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Archiv der Einträge: Juli, 2009
  • Banken verschleudern ihre Gewinne, "der Aufstand" läuft...am fleißigen Deutschen vorbei

    Es kann sich nur um einen schlechten Film handeln, in dem wir gerade leben. So richtig ernst nehmen kann man das doch nicht mehr, oder? Da wurden wir ja vor kurzer Zeit erstmal ganz gründlich darüber aufgeklärt, das es den Banken wieder super geht, sie machen wieder Milliardengewinne.

    Und nun dies:

    http://de.news.yahoo.com/2/20090731/tts-manager-boni-grosser-us-banken-2008-c1b2fc3.html

    Die von einigen großen US-Banken im vergangenen Jahr gezahlten Boni waren höher als ihr Gewinn. Dies ist das Ergebnis einer vom New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo präsentierten Untersuchung. Unter anderem hätten Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase mehr Prämien an ihre Manager gezahlt, als sie Gewinn gemacht hätten. "Selbst ein kurzer Blick auf die Zahlen reicht, um zu sehen, dass in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation die Entlohnung der Banker jede Verbindung zu den Ergebnissen ihrer Institute verloren hat", sagte Cuomo.
    Dem Bericht zufolge schüttete beispielsweise Goldman Sachs im vergangenen Jahr 4,8 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) Boni an seine Führungskräfte aus. Das war mehr als das Doppelte des Gewinnes, der bei 2,3 Milliarden Dollar lag. Auch bei Morgan Stanley und JP Morgan Chase wurden mehr Boni ausgezahlt als Gewinn gemacht.

    Ich bin der Meinung ... entweder träumen wir alle schlecht, oder es läuft hier ein groß angelegtes Programm, das den Verblödungsgrad der Bevölkerung testen soll. Ich warte nur noch auf die Meldung:

    "Die Erde ist doch eine Scheibe". Gäbe es für dieses Phänomen Fördergelder, so würden sich sicher einige tausend Wissenschaftler finden lassen, die es ernsthaft untersuchen und viele Hinweise finden, die die Therorie bestätigen.

    Näheres dazu auch hier:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,639400,00.html

    Milliardenschwere Staatshilfen einerseits, üppige Prämienzahlungen andererseits: Neun der größten US-Banken haben vom Steuerzahler im vergangenen Jahr zusammen 175 Milliarden Dollar erhalten und zugleich 32,6 Milliarden Dollar an Boni ausgeschüttet - trotz enormer Verluste.

    In solchen Zeiten wünscht man sich auch in Deutschland einen Robin Hood, der die Steuergelder wieder zurückholen kann:

    http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,571526,00.html

    Andrew Cuomo ist seit 2007 New Yorker Generalstaatsanwalt. In dieser Funktion zwingt er dieser Tage Großbanken in die Knie - sie werden für Milliardenbeträge strukturierte Anleihen zurücknehmen. Die UBS hat Cuomo dabei besonders im Visier.

    Na, der braucht auf jeden Fall keine Angst vor Arbeitslosigkeit zu haben ... und ist wohl in der Tat sein Geld wert. Erinnert mich dran, das man alle Hartz-IV-Empfänger so voll bezahlten Steuerfahndern ausbilden lassen sollte, die könnten dann ebenfalls auf eigenen Beinen stehen und sich selbst finanzieren.

    Aber bis es soweit ist, müssen wir uns mit der deutschen Version von Robin Hood begnügen:

    dem Aufstand.

    http://www.der-aufstand.com/

    DER AUFSTAND sieht sich selbst als Bürgerinitiative von Mensch zu Mensch. Trotz Unterstützung des Vereins Mehr Demokratie e.V. bleiben wir unabhängig und parteilos, getreu unserem Motto - Reden ist silber, HANDELN ist Gold!

    Hier kann man auch seine alten Socken hinschicken.


    Schickt einen leeren Strumpf, schreibt
    ein Brief dazu , was euch stört an eurer
    Situation.
    Was sich verändern müßte , damit mehr übrig
    bleibt.
    Mit euren Socken und euren Briefen im Gepäck
    werden wir ,dass Team vom Aufstand,
    persönlich nach Berlin fahren und diese
    leeren Sparstrümpfe übergeben.

    Na, das ist doch mal eine starke Aktion und ein deutliches Zeichen. Die Socken aber bitte vorher waschen, ja? Ob allerdings die Amerikaner sich von der Aktion überzeugen lassen, das wir wirklich nichts mehr auf dem Konto haben, weiß ich nicht. Denn immerhin wollen die jetzt auf jedes Konto schauen, ob dort nicht doch noch was zu holen ist:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Datenschutz-Bankinformationen-Peter-Schaar;art123,2857417

    Amerikas Terrorfahnder wollen sich den Zugriff auf private Bankinformationen der EU-Bürger sichern. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, warnt vor massiven Eingriffen in die Privatsphäre.

    Na ja, die Steuergelder für die US-Großbanken müssen ja wieder `reinkommen. Ich warte schon seit Jahren auf den Tag, wo "Konsumverweigerung" eine strafbare Handlung ist, im Sinne der "Aufschwunggefährdung".
    Noch haben wir damit ja kein Problem, denn momentan geben die Deutschen ... dank "Abwrackprämie" ... mehr Geld das sie nicht haben aus als noch vor einem Jahr:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,639266,00.html

    Privathaushalte in Deutschland haben offenbar keine Schwierigkeiten, an Konsumkredite zu kommen. In den ersten sechs Monaten des Jahres haben die Bundesbürger ein Fünftel mehr Kredite für Anschaffungen erhalten als vor Jahresfrist, berichten Auskunfteien.

    Angesichts der momentanen Krise keine schlechte Strategie, denn was man da erstanden hat, das kann man behalten. Und der Rest ... geht in den Privatkonkurs, die "Bad Bank" des kleinen Mannes. So blöd sind die eben nicht, die Deutschen.

    Und außerdem trauen die Banker ihnen mehr als den deutschen Firmen:

    Damit ist die Kreditversorgung der Privathaushalte offenbar weitaus stabiler als die der Unternehmen. "Deren Die Finanzierungssituation hat sich eindeutig verschärft und könnte sich in den nächsten Monaten drastisch verschlechtern. Es muss auf jeden Fall vermieden werden, dass erste zaghafte Wachstumstriebe durch fehlende Liquidität abgewürgt werden und an sich gesunde Unternehmen durch fehlende Kredite wegbrechen"

    Nun, es ist seltsam: was Gehalt angeht, sind die Deutschen in Europa ja schon lange nicht mehr Spitzenklasse, trotzdem bekommen sie Kredite ohne Grenzen - es sein denn, sie sind Unternehmer. Aber was die Arbeitszeiten angeht, da haben wir uns inzwischen an die Spitze geschuftet. Man merkt: es ist kein Scherz, das ARBEIT für den Deutschen GOTTESDIENST ist, der arbeitet nicht, um Geld zu verdienen, sondern um den Zorn der Götter (z.B. der "unsichtbaren Hand des Marktes") von sich abzuwenden.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article4230706/Der-Fleiss-der-Deutschen-ist-besser-als-sein-Ruf.html

    Die Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten pro Woche mit 41,2 Stunden deutlich länger als ihre Kollegen in den meisten anderen EU-Ländern. Auch wenn es an der Motivation vielerorts hapert, sind die Deutschen deutlich fleißiger als gedacht. Für die Gewerkschaften sind die Zahlen eine Ohrfeige.

    Ja, die wollen kein GEHALT, die Deutschen, die wollen, verschult wie sie sind, FLEISSKÄRTCHEN. Darum müssen sie auch Kredite aufnehmen, um sich mal was kaufen zu können, auch wenn die Chance, das alle ihre Kredite zurückzahlen können, recht gering ist:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article4223297/Der-Sturm-auf-dem-Arbeitsmarkt-kommt-erst-noch.html

    Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 52.000 auf 3,462 Millionen gestiegen. Die Zahlen sind besser als Experten erwartet hatten. Doch Euphorie können sie nicht auslösen. Auf Dauer trägt die "Beschäftigungsbrücke" Kurzarbeit nicht. Der Sturm auf dem Arbeitsmarkt, soviel ist sicher, steht uns noch bevor.

    Aber das macht den fleißigen Deutschen ja nichts aus. Sie arbeiten gern auch umsonst, denn ARBEIT MACHT FREI, und das scheint die ARGE ihnen ja garantieren zu können. Somit ... ist die Welt wieder in Ordnung.
    Und wenn man mal ein Brötchen möchte: kein Problem, einfach Kredit aufnehmen.

  • Adorno, Arge, Uniformen, Fußfesseln und Arbeitslosenversteigerung

    Meine Gedichte bloggende Blogfreundin hat mich auf die Idee gebracht, diverse Begriffe unter Google einzugeben. Jetzt fand ich Zeit, dies zu tun. Nun ... sie hatte mich gewarnt. Akute Magen-Darm-Nebenwirkungen könnten die Folgen sein.

    Gut.

    Die Tastatur habe ich gerade eben wieder saubergewischt. War auch noch der Rotz von der Grippe drauf, der mußte sowieso irgendwann mal weg.

    Was ich Googeln sollte war: Adorno, Faschisten, Demokraten

    Was ich fand war ... Versteigerung von Arbeitslosen, Ein-Euro-Unsinn und Adornoverbot für Hartz-Empfänger.
    Ein Blick in eine Realität des Deutschen Alltags, die man als Film nicht glauben würde. Mit dem Skript käme ich nirgendwo durch. Aber als bundesdeutsche Realität ... kein Problem.

    http://www.jurablogs.com/de/fussfesseln-doch-nicht-fuer-arbeitslose-das-selbstverstaendliche-muss-in-hessen-erst

    Im hessischen Justizministerium gab und gibt es keinerlei Überlegungen oder gar Pläne, die Fußfessel bei Langzeitarbeitslosen oder Suchtkranken zur Anwendung zu bringen. Die Formulierung in der Presseerklärung vom 10. März 2005 zu den Langzeitarbeitslosen ist unglücklich und missverständlich, sofern der Satz nur isoliert gelesen wird.

    Ja, wieder einmal ein Versehen. Wie blöd muß man sich eigentlich Ministerialbeamte vorstellen, um derartige "Versehen" plausibel erscheinen zu lassen? Oder darf man sie sich gar nicht blöd vorstellen, dann kann man sich nämlich denken, das man hier mal einen Versuchsballon losgelassen hat. Dabei ... haben doch Langzeitausbeutungslose schon lebenslangen Hausarrest, oder?

    Kein Versuchsballon sondern pure Absicht war, Hartz-IV-Empfänger öffentlich zu kennzeichnen, wegen dem "Wiedererkennungswert".

    http://www.gesundheitberlin.de/index.php4?request=themen&topic=1947&type=infotext

    Im Herbst 2004 stellte die SPD-Fraktion in Frankfurt/Main den Antrag, dass die neuen Arbeitsgelegenheiten im so genannten Ein-Euro-Bereich auf den Gebieten Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit zu schaffen seien. Zitat: Die neuen Arbeitsgelegenheiten im kommunalen Bereich sollen in einheitlichen Kleidern durchgeführt werden, damit ein Wiederkennungswert gewährleistet ist. Bezieher von Arbeitslosengeld II, einkommensschwache Personen, sollen also in der Öffentlichkeit wiedererkannt werden. Für die Ratsherren und -frauen reicht es nicht aus, dass die Bezieher/innen von ALG II nach EU-Definition in Armut leben müssen und damit bereits teilweise von der Teilhabe mindestens am kulturellen Leben ausgegrenzt sind, sie sollen zudem in der Öffentlichkeit wiedererkannt werden.

    Wieder einmal macht die SPD den nächsten Schritt Richtung Faschismus. Der Judenstern läßt grüßen. Gut, Sozialfaschismus kann ich das nicht mehr nennen, denn dann wäre ich ja Stalinist, da er es war, der die Sozialdemokraten Sozialfaschisten genannt hat, Faschisten der "weicheren" Sorte, aber mit der gleichen Absicht. Hier ist entweder das soziale Niveau der Frankfurter SPD endlich auf Null angekommen oder man hat ein historisches Wissen, das einem amerikanischen Farmer im Mittelwesten der USA gleicht. Oder Beides.

    Neu war mir, das Arbeitslose nicht Adorno zitieren dürfen ... und nun kommen wir zum Kern der Sache.

    http://www.gulli.com/news/volksverhetzung-im-internet-2008-03-26/

    Das Erwerbslosen-Forum sorgt weiter für Infos dazu, wie weit es mit dem Rechtsstaat und der Disziplinierung kritischer und benachteiligter Bürger um jeden Preis schon gekommen ist. Da einzelne Mitglieder Verständnis für eine verwirrte Person äußerten, die in einer ARGE eine Geiselnahme versuchte, wird nach wie vor wegen "Volksverhetzung" ermittelt und die Herausgabe von User-IPs verlangt. Um einen solchen Verdacht zu begründen, reicht offenbar ein Adorno-Zitat in der Signatur aus.

    Gut, das Adorno das nicht mehr miterleben muß. Na, gewundert hätte ihn das nicht, wenn er die Entwicklungen der letzten Jahre erleben durfte.

    Das Adornozitat, das die Staatsanwaltschaft in Alarmbereitschaft versetzte, gibt es übrigens hier:

    http://cereal_killer.blogage.de/entries/2008/5/14/DieRueckkehr-der-Faschisten-in-der-Maske-der-Demokraten

    ...und noch ein wenig mehr:

    Adorno sagte, er fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten. Nun, hier ist ein weiteres Indiz dafür, daß faschistoides Gedankengut mit perfider Sozialneidpropaganda wieder mehrheitsfähig gemacht werden soll: Unter dem Stichwort "Workfare" soll eine Null-Euro-Zwangsarbeit für Hartz-IV-Empfänger eingeführt werden, die ja doch alle nur zu faul sind...

    Das diese Jobs nur Unsinn anrichten, wurde ja schon mal erwähnt, hier gibt´s auch mal einen Artikel dazu:

    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E0F7EAAAA535F49C8B255DF893FFEE90F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Bericht des Bundesrechnungshofs
    Ein-Euro-Jobs werden missbraucht

    08. Mai 2008 Ein-Euro-Jobs sind kein geeignetes Mittel, Erwerbslose zurück auf den Arbeitsmarkt zu bringen. Vielmehr verdrängen sie reguläre Arbeitsverhältnisse. Für drei von vier geförderten Hartz IV-Empfängern bringen sie zudem „keine messbaren Integrationsfortschritte“. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof in seinem neuen Bericht zur „Durchführung der Grundsicherung für Arbeitssuchende“, der der F.A.Z. vorliegt. In zwei Dritteln dieser „Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung“, die die Grundsicherungsstellen für die Empfänger von Arbeitslosengeld II schaffen dürfen, seien die Fördervoraussetzungen nicht erfüllt, berichtet die Bonner Finanzkontrollbehörde.

    Diese Erkenntnis ist jetzt schon eine Weile her, was war die Konsequenz, die unsere Hochleistungspolitiker daraus gezogen haben? Wenn´s ganz schlimm kommt, wird der eine Euro abgeschafft,
    weil das ja nur zusätzlich Geld kostet, damit braucht man auf die Fördervorraussetzungen auch nicht mehr zu achten. Außerdem stellt man die Arbeitssklaven dann noch gratis der Industrie zur Verfügung, wo sie dann endlich noch viele Millionen realer Arbeitsplätze mehr vernichten können. Vielleicht kommt ja auch diese Idee wieder zu tragen: Versteigerung von Hartz-IV-Sklaven an die Meistbietenden.

    http://www.focus.de/karriere/diverses/meistbietend_aid_104938.html

    Das brisanteste Modell präsentierte der Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Bonner IZA-Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, Hilmar Schneider. Er will mit Arbeitslosen-Auktionen Billiglöhner an den Mann bringen. Das stellt Schneider sich so vor: Das Sozialamt schreibt ein Angebot für 80 arbeitslose Arbeitskräfte aus. Dann kann jeder bieten, ob Unternehmen oder Privathaushalt. Wer zum Beispiel Leute braucht, die ihm den Keller entrümpeln, gibt an, welchen Stundenlohn er dafür zu zahlen bereit ist. Das höchste Gebot gewinnt.

    Sklavenversteigerung wie im alten Rom. Man sieht auf jeden Fall eins: die Arbeitslosenproblematik reizt in Deutschland manche kranken Hirne zu außerordentlich perversen Phantasien, die sich ganz weit vom Boden des demokratischen Rechtsstaates entfernen. Aber die Staatsanwaltschaft versucht lieber, diesen Adorno
    wegen Volksverhetzung zu verklagen:

    http://www.mein-parteibuch.com/blog/2008/03/27/adorno-ein-volksverhetzer/

    Da die Rufe des Staatsschutzes in Aachen nach seiner Abschaffung bisher ungehört verhallt sind, haben sich die Staatsanwaltschaft Aachen I und das Amtsgericht Aachen nun offenbar entschlossen, das Anliegen des Staatsschutzes Aachen zu unterstützen, in dem sie ausgerechnet den verstorbenen deutschen Philosophen und Antisemitismusforscher Theodor W. Adorno dem Verdacht der Volksverhetzung aussetzen.

    Muß man sich den Staatsschutz in Aachen jetzt auch als blöd vorstellen? Na, ganz so schlimm ist es nicht, im Nachtrag klärt sich das ein wenig. Aber gerade Adorno, gerade zu dieser Zeit in diesem Land.

    Wo Menschen herumlaufen, da Arbeitslose Kennzeichen wollen, ihnen Fußfesseln anlegen (dementiert!),
    sie versteigern, damit sie wie Sklaven bei Wasser und Brot die Taschen ihrer Herren mit Sesterzen füllen.
    Wo die Kinder von Hartz IV - Empfängern sich verschulden müssen, um zur Schule zu kommen:

    http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=7081113&template=d_artikel_import&_adtag=business&_zeitungstitel=1133842&_dpa=wirtschaft

    Oberstufenschüler müssen ihre Busfahrkarten für den Schulweg selber zahlen. Das kann für Kinder aus Hartz-IV-Familien zum finanziellen Problem werden.

    Ich danke hiermit "Gedichteblogger" nochmal ausdrücklich für den Tipp, obwohl er mir damit die Tastatur versaut hat.

    Jeder, der nicht gegen dieses Unrecht angeht ... macht sich schuldig. Und ich denke ... das die Faschisten in der Maske der Demokraten jetzt endlich angekommen sind und das Land Stück für Stück umbauen.
    Eigentlich ein schönes Feld für den Staatsschutz. Dafür ist er da. Aber ... um Adorno zu verstehen, braucht man wohl ein Minimum an Bildung.

  • Ulla Schmidt, Dienstwagen, Gesundheit; Lobbyismus und Sozialbudget

    Ich wollte ja nichts über Ulla und ihren Dienstwagen schreiben. Das ist mir zu blöd. Sie ist halt Handesschullehrerin, kommt aus Aachen ... was will man erwarten? Kompetenz? In der realen Welt? Von Lehrern? Noch nie in der Schule gewesen, was? Ein Wunder, das man die Ulla nicht gleich mitgeklaut und in Marroko gegen ein Kamel eingetauscht hat.

    Darum auch: kein Kompetenzteam. Lehrer müssen halt ihre Grenzen kennen. Tut sie ja auch. Darum werden sie nicht reich. Ganz im Gegensatz zu anderen Menschen:

    http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,638806-3,00.html

    Nicht zufällig sind viele Eine-Million-Euro-Berufe geprägt von einem extremen Maß an Eigenverantwortung, darin dem Dasein als Selbstständiger nicht unähnlich: Seniorpartner einer internationalen Kanzlei, Investmentbanker, Topvertriebler, IT-Projektleiter, Lobbyist in der Pharma- oder Tabakbranche, M&A-Experte - alles Jobs, in denen sich die eigene Leistung ohne Umwege auf dem Konto niederschlägt,

    "Lobbyisten der Pharmabranche" ... was ist das eigentlich? Was machen die eigentlich so unglaublich Tolles, um damit jedes Jahr Millionen zu verdienen? Wollen wir das überhaupt wissen? Klar doch. Jedenfalls hier.

    Heimlich still und leise haben sich "Lobbyisten" zur fünften Gewalt im Staat gemausert.

    http://www.zeit.de/2003/45/Lobbyismus?page=3

    Und was machen sie dort? Zum Beispiel das Sozialbudget künstlich aufblähen:

    Ein Beispiel für die Effizienz von Lobbyarbeit ist die Gesundheitsreform. Von den Strukturreformen der rot-grünen Bundesregierung waren viele nicht durchsetzbar. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung verteidigte ihr Monopol, die Pharmaindustrie verhinderte die Positivliste für Medikamente, und die Apotheker blockierten weitgehend Versandhandel und Drogerieketten.

    Und wie machen die das? Erstmal dürfen sie direkt in den Bundestag hinein. Ganz offiziell.

    Die Zahl der beim Bundestag eingetragenen Lobbyverbände hat inzwischen eine Rekordmarke erreicht: 1781. Mit der Registrierung erhalten sie das Recht, am Gesetzgebungsverfahren beteiligt zu werden. Leicht geraten offizielle Anhörungen dadurch zu unproduktiven Mammutveranstaltungen. Beim Hearing zur Gesundheitsreform hatten sich zum Beispiel 140 Verbände angemeldet.

    Wir reden ein entscheidendes Wort mit, sagt ein Lobbyist

    Und noch einen Vorteil bringt die Eintragung: Bürgen fünf Abgeordnete oder ein Fraktionsvorsitzender für einen Lobbyisten, kann er einen Hausausweis für den Bundestag bekommen. Das heißt: freier Zugang zu den Abgeordnetenbüros. An die Berliner Interessenvertreter wurden 4500 dieser Ausweise ausgegeben ? die Journalisten, beispielsweise, bekamen erheblich weniger. Ein Beleg dafür, wie gut in Berlin Volks- und Wirtschaftsvertreter miteinander vernetzt sind.

    Mehr Lobbyisten als Abgeordnete und Journalisten im Bundestag. Das wäre so, als würde die Pharmaindustrie jedem Arzt drei bis fünf persönliche Pharmareferenten an die Seite stellen, die ihm erklären, wenn er was zu verordnen hat.

    Aber Lobbyisten dürfen mehr als nur "Einfluß" nehmen. Sie dürfen auch Gesetze machen, weil das die Politiker viel zu sehr überfordert in der heutigen, komplexen Zeit. Vor allem Lehrer, die ja normal auch viel mehr Ferien gewöhnt sind.

    Doch die Rolle der Lobbyisten in Berlin beschränkt sich nicht darauf, Gesetze zu verhindern ? nein, sie gestalten durchaus aktiv das politische Geschehen. In den Ministerien ist es inzwischen üblich, Verbände und Unternehmen bei wichtigen Entscheidungen frühzeitig anzusprechen. Bisweilen erhalten Lobbyisten die Rohentwürfe von Gesetzestexten früher als die Bundestagsabgeordneten. Für den Telekom-Beauftragten Maldaner ist es daher nicht ungewöhnlich, dass sein Unternehmen ?alternative Formulierungsvorschläge? für Gesetzestexte erarbeitet und den Ministerien und den Experten der Fraktionen zur Verfügung stellt

    Und dann werden die solange belabert und von den konzerngesteuerten Medien weichgeschossen, bis sie das Gesetz endlich abnicken. Mir scheint, wir brauchen vor dem Ende der Demokratie gar nicht so schrecklich viel Angst zu haben ... sie ist schon längst vorbei. Jedenfalls seit dem Umzug von Bonn nach Berlin.
    Praktisch gesehen heißt das doch, das ein Abgeordneter - und noch viel weniger ein Minister - noch nicht mal in Ruhe aufs Klos gehen kann, ohne das sich sich in den Kabinen links und rechts von ihm gleich Lobbyisten niederlassen, die ihr Mantra herunterbeten.

    Manche ... engagieren sich schon sehr dagegen, so wie die hier:

    http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/06/mitmachen-online-aktion-fur-ein-lobbyisten-register-gestartet/

    oder die hier:

    http://www.keine-lobbyisten-in-ministerien.de/index.php/Lobbyisten_nach_Ministerien

    Spannend auch zu sehen, wieviele Mitarbeiter von Konzernen und Verbänden im Rahmen des Austauschsprogrammes in Ministerien arbeiteten und dort besser Einfluß nehmen konnten als je zuvor.

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/033/1603395.pdf

    So kann man eine gezielte Vernetzung von Staat und Konzernen betreiben, zum Schaden des Sozialbudgets und zum Nutzen der Renditemaximierung. Und das ist die Welt, in der eine Handelsschullehrerin überleben muß.
    Ein Haifischbecken. Das sie da netterweise den Sohn ihres Fahrers mit in den Urlaub nimmt ... zeigt einen Rest von Menschlichkeit. Andere hätten sich von Lobbyisten chauffieren lassen und den Chauffeur gefeuert.
    Wahrhscheinlich ist der Chauffeur der einzige "normale" Mensch, den sie über Wochen zu Gesicht bekommt.

    Aber nun, kann man die Dienstwagenaffäre einfach mal ganz geschickt dazu nutzen, aus Ulla Schmidt einen Sündenbock zu machen, während die wahren Täter weitermanipulieren dürfen:

    http://www.focus.de/finanzen/steuern/thewes/thewes-rechnet-ab-ulla-schmidt-und-das-geld-der-anderen_aid_421812.html

    Auf wenigen Feldern hat die Politik so viel Macht wie bei der Regelung von Gesundheitsfragen. Das ist auch der Grund, warum sich hier besonders viele Lobbyisten tummeln. 240 Milliarden Euro geben die Deutschen jedes Jahr für ihre Gesundheit aus. Das sind elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ein Großteil der Ausgaben wird durch politische Entscheidungen gesteuert. 4,3 Millionen Menschen sind aktuell im Gesundheitswesen beschäftigt.

    4,3 Millionen Menschen, die nur und nahezu ausschließlich vom Sozialbudget leben, genauso wie Rentner, Arbeitslose, Kinder, Witwen und Invaliden. Nur kosten die mehr. Viel mehr.

    Dabei ist kein Etat in den vergangenen Jahren, insbesondere seit der Bundestagswahl 2005, so stark gewachsen wie der Haushalt der Bundesgesundheitsministerin. 2012 wird er zehnmal so hoch sein wie noch 2002. Das ist jetzt schon im Gesetz festgelegt. Denn der Bund soll bis zu 14 Milliarden Euro in die gesetzliche Krankenversicherung pumpen.

    Leistung muß sich wieder lohnen. Und dieser gezielte Angriff auf das Sozialbudget, dieser gezielte Griff in die Kassen, die man noch künstlich mit Geld füllt, um die Interessenverbände reich zu machen, ist eine Leistung, die sich lohnen muß.

    Darum werden Lobbyisten der Pharmaindustrie Millionäre. Und eine Ministerin landet auf dem Scheiterhaufen, was keinem nutzt aber schön von der eigentlichen politischen Wirklichkeit in Deutschland ablenkt....Konzerne machen Gesetze. Mehr übrigens als Verbände, wie der Zeit-Artikel deutlich ausführt.

    In dem Zusammenhang kommt mir die Idee ... das 20 Millionen Rentner, 10 Millionen Arbeitslose, 10 Millionen Jugendliche und Kinder und wer noch alle unter dem Lobbyismus leidet doch wohl in der Lage sein sollten, ein Lobby-Büro in Berlin zu eröffnen. Immerhin stellen sie die Mehrheit der Menschen in diesem Land.

    Und außerdem möchte ich eine neue Dienstwagenregelung vorschlagen, die mein geschätzter Blogfreund Dreckscheuder anschaulich illustriert hat:

    http://towhomitmayconcern.blog.de/2009/07/27/736-zeichen-ulla-neu-auto-6598757/#c10546895

    Da stört es auch nicht so, wenn der Wagen mal geklaut wird. Der Dieb kommt nicht weit.

    Denn so etwas möchten wir ja wirklich nicht erleben:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,638844-4,00.html

    Nach dem Diebstahl fehlt von dem Dienstwagen jede Spur. War das Auto versichert?

    Nein. Laut Schmidts Sprecherin ist es "gängige Praxis", die Dienstfahrzeuge der Regierung weder Teil- noch Vollkasko zu versichern. Aufgrund der Vielzahl der Fahrzeuge sei dies kostengünstiger.
    Der Bund muss den Schaden selbst regulieren, das ist immer noch billiger, als teure Versicherungsprämien für Luxuskarossen zu bezahlen. Schmidts Mercedes S 420 CDI hat einen geschätzten Wiederbeschaffungswert von rund hunderttausend Euro

    Also, angesichts der Krise und der miserablen Lage unseres Sozialbudgets ... müssen es doch nicht unbedingt "Luxuskarossen" sein, oder? Ich meine, die könnte man sich auch mit "Abwrackprämie" nicht leisten. Opel Corsa tut es auch ... und rettet Arbeitsplätze.

    Oder das Modell "Dreckscheuder" ... auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist momentan einiges möglich. Und versichern braucht man so was erst recht nicht mehr.

    Wäre sogar billiger als das Modell Trithemius:

    http://abcypsilon777.blog.de/2009/07/28/glueck-unglueck-ulla-schmidt-6603544/

  • Motivation, die ARGE und der Kunde

    Bewegt man sich im Kreise von "Mitarbeitermotivation" und "Kundenbindung" ... also im Alltagsgeschäft deutscher Unternehmen, macht man erstaunliche Entdeckungen. Entdeckungen, die Hoffnung machen, das der Mensch an sich ein ganz feines Wesen ist.

    Zum Beispiel die Top-Verdiener der Wirtschaft, die Einkommensmillionäre.

    http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,638806-7,00.html

    Die Glücksforschung sagt: Sind die Grundbedürfnisse gedeckt, spielt Materielles eine untergeordnete Rolle für die persönliche Zufriedenheit.und ...

    Die Supererfolgreichen sind keine autistischen Performancemaschinen, die sich den Weg an die Spitze freischießen, sondern meist überraschend bodenständige Jedermänner. Denn außerordentliche Leistung, egal in welchem Job, beruht immer darauf, die Bedürfnisse anderer zu erkennen und zu erfüllen.

    Man kann natürlich den Artikel des Manager-Magazins sehr in Frage stellen, denn Gehälter fallen nicht vom Himmel noch werden sie erarbeitet ... sie werden zugewiesen. So einfach ist das. Und ob diese Zuweisung nun gerechtfertigt ist oder nicht ... steht auf einem anderen Blatt, das muß hier - der Vollständigkeit halber - mal erwähnt werden.

    Gerade in Berufen wie Anwalt, Unternehmensberater oder Banker, wo früher schon ein gewisser Wohlstand zu erwarten war, hat die Zahl der Eine-Million-Euro-Jobs in den vergangenen Jahren stetig zugenommen ... über den Millionärszuchtverein sprach ich ja schon mal bei Gelegenheit, 9000 haben wir inzwischen davon. Und es waren Banker, Unternehmensberater und Anwälte, denen wir die Krise und die noch unabsehbaren Folgen zu verdanken haben - ob die also wirklich ihr Geld wert sind, steht auf einem anderen Blatt.

    Mir kam eher in den Sinn ... aus der Welt der eine-Million-Euro-Jobs in die Welt der ein-Euro-Jobs zu tauchen. Was unterscheidet die beiden Jobs, die sich sprachlich doch so ähnlich sind?

    Aus der Sicht von Unternehmensberatern ... die Motivation.

    Motivationsforschung ist eine spannende Sache und in der Tat ... spielt Geld bei Motivation keine Rolle. Eher das Gegenteil ist der Fall. Intrinsische Motivation ... z.B. die Begeisterung von Kindern bei der Erforschung ihrer Umwelt ... kann durch extrensische Motivation (Notengebung) gebremst werden, man lernt nicht mehr, weil´s Spaß macht, sondern um vom Lehrer eine gute Note zu bekommen. Und so ... kommen dann die PISA-Ergebnisse zustande, denn vom Lehrer bekommt man aus unterschiedlichsten Gründen eine gute Note -Wissen und Fähigkeiten spielen da nicht immer eine Rolle. Die "sonstige Mitarbeit" hat den "Nasenfaktor" in die Notengebung eingebaut ... kann der mich riechen oder nicht? Wenn er mich nicht riechen kann ... war´s das mit dem Abitur.

    In der Tat folgen Menschen mit einer intrinsischen Motivation eher einem Spiel- und Spaßtrieb....der bei Bankern gerade fürchterlich in die Hose gegangen ist. Aber sie leisten in der Regel Überdurchschnittliches. In ihrem Spaß, ihrer Freude, ihrer puren Lebenslust kennen sie keine Probleme, sondern nur Herausforderungen, anders als die griesgrämigen Lastesel des Managements, die jedem Anspitzer, jeder Mitarbeiter-des-Monats-Medallie und jedem Cent Provision zusätzlich hinterhergieren. Externe Motivation nennt man das. "Von außen kommend".
    Die ... bringt deutlich weniger Leistung.

    „Wer Menschen begeistern kann, kann auf Zwang verzichten.“

    Das meint:

    http://www.juergenhoeller.biz/motivation/motivation-intrinsische-motivation.php

    Höller, das Phänomen der deutschen Motivationstrainer, ist wohl inzwischen wieder oben auf. Alles ist möglich ... vom Knast direkt wieder an die Spitze. Ich habe ihn mal persönlich in einem kleinen Kreis erleben dürfen ... als Mensch - sehr beeindruckend. Er kann Menschen begeistern ... und deshalb auf Zwang verzichten.

    Nun sind die Mitarbeiter der ARGEn ja stolz darauf, die so oft gescholtenen Arbeitslosen als "Kunden" zu titulieren. "Kunden" waren in Deutschland mal "König" ... doch das ist auch außerhalb der ARGEn in der Servicewüste Deutschland kaum noch anzutreffen.

    Dabei ist der Anspruch, dort einen Kunden vorzufinden, eigentlich kein schlechter oder verwerflicher.
    Die "Kunden" sollten aber auch selbst ... diesen Anspruch durchsetzen. Da ... kann es eigentlich keinen Widerstand geben, das ist behördeninterner Sprachgebrauch, entspricht der Agenda 2010.

    Und im Prinzip ... wenn wir dem Managermagazin trauen dürfen ... sitzt vor dem ARGE-Mitarbeiter ein potentieller Einkommensmillionär. Und seine Aufgabe sollte es sein, den Menschen dahin zu motivieren, diesen Schatz in sich zu heben. Nicht unbedingt als Banker und Unternehmensberater, aber als ... Comiczeichner, Straßenclown, Musiker, Schriftsteller, Motivationstrainer, Zen-Gärtner, Politiker und was es sonst noch alles gibt.

    Schaffen ... kann es jeder. Wirklich jeder. Da gebe ich Herrn Höller uneingeschränkt recht. Allerdings - in der Wirtschaft braucht man auch Beziehungen, das wird häufig gern verschwiegen, weil es der Motivation schadet ... nur mal nebenbei erwähnt.

    Und das ist ein Anspruch, den Kunden der ARGE an ihre "Berater" formulieren sollten ... "begeistere mich".
    Allerdings nicht ... mit diesen Worten, nicht so platt und offensichtlich.

    Die Wirklichkeit jedoch ... sieht anders aus. Denn von den vielen Motivationsinstrumenten, die die Menschheit im Jahre 2009 kennt und von deren Einsatz viele Trainer gut leben ... scheint die ARGE nur eins zu kennen. Die Peitsche. Hunger. Obdachlosigkeit. Ganz einfach: Angst.

    Angst ... motiviert aber nur zu Kampf, Flucht oder gelähmter Starrheit. Mehr nicht. Alles keine aufbauenden Prinzipien, sondern Prinzipien der Gefahrenabwehr. "Ich hau´ ab, ich hau´ ihn platt, vielleicht sieht er mich nicht ... der Hund".

    Gesamtgesellschaftlich wäre natürlich die Abschaffung des Verblödungsfunks schon mal eine unabdingbare Vorraussetzung zum Gelingen von Motivation, denn dort wird nur Weltflucht und das Ertragen der Lähmung erleichtert...tödlich für jede Motivation. Aber somit haben wir die Wirtschaft bei der Abschaffung des Privatfernsehens schon mal mit im Boot. Und letztlich sind unsere Privatfunksendungen ja nun mal wirklich kein Exportschlager, der unverzichtbar für unsere Konkurrenzfähigkeit in einer globalisierten Welt ist.

    Es wird Zeit, das ARGE-Fallmanager sich langsam mal ihr Geld auf ehrliche Art und Weise verdienen...und ihrem Titel gerecht werden: "Manager" sind keine Verwaltungsbeamten.

    Was das heißt und wie es NICHT geht, zeigt das Manager-Magazin:

    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,627531-2,00.html

    Die Aufgabe des Managements besteht darin, sich zwischen Umsatz und Kosten zu stellen und dafür zu sorgen, dass die beiden Abstand voneinander halten.
    Und eines sollte genauso klar sein: Shareholder-Value kann niemals heißen, den Gewinn oder den Börsenkurs kurzfristig mit Maßnahmen hochzutreiben, die dem Unternehmen langfristig schaden. Genau das ist aber von vielen Managern praktiziert worden: F&E-Ausgaben kürzen, Mitarbeiter rauswerfen, zumachen statt sanieren.

    Das heißt ... die bequmeme Vermittlung von Arbeitslosen an hirnlose Trainer, die mit Wattebällchen werfen, erhöhen nur die Kosten. Dort wird der individuelle Mensch mit seinen Fähigkeiten und Ressourcen nicht entwickelt, sondern verwaltet. Das schadet langfristig dem Unternehmen ... der BRD. Und den Mitarbeitern der BRD, den Bürgern, erst recht.

    Und der Weg, den die Fallmanager dort beschreiten müssen, ist ja von den Einkommensmillionären schon vorgezeichnet worden, ich zitiere nochmal:

    Denn außerordentliche Leistung, egal in welchem Job, beruht immer darauf, die Bedürfnisse anderer zu erkennen und zu erfüllen.

    Und die Bedürfnisse von Arbeitslosen entsprechen wohl denen eines jeden Menschen, nach Maslow:

    Selbstverwirklichung
    Soziale Anerkennung
    Soziale Beziehungen
    Sicherheit
    Physiologische Bedürfnisse

    Die Erfüllung der physiologischen Bedürfnisse sind ... der Hammer, den die ARGE-Fachkräfte gerne gebrauchen, weil sie scheinbar sehr schnell nicht weiter wissen, aber gern auf Kosten des Steuerzahlers in einem warmen Büro sitzen - mit geregelter Arbeits- und Urlaubszeit. Einfach einzusetzen ... und Vernichten gleich von Anfang an des zweite Grundbedürfnis nach Sicherheit. Soziale Beziehungen und soziale Anerkennung werden in dem Haß-Klima, das künstlich gegen Arbeitslose erzeugt wird, ebenfalls schier unmöglich gemacht. Wie soll dieser Mensch also jemals wieder zu seiner vollen Leistungsfähigkeit kommen, wo er erstmal einem De-motivationsprogramm der Sonderklasse unterworfen wird?

    Das sind die Motivationsinstrumente von Folterknechten und Sklaventreibern, Instrumente, die die Wirtschaft schon lange hinter sich gelassen hat ... weil sie der Renditemaximierung im Wege stehen.
    Und in einem demokratischen Rechtsstaat haben sie sowieso nichts zu suchen.

    Dabei kann man sehr erfolgreich sein, wenn man die Bedürfnisse der Menschen erkennt und erfüllt. Und dann erst kann aus dem Arbeitslosen ein Produktivfaktor werden. Sonst bleibt er ein Kostenfaktor (22 Milliarden Euro) der zudem noch mit uneffektiven Maßnahmen (10 Milliarden Euro) künstlich aufgebläht wird.

    Dann lieber Grundeinkommen auf Hartz IV-Niveau und den ganzen ARGE-Mist abschaffen, denn so, wie es aussieht, steht die ARGE selbst ihren eigentlichen Zielen am meisten im Weg.

    Und erst Recht sind diese Maßnahmen nicht mit der Tatsache vereinbar, das auf der anderen Seite des Tisches nicht nur der arbeitslose Kunde sitzt, sondern ... der Souverän dieses Landes.

    Und Maßnahmen gegen diesen Souverän treffen auch jeden anderen Souverän in diesem Land, denn sie zeigen deutlich, was die Politeska vom Souverän momentan hält ... ein (noch) notwendiges Übel, das man liebend gern abschaffen möchte ... wenn man nur wüßte, wie das geht.

  • Ein dicker Hundt: Deutsche zu teuer. Frauen ... verstehen das.

    Das müssen die Deutschen endlich mal verstehen: sie sind einfach zu teuer. Da kann man machen was man will: die kosten einfach zuviel, die Deutschen.

    Als die Wirtschaft brummte, waren die Löhne zu hoch, die Arbeitslosen bekamen zuviel, die Kranken ebenfalls, die Ärzte aber zuwenig.

    Nun brummt der Wirtschaft allenfalls der Schädel vor lauter wirrer Prognosen, aber eins bleibt: die Löhne sind zu hoch, die Arbeitslosen bekommen zuviel, die Kranken ebenfalls, die Ärzte ... wie immer ... zu wenig.

    Deshalb hat da jetzt mal jemand ein Machtwort gesprochen:

    http://de.news.yahoo.com/17/20090728/tde-hundt-lohnverzicht-aus-betriebswirts-e502712.html

    Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, hält vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in der kommenden Tarifrunde Forderungen nach Lohnkürzungen aus «rein betriebswirtschaftlicher Sicht» für eine «vernünftige Möglichkeit». Bislang habe dieser Aspekt in den Betrachtungen keine Rolle gespielt, allerdings habe es eine vergleichbare Rezession auch noch nicht gegeben, sagte er am Dienstag in Berlin.

    Und ich weiß auch schon, wo das mit dem Lohnverzicht hinführen soll: auf ein Niveau von einem Euro die Stunde. Jedenfalls für alle die, die nicht schnell genug auswandern können. Ist doch klar: wenn die Bundesregierung die Arbeitslosen der Privatwirtschaft zur Verfügung stellt, was meint ihr, machen die dann mit den "normalen" Arbeitsplätzen? Nun, das gleiche wie in den letzten Jahren. Es gab tolle neue Teilzeitstellen, 400-Euro-Jobs, ein Euro-Jobs und kein-Euro-Jobs, und knapp eine Million echter Arbeitsplätze wurde abgebaut.

    Deutschland, nicht der kollektive Freizeitpark aber das kollektive Arbeitslager. Und wehe, es redet hier noch einer von Muße, Ruhe, Freude, Glück, Sinn des Lebens und ähnlichem Quark: hier wird geschuftet bis zum Umfallen.
    Sonst ist das Land in Gefahr. Geld ... nun, Geld kann man für die Arbeit nicht mehr erwarten. Man sollte einfach dankbar sein, das man überhaupt Arbeit hat. Wenn man da noch Ansprüche stellt ... also, das geht ja nun mal gar nicht.

    Darum gibt´s hier ja auch so ein Problem mit Mindestlöhnen. Ich meine, wenn die Arbeitnehmer nicht für 3 - 4 Euro die Stunde arbeiten würde, dann könnte man ja auch nicht mehr sagen, das die Arbeitslosen zuviel bekommen - schon logisch. Wahrscheinlich mußten wir deshalb auch die EU so schnell ausweiten, damit niemand sieht, wie asoziale deutsche Unternehmer ihre Mitmenschen ausplündern, denn in der alten EU stehen wir ziemlich ... dämlich da mit unseren 3-4 Euro:

    http://www.boeckler.de/320_73720.html

    In den westeuropäischen Ländern Großbritannien, Irland, Frankreich und den BeNeLux-Staaten beträgt der Mindestlohn zwischen 7,36 und 8,69 Euro pro Stunde.

    Nee, für Deutsche ist das zuviel. Die sind dann zu teuer. Jedenfalls den deutschen Arbeitgebern. Wenn die ihre Landsleute nicht abzocken können, dann ... sollen die eben einfach verhungern. Sehr patriotisches Volk, diese deutschen Arbeitgeber.

    Na ja, wenigstens die Frauen haben verstanden, was in diesem Lande läuft. Darum sind sie auch nicht mehr so blöd, sich Kinder andrehen zu lassen:

    http://www.handelsblatt.com/journal/nachrichten/immer-mehr-frauen-ohne-kinder;2438298

    Trotz der familienfreundlichen Politik von Familienministerin von der Leyen nimmt in Deutschland die Kinderlosigkeit stetig zu. Vor allem jüngere Frauen im Westen bleiben immer häufiger ohne Kinder.

    Nun, Frau von der Leyen wird das nicht verstehen, dabei zensiert sie doch das Internet wir verrückt, um die Männer von den Bildschirmen endlich mal wieder ins Bett zu kriegen. Aber ... es geht gar nicht um die Männer. Die Frauen ... schlau wie sie sind ... haben eben ganz pragmatisch mehr verstanden, worum es geht.

    Immerhin: Kinder sind teuer, kosten bis zum 18. Lebensjahr ein komplettes Einfamilienhaus. Darum verzichten auch immer mehr Menschen auf Kinder ... und kaufen lieber sofort das Haus. Da hat man dann auch mehr Ruhe ... und mehr Zeit zum Arbeiten. Und dafür sind wir Deutschen ja da: ARBEITEN, ARBEITEN, ARBEITEN. Kinder können andere kriegen, die importieren wir dann ... und fühlen uns noch toll sozial dabei. Und Geld verdienen sollen gefälligst auch andere ... Iren, Holländer, Franzosen, Belgier und wer weiß noch alles. Wir Deutschen brauchen kein Geld für Arbeit. Für uns ist das GOTTESDIENST ... und den machen wir freiwillig ... und umsonst.

    Wenn man das einmal verstanden hat, dann weiß man, warum in Frankreich die Fetzen fliegen ... und hier alle selig bierbeduselt vor sich hineiern.

    Man hat als Deutscher verstanden, das man einfach zu teuer ist für diese Welt ... und ist froh, das man wenigstens noch am Leben gelassen wird. Eine kurze Zeit lang. Denn das man auch anders kann ... hat man in diesem Land schon erfahren.

  • Sensation: Kosten der Arbeitslosigkeit sinken gewaltig! Wir sind gerettet!

    Ein wunderschöner Morgen. Meine Lunge schmerzt und pfeift (Schweinegrippe, schätze ich mal), ich meide allzuviel Umgang mit den kleinen Menschen im Haus (wg. Schweinegrippe) und suche einfach mal ein paar Wahrheiten über unseren Sozialstaat, die man nicht in den Konzernmedien findet.

    Wie immer wird man bei dem letzten Hort der Wahrheit fündig, der Bundeszentrale für politische Bildung.
    Also, warum die immer noch nicht geschlossen worden ist, verstehe ich nicht. Ich traue mich kaum noch, bei denen nachzuforschen, denn die sagen immer was ganz anderes als die Bertelsmannstiftung. Vielleicht sollte man die bpb einfach ein Bertelsmann verkaufen, damit alle wieder mit einer Stimme sprechen.

    Aber kommen wir zur Sensation des Tages: die Arbeitslosigkeit, medial ein gewaltiges Thema, das dem Mittelstand fürchterliche Angst macht, haben wir voll im Griff.

    Einfach mal nachschauen.

    http://www.bpb.de/wissen/6T3K3W,0,0,Sozialleistungen_%96_Entwicklung_der_Ausgaben.html

    Die Kosten für Arbeitslosigkeit entwickelten sich zwischen 1995 und 2006 rückläufig und zwar um

    MINUS 34,8 %.

    Gleichfalls stieg der Bruttoinlandsprodukt um

    Plus 25,6 %

    Ausgaben für Sozialhilfe? Rückläufig, und zwar um:

    Minus 23,2 %.

    Ausgaben für Wohngeld?

    Minus 60,4 %

    Nun, Kindergeld ist seitdem gewaltig angestiegen. Ob jeder Besserverdienende auch noch durch Kindergeld subentioniert werden muß, sollte man sich noch mal gut überlegen. Vielleicht ... nicht in voller Höhe des Satzes für alleinerziehende Mütter und Väter - wäre mal so eine Idee.

    Nun, was die Arbeitslosen und das Sozialbudget angeht, können wir uns beruhigt zurücklehnen. Aber:

    Entwarnung kann man nicht geben, denn erneut machen sich Pharmaindustrie und Ärzteschaft auf den Weg, das Sozialbudget aufzublasen wenn nicht sogar zu sprengen ... wie schon die Jahre zuvor.

    http://www.bpb.de/wissen/I4WOAW,0,0,Sozialbudget.html

    In der Krankenversicherung führten höhere Honorar- und Arzneimittelkosten (auch in Folge der Anhebung der Mehrwertsteuer) zu höheren Leistungen. Auch in den Jahren 2005 und 2006 waren die Leistungen der Krankenversicherung gestiegen, und zwar durch höhere Krankenhausleistungen und gestiegene Arzneimittelkosten. Dagegen sind die Leistungen in der Arbeitslosenversicherung aufgrund der Entwicklung am Arbeitsmarkt deutlich zurückgegangen. Dies gilt auch für die Grundsicherung für Arbeitsuchende, wenngleich der Rückgang hier geringer ausfiel.

    Kurz für BLÖD-Zeitungsleser: Arbeitslose billig - Gesundheit teuer.

    Und der Trend hält an:

    http://www.jungewelt.de/2009/07-29/026.php

    Krankes System
    KBV kriegt den Hals nicht voll
    Von Rainer Balcerowiak
    Vier Milliarden Euro Honorarerhöhung innerhalb von zwei Jahren und somit eine Milliarde mehr als zuvor kalkuliert. Im Jahresvergleich eine durchschnittliche prozentuale Steigerung pro Praxis von 7,4 Prozent.

    Aber das ist den Ärzten noch zu wenig. Alles: Sozialbudget. Genauso wie Medikamentenkosten.

    http://www.process.vogel.de/management_und_it/qualitaetsmanagement/validierung/articles/169328/

    Der Pharmamarkt in Europa wuchs um knapp 16 Prozent auf rund 213 Milliarden Dollar an.

    Das alles ist ... "Sozialbudget". Weiß nur keiner. Jeder denkt an kranke Opas und arbeitslose Omas, aber
    der gesamte Pharmamarkt ist nichts anderes als "Sozialbudget". Kann man gar nicht oft genug sagen.

    Und so wird dort gearbeitet:

    http://www.ksta.de/html/artikel/1247853624102.shtml

    Dem Magazin zufolge hatten sie unter anderem an Anwendungsbeobachtungen (AWB) für Trommsdorff-Medikamente teilgenommen. In einem Formular konnten sie demnach ankreuzen, welche Belohnung sie wollten: Für 5 Patienten gab es einen Flachbildschirm oder einen iPod, für 7 Patienten einen DVD-Recorder, für 12 Patienten einen Jura-Kaffee-Vollautomaten, für 14 Patienten das Navigationssystem TomTom Go, und für 18 Patienten konnten sie auswählen zwischen Laptop, Beamer oder Computer mit Drucker.

    Trommsdorff ist ein kleiner Fisch. Aber trotzdem ... all die technischen Spielereien finden sich wieder im ... genau: Sozialbudget! Letztlich wird das alles vom Geld der Versicherten bezahlt.

    Die Arbeitslosen kosten immer weniger, die Pharmamafia immer mehr. Und damit keiner merkt, wohin das Geld wirklich verschwindet, stellen wir die ständig billiger werdenden Arbeitslosen einfach mal an den Pranger, während die niedergelassenen Ärzte und die Pharmamafia ganz groß abräumen.

    Krankes Land, oder? Trotz hoher Ärztedichte keine Heilung in Sicht, fürchte ich.

  • Der Irankrieg und "Staufenberg"

    Kann sich noch jemand an den Bericht über den Film "Let´s make Money" erinnern? Wo ein Wirtschaftskiller erklärte, wie die amerikanische Wirtschaftspolitik funktioniert? Also, erstmal kommen da die Oeconomic Hit Man. Die reden ein ... zwei mal ganz vernünftig mit einem. Bieten Geld und gute Worte. Viel Geld ... und im Gegenzug möchten sie halt einfach mal das Land ausplündern.

    Sagt man zu deutlich "nein" ... kommen die "Schakale". Die sind dann schon unfreundlicher und räumen gerne den zuerst Befragten auf unfreundlichste Weise aus dem Weg, um neuen Gesprächspartnern für die Oeconomic Hit Man den Weg innerhalb des Landes, dessen Rohstoffe so interessant sind, freizuräumen.

    Geht das nicht, ist der Mann, wie z.B. Saddam Hussein, viel zu gut geschützt, dann ... kommt das Militär.

    Faire Geschichte, oder? Entweder man macht sofort, was die USA wollen, oder die sorgen selbst dafür, das das gemacht wird. Auf jeden Fall kriegen die ihren Willen durch. Widerstand ist zwecklos.

    Weiß eigentlich noch irgendjemand, warum die eigentlich in den Irak einmarschiert sind ... also so offiziell?

    Also, da gabe es die Verbindung zu al Quaida, die es nicht gab, dann sollten die Massenvernichtungswaffen haben, die es nicht gab (die Amerikaner hatten wohl zuvor dann doch keine geliefert, denn immerhin war Saddam ja jahrzehntelang ein guter Freund und verlässlicher Partner der USA) ... aber da Öl, das gibt´s da noch. Und das kommt ja in Zeiten der Krise gerade recht.

    Nach dem Irak ist nun der Iran dran. Die haben Verbindung zu al Quaida, die haben Massenvernichtungswaffen, die haben Öl. Eine .... ganz schlechte Kombination. Außerdem sind die nicht bestechlich. Ein schlimmer Charakterzug. Das mögen die USA gar nicht, denn: Geld regiert die Welt.

    Aber dazu muß man es ANNEHMEN. Sonst funktioniert das nicht. Und die Mullahs nehmen das Geld nicht.
    Ganz schlimm.

    Darum haben die USA jetzt beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Wie üblich im Namen von Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und des Selbstbestimmungsrechtes der Völker. Nun ... letzteres achten die USA ja auch. Die Völker bekommen immer zuerst die Chance, selbst bestimmen zu dürfen, was die USA wollen, bevor man ... unfreundlich wird.

    Jetzt ... kommt die Zeit, wo man langsam unfreundlich wird. Ganz offiziell.

    http://www.hintergrund.de/20090727441/politik/welt/iran-im-würgegriff-us-kongress-macht-gelder-für-die-opposition-locker.html

    Am Freitag (24.Juli), punktgenau vorm „weltweiten Aktionstag gegen die Regierung in Teheran“, verabschiedete der US-Senat einstimmig den so genannten „Victims of Iranian Censorship (VOICE) Act“ (1) und erklärte damit ausdrücklich seinen Vorsatz zur weiteren Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Islamischen Republik Iran.

    So ähnlich hat man Anfang der dreißiger Jahre auch in diesem Land agiert. Das Geld bekam ... der Gewinner war: Adolf Hitler und die NSDAP. Der kleine Piefke mit seinen Träumen vom "Lebensraum im Osten" garantierte die meisten Profite, denn wenn man die Wehrmacht (aufgerüstet) gegen die Rote Armee jagt, dann ... wird das dauern. Und wenn alle sich so richtig fertiggemacht haben ... dann kommen die USA und sacken den Rest ein.

    Tote im zweiten Weltkrieg? 20 Millionen Russen, 7 Millionen Deutsche, 0,2 Millionen Amerikaner. Das fiel mir schon als kleiner Junge im Geschichtsunterricht auf ... so wenig tote Amerikaner? Bei einem Weltkrieg?
    Ja, geht das denn?

    Geht. Einfach mal andere die Drecksarbeit machen lassen. Wie z.B. in Afghanistan. Die "Nordallianz", eine erbärmliche Verbrecherbande, Mörder, Vergewaltiger und Drogenhändler, kriegen ein wenig Geld für Waffen ... und schon läuft das Ding.

    Man wird aber auch belohnt, wenn man mitmacht. Hat schon einer den Film "Stauffenberg" gesehen? Hollywoods nagelneuer Bereinigung des eigenen Geschichtsbildes? Der Film ist uninteressant, aber auf der DVD befindet sich Zusatzmaterial ... mit interessanten Informationen. Ich zitiere aus dem Gedächtnis:
    "Sechzig Jahre waren Nazis und Deutsche dasselbe. Bis jetzt."

    Aha. Und wer hat beschlossen, das Nazis und Deutsche sechzig Jahre in Filmen ("Indiana Jones", "Der Soldat James Ryan" etc.) als hirn- und morallose Untermenschen dargestellt wurden?

    Nun, die gleichen, die jetzt beschlossen haben, das Bild zu ändern. Hollywood ist für die Mehrheit der Amerikaner der Ersatz für´s Geschichtsbuch. Je weiter man aufs Land fährt, umso mehr merkt man es.
    Das "Auslandsjournal" hat das mal gewagt. Auf einmal war Hitler noch lebendig und der Krieg lief immer noch. Ja, so sind sie, die Amis. Überall hin in Urlaub fliegen und nichts mitkriegen, das ist ihre Welt.

    Aber nun kämpfen die Deutschen Seite an Seite mit den Amerikanern in Afghanistan, auf den Weltmeeren ... und wahrscheinlich bald noch ganz woanders. Da brauchen die ein "Zuckerchen"....und dem Landvolk muß man erklären, warum die Untermenschen jetzt auf einmal wieder gut geworden sind.

    Also: wir Deutsche sind jetzt alle kleine Staufenbergs. Dank Hollywood. Die haben uns jetzt rehabillitiert.

    Haben wir auch verdient, denn wir sind treue, loyale Gefolgsleute der USA geworden. Uns braucht man noch nicht mal oeconomic hit man zu schicken, wir nehmen kein Geld: wir zahlen noch drauf! Solche Freunde lieben die USA. Und der jahrelange Wirtschaftskrieg der USA gegen Europa ... da hat sowieso kaum jemand drüber berichtet....ebensowenig wie über die Wirtschaftsspionage des CIA gegen deutsche Firmen, die dadurch einen enormen Wettbewerbsnachteil hatten.

    Unsere eigenen Leute krepieren bald vor Hunger auf den Straßen ... wie die Bürger der USA. Wir wollen werden wie die ... und das finden alle gut so. Vor allem die Amerikaner.

    Die Iraner wollen nicht so werden wie die ... man wird sehen, wo das enden wird.

    Ganz offiziell ... arbeiten die USA jetzt an einem Ende der Mullahs. Und keinen störts, weil: alle Moslems sind Taliban und Terroristen.

    Weiß man ja jetzt.

    Und außerdem mögen die Moslems keine Juden. Das wird den Deutschen eine ganz besondere Möglichkeit zur Rehabilitation geben.

    Unsere AWACS sind ja schon da. Und schauen nebenbei ... ganz unabsichtlich ... in den Iran hinein.

    Wie würden wir uns eigentlich fühlen, wenn ... die Nordallianz in Berlin Terroristen jagen würde - und ab und an ein paar Zivilisten erschießen würde? Versehentlich?

    Der islamistische Terror ist ja angeblich schon hier....also, ganz so weit hergeholt ist das ja nicht, oder?

  • Michael Grandt ... Hartz IV ... aktuelle Gegendarstellung

    Aus aktuellem Anlaß unterbricht die Redaktion des Eifelphilosophen das aktuelle Programm, um die gerade eben frisch eingetroffen Gegendarstellung des Herrn Grandt wunschgemäßg zu veröffentlichen.

    Sehr geehrter Herr xxx,

    da ich nicht jeden Kommentar auf Ihrem Blog beantworten kann, bitte ich Sie, diese Stellungnahme zu veröffentlichen:

    "Ich finde es schade, wenn Sie, Herr xxx, im Zusammenhang mit meinen Veröffentlichungen von "Untermenschen" und "Arbeitsscheuen" sprechen. Mit Verlaub, damit setzen Sie sich und Ihren Blog nicht in das richtige Licht (hoffe ich doch, oder sind dies die "konstruktiven" Beiträge zu einer anderen Meinung?)Genau dieses "Totschlagargument" (und Antisemitismus) wird immer dann aufgefahren, wenn man sich nicht mehr mit dem anderen auseinandersetzen will.

    Nichts, was Sie mir unterstellen steht in meinen beiden Artikel. Es geht darum, endlich auch jene in den Vordergrund zu stellen, die durch monatlich über 50 % Abzüge diesen Sozialstaat erst möglich machen. Nicht mehr und nicht weniger ist der Kontext, aber man will das ja nicht lesen, weil es nicht passt.

    Wußten Sie, dass die meisten Hartz IV-Empfänger nicht nur den Regelsatz erhalten, sondern zusätzlich den Mehrbetrag + Miete? Nein?

