szmmctag

Archiv der Einträge: 22 April, 2010
  • Ackermann besch.... Deutschland!

    Manchmal findet man Nachrichten, die gehören ganz oben in jede Zeitung ... liegen aber hinten in irgendeiner Ecke herum, weil sie ... unangenehm sind.

    So ein Artikel ist der von Wolfgang Reuter bei SPIEGEL ONLINE:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,690324,00.html

    Deutsche Politiker fallen über das US-Geldhaus Goldman Sachs her - weil es die Mittelstandsbank IKB geprellt haben soll. Dabei ist das Ganze Heuchelei: Auch die Deutsche Bank drehte der IKB verhängnisvolle Schrottpapiere an, ohne dass Berlin dagegen vorgegangen wäre.

    Und Ackermanns Verhalten .... war keine Kleinigkeit. Hier lohnt es sich im Detail zu lesen, denn so scheffeln die Leistungsträger der Lumpenelite ihre Milliarden, die sie dann großzügig unter ihre Speichellecker verteilen:

    Denn auch die Deutsche Bank hat der IKB jene verhängnisvollen Schrottpapiere angedreht, die das Institut in den Untergang trieben - und zwar zu einer Zeit, als die smarten Investmentbanker die Papiere längst aus den eigenen Beständen verkauft hatten, wie Konzernchef Josef Ackermann indirekt zugab. Mehr noch: Die Bank hat sogar auf einen Verfall solcher Papiere gewettet. "Es stimmt, wir hatten zeitweise eine andere Marktauffassung als die IKB", erklärt die Deutsche Bank heute. Gleichzeitig beteuert das Institut jedoch, dass dies für jedermann erkennbar gewesen sei. Genau das bezweifeln viele Finanzexperten.

    Vor allem aber hat die Deutsche Bank den wohl unvermeidlichen Zusammenbruch der IKB selbst ausgelöst - und zwar durch einen Anruf von Institutschef Ackermann beim Präsidenten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio.

    Dem teilte er mit, dass die Deutsche Bank die Kreditlinien an die IKB sperren werde. Beide Männer mussten wissen, dass dies das Ende der IKB bedeuten würde, sollte der Staat kein Rettungspaket auflegen. Insgesamt waren bis Ende 2009 sogar drei Rettungspakete mit einem Volumen von mehr als zehn Milliarden Euro nötig, um das marode Geldhaus vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

    Das hört sich nicht nur asozial und kriminell an, das ich auch so:

    Schon im März 2008 kam deshalb der renommierte Wirtschaftsstrafrechtler Walter Perron zu dem Schluss: "Das Verhalten von Mitarbeitern der Deutschen Bank gegenüber der IKB kann den Straftatbestand des Betruges verwirklichen."

    In einem normalen Land käme so ein Ackermann in den Knast - samt dem Rest der schmarotzenden Betrügerelite. Anders bei uns. Der zuständige Finanzminister erklärte dazu:

    Doch Steinbrück ließ seine Parlamentarische Staatssekretärin Nicolette Kressl antworten, die sich in dem Schreiben für nicht zuständig erklärte: "Es ist nicht Aufgabe des Bundesministeriums der Finanzen, die Geschäftspraktiken von Banken zu beurteilen."

    Noch ist es nach Ansicht unserer Politiker ihre Aufgabe, das deutsche Volk vor Schaden zu beschützen. Das müssen wir wohl sebst erledigen, während die mit den Tätern fein im Kanzleramt speisen und deren Geburtstag feiern.

    Und während alle über Goldman Sachs schimpfen, kaufen die sich erstmal ganz dicke in Deutschland ein:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/moegliche-uebernahme-goldman-erwaegt-wohl-karstadt-kauf;2566082

    Bislang sind es nur Spekulationen, allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass die US-Bank Goldman Sachs unter Umständen an dem Erwerb der deutschen Handelskette Karstadt interessiert ist. Goldman ist ohnehin bereits im Konsortium vertreten, dass die Warenhäuser derzeit besitzt.

