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Archiv der Einträge: 04 April, 2009
  • Psychopathenblogger

    Aus gegebenem Anlaß heraus möchte ich die DSM IV-Klassifikationen noch einmal aus dem Schrank holen.

    Der Anlaß?

    Ich habe (begrenzt) meinem Freundeskreis meine Blogaktivitäten gestanden ... was für mich zu einem erzwungenen Ausflug in die Welt der Blogger führte, der wenig erbaulich war und den ich mir gern erspart hätte ("Ach guck mal der, was ist das denn für einer" ... nur Kinder können schlimmer sein). Ganz deutlich möchte ich meine bisherigen Blogfreund davon ausnehmen ... und viele andere auch. Aber ... was man da stellenweise findet, sollte man beständig unter psychiatrischen Kategorien betrachten, um selbst nicht völlig den Verstand und den Glauben an die Menschheit zu verlieren.

    1. Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen anderer

    Ja, wer kennt da nicht. Da blähen manche kranke Individuen Worthülsen ins virtuelle All, die dazu geschaffen worden sind, willentlich und absichtlich zu verletzen. Allein das Stichwort "Hartz IV" reicht schon aus, um anschaulich zu machen, welche Opfer da gerne mal genommen werden.
    Was diese Worthülsen anrichten können ... macht man sich keine Gedanken drüber. Ich weiß, das ich selbst verletztend sein kann ... und dieses Medium, das weder Klang, noch Mimik oder Gestik überträgt, trägt durch seine Kälte schon allein ein großes Risiko, zu verletzen. Manchmal macht es schon Sinn, zu verletzen. Wenn ein Kind seine Hand auf eine glühende Herdplatte senkt, hilft nur ein schneller energischer Schrei, schlimmeres zu verhindern. Das Kind wird verletzt ... nur durch Worte.
    Aber wenn dies gewollt und absichtlich geschieht ... ohne Sinn ... demonstriert es in deutliche Art -
    die Gleichgültigkeit dieser Individuen.

    2. Unfähigkeit, dauerhafte Beziehungen einzugehen

    Ein Punkt, der virtuell schwerer zu fassen ist. Blogfreunde ... kann man schnell bekommen, auch wenn man nur einen Mob hinter sich scharen will. Ich denke, das geht. Auch Psychopathen sind zur Hordenbildung fähig. Ob diese Individuen unfähig sind, dauerhafte Beziehungen zu ihrer realen Umwelt einzugehen, ist
    schwer zu beurteilen ... aus der Ferne. Allerdings gilt: wer mit dem ersten Punkt ein Problem hat, hat in diesem Punkt mit Sicherheit eine Schwäche ... denn dauerhafte Beziehungen setzen Verständnis für die Gefühle des anderen geradezu voraus.

    3. Skrupellose Gefährdung anderer

    Ein klarer Fall ... bleiben wir bei der Anti-Arbeitslosen-Hetze. Wer finanziell schwächere diskriminiert, indirekt zur Gewaltanwendung (selbst zum vorgeblichen Zwecke der Gefahrenabwehr ... da die Gefahr nur unterstellt, aber nicht bewiesen wird) anregt, Kommentare abläßt, die Menschen in ihrer gesellschaftlichen Rolle und Position entwürdigt, gefährdet diese. Darum wollten die Väter des Grundgesetzes, das die Würde des Menschen unangetastet bleibt. Unter allen Umständen. Sie kannten die Folgen noch sehr gut, die eine andere Einstellung nach sich zieht.
    Nun ... bei Kinderfolterpornofans merke ich bei mir selbst, das ... ich eine Gefährdung der Täter in Kauf nehmen würde. Aber ... Skrupel hätte ich schon. Einen Lynchmob möchte ich nicht. Noch nicht mal bei Bankern. Ich denke ... diese Skrupel haben viele, die üble Wünsche ausstoßen.
    Darum ... fallen sie heraus aus dem Raster. Die Gefährdung anderer wird vom Psychopathen billigend in Kauf genommen - in dem er, um ein anderes Beispiel zu nehmen, sich über die Deeskalationspolitik der Polizei bei Demonstrationen aufregt und zu verstehen gibt, das er lieber mal "voll in die Menge halten würde" ... mit der guten alten UZI.

