szmmctag

Archiv der Einträge: Mai, 2010
  • Israels Piraterie und das große Geschrei...

    Jetzt wird es wieder kommen ... das große Geschrei. "Die bösen Juden" haben endlich wieder mal ihr wahres Gesicht gezeigt, es gab Tote und Verletzte.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697642,00.html

    Ein israelisches Elite-Kommando hat am frühen Morgen drei Schiffe der internationalen "Solidaritätsflotte" für den Gaza-Streifen gestürmt. Bei der Aktion wurden laut einem TV-Bericht bis zu 16 Menschen getötet. Unter den Opfern sind offenbar auch türkische Soldaten.

    In internationalen Gewässern Schiffe zu überfallen, die Besatzungen zu ermorden und die Boote dann in eigene Häfen zu überführen, nennt man erstmal Piraterie.

    Dabei war das eine so rührselige Geschichte um diesen Hilfskonvoi. Viele gute, aufrechte Menschen haben sich dort versammelt, um den armen Palästinensern ganz selbstlos zu Hilfe zu kommen, die von den bösen Israelis in einem unmenschlichen Gefängnis gehalten werden.

    Einer dieser tollen "Gutmenschen" ist der Schriftsteller Henning Mankell.

    http://www.freegaza.de/articles/100530welt.pdf

    Kurz zuvor hatte Mankell drastisch deutlich
    gemacht, dass seine zweite Leidenschaft, die Verdammung Israels, keineswegs bloß von dem
    Mitgefühl für leidende Zivilisten in Gaza motiviert ist. Nicht nur die andauernde israelische
    Besetzung palästinensischer Gebiete - Gaza freilich wurde von den Israelis längst geräumt - hält
    Mankell für ein Unrecht, sondern die Existenz des Staates Israel an sich. Es gebe "keinerlei Gründe
    dafür", dass die Gründung des Staates Israel 1948 "eine völkerrechtlich legitime Handlung war",
    schrieb er nach einer Reise durch Israel und die Palästinensergebiete im vergangenen Sommer.
    Folgerichtig bedeute auch eine Zwei-Staaten-Lösung nicht, "dass die historische Besatzung
    aufgehoben wird". Die Frage sei nur noch, ob die Israelis "freiwillig einer Abwicklung des
    Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird". Damit befindet sich
    Mankell in voller Übereinstimmung mit der radikalislamischen Hamas, die Gaza unter ihre
    Terrorherrschaft gebracht hat und in Wahrheit für die Notlage seiner Bürger verantwortlich ist. Denn
    sie braucht Gaza ausschließlich als Basis für die Verwirklichung ihres Endziels und somit der Vision
    Mankells: der Auslöschung Israels.
    Was fanatische "Antizionisten" wie Mankell verschweigen: Israel blockiert den Gazastreife

    Da nähert sich also eine Flotte von Schiffen meiner Küste, an Bord sind Menschen, die mein Land auslöschen wollen. Sie bringen Waren zu meinen Feinden. Angeblich Rollstühle. Klingt harmlos ... aber man wird ja wohl nachmal nachschauen dürfen. Auf jeden Fall wird angeboten, die Waren woanders zu löschen und dann nach Gaza zu bringen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697642,00.html

    Israel hat das kleine Palästinensergebiet am Mittelmeer nach Machtübernahme der radikalen Hamas-Organisation im Juni vor drei Jahren nahezu vollständig von der Außenwelt abgeriegelt. Israel hatte den Aktivisten angeboten, die Hilfsgüter im Hafen von Aschdod zu löschen.

    Aber ... das wollten die Aktivisten ja nicht. Sie wollten was anderes: Gewalt provozieren:

    http://www.freegaza.de/articles/100530focus.pdf

    Eine Sprecherin der Organisatoren, Huwaida Arraf, sagte, die rund 700 Aktivisten
    an Bord der sechs Schiffe seien auf ?verschiedene Szenarien? in der
    Konfrontation mit Israel vorbereitet. ?Wir haben die Absicht, nach Gaza ohne
    Rücksicht auf Einschüchterungen und Gewaltdrohungen gegen uns zu gehen?,
    sagte sie. ?Sie werden uns mit Gewalt aufhalten müssen.?

    Das ist ihnen jetzt auch gelungen. Und Israel ist darauf hereingefallen....obwohl sie wußten, worum es geht:

    http://www.freegaza.de/articles/100530tagesspiegel.pdf

    Laut israelischer Regierung handelt es sich nicht um eine humanitäre Hilfsaktion, sondern
    um eine politischeProtestdemonstration.

    Es war auch klar, was passieren würde:

    http://www.freegaza.de/articles/100529faz2.pdf

    JERUSALEM, 28. Mai. Die israelische Regierung ist entschlossen, die neun Schiffe mit Hilfsgütern,
    die an diesem Samstag die Seeblockade vor dem Gazastreifen durchbrechen wollen, notfalls mit Hilfe
    der Marine zu stoppen.

    Man war auch sehr deutlich bei der Warnung, damit niemand der "Gutmenschen" auf falsche Gedanken kommen konnte: zwischen Israel und der Hamas herrscht halt Krieg ... und die Flotte will eine Seite unterstützen.

    http://www.freegaza.de/articles/100527diepresse.pdf

    Israel will verhindern, dass pro-palästinensische Aktivisten die Seeblockade des
    Gazastreifens durchbrechen. Es droht den Aktivisten mit Festnahme. Die "Gaza-
    Solidaritätsflotte" soll am Samstag eintreffen.
    Die bislang größte „Gaza-Solidaritätsflotte" ist derzeit unterwegs in Richtung auf den seit drei
    Jahren von Israel blockierten Küstenstreifen. Israel will mit allen Mitteln verhindern, dass die
    acht Schiffe mit 700 pro-palästinensischen Aktivisten an Bord die Seeblockade des Gazastreifens
    durchbrechen. "Wir bereiten uns auf jedes Szenario vor", sagte der Sprecher des israelischen
    Außenministeriums, Yigal Palmor, am Donnerstag. Alle, die versuchten, die Seeblockade zu
    durchbrechen, würden als Gesetzesbrecher behandelt.

    Es war also klar, was geschehen würde, oder? Und trotzdem gibt es jetzt großes Geschrei über die "bösen Juden". Ganz sicher ganz besonders in Deutschland aus ganz einschlägigen Kreisen, für die das mal wieder Wasser auf ihren Mühlen ist. Der Führer hat das ja schon immer gewußt: diesen Juden kann man nicht trauen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697642,00.html

    Der israelische Industrie- und Handelsminister Benjamin Ben Elieser drückte sein "Bedauern über die Toten" aus. Die Fernsehbilder von der Erstürmung seien "nicht schön, ich kann nur mein Bedauern über alle diese Toten äußern", sagte Elieser dem israelischen Militärrundfunk. Die Armee habe nicht die Absicht gehabt, das Feuer zu eröffnen, "aber es gab eine enorme Provokation", fügte Elieser hinzu. Die Soldaten seien mit Äxten und Messern "erwartet" worden, "und wenn dann noch jemand versucht, Ihnen Ihre Waffe wegzunehmen, dann fängt man an, die Kontrolle über die Lage zu verlieren", sagte der Minister weiter.

    Das hört sich schon weniger günstig an für die Gaza-Flotte. Aber dieser Benjamin Ben Elieser ist ja auch Jude, oder? Und die lügen ja immer, das hat der Führer auch schon immer gesagt.

    Und wenn nicht? Fragt noch jemand noch, was denn wirklich dort geschehen ist? Oder schreit man lieber gleich erstmal gegen die "Zionisten"?

    Wer wollte denn jetzt wirklich einfach mal selbstlos den Menschen in Gaza helfen? Das wäre ja möglich gewesen ... auch ohne große Show.

    Und wenn es stimmen sollte, das sich türkische Soldaten an Bord der Flotte befanden ... na, warten wir mal, ob sich da die Lage noch klärt. Ich finde die Nachricht nämlich auch nicht mehr wieder.

    Ziemlich blöde von Israel, so zu reagieren. Von Israel, das ebenso von Feinden umgeben ist wie der Gaza-Streifen von Israel umgeben ist. Feinde, die gelegentlich von der Vernichtung Israels reden wie manche Leute, die auf diesen Schiffen fuhren.

    Ich finde ... schon ziemlich nett von den Israelis, das sie die Schiffe nicht einfach versenkt haben.

    Andere Nationen hätten das getan. Wir zum Beispiel. Wir erschießen regelmäßig Afghanen, die uns verdächtig vorkommen und sich unseren Sperren nähern - sogar, wenn sie mit uns verbündet sind. Da warnen wir auch nicht tagelang vorher groß ´rum.

    Ach ja, die Artikel habe ich nach dem Pressespiegel von "Free Ghaza" zitiert, damit man sieht, das die die auch gelesen haben.

    Deshalb kann man dazu nur sagen: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um". Hat auch der Führer schon gesagt.

    Und noch kann ich sagen: "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern." Jedenfalls ich werde das nicht tun.

    Außerhalb der eigenen Hoheitsgewässer ist Piraterie Piraterie. Auch für Juden, Israelis und andere Verfolgte. Die somalischen Piraten dürfen ja auch nicht hemmungslos plündern, bloß weil die Konzerne ihre Fischbestände leergefischt haben und so ihre Lebensgrundlage vernichteten.

  • Der IWF im Kampf gegen Menschlichkeit und Demokratie

    Meiner Blogfreundin Shadow vielen Dank für die Einladung zu folgendem Vortrag:

    *Lehman, Griechenland und der IWF in Europa* Mittwoch 2. Juni, 20 Uhr
    In der "Bambule", Iltisstraße 49, Gaarden
    Eine Veranstaltung von attac und Avanti Projekt undogmatische Linke Kurzvorträge von Dr. Thomas Herrmann (attac) und Axel Hoffmann (Avanti)

    Die Lehman-Pleite war vielleicht der Auslöser der Finanzkrise, aber
    bereits im Sommer 2008 ging die Konjunktur in die Knie, und zwar nicht
    zuletzt aufgrund des steigenden Leitzinses der EZB (vier Prozent),
    überteuerter Rohstoffe (Benzin über 1,50 €) und einem astromischen
    Außenwert des Euro (1,50 € zum US-$). Das führte in den Abschwung und
    dieser fand in der Lehman-Bank sein erstes Opfer. Seither befindet sich
    nicht nur Deutschland in der Rezession. In der Folge sanken die
    Steuereinnahmen der Industrieländer und zugleich stieg die
    Staatverschuldung aufgrund der Bankenrettungspakete. Die so genannte
    "Griechenlandkrise" ist das erwartbare Resultat dieser Entwicklung und
    macht den Charakter der Krise als Krise des Kapitalismus deutlich.
    Im ersten Vortrag wird es um die "Argumente" der Boulevard-Presse gehen,
    die mit verantwortlich waren, dass Griechenland immer weiter in die
    Krise geredet wurde und um den entschiedenen alltäglichen Widerstand der
    griechischen Bevölkerung, die im Mai bereits zum vierten Mal in diesem
    Jahr einen ganztägigen Generalstreik organisierten. Im zweiten Vortag
    wird auf die Ankunft des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Europa
    eingegangen. Der IWF hat in seiner Geschichte mit seinen Sparprogrammen
    diverse Länder ruiniert und diverse Volksaufständen ausgelöst.
    Mittlerweile sind nur noch die Türkei und die Ukraine in IWF-Programmen.
    Es war fast gelungen, den IWF auszutrocknen. Kein Land, das einmal in
    die Hände des IWF gefallen ist, wiederholt diese Erfahrung. Jetzt hat
    Kanzelerin Merkel den IWF nach Griechenland und damit nach Europa
    geholt. Damit sollen die Erfahrungen und Methoden des IWF bei der
    Ausplünderung breiter Bevölkerungsschichten für den Euroraum verfügbar
    gemacht werden.

    Das lenkt den Blick auf eine wirklich unangenehme Entwicklung ... der IWF kommt nach Europa. Was ist das eigentlich, dieser IWF?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds

    Der Internationale Währungsfonds (Kürzel IWF bzw. IMF von englisch International Monetary Fund, auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe und hat seinen Sitz in Washington, D.C., USA. Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe, Überwachung der Geldpolitik, Technische Hilfe.

    Ein Kreditgeber für Länder. Darum kommt der ja jetzt ins Spiel. Aber der IWF gibt nicht jedem Kredite. Also ... das schon. Da kann jeder Geld bekommen ... wenn er brav ist und sich an die Regeln hält.
    Die Regeln sind einfach, sie finden sich hier im Washington Consensus:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Washington_Consensus

    Haushaltsdisziplin
    Priorität der öffentlichen Ausgaben auf Bildung, Gesundheit und Infrastruktur, Abbau von Subventionen
    Steuerreform zur Senkung der Steuersätze und Erweiterung der Bemessungsgrundlage
    vom Markt bestimmte positive Zinsraten zur Verhinderung von Kapitalflucht und um ausländisches Kapital heranzuziehen
    kompetitive Wechselkurse, die der Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft zuträglich sind
    Liberalisierung der Handelspolitik, um die inneren Märkte für ausländische Anbieter zu öffnen
    Offenheit und Verbesserung der Konditionen für ausländische Direktinvestitionen
    Privatisierung öffentlicher Unternehmen und Einrichtungen
    Deregulierung und Entbürokratisierung und Abbau staatlicher Einflussnahme
    Schutz des Privateigentums

    So, und jetzt weiß man schon, was der IWF so macht. Weltweit läuft er mit seinen Krediten durch die Weltgeschichte und verteilt Milliarden gegen die Zusagen der Regierungen, den Sozialstaat (und letztlich die Demokratie selbst) abzubauen.

    Darum gibt es Attac, die versuchen, sich mit Händen und Füssen gegen diese Diktatur zu wehren. Darum beantragt kein geistig normales Land Kredite bei IWF:

    Das änderte sich jedoch nach der mehrfachen Abwertung des Sterlings, zum ersten Mal sollte der IWF dem Staat Großbritannien wesentliche Bedingungen wie Verringerung von Sozialleistungen und Abschaffung von Importkontrollen auferlegen, als er 1977 einen Antrag wegen eines Stand-By-Kredites stellte. Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, die in Form von Finanzminister William Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. 2010 beantragte Griechenland einen IWF-Kredit.Vor dem Auf und Ab von Dow Jones, Dax Dollar und Zinsen gehen Präsidenten und Parlamente in die Knie, seit die Regierungen der Industrieländer in den 80er und 90er Jahren die Finanzmärkte weltweit entfesselt haben. Ursprünglich versprachen uns Politiker und neoliberale ÖkonomInnen weltweiten Wohlstand. Doch weil sich Kapital nun ungehindert über den Globus bewegen kann, richten sie die Wirtschafts- und Sozialpolitik an den Bedürfnissen der KapitaleignerInnen aus. Mit entsetzlichen Folgen.

    Und vergleicht man die Interessen der Kapitaleigner mit den Anforderungen an Kreditnehmer gemäß des Washingtoner Konsens, so darf man feststellen: das ist dasselbe. An diesem "Consens" haben wohl viele vermögenden Menschen mitgearbeitet.

    Die liberalisierten Finanzmärkte geben den KapitaleignerInnen die Möglichkeit, Regierungen mit der Androhung des Kapitalabzuges unter Druck zu setzen. Dabei müssen sie ihr Kapital gar nicht wirklich abziehen wollen. Die schlichte Drohung von FondsmanagerInnen und Bankiers, ihr Kapital aus einem Land abzuziehen, macht Regierungen bereits gefügig.

    „Anleger müssen sich nicht mehr nach den Anlagemöglichkeiten richten, die ihnen ihre Regierung einräumt, vielmehr müssen sich die Regierungen nach den Wünschen der Anleger richten“.

    Rolf Breuer, ehem. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank am 18.5.2000 in der „Zeit“

    Auf Deutsch war das die Bankrotterklärung der Demokratie. Seitdem könnten wir auch einen Staatssekretär an die Spitze des Landes stellen, der ausführt, was die Märkte verlangen. Den ganzen Wahlzirkus könnten wir uns sparen. Das merken ja auch immer mehr Bürger, die Politik ist ... "alternativlos" geworden.

    Zur Erfüllung der Zinsansprüche von Kapitaleignern werden wir nun den Gürtel enger schnallen müssen - mal wieder. Nur damit "die" immer mehr Kapitalwachstum haben, solange, bis ihnen alles Geld der Welt gehört. Klingt doof, ich weiß, aber Reichtum macht nicht weise oder klug, sondern eher wahnsinnig.

    Ihr nächstes Ziel ist übrigens in Deutschland die Kranken- und Rentenversicherung:

    Die Forderungen der KapitaleignerInnen an die Regierungen lauten stets: Verringerung der Sozialausgaben, Senkung der Besteuerung von Kapitalerträgen, Ausgleich des Staatshaushalts, und hohe Zinsen, um ihren Anlagen eine hohe Rendite zu verschaffen. Die Konsequenz: Seit Jahren sinkt die Besteuerung von Gewinnen, Dividenden und Zinseinkommen. Sinkende Steuereinnamen schränken die Handlungsmöglichkeiten der Parlamente immer mehr ein, Demokratie wird zur Farce.Auf der Suche nach profitablen Anlagemöglichkeiten haben die InvestorInnen jetzt ein neues Ziel entdeckt: die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung. In Deutschland werden allein im Gesundheitswesen ca. 150 Mrd. Euro über die gesetzliche Krankenversicherung umgesetzt. Aber nur kapitalgedeckte Sozialsysteme lenken Milliardenbeiträge auf die Weltfinanzmärkte. So ist leicht nachvollziehbar, warum Banken und private Versicherungen Regierungen unter Druck setzen, die Sozialversicherung zu privatisieren – und damit den Kapriolen der Finanzmärkte aussetzen. In Deutschland errangen die privaten Versicherer in dieser Sache erste Erfolge, nachdem durch die rot-grüne Riesterrente die Beschäftigten sich privat um eine Versicherung kümmern müssen.

    Da sieht man, wie mächtig die Investoren schon geworden sind. Wir alle rackern letztendlich nur noch für das Wohl anonymer Kapitalhaufen, die letztendlich niemandem mehr Wohlstand geben - wer solche Haufen hat oder an ihrer Vermehrung verdient, hat schon mehr Wohlstand, als er in seinem Leben je genießen kann ... auf Kosten hungernder Kinder. Und der IWF sorgt dafür, das das so bleibt:

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird aktiv, wenn ein Land einen Überbrückungskredit benötigt, da es droht, zahlungsunfähig zu werden. So erbaten Südkorea, Thailand und Indonesien während der Asienkrise die Unterstützung des IWF. Jener gewährt Kredite unter harten Auflagen mit dem Ziel, dass die InvestorInnen möglichst rasch wieder Vertrauen in einen Standort gewinnen sollen. Doch der IWF hat in der Vergangenheit durch seine Auflagen Finanzkrisen enorm verschärft.
    So verlangt der IWF von seinen „Kunden“ regelmäßig, ihre Finanzmärkte selbst im Falle von dramatischer Kapitalflucht offen zu hal-ten. Der IWF verbietet damit den betroffenen Ländern, den Kapitalabzug per Gesetz zu stoppen. Gerade eine solche Maßnahme hätte aber Kapitalflucht und die sprunghafte Abwertung der Währung verhindern können.
    Außerdem erzwang der IWF von den Zentralbanken der Krisenländer trotz harter Wirtschaftskrisen Zinserhöhungen von bis zu 30%, um ausländisches Kapital ins Land zu locken.
    Die hohen Zinsen machen Kredite für die heimische Industrie unbezahlbar, zumal viele Unternehmen überschuldet waren. Mit dem ebenfalls vom IWF veranlassten starken Rückgang von Staatsaufträgen wurde die Krise der heimischen Industrie noch weiter ver-schärft. Hinzu tritt: Die Hilfskredite des IWF dienten im Wesentlichen dazu, das Kapital ausländischer Gläubiger zu „bergen“.

    So dürfen Spiro Latsis und seine Milliardärsfreunde ihr Kapital aus Griechenland abziehen, während man der Oma die Rente ab 75 kürzt und Zwangsarbeit einführt. Insofern kann man Griechenland nur raten, den IWF aus dem Land zu verbannen - so wie es Malaysia gemacht hat:

    Malaysia verzichtete auf die Hilfe des IWF und überstand die Krise besser. Es unterließ Zinserhöhungen und führte umfassende Kapitalverkehrskontrollen ein, um den Abzug von Kapital zu stoppen.

    Aber diese Freiheit wird man den Griechen wohl nicht gönnen.

    Und so endet die kurze Geschichte der europäischen Demokratie in der Diktatur und der Tyrannei von ... Geld. Soviel Blödheit hätte man niemals vorausahnen können, es sei denn, man hieße Marx. Keine feindlichen Horden überrennen uns, keine Krankheit oder Naturkatastrophe löscht uns aus, sondern ... Rechenkünste und der Wunsch, ständig größere virtuelle Zahlen auf seinen virtuellen Konten zu sehen als letzte Woche.

    Wie Megapeinlich.

    Hätte man diesen Soziopathen zur Befriedigung ihrer wahnhaften Wünsche nicht ein Videospiel in die Hände geben können? Da ist doch auch alles virtuell.

    So geben wir Zinseszinsgleichungen den Vorrang vor ... Menschlichkeit.

    Nee nee nee ... einfach nur megapeinlich. Dabei ist das nur Geld. Tauschmittel wie Muscheln und Glasperlen. Massenhaft vorhanden, wenn es nicht künstlich verknappt wird, weil manche große Haufen davon wollen.

    Megapeinlich, sage ich.

    Ach ja ... mit Horst Köhler haben wir einen der Chefs des IWF als Bundespräsidenten bekommen: Geschäftsführender Direktor von 2000 bis 2004.

  • Song-Contest, Lena - Manie, Rente mit 70 und die Alternativlosigkeit

    Wie oft hört man das jetzt eigentlich schon? Dieses ist alternativlos, jenes ist alternativlos ... es scheint eigentlich überhaupt keine Alternativen mehr zu geben zu dem, was gerade läuft.

    Darum gibt es natürlich auch keine politischen Alternativen mehr. Das kleine Hoffnungsfünkchen Piratenpartei wurde ganz schnell von Idioten geentert, die nun den Ton angeben. Tauss ´rein, damit man einen "von uns" im Bundestag hat, Tauss ´raus, wenn er Kinderschänder wird - alles kein Problem für diese Leute. Geld und Macht will man schon, aber Inhalte? Nein danke. Wie gut, das die Partei jetzt verschwinden wird, die bindet nur kreatives Wählerpotential.

    http://www.freitag.de/community/blogs/steffen-kraft/nach-kinderporno-urteil-piratenpartei-will-dass-tauss-austritt

    Die Piratenpartei hat Jörg Tauss am Freitag den Austritt nahe gelegt. Der Parteisprecher Simon Lange sagte der Wochenzeitung "Freitag": "Wir haben Jörg Tauss als verantwortungsbewussten Menschen kennen gelernt, der immer im Sinne der Piratenpartei gehandelt hat. Wir vertrauen darauf, dass er auch in diesem Fall die richtigen Entscheidungen treffen wird."

    Schon die Agenda 2010 war "alternativlos" weil die Arbeitslosen den Sozialstaat auffrassen. Alles gelogen. Die Kostentreiber sind Renten, Pensionen und die Gesundheitsmafia, das ist oft bewiesen worden. Trotzdem hält sich der Mythos von der Alternativlosigkeit einer für das demokratische Gemeinwesen schädlichsten politischen Entscheidungen der letzten hundert Jahre. Die Einsparungen durch die Eliminierung der Arbeitslosenhilfe wurden dann durch die Senkung des Spitzensteuersatzes für Reiche mehr als aufgehoben. Auch das war wahrscheinlich alternativlos.

    "Alternativlos" ist auch die Bankenrettung gewesen. "Alternativlos" ist auch die Rettung Griechenlands sowie das Rettungspaket für den Euro.

    Was heißt das eigentich für uns?

    Wenn alles nur noch alternativlos ist, wozu brauche ich dann eigentlich noch Politiker? Da reichen mir doch locker ein paar Verwaltungsfachleute, die die alternativlosen Sachen einfach durchwinken.

    Oder aber ich wähle mir einen Kaiser, der wenigstens Kraft seiner Allmacht der Alternativlosigkeit die Stirn bieten kann indem er sagt: "Egal, ich hab´ kein Bock darauf!"

    Den Kaiser ... fällt mir gerade ein ... haben wir aber schon. Der Souverän ist ... der Bürger.

    Wie kann eigentlich irgendein Politikfatzke es wagen, dem Bürger zu sagen: "Es geht nicht anders!".

    Das hätte keiner zu Napoleon zu sagen gewagt. Zu Cäsar auch nicht. Aber uns sagt man das tagtäglich. Jetzt müssen wir sparen ... was gut wäre. Aber wir sparen nicht ... wir ZAHLEN!
    Sparen ist eine feine Sache ... denn danach hat man viel.

    Zahlen ist eine blöde Sache, denn danach hat man wenig. Jetzt ratet mal, was Ihr Ende nächsten Jahres haben werdet .... viel oder wenig?

    Wenn die politische Welt alternativlos geworden ist, dann spricht man von ... Diktatur. Alternativlosigkeit ist die schön formulierte Seite von ... Erpressung, Hoffnungslosigkeit, Ausweglosigkeit, Unfreiheit. So sieht es aus.

    Aber wo ist der Diktator? Wo sitzt jener Tyrann, der uns so knebelt und fesselt und uns unsere Zukunft, unsere Freiheit, unser Recht auf Selbstbestimmung geraubt hat?

    Er sitzt ... vor dem Computer und liest diese Zeilen. Nicht jeder ... und hier weniger als anderswo ... aber auch.

    Ganz viele saßen gestern vor Bildschirmen und feierten den großartigen deutschen Sieg beim Trällerwettbewerb. Hurra. Das hat jetzt richtig was gebracht.

    Währenddessen entsorgen französische Banken ihre faulen Papiere auf deutsche Kosten:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,697489,00.html

    Deutschlands oberste Banker sind irritiert: 25 Milliarden Euro hat die EZB bisher für griechische Staatsanleihen ausgegeben. Nach SPIEGEL-Informationen vermutet die Bundesbank, dass damit vor allem Paris gedient wird - so könnten französische Institute ihre Schrottpapiere loswerden.

    Wenn ich mich recht erinnere ... war "Europa" auch alternativlos. Wie der Euro. Alles vom Schicksal, der Geschichte und den Göttern aufgedrückt. Da kann man nichts machen.

    Alternativlos ist auch die Rente mit 70, die aber - wenn denn dann die, die es aktuell interessiert, siebzig geworden sind - sicher schon auf 80 heraufgeschraubt worden ist.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7834256/DIW-Chef-erwartet-schon-bald-Rente-mit-70.html

    Die EU-Kommission empfiehlt eine deutliche Anhebung des Renteneintrittsalters. Die Grenze müsse von jetzt 65 auf 70 Jahre angehoben werde. "Das ist die bittere Wahrheit," sagt dazu DIW-Chef Zimmermann. Er vermutet, dass die Anhebung bald kommen werde, denn die Menschen sind gesünder und werden älter.

    Wir bestrafen die, die keine Arbeit mehr haben, durch Hartz IV. Und die, die noch welche haben und das Glück haben, sie behalten zu dürfen, bestrafen wir mit längeren Arbeitszeiten, miserablen Arbeitsbedingungen und ständig sinkendem Realeinkommen. Auch alles ... alternativlos.

    Alternativlos auch die Vernichtung der deutschen Autoindustrie, denn die Chinesen kommen genau jetzt:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7834148/Chinesen-suchen-Hauptquartier-in-Deutschland.html

    Der chinesische Autohersteller BYD will den europäischen Markt erobern und sucht einen Standort für sein Europa-Hauptquartier in Deutschland. Der Autobauer setzt vor allem auf Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb. In Deutschland sind die Chinesen nicht unbekannt, sie kooperieren mit namhaften Herstellern.

    Nun, Deutsche können deutsche Autos kaum noch bezahlen - insofern ist eine Industrie, die es schafft, Neuwagen für 1800 Euro anzubieten, wohl nur noch zu begrüßen ... auch wenn immer weniger Deutsche sich überhaupt ein Auto leisten können.

    Und während all dies passiert, sitzt der Souverän vor dem Bildschirm und feiert die deutsche Trällernudel.
    Danach sucht er wieder den nächsten Superstar.

    Der wahre Diktator ist unsere Dummheit, unsere Faulheit und unser Desinteresse für das, was um uns herum vor sich geht. Dieser Realitätsverlust ist schon gemeingefährlich und pathologisch zu nennen. Doch Schuld ... hat nicht der Souverän. Er hat den Experten vertraut, er hat sich voller Zuversicht nach getaner Arbeit vor den Fernseher gesetzt und gedacht er würde nur unterhalten.

    Ein großer Fehler.

    Er wurde stattdessen manipuliert und verblödet. Und abhängig gemacht. Ganz gezielt. Und wenn der Souverän nicht endlich wach wird, sich besinnt, was er wirklich will und wirklich braucht ... werden die Chinesen nicht nur ihre Autos bei uns verkaufen sondern auch noch ihre Hemden bei uns nähen lassen und wir werden bei Wasser und Brot bis 80 da sitzen und die Hemden nähen.

    Darum gibt es als Notwehr nur eins. Fernseher fort! Heute noch!

    Geht nicht?

    Ich sage doch: man ist abhängig gemacht worden. Ist wie Nikotin, Alkohol und Schmerzmittel. Beginnt schleichend und wenn man´s merkt, ist es zu spät.

    Alternativlos ... ist gar nichts. Überhaupt nichts. Wir könnten morgen früh das Paradies auf Erden errichten - für zwölf Milliarden Menschen. Niemand könnte uns aufhalten. Essen, Trinken, Wohnen - Liebe, Aufmerksamkeit und Geborgenheit - alles reichlich vorhanden.

    Aber wenn wir das Paradies nicht wollen, dann müssen wir wieder durch die Hölle gehen, denn Stillstand ... gibt es nicht in einer lebendigen Welt.

    Ach ja, und der Trällernudel noch herzlichen Glückwunsch aus der Eifel.

  • Krise, Krieg und die neue Eiszeit

    Puh, endlich ist die Klimakatastrophe vorbei. Diese Hitze war ja einfach nicht mehr auszuhalten. Wir haben letzte Woche nachts immer noch Minustemperaturen gehabt .... zumindest gefühlt und auf dem Thermometer. Ich glaube aber selbstverständlich den Experten, weil ich ja kein Verschörungstheroretiker sein will, muß aber sagen: ich habe mit in T-Shirt und kurzer Hose ganz schön was weggeholt - während eurer Klimakatastrophe. Aber ich wollte halt kein Aussenseiter sein, kein Weichei, der sich wegen gefühlter Minus 15 Grad in die Hose macht.

    Schön zu wissen, das die Klimakatastrophe jetzt vorbei ist und sich die Experten mit ihren Ansichtenn langsam den gefühlten Wirklichkeiten nähern: eine neue Eiszeit ist da:

    http://www.aktuell.ru/russland/news/russischer_astrophysiker_neue_eiszeit_beginnt_2014_27018.html

    Russischer Astrophysiker: Neue Eiszeit beginnt 2014
    St. Petersburg. Seit Jahren wird von einer globalen Erderwärmung mit Klimawandel gesprochen. Ein Wissenschaftler des Petersburger Observatoriums kündigt jetzt das Gegenteil an: 2014 beginnt eine „kleine Eiszeit“.

    Gut das zu wissen. Ich zweifelte schon an meiner Wahrnehmungsfähigkeit. Es wäre schön, wenn Experten sich schneller an die Wirklichkeit angleichen könnten als es bisher der Fall war, oder? Wie zum Beispiel beim Euro. Der war ja anfangs auch nur gefühlt teurer, heute weiß man: der war wirklich ein Teuro.

    Auch für den Euro gibt es ja jetzt eine neue Eiszeit:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/euro-faellt-fitch-stuft-spaniens-kreditwuerdigkeit-herunter;2590487

    Kaum hat sich der Euro wieder erholt, droht neuer Gegenwind von den Ratingagenturen. Fitch stuft Spanien um eine Note herunter. Der Euro verliert daraufhin im Vergleich zum US-Dollar an Wert. Auch der Dow Jones knickt ein. Das neue Rating ist ein herber Rückschlag für die zuletzt so sparfreudigen Spanier.

    Ja, diese Spanier. Denken, sie könnten jetzt ein bischen herumsparen und dadurch die Gier der Märkte aufhalten. Pustekuchen. Was wann wo wieviel nutzt oder Wert ist bestimmen die US-amerikanischen Ratingagenturen - und sonst niemand. Und wenn die sagen: "Jetzt ist Klimakatastrohpe" - dann hat das gefälligst warm zu sein. Deshalb halten sich auch alle Expertengläubigen und andere religiöse Sektierer daran.

    Schade nur für die Spanier, denn sie werden die neuen Griechen sein. Schade auch für die Weltwirtschaft, denn sie wird dadurch wieder unsicherer. Ein kleiner Schritt für eine Ratingagentur ist schon mal ein großer Schritt für die Menschheit ... Richtung Abgrund.

    Das meint auch Dr. Doom.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/nouriel-roubini-die-krisen-werden-immer-zerstoererischer;2590277

    Nouriel Roubini hat die Finanzkrise vorausgesehen. Seine düsteren Prognosen haben ihm den Spitznamen "Dr. Doom" eingebracht. Und er lässt nicht locker. Bei der Vorstellung seines neuen Buches in Frankfurt malt er wieder schwarz. Der Euro fällt weiter, der Rückfall in die Rezession droht, die nächste Finanzkrise kommt. Dabei sagt Roubini über sich, er sei gar kein Pessimist, wie alle immer behaupten.

    Auch ich denke, man muß kein Pessimist sein, um sich enorme Sorgen bezüglich der Zukunft zu machen. Ein Schuß Realismus reicht. In der Zeit der "positiven Denker" ist Realismus aber schon fast strafbar, wie alles was nicht rosarot ist. Jedenfalls scheint es mir schon mutig, solche Thesen in den Raum zu stellen:

    "Krisen sind inzwischen die Regel und nicht mehr eine Ausnahme", doziert davor der Professor, der an der Stern School of Business in New York lehrt. "Und sie kommen immer öfter und werden immer zerstörerischer."

    In gewissen Kreisen würde man sowas schon "therapiepflichtig" nennen, so "wird der Aufschwund zerredet", der Mann braucht einfach ein paar von den "mach-mich-glücklich-Pillen" und schon würde er auch glauben, was Merkel wünscht.

    Er steht allerdings mit seiner Meinung nicht ganz alleine da.

    http://www.dolphin-economics.de/joomla/index.php/lektuere/95-krieg-und-frieden-im-wirtschaftszyklus.html

    Der russische Wirtschaftswissenschaftler Nikolai KONDRATIEFF hat die langfristigen Zyklen von Preisbewegungen, Zinssätzen und Löhnen in der Wirtschaft westlicher Staaten untersucht.

    Seine Untersuchungen erstreckten sich auf die Zeitspanne von 1780 bis 1922 (dem Jahr der Veröffentlichung seiner Studie). Er meinte damals, die dritte Welle habe bereits ihren Höchststand überschritten und würde Ende der (19)20er Jahre in eine schwere Wirtschaftskrise münden.

    Zum Teil aufgrund der Genauigkeit dieser Voraussage wurde Kondratieff von Schumpeter und anderen angesehenen Wirtschaftswissenschaftlern sehr ernst genommen.

    Schon wieder ein Russe. Schon wieder ganz düster.....aber deshalb ja nicht unbedingt falsch.

    Kondratieff bemerkte bei seinen Recherchen aber auch eine Beziehung zwischen den Talsohlen und Scheitelpunkten der Wellen einerseits und mehreren europäischen und amerikanischen Kriegen andererseits. Insbesondere schien der Tiefpunkt der einzelnen Wellen oft zusammenzutreffen mit einem relativ begrenzten und profitablen Krieg, der einen neuen Anstoß gab, worauf eine 20-30 Jahre andauernde Periode mit (wieder) steigenden Preise folgte, in der fast alles gut lief. Im Laufe der Zeit kam es jedoch zu einer Reihe von Belastungen und Verzerrungen, die Wirtschaft wurde überzuversichtlich und skrupellos, und schließlich brach man wieder einen kleinen ´Scheitelkrieg´- der mit dem höchsten Punkt der Welle zusammenfiel - vom Zaun. Diese Kriege waren sehr erbittert und zerstörerisch, und man hatte fast den Eindruck, die Gesellschaft habe ein Übermaß an Energie, Dynamik und Rücksichtslosigkeit gehabt, das sich entladen musste.

    Das stammt jetzt von der oben angegebenen Unternehmensberatung - ist aber nicht nur auf deren Mist gewachsen. Das so ein hübscher kleiner Krieg die Staatskassen wunderbar entlasten kann, wußte schon Adolf Hitler ... und die Amerikaner haben es ständig bewiesen:

    Auswirkungen der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts auf die US-Wirtschaft
    Erster Weltkrieg: USA - Wirtschaftsentwicklung von 1914- 1919
    Verdoppelung der Gesamt-Wirtschaftsleistung der U.S.A. Anstieg des Nominalen BSP von 39,1 auf 85,4 Mrd. US-Dollar
    Verfünffachung des Ausfuhr-Überschusses
    Zunahme des Volksvermögens um 40%
    Senkung der Arbeitslosenquote von 8,5% (1915) auf 1,4% (1919)
    Grundlegender Wandel der Auslands-Verschuldungsverhältnisse: aus 4 Mrd. Dollar Auslands-Schulden vor Kriegsbeginn wurden 11 Mrd. Dollar Auslands-Guthaben nach Kriegsende!
    Sonstiges:
    Beschlagnahme und entschädigungslose Enteignung von allem privaten und öffentlichen "Feind-Vermögen" in den USA....darunter alle deutschen Schutzrechte
    Zweiter Weltkrieg: USA - Wirtschaftsentwicklung von 1940-1945
    Steigerung des jährlichen amerikanischen Bruttosozialprodukts von 97 auf 214 Mrd. US-Dollar (somit um insgesamt 743,8 Mrd. US-Dollar!)
    Verdreifachung der Industrieproduktion
    Erhöhung der Grundstoffgewinnung um 60%
    Steigerung der jährlichen Exporte von 4 auf 14 Mrd. US-Dollar
    Senkung der Arbeitslosenzahl von 10 Mio. 1937/38 bzw. 8,4 Mio. 1941 auf 0,6 (!) Mio. 1946
    Die "Jahrhundert Rekord-Arbeitslosenquote" von 25,2% (!) des Jahres 1933 sank bis 1944 auf den niedrigsten Stand des Jahrhunderts - auf 1,2%(!) ab. (Im Gegenzug wurden bis 1946 die Streitkräfte bis auf 12 Millionen Mann aufgestockt!)

    Für das Zwischenmenschliche ist das zwar eine neue Eiszeit, aber für die Wirtschaft scheinen so kleine Kriege ja echt der Bringer zu sein. Möglicherweise wird ja gerade wieder einer vorbereitet ... ich hoffe nur, er geht an Europa vorbei. Die Bundeswehr ist mitlerweile nicht mehr in der Lage, auch nur mittelmäßig gerüstete Landstreitkräfte abzuwehren .... wir haben uns ja von der Landesverteidigung zur Krisenintervention umgebaut, d.h. wir kämpfen gegen Unbewaffnete in deren Land - da braucht man keine Panzerarmeen.

    Die wirtschaftliche Lage der USA ist auf jeden Fall sehr bedenklich - ich spare hier mal erneut Hinweise auf die grassierende Arbeitslosigkeit, die massive Staatsverschuldung und die Wertlosigkeit des Dollar. Die USA könnten so einen kleinen heftigen Krieg jetzt gerade mal wieder gut gebrauchen .... und ich traue denen nicht ganz zu, das sie aus reiner Menschenliebe drauf verzichten werden.

    Ein paar meinen auf jeden Fall: es ist soweit:

    http://www.propagandafront.de/129300/planen-die-usa-neue-kriege.html

    Planen die USA neue Kriege um eine Flut wirtschaftlich verursachter Unruhen zu unterdrücken? Meiner Meinung nach und in einem Wort: Ja!

    Hier ein paar Überschriften:

    „US-Militär soll sich für ausweglose Situation in Korea bereitmachen, Obama ordnet Kommandeure an sich vorzubereiten um ´künftige Aggressionen zu verhindern`“, „USA beginnen mit massiver Truppenerhöhung um den Iran herum, bis zu 4 neue Trägerkampfgruppen werden in die Region gesandt“, „Clinton: Korea muss wegen gesunkenem Kriegsschiff mit ´Konsequenzen` rechnen“, Heimatschutzbehörde, Geheimdienstnetzwerk Nordost: „Die Syrische Raketenkrise: Kriegsbedrohung ist sehr real“, „Der sich ausweitende US-Krieg in Pakistan“, „Jemen, die letzte Kriegsfront?“

    Lesen Sie mehr über Planen die USA neue Kriege um eine Flut sozialer Unruhen zu unterdrücken? von www.propagandafront.de

    Na ja, dann sollten wir uns schon mal warm anziehen. Könnte ganz schön kühl werden in Zukunft - auf allen Ebenen.

  • Sparen in Deutschland 2010 ...und unser Dorf.

    Wir Deutschen müssen ja jetzt sparen. Alle. Jeder. Überall.

    Es sei denn, er hat soviel Geld, das er für Banken in der Schweiz und Luxemburg interessant wird, dann sparen die für einen - und man kriegt sogar hübsche Zinsen.

    Wenn man schlau ist, gibt man das Geld einem Anlageberater - da kann nichts schiefgehen. Dafür braucht man aber genug Geld, um sich auch politisch abzusichern. Ein paar Einladungen zum Essen hier, ein paar Parteispenden dort, hier eine Lehrstelle für den Nachwuchs, dort ein paar Euro für den Verein der Politikergattin ... so schmiert man durch kleine unauffällige Leistungen das System, damit es besser läuft - für einen selbst. Und weil man diese Leistungen trägt, ist man Leistungsträger. Hat man keine Schmiermittel, ist man wahrscheinlich schon bei Hartz IV angelangt oder steht schon mal auf der Kundenliste für zukünftige Geschäfte.

    Wenn dann mal wirklich was schiefgeht wie bei Lehmann - kein Problem für Leistungsträger. Erstmal kriegt man alles von denen wieder, die ihr Geld nicht auf die Bahamas bringen konnten. Unter 100000 Euro nimmt da keine Bank den Hörer ab. Und dann sorgt der Anlageberater mit Spekulationen gegen Griechenland oder andere Opfer des modernen Finanzwesens dafür, das man sein ursprüngliches Geld nochmal verdoppelt. Und mal ehrlich: genug um den Rest seines Lebens am Pool zu hocken hat doch heute jeder schon vorher beiseitegeschafft - sofern er durch Familie, Partei oder Beruf die Gelegenheit dazu hatte.

    Man bereitet sich hierzuland immerhin seit dreißig Jahren auf die Krise vor. Minibunker, Haus weit draußen, Zweitheim in den USA (aber nur in sicheren Gegenden) ... damit man außen vor ist, wenn es richtig losgeht. Guckt Euch den Gottschalk an, der macht es richtig: in Deutschland kassieren, in den USA wohnen. Die haben dort festungsartige Wohngegenden, die man in Deutschland noch vergebens sucht. Wenn es richtig zur Sache geht, sind die da gut vorbereitet. Wer dort wohnt, kriegt Krisen nur durchs Fernsehen mit - und das kann man abschalten. Der Rest der Bevölkerung wird selbst abgeschaltet.

    Normale Leute würden nun sagen: "huch, das ist aber eine asoziale Räuberethik!" Aber normale Leute haben heutzutage nur noch Angst davor, das sie selbst zu den Abgeschalteten gehören werden und strampeln sich nach besten Kräften ab, irgendwie zu denen zu kommen, die abschalten können. Eine vergebliche Hoffnung, aber offensichtlich sehr motivierend.

    Das Geld, das wir ausgegeben haben ... wo ist das eigentlich hin? Ich meine ... das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst. Wo ist zum Beispiel das ganze Geld von der Lehmann-Pleite? Wo ist das ganze Geld hin, das die Griechen ausgegeben haben?

    Versteht ihr, was ich meine? Die Griechen haben es doch nicht im Ouzo-Rausch im Meer versenkt, noch auf dem Olymp als Opfer für die Götter verbrannt. Sie haben es ausgegeben .... oftmals auch für Bestechung, ja, habe ich auch gehört, aber ausgegeben ist ausgegeben. Das ist dann weg. Wo ist es jetzt?

    Wo ist das Geld aus der Lehmannpleite hin? Ich meine, das muß man noch nachvollziehen können. Das löst sich doch nicht in Luft auf. Und wenn man es gefunden hat ... dann kann man doch sagen: "Sorry, war ein Versehen, tut uns auch Leid aber wir danken für diesen großzügigen Beitrag zur Rettung der westlichen Zivilisation!"

    Diese Fragen wären zu beantworten. Aber ... das will keiner.

    Bei uns im Dorf wäre das anders. Nehmen wir mal an, wir hätten einen Verein und der hätte eine Vereinskasse. Jeder entrichtet seinen Obulus für einen guten Zweck. Dann kommt ein Haderlump und klaut die Kasse...vielleicht einfach auch mit falschen Versprechungen. Also ... wir würden uns dann nicht einfach hinsetzen und sagen: jetzt müssen erstmal alle sparen - vor allem die, die gar nicht im Verein sind. Das wäre hier vor Ort schlichtweg nicht durchzusetzen.

    Wir würden aber erstmal den Täter jagen. Polizei, Strafanzeige ... das ganze Gedöns. Oder grobe Kelle sofort.

    Anders unsere Regierung. Klaut man da was, gibt die den Tätern noch mehr Geld, weil die sonst pleite wären. Das kann man bei uns im Dorf auch nicht verkaufen, das hat der Rüttgers jetzt gemerkt.

    Und wenn man im griechischen Nachbardorf die Kasse plündern würde, würden wir auch den Täter suchen.
    Ich meine ... es war ja nicht der Zorn Gottes, der das Geld verschwinden lies, oder? Nee - auch nicht Zeus.

    Und den Griechen jetzt Geld zu schenken wäre für uns doch auch kein Problem, wenn man uns nicht vorher schon die Kasse geklaut hätte.

    Doch obwohl die Sachlage so einfach ist, stellen sich der SPIEGEL und die Politiker viele Fragen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696473,00.html

    Etwas mehr als 75 Milliarden Euro: So viele Schulden hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr angehäuft, in diesem Jahr dürfte die Summe noch höher liegen. Insgesamt beläuft sich die Verschuldung der öffentlichen Haushalte auf 1,7 Billionen Euro. Für die meisten Ökonomen und Politiker steht damit fest: Deutschland muss sparen, und zwar radikal. Die Frage ist nur - wo soll man anfangen?

    Nun, wo fängt man an? Immer zuerst bei sich selbst. Also nicht Hartz IV 30% runter sondern erstmal die Diäten. Da verhungert schon keiner, die Bundestagskantine hat ganz moderate Preise.

    Dann alle Angestellten und Beamten: 30% ´runter. Arbeiter auch. Die sind doch froh, das sie Arbeit haben - sagen sie doch immer. Die können sie ja auch behalten. Und die Rente von Oma und die Stütze von Onkel Uwe mit seinen Bandscheibenvorfällen und seinem schlimmen Zeh - die packen wir erst ganz zum Schluß an. Und das Taschengeld von den Kindern schon mal gar nicht - die kriegen noch extra.

    Im Verein sammeln wir ja auch nicht erst bei denen mit der Minirente. Im Gegenteil, da heißt es ganz schnell: "Laß ma´stecken, du mit Deiner Mickerkohle." Wir sind ja aber auch keine Lumpen. Und wir lassen uns nicht lumpen. Wir würden außerdem erstmal bei denen schauen, die lange Zeit keine Beiträge bezahlt haben obwohl sie Geld wie Heu haben. Neues Auto aber nix für´n Verein ... das sieht man nicht gern, erst recht nicht, wenn man immer Freikarten für die ganze Familie will. Da gäbe es soviel zu holen, das glaubt man gar nicht. Doch doch ... wir haben darüber schon mal berichtet. Ich will die Zahlen aber jetzt nicht nochmal wiederholen.....einfach mal schauen, wieviel Milliarden wir jährlich an Steuererleichterungen für Reiche verschenken ... unter uns gesagt, wir könnten sämtliche Schulden in kürzester Zeit zurückzahlen, wenn alle ihren Monatsbeitrag zahlen würden.

    Aber es gibt ja sonne´ Leute, die wollen immer schön den goldenen Gartenzwerg im Vorgarten haben, die lackierten Ziegel auf´m Dach, Robotrasenmäher hinter´m Hof aber beim Verein knausern. Solche haben wir hier echt gerne.

    Aber nicht lange, dann redet man mal miteinander. So ganz unter Freunden. Versteht dann auch schnell jeder.

    Hier im Dorf ist das anders als in der Politik - jedenfalls was das Geld angeht. Wer im Verein den Posten will, der muß nicht gut reden, der muß was tun ... und natürlich zahlen. In Berlin ist das anders. Alle nehmen soviel aus der Kasse, wie sie tragen können und wundern sich nachher, das nichts mehr drin ist.

    Sowieso kommt das nicht gut, wenn einer "was Besseres" sein will. Das schminkt man sich hier ganz schnell ab selbst wenn man reich ist. Gibt aber auch Reiche, die sind in Ordnung. Kann ja nicht jeder was für seinen Opa - und manche verpacken das ganz gut.

    Also ... ich finde manchmal, das sich unser Dorf ganz gut im Bundestag machen würde. Wir können uns auch alle nicht leiden, für Unterhaltung wäre also weiterhin gesorgt. Aber mit dem Modell "Vereinskasse" würden wir den Haushalt ganz schnell wieder auf Vordermann bringen. Wir bräuchten nur noch drei bis vier weitere Dörfer, dann hätten wir das Haus voll.

    Vier Jahre und die Sache wäre durch. Keine Schulden mehr, keine Kriege, kein Ärger. Und die ausstehenden Beiträge wären endlich wieder drin.

    Aber wer will schon Dörfler aus der Eifel im Parlament. Da muß man doch sowieso studiert haben, um da ´reinzukommen. Am besten mit Doktortitel, damit man auch Mathematik beherrscht. So wie die Merkel, die ist ja Physikerin, die kann Mathematik.

    Minus und Minus gibt Plus. Rein rechnerisch. Aber um das zu verstehen, muß man lange lernen ... und darf niemals Kassenwart werden.

    Wenn man das aber verstanden hat, dann weiß man, warum man dreißig Jahre lang den Gürtel enger geschnallt und überall gespart hat aber dann doch auf dem größten Haufen Schulden der Geschichte sitzt. Um das zu verstehen muß man wirklich studiert haben....bis man Experte ist. Oder zumindest Fachmann.

  • Ölpest, Lügenpest, Korruptionspest, Konzernpest und teuflische Lumpenelitenpest

    Die Pest ist wieder da. Sie galt zwar bisher als ausgerottet (mal abgesehen von einigen Keimen, die man an besonderen Orten verwahrt), aber in neuer und zivilisierter Form tritt sie wieder auf. Gleich mehrfach.
    Erstmal natürlich als Ölpest - für alle klar erkennbar. Welche Folgen das Desaster haben wird, ist noch völlig unklar ... so heißt es oft. Dabei sind die Folgen schon jetzt erkennbar:

    http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/katastrophen/oelpest/oelkatastrophe-die-opfer-der-schwarzen-pest_aid_503681.html

    Der Ölteppich im Golf von Mexiko hat inzwischen die Küstengewässer am Mississippi-Delta erreicht. Wale, Schildkröten, Vögel und Mangrovenwälder sind betroffen.

    Aber das ist ja nur Viehzeug. Und wenn es nur um Viehzeug ginge, würde kein Hahn mehr danach krähen. Es geht hier um Rendite, da muß Leben weichen. Gleich im Folge der Ölpest kam die Lügenpest.

    http://www.handelsblatt.com/technologie/umwelt-news/oelpest-im-golf-von-mexiko-das-hier-ist-obamas-nine-eleven;2589123

    Das Weiße Haus sitzt seit Wochen auf wissenschaftlichen Beweisen, wie viel Öl tatsächlich ins Meer ausströmt. Bis heute wurde keine zuverlässige Zahl publiziert. Es gibt gemeinsame Interessen von BP und dem Weißen Haus, zu vertuschen, wie schlimm es aussieht.

    Auch das ist eine neue Pest, die weltweit bei allen Skandalen um sich greift. Doch das ist nicht alles, denn daneben gibt es ja auch die Korruptionspest:

    http://nachrichten.t-online.de/sex-kumpanei-und-oel-scharfe-vorwuerfe-gegen-us-regierung/id_41763398/index

    Dabei weiß man inzwischen, dass die MMS BP und Dutzenden anderen Unternehmen das Bohren im Golf von Mexiko erlaubte, ohne erst - wie vorgeschrieben - die Genehmigung der für den Tierschutz zuständigen Behörde einzuholen. Biologen im eigenen Haus, die Umweltbedenken geäußert hätten, seien ignoriert worden, ja, sie sollen manchmal sogar gezwungen worden sein, ihre internen Studien über die ökologischen Auswirkungen zu "schönen", schrieb die "New York Times".

    Das gilt natürlich nicht nur für die Ölpest, Gleiches erfährt Phillip Rössler ja auch im Kampf gegen die Pharmamafia, die direkt Menschenleben riskieren um gute Rendite einzufahren. Dabei arbeiten Pharmamafia und Ölmafia mit den gleichen Prinzipien - weltweit sehr erfolgreich:

    Dabei kann Obama nicht behaupten, dass ihn die Liaison zumindest zwischen Teilen der MMS und Vertretern der Ölindustrie überrascht hätte. Erst 2008 hatte es Schlagzeilen darüber gegeben, dass sie in einem Bett liegen - und das auch im wahrsten Sinne des Wortes. Damals flog auf, dass mehr als ein Dutzend MMS-Mitarbeiter Sex mit Angestellten der Ölindustrie hatten, Berge von Geschenken annahmen und Gelage mit Alkohol und Drogen hielten. Zu den netten Gaben gehörten Golf- und Skiausflüge und feudale Abendessen - das alles in einer frappierenden Menge, hieß es damals in einem offiziellen Untersuchungsbericht.

    Im Zuge dieser Entwicklungen kommen wir zu einer weiteren Pest - der Konzernpest, die den demokratischen Staat ausgehebelt hat:

    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-05/oelpest-riki-ott-interview?page=2

    Ott: Die Ölkonzerne haben praktisch die gleichen in der Verfassung verankerten Rechte wie jeder amerikanische Bürger. So können sich Unternehmen aus ihrer Verantwortung stehlen. Unsere Gesetze sind nicht ausreichend, um BP zu zwingen, sein Versprechen einzuhalten, alle Kosten zu tragen. Als BP im Kongress aussagen musste, hieß es, man werde die Verantwortung für die Ölpest übernehmen, sofern dies rechtlich vorgesehen ist. Das ist das gleiche Spiel, das wir auch nach der Exxon-Valdez-Katastrophe gesehen haben. Es wird in einem jahrelangen Kampf vor den Gerichten enden – und BP wird mit Sicherheit niemals die kompletten Kosten für all die Schäden zahlen. Unsere Regierung buckelt vor dieser zu reich und mächtig gewordenen Industrie. Wer hat hier das Sagen? Das Volk oder die Konzerne?

    Nun, diese Frage haben schon andere eindeutig beantwortet: die Konzerne. Manche merken das früher, manche merken das später, manche merken es nie. Anonyme, gesichtslose Machtballungen, die sich jede Qualität jederzeit kaufen können ... was zur letzten Pest der Moderne führt: der Lumpenelitenpest.