    Ich gebe Ihnen recht, was Kranke und Behinderte und Rentner angeht. Ansonsten kann sich jeder weiterqualifizieren, auch nach 45 Jahren (ich bin das beste Beispiel, aber das kostet Zeit und Nerven).
    Ich selbst habe, als ich noch in der freien Wirtschaft tätig war, über 1000 Bewerbungsgespräche geführt - auch mit Arbeitslosen, Langzeitarbeitlosen, Hartz IV-Empfängern usw. Alleine das wäre schon ein Buch wert.

    Aber wie gesagt, es geht um die, die den Sozialstaat möglich machen, denn was wäre, wenn es plötzlich gar kein Hartz IV mehr geben würde, was dann?

    Das jährliche Sozialbudget liegt bei 707 MIlliarden Euro laut Bericht der Bundesregierung. Natürlich sind darin auch die Renten enthalten und natürlich haben diese auch Beiträge einbezahlt. Darum ging es mir ja gerade: Diejenigen die eingezahlt haben, werden nach dem Umlageverfahren wieder ausbezahlt, d.h., auch die Renten müssen MONATLICH neu "erwirtschaftet" werden. Es kann jemand soviel einbezahlt haben wie er will, wenn es nicht mehr genug Erwerbstätige gibt, die Rentenbeiträge bezahlen, erhält auch der Rentner nichts. Darauf wollte ich ja gerade hinweisen. Und dann? Wer finanziert dann unseren Staat? Mit den Beiträgen, die vor Jahren bezahlt worden sind und die längst ausgegeben sind?

    Wenn meine Artikel eine Diffamierung von Hartz IV Empfängern darstellen, sind manche Blogeinträge eine Diffamierung der Menschen, die jeden Tag hart arbeiten gehen. Sehen Sie, so einfach geht das mit Unterstellungen. Aber das will ich ja gar nicht tun.

    Ich muss all jene enttäuschen, die es mir so dringend wünschen, aber ich werde nie Hartz IV beanspruchen, das können Sie mir glauben. Das kommt aber nicht von ungefähr: ich arbeite seit 30 Jahren und davon meist 50-70 Std pro Woche. Da habe ich meine Absicherungen. Ich habe 3 Ausbildungen gemacht, ein Studium, immer nebenher und voll gearbeitet. So bin ich flexibel, auch noch mit meinem Alter. Aber das kostet Zeit und Nerven und ist unbequemer als auf Transferleistungen zu warten. Ich habe eine 6, manchmal 6,5Tage-Woche in der ich arbeite, denn ich will ja mit meinen 60 % Abgaben jene unterstützen, die WIRKLICH bedürftig sind.

    Dennoch danke ich Ihnen für Ihre Beiträge, man muss ja nicht immer gleicher Meinung sein und man darf nicht erwarten, dass die eigene immer die richtige ist.

    Beste Grüße

    Michael Grandt"

    Angesichts akuter Schweinegrippe ... laß ich das einfach mal so stehen. Ist ja auch Sinn einer Gegendarstellung. Aus Gründen der Anonymität habe ich mal meinen Klarnamen unkenntlich gemacht - obwohl den bald sowieso jeder kennt. Aber: man weiß ja nie .... war auch mal unter Satanisten unterwegs. Man weiß ja nie, ob da nicht doch noch einer sauer ist....

    Und die Pharmahansels waren ja schon hier.

  • AN DIE WAND!

    So. Schnauze voll. Sommergrippe, Kinder nerven ... jetzt reichts.

    Erstmal die Arbeitslosen. Die sind Schuld an allem. Also: AN DIE WAND! Alle, zwischen 18 und 67. Sofort und umgehend.

    Dann: die ARGE-Mitarbeiter. AN DIE WAND. Erstmal ... sind die jetzt arbeitlos, zweitens kosten die noch mehr als die Arbeitslosen und drittens sind die Schuld an allen Arbeitslosen, denn trotz fünf Jahren Vermittlungsversuchen haben sie es nicht geschafft, die in Arbeit zu bringen.

    Schwule. AN DIE WAND! Kosten zwar nichts extra, in solchen Zeiten sind die aber immer dran. Und das schafft Arbeitsplätze.

    Rentner ... kosten ein Vielfaches mehr als Arbeitslose. Aber so richtig arbeiten tun die doch auch nicht, oder? AN DIE WAND!

    Ausländer. AN DIE WAND! Gute alte Tradition, und wenn wir gerade am Aufräumen sind, sollten wir hier nicht halt machen. Außerdem sind Ausländer auch rechts oder links oder mitte oder sonstwie verdächtig, die meisten sind Taliban, alle sind Terroristen, manche auch schwul. Also...

    Christen. AN DIE WAND! In einem modernen aufgeklärten Staat hat dieses Pack überhaupt nichts zu suchen.

    Anders religiöse. AN DIE WAND! Für die gilt das gleiche wie für Christen. Sind nur weniger.

    Moslems. AN DIE WAND! Erstmal: religiös, dann auch noch Taliban und Terroristen.

    Ahteisten. AN DIE WAND! Diese Läuse sind einfach eine Schande für das Auge des Herrn.

    Politiker. AN DIE WAND! Also, wer ist denn für den ganzen Mist verantwortlich?

    Nichwähler. AN DIE WAND! Immerhin ... sie haben DIE Politiker stark gemacht.

    Wähler. AN DIE WAND! Noch schlimmer schuldig als Nichtwähler.

    Beamte. AN DIE WAND! Staatsbüttel mit und ohne Uniform sind ebenso verantwortlich wie Politiker.

    Angestellte. AN DIE WAND. Zu feige für die Arbeitslosigkeit, zu feige für Beamtentum. Weg damit.

    Kinder. AN DIE WAND! ABER SOFORT! Aus ihren Reihen wächst der Nachwuchs an Politikern, Rentnern, Arbeitslosen, religiösen Atheisten und sonstigem Unfug heran. Außerdem übertragen sie ansteckende Krankheiten.

    Frauen. AN DIE WAND! Sie machen ... KINDER. Und Ärger.

    Linke: AN DIE WAND! Alles Neider und Versager.

    Rechte: AN DIE WAND! Alles Ausbeuter und Kinderschänder. Oder Nazitaliban.

    Bürgerliche Mitte: AN DIE WAND! Sind entweder rechts, links oder Taliban.

    Männer. AN DIE WAND! Alles Vergewaltiger, manche rechts, andere sogar Beamte. Viele Taliban.

    Kranke. AN DIE WAND! Blähen das Sozialbudget auf.

    Gesunde. AN DIE WAND! Schrumpfendes Sozialbudget gefährdet die Konkurrenzfähigkeit der Pharmaindustrie.

    Journalisten. AN DIE WAND! Alles Lügner.

    Blogger. AN DIE WAND! Alles elektronische Lügner.

    Jogger auch. AN DIE WAND. Reimt sich und die sehen eh´ blöde aus.

    Autofahrer. AN DIE WAND. Bringen jedes Jahr tausende um.

    Motorradfahrer. AN DIE WAND. Wie Autofahrer, nur lauter.

    Selbstmörder. AN DIE WAND. Wer stirbt, bestimmen wir!

    Wanderer. AN DIE WAND. Schaden nutzlos der Automobilindustrie und verschandeln die Landschaft.

    Hausbesitzer. AN DIE WAND. Kapitalistische Ausbeuter im Ego-Tempel.

    Mieter. AN DIE WAND. Machen EGO-Tempel dreckig. Und zahlen oft nicht.

    Obdachlose. AN DIE WAND. Schaden der Bauwirtschaft.

    Manager. AN DIE WAND. Alles Betrüger. Und Asozial.

    Prostiuierte. AN DIE WAND. Einfach pfui wegen "Auge des Herrn".

    Kriminelle. AN DIE WAND. Null Toleranz. Basta. Spart auch Kosten im sozialen Bereich-Knast bleibt zu.

    Literaturkritiker, Börsengurus und Unternehmensberater. AN DIE WAND. Alle mehr als überflüssig.

    Kabarettisten. AN DIE WAND. Wiegeln das Volk auf.

    Priester. AN DIE WAND. Wiegeln das Volk ab.

    Schriftsteller. AN DIE WAND. Vernichten nur Regenwald.

    Umweltschützer. AN DIE WAND. Alles Ökofaschisten und Menschenfeinde.

    Tiere. AN DIE WAND. Übertragen nur ansteckende Krankheiten und scheißen die Welt zu. Sind auch verantwortlich für OZON-Löcher.

    Bäume. AN DIE WAND. Verbergen und Füttern Tiere. Genau wie der Rest des Grünzeugs. Und außerdem ... sind dort überall ZECKEN! Weg mit dem Rotz.

    Eifelphilosophen. AN DIE WAND ... äh .... huch. Keiner mehr übrig. Na ja, dann ... Glück gehabt.

  • Asozial, Sozial, Schmarotzer ... Versuch einer kleinen Begriffskunde

    Philosophen sind ja Pingel. Jedenfalls manchmal, und oft, wenn es um den korrekten Gebrauch von Begriffen geht. Da verstehen wir keinen Spaß ... noch nichtmal die harmlose Variante des Feld- Wald- und Wiesenphilosophen, der ansonsten gerne mal fünfe gerade sein läßt.

    Kant zum Beispiel hat sich die Finger wundgeschrieben um "Vernunft" zu erklären. Schopenhauer kriegte einen Schreibkrampf wegen "Mitleid" (und gilt trotzdem als Miesepeter - dabei hatte er mehr Humor als ein ganzer Philosophenjahrgang zusammen). Genutzt hat´s nichts...und das ist ja auch in Ordnung. Sprache ist lebendig und gehört dem Volk ... nicht den Germanisten und ihren Rechtschreibphantasien.

    Aber manche Begriffe stoßen selbst mir auf. "Sozial" zum Beispiel. Ein schöner Begriff. Sogar ... bei Wikipedia.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sozial

    Das Wort sozial (von lat. socius‚ gemeinsam, verbunden, verbündet‘) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingtheit des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

    In der Umgangssprache bedeutet „sozial“ den Bezug einer Person auf eine oder mehrere andere Personen; dies beinhaltet die Fähigkeit (zumeist) einer Person, sich für andere zu interessieren, sich einfühlen zu können, das Wohl Anderer im Auge zu behalten (Altruismus) oder fürsorglich auch an die Allgemeinheit zu denken.

    So, das wäre ... sozial. Einfach auch mal an andere denken, daran, was sie fühlen, wie es ihnen geht.

    Das Gegenteil davon ... wäre asozial. Leute, die nur an sich denken, an sich und ihre eigene Brieftasche.
    Das macht zwar nicht glücklich, aber erlaubt die Anschaffung hochgradig teueren Konsummülls.

    Ein Beispiel? Gut. Also ... Arbeitslose zum Beispiel. Wie wir gelernt haben, kosten die gerade mal 5,4 % vom Sozialbudget. Wenn also ein Arbeitnehmer 100% Einkommen hat, davon 50 % Abzüge, dann wären es maximal 2,7 Prozent seines Einkommens, von dem das Überleben von 10 Millionen Arbeitslosen gesichert wird.

    Real ist es natürlich noch weniger, denn: neben dem Sozialbudget kommt ja auch noch der Bundeshaushalt, der finanziert werden will ... aber wir wollen nicht kleinlich sein.

    Sozial wäre es jetzt, zu sagen: "Was, so wenig Geld für so viele Menschen? Das geht ja nun mal gar nicht.
    Da ändern wir was, wir geben denen 10,8 (bzw. 5,4%), verdoppeln die Ausgaben, damit es denen auch gut geht. Dafür streichen wir 10 % bei den Gesundheitsausgaben, denn so krank sind wir ja nun doch nicht."

    Asozial wäre es, sich über diesen Winzbetrag künstlich aufzuregen, dicke Sprüche zu klopfen, nach Arbeitslagern für Arbeitsscheue zu rufen, nur um sich weniger als 2,7 % des Einkommens noch zusätzlich selbst in die Tasche zu stecken. Das ist die Mentalität von Leuten, die für 50 Euro zusätzlich einen Rentner auf der Straße erstechen würden ... oder die Kinder in der Nachbarschaft hungern lassen.

    Solche Leute gibt es ... aber sollten das die Leute sein, auf die ein Land stolz ist? Arbeitslose fallen nicht vom Himmel noch wachsen sie aus dem Boden. Sie werden künstlich von der Industrie durch Rationalisierung erzeugt...seit Jahrzehnten schon. Damit es einer kleinen Minderheit gut geht, wird die Mehrheit geschröpft. Sozial wäre das andere Prinzip, asozial das, was gerade läuft.

    Arbeitslose sind so "schuldig" wie die Opfer eine Pestepedemie...nur ist ihr Zustand nicht ansteckend. Es gibt also keinen Grund, sich vor ihnen zu fürchten. Beobachtet man allerdings Medien und Politiker, so scheinen Arbeitslose schon irgendwie ... streng zu riechen. Na ja, den Kleidungs- und Kunstdüftestandard, den sich Politiker und Journalisten auf Kosten der Allgemeinheit erlauben (ja, auf Kosten der Allgemeinheit. Wer zahlt denn Zeitungen und Diäten?) den erlauben sich Arbeitslose nicht gerade. 100 Euro für so ein Duftwässerchen ... das ist schon ein stolzer Preis. Aber dafür riecht man nicht mehr so nach "Mensch", sondern ... anders.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Parasitismus

    Jetzt noch zum Schmarotzer:

    Parasit kommt von griechisch παράσιτος, pará- für neben und sitos für gemästet – ursprünglich für Vorkoster bei Opferfesten, die dadurch ohne Leistung zu einer Speisung kamen.

    Das deutsche Wort Schmarotzer für einen Parasiten stammt vom mittelhochdeutschen smorotzer ab, das soviel wie Bettler heißt.

    Ohne Leistung zu Speisung kommen ... da fallen mir gleich einige Politiker ein, die in ihrem Leben noch nie gearbeitet haben, aber ... dank der Partei, dank Pappa und Onkel ... fürstlich gefüttert werden.
    Kirche ... leistet sich auch einiges, z.B. bei Mitarbeiterrechten, aber sonst?
    Banken generell ... leisten eigentlich sehr wenig ... bis gar nichts. Sie schaukeln Geld hin - und her nach selbsterstellten Regeln und bilden sich ein, das sie nachher dann mehr davon hätten als vorher.

    "Echte Werte" ... gibt es da nicht. Dafür aber viel Leid auf Kosten der Gemeinschaft, die ordentlich zappeln muß, um diese Renditespielchen finanzieren zu können. So kommt es, das immer mehr "Kosten auf zwei Beinen" "frei gesetzt" werden, und die anderen "Kosten" müssen doppelt so schnell rennen, um die gleiche Arbeit zu machen, die vorher zwei gemacht haben.

    Aber Menschen als "Kosten auf zwei Beinen" ... ist das jetzt sozial oder asozial? Deutlich letzteres ...
    wobei die Frage ist, als was für ein Wesen sich wohl der Schöpfer dieses Konstruktes einstuft. Menschlich offenbar nicht. Schwein? Sau? Ratte? Schlange? Hyäne? Keine Ahnung.

    Nun ... und Bettler ... hatten wir ja dieses Frühjahr genug. Hypo Real Estate, Opel, Quelle-Katalog ... alles Schmarotzer, im mittelhochdeutschen Sinne. Genauso wie die deutsche Ärzteschaft, die Pharmakonzerne, die Bundeswehr, die EU, die Versicherungen, der Bundestag ... eigentlich jeder, der sein Essen nicht selber anbauen kann. Wir sind ein Volk von Bettlern geworden, könnte man meinen.

    Nun ja ... letztlich ist sozial ... das Menschsein an sich. Firmen, Parteien, Vereine, Länder, Konzerne ... sind keine Menschen. Und somit schon jetzt ... verdächtig asozial.

    Anders als Arbeitslose. Die sind die Opfer von Asozialen ... und deshalb sollte man den Begriff "asozial" niemald im Umgang mit ihnen dulden. Das ist man der Sprache und dem Denken schuldig.

    Und leben wir nicht im Lande der Dichter und Denker?

  • Sozialbudgetlügen, Medienlügen und absolut billige Arbeitslose

    Man könnte wohl den ganzen Tag Lügen aufdecken, die durch die Presse geistern. Leider habe ich nicht soviel Zeit. Außerdem gerade die Schweinegrippe. Darum habe ich mich einfach mal um eine ganz dicke Lüge gekümmert, die in den letzten Wochen die Republik geschockt hat: die Sozialbudgetlüge.

    Kann sich noch jemand dran erinnern, an das Geschrei? Jeder dritte verdiente Euro wird für "Soziales" ausgegeben, eine Riesenkatastrophe, die uns alle ... mal wieder ... ganz sicher in den Untergang treiben wird.

    Fragt man mal jemand: was ist das denn eigentlich, das Sozialbudget, dann gucken alle wie Auto.

    "Na klar, die faulen, schmarotzenden Arbeitslosen" kommt dann wahrscheinlich irgendwann von ganz hinten ein bierbeschwerter Kommentar.

    Das ist ... zu 94,6 % Falsch, denn Arbeitslosigkeit belastet das Budget nur mit 5,4 % - meint jedenfalls die Bundeszentrale für politische Bildung:

    http://www.bpb.de/wissen/I4WOAW,0,0,Sozialbudget.html

    Die Bundeszentralen für politische Verblödung in den Redaktionen diverser Nachrichtenmagazine mögen das anders sehen, aber FAKT ist, das ARBEITSLOSIGKEIT KAUM WAS KOSTET!

    Kinder kosten fast doppelt soviel, Hinterbliebenenrente oder Invalidenrente ist ebenfalls teuerer.

    Gibt´s jetzt auch bald Kinder- Invaliden- und Behindertenhatz?

    Aber der ganz dicke Batzen ... das sind die Rentner mit 32,3 % ... und die GESUNDHEITSKOSTEN mit 26,9 %.

    Und hier spielen vor allem auch Medikamentenkosten eine Rolle. Die Subventionierung von Ärzteschaft und Pharmaindustrie kostet uns fünfmal so viel wie die Arbeitslosigkeit.

    Das sind Schlagworte, die man sich mal merken sollte, bevor wieder irgendwelche Gimpel schlecht recherchierte Parolen in den Äther schmettern.

    Einfach mal schauen, wie sich die Gesundheitskosten entwickelt haben seit 1992 ... und dann mal überlegen, ob wir alle gesünder geworden sind durch die Ausgaben:

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5463/umfrage/entwicklung-der-gesundheitsausgaben-in-deutschland/

    Und diese Entwicklung liegt vor allem daran, das wir die höchsten Medikamentenpreise in Europa bezahlen ... für dieselben Medikamente. Wir sind die goldene Kuh der Pharmaindustrie ... und wären wir dies nicht könnten wir locker Hartz IV-Versorgung um 100% steigern ohne einen Euro mehr auszugeben.

    http://www.epochtimes.de/articles/2008/11/18/371673.html

    In der Bundesrepublik sind Medikamente teuerer als in jedem anderen europäischen Land. Deutsche Ärzte haben im Europavergleich am wenigsten Zeit für ihre Patienten.
    Nebenbei mal ein Blick auf die EU ... was kostet die denn so?

    http://www.bpb.de/themen/INK5V6,0,Europ%E4ischer_Haushalt.html

    Liest man lange genug, dann merkt man, das die eigentlich nichts kostet, sondern sogar noch etwas einbringt. Ganz glauben kann ich das natürlich nicht, und die Zahl, was wir Deutschen uns die EU kosten lassen, finde ich in der Tat nicht so leicht. Muß an der Grippe liegen. Aber der Kopf ist noch so klar, das ich eine Zahl auch ohne Weiteres verstehe: 133 Milliarden Euro

    Im Jahr 2009 beläuft sich der EU-Haushalt auf 133,8 Mrd. Euro. Rund 70 Prozent davon stammen aus den Bruttonationaleinkommen der Mitgliedsländer. Der Rest setzt sich zusammen aus Zöllen, Abschöpfungen und Anteilen an den Mehrwertsteuern

    Der Bundeshaushalt - wir berichteten - 280 Milliarden Euro. Die Arbeitslosen im Bundeshaushalt: 22 Milliarden Euro. Die Eu in Brüssel: 133 Milliarden Euro? Davon könnte man ein Land finanzieren. Aber die EU ist ja gar kein Land! Das sind ja nur ... Beamte.

    Klar, das die behaupten werden, das sie das ganze Geld für ganz wertvolle Sachen brauchen. Für sich selber, zum Beispiel, den einen oder anderen Skandal in dieser Hinsicht habe ich schon in meinem Stapel mittelmäßig wichtiger Artikel. Wenn ich die Schweinegrippe überlebe, dann werde ich mir erlauben, den Giersäcken in Europa auch mal auf die Finger zu schauen.

    Bleiben wir jedoch beim Thema: die preiswerten Arbeitslosen, von denen wir uns locker doppelt soviel leisten können, weil die einfach so gut wir gar nichts kosten. Die kriegen ja auch so gut wie gar nichts -also, wie sollten die im Sozialbudget groß auffallen?

    Unsere Gesundheitskosten jedoch ... da hat sich schon manch ein Minister die Zähne dran ausgebissen.
    Würden wir die in den Griff bekommen ... dann ginge es uns richtig gut. Vor allem auch gesundheitlich, wir würden uns Ärztepfusch und überflüssige Nebenwirkungen sparen können.

    Da könnten wir sogar endlich mal unsere Schulden tilgen, deren Zinsen locker bald doppelt soviel ausmachen wie die Finanzierung der Arbeitslosen.

    So, das war jetzt viel Arbeit.

    Wehe, ich höre noch einmal Klagen darüber, das die faulen Hartz IV-Empfänger uns an den Abgrund bringen.
    Also: von mir aus können die den ganzen Tag besoffen auf dem Sofa liegen, so billig wie die sind.

    10 Millionen Menschen versorgt durch 5,4% des Sozialbudgets? Das ist ein Schnäppchen! Da sind allein die Witwen teurer.

  • Saarbreaker und der Eifelphilosoph: eine aktuelle Warnmeldung

    Nun, ich dachte, ich könnte dieses Saarbreakerthema endlich mal zu den Akten legen, jedoch ... manchmal kommte es anders als man denkt. Manchmal frage ich mich wirklich, wieviele Leute in der Welt herumlaufen, für die der Hauptschulabschluß eine Herausforderung ist, der sie sich im späten Alter mal stellen wollen.

    Auf jeden Fall muß ich nach den Erfahrungen, die unser Blogfreund Grilleau jetzt machen mußte, eine Warnung aussprechen, jedenfalls eine Warnung für Freunde des Eifelphilosophen.

    Nachdem Grilleau Berichte über Che-Arguevarra weiterverlinken wollte, kam diese Antwort:

    Hallo, zum Grilleau-Blog !

    Ist doch schön, dass Du auf meinem Blog zum Thema fündig geworden
    bist - oder ?

    Ich möchte Dir nur mitteilen, dass ich Deinen Kommentar nicht freigeschaltet
    habe. Zum Einen, da er sich überhaupt nicht auf den von mir eingestellten
    Artikel bezieht, sondern lediglich Links zu einer anderen Seite enthält. Und
    zum Anderen möchte ich zum Schutze unseres gesamten Netzwerkes keine
    Verlinkungen mehr zum Eifelphilosophen. Ich denke, dass Dir die diesbezügliche
    Thematik auch bekannt ist.

    Mit besten Blogger-Grüßen
    Julie

    Nach der guten alten Tradition gewisser Kreise: "wer nicht für mich ist, der ist gegen mich" denke ich, das hier andere Prioritäten gesetzt werden als der gemeinsame Kampf gegen ein System, das Menschen gezielt vernichtet. Sippenhaft ist angesagt ... und da ich nicht möchte, das noch weitere meiner Leser mit dieser Sippenhaft überzogen werden, möchte ich diese Warnung ins Netz stellen.

    Freunde des Eifelphilosophen sind bei Saarbreaker nicht erwünscht. Das Netzwerk hat Angst vor dem bösen Philosophen aus der kargen Eifel und muß sich mit aller Gewalt vor ihm schützen....sogar von seinen Links geht eine magische Aura des Verderbens aus, vor der man sich schützen muß.

    Oh man. Hat einer mal ´ne Aspirin?

    Tja, da findet man rechtsextreme Flecken in der Piratenpartei ... und schlimm ist der, der sie gefunden hat. Ich wurde ja erst aktuell wieder von einem von denen bedroht ... "wenn ich nicht Ruhe gebe, dann aber ...". Kinderkram.

    Dann findet man rechtsextremanmutende Flecken bei Mitgliedern von Saarbreaker und schon ist man der Feind des ganzen Netzwerkes....jedenfalls des kleinen Bruchteils, der übrig geblieben ist, weil die halt nicht so ein großes Problem mit Flecken haben, würde ich jedenfalls mal meinen. Oder vertue ich mich da?
    Na, ich warte ja immer noch auf Antwort.

    Also, liebe Leser, Saarbreaker bzw. einige seiner Mitglieder erwarten von Euch, das Ihr Euch mit der Thematik auskennt: also lest Euch das alles erstmal durch, informiert Euch, wer alles noch zum Saarbreakernetzwerk gehört, damit ihr nicht wie Grilleau auf einmal unangenehme Überraschungen erlebt.

  • ARGE-Widerstand ... der Partisan im Einsatz ... das Imperium schlägt zurück

    Man hätte ja hoffen können, das unser guter Partisan mit seinem Widerstand nichts anderes erreicht, als das die entwürdigende, sinnlose und steuergelderverschwendende Maßnahme für ihn gestrichen wird und man ihm stattdessen ... einfach mal einen Job anbietet. Echte Arbeit, sozialversicherungspflichtig.

    Ich hätte gedacht - so wird es wahrscheinlich enden.

    Weit gefehlt. Die Antwort der ARGE ... ist hier:

    Ihnen ist am 17.06.2009 eine zumutbare Arbeitsgelegenheit als Basisqualifizierung bei der Firma BFZ........ ( Unterfranken) angeboten worden.
    Trotz Belehrung über die Rechtsfolgen haben Sie sich am 17.06.2009 geweigert die o.g Tätigkeit, die Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrer persönlichen Verhältnisse zumutbar gewesen wäre, aufzunehmen.

    Begründung bzw.Erklärung des Verhaltens wurde von Ihnen dargelegt, dass Sie die ihnen vorgeschlagene Arbeitsgelegenheit für sinnlos und unproduktiv erachten und Sie absolut nicht nachvollziehen können, wie sie dieses Maßnahme beruflich weiterbringen soll. Aus diesem Grund haben sie die vorgeschlagene Arbeitsgelegenheit nicht angetreten.

    Die Gründe können in der Abwägung der persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig im Sinne der § 31 Absatz 1 Satz 2 SGB II anerkannt werden.

    Die Entscheidung beruht auf § 31 Abs.1 Satz 1Nr.1c und Abs.6 SGB II

    Keine Erläuterung, warum denn nicht, keine Fristsetzung, sich noch was zu überlegen, kein Jobangebot, stattdessen: Reduktion des Regelsatzes von 359 Euro um 108 Euro auf 251 Euro ... mit dem Hinweis darauf, das weiterer Widerstand mit einer nochmaligen Reduktion um 108 Euro sanktioniert wird.

    Toll, nicht war. Das ist das Land, in dem wir leben. So lassen wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Und so ... wird wohl auch bald mit vielen von uns umgegangen werden. Was meint ihr wohl, wie sich die Arbeitslandschaft entwickeln wird, wenn 7 Millionen Hartz IV-Empfänger umsonst zur Verfügung der Wirtschaft stehen, viele davon hoch qualifiziert?

    Zwei Jahre später werden es 35 Millionen sein, die für nichts und wieder nichts anschaffen gehen dürfen.

    Che Argevuarre, unser Held, will weitermachen. Er will lieber hungern, als sie brechen lassen. Ich kenne ihn nicht persönlich. Ab und an haben wir mal kurz telefoniert. Als jemand, der selber mal Menschen beurteilen und einstellen mußte, würde ich sagen: für den Mann hätte ich andere Verwendung - wenn er denn gesund wäre, was er nicht ist. Momentan kann der gar nicht arbeiten. Aber für einen Beschäftigungstherapiekurs der Armutsindustrie ist er ... zu qualifiziert.

    Aber die 22-jährige Sachbearbeiterin der ARGE entscheidet mit ihrer geballten Lebensweisheit anders.

    Keine Diskussion, kein Eingehen auf die Bedenken des "Kunden", wie Arbeitslose ja intern genannt werden sollen, sondern nur eins: Befehl ausführen oder hungern! Zack Zack!

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sein Leib ... nicht mehr. Dem kann man Hunger verordnen.

    Che Argevuarra sucht jetzt einen Anwalt. Wenn jemand Tipp´s hat .. einfach melden.

  • Sozialfaschistische Offensive im Herbst ... und Gegenmaßnahmen

    Nun, es kreist ja schon seit einiger Zeit ein Horrorbild durch´s Internet. Nämlich der Horror, der nach den Wahlen auf uns wartet ... und zuerst die Opferlämmer, die Hartz IV-Empfänger trifft.

    http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=20072009ArtikelPolitikDuremont1

    Blanker Zynismus der Bundeskanzlerin gegenüber sozial Schwachen

    Union will nach der Bundestagswahl Zwangsarbeitsdienst gesetzlich einführen

    So etwas schockiert natürlich ... und es ist sehr viel darüber geschrieben worden. Ich spare mir mal die Empörung an dieser Stelle ob der Pläne der Kanzlerin....sondern rede erstmal über einen Begriff, von dem ich dachte, ich hätte ihn selbst geschaffen - doch es gab ihn schon in den dreißiger Jahren.

    Sozialfaschismus.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialfaschismusthese

    Der Faschismus ist eine Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Die Sozialdemokratie ist objektiv der gemäßigte Flügel des Faschismus. […] Diese Organisationen schließen einander nicht aus, sondern ergänzen einander. Das sind keine Antipoden, sondern Zwillingsbrüder.“[2]

    Das meint jedenfalls ... Josef Stalin.

    Und die deutsche KPD ...gleich Quelle ... meint dazu Folgendes im Jahre 1933:

    "Die völlige Ausschaltung der Sozialfaschisten aus dem Staatsapparat, die brutale Unterdrückung auch der sozialdemokratischen Organisation und ihrer Presse ändern nichts an der Tatsache, dass sie nach wie vor die soziale Hauptstütze der Kapitalsdiktatur darstellen.“

    Na, für Stalin und seine Kumpane hatte ich den Begriff "Linksfaschisten" reserviert, mit denen möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden, aber die Ableitung von Begriffen funktioniert wohl auch bei denen.

    Und gerade heute, 2009, wo die Verteilungskämpfe sogar einen Herrn Grandt verwirren, scheinen mir diese Perspektiven - einmal losgelöst aus dem politischen Gegeneinander - aktueller denn je...für jeden humanistischen Menschen gleich welcher politischen Richtung auch immer.

    Hier einiges, was nach der Wahl kommen soll:

    Für Hartz IV Bezieher wird aber nach der Bundestagswahl der gesellschaftspolitische Amoklauf weitergehen. Sollten CDU/CSU und FDP, woran derzeit niemand zweifelt, die künftige Bundesregierung bilden, drohen noch mehr Blut, Schweiß und Tränen auf diejenigen zuzukommen, die heute bereits unter dem Existenzminimum ihr Dasein fristen. Die FDP sagt bereits jetzt offen, dass die Regelsätze um 30 Prozent gekürzt werden sollen.

    Auch die Union ist der Auffassung, dass der ALG II Regelsatz zu hoch ist. Hier ist allerdings ein filigraneres und somit auch weit zynischeres Vorgehen geplant. CDU/CSU wollen laut ihrem Regierungsprogramm für ALG II Empfänger sogenannte "Anreize zur Arbeit" schaffen, die nichts weiter beinhalten, als dass die bereits lange geplante Abschaffung der Freibeträge für Zusatzverdienste von rund 100 Euro Brutto auch noch ersatzlos gestrichen werden.

    Nun, scheinbar soll sich Arbeit auch endgültig nicht mehr für die ärmsten der Armen lohnen. Dabei hätte man doch froh sein sollen, wenn die aus eigener Kraft noch etwas dazuverdienen. Da könnte man sich die die sinnlosen Beschäftigungsprogramme der Armutsindustrie sparen ... aber da verdienen sich wahrscheinlich mal wieder Parteifreunde und Verwandte von Entscheidungsträgern eine goldene Nase dran.

    Und ... weiter geht´s:

    Die Pflicht zur Gegenleistung für das stattliche Almosen soll nach dem Willen der Union gesetzlich verankert werden, was nichts weiter bedeutet, dass Hartz IV Empfängerinnen und Empfänger in Zukunft ihre Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung zu stellen haben, ansonsten werde ihnen sämtliche Leistungen ersatzlos gestrichen. Die immer noch auf dem Papier stehende Verpflichtung einer Gemeinnützigkeit bei den 1 Euro Jobs soll dabei ebenfalls komplett wegfallen und die Hartz IV Bezieher sollen, ebenfalls nach dem Willen der Union, auch in der Privatwirtschaft eingesetzt werden können.

    Damit hat die deutsche Wirtschaft endlich Zugriff auf die billigsten Arbeitskräfte der Welt. Sogar Chinesinnen kriegen mit 60 Cent die Stunde mehr. Wir werden das Paradies der Kapitalrendite ... nur haben selber nichts mehr davon.

    Allerdings ... hat die Sache einen Haken, der in anderen Artikeln kaum erwähnt wird:

    Die Bundesrepublik Deutschland hat zwar das Abkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen ratifiziert, jedoch mit der Einführung von Hartz IV schert sich keine Regierung hierzulande mehr darum. In Artikel 2 des ILO-Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeiten wird präzise definiert, dass "jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat" ausdrücklich verboten sind, und zwar sowohl nach Artikel 8 III des internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte (in Deutschland in Kraft getreten am 23. März 1976) als auch nach den ILO-Übereinkommen Nummer 29 und Nummer 105 über die Abschaffung von Zwangsarbeit vom 5. Juni 1957. Ausgenommen sind danach ausdrücklich nur Arbeitspflichten im Rahmen des Militärdienstes, im Katastrophenfall oder Arbeitspflichten, die auf einem Strafurteil basieren.

    Zwangsarbeit ... ist mit geltendem internationalen Recht nicht vereinbar. Sollte es diese perversen Pläne in den Hirnen einiger asozialer Individuen wirklich geben, so würde die Bundesregierung damit einen deutschen Sonderweg einschlagen, der sie international isoliert...und gegen den man mit guter Aussicht auf Erfolg klagen kann. Zur Not vor dem Internationalen Gerichtshof.

    Der Schaden für das Ansehen dieses Landes, 64 Jahre nach Beendigung der NS-Diktatur, wäre gewaltig.

    Insofern kann man sich kaum vorstellen, das die es ernst meinen. Vielleicht nur lautes Getöse, um Menschen wie Herrn Grandt und seine Beifallspender als CDU- und FDP-Wähler zu gewinnen.

    Sollten sie es jedoch Ernst meinen, dann wird es einen Riesenwirbel geben. Und vorsichtshalber kann man diese Pläne der sozialfaschistischen Bourgeoisie kann nicht oft genug zitieren und weit genug verbreiten, denn wenn den Dreck keiner wählt - erspart man sich viel Arbeit.

  • Michael Grandt - Hartz IV Gegendarstellung ... und der Terror im Detail

    Herr Grandt hatte mir erlaubt, seine Gegendarstellung in meinen Blog einzubauen:

    Hallo Herr xxx

    danke, für Ihre klärenden Worte.

    Ich erhalte so viele Zuschriften zum Thema, dass ich leider nicht mehr alle persönlich beantworten kann. Deshalb habe ich einen neuen Content zum Thema und die Reaktionen verfasst, der heute abend oder morgen auf kopp-verlag.de erscheinen wird. Bitte nehmen Sie diesen und bauen ihn in ihren Blog ein (wenn Sie möchten), denn das ist mein Standpunkt,

    beste GRüße
    Michael Grandt

    Ich persönlich ... war nun eigentlich nicht gewillt, zu diesem Thema weiter ein Wort zu verlieren, da mir die Person des Herrn Grandt selbst im Rahmen der bundesrepublikanischen Wirklichkeit nicht so bedeutend ist wie andere, die Ähnliches verzapfen. Zudem schätze ich seine Enthüllungsarbeiten in gewissen - nicht ungefährlichen - Themenbereichen. Da gehört schon eine gewisse Portion Mut zu. Ich verstehe, das er deshalb seine Adresse größtmöglich geheim halten möchte. Jedoch ... diese "Gegendarstellung" kann man eigentlich nicht unkommentiert stehen lassen, erst recht nicht, wenn man selbst die Lawine mit ins Rollen gebracht hat.

    Natürlich ... gibt es auch andere Worte des Herrn Grandt, umso unverständlicher wird es, was folgt.
    Hier zum Beispiel:

    http://info.kopp-verlag.de/news/die-mittelsschicht-ist-abgebrannt.html

    Es kann jedoch nicht angehen, dass die Steuerzahler Lohnsubventionen für Arbeitgeber in Form von ALG II aufbringen oder für Fehlentscheidungen bei Banken bürgen und Arbeitsunwillige subventionieren müssen.

    Nun, das "Gespenst" der "Arbeitsscheuen" ängstigte ja auch die Diktatoren in der NSDAP und der DDR. Darum wurden sie ja auch bestraft. Scheinbar wünschen sich das manche zurück - was ich jetzt dem Herrn Grandt nicht unterstellen möchte. Vielmehr möchte ich ihm dafür danken, das er einen Zusammenhang aufgedeckt hat, der häufig unterschlagen wird: ALG - 2 ist Lohnsubvention für Arbeitgeber ... dank dem beliebten Ein-Euro-Job, den die CDU und die FDP ja jetzt auch für die Privatwirtschaft vollumfänglich zugänglich machen möchte.

    Umso rätselhafter wird diese Gegendarstellung, die das Feindbild des Hartz IV-Empfängers anhand der Auswahl der Zitate eher noch verstärkt.

    Hier ist sie nun in voller Länge:

    http://info.kopp-verlag.de/news/hartz-iv-artikel-loest-helle-empoerung-aber-auch-zustimmung-aus.html

    Das sind die Pro-Stimmen:

    Weitere Statements (Auswahl):

    • »Der Artikel sagt die Wahrheit!«

    • »Ich sehe nicht ein, für Leute zu zahlen, die Schmarotzer sind!«

    • »Ich als Selbstständiger trage das Risiko, während andere in der sozialen Hängematte liegen«

    • »Endlich mal jemand, der sagt, was Sache ist!«

    • »Weiter so mit der Aufklärung gegen die linken Nichtstuer!«

    • »Den Mut zu haben, das auszusprechen, wovor andere Angst haben, ist Mut«

    • »Was Wahrheit ist, bleibt Wahrheit!«

    • »Einige arbeiten hart, die anderen wählen links!«

    • »Weiter so, gegen den Mainstream!«

    und das die Stimmen der ... Untermenschen:

    Einige weitere »konstruktive« Statements (Auswahl):

    • »Primitive Wortwahl eines Rechtsradikalen«

    • »Totengräber unserer Gesellschaft«

    • »Lügner«

    • »Schäbig«

    • »Dummkopf«

    • »Schämen Sie sich!«

    • »Auftragsarbeit der Neo-Liberalen«

    • »Hetz-Artikel à la BLÖD«

    • »Scheiße hoch 10!«

    Mit so einer Auswahl sollte man sich nicht wundern, wenn man wieder als derjenige angesehen wird, der als Speerspitze des Neoliberalismus sich an die Spitze von Sozialfaschisten stellt. Die fleißigen rechten Arbeiter gegen die faulen linken Nichtstuer, die sich zudem noch ... verbal ziemlich daneben benehmen.
    Jedenfalls die, deren Zitate ausgewählt worden sind. Untermenschen, jedenfalls. Möglicherweise aber alles ... Hochschulprofessoren, denen der Kragen geplatzt ist. Müssen ja nicht unbedingt alles Opfer des Systems sein und selbst Hartz IV-beziehen.

    Eine differenzierte konstruktive Auseinandersetzung mit der Problematik kann ich in der Gegendarstellung nicht erkennen, eher ein trotziges: "Ich habe doch recht das sagen viele" .... und die vielen guten fleißigen Menschen kommen ja auch gehörig zu Wort.

    Allerdings kenne ich Bäcker, die das anders sehen, weil sie merken, das sie gegen die Billigbrötchen vom Supermarkt preislich keine Chance haben - erst recht nicht, wo die steigende Zahl von Langzeitarbeitslosen gezwungen ist, die Billigware abzunehmen. Wir haben deshalb ... ein Bäckersterben.

    Ebenso sterben die Metzger ... das Gammelfleisch vom Supermarkt ist preislich so günstig, das es Hartz-IV-Empfänger nicht wagen können, beim Metzger einzukaufen.

    Und die "Reichen" sind zu wenige, als das sie das Ausbleiben der Masse auffangen könnten. In unserem lokalen Blättchen gibt es über diesen Mangel an Konsumkraft regelmäßig Artikel, weil der Einzelhandel eingeht.

    Und diese immer wieder zitierten 700-Milliarden-Euro Sozialbudget ... hätte ich jetzt langsam mal in der Tat gerne aufgeschlüsselt. Der Bundeshaushalt hat da weniger.... er beträgt insgesamt nur 288 Milliarden, 22 Milliarden davon direkt für Hartz IV-Empfänger. Oder ... sind da etwa die Gesundheitskosten mit drin ... die in erster Linie ständig steigende Rekordgewinne der Pharmaindustrie betreffen und ständig steigende Arzthonorare? Und Schweinegrippenzwangsimpfungsprofite? Ja ... das gehört zum Sozialbudget dazu ... aber wie sich diese Supersumme zusammensetzt, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Natürlich sind auch die Kosten für Hartz IV-Empfänger höher ... die Unterkunft und die Heizung wird von der Gemeinde bezahlt. Es werden auch hier mehr als 22 Milliarden werden. Vielleicht 44 Milliarden - aber das ist im Vergleich zum Gesamtbudget dann immer noch verschwinden klein, was 7 Millionen Menschen - viele davon Kinder - an Kosten verursachen.

    Nun, Herr Grandt setzt sich mit seinem Artikel nicht gerade in das beste Licht. Es bleibt ... undifferenzierte Meinungsmache. Ich hoffe nur, das seine Bücher besser recherchiert sind. Ich werde sie auf jeden Fall ... nicht mehr kaufen. Sie waren Gott sei Dank nur mittelfristig im Plan.

    Denn wenn sie von der gleichen Qualität sind wie seine Ausführungen zu Hartz IV ... dann richten sie mehr Schaden als Nutzen an.

    Das Schlußwort des Herrn Grandt:

    Ich habe darauf hingewiesen, dass es mit unserem Sozialstaat nur dann so weitergehen kann, wenn diejenigen, die die Bedürftigen bezahlen, nicht selbst so viele Abzüge haben, dass auch sie von Transferleistungen abhängig werden – das wäre nämlich das Ende unseres Sozialstaates.

    Ich kenne viele fleißige Menschen, die ohne Schuld in Hartz IV gekommen sind, aber leider auch viele, die das System ohne Rücksicht ausnutzen. Darauf wollte ich – in bewusst provokativer Weise – hinweisen.

    Leider falsch, denn: nur ein Bruchteil der Abzüge landet bei dem Hartz-IV-Empfänger. Viel mehr landet über Zins- und Zinseszinszahlungen direkt bei den Banken, und damit das so bleibt, subventionieren wir die - und viele andere Firmen (durch Steuererleichterungen) - mit weiteren Milliarden
    ... auch auf Gemeindeebene.

    Aber um das zu erkennen ... muß man halt seinen Horizont ziemlich erweitern.

    Und wenn man jetzt noch die Steuerhinterziehungen dazu nimmt (wenigstens ein Vorwurf, den man den faulen Sozialschmarotzern nicht machen kann ... die zahlen, was sie nur können) ... wird der Kampf der "guten rechten Arbeiter" gegen die "bösen linken Schmarotzer" vollends gegenstandlos.

    Aber im Hintergrund lachen sich die Profiteure des Systems ins Fäustchen über solche Aktionen ... und genießen ihre 25 % - Rendite auf ihrer Yacht vor den Malediven, während ihr System weiterhin aus "guten rechten Arbeitern" "böse linke Sozialschmarotzer" macht ... Tag für Tag mehr.

    Aber das sind Wahrheiten ... die nun wirklich niemand wissen will. Wäre dann doch zu kompliziert.

    Dann lieber einfach: gut gegen böse. Das zog schon immer....in einfachen Kreisen.

  • Gut und Böse, Hartz IV und Arbeit

    Ich finde, Sonntags ist immer ein guter Tag für besinnliche Themen. Mal ein Tag für grundsätzliche Themen über den Alltag hinaus. Der richtige Tag für philosophische Themen, die den Menschen "an sich" betreffen, jedenfalls diejenigen, die jetzt gerade nicht in der Kirche sind, wo einem klar gepredigt wird, was gut und böse ist.

    Für die alten Griechen, so habe ich mal gehört, war gut und böse ziemlich einfach. Die Griechen waren Ästheten, sie liebten das Schöne. Also mußte für sie das Schöne auch gut sein. Das Häßliche jedoch ... na ja, das war logischerweise nicht ganz korrekt. Die hatten aber auch gut reden, die Griechen. Lebten in einem wunderschönen warmen Land mit Mittelmeerklima. Hatten wunderschöne Städte. Und machten es sich so ziemlich einfach.

    Würde man nun einen Griechen in unsere Hauptstadt versetzen, so würde er - als sinnlich geprägter Mensch mit viel Verstand - wohl erstmal drei Schritte zurück machen: Häßlichkeit, wohin das Auge blickt, Lärm, Gestank, Dreck, Hektik ... er würde heimkehren mit einer Vision der Hölle, einer Hölle, die seine schlimmsten Alpträume in den Schatten stellt und gegen die die Vostellungen des "Orcus", jener Unterwelt der Griechen, wie ein Blick in ein Gesesungsheim für Depressive wirkt. Dann mal gut, das wir alle keine Griechen sind und uns an die ständigen Terrorakte auf unsere Sinne schon gewöhnt haben.

    Und nur gut, das diesem Zeitreisenden zu Hause niemand glauben würde. Man würde es schlichtweg nicht für möglich halten, das Menschen ihr eigenes Lebensumfeld so verunstalten, denn soviel Häßlichkeit macht krank, und Krankheit ist alles andere als "gut". Möglicherweise würden die Griechen doch was unternehmen, um diese Zukunft unmöglich zu machen. Aber den Beginn dieser Zukunft, das römische Reich, hatten sie ja schon als "barbarisch" erkannt und abgelehnt. Primitive Dekadenz erlangte Macht. Man merkte zu spät, wieviel Macht die erreichte.

    Nun, aus unserer Sicht waren die Griechen böse, denn sie hatten Sklaven. Klar, einer mußte ja die Arbeit tun. Arbeit war ... ein lästiges Übel. So lästig, das manche lieber ihr Leben in einem alten leeren Weinfaß am Strande verbrachten als den Tag mit Schufterei zu verbringen, so wie Diogenes zum Beispiel.
    Sein Dialog mit Alexander dem Großen ist natürlich sehr romantisierend, Diogenes hatte auch andere Seiten,
    sollte aber auch zeigen, das man sein Glück gegen Reichtum zur Not mit Verzicht auf denselbigen verteidigen muß.

    Für uns ... völlig fremde Gedanken. Reichtum gilt als Glück. Armut als Unglück. Einfache Gleichung, mit der man am Anfang seines Lebens vollgeschüttet wird und sich dann am Ende fragt: "Wie jetzt? Das soll´s jetzt gewesen sein?" Eine Frage, die sich ein Odysseus nie gestellt hätte - er hatte noch "gelebt".

    Auch für die alten Juden war Arbeit ein Fluch und ein Übel, man schaue sich nur an, mit welchen üblen Wünschen der Herr sie aus dem Paradies vertrieben hat. Fortan mußten sie malochen wie die Tiere.
    War den alten Juden ganz klar, das Arbeit Mist war. Gut war für die alten Juden ganz konsequenterweise nur eins: Gott. Hört sich ja auch ähnlich an, jedenfalls im Deutschen. Darum auch ihre seltsame Haltung zum Tod - sie fürchteten nicht den Tod an sich, der war in Ordnung. Sie fürchteten sich davor, in jenem nachtodlichen Zustand von Gott entfernt zu sein. Das war schlecht.

    Spannender wird es, wenn man sieht (wozu man schon tiefer graben muß, als es ein Landpfarrer jemals tun würde), was denn dieser "Gott" eigentlich war. Es wird spannend, aber auch gefährlich, denn: darüber durfte man ja auf keinen Fall nachdenken. Trotzdem läßt es sich erschließen.

    "Gott" war "Leben", und "Leben" war "Gott".

    Und darum war ihnen auch die Feuerrutsche des damals weithin aktiven Baalskultes, auf der man kleine Kinder lebend in den Feuerschlund der Statue schickte, ein Greuel (und, nebenbei bemerkt, sieht man an diesem kleinen Punkt vielleicht, warum ich dem "Bohemian Grove" sehr skeptisch gegenüber stehe. Es stinkt nach altem Baalskult, was man davon sehen kann und zu hören bekommt) und sie haben ihn ausgemerzt.
    Würden wir heute auch tun.

    Das "Lenen", "Lebendigkeit" als Gott. Gar nicht so abartig, oder? Ich mußte diesen kleinen Exkurs machen, denn auch jenen alten Juden möchte ich kurz in unsere Hauptstadt entführen. Er ist nun ... kein Ästhet. Aber auch er hat eine klare Vorstellung von Glück: im Kreise seiner Familie alt zu werden, mit möglichst viel Vieh und Land. Das ist Reichtum und Glück. Aber wie der ästhetische Philosoph wird auch dieser pragmatische Bauer vor Entsetzen erstmal drei Schritte zurückgehen - auch er ist ein sinnlicher Mensch.

    Als Pragmat wird er nicht gleich weglaufen wollen. Teufel und Dämonen sind ihm aus seiner vorislamischen Umwelt Assyriens, Ägyptens, Babylons und Sumers gut bekannt. Er mag sich nicht, fürchtet sich aber auch nicht sonderlich vor ihnen, da ja sein Gott bei ihm ist....solange er lebt. Er wird das Treiben mehr beobachten ... und eine Kultur des Todes sehen. In den Städten werden Kinder den Blechkutschen rücksichtslos und willkürlich zum Fraß vorgeworfen. In Fabriken und Haushalten sterben Menschen durch Maschinen und durch den "kleinen Blitz", der sie antreibt. Sicherlich - die Auswahl ist zufällig, anders als im Baalskult. Aber geopfert wird weiterhin - in großer Zahl. Und da diese Kultur einen Wert hat, der höher ist als "Leben" ... wird sie für ihn böse sein.

    Nun, schicken wir ihn ... nicht gleich wieder zurück. Unterhalten wir uns ein wenig mit ihm. Über Arbeit.
    Arbeit ist für ihn als Bauer die Grundlage von Reichtum. Von nichts kommt nichts. Gleichzeitig ist sie auch ein Fluch, dem man sich aber nicht entziehen kann ... man hat eben Pech gehabt. Ist eben nicht das Paradies hier, aber Pragmaten wissen sich halt auch hier einzurichten.

    Und dann ... zeigen wir ihm mal mit einfachen Worten unser Konzept von Arbeit. Er wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Maschinen (die er zweifellos als sehr unheimlich empfinden wird, weil er für sie die Kategorie "totes Leben" haben wird) könnten uns von dem Fluch der Arbeit befreien und uns allen Zeit geben, zu griechischen Philosophen zu mutieren, die den ganzen Tag nichts anders im Sinn haben könnten, als die Welt zu verschönern und damit "gut" zu machen. Gut, der alte Jude würde lieber die Zeit zum Beten benutzen, aber das sei ihm überlassen. Stattdessen wir diese Chance aber nutzen ... nehmen wir Millionen von Menschen den Zugang zum Reichtum - die Arbeit - weg und lassen sie wie Sklaven in zweieinhalb-Zimmer-Käfigen dahinvegetieren.

    Es würde uns schwerfallen, diesem einfachen pragmatischen Bauern zu erklären, warum das jetzt "gut" sein soll, denn diese Menschen werden von Geburt an zur ewigen Armut verdammt - und das wird ihnen dann auch noch vorgeworfen. "Sozialhilfedynastien" werden herbeigebetet ... als hätten sich die Menschen dieses Schicksal selbst ausgesucht. Man sollte nicht vergessen, das auch diese Menschen sinnliche Wesen sind ... auf deren Sinne ein fürchterlicher Terror von Geburt an ausgeübt wird - wenn man mal die Maßstäbe einfacher Menschen anlegt, die jahrtausendelang in unterschiedlichsten Kulturen eine rein biologisch begründete Wirklichkeit waren. Das menschliche Auge, so sagt die Medizin, entspannt sich eher beim Anblick eines Waldes als beim Anblick einer Mülldeponie. Einfach mal selbst versuchen ... da steckt schon was hinter...

    Ich wäre auch versucht, einen alten Wikinger herbeizurufen, jedoch fürchte ich zu sehr, er würde sofort zur Axt greifen, sich mit Berserkerwut auf die Utgarddämonen stürzen - das wäre mir mit Hinsicht auf die Folgen für den Straßenverkehr nicht sehr zweckdienlich.

    Also bleiben wir bei dem jüdischen Pragmaten, der mehr und mehr Strukturen des Todes, der Lebensfeindlichkeit beobachtet ... und zu dem Ergebnis kommt, das etwas sehr Böses in dieser Stadt wirken muß. Und damit meine ich nicht Frau Merkel, Herrn Steinmeier oder Herrn Westerwelle.

    Und unsere Form von Arbeitslosigkeit inmitten unermeßlichen Reichtums, wo (Maschinen)Dämonen zur Arbeit verpflichtet worden sind, würde er einfach nur als Folter begreifen. Als absichtliche, gezielte, willkürlich gestreute Folter (im Namen von Hartz IV), die ein Verbrechen gegen das Leben selbst darstellt (und somit gegen seinen höchsten Wert: Gott).

    Wenn wir uns nun noch erlauben, ihm zu sagen, das das die Welt ist, die entsteht, nachdem der Erlöser erschienen ist - wird er uns für verrückt halten. Nun, dafür ist er dann auch wirklich der falsche Gesprächspartner. Denn jenes Gut und Böse, das uns im Sinn steht, ist ihm fremd. Er kennt noch keinen Teufel, keinen Christus, keinen Antichristen. Das ... wird erst viel später ins Spiel gebracht.

    Darum hole ich noch einen dritten Zeugen ins Spiel, einen wirklich bösen Menschen. Jedenfalls, wenn man Griechen, Juden, Germanen, Humanisten, Atheisten oder sonst einen vernünftigen Geist fragen würde.

    Einen katholischen Inquisitor aus der Zeit der Hexenverbrennungen, original bewaffnet mit dem Hexenhammer unter dem Arm. Eigentlich sollte sich doch ein solch finsteres Wesen in dieser Kultur des Todes und der Angst sehr wohlfühlen.

    Was er jedoch sehen wird, ist vor allem eins (wobei wir seinen Blick etwas erweitern müssen): sein Kampf gegen das Böse ist gescheitert, der Satan hat gewonnen. Gut - mit Frauen hat er ein gewisses Problem, das sei ihm zugestanden. Darum geht es mit hier auch nicht, sondern darum, das er etwas sehen wird, das wir wissen, aber nicht sehen wollen.

    Für ihn existiert Samael, der Prinz der Gifte. Für ihn existiert Lillith, die große Hure. Und wenn er in die Hauptstadt der BRD blickt, so wird er sehen, das Gifte überall sind. In der Luft, im Wasser, im Essen, in den Menschen, in der Erde, in den Tieren. Und da "Sex sells", wird er die Herrschaft der Hure Babylon an jedem Plakat, bei jeder Reifenwerbung, in jeder Zeitschrift erkennen. Und auch andere Dämonen wird er erkennen, zum Beispiel Mammon, jenen mächtigen Teufel, der das ganze Leben im Griff hat, ohne dessen Segen es kein Essen gibt, kein Obdach, keine Wärme. Nur giftige Luft und verseuchtes Wasser.
    Und Arbeit ... das zeigen die ein-Euro-Jobs ... hat ihren Wert ohne seinen Segen völlig verloren.
    Arbeit an und für sich - ist wertlos geworden.

    Für ihn wäre es überhaupt keine Frage: die Welt ist zur Hölle geworden, der Antichrist regiert. Und er ... der böse Menschenschlächter ... würde laut schreiend fortlaufen, wahrscheinlich unter das nächste Auto.

    Drei Zeugen aus drei Zeiten. Andere Zeiten, andere Sitten. Jedoch unsere stolze, aufgeklärte, ach so "gute" Kultur kommt bei allen schlecht weg. Weil man Menschen die Arbeit nimmt, die ihnen Reichtum geben könnte und sie in einer Welt voller sinnlichem Terror gefangen hält. Kinderselbstmorde ... ein recht junges Phänomen in der Geschichte der Menschheit ... wären allen dreien aber völlig verständlich.

    In dieser häßlichen Hölle will keiner lange bleiben. Erst recht nicht mit Hartz IV zur ewigen Armut im endlosen Reichtum verdammt, aber mit den negativen Folgen (den "Nebenwirkungen) dieses Reichtums für die Sinne tagtäglich zugeschüttet. Das ist Hölle, Folter, endlose Qual. Wenn man sich aber daran gewöhnt hat ... kann man sich auch hier einrichten. Man merkt es ja kaum noch ... das "Leben" eigentlich viel schöner gedacht war.

    Aber vielleicht sollten wir uns mal an die alten Zeiten, das "natürliche" Leben erinnern, bevor wir uns auf eine Diskussion um die Zukunft einlassen. Damit wir wissen, was unser natürliches Menschenrecht ist, und wie man (dank der Hilfe der Griechen und Irokesen ... aber das ist eine andere Geschichte) auf die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte gekommen ist, ohne die die Welt in einen unsäglichen Abgrund stürzen wird.

    Und Hartz IV ... ist der erste Schritt dahin. Ein kleiner Schritt für einen Kanzler, aber ein großer Schritt für die Menschheit - nur leider in die falsche Richtung.

    Und aus dieser Perspektive heraus ... sind Busse, die mit der Aufschrift "Wahrscheinlich gibt es keinen Gott" durch die Gegend fahren, nur eine zusätzliche Qual, die die allerletzte Hoffnung auf Besserung zunichte macht....und eine ewige Hölle verspricht. Aus guten Gründen zwar, aber der Gegensatz zu "gut" muß nicht immer gleich "böse" sein. Oft genug ist der Gegensatz zu "gut" ... "gut gemeint".

    Und "gut" meinen es ja alle mit uns.

  • Hartz IV - Lügen im Detail ... das liebe Geld

    Es wird ja an allen Ecken und Enden gepredigt, wer Schuld hat an der finanziellen Misere des Landes: die Hartz-IV-Empfänger. Wären die nicht so unglaublich überversorgt, dann würde es Deutschland ja mal so richtig gut gehen.

    Dabei kommt eine Studie zu dem Ergebnis, das das deutsche Sozialsystem nur Mittelmaß ist:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article2026423/Das_deutsche_Sozialsystem_ist_nur_Mittelmass.html

    Scheinbar gelingt es anderen Ländern deutlich besser, das Geld denen zu geben, die es wirklich brauchen, während Deutschland eher zu den Ländern zählt, die mit der Gießkanne durchs Land ziehen und jedem was geben, egal, ob er es braucht oder nicht.

    Und hier, wen es interessiert: die Spitzenreiter:

    http://www.career-contact.de/news/I_08/tschechien_hat_effektivstes_sozialsystem.php

    Wenden wir und nun mal im Detail dem Jahr 2008 zu, das hier mal detalliert aufgeführt wird.

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2007/07/2007-07-04-haushalt-arbeit-und-soziales.html

    Der Posten Arbeit und Soziales ist mit Abstand der Größte. Aber was davon bekommen eigentlich die ALG II-Empfänger?

    21 Milliarden Euro davon sind für das Arbeitslosengeld II eingeplant.

    Aber die kriegen noch mehr, zum Beispiel sind für Puzzle legen, Kommunikationstraining, Bewerbungstraining und den ganzen Ramsch nochmal 10 Milliarden Euro eingeplant - knapp 50 % dessen, was für Essen, Kleidung, Schulbedarf, Möbel, Haushaltsgeräte etc. im Plan ist.

    7 Millionen Menschen erhalten 21 Millarden Euro. Das wären ... 3000 Euro im Jahr. Das kommt hin - wenn man den Regelsatz der Kinder mit im Auge hat.

