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Archiv der Einträge: 05 April, 2009
  • Briefe an die Leser: Opelmitarbeiter!Aktionsplan B ausführen!

    Liebe Opelmitarbeiter.

    Aus gegenbenem Anlaß schreibe ich euch noch mal ... ein letztes Mal.

    Ihr seid schon arm dran.

    Erst kommen euer Bosse aus USA und wollen euch den Laden dicht machen.

    Ging gerade noch mal gut, weil Angie meinte, das machen wir dann selbst.

    Dann ... waren die Patente auf einmal nicht mehr da.

    Es stellte sich die Frage: was baut ihr dann.

    Aber ... der gute Sunnyboy vom Guten Berg fuhr schnell in die USA und half suchen.

    Glück gehabt ... scheinbar hatte der Boss nur sein Butterbrot in die Patente eingewickelt, auf jeden Fall waren sie irgendwie wieder da.

    Dafür ... sind jetzt die Werke weg.

    Es fragt sich nun nicht mehr, was wollt ihr bauen sondern womit?

    Der Standpunkt der Politik ist klar: besser Opel bauen als Arbeitslosigkeit finanzieren. Als ehemaliger Opelfahrer sehe ich das anders ... aber gut. Die wählen halt lieber das größere Übel. Vielleicht denkt Merkel sich: besser als Trabant ist der ja. Die hat noch Hoffnungen, die Kleine.

    Arbeitslosigkeit finanzieren hört sich auch schicker an als enteigenen und verhungern lassen.

    Jetzt steigen schnell auch noch mal die Mieten ... Flachbildschirme werden billiger, das ist ok, aber der Platz zum Aufstellen wird sehr knapp.

    Darum ist jetzt Schluß mit lustig.

    Sofort Plan B ausführen, wie besprochen, bevor noch herauskommt, das man euch alle ab Juli 09 als Hilfsarbeiter an eine Bananenplantage in Costa Rica verpachtet hat. Die Meldung ist ... glaube ich ... schon unterwegs.

    Also, gleich morgen zur Arbeit gehen, ganz schnell alle Opel mitnehmen und flugs auf den Autobahnen des Ruhrgebietes parken. Mitten auf beiden Fahrbahnen in beiden Fahrtrichtungen - nicht vergessen! Und auf dem Seitenstreifen! A 42, A 43, A 44, A 45, A 46, A 52, A 1 und auch den Ruhrschleichweg A 40 nicht vergessen, da geht zwar sowieso kaum was aber sicher ist sicher.

    Dann ... Schlüssel abziehen und zu Fuß nach Hause gehen. Die Schlüssel bitte wie besprochen im Laufe der Woche in die Emscher schmeißen - nicht in die Ruhr, die soll wieder sauber sein.

    Anschließend vor den Fernseher setzen und den Tag genießen.

    Für Unterhaltung ist garantiert ... und ihr werdet euren Enkeln erzählen können, das man euch nicht verarschen konnte.

    Mit euch ... konnte man das nicht machen.

    Oder?

    Grüßt solidarisch euer Eifelphilosoph.

  • Der Schwarze Block ... und die Demonstrationen

    G 20 - Gipfel Genua ... die Polizei knüppelt wild auf friedliche Demonstranten ein und läßt den schwarzen Block ziemlich in Ruhe. Einfach Angst ... oder war was dran am Verdacht, das Provokateure unterwegs waren?

    Demonstrationen gehören zum Ritual einer Demokratie, in der man sich geeinigt hatte, das das Gewaltmonopol beim Staat liegt. Letzteres sollte die Entstehung von Lynchmobs verhindern ... unter anderem.

    Wer mit den Ritualen nicht vertraut ist, wird sich wundern ... denn offensichtlich bringt das ja nichts, das zig-tausend Menschen irgendwo herumrennen.

    War ja auch nur als Ritual gedacht, hat keinen eigentlichen, effektiven Sinn. Verändert erstmal nichts, zeigt nur Präsenz, man kommt mal raus, trifft nette Leute, kann mal ungestraft laut herumbrüllen, sich mit Anwohnern zanken ... alles, was zu Hause kaum geht.

