ein notwendiger.

    Wäre ich Bundespräsident, würde ich wohl sorgfältiger schauen, mit wessen Blut mein Domizil errichtet wurde. Aber weil ich das tun würde, werde ich wohl nie Bundespräsident.

  • Eigentum ist Diebstahl und Aschenputtel ist überall: erste Schritte in die Freiheit

    Das kam mir heute morgen in den Sinn:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/29/eigentum-ist-diebstahl-und-aschenputtel-ist-ueberall-erste-schritte-in-die-freiheit/

    Erkenntnis - das heißt, die menschliche Fähigkeit, Wissen zu erlangen, das vorher nicht da war - ist ein hochinteressantes Feld, dem die Philosophie einen ganzen Zweig widmet: die Erkenntnistheorie. Wir wissen, das wir nichts wissen ... so könnte ihr Schlagwort sein, dabei stimmt es nicht ganz.

    Einstein und Bohr entwickelten ihre Theorien nachdem sie bildhafte Träume der Thematik hatten. Das könnte schon ein Hinweis auf die Quelle des Wissens sein ... allerdings verbietet uns die Wissenschaft, in diese Richtung zu forschen.

    Wahrheitstheoretiker merken am ehesten, das es hinter dem Schleier der demokratischen Kultur dieses Landes eine handfeste Dikatur gibt, die Wirklichkeit definieren will, die uns vorschreiben will, was es gibt und was es nicht geben darf. So können sie unser Verhalten leicht und kostengünstig steuern. Politisch ein geschickter Schachzug: wem ich einrede, das die Erde eine Scheibe ist, der geht nicht mehr auf Reisen, weil er Angst hat, in den Abgrund zu fallen....

  • Rente, Hartz IV, Arbeit und Auschwitz

    Sozialdarwinismus und menschliche Gesellschaft zu verquicken ist gefährlich. Das hatten wir schon mal ... ging schrecklich schief. Trotzdem tut es jetzt wieder einer: die Arbeitswelt ist da sehr geduldig und wegen dem Abhängigkeitsverhältnis werden auch die Menschen geduldig das mitmachen, was serviert wird:
    Ordnung, Disziplin und Sauberkeit. Selbst ... wenn´s die Rente kostet. Aber das ist ein anderes Thema:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/28/die-rente-die-disziplin-ausschwitz-und-das-paradies/

  • Putsch in Deutschland ... und die Folgen.

    Am 16.4.2004 schrieb Arno Luik über einen Putsch in Deutschland. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als ich es gelesen habe, weiß noch genau, wann und wo das war. Das Gefühl, das etwas in diesem Land nicht stimmt, war vorher schon da - doch Arno Luik hat es auf einen schrecklichen gemeinsamen Nenner gebracht: die Demokratie war vorbei.

    Heute ... habe ich mir erlaubt, etwas über die Folgen des Putsches zu schreiben:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/27/deutsche-schuldig-diesmal-ohne-ausfluechte/

    Den Artikel von Herrn Luik findet man zum Beispiel hier:

    http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2004/041021stern.pdf

    Über sechs Jahre ist das nun her. Ich wollte es damals nicht wahrhaben....weil es sehr unangenehme Konsequenzen nach sich gezogen hätte, wenn es wahr gewesen wäre.

    Wäre auch schön, wenn es nicht wahr gewesen wäre, wenn diese Putsch nur ein Nachtmahr gewesen wäre, der nach Sonnenaufgang einfach entschwindet.

    Ist es aber nicht.

    Der Putsch war brutale Realität wie die Weigerung der Menschen, ihn wahrzunehmen.

    Die Putschisten tragen Anzüge und bleiben im Hintergrund, doch Anwesenheit spürt jeder ... am eigenen Geldbeutel. Tagtäglich.

    Außer natürlich jene, die es mit Gewalt nicht wahr haben wollen. Von denen gab es 1933-1945 genug. Man weiß, wo das endete.

  • Marlon Brando als der Pate oder Guido Westerwelle als der Aussenminister

    ... wer ist besser? Das ist die Frage, der ich mich heute in der Küche widmete. Ein Auflauf wurde daraus: afghanische mit spanischen Bürgerkriegen vermengt und reichlich garniert mit deutschem Reichtum und Nationaldünkel, der bald wieder Partei wird. Schöner Roboter noch oben drauf, was Religiöses als Gewürz: fertig.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/26/afghanistan-ist-spanien-aber-deutschland-bleibt-reichsgebiet-und-vergangenheit-wird-zukunft/

    Den Freunden der Diktatur des Proletariats wird das so wenig schmecken wie den Freunden der Diktatur des Adels ... aber wer kocht schon gerne für Freunde von Diktatoren.

  • Loveparade und Nebenwirkungen

    Dank des Regenbogenbiegers verfüge ich mitlerweile über neue Fähigkeiten.

    Die sieht man jetzt hier: http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/25/loveparade-und-gangster-ihr-seid-unsterblich-aber-niemals-satt-und-der-sinn-von-nachrichten/

    Außerdem ist mein Rechner jetzt wieder so schnell, das es nicht mehr nötig ist, mit dem Hammer auf den Bildschirm einzuschlagen um ihn anzutreiben. Seltsame Methode? Habe ich aus der Agenda 2010 übernommen, so motiviert man Langzeitarbeitslose. Durch Einschlagen auf den Arbeitslosen soll der Arbeitsmarkt mehr Stellen aufweisen. Also ... ich habe die Logik verstanden, vertraue der Weisheit der Experten und motiviere seitdem meinen Rechner durch Hammerschläge auf den Bildschirm.

    Klappt genauso gut wie die Arbeitslosenförderungsinstrumente und baut zudem gezielt Frustrationen ab. Außerdem ist der Bildschirm nach der Maßnahme ebenso kaputt wie der Arbeitslose nach seiner Maßnahme....also ist das doch erfolgreich.

  • Staatsfunk verstaatlicht Internet

    Eine neue Episode aus der Reihe: Staatsfunk verstaatlicht Internet findet sich hier:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/24/ard-rentnerfunk-probt-still-und-heimlich-massenenteignung-david-michael-hanfeld-gegen-goliath-peter-boudgoust/

    Und ich gehe jetzt erstmal grillen.

  • Das Ende der Blogkultur ... und die Verdauung meines Hundes

    Aus gegebenem Anlaß werde ich in Zukunft nur noch über die Verdauung meines Hundes schreiben (den ich nicht habe. Kann Köter nicht ausstehen, seitdem mich als kleines Kind ein Dackel in die Hose gebissen hat. Bin halt bei Körperverletzung sehr nachtragend). Weitere Worte dazu ... erspare ich mir mal. Es sollte hier keiner mehr lesen, denn das wäre mein Ende:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/23/medien-und-manipulation-eifelphilosoph-gibt-auf-mickey-mouse-gewinnt-das-ende-der-blogkultur/

  • Marc Dutroux und die Erkenntnistheorie

    Philosophie ist schrecklich. Ständig läuft man herum und sucht hinter allem einen Sinn, wohlwissend, das man ihn niemals wird erschließen können. Das sei, so Don Juan Matus zu Carlos Castaneda, ein Wesenszug von Kriegern.

    Ich wollte ich wäre Bauer geworden, dann wäre mir so etwas nicht wiederfahren.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/22/kindesmissbrauch-die-religion-der-elite-und-der-kreuzzug-gegen-den-islam/

    Die Idee kam mir heute morgen in meiner Küche. In der realen Küche bei der Zubereitung des Frühstücks, das diesmal aus "Pancakes" bestand. Ich habe eine wunderbare neue Küche die ... einer Hobbithöhle gleicht. Einfach, schlicht und unter der Erde im höchsten Raum des Hauses.

    Wir haben zwei Wege, uns der Wahrheit zu nähern. Induktiv oder deduktiv.

    Marc Detroux läßt uns erstmal nur den induktiven Weg offen....von einfachen Tatsachen auf allgemeine Gesetze/Wahrheiten schließend.

    Wir wissen, das es solche Gesetze/Wahrheiten gibt, aber der Obersatz ergibt sich nie nur durch reine Beobachtung.

    Die belgische Kinderschändermafia möcht einem gerne klar machen, das Dutroux ein Einzeltäter war und bringt alle um, die was anderes behaupten. So ist sichergestellt, der der Mythos vom Einzeltäter wie bei Lee Harvey Oswald irgendwann greift, weil auch alleine die ständig schrumpfende Zeugenmenge induktives Arbeiten unmöglich macht.

    Bei der Deduktion denken wir uns einen Obersatz, der einzelne Wahrheiten zu vereinen bzw. zu erschließen sucht. Auch so kann man Wahrheit finden ... und sie da: mit dem Obersatz: "Es gibt eine Religion deren Grundlage die Behauptung ist: es gibt keine Gott" haben wir einen Obersatz, eine Wahrheit, die eine ganze Menge von Beobachtungen zu einem schlüssigen Konzept vereint.

    Das nennt man Wissenschaft, ist aber sein dem 11.9.2001 durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten verboten worden und wird seitdem durch breitflächige Verächtlichmachung bestraft.

    Vieles an dem Kinderschändersalat kannte ich schon, aber die satanischen Riten des Opus Dei waren mir neu. Ich werde dem gelegentlich mal nachgehen ... soweit mir das von hier aus möglich ist.

    Schwierig war ... wie eigentlich bei fast allen meinen Themen ... hier eine Kategorie zu finden. Da ist gerne Themen vernetze, hängt bei mir oft alles mit allem zusammen. Ich habe mich aber diesmal bewußt für "Politik" entschieden ... weil wir hier möglicherweise auf kausale Triebkräfte von ansonsten relativ irrationalen Erscheinungen von Weltpolitik gestoßen sind.

    Und jetzt werde ich erstmal ... weiter umziehen und meine knappe Urlaubszeit für einige Wanderungen durch die Eifel nutzen. Nach soviel häßlichem Infomüll brauche ich erstmal wieder ein wenig Paradies um keine schlechte Laune zu kriegen.

  • Dominik Brunner und die andere Republik

    Der Fall Dominik Brunner entwickelt sich langsam zu einem Skandal. Zu einem Skandal für Medien, Gutmenschen, Republikfeinde und wer sich noch so alles aufmacht, eine andere Gesellschaft ins Leben zu rufen.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/21/dominik-brunner-peter-hahne-und-die-bestialitaet-von-gutmenschen/

    Da helfen dann auch Denkmal und Orden wenig. Eigentlich - im großen ganzen Weltgeschehen - ist es ein kleiner Fall, eine kleine ganz unbedeutende Geschichte.

    Andererseits ist sie ... gigantisch. Sie zeigt, wie Medien manipulieren, wie sie manipulieren wollen und selbst noch an ihren Lügen festhalten, wenn die Wahrheit unaufhaltsam naht. Medien als Feind von Wahrheit und Gerechtigkeit ... das ist schon ein starkes Stück. Das bedroht unsere Gesellschaft viel mehr als ... jugendliche U-Bahn-Schläger.

    Wenn nur noch Gerichte die neue Republik aufhalten können, dann ist die alte Republik endgültig verloren.

  • Der Adel und Deutschland

    Also ... je mehr ich mich damit beschäftige, umso unheimlicher werden mir die Leute.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/20/20-juli-1944-stauffenberg-und-die-politische-macht-des-adels-im-21-jahrhundert/

    Ich dachte bislang: die sind normal, heißen nur eben anders. Schaut man aber genauer hin ... dann sind die nicht mehr normal. Überhaupt nicht. Wäre ich nicht so geschäftig am Malochen (und das meiste davon mit der linken Hand) hätte ich jetzt auch einen Adelstitel: Zwei Euro plus Versand, Graf von Schießmichtodweißnichtmehr ... mit allen Schikanen und heiligen Segen vom Adelsverband.

    Ich glaube nämlich, ich kaufe mir einen. Für zwei Euro ... ist das voll in Ordnung. Ist zwar blöd, aber dann kann ich mit dem Adelsgelumpe Auge in Auge reden, weil ich was schriftlich habe. Und wer da anfängt zu diskutieren, hat schon sofort verloren, denn: die anderen Titel sind auch alle nichts wert, wenn man genau hinschaut.

    Ich könnte natürlich auch den Eifelkaiser machen ... habe ja sogar schon Gefolgschaft und ein Schwert gereicht bekommen, das adelt mehr als Papier es je kann ... aber als Diskussionsgrundlage ist der zwei-Euro-Graf viel schöner.

    Oder empfehlt ihr vielleicht eher einen Ritter? Oder einen Fürsten? Ich mag ja die schottischen, die klingen so nett, sind aber für den deutschen Adel nicht so geeignet. Man kann übrigens auch ... ist aber teurer ... für ein Minimalgebot von 6000 Euro von einem echten Adeligen adoptiert werden, das bringt dann einen noch heftigeren Titel.

    Na ja, weiterhin nach seinem Titel und einem Sitzsack jagen verbleibt somit: der Kaiser der Eifel, König von Lüttich und Aachen, Erherzog von Brüssel und Datteln, Ritter von Westerholt und Graf von Montjoe ... den Rest sparen wir uns mal für später auf, wenn ich mit dem Guttenberg vorstellen muß.

  • Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!!!!

    Ja ich weiß. Ich komme da nicht mehr zu - momentan nicht - wie gehabt jedem ein paar Zeilen zum Geburtstag zu schreiben. Yamahela, Seifensiederei waren die letzten Tage dran, viele davor ... und viele werden danach kommen.

    Ich ziehe gerade um. Die Spülmaschine ist kaputt ... trotz Urlaub führt das dazu, das ich noch weniger Zeit habe.

    Darum an dieser Stelle: der Generalgeburtstagsgruß 2010! Universal verwendbar, von Herzen kommend und freudigst überbracht. Und weil zum Geburtstag auch immer irgendwie Kuchen gehört, habe ich gestern Nacht noch eine westphälische Adelstorte gebacken.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/19/wir-wollen-lernen-wie-man-eine-kriminelle-vereinigung-gruendet-oder-deutsch-spricht-ohne-zu-stottern/

  • Nachrichtenspiegel-Online 19.7: Hamburger

    Heute gibts Hamburger mit Betonkrebspommes. Ein schnelles Menü.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/19/ole-von-beust-geht-deutschland-rebelliert-der-triumph-der-idioten-ueber-amokeltern-autobahnen-und-mittelschichtsluegen/

    Vor allem der FAZ-Artikel gibt mir sehr zu denken. Da möchte ich gerne nochmal weiter forschen. Wir kann es denn sein, das ich als Souverän dieses Landes 900 Euro im Monat für einen Mittelstandsmenschen zahle aber nur 250 Euro für ein Arbeitslosenkind? Umgekehrt wird ein Schuh daraus, dafür zahle ich Steuern - nicht für das Mästen von Mittelstandsbäuchen, sondern zur Linderung der Folgen der Armut.

    Na ja, ist ja Grillsaison, gerade die richtige Zeit für Bauchspeck in der Küche. Mittelschichtsbauchspeck - muß weg. Ein klarer Fall. (Und alleine das Geschrei, wenn man das Thema angeht ... wer könnte da schon verzichten...)

  • Nachrichtenspiegel-online am 18.7.

    Mein Umzug läuft ganz gut, das wird das interessanteste Heim, das ich bislang hatte - aber die Zeit läuft mir davon. Darum hier nur ein Hinweis auf die neueste Kreation: Schweinshaxen vom Bundesrechnungshof.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/18/harry-potter-star-wars-nachterstedt-und-der-bundesrechnungshof/

  • Egon Flaig ... Besinnlichkeit und Raserei

    Manche Wörter sollte man nochmal erwähnen, bevor sie aussterben – zum Beispiel das Wort “Besinnlichkeit”. Wir wissen wenig über frühere Zeiten, wenig über das, was wirklich “Alltag” war im Mittelalter. Wir merken uns Könige und Kriege – und nebenbeivernachlässigen wir vollkommen die kulturstiftende und friedensbringende Kraft des Handels. Da fallen uns gerade noch die Fugger ein – oder Marco Polo – das war es dann schon. Eine sehr militaristische Geschichtsbetrachtung, ein sehr eingeschränkter Blickwinkel – aber wir haben ja noch Zeit etwas daran zu ändern.