    Wenden wir uns nun dem Jahr 2009 zu. Im Plan ... steigen die Ausgaben für Arbeit und Soziales, wobei die Ausgaben für Renten den dicksten Batzen ausmachen.

    http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_66990/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/Bundeshaushalt/007__anl__3,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

    Die Bundeswehr bekommt ... 2009 31 Milliarden Euro. Ist also deutlich teurer als Harz IV. Es ist zwar kein Krieg, aber ... Geld für einen haben wir auf jeden Fall.

    Das Ministerim für Stadtentwicklung, Straßenbau und Infrastruktur erhält 25 Milliarden Euro. Wir haben zwar kein Geld, aber für blinde Bauwut haben wir immer noch mehr übrig als für Arbeitslose und ihre Kinder.

    Der Etat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales soll auf 123,59 Milliarden Euro erhöht werden, damit bleibt es der größte Einzeletat mit einem Plus von 77 Millionen Euro. Grund für die Erhöhung ist unter anderem, dass die Kosten für das Arbeitslosengeld II 2008 um 800 Millionen Euro höher ausfallen als zunächst geplant. Auch soll mehr im Bereich der Kinderbetreuung investiert werden, darum erhält das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 6,38 Milliarden Euro und damit 1,8 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2008. Die Ausgaben für das Elterngeld steigen um 255 Millionen Euro.

    Für Kinder selbst ist wenig Geld da, aber für ihre Betreuung werden erstmal 1,8 Milliarden Euro mehr ausgegeben. Möglicherweise könnte man der Kinderarmut besser entgegenwirken, wenn man das Geld den Eltern zukommen ließe, die ja ... infolge der Arbeitslosigkeit ... die Kinder besser betreuen könnten.
    Aber: wo kämen wir da hin!

    Im übrigen ... ist Hartz IV billiger als der Schaden, der durch Steuerhinterziehung entsteht:

    http://www.focus.de/finanzen/steuern/steuerhinterziehung/steuerhinterziehung_aid_11322.html

    Der LinzerWirtschaftsprofessor Friedrich Schneider berechnete, dass Normalverdiener in Deutschland mehr Steuern als Reiche hinterziehen. Schaden für den Fiskus durch Steuernormalos und Top-Verdiener: bis zu 25 Milliarden Euro pro Jahr.
    Was von den Maßnahmen der ARGEn zu halten ist, hat jetzt der Bundesrechnungshof mal erwähnt:

    http://www.tagesschau.de/inland/arbeitslosenvermittlung100.html

    Auch bei den Ein-Euro-Jobs stellt der Bundesrechnungshof Mängel in der Betreuung fest. Für zwei Drittel der geprüften Fälle sei mindestens eine der benötigten Voraussetzungen für die Förderung dieser Arbeitssuchenden nicht erfüllt gewesen. Zudem sei die Vermittlung von Ein-Euro-Jobbern in drei von vier Fällen weitgehend wirkungslos geblieben.

    Da sieht man mal wieder, wie zehn Milliarden wirkungslos verpuffen, aber eine ganze Armutsindustrie beschäftigen.

    Möglicherweise kommt man deshalb zu dem Schluß, das bei uns das Geld nicht dort ankommt, wo es gebraucht wird ... bei den Armen. Das sie zu teuer sind, dürfen sie sich aber jeden Tag anhören.

    Doch schauen wir noch mal, wo denn sonst noch so Geld zum Fenster herausgeschmissen wird. Immer wieder schön: ein Besuch beim Bund der Steuerzahler.

    http://www.steuerzahler.de/webcom/show_article.php/_c-92/_nr-1/_lkm-23/i.html#1

    30 Milliarden Euro an Steuergeldern werden schätzungsweise Jahr für Jahr verschwendet, d.h. Bund, Länder und Gemeinden könnten mühelos zweistellige Milliardenbeträge einsparen, wenn weniger sorglos, weniger großzügig und dafür aber effizienter mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen würde.

    Die Beispiele der Verschwendung reichen von maßlosen Baukostenüberschreitungen, Beschaffungspleiten, unnötige Politikerreisen, wertlose Gutachten, unsinnige Subventionen bis hin zu teuren Schildbürgerstreichen, unsinnigem Bürokratismus und Korruption. Der Bund der Steuerzahler veröffentlicht jedes Jahr im Herbst sein Schwarzbuch 'Die öffentliche Verschwendung', in dem skandalöse Beispiele von Steuergeldverschwendung dokumentiert werden.

    Teilt man übrigens die 288 Milliarden durch 80 Millionen Bundesbürger, so wird im Schnitt für jeden Bürger 3600 Euro ausgegeben. Für seine Verwaltung, seine Verteidigung, seine Autobahnen, seine Rente und sein Arbeitslosengeld.

    Wem also Hartz IV zu teuer ist, könnte doch einfach mal 10 Milliarden bei der Bundeswehr kürzen, 10 Milliarden beim Straßenbau, 1 Milliarde bei der Kinderbetreuung und das Geld wäre wieder drin.

    Oder alle zahlen einfach mal ordentlich Steuern - und wir sind aus dem Schneider.

    Oder wir hören mal auf mit der Schwarzarbeit ... 348 Milliarden sind ja wirklich kein Pappenstil.

    http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/schwarzarbeit_aid_232186.html

    Das könnte schon genug Steuern einbringen, wenn man da nur die Mehrwertsteuer berechnen würde.

    Ach ja, was kosten uns eigentlich die Politiker im Bundestag? Interessierts jemanden? Ich habe da was:

    Deutscher Bundestag .............................................................. 632,50 667,29 +5,5
    Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt ................................. 1 749,41 1 793,16 + 2,5 %

    http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_66990/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/Bundeshaushalt/007__anl__3,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

    Also, so eine Bundeskanzlerin kostet fast dreimal soviel wie der Bundestag? Und warum müssen deren Ausgaben gerade jetzt steigen? Wir haben doch Krise? Ich sage mal ... wir kürzen hier dreißig Prozent.
    Es trifft keine Armen, und über 800 Millionen Euro.

    Eine dreißigprozentige Kürzung von Hartz IV würde im Übrigen nur 7 Milliarden Euro einbringen ... aber einen Riesenschaden an der künftigen Generation anrichten. Allein die neu beschlossenen Krippenplätze
    kosten: 2,15 Milliarden Euro.

    http://www.bundestag.de/dasparlament/2007/49/WirtschaftFinanzen/18534144.html

    Übrigens, der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt ist ... die "Bundesschuld", also Zinsen und Tilgungen für Kredite, die wir zum Aufbau Ost, zur Finanzierung der EU und zur Subventionierung einer unfähigen Wirtschaftselite aufgenommen haben. 42,45 Milliarden Euro beträgt dieser Posten. Und dieses Geld leiht man sich von ... Banken. Doppelt soviel wie die Hartz-IV Kosten - jedenfalls jene, die direkt bei den Bedürftigen ankommen.

    Aber unsere Marine beschützt ... wie ich letztens in den Nachrichten gehört habe ... "deutsche" Schiffe mit rumänischer Mannschaft die unter der Flagge eines Karibikstaattes laufen - um Steuern zu sparen.
    Ganz legal Steuern zu sparen...denn was da noch alles zum Fenster hinausgeworfen wird, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.

    Aber eins dürfte klar sein: die Hetze gegen Hartz IV-Empfänger ist nichts weiter als tumber Populismus der billigsten Art - und kostet enorme Zeit, die man besser dafür investieren würde, die wahren Löcher im Haushalt zu stopfen.

    Dann könnte man Hartz IV verdoppeln, eine angstfreie, kreative produktive Gesellschaft schaffen ... anstatt eine Lasteselfarm zu betreiben.

    Noch ein Nachtrag von einem Blogfreund:

    http://businessinarabia.blog.de/2009/06/04/wusstet-6233940/comment_ID/10506966/comment_level/1/#c10506966

    ......dass ein Bauarbeiter in den Vereinigten Arabischen Emiraten 7 Tage die Woche, 12 Stunden am Tag arbeitet.
    Fuer einen Gehalt von ca. 200€ !!!!!!!!!!!!!!!!!!! - mehr nicht.......

    .........dass ein Bauarbeiter mit einem Gehalt von 200€ nach 5 - 10 Jahren arbeiten in Dubai, in seiner Heimat (meist Pakistan) eine Villa kaufen kann !!!!!! - Kehrseite der Medaille .

    Wie lange müßte eigentlich ein Bauarbeiter in Deutschland für eine Villa arbeiten? Bzw. was hat er nach 45 Jahren Arbeit von seiner Lebensleistung? Einfach mal nachdenken ... und schon wird dieses Land wieder sehr arm.

  • Rentenlüge 2009 und der dumme deutsche Lastesel

    Bei uns wird im Jahre 2009 ja stark diskutiert, das wir die Rente ab 69 dringend brauchen, weil wir uns mehr nicht leisten können. Schon bei der Rente ab 67 sind wir wohl dicht am Staatsbankrott und dem Kollaps der Rentenversicherungen vorbeigeschrammt.

    Deutschland ist die stärkste europäische Industrienation. Wir sind die stärksten Nettozahler der EU. Und wir sind die blödesten Lastesel, die es auf dieser Welt gibt. Das ist mir klar geworden, als ich gestern noch diesen Artikel las:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article4178708/Wie-andere-Laender-das-Rentenproblem-bekaempfen.html

    Wie andere Länder das Rentenproblem bekämpfen Von Florian Hassel 24. Juli 2009, 10:22 Uhr
    Viele Staaten kämpfen gegen Überalterung und hohe Rentenausgaben. Zum Teil mit radikalen Ansätzen. Mit weniger Rente und höherem Eintrittsalter allein ist es jedoch nicht getan. Denn für arbeitswillige Rentner müssen auch Arbeitsplätze vorhanden sein. Das größte Problem hat China zu lösen.

    Das hatte mich dann doch mal interessiert, wie schlecht des denn wohl den anderen geht, wenn wir, die reichen sozialen Deutschen, bis 69 arbeiten gehen sollen. Ich erwartete wohl ... Zwangsarbeit bis 100,
    jedoch ... was kam, war wie ein Schlag ins Gesicht:

    Der 11. Mai 2009 ist kein schöner Tag für Ungarns Rentner. Die Regierung von Notpremier Gordon Bajnaj setzt im Parlament eine Rentenreform durch: Das Rentenalter steigt von 2012 an innerhalb von fünf Jahren von 62 auf 65 Jahre

    Was unterscheidet eigentlich die Ungarn von uns Deutschen? Sind die reicher? Fleißiger? Legen die ihre Rentengelder besser an - vielleicht bei Ackermann - und können so früher als wie die Füße hochlegen?
    Ab 2012 fangen die an, Schrittweise das Rentenalter zu erhöhen, bis sie endlich ein Niveau erreicht haben, von dem wir nur noch träumen können.

    Ich verstand die Welt nicht mehr. Und las weiter. Das hätte ich lassen sollen.

    Italien feiert es schon als Reform, dass das Rentenalter von heute 58 von 2013 an auf 61 Jahre steigen soll. Auch dann wird freilich jeder Italiener unabhängig von seinem Alter in Rente gehen dürfen, wenn er mindestens 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat.

    Rente mit 58. In Italien. Steigt ab 2013 auf grausame 61 Jahre.

    Bezahlt durch den fröhlichen deutschen Steuerzahler, dem die EU ja so wichtig ist?

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich habe prinzipiell nichts gegen die EU. Ist irgendwie eine feine Idee ... und schützt vor deutschnationalen Strunzköpfen. Aber das die alten Leute des reichsten Landes der EU malochen sollen bis zum Umfallen, während die anderen schon seit zehn Jahren die Füße hochlegen und sich die deutsche Schufterei bei einem Glas Vino in Ruhe anschauen, das scheint mir nicht gerade ein Ausbund an Gerechtigkeit zu sein.

    Ich habe auch nichts gegen die Rente mit 58. Ein ganz normaler Amazonasindianer arbeitet pro Tag - um seinen Lebensunterhalt zu sichern - drei Stunden. Dann hat er genug Essen zusammen, seine Hütte repariert und kann fein berauscht den jungen Damen nachstellen oder in Ruhe gucken, wie die Sonne untergeht.
    Wir dürfen nach drei Stunden doch nicht mal Mittag machen.

    Es spricht auch - aus vielerlei Gründen - überhaupt nichts gegen Arbeiten. Aber: sollte man nicht irgendwie von der ganzen Schufterei auch mal was haben? Würden wir im Wilden Westen leben und derart schuften, dann hätten unsere Familien an unserem Lebensende eine große Ranch.

    Auf uns jedoch warten Altenheime mit "hochmotivierten" ein-Euro-Jobbern ... oder Pflegeroboter.

    Wenn wir Glück haben.

    Denn jetzt kommt ja noch die Krise:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article3983601/Die-Wirtschaftskrise-frisst-die-Renten-auf.html

    Und in dem Zusammenhang erfährt man, das die Deutschen wirklich die dummen Lastesel der Welt sind:

    Die OECD merkt an, dass die Senioren heute in Deutschland im internationalen Vergleich „in einer komfortablen Situation“ seien. Weniger als zehn Prozent der über 65-Jährigen leben unter der Armutsgrenze. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 13,3 Prozent.

    Allerdings droht die Altersarmut langfristig wegen der Rentenreformen zuzunehmen. In keinem anderen Land seien Geringverdiener über das staatliche Rentensystem so schlecht abgesichert wie hierzulande, heißt es in der Studie. „Wer heute als junger Mensch ins Arbeitsleben eintritt und über die gesamte Erwerbskarriere unterdurchschnittlich verdient, dem wird durch die gesetzliche Rente ein so geringer Anteil seines Einkommens ersetzt wie in keinem anderen OECD-Land.“ Auch die Grundsicherung im Alter sei im internationalen Vergleich sehr niedrig.

    Und da wundert man sich, das junge Leute kaum noch Lust auf Ausbildung und Arbeit haben? Sind vielleicht einfach nicht so blöd, wie die Pisa-Studie vermuten läßt.

    Und alle wollen noch weiter fleißig SPD und CDU/CSU, FDP und Grüne wählen, die uns ausnehmen wie eine Weihnachtsganz, um auf dem internationalen Parkett glänzen zu können?

    Wir rackern uns ab wie die Blöden, um am Ende ein Gnadenbrot zu bekommen?

    Wie blöd muß man eigentlich sein, um das toll zu finden?

    Also ehrlich, von keinem meiner Artikel würde ich so sehr wünschen, das er bundesweit in jedem Briefkasten landet, wie von diesem hier. Auch wenn er wahrscheinlich wieder nichts bewirken würde.
    Aber einen offenen Brief an die Kanzlerin wäre das doch wohl schon wert, oder? Wegen dem Amtseid.

    Was der Rest des Volkes sagen wird, kann ich mir schon denken.

    "Iiiih - ah, Iiiii- ah".

    Und trottet weiter.

  • Michael Grandt und Hartz IV bezahlt mein Bier - Gegendarstellung

    Aus gegebenem Anlaß unterbricht die Redaktion des Eifelphilosophen ihr aktuelles Programm. Der Bestsellerautor Michael Grandt hat sich per E-Mail mit mir in Verbindung gesetzt und sich über den angeblich diffamierenden Charakter des Artikel beschwert.

    Die Diffamierung der Person des Michael Grandt lag nicht in meiner Absicht, noch ist das aus meiner Sicht geschehen.

    Ich habe Herrn Grandt eingeladen, an dieser Stelle eine Gegendarstellung zu bringen, die seine Person in ein seiner Meinung nach richtiges Licht rückt.

    Hierzu möchte ich im Vorfeld jedoch einige Worte verlieren. Ich bin auf den Artikel des Herrn Grandt durch empörte Leser dieses Blogs aufmerksam gemacht worden, die sehr ... zornige Meinungen geäußert haben.
    Ich wünsche ausdrücklich nicht, das Herr Grandt im Rahmen seiner Gegendarstellung und der Erläuterung der Absicht seines Textes an diesem Ort Opfer von Mobbing wird. Wenn Herr Grandt einen Meinungsaustausch wünscht, so möchte ich, das er sachlich bleibt, das von Beleidigungen, Unterstellungen und persönlich verletzenden Äußerungen Abstand genommen wird.

    Ich fände es sehr begrüßenswert, wenn Herr Grandt die Gelegenheit nutzt, seine ... vielleicht falsch verstandenen Äußerungen ... an dieser Stelle umfassend zu kommentieren.

    Ich möchte darauf hinweisen, das ich eine nicht sachliche Diskussion schnellstmöglich durch Löschung der Kommentare beenden werde - ohne Ansicht der Personen, die sich in diesem Zusammenhang nicht beherrschen können ... obwohl ich für den Zorn, der in dieser Hinsicht bei den Betroffenen und angeprangerten Hartz - IV - Empfängern herrscht, persönlich Verständnis habe. Eben aus diesem Verständnis heraus entstand der vorherige Artikel.

    Und nun: Herr Grandt ... ?

  • Terroralarm Deutschland: Asozialenofffensive im Herbst befürchtet

    Die Redaktion des Eifelphilosophen unterbricht aus gegebenem Anlaß das aktuelle Programm, um eine akute Wanrmeldung herauszugeben. Nach in der Regel gut unterrichteten Kreisen ist ab dem 27.9.2009 mit einer verstärkten Asozialenoffensive zu rechnen. Die Ziele dieses Terroraktes wurden nun an ungewohnter Stelle
    eindeutig definiert:

    http://info.kopp-verlag.de/news/hartz-iv-zahlt-mein-bier-oder-wer-arbeitet-ist-der-dumme.html

    Zitat:

    Immer weniger Erwerbstätige müssen immer mehr »Bedürftige« ernähren und finanzieren. Die Waage kippt – wann ist der Sozialstaat vollends am Ende?
    Es gibt in Deutschland etwa sieben Millionen Hartz-IV-Empfänger, 3,5 Millionen Arbeitslose, rund zwei Millionen Pflegefälle und 20,4 Millionen Rentner. Nicht zu vergessen derzeit etwa 1,4 Millionen Kurzarbeiter, die ebenfalls (teilweise) vom Staat unterstützt werden. Dagegen stehen knapp 40 Millionen Erwerbstätige.

    Hartz IV - Empfänger, Arbeitlose, Rentner, Kurzarbeiter, Pflegefälle....und wie in gewissen Kreisen üblich, nimmt der Autor die Hartz-IV-Empfänger gezielt auf´s Korn, weil für die schon ein Folterinstrumentarium geschaffen worden ist.

    Der Autor ist der in vielen Kreisen geschätzte Enthüllungsjournalist Michael Grandt. Er liefert auch gleich indirekt eine Lösung des Problems.

    Zitat:

    Wir sind der Staat, wir sind auch diejenigen, die Steuern zahlen und wir sind die, die Bedürftige damit unterstützen.

    Also ... sind im Umkehrschluß die "Bedürftigen" Rentner, Pflegefälle, Kurzarbeiter, Arbeitslose, Hartz - IV-Empfänger NICHT der Staat? Ist es das Ziel der Kampagne "Hartz IV zahlt mein Bier" ... für das es wohl dann bald Aufkleber zu kaufen gibt ... die Entstaatlichung, Entrechtung und Ausbürgerung von 50 % der Bevölkerung?

    Ein besonderes Rätsel scheint mir zu sein, wieso ein ansonsten kritischer Mensch wie Michael Grandt
    eine so hetzerische, unkritische Stellungnahme verbreiten kann, von der sich der Kopp-Verlag selbst wie üblich distanziert...warum er es dann aber trotzdem veröffentlicht, bleibt ungeklärt, es sei denn, man möchte sich der Meinung der von mir NICHT geschätzten Seite Eso-Watch anschließen:

    http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=258

    Er scheint sich wohl in die Reihe der unsäglichen Mietmäuler einreihen zu wollen, wie z.B. auch unser berüchtigter Bert Ehgartner, der wohl alles behaupten würde, solange sich eine Gelegenheit bietet, um Aufmerksamkeit zu erregen und um ein Publikum für sich gewinnen zu können.

    Das ist ein harter Vorwurf....aber es ist auch ein harter Text mit meiner Meinung nach volksverhetzenden Tendenzen. Wer länger sucht, wird von Michiael Grandt auch diese Warnung vor weltweiten Revolten finden:

    http://www.tacheles-regional.de/index.php?id=683&tx_jppageteaser_pi1[backId]=11

    Die Nocharbeitsplatzbesitzer ... die täglich weniger werden ... gegen die Arbeitsenteigneten, die täglich mehr werden - und zudem gegen Rentner, Kranke und ... Kinder, denn die vergißt der Herr Grandt in seiner ominösen Rechnung von 40 Millionen arbeitenden Staatseignern gegen 40 Millionen "Leistungsempfänger" einfach mal. Ist das die "Revolte" die er meint?

    Besuchen wir den Enthüllungsautor zu Hause.

    http://www.michaelgrandt.de/

    Unter "Tätigkeitsfelder" finden wir auch Folgendes:

    Auftragsarbeiten: Biographien, Auftragsbücher, Wirtschafts-Artikel, Contents, etc.

    Auftragsarbeiten ... Wirtschaftsartikel. Gut.

    Na, in vielen Medien wurde ja schon vor den beginnenden Verteilungskämpfen gewarnt. Und gerade Journalisten sind angesichts der wachsenden Flut von gratis recherchierenden Bloggern eine aussterbende Art.

    Der Kopp-Verlag war schon einmal gezwungen, einen Artikel der Herrn Grandt zu "modifizieren":

    http://nachsichten.anthroposophie.de/index.php?/archives/34-Michael-Grandt-und-der-Voelkermord-an-den-Palaestinensern.html

    --> Update-Info vom 9. Januar:
    Achtung, Achtung! -- Der Völkermord an den Palästinensern findet doch nicht statt. Anthroposophie-Kritiker Michael Grandt hat es sich anders überlegt. Der Kopp-Verlag hat offenbar kalte Füße bekommen und den Artikel von Michael Grandt nun in abgemilderter Version ins Netz gestellt. Es ist im Titel nun nicht mehr von "Massenmord" die Rede (nur noch weiter unten im Text) und den "Völkermord" haben sie ganz rausgenommen.

    Michael Grandt war nie vor Ort. Sonst hätte er vielleicht gemerkt, das die Palästinenser nicht nur
    im israelischen Lager Feinde haben:

    Wir von NWA 2.0 fragen uns derweil, wie es kommt, dass auch der muslimische Bruderstaat Ägypten seine Grenze zum Gaza-Streifen geschlossen hält und wie es kommt, dass der größte Teil der finanziellen Unterstützung aus der EU und den USA fließt und ferner fragen wir uns, wie es sein kann, dass auch die praktischen Hilfsleistungen nicht über Ägypten, sondern über Israel nach Gaza gelangen?

    Bei aller zu Gebote stehenden Kritik der israelischen Militäreinsätze war es auch mir neu, das der muslimische Bruderstaat Ägypten seine Grenzen ebenfalls geschlossen hält. Warum wird denn so etwas in dieser Diskussion nicht untersucht?

    Nun, hier weichen wir fast vom Thema ab. Fast weil ... der Terror zuerst in den Medien beginnt. Durch Lügen, hetzerische Artikel, Fehlinformationen, gekaufte Journalisten und ähnlichen Kampagnen, die nur ein Ziel haben: Massen von Bürgern gegeneinander aufzuhetzen ... in Deutschland und in der Welt.

    Aus diesem Grunde rechnet die Redation des Eifelphilosophen mit einer groß angelegten Offensive der asozialen Elemente der Bevölkerung gegen die, die die Hilfe des Sozialstaates momentan dringend brauchen ... und auch sehr viel dafür bezahlt haben.

    Und nicht vergessen: sozial ist der, der an Andere denkt, der in Gemeinschaft denkt und die Gemeinschaft zukunftsfähig halten möchte. Asozial der, der nur an sich selber denkt.

  • Guido Westerwelle und der Untergang der sozialen Marktwirtschaft

    Also, neben allem anderen gehen so manche Bonbons ja einfach unter. Zum Beispiel dieses hier:

    Schon mehr als zehn Jahre ist es her, daß im Deutschen Bundestag ein junger - schlanker! - Sprecher der FDP ans Rednerpult trat. Wir schreiben den 14. März 1996. Der Redner heißt Guido Westerwelle, damals schon Generalsekretär der FDP. Und seine Proklamation zum "schlanken Staat" hatte folgenden Wortlaut:

    "?die eigentliche Frage bei der Debatte ?schlanker Staat' aus meiner Einschätzung viel grundsätzlicher. Es geht nämlich darum, wie wir eine Bewegung in Deutschland stoppen können, wo immer mehr Freiheiten und immer mehr Rechte beim einzelnen Bürger angesiedelt werden, aber immer mehr Pflichten und immer mehr Verantwortung beim Staat."

    Das habe ich bei meinem Blogfreund Grilleau gefunden, und zwar hier:

    http://grilleau.blog.de/2009/07/22/schlanker-staat-hungertod-demokratie-6567347/

    Ich frage mich, welche Bewegung möchte denn der Herr Westerwelle? Immer mehr Pflichten und Verantwortung beim Bürger, immer mehr Rechte und Freiheiten beim Staat? Hmmm ... also, wozu brauchen wir denn dann noch den Staat, Herr Westerwelle? Der ist doch kein Selbstzweck, sondern eine Verwaltungseinrichtung der Bürger.

    Das wäre ja so, als wenn der Fußballverein die Spieler nur noch als störend empfindet, sie zum Rasenmähen und zum Vereinsheimputzen befiehlt, damit der Vorstand in Ruhe die Vereinsbeiträge verteilen kann.

    Also, irgendwie macht das für mich noch nicht so richtig viel Sinn, denn der Bürger ist doch der Souverän, also der BOSS, und er hat den Staat doch gegründet, damit er möglichst viel Rechte und Freiheiten als Individuum bekommt .... Rechte, Freiheiten - und Schutz.

    Nehmen wir das Beispiel einer Versicherung: die Beiträge werden doch nicht gezahlt, um den Konzern groß zu machen, sondern um persönlich gegen Risiken abgesichert zu werden. Sicher, für den Konzern wäre es schöner, wenn keiner Leistungen fordert sondern nur Beiträge zahlt....so wie das gerade durch die Agenda 2010 für ältere Arbeitslose praktiziert wird, die Unsummen einbezahlt haben, aber nichts bekommen ... außer Druck, Schmähungen und Ärger.

    Und überhaupt ... der Staat, wenn ich mich recht erinnere, bin ICH ... und die achtzig Millionen anderen ICH´s, die hier herumlaufen.

    Nun, ich versuche, das Geheimnis Guido Westerwelle und sein Staatsverständnis zu ergründen.

    Und finde ein Zitat von ihm über seine Politik:

    "Meine Politik fördert die Fleißigen, schützt die Schwachen und bestraft die Faulen. Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit." - Guido Westerwelle, Interview in FOCUS, 3. November 2003

    Das Zitat gibt´s hier, doch hier gibt´s noch mehr:

    http://de.wikiquote.org/wiki/Faulheit

    "Faulheit denkt scharf." - Aus Deutschland
    "Faulheit ist die Mutter des Fortschritts." - Aus Deutschland
    "Faulheit ist die Triebfeder des Fortschritts." - Aus Deutschland

    Aha. Faulheit ist die scharf denkende Triebfeder und Mutter des Fortschritts. Ist mir schon irgendwie logisch, den Flugzeuge und Schiffe haben wir ja erfunden, um nicht nach Amerika schwimmen zu müssen.
    Bequem geht anders ... von den Haien mal ganz abgesehen.

    Und die Menschen, die als scharf denkende Triebfeder des Fortschritts diesen vorantreiben wollen, die möchte der Herr Westerwelle bestrafen ... da versteht er mal keinen Spaß. Da sind wir ja schon mal einen Schritt weiter.

    Was sagen denn andere zu dem Herrn Westerwelle? Schauen wir mal hier:

    "Eine geschiedene, kinderlose Ostdeutsche und ein schwuler Liberaler an der Spitze von Union und FDP - das wäre ohne Rot-Grün nicht möglich gewesen." - Daniel Cohn-Bendit, DER SPIEGEL, 19. August 2005

    "Schmalspuragenda sagt ein Schmalspurpolitiker." - Joschka Fischer, zur Kritik von Guido Westerwelle an der Agenda 2010 in der Debatte zur Vertrauensabstimmung, 1. Juli 2005, bundestag.de

    "Wir begrüßen es, dass Guido Westerwelle und die FDP-Fraktion auf ihre Diäten verzichten wollen." - Niels Annen, zur Forderung von Westerwelle, Politiker zukünftig nach Leistung zu bezahlen, zititert in die-tagespost.de, 1. August 2002

    Ein schwuler, liberaler Schmalspurpolitiker, der keine Leistung bringt. Nun ... das ist nicht gerade
    schmeichelhaft, wie mit Herrn Westerwelle umgegangen wird. Die nehmen ja echt kein Blatt vor den Mund, und als Außenminister lehnt ihn die überwältigende Mehrheit der Deutschen (63%) ab:

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/3390/umfrage/guido-westerwelle-als-deutscher-aussenminister/

    Aber ich komme schon einen Schritt weiter. So, wie er empfunden wird in der Öffentlichkeit, wird man wohl kaum sagen können, das er zu den "Starken" gezählt werden kann. Deshalb beschützt seine Politik die
    Schwachen. Also ... er schützt sich selbst. Macht dann Sinn, wenn man nach Staatsämtern strebt, das man dem Bürger viel aufladen möchte, denn man selbst ... könnte es nicht stemmen.

    Und die Fleißigen will er fördern. Nun ... das verwirrt, denn er und die FDP werden ja nicht gerade für fleißig gehalten. Seltsam, wieder ein Rätsel. Ich forsche weiter in den Zitaten:

    "Leistung muss sich lohnen, und wer arbeitet muss mehr haben als der, der nicht arbeitet. Wenn das nicht mehr beachtet wird, ist die soziale Marktwirtschaft gefährdet." - ftd.de

    Wer arbeitet, muß mehr als der haben, der nicht arbeitet, sonst ist die soziale Marktwirtschaft gefährdet.
    Und die soziale Marktwirtschaft ... geht ja auch gerade den Bach herunter, also haben wir hier ein hochaktuelles Thema.

    Schauen wir doch mal, das der Herr Westerwelle so hat, vielleicht bringt uns das weiter. Man findet manches ... hier:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_guido_westerwelle-650-5485---nebentaetigkeiten.html

    BCA AG, Bad Homburg,
    Vortrag, März 2009, über 7.000 Euro

    CSA Celebrity Speakers GmbH, Düsselsdorf,
    Vortrag, März 2009, über 7.000 Euro

    Rednerdienst & Persönlichkeitsmanagement Matthias Erhard, München,
    Vortrag, März 2009, über 7.000 Euro

    Alleine im März ... neben den Bezügen als Abgeordneter und FDP-Guru über 21000 Euro für ... drei Vorträge
    eingestrichen? Und dazu kommen ja noch viel mehr Tätigkeiten, die vielleicht erklären, warum der gute Herr Westerwelle bei so vielen Abstimmungen gar nicht dabei war:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_guido_westerwelle-650-5485---abstimmungsverhalten.html#abstimmungsverhalten

    Also, die letzten zwei Monate war er bei sechs Abstimmungen viermal nicht dabei und einmal dagegen.
    Nennt man das ... fleißig? Ich glaube nicht. Aber lohnen tut sich das ... ohne Ende. Und das gefährdet ja die soziale Marktwirtschaft. Warum will er also mit seiner Politik die Fleißigen schützen, wo er selber gar nicht dazugerechnet wird?

    Nun, langsam wird es deutlich.

    Die Fleißigen werden gefördert, damit sie die Vorträge bezahlen können, der schwache Guido wird geschützt und zwar vor den scharfsinnigen Denkern des Fortschritts, denn: Fortschritt bedeutet Veränderung....und Veränderung täte manchen nicht gut, denn das könnte an die Diäten gehen. Andererseits ... bedeutet das Beibehalten dieses Systems doch den Untergang, denn wenn Westerwelle für drei Vorträge mehr Geld bekommt als andere, die den ganzen Monat an der Werkbank standen ... dann findet er das doch selbst nicht in Ordnung, weil dann die soziale Marktwirtschaft in Gefahr ist. Aber vielleicht ... will er die gar nicht ...

    Na klar! Und deshalb muß der Staat als eigenständige Westerwelleschutzanstalt umgebaut werden, weil die leistungslosen FDP-Politiker sonst ihren Schutz verlieren würden....mangels Sozialstaat.

    Puh ... jetzt habe ich das Geheimnis endlich gelüftet! War das ein hartes Stück Arbeit. Gehöre ich jetzt zu den Fleißigen, die gefördert werden? Wieviel ... gibt´s denn da ....?

  • ARGE-Widerstand - der Partisan im Einsatz: Zwischenbericht

    Vor einiger Zeit fingen wir an, eine Aktion zu begleiten, die von einem unserer Meinung nach heldenhaften Menschen getragen wird.

    http://eifelphilosoph.blog.de/2009/07/13/arge-widerstand-partisan-einsatz-teil-6503114/

    Nun, einige interessieren sich vielleicht dafür, wie es denn weiterging mit Che Argevarra. Manche warteten vielleicht schon auf Sensationen, bissige und böse Kommentare, heftige Auseinandersetzungen vor Gericht ... jedoch muß ich das Publikum enttäuschen.

    Das Schreiben wurde von der Sachbearbeiterin kommentarlos entgegengenommen.

    Und bis heute ... gab es keine Reaktion.

    Ich dachte, ich teile das an dieser Stelle einfach mal kurz mit. Che Argevarra lebt noch, er ist immer noch sehr zornig und immer noch fest entschlossen, ein Zeichen zu setzen, auch wenn er dafür hungern muß.

    Gegebenenfalls würde ich aber anregen ... ein Spendenkonto einzurichten. Irgendwann mal, nur für den Notfall.

  • Widerstand ... ich hätte da eine erste Idee. Und Grilleau eine Zweite.

    Ich weiß nicht, ob es so klug ist, sie hier zu veröffentlichen. Mittelfristig möchte ich vorschlagen, den "Menschenschutzbund" als nur für Mitglieder lesbare Diskussionsplattform beizubehalten, wo Idee auch außerhalb der Öffentlichkeit diskutiert werden können.

    Im städtischen Bereich würde mir mehr einfallen. Hier auf dem Land gibt´s nur mich, den Bildschirm und ... die Gegend. Aber: die Gegend hilft ungemein bei Ideen - deshalb mag ich sie so.

    Alles ausgefeilt ist noch nicht, Details können wir "drüben" beim Menschenschutzbund erörtern.
    Einen ersten Entwurf für den ersten Anschlag werde ich gleich mal versuchen.

    Was man mit diesem Medium machen kann, ist kommunizieren. Meinung machen. Volk mobilisieren weniger.
    Aber man kann sich solidarisieren und gezielt ... die "Täter" ansprechen.

    Einmal im Monat - einmal die Woche, wenn´s geht, verleihen wir einen virtuellen Preis. Den "Brummbär des Monats".

    Was man dazu braucht sind: möglichst viele Blogger (weil Blogger politisch als Macht langsam ernst genommen werden), die die URL´s ihrer Blogs unter das Schreiben setzen.

    Schöne wäre es, wenn ... jemand so ein richtig niedliches, trotzig-beleidigt schauendes Bärchen malen könnte (da lenkt sich mein Blick automatisch in Richtung der geschätzten Seifensiederei ... warum nur schaue ich dahin?)

    Ob es ein Brummbär wird, sollten wir noch besprechen. Ich möchte die Täter als Menschen nicht verletzen, aber ihnen als Bürger mitteilen, das ihre Taten wahrgenommen werden. Das betrifft nicht unbedingt die
    politischen Prominenzen, sondern zum Beispiel jenen ARGE-Mitarbeiter aus Viersen, der meinte: Grundrechte in Anspruch nehme hat Konsequenzen: Leistung weg!

    Der Text sollte wohlwollend sein, humorvoll, verständnisvoll ... und vielleicht mit einer kleinen Prise Ironie versehen.

    Das Ganze sollte dann einfach per E-Mail (oder zur Not per Post) an die Behörde gesandt werden. Die Adressen kann man herausfinden.

    Starttermin: 9.9.2009? Lustige Zahl, meine ich.

    Bis dahin bräuchte man möglichst viele Blogger, die sich an den Aktionen beteiligen. Je länger die angehängte Liste, umso mehr kann man erreichen.

    Und unsere Schwäche, das wir alle vereinzelt weit auseinanderwohnen...wird hier zur Stärke: wir sind überall.

    Je mehr Blogger dran teilnehmen, umso wirkungsvoller kann dies werden.
    Wichtiger scheint mir aber erstmal, die zunehmende Asozialität vor Ort zu bekämpfen....und so vielleicht auch Anwalt des Kleinen Mannes zu werden, um den sich sowieso keiner kümmern will.

    Ziele der Aktion sollten vielleicht erstmal die "kleinen Täter" vor Ort sein. Ziele sollten von den Mitgliedern der Aktion gemeinsam ausgewählt werden. Und irgendwann können wir vielleicht auch Monsantos
    "Welt-Vergiftungswahn" anprangern.

    Eine Idee von Grilleau heute Morgen im Postfach:

    Eine Hartz-IV-Gewerkschaft gründen. Gewerkschaft finde ich relativ gut, aber Hartz IV ist eine recht schlechte Basis dafür, glaube ich. Dann kriegt der Vorsitzende auf einmal einen Job - und dann?
    Also, grundsätzlich einen finanziell auch tatkräftigen Bund zu schaffen, der die möglicherweise drohenden gesellschaftlichen Verwerfungen abmildern kann, finde ich in Ordnung, aber ich könnte momentan soviel nicht stemmen.

    Nachtrag: Brummbärentwurf jetzt hier:

    http://menschenschutzbund.blog.de/2009/07/23/brummbaer-woche-6571442/

  • So, jetzt reichts´! Widerstand ist angesagt.

    Also, ich habe in den letzten Tagen ja ein bischen Zeit gehabt, nachzudenken. Pinsel schwingend, Bücher schleppend. Die Idee zu diesem Blog ist während eines Gespräches mit meinem Blogfreund Grilleau gekommen.

    Ich wollte ein Buch schreiben....um Menschen Wege zu zeigen, wie man trotz Hartz IV glücklich werden kann.
    Wer glücklich ist, den stört das alles nicht, was die Medien an Bedrohungsszenarien auffahren. Ich bin nun ein Mensch, der eigentlich sehr schnell glücklich werden kann. Dort, wo ich meine Photos gemacht habe
    (von denen es noch viele tausend andere gibt) verbringe ich meine Freizeit. Gerne auch allein. Ich habe genug Zeit in Hotelzimmern, Luxusrestaurants und klimatisierten Räumen verbringen müssen, das ich jede Sekunde schätze, die ich nicht dort verbringen muß. Und davon gibt es inzwischen unzählige.

    Der Mensch ... ist in erster Linie ein sinnliches Wesen. Er hört, sieht, schmeckt, fühlt, riecht.
    Ist das fein und harmonisch, was da auf ihn einströmt ... gefällt es dem Gemüt, der Seele - wie immer man das nennen möchte, was uns im Inneren ausmacht. Ich denke, ich bin da nicht anders als andere.

    Gestern war ich wieder einmal außerordentlich glücklich. Ich konnte ein meinem großen offenen Fenster ein wunderbares Gewitterschauspiel sehen. Es gab nicht einen Blitz zu sehen, weil dichte Wolken den Blick verbargen, aber es gab ein Wetterleuchten, Licht und Schatten im Sekundentakt - und schneller, das die Waldlandschaft in einen Zaubergarten verwandelte. Alles ganz umsonst.

    Was einem bei dem einfachen Weg zum Glück oft im Wege steht, ist der Verstand, das Ego, der ganze Komplex von anerzogenen oder aufgezwungenen Werten und Normen, die anderen Interessen dienen. Viele davon sollen uns zum Konsumieren anhalten. "Was sollen denn die Leute sagen" ... in diesem Spruch spiegelt sich ein wenig der verborgene Zwang der Konsumkultur ... wenn man keine Gardinen am Fenster hat, lieber Barfuß durch die Welt läuft, Möbel vom Sperrmüll holt oder ähnliche "verrückte" Dinge tut. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen

    Ich dachte, es würde reichen, wenn man solche Botschaften (differenzierter und ausführlicher natürlich als hier skizziert) unter das Volk bringt. Eigentlich sollte es ein Buch werden, doch - da ich an vielen schreibe und die Bücher für meine Kinder Priorität haben - hätte das gedauert. Da die Leser nicht warten wollten ... wurde es ein Blog.

    Der Blog hat sich nicht so entwickelt wie angedacht. Das liegt zum Teil an mir, das ist klar. Es liegt aber auch daran, das sich die Krise ... nicht so entwickelt, wie ich erwartet habe. Die Weltpolitik entwickelt sich nicht so, wie ich erwartet habe ... aber das tut sie schon nicht mehr seit dem der so bedrohliche kalte Krieg, unter dessen dunklen atomaren Schatten ich groß geworden bin, plötzlich entschwunden war. Anstatt das wir in Frieden und Reichtum die Friedensdividende genießen, uns alle um den Hals fallen und uns der Gelder erfreuen, die nicht mehr für Rüstung ausgegeben werden müssen, sterben mitlerweile deutsche Soldaten im Ausland ... und Deutschland verstößt gegen die Regeln der Genfer Konvention...wenn ich das letztens zitierte Gutachten richtig verstanden habe.

    Von der Krise erwartete ich ein Erwachen, ein Umdenken, eine Umkehr. Nach dem Zusammenbruch des militaristischen Ostblock den Zusammenbruch des unmenschlich gewordenen Kapitalismus in seinen häßlichsten Erscheinungsformen.

    Doch: weit gefehlt. Diese Irrationalität im Verhalten von Politik, Wirtschaft und Bürgern stört mich mehr und mehr - und viele der Artikel hier schreibe ich auch, um mir selbst genau das im Gedächtnis zu behalten.

    Nun ist mein Blog einer geworden, der Angst macht, anstatt zu zeigen, wie man sich vor ihr schützen kann.

    Ich denke, Angst ist manchmal not-wendig. Manchmal braucht man eine erhöhte Leistungsfähigkeit, um akute Gefahrensituationen zu bewältigen. Schlimm ist es, wenn man nur vor dem Bildschirm sitzt, sich von den Medien ängstigen läßt, und nichts tun kann ... denn dann verwandelt sich die Energie in Streß.

    Darum kam mir heute Morgen spontan der Gedanke: Widerstand leisten.

    Nun, den Gedanken haben viele. Ihnen kommen aber ihrerseits eher Sachen in den Sinn, die selber wieder Angst machen: Brandbomben, Steine von Autobahnbrücken, Pistolen, Giftgas und solche häßlichen Dinge, die dazu führen werden, das der Bürger gegen sich selbst Krieg führt. Dabei hat die Polizei schon mal gar keine Lust, sich in solchen Einsätzen verheizen zu lassen. Viele von denen sind Väter und Mütter, haben eigene kleine Kinder zu versorgen, die ihnen wichtiger sind als der Schutz sterbender Gesellschaftsformen.

    Ja, selbst das von mir mal angedachte Autobahnpicknick zum Wahltag ginge mir zu weit, es ist Nötigung ... man denke sich nur die Gefühle einer Mutter, die auf dem Weg zu ihrem kranken Kind ist, während irgendwelche Spinner unbedingt auf der Autobahn frühstücken müssen. Das kann ... sehr heftig werden.
    Das muß nicht sein.

    Nun fällt mir leider spontan erstmal auch nicht viel ein. Aber ich dachte, das muß ja auch nicht sein.

    Gründe doch einfach mal: Eifelphilosophs fröhliche Widerstandswerkstatt, wo Ideen erarbeitet werden können, die es Menschen erlauben, ihren angstgeborenen Streß in fröhliche humorvolle Taten umzuwandeln.

    Ich werde diese Werkstatt aus ganz pragmatischen Gründen beim Menschenschutzbund anlegen.
    Der Eifelphilosoph ist mir viel zu produktiv, da gehen Ideen schnell unter und verschwinden in den Textfluten.

    Beim Menschenschutzbund ist es ruhiger. Da können Sachen lange stehen, da kann sich viel entwickeln.
    Ich gehe dann mal ´rüber und schreibe da weiter.

    Nachtrag: Hier geht´s weiter:

    http://menschenschutzbund.blog.de/2009/07/22/eifelphilosophs-froehliche-widerstandswerkstatt-6564544/

  • Die Krise als Chance im Lügendschungel

    Das war ja ein starker Spruch: die Krise als Chance Nutzen. Nun ... viele haben die Krise auch als Chance genutzt und mit billigem Staatsgeld wertvolle Firmenanteile erbeutet. Auch wenn die im Geldwert irgendwann nachlassen ... die Firma hat man im Sack und kann sie auspressen, bis der eigene Geldbeutel überquillt.

    Der Normalbürger hat in der Krise nicht solche ungeheuren Chancen, seine einzige Chance besteht darin, sich mit Schriften zu beschäftigen, die Glück in absoluter Armut anpreisen. Gut, das geht auch. Glücklich sein ist ein Wert an sich, wer das hat ... braucht vieles andere nicht mehr. Sehr vieles.

    Da wir aber in einem Land sind, wo Unglücklichsein schon durch die Werbeindustrie gepuscht wird, um dann ein illusionäres Glück in Form von Kaffee, Deo oder Staubsaugern zu verkaufen, hat die alte Strategie der
    Buddhisten, die Welt kurzerhand als illusionären Schleier der Maya zu entlarven und somit seelische Ruhe zu erlangen hier wenig Chancen nachhaltig zu wirken,

    Aber eine Chance haben wir in dieser Krise doch: wir können uns amüsieren. Amüsieren über die idiotischen Nachrichten, die uns gleichzeitig erreichen. Zum Beispiel die hier:

    Fachkräftemangel alarmiert Wirtschaft
    Pädagogen warnen vor fehlenden Lehrern, Wirtschaftsverbände beklagen einen massiven Mangel an Fachkräften. Laut BDA und BDI fehlen schon jetzt 60.000 Spezialisten - mit gravierenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

    Ja, einmal im Jahr ist die Meldung dran. Hintergrund ist meines Erachtens eher, den Markt für indische Ingenieure zu öffnen, die dann das Lohnniveau für Ingenieure auf 20000 - 30000 Euro senken. Im Jahr, nicht das mich einer falsch versteht.

    So viele Fachkräfte fehlen ... aber trotzdem möchte man 700000 am liebsten sofort ´rausschmeißen. Nachdem man nämlich gut an dem Kurzarbeitergeld verdient hat, möchte man jetzt richtig Kasse machen. War zu erwarten ... war nämlich schon immer so.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/firmen-aechzen-unter-last-der-jobsicherung;2435282

    Kurzarbeit und Kündigungsverzicht gehen für die krisengeschüttelte deutsche Wirtschaft immer stärker an die Substanz. Die Metall- und Elektroindustrie mit ihren fast 23 000 Betrieben droht in diesem Jahr zum ersten Mal in der Nachkriegszeit als Ganzes in die Verlustzone abzurutschen. Aus der Konjunkturkrise wird immer mehr eine Strukturkrise.

    Die arme Wirtschaft - so sehr geplagt von den vielen teuren Fachkräften. Was kann man da nur tun? Nun, mann könnte anstatt 700000 nur 640000 entlassen und die anderen behalten, dann wäre doch der Fachkräftemangel auch im Griff. Aber so denkt man wohl nur in der Eifel.

    Natürlich leiden die Firmen eigentlich unter etwas ganz anderem, was man auch offen zugibt: ihnen geht das Geld aus. Die Banken haben sich vollgesogen, aber die brauchen ja das Geld für windige Investmentgeschäfte, denn nur die sichern die 25 % - Rendite ... und bringen satte Prämien für die Beteiligten.

    Wer interessiert sich denn da schon für Maschinenbau? Können doch die Chinesen viel billiger.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637420,00.html

    Über Geldmangel können sich die Banken eigentlich nicht beklagen - findet zumindest der Münchner Professor Klaus Fleischer. "Die Europäische Zentralbank hat die Schleusen geöffnet. Die Banken schwimmen inzwischen im Geld." Satte 442 Milliarden Euro stellte das Haus von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Geldinstituten der Gemeinschaft zur Verfügung, für ein Jahr, zum Superzins von einem Prozent.
    Passiert ist seitdem so gut wie nichts.

    Na, das nichts passiert ist, kann man wohl nicht sagen. Die Banken haben gute Boni ausgeschüttet und fangen wieder an zu investieren ... nur nicht in die Wirtschaft, denn die ist langweilig und unergiebig für Gierhälse der Extraklasse. Und jetzt hat die Politik ein Problem ... Geld weg, Effekt auch.

    Na ja, wir werden sehen, wie die das in den Griff kriegen. Vielleicht haben die Maschienenbauer einfach noch nicht mitbekommen, das die Krise vorbei ist:

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/wirtschaft-erwacht-aus-schockstarre;2434849

    Wirtschaft erwacht aus Schockstarre
    Die Anzeichen für eine Konjunkturwende verdichten sich. Volkswirte, Verbände und Konzerne sehen Anzeichen für eine Konjunkturwende in Deutschland. Gleichzeitig warnen sie aber auch vor einem kurzfristigen Rückschlag.

    Sogar die Bundesbank erklärt einem, das jetzt irgendwie alles wieder super ist. Nun ... die haben ja auch das Geld.

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/bundesbank-rechnet-mit-wende-zum-besseren;2434682

    Nun, Rente mit 69 bringt schon einen ordentlichen Batzen Profit. Warum nicht gleich Rente mit 80?
    Andererseits kann man auch sagen, wir machen Rente mit 50, aber danach gibt´s nur noch Hartz IV, für viele Menschen ist das realistischer, die dürfen nämlich schon vorher nicht mehr arbeiten.

    Auch in den USA geht es richtig nach oben:

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/usa-anzeichen-fuer-einen-aufschwung;2434761

    Schade nur, das die Anleger das anders sehen. Momentan kauft die FED die eigenen Staatsanleihen, weil die sonst keiner haben will. Die Kreditwürdigkeit der hochverschuldeten USA nimmt drastisch ab ... mit möglicherweise dramatischen Folgen:

    http://wirtschaft.t-online.de/c/19/48/06/04/19480604.html

    Rohstoff- und Aktienkurse sind merklich gestiegen - denn Anleger ziehen ihr Geld aus US-Staatsanleihen ab und pumpen es in andere Märkte. Das aber könnte verheerende Folgen haben, kommentiert der Börsenexperte Dirk Müller.

    Kein Wunder, das der Deutsche optimistisch ist ... trotz Krise. Bei dem Nachrichtenallerlei, das täglich serviert wird, bleibt nur eins: Bier trinken und Tatort gucken. Da ist die Welt noch in Ordnung. Aber außerhalb der eigenen vier Wände ... verwandelt sich alles in einen kunterbunten Karneval und einen absurden Lügendschungel.

  • Riesenschritte in den Abgrund - die Endzeit naht

    Dienstag Morgen, der 21.7.2009. Wir traben mit Riesenschritten in den Abgrund hinein. Warum nur? Sieht doch jeder, das es so nicht weitergeht. Sogar Barrack Obama.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637220,00.html

    Keine Konsequenzen, kein schlechtes Gewissen, kein Umdenken: Barack Obama hat das Verhalten der Wall-Street-Banker heftig kritisiert. "Man hat nicht den Eindruck, dass sich die Kultur geändert hat", rügte der US-Präsident.

    Nun, warum sollte sich die Kultur auch ändern? Die Kultur ist nicht mehr abhängig von der Ethik des Individuums, das weiß jeder, der sich mit amerikanischem Aktienrecht auskennt. Ein amerikanischer Konzern ist per Gesetz dazu verpflichtet, den Gewinn der Aktionäre zu mehren ... und sonst nichts.

    Nochmal ... und sonst nichts. Selbst führende CEO´s haben schon offen bekannt: sie können nichts ändern. Sie sind nur ein Rad im Getriebe, und wenn sie nicht richtig rollen, dann ... sind sie weg und werden durch das nächste Rad ersetzt. Die Boni sorgen dafür, das genug Ersatzräder zur Verfügung stehen.

    Ein Konzern ist wie eine Maschine, die sich durch die Volkswirtschaften fräst, Geld in Unmengen anhäuft und an Aktionäre verteilt. Das ist keine Räuberbande, wo man dem Räuberhauptmann mal ins Gewissen reden kann. Das hier gewaltiger Mist läuft, wissen auch die konservativen Elitebanker - aber per Gesetz sind sie dazu verpflichtet, den Mist weiterlaufen zu lassen - und bekommen selbst in Zeiten der Krise ein fettes Schweigegeld, um ruhig mitzuspielen.

    Wenigstens sie können sich halbwegs sicher sein, letztlich nicht auch in den Abgrund zu stürzen, in den die ersten jetzt schon hineinfallen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,637222,00.html

    26,3 Milliarden Dollar fehlen im Haushalt des US-Bundesstaats Kalifornien. Jetzt hat sich Gouverneur Schwarzenegger nach monatelangem Ringen mit dem Parlament auf Sparmaßnahmen geeinigt. Sozialleistungen werden massiv gekürzt, Zehntausende könnten ihre Krankenversicherung verlieren.

    Die Leistungen für Menschen werden zuerst betroffen sein, um die Folgen der Mechanik der Kaptialanhäufung
    durch das Konzernkonstrukt aufzufangen, werden sie hungern, frieren und an Krankheiten sterben müssen.
    Irgenwo muß das Geld ja herkommen, das gierig und sinnlos an anderer Stelle konzentriert wird, um Geldspeicher zu füllen, die selbst Dagobert Duck, das Urbild das amerikanischen Kapitalisten, vor Neid erblassen lassen würden.

    Schauen wir uns mal die Folgen in Kalifornien ... für sich genommen die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt, im Detail an:

    Laut "Los Angeles Times" würden Zehntausende ältere Menschen und Kinder aus der Krankenversicherung fallen. Die Gemeinden würden Milliarden bei Hilfsleistungen einsparen. Bei einer großen Zahl von Strafgefangenen werde die Haftstrafe reduziert, um Unterbringungs- und Bewachungskosten einzusparen. Angestellte des Bundesstaates würden weiterhin gezwungen werden, unbezahlte freie Tage zu nehmen.

    Alte und Kinder ... diejenigen, die am ehesten medizinische Hilfe brauchen, fallen schon mal aus der Krankenversicherung. Wie im Mittelalter wird es für Kinder ein Glücksfall werden, wenn sie erwachsen werden dürfen. Dann sind sie erstmal durch. Das ist die Rückkehr der Kindersterblichkeit, die früher dazu geführt hat, das die Bevölkerung nicht so schnell wachsen konnte. Die ersten 18 Jahre sind halt gefährlich ... immer noch. Und die Alten ... die brauchen auch wieder viel. Die dazwischen kommen mit deutlich weniger aus.

    Die Gefängnisse werden entleert. Mörder, Vergewaltiger, Diebe, Dealer, Hehler ... alles kommt ein wenig früher auf die Straße zurück. Nun, viele von ihnen saßen sowieso unschuldig...und in Amerika ist der Knast der Ersatz für das deutsche Sozialsystem. Aber wie werden sich diese Menschen entwickeln, wenn sie in ein noch weiter verarmtes Alltagsleben entlassen werden, das nun auch das Leben ihrer Kinder kosten kann? Werden sie reumütig ihren Beitrag zu einer positiven Gesellschaft leisten ... oder weiter mit allen Mitteln ums Überleben kämpfen?

    Nun, wir werden es sehen.

    Auf jeden Fall werden die Angestellen des Bundes ihnen dabei immer seltener im Wege herumstehen, denn die sitzen unbezahlt zu Hause vor dem Fernseher ... die preiswerteste Alternative (neben Lesen) die Zeit totzuschlagen.

    Das riecht irgendwie schon nach einem Szenario, wie es in Entzeitfilmen gerne verwendet wird. Die "Klapperschlange" läßt grüßen.

    Zurück nach Deutschland. Hier in Hobbingen ist die Welt ja noch in Ordnung, man trinkt sein Bier, kümmert sich um traurige Eisbären im Zoo und trauert über abgelebte Popsänger.

    Gut, am Horizont droht die Rente mit 69 und viele ahnen schon, das "Rente" ... wenn es für sie soweit ist ... nur noch in Geschichtsbüchern als das "Goldene Zeitalter" der Vergangenheit auftauchen wird.

    Aber wir haben ja gelernt, ganz im "hier und jetzt" zu leben, und "hier und jetzt" hat man entweder Rente oder man braucht sie nicht. Was Morgen ist, braucht uns nicht zu kümmern, hat man uns gesagt, darüber nachzudenken beunruhigt nur und verzägert die Mahlzeiten.

    Dabei ist eigentlich schon klar, was die nächste Regierung tun wird:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637227,00.html

    Regierung rechnet mit gewaltigem Schuldenschub
    Die deutschen Staatsschulden steigen im Rekordtempo. Die Bundesregierung rechnet damit, dass Bund, Länder und Gemeinden bis Ende 2009 mit mehr als 1,7 Billionen Euro in der Kreide stehen - es wäre der höchste Wert aller Zeiten.

    Klar, das auch hier ein Terminator gebraucht wird, das Volk schreit schon fast danach. Alte, Kranke, Kinder ... alles fort damit, die kosten nur. Wurde im KZ auch so gemacht. ARBEIT MACHT FREI, aber dazu muß man schon schuften können bis zum Umfallen. Sonst wird das nichts.

    Warum haben wir eigentlich diese Schulden?

    Europa: 500 Milliarden investiert
    Aufbau Ost: 500 Milliarden investiert
    Banken: 500 Milliarden schon mal locker gemacht

    Die Punkte 1 und 2 kosten weiterhin viel. Aber 1,5 Billionen hätten wir da schon mal. Sonderausgaben.
    Scheint doch, als wenn wir ansonsten gar nicht so schlecht wirtschaften würden. Da wäre Agenda 2010 gar nicht notwendig gewesen, wenn wir den Rest nicht auch noch finanzieren müssten.

    Was wir zu erwarten haben?

    Ich denke, amerikanische Verhältnisse. Wir machen ja immer gerne nach, was die vormachen. Offene Gefängnisse, beurlaubte Polizisten ... die schon jetzt so wenig verdienen, das sie zwischendurch Taxifahren, um ihre Kinder durchbringen zu können ... gestrichene medizinische Versorgung, Rente weg ...
    das ist unsere Zukunft - auch in Hobbingen. Sie ist häßlich, sie ist unbequem, sie macht Angst.

    Aber nur weil sie Angst macht, ist es nicht verkehrt, ihr ins Auge zu blicken.

    Das hier ist kein schlechter Film, den man wegzappen kann, wenn´s zu gruselig wird.

    Und, wie es aussieht, kommt auch kein James Bond und kein Kommissar Schimanski, der uns mal eben schnell aus der Falle heraushaut.

    Wie es aussieht, sitzen wir in der Gülle und der Pegel steigt ... unaufhaltsam.

  • Sachsenoffensive in Afghanistan - der deutsche Überfall

    Ein weiterer Nutzen der Massenarbeitslosigkeit und ein weiterer Sinn des Afghanistaneinsatzes zeigt sich nun in diesem Artikel:

    http://www.jungewelt.de/2009/07-20/057.php

    Mit Blick auf das heutige Gelöbnis vor dem Reichstag verweist der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), auf die besondere Bedeutung der Ostdeutschen bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. »Wenn ich in die Einsatzgebiete fahre, herrscht dort oft der sächsische Dialekt vor«, zitierte ihn die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Montagausgabe) in einer Vorabmitteilung. »Die Zahlen belegen das eindrucksvoll. Die Soldatinnen und Soldaten aus den neuen Bundesländern sind auch in den Einsätzen überproportional vertreten und somit überproportional belastet

    Man sieht, die neue Offensive der Bundeswehr kann man zurecht als Sachsenoffensive bezeichnen. Da kann man mal sehen, welchen Erfolg jahrzehntelang gepflegte Massenarbeitslosigkeit bei jungen Menschen hat: obwohl die Bevölkerung auch im Osten zum überwiegenden Teil den Krieg Einsatz ablehnt, sehen die jungen Sachsen kaum eine andere Möglichkeit für Auslandsreisen, als unserem neuen Reiseveranstalter Bundeswehr beizutreten. Es ist schon interessant zu sehen, wie sich die Truppe mitlerweile aufschlüsselt:

    Während der Anteil der Ostdeutschen an der Gesamtbevölkerung knapp 20 Prozent beträgt, stellen ostdeutsche Soldaten gegenwärtig bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr 49,1 Prozent. Bei den niedrigen Mannschaftsdienstgraden liegt die Quote mit 62,4 Prozent sogar noch deutlich darüber.

    Na, das da manche Denken, die jungen Ostdeutschen sind als Kanonenfutter gerade mal richtig gut eingesetzt, wundert mich nicht ... obwohl es wie zu erwarten fleißig dementiert wird.

