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Archiv der Einträge: 07 April, 2010
  • WELTUNTERGANG! Erdbeben - gerät die Natur außer Kontrolle?

    Philosophen dürfen das. Fragen stellen. Auch außerordentlich blöde Fragen ... erst recht, wenn unser Gehalt weder von der Werbung noch vom Staat bezahlt wird. Wir sind dann mal so frei - und stellen die Fragen, für die wir ausgebildet werden, jene Fragen, die man ohne Filter und Selbstbeschränkung im Kopf stellen kann.

    Zum Beispiel die Fragen, ob die Natur außer Kontrolle gerät ... wobei man vor dreitausend Jahren die Frage gestellt hätte, ob man sich nicht doch den Zorn der Götter zugezogen hat, die man sich jahrhundertelang so fein aus dem Leben herausgedacht hatte.

    Es gibt ja jetzt wieder ein Erdbeben:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,687547,00.html

    Ein schweres Beben vor der Insel Sumatra hat den Meeresboden erschüttert. Mehrere Menschen wurden verletzt, Gebäude stürzten ein, der Strom fiel aus. In panischer Angst vor einem Tsunami wie Weihnachten 2004 rannten Tausende durch die Straßen.

    Ich dachte: langsam reichts aber mit dem Gerumpel. Hawai, Türkei, Chile ... muß man sich jetzt doch Sorgen machen? Also machte ich mich auf die Wanderung durch den bizarren Kosmos moderne Kommunikation mit seinen Lügen, Falschdarstellung und Beschwichtigungen und fand eine erschreckende Wahrheit: die Natur gerät wirklich außer Kontrolle.

    Und wie üblich werden wir belogen.

    http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/geowissenschaft/erdbeben-die-verwundbarkeit-waechst_aid_487756.html

    Die schweren Beben von Chile und Haiti liegen nicht lang zurück, nun erzitterte der Boden in der Türkei. Die Zahl der Erdbeben ist konstant geblieben. Aber das Katastrophenpotenzial nimmt zu.

    Die üblichen Beschwichtigungen. Erdbeben nehmen nicht zu, das bilden wir uns nur ein. Es geht nur mehr kaputt, weil wir alle zu reich geworden sind.

    Die Aufzeichnungen der Seismologen ergeben ein klares Bild. Das Geofon, ein Messsystem des Geoforschungszentrums, zeigt eine Liste aller Beben, die rund um den Globus registriert wurden. Ähnliche Listen gibt das Geological Survey der USA heraus. Aus solchen Datenreihen kann man ablesen: Erdbeben werden nicht häufiger.

    Wären nicht Ferien, hätte ich mich damit zufrieden gegeben. Aber ... ich hatte dieses unangenehme Bauchgefühl - also grub ich tiefer, bis ich die hier fand:

    http://www.bgr.bund.de/cln_109/nn_335066/DE/Themen/Seismologie/Seismologie/Erdbebenstatistik/erdbebenstatistik__inhalt.html?__nnn=true

    Eine interessante Anstalt ... und eine erschreckende Grafik:

    Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe setzt sich für die nachhaltige Nutzung von natürlichen Rohstoffen und die Sicherung menschlichen Lebensraums ein. Um ihren spezifischen Aufgaben als technisch-wissenschaftliche Oberbehörde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gerecht zu werden, hat sie sich ein Leitbild gegeben.

    Ein Leitbild, das jetzt nicht interessiert. Dsfür aber Folgendes umso mehr:

    Anstelle der im Schnitt 1500 starken jährlichen Beben seit 1964 haben wir seit einigen Jahren eine Häufung von 2000 starken Beben im Jahr - siehe Grafik die ich leider nicht kopieren konnte.

    DAS IST EINE ZUNAHMEN VON 33 %!

    Wenn man zählen kann. Dafür braucht man auch keinen Rechner, Papier und Bleistift reichen schon.

    Warum kommt also Jochen Zschau, Leiter der Sektion Erdbebenrisiko und Frühwarnung am Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam zu so gänzlich anderen Aussagen?

