szmmctag

Archiv der Einträge: 18 April, 2010
  • Ascheregen, Chemtrails, Luftraumsperrung und Nutzviehfunk

    Nun haben wir ja Ascheregen. Nach der Schweinegrippe der neue Aufreger. Angeblich ist ein Vulkan in Island ausgebrochen und seine Asche hat Europa vernichtet.

    Angeblich?

    Ja, ich bin mal so frech und sage: angeblich.

    Warum? Habe ich eine Verschwörungstheorie? Irgendeinen Verdacht? Nein.

    Geheime Informationen? Ja, aber das spielt keine Rolle.

    Ich sage angeblich, weil ich gelernt habe, das man Nachrichten nicht trauen kann. Nachrichten in Deutschland sind - sofern sie Fernsehen und Printmedien betreffen, nichts weiter mehr als Nutzviehfunk.
    Beruhigendes Geträller für den Stall, damit die Kühe mehr Milch geben. Das ist sehr ärgerlich, denn früher war das anders. Früher waren Nachrichten noch Nachrichten, dann kam der "Erziehungsauftrag der Medien", dann der Verziehungsauftrag der Medien (Tittytaiment nennen die das, glaube ich) und mitlerweile ist es fast nur noch Dummfunk bzw. Nutzviehfunk, der zudem auch noch viel Zeit kostet.

    In der Zeit, die mir die "Tagesschau" stiehlt, kann ich im Internet einhundert Informationen einholen - bei vergleichbarer Vertiefung. Das begrüße ich sehr, denn meine Zeit ist knapp.

    Und spätestens seit der Schweinegrippe ist klar, das man zu informeller Notwehr greifen muß um nicht auf einmal vor einer Spritze mit undefinierbarem Inhalt die stehen, die ein freundlicher Krankenpfleger in Polizeibegleitung verabreichen möchte.

    Nun gut, die große Abkassiererei wurde die Schweinegrippe nicht, aber eine mediale Sauerei war sie schon.

    Nun haben wir also Vulkanasche in der Luft ... mit ebenfalls sehr unangenehmen Folgen für Leute, die gerade auf ein Flugzeug angewiesen waren.

    Ganz Europa liegt am Boden....wortwörtlich, wenn man in die Wartehallen der Flughäfen schaut.

    Ganz Europa?

    Nein, ein kleines Wikingerflugzeug trotzt taper der Vulkanasche ... und zwar direkt über Island:

    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video689102.html

    Diese alte Mann fliegt jeden Tag direkt um den Vulkan herum. In Island, nicht im weit entfernten Europa.

    Nun, man wird mir jetzt entgegenhalten: das ist eine Propellermaschine, die ist auch nicht so anfällig.
    Darauf werde ich einwerfen: ich wohne in der Einflugschneise von Köln, Düsseldorf, Lüttich, Mastricht und Brüssel. Hier fliegt alles mögliche herum, gerne auch mehrmotorige Turbopropmaschinen.

    Aber seit zwei Tagen ist völlige Stille am Himmel.

    Wunderschön .... aber auch seltsam. Wieso kann man in Island fliegen - in der Eifel aber nicht?

    Die großen Fluggesellschaften merken das auch gerade.

    http://www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,689638,00.html

    Deutsche Fluggesellschaften zweifeln am Sinn des Flugverbots über Europa. Die Lufthansa verweist auf problemlose Testflüge, Air-Berlin kritisiert, dass bisher keine verlässlichen Daten über die Aschewolke vorlägen. Doch die Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums verlängert.

    Keine Asche, keine Probleme aber trotzdem Luftraumsperrung für alle.

    Was will man da ... verbergen? Was geschieht gerade im Luftraum über dem Nordatlantik? Wirklich nur nicht-existente Vulkanasche oder gab es da andere Dinge, die man dem Nutzvieh nicht zeigen wollte?

    Es zeigt auf jeden Fall, das man mit einfachen Methoden den Luftverkehr lahmlegen kann.