    So helfen die Politiker mit Steuergeldern der anderen Lumpenelite, noch mehr Eigentum betrügerisch an sich zu bringen.

    Ob die das ganz selbstlos aus Idealismus machen? So eine Art Bruderschaft der freien Kriminalwirtschaft?
    Asozialenloge ""Freier Marktplatz für freie Plünderer?" Wirtschaftsmongolen und Finanzhunnen für ein Weltreich der Freibeuterei?

    Vielleicht fragt ihr ja mal die Frau Schaller:

    http://www.goldman-sachs.de/default/default/default/nav_id,1/menu_id,/

    Goldman Sachs nimmt Stellung zu den am Freitag durch die US-Börsenaufsicht SEC erhobenen Vorwürfen im Zusammenhang mit einer 2007 durchgeführten Transaktion in synthetischen CDOs. Untenstehend finden Sie die Links zu der deutschsprachigen Stellungnahme sowie der deutschsprachigen Pressemitteilung von Goldman Sachs und der englischsprachigen Pressemitteilung der SEC. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Monika Schaller, Goldman Sachs & Co oHG, Leiterin Unternehmenskommunikation Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa, unter der Telefonnummer +49 69 7532 2962 oder der Email monika.schaller@gs.com.

    Oder man erinnert die Deutsche Bank daran, das in Deutschland auch Menschen wohnen, denen sie helfen kann ... und nicht nur frei plünderbares Nutzvieh:

    http://www.deutsche-bank.de/csr/de/content/soziales_kapital_schaffen.htm

    Wir eröffnen Menschen und Gemeinschaften Chancen, Arbeitslosigkeit und Armut zu überwinden und ihre Zukunft selbst zu gestalten.

    Das hört sich gut an ... jedoch hilft man lieber in den USA während man in Deutschland hemmungslos zugreift.

    Dauerhafte soziale und wirtschaftliche Stabilität gehören zu den Grundvoraussetzungen für die Leistungsfähigkeit von Städten, Regionen und Nationen. Das gilt keineswegs nur für Entwicklungsländer. Auch in den reichen Industriestaaten gibt es einkommensschwache Gemeinden, die unter Instabilität leiden.

    Über die Deutsche Bank Americas Foundation und die Community Development Finance Group unterstützen wir eine Vielzahl von Kommunen in den USA – und das weit über das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß hinaus. Dafür bescheinigt uns die US-Regierung Jahr für Jahr „hervorragende“ Ergebnisse. Ein Grund: Unser Einsatz beschränkt sich nicht nur auf die Bereitstellung finanzieller Mittel, sondern wir stehen sozialen Organisationen auch beratend zur Seite und unterstützen sie bei der Planung und Umsetzung komplexer Finanzierungskonzepte.

    Na ja ... deren Hilfe scheint sich auf Kreditvermittlung zu beschränken. Wenn es mal Geld kosten könnte - wie in Haiti ... ruft man lieber Mitarbeiter und Kunden zu Spenden auf, die man dann um einen kleinen Betrag ergänzt, damit eine Million Euro zusammenkommen.

    Andererseits ... mit den Betrügereien um Immobilien hat man ganz andere Summen verdient:

    Beide Institute sind trotz einiger Blessuren mit dem Nimbus der Gewinner aus der Finanzkrise hervorgegangen, haben zugleich aber den Zorn vieler Verlierer der Krise auf sich gezogen. Beide haben früher als andere erkannt, dass der Preisverfall von US-Immobilien zu Kreditausfällen führen würde, und mit der Wette darauf Milliarden verdient - während sie weiterhin Kreditderivate wie Collateralized Debt Obligations (CDOs) verkauften und ihre Kunden damit auf die Verliererseite schickten.

    Doch die Parallelen zwischen Goldman und Deutscher Bank sind groß. "Wall-Street-Journal"-Reporter Greg Zuckerman schreibt in seinem Buch "The Greatest Trade Ever", Paulson habe die Idee derartiger CDOs an der Wall Street beworben, um seine eigene Wette gegen den Häusermarkt besser platzieren zu können. Dafür winkten den Banken Millionengebühren - und die Chance, mitzuwetten. Die inzwischen kollabierte Bear Stearns habe das als "unethisch" abgelehnt, Goldman Sachs und die Deutsche Bank nicht.