    Wovon man aber ausgehen kann ist die Tatsache, das das Leben früher viel besinnlicher war … wenn´s nicht gerade Kriege gab. Aber auch die konnte man unbeschädigt an Leib und Leben überstehen, weil die Zivilbevölkerung erst in der Neuzeit ins Visier der Menschenvernichter geraten ist. Manche Leute pflegten – wie Ernst Jünger – Besinnlichkeit sogar mitten auf dem Schlachtfeld. Warum auch nicht – es ist immerhin eine erquickende Kunst.

    Besinnlichkeit bringt einen dazu, Fragen zu stellen, die man ansonsten nicht stellen würde, weil wir nicht dazu kommen, scheinbare Selbstveständlichkeiten zu hinterfragen. Zum Beispiel die Frage: Wozu haben wir eigentlich Staat? Die historische Antwort ist einfach: zum Zwecke der Ausbeutung. Jedenfalls würde ich diese Perspektive als eine der Ersten in Betracht ziehen, denke da an den “Warlord” mit seiner kleinen Burg, von der aus der die Umgebung tyrannisiert.

    Erst später kamen kirchliche Gelehrte in Europa auf die Idee, das Herrschaft eigentlich ja auch irgendwie legitimiert werden sollte – und schon war die Idee der “Schutzfunktion” des Staates geboren worden, der adelige Landräuber wurde zum wohlmeinenden Landesvater, die Diktatur der Räuberelite machte auf einmal Sinn, weil sie (widersinnigerweise) den Menschen vor dem Menschen schützte. Gleichzeitig gab es aber auch eine andere Entwicklung: die Armbrust. Auf einmal war der gepanzerte Ritter nicht mehr unbesiegbar – ein kleiner Junge konnte ihn mit wenig Geschick vom Pferd holen.

    Als dann jeder Bürger eine Pistole in der Hand hatte, war es ganz vorbei mit der Machtherrschaft des Adels. Jetzt konnten sogar die zerbrechlichsten Frauen den stärksten Mann ohne große Mühe entsorgen … da bedurfte es neuer Qualitäten für den Adel – und so wurde der Adel Edel oder bemühte sich zumindest, so auszusehen.

    Ich gebe zu: das ist eine sehr kurze und einseitige Darstellung von Geschichte, die die Rechtsbildung von Stammesgesellschaften völlig außer Acht läßt – für Stammesgesellschaften ist aber die Schutzfunktion der Gemeinschaft so selbstverständlich, das sie gar nicht darüber reflektieren.

    Das ist erst dann notwendig, wenn man merkt, das sie nicht mehr da ist – oder das die Gemeinschaft selbst zu einer Gefahr geworden ist.

    Auf Deutsch gesagt, ist der Staat also da, um uns vor den Menschen zu schützen, mit denen Merkel essen geht oder die die Parteien als Berater hinzuziehen. Kein Wunder, das es uns schlechter und schlechter geht.

    Und kein Wunder, das die Kultur der Besinnlichkeit zunehmend durch eine “Spaßgesellschaft” ausgetauscht wird – eine Gesellschaft, die ihre Kapitalquellen aus Kinderarbeit und anderen kriminellen Machenschaften schöpft. Es ist jedoch weniger die “Spaßgesellschaft” die als Oberbegriff interessieren sollte, sondern eher … der Begriff der “Kultur der Raserei”.

    “Raserei” ist zum Selbstzweck geworden … einfach mal umschauen im Land. Wir rasen durch die Lüfte, durch die Straßen, durch die Geschäfte, ja, durch das ganze Leben. Egal wohin, Hauptsache schnell. Diese Raserei ist der Tod jeglicher Besinnlichkeit und dort, wo Besinnlichkeit keinen Raum mehr hat, breitet sich Dämlichkeit ungehemmt aus – und Dämlichkeit kann sehr teuer werden. Ich rede hier nicht von Moral oder gar Ethik, sondern von Euro, eine Sprache, die auch Unternehmensberater verstehen dürften.

    “Staat” ist teuer. Schon an sich. Seine Diener wollen alimentiert werden – und das nicht zu knapp. Am Besten für ewig und mit einer kleinen Beförderung kurz vor der Pensionierung, Dienstvilla und Dienstwagen inklusive. Je größer der Staat umso mehr Lumpengesindel sammelt sich um seinen Reichtum wie die Motten ums Licht, alles erbärmliche Kreaturen mit dem Anspruch auf leistungslosen Wohlstand, der selbstverständlich nur ihnen zusteht und nicht den Witwen und Waisen im Land, für deren Versorgung wir Staat überhaupt geschaffen haben.

    “Staat” leistet sich sogar besinnliche Menschen als Berater. Auch die sind sehr teuer, wobei man sich auch hier die Frage stellt: wozu müssen wir einen Historiker eigentlich bezahlen? Es gibt genug Heimatforscher, die in ihrerer Freizeit Geschichte schreiben und nebenbei ganz normal für ihren Lebensunterhalt arbeiten gehen. Wozu zahle ich als Staat Menschen, die solche Urteile fällen wir Egon Flaig?

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31712/1.html

    Kinderarbeit ist an sich keine Form von Unfreiheit.

    Das würden Kinder vielleicht anders sehen, aber die leben auch nicht ein Luxusleben auf Kosten des Steuerzahlers. Und das wäre ja der Untergang der westlichen Zivilisation:

    Wenn ein Nicht-Arbeitender sich weigert, eine Arbeit anzunehmen, weil sie ihm “nicht passt”, aber gleichzeitig fordert, dass die Arbeitenden für ihn aufkommen, dann tut er ein Doppeltes: Erstens wird er zum Ausbeuter – er lebt auf Kosten anderer – ähnlich wie ein Sklavenhalter; zweitens gibt er die Verantwortung für seine soziale Existenz ab und bürdet sie der Gesellschaft auf. Gerechtigkeit verlangt, dass jeder für sein Brot und seine Wohnung auch eine Gegenleistung zu erbringen hat; diese besteht in einer Gesellschaft vor allem aus seiner Arbeit – sofern er nicht physisch oder geistig behindert ist. Rechte implizieren Pflichten, andernfalls werden sie zu Privilegien. Wer das nicht akzeptiert, beansprucht für sich das Recht, von anderen versorgt zu werden – im Klartext: dass andere für ihn arbeiten. Ein solcher Anspruch entspringt entweder der Mentalität eines Kleinkindes oder derjenigen eines Kriminellen – oder soll ich hinzufügen: Derjenigen eines Sklavenhalters? Der Sozialstaat ist eine enorme historische Errungenschaft, und wir sind gehalten, ihn zu verteidigen. Darum müssen wir ihn auch vor Missbrauch schützen. Vor allem müssen wir verhindern, dass er sich in eine Versorgungsanstalt verwandelt, welche die Verantwortungslosigkeit fördert – mit fatalen Konsequenzen für die individuellen Fähigkeiten und die sozialen Kompetenzen der Fürsorge-Empfänger. Das Ende wäre eine sozioenergetische Entropie: Ein signifikanter Teil der Staatsbürger würde in alimentierter Unmündigkeit gehalten.

    Und da gebe ich dem Professor doch mal vollkommen Recht. Alimentierte Unmündigkeit ist keine angenehme Sache. Muß er selbst am Besten wissen, denn er gehört zu denen, die der Staat alimentiert – wie auch Ärzte, Krankenpfleger, Pfarrer, Lehrer, Arbeitslose, Minister, Kanzler, Witwen, Blinde und Waisen. Und seine Gedankengänge sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen: der Faulenzer mit Versorgungsanspruch ist ein Sklavenhalter … aber darum gehen ja Faulenzer mit Versorgungsanspruch lieber in die Politik oder zur Bank anstatt eine Karriere als ARGE-Kunde anzustreben. Viele Menschen arbeiten dafür, das der Professor seine Ergüsse von sich geben kann, ohne von der Mühsal des alltäglichen Broterwerbs belästigt zu werden. Jetzt stellt sich doch die Frage: was tut der Professor nun für die Gemeinschaft? Er klärt uns über seine Sicht der Sklaverei auf:

    Egon Flaig: Es gibt keinen “historischen Werdegang”. Denn Sklaverei hat es in allen Hochkulturen gegeben, und in einer stattlichen Anzahl sogenannter “primitiver Kulturen”. Sie speist sich aus zwei Quellen: a) aus dem Import von gewaltsam versklavten Menschen, in der Regel Gefangene von Kriegen und Überfällen; Orlando Patterson nennt das “intrusive Sklaverei” (der Sklave ist ein Fremder), b) aus der eigenen Bevölkerung, nämlich durch soziales “Herausfallen” – Kinderverkauf, Kindesaussetzung, Verkauf von verschuldeten Menschen, gerichtliche Verurteilung; Patterson nennt dies “extrusive Sklaverei” (der Versklavte wird in diesem Falle zum “Fremden” gemacht). Extrusive Sklaverei herrschte in Ostasien, v. a. China, Korea, und in Russland; intrusive herrschte vor allem in Afrika, in den präkolumbianischen Hochkulturen, bei Griechen und Römern bis zur Kaiserzeit, in der gesamten islamischen Welt und in der amerikanischen (Brasilien, Karibik, Süden der USA) Sklaverei.

    Extrusive Sklaverei findet gerade vor unseren Augen statt, auch wenn der Professor das nicht sehen möchte, weil er die Formen der Sklaverei der Antike mit den Formen der Sklaverei der Neuzeit vergleicht und treffsicher feststellt: früher war das anders. Mit dem gleichen Argument könnte man sagen: es gibt heute keine Kriege mehr, weil niemand mehr Burgen oder Belagerungstürme baut – oder es gibt keine Ärzte mehr, weil niemand mehr zum Zwecke der Heilung zu Apollo betet.

    Darum ist seine “Beweisführung”, das Hartz IV keine Sklaverei ist, auch so mittelmäßig – was nicht schlimm wäre, müßten wir das nicht bezahlen.

    Der Vergleich des arbeitsunwilligen Hartz-IV-Empfängers mit dem Sklaven ist legitim und heilsam. Durch Vergleiche lernen wir unterscheiden, durch Unterscheiden kommen wir zu Erkenntnissen. Damit der Vergleich methodisch korrekt sei, frage ich nun Sie:

    Wurde je Hartz-IV Empfängern – als solchen – der Pass entzogen, die Staatsbürgerschaft aberkannt und wurden sie in den Zustand der völligen Rechtlosigkeit versetzt?

    Nein, aber er hat de fakto Hausarrest während der Dienstzeiten der Behörde. Vogelfrei ist er nicht – noch nicht – aber wir fangen ja gerade auch erst wieder an die Sklaverei wieder einzuführen.

    Wo wurde ihr Vermögen eingezogen?

    Gar nicht. Das müssen sie verbrauchen, bevor sie zu ARGE kommen. Das ist ganz schnell weg, wenn es nicht so groß ist, das man durch Zinserträge leben kann.

    Wo wurden ihre Ehen aufgelöst und sämtliche Verwandschaftsverhältnisse annulliert?

    Es lösen sich Bedarfsgemeinschaften aus, weil Eheleute gemäß Gesetz bestraft werden und einen noch geringeren Regelsatz erhalten. Und aus der Verwandschaft fallen sie durch Hartz IV heraus, weil sie die moderne Geschenke- und Partykultur nicht mehr mittragen können. “Soziale Isolation” ist da ein bekanntes Problem…..wie auch bei Professor Flaig, der wohl noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen ist.

    Wo wurden ihnen die Kinder weggenommen und verkauft?

    In Münster, weiteres ist in Vorbereitung

    Und angenommen, man inhaftierte sämtliche arbeitsunwilligen Hartz-IV-Empfänger, wären sie dann Sklaven? Sogar Gefängnis-Insassen haben Rechte, auf die sie sich berufen können; sie sind Rechtspersonen, obwohl sie für eine bestimmte Zeit bestimmte Rechte nicht ausüben können.

    Sie sind schon inhaftiert, die haben Hausarrest. Gefängnisinsassen haben Rechte, in der Tat. Die machen auch mal Rehabilitationssegeln um Mallorca herum. Hartz-Sklaven nicht.

    Können Sie mir die Hartz-IV-Empfänger zeigen, die man in Kolonnen die Straßen entlang treibt, unterm Peitschenknallen von Aufsehern?

    Das nennen wir heutzutage “Maßnahmen”, allerdings verwenden wir keine Peitsche mehr. Ach ja … unsere Soldaten reiten auch nicht mehr ins Gefecht. Und auch sonst hat sich einiges geändert. Wir können sogar fliegen und haben fließend Wasser und elektrisches Licht - aber das ist hier nicht das Thema.

    Können Sie mir sagen, wo man sie öffentlich auf den Plätzen aufstellt, um sie – vor aller Augen – zu peitschen, ihnen ein Brandmal auf die Stirn zu drücken, ihnen Gliedmaßen abzuschneiden, oder sie zu Tode zu foltern?

    In Frankfurt wollte man sie zur Schau stellen. Und diese Geschichte mit den Gliedmaßen und den Brandmalen machen wir heutzutage im ganz normalen Straßenverkehr, da brauchen wir keine gesonderten Veranstaltungen für. Zu tode Foltern wir immer noch … aber lieber psychisch. Das schont den Täter und macht weniger Dreck.

    Bezahlt wurde der Professor für Besinnlichkeit, geliefert hat er: Raserei.

    Jedes Imperium wurde auf den Rücken von Sklaven aufgebaut. Wenn ich einen Haufen Gold irgendwo hinlege und tausend Jahre später nachschaue, so habe ich immer noch einen Haufen Gold und keinen Krümel mehr. Nehme ich aber einen Haufen Menschen und lasse sie und ihre Kinder tausend Jahre für mich arbeiten, habe ich auf einmal das “Haus Hohenzollern” mit all seinen Liegenschaften. Oder ein römisches Imperium.

    Flaig hat sicher recht: die Abolation war ein Riesenschritt nach vorne. Aber wie jeder nobel alimentierter Elfenbeinturmbewohner steckt er mit seinem Kopf in den Wolken. Sicher … die Sklaverei nimmt heutztage andere Formen an – wie andere Dinge auch. Trieben wir früher noch Schweine zum Markt um sie gegen Hühner zu tauschen, benutzen wir heute Geld um Waschmittel zu kaufen. Wo früher der Schuldturm stand und das Gefängnis, ist heute der Hausarrest im sozialen Wohnungsbau angesagt … denn Hartz-Abhängige müssen in den billigsten Schimmellöchern Unterschlupf suchen. Ist aber insgesamt billiger als eigens für die noch neue Gefängnisse zu bauen. Für die wird die Wohnung zum Gefängnis … und Fernsehen zur Strafe.

    Sicher, meine Vergleiche sind nicht besser als die des Professors, aber ich werde für solchen Unsinn auch nicht bezahlt. Ich denke auch nicht, das Hartz-IV-Abhängige schon Sklaven sind – aber der Schritt geht in die Richtung. Viele Schritte gehen in diese Richtung – aber dafür muß man mal mit den Menschen reden … und nicht nur über sie. Wir haben zwar die Sklaverei abgeschafft, aber nicht die Gier der Sklavenhalter nach leistungslosem Wohlstand. Die suchen sich jetzt neue Wege, wie sie links und rechts um die Menschenrechte herum wieder neue Formen der Sklaverei einführen können….und die Agenda 2010 war für sie ein wichtiger Meilenstein.

    Im Zeitalter der Raserei wird man aber nicht die Muße haben, innezuhalten und das zu merken. Und die Positionen, die wir extra für Besinnlichkeit bezahlen, werden von rasenden Menschen wie Professor Flaig besetzt. Fehlbesetzt, muß man sagen, denn den Nutzen seiner Arbeit für die Gesellschaft vermag ich jetzt nicht gerade zu erkennen, die Höhe seiner Alimente allerdings schon.

    Ich schätze mal … für einen Egon fütter ich locker 20 Arbeitslose samt Familien durch. Aber die stiften dann weniger Unfug. So gesehen, ist eine bei Heise gefundene Forderung nach Kürzung der professoralen Alimente um 50% für mich sehr plausibel. Die Preise für Papiermüll sind zwar gerade im Anstieg begriffen, aber diesen Müll durch Professoren produzieren zu lassen scheint mir nicht mehr marktgerecht.

