Kaum hat man die Füße hochgelegt, um sich von einem anstrengenden Tag zu erholen, da prasseln schon Meldungen auf einen ein, die unfaßbar sind: Deutschland versinkt in einer Orgie linker Gewalt:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6892751/Politisch-motivierte-Gewalt-erreicht-Hoechststand.html

Politisch motivierte Straftaten haben in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Im letzten Jahr wurden 34.000 solcher Taten gemeldet, das sind 6,7 Prozent mehr als im Jahr 2008. Dabei wird immer häufiger Gewalt angewendet. Die Zahl der Gewalttaten stieg um über 20 Prozent. Mehr als 3.000 Fälle wurden angezeigt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Das sind die bislang höchsten Werte überhaupt seit Einführung des Erfassungssystems im Jahr 2001.

Wer sich nun das in der WELT beigefügte Schaubild anschaut, wird feststellen, das das Bild nicht ganz zum Titel paßt. Linke Gewalt ... das ist der kleine rote Balken, nicht etwa der große kackbraune. Jener Balken gehört zur rechten Gewalt, von der es offensichtlich eine gewisse Dunkelziffer gibt:

http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/sonneberg/sonneberglokal/art2407,1137566

Warum sie all das nicht bei der Polizei angezeigt hat? Die Frau hat laut eigenem Bekenntnis kein großes Vertrauen zu den Beamten. Sie fürchtet aber vor allem die Rache der Täter, ist schon mal von so einem verprügelt worden - und unterlässt deshalb die Anzeige.

Aber immerhin ... wenn man es richtig dreht und wendet hat man spannende Prozentzahlen. Natürlich muß man dann auch ausblenden, das "rechte Täter" doppelt soviel Gewalttaten begehen. Dann kann man auch den Innenminister besser verstehen:

Die Straftaten aus linksextremen Motiven sind im letzten Jahr sprunghaft um fast 40 Prozent angestiegen. Besonders die Gewaltdelikte haben zugenommen. Die Opfer sind meist Polizisten. Bundesinnenminister Thomas de Maizière zeigt sich schockiert: "Wir dürfen uns mit solchen Taten nicht abfinden."

Die Gewalttaten rechtsextremer Kreise sind im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegangen, doch zeigt sich hier über den Gesamtzeitraum ebenfalls eine deutliche Zunahme. Aber mit solchen Taten konnte man sich offenbar abfinden. Ist ja immerhin "rechte" Gewalt und rechts stammt ja sprachlich gesehen von "richtig" ... jedenfalls für Tumbgermanen aller Arten.

Wahrscheinlich ist auch ein neuer Volkssport auf die Aktivitäten der Linken zurückzuführen, zumal die Nazis ja häufig zu blöde sind eine Führerscheinprüfung zu bestehen:

http://auto.t-online.de/hohe-spritpreise-fuehren-zu-immer-mehr-benzinklau/id_41121262/index

Die derzeitig hohen Spritpreise führen zu immer mehr Benzindiebstählen. Das berichtet die Rheinische Post in ihrer Online-Ausgabe. Neuste Masche der Benzindiebe: Sie schrauben zuvor gestohlene Kennzeichen an ihren Wagen.

Ob diese Nachricht an und für sich nicht schon linke Anstiftung zu einer Straftat ist? Oder ein Beitrag zur Rettung aus der individuellen Wirtschaftskrise? Eine persönliche Form von Steuerrückerstattung? Auf jeden Fall bereiten sich da schon mal breite Bevölkerungskreise auf die neuen Spritpreiserhöhungen vor:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6896520/Auch-Umweltbundesamt-fuer-hoehere-Spritpreise.html

Bundespräsident Horst Köhler hatte mit seiner Forderung nach höheren Spritpreisen für Empörung gesorgt. Jetzt erhält er Rückendeckung vom Umweltbundesamt. Die Behörde weist in einer Studie nach, dass eine Erhöhung des Spritpreises um drei Cent pro Jahr möglich und noch dazu gut für die Umwelt wäre.

Man weiß ja, das Akademiker gerne links sind und sich gerne in Behörden vor der Arbeit drücken ... und in der Umweltbehörde sind die dann auch noch grün. Also auch ein klarer Fall von Zunahme linker Gewalt.

Das einzige was mir in diesem ganzen Konzert noch fehlt, ist der Hinweis darauf, das die alle auch irgendwie mit den Taliban unter einer Decke stecken.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,685236,00.html

Besorgt zeigte sich auch der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller: "Offensichtlich sind vor allem in großen Städten Schutzräume linksextremer Gewalt entstanden. Dort gibt es Milieus, die linken Gewalttätern mit Toleranz begegnen." Müller forderte, die Förderprogramme gegen linke Gewalt massiv aufzustocken.

Die Millieus in den großen Städten ... jetzt wissen wir endlich, woran es liegt. Vielleicht kriegen wir doch noch den Bogen zu den Taliban um endlich Nacktscanner vor jeder Szenekneipe installieren zu können.
So basteln sich Medien ihre eigene kleine Welt und bekommen dafür ... richtig schöne Werbeaufträge.

Aber wenigstens einer reagiert jetzt auf die permanente Medienschlamperei:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6896973/SPD-Politiker-fuer-Werbeverzicht-von-ARD-und-ZDF.html

Auf den Mainzer Medientagen zieht "Spiegel"-Verlagsleiter Fried von Bismarck eine düstere Bilanz. Die Mehrzahl der Deutschen habe kein Interesse an Qualitätsjournalismus.

Die Frage ist doch: liegt das an den Deutschen? Sind sie das falsche Volk anstatt das richtige ... rechte? Möglicherweise sogar ein "linkes" Volk?

Oder liegt das daran, das der Qualitätsjournalismus zur Werbekampagne für diverse Aspekte des Neoliberalismus und dessen "Lifestyle" verkommen ist und inzwischen Leser mit dem IQ von Kartoffelpüree braucht, damit die billigen Manipulationsversuche nicht bemerkt werden?

Aber zumindest plant man schon gegen die Befehlsverweigerung des deutschen Volkes gezielt vorzugehen:

Der SPD-Politiker Eumann sprach sich außerdem dafür aus, regionalen Journalismus oder Nachrichtenagenturen finanziell durch eine Stiftung zu unterstützen, um den Bestand von Qualitätsmedien auf Dauer zu sichern. „Ich finde dieses Modell nicht abwegig“, so Eumann.

Man könnte natürlich auch mal wieder Nachrichten machen, die kritisch sind, unterhaltsam, die Entscheidungsfindungen erleichtern, die ausgewogen sind und Probleme von allen Seiten beleuchten. Nachrichten, die ihr Geld wert sind ... und nicht nur das der Sponsoren.

Dafür bräuchte man aber kein werbefreies Fernsehen, sondern parteifreie Medien. Einfach mal den Bender vom ZDF fragen. Der hat Erfahrungen mit Gewalt durch kriminelle hessische rechte Ministerpräsidenten.
Also mit ... "guter Gewalt".