    4. Unfähigkeit, Schuld zu empfinden

    Keine Frage ... wer schon mal versucht hat, mit Psychopathen zu diskutieren, weiß, was gemeint ist.
    Mord, Totschlag, Verleumdung, Entwürdigung ... wenn es für eine "gute Sache" ist, dann kennt der Psychopath kein halten mehr. Auch Kinderpornographie, Kannibalismus, Vergewaltigung sind für ihn eine "gute Sache", weil es die Opfer "irgendwie verdient" haben. Man muß sich nur näher mit dem psychologischen Profil dieser Kranken auseinandersetzen ... dann stößt man immer darauf, das sie sich als absolut im Recht seiend empfinden und deshalb keinerlei Schuld empfinden können. Hat viel zu tun mit der eigenen Sozialisation...aber Psychopathengenese ist hier nicht das Thema. Sie zu erkennen ist wichtiger.
    Sie greifen dann gerne auch mal zu unfeinen Methoden, wenn sie ertappt sind ... weil sie ihre Schuld, den Mist den sie angerichtet haben, gar nicht begreifen können. Da fehlt ein wichtiges Gefühl, und unter anderem die Erkenntnis, das Menschen immer Fehler machen, jederzeit. Aber manche sind lernfähig, dann macht der Fehler großen Sinn. Andere nicht ... dann wird er immer wieder geschehen.

    5. Hinterlist, Lügen und Täuschen um des eigenen Vorteils willen

    Erkennen kann man den Psychopathen daran, das er seine Position mit allen Mitteln verteidigt und zu sachlicher Diskussion nicht fähig ist. Gern werden dann mal neue Pseudonyme erschaffen, neue E-Mail-Adressen aufgebaut (bleibtgeheim@gmx.de ... zum Beispiel), gerne werden Textfluten kopiert mit dem lockeren Hinweis, das man irgendwo in den dreihundert Seiten des Textes schon die Meinung des Psychopathen
    bestätigt finden wird (da hatte ich mal ein schönes Erlebnis mit einem braun durchtränkten Funktionsträger bei der "Piratenpartei", einem Bewunderer Goebbels ... die wissenschaftliche Arbeit, die er mir um die Ohren schlug, belegte genau das Gegenteil seiner Behauptung - doch bis ich da durch war, war so viel Zeit vergangen, das das Thema "out" war).
    Ein Beispiel bei Blog.de berichtete mir Grilleau ... da wurden bewußt Teile der Diskussion gelöscht, die ihn selbst auf einmal als üblen dummen Gesellen dastehen ließen. Man merke: mit Psychopathen diskutiert man nicht. Das geht einfach nicht.

    6. Verletzung sozialer Normen und gesetzlicher Vorschriften

    Trifft oberflächlich auf jeden Kleinkriminellen und jede Prostituierte zu. Man bedenke jedoch, das nicht ein Kriterium allein ausreicht, einen Psychopathen zu identifizieren. Es ist die Gesamtheit der Diagnostik, die zählt. Und ... da hilft es, zu beobachten, wie es denn das Individuen mit den Regeln seiner sozialen Umgebung hält. Soziale Normen ... überschreitet er schnell, wenn es um Wortwahl, Respekt und Aktzeptanz des Gegenübers geht. Ist er intelligenter, meidet er den direkten Konflikt mit dem Gesetz.
    Aber der gelingt auch nicht immer ... und dann hilft auch kein Rechtsanwalt mehr.

    Wie geht man nun um mit Psychopathenbloggern?

    Einfach meiden. Reden kann man mit denen nicht. Lesen sollte man da auch nicht (läßt nur am eigenen Verstand zweifeln, wenn man sich nicht der Dimension der Erkrankung bewußt ist), es sei denn, gezielt aus therapeutischer Absicht, um den Moment abzuwarten, wann der Psychopathenblogger gemeingefährlich wird und es gilt, die Behörden zu alarmieren, um eine Zwangseinweisung einzuleiten. Ein mühsamer Weg, der aber das Leben Unschuldiger retten kann, bevor der neue Amoklauf die Republik wieder "fassungslos" dreinschauen läßt.

    Ansonsten gilt ... ignorieren, löschen und sich bewußt sein, das da jemand schreibt, der Medikamente braucht. Und ganz viel therapeutische Zuwendung. Aber ... keine Aufmerksamkeit.

    Immerhin gilt: man greif ja auch nicht ohne Grund ins Klo ... warum sollte man sich den Terror-Verbalkot dann ohne Grund ´reinziehen?

  • Die Kunst des Kriegs für Megahoschi und Amenophisll

    Wer mich daheim besucht ist regelmäßig erschrocken. Schwerter, Dolche, Bögen, Äxte, Revolver (alles legal lieber Schäuble) und ein ganzes Regal voller Bücher, die alles andere als Frieden verkünden. (Gibt aber auch viele andere Bücherregale zu anderen Themen) Nein ... hier wohnt kein sanfter Dichter. Hier lebt ein wehrhafter Demokrat ... der jede Form von Gewalt verabscheut...und sei sie auch nur verbal.