    In Zeiten persönlicher Verantwortung gab es einen Unternehmer, einen Besitzer - das Unternehmen war menschlich. Konzerne sind unmenschliche Gewalten, die künstlich zum Zwecke der Geldvermehrung geschaffen worden sind - ohne Rücksicht auf Verluste.

    Um das in die Welt zu tragen und durchzusetzen, braucht man eine Lumpenelite, die bereit ist, ihre Seele und die Oma an den Teufel zu verkaufen. Und solche Leute findet man - leider. Darum bekommen die so viel Geld. Solche Leute werden sogar in speziellen Schulen direkt gezüchtet - damit man in Notzeiten nicht auf den freien Markt angewiesen ist.

    Sie müssen Lügen können, ohne rot zu werden, Leben vernichten können, ohne das ihnen schlecht dabei wird, Beamte bestechen können, ohne erwischt zu werden - brauchen also insgesamt Qualitäten, die konservative Christen als "teuflisch" bezeichnen würden. Innerhalb dieses Sprachcodes eine korrekte Bezeichnung für das Treiben dieser Herren....und es sind fast ausschließlich Herren, die sich soweit entmenschlichen und ihre Art für ein paar Silberlinge verkaufen.

    Konzerne an und für sich sind eine Pest - das wissen viele. Doch sie sind mitlerweile größer und mächtiger als Länder, gleichsam außerordentlich mobil. Innerhalb kürzester Zeit können sie ein Land, das sie befallen und ausgesaugt haben, verlassen und spurlos verschwinden, ohne das man jemanden für den Schaden haftbar machen kann. Zur Not können sie auch Söldnerarmeen kaufen, die kleinere Konflikte still und leise auf brutale Art lösen.

    Für Konzerne in führender Position zu arbeiten ist - anders als Altenpflege, Kindererziehung oder Krankenbetreuung - eine Arbeit, die sich immer lohnt. Man kann sich alles mögliche und denkbare an Ausfällen leisten ... macht nichts, man landet ja weich. Und wenn alles schiefgeht, zieht man sich in seinen Zumwinkel zurück und genießt in seiner eigenen Burg den Rest seines Lebens bei Kaviar und Champagner.

    Die menschliche Pest der Lumpenelite ist der eigentliche Knackpunkt. Sie verraten die ganze Menschheit - für Geld. Hunderttausende von Toten durch Arzneimittel, Millionen von Toten durch künstlich geschürte Konflikte udn Umweltschäden und vielleicht bald Milliarden von Toten durch eine zusammenbrechende Weltwirtschaft (was ich nicht glaube noch hoffe) ... alles egal. Sie sitzen in den Zentralen der Macht, wissen es und lassen es geschehen - für noch mehr Zahlen auf ihrem Konto. Mehr kaufen können sie sowie kaum noch, sie haben ja schon alles.

    Der Teufel, so lernen wir bei Faust, war schon immer Manager, Berater, Führungskraft und Leistungselite. Dem Sohn Gottes hat er sogar die ganze Welt angeboten - so will es der christliche Mythos.

    Der ... hat abgelehnt. Es gibt Wichtigeres im ach so kurzen Leben. Vielleicht das was Einstein mal sinngemäß sagte: ein gelungenes Leben ist das Leben, das Leben insgesamt für alle leidfreier macht.

    Da mißlingen in den Kreisen der Lumpenelite aber tausende von Lebensentwürfen ganz systematisch.

    Noch ein Beispiel?

    Nun, die Fischer sind in Folge der Ölpest ja arbeitslos geworden. Gehören auf einmal auch zu den Schmarotzern, die auf Kosten anderer leben. BP hatte sie eingestellt - mit windigen Verträgen (wir berichteten).

    Und jetzt zeigt sich, warum die Verträge so windig waren und jegliche Haftung für den Einsatz ausschlossen:

    Ott: Viele Fischer und Helfer, die BP angeheuert hat, kommen an die Küste zurück mit brennenden Augen, Hals- und Kopfschmerzen und anhaltendem Husten. Auf See verteilen sie diese giftigen Chemikalien, die teilweise mitverbrannt werden, um das Öl in Schach zu halten. Dabei entstehen giftige Dämpfe – das steht sogar in den Warnhinweisen dieser Mittel. Doch die Fischer haben keine Schutzkleidung dagegen, nicht einmal Atemmasken. Zudem überprüft BP die Luftqualität nicht gründlich genug. Es gibt keine Hinweise, welchen Giften die Helfer in welchem Maße ausgesetzt sind, und welche Gesundheitsrisiken damit verbunden sind.

    BP wußte, das diese Fischer im wahrsten Sinne des Wortes verheizt werden....wollte aber dann doch das Geld für Schadensersatz zahlen.

    Dieses Lumpendenken ist inzwischen weit verbreitet und seine Protagonisten werden als Leistungsträger gefeiert.

    Das wäre so, als wenn man dem schnellsten Leichenverbrenner in Auschwitz das Bundesverdienstkreuz verleihen würde.

    Die mittelalterliche Pest hat ein Drittel der Bevölkerung das Leben gekostet, damals ca. 18-25 Millionen Menschen. Die bloße Anzahl an Menschen hat die Lumpenelitenpest schon übertroffen ... alleine im medizinischen Bereich. Ob sie es auch in Prozentzahlen übertrifft, wird man sehen. Sie sind auf dem besten Wege dazu.

  • Sozialbudget explodiert: Kurzmeldung Mai 2010

    Aus aktuellem Anlaß unterbrechen wir unser Programm und weisen darauf hin, das mit einer heftigen Explosion des Sozialbudgets zu Lasten der Arbeitslosen zu rechnen ist.

    Hintergrund:

    http://de.news.yahoo.com/2/20100527/tde-niedergelassene-aerzte-verbuchen-kra-a4484c6.html

    Die Einkommen der niedergelassenen Ärzte sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen: Die Praxisinhaber werden in diesem Jahr einen durchschnittlichen Reinertrag von 164.000 Euro verbuchen, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mitteilte. Gegenüber 2003 ergibt sich ein Plus von 30 Prozent. Damals lag das Durchschnittseinkommen bei 126.000 Euro. Diesen Artikel weiter lesen
    Der Reinertrag der Ärzte entspricht ungefähr dem Bruttogehalt der Arbeitnehmer.

    Ein gutes Jahr für den deutschen Arzt. Ein fettes Jahr für den deutschen Arzt. Alles: SOZIALBUDGET.
    DREISSIG PROZENT PLUS!!! Und das in der Krise....

    Es gibt nun 150000 Ärzte und Psychotherapeuten, wobei letztere nicht soviel verdienen. Gehen wir mal von ... 100000 aus. Wenn 100000 pro Kopf 164000 aus dem Sozialbudget abgreifen ... was macht das insgesamt?

    Kann ich mal sagen. Das macht eine Zunahme von 40% bei psychisch Kranken, weil man es im Kopf nicht mehr aushält.

    http://de.news.yahoo.com/2/20100527/tde-tk-40-prozent-mehr-psychische-erkran-a4484c6.html

    TK: 40 Prozent mehr psychische Erkrankungen als vor zehn Jahren

    Aber jetzt weiß man, woher die Spekulanten das Geld haben. Die deutsche Ärzteschaft überschüttet gerade ihre Anlageberater mit Geld aus dem Sozialbudget. Die kaufen davon Aktien ... oder führen Krieg gegen den Euro, je nachdem, was gerade angesagt ist.

    Und wir leben mittendrin und hetzen behinderte alleinerziehende alte Langzeitarbeitslose, die gerade mal 6,1 % des Sozialbudgets brauchen.

    Hm .... wir könnten doch die Hartz-Abhängigen alle zu Ärzten umschulen. Bei dem Einkommen könnte das doch sogar auf Kredit gemacht werden, den können die dann doch locker zurückzahlen.

    Das sollte man gleich mal seiner ARGE sagen: ich will Arzt werden und dem Steuerzahler nicht mehr auf der Tasche liegen. Ich lege mich lieber auf die Tasche des Beitragszahlers. Sind ja auch Euro .... aus der gleichen Quelle: jene, die gerade mal eben nicht arbeitlos sind.

    Und von dort ... bedient sich auch die Pharmaindustrie:

    http://www.process.vogel.de/management_und_it/branchen_maerkte/uebernahmen/articles/245435

    Der Umsatz der großen Pharmaunternehmen betrug im Jahr 1995 84 Milliarden Dollar und sollte, basierend auf organischem Wachstum, bis zum Jahr 2014 auf 195 Milliarden Dollar steigen. Durch den Anteil der Merger&Acquisitions wird eine zusätzliche Steigerung um 186 Milliarden Dollar auf dann 381 Milliarden Dollar prognostiziert. Dies ergibt einen Anteil von 63% des Umsatzwachstums im betrachteten Zeitraum.

    Und das sind nur die großen Unternehmen im Pharmabereich. Es gibt aber auch noch Pflaster, Rollstühle und Krankenbetten und viele kleine Pillenbäcker im Mitttelstand. Auch dort ... Wachstum ohne Ende, auch bei ganz kleinen Krautern:

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-02/16196222-mph-mittelstaendische-pharma-holding-ag-vorlaeufige-zahlen-2009-deuten-auf-nachhaltige-umsatz-und-ertragssteigerungen-im-letzten-geschaeftsjahr-hin-016.htm

    Die Ertragslage der MPH-Gruppe wird in vollem Umfang durch die operativ tätige 100 %-ige Tochterunternehmung HAEMATO PHARM AG, Schönefeld, bestimmt. Diese erzielte in ihrem fünften Geschäftsjahr (01.01. bis 31.12.2009) einen Umsatz von 67,5 Mio. Euro und steigerte damit den Umsatz um mehr als das Fünffache im Vergleich zum Vorjahr (2008: 12,8 Mio. Euro).

    Und ich höre jetzt schon die Klagen für 2010: Sozialbudget explodiert! Hartz-IV kürzen! 100%!

    Armes Deutschland. Sie sind wie ein Bauer, der die Oma erschießt, weil die Fuchs die Hühner klaut. Wen erschießen sie, wenn der Fuchs morgen die Gänse holt?

  • Bürgerkrieg USA: wer ist der Nazi?

    Ab und an hat der SPIEGEL mal einen Artikel über die "Rechtsradikalen" in den USA - so wie heute. Er wird schnell vergessen sein, weil er von folgenden Meldungen verdrängt wird, deshalb möchte ich ihn nochmal kurz hier festhalten. Es wäre schade, wenn er verlorengeht oder unbemerkt vorüberzieht.

    Halten wir fest, worum es eigentlich geht....und machen uns zugleich ein wenig Gedanken über die USA. Die USA sind ein merkwürdiges Land - das fiel mir schon in der Schule auf. Wie Indien, Brasilien oder Kanada eine Riesenkolonie ... die es flugs geschafft hat, Weltmacht zu werden. In nur zweihundert Jahren. Während Argentinien noch in den achtzigern von der Royal Navy in die Schranken gewiesen wurde, konnte den USA 1945 niemand mehr das Wasser reichen.

    Zu Beginn des zweiten Weltkrieges waren sie militärisch noch recht schwach. Ein von den Nazis geplanter Krieg Mexiko-USA hätte mit deutscher Hilfe sehr erfolgreich werden können. Die Mexikaner waren nicht abgeneigt - erst recht nicht nach den deutschen Sensationserfolgen in Europa - weil sie Texas und seine Ölquellen schon ganz gut hätten gebrauchen können - entschlossen sich aber nachher doch lieber anders.

    Man war halt irgendwie zivilisierter als Nazi-Deutschland.

    Genau wie alle anderen Kolonien auch hatten die Amerikaner (nennen wir sie jetzt mal so) Probleme mit den Ureinwohnern. Ihre Probleme waren sogar noch größer. Insgesamt fünfhundert Nationen lebten damals in Nord- und Südamerika und einige waren sehr kriegerisch. Die Amerikaner haben von ihnen gelernt, sowohl die Verfassung als auch die Guerillataktiken kamen vom "Roten Mann". Anders jedoch als in Südamerika war Nordamerika ein Land das Freiheit verhieß, ein Land, das linker als Links war, weil es anarchistischen Experimenten durchaus zugeneigt war, kurzum, jener politischen Strömung, die der Meinung ist, das die Herrschaft von Menschen über Menschen durchaus generell abzulehnen ist. Ein Ergebnis dieser Strömung ist die Tatsache, das man vielerorts "seinen" Scheriff selber wählen kann.

    Der amerikanische Bürgerkrieg hatte dann auch zwei Seiten. Nicht nur die Nordstaaten, die die Sklaven befreien wollen, und die Südstaatenrassisten, die sie behalten wollen, sondern auch die Südstaatenbürger, die gegen "Banken und Fabriken" kämpfen wollten, um ihre Freiheit zu behalten.

    Gerade heute kommt das so vor, als seien dort Propheten am Werk gewesen, denn das Banken und Fabriken sehr schädlich für die menschliche Freiheit sein können, erleben wir gerade.

    Amerika ist auch ein sehr armes und ungerechtes Land. Man merkt es nur auf den ersten Blick nicht. Aber viele - auch Weiße - erleben das Land als armseliges Dritte-Welt-Land, das aber dermaßen groß ist, das man sich darin leicht verlaufen kann. Manche sprechen deshalb lieber von "den Amerikas", weil die USA sehr viele Gesichter haben.

    Der Gedanke der "Freiheit" als höchstes Gut ist vor allem in ländlichen Bereichen noch deutlich spürbar - gemischt mit einer großen Abneigung zentralisierter Gewalt, wie man es in Nazi-Deutschland, im heutigen Europa und im kommunistischen Russland beobachten konnte. Man schaut dort sehr kritisch auf alles, was auf Bundesebene geplant und durchgeführt wird ... und fürchtet ständig die Machtübernahme der Nazis, die ja in der Tat in den dreißiger Jahren durch führende Vertreter der Industrie vorgesehen worden war.

    Man glaubt einfach nicht daran, das die Leute, die damals mit General Butler den Putsch betreiben wollten heute zahm in der Ecke liegen.

    Nun sind die USA nicht nur ein Land mit freiheitsliebenden Bürgern sondern auch ein Land mit einer sehr gewaltsamen Tradition, ein Land das "Freiheit" auch mal als Freiheit verstand, jeden über den Haufen schießen zu dürfen, der einem nicht paßte - wenn man es nur irgendwie als "Notwehr" verkaufen konnte. Darum war das "schnelle Ziehen der Revolver" wichtig ... zog der andere zuerst, war es Notwehr, man mußte dann aber besonders schnell sein, wenn man nicht tot sein wollte.

    Diese Traditionslinien treffen jetzt auf die Moderne ... und der Spiegel sieht das so:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,696995,00.html

    Sie bedrohen Politiker, planen Anschläge auf Polizisten: Rechte "Milizen" sind ein wachsendes, latentes Risiko für die innere Sicherheit der USA. Inspiration finden sie bei Verschwörungstheoretikern - aber inzwischen auch bei radikalen Anhängern der Tea-Party-Bewegung und dem TV-Sender Fox News.

    Die Mitglieder dieser Milizen sehen sich aber selbst anders:

    Jerry Kane verstand sich als Einzelkämpfer gegen den Staat. Er weigerte sich, Steuern zu zahlen, setzte sich ohne Führerschein ins Auto und hielt "Seminare" darüber ab, wie sich "souveräne" Bürger dem Einfluss von Politik und Wirtschaft entziehen könnten. Nach einer Verkehrskontrolle beklagte er sich in einem Radio-Interview über den "Nazi-Checkpoint". Er drohte, er werde "das Monster umbringen".

    Sie sehen eine elementare Gefahr für ihre Gesellschaft durch "Washington" gegeben. Dort sind die Nazis. Die Waffenträger in Uniform.

    Ihr Mantra: Die Regierung wolle den Bürgern die Freiheit rauben. Das sind die gleichen Verschwörungstheorien, die auch wirre Killer wie Kane, Bedell und Stack motivierten. Die Linie zwischen Polemikern, Sympathisanten und Tätern verwischt schnell. Frank Rich, Kolumnist der "New York Times", nennt das "die Achse der Besessenen und Gestörten".

    Wenn jemand aus politischen Gegnern, die sich selber "Freiheit" auf die Fahnen geschrieben haben, geistig kranke Menschen macht, ist vorsicht geboten. Höchste Vorsicht, denn da sind wir auf Stürmerniveau angekommen ... was die "Gutmenschen" der New York Times nicht stört. Man ist gut, deshalb kann man sich alles erlauben. Die anderen sind böse, deshalb kann man alles mit ihnen machen. Sah Hitler genauso. Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn die "Besessenen" sich organisieren. Das machen sie mitlerweile so gut, das sie sogar gewählt werden: ein Grund mehr, sie zu verteufeln:

    Einer der Tea-Party-Kandidaten, die gerade für Furore sorgen, ist Rand Paul, der die republikanischen Senatsvorwahlen in Kentucky gewonnen hat. Dessen Website strotzt vor Anti-Washington-Propaganda. Paul ist der Sohn des Republikaners Ron Paul, der sich wiederum gerne, wie das "Wall Street Journal" schreibt, mit "Verschwörungstheoretikern, regierungsfeindlichen Eiferern und allerlei anderen Kadern Geistesgestörter" umgibt. Bis vor kurzem verlinkte Ron Pauls Website auch zur Website des Cop-Killers Kane. Der Link verschwand nach der Schießerei aber schnell.

    Dieser Umgang mit Ron Paul ist ... schon beängstigend. Der sprachliche Umgang mit regierungskritischen Politikern ebenfalls. Und die künstliche Kriminalisierung von machtkritischen Elementen ist auch kaum zu übersehen. Und zu sagen, das ist eine kleine Gruppe rechter Spinner ... ist erstmal nur Propaganda der anderen Seite. So wie sie denken auch etablierte Kreise in den USA:

    Minnesotas Gouverneur Tim Pawlenty ermutigte ergrimmte Bürger, es Tiger Woods' Gattin Elin Nordegren nachzutun: "Nehmt einen Golfschläger und schlagt dem 'big government' die Scheiben ein."

    Das Weltbild dieser "Nazigruppen, die gegen Nazis kämpfen" ist differenzierter, als der Spiegel es wahrhaben will.

    Wie Alex Jones von Infokrieg es ausdrückte:

    Man hat nur die Wahl zwischen McDonalds und Burgerking. Das ist aus der amerikanischen Freiheit geworden.
    Und wenn man nun kein Fast Food mag?

    Und viele Fakten, die Alex Jones über Barrak Obama in seinem neuen Film bringt, finde auch ich ... unangenehm. Immerhin ... die Welt ist bislang noch kein bischen friedlicher geworden, seitdem ein Friedensnobelpreisträger in den USA regiert - oder?

    Generell finde ich, das der Gedanke an ein herrschaftsfreies politisches System was Anregendes hat. Und mir sind die Leute lieber, die solche Gedanken hegen, als die, die angesichts solcher Gedanken gleich den Polizeiknüppel schwingen.

  • Hartz-IV: Kürzungen um 30 % plus verschärfter Hausarrest

    Es soll ja nun gespart werden. Wir haben für 100 Milliarden Euro die HRE gerettet, für 123 Milliarden Euro Griechenland und für 750 Milliarden Euro den Euro selbst - wobei fraglich ist, wieviel Deutschland von den letztgenannten Summen letztendlich allein aufbringen wird und ob diese Riesenbeträge überhaupt ausreichen.

    In jeder normalen Familie wäre jetzt sparen angesagt. "Kinder, wir haben ein neues Auto, einen neuen Fernseher und der Drucker ist kaputt: wir müssen jetzt alle mal kürzer treten".

    Versteht jeder neunjährige, jedoch verfügt die Mehrheit der Minister nicht über den Realitätssinn, die Solidarität oder die Weitsicht dieser Altersgruppe. Bei denen geht das anders zu:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696708,00.html

    Die Aufgabe ist gewaltig, denn die Schranke sieht vor, dass in den kommenden sechs Jahren insgesamt 60 Milliarden Euro eingespart werden müssen. Schon jetzt ist klar: Die Diskussion in Meseberg wird nicht einfach werden.Zu tief ist bei den einzelnen Ressortchefs die Überzeugung verwurzelt, dass die eigene Leistung nicht zuletzt danach beurteilt wird, mit welchem Erfolg sie ihre Erbhöfe verteidigt haben

    Kein Kind in einer Familie würde auf die Idee kommen, der Oma die Rente zu klauen oder ihr nichts mehr zu essen zu geben. Politiker denken da anders:

    Unions-Vize Michael Meister wird deutlicher und fordert ganz konkret, die Leistungen für Hartz-IV-Empfänger einzuschränken,

    Ebenso der ominöse "Sachverständigenrat":

    In seinem Gutachten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung schlägt der Sachverständigenrat die Kürzung der Hartz-IV-Sätze um 30 Prozent vor. Eine Maßnahme, die allein schon ausreichen würde, um die Einsparvorgaben von Schäuble zu erfüllen.

    Das ist natürlich sehr verlockend ... und auch ausgesprochen dämlich, weshalb es ja auch von den "Sachverständigen" kommt. Menschen, die keine Meisterschaft im Verbrauch an Steuergeldern erlangt haben, kämen gar nicht auf die Idee, dort würde der "gesunde Menschenverstand" der überbordenden asozialen Phantasie schnell einen Riegel vorschieben. Aber die "Sachverständigen" haben - wie auch der Herr Meister - in ihrem Leben überwiegend von Steuergeldern profitiert - und das nicht zu knapp - und damit das so bleibt, sollen andere Hungern. Wie sozial das ist, sage ich jetzt nicht.

    Doch spielen wir das mal durch - von mir aus auch gleich ganz exzessiv mit 100 % Einsparungen.

    Betroffen wären 16 Millionen Arbeitslose ... und ca. zwei Millionen Kinder. 16 Millionen? Ja.

    Entgegen den von Sachverständigen und anderen überbezahlten Funktionären beständig vorgelegten Phantasiezahlen zeigt die Bundesanstalt für politische Bildung die nackten Fakten: 17 Millionen Menschen kreisen jährlich um das Problemfeld Arbeitslosigkeit:

    http://www.bpb.de/wissen/4JL61U,0,0,Zugang_und_Abgang_an_Arbeitslosen.html

    Die sich nur langsam verändernden Arbeitslosenzahlen erwecken leicht den Eindruck, dass es sich bei den Arbeitslosen um eine gleichbleibende Gruppe handelt. Dieser Eindruck ist falsch. Vielmehr kommt es jeden Monat zu massenhaften Abgängen und Zugängen. Allein im Jahr 2007 wurden mehr als 8,2 Millionen Personen arbeitslos (Zugänge); gleichzeitig gab es 8,8 Millionen Abgänge aus der Arbeitslosigkeit.

    Das sind zwanzig Prozent der Gesamtbevölkerung ... womit wir ca. 30 - 40 % der arbeitsfähigen Menschen haben, die mit einem Bein immer in der Arbeitslosigkeit stecken. Und dafür, das die so eine große Zahl bilden, sind sie sehr sehr billig:

    http://www.bpb.de/wissen/I4WOAW,0,0,Sozialbudget.html

    Die Bundesregierung gibt mit dem Sozialbudget jährlich einen Überblick über das Leistungsspektrum und die Finanzierung der sozialen Sicherung. Nach dem aktuellen Sozialbudget wurden im Jahr 2007 voraussichtlich insgesamt 706,9 Milliarden Euro für soziale Leistungen ausgegeben. Ohne Verwaltungsausgaben entfielen davon 276,2 Milliarden Euro auf die Bereiche Alter und Hinterbliebene, 241,8 Milliarden Euro auf Krankheit und Invalidität sowie 100,5 Milliarden Euro auf die Bereiche Kinder, Ehegatten und Mutterschaft. Auf Arbeitslosigkeit und Sonstiges entfielen 38,3 bzw. 24,4 Milliarden Euro.

    Eine Gliederung des Sozialbudgets nach Institutionen zeigt, dass im Jahr 2007 der größte Teil der Leistungen über die Rentenversicherung (32,6 Prozent) und die Krankenversicherung (20,6 Prozent) erbracht wurde. Es folgten die Grundsicherung für Arbeitsuchende (6,1 Prozent), Pensionen des öffentlichen Dienstes (5,0 Prozent) sowie Leistungen im Bereich Kindergeld/Familienleistungsausgleich (5,0 Prozent).

    6,1 % der Sozialbudget für die Finanzierung der Grundsicherung für Arbeitslose. Zu glauben, das man da noch richtig Geld herausholen kann ist ein Witz.

    Aber denken wir jetzt, wo wir die Zahlen kennen, einfach mal weiter und kürzen - wie gesagt - alles.
    Wir hätten 38,3 Milliarden übrig. 17 Millionen Menschen wären verschwunden (also auch nicht vergast oder deportiert, sondern von UFO´s entführt und von Gott entrückt ... alles andere würde Unsummen kosten und schlechte Presse bringen).

    Einmal abgesehen davon, das sich die Wirtschaft darauf eingerichtet hat, das sie ein Heer von 17 Millionen Menschen hat, auf das sie je nach Bedarf billig zugreifen kann (und deshalb sofort nach dem Verschwinden der Arbeitslosen wieder massiv nach weiteren Ausländern rufen würde, die bitte bitte sofort nach Deutschland kommen müssen um den Fachkräftemangel zu beseitigen ... Millionen von unbezahlten Praktikumsplätzen wären unbesetzt) - würde irgendjemand wirklich glauben, das von diesem Geld auch nur ein Euro gespart werden würde?

    Erstmal würde man die Diäten erhöhen - und die Kostenpauschale. Dann wäre ja wieder Geld da, um Parteifreunden und Parteispendern ein paar Aufträge und Steuererleichterungen zukommen zu lassen. Außerdem könnte man wieder viel nach Brüssel schicken und notfalls sogar noch einen weiteren Krieg vom Zaun brechen ... Afghanistan kostet in etwas soviel wie die jährliche Versorgung der entsorgten Arbeitskräfte.

    Solange die Ministerialen so ein Kostenbewußtsein an den Tag legen, sind JEGLICHE Kürzungen sinnlos. Und wenn überhaupt ... dann erstmal eine dreißigprozentige Diätenkürzung.

    Und außerdem ... haben die Arbeitslosen schon ihren Beitrag geleistet:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7794876/Jetzt-attackiert-auch-der-DGB-Ein-Euro-Jobs.html

    DGB-Experte Adamy, der auch im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit sitzt, wandte sich aber entschieden gegen generelle Einsparungen in der Arbeitsmarktpolitik. „Große Einsparmöglichkeiten sehe ich nicht“, sagte Adamy. Er verwies auf den Überschuss von 17 Mrd. Euro, den die Bundesagentur vor der Krise angehäuft habe. „Das zeigt, dass die BA schon heute effektiv und wirtschaftlich arbeitet.“ Die Ausgaben für aktive Arbeitsmarktförderung lägen – trotz der beachtlichen Ausgaben für das Kurzarbeitergeld – immer noch unter dem Niveau der Ausgaben von 2004.

    17 Milliarden Überschuß trotz Massenarbeitslosigkeit ... dank Hartz IV. Die früheren Arbeitlosengeldempfänger wurden per Gesetz zu entrechteten Almosenempfängern....da konnte man super sparen. Von dem Geld versorgt die Bundesagentur für Arbeit gerade nagelneue nutzlose Angestellt mit 13000 Euro im Monat plus Handy und Auto ohne Stellenausschreibung. Viele verdiente Parteigenossen und persönliche Geschäftsfreunde müssen da versorgt werden - es ist immerhin Krise, da wirds auch für Leistungsträger eng. Schön, das man bei den Kumpels der BA unterschlüpfen kann.

    Doch diese weitere Umverteilung wäre nach der göttlichen Entrückung der Arbeitslosen nicht der einzige Effekt. Diese 38 Milliarden würden sofort im Konsum fehlen ... und auf der Stelle neue Arbeitlose produzieren, deren Kosten dann wieder allen gegen den Strich gehen. Dafür ständen letztendlich dem Finanzmarkt neue Milliarden von Anlegern zur Verfügung, mit denen man dann einen Krieg gegen den Euro führen kann.

    Würden wir die Regelsätze für Arbeitslose verdoppeln ... hätten wir im nu mehr Arbeitsplätze. Würden wir das Geld als Grundeinkommen ausgeben, würden diese Arbeitsplätze wahrscheinlich sogar endlich mal leistungsgerecht bezahlt.

    Stattdessen ergaunert sich die Lumpenelite wieder das Geld, damit sie es den Banken zur schnellen Vermehrung geben, um endlich ohne Arbeit leben zu können. Und die Banken klauen es dann - auf die eine oder andere Art - dem Steuerzahler, weshalb die Staatsschulden explodieren.

    Aber dafür ... so habe ich gehört und mir fehlt noch jede offizielle Bestätigung ... gibt es jetzt neue Regeln für Hartz IV-Abhängige:

    Sie dürfen ohne Erlaubnis der Lebensberechtigungsbehörde nicht mehr weiter als 2,5 Stunden Reisezeit vom Wohnort entfernt anzutreffen sein, sonst drohen Kürzungen. Wer da kein Auto hat und auf dem Land wohnt ... sollte auf die göttliche Entrückung hoffen.

    Oder auf Entführung durch Ufos.

  • Horst Köhler, der Weltkrieg und die Strafanzeige zum Mitmachen

    Da war ja jetzt überraschend der Bundesköhler in Afghanistan und hat die Soldaten frustriert:

    http://www.n-tv.de/politik/Koehler-frustriert-Soldaten-article885697.html

    Nach einem Bericht von "Bild am Sonntag" zog Köhler in einem Gespräch mit den Soldaten indirekt deren Siegeszuversicht in Zweifel: Er habe einige Soldaten gefragt, wie zuversichtlich sie seien. Auf das Schweigen der Soldaten hin habe Köhler einen neben ihm stehenden US-Presseoffizier gefragt: "What do you think about Afghanistan?" ("Was denken Sie über Afghanistan?"). Der Offizier habe geantwortet: "I think we can win this" ("Ich glaube, wir können das gewinnen").

    Daraufhin habe sich Köhler wieder den deutschen Soldaten zugewandt und gesagt: "Warum höre ich das nicht von Ihnen?" Der Vorfall habe sich im Feldlager schnell herumgesprochen. Viele Soldaten seien seither enttäuscht und frustriert, dass der Präsident an ihrem Willen zum Erfolg zweifle.

    Das ist ja wohl mal eine Riesenunverschämtheit. Da fliegt der Horst einfach so nach Afghanistan und haut unseren Jungs erstmal um die Ohren, das sie Pfeiffen sind, während die Amis natürlich das Zeug zum Siegen haben. Und das findet der Horst gut, wo wie wohl alles, was die Amerikaner machen.

    Nun, ich könnte ihm die Frage beantworten: "Wir sagen das nicht, weil wir keine Profilügner sind wie US-Presseoffiziere". Und dann würde ich ihm noch sagen: "Und jetzt geh´ mir aus der Sonne, ich hab´ mittach!"

    Was unsere Soldaten dem Bundesköhler geantwortet haben, wissen wir leider nicht. Was wir aber wissen ist, das er noch weitergeredet hat und das dieses Interview seltsame Folgen nach sich zog: es verschwand.

    http://swiss-lupe.blogspot.com/2010/05/deutschlandfunk-kriegt-wegen-kohlers.html

    skandal: da nimmt der deutschlandfunk (deutschland-radio) auf dem rückflug aus afghanistan mit dem deutschen bundespräsidenten horst köhler ein interview auf, das höchst brisante aussagen enthält, die den bundespräsidenten zum rücktritt zwingen könnten. der dlf (staatssender?) veröffentlicht den beitrag, kriegt dann kalte füsse und nimmt das interview panikartig wieder vom netz.

    Da hat wohl jemand gemerkt, wie sich unser Oberhäuptling verplappert hat. Die Hintergründe der Weltpolitik kennt zwar mitlerweile jeder Bildzeitungsleser, aber man darf halt nicht darüber reden.

    Meine Einschätzung ist aber dass wir insgesamt auf dem Wege sind doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen dass ein Land unserer Größe, mit dieser Aussenhandelsorientierung und damit auch Aussenhandelsabhänigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist um unsere Interessen zu wahren. Zum Beispiel: Freie Handelswege. Zum Beispiel: ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen, negativ, durch Handel Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.

    Das ist schlichtweg das Bekenntnis zum weltweiten Einsatz der Bundeswehr als Raubritter, Piraten und Konzernsöldner. Wo immer Wal Mart gerade Probleme bekommt ... räumt die Bundeswehr diese gern beiseite, bis letztlich die ganze Welt unsere Freiheit hat: die Wahl zwischen McDonalds und Burgerking (Gyros und Kebab sind ja gerade schon im Abbau begriffen, die einen sind pleite, die anderen Moslemtalibanteroristen) - ob man nun Fast Food mag oder auch nicht.

    So wird die ganze Nato gerade stillschweigend zu einer weltweiten Räuberorganisation umgebaut - und alle schauen zu ... doch tun sich nichts, wie Fußball ist oder man sowieso gerade die Nase voll davon hat.

    Bekannt ist es schon lange, siehe hier:

    Arno Neuber: Armee für alle Fälle. Der Umbau der Bundeswehr zur Interventionsarmee.
    isw-Report Nr. 44 in Zusammenarbeit mit der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., München, August 2000,
    30 Seiten, Schutzgebühr: DM 5,-
    Bezugsadresse: isw, Johann-von Werth-Str. 3, 80639 München

    Nur ist das ganze eben gesetzlich nicht erlaubt ... und darum kriegt Horst jetzt seine Strafanzeige:

    http://bundeshorst.wordpress.com/

    In Anbetracht vorgenannter Tatsachen muss hier zwangsläufig auf
    Art. 26 Abs. 1 GG

    (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

    abgestellt und dementsprechende Ermittlungen aufgenommen werden, deren umgehende Aufnahme im Sinne des Grundgesetzes und für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland gefordert wird.

    Unterzeichnet:

    Laevus Dexter

    Wer will, kann diese Anzeige auch kopieren und selber verschicken. Oder eine eigene schicken, denn es geht auch anders:

    http://www.tagesschau.de/inland/asgaard110.html

    In die Affäre um die mögliche Entsendung deutscher Söldner nach Somalia hat sich die Staatsanwaltschaft Münster eingeschaltet. Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage von NDR Info und tagesschau.de. Es werde geprüft, ob der Straftatbestand "Anwerben für einen fremden Wehrdienst" nach Paragraph 109h Strafgesetzbuch erfüllt sei. Der Verdacht richte sich gegen den Geschäftsführer der Firma "Asgaard German Security Group" aus Telgte bei Münster. Der Geschäftsführer wollte zu den Schritten der Staatsanwaltschaft nicht Stellung nehmen. Paragraph 109h bedroht denjenigen mit einer Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren, der "zugunsten einer ausländischen Macht einen Deutschen zum Wehrdienst in einer militärischen oder militärähnlichen Einrichtung anwirbt oder ihren Werbern oder dem Wehrdienst einer solchen Einrichtung zuführt". Auch der Versuch ist strafbar.

    Das gilt ja bald für die ganze Bundeswehr, die weltweit die Handelsinteressen der USA verteidigt. Und wenn man weltweit Krieg führt ... dann nannte man das bisher immer Weltkrieg.

    Ich schätze aber, in Zukunft wird man das anders nennen: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Wenn man dann einen Arbeitslosen in eine Maßnahme steckt, hat das ganz andere Konsequenzen. Oder welchen Grund soll es sonst haben, das BA-Chef Weise jetzt den Umbau der Bundeswehr nebenbei übernimmt:

    http://www.tagesschau.de/inland/weise112.html

    Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, soll Vorsitzender einer Kommission zur umfassenden Überprüfung der Bundeswehrstrukturen werden. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios übernimmt Weise das Amt zusätzlich zu seiner bisherigen Aufgabe.

    Der 58-jährige Weise hat bei der Bundeswehr Wirtschaftswissenschaften studiert, ist Oberst der Reserve und hält regelmäßig Wehrübungen ab, die ihn auch nach Afghanistan führten. Seit Februar 2004 ist er Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Davor hatte er fast zwei Jahre lang als Finanzvorstand und gleichzeitig als stellvertretender Chef der Behörde gearbeitet.

    Wenn die so weitermachen ... kriegen wir auch noch einen richtig heißen offiziellen Weltkrieg, den die Lumpenelite dann - rundum wohlversorgt - von ihren Privatbunkern aus als superlive-tv-event verfolgen kann, während die "viel-zu-volle-Welt" deutlich schrumpft. Nebenbei verschwindet die Konkurrenz - was auch nicht verkehrt ist. Außerdem ist Krieg ja immer gut fürs Geschäft - und immer mehr Menschen leben nur dafür.

  • Roland Koch , Obama und der Dritte Weltkrieg

    Na, das ich ja mal eine gute Nachricht. Endlich zeigt ein Politiker Verstand und Weitblick:

    http://www.spiegel.de/

    "Politik ist nicht mein Leben": Auf einer Pressekonferenz hat Hessens Ministerpräsident Roland Koch seinen Rücktritt begründet. Er wolle sich wieder in der Privatwirtschaft betätigen. Kanzlerin Merkel habe von seinem Vorhaben seit langem gewusst.

    Kaum ein Zweifel besteht daran, das die Kanzlerin davon seit langem wußte. Aber wußte auch der Koch schon seit langem, das sie wußte, das er aufhören will ... bzw. wußte er so lange wie die Kanzlerin, das er aufhören will - oder hat sie ihn letzte Woche davon in Kenntnis gesetzt, das sie nicht daran denkt, sich den Heini weiter anzutun?

    Er will ja jetzt in die Wirtschaft. Noch schnell das große Geld machen, bevor alle merken, was gerade so durch die Welt rollt.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7775759/Koch-tritt-zurueck-Politik-ist-nicht-mein-Leben.html

    Wie das Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel über seine Entscheidung lief, will Koch nicht im Detail beschreiben.

    Auf die Beschreibung kann man verzichten. Man liest ja so genug:

    Um 9.47 Uhr melden die ersten Nachrichtenagenturen, dass Roland Koch nach ZDF-Informationen zum Jahresende alle politischen Ämter niederlegen werde. Koch wolle zunächst sein Kabinett in Wiesbaden informieren. Für 12.30 Uhr hat der Ministerpräsident zu einer Pressekonferenz eingeladen.

    Na, bis zum Jahresende war dann doch nicht schnell genug:

    "Politik ist nicht mein Leben", sagt Roland Koch. Er habe sich den heutigen Zeitpunkt sehr genau ausgesucht: Er wollte, so sagt er, damit nicht vor der NRW-Wahl die Schlagzeilen beherrschen. Koch will im Juni den CDU-Landesvorsitz abgeben. Am 31. August zieht er sich von seinen weiteren Ämtern in Hessen zurück. Ende November gibt er sein Amt als CDU-Bundesvize ab.

    Na ja, aber schön ist, das er endlich verstanden hat, das Politik nicht sein Leben ist. Dieser Meinung bin ich schon, seitdem ich von dieser Nase Kenntnis genommen habe ... z.B. als der die unter vierzehnjährigen Bösewichter einsperren wollte. Aber sein größtes Stück war natürlich ... die Spendenaffäre:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Koch#Geplanter_R.C3.BCckzug_aus_der_Politik

    Im Zusammenhang mit der Spendenaffäre der Bundes-CDU wurde auch eine Affäre der hessischen CDU bekannt. Unter anderem hatten der ehemalige Innenminister Manfred Kanther und der frühere CDU-Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein mehrere illegale Parteispenden als angebliches Vermächtnis von verstorbenen Juden verbucht.

    Roland Koch erklärte, diese Vorgänge seien ihm nicht bekannt gewesen, und er versprach die „brutalstmögliche Aufklärung“. Auf einer Pressekonferenz am 10. Januar 2000 verschwieg er trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Mio. D-Mark, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.

    Unterstützt durch die CDU und den hessischen Landesverband der FDP verblieb Koch trotz mehrfacher Rücktrittsforderungen im Amt. Der damalige Chef der Staatskanzlei, Franz Josef Jung, trat hingegen zurück, was von Beobachtern als Bauernopfer interpretiert wurde.[9] Die Opposition im hessischen Landtag kritisierte auch insbesondere, dass Kochs Wahlkampf 1998/1999 teilweise durch die schwarzen Kassen finanziert worden war, und versuchte, eine Annullierung der Wahl zu erreichen, was jedoch fehlschlug.[10]

    Da merkt man schon wirklich, das Politik für die Bürger dieses Landes zu machen wirklich nicht sein Ding war - und seit der merkwürdigen Stellenvergaben an "Spd-Abweichler" (wir berichteten) grummelt möglicherweise ein weiterer Skandal durch die Republik. Da geht man besser, bevor die Merkel sehr zornig wird, weil sie wegen Mauschelroland noch mehr Stimmen verliert.

    Immerhin....gehört wohl auch er zu jenen, die nochmal schnell etwas Ärger machen wollen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696486,00.html

    Der Erhalt der Jobcenter für die etwa 6,5 Millionen Hartz-IV-Empfänger scheint laut einem Zeitungsbericht wieder fraglich. Vor allem die unionsgeführten Länder verlangten zahlreiche Änderungen an dem von Union und SPD ausgehandelten Kompromiss zur Absicherung der Jobcenter in einer Grundgesetzänderung, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Insgesamt liegen dem Bundesrat demnach mehr als 40 Änderungsvorschläge vor.

    Erst geheimer Kanzlerkandidat, dann geheimer Finanzminister, jetzt ... Ratte, die das sinkende Schiff verläßt? Denn dem Schiff geht es heute gar nicht gut:

    http://www.welt.de/finanzen/article7764326/Europaeische-Boersen-brechen-dramatisch-ein.html

    Der Dax fiel bis zum Mittag um knapp drei Prozent auf 5635 Punkte. Der spanische Leitindex in Madrid büßte zeitweise 4,4 Prozent ein. Der Euro ging erneut auf Talfahrt und pendelte um 1,22 Dollar. Am Freitag hatte er noch deutlich über 1,26 Dollar notiert. Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen zogen dagegen deutlich an. Am Rohstoffmarkt sank der Preis für ein Fass US-Öl um mehr als zwei Dollar unter 68 Dollar.

    Leider werden wir keine sinkenden Preise an den Tankstellen erleben. BP braucht Geld für seine Öl-Katastrohpe und für unsere immer schlapper werden Euros können wir sowieso nicht genug Dollar kaufen, um damit das Öl zu bezahlen. Und Euro ... nehmen die jetzt erst recht nicht. Saddam Hussein wollte ja Öl gegen Euro tauschen - man sieht, was er davon hatte.

    Auch die Iraner hatten erwogen, Öl gegen Euro zu tauschen ... ich denke aber, die werden jetzt nochmal weiter nachdenken:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7772847/USA-weiten-militaerische-Geheimoperationen-aus.html

    Im Kampf gegen al-Qaida und andere Bedrohungen wollen die USA ihre militärischen Geheimoperationen in mehreren strategisch wichtigen Weltregionen ausweiten. Es geht dabei auch um Aufklärung über die geheimen Nuklearaktivitäten des Iran vor einem möglichen Militäreinsatz gegen Teheran.

    Ja, Obama, der Friedensfürst überall im Einsatz. So langsam glaube ich ... der Mann ist das Produkt einer Marketingagentur - und Bush regiert insgeheim weiter.

    Und so verwundert es nicht, wenn auf einmal Kriegswolken über Nordkorea auftauchen, Wolken, die man vor einiger Zeit noch vermißt hatte:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7726418/USA-und-Suedkorea-bereiten-Konsequenzen-vor.html

    Ein internationales Ermittlerteam kam am Donnerstag zu dem Schluss, dass alles auf einen nordkoreanischen Torpedo-Angriff hinweise. Pjöngjang wies am Freitag erneut jede Schuld von sich.

    Das von den USA geführte UN-Kommando (UNC), das die Grenze zwischen den beiden koreanischen Staaten sichert, erklärte unterdessen, eigene Ermittlungen zu dem Vorfall einzuleiten.

    Das UNC werde ein spezielles Untersuchungsteam einberufen, um die Ergebnisse und den Vorwurf, Nordkorea habe mit dem Angriff den 1953 getroffenen Waffenstillstand gebrochen, zu prüfen, erklärte das Kommando.

    Und wenn man jetzt zu dem Schluß kommt, das wieder Krieg ist weil der Waffenstillstand gebrochen wurde dann könnte man ...

    ... sich einfach aus der Politik zurückziehen. Damit man noch ein bischen was vom Leben hat, bevor die große Abschiedsparty beginnt.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7776482/Nord-und-Suedkorea-in-der-Provokationsspirale.html

    Am 20. Mai war ein multinationales Ermittlungsteam in Seoul zu dem Schluss gekommen, dass Nordkorea der „plausibelste Täter“ im Fall des versenkten 1200-Tonnen Kriegsschiff „Cheonan“ gewesen sei. Nordkorea soll einen Torpedo auf das Schiff abgefeuert haben, der die Cheonan in zwei Teile riss.

    Der "plausibelste Täter" ... so wie Osama und seine 19 Räuber mit Teppichmessern die USA fast vernichtet hätten.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7770994/Nordkorea-versetzt-Militaer-in-Kampfbereitschaft.html

    Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea spitzt sich zu. Nordkorea hat einem Agenturbericht zufolge seine Truppen in Kampfbereitschaft versetzt. Kurz zuvor hatten die USA angekündigt, ein gemeinsames Seemanöver mit Südkorea durchzuführen. Bei der Aktion soll unter anderem geübt werden, U-Boote aufzuspüren und abzuwehren.

    Schon spannend, was gerade wieder aufgeführt wird. Nur leider ... sitzen wir auf der Bühne und nicht im Zuschauerraum. Andererseits ... ist Krieg immer gut für die Wirtschaft. Arbeitsplätze, Aufträge etc....

  • Sozialleistungskürzungen, Neue Arbeit, Barroso, Merkel und der schleichende Tod der Republik

    Das Schlimme an einem schleichenden Tod ist, das man nicht den Moment erkennt, wo man sieht, das das eigenen Leben in Gefahr ist, jener Moment, der uns den Impuls zum Handeln schenkt, vergeht bei schleichenden Formen des Untergangs einfach ohne bemerkt zu werden. Zwar bleibt die Angst - und sie wird zuweilen unerträglich - aber es fehlt der konkrete Kick der sagt: "nun mußt Du los, das Schicksal ruft, der Säbelzahntiger frißt Deinen Stamm".

    Stattdessen bleibt man in seiner Höhle und schaut zum Fenster heraus ... das heutzutage elektronisch ist.
    Wie ein Kaninchen auf die Schlange starrt man auf den Bildschirm und wartet darauf ... das Deutschland Weltmeister wird. Früher zog man mit dem Herr des Königs mit, um seinen Triumph zu feiern - was manchmal fürchterlich in die Hose ging. Man zog gegen den Königspalast um mehr Essen zu bekommen. Oder man überfiel reiche Reisende, plünderte sie aus und hängte sie auf - um weiterleben zu können.

    Heutzutage sitzt man äußerst bequem .... und wartet drauf, das irgendwelche Leute Ball spielen. Und daran beteiligt man sich emotional außerordentlich. Währenddessen wird die Kanzlerin des Landes von der Lumpenelite zerfetzt:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/berlin-kontert-bruesseler-kritik-barroso-hat-den-euro-in-schweres-fahrwasser-gebracht;2587476

    Die harsche Kritik von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso an den Plänen der Bundesregierung zur Verschärfung des Euro-Stabilitätspakts sorgen für großen Unmut in Berlin.

    Währenddessen freut sich Barrosos Freund Spiro Latsis, der reichste Mann Griechenlands, das die EU dank Barrosos Hilfe seine Milliarden rettet: 12 Milliarden Euro griechische Schrottstaatsanleihen, die schon jetzt nichts mehr wert sind, kauft die EZB diesem guten Mann ab. Immerhin hat er als Vermögen nur 7 Milliarden, der Verlust von zwölf würde ihn hart treffen. Aber wir haben ein Herz für Milliardäre ... weil die uns so schön auf ihre Yacht einladen.

    Auch im Inland steht Merkel nicht gut da, weil sie es gewagt hat, sich mit "den Märkten", den unsichtbaren Herrschern des Universums anzulegen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696113,00.html

    Es ist ein trügerischer Schutz: Im Alleingang verbietet Deutschland sogenannte Leerverkäufe, Wetten auf fallende Kurse sollen so erschwert werden. Doch das ist allenfalls ein politisches Signal - international wird munter weiter gezockt.

    Der Euro fällt weiter ... trotz Rettungspaket, das offensichtlich noch zu klein geschnürt war:

    http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Wirtschaft/707000-6/rettungspaket-ist-unn%C3%B6tig-und-nicht-ausreichend.csp

    Das Rettungspaket kam für mich völlig überraschend, weil es einerseits sehr unnötig ist und andererseits, wenn es wirklich ernst werden würde, nicht ausreichend ist. Ich halte es momentan für einen Mittelweg, der nicht besonders gut ist. Es gab nicht wirklich eine Notwendigkeit dafür, Griechenland war gerettet, die Märkte waren zwar verunsichert, aber das hätte sich wohl bald gelegt. Falls aber weitere schwache Länder gerettet werden müssen, sind die 750 Mrd. Euro erstaunlicherweise wieder zuwenig: Für Griechenland waren 110 Mrd Euro notwendig, Spanien hat Staatsschulden von über 1000 Milliarden, Italien 1900 Milliarden Euro.

    Aber das Sozialbudget ... als das Budget FÜR UNS ALLE, das LEDIGLICH ein Drittel des Haushalte ausmacht, obwohl wir doch NUR DAFÜR überhaupt Steuern zahlen, das muß jetzt wieder angetastet werden. Und diesmal gibt es Tote:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-finanznot-der-kommunen-bedroht-krankenhaeuser;2587287

    Unter der Last der kommunalen Schulden werden in den kommenden Jahren nach einer Studie zahlreiche Krankenhäuser geschlossen, zusammengelegt oder verkauft werden müssen. Nach dem am Montag von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young vorgelegten Papier können immer weniger klamme Städte und Gemeinden wegen sinkender Steuereinnahmen die Defizite ihrer Krankenhäuser ausgleichen.

    Überleben mit Herzinfarkt wird in Zukunft in kleinen Städten und ländlichen Räumen ausgeschlossen sein. Man verreckt elendig auf dem Weg in die 50 Km entfernte Klinik. Aber Spiro kriegt seine Milliarden.

    Kürzungen im Haushalt der Arbeitsministerin sind ebenfalls vorgesehen:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7771526/Unionsfraktion-richtet-Rotstift-auf-Sozialleistungen.html

    Auf der Suche nach Sparmöglichkeiten richtet die Unionsfraktion ihr Augenmerk verstärkt auf Sozialleistungen. Bei der Sparklausur in zwei Wochen steht deshalb in erster Linie der Etat von Ursula von der Leyen zur Disposition. Mit rund 143 Milliarden Euro verwaltet die Arbeitsministerin den größten Einzelposten im Haushalt.

    Ich hoffe, man streicht erstmal bei den Leistungen, die sich die Lumpenelite innerhalb der BA selber gönnt: 13000 Euro Monatsgehalt mit Auto, Handy und Sonderurlaub fürs Nichtstun ... das braucht man wirklich nicht. Ebensowenig braucht man eigene Supermärkte oder Arbeitsplatzvernichtende 1-Euro-Jobs - denn wenn es so weitergeht, trainieren die nicht nur in Supermärkten, die machen mit ihren staatliche subventionierten Läden der echten Wirtschaft vernichtende Konkurrenz:

    http://www.neuearbeit.de/cmssystem/index.php?option=com_content&task=view&id=143&Itemid=244

    CAP leitet sich ab vom Wort Benachteiligung,
    englisch „Handicap“.
    CAP steht für ein Konzept, das die Arbeitssituation von
    behinderten und anderen benachteiligten Menschen
    verbessert.

    CAP bietet ihnen neue Beschäftigungs-Perspektiven.
    CAP qualifiziert im Einzel handel und bildet Verkäufer
    und Kaufleute aus.

    In den CAP-Lebensmittelmärkten arbeiten behinderte
    mit anderen, nichtbehinderten Menschen zusammen.

    Diese „schrankenlose“ Zusammenarbeit trägt
    wesentlich und beispielhaft zur Integration von Menschen
    mit Handicaps in die Gesellschaft bei.

    CAP bietet aus einer Hand Qualität, Frische und
    freundlichen Service.
    CAP hat alles, was Sie fürs tägliche Leben benötigen: Obst, Gemüse, Molkerei-, Wurst- und Fleischprodukte,
    Brot, Getränke, viele andere Lebensmittel.

    Wir halten das Angebot eines Vollsortimenters für Sie
    bereit. Dafür kooperieren wir mit der EDEKA Südwest,
    unserem kompetenten Partner und Hauptlieferanten.

    Wir legen aber auch großen Wert darauf, dass Sie bei
    uns Produkte von regionalen Erzeugern finden.

    CAP lässt Ihnen die Wahl: Einkaufen zu Preisen wie
    beim Discounter, oder Sie wählen aus einem reichhaltigen
    Sortiment von Markenartikeln.

    In jedem Fall werden Sie gut bedient.

    Acht dieser Märkte gibt es jetzt schon. Tendenz: steigend. So verdrängt die NEUE ARBEIT mit Mitteln der BA reale Existenzen vom Markt, die mit Stundenlöhnen von einem Euro nicht überleben könnten. Und damit das so weitergeht, kürzt man dann den Kindern den Regelsatz - oder was?

    Na, es gibt scheinbar wenigstens einen, der weiß, wo am meisten Geld nutzlos verbraten wird:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,696346,00.html

    Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sieht Sparpotenzial vor allem bei Verwaltungsaufgaben der Bundesagentur für Arbeit.

    Trotzdem habe ich das unangenehme Gefühl, das wir Milliardäre wieder zugunsten von Kindern, Kranken, Alten und Behinderten schonen werden. Das Prekariat lädt halt Barroso nie auf seine Yacht ein ... "diese eogzentrischen Armen denken doch wirklich nur an sich selbst - kein Wunder, das sie so arm sind."

    http://www.welt.de/print-welt/article672987/Parteichefin_ruft_vergeblich_zu_mehr_Geschlossenheit.html

    Völlig aus der Reihe tanzte der sächsische CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann mit der Forderung nach Einführung einer Luxussteuer in Höhe von 20 Prozent auf bestimmte Produkte wie "teure Autos, edle Villen und First-Class-Flüge". Auf diese Wiese könnten vermögende Menschen einen zusätzlichen Beitrag zum Abbau der Staatsverschuldung leisten, sagte Schiemann. Viele Menschen müßten ihren finanziellen Gürtel enger schnallen, während andere sich mehr denn je jeglichen Überfluß leisten können", kritisierte Schiemann.

    Wie kann man auch nur so "völlig aus der Reihe" tanzen.

    In Deutschland haben wir eine Demokratie, die man im Osten des Landes wohl immer noch nicht verstanden hat. Wir haben hier die freie Wahl ... zwischen Burger King und McDonalds. Und wer sich nicht an Fast Food gewöhnen will, der stellt das System in Frage. Merkel und Schiemann glauben wohl immer noch, hier kann man kochen was man will. Mir scheint, manche Leute aus dem Osten glauben heute noch, was man ihnen zu DDR-Zeiten aus dem Westen über den Westen erzählt hat.

    Das gibt momentan dann für Merkel ein böses Erwachen.

    Aber Hauptsache wir werden Weltmeister. Schade das es keine Weltmeisterschaft in Sachen Blödheit und Ignoranz gibt. Wir werden gerade bei lebendigem Leibe geschlachtet ... und schauen dabei Fußball. Irgendwie skurril, oder?