  • Nachrichtenspiegel-online 16.7.2010: blutiges Steak

    Heute gibts es auf der Speisekarte des Nachrichtenspiegel an dickes, blutiges Steak mit einem kleinen Fähnchen drauf: UNSERE ZUKUNFT steht dort geschrieben.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/16/ikb-chef-stefan-ortseifen-kriegt-elterngeld-ueber-gesundbeter-in-der-eifel-und-faschismus-in-der-zukunft/

    Also ... es wäre schöner könnte man was Schöneres schreiben. Aber das wäre so, als würde man auf der untergehenden "TITANIC" noch schnell den Spiegel im Zimmer putzen und die Blumen gießen würde, während man noch nicht eimal die Schwimmweste anhat. Für manche ist das eine Alternative. Für mich nicht. Brennts im Haus, gehe ich löschen und nicht Wäsche aufhängen oder DSDS gucken - auch wenn das noch so spannend sein sollte. Immer eins nach dem anderen, denke ich mir.

    Grund für Panik oder Angst ... gibt es eigentlich nicht. Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist der Tod. Und der ... kommt todsicher. Gestaltbar ist aber die ART des Abtretens. Stolz, weil man sich dem heraufziehenden Chaos (so gut es eben ging) entgegengestellt hat ... oder voller Scham, weil man so lange wie möglich mitmarschiert ist und öfter "JA!" gesagt hat als es einem eigentlich lieb war.

    Was uns die Lumpen auf jeden Fall nicht nehmen können ... ist der heutige Sonnentag. Viel Spaß dabei!

  • Sterben, Kochen und Schreiben: Nachrichtenspiegel am 15.7.2010

    Kochen und Schreiben haben für mich was gemeinsam: man nimmt viele Zutaten und erhält ein Ergebnis. Ändert man die Zutaten nur ein wenig ... verändert man die ganze Komposition. Somit könnte man jeden Tag das gleiche Thema verarbeiten - und hätte immer was Neues. McDonalds ist reich geworden durch diese Idee.

    Was gibt es heute in der Küche?

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/15/krieg-und-frieden-in-deutschland-ueber-aerzte-tote-und-beute/

    Sozialbudgesteak an Ärztebutter. Nicht geeignet für Schwangere (weils Angst machen kann), Frauen (weil Angst machen wird) und Menschen generell (weil es ein Thema ist, bei dem man sich schnell hilflos fühlt - wie Millionen andere auch).

    Aber allen anderen, die nicht gerade schwanger, Frau, krank, Stadtbewohner Mensch oder sonstwie betroffen sind oder mit derartig Behinderten verwandt sind, mag der Artikel sehr gefallen, verspricht er doch eine stabile Wachstumsrate im Bereich des Sozialbudgetschmarotzens.

  • Merkels Zeugnis und mein Wohnzimmer

    Na, gerade mal wieder frisch aus der Küche gekommen. Gibt heute Pharmaauflauf mit Kanzlerinnenkartoffel an frischen GKV-Zahlen. Richtiges Allerweltsessen halt, das jedem schmecken sollte.
    Da ich mich räumlich hier gerade neu sortiere, dachte ich, ich sollte auch mal in meinem elektronischen Wohnzimmer ein neues Bild aufhängen. Das Alte war zwar richtig "eifelig", kühl, düster und voller Nebel - aber wir wollen ja auch keine Langeweile aufkommen lassen.

    Nach Schopenhauer findet man Glück nur in der richtigen Balance zwischen Not und Langeweile und da die Not wegen der anstehenden Sommerpause gerade offiziell abnimmt, dachte ich mir: tue mal präventiv was gegen möglicherweise aufkommende Langeweile (obwohl das ein Zustand ist, der mir Zeit meines Lebens völlig fremd war und auch Not hatte ich nicht übermässig viel, ein paar Mörder, ein paar Zuhälter und Kleinkriminelle mit denen ich zusammenwohnen mußte war wohl das Höchste der Bedrohung ... jedenfalls im Inland. Für den Rest trage ich selbst die Schuld - hätte da ja nicht hinfahren müssen).

    Das vorherige Bild zeigte die Aussicht Richtung Osten, das jetzige Bild ist die Aussicht, die ich von meinem neuen Arbeitsplatz aus Richtung Westen habe. Das Photo ist weder stimmungsvoll noch sonderlich schön ... aber es ist halt ein Livebericht.

    Kommen wir nun zu Merkels Zeugnis, das nicht ganz so gut ausfällt wie das meiner Kinder. Leider. Aber sie hat ja noch Zeit ...

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/14/merkel-zeugnis-sommerferien-nachsitzen/

  • Karsten Röttger und der Pöbelhaufen.

    Aus gegebenen Anlaß sehe ich mich genötigt, eine Gegendarstellung zu schreiben. Bin heute mehrfach auf Tags zu einem Artikel aufmerksam gemacht worden, wo "üble Tags" drunterstanden. Was die wohlmeinenden Warner nicht merkten war: nicht ich war gemeint. ICH heiße nicht Karsten Röttger. Ich möchte nicht wiederholen, was dort alles über diesen Herrn zu lesen war, doch DAS IST ABSOLUT NICHT TOLERABEL, ist nicht gemeinschaftsfähig und entbehrt jeder Diskussionskultur.

    Würde Herr Röttger hier lesen, müßte ich hier um Entschuldigung bitten, denn das ist GANZ SCHLECHTER STIL. Manche mögen genervt sein, das sie permanent mit unrealistischen Linksphobien und projeziertem Kommunistentum überschüttet und mit einem politisch-demokratischen Horizont der Berufsschule Solingen-West überschüttet werden, doch das ist in diesem Land erlaubt. Persönliche Beleidigungen nicht. Und bei mir erst recht nicht.

    "DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR" ... auch wenn er gerade nicht Hartz-IV-abhängig ist.

    Ich hoffe, ich habe die Technik jetzt so eingestellt, das der Pöbelhaufen seinen Dreck woanders hinkippen kann. Ja, Pöbelhaufen. Wer pöbelt ist Pöbelhaufen - das zeichnet diese Haufen aus. Nur die Tat - nicht die Höhe des Einkommens.

    Und ich will auch gar nicht wissen, wer das war. Würde mich im besten Falle noch mehr ärgern.

  • Frustrierter Eifelphilosoph am 13.7.

    Heute in der Küche: Mafiatorte und Hühnersuppe. Ungewöhnliche Mischung, ich weiß, aber ... manchmal verlangt das Leben einem viel ab.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/13/nachrichtenflaute-gangsterwirtschaft-die-schweiz-europa-und-das-reich-des-boesen/

    Momentan verlangt auch mir das Leben viel ab. Ein Kommentar, der mir Urlaub anrieht, brachte mich auf die Idee, mal was über den Koch zu sagen.

    Der Koch hier leidet unter eingeschränkter Beweglichkeit. Auch die Hände kann er nicht so gut benutzen, hat gesundheitliche Gründe. Momentan ziehe ich um - und natürlich geht gerade dann die Spülmaschine kaputt. Wie soll es auch anders sein. Ich will auch keine Neue ... aber das alles kostet jetzt natürlich Zeit. Angesichts meines ohnehin knappen Zeitbudgets und meiner gesundheitlichen Einschränkungen bewege ich mich gerade an der Grenze meiner körperlichen Leistungsfähigkeit - und das mag sich hier manchmal wiederspiegeln mag. Und neben all dem schleppe tagtäglich nebenbei wann immer es geht große Mengen an Bücher, Schränken, Regalen, Filmen, Bildern etc eine Etage höher ... wo ich dann vom Computer aus eine traumhafte Fernsicht haben werde. Vielleicht schreibe ich dann auch gar nichts mehr und gucke nur noch.

    Andererseits ... geht es mir aber besser als jemals zuvor in meinem Leben - so innerlich ... und das ganz ohne Nikotin, Alkohol, Tabletten oder Zugriff auf die verbotenen Substanzen. Ich gestehe aber, das die körperliche Verfassung schon mal besser war. Aber man kann ja nicht immer 18 bleiben, oder? Jedenfalls nicht äußerlich. Also ... keine Sorgen machen, wenn es zerknirschte Töne gibt, die zwischen den Kompositionen hörbar werden. Das bin nicht ich, das ist meine Mechanik ... die knirscht wahrhaftig.

    Aber noch zwei Tage, dann kommen drei Wochen Urlaub, dich ich ganz hier vor Ort verbringen werde. Immerhin: das Schreiben ist für mich Ausruhen. Ließe ich es sein, müßte ich mir was anderes aussuchen, was morgens die Zeit vertreibt, den Körper an die Senkrechte gewöhnt, für den Tag fit macht und die Finger geschmeidig hält. Gut, ich könnte auch Angeln gehen - mag aber keinen Fisch. Und außerdem ist es da draußen manchmal naß.

  • Nachrichtenspiegel, Pillenfirmen und Sozialbudget

    Zum Wochenauftakt gibts Aufschwunggulasch mit Nobelnudeln mit Investiersauce.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/12/deutschlands-aufschwung-die-medienmaerchen-und-die-diktatur-der-maerkte/

    Wer das nicht mag ... bekommt noch ein kleines Extra als Butterbrot mit auf den Weg:

    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,705537,00.html

    Es ist dies der verzweifelte Versuch, die immer stärker ausufernden Kosten für Medikamente in den Griff zu bekommen. Zuletzt waren die Kosten für die Kassen um 5,3 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro emporgeschnellt. Damit waren die Medikamente 2008 der am schnellsten wachsende Kostenfaktor im Gesundheitssystem.

    Und das alles ist ... Sozialbudget.

    Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung wird für die Versicherten teuer. Die deutsche Mittelschicht als größte Bevölkerungsgruppe kommt dabei offenbar noch vergleichsweise glimpflich davon. Die Pharmaindustrie aber steht noch besser da: Sie wurde zuletzt gar nicht zur Kasse gebeten.

    Das wird wieder schön. Ich beneide ja meine alten Kollegen. Jeden Abend wieder schön (und NOBEL) essen gehen, interessante Technikgeschenke verteilen (ab 1000 Euro, das darunter kriegen die Arzthelferinnen),
    schöne Reisen machen ... in London waren wir mal auf der Themse in einem uralten Segelschiff unterwegs. Man hatte dann für uns extra diese "Tower Bridge" hochgezogen ... ja, das war ein Leben. Manche meinten ja schon damals: das kann doch nicht ewig so weitergehen ... und das darf auch nicht ewig so weitergehen.
    Immerhin: sind ja alles Versichertengelder, die dort verbraten werden und die in Forschung, Entwicklung oder Betreuung sinnvoller eingesetzt werden könnten. Wer das zu laut äußerte ... durfte auch ganz schnell gehen. Manchmal schon am nächsten Tag. Jedenfalls im Bereich Vertrieb bzw. "Linie". Im Stab und inoffiziell gegenüber der Presse konnte man das schon mal fallen lassen, wirkte hübsch ethisch.

    Nun - was keiner erwartet hätte - wie haben das Jahr 2010 und es geht immer noch weiter, jetzt sogar mit verstärktem Antrieb, denn bei den steigenden Beitragssätzen sagt die Politik ganz klar: "Hier ist das Volk, nehmt es aus!" Ja, das wird dann auch gleich gemacht. Aber ohne mich ... und das fühlt sich irgendwie gut an. Na ja ... gibt ja auch nix schöneres als Eifel, was soll man da noch verreisen.

  • Sternzensur und Pharmadank an die dämliche Mittelschicht

    Nachrichtenspiegel-online heute mal als Retter gelöschter Leserbriefe, wir kochen sozusagen auswärts, es gibt schlichtweg mal Tiefkühlpizza mit zusätzlichem Käse. Zum Nachtisch habe ich allerdings etwas Pharmatiramisu selbst zubereitet:

    Und weil es gerade paßt, nochmal ganz herzlichen Dank an den DEUSCHEN BEITRAGSZAHLER! Applaus!

    Die steigenden Beitragssätze für die Krankenversicherung erinnern mich daran, das es jetzt wieder richtig losgeht. Nach den Sommerferien kommt die Reisesaison für die Pharmaindustrie, wo die Versichertengelder mal wieder so richtig auf den Kopf gehauen werden. Ich komme auf dieses Thema, weil ich gestern stundenlang ein atemberaubendes Gewitter beobachten durfte. Einfach herrlich. Es war das vierte seiner Art, wobei ich das zweite nicht mitzähle, denn da war ich auf Kosten der Beitragszahler in Südafrika. War Wunderschön, auf dem Hinflug flogen wir über ein Riesengewitter, das über dem Kongo tobte. Gewitter von oben - sehr eindrucksvoll, aber ich saß im Flugzeuge, deshalb zählt das nicht.

    Wir wohnten in Kapstadt in einem Viele-Sterne-Hotel am Hafen, von den Zimmern aus konnte man den Tafelberg sehen. War schön. Fuhren mit historischen Zügen - war noch schöner. Besichtigten Weingüter, Straußenfarmen und ... Nationalparks. Klasse Sache, sowas. Im offenen Jeep Auge an Auge mit dem Nashorn - das hat schon eine gewissen Qualität. Oder mit dem Hubschrauber über das offene Meer, Wale gucken. Wir waren auch am Kap selbst und auf dieser Insel, wo Mandela so lange litt. Essen und trinken gab es reichlich und vom Feinsten - darum: DANKE DEUTSCHER BEITRAGSZAHLER! Das alles hat uns nämlich keinen Cent gekostet. Und ich als alter Reisemuffel wäre dort nie hingekommen, wenn nicht der DEUTSCHE BEITRAGSZAHLER so großzügig gewesen wäre. Und Johannisburg hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Echt. Eine sterbende Stadt zu erleben ... das schafft Respekt und Ehrfurcht vor Politik und Gemeinwesen.

    Nee, war schön. Sowas wird die deutsche Mittelschicht nie erleben dürfen. Ich sollte ... gelegentlich noch mehr erzählen, glaube ich, denn die Fahrt nach Südafrika war weder die teuerste noch die beste Tour die ich zum Zwecke der Ärztekorruption gemacht habe. Aber die deutsche Mittelschicht ... ist ja auch nur zum zahlen gut.

    Man könnte ja jetzt neidisch werden, wenn man überlegt, was nun - bei 15,5 % - alles für Reisen möglich sind. Meine Traumveranstaltung hatte ich für Chefärzte auf den Bahamas konzipiert: eine Woche im Haus von Paul McCartney, zehn Diener im Haus, privater Sandstrand, eigene Stretchlimousine, eigene Yacht ... 30000 pro Person. War uns dann aber doch zu teuer. Ein Zahlungsverweigerer unter den Ärzten - und schon macht man Miese. Allerdings wäre man "die Firma mit den Bahamas" gewesen, da hätte ich noch mehr Gewinn ´rausschlagen können.

    Schade, das alle meine Ärzte meinen, ich solle davon die Finger lassen. Noch mehr Reisen macht der Rücken nicht mit.

    Na ja ... das wird auch langweilig. Ein Freund von mir war Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff. Nicht korrumpierbar ... ganz feiner Kerl. Kann ich nur empfehlen, wenn man wirklich mal krank ist und nicht nur - wie die allermeisten Patienten - einfach mal so zum Arzt geht. Sein Lieblingsort auf dieser Welt: der eigenen Garten.

    Meiner wäre der Stadtpark, denn da mäht jemand anders. Wenn man sein Leben mit Reisen verbracht hat, merkt man: auch das kann sehr langweilig sein. Nicht das "woanders sein" ... aber das fahren. Wäre froh, wenn ich nie wieder fliegen müßte. Auch erste Klasse - kann mir gestohlen bleiben. Ne schöne Bank an einem klaren kühlen Eifelflüsschen, eine laue Brise, die durch die Buchen fährt - was will man mehr.

  • Schweinshaxen a´la Von der Leyen: Bürgerarbeit

    Manchmal sollte man wirklich auf Ärzte hören. Mache ich ja nie. Immerhin kenne ich ungefähr 5000 von denen ... da bleibt schon mal was hängen.

