Es kann sich nur um einen schlechten Film handeln, in dem wir gerade leben. So richtig ernst nehmen kann man das doch nicht mehr, oder? Da wurden wir ja vor kurzer Zeit erstmal ganz gründlich darüber aufgeklärt, das es den Banken wieder super geht, sie machen wieder Milliardengewinne.
Und nun dies:
http://de.news.yahoo.com/2/20090731/tts-manager-boni-grosser-us-banken-2008-c1b2fc3.html
Die von einigen großen US-Banken im vergangenen Jahr gezahlten Boni waren höher als ihr Gewinn. Dies ist das Ergebnis einer vom New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo präsentierten Untersuchung. Unter anderem hätten Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase mehr Prämien an ihre Manager gezahlt, als sie Gewinn gemacht hätten. "Selbst ein kurzer Blick auf die Zahlen reicht, um zu sehen, dass in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation die Entlohnung der Banker jede Verbindung zu den Ergebnissen ihrer Institute verloren hat", sagte Cuomo.
Dem Bericht zufolge schüttete beispielsweise Goldman Sachs im vergangenen Jahr 4,8 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) Boni an seine Führungskräfte aus. Das war mehr als das Doppelte des Gewinnes, der bei 2,3 Milliarden Dollar lag. Auch bei Morgan Stanley und JP Morgan Chase wurden mehr Boni ausgezahlt als Gewinn gemacht.
Ich bin der Meinung ... entweder träumen wir alle schlecht, oder es läuft hier ein groß angelegtes Programm, das den Verblödungsgrad der Bevölkerung testen soll. Ich warte nur noch auf die Meldung:
"Die Erde ist doch eine Scheibe". Gäbe es für dieses Phänomen Fördergelder, so würden sich sicher einige tausend Wissenschaftler finden lassen, die es ernsthaft untersuchen und viele Hinweise finden, die die Therorie bestätigen.
Näheres dazu auch hier:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,639400,00.html
Milliardenschwere Staatshilfen einerseits, üppige Prämienzahlungen andererseits: Neun der größten US-Banken haben vom Steuerzahler im vergangenen Jahr zusammen 175 Milliarden Dollar erhalten und zugleich 32,6 Milliarden Dollar an Boni ausgeschüttet - trotz enormer Verluste.
In solchen Zeiten wünscht man sich auch in Deutschland einen Robin Hood, der die Steuergelder wieder zurückholen kann:
http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,571526,00.html
Andrew Cuomo ist seit 2007 New Yorker Generalstaatsanwalt. In dieser Funktion zwingt er dieser Tage Großbanken in die Knie - sie werden für Milliardenbeträge strukturierte Anleihen zurücknehmen. Die UBS hat Cuomo dabei besonders im Visier.
Na, der braucht auf jeden Fall keine Angst vor Arbeitslosigkeit zu haben ... und ist wohl in der Tat sein Geld wert. Erinnert mich dran, das man alle Hartz-IV-Empfänger so voll bezahlten Steuerfahndern ausbilden lassen sollte, die könnten dann ebenfalls auf eigenen Beinen stehen und sich selbst finanzieren.
Aber bis es soweit ist, müssen wir uns mit der deutschen Version von Robin Hood begnügen:
dem Aufstand.
DER AUFSTAND sieht sich selbst als Bürgerinitiative von Mensch zu Mensch. Trotz Unterstützung des Vereins Mehr Demokratie e.V. bleiben wir unabhängig und parteilos, getreu unserem Motto - Reden ist silber, HANDELN ist Gold!
Hier kann man auch seine alten Socken hinschicken.
Schickt einen leeren Strumpf, schreibt
ein Brief dazu , was euch stört an eurer
Situation.
Was sich verändern müßte , damit mehr übrig
bleibt.
Mit euren Socken und euren Briefen im Gepäck
werden wir ,dass Team vom Aufstand,
persönlich nach Berlin fahren und diese
leeren Sparstrümpfe übergeben.