    Ich frage mich nur, wie es jenen geht, die damals eine Mutter mit ihren zwei Kindern erschossen haben ... oder eben jenem, der jetzt einen Jugendlichen erschossen hat.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,637050,00.html

    Bundeswehr erschießt Zivilisten in Afghanistan
    Deutsche Soldaten haben in Kunduz in einem Minivan mindestens einen Zivilisten getötet. Der Gouverneur sprach sogar von drei Toten.

    Na, die Taliban waren angeblich vorher ausgestiegen. Stimmt, wahrscheinlich war da eine Haltestelle.
    Das nützt nur den Toten wenig....und macht die Deutschen in Afghanistan sicherlich nicht beliebter.

    Wußte auch gar nicht, das Straßensperren mitlerweile zur sogenannten Aufbauarbeit vorgesehen sind.

    Will man Streikbrecher aussperren, noch bevor es überhaupt einen gewerkschaftlich organisierten Streik gibt? Oder hat einer Opium geklaut, das die Amerikaner noch verkaufen wollten? Oder klaut einer Aufbaumaterial?

    Auf jeden Fall ... der "Nicht-Krieg-sondern-irgendwas-anderes" eskaliert momentan ganz schön:

    Afghanen und Bundeswehr starten Großoperation gegen Taliban
    Von Matthias Gebauer und Shoib Najafizada
    Vor der Wahl hat Afghanistans Militär mit Hilfe der Bundeswehr eine Offensive gegen die Taliban gestartet. Bei der Mission setzen die deutschen Streitkräfte auch Panzer ein. Die Lage ist angespannt: Das Camp der Bundeswehr wurde mit Raketen beschossen, weitere Angriffe werden erwartet

    Tja, und das, obwohl Gutachten den Einsatz für absolut nicht zulässig halten, daran sollte man mal erinnern, obwohl es heute kaum noch einen interessiert.

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Voelkerrecht/gutachten.html

    Ein Zitat gefällig:

    In der berühmten Resolution 3314 (XXIX) vom 14. Dezember 1974, mit der sie den Begriff der Aggression definierte, werden verschiedene Tatbestände als Angriffshandlungen ausgewiesen. Unter ihnen :

    "a) Die Invasion oder der Angriff durch die Streitkräfte eines Staates auf das Gebiet eines anderen Staates......;
    b) Die Beschießung oder die Bombardierung des Hoheitsgebiets eines anderen Staates durch die Streitkräfte eines anderen Staates.... ;
    ....
    f) Die Handlung eines Staates, die in seiner Duldung besteht, dass sein Hoheitsgebiet, das er einem anderen Staat zur Verfügung gestellt hat, von diesem anderen Staat dazu benutzt wird, eine Angriffshandlung gegen einen dritten Staat zu begehen;
    g) Das Entsenden bewaffneter Banden, Gruppen, Freischärler oder Söldner durch einen Staat oder für ihn, wenn sie mit Waffengewalt Handlungen gegen einen anderen Staat von so schwerer Art ausführen, dass sie den oben angeführten Handlungen gleichkommen, oder die wesentliche Beteiligung an einer solchen."

    Diese Definitionen zeigen deutlich, dass ein "Angriff" nur in einem aktiven "Entsenden" nicht aber in der Duldung und Aufnahme der Banden auf dem eigenen Territorium besteht.

    Selbst wenn man sich auf das Selbstverteidigungsrecht bezieht, gibt es dafür allgemein anerkannte Grenzen:

    Dieses Recht ist vornehmlich in dem I. Zusatzprotokoll zu den Genfer Konventionen von 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte von 1977 zusammengefasst. Das Protokoll konkretisiert den allgemeinen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel, das strikte Verbot der Bedrohung oder des Angriffs auf Zivilisten und zivile Einrichtungen und das Verbot unterschiedsloser Angriffe. Die USA haben das I. Zusatzprotokoll zwar bisher nicht ratifiziert, die folgenden Grundsätze haben jedoch völkergewohnheitsrechtliche Geltung und binden die USA ebenso.

    So lautet Art. 35 I. Zusatzprotokoll:

    "1. In einem bewaffneten Konflikt haben die am Konflikt beteiligten Parteien kein uneingeschränktes Recht in der Wahl der Methoden und Mittel der Kriegführung.
    2. Es ist verboten, Waffen, Geschosse und Material sowie Methoden der Kriegführung zu verwenden, die geeignet sind, überflüssige Verletzungen und unnötige Leiden zu verursachen.
    3. Es ist verboten, Methoden oder Mittel der Kriegführung zu verwenden, die dazu bestimmt sind oder von denen erwartet werden kann, dass sie ausgedehnte, langanhaltende und schwere Schäden der natürlichen Umwelt verursachen."

    Aber wen interessiert denn schon langweiliges Völkerrecht. Die Frage ist nur ... wenn die Amerikaner sich selbst verteidigen dürfen ... was machen dann deutsche Panzer in Afghanistan? Völkerrechtswidrig? Voller Sachsen?

    Ist das eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Sinne des ALG 2?

    Wir ... sind nicht angegriffen worden. Und ob die Taliban überhaupt etwas mit den Anschlägen vom 11.9.2001 zu tun haben, bleibt zu fraglich wie die Teilnahme des Irak an diesen Anschlägen ... oder seine angeblichen Massenvernichtungswaffen. Und selbst wenn die Taliban die Attentäter geduldet hätten ... wäre ein Angriffskrieg noch nicht gerechtfertigt.

    Und warum genau ... sind jetzt deutsche Panzer in einem Land, das uns nie angegriffen hat? Warum säen wir jetzt erneut Hass auf Deutschland, machen unsere im Ausland lebenden Mitbürger zu Zielscheiben für Racheakte?

    Das hier ... ist kein Hollywoodfilm. Das ist ein Angriffskrieg gegen ein fremdes Land.

    Und tote Zivilisten verstoßen elementar gegen die Genfer Konvention.

    Aber wen interessiert schon Papier. Sind eh´ nur Worte.

    35 deutsche Soldaten sind bisher dort gestorben. Wofür nochmal genau?

  • Goldman Sachs ... wie man richtig reich wird!

    Na, das interessiert jetzt sicher mal jeden. Wie man so richtig reich wird, Villa, Yacht, eigener Hubschrauber, alles, was dazu gehört.

    Leider kann ich den Artikel momentan nicht öffnen, aber er war da:

    http://www.jungewelt.de/aktuell/rubrik/kapital_und_arbeit.php

    Ich sollte mir merken, das ich immer sofort schreibe, wenn ich was gefunden habe ... denn allzuschnell ist es weg. Wer Details braucht, kann aber sicher mit etwas Mühe noch was finden.

    Da ist Goldman Sachs, der großen amerikanischen Investmentbank, die ja wieder richtig dicke Gewinne macht, etwas Dummes passiert. Einer ihrer Programmierer (Jahresgehalt: 400000 Dollar, davon kann unsere Generation Praktikum nur träumen) ist abgehauen um für das dreifache Gehalt bei einer anderen Bank zu arbeiten (oder einem Fond ... müßte ich nochmal nachlesen). Und er hat etwas mitgenommen ... ein Programm, mit dem man die Börsenkurse manipulieren kann. Das ganze ist jetzt herausgekommen, weil ...
    Goldman Sachs geklagt hatte und offenbaren mußte, was denn dieser Mensch da geklaut haben soll.

    Ja, so ist Kapitalismus. So kann man richtig reich werden. Einfach mal die Kurse so entwickeln lassen, das man absahnen kann ... das ist Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Dann noch schnell die Bilanzierungsregeln geändert ... und schon hat man Gewinn.

    Ich wollte meine Bank auch davon überzeugen, das ich mein Konto jetzt nach neuen Bilanzierungsregeln neu gestalte und erstmal fünf Millionen Euro Bar abhebe, um das Nötigste für mich im Baumarkt zu besorgen.

    Leider mußte ich dabei erfahren, das die Bilanzierungsregeln für Banken gelten und nicht für Kunden.

    Das ist Wirtschaft. Das ist Börse. Alles Lüge. Alles Pfusch...wollte ich nur noch mal schnell gesagt haben, bevor es ganz untergeht.

  • ARGE, Stasi und das Vierte Reich

    Man hat eigentlich manchmal keine Lust mehr, darüber zu schreiben. Es ändert sich ja sowieso nichts. Alle Aufklärung scheint nichts zu helfen. Seit vier Jahren tippe ich mir nun die Finger wund und versuche, gegen das Ungeheuer Agenda 2010 anzuschreiben. Es ist gar nicht so lange her, da schrieb ich dies hier:

    http://eifelphilosoph.blog.de/2009/04/09/stimmen-bundeszentrale-politische-bildung-5914682/

    Die Geburt des Vierten Reiches aus dem Geist der Agenda 2010. Viele haben ihn gelesen, er wandert im Netz herum. Nun zeigt ein Video, das Etalon dankenswerterweise ausgegraben hat, das die Entwicklung mit atemberaubender Geschwindigkeit fortschreitet. Thema dieses Filmchens:

    http://sensitively.blog.de/2009/07/20/hartz4-arge-gestapo-umtriebe-6551183/

    Es sind eigentlich Ungeheuerlichkeiten. Ein im Film zitierter Datenschützer (Thilo Weichert, Landesdatenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein) weist darauf hin, das die
    "Berichte" der ARGEN inzwischen fast wortwörtlich beinhalten ("eins zu eins") "was man in den DDR-Protokollen auch zu lesen bekommt".

    Das darf doch wohl alles nicht wahr sein. Aber: es kommt noch besser. Da wird ein Fall zitiert, das sich ein ALG-2-Empfänger gegen unangemeldete überfallartige Hausbesuche gewehrt hat. Hausbesuche ja, aber nicht
    im Stasi-Stil.

    Das Ergebnis: die Leistungen wurden komplett gestrichen. Dem Mann droht Hunger und Obdachlosigkeit.

    Doch die Krönung kommt ja noch. Ich zitiere Stefen Röttges von der ARGE im Kreis Viersen:

    "Da er vom Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung Gebrauch gemacht hat, trägt er in letzter Konsequenz auch die Verantwortung für die Entscheidungen das Leistungen nicht weiter gewährt werden können."

    Ja ... geht´s noch?

    Ich darf also feststellen, das im Herrschaftsbereich der ARGEn die Inanspruchnahme von Grundrechten dazu führen, das die Menschen Obdachlosigkeit und Hunger ausgesetzt werden...was letztlich zum Tode führen kann.

    Wie nennt man so etwas? Wenn die Inanspruchnahme von Grundrechten zum Tode führen kann?

    Diktatur. Ganz einfach. Noch wirkt sie relativ harmlos, aber: sie schreitet voran, Schritt für Schritt.

    Es sah aus wie eine harmlose Arbeitsmarktreform, die notwendig geworden schien ... so wurde uns jedenfalls gesagt. Es sei kein Geld mehr da, sagte man uns. Millionenboni für Pleitebanker, zu einhundert Prozent finanziert aus Steuermitteln, beweisen heutzutage das Gegenteil. Keinen stört´s wie es scheint.

    Wie Thilo Weichert ganz zurecht ausführt ... es ist ein philosophisches Problem, das dem Ganzen zugrunde liegt. Menschenbilder ... Grundlage jeder politischen Philosophie. Und das Menschenbild, das der Agenda 2010 zugrunde liegt, ist sehr düster.

    Der Mensch - und vor allem der Arbeitslose - ist faul, kriminell, asozial und hinterhältig.

    Ein Unmensch, ein tolkienscher Ork sozusagen. Früher hat man so etwas einen "Juden" genannt. Wenn man die nicht richtig im Zaum hält, dann wird es ganz ganz schlimm.

    Und entsprechend des düsteren Menschenbildes entwickelt sich die Methodik der Arbeitslosenverwaltung zwangsläufig weiter. Einmal abgesehen davon, das hier eine Bundesbehörde sich in die Gemeindeverwaltung einmischt ... was noch eine ganz andere Dimension für den freiheitlichen Rechtsstaat haben kann.

    Entsprechend des Menschenbildes kann man auch weiterdenken. Was unterscheidet denn den "guten" Steuerzahler vom "bösen" ALG-2-Empfänger? Er hat einen Arbeitsplatz.

    Ja, tut der denn in seiner Freizeit auch alles, um diesen Arbeitsplatz behalten zu können? Treibt er regemäßig Sport, spart er genug, um im Zweifelsfalle die Bundesagentur für Arbeit mit Eigenkapital entlasten zu können, raucht er, ist er übergewichtig, hat er ungezügelten Sex, ernährt er sich "richtig", trinkt er Alkohol, liest er auch die "richtigen" Bücher, sieht er die "richtigen" Sendungen? Ist seine politische Gesinnung auch Arbeitgeberkompatibel? Alles Fragen, die seinen Marktwert beeinflussen könnten.

    Also brauchen wir doch ... Jobkommissare, die darauf achten, das die noch arbeitenden Bürger ihr Leben auch so gestalten, das ihre Arbeitsfähigkeit so lange wie möglich erhalten bleibt.
    Meine Prognose ... in fünf bis zehn Jahren haben wir sie. Arbeitslosigkeitsprävention wird das Stichwort sein, mit dem man den faulen, kriminellen, gemeinen und hinterhältigen Untermenschen schon vor Eintritt der Arbeitslosigkeit auf die Schliche kommt. Da muß der Staat einfach mal seine Verantwortung wahrnehmen und sich vor zukünftigen Kosten angesichts knapper Kassen schützen.

    Abstramplen bis zum Umfallen für die 25 % Rendite der Kapitaleigner - das ist die geheime Devise.

    Wer das nicht glaubt ... der Harvard Business Manager denkt schon mal leise vor:

    http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-621440-4.html

    Sind wir zu lustig für die Krise?
    Von Cornelia Geißler

    Die Kultur des innovativen Softwareunternehmens Tair ist auch zwölf Jahre nach der Gründung noch sehr informell. Angesichts zunehmenden Kostendrucks und ernster Schwierigkeiten bei einem Großkunden könnte die Lässigkeit der Tair-Mitarbeiter unprofessionell wirken. Muss Teamchef Stöver andere Saiten aufziehen?

    Der zweite Teil dieses Artikels erscheint morgen, ich denke aber, es ist jetzt schon klar, wohin es sich entwickelt: zunehmende Uniformität der Arbeitsarmeisen.

    Und andererseits werden wir auch, sofern sich alles logisch weiterentwickelt, genau dort landen:

    http://eifelphilosoph.blog.de/2009/04/30/brief-arge-jahre-6037834/

    Ich glaube, ich hätte das nicht als Satire kennzeichnen dürfen ...

  • Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ... über Menschen und Untermenschen

    Unsere Demokratie ist jung. Blutjung. Vor hundert Jahren hatten wir noch einen Kaiser, Fürsten, Grafen, das ganze parasitäre Gesochse ruhte noch auf Millionen deutscher Schultern. Es war ... dank Bismark ... allerdings die sozialste Diktatur Europas. Und wie üblich haben Kaiser, Füsten und Grafen ihre Schachfigurenbürger erstmal in einem fürchterlichen Schachkrieg gegen die anderen Kaiser, Fürsten und Grafen zerfleischen lassen. Das hat man Jahrtausende lang so gemacht - warum damit aufhören?

    Dann, nach einer kurzen, verwirrten Zeit von Soldatenaufständen und Demokratieversuchen, kam erst vor
    75 Jahren ein ganz neuer Horror, eigentlich ganz nach kommunistischem Modell: der Wahldiktator.
    Ganz neue Erfindung im verzeifelten Experiment "Demokratie". Ging auch in Russland völlig daneben, denn
    vor dem Wahldiktator ... das merkte man sehr schnell ... war gar keiner mehr sicher. Der metzelte alles dahin, was nicht schnell genug im Ausland war. Sogar seine "eigenen" Leute. Kein Problem - machte Stalin auch. Die sind so, die Wahldiktatoren ... und das ist bis heute so. Und natürlich hat er auch die Schachfigurenbürger wieder mal in einem fürchterlichen Schachkrieg gegen den Rest der Welt zerfleischen lassen. Denn nach wie vor waren einfache Bürger ... Untermenschen. Nur das Kriterium für Herrenmenschen hatte sich geändert, nicht mehr "Blaues Blut" sondern die "Vorsehung" bestimmte, wer Herrenmensch war und wer nicht. Und die "Vorsehung" hat auch ganz schnell versucht, aus allen Deutschen ein "Herrenvolk" zu machen. Die Deutschen waren erstmal stolz, so auserwählt worden zu sein ... und dann waren sie tot.
    Wie üblich bei Herrenmenschenspielen sterben die Untermenschen, auch wenn sie sich einbilden, was "Besseres" zu sein.

    Nun haben wir das Jahr 2009. Alle sind ganz stolz auf sechzig Jahre Demokratie.

    Mal Zeit, die alten Werte herauszuholen und zu schauen, wie es denn ausschaut mit Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit in der Alltagswirklichkeit unseres Landes. Mal so aus der Sicht eines weltfremden Feld-Wald- und Wiesenphilosophen.

    1. Freiheit

    Wir dürfen kaufen was wir wollen können. Das ist schon mal klar. Wer Geld hat, dem sind keine Grenzen gesetzt. Sex mit Kindern ... kein Problem. Thailand ist nicht mehr weit. Stundenlöhne von sechs Cent? China ist die Antwort ... kein Problem. Wir können reisen, wohin wir wollen - wenn wir das Geld dafür haben. Wohnen wo und wie wir wollen, wenn wir es bezahlen können, essen, was wir wollen, wenn wir es uns leisten können. Unsere Kinder können jede Schule besuchen, die wir bezahlen können, sie können studieren, wenn sie Geld dafür haben. Wir können herumlaufen wie wir wollen, solange es nicht gegen die Kleiderordnung des Arbeitgebers verstößt - und je mehr Geld man verdienen möchte, umso mehr wuchert die Kleiderordnung in den Arbeitsvertrag ... und ins Privatleben. Jeder kann verwahrlost wie ein alter Hippie herumlaufen ... sofern Pappa den Lebensunterhalt bezahlt.
    Deutschland im Jahre 2009 ... hat alle Freiheiten, die man sich leisten kann, wenn man es sich leisten kann.
    Doch was ist mit den Freiheiten derjenigen, die sich gerade mal nichts mehr leisten können, weil Maschinen zur Renditesteigerung der Kapitalanleger ihre Arbeitsplätze vernichtet haben oder weil ihre Arbeitsplätze einfach mal ausgelagert wurden ... nach China, zum Beispiel.
    Welche Freiheit hat ein Hartz IV-Empfäner?
    Er darf nicht verreisen ohne Erlaubnis der Arge-Firmen.
    Er darf sein Haus nicht verlassen.
    Er muß jederzeit telefonisch erreichbar sein.
    Er muß jederzeit seine Intimsphäre den Kontrollbesuchen der Arge-Firmen zugänglich machen.
    Er muß ein Meister im Wirtschaften sein, damit seine Kinder nicht Hungern.
    Er kann seine Kinder nur auf die Hauptschule schicken, weil sie schon allein dem Dress-Code der weiterführenden Schulen nicht gewachsen sind.

    Deutschland 2009: Freiheit für den, der es sich leisten kann. Wer das nicht kann ... lebt wie ein Leibeigener im Feudalismus. Soweit ist es schon gekommen. Wir ... haben wieder Untermenschen. Nach nur sechzig Jahren Demokratie. Wie in der Weimarer Republik ... haben wir wieder versagt, wie es aussieht.

    Natürlich darf jeder wählen, was auf der Wahlliste steht. Aber darf man auch wählen, das man eigentlich eine ganz andere Wirtschaftsordnung haben möchte? Ehrlich?

    2. Gleichheit

    Man weiß schon jetzt, was kommt, oder? Alle Menschen sind gleich ... sofern sie es sich leisten können.
    Nehmen wir mal an, ein Hartz IV-Empfänger haut einem Leistungsträger in einer Gaststätte aufs Maul, weil
    der ihn als "asozialen Parasiten" beschimpft hat. So was wäre früher ... in meiner Jugend ... ohne weiteres denkbar gewesen, das man auf Beleidigungen auch handgreiflich reagiert. Menschen mit einer geringen Affektkontrolle neigen dazu.
    Und selbst wenn der Leistungsträger zuerst zuschlägt, wir die Tat extrem andersherum konstruieren ... was geschieht? Der Leistungsträger kriegt einen Top-Anwalt, der Hartz-Sklave einen gelangweilten Pflichtverteidiger. Das Urteil wird ... wen immer es auch trifft ... eine Geldstrafe beinhalten, die man bezahlen kann oder in Tagessätzen absitzen. Nun ratet mal ... wer dann in den Knast käme.

    Für alle Menschen gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen ... es sei denn, man hat genug Geld, um die lästigen Miniaturbeträge zu bezahlen, die eine Übertretung so mit sich bringt. Alle Menschen sind gleich, aber manche haben ... ob nun legal oder nicht, sei dahingestellt ... 90% des Eigentums dieses Landes an sich gerafft. Das verleiht ihnen Privilegien. Sie brauchen kein Auto mehr fahren, sie können fliegen.
    Sie sitzen in Privatpalästen, fahren eigene Yachten, kaufen sich mehr und mehr Land zusammen ... während der Rest des Volkes immer mehr zusammengepfercht wird.

    Alle Menschen sind gleich. Aber wer mit Richter und Staatsanwalt in einem Golfclub ist, mit ihnen zusammen Tennis spielt, die gleichen kostspieligen Konzerte und Opern wie sie besucht, ihre Parteien, die ihnen zu ihren Ämtern geholfen haben, mit großzügigen Spenden bedenkt und sich im gleichen Lionsclub um die Bedürftigen kümmert ... der ist im Jahre 2009 oft etwas gleicher als der arbeitslose Schweißer aus
    Castrop-Rauxel. Der kann nicht in die Iper, allein schon, weil der täglich zehn Bewerbungen schreiben muß.

    3. Brüderlichkeit

    Nun hier ... wird es nun ganz erbärmlich. Der dritte elementare Wert einer demokratischen Gesellschaft, der direkt notwendig wäre, um allen ein glückliches, angstfreies Leben (egal auf welchem finanziellen Niveau) zu beschaffen ... ist derjenige, den man sich nicht kaufen kann. Und gleichzeitig derjenige, der
    am schnellsten vernichtet wurde. Brüderlichkeit und freie Marktwirtschaft mit Rekordrenditen ... das haut niemals hin. Irgendwer muß deutlich weniger haben, damit irgendwer deutlich mehr haben kann. Dort, wo Geld noch Wert haben soll, ist es ein geschlossenes System. Was der eine mehr haben will, muß der andere weniger haben, zwangsläufig, das ist ein physikalisches Gesetz. Und wenn einer 25% mehr haben will ... dann müssen andere das bezahlen. Entweder in Deutschland, oder in China oder sonstwo, aber irgendeiner muß bezahlen. Sonst klappt das mit der Rendite nicht. Irgendeiner muß hungern, frieren, dursten und Fronarbeit verrichten, sonst läßt sich Reichtum nicht anhäufen. Dort, wo das Gier-Gen (siehe Artikel über Frankfurter Zukunftsrat) sich austobt, muß geblutet werden ... sonst kommt nichts zusammen.

    Brüderlichkeit ist selbst in unserem eigenen Land schon weit verbannt worden ... und wenn ich die Pläne mancher Parteien zur Bundestagswahl sehe, dann merke ich, das wir sechzig Jahre nach Einführung eines stabilen Demokratieversuches dabei sind, Brüderlichkeit mit Gewalt zu zerschlagen.

    Versagende Herrenmenschen kriegen 100 Millionen, wie der Porschechef, der an dem Projekt "David gegen Goliath" völlig gescheitert ist und einen kerngesunden Konzern an die Wand gefahren hat.

    Versagende Untermenschen kriegen den Hartz IV-Satz gestrichen und wissen nicht, wovon sie die nächsten Wochen überleben sollen. Aber dafür haut ihnen die Presse noch den Titel "asoziale Schmarotzer" um die Ohren ... deutlicher kann man den Mangel an Brüderlichkeit kaum demonstrieren.

    Resümee

    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind die Eckpfeiler einer demokratischen Gesellschaft. Wir haben uns alle drei angeschaut. Freiheit ... gibt´s noch gegen Geld. Ist schon indirekt eine Ware geworden.
    Gleichheit ... gibt es nur noch begrenzt, theoretisch, vor Gericht - aber nicht im Alltag.
    Brüderlichkeit ... kann man weitgehend vergessen. Der Mensch ist des Menschen Wolf in der freien Marktwirtschaft ... und dort, wo der Mensch so dressiert wird - muß der König her (wie immer man ihn auch nennen wird) um die Bestie in Zaum zu halten. Das ist die Staatsphilosophie des Herrn Hobbes.

    Deutschland im Jahre 2009 scheint langsam so weit zu sein, das es wieder einen absoluten Monarchen braucht.

    Von den Eckpfeilern einer Demokratie ... erfüllen wir in der Substanz vielleicht gerade noch 50 %.

    Dieses Jahr wird wieder gewählt. Das darf jeder noch frei und geheim machen. Das wird nicht mehr lange so sein, denn es kommen schon die ersten Stimmen, die sich darüber aufregen, das Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Rentner noch wählen dürfen. Und sicherlich wird man bald was dagegen unternehmen.
    Immerhin bezahlen die nicht, warum sollten die dann mitspielen dürfen? Und außerdem sind es Untermenschen, das ist bald allen klar ... auch denen, die in Zukunft selbst zu diesen Untermenschen gehören werden.

    Die Wahl 2009 scheint eine Schicksalswahl zu werden ... sofern Wahlen überhaupt noch etwas ändern können.

    Opfern wir die letzten 50 % unserer demokratischen Werte auch noch ... oder wollen wir wenigstens versuchen, den letzten kläglichen Rest gegen den Ansturm des internationalen Kapitals und seiner Renditewut zu verteidigen?

    Denn diesmal steht sehr viel mehr auf dem Spiel als früher. Viel viel mehr.

    Warum?

    Die letzten Diktatoren brauchten noch Menschen. Als Arbeitskraft, Konsumenten, als Soldaten und Polizisten, als Verwaltungsbeamte und Kontrollinstanzen.

    Doch die Arbeit machen jetzt Maschinen ... und die Macht der Konsumenten ist im Vergleich zu der Macht
    von 1,5 Trillionen Dollar auf Steuerfluchtkonten einfach nur noch lächerlich zu nennen.

    Zum erstenmal in der Geschichte der Menschheit brauchen Herrenmenschen keine Untermenschen mehr. Maschinen erledigen die Arbeit ... und an der Perfektion dieser Maschinen als Waffe wird mit Hochdruck gearbeitet.

    Maschinen als Bomber, Altenpfleger, Lehrer, Autobauer, Rasenmäher und Grenzwachen gibt es schon...und sie werden jedes Jahr mehr und besser. Dabei bräuchten wir keine Investition in Maschinen, die zudem noch steuerlich abgesetzt werden kann, denn wir haben genug Menschen, die die Arbeit (gegen Geld) gern machen würden.

    Doch so, wie es momentan läuft, wird selbst der deutsche Satz "ARBEIT MACHT FREI" bald seine Gültigkeit verlieren, denn der Vernichtungskrieg gegen die bezahlten Arbeitsplätze, die vor der Verfolgung durch die ARGEn noch befreien könnten, ist in vollem Gange.

    Und so gibt es nur eine einzige Forderung, die die demokratischen Werte von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit noch vor dem endgültigen Untergang retten kann:

    das bedingungslose Grundeinkommen.

    Wie man es organisiert, wie hoch es sein kann, wer es wann bekommt ... das wird man im nächsten Schritt erarbeiten müssen. Es muß auch nicht für immer und ewig so geplant sein. Aber momentan scheint es mir der einzige Rettungsanker zu sein, der den Kurs unseres Schiffes noch stoppen kann.

    Und das dieser Kurs gestoppt wird, ist im Interesse aller Bürger, die nicht vom Ertrag ihres Kapitals leben können - egal, ob sie nun Rechte oder Linke sind, Eingeborene oder Zugewanderte, Christen, Moslems oder Atheisten.

    Leider kann ich momentan keine Partei empfehlen, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auf ihre Fahnen geschrieben hat - es scheint keinen bequemen Weg zu geben, sich seiner Verantwortung als Bürger und Souverän des Landes entziehen zu können. Schön wäre es ja .. aber vielleicht wäre das auch zu einfach und die Geschichte verlangt möglicherweise mal was anderes vom Volk der Bundesrepublik, als das zu machen, was andere ihm sagen.

    Vielleicht sollten wir uns am Wahltag mal einfach alle auf die Autobahnen setzen und sagen:
    Nö, so nicht. Wir spielen nicht mehr mit.

    Das wäre schon mal was. Ein Riesenpicknick. Ein Happening, sozusagen.

    Und dann würde man vielleicht mal wieder mit uns reden, anstatt immer nur in unseren Geldbeutel zu greifen und nach neuen Möglichkeiten zu suchen, noch tiefer hineingreifen zu können.

  • HSH-Bank, Carstensen und die SPD

    Eigentlich ist das kleine Politikdrama im Norden dieses Landes ja keine Rede wert. Wer interessiert sich schon für das, was die Fischköpfe so unter sich ausmachen. Jedoch ... ein kleine delikates Detail in dieser Politikposse muß unbedingt Erwähnung finden, da wir ja über die Bonuszahlungen an den Vorsitzenden dieser Bank schon gesprochen hatten:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,636841,00.html

    Peter Harry Carstensen unter Druck: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat den Landtag nach SPIEGEL-Informationen im Zusammenhang mit der 2,9-Millionen-Euro-Sonderzahlung für HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher falsch informiert.

    Da hat der einfach mal gelogen, der Herr Carstensen, um dem Chef der ach so geliebten Pleitebank auf die Schnelle etwas Urlaubsgeld zukommen zu lassen. Und den Urlaub scheint der dringend nötig zu haben, denn:
    die Bank ist noch viel bankrotter als gedacht:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,636741,00.html

    "Carstensen hat versagt": Der ehemalige Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Werner Marnette, greift Ministerpräsident Carstensen scharf an: Aus Wahltaktik verschweige der den Bürgern die dramatische Lage der HSH Nordbank - schon bald müsse der Staat neue Milliarden in die Bank pumpen.

    Neun Milliarden? Kein Problem, da fällt die Bonuszahlung ja kaum ins Gewicht. Und wenn der Chef der HSH-Bank aus dem Urlaub zurückkommt, wird er ja dann auch alle Hände voll zu tun haben, den Geldberg wieder in seine Bank zu schaufeln, die er zuvor so brilliant vor die Wand gefahren hat.

    Ich frage mich: wo bleiben die Artikel der BLÖD-Zeitung zu diesem Thema:

    "Volk wird verarscht und schaut dumm aus der Wäsche?"

    "Gierige Clique beklaut uns in aller Öffentlichkeit?"

    "Hartz-IV kürzen bis die Kinder hungern aber selber wie die Made im Speck leben!

    Diese Schlagzeilen ... man sucht sie vergebens. Dabei sind sie eigentlich wichtig, denn die BLÖD-Zeitung informiert ja nicht, sie steuert Emotionen mit ihrer Methode.

    Ich habe ja schon mal von dem geheimen Millionärszuchtprogramm gesprochen, das scheinbar in diesem Land seit einiger Zeit läuft. Und das muß man sich mal vorstellen: eine Bonuszahlung von 2,9 Millionen Euro!
    Das macht jeden Bürger automatisch zum Millionär.

    Besonders spannend in diesem Fall: der Herr Nonnenmacher hatte schon gekündigt. Der wollte die Pleitebank gar nicht mehr leiten. Ja, Klasse, sagt das Volk in dem Moment und freut sich. Aber nicht so die Regierenden: sie stecken ihm die Taschen voller Geld, damit er bleibt.

    Ja, wo leben wir denn eigentlich?

    Millionen von Arbeitnehmern würden sich über diese Behandlung freuen ... aber für Untermenschen ist dieses Millionärszuchtprogramm ja nicht gedacht. Die Untermenschen sollen in Zukunft immer mehr für immer weniger Geld arbeiten ... am Besten umsonst ... und in der schrumpfenden Freizeit noch umsonst für Feuerwehr, THW und soziale Vereine zur Verfügung stehen. Und wenn die Untermenschen aufmucken ... dann kann man ja noch ganz andere Seiten aufziehen. Die Agenda 2010 hat den "Sonderbehandlungen" Tür und Tor geöffnet.

    Geld ist nichts für die Untermenschen, die können damit nichts anfangen, die geben es nur aus. Dabei soll das Geld doch arbeiten und so automatisch dafür sorgen, das Reiche immer Reicher werden und Arme immer Ärmer. Geschieht ja auch jeden Tat so.

    Jetzt müßte man ja eigentlich denken, das in so einer Welt die SPD in der Wählergunst abgeht wie eine Rakete. Doch dafür, das dies nie wieder geschehen wird, haben Schröder und Clement gesorgt.
    Das gute alte Gleichgewicht zwischen links und rechts ... haben die mit einem Handstreich zerstört, indem sie die SPD vernichteten. Und das zeigt sich jetzt auch im Norden:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,636936,00.html

    Würden die Schleswig-Holsteiner an diesem Sonntag wählen, käme die CDU laut einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR auf 36 Prozent. Dies wären 4,2 Punkte weniger als zur Landtagswahl 2005. Die SPD fiele von 38,7 auf 24 Prozent. Die FDP erhielte starke 15 (plus 8,4), die Grünen 14 Prozent (plus 7,8). Die Linke würde mit fünf Prozent erstmals in den Landtag einziehen

    Dementsprechend sieht es für den Herrn Carstensen recht gut aus ... Skandale hin oder her ... er wird im Amt bleiben.

    Dazu fällt der Stimme aus der Eifel nur eins ein: armes Deutschland. Kein Geld, kein Geist, keinen Mumm.

    Voll auf Kurs in eine finanziell marode Finanzdiktatur....und kein Eisberg in Sicht, der das noch aufhalten könnte.

  • Bundestagswahl 2009 und Hartz IV

    Das erste mal in meinem Bloggerleben möchte ich einen kompletten Artikel übernehmen...und zwar den hier:

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-nach-der-bundestagswahl3322.php

    Besser hätte ich es auch nicht schreiben können.

    Was haben Hartz IV Betroffene nach der Wahl von den einzelnen Parteien zu erwarten?
    Hartz IV nach der Bundestagswahl 2009: Was bringt die Bundestagswahl für Erwerbslose, Erwerbstätige ALG II-Bezieher und von Erwerbslosigkeit bedrohte Bürger?

    Am 27 September 2009 findet die Bundestagswahl statt. Da entscheidet sich, was die nächsten 4 Jahre für uns bringen. Wir, die Redaktion von 'gegen-hartz.de' & die Moderatoren vom Hartz IV Forum 'hartz.info', haben uns entschlossen einen indirekten Wahlaufruf zu starten. In Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich schon jetzt ab, wer für die Schulden der Banken und Konzerne zahlen soll: Nämlich diejenigen, die schon nichts mehr haben. Noch schrecken die derzeitigen Regierungsparteien davor zurück, soziale Einschnitte vorzunehmen, auch wenn schon einige "Vorboten" erkennbar sind.

    Jeder kennt die Geschichte vom Boten, der den Befehl zu seiner eigenen Hinrichtung überbrachte. Wir haben den Vorteil, dass wir uns vorher darüber informieren können, was in diesem "Schreiben" steht, wir haben es in der Hand: Schluss mit Sozialabbau! Schluss mit der Verletzung der Menschenrechte! Schluss damit, dass immer die Kleinen die Zeche zahlen sollen!

    Was wir wollen: informieren und aufklären,
    was wir nicht wollen: polemisieren oder abschrecken.

    Deshalb haben wir uns selbst die Frage gestellt:
    "Was haben Erwerbslose, Erwerbstätige ALG II-Bezieher und von Erwerbslosigkeit bedrohte Bürger nach der Wahl von den einzelnen Parteien zu erwarten?"

    Wahlaussagen sind von allen Parteien schnell gemacht. Wir wollen hier diese Aussagen so sachlich und objektiv wie möglich zusammenfassen und wiedergeben. Eine komplette Analyse der Regierungsprogramme und Vorhaben der Parteien würde den Rahmen hier sprengen, deshalb haben wir uns nur auf den durch diese Frage begrenzten Bereich konzentriert und die Kernaussagen der Parteien dazu zusammen gefasst.

    Rechtsextreme Parteien
    Wahlprogramme rechtsextremer Parteien haben wir hier nicht berücksichtigt. Unserer Meinung nach sind diese Parteien weder als "Protestpartei" noch als ernst zunehmende politische Kraft anzusehen. Hinter vermeintlichen sozialen Aussagen steht nur der pure Konkurrenzkampf, Rassismus und Entsolidarisierung der Menschen. Sozialabbau ist ein Problem, dass alle Menschen betrifft. Wir machen keine ethnischen Unterschiede.

    CDU/CSU
    Die CDU/CSU ist der Meinung, dass der ALG II Regelsatz zu hoch ist. Auch wenn im Wahlprogramm dazu keine konkrete Aussage getroffen wird, ist also mit einer direkten oder indirekten Regelsatzkürzung zu rechnen. Die CDU/CSU will laut Regierungsprogramm für ALG II Empfänger "Anreize zur Arbeit" schaffen, mit denen ALG II Empfänger dazu motiviert werden sollen, besser bezahlte Jobs zu suchen. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die von CDU/CSU schon lange geplante Reduzierung der bei ALG II Empfängern vom Erwerbseinkommen abzuziehenden Freibeträge.

    Ebenfalls will CDU/CSU die Pflicht zur Gegenleistung im SGB II gesetzlich verankern. Konkret sollen arbeitslose ALG II Empfänger per Gesetz dazu verpflichtet werden, ihre Arbeitskraft im Austausch für ihr ALG II kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wer sich weigert, soll kein ALG II erhalten. Dazu sollen die sog. 1? Job umfangreich ausgebaut und deren Beschränkungen auf den öffentlichen Sektor entfallen, so dass auch ein Einsatz von 1? Jobbern in der Privatwirtschaft endlich legal wird.

    Dahinter verbirgt sich das bereits von CDU/CSU unter dem Begriff "Workfare" bekannt gemachte und von Interessengemeinschaften der Wirtschaft (INSM, IFO) entwickelte Modell, das u.a. auch eine weitere Bindung des ALG II an solche 1? Jobs beinhaltet: ein Teil des ALG II soll als "Grundlohn" gezahlt werden, den der ALG II Empfänger durch 1? Jobs dann zur vollen Regelsatzhöhe aufstocken kann bzw. muss, wenn er überleben will.

    FDP
    Die FDP will den ALG II Regelsatz um 30% kürzen und begründet dass damit, ALG II Empfänger wären grundsätzlich zu Faul zum Arbeiten und wer mit dem kargen Regelsatz nicht auskommt, soll gemeinnützige Arbeiten ausführen und damit sein ALG II aufstocken (siehe Workfare bei CDU/CSU). Die FDP trägt im Übrigen auch die anderen Vorhaben der CDU/CSU zum Sozialabbau mit.

    SPD
    Laut dem Regierungsprogramm will die SPD durch mehr und besser qualifizierte Vermittler in den ARGEn Arbeitslose besser vermitteln. Sie will außerdem einen flächendeckenden Mindestlohn und ein gebührenfreies Bildungssystem einführen, sowie soziale Bürgerrechte garantieren. Was die SPD unter Letzterem im Einzelnen versteht, darüber hat sie sich leider nicht ausgelassen. Der Kündigungsschutz soll erhalten bleiben, Leiharbeiter mehr Rechte und gleiche Bezahlung wie Festangestellte erhalten. Die Ausnutzung von Praktikanten als kostenlose Arbeitskräfte soll gestoppt werden. Das ALG II soll bedarfsgerecht bleiben und bei Bedarf erhöht werden. Altersvorsorgevermögen soll beim ALG II generell und unabhängig von seiner Höhe geschützt werden.

    Die Linke
    Die Linke will einen flächendeckenden Mindestlohn sowie gleichen Lohn für gleiche Arbeit, auch bei Leiharbeitern, einführen. Der Kündigungsschutz soll ausgebaut werden. Die Arbeit von Praktikanten soll bezahlt werden müssen. Die Kinderbetreuung soll gebührenfrei werden.

    "Hartz IV" soll abgeschafft und durch eine bedarfsdeckende und sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzen werden. Dazu soll der Eckregelsatz beim ALG II auf bedarfsdeckende 500? erhöht und jährlich an die Lebenshaltungskosten angepasst werden. Der Regelsatz für Kinder und Jugendliche soll angehoben werden. Jugendliche ALG II Empfänger sollen wieder ab 18 Jahren einen eigenen Hausstand gründen dürfen. Kinderzuschlag und das Kindergeld sollen auf je 200 Euro erhöht und letzteres nicht auf ALG II angerechnet werden. Der Sanktionsparagraph 31, die Aussendienst-Schnüffelpraxis, die U25-Regelung und die Erbenhaftung im SGB II sollen ersatzlos gestrichen werden. Wohnkosten sollen endlich lt. BSG-Rechtsprechung übernommen werden. An Umzugsaufforderungen sollen, gemäß der BSG-Rechtsprechung, hohe Anforderungen geknüpft werden, werden diese nicht erfüllt, muss der Leistungsträger die Kosten ungekürzt weiter zahlen. Das Grundrecht auf eine menschenwürdige Wohnung soll ins Grundgesetz. Die Bedarfsgemeinschaft wird wieder abgeschafft und durch das Individualprinzip (Vertikalmethode) ersetzt. Der max. Vermögensfreibetrag soll auf 20.000? und der Altersvorsorgefreibetrag auf 700? pro Lebensjahr erhöht werden.
    Zur Bezahlung der Steuergeschenke der aktuellen Regierung und dem Schuldenabbau sollen die Steuern auf hohe Einkommen und Erbschaften sowie Konzern-Gewinne erhöht werden. Eine Börsenumsatzsteuer und die Vermögenssteuer soll (wieder) eingeführt werden. Alle, die Einkommen erzielen, sollen in die Rentenversicherung einzahlen, ohne Ausnahme.
    Das Renteneintrittsalter soll wieder auf 65 Jahre gesenkt werden. Eine deutlich über dem Bedarfsminimum liegende Grundrente soll garantiert werden. Alle Berufsgruppen sollen in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen.

    Bündnis 90 / Die Grünen
    Die Regelsatzerhöhung für Kinder und eine eigenständige Kindergrundsicherung werden gefordert, ebenfalls eine Stärkung der Rechte von Arbeitslosen. Wie dies im Einzelnen aussehen und verwirklicht werden soll, darüber werden keine Angaben gemacht. Langzeitarbeitslose sollen statt ALG II unbefristete sozialversicherungspflichtige Jobs im öffentlichen Bereich bekommen. Der Eckregelsatz soll auf 420 Euro erhöht und an die Preisentwicklung der Lebenshaltungskosten angepasst werden. Auch hier soll eine Gegenleistung dafür vom ALG II Empfänger gefordert werden, wobei aber keine Sanktionierung der Regelleistung stattfinden soll. Die Freibeträge vom Erwerbseinkommen sollen erhöht und die Bedarfsanteilsmethode zugunsten der Vertikalmethode abgeschafft werden.
    Warum zur Wahl gehen?
    Das waren die wichtigsten Eckpunkte der Regierungsprogramme der Parteien hinsichtlich Erwerbsloser, Erwerbstätiger ALG II-Bezieher und von Erwerbslosigkeit bedrohter Bürger. Mit diesen Informationen sollte jede/r seine Wahl treffen können, sofern diese Eckpunkte für ihn ausschlaggebend sind. Deshalb unsere Aufforderung an alle Erwerbslose und von Erwerbslosigkeit bedrohte Bürger, sowie an alle Bürger, die den weiteren Sozialabbau, mit dem die Milliarden an Steuergeschenken finanziert werden sollen, verhindern möchten: Bitte geht zur Wahl und wählt für mehr soziale Gerechtigkeit!

    Wir kennen die alltägliche Ohnmacht, nichts gegen die menschenunwürdige Politik ausrichten zu können. Doch wenn man sich dem Schicksal ausliefert, hat man auch nichts "gewonnen". Jeder der nicht oder ungültig wählt, unterstützt direkt die Parteien, die er nicht wählen würde, weil nämlich der Partei, die er sonst gewählt hätte, seine Stimme fehlt oder die anderen Parteien dadurch im Vorteil sind. Parteien, die etwas gegen menschenfeindliche Politik und Sozialabbau unternehmen könnten, fehlen damit eure Stimmen, um eine Gegenmacht aufzubauen und dieses verhindern zu können. Und wenn ihr keiner Partei traut, wählt zumindest das kleinere Übel! Aber wählt und ergebt euch nicht blind einem Schicksal, das ihr ändern könntet - anders wie der Eingangs erwähnte Bote. (Ein Aufruf der Redaktion von 'gegen-hartz.de' & die Moderatoren vom Hartz IV Forum 'hartz.info', 16.07.2009, Abdruck frei und erwünscht)

    Das ... ist ein deutlicher Grund zur Wahl zu gehen. Der Umbau von einem Sozialstaat in einen asozialen Ausbeuterstaat wird in einem großen Umfang vorangetrieben - wenn es nach CDU/CSU/FDP geht. Es ist eine sehr entscheidende Wahl ... für Deutschland und seine Bürger.

    Die Entscheidendste vielleicht in der Geschichte der Republik. Wer glücklich ist, als Zahlschaf und Beitragskuh von Banken, Konzernen und Staat sein Leben zu fristen und am Ende seiner Leistungsfähigkeit auf der Hartz-IV-Sondermülldeponie entsorgt zu werden, sollte die Parteien wählen, die sich "bürgerlich" nennen aber alles andere als "bürgerlich" sind. Das gleiche gilt auch für Rentner ... denn ihr finanzieller Anteil am Sozialstaat macht den größten Batzen aus. Die Agenda 2010 hat den Startschuß gegeben für eine beispiellose
    Ausplünderung des Bürgers, angefangen beim ach so faulen Arbeitslosen. Angesichts der momentanen Prognosen wundert es mich, das noch kein neues Faulheitsvirus entdeckt worden ist, das die Menschen dazu anhält, in Scharen zu den ARGEN vor der ach so schrecklichen Arbeit zu fliehen, für die man ja auch noch (pfui) das ekelige GELD annehmen müßte. Und letzteres würde ja wirklich keiner ernsthaft wollen.
    Deshalb werden die Rentner sicher froh sein, wenn man konsequenterweise auch ihre Kassen wieder mal ausplündert, um die Abfindungen und Bonuszahlungen für Leistungsträger zu zahlen.

    Wenn wir den Kurs beihalten, den korrupte Konzernmarionetten und einfältige Politikschmarotzer beibehalten, wird der Historiker Hobsbawn vorausgesagt hat: es wird Blut fließen. Das wichtigste Kapital unseres Landes, das wir bislang noch gar nicht effektiv vermarktet haben, der soziale Friede, der hier seit sechzig Jahren herrscht, wird sinnlos verschleudert - wie zuvor schon viele andere Staatsbetriebe.

    Jedenfalls sinnlos im Interesse aller Bürger, ob sie nun rechts oder links sind, arm oder reich, urdeutsch oder eingewandert spielt da keine Rolle. Bluten können sie alle. Und das werden sie ... wenn der Hunger, der Durst und die Kälte die Menschen in den Wahnsinn treiben.

    Es gibt in der Geschichte genug Beispiele dafür...und wenn wir daraus nicht lernen wollen, dann müssen wir es eben wiederholen.

    Nochmal und nochmal und nochmal.

    Bis es sitzt.

    Aber das muß nicht zwangsläufig so sein. Noch gibt es eine kleine Chance, das Chaos zu verhindern.

    Noch.

    Auf jeden Fall ist dies keine Wahl, bei der man sich den Luxus erlauben sollte, seine Stimme unter der
    5%-Hürde verdampfen zu lassen, denn es steht momentan sehr viel auf dem Spiel.

  • Blogfreundetaubenschlag und Truth-Sponsor

    Manchmal wundert man sich schon, so als Neuling auf Blog.de. Zum Beispiel über die Motivation von Menschen, "Blogfreundschaften" zu schließen und nach zwei- drei Tagen wieder zu beenden. Langeweile?
    Scheint so. Ich habe zu wenig Zeit, mir darüber Gedanken zu machen noch habe ich für mich eine handhabbare Richtlinie für Blogfreundschaften entwickelt. Manchmal lehne ich sie ab, weil es irgendwie keinen Sinn zu machen scheint, die ohnehin zu große Menge sinnlos zu vergrößern. Dann jedoch ... lade ich selbst Menschen ein, weil ich sie sonst vergessen würde.

    Cathrin Ka zum Beispiel. Phantastisch ... jederzeit Zugriff auf Neuigkeiten aus Vietnam. Ein wunderbares Medium. Auch die Einladung von nebil-neblo aus Dhubai habe ich gern angenommen und wollte seitdem einen Artikel über Löhne und Preise in Dhubai und Pakistan schreiben - und wie arm wir in der BRD eigentlich wirklich sind. Der kommt auch noch.

    Manchmal verschwinden auch Blogger komplett wieder. Einige haben sich hier wohl nur verlaufen. Andere schreiben recht viel ... und sind ebenfalls plötzlich weg.

    Mit Shadow-behind-the-moon tausche ich regelmäßig E-Mails aus ... und telefoniert haben wir auch schon.
    Geht ja auch. Ist allerdings zeitaufwendiger als Blogggen.

    Sehr peinlich finde ich es, wenn ich feststelle: da fehlt wieder irgendjemand ... aber ich weiß nicht, wer es ist. Und komme auch absolut nicht drauf. Das zeigt mir dann, das da ein Mensch irgendwie untergegangen ist...und das da eine Einladung ausgesprochen bzw. angenommen wurde, die man sich hätte sparen können, weil es sowieso nichts zu sagen gab.

    Na ja, die Leute kommen und gehen wie im Taubenschlag, was soll man sich da Gedanken drüber machen. Es gibt wichtigeres zu tun und außerdem auch noch ein Leben außerhalb des Netzes.

    Heute morgen habe ich jedoch gemerkt, wer fehlt: Truth-Sponsor. Er hatte kein Bild, aber er war hübsch.
    Behauptet er jedenfalls. Das er kein Bild hatte, konnte man sehen, ob er hübsch war, weiß ich nicht.

    Nur ... seine Informationen waren interessant. Ich hoffe sehr, das er dies jetzt liest und das er wie Grilleau einer versehentlichen Lösch-Aktion zum Opfer gefallen ist, alldieweil er auch sehr viele Links gesetzt hat und Blog.de ihn im Rahmen von Spam-Schutz nebenbei unabsichtlich mit eleminiert hat.

    Das hoffe ich, denn seinen Blog und seine Art zu schreiben haben mir gefallen. Wäre schade, wenn er aus einem Versehen heraus verschwindet.

  • Lügen über Mond, Kaffee, Ernährung und das Rauchen

    Lügen sind etwas schlimmes, weil sie das Wertvollste zerstören können, was zwischen Menschen existieren kann: Vertrauen. Nur die USA scheinen in der Lage zu sein, diesen Prozeß auf seltsame Art und Weise nicht ausgesetzt zu sein, denn trotz fortgesetzter Lügen im politischen Bereich vertraut ihnen Deutschland sogar seine Soldaten an und läßt sie in Afghanistan für amerikanische Interessen sterben.

    Vor vielen Jahren sah ich mal eine 45-minütige Dokumentation über die Mondlandungslüge: angeblich waren die Amerikaner nie auf dem Mond gelandet. Merkwürdigkeiten gab es schon zu Hauf. Ich selbst hatte mich schon gewundert, warum es inzwischen eigentlich keine Hotels da oben gibt. Immerhin ... es war eigentlich viel mehr geplant, als nur ein paar mal Steine zu sammeln. Das Problem der atomaren Endlagerung hätte da endgültig gelöst werden können - dort oben stört der Müll doch keinen.

    Argumente pro und kontra gibt es hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zur_Mondlandung#Echtheit_der_Mondoberfl.C3.A4che

    oder hier:

    http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/4507/der_mann_im_mond.html

    Eins der für mich überzeugendsten Argumente habe ich bisher nicht gefunden. Zwei von der Fähre gefilmte Krater entsprechen exakt einer Landschaft, die man auf der geheimnisumwitterten Area 51 findet. Schade auch ... so bleiben bei mir Zweifel trotz der umfangreichen Apologetik (Verteidigungsrede) der Befürworter. Und außerdem: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Und wie oft haben die USA eigentlich schon gelogen ... ? Wie oft?

    Kaffee ist ja auch so eine Lüge. Man sollte ja sofort tot umfallen von diesem teuflischen Getränk. Die Luft roch schon nach allgemeinem Kaffeeverbot, Schmuggler bereiteten sich schon in Kooperation mit
    verdeckten Agenten von Tchibo auf umfangreiche Aktionen vor, die die Versorgung der Abhängigen sicher stellen sollten - sofern sie genug Geld dafür hatten.

    Und jetzt? Kaffee wird zur Wunderdroge:

    http://www.foodwatch.de/spender__unterstuetzer/ernaehrungsfragen/index_ger.html

    Seine gesundheitsfördernden Eigenschaften verdankt der Kaffee – ob Filterkaffee oder Expresso – seinem Gehalt an verschiedenen Antioxidantien, Polyphenolen (das sind sekundäre Pflanzenstoffe) und Mineralstoffen, die positive Eigenschaften für den menschlichen Organismus besitzen. Ihnen wird nachgesagt, vor Diabetes und Gicht zu schützen. Antioxidantien und Polyphenole gelten zudem als entzündungshemmend und krebsvorbeugend.

    Prost.

    Leider bleiben uns auch die anderen Lügen nicht erspart, nämlich jene, die vorgeben, das gesündeste Essen der Welt zu produzieren, aber letztlich nur verfeinerte Gülle enthalten:

    http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/werbeluegen/mogel_liste/index_ger.html

    Ein Beispiel? Kinderschokolade:

    Ferrero: Kinder-Riegel
    Der Schwindel: Ohne schlechtes Gewissen Naschen, dank der "Extra-Portion-Milch" mit viel gutem Kalzium.

    Die Wahrheit: Erst 13 Riegel würden den Tagesbedarf eines Kindes an Kalzium decken. Das sind gleich 48 Würfelzucker, ein halbes Paket Butter plus Aromen und Zusatzstoffe.

    Toll, nicht wahr? Und so etwas darf legal behauptet und verbreitet werden. So toll funktioniert die freiwillige Selbstkontrolle der ach so tollen Wirtschaft.

    Noch einen? Ok, aber den Rest bitte im Original nachlesen:

    Danone: Actimel
    Der Schwindel: Actimel - ein besonderer Joghurt-Drink, der das Immunsystem "aktiviert" und "wetterfest" macht.

    Die Wahrheit: Jeder Joghurt "aktiviert" das Immunsystem ein bißchen. Actimel ist zusätzlich jedoch viermal so teuer und doppelt so zuckrig wie ein herkömmlicher Naturjoghurt. Und wissenschaftliche Beweise für einen Erkältungsschutz gibt es nicht.

    So kann man richtig viel Geld mit richtig guten Lügen machen. Man merkt: mit Lügen läßt sich gut Profit machen. Eigentlich kann man so richtig viel Geld nur mit richtig guten und dreisten Lügen machen, ich denke, das hat die Finanzkrise hinreichend gezeigt.

    Das nennt man heute aber nicht Lügen sondern Marketing. Hört sich besser an. Ich meine, wer hätte schon gerne eine Visitenkarte, auf der Lügenmanager steht.

    Rauchen zum Beispiel, auch so ein Thema. Eine heilige Kuh sozusagen. Rauchen macht Krebs, das weiß doch jedes Kind. Wirklich? Nun, mag sein, aber nur bei Ratten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotin

    Karzinogene Wirkung wurde bisher (Stand 2004) nur für Ratten sicher bestätigt, wird aber allgemein eher abgelehnt.
    Trotzdem glauben noch alle: Rauchen macht Krebs. Oder?

    Wer allerdings unter dem schmerzhaften Reizdarmsyndrom leidet, ist mit Nikotin gut bediehnt. Raucher haben es nicht. Genauso scheint Rauchen vor Colitis Ulcerosa zu schützen. Tritt bei Rauchern deutlich weniger bis gar nicht auf ... allerdings finde ich zu beiden Themen auf die Schnelle nichts im Internet.
    Wen´s interessiert: ich habe irgendwo ein Kompendium Gastroenterologie, das Fachhandbuch für Gastroenterologen ... da findet man so etwas in kleinen Nebensätzen.

    Groß veröffentlicht werden darf so etwas natürlich nicht, denn der Raucher ist das Schlachtopfer, das wir unseren Göttern darbieten, um ihren Zorn zu besänftigen.

    "Sehet her, ihr Großallmächtigen! Verzeiht uns Autoabgase und Lebensmittelchemikalien, Quecksilbervergiftungen und Asbestverseugung, Formaldehyd und Radioaktivität! Wir opfern euch unsere Raucher! Jeden Einzelnen, bis der letzte ausgerottet ist! Ist dann alles wieder gut?"
    Es ist schon schön zu sehen, das nach Jahrtausenden der zivilisatorischen Entwicklung die alten Opfermuster immer noch wirken. Einfach mal einen anstecken, dann wird´s schon wieder gut mit allem.

    Und auch schön zu sehen, das die alte philosophische Erkenntnis "Ich weiß, das ich nichts weiß" auch zweitausend Jahre später immer noch der Gipfel der menschlichen Erkenntnis ist, trotz Informationszeitalter.

    Dafür ... sorgt allein schon der Geist der Lüge.

  • Pornographie im Teppichhaus

    Aus aktuellem Anlaß meldet sich die Redaktion mit einer akuten Warnmeldung. Gewarnt wird vor einem Besuch des Teppichhauses des Herrn Trithemius. Hinter der wohlbürgerlichen Fassade eines gemeinen Bodenbelaghandels mit von Kinderhand geknüpten Perserteppichen (gerade in der heutigen Zeit, nachdem persische Studenten den "Tod Deutschlands" angekündigt hatte, zeigt dies allein schon die bedenkliche Gesinnung, die bei manchen Vertretern des Einzelhandels heutzutage aufzufinden ist) und ebenfalls in Sonderwirtschaftszonen durch indische Frauenhände handgeknüpfte Auslegeware (die Stellung der Frau in Indien spielt bei dem Herrn wohl ebenfalls keine Rolle in seinen geschäftlichen Überlegungen) verbirgt sich heutzutage ungeheuerliches, nämlich: übelste Pornographie in Bild und Schrift.

    Wer immer noch meint, dort wohlformulierte Worte gesellschaftlichen Belangs finden zu können, der sei hier eines Besseren belehrt:

    http://abcypsilon777.blog.de/2009/07/11/hacker-angriff-blog-de-analogkaese-statt-topblogs-6493766/

    Doch lasse sich der geneigte Leser nicht durch die brilliante Täuschung verwirren, die der Titel des
    Artikels verursachen möchte. Es geht in diesem Artikel um nichts anderes als um brutale, unverfälschte Pornographie, wie der Angeklagte Teppichhändler offen umwunden zugibt, was ja an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten ist:

    Unterhosengummiflitscher, vorgetäuschte Orgasmen und Schamhaarfriseure werden uns da präsentiert. Die tiefen Abgründe menschlich verirrter Natur werden hier offen zitiert und jedem Publikum zugänglich gemacht, das eigentlich auf der Suche nach einem harmlosen Fußabstreifer oder einem schmucken Läufer war.

    Doch nicht nur das, denn zu den oben genannten Obszönitäten serviert uns der Herr auch noch Bildmaterial, das ich ... mit Rücksicht auf unseren sensiblen Leser ... hier nicht veröffentlichen möchte.

    Drei Menschen mit offener Hose werden uns, ihre Geschlechter frei der Außenluft präsentierend, schamlos dargestellt, noch bevor wir die Wahl hatten, uns zu entscheiden, ob wir solche Auswüchse schlechten Geschmacks überhaupt unseren ästhetischen Sinnen zumuten wollen.

    Ein Mann, eine Frau und ... da wächst die Ungeheuerlichkeit zu einer Dimension heran, die man bislang für menschenunmöglich gehalten hat ... ein unschuldiges Kind werden uns da präsentiert! Das Kind mit nichts anderem bekleidet als seiner offenen Hose! Und das in aller Öffentlichkeit!

    DAS IST PORNOGRAPHIE!

    Der Teppichhändler, von engagierten Volks- und Kinderschützern zur Rede gestellt, versuchte sich herauszuwinden mit windigen Ausflüchten, er wolle nur darauf hinweisen, das manche qualitativ hochwertige Blogs, die Leser längerfristig anziehen könnten, zugunsten von minderwertigem Massenmaterial willkürlich
    zurückgesetzt wurden. Hah! Das ließen wir mit uns jedoch nicht machen. Wir fragten nach!