    Und wenn wir dann alt und krank geworden sind, merken wir ... das wir schneller sterben werden als je zuvor, weil der Renditedruck der Konzerne die Preise in die Höhe getrieben hat, bis das ganze System kollabierte:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-finanznot-der-kommunen-bedroht-krankenhaeuser;2587287

    Nach Vierings Angaben sind die Kosten im Krankenhausbereich in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20 Prozent gestiegen. „Und dieser Trend wird auch in den kommenden Jahren anhalten“, heißt es in der Mitteilung der Prüfer. Mehr als 80 Prozent der befragten Manager erwarteten steigende Personal- und Sachkosten in den kommenden zwei Jahren, weil die durchschnittliche Bevölkerung älter werde und die Behandlungskosten stiegen.

    Daher soll sowohl bei den medizinischen Verbrauchsgütern als auch beim Personal gespart werden: Jeweils etwa jedes dritte Krankenhaus (39 Prozent) will die Zahl seiner Beschäftigten in der Pflege oder der Verwaltung reduzieren. Rund 21 Prozent planen, weniger Ärzte zu beschäftigen.

    Und den auf diese Weise gekündigten Mitarbeitern wird der Schäuble dann Beine machen:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,696346,00.html

    "Wir müssen unsere sozialen Sicherungssysteme so ausrichten, dass sie zur Aufnahme regulärer Beschäftigung motivieren und nicht gegenteilige Anreize setzen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Hier gebe es erheblichen Spielraum. "Das könnte sogar zu Einsparungen im Haushalt führen." Arbeitsministerin Ursula von der Leyen teile diese Ansicht.

    Und alle jubeln: "TOOOOOOOR"!

    Eine seltsame Kultur, oder?

  • Spiro Latsis! Halte durch! Wir retten Dich!

    Wenn Sie heute arbeitslos sind, so richtig schön verhartzt, dann leisten Sie einen gigantischen Beitrag zur Rettung des Bundeshaushaltes. Nicht auszudenken, wie dieser aussehen würde, wenn man Ihnen die Beträge auszahlen würde, für die sie jahrzehntelang einbezahlt haben.

    Sie können stolz auf sich sein. Anders als die ganze Blase der asozialen Steuerhinterzieher stehen Sie ihren Mann, das Volk kann auf sie zählen. Sie quälen sich durch Armut und Ungemach, werden von der Milliardärspresse fürchterlich beschimpft, verunglimpft und verleumdet, von gewissenlosen Politikern als Parasiten dargestellt, als nutzlose Schädlinge und von einem beispiellosen Überwachungsapparat bis ins Schlafzimmer hinein kontrolliert ... dabei gibt es bei Ihnen schon lange nichts mehr zu holen.

    Trotz all dieser entmutigenden Anfeindungen bleiben Sie auf dem Posten, hungern und darben weiterhin für den Bundeshaushalt ... und manche von Ihnen sind schon dafür gestorben.

    Da ist es einfach mal Ihr gutes Recht, das sie erfahren, wofür sie eigentlich leiden, bzw. für wen.

    Da wäre zum Beispiel dieser Mann: Spiro Latsis. Hauptberuf: Sohn, wie die meisten der weltweit vertretenden Milliardäre. Platz Nr. 60 auf der Liste der reichsten Menschen der Welt:

    http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?SSID=7&PHPSESSID=1a34f0ef9d7ef5bd3fc85cc39ebd47e1

    60. Platz -7,4 Mrd. US-$,
    Spiro Latsis / Wirtschaft

    http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=2772&RID=1

    Spiro Latsis

    Der griechische Reeder-Sohn verhalf dem Familienunternehmen, das von seinem Vater gegründet wurde, zu stetigem Wachstum und Investitionen im internationalen Finanzwesen. Seit Spiro Latsis im Jahr 1999 die Führung des Imperiums übertragen wurde, gehört er mit einem geschätzten Privatvermögen von ca. 7 Milliarden USD zu den reichsten Menschen der Welt...

    Allerdings meint Forbes, er hätte 11 Milliarden Dollar .... aber ein paar mehr oder weniger: was macht das schon. Immerhin...Spiro ist einer der wenigen Superreichen, der ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen hat. Sein Vater war noch kein Erbe gewesen, da achtet man noch drauf, das die Kinder was Ordentliches lernen.

    Sein Sohn Paris war mit der gleichnamigen Hilton-Erbin verlobt (man bleibt ja gerne unter sich, damit kein Geld verlorengeht), die sich schon eher in die Enkelsituation entwickelt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paris_Hilton

    2010: Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin des vergangenen Jahrzehnts.[19]
    In einer nicht repräsentativen Umfrage wurde Paris Hilton bei der Wahl zur nutzlosesten Person der Welt nach Jimmy Carter auf Platz 2 gewählt.[20]
    In einer weiteren „Bestenliste“ wurde Hilton zur meistgehassten Prominenten des Jahres 2009 gekührt

    Natürlich ist ein reicher Grieche heutzutage ein Weltmensch, Paris Hilton lernt man halt nicht im Olivenhain kennen. Und mit ihrem Heimatland haben diese reichen Menschen alle nichts mehr zu tun, da ist der Grieche keine Ausnahme:

    http://www.blick.ch/news/wirtschaft/griechen-holt-euch-diese-milliarden-146443

    Die Prob­leme ihrer Heimat lassen die reichsten Griechen kalt. Sie leben in der Schweiz vom gut versteckten Geld.

    Etwa bei den Latsis: Sie kauften 1980 den Onassis die Genfer Banque de Dépot ab, seither sind sie Banker. Ihr Finanzinstitut EFG ist in Luxemburg domiziliert, die Familienstiftungen auf den Bermudas – Steueroasen eben. Ferien machen sie im Chalet in Gstaad BE.

    Mit ihrer Heimat haben die reichen Griechen nichts mehr am Hut. Arvanitis: «Griechische Reeder lassen ihre Schiffe meist nicht mehr unter ihrer Flagge fahren. Sie organisieren sich Billigflaggen, beispielsweise in Afrika.» So zahlen sie in ihrer Heimat keine Abgaben mehr. Und die Besatzungen stammen auch nicht mehr aus Hellas. «Angeheuert werden Billigarbeiter.»

    Doch es sind nicht nur die Reederclans, die ihr Geld ins Ausland schaffen. So verstecken Griechen bei hiesigen Banken laut einer ­Finanzstudie 24 Milliarden Franken vor dem griechischen Fiskus.

    Und seitdem bekannt wurde, das das Land immer bankrotter wird, hat sich der Abfluß von Geld sogar noch erhöht:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,679958-2,00.html

    Griechenland sucht verzweifelt nach frischen Geldquellen. Ein probates Mittel sind höhere Steuern. Diese Aussichten allerdings haben bei den Reichen eine Kapitalflucht ausgelöst. Alleine in den ersten drei Monaten sind 8,5 Milliarden Euro abgeflossen. «Inzwischen dürften es weit über zehn Milliarden sein», sagt Vassilis Zeras. «Das Geld fliesst primär nach England, in die Schweiz und nach Zypern», so der Wirtschaftsredaktor der führenden griechischen Tageszeitung, «Ekathimerini», weiter.

    «Reiche Griechen besitzen heute im Ausland Immobilien und Unternehmen. Deshalb ist der Kapitaltransfer kein Problem mehr», erläutert Savvas Pavlou, Herausgeber des Magazins «Greek Rich List». Vor allem in London treten Griechen als fleissige Aufkäufer von Häusern in Erscheinung. Aber auch im Schweizer Immobilienmarkt kaufen vermehrt Treuhänder für Kunden aus Hellas. Sie heizen, so ein Vermögensverwalter, vor allem in Genf, in der Waadt sowie im Saanenland die Nachfrage an.

    Und da die Griechen nicht doof sind - erst recht nicht die mit akademischem Titel - sind die jetzt auch flugs in die Eurozone gezogen - jedenfalls der Herr Latsis. Dort kann er nämlich seine griechischen Schrottpapiere der EZB verkaufen ... und dafür braucht die jetzt unser Geld:

    http://www.tagesschau.de/ausland/spirolatsis100.html

    Bankier als Hauptprofiteur des Rettungspakets?
    Bei der Einführung des Euro war nicht vorgesehen, dass die Europäische Zentralbank Staatsanleihen aufkauft. Inzwischen kauft die EZB griechische Staatsanleihen, die der Markt als "Schrott" einstuft. Davon profitiert auch Griechenlands mächtigster Bankier, Spiro Latsis.

    So einfach wird man Leistungsträger. Erst recht, wenn man einen reichen Vater und mächtige Freunde hat:

    http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1156644-71-80/griechische-aktien-mit-rebound-potential

    Von Helga Schmidt, WDR-Hörfunkkorrespondentin in Brüssel

    Barroso weist alle Vorwürfe zurück mit der Begründung, Spiro Latsis, der Gastgeber, sei sein persönlicher Freund aus Studienzeiten, die Einladung auf den Luxusliner gehöre also zu seinem Privatleben. Es gebe keinerlei Geschäftsverbindungen zwischen der Kommission und dem Latsis-Konzern. Diese Verteidigungslinie gerät allerdings immer mehr ins Wanken – übereinstimmend berichten mehrere Fachpublikationen, das Banken-Konsortium von Spiro Latsis mache Geschäfte mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau, jener Bank, die EU-Gelder für die Kreditvergabe auf dem Balkan bereitstellt, zum Beispiel in Rumänien und Bulgarien.

    Erst wird man reich mit Eurogeldern und dann läßt man diese Gelder nochmal durch Eurogelder retten. Besser geht´s kaum.

    Die Latsis EFG Privatbank konnte allein im vergangenen Jahr die Gewinne um 43 Prozent steigern, mit Folgen für das Privatvermögen: Das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes placiert Spiro Latsis inzwischen in der Liste der 60 reichsten Menschen weltweit.

    Die Latsis-Gruppe ist nicht nur im Finanzgeschäft aktiv, sie operiert auch auf den Ölmärkten und ist nach wie vor das, was sie schon immer war: Reederei. Für alle diese Bereiche entstehen in der Brüsseler EU-Kommission Gesetze, von den Umweltauflagen für die Unternehmen bis zur Kontrolle von Betriebs-Fusionen. Barroso-Kritiker im Europäischen Parlament halten es für brisant, dass der Portugiese den Ausflug auf dem Luxusliner nicht selbst bezahlt hat. Denn in der Kommission wird seit einiger Zeit an Gesetzen gearbeitet, die die Sicherheitsstandards auf See verschärfen sollen. Und dagegen laufe der griechische Reederverband in Brüssel Sturm, das berichtete das Düsseldorfer "Handelsblatt". In der Kommission habe man schon massives Lobbying festgestellt, zu den griechischen Reedern gehört auch Spiro Latsis.

    Nun - es sind nicht alle Menschen so selbstlos, hilfbereit und aufopferungsvoll wie der deutsche Hartz-IV-Abhängige. Aber vielleicht lädt der Spiro einen ja mal auf seine Yacht ein, immerhin sind Einladungen dahin heißbegehrt:

    Als Gastgeber sind die Latsis international geschätzt. Die griechische Reederdynastie lädt Prominente gern auf ihre Privatyacht Alexander ein. Der Luxusliner ist die drittgrößte Privatyacht der Welt und bietet neben vielen Extras auch einen eigenen Ballsaal an Board. Zu den Gästen gehören Royals wie der griechische Ex-König Konstantin, auch Prinz Charles wurde die Yacht gelegentlich für diskrete Ferien zur Verfügung gestellt.

    Und diese Yacht stellt er auch gerne anderen zur Verfügung:

    http://besten.welt.de/Motor/Yachten/Alexander

    Luxus zum Mieten – Auf der „Alexander“ kann jeder die Weiten der Meere erobern und auf den Spuren des Jetsets wandeln. Sofern er das nötige Kleingeld mitbringt. Gebaut wurde die „Alexander“ 1976 bei den Lübecker Flender-Werken. 1985 und 1998 wurde sie grundlegend überholt und renoviert. Die Yacht ist 122 Meter lang und 16,9 Meter breit. Mit einem Tiefgang von 5,75 Metern erreicht sie eine Spitzengeschwindigkeit von 18,5 Knoten. Die 60-köpfige Crew kümmert sich um bis zu 80 Gäste. 2004 gründete der Besitzer der „Alexander“, der griechische Industrielle und Finanzmagnat Spiro Latsis, die exklusive Charter-Agentur „PrivatSea“. Seitdem kann man seine Mega-Yacht über diese Agentur mieten. Staatsoberhäupter, Könige und Prominente haben dieses Angebot genutzt und erholten sich auf den geräumigen Sonnendecks mit Swimmingpool, Kino und allem Komfort vom stressigen Alltag der Reichen und Schönen.

    Ja, der stressige Alltag der Reichen und Schönen. Nichts gegen den bequemen Alltag der Armen und Häßlichen, die wegen ihrer genetischen Minderwertigkeit bald sicher keine Fortpflanzungserlaubnis mehr erhalten, weil ihr Aussehen ein öffentliches Ärgernis darstellt.

    Ach ja ... ich wollte ja alle Arbeitslosen Helden des deutschen Wiederaufbaus auf diese Yacht einladen. Doch doch, das haben Sie sich verdient, meine Damen und Herren. Leistung muß sich wieder lohnen. Doch leider ... kann nicht jeder diese Yacht mieten, weder diese noch die anderen von "Privat Sea".

    Man muß Mietglied sein ... und als solches muß man warten, bis man eingeladen wird - und die Zahl der Mitglieder ist dann auch noch begrenzt.

    http://www.privatsea.com/membership.php

    Membership to PrivatSea is by invitation only and the number of memberships offered is limited.
    PrivatSea has levels of Membership: Individual Members and Corporate Members.

    Aber einfach mal die Seite besuchen. Es ist schon toll, was für einen Lebensstil man sich mit steuergeldfinanzierten Billiglöhnen so leisten kann. Und weil man sich das dann auch leistet, ist man ... Leistungsträger.

    Ach ja ... wer jetzt meint, "DIE" stecken alle unter einer Decke, wir mit zwei Jahren Psychiatrie wegen Verschwörungstheoriesucht bestraft und außerdem von der Klatschpresse an die Wand geklatscht, weil er es gewagt hat, an "DIE" zu denken.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/misstrauensantrag-gegen-barroso-gescheitert;909863

    Das Europäische Parlament hat einen Misstrauensantrag gegen EU-Kommissionspräsident Barroso mit großer Mehrheit abgelehnt. Auslöser des Antrages war eine umstrittene Luxus-Kreuzfahrt des Portugiesen

    Einen Monat nach der Kreuzfahrt hätten die Werften des Reeders grünes Licht für ein Darlehen der Kommission über 10 Millionen Euro bekommen, kritisierte der britische Europakritiker und Initiator des Misstrauensantrags, Nigel Farage.

    Die deutliche Ablehnung des Misstrauensantrags war erwartet worden, weil sich die Vorsitzenden der vier größten Fraktionen im Europäischen Parlament demonstrativ hinter Barroso gestellt hatten. In einer gemeinsamen Erklärung der Fraktionsvorsitzenden der konservativen EVP, der Sozialisten, der Liberalen und der Grünen hieß es: „Wir halten die Initiative für völlig ungerechtfertigt und maßlos übertrieben.“

    Schon faszinierend, das die menschliche Dummheit der Unendlichkeit Konkurrenz machen kann, oder? Sie scheint noch grenzenloser zu sein...

  • Pfingsten, der heilige Geist, Kanzlerin Merkel und die Revolution

    Also erstmal: frohe Pfingsten. Sagt man ja so. Ist ja auch ein frohes Fest. Morgen ist Feiertag ... da freuen sich wirklich alle. Ein sicherer Montag Morgen ohne Sorgen. Für Christen ist Pfingsten ja ein besonders peinliches Fest weil da etwas passiert, was sie selber nicht verstehen noch anderen erklären können. Noch schlimmer ist ... es macht bei ihnen selbst den Eindruck, als würde ihr Gott lebendig sein - was eine Katastrophe wäre. Er könnte sich mal zu der Tatsache äußern, das "seine Gemeinde" seit dem 10.Jhd. jeden Stenz zu SEINEM Stellvertreter ernennt, ohne ihn zu fragen. So sind die halt: sie beten zwar "DEIN Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden" ... aber machen die Angelegenheit irgendwie zu einem frommen Wunsch. "Soll er doch selbst sehen, wie er sich durchsetzt! Wir müssen Kirchensteuern gewinnbringend anlegen - solche Probleme hatte DER nie!"

    Nun ist Pfingsten auch ein revolutionäres Fest. Auch das weiß kaum einer.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pfingsten

    Als der Pfingsttag gekommen war, geschah ein Brausen vom Himmel und sie wurden von dem heiligen Geist erfüllt (Apg 2, 1-4 EU):
    „Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

    Pfingsten wird gefeiert, weil da der heilige Geist über die Menschen ausgegossen wurde ... so wie vorher über Christus.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Geist

    Im Tanach (sog. Altes Testament), den Heiligen Schriften des Judentums, ist der Heilige Geist weiblich (Ruach HaQodesh, wörtlich „Heiliger Atem“; Ruach JHWH – „Atem des Herrn“; Ruach HaElohim – „Gottesatem“; Ruchaká – „dein Atem“) und bezeichnet die wirkmächtige Gegenwart Gottes im Leben der Menschen. Der Begriff ist insbesondere auf Israel und die Propheten bezogen, findet aber auch auf die ganze Schöpfung Anwendung.

    Der heilige Geist ist weiblich. Schon mal schlecht für die katholische Kirche. Als Atem Gottes ist er überall in der ganzen Schöpfung, gibt ihr Leben ... ohne den Papst zu fragen. Auch nicht gerade ein Knaller für die kirchliche Propaganda. Aber andere Christen fanden die Möglichkeit, direkt persönlich mit Gott in Kontakt treten zu können (oder bewußt zu bemerken, das man es durch seinen Atem die ganze Zeit schon ist) so toll, das sie gleich einen eigenen Verein aufmachten:

    Mit der Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts wurde der dritte Glaubensartikel (Wir glauben an den Heiligen Geist etc) durch alle Konfessionen hindurch neu bedacht. Dies führte in den evangelisch geprägten Kirchen, durch Abstoßungserscheinungen, zur Bildung neuer, sogenannter Pfingstkirchen,[8] besonders in den USA; mittlerweile verzeichnen diese in Afrika, neben der Römisch-Katholischen Kirche - und in Abgrenzung zu ihr -, den größten Zulauf an Kirchengliedern. Heiliger Geist wird antihierarchisch verstanden, weswegen die einzelnen Gemeinden vor Ort unabhängige, selbständige Gemeinden bilden. Betont werden
    das Laienelement - es ist also nicht unbedingt nötig, dass die Vergabe von Ämtern an eine akademische Ausbildung geknüpft wird,
    die Lebendigkeit im Gottesdienst - was sich auf die Bildung eines neuen Liedgutes auswirkt,
    die Aufwertung der Kirchenglieder als Glaubensbildner - sie können Empfänger aktueller göttlicher Botschaften sein,
    die Vielfalt der Gaben und Dienste - nicht per Beauftragung, sondern per eigenem Gewahrwerden,
    heilende Kräfte - die im Handeln der Gemeinschaft wirksam werden,
    ein simples Verständnis der Bibel - mündliche Tradition ist dabei prägender als theologische-wissenschaftliche Erforschung,
    hohe Spendenbereitschaft - was 10% des Brutto-Einkommens bedeuten kann,
    missionarisch reges Leben - sowohl global als auch lokal (gepaart mit sozialem Engagement).

    Ich habe die mal erleben dürfen - kurz, am Rande einer Reise - und muß sagen: wenn Religion, dann so. Als Party. Reißt einen glatt mit. Und hat was sehr Revolutionäres: die Zurückeroberung des religiösen Raumes
    durch das Volk selbst. Ist so wie selber sein eigenes Geld drucken als Ausdruck des Willens zur Rückeroberung des wirtschaftlichen Raumes durch das Volk.

    Und so kommen wir von einem besinnlichen Thema an einem besinnlichen, sonnigen Tag zu einem ganz anderen Thema, das momentan so brisant ist, das man es auch an einem Sonntag - wo der Rest der Welt sich mit Fußball und Eishockey beschäftigt - nicht ruhen lassen kann.

    Hören wir dazu den Herrn Schäuble:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,696344,00.html

    "Sicher ist, dass wir ohne den geplanten Rettungsschirm den Euro nicht verteidigen können. Die nächste Krise wäre dann nicht mehr nur eine Krise des Finanz- und Wirtschaftssystems, sondern auch eine Krise des politischen Systems."

    Wenn der Liter Sprit im Zuge des schwachen Euros irgendwann 20 Euro kostet, ein neuer PC bei Aldi 5000 Euro und das Paket Kaffee 30 Euro, dann wird auch der Mittelstand merken, das eine Schwäche des Euros auch für ihn ganz persönlich häßliche Konsequenzen hat - und das wären noch die leichteren Auswirkungen.
    Schlimmer wird es, wenn der Staat weder Renten noch Gehälter auszahlen kann - aber gerade zu Pfingsten wollen wir mal keinen Teufel an die Wand malen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,696342,00.html

    Eine Rendite von 25 Prozent, wie Ackermann sie für angemessen halte, könne ein produzierendes Unternehmen nicht leisten, sagte Schäuble der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Und weiter: "Daraus müssen wir schließen, dass der Finanzmarkt sich nur noch um sich selbst dreht, statt seine Aufgabe zu erfüllen und eine vernünftige, nachhaltig wachsende Wirtschaft zu finanzieren - das müssen wir ändern."

    Da merkt scheinbar jemand aus dem Mittelstand, das Ackermanns Gier auch irgendwann sein Konto erreicht.
    Und was geschieht?

    Die Lumpenelite schlägt zurück. Erstmal ist Merkel doof:

    http://www.welt.de/

    Der deutsche Alleingang bei dem Verbot von Leerverkäufen hat die europäischen Nachbarn brüskiert. Die Krisenpolitik der Bundeskanzlerin ist innenpolitisch motiviert und zeugt von Unkenntnis der Finanzmärkte. Der vermeintliche Musterschüler Deutschland führt sich auf einmal als Rowdy auf.

    Schäuble ist fast tot:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,696215,00.html

    Wolfgang Schäuble durfte nicht Kanzler werden und nicht Bundespräsident. Jetzt führt der Finanzminister die letzte Schlacht: gegen den eigenen Körper

    ...und der Rest wird es sich zweimal überlegen, ob er noch gegen die Finanzindustrie aufmuckt, so wie die Frau Leutheusser-Schnarrenberger:

    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E6D7A81AF10F64A7382E0B45F7E84D1C5~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Die Entgrenzung der Finanzmärkte hat zu Verwerfungen auf den globalen Wirtschafts- und Finanzmärkten geführt, welche die Welt in den vergangenen zwei Jahren wiederholt in einen Abgrund blicken ließen. Menschen fürchten um ihre Existenz, haben Angst um ihre Lebenschancen - und europäische Volkswirtschaften rücken an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Die Entgrenzung der Finanzmärkte bedroht mittlerweile nicht nur den Euro, sondern die Soziale Marktwirtschaft insgesamt. Hochspekulative Finanztransaktionen wie ungedeckte Leerverkäufe, Kreditausfallversicherungen ohne reale Grundlage sowie intransparente HedgeFonds-Aktivitäten sind das Gegenteil dessen, was Liberale unter Sozialer Marktwirtschaft verstehen. Wenn Investoren davon profitieren, dass sie Wetten auf das Risiko der Zahlungsunfähigkeit finanzschwacher Euro-Länder abschließen, wird das ethische Fundament der Sozialen Marktwirtschaft in Frage gestellt.

    Der BDI kontert ... entgegen dem ausdrücklichen Willen der Kanzlerin will er den Ärmsten der Armen in die Taschen greifen:

    http://wirtschaft.t-online.de/bdi-chef-keitel-fordert-einsparungen-bei-rente-und-hartz-iv/id_41764790/index

    Angesichts der schwierigen Haushaltslage und der Schuldenkrise hat BDI-Präsident Hans-Peter Keitel die Politik dazu aufgefordert, auch beim Rentenzuschuss und den Hartz-IV-Leistungen Einsparungen vorzunehmen. Der "Bild am Sonntag" sagte Keitel: "Zur Sanierung der Staatsfinanzen müssen alle solidarisch beitragen. Wir kommen nicht an den Budgets für Arbeit und Soziales vorbei."

    ...wohl wissend, das 20 Millionen Rentner hauptsächlich CDU wählen und als gesellschaftliche Kraft sonst so hilflos wie Arbeitslose sind. Ein Rentnerstreik - wen interessierts? Aber wenn die CDU die Renten kürzt ... wird Roland Koch Bundeskanzler. So einfach ist das.

    Das sich Leutheusser-Schnarrenberger auf einmal auch nach vorne wagt ist ein gutes Zeichen - gerade zu Pfingsten. Und es ist ein schlechtes Zeichen - für uns alle.

    Wenn gerade die FDP anfängt, gegen die Wirtschaft - vor allem gegen die Finanzwirtschaft zu schießen - dann muß es hinter den Kulissen sehr ernst und böse aussehen. Da ziehen Leute an der Notbremse ... weil sie wissen, das der Karren nicht mehr zu retten ist, aber hoffen, das er trotzdem kurz vor dem Abgrund noch aufgehalten werden kann.

    Wie der Abgrund aussieht?

    Europa brennt wie Bangkock, weil das Pfund Butter 18 Euro kostet, ein Brot 25 Euro, ein Kilo Äpfel dreißig Euro. Die Mieten steigen auf 100 Euro pro Quadratmeter ... und das alles bei um 50% gekürzten Sozialleistungen, 50% gekürzten Löhnen und einer 100 %igen Mehrwertsteuer - nur um mal ein paar verständliche Zahlen zu nennen.

    Angesichts solcher Aussichten wäre ich gerne Pfingstkirchler. Wenn der heilige Geist mich durchbraust, würde mich das sicher auch kurzfristig von dem momentan tobenden Wahnsinn ablenken.

    Vielleicht macht er das ja heute auch. Wenn nicht ... bleibt mir noch die Hoffnung, das wir Anzeichen einer weiteren Revolution von Oben erleben - weil die politische Kaste um ihr eigenes Überleben kämpft, was ihr ohne Wähler nicht gelingen wird.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,695951,00.html

    Seehofer fordert in dem Gespräch konkret, die Bundesregierung müsse mit der Finanztransaktionssteuer Ernst machen. Er habe nach der NRW-Wahlschlappe von der CDU gehört, dass man die Botschaft des Ergebnisses verstanden habe. "Jetzt müssen wir das Verstehen in konkrete Politik umsetzen."

    Ihn habe irritiert, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) direkt nach einer Einigung im Koalitionsausschuss die Transaktionssteuer wieder in Frage gestellt habe: "Das kann hinterher keiner in Frage stellen, auch der Finanzminister nicht. (...) Da fühlt sich doch die Bevölkerung verhöhnt."

  • Krieg gegen Euro und Kreuzzug gegen Merkel

    Über den brutalen Wirtschaftskrieg gegen den Euro habe ich ja schon geschrieben. Völlig vergessen wird, das "Griechenlandkrise" nur mit Hilfe, Duldung und Förderung durch die "Märkte" möglich war und durch exzessive Zinsforderungen auf die Spitze getrieben wurde. Möglicherweise gab es schon bei der Kreditgewährung langfristige Pläne mit den PIGS. Anders als Politiker und Manager planen Superreiche sehr langfristig, sie haben nicht den Druck von Zeitverträgen, Berichtszyklen oder Wahlperioden. Das ist strategisch ein enormer Vorteil.

    Ich denke, es wäre falsch, jetzt in Haßorgien gegen Superreiche zu verfallen, denn die sind wie Überaschungseierfigurensammler, Briefmarkenfreunde oder Eisenbanfanatiker: sie haben ein Hobby, sie sammeln. Ihr Hobby besteht darin, Tauschmittel zu sammeln. Egal welches, Hauptsache, sie machen das was alle in der Familie vor ihnen gemacht haben: es bleibt für die nächste "Generation Superreich" noch ganz viel mehr Tauschmittel über als für die vorherige.

    Und damit sie viele Tauschmittel bekommen, bezahlen sie viel Geld an alle möglichen Leute, die ihnen helfen sollen ohne persönliche Arbeit an die Tauschmittel anderer Leute zu kommen. Läßt man so ein System eine Zeit lang laufen, entwickelt sich eine perfekte Sammelmaschine ... ein Markt für Tauschmittelraub.

    Gestohlen wird nicht mit vorgehaltener Pistole, sondern mit Lüge, Täuschung und Betrug, mit Verführung und falschen Versprechungen - mit dem Traum vom arbeitslosen Leben in Luxus: das Paradies auf Erden.
    So strömen sie aus, die "Finanzberater" und leben davon, anderen Mist zu verkaufen, den sie selber kaum verstehen. Ein Riesenmoloch wühlt sich da durch die Gesellschaft, lange Zeit unbemerkt ... bis der Zahltag kommt. Dann merkt man auf einmal: mein Geld ist weg. Klar, das ist über viele Umwege auf den Konten der Leute gelandet, die Tauschmittel sammeln. Dollar, Euro, Yen - ganz egal. Man nennt sie schönrednerisch "Anleger" ... Menschen, die es sich leisten können, ihr Geld für sich arbeiten zu lassen.
    Ein Traum, den momentan viele Leute teilen, auch wenn er schon längst ausgeträumt ist.

    Momentan ist der Euro im Visier .... die Währung eines ganzen Kontinents. Klar ... je weniger der Wert ist, umso mehr kriege ich für meine Dollars von dem Euro. Ich kann da ganz viel von kaufen, obwohl meine eigenen Dollars schon lange nichts mehr Wert sind. Das verstehen auch Superreiche - sogar zwischen Golf spielen und Kaviar schlürfen können die diese Botschaft verstehen und geben ihr Geld dafür her, damit sie nachher noch viel mehr davon haben.

    Und so führt man einen brutalen Krieg gegen einen ganzen Kontinent, ohne das ein einziger Schuß fällt ... Kriegsführung hat sich halt weiterentwickelt. Heutzutage gilt ein Krieg ja auch als gewonnen, ohne das die beiden Könige noch ein persönliches Schwertduell ausgefochten haben.

    Das Ergebnis dieses Krieges ist jedoch das Gleiche: Hunger, Krankheit, Armut, Not und früher Tod. In der modernen Form des Krieges kommt das schleichender daher als früher ist aber im Endeffekt genauso vernichtend.

    Das wissen auch Politiker, die in den letzten Jahrzehnten ganz fleißig nach der Pfeife der Superreichen bzw. ihrer Lobbyisten getanzt haben. Vielleicht ist es das, was Horst Seehofer mit diesem Zitat gemeint hat:

    "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden!"
    - Horst Seehofer, in: Pelzig unterhält sich, ARD, 20.05.2010, Wiederholung am 28.05., BR, 22.30 Uhr

    http://www.youtube.com/watch?v=f1XJ9v6iV4Q bei 4:43 Min.

    An dieser Stelle Herrn Frank Reitemeyer vielen Dank für diesen Hinweis.

    Nun wurde Angela Merkel ja gewählt und hat sich erlaubt zu entscheiden. Einfach mal so. Börsianer sprechen von einer "Verzweiflungstat":

    http://www.handelsblatt.com/_d=HB051020161,_p=1174,_t=ft_archive

    "Eine Verzweiflungstat der deutschen Regierung" Nach dem Verbot von Leerverkäufen geben weltweit die Kurse nach

    Nun, die Euroschwäche hat in der Tat für uns alle Folgen ... die wir ganz schnell persönlich merken:

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/tv-pc-kleidung-euro-schwaeche-koennte-preise-explodieren-lassen;2584937

    Der schwache Euro wird mehr und mehr zur Belastung für die deutschen Verbraucher: der Benzinpreis steigt. Reisen nach New York reißen neuerdings wieder größere Löcher ins Portemonnaie. Und schon bald könnten auch Flachbild-Fernseher, Computer und Bekleidung spürbar teurer werden.

    Wir sind inzwischen in erschreckendem Maße abhängig vom fernsten Ausland, wo aus kaum nachbarschaftliche Gefühle für uns gibt. Und dort müssen wir mit harter Währung bezahlen ... wird der Euro weich, so muß man mehr davon auf die Theke legen. Nun zeigt sich die Schattenseite der Globalisierung, die für Superreiche völlig neue Dimensionen des Abschöpfens von Kaufkraft ermöglichte, die Bürger aber in eine völlig neue und alternativlose Abhängigkeit brachte. Solange man uns als "Freund" einsortierte, konnten wir auch in Ruhe leben, doch das ... war gestern.

    Heute giert man nach unserem Euro, weil der Dollar ein inhaltsleerer Gigant geworden ist. Er wird irgendwann fallen ... aber durch die Vernichtung des Euro kann man das noch hinauszögern.

    Hier galt es schnell zu handeln ... und den Märkten zu zeigen, das man nicht alles mit sich machen läßt. Ein Europa in Trümmern nützt auch den Politikern nicht viel.

    Doch kaum hat sie gehandelt ... bricht ein Kreuzzug gegen Angela Merkel los. Die deutschen Medien kriegen sich gar nicht mehr ein.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7703633/Merkel-ruft-wieder-die-Alternativlosigkeit-aus.html

    Erneut soll das deutsche Parlament eine Milliardenbürgschaft beschließen. Und erneut wirbt die Kanzlerin dafür im Bundestag. Sie erläutert, sie droht und sie erklärt die von ihr gewünschten Maßnahmen zum Plan ohne Alternative. Doch am Ende bleiben Zweifel an der Euro-Rettung – und an Merkels Führungsqualitäten.

    Es wird scharf geschossen, ja, sogar das Ende der Welt wie wir sie kennen wird beschworen:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/leerverkaufs-verbot-reformen-jagen-bankern-angst-ein;2585197

    Eine Umfrage der Ratingagentur Fitch unter Großinvestoren an den Anleihemärkten kommt zu dem Schluss, dass das Regulierungsrisiko die größte Gefahr für die Banken darstellt. 83 Prozent der Befragten sehen darin eine ernste Gefahr für die Bonität der Geldhäuser in den kommenden zwölf Monaten. Damit liegt das Regulierungsrisiko noch vor gesamtwirtschaftlichen Gefahren wie der europäischen Schuldenkrise. "Es fehlt der Konsens über die richtigen Reformen nach der Finanzkrise, das sorgt für Unsicherheit, und die ist niemals hilfreich für die Finanzmärkte", sagt Fitch-Analyst Gerry Rawcliffe.

    Der Spiegel schlägt auch zu:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696151,00.html

    Die Euro-Partner sind verschnupft, die Opposition zeigt sich angriffslustig wie nie, selbst die eigenen Reihen meckern und nörgeln. Angela Merkel durchlebt ihre schwierigste Zeit als Kanzlerin. Besserung ist nicht in Sicht.

    Und auf einmal fragt man sich: auf welcher Seite stehen unsere Printmedien eigentlich?

    Die Antwort ist einfach:

    Zeitungen brauchen Kredite. Noch Fragen? Ernsthaft?

    Anzeigenkunden bestimmen doch heute weitgehend, wie kritisch ein Bericht überhaupt sein darf ... und insgesamt gehören die Medien nur noch ganz wenigen ... Superreichen.

    In Deutschland sind das ... gerade noch mal zwei, die hier das sagen haben, wie diese umfangreiche Arbeit ausführt:

    http://www.coverport.de/-a-111/

    Entwicklung der Medienkonzentration in der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Kirch-Krise

    von: Andrea Zarfl

    Konkret haben sich schlussendlich lediglich zwei Unternehmensgruppierungen herausgebildet, die den Medienmarkt in allen Bereichen dominierten: Bertelsmann in Verbindung mit Gruner + Jahr und der RTL-Gruppe sowie die Kirch-Gruppe in Verbindung mit dem Springer Konzern und der ProSiebenSat.1 Media AG. Die Kirch-Gruppe und das wird in einem eigenen Kapitel umfassend dargestellt hat sich allerdings beim Kampf um die Vorherrschaft im Medienbereich - insbesondere beim Bezahlfernsehen - selbst zugrunde gerichtet. Vor allem übertrieben hohe Gebühren für Filmlizenzen und Sportrechte haben den Konzern letztendlich in den Ruin getrieben.

    Und wenn da mal einer aus der Reihe tanzt ... dann gibt es Ärger auf allen Kanälen.

    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:marktausblick-regulierungswut-haelt-investoren-in-atem/50117338.html

    Regulierungswut hält Investoren in Atem
    Das deutsche Leerverkaufsverbot versetzte Anleger in Panik. Und die Nervosität wird weiter anhalten: Sorgen über die Auswirkungen der europäischen Sparpakete werden Investoren wohl ebenso die Laune vermiesen wie die Angst vor weiterer Regulierung.

    http://www.sueddeutsche.de/geld/welt-in-der-schuldenkrise-die-angstwirtschaft-1.946626

    An den Börsen grassiert eine neue Angst: Die drakonischen Sparprogramme in nahezu allen Industrieländern könnten den zarten Aufschwung der Weltwirtschaft abwürgen.

    Die Furcht vor einem "Double Dip", dem Rückfall in eine neue Rezession, führte am Freitag zu einem weiteren Kursrutsch an den Weltbörsen. An der Wall Street ist der Dow-Jones-Index unter die Marke von 10.000 Punkten gesunken.

    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~EA41774AD964049B58B2C999009012671~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Ratlose Retter
    Union und FDP haben im Bundestag für den Euro-Rettungsschirm gestimmt. Sie haben damit das Fundament der Währungsunion eingerissen. Und den Euro in eine ungewisse Zukunft geschickt.

    Überall das gleiche Spiel ... die Existenz einer handlungsfähigen Regierung macht der Wirtschaft Angst. Immerhin haben Schröder (SPD) und Fischer (Grüne) dafür gesorgt, das man sich jahrelang super an allem bedienen konnte - und die haben noch kräftig am Sozialstaat gespart, damit noch mehr zum Verteilen da war.

    Angela Merkel hat sich mit jenen angelegt, die "entscheiden, aber nicht gewählt sind".

    In dieser Auseinandersetzung ... stehe ich ausnahmsweise mal auf ihrer Seite, zumal auch ihr Kumpan Schäuble anfängt, zurückzurudern: "es war ja alles gar nicht so ernst gemeint und wird auch nie kommen":

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7740225/Finanztransaktionssteuer-wird-an-USA-scheitern.html

    Nach der Billigung des Milliarden-Hilfspakets zur Euro-Rettung geht der Streit in der Koalition um die geplante Transaktionssteuer auf Finanzgeschäfte weiter. Finanzminister Schäuble geht allerdings davon aus, dass die Steuer ohnehin nicht kommt – ohne deutsche Schuld.

    Da bewegt sich schon mal jemand vorsichtig aus der Schußlinie.

  • Landtagswahl NRW 2010 - Rüttgers bleibt Teil 2: das Ende der Demokratie

    Selten möchte ich in der Landschaft stehen als jemand, der sagt: "Habe ich nicht Recht gehabt?".
    Erst recht in diesem Falle hätte ich es sehr vorgezogen, wenn der normale Gang der Politik in diesem Land etwas abgeändert worden wäre.

    Politiker verdienen in diesem Land sehr gutes Geld. Sie meinen, sie verdienen das auch, weil sie sehr gute Fachkräft sind. Ich meine, so langsam setzt sich bei ihnen eine Mehrheit der Lumpenelite durch: "Immer mehr Geld für immer weniger Arbeit" ... und wenn es mal kompliziert wird - Neuwahlen. Alles andere ist zu anstrengend.

    Man kann nun über die einzelnen Parteien sagen was man will, aber der Wähler in NRW hat ein eindeutiges Votum gegen Rüttgers abgegeben. Manche gegen Rüttgers und für Kraft, manche gegen Rüttgers und für Dosenpfand, manche gegen Rüttgers und für eine ganz neue Wirtschaftsordnung - sagt jedenfalls der Verfassungsschutz.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nicht-regierungsfaehig-was-die-nrw-linken-so-gefaehrlich-macht;2584745;2#bgStart

    Programmatisches Ziel der Partei Die Linke: Eine Überwindung des kapitalistischen Systems. Sie strebe - zumindest in Teilen "eine sozialistische Staats-, Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung in der Bundesrepublik an", so der Verfassungsschutz NRW. Dies sei aber "nicht ohne die Missachtung von Grundprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung vorstellbar," heißt es im jüngsten NRW-Verfassungsschutzbericht weiter.

    Eine neue Staats- und Wirtschaftsordnung wollen gerade viele. Nicht alle sagen es mit diesen Worten, aber der staatliche Eingriff in die Freiheit der Märkte - getragen von der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland (CDU) und ihrem Finanzminister (CDU) ist der Schritt in eine ganz andere Wirtschaftsordnung, die eine frühere CDU ohne Weiteres als sozialistisch bezeichnet hätte. Ob der Verfassungsschutz jetzt die CDU und die Bundeskanzlerin auch beobachtet ... nun, ich gehe davon aus.

    Bei den Linken ist es aber eher eine persönliche Fehde zwischen den Schlapphüten und den Linken:

    Die Linkspartei in Nordrhein-Westfalen hält vor Beginn der Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen an ihrer Forderung nach Auflösung des Landesamts für Verfassungsschutz fest. "Wenn es wirklich darum geht, eine standhaftere Demokratie zu schaffen, dann gehört dazu auch aus meiner Sicht eine Abschaffung des Verfassungsschutzes", sagte Linken-Landeschefin Katharina Schwabedissen im Deutschlandfunk (Im Bild: SPD-Chefin Kraft (rechts) und Grünen-Spitzenkandidatin Löhrmann). "Die Demokratie braucht transparente und demokratische Organe", fügte sie hinzu. "Das ist beim Verfassungsschutz nicht gegeben." Immerhin: Das Thema stehe für ihre Partei nicht an erster Stelle.

    Nicht nur wegen ihrer Ablehnung des Verfassungsschutzes wird die Linkspartei von diesem beobachtet. Der Vorwurf aus dem Innenministerium: Ein fehlendes Bekenntnis zur parlamentarischen Demokratie.

    Da kriegt der Verfassungsschutz wohl Existenzängste und fürchtet um seine Besitzstände. Dann ist klar, warum Die Linke mit aller Kraft verteufelt werden muß.

    Die Unfähigkeit der politischen Kaste, die Wählermeinung tatkräftig umzusetzen, kann man schlichtweg nur als erbärmlichen Offenbarungseid bezeichnen ... ein Luxus, den man sich in der Privatwirtschaft schon lange abgeschminkt hat.

    "Neee. Der ist links, dem verkaufe ich nichts, mit dem rede ich noch nicht mal" .... wird man dort nicht finden, noch wird man dem Kunden öffentlich vorwerfen, er sei nicht geschäftsfähig ... weil man selber nicht bereit oder fähig war, über den Preis zu verhandeln.

    Verhandeln können ist aber eine Grundvorraussetzung der Demokratie, gleichfalls die Notwendigkeit, mit anderen - auch extremen - Meinungen leben zu können, sofern sie das staatliche Gewaltmonopol achten.

    Nochmal zum Handelsblatt:

    BMW verstaatlichen? "Ja", meinte Linken-Politikerin Wagenknecht (Wahlkreis Düsseldorf) in einem Interview. Aussagen wie diese, die Forderung nach Verstaatlichung von Schlüsselindustrien und die ablehnende Haltung zu Privateigentum lassen die Verfassungsschützer aufhorchen.

    Diese Haltung sollte den Verfassungsschutz nicht aufhorchen lassen. Eher sollte es den Bürger aufhorchen lassen, das da der Verfassungsschutz aufhorcht, denn die Möglichkeit zur Verstaatlichung von Unternehmen
    ist eine grundgesetzkonforme Handlungsoption jeder Regierung.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verstaatlichung#Gesetzliche_Grundlagen_in_Deutschland

    Die Möglichkeiten einer Enteignung sind hingegen in Artikel 15 in Verbindung mit Art.14 Abs.3 des Grundgesetzes verankert. Dieser besagt: „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden …“. Das Grundgesetz trifft keine Aussage über die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland. Es kennt die Möglichkeit der Vergesellschaftung der Produktionsmittel, ordnet sie aber nicht an. Kennzeichen einer legalen Verstaatlichung ist es aber, dass eine Abwägung von Privat- und Allgemeininteressen durchgeführt wird und es zu einer angemessene Entschädigung des oder der Enteigneten kommt.

    Ich persönlich bin kein unbedingte Freund von Verstaatlichungen. Die Verstaatlichung der HRE hat uns viel Geld gekostet. Das wir dann auch mal zum Ausgleich ein paar profitable Unternehmen verstaatlichen - wäre nur fair. Wir wollen ja nicht immer auf den Kosten der anderen sitzen bleiben, oder? Das können wir uns auch gar nicht mehr leisten.

    Wenn aber der Verfassungschutz hier bei der Inanspruchnahme grundgesetzkonformer Maßnahmen meint, er müsse ein eigenes Wörtchen mitreden und seine eigene Vorstellung von der Wirtschaftsform dieses Landes mit Gewalt durchdrücken ... dann gehört er abgeschafft - nach seinen eigenen Regeln.

    Genauso abgeschafft gehören Parteien und Politikkasperle, die Politik als bequemes Geschäft verstehen, um sich die Taschen zu füllen und die öffentlich demonstrieren, das sie jede Arbeit scheuen, wenn es darum geht, den Wählerauftrag zu realisieren.

    Der Wähler wollte Rüttgers weg haben. Der Wähler will auch nicht nach Afghanistan, außerdem ist ihm dieses desaströse Abenteuer schlicht und einfach zu teuer. Der Wähler will nicht von Spekulanten ausgeplündert werden noch sich von Banken den letzten Cent aus der Tasche ziehen lassen um dann mit leeren Taschen auch noch für die Bankenrettung bezahlen zu müssen.

    Aber wen interressiert noch der Wähler. Wählt der falsch, gibt es eben Neuwahlen. "Und wir lassen den solange zur Urne gehen bis es paßt!"

    Und für Rüttgers hat Roland Koch schon mal einen Rat parat:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696043,00.html

    Koch traut Rüttgers also zu, es ihm gleich zu machen und eine herbe Wahlschlappe, die aber genau wie 2008 in Hessen immerhin noch mit einem Mini-Vorsprung für die CDU endete, einfach auszusitzen - und zwar in der Staatskanzlei.

    Und ich sach´ ja: Rüttgers bleibt!

  • Verschwörungstheorien: Porsche, RTL und Sat 1

    Es gab ja Zeiten, da war man völlig draußen, wenn man die Pest hatte. Oder Lepra. Keiner wollte was mit einem zu tun habe. Dann gab es Zeiten, da wollte keiner was mit einem zu tun haben, weil man Hexe oder Jude oder Zigeuner war. War noch schlimmer als Pest oder Lepra. Und letztlich kam man zu den Zeiten, da war man völlig draußen, wenn man arbeitslos war oder ... einer Verschwörungstheorie anhing:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie

    strong>Als Verschwörungstheorie bezeichnet man im weitesten Sinne jeden Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck, zu erklären.

    Der Begriff Verschwörungstheorie wird oft kritisch oder abwertend verwendet. In der Rhetorik ist die mediale Diskreditierung des Gegners vermittels eines solchen Vorwurfs ein erprobtes Instrument. Die Charakterisierung als Verschwörungstheoretiker ist Gegenstand von Diskussionen.[1]

    Aktuell sind es gerade zwei Vorfälle, bei denen Verschwörungstheorien zum Tragen kommen:

    http://de.news.yahoo.com/2/20100519/tbs-razzia-des-kartellamts-bei-rtl-und-p-f41e315.html

    Das Bundeskartellamt ist wegen des Verdachts verbotener Absprachen gegen die Fernsehkonzerne RTL und ProSiebenSat.1 vorgegangen. Eine Kartellamtssprecherin bestätigte einen Bericht von "Focus Online", wonach Räume der Sender in Unterföhring und Köln durchsucht wurden. Es gehe um den Vorwurf, dass die Sender sich abgesprochen haben, digitale Free-TV-Programme nur noch gemeinsam verschlüsselt auszustrahlen und gegen Geld zugänglich zu machen.

    Würde man doch nur dem Bundeskartellamt noch mehr Befugnisse einräumen ... wer weiß, wieviele Verschwörungen sie noch aufdecken könnten. Offensichtlich sind sie bei der Theorienbildung nicht durch die öffentliche Meinung eingeschränkt noch brauchen sie diese zu fürchten.

    Eine weitere Verschwörung bedroht gerade die Fusion des Automobilherstellers Volkswagen mit der Investmentfirma Porsche - die nebenbei ebenfalls Autos herstellt.

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,695547,00.html

    Die Investoren werfen Unternehmen und Managern vor, sie hätten 2008 Anleger bewusst fehlinformiert und so den Kurs der VW-Aktie manipuliert. Die Fonds machen einen Schaden von mindestens zwei Milliarden Dollar geltend. Porsche, Wiedeking und Härter weisen die Vorwürfe als unbegründet zurück.

    Seltsamerweise ... auch hier wird von der Presse nicht das Schild "Verschwörungstheorie" emporgehoben - dabei ist es genau der gleiche Prozess wie bei der Analyse und dem Aufdecken anderer Verschwörungen:
    man entdeckt Ungereimtheiten, versucht diese durch Bildung einer Theorie in eine logische Reihe zu bringen und informiert in Folge dann den Staatsanwalt.

    "Verschwörung" ist somit nicht das Ziel einer "Verschwörungstheorie" sondern immer ihr Ergebnis.

    Verschwörungen gibt es. Zwei haben wir gerade wieder im Blickfeld. Verschwörungen sind normaler menschlicher Alltag - im Betrieb, im Verein, in der Mietskaserne. Überall rotten sich Menschen zusammen, um ihre Ziele gegenüber anderen durchzusetzen. Geheimhaltung ist da oft von Vorteil.

    Warum ... sollten Superreiche in den USA dabei eine Ausnahme bilden? Warum sollten die lebenslangen Seilschaften von "Skulls & Bones" ausnahmseise mal nicht zum eigenen Vorteil (und damit zum Schaden der Allgemeinheit) genutzt werden? Dafür sind sie immerhin geschaffen worden ... damit man sich gegenseitig unterstützt. Auch eine Verschwörung, die als Absicht ganz offen geäußert wird.

    Und wenn man sich vorstellt, welche Ziele die haben, welches moralische bzw. ethisches Niveau bei ihnen herrscht, wenn man sich anschaut, mit welchen Mitteln und Methoden ihre Familien ihren Reichtum geschaufelt haben ... dann kann einem schon Angst und Bange werden bei den Dimensionen der Auswirkungen
    ihrer Verschwörungen...die im Prinzip von gleicher Art sind wie die Absprachen von Mietern eines Mietshauses gegen den Hausmeister.

    Und mal ehrlich ... jetzt mal an die Leser gewandt. Noch nie ... noch wirklich nie ... mit irgendwem zusammen insgeheim gegen irgendeinen fiesen Sack Maßnahmen ergriffen?

    Ok, dann seid ihr heilig. Das ist nicht meine Baustelle.

    Ach ja ... warum die Medien mit solcher Gewalt gegen Verschwörungstheorien vorgehen, die in gewisse Richtungen reichen (und alle anderen gerne veröffentlichen, weil man damit gut Geld machen kann):
    schaut mal, wem die gehören und wer in den Kontrollgremien sitzt...das reicht erstmal an Erklärungen.

  • Liebevoll Politik machen oder lieber Horrorschulden?

    Kürzlich war ich wieder bei einer Oldtimerralley. Ich genieße die Stimmung auf den Märkten, den Einblick in vergangene Lebensgefühle und auch ... die Menschen.

    Es steckt viel in solchen Autos, die, wie ein Ralleysprecher sagte, liebevoll restauriert sind. Liebe hat - vor allem durch die Medien - einen sehr schlechten Beiklang bekommen, bei der Jugend ist das was für "Emos" und ansonsten ist es eher eine Bezeichnung für jede Art von Geschlechtsverkehr.

    Das ist schade für solch ein Wort, denn mit alten Autos kann man kein Geschlechtsverkehr machen (jedenfalls würde das momentan mein Vorstellungsvermögen überfordern) und viele andere gedankliche Zusammenhänge, die hier zum Tragen kommen könnten, gehen einfach unter.

    Wenn jemand liebevoll sein Auto restauriert, meint man, das er auf jedes Detail achtet. Das er einerseits sehr sorgsam und fürsorglich ist, andererseits sehr leidenschaftlich auf Korrektheit bedacht ist. Es muß halt die "richtige" Plastikblume sein, die in der VW-Blumenvase steckt, sonst macht das Alles keinen Sinn.

    Es gibt auch etwas anderes, was mich zu den alten Dingen treibt. Ein Architekt hatte mir mal erzählt, das die Struktur der "klassischen" Bauten nachhaltig von "musikalischen Harmonien" geprägt ist. Sie sind so liebevoll ausgestaltet wie eine klassische Symphonie, während hingegen unserer moderne "Baukunst" eher an Straßenlärm erinnert und eine Beleidigung für die Sinne darstellt. Ich denke ... man kann solch einen Ansatz auch auf die alten Blechkutschen übertragen.

    Natürlich weiß ich, das diese Dinger auch negative Aspekte haben ... vor allem politisch gesehen. Aber das blende ich erstmal aus. Auch bin ich der Meinung, das unsere Lebensqualität ohne Autos deutlich besser wäre - man brächte auch nicht mehr in den Urlaub fahren um mal schöne ruhige Landschaften genießen zu können. Aber wir haben uns halt anders entschieden.

    "Liebevoll" sind unsere Mietskasernen und unsere Stromlinienkübel sicher nicht gebaut. Man nennt es halt eher ... "praktisch". Dabei ist "praktisch" nicht das Gegenteil von liebevoll, das Gegenteil von liebevoll ist haßerfüllt. Oder, wenn man die Perspektive ändert ... desinteressiert. Man muß ja auch nicht gleich jeden hassen, den man nicht liebt. Manche sind einem einfach "Scheißegal".

    Solche Gedanken kommen mir halt bei der Betrachtung alter, unsicherer, knatternder Fords von 1931. Und dann Frage ich mich ... wie würde eigentlich Politik aussehen, wenn sie so liebevoll ausgeführt wäre wie die Restauration alter Autos?

    Anders als jetzt, das kann man sich wohl vorstellen. Keine Lügen, kein Betrug, keine Abzocke. Man hätte wieder den Mut, auf zuviel Geld zu verzichten, um sich Lebensqualität zu erhalten. Es gäbe keinen Zins und Zinseszins ... und wahrscheinlich blieben uns auch viele häßliche Folgen der modernen Zivilisation erspart, die andererseits ganz viel Geld kosten.

    Nun - über dieses Thema haben viele Psychologen schon viele Bände geschrieben, deshalb möchte ich es nicht vertiefen und das ganze nur als Einleitung sehen zu einer besonderen Frage:

    wie nennt man eine Politik, die uns so etwas einbrockt:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verdeckte-schulden-dem-staat-fehlen-billionen;2583818;2

    7,85 Billionen Euro, mehr als das Dreifache des Bruttoinlandsprodukts, fehlen derzeit dem Staat, um diese Verschuldung abzutragen und die Zukunftslasten zu schultern. Das zeigt die gestern vorgelegte Generationenbilanz des Forschungszentrums für Generationenverträge der Universität Freiburg. Die Summe ist um ein Viertel höher als vor Jahresfrist. Da lag die sogenannte Nachhaltigkeitslücke noch beim Zweieinhalbfachen des BIP. Damit wächst sie im dritten Jahr in Folge, nachdem sie 2006 von 350 Prozent des BIP zunächst auf 190 Prozent gesunken war.