    Gestern ... so merke ich gerade ... hätte ich auf die Ärzte mal hören sollen: "Wer krank ist, soll nicht arbeiten!" - sagen die ja immer. Haben die eine Ahnung vom deutschen Arbeitsmarkt, der ARGE oder meinem Dickkopf. Frau von der Leyen will ja jetzt die Kranken Hartz-IV-abhängigen Laub fegen schicken, damit die Gemeinde Personalkosten spart. Wie die Gemeinde das verstecken soll, ist dann deren Problem ... glaube ich. Die hört auch nicht auf die Ärzte.

    Ja, ist doch Fakt: die über fünzigjährigen, die bei der ARGE sind, haben ihren Job wegen Krankheit verloren, da lasse ich mir doch nichts mehr vormachen - kenne genug davon, die jetzt mit frischen Bypass den Besen schwingen werden ... oder auf die kleinliche Beihilfe zum Lebensunterhalt, welche ihnen die ARGe gewärt, dann ganz verzichten um in Zukunft vollends nur noch von Mieten und Kapitalerträgen zu leben.

    Darum gibt es heute in der Küche: Schweinshaxe a´la von der Leyen, etwas Vertretergratin und Arbeitsamtskompott zum Nachtisch. Ja, ist einfallslos ... aber ich kann mich heute kaum bewegen.

    Genau wie die Frau von der Leyen habe ich nicht auf den Arzt gehört ... und werde heute einen gewissen Preis dafür zahlen müssen. Aber .. Ärzte haben eben keine Ahnung, was ich noch kann und was nicht. Genau ... wie ich.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/10/buergerarbeit/

    PS: hört Euch doch bitte mal um. Ich hätte ganz ganz ganz gerne ... LIVEBERICHTE über die sechs Monate
    Grundausbildung zur Arbeit. Bitte bitte! Anonymität bleibt gewahrt. Ich würde es gerne selber machen ... aber die nehmen ja keine Freiwilligen. Leider.

  • Nachrichtenspiegel-online: Menü am 10.7.2010 - und vielen Dank an meine Gemeinde!

    Heute in der Küche: Wirtschaftseintopf:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/09/deutschlands-trauerspiel-arbeit-aufschwung-luegenmaerchen-pudel-und-rindviecher/

    Zum Nachtisch sollte es noch Naturkatastrophenmousse geben ... aber die mußte ich sein lassen, weil ich jetzt ein funktionierendes Telefon habe.

    Mein besonderer Dank gilt heute der Gemeindeverwaltung. Es ist bekannt, das ich viel Arbeit habe. Es ist auch bekannt, welche politische Position ich als Blogger vertrete. (Ich meine, es sind dankenswerterweise nicht alle Mitbürger so verblödet, das man mich für einen "Linken" hält, das gilt wohl nur für jene seltenen Exemplare, die lieber Hund wären - und sich auch so gebärden).

    Man weiß, das ich Verpflichtung zur parteipolitischen Neutralität schätze und letztendlich ... nur für Lumpen schädlich bin, die eine andere Republik wollen. Gerechtigkeit heißt eben manchmal auch den Millionär zu schützen - sofern er sein Geld mit ehrlicher Arbeit verdient hat. Das unterscheidet mich halt auch von "Linken". Gerechtigkeit heißt, sich auch mal vor den Mob zu stellen, wenn er den Mörder lynchen will.

    Es ist bekannt, das mein Rücken nicht mehr ganz so gut ist ... und um mich zu entlasten haben die Mitbürger heute meine Hangwiese umsonst gemäht - so schnell, das ich weder "Danke" sagen noch die Leute zum Kaffee einladen konnte.

    Wer der Eifelphilosoph ist, was und für wen er schreibt ist hier seit ... einigen Wochen erst bekannt. Aber das Echo - im Kindergarten, bei den Eltern jener Kinder, die ich in der Therapie habe, bei den Nachbarn ist ... überwältigend. Das freut mich sehr. Ich hoffe, ich kann mich dafür mal erkenntlich zeigen. Das wäre mir ein Anliegen. Es sind ganz viele Menschen darunter, die für die Politik nichts anderes mehr sind als Nutzvieh....dabei sind es diejenigen Menschen, die den Verein hier am Laufen halten.

    Und weil die mir den Hang gemäht haben ... kann ich heute mal viel telefonieren. Das ... werde ich dann mal auch gleich tun. Heute hatte ich nämlich "Gartenarbeit" auf meiner to-do-Liste. Das dauert normalerweise einen ganzen Tag.

    Das kann ich jetzt abharken.

  • Nachrichtenspiegel-online: Menü zum 8.7.

    Angesichts der Wetterlage gibt es heute als Menü nur kalte Mittelschichtsgrütze mit Ökososse an Psychosülze. Zum Nachtisch darf sich heute jeder ein Eis kaufen.

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/08/weg-mit-der-mittelschicht/

    Ich selbst ... bin heute auch nur selten im Wohnzimmer, ist sitze in der Sonne. Solltet ihr auch tun.

  • Zyniker, Andreask, Badeenten, Fems, soziale Randexistenzen und Terrorblogger

    Mit 164625 Seitenzugriffen im Juni beende ich ja hier meinen öffentlichen Auftritt ... was mir Gelegenheit bietet, mich mal hier um die zwischenmenschlichen Probleme zu kümmern. Heute morgen servierte man mir dies hier:

    http://zyniker.blog.de/2010/07/06/nachrichten-spiegel-8925567/#comments

    Wolltet Ihrnicht schon immer mal einen blog lesen, der übersichtlich gestaltet ist und nur aus LINKSKampfeinträgen besteht und alle illustren blogger vereint:
    ?(R)Einhard
    ?alterknacker
    ?Dreckscheuder
    ?Echsenwut
    ?Eifelphilosoph
    ?Grilleau
    ?Regenbogenbieger
    ?Tagesbild

    Ja, dann ist Euch nicht zu helfen, aber dann klickt dort:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de

    Somit kann man hier bei blog.de wieder in Ruhe stöbern ohne die eigenen Herzfrequenz in lebensbedrohliche Höhe zu treiben und wenn man Lust auf Thrill hat, findet man dort alles, was das Herz kaputt macht.

    So long Chris

    Ich gehe nicht auf die Rechtschreibfehler ein, nicht auf die Schwächen in Satzbau und Gliederung sondern eher mal ... auf die Person des Schreibers. Die Agenda 2010 hat uns ja einiges an Ekelhaftigkeiten beschehrt, aber das sichtlich Widerlichste ist ja die Flut von Nageldesignerinnen, Frisierstuben, Typberatern, Consultants und Unternehmensberatern. Jeder outgesorcte Versicherungsvertreter oder IT-Schrauber war auf einmal ein Unternehmensberater ... mit recht unangenehmen Folgen. Denn manchmal bestellte man einen Unternehmensberater in die Firma und es kam ... jemand, der gekleidet war wie ein Handwerker für das Vorstellungsgespräch bei der Stadtverwaltung, aber eingebildet ob seines Titels hoch drei.

    Kein Wunder, das solche Leute hier auflaufen und stolz verkünden, sie hätten eine "Konstruktionsabteilung" aufgebaut ... dabei haben sie sie nur verkabelt. Ja, Schätzchen, auch zum Aufbau einer Konstruktionsabteilung stellt man erstmal Leute ein. Professoren, Ingenieure, technische Zeichner. Und wenn die dann auf unsere Kosten ihre Geräte gekauft haben, darfst Du sie verkabeln.

    Und bei einer solchen Tätigkeit mit dem Titel "Unternehmensberater" hausieren zu gehen (der leider NICHT rechtlich geschützt ist) ist schon eine Anmaßung sondergleichen - aber manche brauchen halt das gewisse Extra - vielleicht, weil ansonsten eben nichts zu holen ist. Kann ich nicht beurteilen, bin halt auch kein Zyniker ... weiß jetzt aber langsam, warum ich mal was dazu schreiben sollte. Habe gerade mal nachgeschaut ... war ein Weihnachtsgeschenk am 24.12.2009. Ich würde mich ja nicht Zyniker nennen (Kyniker schon...) aber wer sich gerne Unternehmensberater nennt, der kann sich auch da nicht bremsen. Wenn er wüßte, was das bei den Menschen heißt, die der deutschen Sprache mächtig sind, würde er sich vielleicht doch wie jemand vorkommen, der nackt und bellend durch die Einkaufsstraße rennt und sich wundert, warum die Leute so komisch gucken.

    Aber wer möchte: man kann den Mann mieten. Hier, der sucht gerade:

    http://www.xing.com/profile/Karsten_Roettger

    Branche: Unternehmensberatung, IT-Consultant, Programmierung, Praktikanten, Diplomanden

    --------------------------------------------------------------------------------

    1999 - 2004
    Systemadministrator

    CD-Design GmbH, http://www.cd-design.de

    Branche: Design
    1998 - 1999
    Maschinenführer

    Henkel, http://www.henkel.de

    Branche: Chemieindustrie
    Lehre (Schlosser)

    Rheinmetall

    Branche:

    Wußte nicht, das Diplomanden und Praktikanten auch eine Branche darstellen ... aber das paßt zu Unternehmensberatern und Zynikern. Solcher Verwerfungen hinerläßt der zweite Bildungsweg. Ob das wirklich Schule machen sollte ...?

    Da wundert man sich nicht mehr, das unser Freund Regenbogenbieger auf einmal ein linker Kampfschreiber ist ... er hat bei Blog.de noch nicht einen Artikel geschrieben. Egal ... einfach mal irgendwas behaupten. Wird schon stimmen. Wer das Photo sieht und den "Dresscode" dieses "Unternehmensberaters" versteht, der weiß, woher der Wind weht. Würde er sich bei mir so vorstellen würde ich denken, da bewirbt sich jemand als Hausmeister.

    Warum ich mich heute um so einen Dreck überhaupt kümmere? Zufällig habe ich heute etwas Zeit. Und das Thema, wo eigentlich die Menschen geblieben sind, die früher in den Sozialsiedlungen unter sich bleiben konnten, hat mich schon immer fasziniert.

    Und wenn mich jemand in beleidigenderweise persönlich öffentlich angeht und ich zufällig davon Wind bekomme (oder man dieses Machwerk wie eine stinkende Windel vor die Nase hält), dann erlaube ich mir gerne mal, ein paar Takte dazu zu sagen - erst recht, wenn es von einem "Unternehmensberater" dieser auserlesenen Qualitität kommt.

    Ich arbeite mit echten Unternehmensberatern zusammen ... bei der zukünftigen Entfaltung des Magazins. Wir wissen, was wir tun und wo wir hinwollen. Die Autoren sind in der Mischung hervorragend....und wie man einen Herrn Dreckscheuder "links" nennen kann, wundert mich sehr. Sein Steuerkonzept ist ... waghalsig. Ich sehe schon jetzt, das erste Leute anfangen, über sich selbst hinauszuwachsen - und das habe ich erwartet. Es sind noch nicht alle da, die man sich wünschen kann ... aber Blog.de ist auch nicht die Welt, es ist nur ... ein bequemer Anfang.

    Doch um das zu erkennen muß man schon Fähigkeiten im Bereich Textverständnis und politische Bildung mitbringen, die über das Niveau von Berufsschule hinausgehen. Es ist kein "linker Kampfblog" - auch weiß ich nicht, wie ultrarechts man sich selbst einsortiert, um aus mir einen Linken zu machen. Und wenn ich jetzt gestehen würde, das ich Burschenschaftler und langjähriges FDP-Mitglied bin? Dann guckt der IT-Schrauber wie eine Kuh, wenn es donnert. Das ist dann eindeutig zu hoch für ihn - wie vieles andere scheinbar auch. Aber vielleicht denkt er mal drüber nach, warum es hier keinen "Etalon" mehr unter meinen Blogfreunden gibt. Irgendwann platzt auch mir der Kragen.

    Es wird ein Magazin mit Zukunft....und das Echo übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Aber mal schauen - vielleicht mieten wir uns das "freiberufliche" Bürschchen mal für ein paar Stunden ... und testen mal seine Qualitäten als Unternehmensberater.

    So ... noch Fragen?

    Immer wieder werde ich auf auf diesen "AndreasK" angesprochen ... und ich frage mich, warum ich eigentlich bei jemandem lesen sollte, der kaum drei zusammenhängende Sätze hintereinander fabrizieren kann. Ich lese da nicht. Der war hier mal, hat mir seinem Ossi-Philosophie-Diplom herumgewedelt und wollte Aufmerksamkeit. Hat er aber nicht bekommen. Das hat bei mir berufliche Gründe.

    In den neunziger Jahren gehörte ich zu den armen Säcken, die in den Osten geschickt wurden um Außendienste aufzubauen und Führungskräfte zu schulen. Dabei machte ich schnell eine erstaunliche Entdeckung: Geisteswissenschaftler aus dem Osten mußten eine stramme Parteikarriere haben. Das war für uns ungewohnt ... aber wir lernten schnell. Andere Firmen nicht ... und die machten sehr häßliche Erfahrungen mit den Wendehälsen. Ich kann bei Bedarf mal ein paar Geschichten erzählen. Wir haben viel Nationale Volksarmee eingestellt ... aber nicht einen von den Wendehälsen, die noch eine Woche zuvor Kniefälle vor Honecker gemacht haben und danach über "die Linken" herzogen als würde man dafür bezahlt.
    Sind feine Leute da drüben, menschlich noch nicht so kaputt wie die Wessis ... aber Hände weg von allen Wendehälsen. Ja, was erwartet ihr denn, wenn nächste Woche die Chinesen kommen? Diese Typen laufen doch sofort wieder "Rotfront" schreiend durch die Gegend. Es sind "linke Typen" im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern SED, heute NPD, morgen KPD ... Hauptsache, einer kümmert sich um sie.

    Ich meine: passend, das sich so etwas bei selbsternannten Unternehmensberatern sammelt ... vielleicht hat der auch irgendso einen Titel parat.

    Warum solche Leute den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als durchs Blogland zu laufen und zu gucken, ob sie nicht irgendwem ans Bein pinkeln können, kann nur ihr Psychiater erklären. Ich schätze mal aus der Ferne, das da ganz viel aufzuarbeiten ist. Vielleicht auch nur der Hass auf die Wende und die verpaßte Parteikarriere, Kleinwuchs und frustrierte Sexualität. So was reicht schon. Wir hatten dafür früher eben diese Sozialsiedlungen. Bei Blog.de sollte man so etwas auch anregen. Jemand, der sich nicht konstruktiv mit Blogkameraden auseinandersetzen kann (denn immerhin: diese Gemeinsamkeit haben wir) braucht irgend so eine geschlossene Abteilung und soziale Betreuung. Das macht jede Schule mit sozial auffälligen Schülern die immer den Klassenfrieden stören müssen, warum sollte das hier nicht gehen?

    Ich weiß, es gibt da noch so eine Badeente, die kenne ich nicht und sage auch nichts dazu. Dem Namen nach zu urteilen tippe ich auf Übergewicht und/oder Schönheitsnegativ - auch ein Kompensationsgrund.

    Nun aber wirklich mal ... zu diesem FEM-Dingen. Also ... das ist krank. Und wer so etwas von sich gibt (und ich kenne da ja nur Bruchteile) muß eine enorm arme Sau sein. Empfehle hierzu mal Riemann: Grundformen der Angst um sich ein Bild davon zu machen, was in dieser Person alles tobt. Für die ist ihr Leben eine einzige Qual ... und die trägt sie mit Gewalt nach außen.

    Was nun neben den sozialen Randexistenzen, die meinen, hier ihre persönliche Minderwertigkeit abarbeiten zu müssen, die anderen Terrorblogger betrifft, so stehen sie für mich - einen ganz normalen Bürger in einem ganz normalen Rechtsstaat - auf einer Stufe mit Taliban, Selbstmordattentätern, Brandbombenschmeißern und Polizistenmördern. Die Intention ist die Gleiche, aber der Mut reicht nur zum Wort, nicht zur Tat. Feigheit im politischen und bürgerlichen Bereich ist ihre erste Tugend, Drückebergertum die Zweite.

    Ich wette eine Kiste Bier, das sich Wendehälse auch vor Gemeinschaftsaktionen im Dorf drücken. Wetten? Sind die sich zu fein für, sind ja "was Besseres" hätten ja fast mal Parteikarriere gemacht und wären vielleicht sogar der neue Honecker geworden. Schlimm, wenn so etwas schiefgeht.

