szmmctag

Archiv der Einträge: 28 April, 2009
  • Das Leben ist schön! Trotz Krebs, Korruption und Apathie

    Ein schöner Satz, nicht wahr? Das Leben ist schön. Nun, es ist vielleicht nicht immer schön anzuschauen, aber an sich ist es doch ganz fein.

    Zum Beispiel, wenn man es mit einem Stein vergleicht. Ein Stein ... kann nicht kommunizieren, bekommt keinen Krebs, kann keine Sms verschicken und vor allem: er kann nicht dazulernen.

    Er liegt eine Million Jahre in einer Ecke herum, und wenn ihn keiner schubst, macht er locker nochmal eine Million Jahre ... bis er Sand wird und sein Treiben als solcher fortsetzt.

    Wir sind da anders. Wir bewegen uns selbst ... und andere, können Kommunizieren, bekommen Krebs und können dazulernen.

    Zum Beispiel können wir lernen, das man durch kommunizieren Krebs bekommen kann, schon nach zehn Minuten lustigem Geplauder mit der Nachbarin grummelt´s in den Zellen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/krebserkrankung/nicht-thermische-effekte-durch-studie-bestaetigt.html

    Toll: wieder was dazu gelernt.

    Aber auch die, die nicht telefonieren und einfach neben der Sendeanlage wohnen, bekommen ein Stückchen vom Kuchen ab:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/krebserkrankung/krebsinzidenz-im-umkreis-eines-mobilfunksenders.html

    Klasse, nicht wahr? Nichts bezahlt und trotzdem mitversorgt. Sehr großzügig, will ich meinen.

    Natürlich, einige fehlgeleitete Ärzte außerhalb der industriefinanzierten Studien meinen, daraus groß Kapital schlagen zu müssen, warnen nicht nur vor Handys, Wlan, BlueTooth und DECT, sondern auch generell vor den Lügen, mit denen man in diesem Zusammenhang überschüttet wird.

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/aerzteschaft-d/aerztekongress-murnau-dringender-handlungsbedarf.html

    Also so etwas. Mischen die sich ungefragt in Geschäftsfelder ein, mit deren Resultaten sie doch auch Geld verdienen könnten. Zum Beispiel durch Krebstherapie bei Kindern, denn die ... sind ein wenig empfindlicher.

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/erhoehte-mobilfunkrisiken-fuer-kinder.html

    Konzentriert in einer Schule untergebracht, Mobilfunkmasten aufgestellt ... ja, da läuft dann schon mal was:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/schulen-befuerchten-krebsfaelle.html

    Fünffach höheres Hirntumorrisiko, wenn man vor dem 20. Lebensjahr mit dem Handy herumwirbelt, ja,
    da bleibt doch kein Auge trocken. Da wird die Klinik wieder voll, die Arbeitsplätze sind sicher.
    Was will man den mehr in Zeiten des allgemeinen Krankenhaussterbens?

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/erhoehtes-hirntumor-risiko-bei-kindern.html

    Aber wer jetzt nun nicht gerade Onkologe ist, sondern sich eher im anderen ansteigenden Erkrankungen bei Kindern beschäftigt, wird auch bedient. Autismus, z.B., auch so ein kleiner Nebeneffekt der elektronischen Quasselkultur.

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/beschleunigter-anstieg-von-autismus.html

    Na, wer hätte das gedacht. Das Leben ist schön. Wieder etwas dazugelernt. Doch hinfort von diesen düsteren Themen, laßt uns etwas in der Natur verweilen, wo die Handynetze auch Wunder wirken, die lehrreich und unterhaltsam sind.

    Bienen zum Beispiel, die werden agressiv, geben weniger Honig und vor allem: die gehen kaputt:

    http://www.diagnose-funk.org/aktuell/brennpunkt/das-grosse-bienensterben.html

    Ist natürlich geheim, offiziell dürfen wir nur den amtlichen Therorien glaube, was wir ja auch tun.

    Aber Kühe ... da dürfen wir noch glauben was wir wollen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kuehen/fehlgeburten-im-stall-wegen-mobilfunkantennen.html

    Verzehnfachung der Fehlgeburten, dein Drittel kommen krank zur Welt, 32 Kälber und 4 Kühe tot ... ja, das bringt was, so ein Sendemast. Und dann kriegt die Familie auch noch Gelenkschmerzen - alles zum gleichen Preis: völlig umsonst.