    Das ist ja ein deutlich höheres Sümmchen als dasjenige, das uns sonst immer präsentiert wird. Das gilt ja auch für den Afghanistankrieg:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,695430,00.html

    Insgesamt dürfte dem DIW zufolge die Deutschen die Beteiligung am Afghanistan-Krieg etwa 36 Milliarden Euro kosten. Dabei unterstellen die DIW-Forscher ein vergleichsweise optimistisches Kernszenario: Die derzeitige deutsche Truppenstärke von bis zu 5350 Mann genügt demnach, um das Land so weit zu stabilisieren, dass die Bundeswehr 2013 mit dem Abzug beginnen kann.

    36 Milliarden Euro ... wofür nochmal genau? Warum haben wir da jetzt nochmal genau ein Afghanistankorps?

    Das wirkt nicht gerade wie ein liebevoller Umgang mit dem mündigen Bürger. Wenn es aber nicht liebevoll ist ... welche Triebkraft steckt dann dahinter?

    Die Kosten einer lieblosen Gesellschaft sind gewaltig. Lieblos erzogene Kinder werden zu menschlichen Ungeheuern, lieblose Verwaltung erzeugt Haß, lieblose erzeugte Produkte erzeugen Wut - wenn sie nach drei Tagen nicht mehr funktionieren. Ein liebloses Leben ist ein schrecklich unsinniges Leben mit unglaublich niedriger Lebensqualität. Dagegen sind die Gesichter der Autorestaurateure deutlich entspannter - ja glücklich zu nennen - sogar wenn sie mit ihrem Liebling liegenbleiben.

    Das besonders absurde ... Liebe ist kostenlos. Sie kann nur geschenkt aber nie verkauft werden. Und sie ist das Beste was einem Menschen widerfahren kann. Wer sie besitzt und verteilen kann, der kann sich wahrhaft unermeßlich reich fühlen.

    Das weiß jeder Mensch ... und doch ... verhalten sich viele anders.

    Und irgendwie merke ich ... auf die Zusammenhänge hat vor 2000 Jahren schon jemand hingewiesen. Er lief über Wasser, weckte Tote zum Leben und vermehrte Speisen auf wundersame Weisen - hat auch nichts genützt.

    Man hat ihn gefolter, erniedrigt und ans Kreuz geschlagen dafür.

    Insofern ... sollte ich mit meine Erwägungen auch vorsichtiger sein. Vielleicht sollte ich empfehlen, das ich jeder "Ich hasse euch alle" auf die Stirn tätowieren läßt. Ich glaube ... bei gewissen krisenfördernden Berufsgruppen wie Investmentbankern und Unternehmensberatern wäre das wohl die korrekte Bezeichnung der Gemütslage.

  • Katastrophenalarm! Merkel regiert!!! Alle in Panik!

    Ich wollte schon immer mal gerne Katastrophenalarm geben. So mit vielen Schildern um den Hals um das Nachbardorf pilgern: "Gottes Zorn ist nah! Bierpreise steigen! Westerwelle kommt!" - irgendwie halt solche echten Knaller.

    Jetzt könnte ich es tun - völlig zurecht, wie einige Beobachter der Börsenszene bestätigen.

    Das Problem ist nur: sollte auch nur einer fragen, warum denn jetzt Katastrophenalarm ist, so könnte ich nicht viel dazu sagen, außer: "da stinkt was ganz gewaltig!"

    Holen wir etwas weiter aus. Wir wissen doch, wie man in Deutschland Politik macht. Erstmal setzt man sich hin und denkt. Da bei der momentanen Bildungssituation der politischen Kaste dabei eigentlich nichts herauskommt, ruft man dann den nächstbesten Lobbyisten an und fragt den, ob der was weiß. Der ruft dann seinen Chef an, der wiederum in seinem Verein nachhorcht was denn da günstig wäre. Zurück beim Politiker geht die Botschaft dann erstmal durch viele Ausschüsse und Parteitage um dann endlich irgendwann mal beschlossen zu werden.

    Das ist der Gang der Dinge in diesem Land. Notfalls - bei wichtigen Sachen - kauft man gerne noch die Meinung von hundert Experten dazu, damit man einerseits sein Budget loswird und andererseits sich auch noch zusätzlich absichern kann, falls es - wie zu erwarten - schief geht.

    Aber jetzt geschieht etwas Ungeheuerliches ... und die Medien reagieren kaum darauf.

    Auf einmal wird in Deutschland regiert! Als ob wir wieder einen Souverän hätten. ZACK ... schon ist ein Verbot draußen. Ganz überraschend. Die Lobbyisten wurden gar nicht erst gefragt, sie kriegen schon Panik und wollen auswandern, weil sie überflüssig werden. Führende Experten und andere bezahlte Dauerbedenkenträger sind ebenfalls völlig verunsichert und wittern schon die Barbarei im Anmarsch.

    Was ist geschehen?

    http://www.welt.de/finanzen/article7692959/Deutsches-Leerverkaufsverbot-erschuettert-Boersen.html

    Völlig überraschend hat die Bundesregierung in der Nacht sogenannte Leerverkäufe verboten. An den Finanzmärkten weltweit kommt das gar nicht gut an: Der Dax büßte am Morgen rund 2,4 Prozent ein, auch der Euro verlor weiter an Boden. Händler warnen, dass Investoren bald einen großen Bogen um Europa machen.

    Genau ... völlig überraschend. Dabei ... was hätte man bei diesem Thema nicht alles für schöne Ausschußsitzungen, Ratstagungen, Parteigespräche und Expertenrunden machen können .... Monate wären sicher ins Land gegangen, ohne das man sich um seine Zusatzvergütungen hätte Sorgen machen müssen.

    Und diese tollen Chancen haben Merkel und Schäuble einfach verspielt.

    Von wegen krank. Der hat einfach seine Ruhe gebraucht, um hinterrückst diesen Plan auszuhecken.

    Die Folgen dieser Entscheidung könnten verheerend sein:

    „Deutschland hat gerade die Lichter am europäischen Finanzmarkt ausgeknipst“, schimpfte ein hochrangiger Devisenhändler einer europäischen Bank in Singapur.

    Nun verlieren wir die tollen Investoren....gewinnen aber vielleicht etwas Zukunft, die sonst sehr düster ausgesehen hätte. Und wir gewinnen auf einmal ein unglaubliches Vertrauen in die Handlungsfähigkeit deutscher Politik, von der wir bislang dachten, die machen Ackermann und Hundt alleine. Und besser wir knipsen die Lichter am Finanzmarkt aus, als das der Finanzmarkt uns die Lichter zu Hause ausknipst.

    Was jedoch alle irritiert - mich eingeschlossen - ist die Tatsache, das man bis heute eigentlich gar keinen deutlichen Grund für die Eile der Entscheidung erkennen kann.

    Da fragt man sich doch: was wird da eigentlich gerade hinter den Kulissen der Macht gespielt? Was wissen die, was wir und die Börsianer nicht wissen?

    Sogar unsere Freunde im Euroland sind durcheinander - und sauer:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/leerverkaeufe-verbot-deutscher-alleingang-veraergert-eu-partner;2584006

    Frankreich zeigte sich irritiert über den deutschen Vorstoß. „Ich finde, dass jemand bei einer solchen Maßnahme zumindest den Rat der anderen Mitgliedstaaten einholen sollte“, sagte die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde. „Folglich erwägen wir dies nicht ... Wir haben nicht vor, dem Schritt zu folgen“, sagte Lagarde.

    Es gibt allerdings auch Aplaus:

    Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) applaudierte der Regierung für das Verbot.Oberste Priorität habe die Stabilität des Finanzmarktes. „Auch wenn nationale Maßnahmen dabei nur eine beschränkte Wirkung entfalten können, finde ich es richtig, dass Deutschland hier in der Europäischen Union eine Vorreiterrolle einnimmt“, sagte VÖB-Hauptgeschäftsführer Karl-Heinz Boos.

    Und die EU mahnt ... das übliche Vorgehen an, wie Barnier ausführt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,695659,00.html

    Er verwies darauf, dass die Kommission bereits eine Arbeitgruppe eingesetzt habe und dass er binnen weniger Wochen Empfehlungen für Leerverkaufs-Regelungen vorlegen werde. Einen formellen Vorschlag der Kommission werde es aber erst im Oktober geben.

    Arbeitsgruppen, Vorschläge, Diskussionen ... so geht das. Einfach regieren ... wo kämen wir dahin? Wo bleiben die Experten, die Lobbyisten, all´jene, die jetzt zornig sind:

    Der deutsche Alleingang beim Verbot von Leerverkäufen stößt weltweit auf Kritik. Finanzexperten halten das Instrument für wirkungslos, Paris und die EU-Kommission reagieren irritiert auf das Vorpreschen der schwarz-gelben Regierung.

    Angesichts dieses Verstoßes gegen die guten Sitten im internationalen Geschäft .... denke ich auch, da war was ganz Dickes im Anmarsch, das uns viel Geld gekostet hätte. Womöglich hätten Franzosen und die EU davon gewonnen, die Spanier verloren - und wir wieder bezahlt.

    Aber was das jetzt gewesen sein könnte, das eine solche Panikreaktion hervorgerufen hat ... wird man uns nicht verraten. Wir sind das Nutzvieh, die sind das Volk. Und wenn wir uns aufregen, wird nur die Milch sauer - das wollen wir ja nicht. Es reicht schon, das die Börse nervös wird ... aus den gleichen Gründen wie ich. Man ahnt, das da was Dickes kam. Aber keiner weiß, was.

  • Ich werd´ verrückt: Wirtschaftswissenschaftler blöder als Kanzlerin?

    So langsam - finde ich jedenfalls - sollte in die deutsche Politik wieder Ruhe und Ordnung einkehren, so das man weiß, woran man ist. Rechts sollte rechts bleiben und links links. Ich meine - beim Autofahren geht das doch auch....und das verstehen wir alle. Also, was soll das jetzt? Schon der Schröder hat ja alles durcheinandergewirbelt. "Wer für die Schwachen ist, wählt SPD", so war das schon immer. Arme, Alte, Kranke - alle waren dort gut aufgehoben. Dann kam Schröder und stellte für diese Gruppen erstmal das "Wir-dürfen-hier-nicht-hinein"-Schild vor den Eingang der Republik und man war ganz verwirrt? Wo sollten die denn dann hin? Ins Lager? In die Nordsee (außerhalb der Dreimeilenzone)? Viele gingen freiwillig ins Ausland, der Trend hält heute noch an.

    Das hatten wir noch nicht richtig verdaut ... da legt die Merkel jetzt noch einen drauf. Nach dem Motto "Wir nehmen alle mit" fängt sie an, sich äußerst sozial, gemeinschaftlich und fürsorglich zu verhalten und stellt sich schützend vor die Armen:

    http://www.newsdeutschland.com/nachrichten/Politik/20100518/2393348/Aktion-Rotstift-Merkel-und-Sch%C3%A4uble-machen-Druck.htm

    Arbeitslose sollen verschont bleiben, die Ministerien müssen verzichten: Bei einem Geheimtreffen sollen sich die Kanzlerin und Finanzminister Schäuble auf Leitlinien eines Sparpakets geeinigt haben, berichtet das "Handelsblatt". Die "Aktion Rotstift" erhöht den Druck auf sparunwillige Kabinettskollegen.

    Arbeitslose werden verschont ... und Ministerien müssen verzichten? Ja, hat die denn noch alle? Keine Dienstwagen mehr auf Staatskosten, kein Diensthandy, keine steuerfreie Versorgungspauschale, keine schönen lustigen Kaufmannsläden und Gabelstaplerfahrerscheine für Arbeitslose? Und die vielen schönen Dienstreisen, um mal zu gucken, wie bunt Brasilien ist? Mensch, Merkel, Geld ausgeben macht auch Ministerialbeamten viel Spaß! Die haben doch sonst nichts gelernt! Das kann man denen doch nicht einfach wegnehmen! Da darf man - genauer gesagt - auch gar nicht hinschauen, denn was da alles verbrochen wird, erinnert sehr an Griechenland - wir stehen da an Verschwendungssucht in nichts zurück. Wir hatten nur mehr zu verschwenden, deshalb fällt Griechenland etwas früher aus dem Rahmen als wir.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7678694/Merkel-und-Schaeuble-haben-Sparplan-schon-fertig.html

    Während die Debatte um Einsparmöglichkeiten der Bundesregierung in vollem Gange ist, sollen sich Kanzlerin und Finanzminister schon auf Grundlinien eines Maßnahmenpakets geeinigt haben. Gespart werden soll an den Einzeletats aller Ministerien. Zudem wollen Merkel und Schäuble steuerliche Vergünstigungen streichen.

    Die Einsparungen im Haushalt 2011 sollten sich auf die Streichung steuerlicher Vergünstigungen sowie auf globale Minderausgaben in den Einzeletats der Ministerien konzentrieren, berichtete das ?Handelsblatt?. Dort gebe es noch Luft, zitierte die Zeitung Regierungskreise. Dies gelte besonders für die Verkehrsausgaben.

    Nachdem von dem Konjunkturpaket II sogar unser Nachbardorf (150 Einwohner) einen völlig unnützen Parkplatz bekommen hat, auf dem die Kinder Rollschuh laufen, die Grundschule drei Dörfer weiter kurz vor der Schließung nochmal totalenergiesaniert wird und wir ein halbes Dutzend neuer, überflüssiger Kreisverkehre bekommen haben, wollen die auf einmal bei den Verkehrsausgaben streichen? Und ich hatte mich schon darauf gefreut, das unsere Straße auch einen Kreisverkehr bekommt. Er wäre genauso sinnlos wie die anderen....aber man kann ja später dann wieder zurückbauen, das geht ja auch. Hauptsache, das Geld wird eingesetzt, sonst denken die noch, man könnte es nicht gebrauchen.

    Jetzt stellt sich ja gleich auch die komplette Systemfrage. Was die alten Grünen schon lange wußten und die neuen Grünen einfach nicht wahr haben wollen: immer nur Wachstum macht jedes System tot. Darum muß man sich mal Gedanken darüber machen, wie man Verteilung in der Zeit am Ende des Wachstums organisiert.
    Während Merkel da schon mal handelt, sind die Wirtschaftswissenschaftler schon mal .... völlig durcheinander.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,695286,00.html

    Die Wirtschaftswissenschaft hält bislang keine Rezepte bereit, wie denn eine Wirtschaft mit weniger oder gar keinem Wachstum funktionieren könnte; die Professoren sind dem Dogma des steten Zuwachses genauso verfallen wie Politiker und Unternehmer. Noch vor kurzem forderte der Münchner Ökonom Hans-Werner Sinn von der Politik, "die Ausgaben im nächsten Jahr auf keinen Fall zurückzufahren" und sich sogar "weiter zu verschulden".

    Wofür bezahlt man die Leute eigentlich? Für die beständige Predigt: "Geld ausgeben ist toll (denn dann kriege ich selber auch mehr?)".

    Immer weitere Verschuldung fordern aber auf Griechenland schimpfen.....das riecht sehr nach Lumpenelitenethik. "Mach´ mir meine Taschen voll dann finde ich das alles toll!".

    Nun ist bei Arbeitslosen schon massiv gespart worden ... so massiv, das die Bundesagentur für Arbeit viele superbezahlte aktive Ruheständlerposten schaffen konnte. Über 13000 Euro im Monat für sinnlose Funktionen - alles auf Kosten der Steuerzahler. Besser kann man "Lumpenelite" kaum mit Inhalt füllen.

    Und "Arbeitslos" inklusive "Rentenarmut" ist ein Konzept, das den Bürgern auf Dauer nicht gefällt...weils einfach wie jede andere Arbeit auch sehr stressig ist aber superschlecht bezahlt wird.

    Wer jetzt aber denkt, das war es schon mit den linken Ausfällen der rechten Kanzlerin, der irrt, denn jetzt schlägt sie richtig zu:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,695429,00.html

    Geht es Finanzspekulanten jetzt an den Kragen? EU und Bundesregierung kündigen einen großangelegten Angriff auf die Finanzindustrie an. Mit der Aktion verfolgen Merkel und Co. vor allem ein Ziel: Die Wähler sollen endlich das Gefühl bekommen, dass sie nicht alleine für die Krise zahlen.

    Wenn es nach mir ginge, sollten die Wähler gar nicht für die Krise zahlen ... sie haben sie ja auch nicht angerichtet - aber wer fragt mich schon. Es wären viel mehr für die "Aktion Notopfer Deutschland", wenn daran Interesse bestehen würde ... aber man zahlt doch gerne für die Krise, glaube ich.

    Und es geht ja ... wie der Spiegel ausführt ... noch hauptsächlich um Gefühle. Also dürfen wir am Ende wahrscheinlich doch wieder die ganze Rechnung zahlen, während Speisen und Getränke andernorts gelandet sind.

    Aber immerhin ... es ist mal ein Anfang. "Von China lernen, heißt siegen lernen" ... so wird es bald heißen. Dort herrscht der Kommunismus. Horst Köhler selbst überzeugt sich gerade davon ... und von den unheimlichen Dingen, die der Kommunismus produziert:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,695429,00.html

    Wie China den Rest der Welt abhängt
    Bundespräsident Horst Köhler besucht in diesen Tagen China – ein Besuch des alten Exportweltmeisters bei seinem Nachfolger. Auch in anderen Disziplinen hat uns das „Reich der Mitte“ längst abgehängt

    Zum Beispiel in der Durchsetzung der staatlichen Souveränität gegen die Lumpenelite:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7684816/Reichster-Chinese-zu-14-Jahren-Haft-verurteilt.html

    Der Inhaber der Elektrogerätekette Gome mit rund 1200 Filialen in China ist zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der einst reichste Chinese, der auch eine Vermögensverwaltung besitzt, soll fünf Regierungsbeamte bestochen haben. Jetzt muss er eine hohe Geldstrafe zahlen und sein Geld ist auch weg.

    In Deutschland tragen solche Leute ein Bundesverdienstkreuz, weil sie am Bund soviel verdient haben ... bislang.

    Reichtum, Wohlstand und Gerechtigkeit für alle in Reichweite ... wo gibt es nochmal diese Maobibeln?

    Und was würden Chinesen mit solch einem Hirni anstellen, so einem Paradebeispiel eines Mitgliedes der bundesdeutschen Lumpenelite, die das Land in den Abgrund getrieben haben und gerne zum Zwecke der eigenen Vermögensvermehrung auch weiterhin treiben wollen.

    http://www.welt.de/vermischtes/article7688249/Porsche-Fahrer-rastet-wegen-Kinderstreich-aus.html?page=3#article_readcomments

    Porsche-Fahrer rastet wegen Kinderstreich aus
    Weil ein achtjährigen Jungen seinen Wagen mit Löwenzahnstängeln bewarf, rastete ein Porsche-Fahrer aus. Nach der "Attacke" auf seinen Porsche zerrte er den Jungen ins Auto und brachte ihn zur Polizei. Nun muss sich der 47-Jähriger aus Seevetal bei Hamburg demnächst wegen Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten.

    Ich wäre für fünf Jahre Einzelhaft wegen Freiheitsberaubung und lebenslangem Führerscheinentzug.

    Und ihr?

    Und wenn die SPD jetzt rechts ist und die CDU kommunistisch wird ... gibt´s dann die Maobibeln vielleicht schon am CDU-Stand?

  • Massenmord nicht schlimm. Überraschungseier schon

    Betrachtet man unsere Kultur von weiter draußen so stellt man seltsame Wertigkeiten fest. Einerseits wird der Besitz von Figuren aus Überraschungseiern bestraft, andererseits bleibt Massenmord ungestraft. Wie soll das zusammengehen? Ein Rätsel dem man sich mal widmen muß.

    Zuerst zu den Überraschungseiern.

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-regelsatz-kuerzen-wegen-ueberraschungseier-45752.php

    Der Behördliche Verfolgungswahn nimmt immer wieder kuriose Formen an: Einem 23jährigen Arbeitslosengeld-II Bezieher wollen Behörden den Hartz IV-Regelsatz kürzen, weil dieser Figuren aus Überraschungseiern sammelt

    Eine Sprecherin der Behörde verteidigte diese Vorgehensweise. Man wüßte schließlich, dass für einige Überraschungseier-Figuren Sammler manchmal mehrere hundert Euro bezahlt würden. Aus diesem Grund solle der junge Mann das Formular ausfüllen. Solche Figuren würden nämlich als Vermögen an den ALG II-Regelsatz angerechnet werden. Stefan J. beteuert gegenüber dem Westfalen-Blatt, dass seine Sammlung "vielleicht 100 Euro wert" ist. Doch für die Behörde muss alles seine Ordnung haben. Sehr wahrscheinlich droht dem jungen Mann dennoch eine Regelsatz-Kürzung. Und das nur, weil er ein paar Überraschungseier sammelt. (sb)

    Wahnsinn, oder? Die Ausschlachtung der Vermögen der Bürger nimmt immer kuriosere Folgen an. Weitblickend haben SPD und Grüne mit der ARGE eine Apparatur geschaffen, mit deren Hilfe sich ein ganzes Volk unterdrücken und in Angst und Schrecken versetzen läßt ... und deren Aufgabenbereich sich jederzeit ausdehnen ließe. Schon heute kenne ich aus dem Bekanntenkreis Fälle, wo auch normale Arbeitnehmer mit Hartz IV konfrontiert werde ... entweder hat die EX-Frau Leistungen beantragt und die ARGE fordert den Umzug des arbeitenden EX-Mannes in eine kleinere, hartz-gerechte Wohnung, damit er mehr Unterhalt zahlen kann oder aber man hat ein Verhältnis zu einer Hartz-Abhängigen und wird von der ARGE aufgefordert, einen anderen Job anzunehmen, wo man mehr verdient, damit man die Freundin auch mitversorgen kann.

    Alles live passiert....und das sind nur persönlich bekannte Fälle. Wahrscheinlich werden bald auch Humorkontrollen eingeführt: Glück soll ja der größte Wert der Welt sein ... und glücklichen Arbeitslosen drohen Regelkürzungen, wenn sie ihren Wert nicht veräußern. Streng nach Gesetzestext. Über Organspenden wurde ja auch schon nachgedacht.

    Gut, hoffen wir, das der junge Mann sich von seinem sinnlosen Hobby trennt und statt dessen besoffen öffentliches Tittytainment genießt, wie man es von seinesgleichen behördlicherseits erwartet.

    Während das Sammen von Überraschungseiern staatlicherseits streng bestraft wird, kommt man mit Massenmord prima davon:

    http://www.focus.de/panorama/vermischtes/medizin-geheimhaltungen-kosteten-zehntausende-patienten-das-leben_aid_509005.html

    Geheimhaltungen in der Gesundheitsforschung haben in den vergangenen Jahrzehnten Zehntausende Patienten das Leben gekostet, so die am Montag veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Vor allem das Verschweigen negativer Untersuchungsergebnisse bei neuen Medikamenten kommt häufig vor.

    Das ... habe ich selber erlebt. Ich kenne auch die Abteilungen, die von Firmen eingerichtet werden, um kritische Nachfragen der Ärzte abzufangen ... und die Methoden des Außendienstes, die Informationen zu blockieren. Es gab regelrechte Schulungen im Umgang mit "unerwünschten Ereignissen" mit dem Ziel, den Arzt dazu zu bewegen, die Meldung im Schrank zu lassen. Ich nenne so etwas Massenmord. Sicher, der Mord war nicht das primäre Tatziel, der Tod der Patienten wurde nur billigend in Kauf genommen. Wenn bei einem Banküberfall Zivilisten von Räubern erschossen werden, ist das allerdings auch Mord, sind es viele, ist es Massenmord.

    Das ist aber deutlich weniger schlimm als Überaschungseier sammeln. Wetten, diese Nachricht aus dem Fokus hat ... KEINERLEI FOLGEN?

    Immerhin handelt es sich bei den Mördern um Leistungsträger die tadellos gekleidet sind und durch viele Parteispenden positiv auf sich aufmerksam gemacht haben, während die Hartz-abhängigen nichts spenden und zumeist auch nicht von Hugo Boss eingekleidet werden.

    Wir sehen also: wir bräuchten viel mehr Sicherheitspersonal um ums vor den Folgen des Renditewahns zu schützen, die Leute gehen über Leichen. Wir bräuchten auch viel mehr Medienwächter, die die Flut von sinnlosen Informationen durchforsten und jene ständig wiederbringen, die für unser Leben existentiell wichtig sind... wichtiger jedenfalls als die endlosen Diskussionen darüber, wer "für uns" Fußball spielt.

    Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, wäre ein Grundeinkommen. Wie es aussieht, wäre das auch für die Überraschungseierindustrie sinnvoll - ich glaube kaum, das sich unsere Leistungsträger mit solchem Tinnef beschäftigen. Die gehen lieber ins Sado-Maso-Studio, wo sie mal so richtig austeilen können, wie sie es schon immer mal wollten. Noch eine Prise Koks dazu und der Tag ist ihr Freund.

    http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Wirtschaft/arid,194596_puid,1_pageid,20.html

    Deutschland brauche wieder eine eigene Währung, ein neues Bodenrecht und das bedingungslose Grundeinkommen. „Dann sind wir gerettet“, sagte am Samstag der Buchautor und Aufsichtsratsvorsitzende der L’or capital fine art AG, Nienburg, Andreas Popp.

    Eine interessante Perspektive führt uns dann gleich auch wieder zu den Überraschungseiern:

    Dem Einwurf von Kritikern, „dann arbeitet ja keiner mehr“, hielt Andreas Popp entgegen: „Schon jetzt haben wir eine Arbeitslosenquote von 80 Prozent.“ Denn: Zehn Prozent der Bürger seien Sozialhilfeempfänger, 20 Prozent erhielten Pensionen oder Renten, 30 Prozent bekämen sogenannte Transfereinkommen und von den 40 Prozent derer, die ein Erwerbseinkommen hätten, könne man die Hälfte streichen, weil ihre Arbeit den Wirtschaftskreislauf eher behindere als fördere.

    Zu denen, die den Wirtschaftskreislauf wohl eher behindern, gehören wohl auch ... die Jäger der verlorenen Überraschungseier. Und ob wir wirklich diese Heerscharen von Versicherungsvertretern brauchen ... ich glaube eher nicht. Die Bundesagentur für Arbeit könnte sowieso gestrichen werden, ebenso die ARGEn. Wahrscheinlich würden wir unterm Strich mit einem Grundeinkommen einen Riesengewinn machen - erst recht einen Gewinn an Lebensqualität. Die Notwendigkeit, zum Broterwerb über Leichen gehen zu müssen, hat so manchem Patienten schon das Leben gekostet. Sollte man sich gut in Erinnerung rufen, wenn man das nächste Mal zu Arzt geht.

    Aber wetten wir ... auch diese Überlegungen zur Rettung der deutschen Wirtschaft vor den Folgen der diversen Weltwirtschaftskrisen werden KEINERLEI FOLGEN haben? Obwohl wir alle davon profitieren könnten?

    Darf ich jetzt mal fragen, wie man ein Land nennt, das

    - Überraschungseierfigurensammeln mit Essensentzug bestraft

    - Massenmord an Patienten mit Steuererleichterungen belohnt

    - Lösungsentwürfe zur Krisenbewältigung konsequent ignoriert?

    Na, irgendwelche Vorschläge?

    Was auf jeden Fall nicht verwundert ist, "das man in diese Welt keine Kinder setzen möchte".

    http://www.focus.de/politik/deutschland/statistik-deutschland-im-geburtentief_aid_509125.html

    Elterngeld, Krippenausbau und Vätermonaten zum Trotz – Deutschland steckt in einem neuen Geburtentief. Während sich in anderen Industriestaaten Besserung abzeichnet, kamen hierzulande so wenige Kinder zur Welt wie seit Jahrzehnten nicht.

  • Butter, Zucker, Asche ... Inflation

    Die Börse mag ja "Merger". Das sind so Sachen, bei denen die "Phantasie beflügelt" wird. Merger ist, wenn zwei zu große Firmen sich zu einer dritten ultragroßen zusammmenschließen, die dann viel zu groß wird.

    Grund für die beflügelte Phantasie sind die "Synergieeffekte", das ist dann für die Börsianer wie Zuckerguß.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/marktberichte/us-boersen-eine-zuckerschicht-fuer-die-bittere-pille;2582537

    Die Aktienmärkte in New York haben zum Wochenauftakt zunächst keine klare Richtung gefunden: Enttäuschende US-Konjunkturdaten belasteten die Märkte. Doch die „angeregte Mergers-&-Acquisitions-Aktivität legt sich wie eine Zuckerschicht über die bittere Pille“, sagt Andre Bakhos von Lek Securities mit Blick auf wieder steigende Übernahmeaktivitäten auf Firmenseite.

    "Synergieeffekte" heißt auf Deutsch: Arbeitsplatzabbau. Da sind dann die Manager der Lumpenelite wie Fußballer: jeder abgebaute Arbeitsplatz ist ein Tor und wer die meisten Tore hat, wird Weltmeister - sprich: "Manager des Jahres". Und damit verdienen die ihr Geld, während wir nicht mehr wissen, wie wir die Butter bezahlen sollen.

    Ach ja, die Butter. Es heißt ja so schön, das wir uns die Butter nicht vom Brot nehmen lassen - aber trotzdem wird sie jetzt verschwinden:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/lebensmittelhandel-discounter-heben-butterpreis-um-23-prozent-an;2582615

    Die beiden größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka und Rewe sind heute dem Beispiel von Marktführer Aldi gefolgt und haben ihre Preise für das 250-Gramm-Stück der preisgünstigsten deutschen Markenbutter um 20 Cent auf 1,05 Euro angehoben. Damit verteuert sich Butter beim Discounter schlagartig um 23,5 Prozent.

    Preissteigerungen um 23,5 %? Das ist ... keine Kleinigkeit mehr. Erst recht nicht bei einem Grundnahrungsmittel. Was war geschehen? Verhandlungen mit den Bauern? Hat man die jetzt wieder lieb, obwohl die schlechte Renditen bringen? Oder hat man gemerkt, das Butter nahrhafter ist als Wetten auf Pleitegriechen?

    Der Milchindustrie-Verband hatte bereits vor einigen Wochen Preissteigerungen in Deutschland vorausgesagt, da die Weltmarktpreise für Milchprodukte zuletzt deutlich gestiegen waren.

    Oder darf man sagen, das man für Euro einfach nicht mehr soviel auf dem Weltmarkt bekommt? Sowas ist nämlich die logische Folge einer Entwertung der Währung - die Sachen werden teurer.

    Eine Inflation droht natürlich nicht - so die beruhigenden Worte der Experten ans Volk. Wenn man für immer mehr Geld immer weniger Butter bekommt, dann ist das keine Inflation, sondern dann ist das einfach so. Und auch sonst bleibt alles beim Alten - jedenfalls bis das Gegenteil bekannt gegeben wird.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe/angst-vor-inflation-ansturm-auf-die-filialen-der-goldhaendler;2582134

    Die Angst vor der Inflation und die Euro-Krise treiben den Preis des Edelmetalls auf ein neues Rekordhoch. Experten halten für das laufende Jahr sogar Preise bis 2 000 Dollar für möglich. Mittlerweile erwärmen sich ganz neue Käuferschichten für Barren und Münzen. Die Lager sind leer, lange Wartezeiten drohen.

    Schlange stehen wie zu Zeiten der alten DDR - da werden bei manchem nostalgische Gefühle wach ... jedoch nur beim Lesen. In der Schlange dürfte vor allem die Lumpenelite stehen, die der Währung "Euro" gerade den Rest gibt.

    Und wir zahlen das nicht nur mit höheren Steuern auf der einen Seite, sondern auch mit höheren Preisen auf der anderen Seite.

    Und über all dem schwebt zufälligerweise die überaus nützliche Aschewolke, die jeden Flugverkehr jederzeit auf Knopfdruck zum Erliegen bringen kann. Das ist politisch sehr nützlich, falls die Leute ihr Gold ins Ausland fliegen wollen.

    http://www.welt.de/vermischtes/article7670729/Die-Rueckkehr-der-Aschewolke-bringt-Streit.html

    Vulkanasche aus Island hat in Teilen Nordeuropas erneut für Flugverspätungen bei Tausenden Passagieren gesorgt. In Großbritannien, Irland und den Niederlanden wurden mehrere wichtige Flughäfen zeitweise geschlossen. Der Streit um die Messwerte ist erneut entbrannt.

    Da erfährt man nebenbei auch mal was über die letzte Luftraumsperrung:

    Als Mitte April der Luftraum über halb Europa fünf Tage lang wegen der isländischen Vulkanasche lahm gelegt war, blieb zunächst unklar, wie stark die Luft kontaminiert war. Weder konnte man den genauen Aschegehalt messen, noch gab es Grenzwerte, ab denen die Asche als gefährlich für Flugzeuge galt.

    Auf Deutsch: weder wußte man, ob Asche da war, noch wußte man, ob die überhaupt gefährlich ist. Aber es schien unglaublich toll, einfach mal nach Belieben Flughäfen schließen zu können. Immerhin könnte sich das ja mal als sehr nützlich erweisen.

    Ob Butterschmuggeln bald wieder Zukunft hat?

    Und ob man die Leistungselite wirklich daran hindern kann, das durch überflüssigen Arbeitsplatzabbau zusammengeklaute Geld ...ihre kleinen Zuckerchen ... ins Ausland zu bringen? Hat doch bisher auch nicht geklappt, oder?

  • Ballack fällt aus ... Euro fällt ´runter. Stammestänze überall.

    Die Prioritätensetzung bei modernen Nachrichtenmagazinen ist manchmal für mich nicht nachvollziehbar. Gerade läuft politisch und wirtschaftlich die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg ... und alle reden über einen jungen Menschen, der sich beim Ballspiel wehgetan hat.

    Es ist ein Herr Ballack, der die Nation in Unruhe versetzt. Hat Aua am Fuß und weint. Wie es aussieht, geht der öfter kaputt, dieser Ballack

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,695140,00.html

    Hüfte, Wade, Knöchel: Immer wieder hatte Michael Ballack mit Verletzungen zu kämpfen, die ihn auch um Einsätze in der Nationalelf brachten. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Verletzungen des Nationalmannschaftskapitäns in der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw.

    Vielleicht sollte er lieber Schach spielen? Ist auch viel spannender als Fußball. Und man sitzt bequemer.

    Desmond Morris - als Verhaltensforscher eigentlich eher im Zoo unterwegs - fand Fußball ebenfalls sehr interessant. Es sei ein Überleben archaischer Stammesrituale zu erkennen, so seine Meinung. Die Männer in der Jägergruppe jagen das Wild und erlegen es. Letzteres nennt man dann modern "Tor".

    Es mag sein, das die Stammestänze in Zukunft sehr wichtig für alle werden - wie auch die Stammeskultur. Nicht umsonst hieß es ja mal: nur Stämme werden überleben. Dann gibt´s wieder Häuptlinge und Medizinmänner, die Geister beschwören.

    Vielleicht kriegen die ja dann die "unsichtbare Hand des Marktes" in den Griff, die gerade dabei ist, ganz Europa zu erwürgen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,695067,00.html

    Die europäische Schuldenkrise hat den Euro zu Wochenbeginn auf den tiefsten Stand seit rund vier Jahren gedrückt. Am Montagmorgen ging der Wert der Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,2237 Dollar zurück. Das ist der niedrigste Stand seit April 2006.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/euro-krise-es-sieht-duester-aus-fuer-den-euro;2582317;7#bgStart

    Der Euro fällt und fällt. Während manche eine weltweit organisierte Attacke von Spekulanten vermuten, fühlen sich andere von der Politik hereingelegt.

    Und da sprechen manche ganz deutliche Worte - egal, wo nun die Ursache liegt:

    Griechenland wird irgendwann pleitegehen. Portugal und Spanien könnten sich anstecken. Europa kann nicht alle diese Staaten retten. Es sieht also düster aus für den Euro."

    Niall Ferguson, Finanzhistoriker Havard University

    Eigentlich ein Thema, das ganz vorne auf alle Tageszeitungen gehört - zumal es uns auch alle betrifft:

    http://www.welt.de/fernsehen/article7661015/Die-Liste-der-Grausamkeiten-zum-Schulden-Stopp.html;jsessionid=1EF5DCA3E135D34524153C74A569317A#vote_7661226

    Rettungspaket für Griechenland, Rettungsschirm für den Euro. Die Milliarden für Bürgschaften fließen den Politikern zurzeit mal wieder nur so durch die Finger. Doch wer tritt auf die Ausgaben-Bremse – und wer muss am Ende die Zeche bezahlen? Die Runde bei Anne Will war sich am Ende einig: Wir alle!

    Und überall redet man schon über neue "Grausamkeiten". Auch so eine unglaublich blöde Angewohnheit. Es ist nicht sonderlich grausam, wenn man seinen Kaffee mal schwarz trinken muß, weil die Milch alle ist.

    Grausam ist, hungern zu müssen, während die Räuber nebenan in der Bank, der Unternehmensberatung und der Bundesagentur für Arbeit fürstlich schmausen und einen noch verspotten, zum Faulpelz und Untermenschen degradieren und sich insgeheim köstlich darüber amüsieren, wie leicht man ohne Arbeit durchs Leben kommt -mit Leerverkäufen, Massenentlassungsorgien und elitären Seilschaften. Und so bietet sich das Land derzeit dar.

    Macht also Sinn, sich wieder auf die alten Stammesrituale zu besinnen. Instinktiv spürt man wohl, das in Zukunft der Stamm für das Überleben sorgen muß, wenn die republikanische Gemeinschaft von der Lumpenelite endlich restlos ausgeplündert, vergewaltigt und völlig verblödet am Boden liegen gelassen wird.

    Ich lerne jetzt schon mal chinesisch, damit ich in Zukunft die Entwicklungshelfer verstehe, die uns bereisen werden. Mit unserem eigenen Stammesgekläffe werden wir dann nicht mehr weit kommen.

    Ich frage mich nur: welcher Stamm nimmt schon einen Eifelphilosophen? Schalke 04? Wäre mir ganz recht.

    Oder kann ich Asyl beantragen ... wegen Folter, Diskriminierung und seelischer Grausamkeit? Dafür müßte heutzutage doch schon der Zustand "Arbeitslosigkeit" ausreichen - und der wäre schnell erlangt.

    Dabei wäre das Leben so schön ... ohne Lumpenelite. Sonne, Wind, Frühling, Früchte, Gerste, Korn ... das alles gibts gratis völlig ohne Lumpen. Liebe und das glückliche Glucksen von kleinen Menschen auch.
    Und mehr als diese Dinge ... braucht kein Mensch.

    Außer vielleicht diese Stammesrituale....selbst wenn die mir selber leider völlig fremd sind. Aber vielleicht kann man das lernen.

  • Bundesagentur für Arbeit ... ein Lumpenelitenbiotop

    Es liegt viel auf meinem Tisch. Manch´ Beschauliches, manch´ Besinnliches harrt der Formulierung, manch ein Blick in die Zukunft will gewagt werden, man ein Blick in die Gegenwart muß schärfer gestellt werden, man ein Blick in die Vergangenheit braucht eine neue Perspektive.

    Doch dann ... findet man so etwas:

    http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/bundesagentur-fuer-arbeit-gutduenken-und-geschacher_aid_508308.html

    Bundesagentur für Arbeit
    Gutdünken und Geschacher
    Die Bundesagentur für Arbeit hat bei der Vergabe von Jobs und Boni offenbar willkürlich Bewerber und Mitarbeiter bevorzugt. Der Rechnungshof nennt mögliche Straftatbestände.

    Es ist ungeheuerlich, mit welch´ feudaler Selbstbedienungsmentalität dort zugegriffen wird.

    Die Bundesagentur für Arbeit hat hundertfach Posten mit Luxus-Vergütungen ohne Ausschreibung besetzt. Das kritisiert der Bundesrechnungshof in einem Gutachten, das FOCUS vorliegt. Danach schuf die Agentur ohne Kenntnis und Zustimmung der Bundesregierung 2006 ein Vergütungssystem für außertariflich beschäftigte Arbeitnehmer, „um als Arbeitgeberin wettbewerbsfähig zu sein“. Das System sieht zahlreiche Gehaltskomponenten vor: ein Monats-Fixum von 5300 bis 7200 Euro plus drei verschiedene monatliche Zulagen, die das Monatsgehalt auf bis zu 10 350 Euro anheben. Dazu kommt ein jährlich gestaffelter Bonus von bis zu 6300 Euro sowie Geschäftswagen, Handys und zusätzlicher Urlaub.

    10 350 Euro Monatsgehalt. Da kommt manch ein Geschäftsleiter nicht mit. Alles Geld vom Steuerzahler.
    Alles Geld für Nichtstuer. Alles Geld für Menschen, deren tägliche Arbeitsleistung der ihrer Kunden entspricht ... sofern die nicht in "Maßnahmen" stecken. Dann arbeiten die Kunden nämlich schon mehr.
    Dort haben sich die Parteien also wieder ein Lumpenelitenbiotop aufgebaut, wo sie ihre getreuesten Lumpen auf Kosten der Allgemeinheit gut endlagern können, dort hat die Lumpenelite wieder einmal den Einbruch in die Geldströme geschafft um sich hemmungs- und anstandslos vollzusaugen.

    Man denkt automatisch an Vergleiche aus dem Tierreich, mit denen diese Lumpen ja nicht sparen, wenn es um ihre "Kunden" geht.

    Laut Gutachten hatte die Agentur im Februar 2010 rund 240 dieser außertariflichen Verträge geschlossen, „mehrere Positionen wurden mit Bewerbern besetzt, zu denen ein Entscheidungsträger persönliche und frühere berufliche Kontakte hatte“, so die Prüfer. Auch fanden sie in den Personalakten „mitunter keine Bewerbungsschreiben“. Nachfragen des Bundesarbeitsministeriums habe die Agentur „verweigert“.

    Dort wird eine Behörde mit moralisch äußerst bedenklichem Gesochse überflutet, eine Behörde, die in einem sehr sensiblen gesellschaftlichen Bereich arbeitet. 240 dieser Luxuszeckenverträge alleine im Februar.
    Wieviele tausende von Luxuslumpen hat man denn da inzwischen untergebracht ... während man sich öffentlich groß über die wachsenden Kosten für die "Arbeitslosigkeit" beschwerte? Sind inzwischen in diesem geldgierigen menschenfeindlichen Gesochse alle normalmenschlichen Hemmungen beseitigt worden, die sich ein normaler Mensch im Umgang mit seinen Mitmenschen selbst auferlegt? Wurde es jetzt von oberer Stelle offiziell abgesegnet, das jede Form von entwürdigenden Einsparungen bei Arbeitslosen und Lügen bei Arbeitslosenstatistiken luxuriös vergütet wird, damit das System weiterhin läuft und Kosten ohne Ende verursacht, während man Arbeitslosen den vierten Gabelstaplerfahrerschein finanziert oder ihne einen eigenen Kaufmannsladen einrichtet (wir berichteten)?

    Und dann läßt man auch noch groß klagen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694926,00.html

    Die geplante Jobcenter-Reform kostet womöglich Hunderte von Mitarbeitern der Bundesagentur für Arbeit (BA) ihre Stelle. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.

    Na ja, die ehemaligen Friedhofsverwalter sind ja verbeamtet, die muß man behalten. Aber einige fähige Leute mit Zeitverträgen müssen die Seiten wechseln und sitzen etwas später wieder im gleichen Büro. Da Hartz-IV ja so üppig ist, das man sich ein tolles Leben davon leisten kann, muß man sich doch darüber nicht groß aufregen, oder? Bald hat dieses Land 10 Millionen Gabelstaplerfahrer ... nur gibt es nichts mehr zu stapeln.

    Aber die Lumpenelite schlägt schon zurück:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694926,00.html

    Allerdings verfügt das Arbeitsministerium über Vergleichszahlen: So sind die Ausgaben für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld in den bestehenden Optionskommunen pro Kopf der Wohnbevölkerung mit durchschnittlich 18,60 Euro deutlich höher als bei vergleichbaren Jobcentern (16,70 Euro).

    Während die Optionskommunen für Unterkunft und Heizung im Schnitt 15 Euro ausgeben, sind es bei den Jobcentern 13,10 Euro. Auch die Langzeitarbeitslosenquote lag 2009 bei den Optionskommunen mit 4,9 Prozent höher als bei den Jobcentern (4,5 Prozent).

    Ja, darauf sind sie stolz. "Unsere Arbeitslosen frieren mehr, wohnen in Schimmelbuden und liegen uns nicht so lange auf der Tasche." Nun - die Jobcenter geben ja nebenbei auch viel Geld für Gabelstaplerfahrerscheine aus, sie bekämpfen die strukturelle Arbeitslosigkeit des Landes mit Instrumenten aus der Steinzeit, die auf einem sehr bedenklichen Menschenbild beruhen ... dem Menschenbild des faulen, hinterhältigen, egozentrischen Schmarotzers, der sich den ganzen Tag nur Gedanken darüber macht, wie er möglichst ohne Arbeit an das Geld anderer Leute kommen kann.

    Das sind Gedanken, die der Lumpenelite so durch den Kopf geht, wenn sie vor dem Spiegel stehen. Und da sie sich nur mit Ihresgleichen umgeben, denken sie ... es wären alle so.

    Es sind aber nicht alle so. Es sind nur wenige so soziopathisch veranlagt. Normale Menschen würden diese Lumpenjobs ablehen, weil sie sich nicht mehr im Spiegel anschauen könnten....oder weil es sich nicht ruhig schlafen läßt, so als Krimineller. Nochmal zum Fokus:

    Der Bundesrechnungshof fordert das Arbeitsministerium auf, den Schaden festzustellen und „mögliche Straftatbestände“ zu prüfen. Es stelle sich „die Frage nach der Verantwortlichkeit des Vorstands“.

    Ich denke ... bessere Gründe für ein Grundeinkommen hat es selten gegeben. Fort mit dem ganzen Gesochse, fort mit der Steuergelderverschwendungsbehörde BfA, der Bundesagentur für Arbeitslosenstatistikverschönerung ... denn so einen Luxus können wir uns nicht mehr leisten. Und je länger wir ihn uns leisten, umso weniger lange werden wir ihn uns noch leisten können.

    Leisten wir uns lieber Geldspenden an die Elite der Edlen und Guten in dieser Gesellschaft, an jene wahren Leistungsträger, die sich selbstlos und aufopferungsvoll gegen ein System wehren, das unsere Wirtschaft, unsere Demokratie und unsere alltägliche Lebensqualität langsam erwürgt und erstickt.

    http://www.chefduzen.de/tk/Flyer/Spendenaufruf_Kallay_EuGH_27_04_2010.pdf

    Um die Hartz-IV-Klage vom Bundesverfassungsgericht vor dem Europäischen Gerichtshof weiter zu führen,
    benötigt der Kläger dringend(!) Spenden.
    Wir bitten jeden Nutzer/Leser um eine kleine Spende. Auch 2 Euro helfen weiter -Kontodaten :
    http://www.chefduzen.de/index.php/topic,21339.0.html

    Infos und Diskussionen zum Hartz-IV-Urteil des BVerfG und dessen Folgen:

    http://www.chefduzen.de/index.php/board,128.0.html

    Also ... zwei Euro sind ein stolzer Preis. Das ist viel Geld. Aber mir ist´s die Mühe wert. Ich denke, ich werde das mal mit meinen Kindern besprechen und eventuell noch was drauflegen.

    Und wer noch einen Euro übrig hat ... auch hier wird gute Arbeit geleistet. Das sind die Trümmerfrauen von heute, die das Land schon heute auf der einen Seite wieder aufbauen, während die Lumpenelite auf der anderen Seite immer schneller an seinem Untergang arbeitet:

    http://www.die-keas.org/die-keas-e.v.

    Wir vertreten uns selbst!
    Erwerbslosigkeit ist weder persönliches Schicksal, noch schuldhaftes Vergehen der Betroffenen! Erwerbslose werden zunehmend sozial und finanziell isoliert. Im Rahmen der Selbsthilfe wollen wir einen Beitrag dazu leisten, Interessen im Sinne menschlicher Würde und menschlicher Grundrechte aus der Perspektive eigener Betroffenheit heraus zu artikulieren und selbstbewusst nach außen zu vertreten.

    Unser Name ist Programm!
    Neben der Herausgabe des »Kölner Erwerbslosen-Anzeigers (KEA)« begleiten sich die KEAs gegenseitig beim Gang zur ARGE o.a. Ämtern, bieten offene Beratungen zum SGB, veranstalten improvisierte „Erwerbslosen-Frühstücks“, unterstützen kreative Protestformen gegen Sozialabbau, aber auch Engagements auf soziokultureller Ebene, sich das Leben gemeinsam einfach etwas schöner zu gestalten. Die gefühlte EIGENnützigkeit in dem Sinn, dass es jedem KEA Spaß macht, ist dabei ein MUSS!

    KEAs kommen niemals allein!
    Das „Wappentier“ ist der neuseeländische Berg-Papagei Kea, der zu den intelligentesten Vögeln der Erde gehört (Film anschauen). Seine Strategie: Er tritt stets im Kollektiv auf und weiß sich Arbeit und Nahrung mit anderen solidarisch zu teilen.

    Was für ein erfrischender Unterschied zu den widerlichen wahnhaften Träumen der Lumpenelite ... und was für ein herrlicher Unterschied im Menschenbild.

    Dort - der Mensch ein Ungeheuer.

    Hier - der Mensch ... so wie er eigentlich ist. So wie er sein muß, wenn er überleben will.

    Ich würde mir für dieses Land noch viel mehr neuseeländische Berg-Papageien wünschen...und weiß eigentlich auch, das sie da sind.

    Hartz IV ist die offene Kriegserklärung der überversorgten Lumpenelite an die Bevölkerung gewesen....und insofern zeigen die Vorfälle bei der Bundesagentur nur die zwangsläufigen Folgen: dort sammeln sich die Aasgeier. Dort und überall da, wo man für ganz wenig Arbeit ganz viel Geld bekommt ... und zusätzlichen Urlaub.

  • Weltuntergang 2010? Wie schön....der späte Sieg des Kommunismus

    Eigentlich denke ich, ich denke schon finster genug. "Even the worsest case" ... ein Managergrundsatz, mit dem bei keiner Entscheidung etwas schiefgehen kann. Gehe immer davon aus, das das Schlimmste passiert, dann erwischt dich die Realität nie unvorbereitet - und Du hast immer gute Laune, weil alles besser kommt als erwartet.

    Jetzt ... scheint in der Tat die Wirklichkeit doch noch mal schlimmer zu werden, als ich es erwartet hätte - und auf einmal machen auch die Pläne zu einer zivil-militärischen Zusammenarbeit viel Sinn (wir berichteten) und passen ins Bild.

    Doch hören wir erstmal einen Fachmann zu dem Thema:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/querdenker-im-interview-wir-laufen-in-eine-grosse-depression;2576378

    Die Finanzmärkte werden zusammenbrechen, die Europäische Währungsunion zerbrechen und die Welt in eine große Depression schlittern. Ein düsteres Untergangsszenario? Ganz und gar nicht, sagt Gerald Celente, Gründer des Trends Research Institute in Kingston (USA). Im Interview mit dem Handelsblatt erklärt der Querdenker, warum er mit dem Schlimmsten rechnet.

    Ich kann mich noch erinnern, wie ich Mitte der neunziger Jahre noch heftige Diskussionen darüber geführt habe, das so etwas wie eine Weltwirtschaftskrise unmöglich noch mal geschehen kann. Wir haben aus dem Desaster gelernt. Es gibt mannigfaltige Sicherheitsprogramme, die das Verhindern.

    Dann kam Schröder und setzt einfach mal alles außer Kraft.

    Toll.

    Und danach Merkel mit ihren wöchentlichen "Die-Krise-ist-endgültig-vorbei!Hurra!"-Trompeten. Die dachte wohl wirklich, sie redet nur zu horntragendem Nutzvieh und die merken sowieso nichts mehr.

    Die Krönung war dann wirklich das letzte Wochenende. Plötzlich und aus heiterem Himmel gibt es eine "Schlacht um den Euro" (so ein Investmentberater) und man schmeißt innerhalb von zwei Tagen erstmal 750 Milliarden Euro auf den Pokertisch.

    Die anderen jedoch, die Ínvestementzombies und Talibanker verfügen über 22000 Milliarden Euro. Die können viel länger durchhalten als wir. Wenn die den Euro schlachten wollen, dann werden die das einfach tun.

    http://www.welt.de/finanzen/article7631087/Boersianer-nehmen-die-Euro-Zone-auseinander.html

    Der gemeinsame Anlageraum in Europa ist tot. Der Grund dafür: Die Finanzmärkte an der Peripherie der Euro-Zone stürzen ab. Privatanleger verlassen mit ihren Investments in Scharen den Euro-Raum, die Währung sackt dramatisch ab. Der Euro fällt auf niedrigsten Stand seit 19 Monaten.

    US-Präsidentenberater Paul Volcker sagte gar einen Kollaps der Euro-Zone voraus.

    So etwas macht Hoffnung.

    Auch der politische Umgang der Euroländer untereinander scheint deutlich ruppiger geworden zu sein und Klein-Merkel macht nicht den Eindruck, als würde sie dem gewachsen sein:

    http://nachrichten.t-online.de/sarkozy-drohte-merkel-bei-krisengipfel-angeblich-mit-euro-austritt/id_41691000/index

    Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy soll im Streit um das Rettungspaket für Griechenland Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Austritt aus der europäischen Währungsunion gedroht haben. Dies berichtete die spanische Zeitung "El Pais" unter Berufung auf Vertreter der in Madrid regierenden Sozialisten. Doch ebenso wie Deutschland und Frankreich dementierte die spanische Regierung den Bericht.

    Wie glaubhaft sind noch die Dementis von Leuten, für die die Krise seit einem Jahr vorbei ist. Ach ja ... und seit dem wir die 750 Milliarden auf den Tisch gelegt haben, ist ja auch die nicht mehr vorhandene Krise vorbei. Jedenfalls für einen Tag.

    Die Kanzlerin jedoch, wie immer auf der Höhe der Zeit ... hat für die deutschen Beter schlechte Nachrichten:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7630570/Merkel-stimmt-die-Deutschen-auf-hartes-Sparen-ein.html

    Der Auftritt der Kanzlerin beim Kirchentag brachte schlechte Nachrichten. Weil Deutschland jahrzehntelang über seine Verhältnisse gelebt habe, laute die zentrale Frage der nächsten Wochen: "Wo können wir sparen?" Merkel kündigte an, die Förderprogramme für Arbeitslose auf den Prüfstand zu stellen.

    Das wird jetzt viele hart treffen, die sich schon auf ihren vierten Gabelstaplerfahrerschein gefreut haben aber in der Krise müssen wir halt alle Opfer bringen.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/dax-ausblick-anleger-zittern-vor-der-kommenden-woche;2580946

    Anleger zittern vor der kommenden Woche
    Die Unruhe ist wieder da. Schon am Freitag hat der Dax nach seiner rasanten Aufholjagd eine Pause eingelegt. Börsianer fragen sich besorgt: Reicht der 750-Milliarden-Schirm, um den Euro zu retten? Unternehmensnachrichten tragen kommende Woche kaum zur Beruhigung bei.

    Was ist das nur für ein armselige Leben geworden, das man sich vor Montag Morgen fürchten muß ... weil da eventuell die Welt untergeht. Untergeht? Nein, untergegangen wird. Das ist alles menschengemacht. Das könnte man alles sofort aufhalten, gleich heute - nicht erst am Montag.

    Aber es will keiner, weil die politischen Entscheidungsträger mitlerweile am Untergang sehr gut mitverdienen. Und mit Sicherheit laufen auch schon darauf einige Wetten, die der Deutschen Bank letztlich ein gutes Ergebnis im Investmentbereich bescheren werden.

    Aber ich denke ... mit einem Gedanken müssen wir uns anfreunden. Der Kommunismus ist nicht tot. Er hat den Kampf der Systeme gewonnen. Wir hier als Verlierer dürfen nur nicht darüber reden. Nicht öffentlich jedenfalls.