    Und warum mir heute der Kragen platzt?

    Klimaanlage war kaputt. Nee, war das warm. Da darf man schon mal die Fassung verlieren. Und außerdem ist mit mir nicht gut Kirschen essen. Erst recht nicht, wenn das menschliche Gesochse zur Hexenjagd bläst. Darauf kann ich gar nicht. Gut das solche Knilche mitlerweile eine verschwindend kleine Minderheit darstellen. Außerdem kotzt es mich langsam an, das Blog.de und ihr Blogger diese Wichte immer mit Samthandschuhen anfasst. Wenn es im Dorf jemanden gäbe, der immer und beständig auf die Kleinsten und Schwächsten einprügelt, was meint ihr, was hier vor Ort los wäre? Unser Millionäre im Dorf müssen das ab können - obwohl ich die Verbalorgien zu Karneval gegen sie abstoßend finde - sei hier mal gesagt. Ihr Geld nimmt man immer gerne, wenn es gebraucht wird, aber sonst, so hintenrum ... nee. Erbärmlich. Aber ein anderes Thema, dem ich mich gleich mal draußen widmen werde. Aber Terror gegen Schwächere ... gegen Hartz-IV-Abhängige, die Dreck von den Tafeln fressen müssen, die die Geschäfte dort billig entsorgen um Entsorgungskosten zu sparen, Menschen, deren Schicksal völlig in der Hand von "Fallmanagern" liegt, die selber in den meisten Fällen völlig überfordert sind ... das ist erbärmlich, abartig und widerwärtig.

    Mobbing für die ganz Feigen, möchte ich mal sagen. Da bekleckert man sich wahrlich nicht mit Ruhm. Aber manche ... brauchen wohl sogar das. Sozial ist das nicht gerade. Das richtige Wort dafür fängt mit A an.

    Im echten Leben ein Fall für das Jugendamt oder die richterliche Einweisung gemäß PsychKG. Im Blogland wird man wohl noch nach Regelungsformen suchen müssen ... ist halt ein neues Dorf und ein interessantes Sozialexperiment.

    Das man dem Bodensatz der menschlichen Gesellschaft auch unter Bloggern begegnet, damit mußte man halt rechnen. Nicht alle haben Arbeit genug um sich sonstwie zu beschäftigen. Und nicht alle können allein vom oder für das Schreiben leben.

  • Rente mit 70, Nachrichtenspiegel 7.7.2010 ....und der Gummibjörn

    Heute habe ich etwas sehr Schönes erfahren: dies hier ist mein Wohnzimmer. Dann ist drüben die Küche. Das macht Sinn. Gekocht wurde heute: Filmkritik mit Physikadellen an Gesundheitsreform in Westernsauce:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/07/das-kabinett-des-dr-parnassus-die-physik-die-gesundheitsreform-und-kritik-am-nachrichtenspiegel/

    Für mein Wohnzimmer habe ich aber auch was. Kennt jemand von euch einen Björn, den er nicht leiden kann?
    Gut, für all diejenigen .... hier das Lied vom Gummibjörn. Auch schön, wenn man keinen Björn hat, den man nicht leiden kann.

    Jag Är En Gummibjörn - Full Swedish Version

    http://www.youtube.com/watch?v=Icv3eUKcjqw

    Ich sage ja: das Leben ist schön. Nicht immer einfach, aber schön. Auch ohne Björn.

    Ach ja, meinen besonderen Dank an Guy Fawkes für die Definition dieses Ortes als mein Wohnzimmer. Und eine Frage noch an Guy: was machst Du eigentlich am 5.November?

    Noch was zum Ärgern für alle am Morgen, damit niemand glaubt mit in der Sonne liegen wäre alle Arbeit für heute getan?

    Hier, ganz frisch aus Brüssel:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/lebenserwartung-steigt-eu-kommission-empfiehlt-rente-mit-70-jahren;2614256

    EU-Kommission empfiehlt Rente mit 70 Jahren
    Die Europäer werden immer älter. Das ruft die EU-Kommission auf den Plan. Weil die Rentensysteme vor hohen Belastungen stehen, sollen die Arbeitnehmer erst später in den Ruhestand gehen. Bisher liegt das Durchschnittsalter

    Wir sollten mal langsam anfangen zu überlegen, ob wir Parlament-Arier jeglicher Art nur noch dann bezahlen, wenn sie unsere Lebensqualität spürbar verbessern. Bislang sieht es so aus, als wählten die dümmsten aller Kälber ihre Schlächter selber. Leistungsprinzip könnte doch auch mal für Funktionsträger in Politik und Wirtschaft gelten, oder?

    Wären wir Indianer und der Häuptling würde nichts anderes zustandebringen, als immer mehr Geld auf unsere Kosten zu verbraten ... was meint ihr, wie lange der Häuptling wäre. Welch´ Disziplin die Anwesenheit eines Marterpfahls doch für die Haushaltsführung mit sich bringen kann ...

    ... nee, da denken wir nicht weiter. Das kommt nicht in die Küche. Das war jetzt eher eine faule Tomate für den Biomüll. Oder vielleicht ... sollte ich die doch mal nach Brüssel werfen? Langsam reicht die mir skrupellose Vermarktung meiner Restleistungsfähigkeit. Ich bin doch kein Nutzvieh.

  • Hitlers Geschenk zum 121.

    Herr Adolf Schicklgruber (späterer Hitler) wurde am 20. April 1889 geboren - ein Datum, das die allermeisten Menschen vergessen haben oder nie kennenlernten. Ich schon. Ich war mal Gast bei Burschenschaftlern....dort wird das Ereignis noch begossen. Aber die saufen zu jedem Zweck, das muß man nicht ganz so ernst nehmen.

    Erst heute viel mir auf ... das an dem Tag noch etwas anderes geschah.
    Am 20. April 2010, 121 Jahre nach Hitler Geburtstag, explodierte Deep Water Horizon, verseuchte die amerikanische Küste, bedrohte die britische energie - Infrastruktur (die BP gehört) und die Pensionskassen.

    Merkwürdigkeiten gibt es auch bei den Überlebenden der Ölkatastrophe. Es gibt keine - aber auch keine Leichen. Die sind einfach weg und viel zu früh für Tod erklärt worde.

    Zudem ... gibt es weitere Merkwürdigkeiten:

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/gerhard-wisnewski/oelkatastrophe-schon-vor-ueber-1-jahren-vorhergesagt.html;jsessionid=450F41652CDE5FF08B6F210DCEFECA9A

    Je mehr man sich mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko beschäftigt, umso mehr Überraschungen erlebt man. Die neueste: Vor 107 Jahren schrieb der österreichische Dichter und Okkultist Gustav Meyrink eine Kurz-Novelle, in der er ein Attentat beschrieb, bei dem das mexikanische Öl ins Meer geleitet wird. Die Idee, mit einer solchen Katastrophe einen Anschlag auf den Globus auszuführen, spukt demnach schon seit über 100 Jahren herum. Und sie stammt mitten aus dem Schoß von Okkultisten, Freimaurern und Logenbrüdern.

    Das ist nun ... nicht ganz so ernst gemeint, zumal der Kopp-Versand ja auch hier und da mal Nachrichten bringt, die es nur da gibt und sonst nirgends. Aber: hier kann ich mir ja solche Experimente mal erlauben, solche blindwütigen, substanzlosen Spekulationen, die ... plausibel sind. Das muß aber nichts heißen. Es war auch mal plausibel, das der Mond aus grünem Käse ist. War auch nichts dran.

  • Nachrichtenspiegel 6.7. Öl, Enten und Sicherheitsabstand zu Hartzland

    Also, das wir da drüben immer voller. Gut, das liegt auch an mir. Es soll halt ... voll werden. Da ich momentan zeitlich knapp bin, hatte ich mit der Speicherfunktion herumgespielt und ältere Artikel vorbereitet, die jetzt nach und nach hereinplumpsen. Eine gute Gelegenheit, die viel zu vielen Rechtschreibfehler zu korrigieren. Allerdings ... geht mir dabei viel Zeit verloren. Ich denke aber ... wenn ich Umzug und Gartenarbeit überlebe, gibt es wieder Gelegenheit, sich um mehr als nur um das zu kümmern:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/06/das-oel-die-enten-und-der-sicherheitsabstand-zu-hartzland/

    Eigentlich sollte da noch mehr über Enten stehen, z.B. über die Nationalenten, die seit Jahren durch das Netz geistern und uns sagen, das wir eigentlich noch "Deutsches Reich" sind. Juristische Spitzfindigkeiten, die uns eigentlich überhaupt nicht zu interessieren brauchen, es sei denn, wir wollen mal volles Pfund in die Welt der Reichsflugscheiben eintauchen, die Chemtrails jagen.

    Ebensolche juristischen Spitzfindigkeiten führen dazu, das die Wahl von Wulff als Bundespräsident angezweifelt werden kann. Das mag eine Ente sein oder auch nicht - auf jeden Fall nervt es. Man darf bei diesen Enten ruhig überlegen: woher kommt sie - und wem nützt sie. Und vor allem: was bringt mir das.

    Sowas verseucht doch eher das gesellschaftliche Klima und soll Schmutz nach oben spülen, Pest durch Cholera ersetzen. Wer braucht sowas schon wirklich?

    Was ich wirklich brauche ... ist das Lieblingshäschen meines dreijährigen Sohnes, das er im Kindergarten vergessen hat. Eine Nacht hat er ohne den treuen Kameraden überstanden. Eine weitere Nacht jedoch ... wird grenzwertig. Der alte zefledderte Hase ist sein Ein und Alles. Ohne ihn hält er normalerweise nicht lange durch.

  • Nachrichtenspiegel 5.7. ... und der Weltuntergang

    Mühsam war es heute, einen Artikel zu schreiben. Ganz viel Fußball verpappt die Nachrichtenwelt. Deutschland hat gegen Argentinien gewonnen, das weiß ich jetzt. Wie hoch, weiß ich nicht, trotz hunderter Artikel. War wahrscheinlich nicht wichtig. Merkel soll gelacht haben. Das ... läßt Schlimmes ahnen.

    Heute wollte ich deshalb mal wieder den schon längst vergessenen Absturz von Smolensk ins Auge nehmen, den man bei Polskaweb für einen glatten Mord hält ... doch dann fiel mir was Anderes ins Auge, aber:
    lest selbst:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/05/juden-schiessen-wieder-in-die-koepfe-polska-web-und-die-juedische-weltverschwoerung/

    Ich mag diese Themen nicht. Würde mich da gerne komplett heraushalten. Aber ich weiß, das das schon mal gewaltig schiefgegangen ist. Momentan ist - seit der Agenda 2010 - wieder viel Angst im Land unterwegs. Nach alter Tradition helfen dagegen Menschenopfer. Bei Hartz IV-Abhängigen hatte ich ja schon mal die Gefahr gesehen (und sehe sie immer noch) das sie Opfer von Progromen werden ... aber vielleicht nimmt man mal wieder die guten alten Juden. Für Progrome waren die schon seit Jahrtausenden gut.

    Wir hatten hier am Wochenende übrigens Weltuntergang. Ich fand noch nichts in den Medien, aber hier war richtig Land unter. Große Mengen Geröll wurden ins Tal gespült und blockierten die Straßen.
    Der Regen war schon gigantisch. War ich froh, das mein Schützengraben noch nicht fertig war - ich wäre ordentlich naß geworden. Sowas ... hatten wir hier noch nicht. Nachbarn berichteten auch, das die Zecken und Bremsen noch nie so agressiv waren wie in diesem Jahr. Nun, was die Zecken angeht, kann ich das nur bestätigen ... meine Bank möchte mit großer Macht, das ich zum "Investier" werde. Aber die können mich ... nicht bremsen. Und vielleicht wurden die jettz alle fortgewaschen.

    Und wie gut, das ich weiß, das der Weltuntergang erst dann kommen kann, wenn Israel wieder vernichtet wird. Ist so prophezeit. Deshalb ... laßt uns die Leute da lieber leben lassen. Ist vielleicht besser für uns alle.

    Und sonst? Was gibt´s Neues?

  • Hartes Leben und das Blogtreffen

    So, ist so weit. Wir sind jetzt da:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/04/nachrichtenspiegel-online-und-die-amerikanische-unabhaengigkeitserklaerung/

    Endlich fertig. Wie heißt es so schön: was lange währt wird endlich gut. Da ich Dinge gerne nacheinander erlidige, komme ich erst jetzt dazu, mir zu überlegen, was ich denn mit diesem Ort hier mache. Für zwei gleichzeitig reicht meine Zeit nicht - erst recht nicht, seitdem die Spülmaschine kaputt ist. Nun - es war sowieso nicht meine. Aber ich durfte sie mitbenutzen ... und gerade jetzt, wo Besuch da ist, merke ich: die war schon ganz nützlich. Das die Spülmaschine kaputt ist, sieht man draußen am Hang: da wächst alles wild durcheinander. Man merkt bei mir schnell, wenn der Zeithaushalt aus dem Ruder läuft: dann wächst es am Hang wild umher. Ich wollte da aber Wiese haben - keine Brennesselzucht.

    Nun, bald kommen Ferien, da werde ich das alles erledigen, was sich momentan sinnlos aufhäuft.

    Für das mal angedachte Blogtreffen habe ich in diesen Ferien schlichtweg keine Zeit. Jeder der mag, mag gerne vorbeikommen - für einen Kaffee wird es reichen. Ansonsten ziehe ich innerhalb des Hauses um, was für den Menschen, der "Rücken" hat, sehr häßlich werden wird. Schleppen und ruhen - das wird mein Urlaub in diesem Jahr werden.

    Aber hier werde ich bleiben....auch wenn Etalon das stört. Ich schleiche von dannen, das heißt aber nicht, das ich mich in Luft auflöse noch mit einem Schlag hundert Blogfreunde ins Nichts schießen möchte.
    Ich mag diesen Ort hier ... aber in Zukunft werde ich hier seltener viel schreiben. Und ... mehr persönliches.

    Ich habe gemerkt, das ich ja auch eine "über mich"-Rubrik schreiben muß. "Über mich" ist einfach hier. Hier habe ich genug über mich geschrieben....und gedenke auch, das weiterhin zu tun. Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die ich schon immer mal sagen wollte - für die aber im Nachrichtenspiegel wenig Platz ist. Dort ist die große Welt der Politik, des Lebens, des Alltagsterrors und vielerlei häßlicher Dinge mehr.

    Hier ... wird vielleicht mein kleiner Garten. Der Ort zum Ausruhen.

    Es sind viele nette Leute hier ... und blog.de hat eine sehr niedrige Spinnerrate, wie mir scheint. Ein feiner Ort. Es wäre recht unfreundlich und kaltherzig, ihn zu verlassen.

    Für die Erneuerung der Kultur ... ist er aber für mich zu klein. Erneuerung der Kultur ... ? Ja, das ist das was notwendig erscheint.

    Wir haben in der ersten französischen Revolution den König und die Adeligen abgeschafft....aber danach haben sich die Höflinge und Büttel zusammengerottet um sich ihre Privilegien wieder zu holen.
    Jetzt sind sie da und greifen nach der Macht.

    "Putz´ mir den Pool!" ist ihr Motto - und inzwischen demonstrieren sie ihre Macht ungehemmt in der Öffentlichkeit.

    Um ihre Machtergreifung zu verhindern ... brauchen wir eine andere Kultur. Das ist anstrengend und kostet viel Arbeit, ist aber besser als Bürgerkrieg - der ebenfalls viel Arbeit ist, aber auch noch blutig wird.

    Wir brauchen Wege zu Glück ohne Konsum, denn solange wir Glück und Konsum automatisch verbinden, sind wir Sklaven künstlicher Bedürfnisse - und werden hoffnungsloses Nutzvieh bleiben. Kaufen ist schön, keine Frage. Aber man sollte nicht davon abhängig werden. Das können wir uns nicht leisten, die Höflinge ergreifen gerade die Macht und zertrampeln das zarte Pflänzchen der Demokratie noch bevor es Blühen konnte.

