Wenn man reich werden will stellt sich einem zunächts erstmal eine zentrale Frage: woher soll ich das Geld nehmen? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: von Anderen. Das hat man schon immer so gemacht, das klappt ganz gut und es bleibt auch was zum Vererben, damit der Sohnemann weitermachen kann.
Manche bieten gute Produkte zu akzeptablen Preisen an, doch dieser Weg hat sich im Laufe der Zeit als zu beschwerlich herausgestellt, zu zeitaufwenig und mühsam und vor allem: mit Arbeit verbunden.
Viel einfacher ist es, das Geld einfach so zu bekommen. Ohne irgendwelche Gegenleistung. Zum Beispiel durch Subventionen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,691365,00.html
Wenn die EU Agrarsubventionen zahlt, sind nicht nur Bauern unter den Empfängern. Auch der Rüstungskonzern Rheinmetall hat 2009 Gelder von der Europäischen Union erhalten. Das Unternehmen kassierte 83.795 Euro aus einem Förderprogramm, das die Entwicklung abgelegener ländlicher Gebiete voranbringen soll.
Natürlich, das ein schwerreicher Rüstungskonzern, der seinen Gewinn hauptsächlich mit deutschen Steuergeldern machte, Subventionen für ein Waldprojekt bekommt während in deutschen Schulen der Putz von der Decke bröckelt, mag manchen normal vorkommen, anderen jedoch wird das asozial erscheinen.
Das jedoch ist ja nur die Spitze des Subventionsterrors, der uns die Staatsfinanzen durcheinanderwirbelt.
Hier ... laut Spiegel-online ... die Spitzenreiter der Subventionselite:
Nordmilch: 51 Millionen Euro Subventionen....für 2542 Mitarbeiter. Knapp 20000 Euro pro Mitarbeiter im Jahr.
http://www.wer-zu-wem.de/firma/Nordmilch.html
http://www.suedzucker.de/de/Presse/Pressemeldungen/?detail=3558
Südzucker: 42 Millionen Euro Subventionen. Dafür wurde die Mitarbeiteranzahl um 2,9 % gesenkt. Dabei geht es dem Unternehmen sehr gut:
Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, hat in den ersten neun Monaten (März bis November 2009) des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 das operative Ergebnis um 68 Prozent auf 308 (Vorjahr 184) Millionen Euro gesteigert. Der Konzernumsatz lag mit 4,4 (Vorjahr 4,6) Milliarden Euro um drei Prozent leicht unter Vorjahr. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 bekräftigt Südzucker trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes die Prognose. Unverändert wird mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau in Höhe von 5,9 Milliarden Euro und einem deutlich über Vorjahr liegenden operativen Ergebnis von rund 400 (Vorjahr 258) Millionen Euro gerechnet.
Und irgendwie scheint es noch andere Töpfe zu geben, aus denen man sich bedient:
Im Vorjahr war im 1. Quartal ein Sonderertrag in Höhe von 91,8 Mio. EUR aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe im Zuge der Quotenrückgabe der 2. Welle abzüglich der angefallenen Werksschließungskosten enthalten.
Diese Form der deutschen Sprache soll verstehen wer will - hört sich aber teuer an für den Steuerzahler.
Platz 3: wieder Zucker (nicht etwas Osteier und Westmehl, was die Zutaten für Pfannekuchen komplettieren würde) mit 17 Millionen.
http://www.koelner-zucker.de/unternehmen.php
Die Pfeifer & Langen Gruppe ist ein leistungsstarkes Familienunternehmen mit 2028 Mitarbeitern und einem Umsatz von 989,3 Mio. Euro im Jahr 2008.
Allerdings bigt es hierzu auch abweichende Daten:
http://www.cio.de/index.cfm?pid=303&pk=869
Hauptsitz Köln
Website Pfeifer & Langen KG
Branche Nahrungsmittel
Ranking-Platz
nach Umsatzstärke 311
Umsatz 2200 Millionen Euro (für 2008)
Mitarbeiter 1275
Ist aber auch egal, wieviel Umsatz und Mitarbeiter dieses Familienunternehmen hat, auf jeden Fall sind die Inhaber sehr reich:
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/0,2828,PB64-SUQ9NDc0MjMmbnI9MTM_3,00.html
Reichste Deutsche: Die vermögendsten Großfamilien
Platz 13: Familie von Langen (Pfeifer & Langen), im Bild Zuckertüten von Diamant, das zur Unternehmensgruppe der Familie gehört, 0,95 Milliarden Euro
17,47 Millionen Euro für eine der reichsten Familien Deutschlands mit einem "leistungsstarken" Unternehmen. So wird man reich: wer Geld von Opa geerbt hat, der kriegt von Brüssel noch was extra.