    Aber wir dürfen uns drauf freuen, das die kommunistische Wirtschaft uns an ihrem Erfolg teilhaben läßt und uns noch ein paar Ramschwaren abkauft.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694749,00.html

    Die Exporte nach China sind gegen den Trend gewachsen: Die Bundesrepublik hat die Ausfuhren in die Volksrepublik im vergangenen Jahr um sieben Prozent gesteigert - Anfang 2010 waren es sogar 52 Prozent.

    Und wir machen uns Sorgen um unsere Zukunft ... dabei steht die schon fest: für die Chinesen T-shirts nähen und abends dann zur Suppenküche.

    Muß ich jetzt davon ausgehen, das wir bei der Wiedervereinigung doch lieber das "andere" System genommen hätten, das "nicht wirtschaften" konnte?

    Immerhin, "nicht wirtschaften" können wir auch - aber in viel größerem Ausmaß als "die anderen".

    Und so wird die Geschichtsschreibung der Zukunft wohl vom späten Sieg des Kommunismus sprechen...müssen.

    Na ja, aber erst kommen jetzt mal die Trümmer, dann die Trümmerfrauen und dann die Geschichstschreiber - immer alles schön der Reihe nach.

  • Ackermann killt Deutschland und den Euro, Aufmarschpläne in Österreich

    ...so eine Überschrift würde ich mir wünschen. Was kriege ich stattdessen?

    http://wirtschaft.t-online.de/ackermann-zweifelt-an-schuldenrueckzahlung-durch-griechenland-/id_41681294/index

    Ackermann zweifelt an Griechenland
    vom 14.05.2010 | apn, AFP

    Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bezweifelt, dass Griechenland seine Kredite vollständig zurückzahlen können wird. "Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln", sagte Ackermann in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Dazu bedürfte es "unglaublicher Anstrengungen". Dennoch müsse Griechenland stabilisiert werden. Wenn das Land "fallen würde", würde dies mit großer Sicherheit auch auf die anderen Länder übergreifen und könnte zu "einer Art Kernschmelze" führen.

    Wir haben ja gelernt, das die Börse größtenteils Psychologie ist. Man glaubt an eine Aktie oder auch nicht. Kommt dann eine Ratingagentur daher und sagt: "Wir glauben daran" kauft man voller Begeisterung den größten Mist - das haben wir ja die letzten Jahre erlebt. Und jetzt kommt dieser Ackermann daher und sagt auch noch, das die ganze Riesenrettungsaktion für Griechenland wahrscheinlich großer, unsinniger Mist ist. Er selbst hat deshalb ja auch kaum Griechenlandanleihen in seinem Tresor. Ja, wie sollen die Deutschen denn jetzt auf eine solche Botschaft reagieren? Voller Begeisterung noch mehr Geld in Griechenland hineinpumpen oder die Bundeswehr zur "Aufbauhilfe" a´la Afghanistan schicken?

    Europa müsse vielmehr “den Druck erhöhen, dass Griechenland saniert“ werde, sagte Ackermann

    Na, das könnte ja dann die in Afghanistan mitlerweile kampferprobte Bundeswehr übernehmen - Druck ausüben können die mitlerweile ganz gut, denke ich. Oder was hatte er sonst an Methode im Sinn? Trinkwasserenteignung?

    Da er nicht blöd ist ... setzt er gleich noch einen drauf:

    Die Deutschen müssten sich nicht um ihre Renten, Versicherungen und Löhne sorgen. "In Deutschland muss man meines Erachtens überhaupt keine Angst haben", sagte der Deutsche-Bank-Chef. Die großen Einsparungen kämen in den Ländern mit großen Defiziten, sagte Ackermann und nannte Griechenland, Spanien, Italien und Portugal. Deutschland werde "auch durch die Exportstärke davon profitieren können, auch gerade deswegen, weil der Euro schwächer geworden ist".

    Der "gute" Deutsche gegen den "bösen" Griechen. Wir mit unserer goldenen Zukunft schleppen die ganzen Versager mit durch. Und anders als bei Hartz IV - wo wir schon Ähnliches tun - sind das noch nichtmal Deutsche, noch leben die hier.

    Wenn man mal davon ausgeht, das Ackermann nicht ganz so mental minderbemittelt ist wie der deutsche Durschschnittspolitiker ... was hat er dann wohl mit seinen Äußerungen beabsichtigt - außer der Vernichtung der Kreditwürdigkeit Griechenlands, der Bloßstellung der Sinnlosigkeit jeglicher Hilfeleistung und dem offenen Hinweis darauf, das es uns Deutschen ohne den Euro besser gehen würde?

    Hier streut jemand ... Salz in die Wunden des Durschschnittsdeutschen ... und er lügt wie gedruckt:
    ein Blick in die Zeitung zeigt, das es uns Deutschen gar nicht gut geht:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,694710,00.html

    Städten und Gemeinden droht die größte Haushaltskrise seit Bestehen der Bundesrepublik. Städtetagspräsidentin Petra Roth erwartet ein Defizit von 15 Milliarden Euro - damit würden die Kommunen ihren Negativrekord aus dem Krisenjahr 2003 fast verdoppeln.

    Städte und Gemeinden ... das sind die Orte, wo "wir" zu Hause sind. Wird es dort knapp, merken wir das ganz schnell. Und ... "die" wissen, das wir das merken werden. Und bereiten sich vor:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/564567/index.do

    In Österreich gibt es einen geheimen Notfallplan, sollte sich die Finanzkrise zuspitzen. Dies wurde erstmals am Dienstag am Rande des Ministerrats bekannt. Im Innenministerium liegen entsprechende Aufmarschpläne der Exekutive vor. Demnach müssen die Kreditinstitute vorübergehend die Schalter schließen und die Bankomaten sperren. Das Innenministerium bestätigte der „Presse“ die Existenz solcher Direktiven, äußerte sich aber nicht zu den Details. Schließlich sind veröffentlichte Pläne wohl nur noch halb so wirksam. Dem Vernehmen nach geht es dabei in erster Linie um den Schutz der Infrastruktur. Vom Prinzip her will man argentinische und griechische Zustände wie ein Erstürmen von Banken oder eine Massenpanik vermeiden. Die Handlungsanweisungen dafür gibt es nicht erst seit ein paar Wochen, sondern sie wurden bereits zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 festgelegt.

    Aufmarschpläne der Exekutive ... Polizei (und Militär?) besetzen zentrale Stellen des Landes. Wann erfahren wir davon, was Frau Merkel in diesem Zusammenhang für uns geplant hat? Ist schon Notgeld gedruckt? War man so vorausschauend ... oder hört Frau Merkel lieber noch auf den Ackermann? Und was hat der Ackermann davon, die Deutschen in Ruhe zu wiegen?

    Nun, letztere Frage kann ich beantworten: so lange wie möglich noch Ruhe zum Abkassieren. Dabei macht es den Eindruck, als ob die ganze Lumpenelite weiß, das ihre Zeit in Europa vorbei ist. Hier ist nichts mehr zu holen, es ist Zeit weiterzuziehen.China und die USA kommen mitlerweile ohne Europa ganz gut klar.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694708,00.html

    Euro stürzt wegen Anschlag in Athen ab
    Der Euro ist gegenüber dem Dollar so wenig wert wie zuletzt im März vergangenen Jahres. Am Donnerstag fiel der Kurs an der New Yorker Börse auf ein Tief von 1,2520 Dollar.

    Die Verluste beschleunigten sich, als die Nachricht von einer Explosion in einem Vorort der griechischen Hauptstadt Athen eintraf. Dort detonierte am Donnerstagabend eine Bombe vor einem Hochsicherheitsgefängnis, mindestens zwei Menschen wurden leicht verletzt.

    Da weiß jemand, das jederzeit der große Knall kommen kann. Eine kleine Bombe reicht um zu zeigen, wie blank die Nerven liegen.

    Und dann kommt der Ackermann daher und sagt: ist sowieso alles umsonst. Was soll daraus nun noch werden?

  • Schäuble krank, Wirtschaft krank, Gesellschaft krank, Autoindustrie tot ... Rätsel über Rätsel.

    Der Schäuble ist ja jetzt krank. Passend zu den seltsamen Euroturbulenzen hat er ein Medikament nicht vertragen.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nach-erneuter-krankheit-berlin-raetselt-ueber-abloesung-von-schaeuble;2577684

    Berlin rätselt über Ablösung von Schäuble
    Den Euro-Krisengipfel musste Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) krank verlassen. Er reagierte allergisch auf ein neues Antibiotikum. Als Ersatz kam Innenminister Thomas De Maizière (CDU) aus Berlin. Jetzt beginnen Spekulationen über mögliche Nachfolger Schäubles.

    Wieso eigentlich Nachfolge? Wegen einem Antibiotikum ... auf das er angeblich allergisch reagiert hat?
    Nun, normalerweise testet man neue Antibiotika auch nicht während einer Krisensitzung. Wenn man Antibiotika braucht, ist man vorher schon krank und bekommt das Tablettchen gegen die kleinen bösen Mikroben, die einem zu schaffen machen - oder infolge eins viralen Infektes zu schaffen machen könnten.
    Da reicht aber ein normales, billiges, oft genommenes Feld- Wald- und Wiesenantibiotikum gut aus - erst recht, wenn man gerade nichts riskieren darf. So wie Schäuble.

    Andererseits hat auch auch schon bewiesen, das er ganz gut aus der Ferne regieren kann:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ewf-debatte-der-virtuelle-finanzminister-schaeuble;2544110

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble liegt voraussichtlich noch bis Ende März im Krankenhaus. Die Presseabteilung des Finanziministeriums probiert in diesen Tagen alles, um den Eindruck zu zerstreuen, Schäubles Abwesenheit verhindere die politische Arbeit. Bisher scheint die Strategie aufzugehen.

    Warum man dann allerdings schon über einen Nachfolger nachdenkt ... darüber rätselt nicht nur Berlin.
    Wir wollen aber nicht zu lange rätseln, denn mit den möglichen Lösungen der Rätsel begeben wir uns in den Bereich der Verschwörungstheorien und die zu ersinnen wurde vom ehemaligen US-Präsidenten Bush weltweit verboten, wer es trotzdem tut, riskiert die gleiche Verachtung wie ein Kinderschänder ... wenn nicht sogar schlimmer.

    Rätsel gibt es auch über den Ackermann und seine Deutsche Bank. In Deutschland rätselt man darüber, ob und wie er der IKB-Bank kaputtgemacht hat.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694403,00.html

    Der Fall IKB ist peinlich für die Deutsche Bank: Das Geldhaus soll der Mittelstandsbank Ramsch-Papiere verkauft haben - später beschleunigte Vorstandschef Ackermann ihren Niedergang.

    Gleichfalls rätselt man darüber, wie seine Bank die Ratingagenturen beeinflußt hat.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694650,00.html

    Wieso haben Rating-Agenturen Ramschhypotheken jahrelang exzellent bewertet? Dieser zentralen Frage der Finanzkrise geht die US-Justiz jetzt nach: Sie prüft laut "New York Times", ob die Banken getrickst haben. Auch die Deutsche Bank soll sich erklären - und gerät zugleich in einem anderem Verfahren unter Druck.

    Nun, wie die die Ramschhypotheken so günstig darstellen konnten, zeichnet sich schon ein wenig ab:

    Außerdem werden mehrere Fälle beleuchtet, in denen Banken den Agenturen Mitarbeiter abwarben und sie dann auf die umstrittenen Hypothekenpakete ansetzen. Die "New York Times" hatte schon Ende April berichtet, dass Banken sich Berechnungsformeln der Rating-Agenturen besorgt hatten, um so deren Bewertungsmechanismus zu beeinflussen und auszuhebeln.

    Ob die das jetzt bei Griechenland auch so gemacht haben? Und wo lügen die sonst noch so? Oder ist das jetzt schon wieder unerwünschte Verschwörungstheorie?

    Goldman Sachs steht derzeit im Fokus des SEC-Verfahrens. Die Börsenaufsicht hat die weltgrößte Investmentbank wegen Betrugverdachts angeklagt, weil sie Anleger falsch über verbriefte Hypothekenkredite informiert haben soll - während sie selbst zugleich auf einen Kursverfall der Papiere wettete.

    Irgendwie muß man sagen: dieses Wirtschaftssystem ist doch so krank wie der Schäuble. Eigentlich ... noch viel kranker als er, nur: über eine Nachfolge wird noch nicht mal im Ansatz geredet. Im Gegenteil: die machen wieder mit irgendeiner Schweinerei Milliardengewinne, die irgendein armes Schwein irgendwo auf der Welt bezahlen muß. So was kann nicht lange gut gehen, denke ich mir ... und das denkt sich auch die Hamburger Polizei, die aber auch erstmal rätselt. Rätseln darf man ja ... nur keine Vermutungen über Lösungen präsentieren.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,694099,00.html

    An Randale, Bandenkriminalität und Autobrände hatte man sich beinahe gewöhnt in Hamburgs Szenevierteln. Doch nun trifft es auch Bürger und deren Luxuswagen in den gediegenen Wohnlagen - Alarmstufe Rot für den schwarz-grünen Senat.

    In den Vierteln der Normalbürger darf ja geschossen, geprügelt und gestochen werden, doch dort wo die Lumpenelite haust, hat es ruhig zu sein sonst vertun die sich beim Geldzählen.

    Geraubt, geprügelt, geschossen und gebrandschatzt wurde bislang immer anderswo: im brodelnden Schanzenviertel etwa, wo sich Autonome und jugendliche Gewalttäter regelmäßig Straßenschlachten mit der Polizei liefern wie jüngst um den 1. Mai, oder auf dem Kiez rund um die Reeperbahn, wo rivalisierende Banden um die Vorherrschaft im Drogen- und Sexgeschäft kämpfen und Betrunkene nächtens mit Messern aufeinander losgehen.

    Wenn die Untermenschen sich gegenseitig umbringen, ist die Welt noch in Ordnung ... brennen jedoch Autos, dann droht das Schlimmste: der Ausnahmezustand!

    Die Brandstiftung von Harvestehude reiht sich ein in eine Serie unheimlicher Anschläge auf Privatautos, die seit Monaten die Hansestadt beunruhigt. Bislang unbekannte Täter zerstören nicht nur teures Eigentum, sie bringen, wie erst letzte Woche, auch Menschen in Lebensgefahr; wiederholt griffen die Flammen auf Carports und Häuser über. In der Stadt herrscht eine Art Ausnahmezustand.

    Es scheint auch ganz einfach zu sein, Autos anzuzünden ... der SPIEGEL verrät auch gleich, wie das geht:

    Sie platzieren gewöhnliche Grillanzünder auf Vorder- und Hinterreifen. Vorteil aus Sicht der Attentäter: Bis es richtig brennt, vergehen 15 bis 20 Minuten, reichlich Zeit zur Flucht.

    Einfach nur Grillanzünder drauf, das soll reichen? Na ja, wenn die meinen. Empfehlenswert ist so etwas auf jeden Fall nicht, denn die Lumpenelite offenbart in ihrer Reaktion mal deutlich, wes´ Geistes Kind sie ist:

    Wie aufgeheizt die Stimmung inzwischen ist, zeigen gruselige Rachephantasien. Ein Internetblogger verkündet unter vollem Namen sein Konzept für die Bestrafung eines Brandstifters: "Ich würde ihn in eins dieser Autos setzen, die er gerade angezündet hat." Ein Porsche-Besitzer, dessen neuer Sportwagen vergangene Woche verbrannte, würde die Täter am liebsten "häuten und durch die Stadt ziehen".

    Na ja, es geht um Autos und nicht um Kinderpornographie - und wir leben in Deutschland, das darf man nicht vergessen, aber trotzem: Die sind doch alle einfach nur noch krank, oder? So wie die, die die Ehefrau eines Bankers entführt haben ... und die jetzt behalten wollen:

    http://www.welt.de/vermischtes/article7612949/Unbekannte-entfuehren-Ehefrau-eines-Bankiers.html

    Mysteriöses Verbrechen in Baden-Württemberg: Eine Frau aus Heidenheim ist spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass sie entführt wurde. Ihr Mann, Vorsitzender einer Bank, erhielt bereits eine Lösegeldforderung. Obwohl er die Forderungen erfüllt hat, fehlt von der 54-Jährigen jede Spur.

    Auch hier: Rätsel über Rätsel ... oder einfach nur alle krank.

    Nicht nur krank sondern richtig tot ist die Autoindustrie, wenn die Chinesen anfangen, ihre Autos bei uns zu verkaufen:

    http://auto.t-online.de/geely-ig-billigstes-auto-der-welt-soll-aus-china-kommen/id_41581342/index

    Der Kleinwagen soll laut dem Online-Branchenmagazin "Gasgoo" umgerechnet lediglich rund 1800 Euro kosten und damit das indische Billigauto Tata Nano unterbieten, das ab 2000 Euro zu haben ist. Der Geely IG soll serienmäßig Airbags bieten.

    1800 Euro für einen Neuwagen? Also ... entweder einen neuen Gold oder zwanzig Chinesenautos? Da müßte ich nicht lange rechnen, wie ich da meinen Transport bis zu meinem Lebensende organisiere. Na, das war es dann mit der deutschen Autoindustrie. Und was machen wir dann? Wo ist die Schlüsselindustrie unserer Zukunft? Denkt da überhaupt schon jemand drüber nach oder betet man lieber zum lieben Gott das alles so bleiben möge wie es letztes Jahrzehnt war?

    Rätsel über Rätsel.

    Nur ... mit den von den ARGEN in Deutschland für viel Geld gegründeten Nagelstudios, Friseur- und Pommesbuden werden wir das Wegbrechen der Autoindustrie nicht lange ausgleichen können ... es sein denn, die Chinesen fliegen zum Haareschneiden nach Köln, essen kurz ´ne Bratwurst an ´ner Bude und lassen sich schnell am Flughafen noch die Nägel machen....und zwar alle. Alle Chinesen alle Nägel. Dann ... hätten wir wieder Zukunft.

  • Vatertag: Weltkrieg gegen Kinder, Kinderkrieg gegen Welt

    Heute ist - glaube ich - Vatertag. Ganz sicher bin ich mir nicht ... aber tun wir mal so als ob. Draußen sieht es aus wie im Winter ... ich denke, ich ziehe heute nicht durchs Gelände. Sowas schlägt ja aufs Gemüt.

    Heute feiern sich die Väter, z.b. dieser hier:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,694513,00.html

    Politik paradox: Politiker und Banker haben die Verschuldung der Euro-Staaten über Jahre mit leichter Hand in die Höhe getrieben. Nun sollen die Schwächsten dafür bluten. CDU-Mann Roland Koch will Kitas und Schulen das Sparen verordnen - das muss die Kanzlerin verhindern.

    Nun: die Schwächsten bluten zu lassen, ist ein Urprinzip des Kapitalismus und ein Gebot unbeschränkten Wirtschaftlichkeitsdenkens. Würde man die Stärksten bluten lassen wollen, dann hätte man Probleme mit der Gegenwehr. Ist in der Natur genauso: die Raubtiere schnappen sich zuerst die Kranken, die Alten oder die Jungen. Da wir hier Raubtierkapitalismus haben ... erübrigt sich die Diskussion. Da kann man noch so gut und gelehrt argumentieren, es ändert nichts:

    Denn die Forderung läuft auf eine Untat hinaus: Nachdem die Bundesregmeierung die jungen Deutschen unter einem Schuldenberg begraben hat, will Koch nun auch noch die Schaufeln beschlagnahmen. Stärkere Anstrengungen in Bildung und Forschung sind nämlich der einzige Weg, wie die jungen Deutschen überhaupt befähigt werden, die alten und neuen Schulden zurückzuzahlen, die nötige technologische Erneuerung zu stemmen und tragfähigen Wohlstand zu generieren, der nicht auf faulen Krediten gründet.

    Klar haben wir keine Zukunft mehr. Deshalb verlassen die Deutschen in Scharen das Land und die Jugend sieht nur noch reale Chancen als Topmodel oder Superstar. Warum sucht Deutschland nicht medienwirksam den erfolgreichsten Pädagogen, den erfinderischsten Ingenieur, den pfiffigsten Dichter? Weil man das Nutzvieh nicht beunruhigen möchte. Die sollen essen, was auf den Tisch kommt ohne zu nörgeln und ständig mehr Milch geben ... bzw. hart erarbeitete Euros abdrücken. Mehr verlangt man von denen doch gar nicht.
    Wenn die verstehen würden, das der Wohlstand der Lumpenleistungselite auf faulen Kreditversprechungen beruht - dann würden sie verstehen, wie sehr man sie hereingelegt hat. Das wäre nicht gut.

    Über Jahrzehnte hat nicht nur Griechenland, sondern auch Deutschland über seine Verhältnisse gelebt und zu wenig in die Schlüsselbereiche Bildung und Forschung investiert. Das Land setzte auf Überschuldung, auf konsumgetriebenes Endloswachstum, auf virtuellen Wohlstand durch Finanzspekulation. Jetzt beginnt die harte Arbeit an tieferem Wohlergehen, durch Lernen, Forschen, Erfinden, Entwickeln.

    Die hatten eigentlich alle kein Geld, diese so superreichen Leistungsträger. Das war alles nur das Ergebnis eines virtuellen Spiels. Aber ... sie holen sich das Geld jetzt....von jedem von uns. Wir müssen jetzt für den Verlust und den Gewinn ihrer Wetten zahlen ... weil wir noch Banken haben.
    Wir sollten uns ernsthaft fragen, ob wir uns im Namen der Zukunft unserer Kinder noch Banken erlauben können, sollen oder dürfen.

    Ein Blick nach China ... erläutert die Gefahr, die darin besteht, sich Menschen und Systeme zu leisten, die sich auf Kosten der Schwächsten positionieren:

    http://www.welt.de/vermischtes/article7599349/Kindermorde-in-China-sind-die-Rache-der-Moderne.html

    Mit einem Hackebeil ist ein Mann in einem chinesischen Kindergarten Amok gelaufen. Er erschlug sieben Kinder und eine Frau, dann nahm er sich das Leben. Die Serie von Bluttaten lässt Wut und Angst bei den Eltern in der Ein-Kind-Familiengesellschaft wachsen. Denn offenbar kann der Staat ihre Kinder nicht schützen.

    Es ist eine Serie von Vorfällen, die eine Erklärung verlangt ...

    Innerhalb von 60 Tagen ist es zu sieben solcher Attacken gekommen, bei denen mindestens 21 Kinder, Schüler und mehrere Betreuer mit Messern oder Schlagwerkzeugen getötet und rund hundert weitere teils schwer verletzt wurden. Das jüngste Opfer war erst drei Jahre alt.

    ...und die Erklärung fällt den Spezialisten leicht.

    Die Nachrichtenagentur Xinhua zitierte hilflos Therapeuten: Diese machten den Stress und den Druck der modernen Gesellschaft verantwortlich, die sich in solchen Gewalttaten entladen.

    Druck und Streß der modernen Gesellschaft - solche Analysen kannten wir auch ... in den siebziger Jahren. Dann kamen die achtziger, wo findige Broker uns arbeitslosen Reichtum ohne Ende versprochen haben, Spiegel, Stern und alle Medien trompeteten die Botschaft durchs ganze Land. Die Folgen? Man fragte sich, wofür man eigentlich noch Arbeiten gehen soll, wenn man an der Börse sein Geld in kurzer Zeit vervielfältigen konnte. Na ja ... wir hatten ja in Folge dessen auch unsere Amokläufe - und sie scheinen zuzunehmen.

    Yu Jianrong, ein in China bekannter Soziologe an der Akademie für Sozialwissenschaften, charakterisierte den Tätertypus als „Verlierer“, die sich die Unschuldigsten und Schwächsten als Opfer aussuchten.

    Wissen wir hiermit auch, wie wir den Kapitalismus im "Kampf der Systeme" zu bewerten haben, weil er sich gerne an den Ärmsten und Schwächsten gütlich tut ... wie die derzeitigen Sparorgien zur Rettung der Finanzen zeigen? Finanzen, die von Politikern und Talibankern ruiniert wurden, nicht von Bürgern?

    Wir haben eine Zunahmen von Gewalt bei Jugendlichen, quantitativ und qualitativ - sogar in der Eifel. Ein Freund meiner älteren Kinder hat letztens seinen Meister zusammengeschlagen ... der war "frech geworden". Er hat seinen Ausbildungsplatz verloren - aber egal.

    http://www.videogold.de/auf-der-schiefen-bahn-jugendgewalt-in-deutschland/

    Nach Ermittlungen der Polizei ist die Zahl jugendlicher Straftäter in den vergangenen zehn Jahren um mehr als einhundert Prozent gestiegen. Erschreckend ist außerdem die Gewaltbereitschaft der halbwüchsigen Täter.

    Und wie reagiert die Politik auf diese Entwicklung? Mit hahnebüchenen Vermutungen:

    http://www.welt.de/politik/article3393714/So-gewalttaetig-ist-die-deutsche-Jugend-wirklich.html

    Die registrierten Straftaten der Polizeilichen Kriminalstatistik ergeben zwar ein völlig anderes Bild. Der KFN-Direktor aber vertritt die These, dass die seit 1998 registrierte Zunahme der Jugendgewalt um 28,4 Prozent lediglich auf die gestiegene Anzeigebereitschaft zurückzuführen ist. Es verlagerten sich zunehmend Straftaten aus dem Dunkelfeld ins „statistisch erfasste Hellfeld“.

    Schön, das der KFN-Direktor da eine schöne These hat. Die kann man dann ja den Jugendlichen mal vortragen, wenn man in der U-Bahn totgeschlagen wird.

    So wehren sich Kinder ... gegen Leute wie Roland Koch bwz. gegen das dunkle Nichts, das sie als Zukunft vor sich haben. Bekannt ist das alles. Neu ist, das das jetzt auch in Deutschland ankommt:

    http://www.tdh.de/content/presse/presseservice/2_2008/statistiken.htm

    Hinter dem Begriff der Armut verbergen sich politische und ökonomische Entscheidungen, die auch zur Ausbeutung von Kindern führen:

    Regierungen vernachlässigen Bildungssysteme. Es gibt zu wenig Schulen, die Lehrer sind schlecht ausgebildet, Schulgebühren schließen Kinder aus armen Familien aus.

    Arbeitgeber stellen Kinder ein, weil sie dann noch niedrigere Löhne zahlen können und Kinder sich nicht gewerkschaftlich organisieren.

    In fast allen Gesellschaften gelten bestimmte Menschen als minderwertig. Wichtige Rechte, wie zum Beispiel das Recht auf Bildung, werden ihnen nicht zugestanden: Kinder aus armen Familien, Mäd­chen, Kinder aus Flüchtlingsfamilien, Migranten, Ureinwohner und Kinder aus ethnischen oder religiösen Min­derheiten sind besonders gefährdet, ausgebeutet zu werden. Oft sind sie nicht einmal offiziell registriert.

    Wie das Umfeld mit ihnen umgeht, merken Kinder. Wie das Volk von Politkern und ihren Bankern verkauft wird, ebenfalls. Und sie reagieren ... wie Verlierer in China.

    Für die Kinder zählt sehr das Vorbild der Erwachsenen ... auch das mediale Vorbild. Und wo finden wir denn in den Medien den normalen Durschnittsbürger als Helden des Alltags? Reich ... werden andere. Und über die wird dann auch berichtet. Wozu also noch überhaupt Schule?

    Vatertag ... ein guter Tag, mal über Kinder nachzudenken. Tut man ja sonst nicht. Jedenfalls nicht mehr in Deutschland.

  • Bundesasozialstaat Deutschland und die Krise: wir sind alle Juden ohne Hotel

    Wie nennt man ein Land, das Alte, Kranke, Kinder und Arbeitslose nicht im Regen stehen läßt? Richtig, man nennt dieses Land einen Sozialstaat. Wir haben als Menschheit jahrtausendelang an einer solchen Lösung gearbeitet. Zuvor waren Alte, Kranke, Kinder und Arbeitslose rechtsloser biologischer Sondermüll ... und das Dritte Reich in Deutschland hat bewiesen, das auch die Zivilisation unter dem Zeichen der Wirtschaftlichkeit zur vollkommen dekadenten Unmenschlichkeit bereit ist.....wenn es der Rendite dient.

    Man darf dabei nicht vergessen, das der "Holocaust" einen höchst interessanten Nebeneffekt hatte: die Reichtümer der deutschen Juden fielen wie aus heiterem Himmel dem Regime und seinen Bonzen in die Hände.

    Das ist heutzutage genauso, nur heutzutage sind wir in dieser Hinsicht alle Juden und weil wir Alte, Kranke, Kinder und Arbeitslose hilflos im Regen stehen lassen, nennt man das Land zurecht asozial.

    Nun wird das manchen Krakeeler, der seine politische Bildung gerne aus der "Sportschau" und der "Lindenstraße" bezieht verwundern und vielleicht auch erzürnen, erst recht, wenn er selber zu dem Bonzengeflecht und seinen Auswüchsen zählt.

    Doch schauen wir uns die asozialen Elemente dieses Landes doch einfach mal im Detail an:

    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2636383_Deutschland-belastet-Arbeitnehmer-besonders-stark.html

    Hohe Sozialabgaben bremsen nach Einschätzung der OECD die Beschäftigung in Deutschland. Die Sozialsysteme sollten daher stärker über Steuern etwa auf Konsum und Grundbesitz finanziert werden, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris.

    Steuern auf Grundbesitz ... das geht im Vierten Reich aber gar nicht. Lieber nimmt man von den Armen:

    "Besonders weit über dem OECD-Mittel liegt die Belastung bei alleinstehenden Geringverdienern und Alleinerziehenden", schreibt die OECD. Wer nur zwei Drittel des Durchschnittslohnes kassiert und alleine zwei Kinder durchbringen muss, bei dem summierten sich Steuern und Abgaben 2009 auf 31,3 Prozent der Arbeitskosten. Im OECD-Durchschnitt waren es 16,9 Prozent.

    Der Anteil der Sozialabgaben an den Staatseinnahmen ist mit 13,3 Prozent höher als im OECD-Mittel mit neun Prozent.

    Wer gar nichts hat außer ganz viel Arbeit, dem kann man auch noch den letzten Groschen nehmen, wer aber ein Hotel hat, dem wird gegeben werden.

    Das hat die FDP schon vorgemacht. Insofern haben wir wieder das Zwei-Klassen-System in Deutschland, auf der einen Seite waren früher die Arier auf der anderen Seite die Juden - heute sind es Deutsche mit Hotel gegen Deutsche ohne Hotel ... das hat die FDP schon mal vorgemacht. Das Problem ist: die Leute mit Hotel tragen keine Uniformen. Die tauchen auf einmal aus dem Nichts auf - wie Joschka Fischer und Gerhard Schröder - und greifen ganz schnell noch mehr Kapital von den neuen Juden (DOH ... Deutsche ohne Hotel) ab.

    Und selbst wenn sie noch kein Hotel haben, so hoffen sie doch durch ihre Lumpentaten in die Kaste jener Deutschen mit Hotel aufgenommen zu werden - eine Rechnung, die meistens aufgeht. Das ist anders als früher, heutzutage können besonders asoziale Juden (also DOH´s) Arier werden.

    Hat jetzt aber einer wirklich gar kein Hotel und absolut keine Lust darauf, sein Leben für den Erwerb eines Hotels aufzuopfern, so droht ihm gesetzlich verfügte Armut und Ausgrenzung. Ja, auch so etwas kann man mit gutem Recht asozial nennen:

    http://www.br-online.de/aktuell/hartz-awo-untersuchung-ID1273579974709.xml

    Gut fünf Jahre nach der Einführung von Hartz IV sieht die Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Ziele der Grundsicherung weitgehend verfehlt. Hartz IV bedeute gesellschaftlichen Abstieg und Ausgrenzung.

    Von wegen "Aktivierung zur Arbeit". Erstmal ist für die Meisten gar keine Arbeit da und ihre Bewerbungen laufen hundertfach ins Leere. Dann kriegt man als medial verseuchter "Hartzi" keine Arbeit, keine Wohnung, keine Freundin/keinen Freund und von den Nachbarn auch noch böse Blicke wegen Alkoholismus, Sexsucht und Kindesmißhandlung. Kurzum ... erst schmeißt einen der Hotelbesitzer ´raus und dann wird man dafür auch noch bestraft. "Wer sich vergewaltigen läßt, der wird erschossen" ... folgt dem gleichen Prinzip.

    Hartz IV werde oftmals als Bedrohung empfunden, da es in der Bevölkerung für Armut und Diskriminierung stehe. Beyer rief daher die Bundesregierung dazu auf, Hartz IV weiterzuentwickeln. Als neuer Grundsatz solle "belohnen statt strafen" gelten. Zugleich mahnte der AWO-Landeschef höhere Regelsätze an. Beyer schlug vor, sie um ein Viertel anzuheben

    Es ist toll, das fünf Jahre nach Hartz IV Motivationsgrundsätze der achtziger Jahre endlich auch die bundesdeutsche Realität erreicht haben. Motivation erfolgt sinnvollerweise durch Belohnung, nicht durch Bestrafung. Dazu gibt es umfangreiche Studien. Aber ... wir wollen je nicht motivieren, wir wollen jeden für die Tatsache bestrafen, das seine Ahnen nicht genug Geld für ein Hotel zusammengekratzt haben - immerhin war zum Beispiel 1933-1945 genug Gelegenheit, sich eins unter den Nagel zu reißen.

    Nun, wir haben ja alle bis jetzt gespart und den Gürtel enger geschnallt, soweit enger geschnallt, das er auch als Armband Verwendung finden konnte. Erst für die deutsche Einheit, dann für Europa, dann für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, jetzt für das Versagen der deutschen Wirtschaft und für die Spekulationen der Deutschen mit Hotel gegen die Deutschen ohne Hotel....denn darauf läuft es national isoliert betrachtet letztendlich hinaus. Hartz-IV-Abhängige haben nämlich nicht genug Kapital übrig, um
    noch gegen Währungen und Länder zu spekulieren. Bei Deutschen mit Hotel sieht das schon ganz anders aus, da lechzt man nach Rendite.

    Und wenn die Rendite nicht kommt: kein Problem. Es gibt ja noch die EU. Die subventioniert gerne jeden Schwachsinn, Hauptsache, das Geld geht ´raus. Nochmal was aus Brüssel? Bitte schön:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,693672,00.html

    Weil Brüssel zahlt, aber nicht kontrolliert, schreckt dort auch niemand auf, wenn bekannt wird, dass 60.000 Euro aus EU-Mitteln, die der Landwirtschaft helfen sollen, an einen schwedischen Akkordeon-Club gingen, 30.000 Euro an einen dänischen Billard-Club, 160.000 Euro an einen holländischen Eislauf- und 350.000 Euro an einen Fußballverein. Formal ging dabei vermutlich alles korrekt zu, gegenteilige Belege gibt es nicht. Aber genau weiß es in der EU-Verwaltung eben niemand. Und es will auch niemand wissen.

    Wieviel von dem Geld, das jetzt nach Brüssel wandert, landet wohl letztendlich in den Taschen von Deutschen mit Hotel? Und wieviel davon verbessert die Lebensqualität der Bürger, die mit ihrer Arbeit den Reichtum ermöglichen? Ich verrate da jetzt mal nichts ... da soll sich mal jeder seine eigene Meinung bilden. Soviel sei aber fairerhalber gesagt: manch´ ein findiger Mensch wird am Ende ein Hotel haben, der vorher keins hatte. Sozial würde ich das trotzdem nicht nennen.

    Was ich noch verraten möchte, ist der nächste Schritt der Ratingmafia gegen den Euro:

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-05/16865157-moody-s-verdirbt-die-party-009.htm

    Die Ratingagentur Moody's hat mitten im Jubel über das Rettungspaket für angeschlagene Euro-Länder eine weitere Abstufung von Portugal und Griechenland in Aussicht gestellt. Portugal werde wahrscheinlich auf das Niveau "AA3" herabgestuft, teilte Moody's mit. Möglich sei auch eine Abstufung auf "A1". Das Rating Griechenlands werde wahrscheinlich unterhalb des Investment-Niveaus gesenkt. Mit der Ankündigung reagierte Moody's auf Marktspekulationen.
    Bei S&P hat Griechenland bereits Junk-Status.

    Damit wäre der Effekt von 750 Milliarden Euro schon mal ... fort.

    Und wer immer noch an die Unabhängigkeit dieser Agenturen glaubt, der erkläre mir bitte dies:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/564408/index.do?from=home.wirtschaft.international.sc.p1

    Die USA haben bei den Ratingagenturen die Bestwertung "AAA". Und das bei einer Gesamtverschuldung von 13 Billionen Dollar und einer Neuverschuldung von 1,4 Billionen Dollar.
    Der Anleihe-Spezialist Johannes Führ sagt es in einem Interview mit der deutschen Wirtschaftswoche klipp und klar: "Das Top-Rating der USA ist ein Witz." Auf die Fragen von Anlegern, die aus dem Euro wollen, antwortet er: "Der Dollar ist keine Alternative. Die Staatsverschuldung der USA steigt schneller als die von Griechenland."

    Es sei denn natürlich ... der Euro scheitert kolossal. Und da gibt man sich derzeit ja auf Seiten der Weltbürger mit Hotel große Mühe. Deutsche mit Hotel beteiligen sich finanziell sicher auch daran. Es winkt ja eine Mordsrendite.

    Wißt ihr Deutschen ohne Hotel eigentlich, was euer größter Nachteil in dem Spiel ist?

    Ihr seid auch ohne Kokain glücklich.....und reagiert deshalb oft zu spät oder gar nicht, weil ihr noch mit den Kindern zum Spielplatz wollt, für den Verein noch neue Trikots besorgt und der alten Oma von Gegenüber umsonst beim Umzug in die billigere Wohung geholfen habt.

    Deutschen mit Hotel würde so etwas nicht passieren, die haben keine Zeit für solchen Unfug, sei müssen sich um Fördergelder kümmern und das ist kompliziert, so kompliziert, das selbst Griechenland auf 20 Milliarden Gratis-Euro verzichten mußte:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,693672,00.html

    Aber die griechische Verwaltung ist einfach nicht in der Lage, die formalen Voraussetzungen für den Abruf einer so gewaltigen Geldmenge zu erfüllen. Tausende von konkreten Projekten wären nötig, die gibt es aber nicht. Es gibt auch keine Fachleute, die Projekte in der Menge und Größe erarbeiten könnten. Die bereitliegende Milliardensumme übersteigt einfach die Ausgabemöglichkeiten der Empfänger.

    Sehr ihr ... und das könnte den Deutschen mit Hotel eben nicht passieren. Die Sucht, möglichst ohne viel Arbeit ganz viel Geld zu machen ist ihnen sehr wichtig. Deshalb kriegen sie Fördergelder .... und die Griechen eben nicht.

  • DEUTSCHE DEPPEN! BILD schimpft heftig!Und: USA bankrott!

    Manchmal muß ich zur Tankstelle. Dort gibt es ein Nachrichtenblatt, das man nie kaufen braucht, weil es immer mit ganz dicken Buchstaben darauf hinweist, das eigentlich sonst nichts drinsteht.

    Diesmal stand was über deutsche Deppen drin. Zahlen für alles mögliche und kriegen dafür als Dank die Steuerentlastung gestrichen.

    Nun, über den Intelligenzquotienten des deutschen Nutzviehs habe ich ja schon geschrieben ... er ist mit verantwortlich für die Tyrannei der Lumpenelite. Manche verbringen ihr Leben halt gerne zwischen DSDS, Rasenmähen und der Sportschau und für dieses Vergnügen sind sie bereit, kritiklos alle Rechnungen zu bezahlen die von irgendwoher ins Haus flattern. Bürger dieser Art sind Wirtschaft und Politik die liebsten, andere, die lieber Rilke zitierend im Park flanieren mag man nicht so gern, weil die so wenig Geld ausgeben.

    Voller Vertrauen auf den Nutzviecharakter der Mehrheit der Bevölkerung hat man nun erstmal wieder ein paar hundert Milliarden auf den Tisch gelegt ... um den Euro vor Spekulanten zu retten.

    Gereicht hat die Kohle genau ... bis heute. Also einen Tag Euro vor Spekulanten retten kostet über 700 Milliarden Euro.

    Heute hat der Euro gegenüber dem Dollar gleich wieder drei Cent verloren, ein Devisenhändler erklärte mir, das sei ein "Riesenverlust".

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694143,00.html

    Das Multi-Milliarden-Auffangpaket der Euroländer hat seine Wirkung nach nur einem Tag verloren. Der deutsche Aktienmarkt startete am Dienstag mit Verlusten - nachdem er tags zuvor noch euphorisch auf den EU-Beschluss vom Wochenende reagiert hatte. Der Leitindex Dax verlor in der ersten Handelsstunde knapp ein Prozent. Auch die Nebenindizes starteten im Minus. Zuvor hatte bereits die Tokioter Börse mit einem Verlust des Leitindex Nikkei von 1,1 Prozent geschlossen.

    Jetzt heißt es natürlich sparen. Der Koch will bei der Bildung sparen ... und weiß genau warum. Weniger Bildung heißt: mehr Nutzvieh. Das hat schon was für sich.

    Andere sind der Meinung, das man vielleicht ein wenig auch bei Europa sparen könnte:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,693672,00.html

    Das ist etwa die Geschichte des 30-jährigen "Bananenkriegs", in dem sich die EU gegen Importe aus Südamerika sperrte und Tropenfrüchte aus französischen und britischen Kolonien begünstigte. Nun sollen zwar die letzten Importbarrieren fallen. Aber, quasi zum Trost, bekommen Kamerun, die Elfenbeinküste, Ghana und etliche Karibikinseln in den nächsten vier Jahren dafür 190 Millionen Euro.

    Damit subventioniert Europa jetzt mit Hunderten von Millionen Euro jährlich Bananen, die - etwa auf Guadeloupe oder den Kanaren - gepflanzt, geerntet und von Europäern gegessen werden, und mit einem weiteren Euro-Haufen fiktive Bananen, die nun nicht mehr von Europäern gegessen werden. "Ganz Europa" sei "eine Bananenrepublik", empört sich die grüne Euro-Parlamentarierin, Franziska Brantner, über den "Unsinn": Überall fehle das Geld und hier würde es "verpulvert".

    Damit Brüssel weiter so freigiebig und global Geld verteilen kann, fordert die EU-Kommission fürs nächste Jahr auf ihren 130-Milliarden-Ausgaben-Etat noch einmal 5,9 Prozent mehr.

    Also irgendwie erinnert mich das an die ARGE und ihre "sinnvollen" Beschäftigungstherapien. Behörden jeder Art scheinen immer einen gewissen Hang zu haben, auf phantasievolle Art und Weise Geld unter sich aufzuteilen.

    Größter Einzelempfänger von Mitteln aus den Landwirtschaftstöpfen in Bulgarien etwa war vergangenes Jahr Galina Dimitrova Peicheva-Miteva, die 27-jährige Tochter des bis Juli 2009 amtierenden Vize-Landwirtschaftsministers. Die junge Geschäftsfrau, Inhaberin von etlichen Handelsfirmen, bekam - nach Recherchen der Organisation " Farmsubsidy.org" - 700.000 Euro just aus den Kassen, für die Papa zuständig war. Anhaltspunkte für unrechtes Handeln gibt es nicht, in Brüssel sowieso nicht. Denn dergleichen zu überprüfen, so ein EU-Beamter auf "Farmsubsidy"-Fragen, sei "Sache der bulgarischen Behörden".

    So was nennt man dann zurecht Lumpenelite, andere nennen das dann Leistungsträger und verweisen voller Stolz auf die Tochter, die schon mit 27 so viele Unternehmen aufgebaut hat.

    Irgendwie ... muß ich mal der BILD recht geben: die Deutschen sind schon irgendwo ziemliche Deppen.
    Dabei kommen noch ganz dicke Rechnungen auf uns zu ... wenn wir erstmal die USA retten müssen. Und das müssen wir, um den Weltuntergang zu verhindern. Unser gesamte kapitalistisches System würde den Crash der USA nicht überleben ... aber er steht bevor:

    http://wirtschaft.t-online.de/haushaltsmisere-im-vergleich-amerika-schlittert-in-die-schulden-katastrophe/id_41615508/index

    Europa kämpft mit Milliarden gegen die Schuldenkrise - dabei sind die Finanzprobleme der Euro-Länder geradezu harmlos im Vergleich zur Lage in den USA. Auf fast 13 Billionen Dollar summiert sich Amerikas Staatsverschuldung. Wenn sie nicht bald reduziert wird, droht der Kollaps.

    13 000 Milliarden Dollar Schulden. Und wir machen einen Fond mit 750 Milliarden. Damit könnten wir gerade mal die Zinsen bezahlen.

    Die US-Zahlen sind in der Tat atemberaubend. Das gilt sowohl für die gesamte Staatsverschuldung als auch für das aktuelle Defizit, das im Haushaltsjahr 2009 noch hinzukommt: mehr als 1,4 Billionen Dollar - ebenfalls ein historischer Höchstwert. Die Summe entspricht dem Dreifachen des Vorjahresrekords, als die Finanzkrise so richtig begann, ist die höchste seit dem Zweiten Weltkrieg. Auch in Zukunft dürfte die US-Staatsverschuldung jährlich um eine weitere Billion Dollar wachsen. Die Prognose für 2019: 18,4 Billionen Dollar. Für diesen gigantischen Schuldenberg werden dann allein 700 Milliarden Dollar Zinsen und Gebühren fällig.

    Die meisten Auslandsschulden haben die USA bei den Chinesen, womit bewiesen wäre, das der Kommunismus dem Kapitalismus eindeutig überlegen ist. Hoffentlich merkt das keiner.

    Mehr als die Hälfte der US-Regierungsschulden liegen über Staatsanleihen in öffentlicher Hand. Die Gläubiger sind Privatinvestoren, Industriekonzerne, Wall-Street-Banken, ausländische Regierungen. China ist der größte US-Auslandsgläubiger mit 877,5 Milliarden Dollar, gefolgt von Japan (768,5 Milliarden Dollar), Großbritannien (231,7 Milliarden Dollar) und Brasilien (170,8 Milliarden Dollar).

    Wenn die Ratingagenturen die USA herabstufen ... ist die Welt bankrott. Soviel Macht in den Händen so weniger Menschen ... davon konnte Hitler nur träumen. Eine Handvoll Lumpen hat es heutzutage - ganz ohne Atombomben - in der Hand, ganz Kontinente zu vernichten. Ohne eine einzigen Schuß ... aber mit vielen Toten. Endlos vielen Toten.

    Und die USA ... würde doch wahrscheinlich sehr davon profitieren, wenn der Euro ... einfach mal von der Bildfläche verschwinden würde, oder? Aber die werden niemals was gegen uns unternehmen, denn wir sind ja ihre Freunde.

    Allerdings hört bei denen bei Geld die Freundschaft auf, die sind da ganz anders als wir.

    Wie wird die BILD erstmal schimpfen, wenn die die ganze Wahrheit verstehen.

    Gut, das das niemals eintreffen wird.

  • Achtung! Lügentornados über Europa! Vulkanasche, Hessen- Korruption und Spekulanten

    Geht es euch auch so? Wißt ihr auch kaum noch, was ich glauben sollt, wenn ihr die Zeitung aufschlagt? Oder eben das Internet anschaltet? Zum Beispiel diese überraschend aufgelegte Staatshilfe, die den Euro retten soll. Plötzlich wurden die alle sehr hetkisch in Brüssel ... und aus 110 Milliarden für Griechenland wurden 720 Milliarden für Europa. Man hat´s ja. Vor allem genug Papier, um dieses Geld auch zu drucken.

    Dabei ... war das alles gar nicht nötig. Jedenfalls, wenn man dem handelsblatt glaubt:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/contra-rettungspaket-das-inflationsrisiko-ist-deutlich-gestiegen;2577993

    Das Rettungspaket vom Wochenende war nicht der große Befreiungsschlag, immense Probleme bleiben. Im Interview sagt Lutz Karpowitz, Devisenexperte der Commerzbank, warum der Euro langfristig unter Druck bleibt, eine Inflation droht und es keinen Angriff der Spekulanten gegen den Euro gab.

    Also doch kein Spekulatenangriff? Und was dann?

    Muß ich mir nachher noch ganz fiese Gedanken machen, das man dem Schäuble Rattengift in den Kaffee getan hat, weil er den Wahnsinnn mit aller Gewalt bremsen wollte? Doch wohl nicht, Theorien dieser Art sind geeignet, das Vertrauen in Politik und Medien zu erschüttern ... und das wollen wir ja nicht. Die sagen immer alle nur die Wahrheit, machen keine Pläne, handeln jenseits jeder Taktik und Strategie und denken auch sonst über nichts nach....mal ehrlich: oft genug siehts danach aus, oder? Andererseits ... nennt man sowas DUMM und das kann unsere Regierung auch nicht sein, sonst hätte man die ja nicht gewählt.

    Jetzt hat man ja auch ein ganz neues Thema: Vulkanasche taucht auf, wo immer man sie braucht. Mal sperrt man München, mal Stuttgart, mal Norwegen, mal Frankreich ... eigentlich ganz praktisch, so ein Vulkan. Allerdings auch teuer:

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,691788,00.html

    Tausende Überstunden, teure Rücktransporte: Für die deutsche Reiseindustrie sind durch die Flugausfälle wegen der Aschewolke Zusatzkosten im dreistelligen Millionenbereich entstanden. Der Deutsche Reiseverband fordert deshalb Hilfe von der Politik.

    Auch andere kommen mit Rechnungen angerannt, die flugs bezahlt werden:

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,691572,00.html

    Teure Aschewolke: Die Folgen des Vulkanausbruchs in Island haben nach EU-Angaben allein die Luftfahrtindustrie 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro gekostet. Die EU-Kommission macht den Weg frei für vorübergehende Hilfen an notleidende Airlines.

    Da stehen die Mahner und Warner ziemlich hilflos in der Gegend herum:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,690117,00.html

    Die Fluggesellschaften leiden unter den Luftraumsperren - und behalten sich den Ruf nach Staatshilfen vor. Doch die Folgen wären fatal. Die Regierung sollte sich nicht einmal auf eine Diskussion darüber einlassen.

    Doch der Autor selbst weiß, das Politiker dem Lobbyistenterror hilflos ausgeliefert sind. Wie kleine Kinder plärren die solange herum, bis das Geld fließt.

    Wer düstere Szenarien liebt, der sollte sich einmal nach Berlin oder Brüssel aufmachen und die Lobbyverbände abklappern. Von den Bauern bis zu den Banken und von der Automobil- bis zur Pharmaindustrie wird der Gast bei Kaffee und Plätzchen hören, wie schwierig die Lage der Branche gerade ist. Und dass sogar noch größeres Ungemach droht. Weil gerade eh Krisenzeiten sind, und das Geld bei den Regierungen recht locker sitzt, dürfte am Ende des Gesprächs im Zweifel die Forderung nach größerer politischer Unterstützung stehen.

    Nun, ich gedenke auch einige Rechnungen nach Brüssel zu schicken. Der Winter war jetzt doch etwas heftig und das Öl ist teurer geworden. Das ist auch Natur. Zudem ist Vulkanasche in mein Auto eingedrungen und hat es zerstört, was für mich einen enormen wirtschaftlichen Verlust bedeutet. Wie bitte? Das geht nicht? Die teuflische Vulkanasche dringt sogar ins Cokpit:

    http://nachrichten.t-online.de/air-france-pilot-wird-durch-vulkanasche-schwindelig/id_41610566/index

    Einem Piloten der Fluggesellschaft Air France ist nach Gewerkschaftsangaben während eines Fluges schwindelig geworden, weil Vulkanasche ins Cockpit gedrungen war.

    Eigentlich herrscht Überdruck in diesen Maschinen, weshalb ja selbst kleinste Löcher katastrophale Folgen haben ... aber die böse Vulkanasche findet immer einen Weg. Sie ist halt teuflisch und riecht deshalb auch nach Schwefel.

    Ich selbst habe höhere Kosten für Autowäsche und außerdem brauche ich einen neuen Rasenmäher, weil Vulkanasche halt ein Superdünger ist. Das Haus braucht auch einen neuen Anstrich. Man kann ja nie wissen, ob da nicht Vulkanasche lauert. Die Fluggesellschaften sind natürlich sauer ... aber kein Wunder: Brüssel zahlt ja, da muß man regelmäßig jammern und klagen.

    http://www.welt.de/vermischtes/article7549032/Muenchen-Stuttgart-und-Memmingen-sind-dicht.html

    Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat die erneuten Flugverbote scharf kritisiert. ?Wir haben keinerlei hinreichenden Beweise vom Deutschen Wetterdienst, was da in der Luft ist?, sagte Pressesprecher Christoph Noack.

    Erneut seien die Verbote lediglich aufgrund von Computersimulationen ausgesprochen worden.

    Wenn ich mich recht entsinne, gab es noch nie Flugverbote wegen Vulkanausbrüchen in Europa...dabei haben wir eigene. Vielleicht gibt es jetzt nur Flugverbote wegen dem neuen Programm in London? Ober Flugverbote wegen ... ich weiß auch nicht? Irgendwas anderm halt?

    Wäre ich Journalist, so wäre alles einfacher, ich müßte nur schreiben, was man mir vorlegt und die Welt wäre in Ordnung. Ich bin aber Leser ... und das macht die Sache so schwer. Nichts gegen gut verkaufte Lügen, sie helfen, die Stimmung beim Grillfest stabil und die Aufmerksamkeit streng auf den Tabellenplatz der Lieblingsmannschaft zu halten - beides ist für das Überleben der Menschheit von unverzichtbarer Wichtigkeit, denn sonst würde der Bürger beunruhigt und unruhige Kühe geben weniger Milch.

    Darum werden Politiker auch abgestraft, die das Volk beunruhigen:

    http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~E2FF47368CCAF4DB5B2D9769E413B294D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Die SPD-Bundestagsabgeordnete Helga Lopez aus
    dem mittelhessischen Wahlkreis Lahn-Dill ist wegen
    Steuerhinterziehung verurteilt worden. Sie war nach dem geplatzten Regierungswechsel in Hessen wegen ihrer Äußerungen über eine mögliche Bestechung von SPD- Landtagsabgeordneten in die Schlagzeilen geraten.

    Dabei hat sie doch mit ihrem Verdacht vielleicht gar nicht so falsch gelegen:

    http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rhein-main/7926806.htm

    Auf die Ausschreibung hin gingen rund 30 Bewerbungen ein, darunter auch die eines Professors, der sich insbesondere bei der Durchführung von entsprechenden Veranstaltungen auch mit Jugendlichen einen Namen gemacht hatte. Dass die Entscheidung dann doch zugunsten von Everts gefallen sei, hält der SPD-Abgeordnete Reinhard Kahl für einen fatalen Fehler: Mit der Einstellung einer "politisch so umstrittenen Person" werde dem Ansehen dieser so erfolgreich arbeitenden Institution geschadet. Everts habe im Vorfeld des Scheiterns der Wahl von Ypsilanti eine "zwielichtige Rolle gespielt, bei der das Wort Intrige einen wichtigen Stellenwert einnimmt". Der in den Medien verbreitete Verdacht verdichte sich, dass die Stelle von vornherein für Everts vorgesehen gewesen war.

    Als Beleg für seine Behauptung verweist der SPD-Politiker auch darauf, dass die neue Stelle im Haushaltsplan noch als Beamtenstelle ausgewiesen gewesen sei, auf die sich Everts nicht hätte bewerben können, weil sie keine Beamtin ist. Deswegen sei dann eine Stelle nach der Vergütungsgruppe I BAT ausgeschrieben worden, also eine Angestelltenstelle. Die werde zudem noch höher vergütet als die der anderen Referatsleiter. Everts erhält das Gehalt eines Stellvertretenden Leiters der Landeszentrale.