    Wer sich mit der Verfassung die fünf Nationen der Irokesen beschäftigt, wird sehen, das es Wege gibt, ein friedliches Leben - auch im wirtschaftlichen Bereich - zu organisieren .... aber ich philosophiere schon wieder herum.

    Auch die Klage über die Flut von Unfuginformationen sollte hier nicht stehen, aber momanten darf ich "da" heute nichts mehr schreiben. Seitenweise Artikel über junge Männer, die einen Ball mit Füßen treten...inzwischen soviele, das alle anderen Nachrichten erstickt werden. Dabei gibt es ein paar wichtige:

    http://www.ad-hoc-news.de/geheimdienste-afghanistan-treibt-dem-kollaps-entgegen--/de/News/21450522

    Nicht nur die zunehmenden starken Angriffe der Taliban, sondern besonders die weiter um sich greifende «zügellose Korruption» und die jetzt bekannt gewordene Transferierung von westlichen Hilfsgeldern durch afghanische Regierungsangehörige und hohe Beamte ins Ausland, habe in Washington das «Fass zum Überlaufen gebracht», berichtete ein CIA-Angehöriger der Nachrichtenagentur ddp. Die US-Regierung möchte jetzt Präsident Hamid Karsai «am liebsten so schnell wie möglich fallen lassen», erklärte der CIA-Mann. Karsai sei «mehr denn je verantwortlich für die äußerst negative Entwicklung seines Landes».

    Kollaps in Afhanistan kann die Zahl unserer toten Soldaten schnell in ungeahnte Höhen schnellen lassen.
    Das können schnell Dutzende am Tag werden.

    In Spanien verschwinden Menschen spurlos:

    http://spanienleben.blogspot.com/2010/07/spanien-wenn-menschen-einfach.html

    Die Liste ist lang und alamierend. Zum Beispiel sind auf den Balearen zwischen Jahren 1998 und 2004 Hundertacht Menschen verschwunden. In Girona drei und in Cadiz 930 !!!! Menschen.

    Ich kenne die Gegend. An der Küste habe ich einmal eine sehr seltsame Erfahrung gemacht. Nacht für Nacht saß ich auf einem Felsen und schaute aufs Meer, wo sich dutzende Schiffe tummelten. Hinter mir war der Strand, an dem sich Menschen tummelten. Dann ... kam jene Nacht wo Vollmond war. War sehr schön ... dann merkte ich, das keine Schiffe zu sehen waren. Stundenlang nicht. Ich dachte mir: vielleicht scheuen die Fische den Mond und die Fischer fahren nicht raus. Und die Küstenschiffe ... bleiben dann auch zu Hause.
    Dann merkte ich: der Strand war menschenleer. Nirgendwo ... auch nur ein einzige Mensch. Spontan fühlte ich mir wie in einem Horrorfilm ... als Hauptdarsteller, der als erste erfuhr, warum die Spanier in Vollmondnächten Strand und Meer mieden. Die Stimmung an dem Abend war nicht so, das es erhebend gewesen wäre, die Mär weiterzuspinnen. Ich bin dann einfach auch gegangen um nicht mit lokalen Riten und Gebräuchen in Konflikt zu kommen. War ja vielleicht gut so.

    Auf keinen Fall sollte man momentan in Mexiko am Strand sitzen.

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/oelfeld-koennte-aufbrechen/1871410.html

    Im Golf von Mexiko droht der Gau, befürchten Experten – die Bohrung könnte mitsamt des umliegenden Erdreichs kollabieren.

    Wußtet ihr schon, das alle Helfer der Exxon Valdez Katastrophe tot sind? Sie wurden im Durschnitt 51 Jahre alt. Also ... man kann sich ausrechnen, wann die Helfer dieser Katastrophe sterben - und auch die Anwohner. Ist ja kein unbewohntes Küstengebiet dort.

    Aber wir ... interessieren uns ja lieber für die Farbe der Unterhose von Diego Maradonna. Oder dafür, das Paris Hilton in Südafrika wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde. Nein - ihre Unterhose kenne ich nicht. Werde auch nicht nachforschen - weder hier noch anderswo.

  • Nachrichtenspiegel 3.7.

    Da habe ich noch den:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/03/fussball-wm-2010-deutschland-verliert-putz-mir-den-pool/

    und den:

    http://www.nachrichtenspiegel-online.de/2010/07/02/kinder-sind-killer-unternehmen-auch/

    Die lesen sich auch dort gut. Auch wenn einem dabei das Grillfleisch im Halse stecken bleibt. Aber: ich muß sowieso Rasenmähen....da wird´s nix mit Grillen.

  • Bauer, Bürger, Edelmann - Nutzvieh, Büttel und Vampire.

    Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden morgen zu ihrem Chef gehen. Hauen sie endlich mal richtig auf den Putz. Unbezahlte Überstunden, ständiges Genörgel, nervige Betriebsfeiern, Ungerechtigkeit von vorne bis hinten und würdelose Behandlung inklusive sind ihnen endlich genug. Sie haben die Nase voll und schmeißen die Brocken hin.

    Was passiert?

    Sie bekommen bis an ihr Lebensende ein Gehalt von 17500 Euro? Firmenwagen, Chauffeur und Sekretärin inklusive? Und eine professionelle Outplacementberatung, die Ihnen einen neuen Job verschafft? Die zum Beispiel:

    http://www.karent.de/

    Outplacement-Programme für Einzelteilnehmer
    Kompakt- Programm 3 Monate mit Jobsearch 6 Monate mit Jobsearch Unlimitiert oder Erfolgsabhängig
    Professional Programm 1.550,- 6.100,- 8.400,- 14.800,-
    Executive Programm 1.900,- 7.100,- 10.300,- 18.000,-
    Senior Executive Prog. 2.300,- 10.200,- 16.000,- 24.900,-

    Die haben stolze Preise ... aber auch eine Erfolgsquote von 97%. Davon kann die Bundesanstalt für Arbeit nur träumen. Dabei ist die Methodik einfach: was kann der, was ist da, wie kommen wir da zusammen - mehr nicht. Ist ein bischen Arbeit - aber lohnt sich ja auch.

    Nur nicht für Sie, denn Sie ... bekommen nach dem Auftritt, den ein Horst Köhler sich erlaubt hat, erstmal drei Monate gar nichts - erst recht nichts vom alten Arbeitgeber. Und dann müssen sie ganz schnell rennen, sonst droht Hartz IV - Auto verkaufen, Ersparnisse aufbrauchen, in Minialtbauwohnung auf dem Lande ziehen.

    Sie merken: es gibt einen Unterschied. Es gibt Sie ... und es gibt die. Während bei Ihnen ein zufällig mitgenommener Kugelschreiber ein Kündigungsgrund ist, können die so dreist sein, um Firmenwagen, Chaffeur und Sekretärin zu feilschen:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Deftige-Kritik-an-Privilegien-fuer-Ruettgers-id3180892.html

    Düsseldorf. Jürgen Rüttgers´ Tage als Ministerpräsident sind gezählt. Die Macht ist weg, das schicke Büro im Düsseldorfer Landtag, sein Beraterstab und der standesgemäße Dienstwagen auch. Sollte man meinen. Doch die Staatskanzlei plant, ihrem scheidenden Chef für fünf Jahre weiterhin Chauffeur und Sekretariat zu sichern und fängt sich damit deftige Kritik von FDP, Grünen und auch dem NRW-Steuerzahlerbund ein.

    Auf die Idee würde ihr Arbeitgeber wahrscheinlich nicht kommen, oder? Die Outplacementberatung übernimmt bei ihnen der kompetente Mann vom Arbeitsamt, der ihnen ehrlich sagt: "Nun, sie sind über vierzig, machen wir uns nichts vor, das war es für Sie." Ein Jahr später erzählt Ihnen dann der Fallmanager der ARGE, das Sie sich nicht auf die faule Haut legen dürfen und jetzt doppelt so schnell rennen müssen, "um wieder in Arbeit zu kommen". Wünsche nach Dienstwagen, Chauffeur und Sekretärin bleiben bei den deutschen ARGEn auffällig unberücksichtig.

    Merken Sie schon was? Oder muß ich noch deutlicher werden?

    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bundespraesident/Kistenpacken-im-Hause-Koehler_aid_864243.html

    Wenn Horst Köhler nun auf Wohnungssuche geht, sind seine finanziellen Referenzen nicht die schlechtesten: Auch nach seinem sofortigen Rücktritt steht dem ehemaligen Staatsoberhaupt lebenslang das Amtsgehalt in Form eines "Ehrensoldes" zu. Das sind immerhin stolze 17.500 Euro im Monat.

    Egal, was Köhler von nun an beruflich machen wird - er kann dabei auf ein Büro zurückgreifen, für dass er auf Staatskosten eine Sekretärin und einen weiteren Mitarbeiter einstellen darf. Hinzu kommen noch ein Dienstwagen sowie unter Umständen Personenschützer, über deren Einsatz noch das Bundeskriminalamt entscheiden muss. Unmengen Arbeit wird auf den überschaubaren Mitarbeiterstab aber vielleicht ohnehin nicht zukommen: Zumindest offiziell hat Horst Köhler mit seinen 67 Jahren das Rentenalter schon erreicht.

    Nicht schlecht, oder? Zumindestens im Vergleich zu Ihnen, der sie nach gleichem Verhalten erstmal drei Monate lang gar nichts bekommen - egal, wie ekelig der Chef zu Ihnen war. Man könnte natürlich auch sagen: der ist doch jetzt Rentner. Was soll der noch mit dem ganzen Ramsch ... und seine vom Steuerzahler finanzierte Rente wird auch nicht schlecht sein.

    Aber diese Frage dürfen wir uns als Bürger nicht stellen, wir haben über unsere Verhältnisse gelebt und müssen jetzt erstmal ganz schön ruhig sein, den Gürtel enger schnallen und uns auf die 50-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich vorbereiten. Oder waren es 60 Stunden? Ich weiß es gerade nicht.

    Merken Sie langsam etwas? Genau, da stimmt was nicht. Die einen ackern und rackern wie die Blöden, reparieren noch am Wochenende auf eigene Kosten notdürftig die Gemeindestraßen, helfen bei der Schulrenovierung, halten ihre Häuser ansehnlich, reparieren das Auto selbst und kümmern sich in Vereinen ehrenamtlich um den Nachwuchs des Landes ... die anderen haben eigentlich keinen erkennbaren Nutzen, werden aber deutlich überversorgt - trotz knapper Kassen.

    Die einen nennen wir mal Nutzvieh....weil sie von den anderen so behandelt werden. "Wenn Du nicht mehr genug Milch gibst, kommst Du zur Schlachtung zur ARGE, die sich dann um die Resteverwertung kümmert".
    Hört sich hart an - ist aber so. Menschen, die früher wegen Berufsunfähigkeit in Folge von Krankheit
    den Rest ihres Lebens die Folgen der Berufskrankheiten auskurieren durften, sitzen heute bei der ARGE.
    Beide Seiten wissen nichts miteinander anzufangen. Zwar kennen die ARGEn die Prinzipien der Outplacementberatung - und eigentlich sollte das im Ideal ihr Job sein - aber andererseits ist für das Nutzvieh halt nicht soviel Geld da. Man stelle sich vor der Staat würde dem ARGE-Mitarbeiter monatlich 24900 Euro zahlen. Senior Executive Programm für die über Fünfzig. Der könnte mit seinen Kunden ganz anders umgehen ... und hätte auch nur einen. Man bräuchte dann auch keine komplizierten Berechnungstabellen für Hartz IV-Abhängige sondern könnte einfach erstmal Halbe-Halbe machen.

    Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Wer hier liest ... bekommt entweder Hartz IV oder steht mit 27 Millionen anderen versicherungspflichtigen Beschäftigten auf der Warteliste für Hartz IV, was er fast mit Sicherheit erreichen wird, wenn er alt wird, krank oder ... alleinerziehend.

    Das ist halt das Nutzviehprogramm. Auspressen bis zum geht nicht mehr, ein bischen Musik im Stall, Drogen im Futter und Live-Übertragung von Fußballspielen inklusive. Und am Ende vom Lied steht für die Meisten die Resteverwertung.

    Anders jedoch die Anderen. Der Edelmann. Für die feudale Oberschicht gelten andere Regeln. Das war schon immer so. Sie sind was Besonderes. Sie haben blaues Blut hieß es früher, heute haben sie ganz besondere Gene, deren Weiterverbreitung selbstverständlich gesondert beschützt werden muß. Deshalb kann ja ein Sarrazin dahergehen und sagen: die verseuchen Stadt und Land mit ihren Ramschgenen.

    Die adelige Lumpenoberschicht hat selbstverständlich ganz andere Ansprüche ans Leben, die mit unserem Geld befriedigt werden müssen. Die können nicht mit ganz normalen Nasen durchs Leben gehen, die brauchen kostspielige Designernasen, ohne die sie sich einfach nicht wohlfühlen. Und um sich diese Nobelnasen leisten zu können, müssen sie andere doppelt so schnell rennen lassen.

    Die anderen ... das sind wir.

    Früher hieß es: Bauer, Bürger, Edelmann. Daher das dreigliedrige Schulsystem, das so sinnlos mit Krallen und Zähnen verteidigt wird.

    Heute ist es schlimmer, denn der alte Edelmann hat auf seine Bauern noch aufgepaßt. Sie waren sein Vermögen.

    Heute ... ist es Nutzvieh, Büttel und Vampir. Zweihundert Jahre nach der französischen Revolution ist die Adelspest wieder da ... und zwar schlimmer als je zuvor. Und deshalb halte ich es nicht für Zufall, das die Grünen die Monarchie befürworten:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article8263074/Witzbold-Lammert-outet-Prinzessin-Claudia.html

    Der Bundestagspräsident nämlich verwies auf Erbmonarchien in westlichen Demokratien. Mancher Staatsrechtler nenne die dortige Stellung des Staatsoberhauptes klug, werde doch hier dieses Amt „dem Ehrgeiz der Parteien“ und „der sonst unverzichtbaren Mehrheitsregel“ entzogen. Sylvia Löhrmann, Renate Künast und Hildegard Hamm-Brücher hatten den 55-Wörter-Satz offenbar nicht genau verfolgt. Jedenfalls spendeten sie Beifall.

    Claudia Roth rief: „Sehr gut!“ Lammert und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel reagierten verdutzt und mit Schalk auf diese Zustimmung. Der Bundestagspräsident hielt den Applaus fürs Protokoll fest und spottete über die „begeisterten Anhänger einer Erbmonarchie“. Zu jenen zählte Löhrmann, die wohl bald Ministerin in Nordrhein-Westfalen wird.

    Gabriel: "Claudia, jetzt wirst du Prinzessin"

    Das wird Königin Angela und Kardinal Westerwelle freuen.

    Soll ich Ihnen mal einen Witz erzählen?

    "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich".

    Der war gut. Noch einen?

    "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

  • Lumpenelite und Raubwirtschaft, der " Ossi" und das Wohngeld

    Wenn wir in der Schule Geschichte lernen, so lernen wir die Geschichte von Kriegen, die von Königen geführt wurden. Dreissigjähriger Krieg, siebenjähriger Krieg, napoleonische Kriege. Und irgendwie zwischen diesen Kriegen entwickelte sich der Rest. Es ist eine sehr merkwürdige Sichtweise für ein kapitalistisches System ... doch stört es bislang nur recht selten jemanden.

    Wer bei uns vollkommen hinten ´rüberfällt sind die Händler. Sie waren nicht weniger abenteuerlustig als die Krieger und Ritter - nur waren ihre Methoden nicht so gewalttätig. Viele von ihnen wagten sich in ferne Länder, erschlossen Handelswege und vermehrten so Wohlstand, Wissen und kulturelle Vielfalt.
    Doch ihre Namen werden kaum gelehrt, dagegen kennen wir Cäsar, Karl den Großen und Napoleon fast persönlich, so oft wird über sie berichtet. Ohne Wirtschaft hätten sie ihre großen Kriege nicht führen können.

