Nun haben wir ja Ascheregen. Nach der Schweinegrippe der neue Aufreger. Angeblich ist ein Vulkan in Island ausgebrochen und seine Asche hat Europa vernichtet.
Angeblich?
Ja, ich bin mal so frech und sage: angeblich.
Warum? Habe ich eine Verschwörungstheorie? Irgendeinen Verdacht? Nein.
Geheime Informationen? Ja, aber das spielt keine Rolle.
Ich sage angeblich, weil ich gelernt habe, das man Nachrichten nicht trauen kann. Nachrichten in Deutschland sind - sofern sie Fernsehen und Printmedien betreffen, nichts weiter mehr als Nutzviehfunk.
Beruhigendes Geträller für den Stall, damit die Kühe mehr Milch geben. Das ist sehr ärgerlich, denn früher war das anders. Früher waren Nachrichten noch Nachrichten, dann kam der "Erziehungsauftrag der Medien", dann der Verziehungsauftrag der Medien (Tittytaiment nennen die das, glaube ich) und mitlerweile ist es fast nur noch Dummfunk bzw. Nutzviehfunk, der zudem auch noch viel Zeit kostet.
In der Zeit, die mir die "Tagesschau" stiehlt, kann ich im Internet einhundert Informationen einholen - bei vergleichbarer Vertiefung. Das begrüße ich sehr, denn meine Zeit ist knapp.
Und spätestens seit der Schweinegrippe ist klar, das man zu informeller Notwehr greifen muß um nicht auf einmal vor einer Spritze mit undefinierbarem Inhalt die stehen, die ein freundlicher Krankenpfleger in Polizeibegleitung verabreichen möchte.
Nun gut, die große Abkassiererei wurde die Schweinegrippe nicht, aber eine mediale Sauerei war sie schon.
Nun haben wir also Vulkanasche in der Luft ... mit ebenfalls sehr unangenehmen Folgen für Leute, die gerade auf ein Flugzeug angewiesen waren.
Ganz Europa liegt am Boden....wortwörtlich, wenn man in die Wartehallen der Flughäfen schaut.
Ganz Europa?
Nein, ein kleines Wikingerflugzeug trotzt taper der Vulkanasche ... und zwar direkt über Island:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video689102.html
Diese alte Mann fliegt jeden Tag direkt um den Vulkan herum. In Island, nicht im weit entfernten Europa.
Nun, man wird mir jetzt entgegenhalten: das ist eine Propellermaschine, die ist auch nicht so anfällig.
Darauf werde ich einwerfen: ich wohne in der Einflugschneise von Köln, Düsseldorf, Lüttich, Mastricht und Brüssel. Hier fliegt alles mögliche herum, gerne auch mehrmotorige Turbopropmaschinen.
Aber seit zwei Tagen ist völlige Stille am Himmel.
Wunderschön .... aber auch seltsam. Wieso kann man in Island fliegen - in der Eifel aber nicht?
Die großen Fluggesellschaften merken das auch gerade.
http://www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,689638,00.html
Deutsche Fluggesellschaften zweifeln am Sinn des Flugverbots über Europa. Die Lufthansa verweist auf problemlose Testflüge, Air-Berlin kritisiert, dass bisher keine verlässlichen Daten über die Aschewolke vorlägen. Doch die Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums verlängert.
Keine Asche, keine Probleme aber trotzdem Luftraumsperrung für alle.
Was will man da ... verbergen? Was geschieht gerade im Luftraum über dem Nordatlantik? Wirklich nur nicht-existente Vulkanasche oder gab es da andere Dinge, die man dem Nutzvieh nicht zeigen wollte?
Es zeigt auf jeden Fall, das man mit einfachen Methoden den Luftverkehr lahmlegen kann.
Interessant ist die Entwicklung vor allem auch für Freunde des "Chemtrailsmythos". Keine Chemtrails ... blauer Himmel. Bei uns zumindestens. So blau war er seit vielen Jahren nicht mehr. Wunderschön. Den Rest des Tages werde ich draußen verbringen - unter blauem Himmel. Ist vielleicht das letzte Jahr in meinem Leben, das ich das tun kann, bevor die wieder anfangen, die Luft zu verpesten.
Gut, Chemtrails hin oder her, von hier unten kann ich das nicht beurteilen. Aber ich neige momentan dazu, den Kritikern des Luftverkehrs recht zu geben. Wenn jetzt auch noch das Ozonloch wiederkommt oder die Temperatur deutlich steigt, haben wir einen Treffer gelandet. Dann hat da jemand sein Geoingenieering schon mal ausprobiert ... nur wollte man das nicht an die große Glocke hängen, um das Nutzvieh nicht nervös zu machen. Nervöse Kühe geben ja auch weniger Milch.