    Wenn ich schwarzer Block wäre ... oder jenen steuern würde im Kampf gegen "das System", wenn ich bereit wäre, Gewalt anzuwenden ... was sollte ich dann eigentlich auf diesen Demonstrationen.

    Dachte ich mir heute mal so.

    Denn ... sie sind hochgradig organisiert. Das scheint einhellige Meinung zu sein.

    Wenn ich aber das System treffen will ... warum werfe ich Steine nach Polizisten, die das dann zum Anlaß nehmen, meine "Gesinnungsgenossen" niederzuknüppeln, die zwar andere Methoden anwenden, mit denen mich aber doch die gleichen Ziele verbinden.

    Mit so einer organisierten Macht könnte ich andere Dinge bewirken.

    Gerade, wenn alle bei Obama sind, einfach mal des Nachts zweitausend amerikanische Burgerfillialen abbrennen. Die repräsentieren das System doch viel eher, als der biedere deutsche Polizeibeamte.

    Hält das Geld im Land, macht die Dönerbude reich.

    Dann ... Großkonzerntankstellen. Leichtes Zielobjekt.

    Danach ... wird der Bund freier Tankstellen sich vor Umsatz nicht mehr retten können.

    Dann ... würde mir noch viel mehr einfallen. Aber ich möchte kein Ideelieferant werden. Aber Möglichkeiten gibt es da ohne Ende.

    Wenn das Land für Systemkonzerne uninteressant bzw. zu unbequem wird, werden sie gehen. Das wäre mir klar als Organisator des schwarzen Blocks. Und sind sie weg, verschwinden auch ihre Politikkasperle.

    Also ... warum wähle ich nutzlose, unschuldige Ziele anstelle von sinnvollen? Und nehme dabei in Kauf, das meine friedlicheren Gesinnungsgenossen den Zorn der Polizisten ausbaden müssen?

    Warum?

    Weil ich blöd wie ein Kuhfladen bin?

    Wohl kaum.

    Wer sucht die Ziele des Schwarzen Blocks aus? Warum taucht er nur bei Demonstrationen auf? Wieso ist er international organisiert? Wer steckt dahinter? Wer finanziert die Organisation? Trägt die Reisekosten?
    Alles arbeitslose Jugendliche? Müssten die sich nicht erst bei der ARGE abmelden? Ja ... dann hätte wir sie doch.

    Wieso ... werden so wenig verhaftet?

    Deeskalationspolitik schön und gut, aber wenn ich mit einem dutzend Kumpels durch Aachen ziehe, Autos demoliere, Häuser anzünde, Scheiben einwerfe ... dann würde man uns nicht nur kurz mit Tränengas beschießen und dann wieder abfahren....was ja auf Demonstrationen überraschenderweise üblich zu sein scheint im Umgang mit dem Schwarzen Block.

    Demokrat hat mich heute morgen darauf aufmerksam gemacht ... und je länger ich das hin- und herdrehe, umso mehr fängt das an zu stinken.

    Ich höre lieber auf damit. Sonst wird der Gestank unerträglich.

  • Das Kapital schlägt zurück: hoch mit den Mieten!

    So. Jetzt ist das Kapital aber richtig sauer.

    Und wehrt sich.

    Monatelang wurde geschimpft und gewettert, das sich die Balken bogen. Sogar honorige Manager, die Leistungsträger der Unkultur, wurden mit Spott und Häme überzogen ... manch sogar verhaftet für lächerliche Bagatellen wie Anlagebetrug.

    Und in Deutschland wird sogar verstaatlicht!

    Also, das geht ja so nicht.

    Denen muß man jetzt zeigen, was eine Harke ist.

    Erstmal: Jobs raus!

    Das hatten wir ja gerade.

    Und nun: Mieten hoch ... siehe hier:http://wirtschaft.t-online.de/c/18/33/09/72/18330972.html

    Und das die nur nicht wieder anfangen, nach der Erhöhung der Regelsätze zu schreien.

