Apokalypse ... das Ende der Welt. Ein großes Thema. Ich glaube nicht an Apokalypsen. Jedenfalls nicht an die Großen. Da ich aber in der Regel an gar nichts glaube, ist das nichts Besonderes.
Ich würde auch gerne NICHT an Visionen glauben, an die Möglichkeit, Bilder von der Zukunft zu empfangen, doch leider ... sagt meine eigenen Kindheitserfahrung etwas anderes. Ich würde mir selbst was vormachen, wenn ich sagen würde: das ist unmöglich. Es ist unbedeutsam, da man bei der Flut von angeblichen Visionen
gar nicht weiß, welche man Ernst nehmen soll. Und wenn nun eine Zukunft eingetreten ist, die manch einer geträumt hatte, weiß man nicht, ob der Rest seiner Träume auch Eintritt. Insgesamt also ... ein rätselhafte Werkzeug, mit dem man nichts anfangen kann.
Vor fünf bis sechs Jahren hatte ich Kontakt mit Leuten, die sich sicher waren, das dieses Land im Chaos versinken wird ... dieses Land und die ganze westliche Zivilisation. Sie malten schreckliche Bilder an alle möglichen Wände, die ich für völlig aus der Luft gegriffen hielt. Verwüstete Städte, marodierende Bundeswehreinheiten, Tote überall ... vollkommener Nonsens. Doch nicht in unserem aufgeklärten Rechtsstaat!
Dann jedoch entfaltete sich die Agenda 2010, ein sozialpolitischer Schlag ins Gesicht eines jeden Beitragszahlers, und ich gestehe, das ich unruhig wurde. Denn so etwas ... hätte ich in einem aufgeklärten Rechtsstaat auch nicht für möglich gehalten, alldiewiel es für die große Zahl der älteren Langzeitarbeitslosen eine staatlich angeordnete Enteignung bedeutete.
Und seltsamerweise ... schluckte das bundesdeutsche Volk diese bittere Pille nahezu widerstandslos.
Jetzt töten deutsche Soldaten in Afghanistan, und wie enthemmt sie drauf sein werden, wenn sie wiederkommen, weiß keiner. In den USA hatte man da schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Die Alltagswirklichkeit dieses Landes verdunkelt sich zusehends...und das Geschrei, dies fortlaufend zu tun, wird ebenfalls größer.
Der erneute Schlag kommt gerade heute:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,639768,00.html
Sozialkassen droht 30-Milliarden-Euro-Defizit
Wirtschaftsforscher zerpflücken die Finanzpläne der Politik: Einer SPIEGEL-Analyse zufolge fehlen den Sozialkassen bis Ende 2010 rund 30 Milliarden Euro. Um das Defizit auszugleichen, reicht es laut Experten nicht, auf Wachstum zu setzen - und auch noch Steuersenkungen zu versprechen wie Angela Merkels Union.
Was für eine kleine, billige Zahl, diese dreißig Milliarden. Nochmal, zur Erinnerung, Details über die wahren Kosten der Arbeitslosigkeit im Verhältnis zum Sozialbudget:
Sowas sollte man an jeden Baum nageln, bevor die Vernichter Deutschlands weiter mit gefälschten Zahlen und lügenden Worten zur Tat schreiten, denn das haben sie vor:
"Wenn das Wirtschaftswachstum nicht zurückkommt, werden die Sozialsysteme und der Bundeshaushalt vor Herausforderungen gestellt, die wir uns in der Politik noch gar nicht vorstellen können", sagte er. Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen sagte dem SPIEGEL: "Wir brauchen eine neue Agenda 2010."
Und ... um nochmal nachzulegen, hier etwas über Medikamentenkosten in Deutschland:
Medikamente in Deutschland ? Dorado für Pharmafirmen
Eine Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) belegt es: Die Pharmahersteller haben in deutschen Landen Gewinnmargen von oft mehr als 30 Prozent. Das zeigte ein Vergleich der am meisten verkauften 30 Medikamente mit den Arzneien im Ausland.
30 % Gewinn ... da wird selbst Ackermann neidisch.
Ein gängiges Mittel zur Rheumatherapie ist Enbrel. Es wird in Fertigspritzen verkauft, die in Deutschland 4.221 Euro, in Belgien 3.142 Euro und in Spanien 2.841 Euro kosten. Rebif ist ein weiteres Medikament gegen Multiple Sklerose und kostet in der Bundesrepublik Deutschland knapp 1.400 Euro, in Griechenland dagegen 1.041, in Italien rund 980 Euro. Die deutschen gesetzlichen Krankenkassen zahlen für das Krebsmittel Glivec 7.800 Euro, in Portugal und Griechenland entstehen nur Kosten von 6.900 Euro.
So bläht man Sozialbudget auf....ohne das irgendein Bedürftiger irgendeinen Nutzen davon hat.