    Eine sehr gute Nachricht gibt es jetzt jedoch für Raucher, jenes geschundene Pack, das seltsamerweise immer noch lebt:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/kopf-und-gehirn/spezialist-warnt-vor-enormem-anstieg-von-tumoren.html

    Handynutzung ist viel gefährlicher als Rauchen! Also: Handy wegschmeißen, erst mal eine anstecken, schon steigt die Lebenserwartung.

    Natürlich ... und jetzt lernen wir wieder etwas neues ... darf man über diese Theme nicht so öffentlich reden. Immerhin geht es hier um eine Wachstumsbranche, und die ist mehr als heilig, es geht um Arbeitsplätze und jede Menge Pöstchen für Politiker:

    http://www.diagnose-funk.org/politik/lobbyismus/mobilfunkindustrie-an-den-schalthebeln-der-macht.html

    Ja, kein Wunder, das man es sich da mit niemandem verscherzen will. Immerhin ... die haben alle ein Büro, eine Sekretärin und ein Telefon mit Kabel. Also ... was soll der Aufstand?

    Da ist es doch nicht verwunderlich, das die Kritik des Spiegelblog an dem Spiegel selbst nicht sonderlich gut ankommt:

    http://www.diagnose-funk.org/politik/medienpolitik/wiener-skandal-spiegelblog-kritisiert-den-spiegel.html

    Na, das wird wohl in absehbarer Zeit mal wieder personelle Konsequenzen haben, früher oder später.

    Natürlich versuchen wieder einige Wissenschaftler, sich wichtig zu machen, indem sie gegen die angebliche amtliche Verharmlosung der Gefahr aufbegehren:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/wissenschaftspolitik/protest-gegen-amtliche-verharmlosung.html

    Wie gut zu wissen, das die junge Generation bis zu sechs Stunden täglich am Handy verbringt, da kann man davon ausgehen, das die Kritik nicht nachwächst und man sich ungestört weiter dem Ausbau profitabler Geschäftsfelder widmen kann:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/gesundheitliche-befuerchtungen-bei-handysuechtigen.html

    Natürlich, die angestiegene Suizidrate in der Nähe der Sendemasten könnte einen beunruhigen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/schlaf-mortalitaet-lebensdauer/selbstmorde-in-verbindung-mit-mobilfunkantennen.html

    Andererseits, da Handy auch Schlafstörungen, Depressionen und Verwirrungszustände erzeugen, haben die Leute genug mit sich selbst zu tun und alles andere im Sinn, als gegen die flächendeckende Vergiftung
    gezielt vorzugehen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/schlaf-mortalitaet-lebensdauer/handystrahlung-verursacht-schlafstoerungen.html

    Außerdem sterben auch mehr Leute und diese auch schneller, da sollte man die positiven Auswirkungen auf die Rentenkassen ... gerade in Zeiten knapper Finanzen ... nicht unterschätzen. Und so ist doch irgendwo wieder allen gedient:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/schlaf-mortalitaet-lebensdauer/auswirkungen-auf-die-lebenszeit-einer-bevoelkerung.html

    Na, das Leben ist doch schön. Man kann einfach immer nur etwas dazulernen. Und das macht doch Spaß, oder?

    Und angesichts dieser Datenlage wird man sich jetzt wohl nicht mehr wundern, das mich die Gefahren, die durch die Schweinegrippe an die Wand gemalt werden, überhaupt nicht mehr interessieren.

  • Das Leben der Konsumameise

    Leider verdienen manche unserer Mitgeschöpfe nicht die Art von Aufmerksamkeit, die ihnen zukommt.

    Das liegt wohl daran, das der gute Profressor Grzimek nicht mehr unter uns weilt, der uns seinerzeit schon mit den Geheimnissen der Steinlaus vertraut gemacht hat, die heutzutage in den meisten Ausgaben des
    "Pschyrembel" ihren festen Platz hat.

    Darum möchte ich an dieser Stelle stellvertretend für den Professor ein Wesen vorstellen, das nur allzuschnell aus unserer Aufmerksamkeit verschwindet, aber den Mensch schon längst von seinem Platz verdrängt hat: die Konsumameise.