    Wie schon mein Vater zuvor verabscheue ich den Krieg aufs tiefste, DIE unsinnigste Erfindung der Menschheit ... und konnte mich seiner Faszination ... genau wie er ... nicht entziehen. Eine Zeit lang schon, als einer der letzten mit geprüften staatlichen Gewissen versehenen Zivildienstleistenden (für unsere neuen Geschwister aus dem Osten: die BRD erlaubte früher nur demjenigen den Dienst an der Waffe zu verweigern, der einer staatlichen Kommission unter Vorsitz eines Offiziers der Bundeswehr beweisen konnte, das er überhaupt über ein Gewissen verfügte. Ich sage euch ... das war ein Riesenspaß. Würde ich jederzeit wieder machen.
    Habe mich selten so amüsiert wie in der Situation. Ich wußte zwar nicht, was ein Gewissen war, dafür war ich einfach noch viel zu jung ... aber der Beweis lies sich leicht führen. Noch heute belustigt mich die tobende Wut des Majors.)

    Später lernte ich dazu. Unser Körper allein schon führt tagtäglich Krieg. Ob es uns paßt oder nicht. Und wenn er ihn mal verliert, den Krieg gegen die tägliche Invasion von Viren und Bakterien ... dann merken wir es ganz deutlich - oder wir merken gar nichts mehr.

    Grund genug, sich mit dem Thema mal intensiver zu befassen.

    Die edelste Aufgabe eines indianischen Kriegers war (so vernahm ich mal während eines Radioberichtes über dieses Volk) den Krieg selbst ... den heißen Konflikt zwischen den Stämmen, bei dem jeder nur verlieren konnte ... zu verhindern. So lang es nur geht. Dies erforderte einen außerordentlichen Mut. Um diesen Mut zu demonstrieren, war es bei den Präriestämmen Sitte, den bewaffneten Feind nicht zu töten, sondern vielmehr ihn mit einem besonderen Stab einen leichten Hieb zu versetzen....und so seine absolute Überlegenheit zu demonstrieren.

    So konnte man es bis zum Kriegshäuptling bringen, denn jeder wußte: der Mannn weiß, was los ist.

    Und hat sich völlig im Griff.

    Das war auch wichtig für ... das Führen eines heißen Krieges.

    Wer sich gezwungen sieht, einen Krieg zu führen ... heiß oder kalt ist hier egal ... ist gut beraten, sich mit der Kunst der Kriegsführung gezielt auseinanderzusetzen.

    Töten ist leicht. Krieg führen nicht. Denn Krieg führt man zum Zwecke des Sieges, nicht zum Zwecke des Tötens.

    Ein Sieg ohne Töten bringt allen Seiten mehr Gewinn als ein Abschlachten bis zum Ende. Friedliche Kooperation könnte schnellstens aus der Welt ein Paradies machen ... wenn es gelänge, den Krieg zu besiegen. Das weiß jeder.

    Nun haben die Maschinen da einiges verändert. Inzwischen töten Maschinen mehr Menschen, als es Menschen selbst tun. Schon im 2.Weltkrieg starben mehr Menschen durch Granatfeuer als durch direkte Konfrontation
    mit dem Feind (wobei ich die Haubitze jetzt einfach mal als kleine Maschine betrachte).

    Das ändert jedoch nichts an den Grundsätzen der Kunst des Krieges. Es erfordert lediglich Anpassungen bezüglich der Strategie ... und noch mehr Anpassungen bezüglich der zum Ziel führenden Taktik.

    Seinem eigenen Zorn freien Lauf zu lassen, befreit die eigenen Gefühle. Es lindert Ängste, leitet den Streß in sinnvolle Bahnen. Doch das ... ist nicht der Weg des Kriegers.

    Gefühle gewinnen keine Kriege. Noch ist ihr hemmungsloses Ausleben sonderlich förderlich für irgendetwas.
    Sie stehen einem Krieger eigentlich nur im Weg. Deshalb hält er sie besser im Zaum. Beseitigen sollte er sie nicht ... das versuchen die Profimörder der modernen Armeen - mit sehr zweifelhaften Erfolgen.

    Aber ohne Gefühle ... hat man kaum noch etwas, wofür man kämpfen kann. Dabei riskiert man viel ... sein eigenes Leben - und seine geistige Gesundheit. Davon können viele US-Veteranen ein häßliches und trauriges Lied singen...bevor sie ihrem eigenen Leben ein Ende setzen.

