Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit spielt sich momentan etwas sehr dramatisches ab ... das eigentlich ganz dicke Schlagzeilen verdiente hätte. Statt dessen muß man sich die Zeilen mühsam überall zusammensuchen:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/schutz-vor-spekulanten-euro-regierungschefs-fassen-notbeschluss;2576912

Gerüchten zufolge sollen amerikanische und asiatische Fonds in den vergangenen Tagen systematisch auf Euro lautende Papiere verkauft haben. Die Risikoaufschläge für portugiesische und spanische Staatsanleihen stiegen stark an und die Aktienkurse in Europa sackten ab. "Die Lage ist sehr ernst", sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister Jean-Claude Juncker. "Wir müssen jetzt geschlossen gegen die Angriffe vorgehen".

Es waren also nicht dicke Finger, Computerfehler oder eine Massenhalluzination, es hatte wirklich dicke gekracht an der New Yorker Börse ... und jemand hatte blitzschnell eingegriffen.

Es ist ein gezielter Angriff der internationalen Lumpenelite gegen den Euroraum ... allerdings dürfte sich die deutsche Lumpenelite mit viel Kapital an dem Geschäft beteiligen.

Auf diesen Angriff mußte schnell und hart reagiert werden ... sonst wäre jetzt schon alles vorbei und der Euro nicht mehr das Papier wert, auf das man ihn gedruckt hat.

http://www.welt.de/politik/ausland/article7536673/Die-dramatische-Notoperation-am-Herzen-Europas.html

Getrieben von den Finanzmärkten schnüren die Regierungschefs der Euro-Länder ein Rettungspaket für angeschlagene Mitgliedsländer. Freitagnacht wird in die Geschichte der EU eingehen. Es waren die Stunden, in denen der Euro gerettet wurde. Oder, aber daran mag niemand denken in Brüssel, auch nicht.

Da wurden viele auf einmal ganz flott ... und man weiß immer noch nicht, ob es jetzt vorbei ist. Die Täter bleiben gesichstlos ... Talibanker halt.

Noch ist es nicht soweit in Spanien, Portugal, Italien oder Irland. Aber die Gefahr eines Flächenbrandes ist offenbar sehr groß, viel größer als bisher durchsickerte. Das wäre das Ende Euros. „Die ganze Euro-Zone ist unter Attacke“, sagt Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Samstagmorgen, kurz vor ein Uhr.

Eigentlich sollte das doch uns Bürger interessieren. Eigentlich sollte doch eine Sondersendung die nächste jagen, Fußballspiele abgesagt, Fernsehprogramm eingestellt: es ist Krieg. Da ist dann mal egal, wie Bayern gespielt hat.

Stattdessen: Panik nur hinter dem Vorhang. Schlimme Panik.

Ein seltsames Duell: Die mächtige Europäische Union gegen die mächtigen Spekulanten aus aller Welt. Wo sie genau sitzen, weiß niemand. Aber die entscheidende Schlacht steht unmittelbar bevor, möglicherweise schon zu Beginn dieser Woche. Die Zeit drängt. Am Sonntagmorgen fliegen die 27 EU-Kommissare zu einer Sondersitzung nach Brüssel ein. Nachmittags treffen sich die Finanzminister der Union. Sie telefonierten den ganzen Tag hektisch miteinander und schickten sich per Mail immer wieder neue Entwürfe für eine Radikalkur der Eurozone zu.

Aber wir geben unser Geld aus, um deren Interessen am Hindukusch zu verteidigen.

Schon drollig irgendwie. Alle sitzen heute gemütlich vor der Glotze, lassen sich mit dämlichsten Nachrichten berieseln, wer sich wann wo verliebt, wer wann wie hoch gesprungen oder wie schnell gefahren ist und wer wann was gesagt oder getan hat ... und währenddessen droht die endgültige Vernichtung Europas.

Aber ... ehrlich gesagt: es sollte einen vielleicht auch wirklich nicht interessieren, denn der Wahnsinn der hinter den Kulissen tobt, der wirtschaftliche Vernichtungskrieg gegen einen ganzen Kontinent ist weitaus mehr, als ein normaler Geist verarbeiten möchte.