    Die Zeitschrift WELT sprach in diesem Zusammenhang in einem Artikel vom 24. November 2009 sogar von Korruption ... aber da kann es sich ja nur um einen Irrtum handeln. Und heutzutage werden die nicht vorhandenen Ermittlungen in diesem Fall wohl auch von der alles verdeckenden Vulkanasche vereitelt.

    Und was die Zugriffe der Flugbetreiber auf das Geld der Steuerzahler angeht ... wozu gab es eigentlich die Versicherungen?

    http://www.tarifomat24.de/info-reiseversicherung.html

    Der Versicherungsschutz sorgt auch für die vorzeitige Rückreise bei Naturkatastrophen oder Revolten. In diesem Fall reicht es auch aus, wenn diese Ereignisse innerhalb Ihres Aufenthalts im Urlaubs- oder Reiseland vorausgesagt werden und noch nicht eingetroffen sind. Bei Rückreisen mit eingeschränkter Reisefähigkeit hilft Ihnen die Rücktransportversicherung mit der Bereitstellung von Hilfsmitteln und die Anpassung der Reiseumstände für eine sicher Flug- oder Zugreise.

    Und wenn keine Versicherung greifen sollte, dann gibt es ja noch die AGB´s, z.B. hier:

    http://www.kielreisen.de/agb.php

    Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung erheblicher Art durch nicht vorhersehbare Umstände wie Krieg, innere Unruhe, Epidemien, hoheitliche Anordnungen (Entzug der Landrechte, Grenzschließungen), Naturkatastrophen, Havarien, Zerstörung von Unterkünften oder gleichgewichtige Fälle, berechtigen beide Teile allein nach Maßgabe dieser Vorschriften zur Kündigung.
    Im Falle der Kündigung kann der Reiseveranstalter für erbrachte oder noch zu erbringende Reiseleistungen eine nach § 471 des BGB zu bemessende Entschädigung verlangen. Der Reiseveranstalter ist im Kündigungsfalle zur Rückbeförderung verpflichtet, falls der Vertrag die Beförderung mit umfass. In jedem Fall hat er die zur Durchführung der Vertragsaufhebung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.
    Die Mehrkosten der Rückbeförderung, soweit diese im Vertrag mit umfasst sind, tragen die Parteien je zur Hälfte, die übrigen Mehrkosten hat der Reisende zu tragen.

    Also ... wo fallen eigentlich die Kosten konkret an, die Brüssel jetzt erstatten will? Oder zahlt man nur gerne, weil man weiß, das man gerichtliche Auseinandersetzungen über die Vulkanascheproblematik jederzeit mangels real existierender Asche verlieren würde?

    Verdeckt die Vulkanasche auch die Ermittlungen im Falle des Mordes an Lech Kacynski? Irgendwo läuft jetzt gerade auch ein kleines Privatvideo durchs Internet (hab´s gesehen, finde es aber momentan nicht wieder) wo man Leute sieht, die durch Trümmer waten und andere Leute erschießen. Kann in Smolensk sein ... aber auch in Hollywood oder Bielefeld.

    Man muß auf jeden Fall warnen ... das aktuell mal wieder ein Lügentornado durch die Medienwelt tobt.
    Kein Wunder, das die Leute bei der NRW-Wahl lieber zu Hause geblieben sind. Die warten erstmal auf besseres Nachrichtenwetter, das man wieder klar sehen kann.

  • Deutschland 2010: Rüttgers bleibt, Inflation kommt, Piraten gehen mit vollem Säckel

    So, jetzt ist es ´raus. Obwohl Eigenlob ja stinkt, möchte ich jetzt ein wenig herummüffeln: Rüttgers bleibt. Gemäß alter Traditionen wird der Führer der stärksten Partei zukünftiger Häuptling von Nordrhein-Westfalen werden ... es fragt sich nur, welche der Hartz-Parteien sich dazu herabläßt. So jedenfalls ... ist momentan die Stimmung bei der CDU in Nordrhein-Westfalen.

    Abgewählt ... ist momentan nur die Biene-Maya-Koalition, vor allem der Westerwilli. Der Rüttgers guckte gestern ein wenig säuerlich, ist aber heute schon wieder ganz der Boss. Als ob das jemanden interessieren würde.

    Gewonnen haben vor allem wieder die Nichtwähler, mit über vierzig Prozent die größte Gruppe in NRW. Sollten die mal über fünfzig Prozent haben, wird das Kaiserreich per Dekret wieder eingeführt, weil Demokratie offensichtlich ganz schlecht ankommt.

    Besonders schön ist, wenn Parteien ganz offen sagen, was sie wollen:

    http://www.piratenpartei.de/

    Nach einem spannenden Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen liegt nun das Ergebnis vor. Auch wenn die Piratenpartei mit 1,5 % hinter den Resultaten der letzten Bundestagswahl liegt, ist es als Erfolg zu werten. Die PIRATEN sind erneut die stärkste der außerparlamentarischen Parteien und die Hürde für die Erstattung der Wahlkampfkosten wurde erfolgreich genommen. Die Piratenpartei dankt allen Wahlkämpfern und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz und den Wählern für ihr Vertrauen.

    Zwar ist das Ergebnis eine Schlappe, aber man hat bekommen, was man wollte: Wahlkampfkostenzuschuß ... wie ich schon in meinem allerersten Artikel über diese Partei als zentrales Wahlkampfziel erwähnt habe.

    Damit dürfte der Piraten-Hype wohl der Vergangenheit angehören ... erst recht, seitdem die Grünen es geschafft haben, in großem Umfang Nichtwählerpotential anzugraben. Angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung ist im Übrigen das Ergebnis aller Parteien prozentual deutlich schwächer zu werten als es jetzt mit stolzgeschwellter Brust überall gefeiert wird.

    Für die Demokratie ... war die Wahl eine Katastrophe. Wie gut, das wir in Zukunft ganz andere Probleme haben werden.

    Man kann es kaum deutlicher ausdrücken als die WELT:

    http://www.welt.de/finanzen/article7562075/EZB-knickt-ein-und-druckt-Geld-gegen-die-Krise.html

    Es ist ein Tabu, das die Europäische Zentralbank (EZB) bricht: Die Währungshüter kaufen Staatsanleihen, um Druck von kriselnden Ländern wie Portugal und Griechenland zu nehmen. Eine höchst umstrittene Maßnahme. Denn de facto druckt der Staat nun Geld – und das dürfte bald die Inflation befeuern.

    Wir drucken jetzt Geld in großem Maße. Gleichzeitig wurde ja schon gesagt, das die Gürtel jetzt enger geschnallt werden müssen ... mit dem Anwurf der Notendruckmaschine versteht sich das wie von selbst: Geld wird jetzt recht schnell immer weniger Wert werden, allerdings kann das dem Euro an sich nützen - nur wir selbst werden mit dem Dingen nicht mehr viel anfangen können. Sicher, Klopapier, Taschentuch, Zigarettendrehpapier ... dafür taugt er dann noch, aber um damit was zu bezwahlen wird man mit der Schubkarre oder dem Anhänger zur Tankstelle fahren müssen. Geht aber auch bargeldlos, sind ja nur Zahlen.

    Natürlich findet die Börse das gut ... will sagen: wer noch Geld hat, steckt es schnell in Aktien, bevor es gar nichts mehr Wert ist. Und weil es nichts mehr Wert ist, können sich auch Griechenland und Portugal ganz viel davon leisten.

    Hat sich schon mal einer Gedanken darüber gemacht, wofür wir jetzt dieses Geld eigentlich wirklich ausgeben ... und wo das letztlich landet?

    Ich meine ... 750 Milliarden sind doch kein Pappenstil - oder mitlerweile doch?

    Es heißt vor allem, das für Spekulanten ganz viel Spielgeld da ist ... sie müssen nur noch schauen, wie sie da ´ran kommen. Aber dafür gibt es ja Heerscharen von Anlage- und Unternehmensberatern, die werden da schon Mittel und Wege finden - für die Leute mit Hotel.

    Die Leute ohne Hotel werden eine hohe Rechnung bezahlen. Erst hat man viel bezahlt, das man ihn bekommt, dann noch mehr, das er da war, jetzt noch viel mehr, das er bleibt ... damit er am Ende überhaupt nichts mehr Wert ist.

    Doch, das macht Sinn.

    Wenn man ein Hotel hat.

    Hat man keins, merkt man nur eins ... man ist im Nutzviehland. Man sollte darauf mit Schildern an der Grenze aufmerksam machen:

    BUNDESDEUTSCHE NUTZVIEHZUCHT. BNZ. Vielleicht gibt´s dann wieder Care-Pakete von menschenfreundlichen Seelen im Ausland.

    Und da ist eigentlich auch egal, ob der Hirtenhund nun ein schwarzes oder ein rotes Halsband hat ... es sei denn, man wettet gern bei Hundekämpfen.

  • Landtagswahl NRW 2010, Hannelore Kraft und die bundesdeutsche Sklavenwirtschaft

    Hach was sind jetzt alle froh. Die Hartz-IV-Parteien haben in NRW wieder die Macht ... so ging es gestern durch die Medien. Heute heißt es dann erstmal: stimmt nicht. Gestern war Rüttgers noch abgewählt, heute ... stimmts nicht.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,693897,00.html

    Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen endet mit einem Unentschieden. Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge bekam die CDU 34,6 Prozent - und liegt gerade mal 6200 Stimmen vor der SPD. Die Regierungsbildung wird schwierig.

    In der Tat wird die Regierungsbildung nicht schwierig, wenn die Grünen mit dem Jürgen .... na ja, wir wollen hier keine Empfehlungen aussprechen, wir haben nämlich nicht genug Geld, uns auch mal den Rüttgers zu mieten. Und die Grünen können sich ja jetzt gut vorstellen, auch mit den Linken zu regieren:

    Die Grünen in Nordrhein-Westfalen zeigten sich offen für eine rot- rot-grüne Regierung. "Wir sind gesprächsbereit. Die SPD muss klären, ob sie mit der Linkspartei reden wird", sagte Spitzenkandidatin Löhrmann.

    Aber das alles geht nicht mit der SPD.

    Kraft hielt auch am späten Abend ungeachtet des knappen Wahlausgangs Distanz zur Linkspartei. Die bisherige Sprachregelung im Verhältnis zur Linken gelte weiter. "Wir halten sie nicht für regierungs- und koalitionsfähig", sagte Kraft in der ARD.

    Nun, "nicht koalitionsfähig" ist hier vor allem im getreuen Sinne des Wortes die SPD, denn sie will nicht. Und weil sie nicht will, ist sie auch "nicht regierungsfähig" sondern wird die nächsten Jahre auf der Oppositionsbank verbringen. Na, da ist auch warm und trocken, was will man sich beschweren. Man wird dann eben sehen, wie der Rüttgers weiter im Amt bleibt, der Koch hat´s ja auch geschafft.

    Für die SPD wird es zunehmen schwieriger als Arbeiterpartei, denn Arbeiter und Unternehmer sind beiderseits vom Aussterben betroffen. Auf der einen Seite ist der Manager der Investoren, auf der anderen Seite nunmehr ... der Mietsklave(...damit meine ich jetzt nicht Rüttgers).

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15015

    Die Zahl der befristeten Arbeitsverträge ist deutlich gestiegen. Im Vergleich von 1996 zu 2008 stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigten von 3,2 auf 4,9 Mio. (+53 %), die Zahl der befristet Beschäftigten von 1,8 auf 2,7 Mio. (+50%), die Zahl der geringfügig Beschäftigten von 1,1 auf 2,6 Mio. (136 %) und die Zahl der Zeitarbeitnehmer/innen von 0,2 auf 0,6 Mio. (+200 %). Jeder 11. Beschäftigte besitzt heute nur noch einen befristeten Vertrag. Vor allem junge Menschen sind betroffen. Nur eines wird immer seltener: die ganz normale Stelle – unbefristet und sozialversichert. Vollzeit ohne Leiharbeitgeber.

    Daten dieser Art bestätigt das Bundesamt für politische Bildung ... und offenbart noch größere Schrecken:

    http://www.bpb.de/wissen/HX5F8N,0,0,Erwerbst%E4tige_nach_Wirtschaftszweigen.html

    Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit und einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes waren am 31. März 2007 in Deutschland rund 26,6 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

    Im Jahr 2007 arbeiteten von den insgesamt 39,77 Millionen Erwerbstätigen 7,91 Millionen im Produzierenden Gewerbe, 2,2 Millionen im Baugewerbe und 0,85 Millionen im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei. Die überwiegende Mehrheit der Erwerbstätigen – 28,81 Millionen – war im Dienstleistungssektor beschäftigt. Mit 9,92 Millionen arbeiteten die meisten Beschäftigten des tertiären Sektors im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr. 6,87 Millionen Erwerbstätige entfielen auf den Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister. Bei öffentlichen und privaten Dienstleistern (zum Beispiel im Gesundheitswesen) waren 12,01 Millionen Menschen tätig.

    Knapp 13 Millionen Menschen in Deutschland sind also erwerbstätig ohne Sozialversicherungspflicht.

    Viel schlimmer ist allerdings ... die Anzahl der Menschen, die wirklich noch was produzieren: 10 Millionen erstellen konkrete Waren für den Export, die Ernährung oder für´s Wohnen, der Rest pflegt Kranke
    (und sorgt somit für ein gewaltiges Sozialbudget), verkauft sich gegenseitig Geldanlangen, Versicherungen oder Hamburger.

    Wirklich richtig arbeiten ... das ist für die Meisten ein Fremdwort.

    Dienstleistungen erbringen, das ist die neue Herausforderung. Allerdings .... sind die Kassen knapp, wird dort zuerst gespart. Zum Beispiel an den Dienstleistungen des öffentlichen Dienstes. Dort wurde schon mal aufgezeigt, was Dienstleistungen wirklich Wert sind:

    http://www.bpb.de/wissen/68ET1Y,0,0,Besch%E4ftigte_des_%F6ffentlichen_Dienstes.html

    Waren 1991 noch 6,74 Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt, so waren es 2006 nur noch 4,58 Millionen – davon 1,59 Millionen Beamte, 22.000 Richter, 184.000 Berufs- oder Zeitsoldaten, 192.000 Auszubildende und 2,59 Millionen Arbeitnehmer.

    2,2 Millionen Stellen abgebaut....und dann wundern, das es Massenarbeitslosigkeit gibt. Tolle Logik.
    Nun, man sagt, es sei kein Geld da.

    Das ist ein Zustand, der in Zukunft noch mehr Einfluß bekommen wird:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/schutzschirm-steht-750-milliarden-euro-sollen-gemeinschaftswaehrung-retten;2577574

    Mit einem gigantischen Schutzschirm sichern die Euro-Länder schwache Bündnispartner gegen den Staatsbankrott ab: Bis zu 750 Milliarden Euro sollen für den Zusammenhalt der Währungsunion bereitgestellt werden, auch der IWF ist wieder mit im Boot. Die EZB bricht dabei ein Tabu und kauft erstmals Staatsanleihen auf. Gleichzeitig müssen die Staaten den Gürtel enger schnallen und schneller sparen.

    Dazu kommt ... bitte nicht vergessen ... der "Bankenschutzschirm", den wir aufgespannt haben, damit die Banken bei den Spekulationen gegen den Euro nicht leer ausgehen.

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15015

    Ein Beispiel: Während für Hartz-IV-Leistungen im Jahr 2009 Kosten in Höhe von 36 Milliarden Euro entstanden sind, spricht kaum noch jemand darüber, dass satte 480 Milliarden Euro für die Rettung der Banken allein in Deutschland bereitgestellt wurden. Nicht die Bezahlung von Arbeit war und ist zu teuer und macht unsere Gesellschaft arm, sondern Steuersenkungen für Kapitalbesitzer und ihre wachsenden Renditeerwartungen.

    "Zufällig" ... kommen zeitgleich die Sozialrichter aus der Deckung, wobei es mir heute morgen allerdings nicht gelang, die Quelle für die oft zitierte Meldung zu finden:

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/landessozialgerichte-fordern-unterkunftspauschalen-5142.php

    Hartz IV: Landessozialgerichte fordern Unterkunftspauschalen, Prozesskosten und Klagebeschränkungen beim Arbeitslosengeld II

    Wir werden sehen, was die Privatwirtschaft mit den Dienstleistungen macht, wenn das Geld knapp wird.
    Vater Staat hat die Leute einfach ´rausgeschmissen, die Beamten sitzen jetzt bei der ARGE und verwalten ihre ehemaligen Kollegen.

    Wir wollen das nochmal ganz langsam zum Mitschreiben haben:

    Erst bauen wir Stellen ab um Geld zu sparen. Das Geld stecken wir den "Leistungsträgern" hinten und vorne ´rein, mehr, als die je ausgeben können. Mit dem überflüssigen Geld, das die Dank unserer Arbeitslosigkeit haben, spekulieren die dann herum ... wie z.B. erst bei Immobilien oder jetzt gegen den Euro.

    Damit das System weiterläuft haben wir erst einen Rettungsschirm aufgebaut und jetzt einen neuen Schirm, um uns vor denen zu schützen, die unter dem Rettungsschirm gegen unsere Währung spekulieren ... oder was?

    Hier schmeißen einerseits Leute mit Milliarden herum, die nur als Luftbuchungen existieren, andererseits
    ist kein Geld mehr da, um Arbeit zu bezahlen.

    Und da soll Grund zum Jubeln sein, weil Hannelore Kraft in NRW ihre Wunschkoalition ... dann doch nicht bekommen hat? Kein Wunder, das der Schäuble ins Krankenhaus mußte. Ich denke, mich hätte das auch umgehauen, was da alles auf den Tisch kommt.

    Ganz tolle Zukunft. Schon jetzt gehen mit die drei - vier Postboten auf den Wecker, die täglich hier auflaufen ... manche kommen nur mit dem 2001-Katalog. In Zukunft werden noch mehr Versicherungsvertreter kommen, noch mehr selbständige Tiefkühlwarenverkäufer, Anlageberater, Nageldesigner, Friseure und wandernde IT-Spezialisten....auf der Flucht vor der künstlich geschaffenen Hartz-IV-Hölle.

    Und das wird eine Hannelore Kraft nicht aufhalten. Im Gegenteil, wie es aussieht, findet sie das alles gut.

  • Landtagswahl NRW 2010: Wer ist .... "regierungsfähig"?

    Die letzten bangen Stunden eines künstlichen Theaters brechen an...eine Theaters, das schon Morgen überflüssig sein könnte, wenn ein sehr böser Börsenmontag die Befürchtungen der Spitzenpolitiker wahr werden läßt und die Talibanker zum letzten Schlag gegen das demokratische Gemeinwesen ausholen - ganz ohne Bomben aber mit viel größerer Gewalt.

    Man braucht über den sozial demontiterten Rüttgers kein Wort mehr zu verlieren. Ein Mietkasperle der ersten Güte, die Partei ein Sauhaufen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,692393,00.html

    Die CDU in Nordrhein-Westfalen gerät in den Strudel einer Finanzaffäre. Die Partei hatte im Landtagswahlkampf 2005 einen Vertrag mit einer Frankfurter Werbeagentur abgeschlossen, der nach SPIEGEL-Informationen mit 40.000 Euro dotiert war und über ein halbes Jahr lief. Als Gegenleistung sollte die Agentur den Aufbau einer angeblich von der Partei unabhängigen Wählerinitiative organisieren. Diese Gruppe namens "Wähler für den Wechsel" sammelte daraufhin Geld für Zeitungsanzeigen zugunsten des Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers, ohne dass darin ein Bezu Partei hergestellt wurde.

    Aber genau hier sieht man halt, das die Bezeichnung "Lumpenelite" - die ja nicht auf meinem Mist gewachsen ist - sehr zutreffend ... und noch ziemlich liebevoll ist. Das Ausmaß an krimineller Energie in den politischen Etagen der Republik ist mehr als erschreckend .... es ist entsetzlich. Jeder Strafrichter würde bei diesen Messwerten lebenslänglich verhängen, weil keinerlei Hoffnung auf Besserung besteht.

    Dann diese Hannelore, die neue Wunderwaffe der SPD, die Antimerkel. Eine Unternehmensberaterin.

    http://www.hannelore-kraft.de/html/8644/welcome/Lebenslauf.html

    12. Juni 1961
    geboren in Mülheim, verheiratet, ein Kind (Jan, 17 Jahre)

    1980
    Abitur

    1980 - 1982
    Ausbildung zur Bankkauffrau; Kaufmannsgehilfenbrief

    1982 - 1989
    Studium der Wirtschaftwissenschaften an der Universität/Gesamthochschule Duisburg

    1989
    Abschluss als Diplom-Ökonomin

    1986 - 1987
    Auslandsstudium am King's College, London; Praktikum bei der Banque Populaire Tours, Frankreich; Praktikum bei der PROGNOS AG, Basel, Schweiz

    1989 - 2001
    Unternehmensberaterin und Projektleiterin

    Bankerin, Unternehmensberaterin, mittendrin im Wirtschaftsdschungel ... nicht gerade eine Frau meines Vertrauens. Hat die SPD keine Maurer mehr?

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,692698,00.html

    Kraft trug die Agenda 2010 einst mit. Ypsilanti träumte von Windrädern und Biomasse-Generatoren. Kraft gibt sich industriefreundlich und setzt auf die altbewährte Kohle.

    Hilfe. Wenn die an die Macht kommt ... will sie "Arbeitslosen eine neue Chance geben". Die dürfen dann nicht Kaufmannsladen spielen wie in Hamburg, sondern Steinkohleabbau. Weil die Hannelore auf dreckige schwarze Dinge steht, die im finsteren Untergrund versteckt sind.

    Gut das die Hanne keine Chance hat. Rüttgers wird letztendlich bleiben ... zur Not mit Hilfe der Grünen.

    So wie Rüttgers der bekannteste SPD-Politiker in NRW ist (kein Scherz jetzt), so könnte sie zur bekanntesten CDU-Politikerin werden. Oder FDP - ist eigentlich egal. Die Banken-Anne paßt überall hin.

    Und bei den Grünen ist jetzt eine Lehrerin an der Spitze ... wen wunderts. Eine Gesamtschullehrerin. Dank staatlichem Sonderurlaub können Lehrer sich ganz bequem aus dem Schuldienst ausklinken, während andere ihren Urlaub für die Parteiarbeit verbraten müssen. Aber so spart man sich eben die umständliche Frühverrentung - und kriegt noch gut was bezahlt.

    Solche Leute kriegen doch glänzende Augen, wenn ihnen ein Unternehmensberater mal die Hand drückt. Endlich haben sie bewiesen, das sie doch ganz starke Typen sind.

    Bei den Linken ... auch eine Lehrerin. Sonderschule.

    Laut Spiegel alles unwählbar, weil ... die NRW-Linken als besonders fundamentalistisch gelten.

    Fundamentalistisch ... das haben wir gelernt ... ist Böse. Und das Gegenteil von regierungsfähig.
    Regierungsfähig sein ist gut. Regierungsfähig sein heißt, immer mehr Schulden aufnehmen, mit denen man dem Bürger immer mehr Geld aus der Tasche zieht und allen möglichst verheimlichen, wo der ganze Mammon dann hinfließt.

    Fundamentalistisch sein heißt ... Ideale haben, nicht käuflich sein und sich nicht für jeden Brocken Macht gleich nackt auf die Straße zu stellen.

    Also ... ich glaube nicht, das Linke irgendetwas ändern würden...noch nicht mal Hartz-IV abschaffen. Die Realpolitik wird sich durchsetzen, dh. das Diktat der Talibanker wird erfüllt - egal von wem. Aber ich glaube, ich werde sie heute wählen.

    Nur um die anderen zu ärgern und zu sehen, wie besonders die Grünen ... sich schwarz ärgern.

    Keine gute Motivation, ich weiß. Aber ich möchte halt auch mal meinen Spaß haben.

    Und vielleicht sind die NRW-Linken ja widerstandsfähiger gegen die Lumpenelite in den eigenen Reihen.

    Also geben wir den Arbeitslosen in NRW eine Chance ... und wählen Links. Weil es heute mal Spaß macht.

  • Börsencrash im Mai: Finanzweltkrieg der Talibanker Lumpenelite.

    Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit spielt sich momentan etwas sehr dramatisches ab ... das eigentlich ganz dicke Schlagzeilen verdiente hätte. Statt dessen muß man sich die Zeilen mühsam überall zusammensuchen:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/schutz-vor-spekulanten-euro-regierungschefs-fassen-notbeschluss;2576912

    Gerüchten zufolge sollen amerikanische und asiatische Fonds in den vergangenen Tagen systematisch auf Euro lautende Papiere verkauft haben. Die Risikoaufschläge für portugiesische und spanische Staatsanleihen stiegen stark an und die Aktienkurse in Europa sackten ab. "Die Lage ist sehr ernst", sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister Jean-Claude Juncker. "Wir müssen jetzt geschlossen gegen die Angriffe vorgehen".

    Es waren also nicht dicke Finger, Computerfehler oder eine Massenhalluzination, es hatte wirklich dicke gekracht an der New Yorker Börse ... und jemand hatte blitzschnell eingegriffen.

    Es ist ein gezielter Angriff der internationalen Lumpenelite gegen den Euroraum ... allerdings dürfte sich die deutsche Lumpenelite mit viel Kapital an dem Geschäft beteiligen.

    Auf diesen Angriff mußte schnell und hart reagiert werden ... sonst wäre jetzt schon alles vorbei und der Euro nicht mehr das Papier wert, auf das man ihn gedruckt hat.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7536673/Die-dramatische-Notoperation-am-Herzen-Europas.html

    Getrieben von den Finanzmärkten schnüren die Regierungschefs der Euro-Länder ein Rettungspaket für angeschlagene Mitgliedsländer. Freitagnacht wird in die Geschichte der EU eingehen. Es waren die Stunden, in denen der Euro gerettet wurde. Oder, aber daran mag niemand denken in Brüssel, auch nicht.

    Da wurden viele auf einmal ganz flott ... und man weiß immer noch nicht, ob es jetzt vorbei ist. Die Täter bleiben gesichstlos ... Talibanker halt.

    Noch ist es nicht soweit in Spanien, Portugal, Italien oder Irland. Aber die Gefahr eines Flächenbrandes ist offenbar sehr groß, viel größer als bisher durchsickerte. Das wäre das Ende Euros. „Die ganze Euro-Zone ist unter Attacke“, sagt Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Samstagmorgen, kurz vor ein Uhr.

    Eigentlich sollte das doch uns Bürger interessieren. Eigentlich sollte doch eine Sondersendung die nächste jagen, Fußballspiele abgesagt, Fernsehprogramm eingestellt: es ist Krieg. Da ist dann mal egal, wie Bayern gespielt hat.

    Stattdessen: Panik nur hinter dem Vorhang. Schlimme Panik.

    Ein seltsames Duell: Die mächtige Europäische Union gegen die mächtigen Spekulanten aus aller Welt. Wo sie genau sitzen, weiß niemand. Aber die entscheidende Schlacht steht unmittelbar bevor, möglicherweise schon zu Beginn dieser Woche. Die Zeit drängt. Am Sonntagmorgen fliegen die 27 EU-Kommissare zu einer Sondersitzung nach Brüssel ein. Nachmittags treffen sich die Finanzminister der Union. Sie telefonierten den ganzen Tag hektisch miteinander und schickten sich per Mail immer wieder neue Entwürfe für eine Radikalkur der Eurozone zu.

    Aber wir geben unser Geld aus, um deren Interessen am Hindukusch zu verteidigen.

    Schon drollig irgendwie. Alle sitzen heute gemütlich vor der Glotze, lassen sich mit dämlichsten Nachrichten berieseln, wer sich wann wo verliebt, wer wann wie hoch gesprungen oder wie schnell gefahren ist und wer wann was gesagt oder getan hat ... und währenddessen droht die endgültige Vernichtung Europas.

    Aber ... ehrlich gesagt: es sollte einen vielleicht auch wirklich nicht interessieren, denn der Wahnsinn der hinter den Kulissen tobt, der wirtschaftliche Vernichtungskrieg gegen einen ganzen Kontinent ist weitaus mehr, als ein normaler Geist verarbeiten möchte.

    Na ja, wollen wir mal hoffen, das es Europa nächstes Wochenende noch gibt.

    Auf jeden Fall scheint es sehr sehr schlimm zu sein, was dort tobt, denn die Griechenlandkrise rückte auf einmal völlig in den Hintergrund.

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,693714,00.html

    Der eigentliche Anlass des Gipfels, die endgültige Freigabe des 110 Milliarden Euro schweren Rettungspaketes für Griechenland, geriet angesichts des Noteinsatzes gegen den Flächenbrand fast in den Hintergrund.

    Diese 110 Milliarden scheinen "Peantuts" zu sein ... im Vergleich zu dem, was dort wirklich plötzlich zu besprechen war.

    Der luxemburgische Ministerpräsident und Euro-Gruppen-Vorsitzende Jean-Claude Juncker erklärte: "Es geht hier um eine weltweit organisierte Attacke gegen den Euro. Der Euro-Raum muss geschlossen darauf reagieren.

    Wer hat das wohl organisiert? Die Leute, die wir gerade mit unserem Blut in Afghanistan vor den Taliban schützen?

    Nun, vielleicht gibt es für die Bundeswehr bald Ziele in den USA, in China und Singapur:

    Wir sind der Auffassung, dass nicht nur Griechenland, Spanien, Portugal und Italien unter Angriff stehen, sondern dass die gesamte Euro-Zone hier bedroht wird", sagte Juncker.

    "Der Euro ist ein entscheidendes Element Europas, wir können ihn nicht Spekulanten überlassen", sagte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy. "Wir werden Spekulanten ohne Gnade bekämpfen."

    Wie der Kampf aussehen soll ... bleibt geheim. Ob er überhaupt noch zu gewinnen ist, bleibt zeifelhaft.
    Aber vielleicht wird er schon nächste Woche in eine heiße Phase eintreten. Und vielleicht ... gewinnen wir ja doch noch.

    Auf jeden Fall sollte man uns mal ganz offen erzählen, was da draußen gerade los ist. Und ich will nichts von dicken Fingern hören, die einen künstlichen Börsencrash ausgelöst haben.

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,693581-2,00.html

    Eine Mischung aus Schuldenkrisen-Nervosität, technischem Versagen und schlichtem Zufall dürfte es gewesen sein, die dem Dow Jones am Donnerstag zwischenzeitlich den größten Tagesverlust seiner Geschichte bescherte.

    Zwar wurde die Theorie bereits von der Citigroup dementiert. Denkbar wäre der Tippfehler als Ursache aber schon - vielleicht ausgeführt mit dem "dicken Finger" des Händlers einer anderen Bank.

    Na ja, das volkswirtschaftliche Nutzvieh Europas wird wieder mit Bagatellnachrichten und Lügentheorien abgespeist und ruhig gestellt, während die Politiker schneller rennen als je zuvor:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/schutz-vor-spekulanten-euro-regierungschefs-fassen-notbeschluss;2576912

    Die 27 EU-Finanzminister kommen am Sonntag in Brüssel zusammen, um den neuen Mechanismus zu beschließen. Pünktlich zur Öffnung der Finanzmärkte am Montagmorgen müsse das neue Instrument operativ sein, sagte Sarkozy.

    Wenn das Instrument am Montag Morgen nicht fertig ist ... was droht denn dann?

    Dann ist es wohl egal, wer in NRW die Wahl gewonnen hat ... er wird dann eh´ nicht mehr zu bezahlen sein.

    Und nur, damit kein Irrtum entsteht: Schuld an allem sind nach wie vor die Arbeitslosen:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7535130/Arbeitsagentur-rechnet-mit-Milliardendefizit.html

    Ohne weitere Finanzhilfen des Bundes oder eine Beitragserhöhung droht der Bundesagentur für Arbeit (BA) in den kommenden Jahren ein milliardenschwerer Schuldenberg. Allein für das kommende Jahr wird ein Minus von fast zehn Milliarden erwartet. Politiker befürchten nun Leistungskürzungen.

    Also scheint das vielgepriesene "deutsche Jobwunder" ... auch nur gelogen gewesen zu sein.

  • NRW - Wahlergebnis... schon jetzt! Rüttgers siegt!

    Morgen ist ja wieder Wahl. Das erste Mal in meinem Leben überlege ich, nicht hinzugehen. Ich bin es leid. Ich bin jetzt fünfzig Jahre alt. Zweiundreißig Jahre lang bin ich wählen geganen. Gemeinde, Kreis, Land, Bund, Europa. Ich habe alles gewählt was nicht schnell genug auf den Baum kam.

    Was hat es genützt? Jetzt mal ehrlich?

    Dafür mußte ich als Wähler entsprechender Parteien viel persönliche Verantwortung tragen. Immerhin in ich der Souverän, der durch seine Stimme jemanden beautragt, für Ruhe, Frieden und Wohlstand im Land zu sorgen. Da sprechen die sogar einen Eid drauf!

    Und was darf ich mitlerweile alles verantworten? Bomben auf Bosnien. Systematisch staatliche organisierte Treibjagd auf Langzeitarbeitslose ... die Krankenkassen gucken schon ganz gierig, ob man das nicht auch mit Kranken machen kann. Oder mit Rentnern. Sind die doch auch selbst schuld, das die so alt geworden sind, das sie nicht mehr arbeiten können. Und dann auch noch Ansprüche haben.
    Kinder verbrennen in Afghanistan. Umbau der Bundeswehr in eine weltweit agierende Konzernsöldnertruppe. Umbau der Bundesrepublik in einen Millionärszuchtverein. Rekordverschuldung die uns bald zu Sklaven der Finanzmärkte macht.

    Jenen die ich wählte geht es gut. Alles Millionäre geworden. Das ist ja inzwischen auch der Sinn von Politik: den Politiker reich machen ... wenn er sich realpolitisch verhält.

    Realpolitisch heißt: wenn er macht, wofür er seine Parteispenden und Pöstchen bekommt, die ihn dann zum Millionär machen. Ich bin mir sicher, bei denen, die noch in der Krise viel Geld gemacht haben, sind unsere Spitzenpolitiker vorne mit dabei. Die werden schon nicht verarmen.

    Ich will aber keine Realpolitik. Ich will Idealisten, Visionäre, Kämpfer, kurz: Menschen, die Realität gestalten anstatt sich von ihr kampflos überrollen zu lassen. Doch sobald die in Berlin angekommen sind, werden die irgendwie umgebaut und machen irgendeinen Unsinn. Ganz real. Und nennen das dann Realpolitik.
    So wie die Grünen zum Beispiel. Die wollten mal die Welt retten. Jetzt heißt es: "die Welt sind wir!" ... und man rettet sich von Legislaturperiode zu Legislaturperiode.

    Darum wird Rüttgers Ministerpräsident bleiben. Man will ja jetzt die Neoliberalen an der Macht sehen, weil die in der Millionärspflege so routiniert sind....und jetzt, wo die Welt den Bach ´runtergeht - diesmal sogar mit Börse - braucht man Leute die in Geld retten professionell sind. Reichts nicht mit den Gelben, kommen eben die Grünen mit ins Boot. Denen hat man inzwischen auch durch Insidertipps ein paar gute Geschäfte an der Börse vermittelt, so das die sich ihre eigenen Biotope im energiesparenden Luxuseigenheim bauen konnten. Die sind jetzt glücklich, ihr Gewissen ist beruhigt, wenn sie abends am Kaminfeuer sitzen und durch die gläserne Veranda auf den eigenen Teich schauen, in dem ein glücklicher Frosch frei und ungebunden vor sich hinquackt.

    Und wenn man dann sowas neues Schickes wie die Linke wählt? Die haben in Berlin landeseigene Wohnungen an Heuschrecken verkauft. Ging nicht anders...so ganz realpolitisch gedacht. Schaue ich mir die Profile ihrer Kandidaten an, dann sehe ich, warum es nicht anders geht. Viel Volk, das auch noch schnell an die Million will und die Linke als gutes Gefährt dafür ansieht. Und dann ... passiert halt sowas:

    http://www.die-linke-berlin.de/politik/positionen/politik_fuer_berlin/haushaltsverfassung/die_gsw_geht_an_die_boerse_und_die_linke_stimmt_zu/

    Im Frühjahr 2004 veräußerte das Land Berlin die städtische Wohnungsbaugesellschaft GSW an die Investmentfonds Whitehall und Cerberus. Es erhielt dafür einen Verkaufserlös von 401 Mio.€ bei Übernahme der bei der GSW aufgelaufenen Verschuldung von ca. 1,6 Mrd. €. Angesichts des Haushaltsnotstands erfolgte dieser Verkauf in Erfüllung der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und PDS von 2001, dass »aus Gründen der Vermögensaktivierung … die Veräußerung einer Wohnungsbaugesellschaft oder von Wohnungsbeständen unumgänglich [ist].« Hinzu kam die Klage Berlins in Karlsruhe über Bundeshilfen beim Abbau der Landesschulden, deren Erfolgsaussichten auch von den eigenen Anstrengungen zum Verschuldungsabbau abhingen. Wir sprachen damals von einem Notlagenverkauf. Seitdem gehört die GSW Finanzinvestoren.

    Und meine Freiheit als Wähler? Dahin.

    "Taktisch wählen" ruft man mir da zu.

    "Schwarz-Gelbe Bundesratsmehrheit verhindern!"

    Ich will aber nicht nur GEGEN etwas wählen, ich will FÜR etwas wählen. Für Zukunft, Menschlichkeit, Vernunft. Und wozu sollte ich schwarz-gelb verhindern? Damit rot-grün wieder neuen Sozialabbau betreibt?
    Ich bin doch nicht verrückt!

    Was ich aber merke ist: ich bin ziemlich auf der Höhe der Zeit, bin ziemlich "in":

    http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Warum-junge-Waehler-den-Maechtigen-misstrauen-id2951393.html

    „Die Politikverdrossenheit der Jugend ist ein Märchen“, sagt Wolfgang Gründinger (25), Politikwissenschaftler und Autor des Buches „Aufstand der Jungen“. Es gebe aber „Verdrossenheit gegenüber Politikern und Parteien“. Das sei auch der Grund, warum so wenige Junge wählen gehen: „Das politische System wird als zu weit entfernt von der eigenen Lebenswelt, als abstrakter Apparat wahrgenommen. Viele Jugendliche können sich auch mit keiner Partei mehr identifizieren.“

    Da sieht man doch: in meinem Herzen bin ich ziemlich jung geblieben. Oder jünger geworden. Aber nicht jung genug. Ich bin nicht mehr so mutig, das ich mich trauen würde, nicht zur Wahl zu gehen. Das schaffe ich nicht ... obwohl es meine Pflicht wäre, den professionellen Volksveräpplern mein Vertrauen zu entziehen. Aber irgendwie fürchte ich mich ... das ich die Demokratie in Gefahr bringe.

    Welche Demokratie eigentlich?

    Keine Ahnung. Die in Griechenland?

    Hierzulande haben wir schon lange nur noch Renditefunktionäre in allen Farben....und das ist das, was wir noch bestimmen dürfen: wer uns die bitteren Pillen einflößt. Der Jürgen oder die Hannelore.

    Ich bin dafür, das das schwarz-gelb macht. Da hat man dann wenigstens noch die Hoffnung, das andere das Anders machen.

    Vielleicht ... sollte ich die mal wählen. Schwarz-gelb. Nein, ehrlich: das erspart einem als Wähler dann die Enttäuschung. Bei denen weiß man, was man hat. Bei den anderen kriegt man das Gleiche, die versprechen nur was anderes ... und man fühlt sich zusätzlich noch ziemlich verarscht. Dann doch lieber gleich das Übel direkt wählen.

    Oder ich schaffe es endlich, morgen nicht hinzugehen. Hoffentlich habe ich wenigstens Mut genug zum "Modell Dreckscheuder": großes Kreuz quer über das Papier.

    Die Leute müssen sich gut fühlen. Sie hatten den Mut zu sagen: "Diese Demokratie ist kaputt und ich mache an der Tarnung dieses Sachverhaltes nicht mehr mit". Die können in Zukunft voller Stolz von sich sagen: "Ich war es nicht gewesen".

    Aber wahrscheinlich werde ich wieder versagen. Die Dressur wirkt noch bei mir ... ich fürchte, ich bin zu alte für einen Nichtwähler. Und ich habe sogar bei meinen Kindern versagt: die wollen alle hin...sofern sie schon dürfen.

  • Hartz IV ... Deutschlands peinliche Armutsmaschine

    Wir Deutsche haben ja tolle Industrien. Automobilindustrien, Maschinenbauindustrie, Waffenindustrie ... da sind wir überall Spitze. Weltspitze, sozusagen.

    Was wir noch haben - und zwar mit deutlich mehr Zukunft als die Erstgenannten - ist eine astreine Armutsindustrie, d.h. wie haben etwas gefunden, das alle arbeitenden Menschen arm macht ... bis ins hohe Alter hinein. Wie bei anderen Erfindungen auch erschließt sich der Sinn nicht sofort, aber das ist uns auch egal: Hauptsache, wie können was!

    Unsere Armutsmaschine funktioniert ganz toll. Erstmal hat sie die Versicherungsgelder der Arbeitslosen eingesackt. Die dürfen zwar lebenslänglich bezahlen (wenn sie Glück bzw. Pech haben, ganz wie man´s nimmt), aber kassieren dürfen sie nur ganz kurz: dann wird ihr Vermögen eingezogen, sie werden sozial geächtet und vollkommen günstig auf dem Arbeitsmarkt verramscht.

    Das wiederum ist sehr günstig für den, der auf dem Arbeitsmarkt Leistung einkauft: die ist auf einmal total billig geworden. Zudem meckert keine mehr über schlechte Bezahlung, zuwenig Urlaub oder schlechte Arbeitsbedingungen, ja, die Leute schleppen sich noch mit Pest und Malaria in den Betrieb - nur um der Armutsmaschine zu entkommen.

    Jetzt haben wir auch endlich die ersten Daten erhalten, die den Erfolg unserer Maschine plastisch darstellen:

    http://www.stern.de/wirtschaft/geld/erhebung-in-der-eu-125-millionen-deutsche-von-armut-betroffen-1564354.html

    In einer EU-weiten Armutserhebung liegt Deutschland zwar unter dem Durchschnitt, im Vergleich zu den Nachbarländern schneidet die Bundesrepublik aber schlechter ab. Sozialverbände kritisieren die größer werdende Spanne zwischen Arm und Reich.

    Toll, oder? Die stärkste Wirtschaft Europas, die für alle zahlt ... ist in Wirklichkeit gar nicht mehr so reich. Dafür hat die Hartz-IV-Maschine gesorgt. Wer Glück hat, der kann vielleicht noch nach Tschechien auswandern. Dort sind die Menschen richtig reich. Die machen nur nicht so einen Wind darum, deshalb merkt man wohl nichts davon.

    Den niedrigsten Anteil der armutsgefährdeten Bevölkerung weist nach der auf Zahlen von 2007 zurückgehenden Statistik die Tschechische Republik mit neun Prozent auf. Auch in der Slowakei und in den Niederlanden ist die Quote mit jeweils elf Prozent vergleichsweise niedrig. Moderater als in Deutschland fallen ebenso die Quoten in Österreich, Dänemark und Schweden (jeweils zwölf Prozent) aus.

    Gut es gibt auch Leute, denen geht es noch schlechter. Den Griechen zum Beispiel ... woran man sieht, das die Propagandafront gegen Griechenland, die in den letzten Wochen aufgebaut wurde, nur aus heißer Luft besteht.

    "Arm trotz Arbeit" ... das ist unser Motto. Wir machen aus Armut einen eigenständigen Wert, wir wollen gar kein Geld mehr. Das ist löblich, zeugt es doch von Demut und Bescheidenheit, wichtige Tugenden für ein glückliches Leben. Seltsamerweise werden wir durch diese Tugenden einfach nicht glücklicher, sondern nur noch ärmer: vor allem im Alter:

    http://www.swp.de/hechingen/nachrichten/wirtschaft/art4325,471436

    Die Gefahr von Altersarmut steigt. Dies ist die Langzeitfolge des Umstandes, das immer weniger Erwerbsbiografien lückenlos verlaufen - vor allem beim Berufseinstieg und am Übergang in die Rente.

    Besonders toll: es trifft ja nicht nur die Alten, Kranken und Alleinerziehenden: auch bei den Jungen greift Hartz IV gnadenlos durch, so das die gar kein Kapital ansammeln können. Das ist auch besser so, das wird im Laufe der Jahre sowieso irgendwann von der ARGE abgegriffen:

    Besonders dramatisch ist die Entwicklung in der sogenannten Berufseinstiegsphase, bei den 20 bis 30-Jährigen. "Arbeitslosigkeit wird zur allgemeinen Erfahrung", beschreiben die Wissenschaftler Ernst Kistler und Falko Trischler die Situation. Ob Männer oder Frauen, ob in Ost- oder Westdeutschland: Für alle Gruppen nahm der Studie zufolge zwischen 1991 und 2007 das Risiko zu, ohne Job zu sein.

    Selbst Dauerarbeitslosigkeit ist in dieser Lebensphase keine Seltenheit mehr. Jeder zwanzigste 20- bis 30-Jährige war in den fünf Jahren von 2003 bis 2007 mindestens zweieinhalb Jahre ohne Job. Zum Vergleich: Zwischen 1985 und 1989 war nur jeder hundertste von derartiger Dauerarbeitslosigkeit betroffen.

    Das wäre in Prozent ausgedrückt ein 500% - Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Berufseinsteigern. Kein gutes Zeichen dafür, sich noch durch eine schwere Ausbildung zu wühlen. Dann lieber geziehlt als Hupf- und Kreischdohle zu DSDS ... solange, bis man den Durchbruch schafft. So denken doch alle.

    Und so lange kann man sich nur darüber wundern, das mitten im schlimmen Krisenjahr 2009, wie viele durch Kurzarbeit richtig viel Geld verloren haben, viele auf Lohn verzichteten oder andere üble Konsequenzen auf sich nahmen, das deutsche Vermögen noch gestiegen ist:

    http://www.berlinkontor.de/06.05.2010/privates-geldvermoegen-e-467-billionen.html

    GiNN-BerlinKontor.—Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im Jahr 2009 um rund € 240 Milliarden auf € 4,67 Billionen angewachsen. Wie die DEUTSCHE BUNDESBANK mitteilt, verfügt jeder Haushalt im statistischen Durchschnitt über ein Geldvermögen in Höhe von € 115.900.

    Wenn wir nur die Hälfte des Zuwachses mal für das Land abzweigen würden ... wäre uns schon sehr geholfen.
    Dafür könnte man die Hartz IV-Sätze verdreifachen und die Armut wäre vom Tisch. Aber stattdessen lassen wir das Geld auf den Konten, wo es sich weiterhin vermehrt.

    Schon mal daran gedacht, wer die Leistung erbringt, mit denen diese Zinsen bezahlt werden?

    Immer daran denken, was Margret Thatcher gesagt hat: there´s no such thing as a free lunch ... zu deutsch: von nix kommt nix.

    Da müssen einige Leute in Deutschland verdammt lange für nix arbeiten, damit soviel Geld für leistungsloses Zinseinkommen übrig bleibt.

  • Geld überall unsicher! Sozialschmarotzer überall in Gefahr!

    Na jetzt wird es aber brenzlig. Ein paar wenige Leute in Deutschland haben ja noch Geld satt. Ganz viel davon. Soviel, das sie es überall anlegen wollen ... und zumindestens in der Theorie kann man damit viel Geld verdienen. 500% zum Beispiel, wenn man gewillt ist, die Volkswirtschaft eines ganzen Landes zu ruinieren...auch wenn jetzt als kleine Nebenwirkung und Folge der Spekulationen die ersten drei Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt sind.

    Und jetzt kommt die Welt daher und sagt denen, die gerade wieder viel Geld gemacht haben, das ihr Geld unsicher ist:

    http://www.welt.de/finanzen/article7506070/Geldanlagen-sind-fast-nirgendwo-mehr-sicher.html

    Ob Tages- oder Festgeld, Rentenfonds oder Staatsanleihen, Aktien oder Gold: Die Euro-Schuldenkrise führt bei den verschiedensten Geldanlagen zu einer schlechten Verzinsung oder macht sie gar riskant. Bei der richtigen Anlagestrategie kommt es jetzt auf das Risiko des jeweiligen europäischen Landes an.

    Nun ... da kommt Panik auf. Der Traum vom leistungslosen Spitzeneinkommen bis zum Lebensende, vom künstlich konstruierten Lottogewinn zerplatzt für immer mehr Menschen. Der feste Wille, ohne Arbeit auf Kosten der Anderen zu leben, für deren Arbeit dann in Folge auch kein Geld mehr zur Bezahlung vorhanden ist, scheint nicht mehr durchsetzbar. Andere haben jetzt angefangen, ganz groß abzuräumen und es ist kaum davon auszugehen, das die damit aufhören.

    Dadurch werden die nachrangigen Sozialschmarotzer das Nachsehen haben ... sie kommen schlicht und einfach zu spät, um auch noch auf den großen Zug aufzuspringen. Wahrscheinlich rennen die deshalb jetzt alle so schnell und pfeifen auf die weltweite Verachtung und die Gefahr der Verärgerung der politischen Kaste, deren Wünsche auch bald unbezahlbar werden.

    Zudem marschiert der Angstvirus unaufhaltsam weiter.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/marktberichte/rasanter-kurssturz-die-wall-street-sucht-nach-erklaerungen;2575899

    Da niemand wisse, wie sehr die anderen Marktteilnehmer von den Problemen rund um Griechenland betroffen sein könnten, "werden Banken Angst haben, miteinander Geschäfte zu machen", sagt Wayne Kaufman, Chef-Analyst von John Thomas. "Das ist das, was zum Kollaps von Lehman Brothers geführt hat."

    Nach wie vor macht man im Spielkasino der Finanzmärkte das meiste Geld mit Sauereien, und manche verdienen daran immer noch sagenhaft gut:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,691567,00.html

    Je unsicherer die Welt, desto besser geht es der Deutschen Bank. Das größte Geldhaus Deutschlands fährt sagenhafte 30 Prozent Rendite ein - praktisch allein im Investmentbanking. Das klassische Bankgeschäft dagegen entwickelt sich schwach.

    Im Kasino kann man noch Kasse machen, auch wenn die Menschen brennen. Ein unverzichtbares Geschäft, auch wenn der Rest nicht so gut läuft:

    Die Erträge im globalen Transaktionsgeschäft und mit Privat- wie Geschäftskunden brachen ein, die Vermögensverwaltung verbuchte gar einen kleinen Verlust - und das, als die Sparte erstmals die Grenze von einer Billion Euro verwaltetes Vermögen überschritt.

    1000 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen. 1000 Milliarden Euro, die nutzlos irgendwo herumliegen ... aber ständig steigenden Ansprüche an Zinsen produzieren, für die letztendlich irgendwo irgendjemand umsonst arbeiten muß ... sonst klappt das nicht. Geld allein vermehrt sich nicht wirklich von selbst, das versprechen nur die Anlageberater. In Wirklichkeit muß irgendwo jemand dafür bluten ... oder brennen.

    1000 Milliarden Euro ... die jetzt unsicher werden? Wollen wir es nicht hoffen ... obwohl: ich kenne niemanden mehr, dem das wehtun würde. Und ich glaube, kaum jemand würde den Euro vermissen, wenn man ihn jetzt wieder abschafft, denn inzwischen weiß jeder: das war ein Teuro, der ganz viel Geld aus privaten Taschen in die Konzernkassen gespült hat. Niemals hat uns als Deutsche etwas so arm gemacht wie der Euro ... obwohl für uns noch relativ viel Kaufkraft übrigblieb. Anderen ging es da wesentlich schlechter. Den Griechen zum Beispiel.

    http://wirtschaft.t-online.de/skeptische-finanzmaerkte-euro-schliddert-in-existenzkrise/id_41548362/index

    Der Absturz des Euro ist ein erschreckendes Signal: Die Finanzmärkte bezweifeln, dass Griechenland seine Probleme in den kommenden Jahren lösen kann. Die Europäische Zentralbank fürchtet nun einen Flächenbrand - es geht um nicht weniger als die Existenz der Gemeinschaftswährung.

    Ob aber alles wieder billiger wird, wenn wir die D-Mark wieder einführen, wage ich zu bezweifeln. Andererseits: Liter Sprit für drei Mark ... da wird doch jeder Tankwart vor Scham rot.

    Aufhalten kann man den Prozess wohl nicht mehr, denn die Rettung Griechenlands scheint unmöglich:

    Sparpaket geht nicht weit genug
    Noch deutlicher wird Mohammed El-Erian, Topmanager von Pimco, einem der größten Anleihe-Spezialisten der Welt: "Die Nothilfen für Griechenland werden zwar die Liquiditätsengpässe beseitigen, die Solvenzprobleme des Landes aber nicht lösen." Erik Nielsen von Goldman Sachs glaubt gar, dass die Hilfsgelder kaum ausreichen, um den angepeilten Zeitraum von drei Jahren zu überbrücken.

    Zweifel an Sparfähigkeiten der Griechen
    Im Sanierungsprogramm der griechischen Regierung klaffen erhebliche Lücken. Für die Jahre 2013 und 2014 sind zwar Einsparungen von rund zehn Milliarden Euro angekündigt. Laut "Financial Times Deutschland" fehlen aber konkrete Vorschläge, wo Athen kürzen will. Auch bei den für 2012 angekündigten Sparmaßnahmen gebe es noch eine Kluft von rund 900 Millionen Euro. Hinzu kommen Zweifel, ob die griechische Bevölkerung dem drakonischen Spardiktat folgen wird - vor allem nach den Demonstrationen an diesem Mittwoch.

    Das Volk mag wohl auch nicht mehr für Ackermanns Rendite leiden, so langsam verstehen auch einfache Leute, das der Reichtum nicht vom Himmel fällt sondern aus ihren Taschen gezogen wird ... und zwar in großem Stil mittels Preiserhöhungen, Steuererhöhungen, Teuroeinführungen und Gehaltskürzungen.

    Und da die Gier nach Zinsen immer größer wird, bleibt immer weniger Geld übrig.

    Die Macht der Politik beschränkt sich darauf, den Geldbeutel beständig weiter zu öffnen, und das stinkt sogar den Abgeordneten:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,693472,00.html

    Zwei Stunden diskutieren sie. Die Parlamentarier sind unsicher. Ringen mit sich. Im Herbst 2008 erst haben sie doch diesen 500-Milliarden-Euro-Rettungsschirm für die Banken aufgespannt. Und jetzt soll das schon wieder passieren? Sollen schon wieder schnelle Milliarden fließen? Soll sich die Politik erneut von den Märkten treiben lassen? Sie suchen nach Auswegen.

    Wenn sie schon zahlen müssen, wie können sie dann wenigstens zeigen, dass die Politik bestimmt und nicht die anonymen Marktkräfte?

    Nun, das ist ihr einziges Problem: wie sollen sie zeigen, das sie überhaupt noch zu irgendetwas nütze sind und nicht schon längst zu "Kosten auf zwei Beinen" degradiert wurden ... wie viele ihrer Mitbürger auch?

    Ich hätte da ein paar Ideen, die mit dem Grundgesetz vereinbar wären. Eigentum verpflichtet ... darum:
    Notopfer Deutschland. Ging ja auch erstmal freiwillig. Hauptsache, die Kriegsgewinnler werden daran gehindert, weiterhin Staaten zu vernichten.

    Und wenn das Geld jetzt überall so unsicher wird, dann ist es doch vielleicht ganz in Ordnung, wenn man weiß, das es wenigstens noch zu was nütze war ... bevor es sich ganz in Luft auflöst.

  • Ufos in Kalmückien

    Es gibt Nachrichten, bei denen weiß man eigentlich nicht, was man mit ihnen anfangen soll. Zuerst schaut man auf den Kalender und hofft, es sei der erste April. Dann stellt man fest: Mist, dieser leichte Weg ist verschlossen. So einfach geht das nicht.