Noch ein wenig Detail?
http://www.transparency.de/2008-06-16_Gesundheitsbericht.1161.0.html?&contUid=2327
Wir wollen alle vom Gesundheitswesen Betroffenen, also mindestens neunzig Prozent der Bevölkerung, auf die Dunkelzonen des Gesundheitssystems hinweisen, um Intransparenzen zu bekämpfen und Änderungen zu erzwingen. Deutschland ist Nr. 3 auf der Welt bei den Kosten des Gesundheitswesens; bei den Leistungen und ihren Ergebnissen für die Gesundheit der Bevölkerung rangieren wir aber nur im Mittelfeld unter den vergleichbaren Industrieländern.?
Da geht unser Sozialbudget also hin. Und vieles davon landet ... auf dem Müll:
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5723
MEDIKAMENTE
Sondermüll in der Kloschüssel
In Deutschland landen zwischen 10 und 20 Prozent der Arzneimittel im Müll ? mehrere Tausend Tonnen jährlich. Bis zu fünf Milliarden Euro im Jahr geben die Krankenkassen demnach völlig umsonst aus. Der Pharma-Müll belastet nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch Grund- und Trinkwasser. Denn jeder siebte Deutsche entsorgt seine Tabletten und Tropfen einfach über die Toilette.
Fünf Milliarden Euro im Müll, dazu noch ... ein gewaltiges Einsparungspotential bei den Medikamentenpreisen, wenn wir die selben Medikamente im Ausland kaufen würden ... was wir nicht dürfen.
Wenn Ärzte dann noch soviel verdienen würden wie Lehrer oder Pfarrer, die eine ähnlich lange Ausbildung haben aber selten zu Reichtum kommen, dann ... hätten wir genug Geld für die Menschen in diesem Land.
Und habe noch gar nicht alle Sparmöglichkeiten ausgeschöpft.
Zum Beispiel...Ärztehonorare. Schon mal überlegt, was die deutsche Ärzteschaft dem Steuer- und Beitragszahler so kostet?
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,614699-2,00.html
Insgesamt gaben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2007 rund 27,4 Milliarden Euro für Ärztehonorare aus. In diesem Jahr werden es 30,4 Milliarden sein. Ergibt ein Plus von elf Prozent, das den Ärzten insgesamt zur Verfügung steht. Drei Milliarden Euro zusätzlich,
Und da wundert man sich, wenn in der größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der BRD der Haushalt etwas schief liegt ... der Haushalt, der für MENSCHEN geschaffen wurde? Schafft diese dämlichen Schützenpanzer eben mal NICHT an, kürzt die Beiträge für die EU, kürzt Medikamentenpreise um 20% und Arzthonorare um 10 % (9000 Euro im Monat sind doch auch nicht schlecht, oder?) und die Kohle ist satt wieder drin.
Aber: wie wählen lieber einen anderen Weg ... und versuchen uns am guten, alten Menschenopfer.
Und da ... komme ich wieder zurück zu den "Visionen". Bei meinem Blogfreund Worldwar3 las ich mal eine.
Weiß nicht von wem und welche Umstände dazu führten, das es etwas Besonderes sein sollte, aber ein Bild davon ist mir im Gedächtnis geblieben.
Laut dieser Vision versank mal wieder alles im Chaos, wie üblich. Ein kleines verstörendes Detail jedoch war anders als in üblichen Szenarien. Dort zerrten Leute Menschen auf die Straße und zündeten sie an.
Eine häßliche Sache ... und ich dachte mir: wo kann so viel Haß herkommen, der so etwas bewirken könnte.
Lange Zeit ... fiel mir nichts ein.
Doch jetzt, bei diesem erneuten verlogenen Geschrei, wird´s klarer. Es wird lange dauern, bis sich die
verwursteten und verhartzen Bürger dieses Landes erheben werden. Das Fernsehen ist eine zu gute Möglichkeit, sie ruhig zu halten.
Aber wenn ihre Kinder verhungert und sie selbst vor Hunger wahnsinnig sind, dann ... sieht es anders aus. Und dann kann es Haß geben. Haß, der nicht verändern will, der nichts aufbauen will, der nicht vernichten will ... sondern nur die Qual, die Schmerzen und den Wahnsinn in die Welt hinaustragen und weitgeben.
Und da auf Bundeswehr und Polizei zu hoffen ... ist müßig. Es sind immerhin ihre Verwandten, die dann durch die Straßen toben, in die Villenviertel und Einfamilienhausghettos ziehen und das austeilen, was sie einstecken mußten.
Wenn Menschen nichts mehr zu verlieren haben, wird man merken, das "Zivilisation", "Kultur" und "Demokratie" noch ein zartes Pflänzchen war und kein starker Baum, nur eine dünne Tünnche über der unmenschlichen Barbarei, die immer noch darunter lauert und die gerade mit groben Schlägen erweckt wird.
Was wäre uns das wert, das zu verhindern, das aufzuhalten, bevor chinesische und moslemische Sender die Bilder eines brennenden Europas senden, triumphierend über die Endergebnisse ungebremsten kapitalistischen Treibens und völlig sinnentleerter menschlicher Gier.
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