    Nun, es ist in der Tat so, das Blog.de Unterhosenflitschern, Schamhaarrasierern und vorgetäuschten Orgasmen den Vorzug vor angeblich echter Qualität zu geben scheint, ABER: die pornographischen Aufnahmen aus dem Teppichhaus fanden wir bei den genannten Quellen nicht vor. Der Teppichhändler redete sich heraus, er hätte das Material aus seriösen Fachzeitschriften, wie der ADAC-Motorwelt und der hochgeschätzten Apothekenrundschau. Seriöse, allseits beliebte Magazine von herausragender Qualität ... sollen angeblich Quellen für diese Schundphotografien sein!

    Nun, da hat sich der Teppichhändler selbst hereingelegt. Aus eigener Anschaung wissen wir, das die beiden angeblich zitierten Zeitschriften in FARBE erscheinen, seine pornographischen Bildchen sind aber SCHWARZ-WEISS!

    Solchermaßen mit Beweismaterial ausgerüstet, besuchten wir das Teppichhaus erneut, unter dem Vorwand, wir suchten einen Spielteppich für unsere Kinder.

    Doch gleich am Eingang wurde uns schlecht und wir stellten fest, das die Verderbtheit des Teppichhauses weit über unsere Vorstellungen hinausreichte.

    Man schaue hier:

    http://abcypsilon777.blog.de/2009/07/15/teppichhaus-lebenshilfe-einfache-weise-frauen-interessant-macht-6523096/

    Hier wird doch tatsächlich in aller Öffentlichkeit demonstriert, was dieser Teppichhändler von Frauen hält und wofür er sich zu benutzen trachtet! Und gibt die Tipps, wie man sich bei Damen interessant machen soll, auch noch unverblümt weiter, zum Schaden jeder ehrlichen und aufrichtigen Streichholzschachtel in diesem Land.

    Der Schachtelschutzbund wurde von uns selbstverständlich umgehend informiert, denn so geht es ja nicht, Herr Trithemius. So nicht. Auch die Frauenschutzbeauftragte des Blogländles wird umgehend von uns hören, sobald wir sie namhaft gemacht haben. Aus in der Regel gut informierten Kreisen wurde uns eine gewisse Person mit dem Codenamen "Fem" genannt, die diesbezüglich ansprechbar wäre.

    Ja, liebe Leser, was glaubt ihr denn, was damit gemeint ist: sich bei Frauen interessant zu machen?
    Schaut euch nur die Photos an! Nach unserer zielsicheren Beweisführung eindeutig vom Autor selbst geschossen! Und nun hat er vor, seine unerträglichen Taten weiter zu verbreiten! Eine Gefahr für die sittliche-moralische Kultur in diesem Land, wie es sie seit der Ära Kohl nicht mehr gegeben hat.

    Wir sind: empört!

    Ja, schaut nur vorbei in diesem Teppichhaus, ihr werdet euch wundern!

  • Zwangsimpfung ... Warnstufe ROT?

    Ich war ja gestern ganz erfreut, als viele von Euch mir mitteilten, das das mit den Zwangsimpfungen ja gar nicht geht.

    Aber: Pustekuchen, heute erfahre ich: es geht doch.

    Das ist halt nicht mein Metier, diese Zwangsimpferei. Aber nachdem ich nun einige Hinweise und Kommentare erhalten habe, möchte ich doch nochmal darauf hinweisen, das die Zwangsimpferei durchaus möglich ist:

    http://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__20.html

    (6) Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates anzuordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben, wenn eine übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist. Das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz) kann insoweit eingeschränkt werden. Ein nach dieser Rechtsverordnung Impfpflichtiger, der nach ärztlichem Zeugnis ohne Gefahr für sein Leben oder seine Gesundheit nicht geimpft werden kann, ist von der Impfpflicht freizustellen; dies gilt auch bei anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. § 15 Abs. 2 gilt entsprechend.

    Kurz gesagt: wenn die WHO die Pandemiestufe 6 ausruft, kann das Grundrecht der körperlichen Unversehrheit eingeschränkt werden. Die können dann pieken, ohne zu fragen. Und da hilft auch kein Gericht mehr, denn:
    es droht ja die Auslöschung der gesamten Menschheit.

    Nun ... wir haben die "klinisch schweren Verlaufsformen" ja eigentlich nicht ... wie letztens beschrieben, aber: die WHO sieht das anders. Die Pest ist wieder unterwegs.

    Weitere Informationen hier:

    http://nichtsals-diewahrheit.de/?p=147

    oder hier:

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/07/pandemie-zwangsimpfung-und-die.html

    Wobei letzterer auch noch zusätzlich auf die 21 Todesfälle in Polen hinweist, die im Zusammenhang mit der Vogelgrippeschutzimpfung aufgetreten sind ... und anhand des Beispiels aus der Schweiz aufführt, wie
    man dort mit Impfverweigeren umzugehen gedenkt: die werden von der Polizei abgeholt und dann einfach zwangsgeimpft. So ... kann es hier auch kommen.

    Maßnahmen, wie man sich dem entziehen kann?

    Fallen mir gerade keine ein, weil ich vom Streichen Muskelkater habe ... und gleich weiterstreichen muß.

    Wie ernst muß man die Gefahr nehmen?

    Also ich persönlich werde noch lange nicht panisch ... bin ja auch schon alt. Aber so langsam bekomme ich einen zornigen Gesichtsausdruck, wenn ich diesen absolut unsinnigen Schweinegrippehokuspokus höre.

    Kaum Symptome, viele haben es, ohne es zu merken ... ja, ihr denkt wohl, die können einen alten Mann verarschen. Ich weiß wie die Pharmaindustrie tickt und welche Beziehungen die haben. Beziehungen, die mitlerweile sogar noch besser sein dürften als zu meiner Zeit.

    Mal abgesehen von den Weltbevölkerungsvernichtungsphantasien gewisser Teile der Bevölkerung möchte ich mich nicht zugunsten der Pharmaprofite verseuchen lassen.

    Da hört sich ja wohl alles auf!

    Wenn ich dann aber den Artikel von meinem geschätzten Leser Keimo lese, dann wird mir darüber hinaus aber trotzdem ein wenig ... anders:

    http://www.chemtrailcentral.com/ubb/Forum6/HTML/000623.html

    Keimo garantiert dafür, das die Fakten stimmen. Elf führende Mikrobiologen zufällig verunfallt? Na ja, Zufälle gibt es ja ... aber so langsam häufen die sich.

    In Kreisen der nordamerikanischen Milizen hält sich ja das Gerücht (und deshalb bewaffnen die sich ja bis an die Zähne) das die "Elite" die USA übernehmen wollen mit Hilfe der UN und das sie auch die Bevölkerung durch Seuchen dezimieren wollen.

    Ja, müssen wir jetzt innerhalb von wenigen Tagen ebenfalls Milizen aus dem Boden stampfen, um die Polizei davon abzuhalten, uns irgendwann (ich schätze mal: Anfang nächsten Jahres) zwangsweise das Zeug in den Hintern zu jagen?

    Das darf doch wohl alles nicht wahr sein!

    Da ist die Bankenkrise, Hartz IV, Afghanistan und der restliche Humbug ja ein Witz gegen!

    PS: meinen Kommentatoren den allerbesten Dank für die Informationen!

  • Der Sozialstaat muß weg!

    Das war ja zu erwarten. Nachdem Bundesarbeitsminister Scholz seinen Bericht vorgelegt hat und bekannt wird, das 40% der Bevölkerung von Transferleistungen leben, mußte der Ruf kommen: das geht so nicht weiter.

    Zum Beispiel hier ist so ein Rufer:

    http://schmid.welt.de/

    Und man muß ja sagen: der Mann hat Recht. Es geht so nicht weiter. Das ist, denke ich, jedem vernünftigen Menschen klar. Letztens hatte ich ein Gespräch mit einer Leserin, die meinte - ich würde den Menschen nur Angst machen.

    Nun, einerseits ist Angst an und für sich nichts schlechtes, sondern eine natürliche Reaktion auf eine Bedrohung, die enorme Kraft- und Willenssteigerungen zur Folge haben kann.

    Andererseits ... mache nicht ich Angst, sondern die Sachen von denen ich berichte, bzw. das Licht, in das ich diese Sachen stelle. Und das mache ich ganz bewußt so, weil auch ich weiß: es geht so nicht weiter.

    Dazu braucht man noch nichtmal eine abgeschlossen Hauptschulbildung, um das zu erkennen. Wir müssen was ändern, sonst sind wir alle am Ende.

    In den anstehenden brutalen Verteilungskämpfen um die letzten verbliebenen Euro (der angesichts des Schuldenberges dieses Landes auch nur eine Illusion ist) werden die primitiveren der Krakeeler erstmal jenen an die Wäsche wollen, die sowieso nichts haben: die Arbeitslosen. Und dann jenen, die sich nicht mehr so gut wehren können ... körperlich: die Rentner und die Kranken.

    Tote nimmt man billigend in Kauf ... ohne es auszusprechen.

    Aber Geld ist in diesem Land gleichzusetzen mit Essen, Unterkunft, Kleidung. Fehlt dieses, haben wir im nächsten strengen Winter ... weniger Bürger. Und es sind doch sowieso schon zu wenig, deshalb holt man doch die ganzen ausländischen Arbeitnehmer ins Land. Irgendwie ... Paradox, oder.

    Nun, die größten Krakeeler kommen ja aus jenen Kreisen, die sich noch geradewegs mit irgendeinem Job über Wasser halten können. Kaum einer von ihnen ist jedoch mal auf den Gedanken gekommen, das auch er ... nur Transferleistungen erhält. Zwar nicht vom Staat, aber von einer Firma.

    Gut, wird er jetzt empört aufschreien: "Ich arbeite aber!".

    Aber Arbeit ist an sich ... auch kein Wert. Das erfährt momentan jener Porsche-Feinmechaniker, der für ein Euro die Stunde Trampoline bastelt, die dann von einer Firma mit guten Gewinnen erfolgreich verkauft werden. Und das ... ist die Zukunft eines jeden Arbeitnehmers, weil die nämlich angesichts der geforderten Rendite immer noch zuviel kosten.

    Der Unsinn offenbart sich ja gerade in den Ein-Euro-Jobs, wo Arbeitslose lustige Puzzel zusammensetzen dürfen, um wenigstens beschäftigt zu sein.

    Dabei ... wäre Arbeit genug vorhanden. Aber kein Geld, um sie zu bezahlen. Und kaum eine Möglichkeit, Traumrenditen aus dieser Arbeit zu beziehen. Damit ist Arbeit, der zentrale Wert unserer Kultur ... wertlos geworden. Wenn keiner dafür bezahlt (oder bezahlen kann) dann nützt auch alles Gezappel und Gestrampel nichts.

    Wenn aber die Arbeit wertlos geworden ist und man mit Arbeit nichts mehr erwirtschaften kann, was Wert hat ... dann ist unser ganzer Sozialstaatsentwurf Nonsens. Das sollte jedem klar sein ... denn ein Faß, aus dem nur geschöpft wird, ist irgendwann leer.

    Dann stellt sich aber die Frage: was sollen wir tun?

    Aus den Kreisen der Sozialfaschisten kommt ja dann die ewig gleiche Antwort: Zwangsarbeit, in welcher Form auch immer. Aber diese Arbeit erwirtschaftet nichts. Wir können alle Arbeitslosen mit Zahnbürsten die Autobahnen schrubben oder mit Nagelscheren öffentliche Grünflächen beschneiden lassen ... dadurch werden zwar gewisse sadistische Triebe manches Unmenschen befriedigt, aber nicht ein Euro wird verdient.

    Wir brauchen aber zur Rettung unseres Gemeinwesens nicht Arbeit, sondern ... Geld. Sonst nichts.
    Ist Geld genug da, das wir die Einkommen der Arbeiter verdreifachen können, dann ... erledigt sich der Rest von selbst und wir können selbst den unfähigsten Gimpel mit durchfüttern.

    Ist aber kein Geld da ... dann wird´s irgendwann eng.

    Aber es ist Geld da. Die Deutschen sind so reich wie nie zuvor und werden immer reicher. Wir leben hier ja nicht in Somalia. Es gibt hier viele Werte. Nur ... die haben in den letzten Jahren einen exklusiven Nutznießerkreis gefunden, von dem der Rest der Bevölkerung ausgeschlossen wurde ... inklusive der Finanzämter.

    Das kann man sich gefallen lassen - muß man aber nicht.

    Wir brauchen keinen Sozialstaat, wir brauchen einen Neustart, weil das bisherige System an allen Ecken und Enden krankt. Viel zu viele kostspielige Nutznießer des Systems raffen sich viel zu viel zusammen, so daß insgesamt nur wenig übrgbleibt von dem Reichtum dieses Landes.

    Also ... müssen konstruktive Lösungen her.

    Ein Beispiel?

    Im Osten Deutschlands stehen ganze Dörfer leer, Städte sterben aus. Früher gab man armen Menschen eine Chance, indem man ihnen Land schenkte, das sie urbar machen sollten. Was spricht dagegen ... die brachliegenden Immobilien interessierten Menschen zu schenken, damit sie sich dort einrichten können.
    Momentan reißt man die Dinger einfach ab.

    Was spricht dagegen ... sterbende Baunerhöfe als Ökolandbetriebe an Interessierte zu verpachten ... für ein Euro im Monat.

    Aus leerstehenden Fabriken kann man prima Sozialprojekte machen ... die mit ein wenig Unterstützung sogar was erwirtschaften können. Theater, Gaststätte, Unterricht, Kleingewerbe ... wäre doch besser als Puzzeln, oder?

    Selbstverwaltete Betriebe jeglicher Art ... flächendeckend über das Land verteilt - das wäre eine soziale Revolution, die besser wäre als der alimentierende Sozialstaat, denn das Almosenempfangen schwächt gemeinhin nur das Selbstbewußtsein.

    Natürlich gibt es da Probleme. Und Neider. Und unbefriedigte Sadisten. Aber von der Meinung von Neidern und Sadisten sollte man sich doch nicht eine Chance auf eine für alle lebenswerte Zukunft versauen lassen.

    Und Probleme ... sind eigentlich nichts anderes als Herausforderungen.

    Es wäre eine ideale Zeit für soziale und wirtschaftliche Experimente jeglicher Art, eine Möglichkeit, aus einem Land ein Zukunftslabor zu machen, das ... weltweit beispielhaft sein kann. Und dieses so gewonnene Know How ... kann man weltweit vermarkten.

    Und wer jetzt meint "wer soll das alles bezahlen" dem sei gesagt: das kostet so gut wie nichts. Essen wird von der Natur umsonst geliefert. Wer selber anbauen kann, braucht keine Lebensmittelgutscheine.
    Man braucht nur ... Land. Mehr nicht. Und man könnte das gesunde Essen sogar weiterverkaufen. Und Häuser und Land existieren schon. Nur ... die Verteilung ist momentan extrem ungünstig für die Entfaltung von Arbeitskraft.

    Und sollte sich Leistung nicht wieder lohnen? Gilt das nicht auch für Arbeit? Sollte sich Arbeit nicht auch wieder lohnen? Wäre vielleicht besser, als mit Strafe zu agieren.

    Und das meint ja ... siehe Frankfurter Zukunftsrat ... selbst der Clement, auch wenn ich nicht glaube, das er dabei an die "Belohnung" des "kleinen Mannes" gedacht hat.

  • Zwangsimpfungen in Herbst vorgesehen ... und ein möglicher Massenmord

    Also, gestern war ich ja beruhigt, als ich Eure Kommentare las. Stimmt, dachte ich mir, haste vergessen, die Schweine können ja nicht so einfach Grippeimpfen. Da gibt´s ja Gesetze. Große und kleine. Die müssen eingehalten werden. So wie bei der Agenda 2010.

    Doch gleich heute Morgen:

    http://www.welt.de/wissenschaft/article4134644/Schweinegrippe-Impfung-fuer-22-5-Mio-Menschen.html

    Die Bundesregierung will diesen Herbst zunächst 22,5 Millionen Menschen gegen die Schweinegrippe impfen. Laut einem Entwurf des Gesundheitsministeriums sollen Beschäftigte von Krankenhäusern, Arztpraxen, Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr bevorzugt behandelt werden. Ebenso Schwangere und Kranke.

    Nun vielleicht ... ist diese Impfung noch freiwillig. Aber selbst wenn sie freiwillig ist ... wie werden Arbeitgeber in der heutigen Zeit auf Impfverweigerer reagieren? Für die erste Zielgruppe ist der Arbeitgeber der Staat. Bei Menschen die im öffentlichen Leben stehen, kann man die Impfung zur Voraussetzung für weitere Tätigkeit machen - gerade im Gesundheitsbereich.

    Man darf ja nicht vergessen: die Schweinegrippe ist momentan so gefährlich wie Flugzeug fliegen - fordert in etwa die gleiche Anzahl Menschenleben.

    Na ja, ein generelles Flugverbot ist noch nicht ausgesprochen, aber man müßte es eigentlich jeden Tag erwarten.

    Wenn man auf Freiwilligkeit setzen würde, dann könnte man ja die Impfungen einfach über den Hausarzt laufen lassen. Doch die Impfungen werden NICHT über die Hausärzte laufen, sondern über den "öffentlichen Gesundheitsdienst", d.h. die Gesundheitsämter.

    Somit hat Vater Staat schon mal einen direkten Zugriff auf alle die, die sich nicht impfen lassen wollen.
    Und wer sich angesichts der großen Bedrohungen, die von der Schweinegrippe ausgehen, nicht impfen lassen will ... ist ja vielleicht auch so ein ganz klein wenig "nicht zurechnungsfähig".

    Auf jeden Fall werden die Gesundheitsämter, deren Aufgabe ja "Durchführung und Koordination" der Impfungen ist, spannende Daten sammeln können - die nicht, wie beim Hausarzt, der Schweigepflicht unterliegen.

    Mit Sicherheit werden im Anschluß die Arbeitgeber informiert - was bei Menschen, die im öffentlichen Leben stehen, üble Folgen haben kann. Immerhin stellen sie nach offizieller Definition ein gewaltiges Risiko dar und könnten die Seuche weiterverbreiten.

    Beschäftigte von Krankenhäusern werden kaum eine Chance haben, sich der Impfung entziehen zu können.

    "Beweislastumkehr" ... wird hier wieder einmal hintenherum eingeführt. Mit dieser Methode muß der Bürger mit seinen beschränkten Möglichkeiten nachweisen, das die Schweinegrippe ungefährlich ist. Kann er das nicht, verwandelt er sich fast schon in einen Terroristen, der billigend die Verseuchung weiterer Menschen durch seine Uneinsichtigkeit in Kauf nimmt.

    Angesichts der offiziel verordneten Schweinegrippehysterie halte ich es für denkbar, das in absehbarer Zeit Lager für Nichtgeimpfte eingeführt werden. Natürlich nur so lange, bis sie einsichtig geworden sind, das sie mit ihrer Weigerung, den heiligen Stoff zu empfangen, eine Gefahr für die Öffentlichkeit sind.

    Immerhin: sogar die Frau von Tony Blair hat sie schon:

    http://www.welt.de/wissenschaft/article4134079/Schweinegrippe-Verdacht-bei-Cherie-Blair.html

    Ulla Schmidt wird in dem Artikel zitiert. Nach ihren Angaben wird die Impferei freiwillig sein. Warum läuft das dann über die Gesundheitsämter und nicht - wie jede andere Impfung auch - über die Hausärzte?

    Und die Panikmache läuft weiter:

    http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3970951/Jeder-dritte-Deutsche-kriegt-die-Schweinegrippe.html

    Jeder dritte Deutsche wird sie kriegen. Zum Kringeln komisch wird es jedoch, wenn man ins Detail geht.

    Immerhin sind die Symptome der Schweinegrippe derzeit so milde, dass viele Infizierte sie nicht einmal bemerken.

    Erst wenn man noch eine andere (echte) Krankheit dazu bekommt, dann könnte es richtig gefährlich werden.
    Ja, Schweinegrippe plus Lungenkrebs - da kann man schon richtig in Schwierigkeiten kommen. Oder Schweinegrippe plus Beinbruch.

    Wer jedoch genau hinhört, merkt Beunruhigendes:

    Der Virologe Professor Alexander Kekulé glaubt, dass sich bereits mindestens zehnmal mehr Deutsche an der Schweinegrippe angesteckt haben als offiziell gemeldet. "Das Schweinegrippe-Virus verursacht oft Infektionen ganz ohne Symptome oder auch mit nur geringen Anzeichen wie Kopf- oder Halsschmerzen. Auch für Grippe untypische Beschwerden wie Unwohlsein im Magen-Darm-Bereich sind häufig. Deshalb kann man sich nicht darauf verlassen, dass jeder Infizierte auch klar als an Schweinegrippe erkrankt erkannt wird. Auch solche Menschen sind eine potenzielle Ansteckungsgefahr."

    ....Gefahr.

    Wer sich nicht impfen läßt, stellt eine potentielle Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Und was macht man mit potentiellen Gefahren für die Öffentlichkeit? Keine schönen Dinge, glaube ich.

    Und auf einmal ... ergibt sich schon ein seltsames Bild. Auch wenn ich MM-News nicht so sehr traue, so
    fällt es mir selbst schwer, die innere Logik dieses Artikels zu ignorieren:

    http://www.naturalnews.com/026503_pandemic_swine_flu_bioterrorism.html

    Hier die Interpretation von MM-News:

    http://www.mmnews.de/index.php/200906293197/MM-News/WHO-Anklage-wegen-Bioterror-und-versuchten-Massenmord.html

    In dem sie die Schweinegrippe als Vorwand benutzen, planten sie im voraus den massenhaften Mord an der amerikanischen Bevölkerung mittels einer Zwangsimpfung. Sie haben ein weitläufiges Netzwerk von FEMA-Konzentrationslagern errichtet und Massengräber ausgewiesen. Dazu schmiedeten sie ein Komplott, um die Macht über Amerika in die Hände ihres kriminellen Syndikats zu legen.

    Das ist natürlich harter Stoff, aus dem sonst nur Alpträume sind. Undenkbar? Verlassen wir doch einfach mal die Welt der Nachrichten und wenden uns dem Denken zu.

    Was bräuchte man für so einen Plan? Ein Motiv.

    Von diesem Motiv habe ich schon oft gehört. "Die Welt ist zu voll". So etwas findet man im Dunstkreis der Bilderberger, deren Initiator Prinz Bernhard laut Wikipedia eine recht seltsame politische Vergangenheit hat:

    Als Jura-Referendar trat er 1935 in den Dienst der I.G. Farben ein und wurde noch im selben Jahr Direktionssekretär der Pariser Niederlassung. Prinz Bernhard war Mitglied in der Reiter-SS, der Schutzstaffel der Nationalsozialisten und später des NSKK, des Nationalsozialistischen Kraftfahrer-Korps. 1935 lernte er Prinzessin Juliana, Tochter der niederländischen Königin Wilhelmina kennen. Als Adeliger und Protestant war er für die niederländische Königin Wilhelmina als Schwiegersohn und Ehemann der Thronfolgerin akzeptabel. Trotzdem wurde über seine Eignung in den Niederlanden öffentlich heftig diskutiert.

    Prinz Bernhards mangelndes politisches Gespür distanzierte ihn von den Niederländern zu einer Zeit, als die politischen Spannungen in Europa mit dem diktatorisch regierten Deutschen Reich wuchsen. Seine erste Reise als Mitglied des niederländischen Königshauses führte ihn ausgerechnet in die Reichskanzlei des nationalsozialistischen Diktators Adolf Hitler, der bei dieser Gelegenheit bei ihm den Eindruck vermittelte, dass die Heirat des Prinzen mit der zukünftigen niederländischen Königin ein Zeichen der Allianz zwischen den beiden Staaten wäre.

    Der muß bei der Entnazifizierung irgendwie voll hintenherum durchgerutscht sein - oder aber man brauchte jemanden, dem die Ausrottung unwerten Lebens schon vertraut war ... zumindest gedanklich.

    Ausführlicheres und nachdenkliches zu den Bilderbergern gibt es auch hier.

    http://www.flegel-g.de/index-bilderberger.html

    Und bei dem geschätzten Herrn Flegelkamp finden wir auch jene offene Frage, die bei mir immer dazu führte, die ganzen Bilderberg-Verschwörungsgeschichten nicht so ganz ernst zu nehmen:

    Wie kommt es, dass es von keinem der Teilnehmer in über 50 Jahren zu Indiskretionen gekommen ist? Ist die Auswahl der Teilnehmer so gewählt, dass es eine absolute Übereinstimmung über die Themenauswahl und die politische und wirtschaftliche Zielrichtung gibt? Oder verfügt man über Druckmittel, die das absolute Schweigen bedingen?

    Die Welt ist zu voll, wir ersticken an Menschen, die armen Tiere sterben massenhaft aus, Gottes Schöpfung wird durch die unmässige Vermehrungssucht der Menschen in Gefahr gebracht ... und wir müssen schnell handeln, sonst ist es für alle zu spät. So in etwa könnte die Botschaft lauten ... und mit dem Zusatz versetzt: wir haben schon einen Plan und werden auch handeln - hätte man die Anwort auf Flegelkamps Frage.

    Es gibt kein Druckmittel ... nur eine Wahrheit, die außerhalb des erwählten Teilnehmerkreises niemand
    glauben würde. Mit so einer Geschichte macht man sich überall lächerlich und unglaubwürdig ... und setzt andererseits sein Überleben aufs Spiel, weil man ... sich dann der Zwangsimpfung nicht entziehen kann.
    So kommt es, das nach 50 Jahren Bilderberger noch immer absolutes Schweigen über die Tagungen herrscht.

    Ich habe diese Bevölkerungsreduktionshypothese immer mit großen Zweifeln angeschaut ... weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie die das denn durchsetzen wollen. Viren? Viel zu gefährlich, die könnten ausser Kontrolle geraten und die Täter mit dahinraffen. Atomwaffen? Verseuchen und vernichten mehr, als einem lieb sein könnte. Und alles andere wäre zu aufwendig und würde zuviel Widerstand der Bevölkerung hervorrufen.

    Aber eine strikt logische Zwangsimpfung gegen die böse Gefahr des weltvernichtenden Virus ... das wäre eine Möglichkeit, auf die ich nicht gekommen wäre. Das ginge. Das hätte Gewalt genug. Und nachher ... könnte man die Toten einfach dem Virus selbst zuschreiben, da bei vielen Menschen die Impfung dann leider doch nicht angeschlagen hat. Und man könnte sich jeden aussuchen, der überleben darf ... und der überflüssig ist. Das schreckliche grausame Problem der Überbevölkerung wäre gelöst.

    Die "viel- zu vielen" (nach Nietzsche) wären gezielt zu beseitigen - weltweit. Und: man tut ja nur was Gutes.

    Offiziell beschützt man die Menschheit mit aller Kraft vor dem bösen Virus.

    Inoffiziell beschützt man die gute Welt gegen die bösen Menschen, die sie zu vernichten drohen.

    Das ist im Prinzip wie Gärtnern, damit die guten Pflanzen besser gedeihen können, muß man das Unkraut ausrotten, sonst ist der Garten bald nur noch Wildnis.

    Undenkbar? Leider nein. Im Dunstkreis der Bilderberger hat es da schon ganz merkwürdige Erscheinungen gegeben. Zum Beispiel die mysteriösen Georgia Guide Stones, hier auch mal bei Flegelkamp geschildert:

    http://www.flegel-g.de/who-is-who.html

    Wer immer die auch unter einem Pseudonym hat errichten lassen ... wollte die Weltbevölkerung unter 500000 Menschen halten, damit der Mensch nicht zum Krebsgeschwür der Erde wird. Hier haben wir also nicht nur das Motiv ... sondern auch gleich einen schwachen Hinweis auf die Täter.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones

    Ein Zeitalter der Vernunft wollen sie herbeiführen ... die Eule des Bohemian Grove steht ebenfalls in manchen Kulturen als Symbol für Vernunft.

    Wir haben ein Motiv, wir haben (noch unbekannte) Täter. Wir haben ein Werkzeug, das sicher ist.

    Jetzt stellt sich nur noch eine einzige Frage:

    ist das alles auch wahr. Oder nur eine zufälliges Zusammentreffen von verschiedenen Informationen, die unabsichtlich in eine Richtung zeigen.

    Ich fürchte, diese Frage wird jeder für sich selbst beantworten müssen ... wenn sie die Nadel ansetzen wollen ...

  • Warnmeldung: Terrorangriff durch Zwangsimpfung

    Aus aktuellem Anlaß ändert die Redation des Eifelphilosophen ihr Programm und gibt eine Warnmeldung durch.
    Wie aus in der Regel gut informierten Kreisen im Radio zu vernehmen ist, wird eine umfassende Zwangsimpfung der Bevölkerung vorbereitet:

    http://www.mmnews.de/index.php/200907143312/MM-News/Schweinegrippe-Zwangsimpfung-kommt.html

    Nähere Informationen dazu auch hier:

    http://schweinegrippe.blog.de/tags/zwangsimpfung-schweinegrippe-juli-09-impfstoff-pharma/

    oder hier:

    http://inge09.blog.de/2009/07/15/saumaessiger-profit-6523592/

    Die Redaktion des Eifelphilosophen rät dringend jedem Leser, sich über mögliche Folgen von Impfungen sofort umfassend zu informieren und hierbei die Erkenntnisse der generellen Impfkritik nicht aus den Augen zu lassen:

    http://www.impfkritik.de/

    Die Redaktion des Eifelphilosophen bekennt sich persönlich dazu, sich trotz intensivsten persönlichen Kontaktes mit Grippererkrankungen in den letzten zwanzig Jahren jeder Grippeimpfung folgenlos entzogen zu haben. Aus dieser Erfahrung resultierte eine gewisse Neigung, Impfkritikern ein offenes Ohr zu schenken.

    Eine Zwangsimpfung ist Körperverletzung. Die Folgen können bislang noch gar nicht abgesehen werden. Die sogenannte Schweinegrippe ist im Vergleich mit der normalen Wintergrippe bislang vollkommen harmlos - trotz der Versuche der Pharmaindustrie, sich hier mit Panikmache wieder mal einen Riesengewinn einzustreichen.

    Der Nutzen von Impfungen generell ist nach Ansicht führender Impfkritiker als sehr fraglich einzustufen, entsprechende Studien weisen darauf hin, das die angeblichen Erfolge von Massenimpfungen sich hinter den Erfolgen von besserer Ernährung, besseren Wohnbedingungen und besserer Hygiene verstecken, bzw. deren Ergebnisse als ihre eigene Leistung präsentieren.

    Darum empfehlen wir dringlich jedem Leser, sich umfassend zu informieren, bevor er sich dieser Impfung unterzieht und gegebenenfalls mit allen Mitteln Widerstand gegen diese Impfung zu leisten - sofern es seiner persönlichen Überzeugung entspricht.

    Impfungen sind nicht harmlos.

    Impfungen sind nicht nebenwirkungsfrei.

    Zwangsimpfungen ohne ausreichende Erkenntnis über mögliche Nebenwirkungen sind ... möglicherweise Massenmord.

    Wer wirklich daran glaubt, das "interessierte Kreise" eine Reduktion der Weltbevölkerung im Auge haben, sollte jetzt besonders wachsam werden und schnellstens ein Auge auf die Nebenwirkungen der Impfstoffe haben.

    Die Redaktion des Eifelphilosophen bekennt sich dazu, über keinerlei medizinisches Fachwissen zu verfügen.
    Wir raten nur dringend, sich genauestens mit dem Impfstoff zu beschäftigen und gegebenenfalls Strafanzeige wegen Körperverletzung zu erstatten.

    Für weiterführende Informationen zu dem Themengebiet wären wir sehr dankbar....und es eilt!

    Wir sollten Contergan nie vergessen!

  • Frankfurter Zukunftsrat, Neuroökonomie und das Gier -Gen

    Führende Neurobiologen wie der liebe Herr Wolfgang Clement oder der Herr Friedrich Merz haben jetzt zusammen mir anderen Fachkräften eine fürchterlich weltbewegende Entdeckung gemacht.
    Banker sind nicht böse ... sie sind krank.

    http://www.frankfurter-zukunftsrat.de/Presseservice/pdf/pressemeldung20090617.pdf

    Der Frankfurter Zukunftsrat hat unter weiser Mitarbeit der beiden obigen Herren etwas ganz wunderbares herausgefunden: den Weg aus der Krise hinaus hinein in die ewige Glückseligkeit. Darf ich die sieben Thesen mal kurz vorstellen? Hier sind sie:

    1. Das Belohnungssystem dominiert bei ökonomischen Entscheidungen das menschliche
    Verhalten.

    2. Der Mensch reagiert auf kurzfristige Gewinne oder die Aussicht auf Geld wie Kokain.

    3. Das gierige Finanzverhalten herrscht bei vielen Menschen genbedingt unermüdlich und
    macht abhängig.

    4. Die Gier im Finanzverhalten ist genbedingt.

    5. Das Altruistische Bestrafen ist eine unökonomische Handlungsweise.

    6. Zur Behebung der Finanzkrise sollte die zentrale Rolle des Belohnungssystems berücksichtigt
    werden.

    7. Leitungsgremien sollten ohne genbedingte „Finanzgier“ eingestellt werden.

    Das passiert nun, wenn man Politiker und Ärzte zusammensetzt. Erstmal bauen sie einen Verein, dann bauen sie eine neue Wissenschaft und anschließen bauen sie großen Mist...und damit meine ich nicht den in den Thesen versteckten Rechtschreibfehler.

    Der Fehler in diesem Thesenkomplex liegt in These 2. Da Ärzte und Politiker dran beteiligt waren, wundert es mich nicht, da sie ihn nicht gefunden haben, genauso wie es mich nicht wundert, das Politiker gestern im Radio vollmundig zu erkennen gaben, das sie sich nicht hätten vorstellen können, das Ein-Euro-Jobs
    zu Mißbrauch von Seiten der Wirtschaft und weiterer interessierte Kreise führen.

    These 2 im Volltext:

    Das Belohnungssystem, das im Zentrum des Gehirns angesiedelt ist und auch Teile des
    Stirnhirns nutzt, hat durch die Vergrößerung der vorderen Hirnabschnitte beim Menschen
    eine besondere Bedeutung erlangt. Es reagiert auf kurzfristige Gewinne, den Anblick von
    Geld, Glücksspiele, Schokolade, aber auch auf Rauschmittel wie Kokain.

    Das Gehirn ... und seine Botenstoffe ... reagieren vielleicht so, das kann ich nicht beurteilen. Auch frage ich mich, wer von den anwesenden Herren bestätigen konnte, das das Gehirn positiv auf den Anblick von Kokain reagiert, aber um zu reagieren, muß das Gehirn was sehen.

    Wer sich im Bankbereich auskennt, der weiß, das die Leute, die noch echtes Geld zu Gesicht bekommen,
    ganz unten in der Hierarchie stehen und ganz arme Würste sind, die zum Teil bis mitten in die Nacht hinein Cent-Stücke zählen, weil ... einer fehlt.

    Die Leute, die das System und viele Investoren ruiniert haben, sehen zumeist nur das, was ich jetzt sehe: einen Bildschirm. Sie arbeiten mit komplizierten Gedankenkonstrukten, nicht mit sinnlichen Eindrücken.
    Somit ist der Vergleich aus der Neurobiologie ... fehlerhaft.

    Darüber, das Egoisten strafen glücklich macht, habe ich schon mal geschrieben. Die Erkenntnis ist hier
    verarbeitet worden ... als Warnung, denn dieses menschliche Reflex ist zwar gut für die Ausbildung von Menschlichkeit und Solidarität, wird aber als "unökonomisch" verworfen. Klar, mit altruistischen Menschenfreunden kann man keine Ausbeutung starten, die weigern sich irgendwann.

    Aber die kranken Giergeister, die stört das nicht.

    Trotz aller Erfahrungen will nun der Frankfurter Zukunftsrat ein Gesellschafts- und Staatssystem entwickeln, das dieser Gier Rechnung trägt: sie soll weiterhin belohnt werden, denn das ist ja ökonomisch.

    Jetzt wissen wir auch, warum riesige Bonuszahlungen an Looser-Banker so einen großen Sinn macht. Gut, Gen-Tests sollten in Zukunft ausschließen, das Gier-Gen-Träger in Leitungsgremien sitzen - aber darunter, unter den Gremien, sollten sie wohl weiter wüten dürfen.

    Was heißt das denn jetzt für die anderen Transferleistungsempfänger im Existenzminimumbereich ... die von Wolfgang Clement mit "Parasiten" und "Schmarotzern" aus dem Tierreich verglichenen Arbeitslosen.

    Bekommen die jetzt auch Belohnungen in Form von Geld, Schokolade und Kokain? Damit sie richtig anfangen, ihre volle Leistungsfähigkeit auszuschöpfen und "ökonomisch" zu werden? Wohl eher nicht.

    Somit bekennt sich der Frankfurter Zukunftsrat erstmal zu einem: nämlich öffentlich zur Unmenschlichkeit als zu fördernder Wert im Sinne der Ökonomie.

    Was mich wieder zu einer These meinerseits führt:

    Zum Schutze der Bevölkerung vor Nonsens sollte in jeder Straße, jedem Dorf und besser noch in jedem Wohnhaus ein praktischer Philosoph installiert werden, der die Menschen dazu anhält, solcherlei Angriffe auf des solidarische Gemeinwesen schon im Ansatz zu erkennen, bevor das Unkraut weiter wuchert.

    Aber folgen wir doch den Thesen des Frankfurter Zukunftsrates noch ein wenig weiter ... nur den Thesen, nicht ihren Schlußfolgerungen.

    Wenn die Banker nicht böse sondern nur krank sind, genbedingt unheilbar krank, dann sollte man doch die Konsequenz ziehen, sie lieber in gemeinnützigen Einrichgungen unterzubringen, wo ihre Krankheit keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann. Sie könnte in der Grundschule Monopoly-Kurse leiten, den Schulhof säubern oder Wirtschaftskunde an der Hauptschule unterrichten. Oder auch Hamburger verkaufen, ist eigentlich egal, Hauptsache, sie arbeiten in einem Umfeld, wo sich das Gier-Gen nicht entfalten kann.

    Krankheit zu belohnen macht ja nun wirklich keinen Sinn, das weiß jeder Arbeitsmediziner, denn das - fördert nur den Krankenstand.

    Die normalen menschenfreundlichen Altruisten ... stecken wir dann mangels Gier-Gen in Leitungsgremien von Staat und Gesellschaft, anstatt ihre sozialen Bestrebungen einfach mal mit Belohnungen für Egoisten entgegen zu wirken.

    Das wäre doch wesentlich besser, als alle Gier-Kranken mit einer Portion Kokain aus ihren Löchern zu locken, auch wenn unterstellt wird, das die Gier-Kranken weit verbreitet sind.

    Denn letztlich muß man sich der Frage stellen: was für eine Gesellschaft wollen wir wirklich?

  • Bloggen Blogger eigentlich auch im Sommer?

    Nein, natürlich nicht. So dachte ich jedenfalls. Bei schönem Wetter sollte man endlich mal das Leben genießen. Doch dann ... habe ich eine Fehler gemacht. Beim Radiohören mitgelauscht. Und schon ... schwillt wieder der Kamm. Außerdem - was ist denn das eigentlich schon für ein Sommer. Gut, heute war mal warm, aber vor ein paar Tagen hat in Suderwich (Kreis Recklinghausen) ein Tornado Bäume und Straßenlaternen umgeknickt. Und die nahezu täglichen Gewitter verleiden einem schon etwas die Sommerstimmung, auch wenn sie farblich eigentlich ganz gut gelungen sind. Nur ... durch ständige Wiederholung gewinnt die Aufführung ja auch nicht an Qualität.

    Nun zum Radio. Ein Euro-Jobs waren da Thema, und wie unser Aktivist CheArgeuvarra ja schon berichtete, gibt´s dort allerlei Kurioses, das man sonst eigentlich nur in Kabarettsendungen erwarten würde. Jetzt jedoch geht es über das bezahlte Puzzeln (5000 Teile in sechs Tagen ... ja, das qualifiziert ja schon für mehr als den Arbeitsmarkt - hier droht Beamtenstatus) hinaus. Eine gemeinnützige Gesellschaft läßt hochqualifizierte Mitarbeiter für ein Euro Trampoline herstellen - so gut und so kostengünstig, das die Firma, die die Dinger dann verkauft, ihre Produktion in China schon mal auslaufen läßt. Da sind wieder Gewinne möglich, an die man früher nie zu träumen gewagt hätte.

    Sehr aussagekräftig auch die Erzählungen von Arbeitssuchenden, die für Billigstlöhne von Arbeitsamt genau an die Firma vermittelt werden, die ihnen zuvor noch mangels Arbeit eine Absage geschickt hat. Ja, so macht man Arbeitsmarktpolitik. Sieben Milliarden Euro steckt die BA in solche Maßnahmen ... und subventioniert damit Lohndumping zu Lasten der Beitragszahler, von denen es dann natürlich immer weniger gibt.

    Beliebt sind auch Billigjobs. 20 % der Arbeitnehmer arbeiten gerade in solchen Gelegenheiten, 4-6 Euro die Stunde. Hoch qualifizierte Leute, bestens ausgebildet mit guter Berufserfahrung - nur leider in die Krise gerutscht. Und aus Furcht vor der Arge verkaufen sie sich für "´nen Appel und n´ Ei". Sind auch ehedem gut verdienende Leistungsträger dabei. Jetzt wissen wir endlich, wo der Mittelstand geblieben ist.

    In einem Kommentar zu dem Artikel über den Schwund des Mittelstandes, der gestern in der "Welt" erschienen ist, stand die Empfehlung eines engagierten Mittelständlers, man solle doch diesem Land endlich den Rücken zukehren und woanders sein Geld verdienen. Vielfach wurde dazu auch Kritik an unserem Sozialstaat geführt, der ja viel zu teuer sei. Nicht umsonst kamen auch in den Nachrichten die Vorwarnungen, das dieses Jahr fast jede dritte erwirtschaftete Mark in den Bereich "Soziales" fließt.
    Bei zwanzig Millionen Rentnern ... kein Wunder. Wird noch mehr werden. Die Arbeitlosen verschwinden in dieser Statistik ja nahezu mit ihren Miniaturbezügen.

    Jedoch ... was Abfindungen angeht, da herrscht ein anderes Klima. Erst ganz dick in die Staatskasse gegriffen, damit die heruntergewirtschaftete Bank überhaupt noch überleben kann - und dann für diese erfolgreiche Arbeit erstmal fette Boni auszahlen ... gerade eben wieder geschehen. 2,9 Millionen Euro für den Chef der bankrotten HSH-Bank Ja, hier gelten andere Regeln als für Arbeitslose. Die müssen erstmal sehen, das sie ihr Eigenkapital aufbrauchen bevor der Staat ihnen hilft. Manager und Banken bekommen erstmal einen dicken Batzen drauf serviert, immer mit der
    Frage "darf´s noch etwas mehr sein?":

    http://www.stern.de/news/steinbrueck-kritisiert-hsh-boni-21813186.html

    Da könnte man doch jedem frisch gebackenem Arbeitslosen auch erstmal den Arbeitsplatz staatlich subventionieren und ihm noch 100 000 Euro obendrauf geben. Dann haben die nicht nur Arbeit und zahlen Abgaben, auch die Statistik sieht wieder schöner aus und der Binnenkonsum läuft. Denn die Ein-Euro-Jobs kosten nicht nur viel, sie bringen auch dem nichts, der dafür bezahlt: dem Steuerzahler. Und außerdem verschleiern sie, das die reale Arbeitslosigkeit mitlerweile schon bei 5 Millionen liegt.

    Natürlich, es wurde ja oft genug heruntergebetet: Banken sind systemrelevant. So nebenbei, wenn man auf die Arbeitslosen schaut, merkt man dann: Menschen (vor allem auch Kinder) sind in diesem System nicht mehr relevant. Sie sind über. Wem dient dann dieses System eigentlich noch, wenn die, die es erhalten und mit Leben füllen, nicht mehr gebraucht werden ... und warum hat man es eigentlich noch?

    Ich kann den Mittelständlern nur raten, dieses Land ganz schnell zu verlassen, denn andere Länder haben nicht nur bessere Sozialleistungen, dort werden auch bessere Löhne gezahlt, die Schulsysteme sind besser ... nur ob sie als Arbeitsemigranten so willkommen sind? Na ja, vielleicht gehen andere Länder freundlicher mit ihren Gästen um. Sollen sie es ruhig mal versuchen, dann kommt auch hier wieder mehr Schwung ins Land.

    Sie müßten aber weit weggehen, denn in der westlichen Hemisphere wird gerade die nächste Krise vorbereitet:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/risikobanker-legen-keim-fuer-naechste-krise;2432912

    Der überraschend hohe Milliardengewinn der weltgrößten Investmentbank Goldman Sachs hat die Diskussion um risikofreudige Banker angeheizt. Ökonomen befürchten, die Wall Street könnte die Lehren der vor zwei Jahren ausgebrochenen Finanzkrise schon wieder vergessen haben. Ihr erschütterndes Resümé: „Der Casino-Betrieb geht weiter.“

    Tja, ihr Mittelständler, da zappelt und strampelt ihr euch ab, und über eure Köpfe hinweg wird gerade wieder an dem Ast gesägt, auf dem ihr sitzt. Die gleiche Säge, der gleiche Holzfäller mit dem gleichen Lied auf den Lippen.

    Da bleibt wohl nur noch ... China.

    Viel Spaß dort!

  • Die Mittelschicht als Notstandsgebiet

    Heute hat die "Welt" mal wieder richtig einen abgelassen. Der "staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht".

    http://www.welt.de/wirtschaft/article4118272/Der-staatliche-Raubzug-gegen-die-Mittelschicht.html;jsessionid=1BF4C20A84F19A171AB07A7F7DDB7A4D#vote_4118269

    Die Stimme der deutschen Mittelschicht: der Kommentator Ulrich Claus. Ich war ja angetan von dem Titel, denn diesen Raubzug beschreiben viele Kommentatoren schon seit Jahren. Die Mittelschicht schrumpft ständig. Es werden immer weniger, und, wie der Artikel aussagt, kann das nicht mehr lange gut gehen.
    Früher stellte sie mal 74 % der Bevölkerung, jetzt noch 54 %.

    Wo sind die 20 % wohl hin? Alles Millionäre?

    Nun, in dem Zeitraum gelang es 20% der Bevölkerung 91 % des Besitzes auf sich zu konzentrieren, in dem
    Löhne gedrückt, Preise erhöht (man denke nur an die schleichende Preisverdoppelung durch den Teuro) und die Bedingungen, mit viel Geld noch mehr Geld zu machen, beständig verbessert wurden.

    Allerdings scheint das nicht der Aufenthaltsort für die verschwundenen Mittelschichtshelden zu sein ... die finden sich wohl eher unter Hartz IV wieder. Wie viele andere in Zukunft auch.

    Wie zufällig gibt es zu dem Artikel eine Umfrage: Sozialleistungen sparen oder nicht?

    72 % der Leser wollen sparen. Mal sehen, wie sie in zwei Jahren denken, wenn Essen, Trinken, Heizung und Unterkunft auch für sie nur durch Sozialleistungen gewährleistet werden können.

    Die vom Aussterben bedrohte Mittelschicht aber ... sieht dies wohl noch als Lösung an. Vergessen sind die Taten der Regierungen, die wirklich Geld gekostet haben.

    500 Milliarden an die EU. Habe ich mal gehört - soviel haben wir bis jetzt gezahlt.

    "Aufbau Ost" ... ebenfalls ein ähnlich dicker Batzen...der spurlos an den Eingeborenen vorbei ging.

    Jetzt nochmal 500 Milliarden für die Rettung von Versagerbanken und Luschenfirmen. Na, dafür ist halt Geld da.

    Das sind 10 - 15 Jahre die Gesamtkosten für Hartz IV. Na ja, Sozialstaat ist ja nicht gleich Hartz IV.
    Da gehören auch Krankenhäuser, Schulen, Kindergeld und Renten dazu. Wäre auch für den Mittelstand unbezahlbar, wenn man das Sozialsystem dort auch ... einfach mal kostengünstig auf den Endverbraucher abwälzen würde. Soviel verdienen die auch nicht. Den oberen zehn Prozent wäre es egal.

    Aber ... die Reichen und Superreichen haben zwar das Vermögen, doch, so der Artikel, bei denen ist ja nichts zu holen. Stimmt. Schauen wir mal lieber, ob die 9% Volksvermögen, die denen noch nicht gehören, nicht irgendwie noch zur Rettung der Staatsfinanzen ausreichen.

    Schöne heile Welt. Aber wer will denn schon wirklich auf die tollen Bilder von Promi-Feten in der Bunten
    verzichten?

    Ich fürchte nur, das der Aufruf des Mittelstandes an denen, die für die Misere verantwortlich sind, spurlos verübergehen wird. Die Verlagerung der tollen Mittelstandsjobs ins Ausland ist nunmal in den Zeiten der Globalisierung unverzichtbar. Der ist zu teuer, der Mittelstand. Nur "Kosten auf zwei Beinen".
    Das machen die in Asien viel billiger. Indien, China ... die machen es vor. Geht auch ohne Mittelstand.

    Das sind jedoch Wahrheiten, die den Mittelstandsbürger eher verunsichern und ihm ... zurecht ... Angst machen.

    Das wollen wir ja nicht.

    Träumen wir lieber von der schönen heilen Welt des Bauerntums, wo sich jeder Handschlag in Ernte auszahlt, wo der Fleißige immer reich und der Faule immer arm ist, wo man sich durch fleißiges Schuften
    vor allen Wirrnissen der Welt retten kann, wo Leistung sich noch lohnt - für jedermann.

    Jedenfalls ... bis die Landsknechte kommen.

    Und solange darf man die Transferleistungsempfänger, die - zurecht erwähnt - inzwischen schon politisch beachtliche Stärke erreicht haben, als Wurzel des Übels, als Reich des Bösen, als Quelle allen Mißgeschicks anprangern....jedenfalls, solange man noch nicht selbst dazugehört.

    Viele der stolzen Mittelstandsapostel werden aber bald in dieses Reich des Bösen verwiesen werden....
    leider.

    Aber: reden wir nicht davon. Das macht denen Angst. Und davon haben sie schon genug.

  • Tod für Deutschland! Der häßliche Hollywooddeutsche schlägt zu.

    So viel war die letzten Tage zu tun, das ich eine Kleinigkeit, die durch die Medien geistert, nicht genügend Aufmerksamkeit schenken konnte.

    Worum es geht?

    Um dieses Drama hier:

    http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1092717/Tod-fuer-Deutschland-Tod-fuer-das-rassistische-Europa.html

    Die 31-jährige Marwa war am 1. Juli bei einer Verhandlung im Landgericht von einem 28-jährigen Russlanddeutschen vor den Augen ihres dreijährigen Kindes mit 18 Messerstichen getötet worden. Ihr Mann, der ihr zu Hilfe eilen wollte, wurde schwer verletzt. Die schwangere Frau, die als gläubige Muslimin ein Kopftuch trägt, hatte den Täter ursprünglich angezeigt, weil er sie auf einem Kinderspielplatz als "Terroristin" und "Schlampe" beschimpft hatte. Daraufhin war er zu einer Geldstrafe von 780 Euro verurteilt worden

    Das war erstmal die Tat. Eine schwangere Frau zu erstechen ... dann noch vor den Augen ihres dreifährigen Kindes ... hätte man zu früheren Zeiten als Akt unglaublicher Barbarei verstanden. Aber wir ... sind ja zivilisiert. Seltsam, das gerade Rechtsradikale mit alten rechten Werten nichts anfangen können.
    Ehre, Anstand, Mut, Treue, Liebe zum Vaterland ... scheint man in diesen Kreisen heutzutage nicht mehr so zu schätzen.

    Der Täter ... ein Rußlanddeutscher. Außländerhasser, der selbst irgendwie Ausländer ist, oder? Ich habe nie richtig verstanden, warum es denn so unbedingt notwendig gewesen sein sollte, mit großem finanziellen Aufwand "Rußlanddeutsche" heim ins Reich zu holen, weiß aber aus Erfahrung von Bekannten, das die einheimische Bevölkerung die Nachbarschaft von Rußlanddeutschen weniger schätzt als die von Moslems.

    Na ja, mehr als lebenslänglich Hartz IV können die Leute in diesem Land nicht erwarten, dem Land, das sie doch so umworben hat, als sie aus dem Reich des Bösen entfliehen wollten.

    Da kann man schon verstehen, das sie schlecht gelaunt sind.

    Hartz IV ist ja auch nicht gerade lustig und erst recht nicht gastfreundlich.

    Auch ist es kein vertrauensförderndes Signal, das man heutzutage im Gericht als Zeuge um sein Leben fürchten muß. Für Zeugen jeglicher Art könnte dies ... recht demotivierend sein. Immerhin sind diese Orte in gewisser Hinsicht "heilig", dort werden Eide abgelegt und es wird versucht, Recht zu sprechen (ich weiß, ich weiß ... das mit dem "Recht sprechen" gelingt nicht immer. Aber ich unterstelle einfach mal:
    es wird versucht). Dort sollte man sich doch sicher fühlen dürfen, oder?

    Früher hat man sich in diesem Land noch Gedanken darüber gemacht, wie das Bild von Deutschland in der Welt denn aussehen soll. Man fragte sich: "Was sollen die denn nur von uns denken?". Heute reicht es, wenn man sich selber sagt: war ja nur ein Einzelfall.

    Aber die Welt denkt trotzdem. Immerhin arbeitet Hollywood seit Jahrzehnten an einem Deutschenbild, das wenig schmeichelhaft ist. Hitler und der "Stürmer" haben sich früher ähnlich an einem Judenbild abgearbeitet. Das war dann Rassismus. Den häßlichen Deutschen in hunderten von Hollywoodstreifen zu verarbeiten ... ist kein Rassismus, das ist Unterhaltung. Vielleicht weil weltweit niemand ernsthaft in Frage stellen würde, das der Deutsche wirklich häßlich ist.

    Und, Hollywood sei Dank, reagieren ja die Menschen außerhalb von Deutschland wieder wie üblich: Hakenkreuze werden an Botschaftswände geschmiert. Ja, das sind wir dank Hollywood. Ewige Nazis. Wir alle.
    Eigentlich sollten sich nur die Ewiggestrigen für den Holocaust verantworten müssen. Menschen, die immer noch der NSDAP und dem Führerkult nahestehen. Was haben denn wir anderen Deutschen damit zu tun?

    Nun, Hollywood ist das egal. Der häßliche Deutsche ist nützlich. Und er zeigt jetzt wieder seine Wirkung in der arabischen Welt. Jedenfalls in Teheran. Einige hundert Studenten ... sind etwas wenig für eine solche Empörung. Wurden die bezahlt? Warum gerade Teheran? War es den anderen Moslems egal?
    Sitzen nur dort die empörten Menschenfreunde?

    Tod für Deutschland, schrien sie.

    Und sie haben Recht, denn kaum eine andere Tat symbolisiert den Tod Deutschlands so wie diese.

    Deutschland 2009 ... liegt im Sterben. Recht gegen Linke, Christen gegen Atheisten, Moslems gegen Juden, immer reicher gegen immer ärmer, Bildung gegen Bildungsferne, Politik gegen Volk, Volk gegen Politik, jeder gegen jeden und alle gegen alle.

    Ein moslemischer Türke in der dritten Generation ist mehr deutsch als ein rußlandstämmiger Einwanderer.
    Jedenfalls im Deutschland des Jahres 2009. Mit der Realität sollte man sich unbedingt anfreunden.

    Und ein arbeitsloser Deutscher hat mehr Recht auf Heimat in diesem Land als ein schweizer Bankmanager, auch wenn er hier viel Geld macht.

    Gastfreundschaft ist altes heiliges gemanisches Recht ... darauf sollte sich der rechte Rand dieses Landes mal besinnen - sie sind doch sonst so germanophil. Der Gast ist heilig. Schwangere Frauen erst recht. Wer das nicht akzeptieren kann ... landet im Moor, damit die Archäologen der Moderne was zum Staunen haben.

    Es ist Urlaubszeit. Millionen von Deutschen fliegen aus und trampeln mit ihren Badelatschen wieder mal fremde Strände und fremde Kulturen platt. Das findet jeder ok. Und man erwartet, das auch die Gastländer das ok finden. Dann sollte man konsequent sein und sagen: ihr seid bei uns auch willkommen! Jederzeit!
    So lange wie ihr wollt....denn die können meist nicht soviel Geld für Hin- und Rückflug aufbringen.

    Und jeder, der hier in Deutschland gegen Ausländer und Moslems hetzt, sollte sich ganz klar darüber sein, das er damit das Leben seiner Landsleute im Ausland in Gefahr bringt ... die dort zu Gast sind bei Moslems und Ausländern.

    Und er sollte sich ganz klar darüber sein, das er Mitverantwortung trägt an dem Tod dieser schwangeren Frau, der Mutter eines weiteren Kindes, indem er ein Klima nährt, in dem solche Taten gedeihen können.

  • Saarbreaker und Abmahnung des Eifelphilosophen

    Liebe Leser, heute bin ich aufgefordert worden, meine Saarbreakereinträge zu löschen, alldieweil Blog.de
    angemahnt worden ist, das ich den Bloggerverbund diffamiere. Von wem die Abmahnung stammt, ist noch nicht klar.

    Vielleicht könnt ihr mir da mal helfen, da ich beim besten Willen keine Stelle finden kann, die gegen die allgemeinen Geschäftsbedingungen verstößt.

    Also ... wo diffamiere ich denn da?

    Seltsame Methoden übrigens.

  • Die Krise ist vorbei ... Teil 704 ... aber ANGST MACHT GESUND!

    Gestern Nacht war ich nochmal beim Spiegel, las zum wiederholten Male, das die Krise jetzt vorbei ist ...
    und konnte mich nicht dazu entscheiden, den Dreck noch weiterzulesen. Nein, inzwischen, nach den vielen Malen, wo ich das Ende der Krise erfreut begrüßt habe (weil es für meine eigenen geschäftlichen Pläne schon schöner wäre, das sie endlich verschwindet), habe ich mich entschlossen, ihr Ende einfach mal
    zu ignorieren. Ich werde einfach Kraft meines Status als Souverän dieses Landes für mich beschließen:

    DIE KRISE BLEIBT!

    Egal was Schmierfinken und Schreiberlinge so von sich geben. Punkt. Ich lasse mir meine Krise von den Medien nicht nehmen, nicht einfach so. Und auch nicht per Order durch die Kanzlerin, denn sie ist zwar die Kanzlerin, aber ich bin ihr Boss! Jedenfalls einer von vielen.

    Außerdem bleibt die Krise ja auch in den Medien, zum Beispiel beim Krankheitsstand:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635737,00.html

    Gerade mal 3,5 Arbeitstage war der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer im ersten Halbjahr krankgemeldet - so wenig wie noch nie seit Einführung der Statistik vor fast 40 Jahren. Arbeitsmarktexperten führen das Rekordtief auf die Angst vor der Wirtschaftskrise zurück.

    Nein, was für ein Jubel. Was für ein Triumph. Und welche unglaublichen Möglichkeiten entfalten sich da vor meinem geistigen Auge. Wir haben doch ein ganz großes Problem in der Gesundheitsversorgung. Und hier, in einem Bereich, wo niemand es vermutet hätte, haben wir die Lösung. Genial.

    ARBEIT MACHT FREI, das haben wir ja schon gelernt, aber jetzt kommt ein ganz neuer Satz hinzu:

    ANGST MACHT GESUND!

    Ja. Das ist so. Angst macht gesund. Je mehr Angst Arbeitnehmer haben, ihre durch Arbeit erworbene Freiheit zu verlieren, umso gesünder werden die.

    Hausarzt, Internist, Krankenhaus, Medikamente, Kuren, Operationen ... alles MIST!

    ANGST brauchen die. Dann werden die sofort wieder gesund. Das geht ganz schnell, wie uns die Statistik ja deutlich zeigt.

    Weg mit dem ganzen Gesundheitssystem, das sowieso nur behandelt und nicht heilt, her mit dem ANGSTSYSTEM, das wird unsere explodierenden Kosten für das Gesundheitswesen ganz schnell auf nahezu Null fahren.

    Und je mehr Angst die haben, umso gesünder werden die ... wenn ich den Artikel richtig verstanden habe.

    Was wir jetzt brauchen, ist ein ANGSTSYSTEM, das die Menschen wieder voll auf die Beine stellt.

