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Archiv der Einträge: 27 April, 2010
  • Subventionen und Inzucht .... Erfolgsrezepte der Lumpenelite

    Wenn man reich werden will stellt sich einem zunächts erstmal eine zentrale Frage: woher soll ich das Geld nehmen? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: von Anderen. Das hat man schon immer so gemacht, das klappt ganz gut und es bleibt auch was zum Vererben, damit der Sohnemann weitermachen kann.

    Manche bieten gute Produkte zu akzeptablen Preisen an, doch dieser Weg hat sich im Laufe der Zeit als zu beschwerlich herausgestellt, zu zeitaufwenig und mühsam und vor allem: mit Arbeit verbunden.

    Viel einfacher ist es, das Geld einfach so zu bekommen. Ohne irgendwelche Gegenleistung. Zum Beispiel durch Subventionen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,691365,00.html

    Wenn die EU Agrarsubventionen zahlt, sind nicht nur Bauern unter den Empfängern. Auch der Rüstungskonzern Rheinmetall hat 2009 Gelder von der Europäischen Union erhalten. Das Unternehmen kassierte 83.795 Euro aus einem Förderprogramm, das die Entwicklung abgelegener ländlicher Gebiete voranbringen soll.

    Natürlich, das ein schwerreicher Rüstungskonzern, der seinen Gewinn hauptsächlich mit deutschen Steuergeldern machte, Subventionen für ein Waldprojekt bekommt während in deutschen Schulen der Putz von der Decke bröckelt, mag manchen normal vorkommen, anderen jedoch wird das asozial erscheinen.

    Das jedoch ist ja nur die Spitze des Subventionsterrors, der uns die Staatsfinanzen durcheinanderwirbelt.

    Hier ... laut Spiegel-online ... die Spitzenreiter der Subventionselite:

    Nordmilch: 51 Millionen Euro Subventionen....für 2542 Mitarbeiter. Knapp 20000 Euro pro Mitarbeiter im Jahr.

    http://www.wer-zu-wem.de/firma/Nordmilch.html

    http://www.suedzucker.de/de/Presse/Pressemeldungen/?detail=3558

    Südzucker: 42 Millionen Euro Subventionen. Dafür wurde die Mitarbeiteranzahl um 2,9 % gesenkt. Dabei geht es dem Unternehmen sehr gut:

    Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, hat in den ersten neun Monaten (März bis November 2009) des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 das operative Ergebnis um 68 Prozent auf 308 (Vorjahr 184) Millionen Euro gesteigert. Der Konzernumsatz lag mit 4,4 (Vorjahr 4,6) Milliarden Euro um drei Prozent leicht unter Vorjahr. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 bekräftigt Südzucker trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes die Prognose. Unverändert wird mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau in Höhe von 5,9 Milliarden Euro und einem deutlich über Vorjahr liegenden operativen Ergebnis von rund 400 (Vorjahr 258) Millionen Euro gerechnet.

    Und irgendwie scheint es noch andere Töpfe zu geben, aus denen man sich bedient:

    Im Vorjahr war im 1. Quartal ein Sonderertrag in Höhe von 91,8 Mio. EUR aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe im Zuge der Quotenrückgabe der 2. Welle abzüglich der angefallenen Werksschließungskosten enthalten.

    Diese Form der deutschen Sprache soll verstehen wer will - hört sich aber teuer an für den Steuerzahler.

    Platz 3: wieder Zucker (nicht etwas Osteier und Westmehl, was die Zutaten für Pfannekuchen komplettieren würde) mit 17 Millionen.

    http://www.koelner-zucker.de/unternehmen.php

    Die Pfeifer & Langen Gruppe ist ein leistungsstarkes Familienunternehmen mit 2028 Mitarbeitern und einem Umsatz von 989,3 Mio. Euro im Jahr 2008.