Na ja, wollen wir mal hoffen, das es Europa nächstes Wochenende noch gibt.

Auf jeden Fall scheint es sehr sehr schlimm zu sein, was dort tobt, denn die Griechenlandkrise rückte auf einmal völlig in den Hintergrund.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,693714,00.html

Der eigentliche Anlass des Gipfels, die endgültige Freigabe des 110 Milliarden Euro schweren Rettungspaketes für Griechenland, geriet angesichts des Noteinsatzes gegen den Flächenbrand fast in den Hintergrund.

Diese 110 Milliarden scheinen "Peantuts" zu sein ... im Vergleich zu dem, was dort wirklich plötzlich zu besprechen war.

Der luxemburgische Ministerpräsident und Euro-Gruppen-Vorsitzende Jean-Claude Juncker erklärte: "Es geht hier um eine weltweit organisierte Attacke gegen den Euro. Der Euro-Raum muss geschlossen darauf reagieren.

Wer hat das wohl organisiert? Die Leute, die wir gerade mit unserem Blut in Afghanistan vor den Taliban schützen?

Nun, vielleicht gibt es für die Bundeswehr bald Ziele in den USA, in China und Singapur:

Wir sind der Auffassung, dass nicht nur Griechenland, Spanien, Portugal und Italien unter Angriff stehen, sondern dass die gesamte Euro-Zone hier bedroht wird", sagte Juncker.

"Der Euro ist ein entscheidendes Element Europas, wir können ihn nicht Spekulanten überlassen", sagte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy. "Wir werden Spekulanten ohne Gnade bekämpfen."

Wie der Kampf aussehen soll ... bleibt geheim. Ob er überhaupt noch zu gewinnen ist, bleibt zeifelhaft.
Aber vielleicht wird er schon nächste Woche in eine heiße Phase eintreten. Und vielleicht ... gewinnen wir ja doch noch.

Auf jeden Fall sollte man uns mal ganz offen erzählen, was da draußen gerade los ist. Und ich will nichts von dicken Fingern hören, die einen künstlichen Börsencrash ausgelöst haben.

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,693581-2,00.html

Eine Mischung aus Schuldenkrisen-Nervosität, technischem Versagen und schlichtem Zufall dürfte es gewesen sein, die dem Dow Jones am Donnerstag zwischenzeitlich den größten Tagesverlust seiner Geschichte bescherte.

Zwar wurde die Theorie bereits von der Citigroup dementiert. Denkbar wäre der Tippfehler als Ursache aber schon - vielleicht ausgeführt mit dem "dicken Finger" des Händlers einer anderen Bank.

Na ja, das volkswirtschaftliche Nutzvieh Europas wird wieder mit Bagatellnachrichten und Lügentheorien abgespeist und ruhig gestellt, während die Politiker schneller rennen als je zuvor:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/schutz-vor-spekulanten-euro-regierungschefs-fassen-notbeschluss;2576912

Die 27 EU-Finanzminister kommen am Sonntag in Brüssel zusammen, um den neuen Mechanismus zu beschließen. Pünktlich zur Öffnung der Finanzmärkte am Montagmorgen müsse das neue Instrument operativ sein, sagte Sarkozy.

Wenn das Instrument am Montag Morgen nicht fertig ist ... was droht denn dann?

Dann ist es wohl egal, wer in NRW die Wahl gewonnen hat ... er wird dann eh´ nicht mehr zu bezahlen sein.

Und nur, damit kein Irrtum entsteht: Schuld an allem sind nach wie vor die Arbeitslosen:

http://www.welt.de/wirtschaft/article7535130/Arbeitsagentur-rechnet-mit-Milliardendefizit.html

Ohne weitere Finanzhilfen des Bundes oder eine Beitragserhöhung droht der Bundesagentur für Arbeit (BA) in den kommenden Jahren ein milliardenschwerer Schuldenberg. Allein für das kommende Jahr wird ein Minus von fast zehn Milliarden erwartet. Politiker befürchten nun Leistungskürzungen.

Also scheint das vielgepriesene "deutsche Jobwunder" ... auch nur gelogen gewesen zu sein.