    Nun ... die Erkenntnis ist auch für mich noch so neu, das ich noch keine sonderlich praktikablen Ideen habe, aber wie Schopenhauer schon meinte, der Philosoph ist wie ein Wegweiser ... er selbst muß nicht unbedingt den Weg gehen, den er weist.

    Aber ich bin mir sicher, das führende Unternehmensberatungen schon in der Lage sein werden, diese senstionelle Erkenntnis in die Praxis umzusetzen.

    Folterknechte? Willkürliche Scheiterhaufenaktionen? Spontanbombardierungen von Wohngebieten? Was weiß ich, was da am Besten wirkt.

    Aber dafür gibt es ja Spezialisten. Denen wird schon etwas einfallen.

    Auf jeden Fall sollte man das jenen französischen Arbeitern erzählen, die willkürlich ihre Gesundheit in Gefahr bringen, in dem sie drohen, ihre ganze Fabrik in die Luft zu sprengen:

    10.29 Uhr: In Frankreich drohen entlassene Arbeiter eines Zulieferers der Autokonzerne Renault und PSA Peugeot Citroën mit der Sprengung ihrer Fabrik. Die 366 Beschäftigten des Werkes New Fabris im westfranzösischen Châtellerault stellten ihrem Management ein Ultimatum bis zum 31. Juli, um jeweils 30.000 Euro Abfindung zu erhalten. "Wir haben Gasflaschen in die Fabrik gebracht", sagte Gewerkschaftsvertreter Guy Eyermann der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. "Alles ist bereit, damit sie explodieren."

    So heute Morgen im Krisenticker des Manager-Magazin.

    Nun ... die Franzosen sind halt keine Deutschen. Sie kennen nicht die deutschen Wahrheiten ARBEIT MACHT FREI und ANGST MACHT GESUND. Sonst würden sie nicht auf solche bekloppten Ideen kommen. Wie wollen sie denn richtig Angst vor der Wirtschaftkrise haben, wenn sie keine Arbeit mehr haben, die sie verlieren könnten ... und somit riskieren sie doch enorm ihre Gesundheit.

    Und insofern sollten solche Aktionen als Angriff auf die Volksgesundheit unter Strafe gestellt werden:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635617,00.html

    Wirtschaftsministerium ruft Ende der Krise aus
    Der Absturz ist vorbei: Nach SPIEGEL-Informationen geht das Bundeswirtschaftsministeriums von einem schnellen Ende der Rezession aus. Laut internen Berechnungen ist die deutsche Wirtschaft im April und Mai nicht weiter geschrumpft.

    Gut, "interne Berechnungen" hatten wir ja schon genug. Und das ein Ministerium das Ende der Krise ausruft ... ist schon ein Witz an sich. Hat die Kanzlerin auch schon versucht, die Krise hört aber nicht.
    Gott sei dank, die Folgen für den Krankenstand wären nicht auszudenken ... wahrscheinlich würden neue Seuchen drohen.

    Deshalb sagt der Souverän: die Krise bleibt! Wir können uns ihr Ende gesundheitlich gar nicht leisten.

    Andererseits ... fällt mir gerade recht fies dazu ein ... gibt es ja noch ein anderes Problem:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635758,00.html

    Steigende Arbeitslosigkeit kostet 100 Milliarden Euro
    Die Krise belastet die öffentlichen Kassen offenbar weitaus stärker als bislang bekannt. Allein für Arbeitsmarkt-Ausgaben fehlen dem Bund einem Bericht zufolge fast 100 Milliarden Euro bis 2013. Das Finanzministerium meldet außerdem einen beispiellosen Einbruch der Steuereinnahmen.

    Die Krise ist vorbei (oder sie hat noch nicht die Anweisungen des Wirtschaftsministeriums verarbeitet) ... aber es bleiben die "Kosten auf zwei Beinen" ... Mist.

    Und wenn man denen jetzt auch noch Angst macht ... bleiben die gesund ... und verursachen wieder die bösen Kosten.

    Oh man ist das kompliziert. Aber wir haben ja hochqualifiziertes Personal an der Spitze, die geschworen haben, den Nutzen des Deutschen Volkes zu mehren (fragt sich nur, wofür dieses Volk nützlicher gemacht werden soll) und Schaden von ihm abzuwenden (und Kosten sind ja Schaden pur) ... denen wird sicherlich schon was sinnvolles dazu einfallen.

  • ARGE Widerstand ... der Partisan im Einsatz - Teil 1

    Sehr geehrtes Publikum,

    heute habe ich eine ganz besondere Ehre. Ich habe ARGE-Geschichten gesucht, aber fand nicht den richtigen Zugang dazu ... es entfaltete sich einfach kein Artikel. Manchmal bleibt der Kopf halt leer. Doch dann ... wurde ich auserwählt. Auserwählt, über eine Widerstandsaktion zu schreiben, die genau jetzt zu diesem Zeitpunkt beginnt.

    Heute, genau heute, wird ein ARGE Partisan ... nennen wir ihn Che Arguevarra ... offen und schriftlich seinen Widerstand gegen entwürdigende und entmenschlichende Praktiken einer ARGE erklären ... und zwar jener ARGE persönlich ... die irgendwo zwischen Frankfurt und Würzburg liegt.

    Für mich ... ein Held, denn er weiß, das er wird hungern müssen. Er weiß, das er möglicherweise auch seine Unterkunft verliert. Aber ... er hat die Schnauze so voll, von dem, was in diesem Land geschieht, das es ihm scheißegal ist - Hauptsache, jemand tut mal was.

    Ich halte es wirklich für eine besondere Ehre, das er gerade einem kleinen unbedeutenden Feld-Wald-und Wiesenphilosophen erlaubt, den Prozeß zu dokumentieren. Doch ... lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    angesichts der drohenden Kürzung meiner Regelleistung infolge meiner
    Weigerung, zwangsweise eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben, möchte ich Ihnen hiermit meine Beweggründe als rechtstreuer Staatsbürger darlegen, der sich um die Demokratie und die Entwicklung, die unser Land nimmt, ernsthafte Sorgen macht.

    Der Eingliederungsvereinbarung folgt ein Kurs, an dem ich zwangsweise teilnehmen muß. Inwiefern mich dieser Kurs in meiner beruflichen Entwicklung weiterbringen soll, ist mir absolut nicht nachvollziehbar.
    Der Inhalt des Kurses ist mir durch andere Teilnehmer bekannt, die den Ablauf genauso sinnlos und unproduktiv fanden, wie ich ihn erwarte.

    In diesem Kurs werden Bilder gemalt, auf Holzplatten, in 30 auf 30 cm mit Plakafarbe, Motive wie Hasen, Katzen, Bäume, im Andy Warhol Stil aber für Kleininder ab 3 Jahre, in einem andern Kurs in dem ich war, mussten erwachsen Menschen (zwanzig an der Zahl) sich im Kreis 3 bis 4 Stunden Tennisbälle zuwerfen und fangen, dies würde abschließend erörtert, warum der eine und andre den Ball nicht fangen könnte , man wolle uns den Gemeinschaftssinn näher bringen, wurde uns erläuternt dazu gesagt. Von Rätselspielen bis zu Stadt Land Fluss war alles dabei, auch Working Wellen und Typenberatung mit einbegriffen, Working deswegen, weil mache Probanden fitt gemacht werden müssten für ne zweistündige Betriebsbesichtigung, die so mancher nicht mehr schaffe.

    Die sogenannten freien Dozenten die uns in diesen Zentren unterrichten, machen regelrecht Beschäftigungstherapien mit uns, es quält mich, mir da Stundenlang den Mist anhören zu müssen, ich werde aggressiv bei so was. Während ich dort nur sehe, das meine Lebenszeit sinnlos verschwendet wird, ebenso wie die Gelder des Steuerzahlers, das ich zunehmen älter werde und keinerlei effektive reale Hilfe bekommen, aber zusehends unvermittelbarer werde.

    Darüber hinaus empfinde ich den Umgang mit den Kunden der ARGE in diesen Kursen in höchstem Maße als demotivierend, weshalb ich inzwischen schon mal so weit war, meinem Leben gewaltsam ein Ende zu setzen ... aufgrund der Strategie, die hier gegen mich gefahren wird.

    Man sagt uns ins Gesicht, wir wären an unserer Situation selber schuld, und dann kommen diese freien und schlecht bezahlten Trainer mit Ihrem fragmentarische Halbwissen, die es selber in der ach so tollen freien Marktwirtschaft nicht geschafft haben (nicht bewertend gemeint nur feststellend) auf uns zu, und erschlagen uns mit der NLP Keule, Von Dr. Joseph Murphy, Antony Robbins, bis zu dem Idioten Haller, der Hallen füllt und seine Tschakka Lehren für teuren Eintritt verkauft.

    Nur zur Erinnerung, Jürgen Höller, der "Alles-ist-möglich-Mann der neunziger Jahre, ist im Knast gelandet.

    Als ich in dem zweiten Kurs war, und ich dies alles in Frage stellte, hieß es, Sie bleiben bitte sitzen, die andern machen Working, man führte mich in ein Zimmer unter 4 Augen, uns sagte mir knallhart ins Gesicht, ich würde die Gruppendynamik stören, und selbst wenn ich recht hätte ich solle ruhig sein, ansonsten , na ja mir würde gedroht, das man mich sofort in einem billigen Job unterbringe würde, der mir gewiss keine Freude bereiten würde. Mir wird Angst und Bange bei diesem Umgang mit Menschen, Bürgern und Kunden der ARGE.

    Ich muß eigentlich dankbar dafür sein, das ich mir den Fuß gebrochen habe und so für die angedrohten "Strafarbeiten" nicht mehr zur Verfügung stehen konnte. Ich leide bis heute unter den gesundheitlichen Einschränkungen, die ich mir damals zugezogen habe und weiß momentan sowieso nicht, inwieweit ich in den nächsten Monaten noch arbeitsfähig bin.

    Ich möchte auch darauf hinweisen, das ich den Beruf des Malers jahrelang ausgeübt habe ... bis hin zur Bauleitung. Inwiefern mir ein vierwöchiges Praktikum da neue Qualifikationen eröffnen soll, erschließt sich mir nicht.

    Ich habe mir alles als Autodidakt erarbeitet, Projektkalkulation, Aufmass, Massenerfassung, Projektanalyse, und den ganzen malerhandwerklichen Bereich, man kann sich wohl denken, das man im väterlichen Betrieb so einiges beigebracht bekommt.

    Abschließend möchte ich zu verstehen geben, das ich zu jeder sinnvollen Maßnahme selbstverständlich gerne bereit bin, aber ich doch die Qualifikation der Sachbearbeiter ernsthaft in Frage stellen muß, die einem gestandenen Mann mit einem gehörigen Maß an Lebenserfahrung ein Fortbildungsniveau präsentieren, das für Sonderschüler im unteren Niveau
    geeignet ist.

    Weiterhin möchte ich Ihnen aber auch mitteilen, das ich mit diesem Fall an die Öffentlichkeit gehen werde und schon die Zusage eines Bloggers habe, der sich für Fälle wie meinen sehr interessiert, meinen Fall durch regelmäßige Artikel zu begleiten.

    Mit freundlichen Grüßen

    So, das landet heute auf den Tisch einer ARGE. Und erstmal ... war ich ja überrascht von dem, was ich da lesen durft. So werden also unsere Steuergelder eingesetzt.

    Bilder malen ... Hasen, Katzen, Bäume ... und das ganze übrigens noch für zusätzliche 1,50 Euro die Stunde. Ein bischen Working, ein bischen "Tschakka du schaffst es", ein bischen Psychogelaber, eine gehörige Portion Demotivation ("ihr seid an allem selbst schuld" ... ja, wer war denn noch in dem Kurs?
    Ackermann und Konsorten?)...alles auf Kosten der Steuerzahler.

    Und wer dagegen rebelliert, weil er (bedauerlicherweise) nicht so blöd ist wie die Dozenten gehofft haben, dem ... wird gedroht mit unzumutbarer Arbeit. Warum eigentlich? Man hätte ihn doch auch in einen Kurs für qualifizierteres Personal, in einen Kurs mit mehr Anspruch schicken können. Stattdessen ...
    wird versucht, ihn mundtot zu machen.

    Der Mann ist mitte vierzig, verfügt über eine unglaubliche Lebenserfahrung in verschiedenen Berufen ... doch dies wurde dann von der ARGE-Mitarbeiterin nicht erkannt. Wie auch, sie ist nur halb so alt wie er.
    Und fürchtet auch gerade um ihren Arbeitsplatz, denn wie bekannt, ist die Mischverwaltung der ARGEn
    ABSOLUT ILLEGAL.

    Es ist eine illegale Behörde, die unsere Steuergelder zum Fenster herausschmeißt, während alleinerziehende mit kleinen Kindern sehen müssen, wie sie bis zum Monatsende genug zu Essen bekommen.

    Ist das noch wahr?

    Wie wahr ... werden wir an dieser Stelle weiter berichten.

    Ich denke gerade an das Erziehungsziel der siebziger Jahre: Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung. Wie heißt wohl das neue: Selbsterniedrigung für optimierte Ausbeutbarkeit?

  • Deutschnationale Offensive bei Blogverbund Saarbreaker?

    In den letzten Tagen habe ich viel telefoniert, viele Gespräche geführt, viele E-Mails erhalten von Menschen, die ich gar nicht kenne, die mir aber ihre Hilfe (wohl auch handgreifliche Hilfe) anbieten, wenn ich durch die Aufdeckung deutschnationaler Umtriebe in dem inzwischen sehr geschrumpften Bloggerverband "Saarbreaker" in Schwierigkeiten kommen sollte.

    Nun, der Eifelphilosoph ist nicht 1,30 groß und wiegt nicht 42 Kilogramm. In den siebziger Jahren habe ich mir einen kleinen Scherz erlaubt. Es gab eine NPD-Veranstaltung in Recklinghausen. Ich stieß zu einer Demonstration, die mit ihren lustigen kleinen Schildchen vor dem Lokal standen, schauerliche Liedchen trällerten und den einen oder anderen mutigen Spruch aufsagten.

    Ein Gewerkschaftsmann mir meiner Statur stand neben mir ... und fand das Theater auch irgendwie unbefriedigend. Mir war langweilig. Also beschlossen wir ... einfach mal in das Vereinslokal hineinzugehen. Waren ja nur zwanzig- bis dreißig Braunhemden drin. Das sollte schon zu schaffen sein.
    Wir saßen im Vorraum, als der erste herauskam, um neuen Kaffee zu holen, uns sah und flugs wieder
    in den Saal zurückging. Danach ... saßen wir geschlagene elendig langweilige zwei Stunden in dem Lokal und keiner von den Braunhemden kam mehr heraus. War das ... langweilig. Anschließend besuchte ich meinen alten Freund F. (wir kennen uns, seit dem wir ... geboren wurden), einen bekennenden Neonazi und sagte ihm, was ich vom dem Mut seiner Truppe hielt. Dann sind wir etwas durch die Wälder gewandert und haben über normale Themen gesprochen - denn politisch kamen wir einfach nicht zusammen.

    Das nur mal so am Rande erwähnt, für den Fall, das jemand auf die wirklich dumme Idee kommt, ich lasse mich einschüchtern.

    Dies ist ein freies Land. Hier darf jeder seine Meinung haben - auch jeder Rechte, sofern er die Grenzen des Grundgesetzes, das uns alle schützt, achtet. Als Philosoph bin ich ein Freund des Gleichgewichtes von "links" und "recht" gewesen, nur sind heutzutage "links" und "rechts" mitlerweile völlig unbedeutende
    Begriffe geworden, die angesichts der politischen Alltagsrealität ihre Bedeutung verloren haben.

    Aber ich bin kein Freund von Ettikettenschwindel. Wo Käse draufsteht, sollte auch Käse drin sein - und kein Pflanzenfett. Das ist meine Meinung.

    Und wenn man rechtes Gedankengut verbreitet oder seine Verbreitung unterstützt, das geeignet ist, das friedliche Zusammenleben der Menschen in Deutschland und der Welt zu gefährden und den Staatsvertrag, dem wir unterliegen, die Verfassung in Frage zu stellen ... dann hört´s bei mir schnell auf.

    Nun, es läuft ja ein Wecker:

    http://www.saarbreaker.com/2009/07/aktion-deutschland-der-wecker-luft-ab/

    Und was dieser Wecker will, wird wie üblich mit vielen inhaltslosen Worten verschleiert, um unkritischere Leser in den Bann zu ziehen:

    Zusammenfassend und zugleich den wichtigsten Aspekt hervorhebend, sollte man noch hinzufügen, dass nur das Erreichen des von uns in Wort und Bild definierten Ziels die unabdingbaren Grundvoraussetzungen dafür schaffen kann, dass all die Probleme gelöst werden können, derentwegen sich Menschen zu Interessengemeinschaften zusammengeschlossen, aber leider immer wieder vergessen haben, dass man Unkraut nicht bekämpfen kann, in dem man sich der oberirdischen Triebe annimmt! Ein vollständiger Neustart mit anschließender Neukonfiguration des Staats- und Gemeinwesens ist jene einzige Handlungsweise, die uns in die Lage versetzten wird, jegliches „Unkraut“ zusammen mit der Wurzel allen Übels auszureißen und jenes Paradies neu zu erschaffen und „krisenfest“ zu kultivieren, dass wir auf Veranlassung der „Eliten“ allzu leichtfertig dem vermeintlich alternativlosen Fortschritt und einem sehr gezielt und in weiten Teilen gravierend gegen natürliche Gesetzmäßigkeiten verstoßendem „Bequemlichkeitsdenken“ zu opfern bereit gewesen waren.

    "Unkraut" in Zusammenhang mit "Menschen" erwähnt ... da zieht sich mir alles zusammen. Natürlich bleibt alles im Dunklen, Unklaren, worin denn dieses Unkraut eigentlich besteht. Auf jeden Fall muß es ausgemertzt werden, mit der Wurzel. Wie die Neukonfiguration des Staats- und Gemeinwesens auszusehen hat ... bleibt ebenfalls im Dunklen. Nun gut, damit kann man ja noch warten, bis man die Macht erreicht hat, bis die "Aktion Kehrwoche", die jetzt gerade läuft, Erfolg gezeigt hat.

    Welche Paradies der "natürlichen Gesetzmäßigkeiten" da dem Fortschritt und dem Bequemlichkeitsdenken geopfert haben, weiß ich nicht. Auch das ... bleibt plakativ.

    Etwas heller, wenn auch wieder in alter sophistischer Tradition hinter vielen wohlklingenden aber nichtsmeindenden Worten verborgen, findet sich der Anspruch der Führung, der erst abgelehnt und dann noch deutlicher gefordert wird:

    wir haben von Anfang an immer darauf hingewiesen, dass eine perfekte, auf ein wichtiges, wenn nicht gar unabdingbares Ziel konzentrierte Gemeinschaft sich nicht dadurch kennzeichnet, dass man sich einem „Leittier“ oder einer einzigen Idee anschließt und unterordnet; sondern vielmehr dadurch, dass jeder sich auf die Weise und dem Gebiet vorbehaltlos für gemeinschaftlich zu verfolgende und zu verwirklichende Ziele einsetzt, die seinen oder ihren Interessen, persönlichen Stärken und der jeweils erarbeiteten Kompetenz entsprechen und der übergeordneten gemeinsamen Zielsetzung (= Schnittstellen und Schnittmengen, die sich bei einer objektiven Betrachtung des „Problem und Lösung – Prinzips“ für alle auf Teilaspekte des Gesamtproblems spezialisierte Gruppen, Organisationen, Vereine und Individuen in gewaltiger Zahl aufzeigen) dienlich sein können.

    Also, zusammengefaßt wie folgt: wie folgen keinem Führer, keiner Idee, aber wir folgen "Zielen". Wo kommen die denn jetzt her? Welche Ideen ... und welche Menschen stecken denn hinter den "Zielen"?
    Nun ... die Schnittmengentheorie wird ja auch mit Inhalten gefüllt.

    Die deutsche Volksgewerkschaft ... da hatte ich ja schon mal was drüber geschrieben. Da spuken altrechte Ideen durch den Raum, die keiner der Verantwortlichen näher erläutern möchte.

    Und dann gibt es da noch den "Deutschen Staat".

    http://www.staat-deutschland.de/index.html

    Der hat auch ein Programm, unter anderem kümmert man sich um den Sozialstaat. Hartz IV - wird selbstverständlich abgeschafft (das ist gut) und letztendlich durch Lebensmittelgutscheine ersetzt:

    http://www.daten.staat-deutschland.de/sv/sv-berechnung.pdf

    Es gibt kein Hartz 4, Sozialhilfeempfänger oder nur Arbeitslose nach einer geschönten Statistik. Alle Arbeitslosen werden unter dem neu zu entstehenden SGB III erfasst. Die Arbeitslosenhilfe wird wieder eingeführt. Nach Aussteuerung der Sozialleistungen werden nur noch Lebensmittelkarten herausgegeben.

    Toll, nicht wahr. Ist es das, was die gemeinsame Schnittmenge von Saarbreakerautoren ist?
    Geldleistungen für Arbeitslose in Form von Lebensmittelgutscheinen auszuzahlen?

    Im Übrigen hat der "Staat Deutschland" schon mal vorsichtshalber die Macht übernommen:

    http://www.staat-deutschland.de/kontakt---impressum/index.html

    Nach vielen (unter anderem sehr wohlklingenden Worten) erfährt man hier, das es schon mal eine provisorische Regierungsform gibt, die mit Hinweis auf diese UN-Resolution:

    http://www.daten.staat-deutschland.de/uno/unresdeutschilcstaaten.pdf

    schon mal kommisarisch den Staat Deutschland für das Deutsche Volk "sichergestellt" haben.

    Also, Deutsche, begrüßt bitte eure neuen kommissarischen Präsidenten! Ich möchte die beiden Herren jedoch bitten, umgehend zurückzutreten, weil ich kaum sehe, das das Volk sie je gerufen hat.

    Reichts jetzt ... oder wollt ihr noch mehr?

    Klar, da haben wir noch was.

    Die "Aktion Kehrwoche".

    Hier erfährt der geneigte Leser, das die "Bundesrepublik Deutschland" eine "Besatzungmacht" ist, die ihr
    "Besatzungrecht" über Deutschland ausübt.

    Aha.

    Darf ich jetzt fragen, ob diese "Besatzungsmacht" vielleicht mit dem "Unkraut" zusammenhängt, das man mit Stumpf und Stil ausrotten will?

    Könnte es sein ... das das Unkraut die Bundesrepublik Deutschland darstellt, die zugunsten des "Neuen Deutschland" ausgemerzt werden soll?

    Das ganze stinkt zum Himmel, meine ich. Und noch haben wir ja Meinungsfreiheit.

    Und um das nochmal ganz klar zu stellen, bevor wieder die handelsüblichen Lügen verbreitet werden:
    ich möchte hier niemanden der Beteiligten unterstellen, das sie einen rechtsradikalen Putsch vorbereiten, noch möchte ich irgendjemand persönlich nahelegen, das er ein Nazi ist.

    Wie schon zuvor geschrieben, könnte ich solche Aussagen aus der Entfernung gar nicht treffen.

    Aber ich finde, die Beteiligten sollten sich darüber klar werden, in welche Richtung ihr Bus fahren kann.

    Auch möchte ich nicht unbedingt einen Zusammenhang zwischen gewissen Elementen der Piratenpartei und den übriggebliebenen (und bald weiter schrumpfenden) Saarbreakerbloggern herstellen, aber darauf hinweisen, das die Partei dort momentan wohl ... viel Sympathie genießt.

    Wollen wir hoffen, das die Sympathie jenen Elementen der Piratenpartei gehört, die wirklich ... den Piratenkodex ernst genommen haben und nicht jenen, die (aus welchen Gründen auch immer) recht kruden Ideen folgen.

    Zum Abschluß ... zitiere (gekürzt) ich aus einer Mail, die ich heute bekommen habe. Ich halte den Absender anonym, aber manches was er sagt gibt mir zu Denken:

    Hallo Eifel-Philosoph,

    vorab: ich neige zu der Annahme, daß du mit der Bewertung, das Blognetzwerk "Saarbreaker" "JuliHamburg" etc. betreffend rechter Gesinnung richtig liegst;-)

    Sie sind gerade dabei die Hosen herunterzulassen.

    Sicherlich achtest du auf die Links dieser "Netzwerke", und vor allem auf die Selektion der gelinkten "Nachrichten" selbiger.

    Was die letzten Tage von diesem Zirkel verbreitet wird, ist nicht mehr nur selektiv sondern schon manipulativ !

    Auffällig ist mir das Verhalten der Betreiber, deren Hintergrung sich über ein Impressum kaum feststellen lässt, schon länger. Solange Du und wenige Andere weiterhin ihre Arbeit diesen Netzwerken zur verfügung stellten, war das für mich ein demokratisches Netzwerk. Du weisst schon; alle dürfen mitreden.

    Die Strategie dieser (möglicherweise aus ehrbahren Gründen initierten, danach unfriendly übernommenen) Netzwerken ist erkennbar. Leider nur für belesene Menschen.

    Verabschiedet euch ihr Blogger von dem Neutralen Netzwerk.

    Kurz und bündig, Philosoph;

    Mach weiter, denn du wirst gelesen.
    Von Vielen.
    Und lass dich nie einschüchtern von Block(gg)ern.

    Denke immer daran:
    Deine Leser schreiben keine Kommentare. Aber du begegnest ihnen auf der Strasse wenn es soweit ist.

    Das, liebe unbekannte Leser, werde ich tun. Vielen Dank für´s viele lesen (das merke ich schon, ihr bleibt da nicht unbemerkt). Un dich hoffe, euch auf der Straße zu begegnen ... und gleichzeitig hoffe ich, das wir uns dann nicht gegenseitig brauchen werden.

    Wie immer ... möchte ich dem Bloggerverbund an dieser Stelle zu einer Stellungnahme auffordern. Noch habe ich die Hoffnung - das ich mich geirrt habe. Jedoch ohne demokratischen Dialog wird es schwierig, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

  • Let´s make money ... im deutschen Alltag

    Manchmal braucht man gar keinen Film schauen, um den alltäglichen Wahnsinn zu illustrieren. Manchmal reicht ein Blick in die Nachrichten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635639,00.html

    Es ist der Versuch, den Fiskus um gigantische Summen zu prellen: Institutionelle Anleger zocken nach SPIEGEL-Informationen mit Aktien-Deals rund um den Dividenden-Ausschüttungstermin deutscher Konzerne die Finanzämter ab - das Bundesfinanzministerium fürchtet Steuerausfälle in Milliardenhöhe.

    Tja, nachdem man kurzzeitig mal ganz tief in die Tasche der deutschen Steuerzahler gegriffen hat, hat man gemerkt, das man ohne weiteres auch bei diesem Vorgang Spaß haben kann. Und man ist dann natürlich geneigt, einfach nochmal tiefer in die Tasche zu greifen, in der eigentlich schon lange nichts mehr drin ist, aber man kann ja auch mal auf das Vermögen zugreifen, das noch gar nicht erarbeitet worden ist und somit das Land auf Jahrhunderte hinaus in den Schuldendienst zwingen ... so wie die Weltbank es seit Jahrzehnten mit den Entwicklungsländern tut, die man ja heutzutage in der Sprache der Investoren
    so schön Emerging Markets´s nennt (vergleiche den Film: Let´s make Money von Erwin Wagenhofer).

    Sehr schön ist auch, das zu dem Artikel die Bundesagentur für Arbeit eine Anzeige geschaltet hat ... soll bei Spiegel-online recht teuer sein, habe ich mal gehört.

    "Mit Kurzarbeit die Krise meistern", heißt es da. Was für ein dämlicher Spruch. Kurzarbeit heißt auch weniger Geld in den Taschen der Konsumenten und wieder einmal mehr Geld in die Taschen der Konzerne...die die Mitarbeiter dann eben erst nach der Wahl entsorgen werden. Hauptsache man kommt irgendwie über diesen dämlichen Wahltermin.

    Nun, Geld scheint die Bundesagentur für Arbeit ja genug zu haben, denn sie schaffen sich erstmal neue Computer an:

    http://www.steuerzahler.de/webcom/show_article.php/_c-49/_nr-547/i.html

    Der Bund der Steuerzahler hat überteuerte Beschaffungen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) aufgedeckt und kritisiert. Trotz steigernder Defizite gönnt sich die BA demnächst bis zu 170.000 neue High-End-Computer für ihre lediglich rund 160.000 Mitarbeiter. Dabei stellte die BA derart hohe Leistungsanforderungen an die neuen PC, dass lediglich ein Chiphersteller in der Lage war, eine entsprechende Prozessorleistung zu bieten.

    170000 Computer für 160000 Mitarbeiter. Toll. Da bleiben für die Lieben zu Hause ja auch noch ein paar über ... und es bleibt gewährleistet, das auch die neuesten Computerspiele problemlos laufen, um die
    langweilige Kurzarbeiterverwaltung durch einige lustige High-Quality-Ballerspiele zu überbrücken.

    Na, wenigstens haben die dann keine Langeweile, denn angesichts der miserablen Lage bei Stellenangeboten und dem hahnebüchenen Unsinn, die "Kunden" sowieso nach einem bis anderthalb Jahre in den Restelagern der ARGE zu entsorgen haben die Mitarbeiter ja sonst eigentlich wenig zu tun. Es gibt ja mitlerweile kaum noch eine überflüssigere Behörde als die Bundesagentur für Arbeit - sinnvoller und effektiver wäre es sicher, wenn man die Mitarbeiter zur Jagd nach Steuerhinterziehern einsetzen wird. Aber ... vielleicht gibt es ja inzwischen entsprechende Computerspiele...."Faß´ den Zumwinkel" oder so.

    Aber wenden wir uns doch mal ganz praktisch der Staatsverschuldung zu, denn ich denke, die meisten von uns können mit den abstrakten Werten, die uns da um die Ohren gehauen werden, ohnehin nichts anfangen.

    http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/haushalt-staatsverschuldung-steigt-rasant-auf-20-000-euro-pro-kopf_aid_416108.html

    Wieder einmal der Bund der Steuerzahler: wenn wir jeden Monat eine Milliarde Euro an Schulden zurückzahlen würden, dann ... müßten wir 138 (in Worten: einhundertachtunddreißig) Jahre lang die Schulden zurückzahlen, die wir bis jetzt aufgehäuft haben.

    Und ... besonders schön ... das Aufhäufen geht immer weiter. Kein Wunder, das die Versuche einzelner Bundesbürger, ihren persönlichen Anteil der Staatsverschuldung abzuzahlen (waren mal 7500 Euro pro Kopf)
    abgeschmettert wurden - man war eben noch nicht am Ende angelangt.

    Am Ende ... wird es natürlich - wie in Afrika, Asien, Lateinamerika - wieder mal die Ärmsten der Armen treffen, denn auch der Bund der Steuerzahler fordert massive Kürzungen staatlicher Leistungen ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten.

    Ich denke, jedem ist klar, das sich die Konzerne und die hinter ihnen stehenden Kapitalinvestoren weiterhin schadlos an der deutschen Volkswirtschaft halten werden. Auch die EU wird mit ihren Ansprüchen nicht zurückstecken, ebensowenig die Nato. Auch die Ämter in Bund, Ländern und Gemeinden werden noch mal etwas Abgreifen, wobei für die Gemeinden - wie üblich - mal wieder kaum etwas übrig bleiben wird.

    Noch hinter den Gemeinden steht das schwächste Glied in der Kette: der Bürger und Souverän dieses Staates.
    Er hat jetzt in Zukunft noch die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: arbeiten bis zum Umfallen, länger, härter, ohne Rücksicht auf Gesundheit oder Familie ... damit er die ganzen finanziellen Ansprüche, die an ihn durch (bald wieder steigende) Steuern, Abgaben und Versicherungen gestellt werden, erfüllen kann.

    Oder aber er hat Pech, wird alt, krank oder sein Betrieb wird von einer "Heuschrecke" gefressen ... dann darf er sich den verharzten Massen anschließen.

    Ich denke allerdings, das es bald keinen Unterschied mehr machen wird, ob man arbeiten geht oder Hartz-IV-bezieht.

    Wir Martin Lindner von der FDP schon richtig erkannt hat, arbeitet ein Busfahrer heute schon auf Hartz-IV-Niveau. Dieses Schicksal wird immer mehr treffen, denn der Druck auf die Arbeitsplätze wird größer durch die Konkurrenz.

    Am logischen Ende dieser Entwicklung werden wir alle für einen Euro die Stunde plus Regelsatz, Unterkunft und Heizung arbeiten. Ob nun freiwillig in einem "ordentlichen Arbeitsverhältnis" oder unfreiwillig
    in einem "1-Euro-Job" ist dann ja wohl egal. Wichtig für uns, unsere Kinder, unsere Enkel und deren Enkel ist nur eins: wir arbeiten alle für die Rettung von Großkonzernen.

    Aber ich finde, man sollte schon genau wissen, wofür man die Zukunft seiner Familie in den nächsten Generationen verbraten hat und warum einem - ob nun mit oder ohne Arbeitsvertrag - nur noch eins droht:
    die 60-80 - Stundenwoche bei umfangreicher Lohnkürzung.

  • Filmtipp: Let´s make Money ... der Wahnsinn im Detail

    Selten genug, das ich mal einen Filmtipp schreibe. Ganz viel früher habe ich mal Buchkritiken geschrieben ... aber die Kaste der Buchkritiker empfand ich als dermaßen überflüssig, das ich davon lieber Abstand genommen habe, bevor ich noch als etwas Ende, das sich nicht mehr im Spiegel anschauen kann.

    Jetzt jedoch muß ich zur Tat schreiten und einen Film empfehlen. Nach "We feed the World" (mein Liebling in dem Film: der Nestle-Chef, zu finden unter www.Essen-global.de) hat Erwin Wagenhofer einen neuen Film gedreht: Let´s make Money.

    Man lernt dort interessante Menschen kennen, wie z.B. den "economic hit man" John Perkins, einen Wirtschaftskiller. Sein Auftrag: Entwicklungsländer in Abhängigkeit und Verarmung zu treiben. Dort wo er versagt, kommen die "Schakale" und beseitigen die widerspenstigen Regierungen mit Gewalt. Gelingt dies nicht wie im Fall des Saddam Hussein im Irak, der sich nicht bestechen lies, erstklassig beschützt wurde ... da kommt dann das Militär. Auch als Warnung an andere: Widerstand ist zwecklos. Nehmt lieber selber das Geld an ... und plündert mit uns euer Volk aus ... bevor ihr euer Leben verliert und wir dann euren Nachfolger kaufen.

    1,5 Trillionen Dollar liegen mitlerweile in Steueroasen herum. Für jeden Euro Entwicklungshilfe fließen zehn Euro zurück ... in die Steueroasen, wo die Ausbeuter der Welt ihr Raubkapital vor den Staaten schützen - berichtet John Christensen, ehemaliger Wirtschaftberater der Steueroase Jersey.

    Wir lernen Francis Kologo kennen, Manager und Baumwollexporteur aus Burkina Faso ... der uns locker vorrechnet, das das arme Land keinen Euro Entwicklungshilfe bräuchte, wenn die Baumwolle einen fairen Preis erzielen und die USA die Subventionierung ihrer eigenen Baumwolle einstellen würde. Und wir lernen Animata Kompaore kennen, die die von der Baumwolle ausgedürrte Erde fegt, um Kiesel zu sammeln, in der Hoffnung diese verkaufen zu können, um weiter zu überleben. Kauft keiner die Kiesel ... dann war´s das.

    Wir begleiten Mirko Kovats, einen der reichsten Männer Österreichs, bei der Ausplünderung Indiens, wo er uns ein Geheimnis verrät: wer nicht von den Zinsen seines Kapitals leben kann, wird in Zukunft mehr arbeiten müssen ... viel mehr. Auch hier.

    Wir ... lernen einen deutschen Politiker kennen - ohne zu erfahren, für welche Partei er steht. Das - fand ich sehr gut, habe auch nicht weiter recherchiert.

    Dr. Hermann Scheer. Mitglied des Bundestages. Seine Worte, seine Warnung - ist klar und deutlich.

    Wenn wir nicht schnellstens etwas ändern, droht uns ein neues Zeitalter der Barbarei.

    Ganz meine Meinung, Herr Dr. Scheer, ganz meine Meinung. Meine Stimme hat der Mann, egal welcher Partei er angehört (hoffentlich wird mir nicht übel, wenn ich mal herausfinde, welcher Partei er angehört).

    Man ... erfährt noch mehr über unsere Geldwirtschaft in diesem kleinen Film. Ich empfehle, harte Wurfgegenstände vor Inbetriebnahme des TV´s zu entfernen. Die Gefahr, das man spontan nach manchen Menschen schmeißen möchte, ist gegeben. Vielleicht sollten sich sensibler und erregbare Gemüter auch besser vorher anschnallen lassen, so das Möbel und Geräte heil bleiben und nicht spontanen Wutausbrüchen zum Opfer fallen.

    Ach ja ... Kotztüte ... ist leider Pflicht. Unumgänglich.

    Aber ... es gibt auch viele schöne Landschaftsbilder ... zum Ausgleich.

  • Positiv Denken und beim Universum bestellen!

    Ja, die Welt ist einfach einfach. Ganz einfach. Jedenfalls wenn man manchen Menschen glaubt, die mit purer Gedankenkraft all ihre Lebensumstände so vollkommen in den Griff kriegen, wie es sonst nur Multimilliardäre mit vielen Mitarbeitern schaffen.

    Vom positiven Denken ... gibt es verschiedene Variationen und Formen.

    Das heißt jetzt nicht, das ich generell den Einfluß von Gedanken niedrig reden will. Im gesundheitlichen Bereich ... habe ich dort überraschende Erfahrungen gesammelt, die auch übelster Kritik standhalten.
    Da ... scheint was dran zu sein. In Slowenien gab es in den dreißiger Jahren einen Arzt, der meinte, er wäre dem Geheimnis "Krebs" auf die Spur gekommen. Er machte ein Experiment, ging in ein Bergdorf, sprach lange mit allen Bewohnern und fertigte eine Liste an von denen, die mit Sicherheit an Krebs erkranken werden. Diese Liste hinterlegte er versiegelt bei einem Notar. Nach seinem überraschenden Tod wurde die Liste entsiegelt ... seine Voraussagen trafen zu hundert Prozent zu. Leider ... hatte er seine Theorie nicht schriftlich fixiert, aber man geht davon aus, das es mit gedanklichen Programmierungen zu tun hat, die irgendwann Auswirkungen auf die Zellen haben - wenn man es nur lange genug durchhält und nichts daran ändert.

    Warum auch nicht? Gute Laune und Lebensglück tut den Zellen sicher besser als Miesepetrigkeit und Jammerlapperei. Beispiele dazu gibt es genug ... aber darum geht es hier nicht.

    Je größer die Massenarbeitslosigkeit wurde, umso mehr kam - aus den guten alten USA - ein schrecklicher Trend herüber ... positiv Denken.

    Tschakka, du schaffst es. Ich habe selbst mal Seminare bei Jürgen Höller besucht (der "alles ist möglich" Höller, der letztlich im Knast gelandet ist - tja, da war wirklich alles möglich). Einfach anders denken, schon ist man reich. Gut, Reiche machen anders Geld: Drogen, Waffen, Frauenhandel, Betrug, Hinterlist, Ausbeutung ... Geschäfte, bei denen man äußerst negativ in allen Richtungen denken muß, um sie durchziehen zu können, aber die Idee, sich reich denken zu können, hat manche sicherlich wohlhabend gemacht. Den Höller zum Beispiel ... bevor er feststellte, das er viel zu wenig Steuern bezahlt hatte. Absichtlich.

    Cathrine Ponder ist so ein Beispiel, wie man durch superpositives Denken ihrer Art ... reich werden kann. Leider starb ihr heiß geliebter Mann dabei - aber Geld hat sie wirklich genug gemacht. Und das mit dem Mann ... einfach mal verdrängt. Störte die Philosophie total ... also einfach mal positiv weggedacht.

    Die einfache Art des positiven Denkens ist ja wahrscheinlich allen bekannt: das Glas. Für die einen ist es halbvoll, für die anderen halbleer. Immer halbvoll denken, das Glas, so ist´s richtig. Ich habe auch hier einen Selbstversuch gestartet ... aber ich konnte denken wie ich wollte, in dem Glas war immer weniger drin - und bald war es leer. War halt lecker Bier drin - und ich wurde durstig beim angestrengten Denken. Und so saß ich dann da mit meinen Lebensratgebern und stand vor der Frage: "So. Nu´ is´ alle. Und jetzt?" Doch eine Antwort bekam ich nicht.

    Doch muß ich gestehen, diese Art des positiven Denkens hat noch einen gewissen Sinn, denn sich in Notzeiten zu konzentrieren auf das, was man hat, ist sinnvoller, als sich auf das zu konzentrieren, was man nicht hat. Gerade in Zeiten des hochgezüchteten Konsumwahns spielt die Industrie gerne mit den Gefühlen der Menschen und redet ihnen ein, das das Glück gleich hinter dem nächsten neuen Plasmabildschirm lauert, hinter der noch raffinierteren Kaffeemaschine ober beim Nacktbaden auf dem Himalaya erst richtig zur Erfüllung kommt. Da macht es schon mehr Sinn zu sagen: ich wohn´ halt in Oer-Erkenschwick und da is´ auch schön, der zwanzig Jahre alte Röhrenfernseher macht auch noch Bilder, die 10-Euro-Kaffemaschine macht auch Kaffee und Urlaub mache ich in Castrop-Rauxel oder Datteln am Kanal ... da dauert die Reise nicht so lange. Das ist jedenfalls besser als das Schicksal derjenigen, die schon sehr viel haben, darüber alt und grau geworden sind, Verbrecher und asoziale Parasiten des Volkskörpers, aber immer noch nicht genug kriegen können....oder das Schicksal ihrer Ehefrauen, die in den Luxuspalästen eingesperrt vor sich hinfaulen, auch wenn sie noch so viel kaufen können.

    Doch es gibt noch eine andere Version des positiven Denkens, mit denen das Denken vergiftet wird - und obwohl es sich hier um eine Philosophie handelt, setzt sich die Philosophie selbst erstaunlich wenig mit diesem Massenphänomen auseinander.

    Hier handelt es sich ... um die Vorstellung, per Gedankenkraft (man muß halt nur "richtig" denken) alles herbeimaterialisieren zu können, was man nur eben will. Vorraussetzung ist nur, das man "richtig" denkt.

    Der Trick ist einfach. Eifelphilosophs Klopfzauber funktioniert ähnlich. Wie? Noch nicht bekannt? Hmmm ... dann muß ich das Buch wohl doch noch schreiben.

    Geht so: dreimal auf Holz klopfen - und alle Deine Wünsche gehen umgehend in Erfüllung.

    Ich schreibe das Buch - hundert Leute kaufen es (wahrscheinlich mehr, denn dort lauert ein Riesenmarkt).

    Alle klopfen.

    Bei fünfzig Prozent passiert nix.

    Aber die anderen ... werden mir wunderbare Geschichten zusenden. Die besten davon (das Traumauto, der Mann des Lebens, das Wunschkind, der Traumjob, der Lottogewinn oder so) suche ich aus für Band 2:
    "Besser klopfen für Anfänger und Fortgeschrittene" - 10000 Exemplare.

    Wieder das gleiche Zufallsspiel ... wieder bleiben viele hängen für den nächsten Band.

    Dann die Talkshow, ich direkt mittendrin, Spiegel, Stern und Fokus schicken ihre kritischsten Kritiker - die ich locker alle wegfege mit ihrer Kritik. "Wie, Sie haben geklopft und es ist nichts passiert? Ja, war es denn der richtige Rythmus, das richtige Holz, die richtige Klopfstärke - und überhaupt: waren sie nicht so negativ eingestellt, das sie gar nicht wollten, das das Klopfwunder sich entfaltet?"

    Man kann sich denken, wie es weitergeht. Ich schreibe mehr Bücher("Besser klopfen mit dem Eifelphilosoph:
    Bd 4: Klopfen auf Eiche und Buche), werde reich und berühmt ... und in Deutschland klopft es an allen Ecken. So wie letztens erst überall beim Universum bestellt wurde und gerade das "Secret" umgeht.

    Mein Klopfen wäre noch harmlos ... aber das mit dem "richtigen Denken" zu verbinden - ist saugefährlich.

    "Wenn Du richtig denkst und fühlst, gibt Gott Dir alles was Du willst, denn er liebt seine Kinder ..." - ist eine Kurzversion der Hintergrundphilosophie, die sich hinter den meisten der Verführerphilosophien verbirgt....darum gibt es auch keine Demonstrationen mehr, keine Aufstände, keine Unruhen ... alle sitzen beim Räucherstäbchen zu Hause und denken sich krumm, um bloß alles richtig zu machen. Wahrscheinlich war diese Positiv-Denke-Welle genauso vom CIA gesteuert wie die Frauenbewegung in den Sechzigern.

    Was aber geschieht, wenn ... das Ziel nicht erreicht wird. Man merkt, das man nie richtig genug wird denken können, um das Ziel (Geld, Mann, Haus, Auto...) zu erreichen, weil der Trick nicht funktioniert?
    Dann schlägt die Macht des Systems mit aller Gewalt auf die Person zurück: "Das Universum, Gott, die Welt liebt mich nicht, weil ich im Grunde meines Seins schrecklich falsch bin, so falsch, das ich besser nicht existieren sollte." Und schnell ... wird´s ganz dunkel im Karton.

    Der inzwischen schon offiziell so genannte "Auschwitz-Test" ist ein guter Maßstab für diese Denk-dich-glücklich-Philosophien. Solange die Philosophie in welcher Form auch immer dazu führt, das der KZ-Insasse für sein Schicksal selbst verantwortlich ist (und die Täter nur Statisten in seinem Gedankenkosmos sind, die ihm helfen, sein selbstgewähltes Schicksal zu verwirklichen) ... ist die Philosophie grottenschlecht und gemeingefährlich. Eine gute Leitlinie für gedanklich und philosophisch unstabilere und unerfahrenere Menschen.

    Ich weiß, was meine Kritiker jetzt sagen werden. Die ernstzunehmenden Kritiker.

    Burkhard Heim in der Interpretation von Ilobrand von Ludwiger, die Auswirkungen der Realität eines sechsdimensionalen Kosmos auf die Möglichkeiten sechsdimensionaler Wesen in einem vierdimensionalen Raum.

    Schrödingers Katze, das Doppeltspaltexperiment ... das werden die Apologeten des positiven Denken anführen.

    Gut, es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, das Gedanken ... Realität manipulieren können. Das kann man mitlerweile wirklich nicht ausschließen. Es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, das "Religion" der erste Versuch war, dieses Phänomen durch Opfer, Beschwörungen und Gesänge in den Griff zu kriegen.

    Soweit muß ich gerechterweise folgen - aber das führt nicht notwendigerweise in die Leibnitzsche Monadologie, in der wir alle in kleinen eigenen Kosmen durch die Existenz schweben. Die Folgerungen, die sich aus den physikalischen Experimenten ergeben ... sind noch wage. Und die Techniken, diese Erkenntnis in die Praxis umzusetzen, noch weit entfernt.

    Aber ... geben wir allen Apologeten (Verteidigern) des positiven Denkens einfach mal Recht: was geschieht denn dann ... wenn Klaus-Dieter lieber einen grünen Mond hätte, Ursula und Gabi einen Blauen, Paul will aber gar keinen Mond mehr, weil er bei Vollmond nicht einschlafen kann? Mehrheitsabstimmung? Einen Mond für jedermann?

    Wenn jetzt alle Menschen sich maximal positiv reich denken ... am bestmöglichen theoretischen Ende dieser "aufklärerischen" Entwicklung ... und wir haben sechs Milliarden Milliardäre ... was kostet dann ein Brötchen?

    Anstelle von positiv Denken hilft manchmal einfach ... weiterdenken. Oder pragmatisch Denken. Es ist halt noch was drin in dem Glas, es ist auch egal, ob es halbvoll oder halbleer ist ... wichtig ist: reicht es mir, meinen Durst zu löschen, habe ich noch Geld für ein nächstes - und wie lange muß ich damit auskommen.

    Ein halbvolles Glas in der Wüste ist genauso eine Katastrophe wie ein halbleere. Das Ergebnis bleibt gleich: ein vertrockneter Eifelphilosoph.

  • Saarbreaker und der Eifelphilosoph

    Gut, eigentlich hatte ich den Abend anders geplant. Bis ... das Telefon rief. Und ich so nebenbei erfuhr, wen ich alles als "Nazis" beschimpft haben soll.

    Ich war ... etwas platt. Was für ein Kindergarten. Aber es ist halt meinem Empfinden nach nicht korrekt, zu behaupten, ich würde jemanden einen Nazi nennen, wenn ich es a) nicht getan habe und b) nicht im Sinn hatte.

    Und doch ... finde ich über den armen alten Feld-Wald-und Wiesenphilosophen folgendes im Netz:

    http://womblog.de/2009/07/10/partnernetzwerk-kommentar-zum-und-an-den-eifelphilosophen/

    In einem Artikel bezeichnet Eifelphilosoph unser Partnernetzwerk-Mitglied Hans D. Zarin und seine Aktivtäten bei der Volksgewerkschaft und indirekt auch alle anderen Mitglieder des Netzwerk, kurzerhand als Nazis.

    Richtigstellung: ich bezeichne Hans D. Ziran an keiner Stelle als Nazi. Ich bezeichne die Volksgewerkschaft nicht als Nazis. Und mit dem Netzwerk und allen anderen Mitglieder hat das überhaupt nichts zu tun. Es sei denn, man will es absichtlich so falsch deuten.
    Ich habe bei der Recherche zur Volksgewerkschaft (ein Gedanke, der mir persönlich viel näher liegt als eine Partei) einige fragwürdige Dinge entdeckt, die ansonsten in rechtsextremen Kreise sehr gesellschaftsfähig wären. Darum enthält der Artikel viele Fragezeichen. Schon mal gelesen?

    Dann gibt´s noch das hier:

    http://juliehamburg.wordpress.com/

    Liebe Leser !

    In einem Artikel wird unser Netzwerk-Mitglied Hans-D. Ziran und sein Engagement bei der Volksgewerkschaft von dem ehemaligen Netzwerkpartner ?Eifelphilosoph? als Nazi bezeichnet. Und damit indirekt auch alle anderen Mitglieder unseres Netzwerkes. Da wir nicht dazu bereit sind, diese Hetze gegen uns hinzunehmen, hat Hans-D. Ziran dazu eine Gegendarstellung veröffentlicht. Es ist selbstverständlich, dass diese auch in meinem Blog erscheint:

    Dabei schickte ich doch gerade der lieben Julie zuvor eine E-Mail, um mal zu fragen, was denn da eigentlich am Kochen ist.

    Hier mal meine konfusen Worte:

    Hallo Julie,

    ich habe mich heute ein wenig mit der Volksgewerkschaft beschäftigt ... und war schneller wieder weg als man gucken kann. Ich bin jetzt zwar kein glühender Antifaschist, der hinter jedem Sportverein die Außenstelle der NSDAP/AO vermutet, aber einiges, was ich von Hans.D.Ziran las ... hat mir den Magen umgedreht.
    Ich habe einen Artikel darüber verfaßt, mal schnell so aus dem Handgelenk heraus. Du scheinst ihn besser zu kennen ... was ist denn da los?
    Sehr verwirrte aber liebe Grüße: Eifelphilosoph Reiner

    Richtigstellung: ich bezeichne Hans D. Ziran an keiner Stelle als Nazi. Ich bezeichne die Volksgewerkschaft nicht als Nazi. Und mit dem Netzwerk und allen anderen Mitglieder hat das überhaupt nichts zu tun. Es sei denn, man will es absichtlich so falsch deuten.

    Man hätte natürlich auch einfach mal ... die ominösen Stellen erläutern können. Die vielen Fragezeichen beantworten. Mir ein wenig auf die Sprünge helfen können, was ich denn da so falsch verstehe?
    Und wie mir scheint, hätte man meinen Artikel vielleicht auch einfach mal LESEN sollen. War doch in deutlischem Deutsch geschrieben. Wo bitte schön steht da: Hand D. Ziran ist ein Nazi?

    Aber warum er Argumentationen bringt von der besonderen Rolle Deutschlands im "Einklang mit Natur und Kosmos", von der angloamerikanisch-zionistische Elite mit ihrem scheinbar Jahrtausende zurückreichenden Einfluß ... das kriege ich einfach nicht auf die Reihe - es sei denn, ich ziehe, wie ich es getan habe,
    ganz andere Paralellen.

    Dieser Hans hat doch keine Probleme damit, dies öffentlich kund zu tun. Ich habe ihn nur korrekt zitiert.

    Wird Hans auch mit einer Hexenjagd überzogen, weil er das öffentlich erzählt?

    Augenscheinlich nein.

    Nur wenn es einer merkt ... reagieren Teile des Netzwerkes mit ... strafrechtlich relevanten Unterstellungen.

    Warum?

    Wie soll ich mir das erklären?

    Verstecktes Neopappkameradenrechtsradikalennetzwerk aufgedeckt? Das kann doch wohl nicht der Eindruck sein, den ihr hinterlassen wollt? Deshalb auch die konformen Vorreden? Wird das zentral gesteuert? Oder ist das alles nur ein Versehen? Fragen über Fragen ... und je länger die Antworten auf sich warten lassen, umso mehr ist der Leser gezwungen, selbst zu denken.

    Also ... was genau soll das jetzt?

    Das Pamphlet von Hans lese ich nicht, dazu fehlt mir die Zeit.

    Aber er darf mir hier gerne die Fragen beantworten, die seine Äußerungen bei mir evoziert haben.

    Und von den anderen wünsche ich, das sie die Aussagen, ich hätte Hans oder das Netzwerk oder alle Mitglieder des Netzwerkes als "Nazis" bezeichnet, entfernen.

    Diese Aussage ist eine Lüge.

    Mein Artikel hatte mit dem Saarbreaker-Netzwerk überhaupt nichts zu tun, noch habe ich an das Netzwerk gedacht, als ich ihn schrieb. Und Julie hatte mir noch geantwortet, das sie sich mit der Volksgewerkschaft noch nie beschäftigt hat - hätte also auch nie daran gedacht, das das Netzwerk Saarbreaker konform geht mit den bei mir übel aufgestossenen Aussagen des Hans D. Ziran.

    Oder man zitiere bitte jene Stelle in meinem Text, die den Eindruck erwecken könnte, dies sei so beabsichtigt gewesen. Das aber Deutschlands besondere Rolle in der Welt, die Bremswirkung des
    Volksverhetzungsparagraphen und der Hinweis auf die jahrtausendealten angloamerikanisch-zionistischen Bestrebungen Alltagsgedankengut brauner Kreise sind ... kann ich sehr leicht nachweisen - nur für den Fall, das das neu für jemanden sein sollte. Schaut einfach mal ... präzise die Kapitalismuskritik der NSDAP in den frühen dreißiger Jahren an. Da findet man genug - ähnliches. Schon gewußt?

    So ... wo bleiben jetzt die Antworten?

    Für diese Antworten ... interessieren sich viele andere auch. Z.B. Menschen, die in die Volksgewerkschaft wollen.

    Immerhin ... will man ja keine Mogelpackung kaufen, oder?

    Ach ja, und die Drohungen mit Klagen uä. ... ich bin gerne bereit, die Fragen auch vor Gericht zu erläutern. Vielleicht bekomme ich da Antworten. Die Presse kommt ja vielleicht auch.

    Wir können aber auch gerne hier in Ruhe und Frieden und aller Öffentlichkeit die Worte, die ich anstössig fand, diskutieren. Dazu ist auch der Herr Moltaweto wieder herzlich eingeladen - wenn er sich zu benehmen weiß.

  • G 8 Gipfel, Analogkäse und Scheißfraß.

    Da fährt man mal ein bischen durch die Gegend ... und schon weht einem wieder harter Wind um die Ohren.
    Zum Beispiel der G-8 Gipfel, für den ich mich bislang nicht interessierten konnte. Jetzt hat man ja was getan gegen den Hunger in der Welt, man hat nämlich erkannt, das ... das Essen von Bauern kommt.

    Bislang dachte man, es kommt von Aldi oder McDonalds, auch die Dönerbude war im Verdacht, aber bei soviel geballter staatlicher Sachkompetenz konnte es nur ein paar Jahrzehnte dauern, bis man erkannte:
    Essen kommt vom Bauern.

    Gut, manches kommt auch von Fischern, da aber aus Fischern schnell Piraten werden, will man wohl angesichts der gerade laufenden heißten Fischfanggrundkriege lieber auf Fischerförderung verzichten.

    Jetzt werden die Bauern ... konsequenterweise ... auch gefördert. Die reichsten und mächtigsten Merkels dieser Welt haben unglaublich tief in die Tasche gegriffen und stellen 15 Milliarden Euro zur Förderung der Bauern in Entwicklungsländern zur Verfügung anstatt wie sonst damit die Essensreste zu finanzieren, die man ansonsten gerne zur Bewältigung von Hungersnöten hinunterschickt.

    15 Milliarden Euro ... eine absolute Riesensumme! Gut, damit hätte man allein in Deutschland keine Bank retten könnne, aber Geld ist uns ja schon lange wichtiger als Essen, denn mit Essen kann man ja nichts kaufen.

    Essen selbst ... kann man ja auch immer weniger kaufen. Während die Menschen in den Entwicklungsländern jetzt bald wieder richtig echtes Essen bekommen, verwandelt sich unser Essen ... obwohl es noch genauso aussieht wie früher ... immer mehr in Scheißfraß. Das jedenfalls behauptet die Verbraucherzentrale Hamburg. Falsche Garnelen ohne Garnelenfleisch, Bio-Öko-Supergesundbrötchen ohne Brot, Schokoladenkekse ohne Schokolade, saftiger Schinken ohne Fleisch, Vanilleeis aus Kokosfett und nicht zu vergessen: den guten Analogkäse, der so gut wie überhaupt nicht aus Käse besteht aber dafür super aussieht. Na, wir sind halt eine Mediengesellschaft, da sollte man das Aussehen nie vergessen. Das Auge ißt ja mit ... auch wenn´s einem danach den Magen umdreht - egal. Hauptsache sieht gut aus.

    Ob nach der Einführung des Analogkäses nun auch der Digitalkäse in Vorbereitung ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

    Allerdings waren alle der Meinung: der Trend hält an. Auch bei teuren Markenartikeln und Bioprodukten.
    Das beruhigt etwas ... ich erinnere nur an den Frostschutzmittelskandal bei Wein. Der Einsatz von Frostschutzmitteln zur Vermehrung der Weinmenge lohnte sich nur bei teuren Weinen.
    Seitdem trinke ich nur noch Wein, der billiger ist als Frostschutzmittel. Bekommt mir besser als das Frostschutzmittel...allerdings fühle ich mich seitdem bei Minusgraden etwas ungeschützt.

    Natürlich ... die Preise für den Scheißfraß werden nicht gesenkt, eher noch angehoben. Immerhin: Leistung soll sich wieder lohnen, und es ist schon eine gewagte Leistung, den Verbraucher so gezielt zu bescheißen.
    Das sollte einem schon ein paar Euro Wert sein, oder?

  • Eidbruch im Bundestag? Skandal oder Irrtum?

    Es gibt ja in Deutschland so etwas wie "Eide". Eine alte, auf germanische Riten zurückgehende Tradition, die man nicht gerade als christlich bezeichnen kann. Trotzdem kann man nicht davon lassen ... man will halt ganz sicher gehen.

    Die christliche Tradition ist ein wenig anders, hier gilt Jesu´Wort: Sage ja ja oder nein nein. Beschwörungen von Göttern jedwelcher Art zur Wahrheitsbekräftigung waren dort ... nicht vorgesehen.

    Aber man läßt ja nicht gerne von liebgewonnenen Eigenheiten, und so hat der Eid neben dem Tannenbaum und dem Osterei Einzug in das real-christliche Alltagsleben geführt.

    Auch die Kanzlerin hat einen Eid geschworen. Er ist nicht frei wählbar, sondern laut Gesetz sogar vorgeschrieben ... damit sich nachher keiner herausreden kann, er hätte nichts gewußt.

    Der Eid lautet wie folgt:

    Art 56
    "Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."
    Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.
    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_56.html

    Dieser Eid wird nach Artikel 64 von Bundeskanzler und Minister übernommen.

    http://bundesrecht.juris.de/gg/art_64.html

    Das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und sie verteidigen ... aha.

    Seit 1949 hat es umfangreiche Änderungen im Grundgesetz gegeben, wie diese Seite sie auflistet:

    http://grundgesetz.wordpress.com/2008/01/13/die-grundgesetzanderungen-seit-1949/

    52 mal geändert ... nahezu einmal im Jahr wird daran herumoperiert. Nun ... vielleicht war es im Entwurf nicht perfekt, aber es hat gut funktioniert, das Zusammenleben der Menschen geregelt, so das es sechzig Jahre Frieden gab.