Dafür mischt dann die Familie/Firma auch beim IfW mit:
http://www.iwkoeln.de/tabid/197/default.aspx
Dr. Botho von Schwarzkopf
Persönlich haftender Gesellschafter
Pfeifer & Langen
Und das IfW hat eine klare Meinung, auch zu unserem "Notopfer Deutschland".
http://www.iwkoeln.de/Portals/0/PDF/geschaeftsbericht.pdf
Angesichts der riesigen Dimensionen dieser Finanzkrise
– der Internationale Währungsfonds beziffert
den Schaden auf fast 4 Billionen Dollar – kann es kaum
überraschen, dass nun auch die unschuldig und indirekt
Betroffenen auf Entschädigung pochen. Mehr
als je zuvor wird hierzulande deshalb über das Thema
Ungleichheit diskutiert.
Doch der Wunsch, etwa die
Einkommensspanne deutlich zu verringern, ist im
Zeitalter der Individualisierung nicht nur illusorisch,
sondern auch gefährlich. Denn in
einer Demokratie sind Freiheit und
Ungleichheit die zwei Seiten einer
Medaille. Das ist die zentrale These
des Buches „Die gefühlte Ungerechtigkeit:
Warum wir Ungleichheit
aushalten müssen, wenn wir
Freiheit wollen“, das Professor Hüther gemeinsam mit
Professor Straubhaar, dem Direktor des Hamburgischen
WeltWirtschaftsinstituts, veröffentlicht hat.
Nun, und deshalb müssen wir wohl auch Subventionen zahlen, damit wir solche Weisheiten auch an allen Ecken und Enden um die Ohren gehauen bekommen.
Also ... nochmal auf Deutsch: Das die Banken für ihren Mist zahlen, ist illusorisch, weil sonst die Freiheit in Gefahr ist.
Welche Freiheit? Die Freiheit, sich hemmungslos aus den Töpfen der Allgemeinheit bedienen zu dürfen?
Die Freiheit, mit jeder Betrügerei ungestraft davonkommen zu können?
Nun, liegt ja vielleicht in der Familie. Botho von Schwarzkopf ist um drei Ecken verwandt mit Mayer Amsel Rothschild ... und da sind wir ja dann in Bereichen, die sich jeglicher Beurteilung von Normalbürgern entziehen und regelmäßig in Verschwörungstheorien enden, weil man sich die merkwürdigen Vernetzungen nicht anders erklären kann.
http://www.angelfire.com/in/heinbruins/Rothschild.html
3.1.2.4.3.5.3.Count Margarete von Löwenstein-Scharffeneck (*1948), m. Botho von Schwarzkopf
3.1.2.4.3.5.3.1.Antoinette von Schwarzkopf
3.1.2.4.3.5.3.2.Elisabeth von Schwarzkopf
3.1.2.4.3.5.3.3.Georg von Schwarzkopf
3.1.2.4.3.5.3.4.Richard von Schwarzkopf
3.1.2.4.3.5.3.5.Johannes von Schwarzkopf
3.1.2.4.3.5.3.6.Christoph von Schwarzkopf
Und vielleicht erklärt sich ja so die Unmöglichkeit eines Rückgriffs auf Bankgewinne zum Ausgleich der durch Bankenrettung explodierenden Staatsfinanzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rothschild#Mayer_Amschel_Rothschild
„Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet“, schrieb Heinrich Heine im März 1841.
Wenn Religion im Spiel ist, muß die Vernunft natürlich schweigen. Und wo es gilt, Geld in der Familie zu halten, damit es kein anderer bekommt, macht man auch vor Inzucht nicht halt:
Als sich aus den Niederlassungen der fünf Söhne Mayer Amschel Rothschilds eigenständige Familienzweige herauszubilden begannen, stieg in der Familie Rothschild das Bedürfnis den Zusammenhalt auch für die Zukunft zu sichern. Enge Familienbande wurden als Voraussetzung für den Erhalt der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Spitzenposition der Familie betrachtet. Man übernahm daher den in der europäischen Oberschicht bis in das 19. Jahrhundert üblichen Brauch Vettern und Cousinen des ersten und zweiten Grades gezielt miteinander zu verheiraten
Und wie ich an der Familie der Subventionsempfänger in Deutschland sehe, heiratet der Adel immer noch gerne unter sich, damit das Geld da bleibt, wo es hingehört: in den Händen des Adels. Und so etwas gehört selbstverständlich subventioniert, so etwas ist die Grundlage eines erfolgreichen Familienunternehmens.
Schon seltsam, auf welche Verflechtungen man stößt, wenn man einfach nur den Subventionen nachspürt.
Hören wir jetzt lieber auf, sonst landen wir noch in ganz häßlichen Gegenden:
Verschwörungstheorien, in denen der Familie Rothschild eine Rolle zugesprochen wird, gibt es bis heute. In unterschiedlichen Versionen wird behauptet, die Rothschilds leiteten oder beteiligten sich an einer entweder jüdischen, freimaurerischen, illuminatischen oder außerirdischen Verschwörung, häufig mit den in diesem Umfeld üblichen Ähnlichkeiten oder unkritischen Bezugnahmen auf die längst als Fälschung entlarvten Protokolle der Weisen von Zion.
Allerdings hätte die Schlagzeile: "EU subventioniert außerirdische Verschwörung über Zuckerbeihilfen" einen gewissen Reiz. Aber ich verkneife sie mir mal ... weil Judenhatz kein Spaß ist.