    Handel weiß, das Sklavenarbeit schlechte Qualität produziert. In einer Diktatur ist schlechte Qualität egal, in einer Marktwirtschaft ist sie tödlich für die Firma, die sich diesen Fehler erlaubt. Natürlich ist das nur ein kleiner Aspekt eines großen Themas, aber ein auffälliger, zumal wir gerade merken, das die Qualität der Waren nachläßt. Kaum eine Woche vergeht, wo nicht eine Autofirma ganze Reihen von Fahrzeugen zurückrufen muß, weil wieder was kaputt gegangen ist. Auch hier: Diktatur. Allerdings die Diktatur des Profits, der Händlern und Produzenten nur noch einen geringen Handlungsfreiraum läßt.

    Diktatur, Unfreiheit und Ungleichheit sind für die Marktwirtschaft enorm schädlich. Niemand wagt ein Abenteuer, wenn der König einem jederzeit alles wegnehmen kann. Das Land erstarrt ... und Raubwirtschaft nimmt zu. Wirtschaften muß man halt, solange man Nahrung braucht, und die erfolgreichste Art des Wirtschaftens ist nun mal das Raubrittertum. Einfach mal anderen wegnehmen, was die haben. Macht genauso satt wie ehrliche Arbeit, geht aber schneller.

    Das merken auch die Konzerne, und da es sich bei ihnen um virtuelle Maschinen handelt, die nur noch dem Zwecke der ungehemten Geldvermehrung dienen, ist ihre Tendenz zur Raubwirtschaft sehr groß. Natürlich entstammen Konzerne einer anderen Zeit...und sie sind auch keine Menschen. Sie rauben nicht mehr mit der Waffe in der Hand (jedenfalls kaum in unseren Breiten, in den USA und der zweiten und dritten Welt geht es da schon noch anders zur Sache), sie erledigen die Sache eleganter. Sie übernehmen den gesamten Marktplatz und diktieren die Preise. Da macht man mit noch weniger Risiko noch mehr Geld....ganz legal.

    Ist zwar irgendwie auch unethisch und unmoralisch, aber bringt Rendite. Die Folgen sind die gleichen wie bei offener Raubwirtschaft: diejenigen, die sich am Wenigsten wehren können, sterben, so wie jetzt unsere Alten und Kranken.

    http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article8266366/Schwarz-Gelb-will-Wohngeld-drastisch-kuerzen.html

    Die Bundesregierung will das Wohngeld zusammenstreichen – um rund 40 Prozent. Verbände sprechen schon von "sozialem Kahlschlag".

    Das betrifft jetzt mal nicht die Arbeitslosen, das betrifft nun mal die Alten und Kranken, die Sozialhilfe beziehen oder Minirenten und durch das Wohngeld einen kleinen Zuschuß gegen Mietwucher erhalten. Die Mieten bleiben stabil, d.h. wer hat, der kriegt auch weiterhin, und wer nichts hat ... der friert im Winter, sitzt schon im Sommer auf der Straße oder verhungert elendig in seiner Hütte, weil das Geld zum Essen nicht mehr reicht. Ich warte schon auf die Schlagzeilen der Zeitungen, was ihnen nun einfallen wird, das zu rechtfertigen. Die Arbeitslosen waren ja faul, versoffen und doof. Und die
    Omas und Behinderten? Was sind die jetzt? Unwertes Leben, klar, aber wie nennt man das in Schöndeutsch?

    "Unwertes Leben" ist die exakte Gegenseite der Medaille "für Soziales ist kein Geld da". Damit wir uns klar verstehen: wenn wirklich kein Geld da ist, ist keins da. Explodieren die Eifelvulkane und alles versinkt in Chaos, dann nützt es nichts auf der Straße zu sitzen und seine Ansprüche zu formulieren.
    Aber wir haben kein Chaos. Wir sind ein reiches Land. Eins der reichsten Länder auf Erden. Und darum ist das Bekenntnis "für manche Menschen ist kein Geld da" automatisch ein Bekenntnis zu der Anschauung des
    "Unwerten Lebens". Kranke, Alte, Behinderte ... manchmal auch gut durchmischt mit Juden und Zionisten, Ausländern und Zigeunern ... es ist immer das gleiche Spiel: RAubwirtschaft.

    Einfach mal was wegnehmen. Man verspricht sich dadurch Einsparungen von 300 Millionen Euro. Dementgegen stehen jährliche Subventionen an die Wirtschaft von 166 000 Millionen Euro. Mehr als das fünfhundertfache.
    Zusätzlich noch Steuerverschwendung von 30 000 Millionen Euro. Das hundertfache. Afghanisten mir Folgekosten: 3000 Millionen Euro. Das zehnfache.

    Ich gehe also davon aus, das Geld da ist. Sogar in unglaublich großen Mengen, aber ... für andere Werte als "Leben" ... und dadurch kommt die Unterscheidung "wertvolles Leben" und "unwertes Leben" in die Welt - nur nennt man es nicht so. Man spricht schöner davon, doch die Leichen der Unwerten stinken genauso wie früher.

    Viel Geld war zum Beispiel auch für die Wiedervereinigung da. Doch auch dort ... wurde es menschenverachtend aus dem Fenster geschmissen.

    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,703960,00.html

    Hamburg - Die D-Mark? In der DDR? "Kommt überhaupt nicht infrage, ausgeschlossen!" Karl Otto Pöhl reagierte so spontan wie überzeugt, als ihm Reporter am 6. Februar 1990 diese Frage stellten. Der Bundesbankpräsident kam gerade von einem Treffen mit seinem Ostberliner Kollegen Horst Kaminsky aus dem Gebäude der Staatsbank der DDR. Pöhl warnte davor, "die Wiedervereinigung mit der Notenpresse zu finanzieren".

    Die Namen der Beteiligten kommen einem seltsam bekannt vor:

    Der oberste Hüter des westdeutschen Geldes war überrumpelt, von Bundeskanzler Helmut Kohl, Finanzminister Theo Waigel und dessen Staatssekretär Horst Köhler - nach Vorarbeit seines SPD-Parteifreunds Thilo Sarrazin, damals Referatsleiter im Bundesfinanzministerium, heute ausgerechnet Vorstandsmitglied der Bundesbank.

    Die Folgen waren eine - vermutlich genau einkalkulierte - Katastrophe, wie man sich schnell hätte denken können.

    Die DDR-Bürger bezahlten einen kurzfristigen Konsumrausch mit der Massenpleite ihrer Betriebe und damit dem dauerhaften Verlust eines Großteils ihrer Einkommensbasis. Nur dank Hilfe von außen ist der Lebensstandard, immer noch deutlich unter Westniveau, zu halten.

    Pöhl und seine Bundesbanker waren nicht die einzigen Kritiker. "Watte" sei die Rede von der Währungsunion, warnten die fünf Wirtschaftsweisen. "Dahinter verbirgt sich auf Jahre hinaus ein zweistelliger Milliardentransfer." Tatsächlich rechnete im Bonner Finanzministerium ein Thilo Sarrazin bereits mit dreistelligen Milliardenbeträgen - die dann auch flossen, und zwar bis heute. Der westdeutschen Wirtschaft wurden so bislang nach verschiedenen Schätzungen 1,3 bis 1,6 Billionen Euro entzogen.

    Ein vollkommen unverantwortlicher Umgang mit den Staatsfinanzen. Aber: macht ja nichts: wenn´s schiefgeht, war´s der Ossi in Schuld. Ich war schon vor der Wende in der DDR. Häufiger. Die Leute dort hatten überhaupt keine Ahnung davon, welchen Preis man hierzulande für den Konsum zahlen muß. Mich wundert es nicht, das die SED in Form der LINKEN im Osten so stark ist. Unsere Galeere ist bunter und flotter als ihre gewesen ... aber hier wird unter Deck gepeitscht und geblutet. Das finden nur wenige wirklich lustig. Aber es geschieht halt unter Deck, dort, wo die Wirtschaft herrscht. Auf dem Oberdeck machen wir schön in Demokratie, da sieht alles propper aus.

    Und das sich ein Thilo Sarrazin dahinstellt und lustig auf Arbeitslose und Migranten eindrischt, während er genau weiß, wo das Geld der Arbeitslosenversicherung geblieben ist, ist schon ein starkes Stück.

    Hartz IV ist die direkte Folge der Wiedervereinigung ... das sollte man nicht vergessen, wenn es mal wieder heißt: "Soziales können wir uns nicht leisten".

    Wir konnten uns immerhin leisten, eine Menge gesunder Betriebe im Osten bewußt und willentlich zu vernichten ... und im Prinzip läuft jetzt in Griechenland, Italien, Spanien das gleiche Spiel. Die Industrie verdient daran, der Staat bleibt auf seinen arbeitslosen Menschen sitzen. Anstatt "Wiedervereinigung" gab es ein Raubritterschlachtfest, gesponsert by Steuerzahler.

    Ruckzuck wurde das kleine Häuflein Ostdeutscher eingemeindet, über den Tisch gezogen, völlig unsinnigerweise wurde die Hauptstadt mit enormen Kosten nach Berlin verlegt: alles Spielereien der Lumpenelite auf Kosten der Steuerzahler. Im Osten besonders schlimm: für drei Tage Bananen und einen alten Videorekorder dürfen die jetzt ein Leben lang abzahlen und darben. Aber wer interessiert sich schon für die. Sind nur wenige, die jungen Leute kommen eh´ in den Westen und wer dort bleibt ... na ja. unwertes Leben, wie schon gesagt.

    Und wann entkommt die ostdeutsche Wirtschaft dieser Abhängigkeit endlich? Thilo Sarrazin, Architekt der Währungsunion auf westdeutscher Seite, ist optimistisch: Die Unterteilung in Ost und West habe sich bald "historisch überholt". Edgar Most, Mitgestalter auf ostdeutscher Seite, winkt ab: "Ich sehe das nicht, die nächsten zwanzig Jahre nicht." Dann hätte die ostdeutsche Transferökonomie ein genauso langes Leben wie die DDR.

    Und das ... dank der tollen Vorarbeit von Thilo Sarrazin. Der Mann scheint mit Zahlen umgehen zu können wie eine Gans mit Quittungen. 1600 Milliarden Euro für seine Fehlplanungen. Und der ist jetzt bei der Bundesbank. Schöne Aussichten. Was kostet denn ein Taschenrechner? Ich würde ihn persönlich bezahlen....und ihm schicken, wenn ich davon ausgehen könnte, das er endlich Gebrauch davon macht.

    Oder aber ... man hat uns wieder mal bewußt belogen. Uns alle. Das ... würden aber nur Lumpen ihrem Volk antun.

  • Eifelphilosoph schleicht von dannen ...

    Nun gut, da es mehr und mehr Menschen erfahren, kann ich es auch jetzt schon sagen. Wir (also, einige von hier und auch mancher nicht von hier) machen uns selbständig. Oder auch unabhängig, wie man es nun nimmt.
    Eigentlich wollten wir am 4.Juli damit an die Öffentlichkeit gehen ... aber wie ich höre, sehe und lese sind wir jetzt schon da.

    www.nachrichtenspiegel-online.de heißt das Dingen.

    Es stellt sich nun die Frage, warum machen wir das. Hier war doch auch schön.

    Nun, wir machen das aus vielen Gründen.

    Einerseits ist Blog.de ja eher eine unpolitische Plattform mit Schwerpunkt in privatem Livestyle, andererseits hat man schon die Erfahrung gemacht, das man hier recht flott abgeschossen werden kann.
    Je heftiger der Wind da draußen wird umso unsicherer wird der Stand, wenn man mit einem abhängigen Anbieter zusammenarbeiten muß. Man kann schlichtweg den Printmedien vorwerfen, sie würden werbeabhängig sein, selbst dann aber mitten zwischen FDP-Werbung und Bauchspeckweg sitzen.

    Dann erhöht natürlich ein Gemeinschaftsprojekt den Spaß an der Freud und gibt dem Engagement einen offizielleren Charakter, mit dem man dann auch ganz anders nach Außen auftreten kann. In der Experimentalgruppe haben sich bislang 24 Leute eingefunden, die an dem Projekt zum Teil sehr aktiv mitarbeiten, während andere noch ihren Platz suchen.

    Wir werden wohl letztlich als Stiftung enden ... wiewohl wir auch den Genossenschaftsaufbau diskutieren.
    Doch da ... müssen Wirtschaftsfachleute heran.

    Darüberhinaus wollen wir auch Synergien nutzen, die man hier als reine Blogplattform nicht herstellen kann. Eine neue Kultur kommt halt nicht aus dem Nichts heraus....und wir wollten halt nicht nur zu denen gehören, die hier nur herumplärren aber in Wirklichkeit ganz glücklich mit dem sind, wie es ist.

    Manche werden vielleicht abgestossen sein durch die Vorstellung, das hier "etwas Wirtschaftliches" enstehen könnte. Ja, es könnte durchaus möglich sein, das wir irgendwann "Arbeitsplätze schaffen" ... aber wohl nur in Bereichen, wo Arbeit ein Vergnügen und unbezahlt ist. Aber ... letzteres wird ja hier schon immer mehr Standard.

    Von mir erscheint diesen Monat der erste Artikel exklusiv geschrieben für ein Arbeitslosenmagazin ... wurde super bezahlt: ich bekomme ein Gratisexemplar der Zeitung. Freue ich mich wie ein Schneekönig drauf...und die Dankesworte sind mehr wert als jedes Geld.

    Darüber hinaus gibt es jemanden, der möchte Sprüche auf T-Shirts verkaufen, andere wollen Bücher verlegen, Tipis vermarkten, Handgearbeitetes vertreiben ... da gibt es viele sinnvolle Kooperationen, die dem Leben mehr geben als die Zusammenarbeit mit Mercedes oder McDonalds.

    Der Titel unseres Bloggermagazins erinnert zum Ende hin fatal an den Internetauftritt einer bekannten deutschen Zeitung - doch das ist mehr Zufall als Absicht. Zuerst war der Arbeitstitel "Nachrichtenmagazin" ... aber wir bringen ja korrekterweise kaum eigene Nachrichten. Wir spiegeln sie, zeigen Perspektiven auf - in die eine oder andere Richtung. Wir sind mehr eine Konsumentenqualitätskontrolle, die aufschreit, wenn man uns bei stetig steigenden Firmen- und Privatinsolvenzen gleichzeitig Loblieder über den Aufschwung singt. Konsumentenforum und Qualitätskontrolle, Verbraucherecke und ... vieles mehr wollen wir sein.

    So wurde dann der Nachrichtenspiegel daraus ... und weil ein Printmedium angedacht ist, wurde der Spiegel halt online gestellt. Als dann alles fertig war (und man von den vielen möglichen Titeln jenen nehmen mußte, der noch nicht besetzt war) ... war es "Nachrichtenspiegel-online".

    Na gut, so ist das jetzt. Hätte ich gewußt, das man das liest, was ich hier schreibe, dann hätte ich mir auch was anderes ausgesucht als den "Eifelphilosophen", aber der war halt noch frei und mir fiel im Moment nichts anderes ein. Und jetzt ... muß ich dabei bleiben, sagen die Marketingmenschen. Also mache ich das mal. Will ja auch keinen verwirren nach dem Motto "Raider heißt jetzt ... anders".

    Ich persönlich werde hier bei blog.de bleiben ... aber hauptsächlich noch als Archiv. Ich wäre schlichtweg überfordert und müßte im realen Leben was streichen wollte ich gleichzeitig auf allen Hochzeiten tanzen ... was nicht geht.

    Wir genau mein Verbleib hier aussehen wird, überdenke ich noch, denn immerhin bin ich vielen Menschen hier auch persönlich sehr dankbar, mein Schreiberlingschwerpunkt wird aber auf dem Nachrichtenspiegel liegen....es sei denn, der momentan ausufernde Medienunfug nimmt ab. Augenblicklich jedoch - könnte ich täglich zehn Artikel schreiben, wenn ich die Zeit dazu hätte, soviel ... bemerkenswertes geht da draußen vor.

    So, ich dachte, bevor jemand zufällig auf mein neues Zuhause stößt und sagt: warum hat der nicht Bescheid gesagt, sage ich hiermit lieber Bescheid.

    Aber meinen Gründungsartikel zum 4.Juli gibt es trotzdem erst dann. Das jetzt ist hier nur ... Vorpremiere.