    Schon von klein auf wird dieses putzige kleine Kerlchen darauf getrimmt, so ziemlich alles in sein Nest zu schleppen, was bunt ist, nutzlos und möglichst viel Müll macht.

    So bildet sich sein kleines Nest ganz schnell zu einem Abbild jener großen Nester, aus denen er diese Sachen alle mit großer Mühe herausbekommen möchte.

    Wird er dann größer, so wird er letztendlich natürlich dazu angehalten, möglichst viel an der Produktion der Dinge mitzuwirken, die er und seine Artgenossen tagtäglich in ihre immer größer werdende Nester bringen.

    Am Besten gefällt es allen, wenn er Maschinen produziert, die diese Dinge noch viel schneller produzieren, als es die einfachen Konsumameisen mit der Kraft ihrer bloßen Hände könnten, denn dies schafft noch viel mehr Dinge, die man in sein Nest schaffen kann ... und auch braucht man dann immer größere Nester.

    In seinem emsigen Treiben kümmert sich unser Ameiserich relativ wenig darum, was um ihn herum passiert.
    So werden schon mal Flüsse und Seen vergiftet, Landstriche verseucht, Wälder ausradiert - doch das alles kümmert ihn sehr wenig. Wichtig ist ihm, seinen Arbeitsauftrag zu erfüllen und seine wachsenden Nestern mit einer ständig variirenden Zahl von Dingen zu füllen, die unter anderem äußerst bedeutsamen Kriterien wie Mode, Stil und Geschmack unterliegen, wobei der Zeitgeist nicht vergessen werden darf oder das, was gerade "in" ist.

    Die Weibchen der Konsumameisen zeigen hier eine offensichtliche Bevorzugung von künstlichen Häuten und Hufen in allen Formen und Farben, während die Männchen häufiger zu Dingen neigen, die so richtig schön Krach machen ... oder wenigstens lustige Geräusche.

    Als soziale Kultur zieht die Konsumameise das Miniaturmodell Kleinfamilie oder Einzelgänger vor, weil das ihrem Lebenssinn ... dem Anhäufen von Gütern ... am ehesten entgegenkommt, denn bei größeren Gruppen würden sich manche Dinge doch doppelt und dreifach anhäufen, und darin sieht selbst die Konsumameise keinen Sinn.

    Politisch gesehen wird die Konsumameise am liebsten von einem König regiert, und wo dieser nicht der natürlichen Ordnung entwächst, wählt sie sich einen x-beliebigen alle vier Jahre neu. Vollkommen unwohl fühlt sie sich in demokratischen Strukturen, die Eigenverantwortung und Engagement verlangen, da beide
    Erscheinungsformen modernen politischen Verhaltens ihr nur Zeit stehlen, die sie lieber damit verbringt, ihrem Lebenssinn zu frönen.

    Äußerst bissig wird unser niedliches Tierchen, wenn sich andere ihrer Art dem Kreislauf des Konsumierens und Produzierens durch bloßes Nichtstun entziehen - es sei denn, das schon die Eltern so viel angehäuft haben, das es für mehrere Leben reicht.

    Nichtstun aus Gründen die jenseits von Tod liegen (der ist noch halbwegs akzeptiert) kann sie überhaupt nicht leiden, das widerspricht ihrer Natur vollkommen.

    Da kann es auch schon mal vorkommen, das dieses an sich harmlose Geschöpf vollkommen außer sich gerät, so als wäre seine Brut in Gefahr und öffentlich zur Gewalt aufruft gegen die Schmarotzer und Parasiten, die sich dem produzieren entziehen und den Konsum auf das Lebensnotwendige reduzieren.

    Leider findet es sich dann doch oft zu beschäftigt bei der Erfüllung seines Lebenssinns, um diesem Ruf auch wirklich Taten folgen zu lassen.

    Auch Krankheit kann dieses Tierchen nicht ausstehen, weshalb es ein kompliziertes System erfunden hat, das äußerst kostspielig ist und an Stelle der Heilung die "Behandlung" setzte, was ein Begriff ist, der einen Vorgang bezeichnet, der dem Konsumieren und Produzieren wenigstens äußerlich sehr ähnlich ist.