    Interessant ist die Entwicklung vor allem auch für Freunde des "Chemtrailsmythos". Keine Chemtrails ... blauer Himmel. Bei uns zumindestens. So blau war er seit vielen Jahren nicht mehr. Wunderschön. Den Rest des Tages werde ich draußen verbringen - unter blauem Himmel. Ist vielleicht das letzte Jahr in meinem Leben, das ich das tun kann, bevor die wieder anfangen, die Luft zu verpesten.

    Gut, Chemtrails hin oder her, von hier unten kann ich das nicht beurteilen. Aber ich neige momentan dazu, den Kritikern des Luftverkehrs recht zu geben. Wenn jetzt auch noch das Ozonloch wiederkommt oder die Temperatur deutlich steigt, haben wir einen Treffer gelandet. Dann hat da jemand sein Geoingenieering schon mal ausprobiert ... nur wollte man das nicht an die große Glocke hängen, um das Nutzvieh nicht nervös zu machen. Nervöse Kühe geben ja auch weniger Milch.

  • Grüne im Saarland käuflich, aber Rente weg: Fortschritt?

    Man hat uns ja lange gesagt: wir haben Fortschritt. Der war heilig. Da haben wir dran geglaubt. Jeden Tag ging es uns ein wenig besser als am vorherigen Tag, jeden Tag arbeiteten viele Menschen daran im Namen des Fortschritts unsere Lebensqualität ein wenig zu verbessern. So sagte man uns jedenfalls.

    Wir dachten: das Paradies ist nah! Es gab Farbfernsehen, Urlaubsreisen, Volkswagen...die Welt war schön. Fortschritt war unaufhaltsam und wunderbar. Wir haben an ihn geglaubt wie an den lieben Gott, den Weihnachtsmann und die Demokratie. Armut, Hunger, Krankheit, Not, die alten Feinde der Menschheit, wurden vom Fortschritt hinweggefegt.

    Dann ... kam das Privatfernsehen.

    Jetzt haben wir das 21. Jahrhundert und die Ära des Fortschritts ist langsam Geschichte. Jetzt bahnt sich eine andere Kultur ihren Weg durch die Menschheit ... und demaskiert sich jeden Tag aufs Neue:

    http://nachrichten.t-online.de/saarland-provinzfuerst-soll-gruene-bestochen-haben/id_41263360/index

    Im Saarland soll die Regierungskoalition durch Korruption zustande gekommen sein. Der regional bekannte Unternehmer und FDP-Politiker Hartmut Ostermann habe die Grünen bestochen, damit sie in die bundesweit erste Jamaika-Koalition einwilligen, lauten die Vorwürfe. Nach der Landtagswahl Ende August hatten sich die Saar-Grünen überraschend gegen ein Bündnis mit SPD und Linkspartei entschieden. Das Parlament hat jetzt einen Untersuchungsausschuss eingesetzt.

    Riesenskandal, oder? Die gekaufte Regierung ist das absolute Ende der Demokratie. So was ist - verdammt nochmal - wichtiger als imaginäre Aschewolken über Deutschland (also, damit das klar ist: in der Eifel war nix! Aber bei uns passiert ja alles hundert Jahre später, sagt man), Soldaten die die Ernte ihrer Arbeit einfahren oder der letzte Schmus von Westerwelle.

    Aber ... man hört nicht viel davon, oder? Bei mir selbst lag die Nachricht lange Zeit herum (so wie andere leider auch) und hätte leicht vergessen werden können. Dabei ist sie wichtig. So wichtig wie dieser Artikel in der TAZ:

    http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/der-was-passiert-dann-staat/

    Staatsschulden? Kommt dieses Thema auf, wendet sich nicht nur die Linkspartei desinteressiert ab. Auch viele Liberale und Konservative beschäftigen sich höchstens theoretisch mit den offenen Rechnungen des Gemeinwesens. Die gemeinsamen Schulden spielen eine sehr geringe Rolle, wenn die Linkspartei mehr Jobs im öffentlichen Dienst fordert oder die FDP die Steuern senken will.