    Allerdings bigt es hierzu auch abweichende Daten:

    http://www.cio.de/index.cfm?pid=303&pk=869

    Hauptsitz Köln
    Website Pfeifer & Langen KG
    Branche Nahrungsmittel
    Ranking-Platz
    nach Umsatzstärke 311
    Umsatz 2200 Millionen Euro (für 2008)
    Mitarbeiter 1275

    Ist aber auch egal, wieviel Umsatz und Mitarbeiter dieses Familienunternehmen hat, auf jeden Fall sind die Inhaber sehr reich:

    http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/0,2828,PB64-SUQ9NDc0MjMmbnI9MTM_3,00.html

    Reichste Deutsche: Die vermögendsten Großfamilien

    Platz 13: Familie von Langen (Pfeifer & Langen), im Bild Zuckertüten von Diamant, das zur Unternehmensgruppe der Familie gehört, 0,95 Milliarden Euro

    17,47 Millionen Euro für eine der reichsten Familien Deutschlands mit einem "leistungsstarken" Unternehmen. So wird man reich: wer Geld von Opa geerbt hat, der kriegt von Brüssel noch was extra.

    Dafür mischt dann die Familie/Firma auch beim IfW mit:

    http://www.iwkoeln.de/tabid/197/default.aspx

    Dr. Botho von Schwarzkopf
    Persönlich haftender Gesellschafter
    Pfeifer & Langen

    Und das IfW hat eine klare Meinung, auch zu unserem "Notopfer Deutschland".

    http://www.iwkoeln.de/Portals/0/PDF/geschaeftsbericht.pdf

    Angesichts der riesigen Dimensionen dieser Finanzkrise
    – der Internationale Währungsfonds beziffert
    den Schaden auf fast 4 Billionen Dollar – kann es kaum
    überraschen, dass nun auch die unschuldig und indirekt
    Betroffenen auf Entschädigung pochen. Mehr
    als je zuvor wird hierzulande deshalb über das Thema
    Ungleichheit diskutiert.

    Doch der Wunsch, etwa die
    Einkommensspanne deutlich zu verringern, ist im
    Zeitalter der Individualisierung nicht nur illusorisch,
    sondern auch gefährlich. Denn in
    einer Demokratie sind Freiheit und
    Ungleichheit die zwei Seiten einer
    Medaille. Das ist die zentrale These
    des Buches „Die gefühlte Ungerechtigkeit:
    Warum wir Ungleichheit
    aushalten müssen, wenn wir
    Freiheit wollen“, das Professor Hüther gemeinsam mit
    Professor Straubhaar, dem Direktor des Hamburgischen
    WeltWirtschaftsinstituts, veröffentlicht hat.

    Nun, und deshalb müssen wir wohl auch Subventionen zahlen, damit wir solche Weisheiten auch an allen Ecken und Enden um die Ohren gehauen bekommen.

    Also ... nochmal auf Deutsch: Das die Banken für ihren Mist zahlen, ist illusorisch, weil sonst die Freiheit in Gefahr ist.

    Welche Freiheit? Die Freiheit, sich hemmungslos aus den Töpfen der Allgemeinheit bedienen zu dürfen?
    Die Freiheit, mit jeder Betrügerei ungestraft davonkommen zu können?

    Nun, liegt ja vielleicht in der Familie. Botho von Schwarzkopf ist um drei Ecken verwandt mit Mayer Amsel Rothschild ... und da sind wir ja dann in Bereichen, die sich jeglicher Beurteilung von Normalbürgern entziehen und regelmäßig in Verschwörungstheorien enden, weil man sich die merkwürdigen Vernetzungen nicht anders erklären kann.

    http://www.angelfire.com/in/heinbruins/Rothschild.html

    3.1.2.4.3.5.3.Count Margarete von Löwenstein-Scharffeneck (*1948), m. Botho von Schwarzkopf
    3.1.2.4.3.5.3.1.Antoinette von Schwarzkopf
    3.1.2.4.3.5.3.2.Elisabeth von Schwarzkopf
    3.1.2.4.3.5.3.3.Georg von Schwarzkopf
    3.1.2.4.3.5.3.4.Richard von Schwarzkopf
    3.1.2.4.3.5.3.5.Johannes von Schwarzkopf
    3.1.2.4.3.5.3.6.Christoph von Schwarzkopf

    Und vielleicht erklärt sich ja so die Unmöglichkeit eines Rückgriffs auf Bankgewinne zum Ausgleich der durch Bankenrettung explodierenden Staatsfinanzen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rothschild#Mayer_Amschel_Rothschild

    „Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet“, schrieb Heinrich Heine im März 1841.