    Sehr glücklich sieht es bei diesem Treiben allerdings nicht aus, es fehlen die Gelassenheit, die wir bei Schimpansen beobachten können, die Verspieltheit der Delphine oder der Mut des Stieres, aber etwas anderes hätten wir von Insekten ja auch nicht erwartet.

    Kommt es mal in Situationen, wo es nicht Konsumieren oder Produzieren kann, so verfällt es in eine Art Starre, die häufig mit dem Genuß berauschender Substanzen einhergeht, mit dem es diesen unerträglichen Zustand zu überbrücken versucht. Auch das stundenlange reglose Verharren von bilderproduzierenden Maschinen verschafft ihm eine gewisse Erleichterung seiner Leiden, so daß es diese Maschinen als die größte Erfindung seiner Art ansieht.

    Nun ... es wäre noch so viel zu schreiben über jene wunderbare Art, die tagaus tagein im gleichen Trott vor sich hinlebt, ohne sich zu grämen, doch ... auch mich drängts jetzt zum produzieren, damit ich danach konsumieren kann.

    Man ist halt, wie man ist, oder?

  • Moral ist menschlich ... Egoismus nicht

    In der allgemeinen Debatte über gut und böse, in der fortgesetzten Legitimierung des Egoismus als
    urmenschliche Eigenschaft fallen gerne mal Studien unter den Tisch, die eindeutig beweisen:

    der Mensch ist gut.

    Wirklich, wahrhaftig ursprünglich gut.

    Das ist angeboren, liegt in den Genen, ist fest einprogrammiert und man kriegt es auch so einfach nicht mehr heraus.

    Sogar Babys zeigen schon ein klar erkennbares moralisches Empfinden, mit vier Jahren ist dann schon alles vorbei: ganz klar wird zwischen gut und böse entschieden (mit ähnlichen Definitionskriterien, die auch das Grundgesetz der BRD enthält):

    http://www.hr-online.de/website/specials/wissen/index.jsp?rubrik=6570&key=standard_document_36351070

    Eigentlich müßte also damit die Diskussion über "gesunden Egoismus" vorbei sein. Egoismus ist der unnatürliche Zustand eines Menschen, durch den er zu einem vollendeten Sozialschädling wird.

    Und man braucht auch kein "bischen" davon, um überleben zu können, denn da, wo man selbst als moralischer Mensch Schaden nimmt ... ist der andere klar erkennbar böse...und man braucht ihm nicht geben, was man nicht geben will. Das hat aber mit Egoismus nichts mehr zu tun.

    Aber wenn der Mensch denn so moralisch ist ... woher kommt dann die Gleichgültigkeit im Alltag?

    Da ... gibt es jetzt eine weitere Studie, deren Quelle allerdings mein in der Regel zuverlässiger Informant vergessen hat ... muß aber im Intenet auffindbar sein, denn da hat sie es gefunden.

    Demnach sind ... mal wieder ... die Medien schuld an der Unmoral - nicht jedoch das vor pädophilen ja so wimmelnde Internet.

    Für ein moralisches Urteil braucht der Mensch bzw. sein Gehirn, sein Gemüt ... einige Sekunden.

    Für Glück, Angst und Zorn deutlich weniger.

    Und in der schnelle der medialen Welt ... können keine moralischen Urteile mehr gefällt werden.

    Die mediale Welt ist zu schnell, als das das Gehirn mit der Urteilsbildung noch Schritt halten könnte.

    Darum ist der Mensch immer noch ein edles, hilfreiches und gutes Wesen ... aber in der Geschwindigkeit der Moderne schafft es kaum noch, fundierte Urteile zu bilden.

    Deshalb ist er relativ hilflos der Gegenpropaganda ausgeliefert, die ihn als asoziales Schwein zeichnet, das möglichst schnell möglichst viel für sich anhäufen sollte, damit es bloß nicht der Nachbar bekommt!

    Das verschafft auch der Wirtschaft eine zwar insgesamt sinnentleerte aber trotzdem beachtenswerte Dynamik ... in der Produktion von egoistischen Verhaltensweisen und in der Anhäufung von dummen, sinnlosen Zeug, die letztlich zur Vernichtung des natürlichen Lebensumfeldes und somit zum Aussterben einer an sich guten Art führt.