    Besonders für Paulson zahlte sich die Wette aus, laut dem Branchenblatt "Alpha Magazine" markierte der zurückhaltende Mann mit der leisen Stimme 2007 mit 3,7 Milliarden Dollar den historischen Einkommensrekord an der Wall Street - im Jahr, als die Finanzkrise ausbrach. Auch das CDO-Team der Deutschen Bank unter Greg Lippmann soll damals immerhin zwei Milliarden Euro verdient haben.

    Lippmann warb aktiv um Hedgefonds, die CDOs der Deutschen leerverkaufen sollten. Dabei verteilte er mitunter T-Shirts mit der Aufschrift "I'm short your house" - ein Bekenntnis also zur Wette gegen das Vermögen amerikanischer Hausbesitzer. Lippmann gehörte auch zu der "Gang of Five" von CDO-Händlern fünf großer Investmentbanken, die sich 2005 am New Yorker Sitz der Deutschen trafen und neue Regeln ersonnen, um Wetten mit CDOs schneller, einfacher und ertragreicher für die Leerverkäufer zu machen.

    Sprachlich für Normalbürger kaum zu fassen, gedanklich ein völlig fremdes Universum ... menschlich allerdings nur noch abartig und widerwärtig zu nennen.

    Und so etwas isst mit der Kanzlerin zu Abend.

  • Nato erschießt Schüler ...

    .... so solle die korrekte Schlagzeile lauten. Stattdessen formuliert der SPIEGEL ONLINE anders:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,690471,00.html

    Nato gesteht Tötung von vier Zivilisten einDie Nato hat die Erschießung von vier Zivilisten in Afghanistan eingeräumt. Die Internationale Schutztruppe Isaf drückte ihr "tiefes Bedauern" aus. Sie entschuldigte sich zudem dafür, zwei der Getöteten zunächst als Aufständische bezeichnet zu haben.

    "Vier Zivilisten" sind schon was anderes als "vier Schüler". "Tiefes Bedauern" ... kann ich schon nicht mehr hören. Das läuft doch schon auf Band als Endlosschleife.

    Die afghanische Regierung jedoch ... sieht das anders:

    Die Erschießung der vier Afghanen am Montagabend hatte bei der Regierung in Kabul scharfe Kritik hervorgerufen. Sie hatte stets von vier toten Schülern gesprochen und damit der Darstellung der Isaf widersprochen. Nach Angaben des afghanischen Bildungsministeriums waren alle vier Opfer Schüler im Alter von zwölf bis 19 Jahren und unbewaffnet.

    Wieder mal treten die Differenzen zwischen der NATO und der afghanischen Regierung offen zutage. Kein Wunder, wer von "Indianerland" im Zusammenhang mit dem afghanischen Volk spricht, der zeigt, wofür er die Bevölkerung hält: für Wilde, die abgeschossen gehören.

    Und so ein Sprachcode wird von unseren "Helden" gepflegt.

    Das macht bei der afghanischen Regierung natürlich Eindruck ... inzwischen erschießen die "Retter" mehr Zivilisten, als es die Taliban je getan haben, oder? Deshalb wollen die "uns" ja auch inzwischen kaum noch haben und sympathisieren lieber mit den Taliban, die wohl einen regen Zulauf bei ihrem Befreiungskampf gegen die terroristischen Besatzer haben, die ihre Kinder ermorden.

    Na ja, auch die Bundeswehr selbst spricht ja mehr und mehr von "Aufständischen" und immer weniger von "Taliban". Die wissen, das das Indianervolk die Nase generell voll hat. Der weiße Mann ... darf gehen.
    Diese Lügner und Heuchler braucht keiner. Und was dort an deutschen Mord- und Lügenbuben herangezüchtet wird, möchte ich glaube ich auch bald gar nicht mehr in diesem unserem Lande wissen. Aus den USA wissen wir, was die so anstellen können. Wenn es gut geht, bringen die sich nur selbst um ... wenn es gut geht.
    Geht es aber nicht immer.

