Man hat mich ja oft und lange kritisiert, weil ich die Agenda 2010 von Anfang an für den Beginn einer außerordentlich häßlichen Entwicklung ansah. Panikmache wurde mir vorgeworfen, Unterstützung von Asozialen, das Ignorieren wirtschaftlicher Notwendigkeiten und vieles mehr.
Und das ein Verkaufsleiter der Pharmaindustrie gleichzeitig Attac-Mitglied sein kann ... kann ja nun mal gar nicht angehen. Nun ... zum Schluß habe ich Arzneimitteleinzelimporte organisiert - moralisch unbedenklich. Seltene Schnecken aus Brasilien zur Therapie von Kindern zu beschaffen ... das war mein Job.
Keine organisierte Volksvergiftung mehr im Sinne der Renditeopitimierung. Damit ... hätte man leben können. Aber hiermit nicht:
http://krisenvorsorge.com/modules/news/article.php?storyid=364&location_id=109&topicid=2
Während man in der aktuellen Presse von Staatsschulden in Höhe von etwas über 60% des Bruttoinlandsprodukts spricht, liegt der wahre Wert über 300 %. Schon 2002 belief sich der Wert auf 270 %. Das ergaben kaum beachtete Berechnungen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).
?Bei den Staatsschulden verhält es sich wie mit einem Eisberg?, so der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen. ?Die Öffentlichkeit diskutiert über die Spitze und merkt nicht, dass noch viel mehr unterhalb der Wasserlinie liegt.? Die versteckten Schulden sind dabei das Ergebnis der umlagefinanzierten Sozialversicherungssysteme. Hintergrund ist folgendes: sämtliche Menschen, die heute in die gesetzliche Renten- oder Pflegeversicherung einzahlen, haben damit Anspruch auf zukünftige Sozialleistungen des Staates. Mit anderen Worten: der Staat hat diesen Menschen gegenüber Schulden. Schließlich entsteht durch die Einzahlung eine zukünftige Zahlungsverpflichtung für den Staat. Diese Verbindlichkeiten tauchen in keiner Haushaltsstatistik auf, obgleich sie ökonomisch betrachtet der Aufnahme von Krediten entsprechen.
Der Staat hat diesen Menschen gegenüber Schulen. Und die Agenda 2010 hat sich das erstemal der Schulden auf eine sehr häßliche, bequeme und asoziale Art und Weise entledigt: die Menschen, die zwanzig Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, wurden zwangsenteignet und gleichzeitg sozial stigmatisiert, um die Solidarität der Bevölkerung auf ein Minimum herunterzufahren.
Ich fand ... das Prinzip war offensichtlich. Und es führte den gesetzlich legitimierten Betrug des Staates an seinen Gläubigern ein. Der Anlagebetrug der Banken setzt sich hier fort bzw. wurde vorweg genommen. Man zahlt ein, und wenn man´s in Anspruch nehmen muß ... ist nicht nur das Geld weg, man wird zusätzlich auch noch zum Untermenschen degradiert und zur Zwangsarbeit verdonnert.
Mit dieser Methodik hat man sich im Dritten Reich die jüdischen Vermögen angeeignet, die sich auch heute noch im Besitz der Räuber befinden.
Jetzt mag man sich zurücklehnen und sagen: ok, ich habe noch Arbeit, ich bin Beamter, ich bin Rentner, ich bin Selbstständig ... mir kann das nicht passieren.
Vogel-Strauß-Reaktion war in Deutschland ja auch schon immer die Lieblingsreaktion des Groß- und Kleinbürgers. Auch das sah man im Dritten Reich.
Allerdings möchte ich mir erlauben, das Vögelchen an dieser Stelle etwas aufzuscheuchen ... denn:
in der Krankenversicherung, einem weiteren Standbein des Sozialstaates, haben wir (wir berichteten) schon ähnliche Degenerationserscheinungen: 77 % der Ärzte verweigerten schon insgeheim Behandlungen aus Kostengründen ... ohne den Patienten zu informieren.
Und die Rentenversicherung ... ist nach meiner festen Überzeugung das nächste Ziel. Da geht überhaupt kein Weg dran vorbei. Und mehr und mehr werden in den Medien Hartz-IV-Empfänger mit Rentenempfängern gleich gesetzt (wir berichteten) und ein Thilo Sarrazin spricht jetzt schon davon, das in Zukunft nur noch eine Grundsicherung gezahlt werden kann (wir berichteten).
Ich denke nicht, das man die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigen kann. Aber unsere Rentenansprüche kann man an der Agenda 2010-Front verteidigen.
Und nicht mit der Forderung nach höheren Regelsätzen, denn die werden durch Inflation und höhere Mehrwertsteuer schnell aufgefressen ... und das Prinzip der staatlichen Ausplünderung der Sozialkassen bleibt bestehen.
Und die Nutznießer dieser Politik werden immer dreister, wie die Firma Quelle, die kurz vor der Insolvenz noch schnell alle Konten leergeräumt hat. Aber ... immer noch um Staatshilfe bettelt, alldieweil ja sonst die Arbeitsplätze in Gefahr sind:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,632970,00.html
Kaum noch Hoffnung für Quelle: Der Versandhändler musste sämtliche Gelder kurz vor dem Insolvenzantrag an den Mutterkonzern überweisen
Alle schreien nach unseren Rentengeldern ... und viele kriegen sie auch. So hatte auch der Herr Hitler die Autobahnen finanziert ... mit den Rentengeldern.
Und danach ... blieb natürlich nur noch ein Krieg übrig in der Hoffnung, so den drohenden Staatsbankrott abzuwenden.
Um zu sehen, was uns in einiger ... nicht allzu langer ... Zeit drohen wird, lohnt sich ein Blick nach Kalifornien.
Kalifornien, ein Bundsstaat der USA, für sich allein genommen die siebtgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, ist zahlungsunfähig, seine staatlichen Schuldverschreibungen gelten als "instabil" - weshalb es keine Kredite mehr gibt.
http://www.jungewelt.de/2009/06-27/014.php
Kalifornien steht vor dem Zusammenbruch. Weite Teile der Wirtschaft liegen am Boden, die öffentlichen Haushalte sind hoffnungslos überschuldet, die Kassen leer.
Was geschieht, wenn ein Staat pleite ist und sich nicht mehr durch weitere Kredite finanzieren kann?
Lehrer, Beamte, Arbeitslose, Rentner, Sozialhilfeempfänger, Angestellte und andere mehr haben am Monatsanfang ... eine dicke Null auf dem Konto. Ansprüche hin oder her ... wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Recht verloren.
Einhard
Pro
Hm, man könnte fast meinen, INSM-Raffelhüschen hat da mal einen kurzen lichten Moment gehabt; er ist ja ansonsten dafür bekannt, ganz "objektiv" in lautstarker Vertreter der privaten Rentenversicherung/Altersvorsorge zu sien, was natürlich in keiner Weise mit Sienen Tätigkeiten für die ERGO Versicherungsgruppe, die Victoria Versicherung AG oder die MLP AG zu tun hat