    Da hat er recht, der Kommentator. Wen interessiert den das Thema schon? Wer hat denn noch die mentale Kompetenz um zu verstehen, das "Staatsschulden" nicht ein Bauhindernis bei den "Siedlern" sind sondern eine tödliche Bedrohung, die sich nicht dadurch abwenden läßt, das man in Rente ist und der eigene Favorit bei DSDS gewinnt?

    Seit 1950 nahm die Wirtschaftsleistung Deutschlands von 50 auf rund 2.500 Milliarden Euro zu - das Fünfzigfache. Die Schulden der öffentlichen Hand wuchsen im selben Zeitraum aber von umgerechnet neun Milliarden Euro auf das 175-fache. Was wir nicht erwirtschaften, pumpen wir uns dazu.

    Hier mal auf Deutsch: ich verdiene 5000 Euro im Monat....und gebe 17500 Euro monatlich aus. Was nicht in der Kasse ist, leihe ich mir von der Bank, damit die Kinder auch genug Taschengeld haben, wir uns die neuen Seidenvorhänge auf dem Klo anschaffen können und der alte Landrover bald durch einen neuen ersetzt wird. Außerdem waren wir noch nie in Paraguay. Da muß man aber mal gewesen sein.

    Wie lange geht das gut? Nun ... so lange, bis die Bank den Hahn zudreht. Hat vielleicht schon einer mal erlebt, als die Kassenautomaten kein Geld ausspuckten. Kein schönes Gefühl. Sollte man vermeiden.
    In unserer Beispielfamilie wäre das klar, was zu tun ist: Ansprüche ´runter. Geld ist genug da, aber die Ausgaben sind ein Problem. Alle müssen sparen ... aber auch der Hauptverdiener:

    Dieses Opfer dürften sie allerdings nur bereit sein zu bringen, wenn die Oberklasse ebenfalls Zugeständnisse macht. Ein so großer Zuwachs von Gewinnen und Vermögenseinkommen wie in den vergangenen 20 Jahren wird künftig nur noch um den Preis massiver sozialer Auseinandersetzungen möglich sein.

    Diesen Preis zahlt die Oberklasse gerne. Nicht persönlich, aber dafür ... hat man ja Personal. Die erledigen das für einen. Das kauft man sich ein wie Grüne im Saarland. Und was erwartet uns dann ... den Rest der Familie?

    Und wie sähe, nur mal rein theoretisch, die schlechtere Variante aus? Wie wäre es, wenn die Staatsschulden weiter zunähmen und Deutschland schließlich die Zahlungsunfähigkeit ereilte?

    Am Beispiel Argentiniens im Jahr 2001 sind die möglichen Folgen zu besichtigen. Banken schlössen ihre Geldautomaten, Firmen und Privatleute könnten nicht mehr wirtschaften, die Arbeitslosigkeit grassierte und schließlich würden die Gläubiger des Staats partiell enteignet. Wer in der Vergangenheit die absolut sicheren Bundesobligationen und Schatzbriefe gekauft hat, bekäme vielleicht noch ein Drittel des ursprünglichen Wertes zurück. Damit löste sich die Altersversorgung von Millionen Menschen in Wohlgefallen auf

    Nochmal auf Deutsch: nach den Banken würden die Geschäfte schließen. Alle. Man muß dann davon leben (also, ganz deutlich: ESSEN), was man im Garten hat und im Wald erbeuten kann. Wer eine Angel hat, ist König.

    Kann nicht passieren? Ist schon passiert. Argentinien 2001.

    Soll damals das siebtreichste Land der Erde gewesen sein. Heute ist es um Argentinien sehr ruhig geworden.
    Es ist nicht undenkbar ... das das unsere Zukunft ist. Es ist sogar ziemlich sicher, das das unsere Zukunft ist ... denn irgendwann machen die Banken die Schalter zu.

    Der Rest der Familie wird Hungern, während Papa einen privaten Geldspeicher im Keller hat. Bis obenhin voller Scheine. Das war seine ganz eigene Vision von ... Fortschritt. Und die wird jetzt Zukunft.

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