    Nur in letzter Zeit gibt es mehr und mehr Stimmen, die es für jeden kleinen Mumpitz ändern wollen. Immer mehr Gesetze scheinen erstmal eine Anpassung des Grundgesetzes zu brauchen, damit sie in diesem Land überhaupt in Kraft treten ... dürfen.

    Gut, manchmal tritt auch ein Gesetz in Kraft, das von vornherein verfassungswidrig ist, aber: das kümmert unsere Minister ja schon lange nicht mehr, wie es den Anschein hat, denn schon seit vielen Jahren klagen Kommentatoren, das in Deutschland Politik nur noch vom Verfassungsgericht gemacht wird. Die Agenda 2010 und ihre Gesetzesänderungen zum Beispiel sind so ein Fall:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/hartz-iv-urteil_aid_230308.html

    Die Umsetzung der Hartz-IV-Reform muss komplett neu geregelt werden. Die doppelte Zuständigkeit von Bund und kommunalen Trägern für die Vergabe von Leistungen verstößt laut Bundesverfassungsgericht gegen das Grundgesetz.

    Gut ... und wo sind jetzt die Folgen für die Eidbrecher Schröder, Clement, Fischer?

    Überhaupt ... mußten sie nicht ... Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben? Also auch gegenüber ... Langszeitarbeitslosen oder chronisch Kranken, ... also all jenen, die jetzt bei den grundgesetzwidrigen ARGEn ihren persönlichen Offenbarungseid leisten müssen, mit ihrem Sparkapital für ihre eigene Versorgung einstehen müssen? Und ist es dann gerecht, das dies für Opel, Quelle, Hypo Real Estate und die ganzen anderen Geldsauger nicht gilt? Das sich deren "Leistungsträger" sogar am Volksvermögen ungeniert bereichern dürfen?

    Müssen sie nicht ... ihren Nutzen mehren und Schaden von ihnen abwenden? Oder ist unter "Nutzen" nur zu verstehen, welchen "Nutzen" sie für die Kapitalrendite haben? Und wird der Schaden nur noch von der Kapitalrendite abgewendet?

    Wie läßt sich das mit den 7200 deutschen Soldaten vereinbaren, die momentan im Ausland unterwegs sind und ihr Leben riskieren....zum Nutzen wofür? Welchen Nutzen hat das deutsche Volk von erschossenen Taliban?
    Den Schaden kann ich allein erkennen ... für die einst angesehenen Deutschen wird ein unbewaffneter Fußmarsch durch das Land gefährlicher denn je - und das gilt mehr und mehr für größere Gebiete des Globus, umsomehr deutsche Soldaten wieder ungefragt in fremden Ländern herummarschieren ... mögen die Begründungen dafür noch so edel, hilfreich und gerecht sein.

    Jeder Aggressor hat jeden seiner Kriege damit gerechtfertigt, das er selbst edel, hilfreich und gerecht ist und die anderen dem Reich des Bösen entstammen. Man will ja im Geschichtsbuch einen schönen Platz einnehmen.

    Welchen Nutzen hat das deutsche Volk von der Rettung von Pleitebanken und Pleitefirmen? Arbeitsplätze? Die bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit ins preisgünstige Ausland verlegt werden? Die Pläne liegen doch jetzt schon vor ... und es wird doch langsam Zeit, das wir den chronischen Export von Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland nicht auch noch mit Steuergeldern subventionieren.

    Welchen Nutzen hat das deutsche Volk von der EU? Außer das die Übertragung der Einsatzrechte der Bundeswehr an die EU am Parlament vorbei verfassungswidrig ist, womit schon wieder Kanzlerin und Minister ihren Eid ... ziemlich weit ausgelegt haben:

    http://www.dielinke-europa.eu/positionen_dokumente/presseerklaerungen/detail/zurueck/pressemeldungen/artikel/lissabon-vertrag-begleitgesetze-zu-militaereinsaetzen-sind-verfassungswidrig/

    Für Deutschland war die EU ziemlich teuer, da wird man doch mal nach dem Nutzen fragen dürfen.

    Deutschland ... ist mitlerweile Schlußlicht in der EU bezüglich der Lohnentwicklung:

    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitskosten100.html

    Nun, das merkt jeder im eigenen Geldbeutel. Mit Hartz IV sind wir Schlußlicht im Sozialstaatsbereich, denn kein anderes Land bürdet seinen Bürgern eine solch entwürdigende und ... verfassungsfeindliche ...
    Last auf.

    Aber um 20% des Eu-Haushaltes zu bezahlen: dafür ist Geld genug da.

    http://www.cep.eu/menu-right/deutschland-in-der-eu/d-und-eu-finanzen/d-als-beitragszahler/

    20% ... von einem einzigen Land!

    Also, Merkel und Minister ... wenn ihr eurem Eid treu bleiben wollt, stellt erstmal die EU-Zahlungen ein.
    Wenn meine Familie hungert, kann ich auch nicht weiter den Beitrag zum Kegelverein bezahlen.
    Raus aus allen Vereinen, die nur Geld kosten und dem Volk nichts bringen ... Nato zum Beispiel, das wäre so ein Schritt. Raus aus den fremden Ländern, runter von fremden Meeren. Wir brauchen auch keine neuen Panzer oder Flugzeuge und die Eigenkapitalrendite von 25 % nutzt dem deutschen Volk überhaupt nichts, im Gegenteil - sie verschlechtert zunehmend Arbeitsbedingungen, erhöht den Streß (kostet somit den Krankenkassen wieder Unsummen) und vernichtet letztlich den Lebensraum Deutschland ... was wir ja seit Jahren auch erleben. Preise ständig hoch, Löhne runter, Arbeitsplätze exportiert, Steuern bezahlt ... was meint ihr, wie lange ein Land solche Parasiten ernähren kann, ohne zugrunde zu gehen?

    Nun, Deutschland ... recht lange. Aber nicht ewig.

    Also, Frau Kanzlerin, liebe Minister ... erfüllen sie ihren Eid. Aber flott!

  • Volksgewerkschaft ... und angloamerikanisch-zionistischer Sondermüll

    Ein schöner Tag war heute. Einige neue Projekte im Sinn, endlich kommt etwas Zeit für Überflüssiges ins Leben ... und lang schon Aufgeschobenes. Ich also ... endlich mal zur Volksgewerkschaft. Hört sich gut an, entfaltet sich an allen Ecken und Enden, will keine Partei werden ... na ja, gleich mal Mitglied werden, dachte ich mir. Doch dann ... ein erstes Schaudern.

    Hans D. Ziran ... möglicherweise oder auch nicht irgendwie mit AmSelGedankePlus in Verbindung oder auch selbst der Verein, auch bei Saarbreaker schon mal aufgetaucht, irgendwie auch Moltaweto und Mitbegründer/Initiator der Volksgewerkschaft war erstmal das Erste, das ich angesteuert habe.

    Warum eigentlich ... findet man rechtsextremen Dunst in Kreisen, wo man ihn nicht vermuten würde?

    http://moltaweto.wordpress.com/2009/04/19/europa-der-vaterlander-%e2%80%a6-und-muttersprachen/

    Auch innerhalb Europas muss die Völkerverständigung und Völkerfreundschaft Vorrang vor der Interessenwahrung der transkontinentalen Privatgesellschaften haben, die alle ausnahmslos in den „bekannten Clans der Geldmacht der alten Welt“ verwurzelt sind. Ja, auch die amerikanische … oder genauer angloamerikanisch-zionistische Elite ist demselben, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurück reichenden Ursprung zuzuordnen, das sollten und dürfen wir niemals vergessen.

    "Anglo-amerikanisch-zionistische Elite"? Also ... früher nannte man das einfach das Weltjudentum.
    Was daraus geworden ist, weiß man.

    Zur Erläuterung, was man mit dem Kampfbegriff Zionismus (und dem unheimlichen, alles verschlingenden "Weltjudentums") alles so anfangen kann:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie#20._Jahrhundert:_Antisemitismus_und_die_Folgen

    Ihre ganze mörderische Potenz gewannen antisemitische Verschwörungstheorien Anfang des 20. Jahrhunderts, als der russische Geheimdienst unter Verwendung von Schauerliteratur und einer französischen liberalen Polemik gegen Napoléon III., die einfach umgedreht wurde, die Protokolle der Weisen von Zion fabrizierte. Diese Fälschung sollte einer der Schlüsseltexte des Antisemitismus werden. In diese antisemitische Verschwörungstheorie, die im Kern immer noch starke Ähnlichkeit mit ihrem antijesuitischen Urbild hat, wurden nach der Oktoberrevolution noch antibolschewistische Elemente eingefügt.

    Das so entstandene Gerücht eines Weltjudentums, das seine Feinde im „Zangenangriff“ durch amerikanischen Finanzkapitalismus einerseits, sowjetischen Kommunismus andererseits halte, bildete den Kern von Hitlers Weltanschauung, der sich in Mein Kampf explizit auf die Protokolle der Weisen von Zion berief. Daher wird der Nationalsozialismus von einigen Historikern als eine große Verschwörungstheorie betrachtet[19]. Diese war noch mörderischer als die anderen, weil sie davon ausging, dass die vermeintlichen Verschwörer nicht durch Absprache, sondern durch Abstammung Teil der Verschwörung geworden seien.

    Doch damit noch nicht genug. Ein Schauder jagt den Nächsten. In einer Antwort auf einen Kommentar folgt Folgendes:

    http://moltaweto.wordpress.com/2009/02/11/grosmacht-deutschland-%e2%80%a6-nur-imperialistischer-grosenwahn/

    Besonders treffend finde ich Deine Formulierung “§ 130 SpeedLimit”, weil sie einen Teil des zu konstatierenden Ist-Zustands hierzulande und in der “zivilisieren westlichen Land” perfekt beschreibt. – Diese “juristische und politische Kasteiung” des deutschen Volkswillens (dem der kritisch mit dem System umgehenden Teile der Bevölkerung) ist in der Tat ein zentraler Faktor, weil er der unabdingbaren Aufklärung und Korrektur aller historischen Zusammenhänge unüberwindlich entgegen steht … und ohne diese schonungslose Aufarbeitung DER Geschichte, die fast alle elitären und verbrecherischen Umtriebe auf der Welt nicht nur bedingt, sondern auch mit allen Mitteln am lebendigen Funktionieren hält, wird Deutschland DIE Rolle, die es in der Welt durchaus zum Vorteil von Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und “Rückkehr zum Einklang mit Natur und Kosmos” übernehmen könnte, leider nie ausfüllen – und damit geht die Sackgasse einher, in der sich das “kollektive Schicksal” unserer Nation, Kultur und “Volksseele” befindet

    Die "Rolle Deutschlands in der Welt" "im Einklang mit Natur und Kosmos" verhindert durch ... § 130? Der Volksverhetzung unter Strafe stellt? Wie soll ich das jetzt unter einen Hut kriegen? Denn andersherum würde das Bedeuten, das die Erlaubnis zur Volksverhetzung die tolle Rolle Deutschlands in der Welt im Einklang mit Natur und Kosmos (und der "Vorsehung" vielleicht auch noch? Nur so eine Frage...) so richtig zur Entfaltung bringen würde? Wen ... müsste man denn da verhetzen dürfen? Ach ja, wahrscheinlich das Weltjudentum ... oder? Das, was nur die "Eingeweihten" wissen (so der Initator der Volksgewerkschaft an anderer Stelle ... was jedoch die "Eingeweihten" wirklich wissen, weiß ich nicht.

    Verwirrend ist, das man den Moltaweto/Amsel-Plus/Volksgewerkschaftsmenschen Hans D. Ziran auch unter den Schreibern eines Briefes an die chinesische Regierung findet.

    http://www.antikriegsforum-heidelberg.de/glob_krieg/china/offener_brief_entschuldigung_china.html

    Wir äußern unser großes Bedauern, weil wir die düstere, von grausamer Unterdrückung des einfachen Volkes geprägte Geschichte der tibetischen Theokratie nicht ignorieren können und weil wir der Ansicht sind, dass der von der Volksrepublik China im zurückliegenden Vierteljahrhundert geleistete, notwendige soziale Aufbau im Gebiet der tibetischen Ethnien weit mehr zu würdigen wäre, als dies bisher bei uns in Deutschland geschieht.
    Wir übersehen dabei keineswegs Verstöße früherer Regierungen in Beijing gegen die in der International Bill of Human Rights verbrieften Rechte der Bevölkerung in der Provinz Tibet.

    Wir sind allerdings der Meinung, dass die jüngsten Gewaltausbrüche in Lhasa und anderen tibetischen Zentren von den USA und ihren Verbündeten initiiert, geschürt und ganz bewusst kurz vor den Olympischen Spielen in Beijing als aussichtsreicher politischer Pressionsversuch inszeniert worden sind.

    Aha. Na ja, in diesem Land herrscht ja Meinungsfreiheit und das ist gut so, sonst könnte man viel weniger lachen. Nun, Tibeter die ich während des Studiums kennenlernen durfte waren von der Befreiung ihres Landes durch die Volksbefreiungsarmee sowie die zunehmende "Überfremdung" durch zwangsumgesiedelte Chinesen nicht so begeistert wie sie die Schreiber dieses Briefes sind. Aber wahrscheinlich waren sie ja auch nur Agenten des jahrtausendealten anglo-amerikanisch-zionistischen Verschwörungsapparates. Oder Tibet hat eben keine sonderlich wichtige Rolle im Einklang mit Natur und Kosmos und kann deshalb weg.
    Wer genau sucht hier eigentlich die Verbrüderung mit dem brutalen kommunistischen Terrorregime in Peking ... und warum? Todesbusse in Tibet sind Ok oder was?

    Und als wenn das nicht reichen würde ... findet man noch mehr. Dabei hätte mir das eigentlich schon gereicht, aber ... man gönnt sich ja sonst nichts.

    http://moltaweto.wordpress.com/2009/04/19/europa-der-vaterlander-%e2%80%a6-und-muttersprachen/

    Dieser tiefer liegenden Ursache entspringt auch das altbekannte Problem mit „rechtsradikalen Publikationen, Verlagen oder Redewendungen“, die immer wieder gerne herausgepickt werden, um die Argumentationen freiheitsliebender Demokrat/innen zu diskreditieren, die sich von den Machenschaften der hohen Vasallen des globalen Großkapitals nicht länger veralbern und zusammen mit der großen Herde der ruhig gestellten oder bis zur Selbstaufgabe manipulierten Völker in den vorprogrammierten Untergang treiben lassen wollen. – Sicher, es mag tatsächlich all diese Dinge geben, denen man mit Fug und Recht mit Misstrauen und Skepsis begegnen sollte … doch selbst in diesen „echten rechten Schriften“ finden sich mitunter Mosaiksteine der Wahrheit, die von unseren Regierenden und deren europäischen und internationalen „Kolleg/innen“ wohlweislich verschwiegen wird. Und zwar aus dem ebenso simplen, wie einleuchtenden Grund, dass an der „Schlechtigkeit und Kollektivschuld des deutschen Volkes“ ein Großteil der verlogenen Propaganda festgemacht ist, mit der die Menschen weltweit kontrolliert, manipuliert und sukzessive mehr in reine Sklaven des Systems verwandelt werden!

    Tja, die Mosaiksteine der Wahrheit aus der rechtsradikalen Kultur ... bleiben im Detail leider verborgen.
    Ist vielleicht auch gut so, denn mir ist jetzt schon ganz schlecht.

    Mit "Fug und Recht" möchte auch ich "Mißtrauen und Skepsis" wallten lassen ... und zwar im Umgang mit der Volksgewerkschaft.

    Nach wie vor bestätigt sich (leider) ein ungutes Vorurteil, das hinter den Bestrebungen nach einer neuen
    deutschen Verfassung (entgegen jenem scheußlichen, von den Besatzungsmächten aufgezwungenen Grundgesetz)
    allzuoft der alte deutsche antisemitische Nationalstaat wieder sein Haupt erhebt.

    Und wenn er dann wieder da ist, souverän und stark, der deutschnationale Staat ... möchte er denn dann auch wieder die alten deutschen Reichsgebiete wiederhaben? Möglicherweise in den Grenzen von 1939 ... oder gleich 1914? Ich kenne da einige pommersche Landsmannschaften, die könnten sich gar nicht bremsen bei den Aussichten, die sich da auf einmal bieten. Für mich persönlich würden sich da ungeahnte Möglichkeiten ergeben ... wir haben da noch so ein kleines Landgut im heutigen Polen. Auf einmal könnte ich ja ... Leistungsträger sein! Und welche Mittel wären dann genehm, um Deutschland wieder die Form zu geben, die es für seine von Natur und Kosmos bestimmte Rolle braucht? Die, die China bei der "Befreiung" Tibets angewendet hat?

    Ja, ich weiß, man hält mich für kurz, knackig und böse.

    Kurz ... war das jetzt nicht gerade. Knackig ... keine Ahnung. Böse werden das sicherlich manche finden, aber ... mir ist das ganze Zeug zu braun. Das Deutschland eine Verfassung von Besatzungsmächten aufgezwungen bekommen hat, hat einen Grund ... da gab es Annektionen und Angriffskriege vom Deutschen Boden aus ... und leider sind die Dinger verlorengegangen ... und so kam es zu Besatzungsmächten. Die kamen nicht vom Himmel gefallen (ihre Bomben schon) und es gab schon Geschichte vor 1949. Alles eine eigentlich logische, folgerichtige Geschichte, die keine Fragen offen läßt ...

    ...es sei denn.... man wittert hinter allem das Weltjudentum (oder wie man das jetzt heute neudeutsch nennt) und instrumentalisiert Kapitalismuskritik zum Aufbau des Vierten Reiches, das dann endlich seine Rolle in Natur und Kosmos erfüllen kann.

    Die Väter des Grundgesetzes werden wohl eher der Meinung gewesen sein, sie hätten autark gehandelt ... und die Besatzungsmächte waren dringend notwendig, um sich gegen "Werwolf"-Attacken zur Wehr zu setzen, sonst würde man heute wohl noch kein Grundgesetz ... aber mehr Leichen haben.
    Noch der Bürgermeister von Aachen ist nach dem Kriegsende den "Werwölfen" zum Opfer gefallen. Vergißt man nur leider allzuschnell, das vor der Besatzung auch Geschichte war. Die Unfähigkeit der Deutschen, eine Demokratie stabil zu halten (von der ich hörte, sie sei die Demokratischste der Welt gewesen), ihren Hang zum Militarismus ... dem allen hat man ziemlich mißtraut. Auch übrigens eine Form von Rassismus, nebenbei bemerkt. Aber damit wird man bei DER Geschichte wohl leben müssen.

    Und ich bekomme langsam den Eindruck, die Werwölfe von damals haben Junge bekommen.

    Vielleicht möchte ich deshalb lieber amerikanische Soldaten in Deutschland behalten? Mal überlegen ...
    ...also gegen Nazis waren die doch ganz effektiv und ok, oder?

    Mein Resümee meines Ausfluges in die Welt der Volksgewerkschaft ... Finger Weg. Man landet schneller im Dunstkreis der Braun- und Schwarzhemden als man möchte. Ist jedenfalls meine vorschnelle Meinung.
    Und eine Doktorarbeit wollte ich jetzt nicht darüber schreiben. Mitglied werden ... möchte ich aber auch nicht mehr.

    Ob und wie jeder Einzelne der Aktiven jetzt bewußt rechtsradikale Absichten verfolgt, kann ich nicht sagen noch möchte ich es unterstellen. Die argumentativen Verflechtungen der ewig Gestrigen, die immer noch versuchen, ein Großdeutschland zu bauen mit dem sich sich endlich an der bösen Welt rächen können (und mit Sicherheit wegen ihrer maßlosen Selbstüberschätzung wieder verlieren), sind sehr verschachtelt und komplex ... und hochintelligent. Der "Spiegel" warnte dereinst vor dieser Offensive.

    Viele verfangen sich in ultrarechten Maschen, ohne es zu merken, denn die Maschen sind intelligent und hinterhältig gewoben. Viele sind überrascht, wenn man ihnen ins Gesicht sagt: "Ey, du Nazi" ... weil sie sich selbst nie für einen gehalten hätten, im Gegenteil, manche halten sich für sehr kritisch und
    demokratisch aufklärerisch tätig. Nur mangelt es an historischer und methodischer Bildung, es fehlt die Übung im vernetzten Denken, um zu sehen, wie braun es langsam wird.

    Und hier wird viel Potential verbrannt, das im Widerstand gegen den real aufkommenden Sozialfaschismus dringend gebraucht würde ... und nicht für eine Verfassung, damit die Ewig-Gestrigen wieder einen neuen Staat für einen neuen Weltkrieg bekommen...den ihr Gerede von Frieden und Gerechtigkeit ist eine Form von Frieden und Gerechtigkeit ... die nur durch das Verbot von Volksverhetzung aufgehalten wird. Auf jene Form von Frieden kann jeder normale Mensch verzichten.

    Das Europa der Nationalstaaten ... braucht niemand mehr. Weder die Konzerne ... noch die Bürger. Das war historischer Sondermüll, hüben wie drüben. Und wir Eifeler haben mit den belgischen und französischen Ardennern mehr gemein als mit Sachsen oder Bayern. Darum haben sich die Deutsch-Ostbelgier ... als sie es durften ... in freier und geheimer Wahl für Belgien entschieden. Und so bekam Belgien seine kleine deutsche Gemeinschaft von Eifelern. Wir anderen ... durften leider nicht wählen.

    Und wenn Hamburg und Bremen nach dem Krieg hätten wählen dürfen ... dann wären sie heute britisches Staatsgebiet. Wär´ auch lustig.

  • Jörg Tauss, die Piratenpartei im Bundestag

    Also, wenn man mal an was dran ist, dann kann ich es auch nicht lassen, dann kommt mir mehr und mehr in den Sinn. Man fragt sich ja manchmal: was würde denn die Piratenpartei, die angeblich sogar Regierungsbeteiligung anstrebt, tun, wenn sie im Bundestag wäre? Wie würde sie denn wirklich abstimmen, wenn es an der Zeit ist, Entscheidungen zu treffen und man sich nicht bequem heraushalten kann mit dem Statement: "Oh, das ist jetzt gerade aber mal nicht unser Kernthema".

    Na, wie berichtet, haben sie ja diesen Herrn Tauss begeistert in ihren Reihen aufgenommen. Ich nehme an, das ist nach gründlicher Überlegung geschehen, war weise durchdacht und von vorn bis hinten souverän überlegt.

    Und da ist es doch sicher legitim, wenn man mal schaut, wie der Herr Tauss in letzter Zeit so abgestimmt hat, als er noch kein Pirat war....denn mit seinen Entscheidungen scheint die Piratenpartei ja kein Problem zu haben.

    Und, dankenswerterweise gibt es ja Abgeordnetenwatch. Da kann man schauen, was denn so getan wird im Bundestag - wenn sonst keiner zuschaut. Hier das Abstimmungsverhalten von Jörg Tauss, SPD.

    http://www.abgeordnetenwatch.de/joerg_tauss-650-5656---abstimmungsverhalten.html#abstimmungsverhalten

    An der Abstimmung zur Enteignung der Banken hat er sich nicht beteiligt. Schade eigentlich. War wahrscheinlich in Gedanken schon auf hoher See.

    Aber als es um das Verbot von Genmais ging, da war er dagegen ... und für die Gen-Suppe.

    Kampf gegen Piraten, Kosovo-Einsatz, Verlängerung des Anti-Terroreinsatzes, Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes, Tornadoeinsatz, Dafur-Einsatz ... wo immer geschossen wird, ist Tauss dafür.

    Am 1.6.2006 stimmt Tauss für dieses Gesetz:

    Nach dem verabschiedeten Gesetz können Zahlungen komplett gestrichen werden, wenn Bezieher von Arbeitslosengeld II dreimal einen angebotenen Job ablehnen. Ferner sollen Außendienste eingeführt werden, die möglichen Leistungsmissbrauch aufdecken. Außerdem sollen Personen, die länger als ein Jahr zusammenwohnen, künftig als Bedarfsgemeinschaft eingestuft werden. Um ohne Abstriche Leistungen zu bekommen, müsste ein Langzeitarbeitsloser dann nachweisen, dass er mit seinen Mitbewohnern keine auf Dauer angelegte Gemeinschaft bildet (Beweislastumkehr).

    Im Vorfeld der Schlussabstimmung im Bundestag hatte die Koalitionsmehrheit im Ausschuss für Arbeit und Soziales Verschärfungen des Hartz IV-Gesetzes beschlossen, die über die ursprünglichen Pläne hinausgingen. Die im Gesetzentwurf unter anderem vorgesehenen Streichungen beziehen sich nicht nur auf die Regelleistung, sondern auch auf die Zahlungen für Unterkunft und Heizung.

    Der erste Schritt zur flächendeckenden Einführung von Zwangsarbeit in Deutschland, ganz nach dem Motto:
    Arbeit macht frei. Heizung, Essen, Unterkunft ... kann alles genommen werden - und der Außendienst schaut dabei durchs Fenster. Was hat das noch mit Datenschutz zu tun? Na ja, Datenschutz nur für den, der es sich finanziell leisten kann.

    Konsequenterweise ist Tauss auch gegen Mindestlöhne (außer bei der Post ... na ja. Muss auch mal erwähnt werden). Klar, denn sonst würde ja das Argument fehlen, mit denen man die Arbeitslosen noch weiter schikanieren kann ... da verdient dann der Busfahrer soviel wie ein Hartz-IV-Empfänger, das geht ja nicht. Und anstatt das man den Busfahrer endlich mal für seine Arbeit bezahlt, fordert man lieber Streichungen bei denen, die sowieso schon nichts mehr haben.

    An der Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung hat sich Tauss nicht beteiligt, war ihm wohl zu unwichtig oder er recherchierte gerade mal wieder in der "Szene", die ihm so am Herzen liegt (aus welchen Gründen auch immer). Aber ein zentrales Element der Piratenpartei war ihm wohl nicht so wichtig.

    Genauso unwichtig waren ihm Mindesarbeitsbedingungen, Mindestlöhne für sechs weitere Branchen, Erbschaftssteuerreform - aber vielleicht war er ja auch in Urlaub, auf dem Klo oder gerade am Essen.

    Als es um die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale ging, war er auf jeden Fall wieder da - und dagegen.
    Geht ja nicht, das der kleine Mann entlastet wird. Aber Rente mit 67 und Erhöhung der Mehrwertsteuer, das war sein Ding, da war er konsequent dafür.

    Warum wechselt denn der gute Mann nicht einfach in die FDP? Na, vielleicht versteht er keinen Spaß. Unternehmenssteuerreform (Entlastung der Unternehmen), Gesundheitsreform (Kritikpunkte von anderen Abgeordneten: unnötige Bürokratie, verfassungsrechtliche Bedenken, überproportionale Belastung von Kleinverdienern, Steigerung der Lohnnebenkosten, Frontalangriff auf das Solidarsystem - für Tauss kein Problem), Verschärfung des Abtreibungsrechts ... alles findet die Zustimmung des Abgeordneten Tauss.

    Und natürlich die Diätenerhöhung für Abgeordnete (immerhin: 166 Abgeordnete waren dagegen ... die sollten mal ein Bundesverdientskreuz erhalten, wäre meine Meinung). Natürlich ist er auch für die Schuldenbremse gewesen, die uns in Zukunft ... massive Probleme in sozialen Bereichen beschehren wird, weshalb viele Linke und Grüne dagegen waren.

    EU-Vertrag von Lissabon und Bahnprivatisierung - für Tauss kein Problem.

    Aber er war einer von 128 Abgeordneten, die gegen das Internetsperrgesetz gestimmt haben, genau wie
    88% der FDP (da scheinen die keinen Spaß zu verstehen), 67 % der Linken, 64 % der Grünen. O,5 % der CDU (eine Stimme) und 0,9 % der SPD (Tauss und noch einer) waren auch dagegen. Die Stellen hinterm Komma habe ich mal weggelassen.

    Und so ein Herr Tauss fühlt sich also gerade bei der Piratenpartei zuhause. Und gerade die Piraten nehmen einen Herrn Tauss gerne auf.

    Den stärksten Widerstand gegen das Gesetz gab es aus den Reihen der FDP. Wäre also für den Herrn Tauss auch ein idealer Partner gewesen, gerade angesichts seines Abstimmungsverhaltens.

    Wer noch mehr Tauss-Live möchte, das gibt es hier (ist aber wirklich oft unerträgliches Phrasendreschen ... na ja, gelernt ist gelernt):

    http://www.kandidatenwatch.de/joerg_tauss-958-559-2.html#q

    Sonderlich sozial stimmt der Herr Tauss nicht gerade ab. Sonderlich friedlich auch nicht. Sonderlich arbeitnehmerfreundlich ebenfalls nicht. Eigentlich zeichnet ihn nur aus, das er als einer von drei Abgeordneten der Regierungskoalition gegen das Gesetz der heiligen Ursula von den Laien war.

    Und so etwas bejubeln Piraten? Na ja, ist nicht mein Problem.

    Aber ich möchte an dieser Stelle "Abgeordnetenwatch" und "Kanditatenwatch" für des Bundestverdienstkreuz vorschlagen ... mit allem drum und dran.

  • FDP putscht in Honduras? Volksabstimmung in Deutschland?

    Also, manchmal gibt es Nachrichten, die will man gar nicht glauben. Vor einigen Tagen stieß ich auf eine solche ... und wollte sofort einen Artikel darüber schreiben. Grundlage waren Berichte in dem Online-Magazin Hintergrund, dessen Seite ich heute schon zum wiederholten Male nicht öffnen kann. Na ja, Hintergründe sind halt nicht immer leicht zu erreichen noch leicht zu verstehen.

    Interessante Dinge waren dort zu lesen über die Verwicklungen der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung
    in den Militärputsch in Honduras ... und ich vermochte das alles natürlich nicht zu glauben.

    Die F.D.P., jahrelang synonym für Fast Drei Prozent, unter der Führung des schwulen Spaßkaspers Guido (dessen Auftritt bei Big Brother ich heute noch peinlichst in Erinnerung habe als deutlichstes Zeichen für den Niedergang der politischen Kultur in Deutschland) wäre wirklich die letzte Partei, der ich so etwas zutrauen würde. Steuerhinterziehung, das würde ich eher bei denen vermuten, Abrechnungsbetrug, Wirtschaftskriminalität im kleinen Stil - aber Militärputsch - nein, das kann nicht sein.

    Und doch ... ist es so. Denn während ich privat beschäftigt war, haben sich andere mit dem Thema auseinandergesetzt, z.B. meine Bloggerkollegen von Saarbreaker (mit denen ich jetzt - nach Beilegung des Dramas - locker assoziiert bin):

    Duckhome beschäftigt sich mal mit den Wurzeln der FDP als ursprünglich monarchistische Volkspartei:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/6822-Honduras-Die-FDP-zeigt-ihr-wahres-Gesicht.html

    - eine Partei, die als Anti-Robin-Hood schon immer alles aus den Armen pressen wollte, um es den Reichen zu geben. Und wer dabei in der Regierung sitzt, ist ihnen völlig egal, Kaiser, Demokrat, Hitler ... alles einerlei, Hauptsache, der Rubel rollt.

    Womblog schaut etwas tiefer nach Honduras hinein und entdeckt eine selbstgezüchtete Elite, die durch den neuen Kurs des eigentlich liberalen Präsidenten in Gefahr zu sein schien:

    http://womblog.de/2009/07/01/fdp-findet-militaerdiktatur-prima/

    Mehr Hintergründe gibt es jedoch hier:

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57565

    TEGUCIGALPA/BERLIN(Eigener Bericht) - FDP-nahe Kreise haben bis unmittelbar vor dem Staatsstreich gegen den honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya dessen liberale Gegner unterstützt. Zu diesen gehört der Zelaya-Rivale und aktuelle Präsidentschaftskandidat Elvin Santos; Kontakte gab es außerdem zu Roberto Micheletti, der nach Zelayas gewaltsamer Entführung am Wochenende das Präsidentenamt an sich gezogen hat. Zelaya, der noch vor wenigen Jahren selbst von der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung unterstützt worden war, hatte sich im Laufe seiner Präsidentschaft von der neoliberalen Politik der deutschen Organisation abgesetzt und sich stattdessen dem Staatenbund ALBA (Alternativa Bolivariana para las Américas) um Venezuela, Bolivien und Kuba angenähert. Heftige Machtkämpfe mit innerparteilichen Gegnern, die der Naumann-Stiftung eng verbunden sind und zuletzt vor zwei Wochen von einem FDP-nahen Strategen beraten wurden, waren die Folge. Mit dem Staatsstreich wurde der Konflikt zugunsten der Naumann-Partner gelöst. Wie der Repräsentant der Stiftung in Tegucigalpa schreibt, trage Zelaya eine Mitschuld an dem Militärputsch und sei "mehr Täter als Opfer".

    Solche Nachrichten gehören in Deutschland eigentlich an jeden Baum genagelt, auf jeden Bildschirm geklebt und an jede Windschutzscheibe geklemmt, damit der deutsche Michel endlich mal begreift, was im politischen Hintergrund jenseits von Tagesschau und Heute-Journal alles so abläuft. Nun, die ganze Welt hat ja gegen den Putsch protestiert, außer so ein paar von der Drogenmafia gekaufte Bohnenregime ... und die FDP in Deutschland, denn die - ganz Guidos Spaßpartei - freut sich. Das ... darf man aber nicht so ernst nehmen. Sie haben sich gefreut, als der Präsident gewählt wurde, sie freuen sich über den Militärputsch ... na, es ist halt eine SPASSPARTEI - die freuen sich wie Bolle, wenn es ihnen schon allein morgens gelingt, erfolgreich aus dem Bett aufzustehen.

    Und außerdem darf man nicht übersehen, das dieser Präsident ja auch was ganz schlimmes vor hatte.
    Er wollte das Volk befragen, ob es weiter arm bleiben wolle oder lieber was zu essen möchte.
    Na, so geht das ja nicht mit der FDP.

    Hier in Deutschland, wo das Volk in breiter Front dank dauerhaftem Pornokonsum inzwischen auf breiter Front in die Sado-Maso-Szene abgerutscht ist um überhaupt noch in irgendeiner Form Gefühle entwickeln zu können, da kann man Volksbefragungen machen, aber im Ausland? Die haben einfach noch nicht genug Privatfernsehen - die haben wahrscheinlich noch nicht mal ein Gerät dafür im Haushalt, so arm sind die.

    Glaubt ihr nicht, das mit der Volksbefragung in Deutschland. Na, dann stellen wir uns das Szenario doch einfach mal vor:

    Spaßdiktator: Deutsche, wollte ihr Lohnverzicht?

    Deutsche: Jaaaa!

    Spaßdiktator: Deutsche, wollt ihr unbezahlte Überstunden?

    Deutsche: Jaaaa!

    Spaßdiktator: Deutsche, wollt ihr soziale Unterstützung von kerngesunden Großkonzernen in Milliardenhöhe während eure Kinder hungern?

    Deutsche: Jaaaa!

    Spaßdiktator: Deutsche, wollt ihr auch im Schlafzimmer gefilmt und abhört werden?

    Deutsche: Jaaaa!

    Spaßdiktator: Deutsche, wollt ihr unbezahlte Zwangsarbeit?

    Deutsche: Jaaaa!

    Spaßdiktator: Deutsche, wollt ihr ausgeplündert werden zugunsten einer kleinen Minderheit?

    Deutsche: Jaaaa!

    Spaßdiktator: Deutsche, wollt ihr das Ende des freien Internets zugunsten der Konzernmedien?

    Deutsche: Jaaaa! (Vereinzelte Zwischenrufe: was ist denn das, Internet?)

    Spaßdiktator: Deutsche, wollt ihr den totalen Wirtschaftskrieg gegen euch in eurem eigenen Land!!!!

    Deutsche: JAAAAAA! (Viele Zwischenrufe: schlag mich, beiß mich, tritt mich, zwick mich in den Schniedel, küss mich, Gebieter und ähnliche ... aber leider nicht jugendfreie Dinge).

    So geht Volksbefragung in Deutschland nach dreißig Jahren Privatfernsehen. Hat sich gelohnt, die Investition. Wie Helmut Schmidt schon mal sagte: Privatfernsehen wird mehr Schaden anrichten als die Atombombe. Hatt´er Recht gehabt, der Herr Leutnant.

    Zu Realitätsfern?

    Eins meiner Kinder geht jetzt in die Realschule. Keine Arbeitslosen unter den Eltern. Der Rektor hat eine Rede gehalten. Sein dringlichstes Anliegen an die Eltern:

    Sorgen sie dafür, das ihre Kinder was zu essen bekommen.

    Frühstück ist für viele Kinder schon keine Selbstverständlichkeit mehr. Und als Schulbrot Geld für Süssigkeiten am Kiosk ist auch keine Lösung. Viele Eltern schauten betroffen drein. Doppelverdiener. Da bleibt keine Zeit für die umfangreiche Versorgung der Kinder mit Nahrung.

    Aber Hauptsache Arbeit.

    Denn Arbeit macht frei, das weiß man in diesem Land.

  • Tauss und die Piratenpartei

    Das ist ja eigentlich ein Thema, das ich für so belanglos halte, das ich mich nicht drum kümmern wollte.
    Aber während ich die Antworten von Piraten las und selber eine Meinung dazu formulierte, dachte ich mir: das muß eigentlich ein Artikel werden, weil ... die Perspektiven sehr weitreichend sind. Wärmen wir erstmal ... die Barschel-Affäre wieder auf, den größten politischen Skandal in der Nachkriegsgeschichte ... jedenfalls der größte, der bekannt geworden ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Barschel-Aff%C3%A4re

    Der von Barschel angeheuerte Journalist hat folgende Aktionen gestartet, um die Konkurrenz (Björn Engholm)
    auszuschalten:


    Er erstattete gegen Engholm eine anonyme Anzeige wegen Steuerhinterziehung, in welcher er unter Verwendung detaillierter Daten behauptete, Engholm habe Einkünfte nicht ordnungsgemäß versteuert. Die Anzeige führte allerdings nicht zu einem Strafverfahren gegen Engholm.

    Er ließ Björn Engholm durch Detektive überwachen in der Hoffnung, Details aus dem Privatleben Engholms in Erfahrung zu bringen, die sich im Wahlkampf verwenden ließen.

    Zudem rief Pfeiffer bei Engholm zu Hause an, gab sich als Arzt Dr. Wagner aus und behauptete, er habe vertrauliche Hinweise darauf erlangt, dass Engholm an AIDS erkrankt sein könne.

    Er fälschte eine Pressemitteilung der schleswig-holsteinischen Grünen, in der diese scheinbar unter der Überschrift „Grüne: Engholms Taufe eine peinliche Wahlkampfmasche“ Engholms Wiedereintritt in die Kirche als „Gipfel der Taktlosigkeit“ bezeichneten.

    Er säte gezielt mit falschen Behauptungen Unfrieden unter den führenden Repräsentanten der Unabhängigen Wählergemeinschaft Schleswig-Holstein (UWSH), eine bürgerlich-konservative Gruppierung, durch die die CDU ihre absolute Mehrheit besonders gefährdet sah. Diese Aktion hatte als einzige von Pfeiffers Tätigkeiten Erfolg: Die UWSH spaltete sich.

    Lügen und Intrigen in ungeahntem Ausmaß? Politischer Alltag in der BRD 1987, das es seitdem eine ethisch-moralische Wenge gegeben hat, ist nicht anzunehmen, ich verweise hier auf die Agenda 2010, Internetzensur
    und zunehmen direkte Einflußnahme auf Journalisten (der Stern hat mal was dazu veröffentlicht, wie Kanzler Schröder versuchte, die Zeitung auf Kurs zu bringen. Interessant, welche Dimensionen das schmutzige Geschäft mitlerweile schon hat).

    Nebenei hat Pfeiffer eine kleine, aber bedeutsame Partei gespalten, die der CDU hätte gefährlich werden können.

    Jetzt schreiben wir das Jahr 2009. Eine kleine Partei macht sich auf, sich einen Platz in der politischen Landschaft der BRD zu erobern. Eine Partei mit sehr viel Potential, denn es herrscht gerade großer Parteienfrust in diesem Land. Die Partei hat eine Souveränität über das Internet, um die andere Parteien sie beneiden, sie hätte das Potential, nicht nur Partei sondern Ankerpunkt einer neuen Kultur zu werden ... der Net Natives. Und wie wichtig das Internet inzwischen geworden ist, konnte man in den USA sehen.

    Jetzt versetzen wir uns mal in einen SPD-Parteistrategen (der in etwa genauso pragmatisch denkt wie der Herr Pfeiffer), der noch das Echo der Agenda 2010 zu verarbeiten hat. Grüne und Linke zehren vom SPD-Wählerstamm, die alten Bürgerrechtler der SPD-FDP-Koalition haben keine Heimat mehr (wählen also gar nicht oder irgendetwas, wahrscheinlich SPD, Grüne oder Linke), viele gehen gar nicht mehr wählen, weil sie den Ganoven da oben sowieso nicht mehr trauen. In unserem Wahlsystem sind die Nichtwähler für Parteistrategen aber vollkommen bedeutungslos, sie brauchen nur möglichst viele der Wähler. Gehen nur drei Bürger wählen, hätte die SPD 100% der Stimmen ... und damit wären die glücklich. Die Demokratie wäre dann zwar flöten, aber das interessiert ja keine Parteistrategen. Sie tun nur ihren Job ... die Partei stark machen.

    Aus dem Blickwinkel eines Parteistrategen ... ist die Piratenpartei gefährlich. Dankenswerterweise haben sie selbst ihr Potential noch nicht erkannt (oder breiten es nicht aus, weil sie andere, verdeckte Ziele haben und genauso link sind wie Parteien es heutzutage nun mal sind), aber sie könnten sich schnell eine Basis bauen, von der aus sie 2013 erfolgreich sein könnten.

    Was ist zu tun?

    Man schickt den jungen, politunerfahrenen Piraten ein U-Boot.....das als Fracht zufälligerweise genau das an Bord hat, mit denen die sich sowieso schon herumschlagen müssen: Kinderpornographie. Und ... wenn ich mir einige Kommentare anschaue, dann war die Aktion erfolgreich. Tauss=Kinderpornographie=Piratenpartei.

    Tauss selbst? Könnte nach 12 Monaten rehabilitiert werden. Sitzt wieder in Ämtern und Würden im Bundestag:
    war doch nur ein Ermittler, kein Täter.

    Undenkbar? 22 Jahre nach der Barschel-Affäre ... die mit einem sehr ominösen Tod des Herrn Barschel endete?

    Paßt es zeitlich? Bei der Europawahl erreichen die deutschen Piraten 0,9 %. Die Alarmglocken klingeln.
    Action-man Tauss tritt in Aktion (oder wird getreten: "mach´ den Job oder die Pornosache geht für Dich nach hinten los!") Zwei Wochen nach der Wahl hat die Piratenpartei einen Kinderpornographieverdächtigen im Bundestag. Ein Politprofi ersten Ranges ... in den Reihen einer jungen, größtenteils politikunferfahrenen Partei, die verdächtigt wird, Kinderpornographie unterstützen zu wollen.

    Hahnebüchener Unsinn zwar, aber das Volk glaubt es. Es glaubt auch, das Tauss schuldig ist. Erstmal, denn immerhin ... hat es ja häßliche Konsequenzen für ihn gegeben. Frau weg, Ämter weg, Partei weg ... der kann doch nur schuldig sein. Das Volk ... denkt wie BILD. Doch zitieren wir nicht BILD, zitieren wir die TAZ.

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/pirat-nummer-2397/

    Doch als Jörg Tauss an das Pult mit dem schwarz-orangen Banner tritt und erzählt, dass er wegen der Internetsperren nun vor das Verfassungsgericht ziehen will, da fangen sie an zu klatschen, zu jubeln, stehen auf.
    Hier auf dem Parteitag der Piratenpartei in Hamburg ist Jörg Tauss noch eine große Nummer. Er ist ihr Mann im Bundestag. Der erste Pirat im Parlament. Er ist ihr Held.

    Pappa Tauss und die kleinen Piratenschlümpfe. So was ... bleibt hängen. Er selbst - hat keine großen Pläne für bzw. mit der Piratenpartei. Warum auch? Stimmt die U-Boot-Theorie ... hat er doch nichts zu befürchten. Und auf einmal wird plausibel, warum ein erwachsener, erfahrener Politprofi sein ganzes Leben ruiniert:

    Er wird noch mal von vorne anfangen müssen. Nach 15 Jahren Bundestag. 38 Jahren Sozialdemokratie. Und 33 Jahren Ehe.

    Er wird noch mal von vorne anfangen müssen, weil die Aktion alles zerschlagen hat ... aber für die Piraten will er nicht kandidieren. Wovon möchte Herr Tauss, der selbst (siehe TAZ) finanzielle Probleme hat, denn in Zukunft überleben? Hartz IV? Wäre schön, wenn ein Sozialdemokrat hier mal Erfahrungen aus erster Hand sammeln könnte...

    Doch beenden wir das Gedankenspiel. Zwei Möglichkeiten:

    Tauss ist schuldig. War Konsument, nicht nur Ermittler. Schlimm für Tauss, schlimm für die Piraten, gut für die SPD.

    Tauss ist unschuldig. War Ermittler (jeder Ermittler müsste auch vorgehen wie Tauss, wie denn sonst? Und wenn er verurteilt wird ... wer traut sich dann noch, dort zu ermitteln?), nicht Konsument. Gut für Tauss, schlimm für die Piraten (die ihn als "Verdächtigen" bejubelt haben ... siehe TAZ ... denen er aber schon jetzt nicht auf Dauer zur Verfügung steht), gut für die SPD (die Konsequenz und Geradlinigkeit gezeigt hat).

    Der Gewinner? Die SPD. Die Verlierer? Die Piratenpartei, auch wenn sie kurzfristig jubeln.

    Und im Anschluß wird der verdiente Kollege Tauss wieder aufgenommen.

    Nun, wollen wir hoffen, das die Piraten in ihren NLP-Seminaren genug Kenntnisse erworben haben, um mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Lügen in den Gesichtern von Menschen identifizieren zu können. Dafür eignet sich die Technik ganz gut.

    Wollen wir für die Piraten hoffen, das sie nicht einer neuen "Pfeiffer-Aktion" zum Opfer fallen.

    Andererseits sind sie mit dem Schmalspurprogramm sowieso nicht wählbar....ganz abgesehen von den diffusen rechten Flecken und ihrem (vielleicht sogar recht ehrenwerten aber naiven) Umgang damit.

    Und sehr hoffe ich ... auf eine vollständige Rehabilitierung des Abgeordneten Jörg Tauss, sofern seine Unschuld bewiesen wird. Denn denkbar ist auch, das er im Rahmen des von Arno Luik zitierten Putsches den
    "interessierten Kreisen" zu sehr im Wege war und Opfer eine ziemlich fiesen Kampagne ist, die sein Leben völlig zerstörte. In einigen Jahren ... werden wir mehr wissen. Aber dann ... würde es zu spät sein, dieses Wissen noch anzuwenden.

  • Leistungsträger und ihr Weg zum Erfolg

    Manchmal ist es doch schön, einen Blick auf die Methoden der modernen Raubritter zu werfen. Leistungsträger werden sie genannt, doch ihre Methoden sind seit Jahrtausenden die gleichen: Sklavenarbeit, Erpressung, Ausbeutung. Da liegen jetzt zum Beispiel 40 Tanker vor Holland, dürfen jedoch ihre Ladung nicht löschen. Der Grund? Öl ist gerade zu billig. Die Spekulanten wollen erst verkaufen, wenn der Preis richtig steigt. Ein schönes Beispiel dafür, das die Wirtschaft ihre Aufgabe, die Bevölkerung zu versorgen, wirklich sehr ernst nimmt ... jedenfalls hinsichtlich der kontinuierlichen
    Versorgung mit hohen Preisen:

    http://boersenradar.t-online.de/Aktuell/Rohstoffe/Oel-Spekulanten-zocken-mit-Super-Tankern-3918.html

    Auch schön: Manager nutzen die Krise, um ihre eigenen Firmen, bei denen sie beschäftigt sind, aufzukaufen:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/insiderbarometer/manager-glauben-an-aktien;2426241

    Schöner Satz eigentlich: Manche glauben an Gott, manche an Engel, einige an den Teufel, manche an Ufos und Stimmen aus dem All ... Manager glauben an Aktien. Ich sage doch, das ganze kriegt einen deutlichen religiösen Tiefgang. Aber so kann man natürlich auch Geld machen: reitet den Laden einfach richtig in die Gülle und kauft ihn dann selbst, weil man ja weiß, warum´s ihm gerade so mies geht.

    Das jedoch ist ein schwierigerer Weg zum Erfolg, und er ist mit einem gewissen Risiko behaftet. Ganz anders sind die Erfolge der Chinaimporteure, die dieser Film hier berichtet:

    http://www.zweitausendeins.de/display/?d=8825

    Jeans schneidern für 6 Cent/Stunde. Die Filmcrew wurde verfolgt, verhaftet, Videos beschlagnahmt. Das "neue Zeitalter" in China, mit dem sich vor allem die Öffnung des Landes für den Welthandel verbindet, hat einen neuen Typus von Unternehmern wie Mr. Lam hervorgebracht. Die Textilfirma Lifeng des ehemaligen Polizeichefs stellt Jeans für den westlichen Markt her. Millionen von Chinesen strömen in wuchernde Phantomstädte, wo sie sich für einen Hungerlohn verdingen. Doch auch der Profit des Fabrikbesitzers Lam fällt, gemessen an den Einnahmen der westlichen Einzelhändler, letzten Endes bescheiden aus.
    Der Dokumentarfilm von Micha X. Peled porträtiert junge Menschen, die sieben Tage pro Woche bis zur Erschöpfung arbeiten

    Sechs Cent die Stunde? Sieben Tage die Woche? Keinen Urlaub, keine Feiertage, keine Gewerkschaft, kein Kündigungsschutz und Millionen davon zur Verfügung? Am Ende erweist sich der Kommunismus also doch als Paradies ... allerdings nur für Kapitalisten ... nicht um dort zu leben, aber um dort zu produzieren.
    Wie lange braucht man für so eine Jeans? Was kostet sie im Laden? Einfach mal nachschauen, dann wißt ihr, wie man richtig Reibach macht.

    Wem die 6 Cent aber immer noch zu viel sind, wer die Konkurrenz noch besser ausstechen will, der ...
    hat auch noch ganz andere Möglichkeiten:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,488846,00.html

    China, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wundervoll: Man kauft ein Kind für 45 Euro, das dann jahrzehntelang UMSONST arbeitet ... na, das versteht man schon, das ordentliche Leistungsträger der Versuchung nicht wiederstehen können.

    Das jedenfalls ist ihr moralisches und ethisches Profil, mit dem sie den Profit einfahren, den sie uns als Leistung vor die Nase halten.

    Das kann jeder Zuhälter, jeder Drogenhändler, jeder Frauenhändler und jeder Waffenhändler auch.
    Aber die sind ja bei Banken auch gern gesehene Kunden. Geld stinkt nicht. Aber manchmal klebt eben Blut dran. Sowie Kinderblut an Jeans.

    Natürlich könnte es jetzt einen Aufstand in Deutschland geben: kauft nicht mehr den Asienramsch.

    Erstmal ... gibt´s wohl außer Autos und einigen Kleinigkeiten kaum noch was, was in Deutschland produziert wird - wir müssen den Mist also kaufen. Und dann ... wurde durch die Agenda 2010 eine riesige Kaste geschaffen, die unbedingt darauf angewiesen ist, die preisgünstigsten Asienklamotten zu kaufen.

    Schröder sei dank, der Absatz der blutigen Jeans ist gesichert ... der Gewinn auch.

    Leistungsträger sind Sozialschmarotzer ... wenn man genauer hinsieht. Kein Wunder, das die in Hartz-IV-Empfängern nur das Schlimmste sehen. Man kann in anderen nur das wahrnehmen, was man selber in sich hat.

  • Piratenpartei ... braune Flecken und kein Ende

    Na, heute waren wieder welche da. Piraten, die sich echauffierten über den ungeheuerlichen Vorwurf, das
    da was Rechtes in ihren Reihen brodelt.

    Heute hat der Fokus bekanntgegeben, das zumindest er es auch mitbekommen hat:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/holocaust-aeusserung-piraten-fuerchten-um-ansehen_aid_414632.html

    Nun, mein erster Beitrag zu den rechten Flecken der Piratenpartei hat ja jetzt nun 102 Kommentare. Es werden noch weitere Folgen. Und wie mein Blogfreund Megahoschi schrieb, wie die sich hier gebärdeten, sagt genug über den Geist aus, der - unter anderem - in dieser Partei herrscht.

    Kritiker werden mit persönlichen Angriffen mundtot gemacht ... jedenfalls versucht man es. Wer sich an Zeiten erinnert fühlt, wo Braunhemden Zeitungsredationen ausgehebelt haben, dem wird mulmig zumute bei der politischen Kultur, die sich da offenbart...und die nun auf diesem Blog dokumentiert ist.

    Nun - man ist ja als Mensch vor Fehlern nicht gefeit. Darum dachte ich, besuche ich doch heute mal die Piratenpartei und mache mir ein Bild von der Diskussion der Piraten im Forum, auf das der Fokus hinwies.
    Immerhin ... das vieles öffentlich diskutiert wird, Parteifunktionäre volksnah auftreten, gefiel mir ... neben anderen Aspekten ... sehr. Endlich mal ein politisches Gewächs mit Taten statt Worten. Und einem sehr ausbaufähigen Kodex.

    Doch dann ... der erste Schrecken: der Thread ist fort. Die Diskussion über die braunen Flecken in der Öffentlichkeit scheint nicht gewünscht zu sein.

    Die Empörung ist groß unter Piraten und Forenbenutzern. Ist ja auch schon ein echter Hammer, die Partei, die so sehr gegen Zensur ist und ansonsten an Programm nicht viel zu bieten hat, erweckt bei einem sehr heiklen Thema den Eindruck, das Zensur wohl doch ein Mittel der Wahl ist, wenn es einem paßt.

    Über einhundert Beiträge, die sich mit den braunen Flecken innerhalb der Partei befassen, spurlos verschwunden ... das ärgert viele, die an einer Klärung der Situation Interesse hätten. Angeblich hat jemand dem vermeintlichen Holocaustleugner üble Nachrede angetan ... . sicher schade für gewisse Kreise in der Partei, das man den Fokus nicht einfach so schließen kann wie den Thread.

    Wieder mal ein verstörender Eindruck einer Partei, die offiziell nur Gutes will.

    Der Stein des Anstoßes? Der Beitrag von Franz3:

    Hallo liebe Piraten!

    Ich habe bisher das Forum nur passiv verfolgt, nun aber fühle ich mich genötigt, mich zu Wort zu melden. Den Zielen der Piratenpartei stand und stehe ich wohlwollend gegenüber, auch hat es von mir bereits eine Wählerstimme gegeben.

    Beim Thema "XXXXX" hört es aber auf. Ich fordere eine sofortige und unmissverständliche Distanzierung des Bundesvorstandes von allen XXXX, egal ob Mitglied oder nicht. Herr Thiesen ist von seinem Amt zu entfernen oder geht lieber freiwillig.

    Solange wie das nicht geschehen ist, gibt es keine Stimme mehr.

    Gruß Franz 3, NRW

    http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=1&t=6669&start=90

    (die XXX ... stehen für einen Ausdruck, der gelöscht wurde).

    Schön formuliert, wäre auch meine Meinung. Und meine Meinung wäre ebenfalls, das man sämtliche Parteimitglieder, die sich schützend vor die braunen Flecken stellen, mal ebenfalls genau unter die Lupe nehmen sollte. Was ist denn so schwierig daran zu sagen, hey, der Typ ist ein toller Kerl, aber mit seinen schrägen Ansichten macht er die Partei kaputt? Wieso gibt man sich mit windelweichen Erklärungen zurecht, läßt es in der Öffentlichkeit stehen, das der Betreffende den Überfall auf Polen offiziell nur als "Angriff" sehen will und besetzt mit ihm dann noch diverse Positionen. Er steht sogar auf der Landeslisten.

    Aber eine Verleumdung ... kann ich da auf den ersten Blick nicht erkennen. Das ist doch ... eine Meinungsäußerung. Damit hat man also Probleme, aber mit der "Reinwaschung" des NS-Regimes nicht? Das geht locker einfach so mit einer kleinen weichen Rüge ab? Aber rechtsextrem möchte man dann nicht genannt werden? Wie denn dann?

    Gut, gern hätte ich nochmehr über die Zensuraktion geschrieben, aber gerade jetzt meldet mir mein Rechner ... das er das gesamte Piratenforum nicht mehr erreichen kann. Nun ... das Problem liegt sicher irgendwie bei mir, kaum vorstellbar, das die jetzt das ganze Forum gesperrt haben, weil die Aufregung
    neuer Parteimitglieder über die mir ja schon länger altbekannten Gepflogenheiten den "Offiziellen" zu weit ging.

    Dabei war die Diskussion spannend und interessant - in vielerlei Hinsicht. Zum einen merkt man, das es einen neuen frischen und kritischen Geist im Forum gibt ... und scheinbar von vielen Parteimitgliedern getragen wird.

    Und dann gibt es den "Braune-Flecken-Fan-Club" ... wie es meiner Meinung nach aussieht ... der alles unternimmt, damit die braunen Flecken an gehobener Position in der Partei bleiben. Zur Not auch in Landtag und Bundestag. Und der jede kritische Diskussion gleich als "Hysterie" brandmarkt, auf die Gefahr durch die Öffentlichkeit hinweist (die doch ohne braune Flecken gar nicht existieren würde ... aber das
    scheint mal wieder keine Rolle zu spielen. Hauptsache, die betreffende Person bleibt in Amt und Würden und in der Partei).

    Und wie nennt man eine Partei, die rechtsextreme Mitglieder fördert?

    Sicher nicht links oder liberal.

    Und bevor jetzt wieder hundert Piraten vorbeischauen, um dem Eifelphilosophen zu sagen, das er (und ja jetzt auch der Fokus) "einen an der Klatsche hat" (wundervoller Ausdruck politischer Kultur, muß ich schon sagen) möchte ich sagen, das ich nicht mehr so viel diskutieren werde wie das letzte Mal. Gut, das ich die noch häßlicheren Ausfälle aus ästhetischen Gründen gelöscht habe. Das zeigt doch, das ich immer noch eine gewisse Sympathie für die Partei habe ... die sich aber mitlerweile sehr in Grenzen hält, solange es sich um einen Rechtsextremistenförderverein handeln könnte.

    Und danach sieht es nach den heutigen Vorkommnissen wieder eher aus.

    Rote Schale, brauner kern ... ein fauler Apfel.

    Auch wenn ich mitlerweile glaube, das es viele gibt, die nur die rote Schale sehen. Oder die grüne.
    Aber der braune Kern schimmert immer wieder durch.

    Leider, denn ich habe im Forum auch wieder viele kritische Geister erleben dürften, die genau so entsetzt und verwundert waren, wie ich seinerzeit war.

    Und wer jetzt wieder meint, ich will die Piraten nur kaputt reden ... dem sei nochmal gesagt, das dies nie meine Absicht war. Ich gehöre nur zu jenen, die lange auf eine Antwort bezüglich der braunen Flecken gewartet haben - die nie kam. Jetzt stellt der Fokus die Frage erneut ... mal sehen was geschieht.

    Vielleicht kriege ich doch noch eine Antwort auf die Frage, warum die Piratenpartei rechtsextreme Ansichten für Schützenswert hält.

  • Garmisch-Partenkirchen und die USA

    Was haben der Iran, der Irak, Afghanistan, der Jemen und Garmisch-Partenkirchen gemeinsam, außer das sie alle auf dem dritten Planeten dieses Sonnensystems liegen?

    Für alle diese Orte hat die amerikanische Behörde eine Reisewarnung ausgesprochen.

    http://nachrichten.t-online.de/c/19/34/45/08/19344508.html

    Der Appell des US-Konsulats ist eindringlich: US-Bürger sollen Garmisch-Partenkirchen an diesem Wochenende meiden - im Interesse ihrer eigenen Sicherheit. Hintergrund der Warnung ist eine Schlägerei vor einer Kneipe, bei der böse Worte gefallen waren.

    Eigentlich ja eine Meldung, die keiner weiteren Aufmerksamkeit bedarf, oder?

