szmmctag

Archiv der Einträge: 23 April, 2009
  • Terrorwarnung ... bundesweit!

    Aus aktuellem Anlaß ändert die Redaktion des Eifelphilosophen heute ihr Programm
    und gibt eine Terrorwarnung heraus.

    Im Zuge der aktuellen Krise wird dringend vor zunehmendem Regierungs- und Wirtschaftsterror gewarnt:

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13679

    Die Bevölkerung ist angehalten, sich schnellstmöglichst zu Solidargruppen zusammen zu finden, um
    Maßnahmen der Terroristen gezielt entgegenwirken zu können.

    Zu rechnen ist mit einer akuten Verknappung der Nahrungsmittelversorgung, mit gezielten einzelnen oder flächendeckenden Angriffen auf den sozialen Rechtsstaat, mit dem Einsatz nichttödlicher Waffen gegen Zivilpersonen, mit einer Lauschangriffslawine bislang unbekannten Ausmaßes.

    Wir danken unserer Blogfreundin Ada 61 für den sachdienlichen Hinweis:

    http://weibel.blog.de/2009/04/23/volk-geruestet-5994976/

  • Krise minimal bis 2015!

    Aus aktuellem Anlaß (und gerade mal wieder akuter Zeitnot) eine Eilmeldung, bevor dieser
    Artikel nachher noch im Nichts verschwindet, bevor ihn Leute lesen konnten, für die er nicht gedacht ist.

    Das Manager-Magazin veröffentlich in seiner aktuellen Ausgabe eine Krisenanalyse von Unternehmensberatern,
    die den ratlosen Politk- und Wirtschaftsgimpeln überhaupt nicht gefallen wird.

    Ein Ausblick darauf findet man momentan hier:
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,619280,00.html

    Kurz gefaßt: das Schlimmste kommt erst noch....gerade für den Exportweltmeister Deutschland.

    Wie gut, das der Krisengipfel gestern so erfolgreich war und man nun für auf alle Eventualitäten
    gerüstet ist.

  • Die Götter sind zurückgekehrt - eine religiöse Dimension der Krise

    Götter.

    Tausende von Jahren hat die Menschheit gegen sie gekämpft und oft verloren. Doch immer wieder standen einzelne auf und rebellierten.

    Wieder und wieder und wieder.

    Manche meinen sogar, ein echter lebender Gott hätte seinen Sohn auf die Erde geschickt, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Er gab den Menschen einen Gott, der keine Opfer mehr will, keine Tempel, keine Priester, man sollte sich noch nicht mal ein Bild von ihm machen (das Atheistenparadies schien de facto greifbar nahe ... wenn auch in anderem Gewand) ... der mächtigste aller Götter (so sagte man damals)
    schickte sich an jene Horden von ... Götzen ... dahin zu schicken, wo sie hingehören - auf den historischen Sondermüll. Damit nie wieder Kinder auf der Feuerrutsche dem Baal geopfert werden.

    Dieser Sohn hat allerdings ein übles Ende genommen. Weltweit machen Bildnisse in großen Tempeln, auf öffentlichen Plätzen, an viel befahrenen Wegen und selbst in vielen privaten Wohnungen auf diese Tatsache aufmerksam.

    Lange Zeit dachten wir aber trotzdem, wir wären sie los, diese Götter. Schluß mit blindem Aberglauben (z.B. an die "Selbstheilungskräfte des Marktes"), Schluß mit Opfern (z.B. "Beschäftigung um jeden Preis"),
    Schluß mit übermenschlichen gottgeweihten Priestern (z.B. "Leistungsträgern"), Schluß mit Tempelbau (z.B. "Konzernzentralen"). Der Mensch war gewillt gewesen, sich diesen Planeten allein für sich zu erobern und die alten Schreckgespenster und ihre Angstwolken weit hinter sich zu lassen, um endlich in Ruhe sein Leben leben zu können. Sollten die doch Pluto und Mars regieren, die Erde gehört uns.

    Viele religiöse Menschen warten natürlich auf die Wiederkehr ihrer Götter, denn anders können sie den Wahnsinn nicht mehr ertragen, andere Hoffnungen erschließen sich ihrem Verstand nicht, angesichts dessen, was ihr Verstand im Alltag ertragen und sinnvoll in Weltbilder integrieren soll.

    Jedoch sind diese Götter, die nun herrschen, die sich seit einiger Zeit in den Verstand und das Gefühl der Menschheit geschlichen haben, von anderer Art.

    Sie sind düster, seelenlos, gnadenlos und ohne Verstand.

    Sie wollen nur noch eins: fressen und wachsen.

    Und vor ihrer unermesslichen Gewalt steht der Mensch wie schon vor 10000 Jahren fassungslos und wie gelähmt.