    25 % Kapitalrendite ist das erklärte Ziel ... und wenn man über Leichen gehen muß, die Gier der Investoren muß befriedigt werden. Es muß sich doch lohnen, das man die ganzen Sozialwohnungen aufgekauft hat. Immerhin liefert der Artikel nebenbei auch einen Ausblick auf Luxusvillen ... da muß man sich mal Gedanken machen, wie die denn finanziert werden sollen!

    Mit Sozialmieten müßte man da ewig sparen! Das wäre in der Tat unzumutbar.

    Wahrscheinlich sind jene anonymen "ausländischen Investoren" irgendwie identisch mit den Fonds, die die Misere mit verursacht haben und nun noch mal schnell reeles Geld abgreifen wollen.

    Eigentlich würde da nur noch eins helfen ... die komplette Einstellung der Mietzahlungen und die Enteignung der asozialen Abgreifer. Ersteres kann jeder selbst in die Hand nehmen ... letzteres würde etwas Zeit kosten.

    Käme den Staat billiger....letztendlich. Denn durch die Mieterhöhungen wird es sich natürlich noch weniger lohnen gehen, überhaupt zu arbeiten. Bleibt ja nichts mehr übrig, am Ende.

    Manchmal möchte man sich fragen ... wie denken die sich eigentlich, das das alles weiterlaufen soll?

    Oder ist die Lagerhaltung der deutschen Bürger schon fest beschlossene Sache?

    Sie werden wieder alle zahlen. Es wird mehr Obdachlose geben, weil die Arbeiter die Arbeitslosen aus dem Billigwohnraum verdrängen werden. Leerstand wird folgen, der abgerissen wird, weil er im Dienste des Kapitalertrages uneffektiv geworden ist. Doch ... das gibt es schon. Habe ich im Radio gehört.

    Obdachlosigkeit wird steigen. Aber da hat hier in NRW der Rüttgers schon vorgesorgt ... und die Obdachlosenhilfe zusammengestrichen.

    Also: wir sehen uns dann demnächst alle unter der Brücke wieder. Das fördert auch die Kommunikation und spart die Stromkosten für den Rechner.

    Bis die Tage dann: Eifelphilosoph

  • Der Exportweltmeister schlägt zurück ... raus mit den Jobs

    Es ist doch schön zu lesen, das den Konzernen immer wieder etwas einfällt, was sie exportieren können.

    Jetzt wird es momentan mit den Waren etwas eng, da muß man sich schon überlegen, wie man sonst noch Geld machen kann.

    Kein Problem, dafür gibt es ja genug hoch bezahlte Manager, die sich Gedanken machen können.

    Und da zeigt sich schon der neue Exportschlager: Jobs.

    11 Millionen Jobs könnten exportiert werden, um im Auslang billiger aber nicht schlechter bewältigt werden zu können.

    Und das geht so:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article3505965/Wie-deutsche-Konzerne-Jobs-ins-Ausland-verlagern.html

    Gut, nun trifft es die Besserverdienenden, das wird manchen freuen, reduziert es doch deutlich die Zahl derjenigen, die überhaupt noch etwas haben.

    Schön natürlich wieder einmal zu sehen, das Konzerne und Psychopathen eins gemeinsam haben:
    das psychologische Profil.

    Für die Bilanzen der Unternehmen wird es natürlich einen außerordentlich positiven Effekt haben, die
    "Kosten auf zwei Beinen" werden billiger.

    Schön auch, das die Bundesregierung mit dem Geld der Bürger nun diese Entwicklung konsequent unterstützt, in dem sie den Konzernen nicht nur wie früher das lästige Steuerzahlen erspart sondern auch gleich noch Unsummen in die marode Wirtschaft pumpt, die ansonsten auf ganzer Linie versagt hätte.

    So könnte eigentlich jeder einen Konzern führen, ohne betriebswirtschaftlich sonderliche Leistungen zu vollbringen. Geschenktes Geld ist immer ein Gewinn. Was braucht man da noch die viel beschworene und selten erbrachte "Leistung"?