    Sofern die Presse das OK von der Bundesregierung erhält, werden wir in Zukunft dann unseren eigenen Kriegsheimkehrerhorror erleben. Und wenn es nach den USA geht, werden die noch richtig durch den Fleischwolf gedreht, bevor wie die wiederkriegen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,690432,00.html

    2010 wird entscheidend für die Bundeswehr in Afghanistan - daran hat US-General Stanley McChrystal bei seinem Berlin-Besuch keinen Zweifel gelassen. Truppenforderungen, Kritik wegen Kunduz: alles passé. Der Chef der internationalen Truppe braucht die Deutschen für hochriskante Einsätze.

    "...hochriskante Einsätze" .... dabei will man doch abziehen:

    Sie sieht vor, so schnell wie möglich Zehntausende afghanische Soldaten auszubilden, die dann selber die Sicherheit des Landes in die Hand nehmen sollen. Es soll schnell gehen, schon 2011 will US-Präsident Barack Obama die ersten US-Soldaten abziehen, darum hat der General ein neues Konzept entworfen. McChrystal lebt in Berlin richtig auf, wenn er über das sogenannte Partnering spricht, bei dem die internationalen Soldaten die Afghanen mehr oder minder im Kampf an der Front ausbilden sollen.

    Nebenbei bemerkt ... zehntausende afghanische Soldaten die gegen Afghanen kämpfen sollen ... würden wir das in Deutschland machen? Einen ausländischen Krieg gegen Katholiken allein weiterführen? Oder stände uns unsere Verwandschaft nicht näher? Erst recht, wenn die Ausländer sowieso bald gehen und die Taliban in der Bevölkerung eine größere Basis haben als einem lieb ist?

    Na ja, wir werden dann wohl in Zukunft eine sehr abwesende politische Kaste haben, die mit ihren Gedanken beständig bei den Familien der Toten ist:

    Auf die Hilfe der USA werden die Deutschen in den kommenden Monaten verstärkt angewiesen sein. Vor allem beim Lufttransport von Truppen und Spezialkräften hat die Bundeswehr traditionell erhebliche Lücken. Die US-Armee wird diese schnell auffüllen - mindestens 56 Helikopter verlegt McChrystal in den kommenden Wochen nach Kunduz und Masar-i-Sharif.

    Diese massive Hilfe wird es den Deutschen allerdings auch schwerer machen, sich gegen die teilweise sehr robuste US-Strategie zu wehren - inklusive der rücksichtslosen Jagd auf die Taliban.

    Also ... werden auch "wir" Kinder erschießen. Aber ich für meinen Teil möchte hiermit meinen Austritt aus dem "wir" erklären. Das ist nicht mein "wir". Und auch nicht mein Krieg. "Wir" Bundesbürger sind nämlich sehr friedlich, von unserem Land geht nie wieder Krieg aus.

  • Bundesregierung ... selten dämlich

    Entschuldigt, aber ich muß mal wieder ausfallend werden. Es gibt einfach keine zivilisierten Worte, mit denen der Tatbestand korrekt zu beschreiben wäre....und "selten dämlich" ist da noch recht harmlos gewählt.

    Da haben wir ja jetzt Arbeitslosigkeit. Ganz ganz wenig nur, verschwindend gering angesichts des "Jobwunders" das uns blühte, doch irgendwie ein wenig scheint schon da zu sein.

    Da hat jetzt Frau von der Leyen ihre Inkompetenz wieder mal ausführlich nach außen hängen lassen und "hilft den Arbeitslosen auf die Sprünge".

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7278584/Bundesregierung-hilft-Arbeitslosen-auf-die-Spruenge.html

    Die Vermittlung von Jobsuchenden unter 25 Jahren soll beschleunigt werden, indem alle jungen „Hartz IV“-Empfänger innerhalb von sechs Wochen ein verpflichtendes Arbeits- oder Fortbildungsangebot erhalten. Wer dieses Angebot ablehnt, muss mit einer Kürzung von „Hartz IV“ rechnen. Der Betreuungsschlüssel wird leicht verbessert: Auf einen Vermittler kommen künftig 75 Betroffene unter 25 Jahren. Bisher waren es 83.

