Für wie blöd hält man mich eigentlich? Jetzt mal ganz ehrlich? Jetzt mal nur wegen ... Griechenland?

Ich war ja damals für die Europäische Union (weil ich die Nase voll hatte von Kriegen mit Frankreich) und der Euro hat meine Lebensqualität in manchen Teilen deutlich erhöht. Meine Kinder gingen in Belgien zur Schule und mußten auf einmal nicht mehr zur Bank, um Geld umzutauschen.

Aber ... Gedanken gemacht habe ich mir schon. Z.b. wie das denn gehen soll mit den PIGS. Schon wiederwärtig, die so zu nennen, aber das kommt ja nicht von mir, das haben sich Finanzlumpen ausgedacht.
Finanzlumpen haben sich ja auch diese tollen Finanzkonstruktionen ausgedacht, die letztlich zur ersten großen Wirtschaftskrise geführt hat, Finanzlumpen wetten gegen Griechenland, so das die ihre Zinsen nicht mehr bezahlen können.

Dieselben Finanzlumpen haben Griechenland zuvor die Kredite aufgeschwatzt, die Griechenland unter anderem deshalb aufnehmen mußte, um seine Infrastruktur an das Niveau EU anzugleichen. Und hinter den Finanzlumpen steckt nichts weiter als die Lumpenelite, die ihre ohnehin übergroße Kapitaldecke noch weiter ausstopfen will, um sicher durch den nächsten Winter zu kommen.

Finanzlumpen führen einen brutalen Wirtschaftskrieg gegen alles und jeden und die Lumpenelite gibt ihnen das Geld dafür.

Ich mag ja die Griechen. Klar, die griechischen Denker sind bis heute (Kant mal ausgenommen) unerreicht, behaupte ich gerne mal und streite mich auch gerne darüber. Ich mag auch Gyros. Was wäre Deutschland ohne die Gyrosbude? Eine kulinarische Wüste. Nichts dagegen, den Kumpels da unten zu helfen. Dafür sind Freunde doch da.

ABER: das Geld ist doch gar nicht für Griechenland. Kein Grieche wird davon auch nur einen einzigen Cent sehen, denn: die Griechen müssen sparen, auf die Griechen kommt eine ganz häßliche Zeit zu:

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,690920,00.html

Dies ist schon unter positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen schwierig. Der verordnete strikte Sparkurs dürfte die Wirtschaftsleistung des Landes bis 2012 um knapp 10 Prozent einbrechen lassen. Die Arbeitslosigkeit dürfte laut Deutscher Bank von 9 auf 19 Prozent hochschnellen. Wachstum ist aber Voraussetzung für eine erfolgreiche Entschuldung - die Konjunktur darf nicht vollends abgewürgt werden.

Wie sie angesichts der Prognosen die Schulden zurückzahlen sollen, bleibt fraglich. Autos beschleunigen auch nicht so gut, wenn man voll auf die Bremse tritt, glaube ich. Aber was weiß ich schon ...

Wenn aber die Griechen das Geld nicht kriegen ... wer kriegt es dann? Wohin gehen denn unsere ganzen Milliarden, die wir niemals zahlen wollten, weil wir laut EURO-Vertrag nicht für die Schulden eines anderen Landes aufkommen wollten es jetzt aber trotzdem einfach mal machen?

Naaaaa? Hat da schon jemand eine Idee?

Genau. Die Lumpenelite kriegt das ganze Geld. Wir überweisen es Hellas, die schicken es den Banken, die verbuchen das auf den Konten der Lumpenelite. Und dafür darf Griechenland dann den Sozialstaat abbauen, der im momentan laufenden Weltwirtschaftsbürgerkrieg den reichen Lumpen ein Dorn im Auge ist.

Toll, oder? Gesellschaft, Wirtschaft, Staat ... alles bricht auseinander bei unseren griechischen Brüdern, damit die Lumpenelite aus 100 Milliarden 200 Milliarden machen kann. Aber dafür ... bluten wir doch gern. Lumpenelite macht nur eins: sie tötet den Fortschritt der Menschheit.