    Nur ... glücklich macht das alles nicht.

    So zu sein, wie man ist, sich selbst verwirklichen zu können, als das was man ist: ursprünglich gut - das mach glücklich.

    Sonst ... nichts.

    Ohne die natürliche Veranlagung zur Solidarität wäre der Mensch an sich ganz schnell von seinen natürlichen Feinden aufgefressen worden, allein seine Brut wird viel zu langsam jagd- und erntefähig, als das sie als Egoisten überlebensfähig gewesen wären.

    Also ... lassen wir uns doch wieder zu unserer Bestimmung zurückkehren.

    "Gut sein".

    Eher Gärtner als Verschlinger der Erde.

    Es hindert uns ... nur wenig daran, wie es scheint.

    Sehr wenig.

    Und das künstliche System der Egoisten verschlingt sich langsam selbst...es ist sowieso Zeit zum Handeln.

  • Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit

    Ich bin oft sehr betrübt, wenn ich mich hinsetze, und meine, Dinge verknüpfen, zusammenfügen zu müssen, die alles andere als hoffnungsfroh stimmen.

    Der Antrieb dazu kommt sicherlich aus einer doppelten völligen Verblüffung heraus, die einerseits darin besteht, das die Regierung wirklich so skrupellos, hinterhältig, verlogen und gemein ist, so etwas zu machen (was ich in der Bonner Republik für undenkbar gehalten hätte) und andererseits aus der noch viel größeren Überraschung heraus, das das Volk das alles mit sich machen läßt.

    Viele davon sind doch studiert oder haben Abitur, alle sehen die gleichen Nachrichten wie ich, alles geschieht vor den Augen der Öffentlichkeit ... und obwohl der Bierkonsum eingebrochen ist und man eigentlich nicht mehr vermuten kann, das die jetzt alle besoffen und besinnungslos unter´m Sofa liegen,
    regt sich ... überhaupt nichts.

    Im Gegenteil ... es gibt immer noch 20% der Deutschen, die wollen SPD wählen. Und etliche mehr, die ihre alten Sklaventreiber mit noch größerem Hang zu Leid und Qual an die Macht bringen wollen.

    Da kann noch irgendetwas nicht stimmen?

    Vielleicht ist aber in den letzten Jahren, wo ich mich sehr zurückgezogen hatte, irgendetwas an mir vorbeigegangen, vielleicht habe ich irgendetwas nicht mitbekommen.

    Möglicherweise ist ja jetzt von mir völlig unerkannt eine umfassende Sado-Maso-Kultur ins Land gezogen ...
    der gestrige Besuch beim "Waldkindergarten" und der gedankenlose und gnadenlose Umgang mit lebenden Tieren, den ich dort erleben mußte, deutet schon in dieser Richtung hin. Gibt es jetzt eine umfassende Lust dazu, andere zu quälen und selbst fürchterlich gequält zu werden? Nun, einen erkennbaren Rückgang des normalen sexuellen Austausches zwischen Frau und Mann soll es ja sogar in Partnerschaften umfassend geben, vielleicht ... hat man hier mitlerweile Alternativen gefunden.

    Oder vergiften jetzt diese "Chemtrails" unsere Willenskraft so sehr, das wir noch nicht mal mehr in der Lage sind, unserer jämmerlichen Existenz ein Ende zu setzen ... immerhin steigen die Selbstmordraten auch nicht analog zur wirtschaftlichen Realität - wie es zu erwarten gewesen wäre?

    Manche meinen auch, es sei der Elektrosmog, der über Magnetfelder eine allgemeine Lähmung hervorruft.
    Quellen für diesen Smog gibt es ja genug, ich warte nur noch auf die Einführung der allgemeinen Handypflicht. Mich wird man davon verschonen, bei uns gibt es keinen Empfang. Aber ich bin mir sicher, das die Dinger zumindest bald verschenkt werden, damit auch ja bald jeder eins davon hat.

    Oder reicht die Erklärung der "Kultur der Angst", die ich einst versuchte zu formulieren, inklusive einer schnell einsetzenden Angststarre, diese seltsame phlegmatische Dynamik des Deutschen zu erklären?

    Eigentlich ... brennt es an allen Ecken, die Politiker schützen mit aller Macht die Brandstifter, es wird einem schon warm am Hintern ... und alle bleiben ruhig sitzen.