    Der hat eigentlich ein ganz anderes Aufgabengebiet:

    http://www.gfz-potsdam.de/portal/gfz/home;jsessionid=310BC20DE2036A02DF0849E9729AD0D2

    Das Ziel unserer fachübergreifenden Forschung ist es, diese Vorgänge in allen Größenordnungen zu verstehen, also unabhängig davon, ob sie sich auf der Skala von Atomen und Molekülen oder der von Galaxien abspielen, egal ob sie rasend schnell in Nanosekunden oder unendlich langsam in Milliarden von Jahren geschehen. Dabei untersuchen wir nicht nur die Vorgänge im Inneren des Planeten selbst, sondern studieren auch die vielfältigen Wechselwirkungen, die es zwischen der festen Erde, der belebten Welt, der Hydrosphäre und der Lufthülle gibt. Wir analysieren aber auch, wie der Mensch in seinem Lebensraum an der Erdoberfläche auf unseren Planeten einwirkt: also das "System Erde" unter dem Einfluss des Menschen.

    Das GFZ scheint eine lustige Juxbehörde, die einfach mal so kunterbunt durch die Gegend forscht. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften jedoch ... liefert Daten für
    Wirtschaft, Technologie und Politik - und die Versicherungswirtschaft zum Beispiel will GENAU wissen, womit sie zu rechnen hat, während die Planspiele der GFZ außerhalb jeglicher realen Verantwortung stattfinden.

    Lagezentren bei technischen Hilfseinrichtungen und Behörden, Katastrophenfürsorge, Katastrophenhilfsdienste, Besucher- und Informationszentren mit geowissenschaftlichem Bezug, Veranstalter von internationalen Reisen sowie Hotelketten können sich aktuell mit Hilfe des ERdbeben MOnitor Systems ERMOS über Erdbeben in Deutschland, Europa und weltweit informieren, wobei diese Informationen in Form von Karten über Internet bereitgestellt werden.

    Diese Aufgabe wird von der BGR wahrgenommen, die als zentrale Sammelstelle und Datenarchiv der von den verschiedensten seismologischen Einrichtungen in Deutschland (seismologische Observatorien, Geophysikinstitute deutscher Hochschulen, geologische Landesämter) übermittelten Erdbebendaten fungiert. Zudem stehen der BGR für die Überwachung der Erdbebenaktivität in Deutschland und weltweit die modernen seismischen Stationen des GRSN (German Regional Seismic Network) sowie die Messanlagen (Arrays) GRF und GERES zur Verfügung.

    Eine imposante Auflistung von Kompetenz ... leider. Währenddessen hat das vom Fokus so gern befragte GFZ ... immerhin einen Link auf eine amerikanische Seite:

    Einer unserer am meisten nachgefragten Dienste sind die globalen Erdbebenmeldungen von GEOFON:

    Im Unterschied zu den Wissenschaftlern, die Hotelketten warnen, zählt Geofon jedes kleinstes Wackeln. Mag sein, das die kleinen abgenommen haben und somit im Durchschnitt keine Zunahmen zu verzeichnen ist obwohl die dicken Beben uns ganz schön durchrütteln.

    Also ... doch Weltuntergang?

    Na ja, geht ja nicht. Die Erde schwimmt nicht und was nicht schwimmt, kann nicht untergehen.

    Aber eine Zunahme von weltweiten Verwüstungen ... damit scheint man sich abfinden zu müssen. Die Antwort auf die Frage, ob die Natur außer Kontrolle gerät, ist schlicht und einfach: seit einigen Jahren ... JA.

    Jedenfalls ... wenn man mehr zählt und weniger deutet.

  • Internetsucht, Ballerspiele und die Kontrollierbarkeit des Volkes

    Es ist ja jetzt mal wieder aufgetaucht und die Mietmedien berichten überall davon: die böse Internetsucht. Ja, sie ist wirklich böse zu nennen denn sie verwandelt echte lebende Menschen in Zombies:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,459446,00.html

    "Sie sehen aus wie wandelnde Leichen", sagt Psychologe Andreas Koch von der Berliner Caritas. Er meint so genannte Internet-Junkies, die täglich 10 bis 15 Stunden im Netz hängen - ohne ausreichend zu essen, zu trinken oder sich zu waschen. Viele von ihnen leben von Hartz IV und haben sich aus dem realen Leben weitestgehend verabschiedet - bis die Telefongesellschaft schließlich den Anschluss sperrt.