    Worum es geht? Ufos in Kalmückien. Und Kalmückien ist in der Tat ein wirkliches, echtes Land mit 300000 Einwohnern. Und deren Präsident ist jetzt wegen .... Spionageverdacht im Visier der Kritik:

    http://de.news.yahoo.com/2/20100506/twl-praesident-von-kalmueckien-nach-ufo-4bdc673.html

    Seit Jahren erzählt er immer wieder gern von seinen Begegnungen mit Außerirdischen, doch seine Geschichten könnten für den Präsidenten der südrussischen Republik Kalmückien, Kirsan Iljumschinow, nun ein Nachspiel haben. Wie russische Zeitungen berichten, rief der nationalistische Duma-Abgeordnete Andrej Lebedew die russischen Behörden auf, Iljumschinows Geisteszustand zu untersuchen. Dieser hatte Ende April während einer beliebten Fernseh-Talkshow - frei von jeder Ironie - erzählt, wie er 1997 erstmals Besuch von Außerirdischen in seiner Moskauer Wohnung bekam.

    Ich weiß jetzt nicht, wie diese Außerirdischen ausgesehen haben sollen, noch weiß ich, wieviel er zu dem Zeitpunkt getrunken hat, noch ist mir bekannt, über welche Kostüme der KGB und seine Nachfolgeorganisationen verfügen. Und noch weniger weiß ich, was ich mit dieser Geschichte anfangen soll.

    In einem Schreiben an Präsident Dmitri Medwedew will Lebedew zudem wissen, ob Iljumschinow den Kreml über seine Kontakte "mit Vertretern einer außerirdischen Zivilisation" informiert und ob er möglicherweise dabei "Geheiminformationen" verraten habe. "Wenn das ein Scherz sein sollte, dann habe ich ihn nicht verstanden. Unsere Fraktion ist der Ansicht, die Führer der russischen Regionen sollten auf ihren gesundheitlichen und geistigen Zustand untersucht werden", forderte der Abgeordnete der ultra-nationalistischen Liberal-Demokratischen Partei in der "Komsomolskaja Prawda".

    Ja, heutzutage ist man schnell damit bei der Hand, eine Geisteskrankheit zu unterstellen. Allerdings wirkt der Kalmückienchef nicht ganz so irrational:

    Iljumschinow, der die buddhistische Region mit ihren 300.000 Einwohnern seit 17 Jahren mit eiserner Faust regiert und seit 1995 dem Weltschachbund FIDE vorsteht, hat über die Jahre immer wieder über seine Kontakte mit Außerirdischen berichtet. Bekannt ist unter anderem seine Geschichte, wie er von ihnen im Jahr 2001 zu einer Besichtigungstour in ihr UFO eingeladen wurde.

    Der Mann steht dem Weltschachbund vor. Schachspieler müssen ziemlich rational sein. Strikt vernünftig - jedenfalls im Spiel. Ist natürlich eine sehr einseitige Lebensweise, die auch schon mal zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann ... aber zu offensichtlichem politischen Selbstmord? Und sei es nur, weil er sich dem Verdacht aussetzt, den Aliens Staatsgeheimnisse verraten zu haben?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirsan_Nikolajewitsch_Iljumschinow

    Iljumschinow gab an, von Aliens entführt worden zu sein, und prognostiziert, dass sie dereinst die Menschheit von der Erde abtransportieren werden.

    Man ist geneigt, in das Gelächter der Welt mit einzustimmen ... aber laßt uns einen Augenblick innehalten.

    Was macht uns eigentich so sicher, das er lügt oder verrückt ist?

    Die felsenfeste Überzeugung, das das katholische Weltbild stimmt. Man weiß es nur nicht mehr, merkt es nur selten ... aber die katholische Überzeugung, das wir der Mittelpunkt des Universums sind, wirkt immer noch nach.

    "Wir" leben in einem kleinen völlig unbedeutenden Seitenarm einer Galaxie mir Milliarden von Sternen, einer Galaxie unter Millionen von anderen Galaxien.

    Keiner weiß mehr als wir. Keiner kann mehr als wir. Und außer uns gibt es niemanden da draußen.

    Unbeweisbare Tabus, deren Infragestellen sofort mit Gelächter quittiert wird....so wie damals, als die Erde noch eine Scheibe war.

    Was aber nun, wenn wir - galaktisch gesehen - einfach nur Primitive sind? Ich meine - schaut Euch doch mal den Grad der Vernunft an, den allein die Bundesregierung erreicht ... und wir sind da noch Weltspitze.

    Was wenn wir nur unbedeutende Primitive sind, die auf einer uninteressanten kleinen Insel am Rande des Sternenmeeres wohnen. Keine bedeutenden Rohstoffe, aber ständig von Stammeskriegen gebeutelt - jeder gegen jeden.

    Die USA schicken auch keine Botschafter zu den allerletzten Stämmen in Mikronesien, noch werden die von der UNO aufgesucht. Sicher, die Wissenschaftler jener Stämme versuchen mittel Brieftauben und Rauchzeichen mit Intelligenzen "da draußen" in Kontakt zu treten und manchmal scheint es da auch Antworten zu geben.

    Große schiffsähnliche Dinger aus Metall ziehen an unserer Insel vorbei und lassen ebenfalls Qualm aufsteigen. Doch es können keine Schiffe sein, denn einerseits gibt es keinen Baum, der so groß ist, das man solche Schiffe daraus bauen könnte, andererseits haben diese Dinger keine Segel ... und der Qualm, den sie ausstoßen, ist völlig unverständlich.

    Also schließen unsere Inselbewohner messerscharf: es gibt kein intelligentes Leben da draußen - außer auf unserer Insel.

    Wir fragen uns: warum nehmen denn die UFO´s keinen offiziellen Kontakt zu uns auf?

    Warum landen wohl die großen Passagiermaschinen nicht auf unserer kleinen mikronesischen Insel, wenn doch wirklich Leben da drin sein sollte - wie manche behaupten, die diese Fliegedinger nicht für Wolken halten?

    Vielleicht weil Bojen um die Insel verteilt sind auf denen steht: Vorsicht, Minengefahr! Und die Reiseführer für Anhalter durch die Galaxis warnt vor der Gefährlichkeit der Eingeborenen ... und ihrer unglaublichen Überheblichkeit.

    Nur manchmal halten Privatyachten für einen kurzen Stop an. Manchmal nehmen sie einfach mal einen der Primitiven auf eine Spritztour mit ... nur, um sich an seinem überraschten Gesicht zu erfreuen.
    Andere essen den Primitiven einfach auf oder schlachten ihn aus, wer kann das schon wissen...

    Das einzige, was wir sicher wissen können ist ... wir wissen darüber nichts. Wir wissen nicht, wie voll das Universum ist, wir wissen nicht, womit die alle fliegen können. Das einzige was wir wissen ist ... wir können es nicht. Und wir sind die Krone der Schöpfung. Darüber sollte man lachen ... und nicht über den Präsidenten von Kalmückien.

  • Landtagswahl NRW 2010: Rüttgers und die Russlanddeutschen

    Heute erhielt ich einen Brief von dem Herrn Rüttgers. Voller stinkendem Eigenlob wollte er mich überreden, die CDU zu wählen. Ich habe mich gefragt: woher hat der eigentlich das Geld für eine solche Aktion?

    Na ja, von mir. Holt sich von der Bank Kredit und zahlt den mit der Wahlkampfkostenrückerstattung wieder ab. Also ... schreibt der mir auf meine Kosten. Sowas können die ja gut - auf meine Kosten fürstlich leben.

    Nun habe ich von einem engagierten Leser (vielen Dank nochmal!) noch ein weiteres Dokument bekommen:
    einen speziellen Brief an Russlanddeutsche. Erinnern wir uns nochmal daran, wer das war:

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-enttaeuschte-generation/

    Deutschstämmige Zuwanderer:Im Jahr 2008 sank die Zahl auf 4.000. Auf dem Höhepunkt der Ausreisewelle 1990 waren es noch fast 400.000. In den vergangenen 20 Jahren kamen rund drei Millionen Spätaussiedler, davon 800.000 aus den mittel- und osteuropäischen Staaten und 2,2 Millionen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. In diesen Ländern leben heute noch etwa 1,4 Millionen Angehörige der deutschen Minderheit.

    Die Leute haben die Wahl von Helmut Kohl jahrelang gesichert, bis sie verstanden, was sie dort wählen ... und verstanden haben, wo sie gelandet sind:

    Doch die etablierten Bundesbürger empfanden ihre Dialekte und Ansichten als antiquiert und lehnten sie als Fremde ab. "Dort waren wir die Faschisten und hier sind wir die Russen", hört man oft von in jüngerer Zeit ausgesiedelten Jugendlichen. Sie haben gewöhnlich schon einen russischen Elternteil, immer mehr von ihnen sprechen kaum deutsch und bleiben lieber unter ihresgleichen. In der Schule kommen sie oft nicht mit und sehen die Möglichkeit, an den materiellen Segnungen der Bundesrepublik teilzuhaben, in immer größere Ferne rücken. Die Verliererrolle verlassen sie, indem sie sich ganz bewusst verwandeln: von den "Deutschen", als die sie zu Hause beschimpft wurden, in - wie es in einem heute gerappten russischen Lied heißt: "Coole Russen".

    In dem Schreiben erwähnt Herr Rüttgers nicht nur wieder seine hervorragenden Leistungen, sondern auch die Leistungen der Russlanddeutschen, die sich hervorragend integriert haben. Entweder lügt jetzt der Rüttgers oder die TAZ ... doch die CDU-Marl kann mir da helfen.

    Es lügt der Rüttgers. Nicht umsonst gibt es den Flyer für Russlanddeutsche auch auf Russisch:

    http://www.cdu-marl.de/images/stories/artikel/2010/Wahlaufruf_RD_ru.pdf

    Am 9. Mai wird der nordrhein-westfälische Landtag neu gewählt. An diesem Tag entscheiden auch viele
    Deutsche aus Russland über die Zukunft unseres Landes. Seit vielen Jahren ist die CDU die einzige Partei, die
    sich wirklich für die Interessen der Deutschen aus Russland einsetzt.

    Und weil sich die CDU so toll einsetzt ... und weil, wie in dem Brief an Russlanddeutsche steht, Rüttgers Frau ihnen Deutsch beigebracht hat, gibt es den Flyer ... auf Russisch. Damit die den auch lesen können.

    Der Brieg jedoch war auch Deutsch und ruft pauschal die ungeheure Leistung der Russlanddeutschen in Kultur, Kunst, Musik und Wissenschaft hervor. Nehme ich den Artikel der TAZ ernst, so haben die Russlanddeutschen selbst wohl wenig von diesen Erfolgen mitbekommen...aber vielleicht kann der Rüttgers sie ja jetzt davon überzeugen, das sie sich geirrt haben und das es völlig unnötig ist, "cooler Russe" zu sein, wo man doch jetzt echter Deutscher ist....oder jedenfalls kurz vor den Wahlen als solcher mal eben wieder aus dem Schrank geholt wird.

    Die NPD buhlt ja auch um die Gunst der Russlanddeutschen, wenn sie sie nicht gerade verprügeln oder umbringen:

    Dass zahlreiche Russlanddeutsche hier ihrerseits zu Opfern rechter Gewalt wurden und mehrere dabei ihr Leben verloren, thematisierten die deutschen Medien kaum. "In Löbau gab es 2003 drei von Rechtsradikalen initiierte Massenschlägereien mit russlanddeutschen Jugendlichen", erzählt Steinhauer. "Jetzt", sagt er mit Bezug auf einen Ordnerdienst, "kommen Rechte bei uns nicht mehr vorbei."

    Scheinbar können die sich gut wehren ... mit Fäusten.

    Sie sind halt die neuen Türken. Irgendwann mal aus politischen Gründen ins Land geholt ... und dann dort abgestellt und vergessen. Die linke TAZ gönnt ihnen einen Artikel ... der Rest interessiert sich nicht mehr für sie.

    Aber als Wahlsöldner gegen die rote Gewalt sind sie immer noch gerne gesehen, denn in dem Brief an die Russlanddeutschen warnt Rüttgers persönlich davor, das in Nordrhein-Westfalen die Kommunisten an die Macht kommen könnten, was die stalinterrorerfahrenen Russlanddeutschen bitte verhindern mögen.

    Der kalte Krieg ist wieder zurück ... jedenfalls für die Zeit der Wahl.

    Danach sind Russlanddeutsche wieder ... Menschen mit Migrationshintergrund. Und was das für Menschen sind, die diesen "Migrationshintergrund" haben, kann man ja täglich in den Medien erfahren. Es ist schon erbärmlich, zu welchen Mitteln die CDU greift, um sich noch ein paar Stimmen zu erschleichen.

    Was ich mich noch frage, ist: ... woher hat der Rüttgers die Adressen?

    Auf jeden Fall zeigt schon der Flyer, das die CDU von der Lebenswirklichkeit der Russlanddeutschen keine Ahnung hat ...

    http://www.cdu-marl.de/images/stories/artikel/2010/Wahlaufruf_RD_de.pdf

    Die CDU Nordrhein-Westfalen setzt sich für den Erhalt der christlichen Werte in der Gesellschaft ein.
    Zur besseren Völkerverständigung und Förderung der Akzeptanz in unserer Gesellschaft setzt sich die
    CDU Nordrhein-Westfalen für eine bessere Vermittlung der Geschichte der Deutschen aus Russland ein.
    Die CDU Nordrhein-Westfalen fördert den berufl ichen Einsatz von Deutschen aus Russland und setzt
    sich für eine bessere Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienabschlüssen ein.
    Eine erfolgreiche Integration der Deutschen aus Russland kann nur durch eine Beteiligung am Leben in der
    Gemeinschaft gelingen. Deshalb will die CDU die Interessen der Deutschen aus Russland fördern. Deshalb
    unterstützt die CDU die russlanddeutschen Landtagskandidaten Eleonora Faust und Heinrich Zertik

    Wer sich mit der Sozialisation von jungen Menschen in Russland beschäftig hätte, der wüßte, das die mit christlichen Werten nicht zu fangen sind. Aber die CDU gibt sich gern so ignorant, das sie auch öffentlich zu erkennen geben, das ihr die Russlanddeutschen völlig egal sind ... wenn sie erstmal ihre Stimme zur Abwehr des Stalinismus in Nordrhein-Westfalen haben.

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-enttaeuschte-generation/

    "Religion spielt für unsere Leute, vor allem für die jüngeren, kaum eine Rolle. Dazu sind sie zu sowjetisch sozialisiert."

    Eine enttäuschte Generation ... von der die CDU nichts mitbekommen hat. Drei Millionen Menschen, seit 18 Jahren in der BRD ... und der CDU völlig egal.

    Na, ich will mich nicht beschweren. Da geht es denen halt auch nicht besser als dem Rest der Bevölkerung ...

    Ach ja, den Brief an die Russlanddeutschen konnte ich aus technischen Gründen nicht kopieren, er liegt mir allerdings vor. Dem Brief war auch noch eine Broschüre beigelegt.

    Aus der kann ich was kopieren ... zum Thema Hartz IV, was ja manche Jugendlichen mit Migrationshintergrund interessieren dürfte:

    lhre Landesregierung hat früh die
    Hartz- lV-Sätze für Kinder kritisiert.
    Was unternimmt das Land, um Kinderarmut
    zu bekämpfen?
    Das ist ein Problem, das mir große
    Sorgen bereitet. Schlimm finde ich es
    vor allem, wenn Kinder in der Schule
    hungrig sind, weil sie kein Frühstück
    bekommen oder weil sie kein Geld
    für ein gemeinsames Mittagessen
    haben. lch werde weiter dafür kämpfen,
    dass es in Berlin dazu im Rahmen
    der Sozialgesetzgebung eine neue
    Regelung gibt. Bis wir dies erreicht
    haben, werden wir unser Programm
    ,,Kein Kind ohne Mahlzeit" fortführen.
    Damit unterstützen wir gezielt
    einkom mensschwache Familien.

    Seht ihr, ihr lieben Russlanddeutschen ... weil Eure Eltern das Geld vom Staat versaufen, sorgt der Rüttgers jetzt auch fürs Frühstück. Jedenfalls ... bis zur Wahl.

    Und jetzt noch was Allgemeines zur Wahl ... für Russlanddeutsche:

    Parteien machen zur Wahl Versprechen. Sogenannte Wahlversprechen. Die sind ähnlich wie das, was Religionen ihren Gläubigen versprechen. Nach der Wahl ... hat man sich bei den Versprechen dann regelmäßig versprochen. Das muß man wissen, wenn man in der BRD lebt. Das gehört dazu.

    Also ... wählt lieber Leute, die sich auch außerhalb der Wahlzeiten daran erinnern, das es Euch gibt ... oder gründet gleich eine eigene Partei. Ihr seid genug dafür ... und Leute mit anderem Migrationshintergund haben auch schon gemerkt, das es nicht anders geht.

    Vielleicht findet man dort ja eine Heimat ... aufgrund ähnlicher Erfahrungen:

    http://www.welt.de/politik/nrw-wahl/article7413829/Migranten-und-Muslime-treten-mit-Protestpartei-an.html

    Bei der Landtagswahl in NRW tritt mit dem "Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit" (BIG) die bundesweit erste Migrantenpartei an. Altparteien schimpfen, damit werde der Integration geschadet. Die Mitglieder hingegen sehen sich als integrationspolitische Helfer, erklärt Parteichef Haluk Yildiz.

    Yildiz: Das sind Fortschritte, aber an der Basis der Altparteien werden Menschen mit Zuwanderungsgeschichte meist nicht akzeptiert. Deshalb stammen mindestens 60 Prozent unserer Mitglieder auch aus anderen Parteien, weil sie die Behandlung dort satt waren. Immer nur auf aussichtslose Listenplätze gesetzt zu werden, um in Migrantenvierteln ein paar Stimmen abzustauben – das ist frustrierend.

  • Angriffskrieg gegen Europa!

    Früher war alles einfacher. Klarer, offensichtlicher. Wenn da mal Krieg war, dann hatte man sich günstigstenfalls sogar mal verabredet. Es gab ein klar umrissenes Schlachtfeld, es gab Wächter, die jeden erschlugen, der es verlassen wollte - niemand wollte riskieren, das die umliegenden Bauern bei der Arbeit gestört werden, denn die Vernichtung der Ernte hätte Folgen für jedermann gehabt.

    Auf dem Feld schlug man dann solange aufeinander ein, bis einer aufgab. Dann war Schluß und alle gingen wieder nach Hause. Jedenfalls die, die noch gehen konnten.

    Aber Krieg wandelt sich im Laufe der Zeit. Vor allem die Art der Waffen wandelt sich. Niemand würde heute noch Krieg danach definieren, das irgendjemand Burgen belagert. Überhaupt sind Belagerungen generell aus der Mode gekommen. Wir sind kulturell nicht mehr so hochstehend wie das finstere Mittelalter, wir führen nur noch Vernichtungskriege. Bombe drauf, weg damit. Weiter im Text.

    Was ist nun eigentlich Sinn eines Krieges?

    Ich bin mit der Definition von Wikipedia überhaupt nicht einverstanden. Wikinger haben Kriege geführt, ohne das es einen einzigen Toten gab....und doch waren die Opfer von ihren Besuchen nicht begeistert.

    Wir könnten heute durch EMP-Impulse die Elektronik ganzer Länder auslöschen ... würde erstmal kein Menschenleben kosten...es sei denn, man sitzt gerade in einem Flugzeug ohne Röhrentechnik.

    Man führt Krieg nicht zum Zwecke des Tötens, sondern zum Zwecke des Habens. Man stellt ja auch nicht Söldner ein mit dem Versprechen, sie dürften töten wen sie wollen, sondern man verspricht ihnen, sie dürfen plündern was sie wollen.

    Wenn ich Krieg führe, will ich was haben ... oder was behalten, wenn es ein Verteidigungskrieg ist.

    Und so wie man heute Kriege führen kann, ohne den Boden des Feindslandes zu betreten, so kann man auch Kriege führen, in denen man nur Geld als Waffe einsetzt. Die Totrüstung der UdSSR durch die USA mag ein Beispiel dafür sein ... ein Weltkrieg, nur durch Geld gewonnen.

    Das Beispiel Griechenland hat gezeigt, das sich die Leute dann schon selbst umbringen, wenn man ihnen ihr Geld mittels der Waffe Geld genommen hat. Warum also noch eigene Leute in Gefahr bringen?

    Nun war Griechenland nur der Anfang des Krieges. Da dieser Feldzug so wunderbar geklappt hat, werden sicher weitere Folgen. Auch bei den Wikingern hatte sich schnell herumgesprochen, das diese "Klöster" leichte Beute waren - viel Gold drinnen, keine Ritter draußen .... da konnte man gut zulangen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,693239,00.html

    Deutschlands oberster Finanzaufseher Jochen Sanio sieht die Euro-Zone im Krieg mit internationalen Spekulanten - und will mit schwerem Geschütz in die Schlacht ziehen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso droht den Märkten wegen der Griechenland-Krise verschärfte Regeln an.

    Ich denke, der kann drohen wie er will ... bei der Rendite will jeder mal schnell abgreifen.

    Sanio rechnete vor, dass Spekulanten mit CDS im Falle Griechenlands in drei bis vier Monaten rund 500 Prozent Gewinn einstreichen konnten

    500 Prozent Gewinn in drei- vier Monaten. Da haben sich jetzt viele Menschen ein leistungsloses Einkommen auf Superultraluxusniveau gesichert - auf Kosten Griechenlands. Mehr Menschen aus den Kreisen der Lumpenelite werden jetzt nach einem solchen Einkommen gieren. Aber es gibt ja noch Portugal, Spanien, Italien, Irland, England ... und Deutschland, das letztlich auch nicht mehr alles wird bezahlen können.

    "Griechenland - ein besseres Angriffsziel konnte man sich nicht aussuchen", sagte Sanio, denn die Entwicklung des Landes sei schockierend verlaufen. Dafür sei allerdings die Spekulation nicht hauptverantwortlich gewesen. Inzwischen stünden Portugal und Spanien im Visier der "Finanz-Hasardeure". Sie stellten eine Gefahr für die ganze Euro-Zone dar, die nicht hoch genug bewertet werden könne.

    Ich schätze mal ... da hat er recht. Die Angreifer werden erst ruhen, bis sie den letzten Euro aus Europa herausgepreßt haben, dann werden sie weiterziehen.

    Wie früher die räuberischen Reiterhorden aus den Steppen.

    Aber heute reitet man nicht mehr auf Pferden, wenn man fremde Länder ausplündern will. Die Zeiten ändern sich eben ... die Absicht nicht.

    Vielleicht sollte die BRD auch schnell gegen Spanien wetten, bei 500 % Gewinn wären wir dann unsere Staatsschulden los. Aber wenn wir nicht zahlen würden ... wäre ja auch nichts zu holen.

    Und so ruinieren asoziale Schmarotzer die Zivilisation....für ein paar Glasperlen und ein paar auf Band gezogene Muscheln.

  • Terroralarm! Fenster zu, Merkel kommt! Oder ... zahlen.

    Wir unterbrechen unser Programm für eine Sondermeldung. Wir empfehlen dringend allen Lesern, während der Wahlkampfauftritte von Frau Merkel Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Vorhänge zu schließen sich in einen Sessel zu setzen und sich ruhig zu verhalten. Vor allem sollten alle Arten von Gegenständen vermieden werden.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,693260,00.html

    Polizeieinsatz bei einem Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Merkel: In Wuppertal hat die Polizei fünf verdächtige Personen in Gewahrsam genommen. Sie sollen während der Kundgebung unter freiem Himmel in einem Haus gegenüber der Bühne mit einem "verdächtigen Gegenstand" hantiert haben.

    An verdächtigen Gegenständen wurde nach Angaben der "Welt" schon mal ein Fernglas verhaftet. Es ist der Polizei sehr verdächtig, das jemand versucht, die Kanzlerin von Nahem zu sehen, da es dafür keine erkennbaren Gründe gibt. Offensichtlich hält die Wuppertaler Polizei die Kanzlerin für ausgesprochen häßlich.

    Schon zu Beginn der Veranstaltung waren an geöffneten Fenstern der Gebäude gegenüber der Bühne Personen zu sehen, die das Treiben auf dem Johannes-Rau-Platz im Wuppertaler Stadtteil Barmen beobachteten.

    Ebenfalls ist es sehr verdächtig, das ein normaler, nicht zur Veranstaltung der Kanzlerin eingeladener Bürger versuchen sollte, die Rede der Kanzlerin vom Fenster aus zu belauschen. Offenbar hält die Wuppertaler Polizei die Kanzlerin für ausgesprochen doof...oder kennt ihre Reden.

    Besonders gefährlich ist so ein Verhalten auch für die Nachbarn, denn die Polizei macht da vor Nichts halt:

    Ein stärkeres Polizeiaufgebot habe Wohnungen durchsucht und nach rund zwei Stunden die fünf Personen mit auf die Dienststelle genommen. Bei den Verdächtigen handele es sich um zwei Männer und drei Frauen. Auf der Wache sei zunächst lediglich der Sachverhalt festgestellt worden. In der Nacht wolle man nun die Details aufklären, sagte die Sprecherin.

    Man kann froh sein, das die ganz Wuppertal nicht umgehend unter Kriegsrecht gestellt haben, wie es sich angesichts der Bedrohungssituation abzeichnete.

    Immerhin: der Einsatz war ein Erfolg, ein voller Erfolg: es wurde nach mehrstündigem Durchsuchen mehrere Wohnungen eine Wasserpistole sichergestellt. Ob damit ein Säureattentat auf die Kanzlerin geplant war oder ob man Roland Koch mit Dung besprühen wollte, bleibt noch im Dunkeln. Die CDU erwägt nach dem gräßlichen Vorfall ein bundesweites Verbot von Wasserpistolen und Fenstern.

    Bis dahin bleibt uns nur, vor öffentlichen Auftritten der Kanzlerin zu warnen.

    Bleiben Sie zuhause!

    Verriegeln Sie Türen und Fenster!

    Vermeiden Sie das Hantieren mit "verdächtigen" Gegenständen jeder Art. Denken Sie daran, das für die deutsche Polizei jeder Gegenstand verdächtig ist, weil man dann einfach mal so flott ein paar Frauen verhaften und ein paar Wohnungen durchwühlen kann.

    Bügeln am offenen Fenster um die Rede der Kanzlerin zu hören kann scheußlichste Konsequenzen haben.

    Die Polizei ist sich des Grades der Beliebtheit der Kanzlerin in der Bevölkerung sehr wohl bewußt und auch die Kanzlerin hat ausdrücklich zu verstehen gegeben, das sie nur zu "ihren" Bürgern zu sprechen gedenkt, nicht zu den "anderen":

    http://www.welt.de/politik/article7494843/Polizei-Einsatz-nach-Wahlkampfauftritt-Merkels.html

    Die Kanzlerin reagierte gelassen. Es gelang ihr nach Angabe der Zeitung, die Störer mit Worten zu isolieren: "Was machen die Leute da eigentlich, die da so schreien? Haben die keine eigenen Veranstaltungen?"

    Wer von den "gewünschten" Zuhörern wieviel gezahlt hat, um der Kanzerlin nahe sein zu dürfen, ist uns nicht bekannt.

    Da nun aber öffentlich festgestellt wurde, das die "Rent a Rütgers"-Strategie rechtens ist, gehen wir davon aus, das die erwünschte Zuhörerschaft nur aus zahlenden Gästen bestand:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/Sponsoring-Aktivitaeten-der-CDU-sind-laut-Lammert-rechtens-id2785618.html

    Die Sponsoring-Aktivitäten der CDU-Landesverbände in Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie der Sachsen-SPD verstoßen nicht gegen das Parteiengesetz. „In keinem der angesprochenen Fälle haben sich Anhaltspunkte für mögliche Verstöße gegen das Parteiengesetz konkretisiert“, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert am Donnerstag in Berlin. Die Bundestagsverwaltung habe die Fälle eingehend geprüft. „Die rechtliche Prüfung ergab, dass sich die vereinbarten und erbrachten Gegenleistungen der angesprochenen Parteiverbände in einem parteiengesetzlich nicht zu beanstandenden Rahmen gehalten haben“, fügte Lammert hinzu.

    Auch die umstrittenen Angebote von Gesprächskontakten mit Spitzenpolitikern im Gegenzug für Sponsoring hätten sich in den untersuchten Fällen „als Teil der üblicherweise, typischerweise bei solchen Sponsoring-Verträgen verabredeten öffentlichkeits- und werbewirksamen Gegenleistungen“ herausgestellt.

    Ach, die sind typisch und üblich. Welche Gegenleistungen würde ich denn kriegen, wenn ich den Rüttgers oder die Merkel mal in meiner Nähe haben will? Und was genau machen die für wieviel?

  • Griechenland, der Finanztsunami und der Reichtum der Arbeiter

    Es ist ja grauenvoll und ich kann es nicht mehr hören: Griechenland. Klar, die hatten ein gutes Leben da unten - aus unserer Perspektive. Aus deren Perspektive war ihr Leben völlig normal ... und wir etwas bescheuert.

    "Der Deutsche arbeitet nicht, um zu leben, er lebt um zu arbeiten" ... das wir gerne Nutzvieh sind, ist schon sehr lange bekannt. Das ist aber eigentlich unser Problem.

    Mal ehrlich: würden wir nicht auch gerne mit fünfzig in Rente gehen? Wüßten wir nicht auch gerne unsere Kinder auch durch unsere Rente versorgt ... selbst wenn wir nicht mehr leben? Ist es so tödlich und gefährlich für die Demokratie, den Wohlstand und die Lebenslust, wenn man umsonst mit um die Welt reisen kann?

    An sich ist das was die Griechen sich geleistet haben, doch nicht schlecht, böse oder moralisch verwerflich, oder? Zum Beispiel das hier:

    http://wirtschaft.t-online.de/griechenland-krise-wo-die-griechen-geld-verschwenden/id_41526404/index

    Eine griechische Eigenheit ist die Existenz von Hunderten staatlich berufener Gremien - wobei oft unklar ist, warum sie bestehen. So gibt es eine Kommission, die den See Kopais verwalten soll. Der ist allerdings schon in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts ausgetrocknet. Einer griechischen Zeitung zufolge beschäftigen die Gremien insgesamt mehr als 10.000 Mitarbeiter und kosten mehr als 100 Millionen Euro jährlich. Die Regierung hat versprochen, mindestens 200 Kommissionen zusammenzulegen oder aufzulösen.

    Sowas nennt man auch Demokratie. Da kann es gar nicht genug von geben. Auch wir haben solche Kommisionen, die ausgetrocknete Seen verwalten. Wir nennen das Bundestag und der See ist die Demokratie. Wahrscheinlich auch bald zu teuer.

    Nun sind wir ja darauf dressiert worden angesichts der griechischen Krise reflexhaft in den Chor jener mit einzustimmen, die sagen: "Es ist kein Geld da!!!!"

    Wie kann das sein, das kein Geld da ist, wo doch Banken regelmäßig - sogar in Zeiten der Weltwirtschaftskrise - Riesengewinne einfahren?

    Und - mal ganz ehrlich ... Geld brauche ich eigentlich auch nicht. Von mir aus können wir das Morgen abschaffen, ich hätte da keinen großen Verlust.

    Was ich brauche ist Essen, Trinken, Luft und Wärme. Damit funktioniere ich auch ohne Geld ganz gut. Ein Klo wäre schön, geht aber auch ohne.

    Das Tolle ist ... es ist ja auch alles schon da. In Massen vorhanden. Die Weltwirtschaftskrise hat nicht den geringsten Einfluß auf das Wachstum von Obst und Gemüse, noch bricht sie massenhaft Wohnraum ab. Allerdings mit dem Heizen könnte es knapp werden, seitdem man das Öl aus Kostengründen eher in den Ozean kippt oder auf Kreuzfahrten zum Spaß verheizt. Also, wir hier kämen auch mit Holz durch den Winter und haben Riesenmassen an Wasser, das wir für Kohle tauschen könnten, aber das Glück haben nicht alle.

    Ich denke aber schon, das man da was organisieren könnte. Es ist ja noch alles da. Ich wüßte nicht, wo es ein Problem geben sollte. Vor allem haben wir das Allerwichtigste: Arbeitskraft.

    Ein Arbeiter sagte mir mal: Arbeiter brauchen keine Wirtschaftskrise zu fürchten. Sie können aus allem Häuser bauen, mit vielen Dingen Wärme erzeugen und überall etwas anbauen, was zum Leben reicht.

    Ich glaube, da hat er recht.

    Problematisch wird es für jene, die mit dreißig in Rente gehen wollen, so wie jener Investmentbanker von
    Goldman-Sachs, dessen private E-Mails jetzt ein wenig vom Denken und der Ethik der Lumpenelite offenbart haben:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,692247,00.html

    Sie waren die Götter des Geldes, jetzt trifft die Goldman-Sachs-Banker der geballte Zorn. Sie hatten Kunden Investments verkauft, die später massiv an Wert verloren. Interne Mails belegen das zynische Geschäftsgebaren der Finanzmanager. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die drastischsten Schreiben.

    Nun, die Ansprüche mit dreißig in Rente gehen zu können - mit Yacht, Privatflieger und eigener Insel - sind schwieriger zu erfüllen als meine Ansprüche. Das geht mit normaler Arbeit überhaupt nicht - aber solche Leute haben ja in ihrem ganzen Leben noch nie gearbeitet, sie spielen lieber mit dem Geld der anderen Leute so lange herum, bis für sie genug vom Tisch gefallen ist. Und so haben sie ein leistungsloses Einkommen der Extraklasse. Im Prinzip geht jeder Investmentberater mir diesen Versprechungen hausieren - und für manche stimmt es ja auch.

    Aber keine Gesellschaft kann überleben, wenn alle nur noch coctailnuckelnd auf der Yacht liegen. Irgendwo muß auch schon noch gearbeitet werden, auch wenn wir in den achtziger Jahren etwas anderes gepredigt bekamen: einfach ein bischen Börse machen und schon ist die Frührente auf Millionärsniveau nah. Soll ich noch mal die alten Zeitungsanzeigen der Investmentbranche heraussuchen? Lieber nicht, das war peinlich.

    So langsam dämmerts dem einen oder anderen, wie das Geld zustandekam.

    Kinderarbeit, Drogenhandel, Prostitution, Pornofilme ... sowas bringt Rendite. Mehr als Arbeit. Gut, inzwischen gibt es auch Angebote für Weicheier, die reichen Grünen brauchen so etwas:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,690030,00.html

    Die Auswahl an ethisch unbedenklichen Fonds ist inzwischen groß - ebenso wie die Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen. "Finanztest" hat einige der interessantesten Geldanlagen unter die Lupe genommen und nennt passende Fonds für ein ökologisches und ein ethisches Musterdepot.

    Wer da nicht pingelig ist, hat aber auch immer noch die Möglichkeit, mit Kinderarbeit sehr reich zu werden. Davon leben wir hier im Norden mehr oder weniger alle. Von der Arbeit der Kinder in der dritten Welt. Ihre Arbeit ist das Blut, der Rohstoff, der unsere Maschine antreibt. Keine angenehme Vorstellung.
    Warum sollten wir also klagen, wenn ein Finanztsunami das alles fortbläst?

    Wir ... brauchen da keine Angst zu haben. Andere schon, die kriegen jetzt Panik:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,692217,00.html

    Was haben die Ölpest vor der US-Küste und die Griechenland-Krise gemeinsam? Beide Desaster gehen auf Fehler von Menschen zurück - und in beiden Fällen haben sich Konzerne bereichert. Doch während BP dafür bezahlen soll, kommen die Finanz-Hasardeure schadlos davon. Ein fataler Fehler.

    Da entsetzt sich sogar der SPIEGEL, eigentlich bisher auch ein Kriegsgewinnler der globalen Ausbeutung.

    Zugleich stimmt es aber auch, dass die Spekulanten der internationalen Großbanken das angeschlagene Land aufs Korn genommen und regelrecht zu Tode gehetzt haben. Sie haben wie bei einem Pferderennen gewettet auf Griechenland, Spanien, Portugal - in diesem Fall darauf gehofft, dass der Gaul auf der Strecke zusammenbricht. Sie haben gegen den Euro gewettet.

    Es ist noch zwingender als bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, dass die Gewinner dieses Spiels an den Kosten der Folgen beteiligt werden.

    In der Tat, es wird Zeit, die Gewinner dieses Spiels an den Kosten zu beteiligen. Und zwar überall.

    Das sind aber nicht nur die Investmentbanker, sondern auch jene Leute, denen man vorgegaukelt hat, es wäre möglich, eine Welt zu konstruieren, in der jeder ohne Arbeit reich werden kann.

    Immer noch ist Wirtschaft ein geschlossenes System. Dort, wo wir einen Porsche ins Land stellen, stirbt dafür irgendwo ein Kind. Überall wo wir nach einem Zuviel gieren, gibt es für andere zuwenig. Insgesamt ... gibt es mehr als genug, aber einige haben ein Anspruchsdenken, das selbst griechischen Göttern peinlich gewesen wäre. Jeden Tag Kaviar, Villa mit dreißig Zimmern, einen Yacht, zwanzig Luxuslimousinen, Kokain ohne Ende ... die Medien präsentieren uns jeden Tag Menschen, die meinen, ohne diese kleinen Annehmlichkeiten nicht überleben zu können.

    Ich kann euch versichern: sie irren, sie glauben es nur nicht. Vielleicht ist es mal hilfreich, ihnen aufzuzeigen, das ihr Luxus mit Menschenblut erkauft wird ... und zwar letztendlich mit nichts anderem.

    So wie sie letztendlich alles in Geld ausdrücken können, kann ich alles in Blut ausdrücken. Das ist kein Problem.

    Darum denke ich ... "wir" können dem Finanztsunami gelassen entgegen sehen. Der Mangel an Porsches und Kokain, der ihm folgt, wird uns so wenig anrühren wie der Mangel an Chanell-Parfüm oder Prada-Handtaschen.

    Aber vielleicht freuen wir uns darüber, wenn in Afrika auf einmal wieder Frieden herrscht und die Menschen genug zu essen haben, weil der Repressionsapparat ausgefallen ist.

    Die widerwärtige wahnhafte Lumpenelite jedoch ... hat Grund sich zu fürchten. Auf sie wartet möglicherweise bald etwas ganz Schreckliches.

    Echte Arbeit.

  • It´s time for a change ... der Tod, das Leben, die Wahrheit und die Fürsten der Angst

    Manchmal bin ich sehr betrübt. Ich bin nicht angetreten, um Angst zu machen, doch trotzdem scheine ich welche zu machen. Selber ... habe ich auch kaum welche. Das liegt ... an der Philosophie. An dem Rahmen, in dem ich lebe. An der Arbeit mit Wahrscheinlichkeiten, wo es keine Wahrheiten geben kann.

    Nach langem hin und her, rauf und runter, für und wieder habe ich mich angesichts der Tatsache, das viele Wahrheiten für den menschlichen Geist nicht faßbar sind, weil seine vorgegebenen Kategorien zu eng und sein Wahrnehmungsspektrum zu begrenzt ist, für Platons Sicht der Dinge entschieden.

    Das Leben, das wir Leben, ist aller Wahrscheinlichkeit nach das, was wir uns vor unserer Geburt ausgesucht haben. Mit etwas Gespür und Feinfühligkeit könnten wir sogar hinter die Gründe kommen, die uns zu dieser Wahnsinnstat angeleitet haben.

    Ein Gedanke, der zu weit führt? So ein Scheißleben hättet ihr Euch nie ausgesucht?

    Gut.

    Wenn ich ... mal so in eine Kinozeitschrift schaue, was sehe ich dann?

    Nur Horror. Mal ehrlich ... auch die Komödien sind doch wahrer Horror, wenn man sich vorstellt, man wäre selbst die Hauptrolle. Wir bauen eine unglaubliche Zivilisation auf ... und womit verbringen wir die unproduktive Zeit des Tages?

    Mit Geschichten. Wie schon seit Urzeiten. Wir lauschen Geschichten. Abenteuergeschichten. Mit und ohne Liebe (wobei Liebe selbst auch ein Abenteuer ist). Und obwohl ich ein bekennder Manipulationsfunkverweigerer bin ... Filme schaue ich immer noch gern, weil auch ich Geschichten mag.

    Wenn wir uns nun die Entwicklung der Technik anschauen ... das, woran die Völker, die die Not hinter sich gelassen haben, mit hoher Konzentration arbeiten, so ist das ... Geschichten erzählen. Hollywood ist nur ein Beispiel. Und wenn wir die Entwicklung in die Zukunft verlängern, dann kennen wir auch schon jetzt das Ziel: die virtuelle Umgebung so zu gestalten, das sie von der Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden ist. Selbst Indiana Jones, Luke Skywalker, Napoleon oder Lara Croft zu werden, in ihren Welten leibhaftig umherschweifen. Das ist uns wichtiger als Raumfahrt, für die wir (als Menschheit) deutlich weniger Energie aufwenden.

    Scheint also kein so unmenschliches Prinzip zu sein, was Plato da entworfen hat. Wir wollen gerne in den Geschichten leben, die wir so hören. Ist ja auch besser, als sie sich nur anzuschauen.

    Und die Horrorgeschichten? Ich persönlich schaue sie auch gerne, wenn Ungeheuer drin vorkommen. Wann sieht man schon mal Vampire und Zombies, Drachen und Trolle in der Eifel ... oder fliegende Menschen?
    Menschenschlächterfilme schaue ich nicht so gerne, auch wenn
    sie als Krimi daherkommen, aber ich kann verstehen, das Menschen das mögen....bzw. erfahren wollen.

    Und ich kann die Sehnsucht ihres Geistes verstehen, gerne ganz lebendig in die Geschichten einzutauchen.
    Somit ... sind wir im Prinzip dort angekommen, wo wir laut Plato gestartet sind.

    Laut ihm ... suchen wir uns die Leben aus, um eine bestimmte Erfahrung zu machen. Um diese eine bestimmte Erfahrung zu machen, diese eine bestimmte Erkenntnis zu erlangen, sind manchmal abenteuerliche Erlebnisse notwendig ... und oft auch schmerzhafte Erlebnisse unverzichtbar. Jeder Schüler kann von solchen Momenten in abgeschwächter Form berichten.

    Wir wissen nicht, welche Erfahrung wir machen wollen. Nur ist es eine Vorraussetzung, das wir den ganzen Rahmen, in dem das Experiment stattfindet, vergessen müssen....was nicht immer so gut klappt. Manchmal kommen Erinnerungen an andere Leben hoch, manchmal träumt man von der Zukunft ... ist halt noch nicht alles so perfekt, wie es sein sollte. Aber es geht, damit es seine Aufgabe erfüllt.

    Manche werden nun sagen: der spinnt, der Eifelphilosoph. Der wird jetzt richtig esoterisch. Das mag beides sein, allerdings finde ich das, was man in normalen Buchhandlungen unter Esoterik findet, oft abscheulich und meistens sogar brandgefährlich - wenn es nicht einfach nur dumm ist. Und wenn ich spinnen sollte und es nicht merke, wäre es mir auch egal. Ich fühle mich sehr wohl dabei und nutze vielen Menschen - warum sollte ich daran was ändern?

    Ich persönlich halte mich für rational und pragmatisch. Ich weiß, das die Wahrheit des Metarahmens, in dem sich die menschlichen Existenz abspielt, unbekannt und unbegreiflich ist. Ich weiß, das der Materialismus als Deutungssystem versagt hat wie der Katholizismus. Also kann ich mir die Freiheit nehmen, meinen Metarahmen auszumalen wie ich gerne möchte. Ich hätte auch die Freiheit, mir eine Welt auszumalen, in der ich von Ufos gerettet werden, wenn die Welt untergeht, das ist ... noch nicht ... verboten - wenn auch verpönt.

    Ich mag aber lieber Szenarien, die eine gewisse Plausibilität und Wahrscheinlichkeit aufweisen. In meinen Augen trifft das für Platons Sicht der Dinge zu, weil ähnliches Verhalten eben heute bei Menschen beobachtbar ist....weltweit. Stellt irgendwo einen Fernseher hin, der Geschichten erzählt und die Revolution hat ein Ende. Menschen lieben Geschichten und sind bereit, viel zu ertragen, um sie genießen zu können.

    Klar kann auch ein Gott kommen und uns alle nach dem Tod wieder auferwecken. Ich finde jedoch keine Notwendigkeit der Annahme eines Gottes noch die Notwendigkeit, einen Tod als real anzunehmen.

    Zeit ... ist so ein Dingen, das wir auch nicht verstehen noch bewältigen können. Wir reden viel darüber - vor allem darüber, das es eine vierte Dimension sein soll - malen Striche auf Tafeln und sagen: das ist Zeit. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Auf Strichen kann man reisen ... und so kommt der Wunsch nach Zeitreisen auf. Zeitreisen, die gedanklich unmöglich sind, wie die daraus resultierenden Paradoxien nahelegen. Klingt plausibel wie die Scheibenhaftigkeit der Erde, ist aber falsch, denn: die einzige Zeit, die Menschen jemals erlebt haben, ist das "Jetzt". Der Rest ist ... auch wenn es schwer zu verstehen ist ... nur ein gedankliches Konstrukt, nicht mehr als eine Verschwörungstheorie. Kann sein ... muß aber nicht. Man könnte uns sogar als reale Zeitreisende betrachten, die in ihrem "jetzt" den Zeitstrahl entlangreisen. Mit dem, was wir "Tod" nennen, verlassen wir aber nicht das ewige "Jetzt", sondern nur den Zeitstrahl. Also auch hier ... kein Grund zur Besorgnis.

    Nun stellt sich die Frage ... wenn das Leben denn so ernst, endgültig und tödlich gar nicht ist ... warum sollten wir etwas gegen das Leid unternehmen? Gibt es denn ... eventuell gar kein Böses auf Erden?

    Hier kommen wir in die Bewertung des Lebens. Das ist uns mit den vorliegenden Möglichkeiten unmöglich. Wir können auch hier viele Theorien machen (und jeder hat die Freiheit, sich die auszusuchen, die ihm gerade gefällt), doch sie bleiben Theorien.

    Andererseits ... sollten wir unsere Menschlichkeit nicht verraten. Das scheint bei allen denkbaren Metarahmen keine gute Empfehlung zu sein. Menschen sind an sich hilfsbereite Wesen. Sie sind an sich auch fähig (wir berichteten) Böses wahrzunehmen....nicht als intellektuelles Urteil, sondern als Empfindung über den Grad der Abscheulichkeit einer Tat. Insofern ... ist "Cocooning" nicht unbedingt empfehlenswert ... aber seltsamerweise gewollt.

    Und hier ... kommen wir in Gebiete, wo es wirklich unheimlich werden könnte. Wir bleiben aber lieber pragmatisch und beschäftigen uns mit dem, was seit Jahrtausenden beobachtbar ist - trotz der Erkenntnisse der griechischen Philosophie, die uns eigentlich viel häßliche Historie hätte ersparen können...und im Prinzip die Essenz aller Religion vorwegnimmt, hier kommen wir zu Erscheinungen von Menschen, die ... seltsam sind.

    Ich nenne sie spontan mal die "Fürsten der Angst". In der altindischen Philosophie sind es sogar mächtige Engelwesen, die auf Erden inkarniert sind um uns zu ärgern - ganz sinn- und zweckfrei, doch dieser Spekulation muß man nicht folgen.

    Ich merke, das ich manchen Menschen Angst mache und wundere mich ... sehen die denn keine Nachrichten, lesen die keine Zeitung ... leben die nur auf einer rosa Wolke? Beneidenswert. Wenn jemand den Weg dahin kennt - bitte Landkarte schicken.

    Da fliegen islamistische Terroristen mit Flugzeugen Häuser in den USA kaputt, woraufhin die USA den antiislamistischen Irak überfallen und ihren antiislamischen Führer Saddam Hussein ermorden, woraufhin sie als Besatzungsmacht auf einmal im Irak mit islamistischen Terroristen Probleme bekommen.

    So was kann man nur mit Drogen verstehe, da bin ich ganz sicher. Das ist aber inzwischen Weltpolitik.

    Da bauen wir (mit vielen Steuererleichterungen versehen) viele Maschinen, die uns die Arbeit abnehmen und uns viel Zeit für Freizeit lassen. Eigentlich könnten wir einer guten, paradiesische Zukunft entgegensehen. Stattdessen kommt aber ... die Agenda 2010, die jene verfolgt und bestraft, die ihre Arbeit durch die Maschinen verloren haben.

    Was bitte schön muß man nehmen, um bei solchen Realitäten nicht sofort freiwillig in die geschlossene Anstalt zu flüchten, wo eins und eins noch zwei sind, ohne das man vorher eine Ratingagentur befragen muß? Wenn jemand da was hat ... bitte schicken.

    Das sind nur zwei Beispiele aktueller Politik, die Angst machen...und mit Leben nicht mehr viel zu tun haben. Wahnsinn, Irrationalität, brutale Willkür ohne Grund klingen da durch, Dinge, die wir doch eigentlich schon lange hinter uns gelassen hatten ... dachten wir jedenfalls.

    Es sind aber Menschen, die diese Dinge in die Welt setzen. Einfach nur Menschen. Menschen die vor ihrer eigenen Angst kapituliert haben und wahnsinnig geworden sind...und sie machen einfach das, was sie können: sie häufen Dinge an - vor allem virtuelles Geld - in der irrationalen Hoffnung, dieses würde sie vor der Angst beschützen....denn was anderes kennen sie nicht mehr. Deshalb benutzen sie auch ihre Macht, um Angst zu vervielfältigen, es geht ja nicht, das kleine Bauern in China glücklich sind während sie dahindarben in ihren Champagnerseen. Und so predigen sie Theismus und Atheismus gleichermaßen, obwohl uns die Vernunft seit Jahrtausenden sagt, das wir Götter weder begreifen noch beweisen können ... noch gehen sie uns irgendetwas an. Wir können prima ohne sie leben ... und haben das wahrscheinlich auch sehr lange getan.

    Doch langsam ... wird es Zeit für einen Wandel. Wir sind nun am Ende einer historischen Entwicklung angelangt, die so nicht mehr weitergehen kann. Diesen Wandel kann die Menschheit aber nur ... in großer Masse vollziehen. Dazu ist sie auch mehr und mehr in der Lage. Mehr und mehr geraten die Fürsten der Angst ins Hintertreffen, und je mehr sie ins Hintertreffen geraten, umso eifriger bellen ihre Prediger von der Hölle, dem ewigen Nichts und strafenden Göttern.

    Keinen Dackel könnte man mit den Argumenten aus der Ruhe bringen, aber das Nutzvieh Mensch schon. Es soll gelenkt und geleitet werden, die Medien sollen bloß nicht ihren Erziehungscharakter verlieren. Auf der einen Seite stehen die Atheisten und predigen davon, alles Lebenslust sofort auszuleben, da man unwiederbringlich auf das ewige Nichts zusteuert, auf der anderen Seite stehen die Theisten, die mit höllischen Strafen drohen, wenn man den Atheisten folgt.

    Mittendrin: wir, total verwirrt....wie seit Jahrtausenden nicht.

    Manchmal, wenn ich selbst verwirrt bin (was leicht geschehen kann, immerhin gehört es zum Spiel dazu, den Rahmen zu vergessen), setze ich mich unten an den kleinen Fluß.
    Hinter Steinen bilden sich manchmal Strudel, die sehr lebendig wirken und auf der Stelle zu stehen scheinen. Wir Menschen sind wie diese Strudel. Wir denken, wir wären die Strudel ... dabei sind wir das Wasser. Und sobald man das verstanden hat ... nimmt der Fluß alle Ängste und Sorgen mit sich. Das habe ich von Zen-Buddhisten gelernt....und es macht viele Lust auf Zukunft.

    Denn in Wirklichkeit macht nur der Rahmen Angst, den die "widerwärtige wahnhafte Lumpenelite" uns als alternativlos vorgibt. Man muß aber ihrem Wahn nicht zwanghaft folgen. Das bringt nur .... Angst mit sich.

  • Landtagswahl NRW 2010

    Es ist ja bald wieder Wahl. Landtagswahl NRW. Da soll ich auch hin. Dabei habe ich gar kein Geld, um mir so einen Rüttgers leisten zu können. Den können doch nur wirklich Reiche mieten. Und das soll auch so bleiben - wenn es nach ihm geht:

    http://www.cdu-nrw.de/wahlen/landtagswahl-2010.html

    am 9. Mai 2010 ist Landtagswahl. Jetzt kommt es auf Sie an: Wir wollen uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Nordrhein-Westfalen stabil bleibt und in eine sichere Zukunft geht.

    Nee, das lassen wir mal lieber. So ein bischen Unstabilität tut dem Rüttgers mal ganz gut, auch wenn seine Einkommensaussichten dann unsicherer werden.

    Die Sozis sind ja sehr mutig. Die haben eine Frau an die Spitze gesetzt. Deutlicher kann man kaum sagen: wählt uns nicht. Aber das macht ja sowieso keiner. Aber ihre Sprüche können sich sehen lassen, die sind wenigstens ehrlich:

    http://www.nrwspd.de/html/23247/welcome/Wahlprogramm.html

    Mutig. Herzlich. Gerecht.

    Mutig den Sozialstaat deformiert, herzlich über die blöden Gesichter der Wähler gelacht, gerecht die Beute unter sich aufgeteilt.

    Wir wollen eine durchlässige Gesellschaft gestalten, eine Gesellschaft der fairen Regeln, in der Leistung sich auszahlt und Grundlage für eine sichere Existenz ist. Eine Gesellschaft, die auf der Basis wirtschaftlicher Stärke Gute Arbeit und Beste Bildung für alle ermöglicht. Eine leistungsstarke, solidarische und gerechte Gesellschaft, die einen handlungsfähigen Staat zum Partner hat.

    Nun durchlässig ist die Gesellschaft schon. Man kann inzwischen bis auf den ARGEn Boden der Gesellschaft fallen ... wenn man alt und krank wird. Oder als Frau geschieden. Gute Arbeit und beste Bildung für alle, die es sich aufgrund ihrer wirtschaftlich starken Basis leisten können, wollen auch schon andere. Außerdem sind das Adjektive, die schreibt mal klein. Wenigstens im Wahlprogramm sollten keine Rechtschreipfäla sein. Und der Staat ist niemals mein Partner ... er ist mein Angestellter und ich bin der Souverän. Der König macht doch auch nicht den Toilettenwart zum Partner.

    So was will einen nur quälen, das kann man niemals wählen.

    Dann gibt es da noch die Grünen.

    http://www.gruene-nrw.de/12-gruende

    Wir kämpfen für soziale Gerechtigkeit und Selbstbestimmung, gegen Armut, für Löhne, die zum Leben reichen, und für die solidarische Finanzierung im Gesundheitssystem.

    Die kämpfen ja immer fleißig, diese Grünen. Und dann verlieren sie immer so prächtig, damit sie bloß an der Regierung bleiben dürfen. Nee, dann lieber gleich CDU oder SPD, die sagen wenigstens von vornherein, was sie wollen.

    Allein in NRW sind zurzeit ca. 250.000 Langzeitarbeitslose vom Arbeitsmarkt abgekoppelt. Durch langfristig geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung schaffen wir ihnen neue Perspektiven.

    In welcher Branche denn?

    Investitionen ins Gesundheitssystem lohnen sich. Durch steigende Lebenserwartung, demografische Entwicklung und medizinischen Fortschritt wird die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen stetig steigen.

    Aha. Pharmaindustrie und Co. Na ja...das wird das Sozialbudget aber schlimmer beuteln als ein Grundeinkommen. Na ja, Grüne wollen ja nur, machen müssen dann andere. Aber gut, das wir mal drüber gesprochen haben.