    Selbstverständlich werden die momentanen Regelleistungen für die Aussortierten nicht auf dem augenblicklichen Niveau bleiben können, das versteht sich ja von selbst.

    Wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Recht verloren.

    Gut, die Lagerhaltung von Arbeitslosen ist ja sowieso kostengünstiger, da wird man in Zukunft nicht mehr drum herum kommen ... immerhin, bald gibt´s hier dreißig bis vierzig Millionen faule Säcke, jetzt schon zwanzig Millionen Rentner, sechs Millionen Beamte, die auch noch bald Pensionen wollen ... das geht ja so nicht weiter. Nimmt man noch die Kinder hinzu ... oh man - wer arbeitet hier eigentlich noch?

    Es ist sicher blasphemisch aber ... könnte man nicht vielleicht - versuchsweise - zuerst einmal ein paar Konzerne exportieren? Samt ihren Aufsichtsräten? China böte sich da an. Ihre Familien könnten sie dann gleich mitnehmen.

    Und die hiergebliebenen ... würden schon irgendwie zurecht kommen. Ganz sicher.

    Vielleicht würde sogar wieder ein Wirtschaftswunder blühen, wenn man die künstlich erschaffenen und am Leben erhaltenen Konzernkonstrukte, die serienmäßig funktionierende Volkswirtschaften aussaugen, einfach mal ... woanders wüten läßt.

    Immerhin finde ich im Grundgesetz keinen Passus, das wir eine Zweckgemeinschaft zur Förderung von Konzerneigentum sind, noch steht irgendwo "Die Würde des Finanzkapitals ist unantastbar".

    Und schützenswert als aussterbende Art sind Konzerne glaube ich auch noch nicht.

  • Handyterror

    Zu den vielen Terrorarten, die das Alltagsleben des modernen Lebens so mit sich bringt, kommt eine ganz neue Art hinzu.

    Der Handyterror.

    Phase 1: Erreichbarkeit

    Das war das erste, was mir an Handys so stank - schon als die ersten Riesendinger auf den Markt kamen und jeder Wichtigtuergimpel eins brauchte (und natürlich jemanden, der ihn anrief, damit er "kaufen" oder "verkaufen" ganz wichtig in die Röhre blasen konnte ... da gab es Firmen, die mit diesen Kunstanrufen richtig Geld gemacht haben) ... der Terror der ständigen Erreichbarkeit.

    Zuvor hatte ich mir beruflich so integriert, das ich absolut nie erreichbar war. Fleißig ... aber frei.
    Ging ziemlich lange gut. Wer Kontakt wollte, konnte ja schreiben. Anrufbeantworter hatte ich nie. Auch die ... waren mir nur lästig. Immerhin fand ich es ja gut, wenn man mich nicht erreichte. Und wenn was wirklich wichtig war ... nun, dann würden sich die Anrufe ja auch oft genug wiederholen.

    Dann kamen diese kleinen Dinger heraus, wurden billiger ... und Zack, bekam ich auch eins. Der Erfolg:
    eine mühevoll aufgebauter Freiheitsenklave brach zusammen. Jederzeit ... auch im Urlaub, in den Ferien, im Moor, am See, in den Wäldern konnten die unglaublichsten Idioten mit dämlichsten Problemen anrufen.

    Fast schon fürchtete ich den Anruf: "Chef, ich kriege meine Hose nicht zu".

    Mit einem Schlag hatte sich die reale Arbeitszeit um 50% ausgedehnt....und mir war klar, das das das Ende meiner Berufstätigkeit bedeutete. Oder das Ende meines Lebens.

    Und dann ... unverständlicherweise ... kauften sich auch Privatleute diese Dinger in Massen. Investierten in den eigenen Raubbau der Lebenszeit. Wofür? Um mit Gisela auch von Bahnhofsklo telefonieren zu können?
    Zweifelhafter Nutzen, will mir scheinen.