    Wenn Religion im Spiel ist, muß die Vernunft natürlich schweigen. Und wo es gilt, Geld in der Familie zu halten, damit es kein anderer bekommt, macht man auch vor Inzucht nicht halt:

    Als sich aus den Niederlassungen der fünf Söhne Mayer Amschel Rothschilds eigenständige Familienzweige herauszubilden begannen, stieg in der Familie Rothschild das Bedürfnis den Zusammenhalt auch für die Zukunft zu sichern. Enge Familienbande wurden als Voraussetzung für den Erhalt der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Spitzenposition der Familie betrachtet. Man übernahm daher den in der europäischen Oberschicht bis in das 19. Jahrhundert üblichen Brauch Vettern und Cousinen des ersten und zweiten Grades gezielt miteinander zu verheiraten

    Und wie ich an der Familie der Subventionsempfänger in Deutschland sehe, heiratet der Adel immer noch gerne unter sich, damit das Geld da bleibt, wo es hingehört: in den Händen des Adels. Und so etwas gehört selbstverständlich subventioniert, so etwas ist die Grundlage eines erfolgreichen Familienunternehmens.

    Schon seltsam, auf welche Verflechtungen man stößt, wenn man einfach nur den Subventionen nachspürt.
    Hören wir jetzt lieber auf, sonst landen wir noch in ganz häßlichen Gegenden:

    Verschwörungstheorien, in denen der Familie Rothschild eine Rolle zugesprochen wird, gibt es bis heute. In unterschiedlichen Versionen wird behauptet, die Rothschilds leiteten oder beteiligten sich an einer entweder jüdischen, freimaurerischen, illuminatischen oder außerirdischen Verschwörung, häufig mit den in diesem Umfeld üblichen Ähnlichkeiten oder unkritischen Bezugnahmen auf die längst als Fälschung entlarvten Protokolle der Weisen von Zion.

    Allerdings hätte die Schlagzeile: "EU subventioniert außerirdische Verschwörung über Zuckerbeihilfen" einen gewissen Reiz. Aber ich verkneife sie mir mal ... weil Judenhatz kein Spaß ist.

  • Taliban suchen Angestellte! Superbezahlung! Und rettet den Sozialstaat!

    Viele suchen ja Arbeit in diesem Land ... und nicht nur in diesem. Auch in Afghanistan herrscht schlimme Arbeitslosigkeit:

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Die-Grossverdiener-Afghanistans/story/26148232

    In Afghanistan verdienen nur wenige besser als die Aufständischen. Die Taliban zahlen ihren Kämpfern umgerechnet rund 300 Dollar im Monat. Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen in Afghanistan beträgt 35 Dollar. Die Taliban-Kämpfer verdienen auch deutlich mehr als afghanische Polizisten und Soldaten. Das sagte kürzlich der amerikanische Heeresgeneral Stanley McChristal, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) schreibt.

    Der grösste Feind der Allianz in Afghanistan ist die hohe Arbeitslosigkeit. Sie beträgt 40 Prozent und treibt die jungen Männer in Heerscharen in die Arme der Taliban.

    Natürlich ist es nicht nur das gute Gehalt, das die Taliban mit Nachwuchs versorgt. Es gibt ja auch noch die Tatsache, das die US-Armee inzwischen dem Weg der Deutschen folgt und einfach mal Verbündete abschießt. Damit das den Afghanen eine Lehre ist.

    http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=26042010ArtikelPolitikAK2

    Die vier fuhren nach einem Volleyballspiel auf der Autobahn nachhause, als ein Militärkonvoi sie bemerkte. Nachdem sie ihre Scheinwerfer auf das Auto gerichtet hatten, eröffneten die Truppen das Feuer und töteten alle, die sich in dem Wagen befanden.

    Unter den Opfern befanden sich zwei Brüder, Faizullah und Nasratullah Mansour, sowie ihre Cousins Maiwand und Amirullah Mansour. Der Älteste, Amirullah Mansour, war vor kurzem in den Polizeidienst der Region aufgenommen worden, während die übrigen drei noch Studenten waren.