    Und er reagiert wie üblich.

    Er baut ihnen Tempel in Form von hohen Türmen, er opfert seine Lebenskraft (und jährlich einige tausend Menschen, die der "Infrastruktur" der neuen Götter zum Opfer fallen) jeden Tag und arbeitet sich zu Tode, gibt sich ganz ihrem Willen hin in der Hoffnung, das ihr Zorn an ihm vorüber gehen wird, wenn er nur brav genug ihrem Willen dient. Sogar Leistungsträgerpriester erwählt er sich, damit sie diese Götzen beruhigen und seinen Zorn dämpfen.

    Aber diese Götter sind anders als alle, die jemals auf diesem Planeten erdacht wurden.

    Sie sind ... auf eine gewisse beängstigend wirkungsvolle weise "echt" ... aber eindeutig nicht lebendig.

    All das pseudoreligiöse Brimborium, mit denen man Zeus und Odin noch besänftigen konnte, wirkt bei ihnen nicht.

    Sie gleichen eher jenen Monströsitäten, die sich ein Howard Phillip Lovecraft ersonnen hat, hirnlose, geistlose, gnadenlose Fressmaschienen aus den finstersten Abgründen des Universums - und unsere Lebenskraft ist ihre Nahrung.

    Aber so gesehen ... bin ich wiederum beruhigt.

    Legt man nämlich diesen religiösen Rahmen über das Bild des modernen internationalen Finanzkapitalismus, so versöhnt es mich mit der Lethargie der Menschen, die ich allseits erlebe.

    Man versteht sogar, warum die führenden Wirtschaftsmenschen nur noch ratlos sind ... denn gegen Götter helfen weder Gesetze noch Konsumprogramme, weder Demonstrationen noch Steine.

    Es würde nur eins helfen ... sie in einer konzentrierten Aktion wieder hinausschmeißen aus der Alltagswirklichkeit der Menschen, so wie es schon Epikur und Demokrit mit den lästigen griechischen
    Edelgöttern taten, sobald sie merkten, wie sehr diese anfingen Angst und Schrecken zu verbreiten.

    Aber scheinbar ist der Masochismus, die Lust am gefressen werden und die Lust am Leiden größer als der Wille zur Freiheit.

    Schade eigentlich.

  • Krisengipfel veröffentlich Geheimwaffe!

    So! Jetzt ist es soweit!

    Jetzt fährt das aufkeimende vierte Reich endlich seine Geheimwaffen auf. Wie schon der psychopathische Österreicher vor 65 Jahren kommen jetzt die V-Waffen zum Einsatz (V wie Vergeltung) und sollen den Endsieg bringen.

    Der Krisengipfel überrascht alle mit einem unglaublichen Befreiungsschlag, die Börse reagiert darauf positiv, die Krise erschrickt sich und weicht zurück vor diesem unglaublichen Kraftakt.

    Jetzt ist es raus.

    Die Spitzen von Wirtschaft und Politik sind sich nach langer Beratung einig, es führt kein Weg daran vorbei, nun zum letzten aller Mittel zu greifen, das man so lange schon pflegt aber bisher immer noch geheim gehalten hat.

    Aber jetzt ist endgültig Schluß mit lustig, angesichts der drohenden sozialen Unruhen, die nun medial nutzbringenderweise überall als Schreckgespenst an die Wand gemalt werden (und die, wie es Gespenster nicht immer aber oft so an sich haben, nur in der überreizten Phantasie des Betrachters beheimatet sind),
    kommt die ultimative Waffe der Leistungsträger nun zum Einsatz:

    Ratlosigkeit.

    Absolute, formvollendete, lange geplante und nun entschlossen durchgeführte Ratlosigkeit.

    Das Universum ist verblüfft, sogar die Bahnen der Planeten scheinen sich vor Schreck ein wenig zu verlangsamen, die Sonne hält den Atem an, die Vögel in den Wäldern schweigen, Fische verlieren völlig die Orientierung und die Winde halten inne...geballte Ratlosigkeit wird in Zukunft die brutale und kompromisslose Antwort auf die größte Wirtschaftskrise der letzten hundert Jahre sein.

    Da werden diese Banker und Sozialschmarotzer mal sehen, was sie davon hatten.

    Man hätte noch eine Chance gehabt. Angie hat der Krise noch einmal kurz vorher die Wahl gelassen, vorüber zu gehen, doch die Krise hat diese Chance ganz überheblich ignoriert.

    Nun gut. Jetzt ist es zu spät. Gralskönigin Angie und ihre Ritter der Schwafelrunde schlagen zurück. Lange genug haben sie sich das sinnlose Treiben gedudig angesehen, doch nun ist Schluß mit lustig.