    Phase 2 Ortbarkeit

    Anfang 2001 stellte mir eine Zulieferfirma ein ganz tolles Projekt vor. Auf einer Riesenleinwand erschien eine Deutschlandkarte ... und blinkende Punkte, wo sich ihre Servicemitarbeiter befanden. Ortbar über ihre Laptops. Da wurde auch gleich mal einer demonstrativ angerufen, der sich auf einem Parkplatz befand.
    Deutschland wird Big Brother, dachte ich, "Kein Interesse" sagte ich und verschaffte unseren Mitarbeitern etwas mehr Luft.

    Doch dann kam dies:

    http://www.big-screen.de/deutsch/pages/news/allgemeine-news/2009_02_05_1235_google-latitude-handy-ortung-maps.php

    Hey, jetzt kann man jedes Handy nicht nur anrufen, sondern auch orten. Und das auch noch als Privatmann.
    Und dafür zahlen die Leute auch noch richtig Geld.

    Schöne Angelegenheit, stelle ich mir super vor: "Hey, Udo, wollte dich nur kurz anrufen. Gabi hat sich bei mir gemeldet, genau, deine Frau, sie dachte, du wärst bei mir. Ich habe mal schnell ermittelt ... seit zwei Stunden bist du im Bordell Friedrichstraße. Ja, ich habe auch Gabi informiert, die wartet seit gerade vor der Tür auf Dich. Aber so als Freund dachte ich, ich warne dich vor".

    Da zahlen die Leute Geld, damit sie jederzeit Ortbar sind und jederzeit Anweisungen empfangen können.
    Aber ... es kommt noch besser:

    Phase 3: Abhörbarkeit

    Carla Robinson war eine ganz normale Amerikanerin mit einem großen Problem: ihrem Ex-Freund. Der man wußte immer wo sie war, mit wem sie gesprochen hatte und ... ganz genau, was sie besprochen hatte.

    Die Polizei vermutete Wanzen, aber ... Fehlanzeige.

    Das ganze ging ganz anders. Eine neue Software ... erlaubt es, auf nicht benutzte Handys als Wanzen zu gebrauchen. Der Koppverlag informiert in einem Flyer darüber, den ich gerade im Altpapier fand.

    Wer so ein Ding auf dem Handy hat, kann von jedem einfachen PC auf der Welt abgehört werden. Ist natürlich illegal ... da das Programm sich aber so gut versteckt, das es so gut wie nicht gefunden werden kann ... tja ... ist es auch scheißegal.

    Mir kommt so ein Ding nicht ins Haus. Ich besitze keins. Auch wenn man mir dringend ans Herz legt, eins für Notfälle zu haben. Wenn ich im gewagteren Wanderungen Wald liegenbleibe wegen Beinbruch, dann schaffe ich es entweder, mit Armen und dem anderen Bein selbst herauszukommen, oder ich werde Tierfutter.

    So einfach ist das.

    So billig wie diese Dinger einem hinterhergeschmissen werden, wird man bald wohl bei dem Kauf von drei Tiefkühlpizzen eins umsonst bekommen.

    Flachbildschirme werden auch täglich billiger, bald werden wohl auch wirklich Hartz IV-Empfänger sich einen leisten können ... wenn sie acht Jahre fleißig sparen.

    Ich frage mich, was die können. Vielleicht ... zum Ton das Bild liefern?

    "Udo?"

    "Äh, moment, ja?"

    "Mach´ den Porno aus. Ich habe gerade via Flachbildschirm bei Dir vorbeigeschaut. Sieht erbärmlich aus, was du da machst!"

    Schöne neue Welt.

    Und alle zahlen viel Geld, um genau da hinzukommen...

  • Briefe an die Leser: Thilo Sarrazin. Weitermachen!

    Lieber Thilo.

    So lange wartest du nun schon auf einen Brief von mir. Leider läuft mir regelmäßig die Zeit davon, du kennst mich ja, so bin ich halt.

    Dabei hast du Dir so eine Mühe gegeben, Aufmerksamkeit zu erzeugen.