Ihr weltfremder Vermehrungswahn hält mitlerweile die ganze Welt in ihren gierigen Griffeln und verbreitet nur noch Leiden.

Wenn wir als Bürger diesen Vernichtungskrieg gegen uns nicht ernst nehmen, weil wir uns eine Naivität und Blödheit erlauben, mit der kein Hauptschüler durch die Schule kommen würde, dann wird Griechenlands Gegenwart unsere Zukunft sein, früher oder später.

Noch will die Lumpenelite uns Sand in die Augen streuen. "Och, Kinder, einmal noch zahlen, dann wird alles wieder gut!"

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,690920-4,00.html

Spanien, Portugal und Irland genießen derzeit ein höheres Vertrauen am Finanzmarkt und konnten sich auf Grund ihrer besseren Bonität bislang wesentlich leichter am Kapitalmarkt refinanzieren. In Irland reiche die Liquidität bereits aus, um den Bruttofinanzbedarf in diesem Jahr zu decken. "Wir sehen Griechenland innerhalb der Währungsunion als Einzelfall", meint Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

Nein, da wird nichts gut. "Derzeit" genießen die anderen PIGS ein großes Vertrauen. Das wird schon morgen anders sein, denn wer an Griechenland jetzt gut verdient hat, wird dieses erfolgreiche Geschäftsmodell Land für Land durchspielen....und sich zum Schluß auch an die ganz großen Länder wagen. England ... hat jetzt auch schon zu kämpfen. Da warten noch tausende von Milliarden Steuergelder darauf, auf die Konten der Superreichen zu fließen, die mit jedem Euro noch mehr Euro verdienen....weil man die Maschine eben so angelegt hat. Das läuft fast automatisch ... wenn man es nicht bremst.

Der Bundesbankchef ist nicht unbedingt der Meinung der Deutschen Bank, die ja auch an der Plünderung Griechenlands mitverdient:

http://www.welt.de/wirtschaft/article7309646/Bundesbank-Chef-warnt-EU-vor-Ansteckungsgefahr.html

Nach dem Hilferuf der griechischen Regierung an die EU und an den Internationalen Währungsfonds (IWF) sieht Bundesbank-Präsident Axel Weber ein Ansteckungsrisiko für andere Staaten. Er warnte davor, dass die Schwierigkeiten Griechenlands, seine Verschuldung in den Griff zu bekommen, auf andere Länder übergreifen könnten.

Allein die Sprache ist schon kriminell: "Ansteckungsgefahr". Als ob es ein Virus wäre, eine unbekannte Naturgewalt.

Es sind nur eine Handvoll skrupelloser Investmentzocker, die Griechenland ruiniert haben. Und die hören morgen nicht auf zu arbeiten, ganz im Gegenteil, die fangen jetzt erstmal richtig an. Und die Banken, die an diesen Geschäften gut verdienen und sich gerne staatlicherseits retten lassen, wenn mal wieder eine Blase platzt, verdienen auch sehr gut an diesen Geschäften.

Für Griechenland gibt es nur eine Rettung.

Zum 1.Mai 2010 werden den Griechen alle Schulden erlassen. Sie erlöschen einfach. Kostet den deutschen Geldinstituten auch 40 Milliarden, aber besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Zum gleichen Zeitpunkt erlöschen sämtliche Schulden aller EU-Staaten.

Wie ... wir würden dann keine Kredite mehr bekommen? Brauchen wir auch nicht. Wozu denn dann noch? Ohne die Horrorzinsen, an denen sich die Lumpenelite reich saugt, geht es uns sehr gut. Da brauchen wir deren Geld ... nie wieder. Sollen sie dran ersticken. Aber einen Befreiungsschlag werden wir brauchen, so oder so.

Sonst ist essig mit der Rente und der einen warmen Mahlzeit am Tag.