Na, das ist doch mal eine starke Aktion und ein deutliches Zeichen. Die Socken aber bitte vorher waschen, ja? Ob allerdings die Amerikaner sich von der Aktion überzeugen lassen, das wir wirklich nichts mehr auf dem Konto haben, weiß ich nicht. Denn immerhin wollen die jetzt auf jedes Konto schauen, ob dort nicht doch noch was zu holen ist:
Amerikas Terrorfahnder wollen sich den Zugriff auf private Bankinformationen der EU-Bürger sichern. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, warnt vor massiven Eingriffen in die Privatsphäre.
Na ja, die Steuergelder für die US-Großbanken müssen ja wieder `reinkommen. Ich warte schon seit Jahren auf den Tag, wo "Konsumverweigerung" eine strafbare Handlung ist, im Sinne der "Aufschwunggefährdung".
Noch haben wir damit ja kein Problem, denn momentan geben die Deutschen ... dank "Abwrackprämie" ... mehr Geld das sie nicht haben aus als noch vor einem Jahr:
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,639266,00.html
Privathaushalte in Deutschland haben offenbar keine Schwierigkeiten, an Konsumkredite zu kommen. In den ersten sechs Monaten des Jahres haben die Bundesbürger ein Fünftel mehr Kredite für Anschaffungen erhalten als vor Jahresfrist, berichten Auskunfteien.
Angesichts der momentanen Krise keine schlechte Strategie, denn was man da erstanden hat, das kann man behalten. Und der Rest ... geht in den Privatkonkurs, die "Bad Bank" des kleinen Mannes. So blöd sind die eben nicht, die Deutschen.
Und außerdem trauen die Banker ihnen mehr als den deutschen Firmen:
Damit ist die Kreditversorgung der Privathaushalte offenbar weitaus stabiler als die der Unternehmen. "Deren Die Finanzierungssituation hat sich eindeutig verschärft und könnte sich in den nächsten Monaten drastisch verschlechtern. Es muss auf jeden Fall vermieden werden, dass erste zaghafte Wachstumstriebe durch fehlende Liquidität abgewürgt werden und an sich gesunde Unternehmen durch fehlende Kredite wegbrechen"
Nun, es ist seltsam: was Gehalt angeht, sind die Deutschen in Europa ja schon lange nicht mehr Spitzenklasse, trotzdem bekommen sie Kredite ohne Grenzen - es sein denn, sie sind Unternehmer. Aber was die Arbeitszeiten angeht, da haben wir uns inzwischen an die Spitze geschuftet. Man merkt: es ist kein Scherz, das ARBEIT für den Deutschen GOTTESDIENST ist, der arbeitet nicht, um Geld zu verdienen, sondern um den Zorn der Götter (z.B. der "unsichtbaren Hand des Marktes") von sich abzuwenden.
http://www.welt.de/wirtschaft/article4230706/Der-Fleiss-der-Deutschen-ist-besser-als-sein-Ruf.html
Die Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten pro Woche mit 41,2 Stunden deutlich länger als ihre Kollegen in den meisten anderen EU-Ländern. Auch wenn es an der Motivation vielerorts hapert, sind die Deutschen deutlich fleißiger als gedacht. Für die Gewerkschaften sind die Zahlen eine Ohrfeige.
Ja, die wollen kein GEHALT, die Deutschen, die wollen, verschult wie sie sind, FLEISSKÄRTCHEN. Darum müssen sie auch Kredite aufnehmen, um sich mal was kaufen zu können, auch wenn die Chance, das alle ihre Kredite zurückzahlen können, recht gering ist:
http://www.welt.de/wirtschaft/article4223297/Der-Sturm-auf-dem-Arbeitsmarkt-kommt-erst-noch.html
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 52.000 auf 3,462 Millionen gestiegen. Die Zahlen sind besser als Experten erwartet hatten. Doch Euphorie können sie nicht auslösen. Auf Dauer trägt die "Beschäftigungsbrücke" Kurzarbeit nicht. Der Sturm auf dem Arbeitsmarkt, soviel ist sicher, steht uns noch bevor.
Aber das macht den fleißigen Deutschen ja nichts aus. Sie arbeiten gern auch umsonst, denn ARBEIT MACHT FREI, und das scheint die ARGE ihnen ja garantieren zu können. Somit ... ist die Welt wieder in Ordnung.
Und wenn man mal ein Brötchen möchte: kein Problem, einfach Kredit aufnehmen.