    Sicherlich ist es beeindruckend, jugendliche Steinewerfer dabei zu beobachten, wie sie gegen hochgerüstete Sicherheitskräft anstürmen. Beeindruckend und verständlich. Jedoch ... schon im ersten Weltkrieg galt: wer so vorgeht, hängt ganz schnell tot über dem Stacheldrahtzaun, dahingerafft durch gnadenloses Mg-Feuer. Nützt eigentlich keinem sonderlich viel. Es sei denn, man wollte nur noch tot sein, weil man den Horror nicht mehr ertrug. Auch ein Zeichen von Schwäche, die eines Kriegers unwürdig ist.

    Maschinen haben vor Mut keine Achtung, noch kann man sie dadurch beeindrucken. Der Film "Der mit dem Wolf tanzt" enthält zu Beginn eine Szene, die anschaulich darstellt, das es bei Menschen anders sein kann.

    Doch diese Zeiten sind vorbei.

    Nimmt man den modernen Mythos von der allumfassenden Macht einer geheimnisvollen NWO ernst (was ich tun muß angesichts des vorliegenden Beweismaterials ... auch wenn ich sehr hoffe, das ich mich irre), dann ist man gut beraten, zuallererst ihre Macht zu analysieren. Und jene Gebiete zu sondieren, wo sie noch keine Macht hat.

    Vorher ist jeder Widerstand nutzlos.

    Man sollte sich im Klaren darüber sein, das die NWO (sofern es sie gibt) Gewalttaten direkt provozieren wird um mit guter Begründung ihren Machtbereich (z.B. durch Einschränkung des Demonstrationsverbotes)
    auszuweiten.

    Jeder geworfene Stein auf einen Polizisten (von denen ich übrigens genug in der Familie habe, nebenbei bemerkt. Ich kann euch sagen ... die mögen das gar nicht. Und von "böse" sind sie weit entfernt. Aber die Steine ... hinterlassen bei ihnen Spuren ganz anderer Art. Aus "Bürger" wird "Feind" ... das sollte man nicht vergessen) trifft ... letztendlich ... die eigene Freiheit, die eigenen Interessen, die eigenen Leute.

    Persönlich verachte ich Joschka Fischer vor allem wegen seiner Beteiligung an einen Brandanschlag auf einen Polizeibeamten ... über die Jutta Ditfurth berichtete. Der Beamte leidet heute noch. Fischer bombt
    Serbien....

    Einen heißen Krieg im 21. Jahrhundert zu gewinnen, eine Revolution mit Gewalt zu führen ... ist weitgehend undenkbar. Jedenfalls im Kernbereich der Nato.

    Hier ist die Maschine (als Maschinenpistole, MG, Walther PPK, Granatwerfer, Hubschrauber etc) der Feind, und letztlich könnten nur Maschinen gegen Maschinen kämpfen (wie schon im letzten Krieg) und würden Massen von Menschen töten.

    Allerdings ... noch brauchen die Maschinen Menschen, die sie bedienen.

    Noch.

    Und Menschen ... sind anfällig für die Kraft von Wörtern.

    Eine neue Revolution wäre nur denkbar, durchführbar und zu gewinnen ... als Krieg der Worte.

    Doch wer diesen Krieg führt, muß sich im Klaren darüber sein, das er tödlich enden kann. Genauso wie ein heißer Krieg für einen tödlich enden kann. Ist also eigentlich ... kein Unterschied.

    Ein Krieger weiß, das er sein Leben setzt. Und wenn er weiß, wofür er es tut ... berührt ihn das Sterben nicht. Nur das verlieren ... will ihm nicht schmecken.

    Die Palette der Möglichkeiten gewaltlosen Widerstandes ist ebenfalls groß. So ließen sich sogar heiße Kriege gewinnen (auch wenn es vielen Kriegern das Leben kosten würde - aber so sind Kriege nun mal) ... doch das ist ein anderes Thema.

    "Gewalt ist keine Lösung" ist ein lockerer Spruch, leicht daher gesagt und oft ... eigentlich gar nicht zu verstehen. Sagt das mal dem, der einen Nagel in Eiche schlagen muß. Durch gutes Zureden auf Nagel und Eiche kommt man nicht weit. Aber mit dem richtigen Hammer ...

    Besser wäre gesagt: Gewalt ist kein Allheilmittel. Und oft sind die Nebenwirkungen den eigenen Zielen abträglicher als der Gewinn, der ihren Einsatz rechtfertigen könnte.

    Und manchmal ist es besser, sich selbst Gewalt anzutun ... um sich im Griff zu haben und nicht zur Marionette der Provokationen des Feindes zu werden.