    Als Philosoph habe ich was gegen Psychologen. Generell. Nicht gegen jeden einzelnen, sondern gegen die Zunft generell. Ohne Anbindung an die Philosophie (bzw. an ein jeweiliges Weltbild) wird die Psychologie zur reinen Willkür. Sie kann alles erklären ... in ihrem eigenen kleinen Weltbild. Wechselt man jedoch die Schule (das Weltbild ändert sich dann gleich mit) so ändert sich die Diagnose komplett. Jung, Reich, Freud, Adler ... an wessen Weltbild orientiert man sich denn gerade? Ist ganz wichtig für die Diagnose, was bei dem einen krank ist kann bei dem anderen als genial gedeutet werden.

    Das erwähne ich aber nur nebenbei, um das vernichtetende Urteil des Herrn Koch gleich zu Beginn etwas zu relativieren. Es ist ein abartiges Urteil, ein vernichtendes Urteil und fordert geradezu Internetverbot für Hartz-IV-Abhängige denn das Internet macht Menschen zu Zombies, die ja vielleicht doch mal in lebende Menschen beissen, weil sie alle Hemmungen verloren haben.

    Ähnlich verhält es sich natürlich mit Computerspielen:

    http://www.lebenshilfe-abc.de/internetsucht.html

    Unter Internetsucht, Computerspielsucht oder Internetabhängigkeit versteht man den zwanghaften Drang, sich regelmäßig und extensiv mit dem Internet zu befassen.
    3 Prozent aller Online-Nutzer sind internetsüchtig (Studie Humboldt Universität Berlin), insbesondere Jugendliche unter 18 Jahren neigen zum exzessiven chatten, surfen und spielen (ca. 8 Prozent sind süchtig).
    Von Computerspielen abhängig sind vor allem Männer im Alter von 15 bis 25 Jahren. Meist ist der Rückzug in die virtuelle Welt des Internet eine Flucht. Die Betroffenen kommen nicht mit dem realen Leben zurecht, haben Probleme mit Partnerschaften oder dem Beruf.

    Nicht vergessen ... wir sind hier in der Welt der Psychologie. Es ist wichtig, sich ständig daran zu erinnern. Das ist die Welt der Beliebigkeit. Man könnte auch sagen: da man infolge der Hartz-IV-Abhängigkeit nicht mehr der Reisesucht frönen kann, Alkohol- und Nikotinsucht nicht mehr zu bezahlen sind und die Musik- Tanz- und Sexsucht ebenfalls in weite ferne gerückt sind, muß man mit seiner Zeit halt irgendetwas anfangen. Um im Gegensatz zur Fernsehsucht fordern Spiele und Internet geistige Regsamkeit.

    Ich habe seit sechs Jahren kein Fernsehen mehr....was heißt, ich habe seit sechs Jahren keine Werbung mehr gesehen. Das verändert automatisch das Bewußtsein, das kann ich euch sagen. Sicher ... ich weiß, wer fernsehsüchtig ist (kleiner Scherz) kommt regelmäßig mit dem Argument: es gibt da ja auch interessante Sendungen!

    Ja, die gibt es. Immer weniger, immer seichter ... aber sie gibt es. Nur ... im Internet kann ich in 15 Minuten Tagesschau oder in 30-45 Minuten Reportage einen wesentlich umfassenderen Nachrichtenüberblick erlange sowie jedes angeschnittene Thema wesentlich deutlicher vertiefen als es die Fernsehmedien tun können.

    Sie stehlen Lebenszeit, diese Fernsehmedien. Tag für Tag. Ich persönlich schaufle mir diese Zeit gerne frei um einfach mal wandern zu gehen, in der Natur zu sitzen und den Flug der Vögel zu beobachten. Soll ja gesund sein. Würde ich mich jedoch mit Fernsehen beschäftigen ... hätte ich keine Zeit dafür. Fernsehen ist der Horror ... es diktiert ja sogar meinen Tagesablauf, will ich die Information nicht verpassen.