    Wie das kleine Rumpelstilzchen hüpfst du um das wärmende Parteifeuer und zeterst und schimpfst und wirst dann dafür noch von gewissen Bloggern völlig falsch verstanden:

    http://www.perspektive2010.org/blog/2008/02/11/neoliberaler-der-woche-thilo-sarrazin-spd/

    Nein, also was die alles so von sich geben.

    Aber ich, ich kenne deinen geheimen Plan.

    Andere hätte vielleicht gedacht, du würdest einfach nur den "Sozi machen" wollen, also erstmal vom kleinen Mann wählen lassen, dann, sobald man Macht genug hat, den kleinen Mann völlig vor die Wand laufen lassen (wie Schröder und Clement es vormachen, der Metzger hat es ja auch versucht und ist gescheitert, weil: er ist nicht in der SPD. Nur da kann man den Sozi machen) und letztlich die heiß begehrten Pöstchen einfahren, um infolge glücklich und zufrieden ohne Arbeit durchs Leben zu kommen.

    Ja, und manche, die deinen Lebenslauf lesen, könnten wirklich auf die Idee kommen, das du nicht gerade ein Freund von echter Arbeit bist.

    Ja, sie könnten sogar meinen, das du ein Pöstchensozi der Extraklasse bist.

    46 Pöstchen in Aufsichtsräten etc... dann noch den Finanzsenator in Berlin machen und nebenbei noch für Hartz-IV-Empfänger kochen, mein lieber Mann, das ist eine große Leistung.

    Dabei ging es dir um was ganz anderes!

    Einfach mal zu beweisen, das der Posten des Berliner Finanzsenator völlig überflüssig ist!

    Und das man locker 46 Pöstchen hätte einsparen können, denn: groß arbeiten könnte man ja da wirklich nicht....da hätte ja wirklich keiner Zeit für.

    Ganz nebenbei hast du das ganze System ad absurdum geführt!

    Jetzt weiß wirklich jeder, wofür diese Pöstchen da sind! Nur zum Zwecke der indirekten Korruption geschaffen.

    Und das mit dem Kochen ... genial. Klar, du weißt, das die Hartzis das Geld nie für Essen ausgeben, sondern für Flachbildschirme und Mp3-Player. Das ist auch gut so, denn sonst wäre der Binnenkonsum gleich dahin.

    Aber ... du willst den Beamten an die Verpflegungspauschale. Ganz hintenrum, ohne das es einer merkt.

    Denn...gut essen geht auch billig. Das weiß jetzt jeder, dank dir!

    Damit wirst du die gesamte Verpflegung von Staatspersonal deutlich verbilligen können!

    Und alle dachten, es geht wieder gegen die ärmsten Mitglieder unserer Gesellschaft.

    Ha, mensch Thilo, was haben die dich verkannt!

    Etwas unglücklich fand ich aber schon, das manche den Eindruck hatten, du würdest indirekt vermitteln wollen, das Menschen an und für sich, wenn ihre Arbeitskraft keinen Gewinn mehr abwirft oder sie sonst nicht gewinnbringend verwertbar sind in einer modernen Leistungsgesellschaft gar nicht mehr bezahlbar sind.

    Du weißt, was ich meine ... diese Geschichte mit der Kinderarmut, wo du Angst hattest, jetzt geht es Berlin wieder an die Kohle. Thilo, das war etwas ... unglücklich. Ja, und auch die Geschichte mit der Bahn, also ... ich weiß, du hast es nur gut gemeint, als du so massiv gegen Mehdorn geschossen hast.
    Aber ... das der dir dein Pöstchen weggenommen hat, ganz korrekt, wie es im Vertrag stand, das war in Ordnung. Und wenn du jetzt nicht aufpasst, dann denken alle, du bist ein kleines beleidigtes Leberwürstchen.

    Das könnte den Erfolg deiner großen Mission etwas schmälern, meine ich.

    Ganz tolle Grüße an eine wirkliche Größe in der Politik: Eifelphilosoph

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