    Da die Taliban immer raffinierter vorgehen, muß man sich eben andere Ziele suchen, um Erfolgsmeldungen zu bringen. Und je "beliebter" man da unten wird, umso mehr Ziele gibt es:

    http://www.rf-news.de/2010/kw17/26.04.10-wuetende-afghanen-zuenden-16-nato-tanker-an

    In der zentralafghanischen Provinz Logar gingen am Sonntag mehr als 1.000 Menschen auf die Straße, um gegen die Tötung von drei Familienmitgliedern durch die Besatzungstruppen zu demonstrieren. Die Demonstranten riefen Parolen gegen die USA und die Provinzverwaltung, blockierten die Straße zwischen Logar und Gardez und zündeten 16 Tanklaster an, die Treibstoff für die Nato-Truppen transportierten.

    Erst zwei Tanklaster ... jetzt schon 16. Und die haben die sogar selber angesteckt, man mußte gar keine Bomben werfen. Die denken mit, die Afghanen, scheint mir.

    Man fragt sich, was das noch soll? "I fight for Merkel" ... mehr bleibt einem als Grund kaum noch übrig.
    Niemand will "uns" mehr. Und die Truppen werden in der Heimat so dringend gebraucht. Zum Beispiel in den USA ... denn dort marschieren jetzt die ersten Truppen in eine Großstadt ein:

    http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Nationalgarde-soll-in-Chicago-einmarschieren_aid_849371.html

    Die Entwicklung ist dramatisch. Seit Beginn des Jahres wurden 113 Einwohner der Stadt am Michigansee ermordet. Damit starben genau so viele Zivilisten in den Straßenschluchten der Stadt wie US-Soldaten bei ihren Kriegseinsätzen in Afghanistan und im Irak. Allein in einer Nacht der vergangenen Woche verzeichnete die Polizei sieben Todesopfer und 18 Schwerverletzte. In den meisten Fällen spielten Schusswaffen eine Rolle.

    Andersrum gesagt: da herrscht jetzt schon Krieg in Chikago. Bürgerkrieg. Mit ebensovielen Toten wie in Afghanistan und Irak zusammen. Und das sehen US-Politiker ähnlich:

    Ihre Begründung leuchtet scheinbar ein: Männer und Frauen der Nationalgarde kämpfen derzeit an der Seite von US-Marines im Ausland, während die wahre Gefahr für US-Bürger im eigenen Vorgarten lauert.

    Nun, Chikago hat kein Geld mehr. Der Staat auch nicht. Deshalb wird die Nationalgarde wahrscheinlich nicht kommen. Keiner kann sie bezahlen - mehr Polizei auch nicht. Also wird Chikago im Sommer in einer Welle von Gewalt untergehen. Glaubt man nicht, aber sieht ganz danach aus:

    Denn in der heißen Jahreszeit kommt es laut Statistik zu einem weiteren Anstieg von Gewaltverbrechen in US-Großstädten. Ob die Polizei diese Lage dann auch nur ansatzweise in den Griff bekommen kann, ist mehr als fraglich.

    Vielleicht schickt Merkel dann die Bundeswehr umsonst dahin.

    Eine Superchance auch für die Taliban. Die brauchen kaum eigenen Leute dahinschicken, die brauchen nur ein paar Mann - ganz ohne Bomben, Waffen und Nervengifte. Geld reicht völlig - und das fließt ja reichlich aus dem mit uns "befreundeten" Saudi-Arabien. Denn ... während die Superreichen immer superreicher werden und alle Welt über den gigantischen Aufschwung jubelt, der uns von den Socken haut, bleibt eins auf der Strecke: Arbeitsplätze.

    http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,f7jyy4fljdy84b8g~cm.asp

    Die Arbeitslosenrate liegt bei 18 Prozent. Nicht untypisch nach der Krise. Die US-Wirtschaft erholt sich, der Arbeitsmarkt nicht.

    Erbärmliche Zustände in den USA ... Zustände, die die Lumpenelite in den letzten Jahren massiv auch auf Deutschland übertragen möchte.

    Ein Mann:
    "Ich habe noch Arbeit, aber es ist schwer, die Steuern zu zahlen. Ich habe Geld geliehen und zahle hohe Zinsen, die fressen alles auf… Ich habe angefangen, meine Möbel zu verkaufen, Kleider, was auch immer Geld einbringt."