    Da werden die jetzt aber alle springen, diese Jugendlichen. Vor Freude. Nach etlichen Bewerbungen bekommen sie endlich einen Job von der ARGE - vielleicht sogar als Fallmanager? Passiert ja schon mal. Und mehr Jobs haben die glaube ich auch nicht anzubieten.

    Dann kommen jetzt die Alleinerziehenden dran, die sich bislang auch erfolgreich vor der Arbeit gedrückt haben. Die werden jetzt mal richtig zur Brust genommen:

    In fast jeder fünften Familie in Deutschland ist ein Elternteil alleinerziehend. Davon sind 40 Prozent von „Hartz IV“ abhängig, obwohl die Betroffenen (zumeist Frauen) genauso qualifiziert sind wie etwa Mütter in Paarbeziehungen. In den Jobcentern sollen künftig Beauftragte für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt sich um eine bessere Vermittlung alleinerziehender Mütter kümmern.

    Da zittern die Arbeitgeber jetzt schon. Jetzt müssen sie diese Alleinerziehenden doch einstellen - obwohl die dauernd wegen der Kinder ausfallen. Jetzt kommt nämlich die ARGE und nimmt das in die Hand. Da kommt die Beauftragte für Chancengleichheit und droht mit ... ja, was denn eigentlich? Kindesentzug? Vermittlungshindernis ist doch nicht die Tatsache, das man ein Kind alleine erzieht, sondern das man alleine die Aufsichtspflicht hat, alleine die Hausaufgabenkontrolle, die Nachhilfe, die Versorgung und die Betreuung im Krankheitsfalle leisten muß - woraus sich ein sehr eingeschränktes Zeitfenster für Erwerbsarbeit ergibt. Es sei denn ... man gibt das Kind in ein Heim um endlich seinen Beitrag für das Vierte Reich leisten zu können.

    Im vergangenen Jahr bezogen 1,2 Millionen Erwerbsfähige über 50 Jahren „Hartz IV“. Bestehende Beschäftigungspakte für Ältere wie die „Perspektive 50plus“ sollen flächendeckend ausgeweitet werden.

    Na, da hört es schon auf mit den Versprechungen. "Beschäftigungspakte" ... mit wem denn? Mit den Arbeitgebern, die die über fünfzigjährigen momentan wieder in Massen entsorgen? Was heißt das konkret?
    Nun ... die werden bezahlt, damit sie die Leute, die sie letztes Jahr ´rausgeschmissen haben, wieder einstellen. Ein Supergeschäft.

    Nun arbeitet man ja eigentlich um Geld zu verdienen. Und ... jedenfalls offiziell ... war ja dieses ganze
    Agenda-2010-Gedöns dafür da, das wir weniger Arbeitslose haben.

    Es gab ja auf der einen Seite Milliarden von Arbeitsplätzen, alle mit einem Jahresgehalt von 100000 Euro - und auf der anderen Seite einen kleinen (aber ständig wachsenden) Haufen von Bösewichten, asoziale Schmarotzer, deren Lebensziel es war, soviel Lebenskraft wir möglich aus dem Volkskörper zu pressen.

    Weil man das nicht mehr bezahlen konnte, wollte man die Arbeitslosen mit der Arbeit in Verbindung bringen .... so der schlaue offizielle Plan der Bundesregierung. Ein Plan von Leuten, die selbst zum großen Teil nie mit dem Arbeitsmarkt in Berührung gekommen waren, was auch den Grad der Perfektion des Planes erklärt.

    Also erwarte ich, das am Ende .... viel weniger Kosten stehen werden, weil die ja alle fleißig arbeiten und ihr eigenes Geld verdienen.

    Weit gefehlt, denn die Pläne der Frau von der Leyen ... kosten noch viel mehr.