    Nun ... andere hatten schon vor über zehn Jahren davor gewarnt, das das Kapital irgendwann eine solche Dynamik der Selbstvermehrung erreichen wird, das es sich von der Realwirtschaft vollkommen abkoppelt, weil es diese zur Vermehrung nicht mehr braucht. Die Französin Vivian Forrester, die wohl in hundert Jahren als die einzige Stimme wirtschaftlicher Vernunft in unseren Zeiten geehrt werden wird, hat auch darauf hingewiesen, das das Kapital ... schon damals, vor zehn Jahren ... auch durch den Konsum nicht mehr beeinflußbar ist.

    Die Geldvermehrungsspielchen der superreichen Psychopathen laufen auch ohne Volk und ohne Welt, planlos und hirnlos.

    Und der Mensch selbst ... ist vom Geschöpf Gottes zu "Kosten auf zwei Beinen" degradiert worden, zu einem lästigen Faktor, der manchmal noch Geld kostet und den es deshalb innerhalb der Kaptialvermehrungslogik fortgesetzt zu eliminieren gilt.

    Der Mensch als "Kosten auf zwei Beinen" war die Kriegserklärung des Kapitals (nicht der Kapitalisten, wohlgemerkt ... denn die haben auch zwei Beine - ihnen ist nur noch nicht ganz so bewußt, das ihnen ihr Status nur etwas mehr Zeit verschafft - aber keine generelle Immunität) an die Menschheit.

    Und die Menschheit hat prompt reagiert ... wie jetzt auch der Krisengipfel.

    Mit einer geballten Ladung Ratlosigkeit.

  • Wer frißt wen ... oder ist das alles egal?

    Vor einiger Zeit hatte ja ein Aktienspekulant der besonderen Art großartige Pläne. Es war nun mal ein ganz besonderer Aktienspekulant, anders als die übrigen machte er nicht nur Geld mit Spekulationen, sondern baute ... so ganz nebenbei ... auch kleine lustige Sportwagen für Leistungsträger.

    Und er dachte sich: Mensch, vielleicht sollte ich mit dem ganzen erspekulierten Geld auch gleich noch die ganze Firma mit übernehmen, die diese Volksautos baut. Was man hat, das hat man ... sagte schon mein Großvater.

    Doch dann ... oh weih ... stellte man fest, die ganze Kohle reicht nicht.

    Mist.

    Also stellte man sich, wie es in dieser wirtschaftlichen Versorgungsstruktur üblich ist, auf den Markt und rief laut, ob es denn nicht irgendjemanden gäbe, der noch ein paar Euro spenden könnte - man würde diese Wohltat später auch vergüten.

    Der Ruf ging natürlich auch in die Richtung jener Menschen mit Migrationshintergrund, die allerdings momentan noch nicht migriert sind, weil sie noch ein eigenes feines Land ihr Eigen nennen und außerdem vor Geld geradezu stinken.

    Die jedoch zeigen sich zunehmend zurückhaltend, was das Engagement in einem Land angeht, wo Migrationshintergründe generell nicht gern gesehen sind.

    Wir hier sind halt immer noch lieber "rein arisch" ... was natürlich in Zukunft immer mehr Probleme aufwerfen wird, weil wir ohne die Milliarden der Ölscheichs, Russenmafia und Kommunisten aus China einfach nicht mehr klar kommen.

    Doch dann drehte sich der Wind überraschend, und aus der VW-Kuh wurde ein wilder Tiger, das sich anschickt, seinerseits den Porschelöwen zu fressen.

    Die Arbeiter in den jeweiligen Firmen sind diesem Raubtierterror mal wieder - wie so üblich in unserer Wirtschaftsordnung - hilflos ausgeliefert und werden jeden Morgen aufs neue überrascht, ob sie sich jetzt noch die Bäuche füllen können oder als selbst Bauchfüllung vorgesehen sind.

    Das ist Kapitalismus live, Catch as Catch can, der Kampf der Titanen, der auf jeden Fall eins produzieren wird: nagelneue Hartz IV Empfänger, die natürlich "selbst schuld" sind an ihrem Zustand, weil sie dumm, faul und gefrässig sind.

    Und aus einer gewissen Sichtweise heraus kann ich so ein Urteil über Langzeitarbeitslose manchmal sogar verstehen ... denn: eigentlich wäre Zeit, das die Menschen in diesem Land den Titanenkämpfen ein Ende bereiten, bevor nichts mehr übrig ist, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

    Aber die scheinen sich für das im Tierreich ebenfalls beliebte Modell "Schaf" entschieden zu haben,
    essen, trinken, machen unter sich und gelegentlich gibt es ein "Bäh".

    "Bäh" statt Betriebsbesetzung ... der Slogan der Zukunft!

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