    Fast so, als würde er von Hartz IV reden. Aber der hat noch weniger. Dafür hat er Arbeit...nur kein Geld. Da könnten die Taliban vielleicht helfen. Eventuell könnte es ihnen gelingen, das ganze Land ohne einen einzigen Schuß zu erobern: sie kaufen einfach die Leute. 300 Dollar sind inzwischen auch für viele US-Amerikaner verdammt viel Geld. Und auch ein deutscher Hartz-Abhängiger könnte das Geld gut gebrauchen, um seine Kinder über die Runden zu bringen, als Teilzeit-Taliban sozusagen.

    Da uns Entwicklungen aus den USA immer zeitverögert erreichen, dürfte also die Bundeswehr ca. 2015 in Hamburg und Berlin aufmarschieren. Schon jetzt werden dort Polizeireviere angegriffen, in Berlin gibt es Viertel, in denen sich die Polizei nur noch selten hineintraut....und wenn, dann nur in großer Zahl.

    Und während unten tagtäglich alles mehr zusammenbricht, zeigt der Tanz ums Goldene Kalb oben wundersame Früchte:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,691338,00.html

    Die oberen Tausend der Gesellschaft konnten ihr Vermögen im abgelaufenen Jahr um satte 77 Milliarden Pfund auf 335 Milliarden Pfund steigern. Das geht aus der am Wochenende veröffentlichten "Sunday Times Rich List 2010" hervor. Die jährliche Rangliste der tausend reichsten Personen in Großbritannien ist so etwas wie ein Pulsmesser des Londoner Geldadels.

    Der Vermögenszuwachs von 30 Prozent innerhalb eines Jahres ist laut "Times" ein Rekordwert in der 21-jährigen Geschichte der Liste.

    Und der Rest des Landes ... sieht übel aus, wie in den USA:

    Die Zahlen sind immer noch durchwachsen: Das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2010 liegt gerade mal bei 0,2 Prozent, die Arbeitslosigkeit ist auf 2,5 Millionen gestiegen. Und die Staatsfinanzen sind in einem katastrophalen Zustand.

    Jetzt müßte man noch untersuchen, wer davon wieviel durch Wetten gegen Griechenland gewonnen hat...und schon wüßte man, wo man sein einmaliges Notopfer zur Rettung der Zivilbevölkerung eintreiben muß. Im Wahnsinn der internationalen Finanzarchitektur ist die Ausplünderung Europas zugunsten der Konten der Superreichen inzwischen ein fester Bestandteil der Geldvermehrung:

    Jedenfalls gehen die Märkte heute davon aus. Warum sonst sollten sie auf die angekündigten Hilfsprogramme mit solch einem radikalen Anstieg der Zinsen reagieren.

    Es gibt Geld vom Staat ... also langt man nochmal kräftig zu. Ziemlich asozial so etwas, aber Lumpenelite ist ja nicht umsonst Lumpenelite. Normale Leute würden sagen: " hier, komm, ich habe gut an Dir verdient, den Rest schenke ich Dir, damit Du wieder auf die Beine kommst."

    Die Lumpenelite will Blut sehen, jedenfalls, wenn ich dem Herrn Sinn folgen darf:

    Ja, aber dann muss es sein Leistungsbilanzdefizit abbauen. Dafür gibt es nur zwei Wege. Der eine ist eine Depression und eine Senkung der Löhne und Preise, was das Land an den Rand eines Bürgerkrieges treiben würde. Der zweite Weg ist ein Austritt aus dem Euro mitsamt einer Abwertung.

    Bürgerkrieg? Schon wieder. Und je schlechter es Griechenland geht, umso mehr Chancen haben die Taliban dort mit ihren Jobangeboten.

    Schon eine verrückte Welt. Da kämpft die Bundeswehr in Afghanistan gegen die Taliban, um uns vor ihrem Terror zu schützen, während die Angst vor den Jobangeboten der Taliban bald das einzige ist, was uns vor dem Terror der Lumpenelite schützt.

    Und so könnten die Taliban zum Retter des deutschen Sozialstaates werden, bevor wir gezwungen sind, den Sonderweg von Chikago zu gehen.

    Wow. Das nennt man glaube ich Globalisierung.

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