    Im Bundeshaushalt für dieses Jahr sind 900 Millionen Euro für die Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt gesperrt worden. Diese Gelder dürfen erst verwendet werden, wenn ein effektiver Umgang mit dem Steuergeld belegt wird. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert nun eine Freigabe der Mittel.

    Weil es eben keine Arbeit gibt, müssen noch mehr ARGE-Supermärkte aufgebaut werden, in denen die Arbeitslosen Verkäuferin spielen (wir berichteten). Und das ist halt teuer. Auch die neuen Gleichstellungsbeauftragten kosten Geld.

    Aber am Ende wird die Statistik schön aussehen, weil man Arbeitlose kurzfristig für einen kurzen Zeitraum auf eine andere Kostenstelle verbuchen kann - und schon sind sie nicht mehr arbeitslos.

    Am Ende wird die Ministerin ihr Programm als großen Erfolg verbuchen...für den die wenigen, die noch Arbeit haben, fleißig zahlen dürfen, während andererseits Mütter sich nicht um die Erziehung ihrer Kinder kümmern können und hochqualifizierte Menschen mit dem Vermittlungshemmnis "Alter" bunte Bilder malen oder Puzzel zusammensetzen dürfen - auf Kosten des Steuerzahlers.

    Warum?

    Damit die Ursula gut dasteht.

    Und das ist uns doch wohl nochmal 1,72 Milliarden Euro wert (inkl. der statistikverschönernden Kurzarbeitermaßnahme). Wir wollen doch eine gute Ministerin, oder? Das kostet eben seinen Preis...über den sich 2012 dann der Bund der Steuerzahler wieder richtig aufregen wird.

    Mir dünkt, etwas praktische Vernunft und seriöse Haushaltsführung täten Frau von der Leyen gut. Aber als reiche Tochter konnte sie sich natürlich einen anderen Lebenslauf erlauben:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen

    Nach dem Abitur studierte Ursula von der Leyen von 1977 bis zu ihrem Studienabbruch 1980 Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Göttingen und Münster. Ein anschließendes Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) schloss sie 1987 mit dem Staatsexamen und ihrer Approbation als Ärztin ab. Anschließend war sie als Assistenzärztin an der Frauenklinik der MHH tätig. 1991 erfolgte hier auch ihre Promotion zur Dr. med. mit der Arbeit „C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssyndroms bei vorzeitigem Blasensprung und therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung“.

    Nach der Geburt ihres dritten Kindes 1992 beendete sie ihre Facharztausbildung ohne Abschluss. Von 1992 bis 1996 lebte sie mit ihrer Familie in den USA. Nach der Rückkehr ihrer Familie nach Deutschland war sie von 1996 bis 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. 2001 erwarb sie dort den akademischen Grad eines Master of Public Health (MPH).

    Hier abgebrochen, dort keinen Abschluß, dann mal vier Jahre USA ... sowas kann man sich nur mit reichem Ehemann und reichem Papa erlauben. Aber man lernt halt keine wirtschaftliche Vernunft, wenn man sein Leben lang nur das Geld anderer Leute ausgibt. Und man lernt auch keine anderen Problemlösungsstrategien außer: das Geld anderer Leute ausgeben.

    Warum dann aber nicht gleich alle Arbeitslosen mit vollem Gehalt als Staatsdiener einstellen? Arbeit gäbe es genug ... marode Turnhallen, kaputte Schwimmbäder, verwahrloste Stadtteile - das könnte die Lebensqualität aller Menschen deutlich erhöhen.

    Aber ... das Geld braucht die Lumpenelite für sich. Da gibt es noch einen angeheirateten Schwager, der hat so eine Trainingsfirma aufgemacht und schon die Puzzel gekauft, für den muß man auch noch was tun...

    Und es werden noch viele Puzzel gebraucht werden:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,690299,00.html

    Selbst wenn sich die Weltwirtschaft und der Außenhandel, so wie es sich in den vergangenen Wochen abzeichnet, tatsächlich zügig erholen sollten, gehen demnach bis 2015 hunderttausende Arbeitsplätze verloren. Schlimmstenfalls sind sogar bis zu 1,2 Millionen Jobs gefährdet.

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