    Dann gibt es da noch die FDP.

    http://www.fdp-nrw.de/files/557/100502-Pi-Rede_LPT-Pressefassung.pdf

    Und es geht darum, ob Nordrhein-Westfalen in turbulenten Zeiten auf eine Politik der
    wirtschaftlichen Vernunft und auf die Einhaltung der Grundprinzipien unserer sozialen
    Marktwirtschaft vertrauen darf oder ob es mit einem Linksblock in ein unkalkulierbares,
    wirtschaftliches Experiment getrieben wird.

    Wie die wirtschaftliche Vernunft aussieht, ist klar:

    Bis 2015 planen wir einen weiteren sozialverträglichen Abbau von mindestens 12.000 Stellen in der
    Landesverwaltung, um Gestaltungsspielräume für die Zukunft zu gewinnen.

    Leute herausschmeißen, um irgendwelche Spiele spielen zu können....ist es nicht eigentlich das, was man ein unkalkulierbares wirtschaftliches Experiment nennt? Da können sich ja jetzt schon mal einige ARGE-Mitarbeiter freuen, das sie ... bald auf der Gegenseite sitzen.

    Wir werden einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Zweijährige bereits 2010/2011 und
    für Einjährige ab 2013 garantieren. Gleichzeitig streben wir den schrittweisen Verzicht auf Elternbeiträge
    an.

    Also ... in den Hitlerzeiten wollte man auch diesen totalen Zugriff des Staates auf die Jugend haben ... an sich kann ich da noch keinen sonderlichen Vorteil erkennen, nur die Tatsache, das auf Kosten der frühkindlichen Bindungsfähigkeit die Einsparungen durch die Kündigungen wieder verbraten werden.

    Nee nee. So was wählt man nicht.

    Nochwas? Ach ja, der linke Teil des "Linken Blocks". Ganz schlimme Finger, wenn man den anderen glauben kann.

    http://www.dielinke-nrw.de/unserewahlprogramme.html

    Die Kosten der Krise dürfen nicht auf die Beschäftigten, die Erwerbslosen und die Rentnerinnen und Rentner abgewälzt werden. Es darf keine Sozialkürzungen und Massenentlassungen geben. Armut und Ausgrenzung müssen bekämpft werden. Statt milliardenschwerer Rettungspakete für die Banken fordern wir einen Schutzschirm für die Menschen in Nordrhein-Westfalen.

    Gut, das darf alles nicht sein, es wäre aber nicht das erste Mal, das die Realität dann bedauerlicherweise andere Bedingungen gesetzt hat ... so wie in Berlin. Wer braucht schon ein linkes Gewissen der Republik, wenn es im Alltag versagt?

    Ich schaue mir mal die Personen an: Lehrer, Sozialarbeiter, Lehrer, Sozialarbeiter, Oberlehrer, Sozial...
    ach nee. Nicht ein normaler arbeitsloser Hartz IV-Empfänger, dem man was Gutes tun könnte, wenn man ihn in den Landtag schicken würde. Der hat ja auch Zeit ... und vor allem weiß er, wovon er spricht. Aber so´n Zeuch gibbet da wohl nicht. Die kriegen auch keinen Sonderurlaub von der Schule bzw. dem Träger für politische Aktivitäten.

    Also irgendwie ... jetzt schon wie SPD.

    Nee, geht auch nicht.

    Ganz neu ist jetzt BIG. Hört sich schon groß an.

    http://bignrw.de/?page_id=138

    Die Partei BIG Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit sieht als Grundlage ihrer politischen Arbeit, dass sämtliches Handeln – auch politisches Handeln – der ethischen Verantwortung gerecht werden muss, die jeder Einzelne für alle Anderen und die Gesamtheit trägt.

    Da sammeln sich erstmal die Leute mit Migrationshintergrund. Habe ich nicht, geht deshalb nicht. Aber schön zu sehen, das sich da was formiert. Das ist bei der manchmal unerträglichen Ausländerhatz dringend notwendig.

    Tja und sonst?

    Nur noch die Krümelparteien. Wahlkampfkostenerstattungsabzocker und lila Träumerle. Ist auch fein, aber da wäre Nichtwählen eine deutlichere politische Aussage.

    "Noch ein Wort und ich schweige Dich tot" ... ist auch Kommunikation zwischen Bürgern und dem "Partner" Staat.

    Leider bringe ich das Schweigen in dieser Hinsicht nicht über´s Herz. Zwar ist es nur noch ein liebgewonnenes Ritual, das inzwischen gar nicht mehr ändert, ja noch nicht mal die Geschwindigkeit des Sozialabbaus kann man damit real beeinflussen, aber man darf wenigstens noch wählen, welches Gesicht einem die "unbequemen Wahrheiten" verkaufen muß.

    Vielleicht wird es einfach wieder Zeit für die Innere Emigration. So haben viele die Nazi-Zeit überstanden. Die Welt gibt schon mal Tips für die Zukunft:

    http://www.welt.de/wissenschaft/article7463673/Wie-Menschen-mit-weniger-Geld-gluecklich-werden.html

    Um immaterielle Glücksquellen zu erschließen, bräuchten die Menschen mehr Qualität statt Quantität, eine Entschleunigung vieler Lebensbereiche, eine Bildung, die sie Neugier befriedigen lasse und die Möglichkeit, sich einzubringen, sagte der Münchener Religionswissenschaftler Michael von Brück. Der Asien-Experte empfahl Techniken wie Yoga, Meditation und Tai-Chi, um die persönlichen kognitiven und emotionalen Prozesse besser zu steuern. Die Deutschen seien da noch "ziemliche Analphabeten".

    Na, vielleicht gehe ich erstmal in mich anstatt zur Wahl. Aber vielleicht stört mich dann doch das Geschrei der Nachbarn:

    "Die Demokratie ist bis heute im Grunde eine Schönwetter-Veranstaltung gewesen", so Miegel. Es sei höchste Zeit, sich Gedanken zu machen, wie wir diese neue Lage bewältigen. Der bisherige Weg berge sozialen Sprengstoff: Der Abstieg konzentriere sich auf schlecht ausgebildete Bevölkerungsteile, die dann isoliert würden, damit die Mehrheit sich nicht vom Phänomen des Abstiegs berühren lassen müsse.

    Wenn ich Sonntag in der Kabine stehe, werde ich vor allem eins machen: Mist wählen. Das weiß ich jetzt schon. Nur seine Farbe kenne ich noch nicht genau. Oder ich nehme meinen Jüngsten mit, der malt so gerne mit Stiften. Der soll einfach mal ... irgendwo hin malen. In so ein rundes Feld. Das üben wir vorher.
    Dann muß ich mich nicht lange herumquälen.

  • Ölpest und Todesschüsse ... die Taktik der Lumpenelite

    Es sind Dinge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Todesschüsse deutscher Polizisten und die Ölpest in Mexiko. Auf den zweiten Blick jedoch ... ist es ein und dasselbe. Beide Entwicklungen zeigen die Ethik der Lumpenelite auf - und wenn man weiß, von welchen Werten sie sich leiten lassen, dann weiß man, zu welchen Verbrechen die Leistungselite bereit ist, während sie leistungslos auf Yachten und Kreuzfahrtschiffen herumlungert. Immerhin ist es ja das Versprechen eines jeden Investmentberaters, das er mit aller Hilfe die Menschen vom Fluch der Arbeit befreien will, damit die mehr Zeit für Freizeit und Hobbys hat - und zwar auf höchstem denkbarem Niveau.

    Schauen wir zuerstmal nach der Ölpest. Hier war schon vor einigen Tagen etwas Seltsames aufgetaucht:

    Die Fischer in den betroffenen Gebieten hatten sich BP als Helfer angeboten. Was sollten sie auch sonst machen? Fischen war verboten ... und Ölsardinen auf diese Art fabriziert sind kein Markt. BP hatte in den letzten Jahren gute Gewinne an dem Geschäft gemacht.

    http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:gesunkene-deepwater-horizon-plattformunfall-setzt-bp-in-brand/50107903.html

    Der Unfall der "Deepwater Horizon" wirft einen Schatten auf die guten Quartalszahlen, die die westlichen Ölkonzerne in dieser Woche vorgelegt haben. Die hohen Gewinne kommen vor allem aus den Upstream-Sparten, also der Suche nach und Förderung von Rohöl - genau dem Geschäft, das die Katastrophe verursachte.

    Das ist es natürlich, was die Lumpenelite am meisten fürchtet: Schatten auf Zahlen. Ölteppiche in Naturschutzgebieten sind weniger zu fürchten, dagegen ist man versichert und überhaupt ist die Lumpenelite räumlich flexibel ... dann bucht man eben woanders eine Kreuzfahrt und macht einen Bogen um die Schatten.

    Laut "Wall Street Journal" war die Sicherheitstechnik der "Deepwater Horizon" nicht auf dem modernsten Stand. Es fehlte ein Schalter, mit dem über eine Fernbedienung das Bohrloch verschlossen werden kann. Ein solcher koste 500.000 $ und sei in den USA anders als etwa in Norwegen und Brasilien nicht vorgeschrieben.

    Die Förderung vor der Küste der USA ist enorm lukrativ für die Konzerne, weil Steuerlast und politische Risiken gering sind. Es gibt dort Tausende Bohrinseln.

    Wie es aussieht, hat man dort wieder ein Biotop für Geldvermehrung eingerichtet in dem - wie üblich - tote Menschen billigend in Kauf genommen werden.

    http://www.ftd.de/politik/international/:deepwater-horizon-katastrophe-der-toedliche-tiefenrausch-der-konzerne/50108105.html?page=3

    Doch eines steht fest: Die Ölkonzerne gehen immer größere Risiken ein - auf Kosten ihrer Arbeiter und der Umwelt. Neben dem Rausch der Tiefe gibt es noch weitere Eskalationen: etwa die giftige Ölgewinnung aus Teersanden in Kanada oder die umstrittene Bohrung nach Erdgas in schwer durchlässigen Schiefergesteinsschichten.
    Politiker in Nordamerika lieben diese Projekte - schließlich versprechen sie den USA und Kanada ein wenig Unabhängigkeit von Energieimporten. Doch sie sind im hohen Maße schädlich, weil sie überholte Geschäftsmodelle zementieren und die Energiewende verhindern.
    Die Konzerne investieren Milliarden in komplizierte Bohrungen und verdienen damit viel Geld, schließlich steigt die Nachfrage nach fossilen Energien vor allem in den Schwellenländern wie China. Umso geringer ist die Motivation, in erneuerbare Energien zu investieren.

    Aber immerhin ... man hatte gut gespart für die Steigerung der Rendite und sich erfolgreich gegen die Übernahme international üblicher Sicherheitsstandards im Golf von Mexiko gewehrt.

    Nun versprach ja BP, sie würden alles zahlen. Würde ja auch nichts kosten, weil man ja eine Versicherung hat. Und die Fischer würden alle Angestellt. Doch an dem Tage, als die BP-Vertreter aufmarschierten, zeigte sich schon das übliche Geschäftsgebaren der Lumpenelite:

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/das-oel-wird-alles-toeten/1813052.html

    Denn BP benötigt – so kurios dies klingen mag – die Hilfe der Fischer.1200 Dollar pro Tag, rund 900 Euro, sollen sie als Minimum dafür erhalten, dass sie mit ihren Booten bei heftigem Seegang herausfahren und beim Legen aufblasbarer Ölsperren helfen. „Nun brauchen sie uns, weil sich sonst niemand in den Gewässern zurechtfindet“, höhnt Champlain, der seit 25 Jahren vom Garnelenfang lebt. Die BP-Männer teilen Verträge aus. „Bitte gleich unterschreiben.“ Viele Fischer zögern. Sie wollen Zeit, um den Inhalt zu prüfen. „Wie sollen wir wissen, was da wirklich drinsteht?“, sagt Champlain zu dem eng bedruckten Schriftstück. Doch der Ölkonzern hat keine Zeit. Mit jeder Stunde schleicht sich der rapide wachsende Ölteppich weiter in Richtung Küste voran – mit dem Ausblick auf Langzeitschäden, die niemand zu kalkulieren vermag.

    Was erst WDR 5 heute morgen berichtete: die Verträge sollten nicht schnell unterschrieben werden, weil es eile, sondern weil sie getürkt waren. Im Kleingedruckten stand, das die Firma die freiwillige Mitarbeit der Fischer akzeptiere ... aber nicht für die Kosten aufkomme, die durch den Einsatz entstehen. Stirbt ein Mitarbeiter, wird lebensgefährlich verletzt, geht sein Boot kaputt: selber Schuld.

    Und da man es mit der Elite der Lumpen zu tun hat, sollte man sicherheitshalber auch mal schauen, wer an der Katastrophe verdient ... denn eine Seltsamkeit gibt es schon:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,692427-2,00.html

    Das etwa 25 Zentimeter messende Bohrloch sollte gerade mit Zement abgesichert und verschlossen werden - ein normaler Vorgang im Ölgewerbe. Zu einem späteren Zeitpunkt wären die Bohrteams wieder angerückt, um mit der Ölförderung zu beginnen.

    Mit dem Zementieren des Bohrlochs war die US-Firma Halliburton betraut. 20 Stunden vor dem Unglück seien die Arbeiten allerdings vorläufig eingestellt worden, teilte das Unternehmen mit.

    Also ... war das jetzt schon zu, dieses Bohrloch - oder waren die alle mal kurz zum Mittagessen in ... Frankreich oder Kanada? Muß ich mir das jetzt so denken, das Haliburton eigentlich der Verursacher ist?

    Wieder merke ich ... gegen die Vertuschungswolken der Lumpenelite komme ich nicht an. Tarnen, täuschen, tricksen um jeden Preis, das ist ihre Devise.

    Tarnen, täuschen und tricksen wird auch immer mehr das Motto der Polizei.

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3076&pk=399293

    In der Bevölkerung herrscht unterdessen Unverständnis über die vermeintliche Informationssperre und deswegen über das Vorgehen der Polizisten an jenem 30. April. Zu viele Fragen sind noch offen. Mit Flugblättern ruft eine unbekannte Initiative zu einer Demonstration am Samstag ab 14 Uhr auf dem Domplatz auf. „Lasst Euch nicht alles gefallen“, ist auf dem Papier, das in der ganzen Stadt verteilt wurde, zu lesen. Die Organisatoren rekonstruieren die Tat auf den Zetteln so: „Am Donnerstag, den 30.04., wurde von der Regensburger Polizei ein 24-jähriger Mann getötet. Nachdem er mit einigen Beinschüssen niedergestreckt wurde und wehrlos da lag, ist er anschließend gnadenlos mit mindestens zehn Kugeln ermordet worden.“

    Nun, ein Jahr später, ist immer noch nichts klarer. Es wirkt nur immer seltsamer:

    http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-27801410&Ressort=bay&Ausgabe=a&RessLang=bay&BNR=0

    Damals hatte ein Mitbewohner Eisenbergs die Polizei verständigt, nachdem er von ihm mit einem Messer bedroht worden war, die Rede war von „Blutrausch“ und Selbstmordabsichten. Sofort wurden mehrere Streifenwagen losgeschickt, ebenso Notarzt und Rettungswagen. In dem engen Treppenhaus ging Eisenberg mit einem Messer auf die Beamten los, Pfefferspray und Stockschläge
    nutzen nichts, auf einen Warnschuss reagierte er nicht, trotz gezielter Schüsse auf Knie und Arm bedrohte Eisenberg die Beamten weiter und wurde schließlich erschossen. Insgesamt sollen 16 Schüsse abgegeben worden sein, Treffer in den Rücken Eisenbergs erklärten sich dadurch, dass ein Beamter dem akut bedrohten Kollegen habe helfen wollen.

    16 Schüsse. Schüsse in Arm und Bein ... und er drohte weiter. Wie? "Ich beiße euch allen die Nase ab?"

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,692343,00.html

    Wildwest in Deutschlands Osten: Am Silvesterabend 2008 erschoss ein Zivilfahnder in Brandenburg den Kleinkriminellen Dennis J. - acht Mal feuerte der Kommissar auf den 26-Jährigen. Jetzt will die Justiz den skandalösen Polizeieinsatz aufarbeiten, doch die beteiligten Beamten schweigen.

    Auch so eine abenteuerliche Geschichte.

    Dennis J. soll am Abend seine Freundin Patricia "Ticy" M., 19, abholen, Stieftochter eines Bundespolizisten.

    Und dabei wurde er erschossen.

    Obschon bereits diese erste Verletzung kurze Zeit später zum Tod führen wird, kann der mit Drogen aufgeputschte J. den Jaguar noch starten. Er fährt vor, kracht mit etwa 30 Stundenkilometern gegen eine Mauer, setzt zurück und streift den Beamten S., der hinfällt. R. feuert weiter, in die Tür, den Radkasten, und auch am Jaguar vorbei. Als die Limousine schließlich die Straße hinunterrollt, schießt der Kommissar noch zweimal - in dem Wohngebiet - hinterher. Dann ist das Magazin seiner Waffe leer und Dennis J. verblutet am Steuer.

    Auch hier: tarnen, tricksen, täuschen und hinhalten.

    Die Polizisten Olaf B. und Heinz Werner S., deren Aussagen vielleicht Aufschluss über die Motive des Schützen hätten geben können, behaupteten in ihren Vernehmungen, sie hätten gar keinen oder nur einen Schuss wahrnehmen können.

    Nun, vielleicht hat die Schießwut mancher Beamter ja mit dem neuen Geist zu tun, der durch die Branche weht:

    http://fudder.de/artikel/2008/04/09/neue-polizeiuniformen-praktisch-aber-unzeitgemaess/

    "Nicht nur, dass die Uniformen zu militärisch und unpraktisch sind, sie erschweren auch noch die Unterschdung privater Sicherheitsdienste von der Polizei", sagt Josef Schneider, Landesvorsitzender der GDP. 92 Prozent der Polizeibeamten hätten sich bei einer Umfrage gegen einen Farbwechsel ausgesprochen. Schuld an der Einführung ist eine EU-Richtlinie, die die Farbe der Polizei in Europa vereinheitlichen möchte. "Das Kabinett hat dem Farbwechsel am 10. Juli vergangenen Jahres zugestimmt", erklärt Thomas Bastian, Mitarbeiter des Innenministeriums von Baden-Württemberg.

    Da man Polizei in Zukunft Europaweit einsetzen darf, sollte man die auch überall erkennen. Und je mehr Menschen hinter die Taktik der Lumpenelite kommen - tarnen, täuschen, tricksen und vor allem: hinhalten - umso mehr werden diese Einsätze wohl auch notwendig...und bekommen militärischen Charakter.

    Einen Eindruck von der zukünftigen Qualität dieser Einsätze kann man vielleicht schon hierdurch bekommen:

    http://www.spiegel.de/video/video-1063312.html

    Das Video dokumentiert, wie ein Polizist einer am Boden liegenden Person aus vollem Lauf gegen den Kopf tritt.

    Was bringt man denen wohl inzwischen in der Ausbildung bei? Und ... kriegen die auch einen Platz auf den Kreuzfahrtschiffen versprochen, die zunehmend die Meere vermutzen?

  • Unternehmensberater, Monstertrucks und die ARGE

    Vor kurzem hatten wir ja einen Unternehmensberater hier zu Gast, der verständnislos wieder abgezogen ist, weil er zu wenig Beifall bekam. Was für ein Unternehmensberater er war, weiß ich nicht, denn so kann sich jeder nennen.

    Ein aktuelles Beispiel der Beratungspraxis von Unternehmensberatern (damit meine ich jetzt aber nicht die kleinen IT-Schrauber) belästigt uns seit einiger Zeit auf den Autobahnen und wird uns in Zukunft noch mehr belästigen ... gemeint ist die Just-in-Time-Verfahren, das in den siebziger Jahren in Japan entwickelt wurde.

    Kurz ... geht es ungefähr darum:

    http://de.wikibooks.org/wiki/Materialwirtschaft:_Beschaffung:_Arten_der_Bedarfsdeckung:_Just_in_Time

    Die fertigungssynchrone Beschaffung oder auch Just in time [engl.: termingenau, gerade rechtzeitig], (Abk.: JIT), bezeichnet ein Konzept zur Materialbereitstellung, das auf die Verkleinerung der Zwischenlager und eine allgemeine Rationalisierung des Produktionsprozesses abzielt. Durch die Einsparung von Lagerhaltungsflächen und -kosten wird Just in Time indirekt auch zu einer unternehmerischen Methode zur Kostensenkung in der Materialwirtschaft und Beschaffungslogistik.

    Daruch spart man natürlich Lagerfläche, Lagermiete, Heizkosten und Arbeitsplätze. Das freut den Manager und der Unternehmensberater kann sich eine Rolex leisten.

    Leider ... zahlen viele andere die Zeche, doch so etwas ist so "feinen" Herren vollkommen egal.

    Für ein paar Cent Einsparungen werden hundert Euro Kosten verursacht ... nur die tragen dann andere:

    http://de.wikibooks.org/wiki/Materialwirtschaft:_Beschaffung:_Arten_der_Bedarfsdeckung:_Just_in_Time

    mehr Ausgaben für Straßenbau
    Umgangssprachlich kann man sagen: ?Das Lager wird auf die Straße verlegt? auch mit dem entsprechenden Verkehrsaufkommen und Umweltbelastungen
    Behinderungen, Staus
    höhere Lärmbelästigung (LKW)
    vermehrte Schadstoffemission
    erhöhter Energieverbrauch wichtiger und begrenzter Ressourcen

    "Das Lager wird auf die Straße verlegt" ... und so ist das Materiallager der Niederlande nun auf der A 61 zu finden. Die fahren nicht alle unser Joghurts aus Portugal hier hoch ... die fahren einfach auch Schrauben hin und her, die gerade mal nicht gebraucht werden. Da gibt es auch keine Klimadiskussion, die gilt nur für Nutzvieh, und das soll zahlen, zahlen, zahlen. Und im künstlichen Stau stehen. Diese Art der
    Lagerhaltung kostet auch Menschenleben, denn sie erzeugt bei Fahrern einen enormen Druck, der jedoch den "feinen Herren" völlig egal ist.

    Abhängigkeit vom Auftraggeber
    hohe Lieferbereitschaft und Flexibilität wird verlangt
    Konventionalstrafen bei Nichteinhaltung des Liefertermins
    Kosten der Qualitätskontrolle
    ständiger Informationsaustausch erforderlich
    Krisenanfälligkeit durch Spezialisierung auf Vertragsprodukt
    Zwang zur Ansiedlung in der Nähe des Großabnehmers
    u.U. eigene Lager erforderlich, Lagerkosten werden umgewälzt

    Aus Furcht vor der Konventionalstrafen und infolge der Abhängigkeit von einem einzigen Unternehmen rasen die Zulieferer halsbrecherisch und oft übermüdet über die Autobahnen - und riskieren viel zu häufig viel mehr als notwendig.

    http://www.stern.de/wirtschaft/news/maerkte/lkw-unfaelle-finger-weg-stehsatz-die-angst-vor-schlafenden-brummifahrern-591412.html

    Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: An 20 Prozent aller schweren Unfälle mit Lastwagen und Bussen sind müde Fahrer Schuld. Grund: Die von der EU geforderten Ruhepausen werden nicht eingehalten, weil die Strafen für Spediteure billiger sind als regelmäßige Lenker-Auszeiten.

    Der Kosten- und Zeitdruck für Spediteure kostet echtes Menschenleben, weil Sicherheitstechnik die Rendite verringern würde ... Menschenopfer werden billigend in Kauf genommen:

    http://www.welt.de/motor/article3867286/Die-meisten-Lkw-Unfaelle-koennten-vermieden-werden.html

    Für Lkw gibt es mehr Assistenzsysteme als für Pkw. Doch für die zügige Verbreitung und Weiterentwicklung lebensrettender Systeme fehlt die staatliche Unterstützung. Denn leider investieren die Spediteure wegen des immensen Kostendrucks in der Branche von sich aus kaum in die lebensrettende Technik.

    Wenn man also das nächste Mal am Stauende steht und hinter einem kommt ein Brummi mit unveränderter Geschwindigkeit auf einen zugerast: immer dran denken - die Situation bringt irgendwo irgendwem richtig viel Zinsen für sein Geld. Das sollte Trost genug sein.

    Und weil immer mehr Unternehmensberater durch die Lande ziehen und ihre Botschaften zur noch intensiveren Vermehrung des Mammons verkünde, brauchen wir jetzt auch andere LKW:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7437074/Riesen-Laster-rollen-bald-auch-in-Deutschland.html

    Der Riesen-Laster ist vier Mal gefährlicher als ein normaler Lkw, und bei einem massenhaften Einsatz wird er zu mehr Straßentransporten führen?, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der ?Allianz pro Schiene?, WELT ONLINE. Nicht nur der Güterzug werde unattraktiver, auch dürften Lager abgebaut und auf die Straße verlegt werden, erklärte er.

    60 Tonnen wiegen die Giganten. Vielleicht werden sie in Deutschland nicht zugelassen, aber ich denke, schon jetzt werden führende Unternehmensberatungen mit führenden Regierungsvertretern Gespräche über den Verkehr der Zukunft führen. Betriebswirtschaftlich gesehen sind die Riesen einfach zu verlockend ... und dann müssen wir wieder neue Brücken bauen. Aber vielleicht kann man sich da ja mal bremsen.

    Noch mehr Arbeitslose, noch vollere Straßen, noch häßlichere Unfälle ... so ein 60-Tonnen-Geschoß kann sich schon ganz schön weit in den Stau hineinfräsen.

    Aber was tun wir nicht alles für die Rendite! Dafür lassen wir uns gerne zermantschen.

    Und das so erwirtschaftete Geld wird ja auch äußerst sinnvoll eingesetzt:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/schifffahrt-von-flaute-in-der-kreuzfahrt-keine-spur;2572962

    Die Kreuzfahrtbranche kennt keine Krise. Die Anbieter von Kreuzfahrten blicken fürs Krisenjahr 2009 auf gestiegene Umsätze zurück. Und für den Rostocker Hafen rechnen die Betreiber mit einem Passagierrekord.

    Das ist doch ein schönes Lebensgefühl, oder? So luxuriös in Küstennähe dinieren, während an Land die Vorstädte brennen. Und wir alle wissen, das wir an diesem schönen Erlebnis durch die Verwertung unserer Arbeitskraft beteiligt sind. Toll.

    Nun haben wir ja kein Geld, noch nicht einmal für die Kinder von Arbeitslosen, aber für Unternehmensberater haben wir auf jeden Fall ein paar Millionen, Porsche und Rolex müssen ja bezahlt werden und ohne diese kleinen Annehmlichkeiten des Lebens traut man sich ja gar nicht mehr auf die Straße:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/strategie/consulting-fuer-beamten-berater-krempeln-behoerden-um;2570384

    Unternehmensberater bringen auch den öffentlichen Sektor in Schwung. Bekanntestes Beispiel: McKinsey machte aus Arbeitsämtern die neuen "Jobcenter". Wer aber mit Porsche und Rolex auf Behördenfluren erscheint, hat einen schweren Stand. Und auch die Industrie-Blaupausen taugen nicht.

    Wir haben zwar keine Ahnung und unsere übliche Augenwischerei funktioniert hier auch nicht, aber auf jeden Fall werden wir für unsere Tätigkeiten saftige Rechnungen schreiben ... so könnte man das Handelsblatt hier interpretieren.

    Für den Steuerzahler wird das wieder mal ziemlich teuer:

    Die öffentliche Hand holt sich regelmäßig Rat von externen Profis. 2009 stemmte allein die Consultingbranche Projekte für 1,79 Mrd. Euro, ermittelte der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU). Ein leichtes Plus zum Vorjahr - und ein gewisser Stabilitätsanker für die krisengeplagte Branche

    1,79 Milliarden Euro ... die ist sehr spendabel, die öffentliche Hand. Die kann sich ja ordentlich was leisten, wenn es um die Finanzierung von Rolex und Porsche geht. Dafür spart man ja auch bei den Hartz-IV-Regelsätzen für Kinder. Und da muß man viel sparen, denn die Beratungen gehen häufiger mal in die Hose:

    "Viele Projekte scheitern, wenn Berater Behörden Blaupausen der Industrie überstülpen wollen", sagt Prodoehl - er stand selbst lange in Landesdiensten. "Dort gibt es ganz andere Veränderungsresistenzen."

    Das hätte man sich überlegen sollen, bevor man mit den Blaupausen losmarschierte ... aber der Versuch wird ja auch bezahlt.

    Der volkswirtschaftliche Schaden, den diese Leute anrichten, ist kaum zu beziffern. Volkswirtschaft ist aber auch nicht im Beratungsfokus. Dort soll nur die Zechen bezahlte werden, dort landen letztendlich die Kosten, die die Unternehmen abwälzen.

    Und dort, beim Volk, fallen dann auch die Leichen an. In Zukunft durch wirtschaftlich alternativlose Monstertrucks.

  • Griechenland und das Ende der Demokratie

    Griechenland ist die Wiege unserer Kultur. Alles, was wir ersonnen haben, kommt von dort - ursprünglich. Jedenfalls ... das Gute. Der Rest kommt aus Rom und lebt in der katholischen Kirche bis heute fort.
    So könnte man - viel zu kurz und deshalb falsch - die europäische Kulturgeschichte benennen.

    Mit der ist es jetzt vorbei. Zweihundert Jahre nach der französischen Revolution, mit der das Volk sich das Recht auf Leben wieder erstritten hat, geht die Demokratie in die Knie.

    Vor 4000 Jahren soll es mal eine außerordentlich friedliche Kultur am schwarzen Meer gefunden haben, eine Kultur, in der Frauen das Sagen hatten und Waffen vollkommen unbekannt waren. Jedenfalls hat man in ihren Gräbern und Siedlungen keine gefunden. Diese Kultur wurde von plündernden fremden Horden vernichtet.

    In 4000 Jahren wird man sagen, das es in Europa mal eine Zeit gegeben hat, in der versucht wurde, Demokratie zu leben. Das jedenfalls war jemanden wie Willy Brandt noch sehr bewußt. Demokratie ist ein Versuch, sie befindet sich noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung ... und ist nach sechzig Jahren schon zu Ende.

    Diesmal sind es keine fremden plündernden Horden, diesmal sind es Heuschrecken, die das Ende bringen ... wie eine der biblischen Plagen. Archäologen der Zukunft werden sich wundern, denn diese Horden hinterlassen keine Spuren. Ihre Heimat sind virtuelle Reiche, die nicht von dieser Welt sind. Ihre Häuser unterscheiden sich kaum von anderen Geschäften, nur ihre Privatwohnungen sind auf des Luxuriöseste ausgestattet - doch davon wird man kaum noch Spuren finden, die Rückschlüsse zulassen.

    Über die Bürger dieser Reiche kommt das Ende über Nacht. Beschlossen wurde es in den Konzernzentralen der Finanzdienstleister ... und in der Politik. Ein Gerhard Schröder fällt da wieder mal sehr unangenehm auf, aber ich habe ja schon mal darüber geschrieben, wie er die HRE als Mülleimer für die Banken einrichtete ... und zwar schon 2003.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7432792/Die-Schuldigen-des-Griechenland-Desasters.html

    Es war ein explosiver Bericht, den Inspektoren der EU-Statistikbehörde Eurostat dem deutschen Finanzminister Hans Eichel (SPD) und seinen Kollegen der Eurozone im November 2004 auf den Tisch legten. Thema: der griechische Staatshaushalt. Knapp vier Jahre zuvor war das südeuropäische Land in die Währungsunion aufgenommen worden. In ihrem Bericht zogen die Inspektoren ein vernichtendes Fazit: Sowohl vor als auch nach ihrer Aufnahme in die Eurozone hatten die Griechen ihre Haushaltszahlen kräftig geschönt.

    Also ... alles ist seit sechs Jahren bekannt.

    Das unausgesprochene Fazit: Griechenland hätte nie in die Eurozone aufgenommen werden dürfen. Die Regierung in Athen hatte milliardenschwere Ausgaben für Panzer oder Jagdflugzeuge verschleiert, Schulden in Staatsbetriebe außerhalb des Haushalts verlagert, die Steuereinnahmen zu hoch und die Schulden zu gering geschätzt. Außerdem hatte sie etliche Mittel regelwidrig im Staatshaushalt verbucht, darunter EU-Fördergelder

    Nun, es galt, sich für einen Krieg zu wappnen. Der Türkei gelüstet nach griechischen Inseln, wie auch einigen Hanseln in der CDU und der FDP. Man hätte die Türkei einfach mal in die EU aufnehmen können, aber sie war ja so nützlich als sie unter dem Bruch des Völkerrechtes den Irak vom Norden her angegriffen hat. Und überhaupt braucht man die Türkei, obwohl man die Türken selbst im eigenen Land nicht mehr will ... aber geostrategisch sind die so unglaublich günstig. Und billigen Urlaub kann man da auch machen. Da muß man einfach mal darüber hinwegsehen, das sie den Natopartner Griechenland mit Krieg bedrohen (wir berichteten). Und das die Griechen in einer solchen Situation nicht ganz friedlich und rational agieren, sollte eigentlich verständlich sein ... paßt nur nicht in die heile Nutzvieh-Medienwelt. Sowas wäre geeignet, den Bürger zu verwirrden.

    Und man wollte die Griechen in der EU haben - mit aller Kraft. Nur so war sichergestellt, das sie ihre Waffen auch in Deutschland kaufen ... und nicht etwa im preisgünstigen östlichen Ausland. Immerhin wollte man ja ein Stück von dem Kuchen abhaben...und zwar kein Kleines. Das die Griechen sich das nicht leisten konnten, war allen bekannt und allen egal. Immerhin wurde die UdSSR ja auch totgerüstet, vielleicht ginge das ja auch mit der Türkei ... oder man könnte so vielleicht einen heißen Krieg verhindern oder an ihm erstmal richtig verdienen. Also ... gab es nie einen wirklichen Grund, auf die Schuldenbremse zu treten.
    Im Interesse der deutschen Wirtschaft mußte gezahlt werden.

    Aber wer hat die Waffen gekauft, wer hat gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen um beide Seiten aufzurüsten? Deutsche Regierungen.

    Wer heilt jetzt das Desaster?

    Deutsche Regierungen.

    Wer zahlt?

    Deutsche, Griechen und andere, die von den Finanzströmen der Regierungen ausgeschlossen sind. Wir erstmal acht Milliarden. Das macht hundert Euro für jeden Bürger, auch für jedes Hartz-IV-abhängige Kind, dessen Geld aus dem Ferienjob man jetzt für die Griechenlandrettung einsetzt.

    Was haben wir mit dem Mist dort zu tun?

    Nichts.

    Was hat der kleine Grieche mit dem Mist zu tun?

    Auch nichts. Auch wenn ihm jetzt die Panzer in die Schuhe geschoben werden. Aber die kriegen jetzt Panik, denn mit ihrer kurzen Freiheit ist es jetzt vorbei. Nach den Militärs, die dort noch saumäßig regierten als wir schon ganz friedlich waren kommt jetzt die Diktatur Europas, die Diktatur der Finanzmärkte. 36 Jahre Demokratie ... das war es dann für die Griechen. Vielleicht kommt dort jetzt wieder eine Militätdiktatur, Waffen genug haben die ja.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,692501,00.html

    Angst befällt die Griechen: IWF und EU übernehmen die Kontrolle über die Staatsfinanzen, das Land steckt auf Jahre in der Krise - die Bürger fürchten den Niedergang ihres Staates.

    Der IWF und die EU verlangen für ihre milliardenschweren Notkredite ein striktes Sparprogramm der Griechen. So sollen unter anderem die Löhne und Gehälter im Öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft für drei Jahre eingefroren werden.

    Diese Politik des IWF ist lange bekannt und wurde - unter anderem von Attac - oft genug kritisiert. Schulden produzieren lassen und die Rettung dann von konkreten politischen Forderungen abhängig machen, die ganz im Sinne des Neoliberalismus sind. Dadurch wurden schon viele Völker ruiniert und in die Armut getrieben, damit sich das Kapital ungehemmt vermehren kann ... ohne Rücksicht auf diese lästigen "Kosten auf zwei Beinen". Und dieser Eingriff in die Souveränität droht auch Griechenland:

    Schuld daran, dass sich im April eine Gruppe von Herren in dunklen Anzügen ins Grande Bretagne einmietete, um von dort regelmäßig ins schräg gegenüberliegende Finanzministerium zu gehen oder sich Akten kommen zu lassen. Die Männer besuchten auch die Ministerien für Gesundheit, Arbeit, Umwelt und Wirtschaft.
    Sie prüften sehr genau, und das macht derzeit vielen Griechen Angst: Die Männer sind nämlich gekommen, um zu schauen, wo man sparen kann.

    Man kann sich sicher sein: keinem der verantwortlichen Politiker wird es schlechter gehen als vorher. Die werden einen schönen Aufsichtsratsposten bekommen, Beraterverträge und sind anschließen rundum gut versorgt. Gefoltert wird das Volk. Hunger, Krankheit, Not und Elend für jene, die es wagen, einfach so Kosten zu produzieren. Sollen die doch verrecken, das wäre deutlich billiger.

    Letztendlich stehen wir aber vor dem deutlich sichtbaren Ende der Demokratie in ganz Europa...und das wird auch offen zugegeben. Liest nur nicht jeder:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7424093/Die-Politik-kapituliert-vor-der-Macht-der-Maerkte.html

    Die Politik kapituliert vor der Macht der Märkte
    Griechenlands Beinahe-Bankrott hat es gezeigt: Auch 19 Monate nach der Lehman-Pleite können Regierungen gegen die Macht der Investoren nichts ausrichten.

    Was sich in den vergangenen Tagen ereignete, ist nichts anderes als die Kapitulation der Politik vor den Finanzmärkten. Fallen die Kurse für Staatsanleihen dramatisch, knicken die Regierungen ein. Alle Prinzipien werden dann über Bord geworfen. Niemand redet mehr über die „No-Bailout-Klausel“, mit der sich einst vor allem Deutschland davor schützen wollte, für die Staatsschulden anderer Staaten einstehen zu müssen. Niemand wagt es, die Banken und Hedgefonds an der Last zu beteiligen. Stattdessen müssen erneut die Steuerzahler mit Milliarden ins Risiko gehen.

    Wozu bezahlen wir dann eigentlich noch Politiker? Warum bekennen wir uns dann nicht offen zum neuen Feudalismus und lassen die Bankfürsten offen unsere Politik machen ... das käme uns deutlich billiger, als diesen sinn- und nutzlosen Feigenblattapparat noch zusätzlich umständlich durchzufüttern.

    Oder aber ... wir bestehen darauf, das niemand dem Souverän vorschreiben darf, was er in seinem eigenen Land zu tun oder zu lassen hat. Und auf sein Recht, im Notfall (und NUR dann!) überflüssiges Geld von jenen zu ... borgen, die sowieso viel zu viel davon haben.

    Dann wäre die perverse Neigung, dem Markt geschäftsmäßig Tauschmittel zu entziehen, die er zu einem ordentlichen funktionieren dringend braucht, wenigstens mal zu etwas Wert gewesen. So eine Art ... Volkssparkasse eben.

    Ach ja, für die Rettung der HRE hat jeder Deutsche bislang theoretisch 1200 Euro ausgegeben. Davon müssen kleine Hartz-IV-abhängige Kinder fast ein halbes Jahr leben.

    Der Regelsatz für Kinder von 0 - 6 beträgt 215 Euro im Monat. Und ... das ist nur eine Bank.

    Europa im April 2010. Wir brauchen auf den Untergang der Welt im Jahre 2012 nicht warten. Wir sind jetzt schon live dabei. Einfach mal ... Griechen fragen.

    Und bei unseren Schulden ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Wirtschaftsprüfer der Lumpenelite auch unsere Leben kostengünstiger organisieren....eine Art zu denken, die schon mal im Gas geendet ist.

  • 1.Mai 2010 - Tote, Verletzte und Spaßgesellschaft

    Gestern abend habe ich erfahren, das es sehr schlimme Auseinandersetzungen zum 1. Mai gab. Das hat mir gehörig die Stimmung verhagelt, denn ich für mich persönlich hatte einen schönen Tag. Auch ein naher Bekannter liegt mit Schädelbasisbruch und Gedächtnisverlust im Krankenhaus. Hamburg, Berlin, Dortmund ... dort solle es besonders schlimm gewesen sein.

    Mehr wollte ich nicht hören. Ich entscheide gerne selbst, wann ich mich der grausamen Realität stelle - es sei denn, sie steht schon vor meiner Haustür.

    Ich konnte mich noch erinnern, das jemand Tote befürchtet hatte:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7396524/1-Mai-Berlin-zittert-vor-Linksautonomen-und-Nazis.html

    Erstmals seit fünf Jahren wollen nicht nur Links-Autonome, sondern auch etwa 3000 gewaltbereite Neonazis wieder am Tag der Arbeit durch Berlin marschieren. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) erwartet "gewalttätige Auseinandersetzungen." Die Polizeigewerkschaften fürchten sogar Tote.

    Mir schwante also Übles ... und das wurde auch bestätigt:

    http://www.welt.de/politik/article7427430/Polizist-in-Berlin-verletzt-Krawalle-in-Hamburg.html

    Anders als im Vorjahr zögerte die Polizei nicht und ging massiv gegen Störer rund um den Spreewaldplatz vor. Wasserwerfer fuhren in der Kottbusser Straße als Drohkulisse auf. Mit Schlagstöcken und Pfefferspray wurde die alkoholisierte Menge auseinandergetrieben. Bis Mitternacht hatte sich die Lage beruhigt. Die Polizei zeigte sich in einer ersten Einschätzung zufrieden.

    Na ja ... da weiß ich nun schon mal, warum man diesmal aus Polizeikreisen Tote befürchtet hat. Man hat die Strategie geändert. Schlägt brutal zu.

    Im vergangenen Jahr waren das zurückhaltende Agieren der Polizei kritisiert und auch der Einsatz von Wasserwerfern gefordert worden. In diesem Jahr zeigten die Polizisten eine härtere Gangart und griffen schneller und konsequenter durch.

    Am Rande fällt eine weitere kleine Besonderheit auf:

    286 Neonazis wurden festgenommen, die sich abseits der genehmigten Demonstrationsroute spontan an der Einkaufsmeile Kurfürstendamm eingefunden hatten. Die Polizei kreiste sie ein und hinderte die Teilnehmer – darunter einige aus Spanien, Italien und Tschechien – am Weiterziehen.

    Es stellt sich nun die Frage, ob hier einfach früher nicht drüber berichtet wurde ... oder ob man jetzt mit einer gewaltbereiten faschistischen Internationalen rechnen muß.

    Auch ansonsten sind der beruhigenden Berichterstattung seltsame Widersprüchlichkeiten zu entnehmen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,692502,00.html

    Demonstranten werfen Glasflaschen, leere und volle, auf Polizisten und gerne auch mal auf Unbeteiligte. Dann machen die Beamten in kleinen Grüppchen Jagd auf die Gewalttäter. Dabei wird ab und auf die Falschen eingeknüppelt.

    Hach wie lustig. Ab und zu auch mal auf einen Falschen einknüppeln. Egal, Hauptsache, es war für alle eine Gaudi (Und das im Artikel ein Wort fehlt ... nun, wir müssen alle sparen). Aber ... sind denn die Niedergeknüppelten nicht auch verletzt? Unschuldige Opfer von Polizeigewalt? So etwas ... ist keine Kleinigkeit.

    Über die Krawalle in Dortmund finde ich auf den ersten Blick nichts. Vielleicht werden die aber auch unter Fußball verbucht, wer weiß.

    Jugendliche schmeißen Flaschen und Steine, Wasserwerfer rücken an, Banken werden "entglast" - Hunderte Mai-Randalierer in Berlin und Hamburg haben sich Straßenschlachten mit Tausenden Polizisten geliefert. Um Politik geht es vielen längst nicht mehr. Sondern um Action.

    Wenn man keinen Polizisten trifft, wirft man auch gerne mal nach Passanten. Geht auch.

    Straßenschlacht und Bürgerkrieg als Mairandale und Volksfest. Ganz unpolitisch, weil ich Rechte mitmischen - sogar aus dem Ausland.

    Das Unpolitische an der Gewalt finde ich nun ... bedrohlicher. Es deutet mehr auf die Zerrüttung der Gesellschaft hin als andere Formen von Gewalt. Es ist halt wie ... Amokläufe. Und Fußballrandale. Gewalt ... einfach nur so. Aus Spaß. Eine Folge der Spaßgesellschaft. "Spaß" als Selbstzweck hört sich lustig an ... jedoch haben manche Leute an seltsamen Dingen Spaß. An sehr seltsamen Dingen.

    Einfach mal Marc Detroux fragen. Oder Heinrich Himmlers Biografie lesen.

    Der unkritische Bürger - das ideale Nutzvieh für Unternehmens- und Investmentberater - jedoch wird beruhigt sein. Alles bleibt, wie es ist und schon immer war. Das ist das, was Nutzvieh sich vom Leben wünscht.

    Das ... und ein bischen Spaß.

  • 1.Mai 2010 ... Vielen Dank ... über den gescheiterten Versuch, ein Pro Blogger zu werden.

    Manchmal sollte man sich bedanken. Über die Anzahl der Leute, die diese Texte lesen. Es sind im April nochmal 5000 mehr geworden.

    April 2010 41117 22157

    Der erste Gedanke war: die sind doch alle bekloppt. Die Artikel sind viel zu lang, Internetvolk - das ist wissenschaftlich von Experten bewiesen - kann so lange Texte gar nicht verstehen noch haben sie Lust diese zu lesen. Und in der Tat haben wir hier ja schon bloggende Unternehmensberater gehabt, die öffentlich demonstrierten, das sie des Lesens nicht kundig sind. Manche schämen sich echt für nix, wie man so schön sagt.

    Andererseits zeigt es, das man normalen Menschen (also ohne jegliche Vorauswahl an Bildung, Glauben, Einkommen etc) selbst komplizierte gedankliche Vernetzungen zutrauen kann. Menschen sind nicht so blöde, wie sie laut Regierungsmeinung seien müßten, um das Theater hinter der Politik nicht wahrnehmen zu können. Das entspricht meiner persönlichen Erfahrung als frischer Philosophiestudent. Die erfrischendsten aber auch herausfordernsten Gesprächspartner waren zwei Bergleute um die fünfzig ohne Schulabschluß. Im Vergleich zu denen waren die Professoren ... ziemlich gedankenarme Proleten.

    Aus solchen Erfahrungen schöpfte ich meine Überzeugung, das jeder Mensch Philosoph ist. Das kann man nicht lernen, das ist angeboren ... aber nicht bei einer kleinen Elite, sondern bei jedem. Es ist nichts weiter als die Fähigkeit zu denken ... auf sportliches Niveau erhoben. Es ist erfrischend und wunderbar und garantiert ein glückliches Leben, weil man ein unerhörtes Maß an Flexibilität gewinnt, mit der man jede Situation meistern kann - selbst gegen die Verführung durch Reichtum ist man gut gewappnet, denn Reichtum ... macht letztlich blöde. Die Dinge erschlagen einen, fressen einen auf, "Überdruss" ist ein Wort, das man heute viel zu selten hört ... und das letztlich oft in Sado-Maso-Stuben oder sexuellen Kindesmißbrauch endet, damit man überhaupt noch von etwas angerührt wird - und sei es auch nur etwas Negatives.

    Mein Traum war schon immer, die Philosophie als Kunst des Denkens wieder zu den Menschen zu bringen, denn diese Kunst ist eine wichtige Voraussetzung für Freiheit - viel wichtiger als ein höheres Hartz-IV-Geld.
    Glück und Freiheit brauchen nur eine ganz geringe finanzielle Ausstattung - und viele Männer merken in der Midlife-Crisis, das ihr Leben zu billig verkauft wurde ... selbst wenn es ihnen viele Millionen eingebracht hat, sind sie die Verlierer, denn sie haben weder Glück noch Freiheit. Sie haben noch nicht mal Zeit.

    Wenn ich gewußt hätte, das nach einem Jahr bloggen ohne Werbung für den Ort hier 22000 Leute lesen ... hätte ich mir zweimal überlegt, dieses Unterfangen zu beginnen - zumal es von Monat zu Monat mehr werden, egal ob draußen die Sonne scheint oder nicht. Wenn das so weitergeht, muß ich anfangen, mir Gedanken zu machen, ob das eigentlich so gut ist...und wo das eigentlich hinführen soll.

    Manchmal frage ich mich ... warum lesen die eigentlich hier? Ich weiß, warum ich hier schreibe. Für mich ist das wie eine der üblichen Textsammlungen von Gedanken, die ich hier und da anlege - normalerweise handschriftlich. Außerdem hilft es, Finger beweglich und Bandscheiben stabil zu halten, bevor mein normales Tagwerk auf mich wartet.

    Manchmal ... schreiben mir Menschen was über mich.

    Dein fairer Stil, Dein Bezug zur Wahrheit und Deine Aufrichtigkeit haben uns wie sicher auch ganz viele andere von Dir überzeugt.

    Ich denke nur: die sollten mal Chris 08 oder meine Ex-Frau fragen.

    Oder American Express, denen ich meine Karte vor die Füße geschmissen habe, als sie Werftarbeitern ihrerseits angesichts der drohenden Kündigung die Karten sperrten. Seitdem habe ich keine Kreditkarte mehr und habe mir geschworen, in dieser Hinsicht ein sehr konservativer Mensch zu werden, der jede technische Neuerung ausserordentlich kritisch prüft - und nicht alles mitmacht, was sich Finanzjongleure so ausdenken.

    Aus Gründen, die normalerweise als Eintrag "nur für Freunde" laufen, wollte ich heute Pro-Blogger werden. Einen ersten Schritt in eine professionellere Richtung gehen.

    Leider ... geht das nicht. Nicht das ich nicht in der Lage wäre, über das Internet einkaufen zu können. Amazon hat in mir einen sehr guten Kunden, E-Bay fange ich gerade an. Ist auch ganz einfach - ich gebe eine Einzugsermächtigung für mein Konto und die Sache hat sich. Oder überweise irgendwo Geld hin ... geht auch.

    Blog.de reicht das aber nicht. Die wollen entweder Kreditkarten .... die es von mir nie wieder geben wird (ich bin schon ziemlich angestunken davon, das die Banken mir ihre Geldautomatenkarten angedreht haben. Ich mochte es, Geld von der netten Dame am Schalter zu bekommen). Oder aber ... "Zahlungsdientsleister", die bei Click & Buy Geschäftsbedingungen haben, die man erstmal nur als Jurist lesen kann und die für den Laien Bedingungen enthalten, die ... sehr sehr dubios sind.

    Da sich auf meinen Konto auch Geld befindet, möchte ich denen nicht so eine Gewalt darüber einräumen, wie sie vertraglich gerne hätten. Nachher verschwindet dieses Londoner Unternehmen einfach im Nebel. Vielmehr als so eine übertriebene Befürchtung stört es mich aber, das sich noch ein Schmarotzer in die Geschäftsbeziehungen zwischen Menschen drängt. Das brauchen wir nicht. Das ist einfach überflüssig. Und da bin ich ein Mensch von wachsenden strengen konservativ-bäuerlichen Prinzipien. Da setze ich mich einerseits für Datenschutz ein ... und andererseits soll ich "weil man das gerade so macht" meine Daten überflüssigerweise anonymen britischen Unternehmen frei Haus liefern?

    Nö.

    Ich akzeptiere lieber den bedauerlichen Tatbestand, das die Monoko GmbH mein Geld nicht möchte und nehme schweren Herzens ihre Dienstleistung weiterhin umsonst in Anspruch. Punkt.

    Ich hätte übrigens auch gerne wieder die "Lohntüte", also Bargeld vom Chef. Das sich die Banken da hineingedrängt haben, war mir auch schon zuwieder. Man sollte das einfach mal wieder einführen. Für einen Monat Arbeit gibt es eine Tüte Geld. Steuern bezahlen ist dann wieder jedermanns eigene Sache - wie bei reichen Schnöseln auch.

    Ich besitze übrigens jetzt auch ein Handy. Seit elf Monaten. Ich hatte mal zwei gekauft - für mich und meinen Sohn. Ich habe bis heute noch nicht einmal damit telefoniert, noch auch nur eine der vielen Dienstleistungen in Anspruch genommen, die es mir bieten möchte. Mir ist meine Zeit dafür zu Schade.
    Ich glaube aber, das Guthaben, das da drauf war, ist jetzt weg. Eventuell ist auch irgendeine Karte gelöscht. Ist doch Beschiss, oder?

    Seit dem gleichen Zeitraum ist mein Telefon kaputt. Es ist immer besetzt. Die Telekom meint: kann nicht sein. Kostspielige Techniker haben mir bewiesen: es kann nicht sein. Trotzdem ist immer besetzt.
    Was ich aber merke: man braucht eigentlich gar kein Telefon. Also ... nicht wirklich.

    Internet jedoch ... ist etwas Feines. Darin erkenne ich viel nützliches, gutes, demokratisches und menschenfreundliches Potential (das mit "z" zu schreiben wäre barbarisch). Darum ist es wahrscheinlich gut, das es nicht mit Geld verbunden ist. Oder ist es gut, weil es nicht mit Geld verbunden ist?
    Ein Medium, das Handy, Telefon, Brief ersetzt ... und damit eine Menge Zeit und Geld spart.

    Zeit, die man mit glücklichsein verbringen kann. Ist doch auch mal schön.

    Also, monoko Gmbh: wenn ihr gerne Geld hättet, sagt Bescheid ... und baut nicht solche künstlichen Hürden ein. Ich würde Euch gerne monatlich was schenken, habe aber keine Lust darauf, darüberhinaus Dinge mitzumachen, die ich aus politischen und wirtschaftlichen Gründen ablehne noch habe ich Lust, Geld für einen Anwalt auszugeben, der mich darüber aufklärt, was die Geschäftsbedingungen für mich bedeuten.

    Und die politische Brisanz von Kreditkarten ... ist leicht erklärt. Hätte ich mir früher darüber Gedanken gemacht, hätte ich nie eine besessen.

    Man stelle sich einfach mal vor, die Banken schaffen es irgendwann einmal, jeglichen Zahlungsverkehr nur noch über ihre Kreditkarten ablaufen zu lassen. Dann ... gibt es Benzin nur noch gegen Kreditkarte. Es gibt schon Tankstellen, die machen das so. In Aachen gibt es eine.

    Und dann kriegt nur noch jeder eine Kreditkarte, der die Bedingungen der Bank bzw. der Kartengesellschaft aktzeptiert.

    Das ist die Entwertung allen Bargeldvermögens und die Eröffnung der gezielten Steuerungsmöglichkeiten des Konsums ... von "oben" bzw. "außen".

    Wehret den Anfängen ... denn da ist es noch leicht. Eine Lawine läßt sich in den ersten Sekunden (theoretisch und abstrakt) mit einem Handgriff aufhalten. Später ... ist sie unaufhaltsam.

    Bargeld ist Freiheit, Buchgeld Illusion.

    So, das war es erstmal. Eine lange Dankesrede. Ansonsten ... schreibe ich heute mal nichts. Nichts über die neue Partei in Nordrhein-Westfalen, nichts über die Gewinne durch die Ölpest vor der Küste der USA, nichts über die Hintergründe der Spendenaktion der Deutschen Bank für Griechenland oder ethische Fonds, die ihr Geld nicht mit Umweltverschmutzung, Kinderarbeit oder Pornos verdienen (obwohl da der meiste Gewinn drinsteckt).

    PS: und als allerletztes noch einen Dank dafür, das man mir die vielen Rechtschreibfehler nachsieht. Ich erschrecke mich immer, wenn ich sie irgendwann wiederfinde, habe aber selten nach dem Schreiben noch einen Kopf dafür, auch noch danach zu schauen.

Über mich
E-Mail-Abonnement

Hier kannst Du für neue Einträge dieses Blogs eine E-Mail erhalten.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.