    Oder ist es eine Schockreaktion, die Überforderung des Welterklärungsmodells von Wohlstandsblasen, die
    der festen Überzeugung sind, wenn sie nur alles immer sofort tun, was die Obrigkeit von ihnen verlangt,
    dann wird es ihnen bis zu ihrem Tode gut und schön ergehen, weil man so viel schönen Wohlstandsmüll
    für sie produziert, mit dem man sich noch weit über sein Lebensende hinaus beschäftigen könnte.

    Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Angst der Wohlstandsblasen vor dem Tode lediglich darin begründet liegt, die nächste Handygeneration nicht mehr ausprobieren zu können und noch eine allerletzte Fernreise zu versäumen, die in Gefilde führt, die von Wohlstandsblasentourismusterror bislang noch verschont geblieben war.

    Gerade flüstert mir meine menschliche Muse und Lebensgefährtin von hinten ins Ohr: nein, die Angst der Wohlstandsblasen vor dem Tode ist die Angst vor der Konfrontation mit dem eigenen Nichts ... nun, das mag auch sein. Aber ... das sollte doch wenigstens dazu führen, dazu motivieren und animieren, an der eigenen Nichtigkeit etwas zu arbeiten ... oder habe ich da etwas falsch verstanden.

    Vielleicht ist es aber auch ... und darin lege ich in der Tat eine gewisse Hoffnung ... die Stimme der Instinkte, die sagt ... eigentlich ist das alles nicht so real, wie es uns vorkommt. Eigentlich ...
    ist das alles nicht so schrecklich wirklich und so schrecklich wichtig, wie man uns die letzten zweihundert Jahre weiß machen wollte.

    Eigentlich ... ist die Wirklichkeit menschlichen Seins ganz anders gestrickt und es wird Zeit, sich daran zu erinnern...oder man wird in diesen Zeiten ganz automatisch dran erinnert, aber es sickert noch nicht ins Bewußtsein, weil das gerade wieder mit einer nagelneuen Angst vollgestopft wird, weil irgendwelche Schweine in Mexiko sich erkältet haben.

    Vielleicht ist es das Bild, das ein Zen-Buddhist einst zeichnete:

    wir sind nicht, wie man uns weiß machen will, der Wasserstrudel, der sich kurz hinter einem Hindernis bildet, seine Kreise zieht und sich dann ins Nichts entschwindet ... wir sind der Bach und das Wasser selbst.

    Zumindest einen gab es, der fern von dem was es geben darf und nicht geben darf eine ganz eigene Realität lebte, sich von scharfen Gegenständen durchbohren ließ, die anderen den sicheren Tod gebracht hätten:

    http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/paranormal/mystery/200904_unverwundbarer_prophet/index.html

    Seltsame Geschichte, ein moderner Mythos, von dem ich fürchtete, er sei in den Siebzigern endgültig verschollen, aber jetzt ... taucht er dankenswerter Weise wieder auf.

    Nun ... er ist nicht der einzige, der die Kraft des menschlichen Geistes über die Materie anschaulich demonstrieren konnte, aber er ist derjenige, der wissenschaftlich am Besten untersucht wurde.

    Vielleicht ist es das, was alle anderen im Lande jetzt schon verstanden haben, nur ich nicht.

    Aber darum bin ich ja aus der Versenkung wieder aufgetaucht, um fragend um mich zu blicken und zu sehen, was denn da draußen eigentlich so abgeht und kaum noch mit dem üblichen gesunden Menschenverstand zu begreifen ist.

    Aber vielleicht schlafe ich auch einfach noch und träume den ganzen Wahnsinn nur ...

    Schön (und bequem!) wär´s ....

  • Armes krankes sterbendes Deutschland

    Armes Deutschland.

    Nein, also, nicht das es mir leid tut. Keine Sorge ... ich habe eigentlich nichts patriotisches an mir.
    Damit habe ich abgeschlossen seit meinem Besuch in Dachau und etlichen Tagen Filmmaterial über die Konzentrationslager.

    Armes Deutschland, weil es jetzt arm ist. Und krank.

    Hat ein Mensch eine Vergiftung, so würde man mit aller Macht das Gift bekämpfen.