    Da ist das Internet wesentlich menschenfreundlicher. Spiele fördern Kreatitivät, Feinmotorik, Ausdauer.
    Wer gerne Menschen umbringt, spielt gerne Ballerspiele, klar. Aber nicht jeder, der Ballerspiele spielt, bringt gerne Menschen um. Er lebt seinen Jagdtrieb aus ... und sich tagelang auf ein Ziel konzentrieren zu können ist eine wichtige berufliche Qualität von Menschen, die Großes leisten können.

    Was aber sehr wichtig ist ... und entscheidend ... sowohl im Internet als auch zu Zeiten der Jagd (ich nenne das mal so und setze die virtuellen und vergleichsweise preisgünstigen Abenteuer mit der Hirschjagd gleich, wobei man ähnliche Disziplin in der Konzentration aufbringen muß) entzieht man sich vollkommen dem "Erziehungsauftrag" der Medien und der Werbung. Ohne eigenes Zutun wird man auf einmal gedanklich freier, weniger lenkbar.

    Wen könnte das wohl stören?

    Nun, all jene, die großen Wert darauf legen, das wir Werbung konsumieren, damit wir nachher Waren konsumieren. Aber nicht nur ...

    ... schon längst setzt Werbung Werte. Wie man wohnt, wie man sich kleidet, wie man redet, wie man ißt und warum auf einmal alle "Jack Wolfskin"-Jacken haben müssen .... das kommt nur durch Werbung. Ich kenne diesen Jack nicht aber mir fällt auf, das seine Produkte sogar mein abgeschiedenes Alltagsleben erreichen - ich weiß nur nicht, warum. Kein Wunder - keine Werbung, kein Wolfskin. Man sucht gar nicht danach und bei Aldi gibt´s den nicht.

    Nur ein kleines Beispiel dafür, wie tiefgreifend die Konsumzombies manipuliert werden können um ihre täglich weniger werdenden Tauschmittel auch wirklich restlos für Müll auszugeben, damit andere sinn- undzweckloserweise Berge davon anhäufen können.

    Wer nun regelmäßig Werbung konsumiert, wird ganz klar sagen können, warum er nun diese Wolfsskinsachen kauft. Das weiß ich auch.

    Die Freiheit, die Internet und Computerspiele bringen, muß dämonisiert werden - mit allen Mitteln.
    Sonst werden "die" noch wach, gehen auf den Marktplatz und reden mit ihren Mitmenschen über die Tatsache, das die Lebensqualität des Alltags seit dreißig Jahren beständig ab- anstatt zunimmt und man deshalb an dem "Fortschritt" und "Wachstum" so seine Zweifel hat ...

    Wer übrigens noch Zweifel an der eigenen Manipulierbarkeit hat ... der werde sich dessen bewußt, das Werbung auch seine Socken und Unterhosen bestimmt. Ganz intim. Oder ... trägt noch jemand die guten gesunden warmhaltenden langen weißen Wollunterhosen ... und die ehedem superschicken passenden weißen Socken dazu?

    Fragt auch mal, warum nicht...

    Oder nehmt selbst mal eine Prise von dem, was man mit Menschen alles anstellen kann, wenn man will:

    http://wie-menschen-manipulieren.com/lp/wie-menschen-manipulieren.htm?gclid=CLm12ISS9KACFQ8EZgod6mh0wA

    22 Psycho-Tricks und knallharte Methoden: Das Geheimnis "Wie Menschen manipulieren" wird gelüftet
    Sofortige Erfolgsmanipulation leicht gemacht - ob in der Partnerschaft oder zum erfolgreichen Geschäftsabschluss
    Erleben Sie, wie Ihre gesellschaftliche Stellung ansteigt und Sie selbst sicherer werden
    Gewinnen Sie grössere Aufstiegschancen im Job und heisse Erstkontakte im zwischenmenschlichen Bereich
    Entdecken Sie das Gefühl, wenn Sie sehen, wie andere beginnen das zu tun, was Sie wollen
    Diese Tipps, Tricks und Methoden zum Thema "Wie Menschen manipulieren" finden Sie garantiert nur hier

    Und das ... ganz ehrlich ... ist nur der Anfang. Da kommt noch viel mehr. Und keine Sorge: es wirkt 100%ig. Man muß nur seine Seele dafür verkaufen.

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