    Ach ja ... über Lob für unser Projekt freuen wir uns jederzeit, über sinnvolle Kritik auch, aber Gemecker könnt´ ihr sein lassen. Das schaffen wir ganz gut selber.

    Also: man liest sich!

  • Die Wirtschaft brummt! Arbeitslose, Insolvenzen und Medienlügen

    Ich weiß nicht, ob ihr es schon gehört habt: die Wirtschaft brummt. Die Krise ist vorbei. Ich weiß, ich habe schon letztes Jahr um diese Zeit erzählt, das die Krise vorbei ist, aber jetzt ist sie es wirklich.
    Vor allem am Arbeitsmarkt. Wir sind dicht vor der Vollbeschäftigung, nur noch einige ganz renitente Faulpelze hängen besoffen vor der Glotze und zeugen unentwegt Unterschichtskinder. Die Welt ist wieder heil, wir dürfen beruhigt Fußball gucken und uns über die elementaren Dinge des Lebens Gedanken machen - wie zum Beispiel über die neue Brille des "Tagessschau"-Sprechers Marc Bato, die offensichtlich in Deutschland einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat, wie es die toten Deutschen in Afghanistan, die verhungerten Hartz-Abhängigen oder die verkoksten Politiker in Deutschland nie geschafft hätten.

    Die wissen, was wichtig ist, diese Deutschen, das muß man ihnen lassen.

    Wir aus der Eifel sind da ein wenig anders drauf. Vielleicht weil viele von uns noch draußen arbeiten. Bürojobs gibt´s hier nicht so viele, die Anonymität ist auch nicht so gegeben, weshalb die Neigung zu aufgeblasenen Lügengeschichten geringer ist. Außerdem haben wir Augen im Kopf uns sehen, welche Geschäfte alle schon geschlossen haben und welche von Schließung bedroht sind ... auch unser Krankenhaus ist wieder in Gefahr, was uns echte Menschenleben kosten wird. Vierzig Kilometer mit frischem Infarkt überlebt kein Schwein ... und auch kein Eifeler.

    Unsere alltägliche Erfahrung wird bestätigt von der Creditreform.

    http://wirtschaft.t-online.de/creditreform-erwartet-bis-zu-36-000-firmenpleiten/id_42043754/index

    Trotz der konjunkturellen Erholung nimmt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland weiter zu. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet in diesem Jahr mit bis zu 36.000 Unternehmensinsolvenzen. Das wären fast zehn Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Bei der Zahl der Verbraucherinsolvenzen dürfte nach den Prognosen der Experten mit bis zu 120.000 Fällen sogar eine neue Rekordhöhe erreicht werden.

    Wo genau erholt sich denn da die Konjunktur? Firmenpleiten steigen, Privatpleiten steigen ... ach ja, Kapitaleinkünfte nehmen zu, ich vergaß. Die fiktive Welt der Anspruchsgiganten wächst kontinuierlich - aber das hat doch mit Wirtschaft nichts zu tun, oder?

    Nun, inzwischen doch. Die Zentralbanken haben ja jetzt ganz viel Geld in den Markt gepumpt - und der Markt weiß nicht, wohin damit. Um das nochmal klar zu machen: die Zentralbanken verleihen Geld für nix.
    Wer das Geld nimmt, wird mit einer Rendite von einem Prozent schon reich. Die Frage ist nur: womit mache ich das Geld. Viele kaufen Aktien in der Hoffnung, das die irgendwas Wert sind. Andere haben jetzt was ganz Neues entdeckt: physisch gedeckte ETF´s ... oder eben auch ETCs.

    http://www.morningstar.de/de/news/article.aspx?lang=de-DE&articleid=58136&categoryid=90

    Etwa 2/3 unserer AUM sind in physisch gedeckte ETCs allokiert. Dieser Bereich umfasst ETCs auf Gold, Silber, Platin und Palladium. Durch physische Hinterlegung sind wir in der Lage Kassapreise darzustellen, womit Investoren von Terminmarktkurven unbeeinflusst sind. Das restliche Anlagevolumen verteilt sich auf zahlreiche Rohstoffindizes bzw. Einzelrohstoffe, die jeweils Rohstoff-Futurespreise als Basis haben. Diese ETCs sind SWAP-basiert, wie andere ETFs auch.

    Bei ETCs handelt es sich um einfach strukturierte, transparente Wertpapiere, die Anlegern direkten Zugang zu Commodities bieten, ohne dass ein Handel mit Futures oder die physische Abnahme einer Lieferung erforderlich ist. ETF Securities ist der Erfinder der ETC und grösster ETC Anbieter weltweit.

    Alles klar soweit? Also nochmal ganz einfach: die kaufen jetzt echte Rohstoffe. Auch Nahrungsmittel, nebenbei bemerkt. Weil die Sachen so künstlich knapp werden (es handelt sich hier ja um echte Waren, die irgendwo sinnlos herumliegen) werden die teuer ... und daran verdient der Anleger. Kapitalmarkt frißt Realwirtschaft.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe/interview-mit-eugen-weinberg-ohne-china-gibt-es-kein-wachstum;2609920;4

    Weil mit steigenden Rohstoffpreisen auch die Preise vieler Konsumartikel anziehen und Millionen Verbraucher auf der ganzen Welt draufzahlen, obwohl es am Rohstoffmarkt keine echte Knappheit gibt?

    Die Konsumenten finden kein Gehör, da es keine Lobby für sie gibt. Auch in Deutschland gibt es kein Ministerium, das sich um die Interessen der Rohstoffkonsumenten kümmert. Aber das passt ins Bild.Sicherheit lasse sich kaufen, hoffen immer mehr Investoren und drängen seit dem Ausbruch der Euro-Krise vermehrt in Exchange-Traded Funds (ETF) auf Gold. Die Inflationsangst der Anleger erklärt den Erfolg der 24 in der Schweiz zugelassenen Gold-ETF, die physisch mit dem Edelmetall unterlegt sind. Schweizer Banken und Fondsgesellschaften bewerben diese Produkte mit dem Versprechen, die Anleger könnten sich auf Wunsch «ihr» Gold ausliefern lassen. In der Realität gestaltet sich die Umsetzung aber gerade für Privatinvestoren oft schwierig oder erweist sich sogar als unmöglich.

    Also kauft man auch hier eher ... Ansprüche. Die Ware selbst behalten die Banken lieber für sich. Wenn die jetzt auch noch Rohstoffe und Agrartitel für sich behalten ... dann wird es zappenduster. Aber die Wirtschaft brummt theoretisch natürlich ganz toll, denn theoretisch macht man ja auch irrsinnige Gewinne.

    Gut das Deutschland andere Probleme hat:

    http://www.karriere.de/beruf/arbeitgeber-nehmen-keine-r-cksicht-auf-die-fu-ball-wm-10002/

    Auch wenn die Emotionen hochkochen - Deutschlands Chefs lassen sich nicht erweichen. Nur 30 Prozent der Arbeitnehmer dürfen die WM-Spiele während der Arbeitszeit live verfolgen.

    70 % dürfen nicht gucken. Ich habe den Eindruck, das war früher anders. Aber alle müssen halt überall immer schneller rennen um Ackermanns 25 % zu erwirtschaften. Wer nur ein bischen zögert, krank wird, Kinder bekommt oder seinen Vater pflegen möchte fliegt ´raus.

    Bei so einem Tempo ist für Menschlichkeit keine Zeit mehr ... und sei es nur, das man mal zur Verbesserung des Firmenklimas Bildschirme aufstellt. Ich glaube, das war mal anders. Damals hatte man auch noch die Versehrten als Pförtner eingestellt, heute werden sie bei der ARGE als unerwünschter Sondermüll abgestellt.

    Und so kommt es, das immer weniger immer mehr rennen und zahlen müssen, immer mehr draußen stehen und gleichzeitig immer mehr Menschen ihr Geld arbeiten lassen können.

    Das nennt man dann: Wirtschaft brummt.

    Und je mehr versehrte Langzeitarbeitslose ihre (früher hinterhergeworfene) Frührente vor Gericht erfolgreich erstritten haben, umso besser wird die Statistik.

  • Wahl des Bundespräsidenten: Sensation! Linke wählt Wulf, Linker lobt ARGE, FDP wieder ok

    So, jetzt haben wir also doch wieder einen Bundespräsidenten. Wie man hört, will er eine Denkfabrik einrichten ... und in seinem neuen Schloß eine Spielecke für seinen zweijährigen Sohn, wo die beiden dann nach Herzenslust die Legosteine kreisen lassen können.

    Eine Sensation ist natürlich, das gerade die LINKE Wulff gewählt hat. Nun ... ich halte ihn für nicht so seltsam wie Gauck, er ist sicherlich ein vorzeigbahrer Schwiegersohn, aber die LINKE war doch für was anderes angetreten - für einen Politikwechsel. Wollen die damit etwa warten, bis sie die in der DDR üblichen 90% Wählerstimmen bekommen? Und dann starten die richtig durch?

    Nun, klar, die werden jetzt meckern: WIR haben den NICHT gewählt. WIR haben gar nichts gewählt. Wir waren nur nichtwählende Stimmenthalter. Das sagen alle Nichtwähler auch, trotzdem ... hätten wir jetzt eine andere Regierung, wenn die Nichtwähler wählen gegangen wären.

    Und ... angetreten seid ich doch damals für eine neue Sozialpolitik, oder? Nicht für eine Einheitsstaatspartei, die erst dann handelt, wenn sie sicher die absolute Mehrheit für die nächsten hundert Jahre hat? Ihr wolltet den Sozialstaatsabbau abbremsen ... und dafür hätte man jetzt ein Zeichen setzen können.

    Politik heißt: kompromissfähig sein. Politik ist nicht nur eine bequmen Art, Geld zu verdienen, sie ist auch dafür da, den Frieden im Lande zu sichern - und zwar ohne Waffen. Dazu muß man auch manchmal mit Leuten reden, die einem nicht passen...und erst recht muß man seine kleinen persönlichen Eitelkeiten im Griff haben. Der Stasijäger Gauck ist nun auch nicht mein Liebling, wäre aber ein schönes Signal für die
    Politik gegen Sozialabbau gewesen....und jemand anderes stand halt momentan nicht zur Verfügung. Im Übrigen ... war er ein "Ossi"....und wenigstens keiner von den Wendehälsen.

    Natürlich darf die Kompromissfähigkeit nicht so weit gehen wie bei der SPD, die so viele Kompromisse eingegangen ist, das sie sich beim Schulterschluß von Politik und Wirtschaft gar nicht mehr verrenken mußte - noch die Seiten wechseln. Man mußte nur noch ein kleines bischen näher zusammenrücken ... schon war der Schulterschluß lückenlos. Ein nochmaliger Verrat der Wähler sollte deshalb ... ausgeschlossen werden.

    Nun, jetzt haben die Linken Wulff gewählt. Und manche werden das als Verrat empfinden. Wenigstens ... als halben Verrat. In der Sache ist es ja egal, wer dieses Popanzamt übernimmt - aber gerade deshalb wäre es ein Leichtes gewesen, hier Zeichen zu setzen, deutlich zu machen, das die Tage der Merkelwelle vorbei sind und Deutschland einen neuen Wind haben möchte. Stattdessen hat man lieber den bequemen Weg gewählt.

    Wie auch beim Krieg. Einsatz der Bundeswehr im Ausland ... na, keine Ahnung, enhalten wir uns einfach mal:

    http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=10944&tx_ttnews[backPid]=113&cHash=ed99b15c7b

    Der Landesverband Hamburg der Linksjugend ['solid] hat mit Entsetzen zur Kenntnis genommen, dass sich bei der Abstimmung über den Antrag der Bundesregierung zur „Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der Friedensmission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMIS) auf Grundlage der Resolution 1590 (2005) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vom 24. März 2005 und Folgeresolutionen“ 25 Mitglieder der Bundestagsfraktion DIE LINKE enthalten haben.

    Auch mit der ARGE können ja immer mehr LINKE gut leben.

    http://www.scharf-links.de/114.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=10937&tx_ttnews[backPid]=113&cHash=28682c5886

    Wenn Herr Poburski (Kreistagsabgeordneter der Linken) im Artikel vom 23.06.2010 „Wenn die Arge so gut arbeitet, warum sollen wir uns von ihr trennen?“, frage ich mich, warum gibt es in Heide die Arbeitslosen Selbsthilfe ASD? Diese wird doch überwiegend von Mitgliedern und Funktionären der Partei „Die Linke.“ betrieben. Diese Abgeordneten sollten doch wissen, dass hier nicht alles richtig läuft.
    Wenn doch, wäre diese Institution doch überflüssig.

    Also ... so langsam bekomme ich ein ganz böses Bild von der Partei. Einerseits ist man ja sehr kompromisfähig: ARGE, Bundeswehr im Ausland - alles kein Problem. Aber ein Antimerkelwelle als Bundespräsident ... nein, das geht ja gar nicht. Versteht zwar keiner, aber ist auch egal: man ist gewählt, man hat sein Pöstchen, ist versorgt ... da kann man dann mal ganz schnell zu den Fleischtöpfen rennen, an denen sich auch andere so gütlich tun.

    So schnell ... ist wohl noch keine Partei zur braven Systemmarionette geworden. In NRW hätten sie ja fast auch den Rüttgers an der Macht gehalten.

    Ich schätze Treue zur eigenen Ideologie. Sie darf nicht verblenden für politische Realitäten, noch für Sachzwänge oder Kompromisse verraten werden. Aber das ist ja gerade die Kunst, die ein Politiker beherrschen sollte, die ihn vor allen anderen Bürgern auszeichnen sollte: den Weg für seine Wähler zu gehen und den Kurs beizubehalten ohne an den Eisbergen der Realität zu zerschellen, weil man sie nicht wahrhaben will.

    Der deutsche Wähler will eine Politik links von Merkelwelle. Er meint, es wäre Zeit dafür. Man sollte ihm zutrauen, das er weiß, was er will. Allerdings ... spricht das Schicksal der FDP dagegen. Sie macht ihrem Namen bald wieder alle Ehre: "Fast Drei Prozent".
    Wo die Millionen Wähler geblieben sind, die noch vor sechs Monaten begeistert den Westerwelle gewählt haben, weiß ich nicht. Ich mag nicht glauben, das die wirklich erst jetzt gemerkt haben, das sie kein Hotel hatten. Was hatten die denn erwartet? Das der Westerwelle gleich nach Aufnahme der Regierungstätigkeit alle Arbeitslosen in Lagern zusammenfaßt und erschiessen läßt? Wäre ihm zuzutrauen, aber - wie gesagt: Politik ist eine Sache der Kompromisse....und für die paar Prozente bekommt der Guido halt nur die Munition geliefert, darf aber weder schießen noch die Lager bauen.

    Und für die paar Prozente, die die LINKE hat, dürfen sie halt ... in Berlin gemeinnützige Wohungen verkaufen.

    Nicht mehr lange und die LINKE hat ein Format mit dem sie den Bürgerrechtsanteil der FDP einsacken kann.
    Noch ein bischen Hartz IV gelobt und beibehalten (mit ein paar Euro mehr), noch ein bischen mehr Soldaten für die Wirtschaftskriege und ein bischen weniger Stasilob für die DDR-Vergangenheit und sie können auch mit der CDU koalieren.

    Der Wulff ist ihnen jetzt schon dankbar, das sie sich nicht gegen ihn gestellt haben, Merkel und Westerwelle dürften sich auch freuen über ihre neuen Verbündeten.

    Na ja, immerhin: irgendwo haben die ja schon Recht.

    Hartz IV und die Kriege kamen von rot/grün, nicht von schwarz/gelb. Schwartz/gelb macht nur harte Sprüche, aber rot/grün schlägt richtig zu - auch mit echten Bomben. Insofern sind CDU/CSU und FDP wirklich die richtigen Koalitionspartner für die LINKE.

    Wie gut nur, das mich das alles als Bürger nichts angeht. Ich muß das Theater bezahlen und darf alle vier Jahre auswählen, wer mich ausnimmt. Warum kommt mir da gerade nur wieder der Begriff "Nutzvieh" in den Sinn? Und warum entfernen wir uns jedes Jahr ein wenig weiter von dem, was Demokratie eigentlich ausmacht?

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