    Gibt es in eine Ursache der Vergiftung in den Extremitäten, die beständige weitere Vergiftungen
    als sicher erscheinen läßt ... sagt man die Extremität ab.

    Ein Freund von mir, Arzt von Beruf, hat aus diesen Gründen seinen Fuß abschneiden lassen - ganz konsequent.

    Gab eine andere Möglichkeit, meinte er. Ich bin geneigt, ihm zu glauben. Das Gift darf halt nicht in den Körper dringen....sonst stirbt der Rest auch.

    Nun, unsere "Leistungsträger" haben anders entschieden als mein Freund. Sie holen das Gift jetzt einfach mal selbst in den Körper. "Giftige Papiere" werden in "Bad Banks" entsorgt, sprachlicher Sondermüll der nichts anderes besagt, als das letztlich der Staat den Mist, den private Banken angerichtet haben,
    selber schluckt, um die Tempel der neuen Wirtschaftsreligion nicht abreißen zu müssen.

    Die Gesellschaft mutiert zum bedingungslosen Privatbankenförderverein.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621412,00.html

    Und ... wie auch in der Biologie ... beginnt der Rest des Körpers zu sterben:

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/cdu-spricht-offen-ueber-hartz-iv-kuerzungen33221.php

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/erste-rentenkuerzung-seit-1957-droht;2254004

    Die Überversorgung überflüssiger, erkrankter Bereiche, die dringend einer Amputation bedürften, alldieweil sie weiteres Gift produzieren, führt automatisch zur Unterversorgung der gesunden Bereiche:

    z.B. auch die Arbeiter bei Mercedes Benz dürfen deshalb jetzt die Rechnung der Banken mitbezahlen, 73000 von ihnen bekommen jetzt erstmal weniger:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621415,00.html

    Ungeniert produziert jedoch der amputationspflichtige Körperteil weitere Gifte, von denen zum augenblicklichen Zeitpunkt noch niemand etwas wahr haben will, obwohl schon seit Monaten darüber gesprochen wird: der Kreditkartenchrash in den USA, noch mal knapp 1000 Milliarden Dollar, genauso
    elementar wie die Hypothekenkrise, genauso unaufhaltsam ... und genauso "überraschend" wie der morgendliche Sonnenaufgang (jedenfalls für manche "Experten"):

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621263,00.html

    In der Medizin würde man nun, zur Rettung des menschlichen Körpers, einfach alle Bereiche absägen, die den Leib zu vergiften suchen.

    In der Politik jedoch arbeitet man scheinbar sinnfrei ganz anders: man läßt den Körper ausbluten, um die verseuchten Extremitäten möglichst lang am Leben zu erhalten.

    Nun ... in Zeiten der Transplantation werden unsere kranken Extremitäten wohl in der Hoffnung leben, das der Körper der Nation lange genug durchhält, das man sich irgendwo anders anpflanzen kann.

    Wenn sie sich von Experten haben beraten lassen ... und damit ist bedauerlicherweise wohl zu rechnen ...
    dann scheinen sie jedoch schlecht beraten zu sein, denn deren mangelnde Qualitäten zeigen sich heute wie vor siebzig Jahren, doch scheinbar hat man nichts dazugelernt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621313,00.html

    Nun, Hauptsache ist ja auch, diese "Experten" weiterhin gut zu bezahlen, damit man treue Leistungsträger hat, die tun, was man ihnen sagt: politisch nützlichen Unsinn zu verbreiten, damit die kranken Teile der Gesellschaft Zeit gewinnen, ihre Überversorgung auf ein Maximum zu fahren, während der Rest ... dahinsiecht.

    Aber da ist es doch schön, in diesen unerträglichen Zeiten noch Gesichter zu sehen, die sich freuen können:

    (Leider ist der Artikel mit dem triumphal grinsenden Ackermann ... gerade eben wieder verschwunden. Aber ... mir ging es ja nur um das Photo ... und dieses besondere Lächeln. Nun - bemüht eure Phantasie, dann kriegt ihr´s hin).

    Armes Deutschland.

    Es ist krank. Vergiftet worden.

    Es ist Pleite. Und wird weiter ausgesaugt.

    Es wird sterben.

    Trotz allem ... schade irgendwie.

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