    Ich denke doch, denn ... es zeigt doch ein wenig, wie die USA die Welt sehen, mit welcher Methodik dort Außenpolitik gemacht wird und wie sie aus einer kleinen Mücke einen Riesenelefanten machen.
    Aus einer persönlichen Kneipenschlägerei wird sofort eine Gefährdung sämtlicher US-Bürger in Garmisch-Partenkirchen gemacht ... und man fängt an zu Zweifeln, was denn an den anderen üblen Meldungen, die die USA sonst noch so verbreiten, eigentlich wahres dran ist.

    Die ganze Außenpolitik der USA ... eine Jagd nach Elefanten, die man nie finden wird, weil es eigentlich nur Mücken sind?

    Ein kleines Detail der Warnung möchte ich noch mal hervorheben:

    "Deutsche Gruppe plant Vergeltungsschlag"
    In der Begründung heißt es, es gebe Berichte, wonach "eine deutsche Gruppe einen Vergeltungsschlag gegen US-Bürger in Garmisch-Partenkirchen plant". Der Grund sei eine Auseinandersetzung zwischen einem Mitglied der amerikanischen Streitkräfte und deutschen Staatsangehörigen.

    Deutsche Gruppe plant Vergeltungsschlag ... oh man.

    Das perfide an der Sache ist ja nur ... diese Meldung wird vielen US-Bürgern in Erinnerung bleiben und ein ungutes Gefühl für Deutschland erzeugen. Für die Richtigstellung werden sich dann nur noch wenige interessieren.

    Ich selbst mache mir jetzt schon große Sorgen, weil mich letztens eine US-Bürgerin nach dem Weg gefragt hatte. Habe ich sie auch respektvoll genug behandelt? War mein erbärmliches Englisch gut genug, um den Ansprüchen des neuen Herrenvolkes genüge zu tun? Hoffentlich hat sie den Weg zum Bahnhof gefunden, denn sonst würde ich befürchten, das demnächst eine Reisewarnung für die Eifel ausgegeben wird:

    Vorsicht vor der Eifel. Eine verbrecherische Bande sucht gezielt amerikanische Staatsbürger aus, um sie anschließend in den großen Eifelwäldern auszusetzen und dem Hungertod zu überlassen. Mit Entführungen durch Al Kaida muß jederzeit gerechnet werden. US-Militärs bereiten sich auf eine neue Schlacht um den Hürtgenwald vor. Eine Verwicklung rechtsradikaler Terrorgruppen in die Anschläge ist nicht auszuschließen ... ebensowenig eine Verwicklung linksradikaler Terrorgruppen oder seperatistischer Organisationen der ortsansässigen Bevölkerung.

  • Es ist Krieg ... in Deutschland

    Es ist Krieg, obwohl die Deutschen das mit überwältigender Mehrheit nicht wollen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,634128,00.html

    "Die Bundesregierung wird nicht umfallen"
    Mehr als zwei Drittel der Deutschen wollen einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan, doch die Koalition bleibt bei ihrem Kurs. An einen Rückzug sei bisher nicht zu denken, sagt CDU-Außenpolitiker Eckart von Klaeden im SPIEGEL-ONLINE-Interview - denn die Folgen seien fatal.

    Nun, die Deutschen werden nicht umfallen ... obwohl einige schon gefallen sind und es beständig mehr werden, aber das sind ja nur Soldaten, keine Parteibonzen. Die möchten lieber, das von den anderen jetzt noch mehr umfallen und statten deutsche Soldaten mit der Lizenz zum Töten aus:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,634338,00.html

    Deutsche Soldaten können künftig in Afghanistan schneller ihre Waffen einsetzen: Die Bundesregierung hat einige ihrer bisherigen Vorbehalte zum Nato-Operationsplan fallenlassen. Der Verteidigungsausschuss war über diese Änderungen nicht informiert.

    Der Verteigungsausschuß war nicht informiert? Leben wir jetzt mitlerweile schon in einer offenen Diktatur, wo gegen den Willen von Volk und unter Umgehung parlamentarischer Gepflogenheiten deutsche Soldaten zu sinnlosen Kriegen in aller Welt eingesetzt werden, um die Kriege der USA zu führen?

    Und bin ich der einzige Mensch in diesem Land, den das stört? Ich habe Kinder, darunter sind Jungs, die unter anderen Umständen in Afghanistan sein könnten. Alt genug sind sie. Könnte schon einer von erschossen worden sein....und wenn ich mich dann frage: wofür? - dann würde mir die Antwort mitlerweile sehr schwer fallen.

    Warum sind wir eigentlich nochmal genau in Afghanistan? Weil von den angeblichen Attentätern des 11.9.2001
    die Mehrheit aus Saudi-Arabien kam? Weil die USA mal wieder irgendwelche Informationen lieferten, die wahrscheinlich genauso stichhaltig waren wie die Informationen über die Massenvernichtungswaffen im Irak?
    Oder diese Aussage der Botschafterstochter vor der UNO über die schlimmen Taten der irakischen Soldaten in Kuweit? Soll ich die Liste der offiziellen Lügen der USA noch verlängern? Dafür hat Blog.de keinen
    Speicherplatz, fürchte ich - so lang würde die werden.

    Warum also ... sind wir Deutschen da? Weil die USA den "Kampf der Kulturen" angesagt haben? Wenn ich mit die Gepflogenheiten der amerikanischen Außenpolitik so anschaue, dann sehe ich eine größere Wahrscheinlichkeit dafür, das der CIA auch hinter gewalttätigen Moslems in Malmö und Berlin steckt.

    Haben wir zuviel dämliche Hollywoodfilme geguckt? Wollen wir endlich mal wieder mitmischen, sind wir geil auf echtes Blut im Fernsehen? Nein. Die Deutschen wollen mit absoluter Mehrheit, das die Jungs aus Afghanistan herausgeholt werden. Der Krieg dort ist nicht zu gewinnen - das haben schon die Sowjets gemerkt. Interessant dazu dieser Kommentar:

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Bundeswehr-Afghanistan-Auslandseinsaetze;art141,2840022

    Also, nochmal die Zahlen: 100 Millionen Dollar am Tag kostet der Militäreinsatz ... und 7 Millionen pro Tag werden für den Wiederaufbau ausgegeben? Noch Fragen, was man da unten will? Und 43 % der GRÜNEN finden das toll? Na ja, WUMS ... ich sagte es ja schon, man hört die Bomben förmlich fallen.

    Auch in Deutschland selbst kommt der Krieg langsam an. Wo es früher ein paar Dutzend kranke Hirne waren, sind es nun schon 1000. Die Polizei wiegelt noch ab, aber wer alte Meldungen noch im Ohr hat - und den ersten Giftgasangriff gegen Polizisten in der Geschichte der BRD bemerkt hat, der weiß: da entfaltet sich was:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Hamburg-Polizei-Demonstration;art122,2840322

    Ist es die Wut des Volkes ... oder haben die wieder mal "interessierte Kreise" mitgemischt?

    Eine ganz andere Form des Krieges ... die Ausprägung als Wirtschaftskrieg ... stellt sich in der Zeitschrift "Welt" erstmal wieder ganz anders da:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article4059123/Stellt-bloss-keine-Beamten-mehr-ein.html

    Wolfgang Clement, einer meiner liebsten Freunde im deutschen Land, seitdem er Arbeitslose mit Parasiten gleichsetzen wollte, die es auszumerzen gilt (ja, was macht man denn sonst damit? Hat er so nicht gesagt, war aber eine Schlußfolgerung), hat ein ganz neues Hobby entdeckt ... nun geht es gegen die Beamten.
    Beamte, lange Zeit wie Langzeitarbeitslose als faule Schmarotzer und Parasiten angesehen, habe aber in der BRD einen gewissen Sinn. Darum haben wir mehr als andere. Sie sollen durch ihre Unabhängigkeit Widerstand leisten können, wenn das Grundgesetz wieder einmal durch politisch bedenklich Kreise und Seilschaften in Gefahr gerät ... so wie es momentan der Fall zu sein scheint. Kein Wunder, das gerade
    Parasiten-Clement sie jetzt massiv attackiert....und nebenbei erwähnt, das die guten Firmen immer noch das Problem haben, das sie die vielen bösen Menschen beschäftigen müssen. Schlimm aber auch.

    Erfreulich für den Verbraucher ist der Krieg, den Aldi im Sinn hat:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,633849,00.html

    Aldi verkauft in Österreich neuerdings Billigbenzin. Über einen ähnlichen Vorstoß in Deutschland ist nichts bekannt - dennoch fürchten die Mineralölkonzerne hierzulande einen erbitterten Preiskampf. Nach Eröffnung des Spritdiscounters in Salzburg stürzten die Dieselpreise um 30 Cent ab.

    So billig kann man also ohne Verlust Benzin verkaufen. Warum haben wir dann die letzten Jahrzehnte soviel dafür bezahlt? Alles nur Ausplünderung in einem unsichtbaren Krieg reich gegen jetzt-nicht-mehr-so-reich?

    Das scheint mir eindeutig so zu sein.

    Es ist Krieg in Deutschland. Wirtschaftskrieg, Bürgerkrieg ... und ein Putsch läuft wahrscheinlich auch, tagtäglich fast kann man beobachten, wie die Macht des Souveräns, des Herrschers dieses Landes immer weiter untergraben und ausgehöhlt wird, wie der Souverän des Landes, der Bürger, bespitzelt, entrechtet, ausgeplündert und verraten wird. Wie es aussieht, ist aber die Mehrheit der Deutschen davon eigentlich nicht so begeistert. Wo bleiben also die Demonstrationen gegen den Afghanistan-Krieg, gegen die gezielte und absichtliche Vernichtung von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit im Namen alberner selbstproduzierter Sachzwänge?

  • Ufo in Afrika ... eine Übung in Philosophie

    Philosophie ist eine außerordentlich spanndende Sache, obwohl sie, wie Schopenhauer einst schrieb,
    "nichts bringt" ... aber einem viel ersparen kann. Persönlich bin ich leidenschaftlich dafür, Philosophie wieder unter die Menschen zu bringen ... weil sie sich damit viel ersparen können.

    Gerne experimentiere ich mit Gedankenspielen, früher war eins meiner Lieblinge, mit der Existenz von Gespenstern zu experiementieren, um meinen Schülern so ... die Ausformungen und Grenzen unseres Erkenntnisvermögens zu demonstrieren und die Bedingtheit unseres Wahrnehmungsvermögens, wobei die Frage, ob es Gespenster gibt oder nicht, vollkommen unrelevant ist. Wer mal einem begegnet ist, das sich selbst bei äußerst kritischem Hinterfragen nicht in Luft auflösen wollte, wird nicht umhin kommen, sie für wahr zu halten. Wer nie einem begegnet ist, hat dieses Problem nicht und kann Gespenster aus dem Kanon seiner Weltdeutung mit absoluter Sicherheit verbannen.

    Nun bin ich auf eine kleine Geschichte gestoßen, die mich wieder an meine alten Zeiten erinnert hat, nämlich diese hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=QSyKm1ucdRk&feature=related

    62 Kinder in Afrika sind Zeugen einer UFO-Landung geworden und haben mit der Besatzung kommuniziert. Tausende hatten zuvor Lichter am Himmel gesehen.

    Wir reden jetzt nicht darüber, ob es "wahr" ist oder nicht. Das darf jeder für sich selbst entscheiden.
    Reden wir lieber über die Freiheit, es für wahr halten zu dürfen, ohne selbst dabeigewesen zu sein.
    Ich würde eine Kiste Bier wetten, das ich heftigst um die Ohren kriegen würde, wenn ich die Meldung brächte: UFO IN AFRIKA GELANDET.

    Warum eigentlich? Nun ... die Wissenschaft, der Religionsersatz für Atheisten, hat beschlossen, das man nicht schneller als Lichtgeschwindigkeit fliegen kann. Gleichtzeitig bereitet uns die gleiche Wissenschaft darauf vor, das wir uns mit dem Gedanken an Paralellwelten anfreunden müssen. Was für´n Schmarn, sollte man denken, aber die ... können sich sonst vieles nicht erklären.

    Einst hatte ein Wissenschaftler bewiesen, das sich kein lebendiges Wesen schneller als 100 Kilometer in der Stunde bewegen kann. Er würde nicht mehr atmen können und einfach ersticken. Das war die Überzeugung einer großen Mehrheit von Wissenschaftlern. Heute ... denken wir gar nicht mehr an die Gefahr, wir fahren einfach schneller.

    Wie schnell die "Ufo´s" fahren können, können wir definitiv nicht beurteilen. Wir wissen nichts von Leben auf anderen Welten ... aber ausschließen können wir es auch nicht. Immerhin kennen wir eine Welt, auf der es Leben und Technik gibt - unsere eigene.

    Früher war jenseits der Nordsee mal die Welt zuende, wer zu weit segelte, fiel einfach in den Abgrund.
    Der Beweis: viele, die es versuchten, kamen nicht wieder zurück.

    Heute ... kommen die meisten wieder zurück, es sei denn, sie fliegen mit einem Airbus, da scheint es gerade Unsicherheiten zu geben.

    Philosophisch korrekt betrachtet, können wir noch nichtmal unsere eigene Existenz beweisen, unsere Kritikfähigkeit ist halt größer als unsere Instrumente zur Wahrheitsfindung.

    Aber: wir können Vereinbarungswahrheiten treffen ... das ist die Basis, auf der wir heute leben.
    Diese Vereinbarungswahrheiten haben eine Voraussetzung: was als wahr gelten soll, muß auf jeden Fall wiederholbar sein. Somit fallen alle Dinge, über die wir keine Macht haben, Dinge, die selbst entscheiden können, ob sie gesehen werden wollen oder nicht, aus unseren Wahrheitskategorien einfach heraus.

    Und manche Wahrheiten haben vielleicht auch einen politischen Hintergrund. Ein sicheres Wissen über eine nachtodliche Existenzform würde wohl den Widerstandswillen der Bevölkerung vergrößern können, ein sicheres Wissen über "außerirdische Technik", die der unseren überlegen ist, könnte den Machtanspruch gewisser politischer und wissenschaftlicher Eliten ins Wanken bringen ... und sie um ihre Budgets bringen.

    Und Budgets sind schon lange wichtiger als Wahrheiten.

    Das sind Faktoren, die das wissenschaftliche Urteil beeinflussen, weshalb eine Kritik an der kleinen UFO-Geschichte schnell haltlos wird.

    "Massenhalluzination" wird gerne angeführt, wenn zu viele Menschen Dinge beobachtet haben, die über den offiziell genehmigten Wahrhheitshorizont hinausgeht, nur was das sein soll, kann wiederum keiner erklären.
    Dabei würde die Existenz von Massenhalluzinationen so ziemlich alles in Frage stellen, woran wir glauben.
    Bielefeld zum Beispiel könnte das Ergebnis einer Massenhalluzination sein. Oder der Zweite Weltkrieg, die amerikanische Mondlandung, die "Achtundsechziger" ... der Beliebigkeit der Weltdeutung würden Tür und Tor geöffnet.

    So etwas ... darf man eigentlich nicht zulassen, denn sonst wird es politisch schnell brenzlig.

    Dann lieber akzeptieren, das die Kinder eine Begegnung mit etwas hatten, das wir noch nicht kennen. Wo es herkommt, können wir nicht sagen. Weltall, Paralelwelt ... woher soll man das wissen? Man braucht es auch gar nicht zu wissen, denn eigentlich ... berühren diese UFO´s unseren Alltag überhaupt nicht. Es sei denn, das sie wie diese hier den Untergang der Welt - oder von etwas in der Welt ankündigen.

    Aber: um so etwas vorherzusagen, brauche ich keine UFO´s.

    Dafür reicht mitlerweile ein Blick in die Zeitung. Das die Marsianer das auch mitbekommen, wundert mich also nicht.

  • Eifelphilosoph verläßt Saarbreaker

    Nun, wieder mal Sonntag und schon wieder nichts Besinnliches, sondern Merkwürdiges und Unerklärliches.
    Dabei ... muß ich eigentlich viel umräumen, ziehe um - innerhalb des Hauses mit gut 3000 Büchern.

    Seit einiger Zeit bin ich Mitglied in einem Bloggerverbund, den ich jetzt verlassen mußte. Ich hatte nur wenig Zeit darüber nachzudenken, jedoch fand ich die Änderungen der Nutzungsbedingungen ... verwirrend und bedrohlich.

    Besonders bedrohlich natürlich die Pflicht jeden Autors, seinen Privatnamen und seine Postanschrift im Impressum seines Blogs zu veröffentlichen. Nun - einige von Euch kennen meinen Namen, meine Anschrift, meine Telefonnummer. Die Anzahl derer, die dies kennen, wird wachsen. Nicht jedermann ist erfreut über das was ich schreibe. Wir haben fünf kleine Kinder hier. Drei sind meine. Die haben nichts mit dem zu tun, worüber ich schreibe. Die sollen auch erstmal nichts damit zu tun bekommen, nicht mit Satanisten, Kinderschändern, Pharmaverbrechern und durchgeknallten Politikern. Natürlich kann man mich zur Not finden, wenn man mit aller Gewalt sucht. Aber ... dies ist ein wohlkalkuliertes Risiko. "Die" haben viel zu tun, ich auch.
    Soviel Aufwand bin ich nicht wert. Wenn ich jedoch groß ein Schild in die Welt stelle ... so sehe ich doch, das das Risiko ohne irgendwelchen Nutzen enorm erhöht wird.

    Irgendwann werde ich auch meinen Klarnamen ins Impressum stellen. Irgendwann - aber nicht jetzt.

    Ich kriege nämlich erstmal keinen Polizeischutz ... noch möchte ich in Situationen kommen, wo ich ihn brauche. Und die Haltung "ich kann nichts mehr verlieren" kann ich nicht teilen. Und das gewisse "interessierte Kreise" auch schon mal "Hausbesuche" mit gravierenden Folgen machen ... geschieht schon mal. Die Wahrscheinlichkeit, das das hier geschieht, ist gering - aber möglich. Es wird gerade immer häßlicher und wilder da draußen, davor sollte man seine Augen nicht verschließen, wenn man Kinder zu schützen hat.

    Warum ich darüber einen Artikel schreibe?

    Weil es unheimlich ist. Seltsam, beunruhigend. Ich denke, man kann verstehen, warum ich mich entschieden habe, wie ich mich entschieden habe. Aber erstmal ... war kaum Zeit, darüber nachzudenken und mein Privatleben fordert mich zur Zeit ganz enorm. Läuft zwar alles super und macht mich sehr glücklich, aber kostet Zeit - und ich muß strenge Prioritäten im Zeitmanagement setzen, damit es auch wirklich der schönste Sommer meines Lebens wird. Dieses Unverständnis für Bedenken, diese künstliche Zeitnot bei der Entscheidung, diese radikale Setzen von Bedingungen mit geringer Bereitschaft, sie zu diskutieren -
    schon seltsam. Lief doch alles irgendwie, hätte man so lassen können.

    Doch dann kam noch mehr, was mich irritierte:

    Bei jedem geschriebenen Beitrag wird die IP-Adresse des Autors gespeichert. Diese Daten (IP-Adresse inklusive Zugriffszeiten) werden im Falle eines Rechtsvergehens auf Verlangen der Strafverfolgungsbehörden an die ermittelnden Behörden weitergeleitet.

    Bei einigen den Mitgliedern des Netzwerks zur Verfügung gestellten Diensten werden Ihre Benutzerdaten in einem Cookie auf Ihrem lokalen PC gespeichert. Dies dient nur dazu, Ihren Anmeldestatus zu protokollieren und interne Statistiken zu führen. Es erfolgt keine Weitergabe der Daten an Dritte und keine Auswertung für unerwünschte Werbung und/oder Spam.

    Ist ja irgendwie so normal, das man nicht sonderlich drauf hinweisen muß, oder? Oder ist das nicht normal und man weißt deshalb darauf hin? Kann ich als dümmster anzunehmender User nicht entscheiden. Wurde auch nicht erläutert. Genausowenig wie diese Änderung:

    Die Moderatoren behalten sich das Recht vor, Beiträge und Inhalte jederzeit zu ändern oder zu löschen. Dies gilt auch für Inhalte in Benutzerprofilen.

    Könnte also sein, das da ein Beitrag von mir erscheint, der so verändert wird, das ich strafbar ... und dann natürlich sofort gemeldet werde? Hätte ich gerne mal länger drüber nachgedacht oder mehr Erläuterungen erhalten. Doch ... es wurde eher geschwiegen.

    Unser Land gewährt das Recht auf freie und geheime Wahl. Ebenso wie das Recht auf freie und geheime Meinungsäußerung. Das Recht auf Anonymität ist ein Grundrecht zum Schutze der Persönlichkeit. Wie Menschen dieses Recht (ohne erkennbaren Grund) auf einmal mit Gewalt aushebeln, Menschen, die eigentlich für ganz andere Ziele eintreten ... ist mir nicht plausibel.

    Wäre ich ein äußerst mißtrauischer Mensch, so würden mir sehr unangenehme Gedanken über die Absichten kommen. Es ist nicht das erstemal, das "interessierte Kreise" einen Versuch starten, den Widerstand gegen ihren Putsch zu unterlaufen. Agenten, Beamte, Provokateure einschleusen, die Bewegungen unterlaufen sollen, die Akteure identifizieren und sie ... lahmlegen. Unter anderem auch mit gut bezahlten Stellenangeboten. Oder Autounfällen. Ich bewege mich nicht in der Welt eines Journalistikseminars, sondern in einem Land, wo inzwischen offen über einen Putsch gesprochen wird, der unbemerkt hinter den Kulissen stattgefunden hat und dessen Auswirkungen jeder Einzelne von uns täglich zu spüren bekommt.

    Als ehemaliges Mitglied von Bürgerinitativen, Redakteur von politischen Jugendmagazinen (wir haben sogar mal einen Preis bekommen), ehemaliges Mitglied des DFG/VK, ehemaliges Attac-Mitglied und ehemaligen Pharmamanger ist mir die politische Alltagsrealität in diesem Land jenseits des allgmeinen Medienspiegels
    bekannt. Es kommt schon mal vor, das seltsame Projekte gestartet werden, die auf einmal eine unheimliche Wendung nehmen. Polizeiliche Provokateure säten Mißtrauen oder riefen zur Gewalt auf, gefälschte Studien wurden in Umlauf gebracht, Rufmord gezielt eingesetzt. Das ist eine bittere Realität, vor der man die Augen nicht mehr verschließen kann, wenn man sie erstmal selbst erlebt hat.

    Nun ... ich bin eigentlich kein äußerst mißtrauischer Mensch. Leider. Hätte mir viel ersparen können im Leben. Aber ich bin inzwischen durch einige unangenehme und lehrreiche Erfahrungen gegangen, die mir klar gemacht haben, das man manchmal sicherheitshalber mit allem rechnen sollte.

    Und darum ... verlasse ich lieber einen bislang sehr geschätzten Bloggerverbund - wie viele andere auch.

    Weil er unheimlich geworden ist ... in Zielen, Absichten, Transparenz und Methodik.

    Ich mag mich irren, wahrscheinlich ist alles ganz harmlos. Doch wo etwas unheimlich wird ... kann man kein Heim mehr haben.

    Das merke ich gerade auch zu Hause, und HEIM ist mir - wie wahrscheinlich jedem Menschen - sehr wichtig.
    Der Ort, wo man die Tür hinter sich zumachen und die Welt für einen Moment draußen lassen kann, Ruhe, Erholung und Geborgenheit findet und wieder Kraft schöpfen kann. Der Ort, der sogar per Gesetz unantastbar bleiben soll, aus gutem Grund.

  • Piusbrüder ... gegen den Rest der Welt

    So ganz nebenbei habe ich bemerkt, wie der dritte Weltkrieg aussehen muß: die Piusbrüder gegen den Rest der Welt. Bislang ist mir das völlig entgangen, denn wer interessiert sich schon für die Piusbrüder.
    Aber ein Artikel eines Bloggerkollegen von mir hat mich auf sie aufmerksam gemacht:

    http://muskelkater.wordpress.com/2009/07/03/piusbruder-vergleichen-homosexuelle-mit-nazis/

    Homosexuelle und Nazis ... ein und dasselbe? Nun, manche von den Erstgenannten stehen ja auf diesen Lack- und Lederramsch. Habe ich mal gesehen, als ich noch Fernsehen hatte. Aber Arbeitslager wollten Homosexuelle noch nicht errichten, noch definieren sie Untermenschen (obwohl ich an der Bochumer Ruhruniversität mal ein seltsames Flugblatt in den Händen hielt, wo ein Schwulenverband zur Belustigung am Kemnader Stausee Familien am Sonntag begucken wollte ... das war schon irgenwie krumm. Wie ein Zoobesuch) oder suchen die uniformierte militaristische Gesellschaft. Auch im Umgang mit politischen Gegnern und Anderslebenden sind sie ... generell tolerant, glaube ich. Es sei denn, sie sind Politiker der FDP oder FDP-Mitglieder des Cannstädter Kreises. Ich habe sogar einige von ihnen kennenlernen dürfen, die sehr sensible, einfühlsame Menschen von hohem Intellekt und ausgefeilten sozialen Qualitäten sind ...
    mach ein Mann könnte sich ein Beispiel daran nehmen, um mal seine Sozialkompetenz aufzubessern.

    Aber das gerade die Piusbrüder so was in den Mund nehmen und so gegen Homosexuelle sind wundert mich sehr, denn einerseits haben sie mit Frauen wenig im Sinn:

    „Fast kein Mädchen sollte zu irgendeiner Universität gehen. [...] Aber wo finden weiterführende Mädchenschulen dann ihrerseits weibliche Lehrkräfte, wenn kein Mädchen mehr ein Studium absolviert? Man braucht keine Universität, um das meiste von dem zu lernen, was Mädchen unterrichtet zu werden brauchen, zum Beispiel Hauswirtschaft, Einrichtung und Unterhalt eines Heims, Pflege und Erziehung der Kinder, die geistige und soziale Vorbereitung auf die Ehe.“

    Andererseits haben sie mit Rechtsradikalen keine Probleme:

    Vor 1985 fiel Lefebvre durch Aussagen in Predigten auf, wonach die Militärjunta von Argentinien und die Diktatur in Chile unter Augusto Pinochet vorbildliche Regierungen seien. Lobende Worte fand er auch für die Diktatoren Francisco Franco, António de Oliveira Salazar und den Kollaborateur der Nationalsozialisten Philippe Pétain. Er wurde durch reaktionäre Aristokraten, die sich die Monarchie zurück wünschen, und aus autoritär-republikfeindlichen Kreisen des Großbürgertums finanziell unterstützt.[12] Am 31. August 1985 schrieb Lefebvre an Papst Johannes Paul II., die Feinde der Kirche seien Juden, Kommunisten und Freimaurer.[13]

    Philippe Laguérie, der ab 1979 Priester der Piusbruderschaft war, 2004 jedoch aus der Bruderschaft ausgeschlossen wurde, erklärte 1991: Der Front National sei die Partei, die am wenigsten weit „von dem Naturrecht“ entfernt sei.[14] 1996 hielt er ein Requiem für den verurteilten Kriegsverbrecher Paul Touvier und erklärte sich zum Anwalt Touviers vor Gott: Vor dem letzten Gericht gäbe es keine Medien, keine Inszenierungen, keine Nebenkläger und keine Organisationen gegen Rassismus und Antisemitismus.[15]

    Die Piusbruderschaft nahm mehrfach an Pilgerfahrten zum Grab Pétains teil. Dabei verglich der französische Distriktobere der Bruderschaft, Abbé Regis de Cacqueray, den „Kampf von Pétain für Frankreich“ 2007 mit dem „Kampf des Lefebvres für die katholische Kirche“.[16]

    Markus Heggenberger war als deutscher Distriktoberer auch Referent des Cannstatter Kreises der Stuttgarter FDP, den der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstuft.

    Nun, der Cannstatter Kreis ist mitlerweile aufgelöst, das aber die FDP, die sich ja als Partei der Mitte definiert, merkwürdige braune Flecken produzieren kann, sollte man an dieser Stelle einfach mal nicht unerwähnt lassen. Wer sich weiterhin dafür interessiert, dem sei hiermit geholfen:

    http://www.doew.at/projekte/rechts/fpoe/zdf.html

    Also: Piusbrüder können mit Frauen nichts anfangen, mit Nazis aber schon ... was ist denn dann eigentlich so schlimm daran, das sie Schwule als Nazis bezeichnen. Das ist doch eigentlich ... ein Lob aus ihrem Munde, oder? Die finden Nazis doch Klasse, diese Piushampel, und die haben sicher mehr als einen warmen Piusbruder in ihren Reihen. Es zeigt sich wieder einmal, das es durchaus Sinn macht, zu schauen, WER genau WAS sagt.

    Die Piusbrüder sind außerdem noch gegen Juden, Moslems, "moderne" Katholiken, Protestanten, Kommunisten, Demokraten, Menschenrechte, den säkularen Staat, Hindus, Moslems, Schamanen ... und noch vieles mehr, Kant, Hegel, Sarte und andere gelten als Krankheiten, die es auszumerzen gilt. Bleibt da eigentlich noch irgendwer über, gegen den sie nicht sind? Also ... ich mit Sicherheit nicht, ich falle gleich mehrfach ins Feindesraster - obwohl ich gar nicht schwul bin.

    Die Piusbrüder, das sind die Jungs, aus deren Reihen folgendes Zitat stammt:

    Dort wurden keine Juden in den Gaskammern getötet! Das waren alles Lügen, Lügen, Lügen! Die Juden erfanden den Holocaust, damit wir demütig auf Knien ihren neuen Staat Israel genehmigen. [...] Die Juden erfanden den Holocaust, Protestanten bekommen ihre Befehle vom Teufel, und der Vatikan hat seine Seele an den Liberalismus verkauft.“

    Ach ja, gegen den Teufel und den Vatikan sind sich auch. Hatte ich vergessen zu erwähnen. Aber den Holocaust hat es nie gegeben ... also war (wie an anderer Stelle ausgeführt) ... Adolf Hitler ein Widerstandskämpfer gegen das böse Weltjudentum, gegen das die Piusbrüder ja auch sind.

    Also ... was würde denn einen ordentlichen Piusbruder nun wirklich an schwulen Nazis stören? Lassen wir sie mal zu Wort kommen:

    Zum traditionellen Christopher Street Day von Schwulen, Lesben und Transgendern veranstaltete die Piusbruderschaft am 28. Juli 2007 in Stuttgart eine Gegendemonstration. Ihre Anhänger versammelten sich mit Protestplakaten mit Aufschriften wie „Rettet Kinder vor Perversen“ und „AIDS – Geißel der Unzucht“ und beteten zur „Wiedergutmachung der Perversion und Übertretung des 6. Gebotes des Dekalogs: ‚Du sollst nicht Unzucht treiben.‘“ öffentlich den Rosenkranz

    Mit der Aufschrift "Rettet Kinder von Perversen" könnten aber eher die Schwulen vor der Kirche aufmarschieren, wo warme Piusbrüder im göttlichen Gewande sich dem Knaben nähern, so, wie es die warmen Brüder und Priester überall auf der Welt tun.

    Mal ehrlich ... ein Leben ohne Frauen? Als Mann? Das nennt man schwul. Ganz ehrlich. Und nach einigen Erfahrungen mit "Priesterseminaren" ist meine Überzeugung (bzw. mein provozierendes Vorurteil, das gültig bleibt bis zum Beweis des Gegenteils): die sind alle schwul, die schwarzen Fräcke. Fräcke habe ich gesagt, nicht Säcke.

    Und wer als Piusbruder Homosexuelle mit Nazis vergleicht ... projeziert in dem Moment doch nur sein eigenes Sein (unter dem er leidet, der böse unzüchtige Sünder, auf den die Hölle wartet) auf andere, damit er es bekämpfen kann.

    Zitat im Artikel aus Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Priesterbruderschaft_St._Pius_X.#Kontakte_zu_Rechtsextremisten.2C_Haltung_zu_rechtsgerichteten_Diktaturen

  • Martin Lindner (FDP) fordert Kinderarbeit oder was?

    An manchen Tagen erreichen einen armen Eifelphilosophen Meldungen, die man eigentlich nicht richtig begreifen kann, so wie diese hier:

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/fdp-fordert-extreme-hartz-iv-kuerzungen5478.php

    Martin Lindner möchte den Regelsatz von 359 Euro auf 250 Euro senken und die Betroffenen wohl in eine Art Arbeitsdienst schicken. Nicht vergessen: ARBEIT MACHT FREI. Das neue deutsche Motto. wollen wir nicht vergessen, an dieser Stelle. Manche würden den Herrn Linder sicherlich für den Titel "Sozialfaschist der Woche" vorschlagen, doch diesen Titel gibt es noch nicht.

    Nun ist Martin Lindner sicherlich kein Sozialfaschist, noch weiß ich, ob er ein Arschloch ist, doch könnte ich verstehen, wenn manche so von ihm denken. Wäre ja nur menschlich. Menschen sind soziale Wesen, und wenn man sieht, das Menschen Menschen quälen wollen, sie leiden lassen wollen, nur damit man beim anschließenden Dominabesuch endlich mal selber so richtig was zu büßen hat, dann gebrauchen Menschen zum Schutze ihrer Artgenossen schon mal harte Worte - was ja besser ist, als harte Fäuste zu gebrauchen.

    Dankenswerterweise sind wir ja zivilisiert. Wir stellen keine Leute mehr an die Wand, die sich als asoziale Ausbeuter der Gemeinschaft präsentiert haben, als Folterknechte, Räuber, Mörder, Zuhälter, Vergewaltiger des Volksköpers. Das tun wir nicht, und darauf können wir zurecht stolz sein.

    Wir waren auch mal stolz darauf, die Kinderarbeit abgeschafft zu haben, wir waren stolz darauf, das wir alte und kranke Menschen im Winter nicht mehr in den Schnee aussetzen mußten, wo sie von Wölfen gefressen wurden, wir waren stolz darauf, eine starke und erfolgreiche Gemeinschaft gewesen zu sein, die ein Wirtschaftswunder geschaffen hat.

    Und nun kommt dieser Mann daher und will die Welt ändern und man versteht nicht, wieso eigentlich. So ... sieht er aus:

    http://www.martin-lindner.info/lindner/

    Kein Gesicht, an das man sich erinnern würde, wenn man es zufällig auf der Straße sieht. Und das genau ... ist sein Problem, denn als Politiker ist man darauf angewiesen, das die Leute sich an einen erinnern. Ist ganz schlimm, wenn das keiner tut. Darum muß man wenigstens mal Worte machen, an die die Leute sich erinnern. Mal einen richtigen Knaller bringen, der die Republik erschüttert und die Zukunft des Landes neu gestaltet. So wie der hier:

    Im Dezember 2008 erreichte Lindner bundesweite Medienpräsenz im Zusammenhang mit der Forderung des Baden-Württembergischen CDU-Politikers Thomas Volk, ein „Sitzrecht“ für Kirchensteuerzahler in Weihnachtsgottesdiensten zu gewähren. Der Vorschlag wurde auch von kirchlicher Seite kritisiert, da er dem Wesen des Weihnachtsfestes widerspricht.[9]. Er wurde kommentiert als kuriose Idee der „Hinterbänkler [die] ein bisschen Rampenlicht genießen“ wollen.[10] Martin Lindner hingegen hatte gefordert, Gemeindemitgliedern z.B. über Platzkarten vorrangiges Platzrecht einzuräumen. [3]

    Aha. Ein Hinterbänkler, der mal Rampenlicht möchte. Und einen Sitzplatz bei der Weihnachtsmesse. Schöne heile Welt.

    Das erleichtert sehr, denn sonst könnte man ja auf die Idee kommen, das der Herr Lindner ein übler Sack ist. Ist er aber nicht, er will nur ein bischen Liebe, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das ist doch menschlich und verständlich, oder? Ach ja, Medienpräsenz und Aufmerksamkeit möchte er auch.

    Gut das sich alles aufgeklärt hat. Da 40 % der Hartz-IV-Empfänger Alleinerziehende sind, würde das ja auch ihre Kinder betreffen - und die Kinder derjenigen Familien, die auf diese Hilfe angewiesen sind, weil die Wirtschaft es nicht geschafft hat, genügend Arbeitsplätze für alle bereitzustellen. Ja, in diesem Aufgabenbereich hat die Wirtschaft genauso versagt wie augenblicklich bei der Finanzkrise, die die Welt nahe an den Abgrund bringt. Merkt nur kaum einer. Noch nicht mal der Lindner, der wenigstens merkt, das Weihnachten die Kirchen voll sind. Sollte er doch sonst mal in die Kirche gehen, dann würde er merken, das er unter der Woche ganze Bankreihen umsonst bekommen kann.

    Gut, das er nur Aufmerksamkeit möchte und das ganze kein politisches Programm ist, denn sonst müßte er sich die Frage gefallen lassen, ob wir im Zuge der Globalisierung Kinderarbeit nun auch bei uns wollen, denn immerhin sind hier viele Konzerne nur deshalb marktfähig, weil sie die Arbeit von Kindern und Frauen in ärmeren und unzivilisierteren Gegenden der Erde hemmungslos ausbeuten.

    Und das Problem des Herrn Lindner, der nicht möchte, das Hartz-IV-Empfänger genausoviel verdienen wie ein Busfahrer kann man leicht lösen, dabei kann ich ihm helfen: gebt den Busfahrern ab Montag das Doppelte ihres jetzigen Einkommens - das stärkt auch den maroden Binnenkonsum gewaltig, schafft Arbeitsplätze, füllt die leeren Staatskassen, spült Geld in Kranken- und Rentenversicherungen und hilft uns, wieder ein Wirtschaftswunderland zu werden.

    Wäre jedenfalls meine Meinung zu diesem Drama.

  • Afghanistankrieg, Piratenkrieg, Bürgerkrieg oder was jetzt?

    Die Bundesregierung hat ja jetzt gerade mal wieder so richtig nichts zu tun. Also streitet man sich mal um Begriffe. Zum Beispiel ob der Afghanistanfeldzug jetzt ein Krieg ist oder nicht:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,633855,00.html

    Als "Kampfeinsatz" bezeichnet die Regierung die Bundeswehrmission in Afghanistan, von Krieg soll nicht die Rede sein. Die Debatte um den Begriff spiele nur den Taliban in die Hände, meint Verteidigungsminister Jung.

    Nun, früher, als die Welt noch in Ordnung war und man vereinbart hatte, vor jedem ordentlichen Krieg eine offzielle Erklärung desselben an das angegriffene Land zu schicken, da wäre die Beantwortung der Frage, ob jetzt Krieg ist oder nicht noch relativ einfach gewesen. Kampfeinsätze in einem fremden Land nennt man gewöhnlich Krieg. Wenn die so weitermachen, bringen die noch die ganze Sprache durcheinander, definieren alles um und wir leben in den Zeiten ewigen Friedens. Ich fürchte, ich muß umdenken, nicht mehr 1.Weltkrieg sondern 1.Weltkampfeinsatz. Wie jetzt jedoch die Debatte um den Begriff den Taliban in die Hände spielen kann, weiß ich nicht so genau. Bin eben kein Minister. Es sei denn, er meint, wenn Krieg wäre, dann wäre der illegal und man müßte dann abziehen, worüber sich die Taliban wahrscheinlich ein wenig freuen würden. So gesehen hätte er recht. Dann wollen wir mal hoffen, das die Taliban nicht merken, das kein Krieg ist. Und erst recht nicht die Bundeswehr. Und das nicht aus dem geächteten Atomkrieg ein winzigkleiner Atomkampfeinsatz wird. Ach, apropo Atom.

    Auch von dem Kriegs Kampfeinsatz gegen die Piraten gibt es neues:

    http://info.kopp-verlag.de/news/hoechste-geheimhaltung-vor-wenigen-wochen-wurde-ein-super-gau-verhindert-und-niemand-soll-es-wi.html

    Das wäre natürlich mal eine dreckige Idee, ein Schiff in eine dreckige Bombe zu verwandeln und damit das Mittelmeer zu verseuchen. Und ein solcher Vorfall würde natürlich erklären, warum auf einmal winzig kleine Fischerboote zur Geisel der Menschheit werden, während man selbiges im Indischen Ozean seit Jahrzehnten duldet. Ich weiß nur nie, ob man diesen Meldungen trauen kann ... oder ob die wieder irgendwer aus irgendwelchen Gründen in die Welt gestreut hat. Weiß man´s ?

    Was man weiß ist, wo es Krieg geben wird, und zwar Bürgerkrieg, nämlich: hier. Das jedenfalls erwartet die CIA:

    http://info.kopp-verlag.de/news/kopp-exklusiv-die-cia-erwartet-buergerkriege-in-deutschen-ballungsgebieten.html

    Das ist natürlich ernster zu nehmen, da die CIA dafür bekannt ist, prognostizierte Unruhen mal schnell selbst wahr werden zu lassen. Man munkelt ja auch, die Teheraner Unruhen seien von ihnen mit ... gestaltet worden. Das wird die Bundeskanzlerin jetzt sicher nicht gern hören, hatte sie dieses Gerede doch untersagt, jedoch das CIA störte sich noch nie am Gerede von Politikern, und an denen aus Deutschland schon gar nicht. Und wenn die Sagen, es gibt Bürgerkrieg, dann gibt es Bürgerkrieg und keine läppischen Unruhen. Immerhin, das CIA warnte auch vor dem "Kampf der Kulturen" - und jetzt haben wir ihn.

    Wäre schon lustig krumm, sich zu überlegen, das das CIA Moslems in Berlin für Unruhen bezahlt. Was hätten die davon? Nun ... in Zeiten der Krise weniger Konkurrenz, denn früher war Europa ein feindlicher Kontinent, jedenfalls was den Handel betraf, da jagte ein Handelskrieg den nächsten. Wäre sicher nicht verkehrt, wenn man diesen alten Konkurrenten etwas durcheinanderschüttelt, bevor er der Weltmacht USA den Rang abläuft.

    Allerdings werden wir das Wort Bürgerkrieg wohl bald auch nicht mehr benutzen dürfen, nach der neuen jungschen Sprachverwirrung wird es dann wahrscheinlich ... Heimkampfeinsatz heißen.

  • 25% Rendite für alle! Ein Gedankenexperiment.

    Wir leben ja in interessanten Zeiten, wo einem deutlich vor Augen geführt wird, wie man erfolgreich im Leben sein kann. Purer Luxus in steigendem Maße, Freiheit und Freizeit wohin das Auge blickt. Nur eins sollte berücksichtigt werden: eine Eigenkapitalrendite von 25 %.

    Das ist natürlich eine stolze Zahl, aber Ackermann macht es ja vor, wie es geht und scheinbar ziemlich einfach zu erreichen ist.

    Wir haben ja in Deutschland genug Kapital und genug schwerreiche Menschen. Nehmen wir z.B. eine Verkäuferin von Aldi, die ... sagen wir 2000 Euro im Monat verdient (um nur mal eine Zahl zu nennen. Ich weiß nur, das die vor 15 Jahren 3000 DM verdienen konnten und habe jetzt mal wild geschätzt.) Bei mitlerweile 50% Abgaben für allen möglichen Mist könnte man sagen (nur als Gedankenspielerei, ich will keine Pfennigfuchserei betreiben) das sie monatlich 1000 Euro Eigenkapital dem Staat zur Verfügung stellt, für das sie erstmal nichts bekommt.

    Das wären 12000 Euro im Jahr, 120000 Euro in zehn Jahren. Hiervon 1/4, das wären 30000 Euro Einkommen nach zehn Jahren (ohne Zinseszins, der reale Betrag liegt deutlich höher).

    Da sie ja immer noch arbeitet und weiterhin Beiträge zahlt, wären diese 30000 Euro ihr eigenes Geld, das sie fortan Jahr für Jahr erhält, im Monat also: 2500 Euro monatliches Zusatzeinkommen. Also eigentlich bräuchte die Verkäuferin nach zehn Jahren nicht mehr arbeiten gehen, bräuchte auch keine Gefahren des Lebens mehr zu fürchten.

    Sie beginnt ihre Arbeit im 16. Lebensjahr und mit 26 Jahren kann sie sich auf die faule Haut legen, Abitur machen, studieren gehen, Fernreisen unternehmen, ein eigenes Geschäft aufmachen, sich der freien Kunst widmen ... all das ist möglich mit der Eigenkapitalrendite von 25 %.

    Wenn sie 36 ist, könnte sie allerdings bislang - sofern sie weiterarbeitet - schon 420000 Euro auf der hohen Kante haben, mit 37 535000 Euro ... und so fort. Von dem Kapital könnte sie schon jetzt - sehr gut leben und sich auch gegen Gesundheitsrisiken absichern. Wenn sie dann noch heiratet, eine Familie gründet ... ist der Millionärstraum perfekt. So kann man Kapitalismus lieben lernen.

    Das wäre doch ein absoluter Traum, oder? Leider ... bleibt es ein Traum.

    Das kapitalistische Paradies auf Erden für die Verkäuferin von Aldi....wenn sie das gleiche Recht für sich in Anspruch nehmen dürfte, das schon jetzt Ackermanns Kapitalanleger für sich in Anspruch nehmen.

    Nur ... dieses Recht wird ihr nicht zugestanden, aber das Recht, mit ihrer Lebensarbeitsleistung dafür zu sorgen, das andere die Kapitalrendite erwirtschaften können, von der sie nur träumen kann.

    Sie darf das ganze Theater bezahlen und sich voller Versorungsängste durchs Leben quälen, um letztlich mit einer Mickerrente dahinzuvegetieren, während andere lustig von Kapitalerträgen leben.

    Natürlich ... hat dieses kleine Gedankenexperiment Schwächen, das will ich nicht verhehlen. Aber, wie Philosophen nun mal sind (und erst recht die Feld- Wald- und Wiesenphilosophen aus der Eifel), ist uns erstmal das Prinzip wichtig.

    Studien zur katastrophalen Minimalverzinsung unserer Rentenbeiträge gibt es schon genug. Wir könnten alle reich und glücklich leben, wenn wir die Rentenbeiträge nur auf dem Bankkonto ließen, hat mir mal jemand vorgerechnet. Aber wir ... müssen mit einer staatlich vorgegebenen Minimalrendite vorlieb nehmen, wenn überhaupt. Meistens - kommt ein Minus heraus, und das wird wohl in Zukunft deutlicher ausfallen.

    Wer Spaß an Zinseszins hat, darf übrigens gern das Kapital unserer Verkäuferin auch damit ausrechnen ... das explodiert dann viel schneller. Und zeigt, was so eine Verkäuferin eigentlich wirklich erwirtschaftet ... die Leistung, von der letztendlich Leistungsträger leben.

    Die deutsche Kapitalismusrealität. Soziallismus für die Masse, Kapitalismus für die moralisch weniger
    Skrupellosen. Nicht soziale Marktwirtschaft, sondern asoziale Mistwirtschaft.

    Viele starke Schultern tragen faule Säcke nach ganz oben, damit diese noch besser von noch mehr starken Schultern profitieren können. Und wenn die starken Schultern altersbedingt schwach werden ... kommen sie zur Müllentsorgung und -verwaltung der ARGEN, wo sie dann bis zur Minimalrente vor sich hinvegetieren dürfen...wenn der Sozialfaschismus dereinst vollkommen etabliert ist.

    Gibt es eigentlich einen Begriff für solche Systeme? Ich denke, man müßte in der Biologie suchen - oder in der Mythologie. Viren verfahren mit Körpern ähnlich. Vampire auch. Parasiten und Raubtiere nicht, erstere lassen den Wirtskörper klugerweise leben, letztere plündern das Revier nicht über Gebühr aus.

    Vampirkapitalismus? Volkswirtskörpervernichtungspandemie?

    Na ja ... kann sich ja mal jeder einen eigenen Begriff für das basteln, was gerade unser Alltag ist.

  • Die ungebremste Wucht des Aufschwungs und der Tod des Sozialstaates

    Eigentlich wollte ich was über Raucher schreiben. Aber: die Entwicklung im Vorreiterland der Krise spitzt sich zu, so daß ich zuerst einmal hierauf ein Augenmerk legen möchte, denn was dort vorexerziert wird, ist ja schon seit Jahrzehnten das, was wir hier dann irgendwann auch nachahmen möchten. Zuerst jedoch ein Blick nach Deutschland, wo uns der Aufschwung jetzt mit ungeahnter Wucht trifft.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,633793,00.html

    In der Autobranche herrscht Untergangsstimmung. Einer neuen Studie zufolge machen VW, Opel und Co. pro verkauftem Auto im Schnitt 1800 Euro Verlust. Und die Krise hat gerade erst begonnen: Jedem zweiten Zulieferer droht die Pleite, viele werden den Absturz wohl nicht überleben.

    Das hört sich wieder mal Klasse an, erst recht, wo doch gestern erst der Maschinenbau Rekordverluste hinnehmen mußte. Gibt es überhaupt noch ein Branche, der es gut geht - außer Arbeitsamt und ARGE? Selbst die erfolgsverwöhnte und zukunftsträchtige IT-Branche muß feststellen, das Hoffnungen auf ein baldiges Ende zwar eigene Ängste beruhigen, aber noch lange keinen Umsatz bringen. Auch hier: massive Umsatzeinbrüche:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/it-branche-wird-bescheiden;2414866

    Und nur, damit man nicht meint, hier kann es nie so schlimm werden wie in Kalifornien, mal ein Blick in die Staatskasse:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,633834,00.html

    Deutschland steht vor dem größten Schuldenzuwachs seiner Geschichte. Einem Zeitungsbericht zufolge müssen Bund, Länder und Gemeinden bis 2013 rund 507 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen. Das Defizit droht sogar auf bis zu zwei Billionen Euro anzuschwellen - die Folgen wären verheerend

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,633826,00.html

    Das Haushaltsloch in Kalifornien wird immer größer: Gouverneur Schwarzenegger beziffert das Defizit auf 26,3 Milliarden Dollar. Der Republikaner hat jetzt den Finanznotstand ausgerufen - und als erste Sparmaßnahme unbezahlten Zwangsurlaub für mehr als 200.000 Staatangestellte angeordnet.

    Unbezahlter Zwangsurlaub für 200000 staatliche Angestellte. Faszinierend, wie leicht sich das ausspricht.
    Was heißt das für die Bevölkerung?

    Dies war in Kalifornien zuletzt 1992 während einer schweren Etatkrise der Fall gewesen. Zehntausende Staatsangestellte erhielten damals wochenlang keinen Cent Bargeld und mussten von ihren Ersparnissen leben. Außerdem waren sämtliche Gelder für die staatliche Gesundheitsfürsorge gesperrt, was die Betreuung von Bedürftigen, alten und behinderten Menschen bedrohte. Zahlreiche Pflegeheime und Ärzte mussten ihre Dienste einschränken.

    Das wird die Mitarbeiter der ARGEN und der Arbeitsämter freuen, sie haben ja noch Arbeit. Nur Geld gibt´s nicht mehr. Darum geht es aber in diesem Land ja schon lange. ARBEIT ... ein eigenständiger Wert, höchstes Lebensziel für alle Beteiligten - außer natürlich jenen, die reinweg von ständig steigenden Kapitaleinkünften leben und deren einziger Arbeitsaufwand ist, einmal am Tag mit dem Anlageberater zu telefonieren, bevor sie weiter auf ihrer Yacht im Mittelmeer das Leben genießen. Wirklich ... eine wunderbare Geld, wenn man nur irgendwoher Kapital hätte, das man für sich arbeiten lassen kann.

    Nun, nach den Plänen der CDU/CSU wird es ja dann wenigstens bald Menschen geben, die man zwangsweise für sich arbeiten lassen kann, insofern ist natürlich die Entwicklung des europäischen Arbeitsmarktes ein großer Gewinnn für jeden gewissenslosen und skrupellosen Ausbeuter:

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/eurozone-arbeitslosenquote-auf-hoechstem-stand-seit-1999;2415250

    Praktisch für Leute mit politischer Macht, das es gerade jetzt so viele Menschen gibt, die nicht wissen, wo sie unterkommen sollen, die keine Lobby haben, keine gesellschaftliche Achtung, die eigentlich dank gezielter Medienarbeit der letzten Jahre gut und gern als Untermenschen bezeichnet werden und auch als solche behandelt werden können.

    Nahrung, Kleidung, Unterkunft ... kann man bei denen alles einfach mal in Frage stellen, sofern sie nicht bereit sind - ja, was denn eigentlich zu tun? Was sollen die denn in Zukunft arbeiten? Wie sieht denn die Gegenleistung aus, die sie erbringen sollen? Wo ist denn die Arbeit in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit, die sie erledigen sollen, damit das gute Gewissen der CDU/CSU beruhigt ist? Das sind Fragen, die sich in diesem Land jetzt schon Menschen seit bald dreißig Jahren stellen - und dreißig Jahre Politik hat auf diese Fragen keine andere Antwort gefunden, als die Opfer die Globalisierung mit Gewalt ins asoziale Abseits zu stellen und ihnen mit dem Hungertod zu drohen, sofern sie nicht selbst eine Lösung für die Probleme finden, die sie selbst aber nicht geschaffen haben.

    Super.

    Damit ist der Solidargedanke begraben worden ... und es glaubt ja wohl niemand mehr, das diese Entwicklung nicht - wie in Kalifornien nun hochaktuell - auch auf andere Sozialbereiche ausgedehnt werden wird. Altersversorgung, Gesundheitsvorsorge, Schulen, Museen, Arbeitsämter, Gemeindeverwaltungen, Parlament, Demokratie ... so was muß man sich in Zukunft erstmal wieder leisten können.

    Und das ... soll man wählen können? Den Menschen politische Macht geben, die sie hemmungslos Mißbrauchen zum Schaden des Volkes, weil sie nur noch mit Aufsichtsratspöstchen geköderte Kapitalmarionetten sind und alle Völker zu dienstbaren Arbeitssklaven umerziehen wollen im Sinne einer 25%-Eigenkapitalrendite?

    Selbst ich hätte nie gedacht, das die Diktatur der Finanzmärkte, zu deren Rettung wir uns gerade hoffnungslos verschulden, so schnell diese Ausmaße annimmt ... obwohl die Entwicklung auf der Basis der vorhandenen Umstände absolut logisch war. Und das macht es so bitter ... im Lande der Dichter und Denker.

  • Freie Märkte sind Mist. Lernerfolge der Finanzkrise

    Was lernen wir aus der Krise? Bankberater lernten offenbar nichts. Immer noch ist oberstes Ziel der Beratung, die höchstmöglichste Provision zu erzielen - auf Kosten der Kunden:

    http://wirtschaft.t-online.de/c/19/26/63/48/19266348.html

    Bankberater mussten seit Beginn der Finanzkrise massive Kritik einstecken - und haben offenbar wenig Lehre daraus gezogen. Die Qualität der Beratung in den Banken ist "katastrophal", ergab ein gemeinsamer Test der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der ZDF-Redaktion "WISO".

    Aber zumindest der Ackermann hat was gelernt. Freie Märkte sind Mist. Besser sind Kartelle ... nur die sind leider out:

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/finanzmarktprofis/nuetzliche-kartelle;2410527

    Heute sind Kartelle out und freie Märkte (jedenfalls bis vor der Krise) in. Aber es ist schon eine Ironie der Geschichte, dass der Staat auch deswegen eingreifen muss, weil ein internationales Kartell durch freie Märkte ersetzt wurde.

    Das ist natürlich in diesen Zeiten eine geradezu sensationelle Erkenntnis, die leider im Medienrummel total untergeht: die unsichtbare Hand der Marktes, der große Geist, der alles auf so wunderbare und fehlerlose Weise regelt, hat voll ins Klo gegriffen. Und tut das wahrscheinlich sogar regelmäßig, wenn man ihm nicht auf die Finger klopft. Aber wir wollen ja keine Kartelle mehr, weil ihre Macht politisch
    so bedenklich ist. Allerdings ... wie weit sind wir denn bei den momentanen Konzernallianzen noch von Kartellen entfernt? Wie groß ist denn noch die Konkurrenz der Ölmultis, die auf wunderbare Weise die
    Benzinpreise alle gleichzeitig anheben, so als würde es Wettbewerb überhaupt nicht mehr geben?
    Ist dieser Artikel jetzt der erste Versuch, Kartelle hintenherum (das ist ja in letzter Zeit eine beliebte Methode geworden, so wie der hintenherum geführte Angriffskrieg gegen Afghanistan) wieder gesellschaftsfähig zu machen, weil sie hintenherum schon längst wieder da sind, nur jetzt langsam auch mal öffentlich agieren wollen.

    In den achtziger Jahren hatten wir eine sehr merkwürdige Erscheinung. In der gesamten westlichen Welt wurden Unsummen an Geld in junge, unerfahrene Leute gepumpt. Egal, was die konnten, Hauptsache, man macht sie schnell reich. Models, die zuvor noch am Hungertuch nagten, was ihrer Figur sehr gut bekam, wurden über Nacht zu Multimillionärinnen. Dumpfbackige Pickelgesichter mit dem IQ eines Salatkopfes fummelten an Riesenfonds herum (erledigten aus reiner Blödheit auch die eine oder andere traditionelle Bank - so im vorbeigehen), strukturierten als unerfahrene Unternehmensberater so lange an Firmen herum, bis denen außer einer gezielten Pleite keine andere Zukunft mehr übrig blieb und verdienten sich so dumm und dämlich. Über den Jugendwahn wurde viel diskutiert, wer die Entscheidungen getroffen hat, das Geld dahinzulenken, bleibt bis heute noch geheim. Nicht geheim ist ... das zu den Zeiten die "Generation Doof" die Macht ergriff und sie seitdem fest in den Händen hält. Und dies wurde durch die Medien massiv durch eine gigantische Offensive unterstützt ... und an Stelle einer ewig rebellierenden Jugend hatten wir auf einmal "Yuppis", die nahezu die Krone der Schöpfung darstellen sollten. Jung, schön, reich, von allen gefeiert ... und wahrscheinlich dachten sie sogar, sie würden ewig leben.

    Der Harvard Buisiness Manager hat überhaupt nichts gelernt, denn ihm waren alle Fehler schon vorher bekannt. Na ja, nachher ist man immer schlauer und kann leicht sagen: wir haben´s eigentlich schon vorher gewußt, nur uns hat keiner gefragt.

    http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-615058.html

    Warum hat das Risikomanagement der Geldhäuser in jüngster Zeit so grandios versagt? Sechs typische Fehlentscheidungen brachten viele Banken an den Rand des Ruins.

    Das man angesichts der Tragweite und der Folgen dieser anscheinend schon lange bekannten Fehlentscheidungen nicht vorher schon mal eingegriffen hat - zum Beispiel, in dem man den Yuppi hinausgeworfen hat, damit er endlich mal lernt, das es außerhalb der Coctailbar und des Club-Urlaubs noch Leben gibt, für das man ganz nebenbei auch mal Verantwortung übernehmen kann - deutet schon wieder darauf hin, das schon manch ein kritisch denkender "Entscheider" der Wirtschaft gezielt entschieden hat, den Karren in den Dreck zu fahren. Wenn "Fehlentscheidungen" schon als "typisch" angesehen werden können, warum hat man es dann unterlassen, Menschen einzustellen, die diese typischen Fehler einfach aus ihrem Naturell heraus nicht machen? Finanzbeamte zum Beispiel. Zur Not auch Ruheständler, die sich ein paar Euro dazuverdienen wollen (aber nur ein paar - keine Millionen). Ehrenamtler, die aus Idealismus umsonst mal eben das Risikomanagement überwachen. Mehr als katastrophale Fehler hätten die doch auch nicht machen können - aber sie wären preiswerter gewesen.

    Insofern muß man sich über das Ergebnis des Tests von Wiso und der Verbraucherzentrale doch gar nicht wundern. "Business as usual" ist angesagt, bis etwas anderes angesagt wird. Aber die Geldvernichtungsmaschinerie wird trotz aller Krisenerfahrung einfach weiterlaufen gelassen....schon starten wieder neue riesige Immobilienfonds, die unglaubliche Renditen mit europäischen Immobilien versprechen.

    Nun ... hintenherum wurde ja auch (alles wieder unverlinkbare Radiomeldungen) ein umfangreicher "Städterückbau" beschlossen, der preiswerten Wohnraum in nie geahnter Höhe vernichtet - vor allem im Osten. Unser Land soll schöner werden. Die neuen Immobilienfonds wollen ja nicht in Plattenbauten investieren, sondern lieber in wertvolle Immobilien, am besten Grundstücke. Und wenn der Wohnraum dann künstlich verknappt wurde, dann steigen die Preise und die Rendite kann eingefahren werden.

    Ein schönes System eigentlich. Für Leute, die ihr Kapital für sich arbeiten lassen können.

    Ein schlechtes System für Bürger. Sie werden ausgenommen wie Weihnachtsgänse. Aber Hauptsache, die Beerdigung von Jacko kommt ins Fernsehen, dann ist man wieder abgelenkt von den Dingen, die ansonsten unerträglich wären.

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