    So, genug der Zeichen zu einem endlosen Thema.

  • Krebs für Radarmixer ... ein modernes Märchen?

    Und ich dachte, ich hätte soviel Zeit. Habe ich gar nicht ... weil so viele Themen mit drängen.

    Und ein ganz wichtiges habe ich vergessen. Sollte erst eine persönliche E-Mail werden, doch dann dachte ich ... nein. Das kann alle angehen.

    Mein Vater starb vor neun Jahren. Krebs. Unheilbar.

    Er sollte vor vierzehn Jahren sterben. Das war die Meinung der Ärzte.

    Ich weiß noch genau, wie der Anruf kam: Krankenhaus, Krebs, weit fortgeschritten, höchsten noch drei Wochen.

    Nun ... ich war nicht erschrocken. Noch entsetzt. Ich halte meine Analysen hinsichtlich der Bedeutung von
    Tod und Sterben für sicher. Ganz sicher.

    Ich erschrecke auch nicht, wenn man mir sagt, mein Vater fährt morgen nach Datteln.

    Der Mangel an Erschrecken birgt einen Vorteil - man kann Handeln. Kühl und überlegt.

    Es paßte mir nicht, das er gehen mußte. Die Kinder waren noch zu klein, es hatte dicken Krach zwischen meinem Vater und meinem Ältesten gegeben, es war zu häßlichen Szenen gekommen.

    Diese Geschicht schmeckte mir nicht, sie ließ sich nicht gut erzählen.

    Also stürzte ich mich in die ärztlichen Arbeiten zum Thema "spontane Selbstheilung", ein Phänomen, dem Ärzte gerne mehr Aufmerksamkeit schenken würden ... wenn sie jemanden finden würden, der es bezahlt.
    Studien sind teuer, Zeit auch. Aber die Industrie verdient am "behandeln", nicht am "heilen". Und an "Krebs" verdient sie sich dumm und dämlich....auch wenn die Ergebnisse den Aufwand kaum rechtfertigen.

    Nach 16 Stunden (und vielen Litern Kaffee ... der übrigens selbst außerordentlich gesund ist, wie man unlängst herausfand und keinesfalls schädlich, wie man früher meinte) hatte ich Ergebnisse, die eines Versuches würdig waren.

    Eine Theorie (unter anderem zuerst publiziert von einer Patientin, die damit einen großen publizistischen Wirbel verursacht hat), die besagt, das Krebs in direktem Zusammenhang steht mit ... der Psyche.

    Krebs hat jeder. Zu jeder Zeit. Ich jetzt gerade auch. Und du, lieber Leser, ebenfalls. Aber: der Körper schnappt sich diese entarteten Zellen (Magensäure im Gehirn zu produzieren macht nun wirklich keinen Sinn, das weiß der Körper selber) und schmeißt sie hinaus...wie alle anderen Müllobjekte im Körper auch.

    Bei Krebspatienten ... hört er einfach damit auf. Und dann ... wirds schnell kriminell.

    Louis L. Hay ... so der inzwischen wohl weithin bekannte Name der Patientin, die sich selbst heilte ...
    brachte nun jede Krebsart in Zusammenhang mit speziellen dunklen Gedanken des Patienten über sich selbst, die das Immunsystem in jenem Bereich lahmlegen.

    Zu phantastisch? Überhaupt nicht. Jedes Plazebo (also harmlose Zuckerpillen, die mit der Absicht ausgeteilt werden, das der Patient den Eindruck hat, er würde ein Medikament bekommen) wirkt zu 50 % wie ein echtes Medikament ... weil der Körper so tut, als sei es echt. Der Glaube an das Medikament wirkt so gut es wie selbst. Bei 50 % ... der Rest ist wahrscheinlich Pharmaungläubig, möchte man fies hinterherschicken.

    Neu war nur ... ganz konkrete Gedanken mit ganz konkreten Krankheiten in Verbindung zu bringen.

    Mein nächstes Problem ... mein Vater würde diese Gedanken grundsätzlich ablehnen, mich auch, weil ich mich schützend vor meinen Sohn gestellt hatte. Und weil er überhaupt des Lebens ob der fortschreitenden Verdunklung der sozialen und natürlichen Umwelt müde war.

    Also mußte ich eine Situation entwerfen, die in ihm Gefühle hervorriefen, welche wiederum seine Gedanken steuerten. Kein Problem ... verdiente damals mein Geld damit, solche Dinge gelegentlich zu tun. Man mag das jetzt wieder böse Manipulation nennen ... ich nenne es Verbesserung der Kommunikation. Es kommt immer auf die Absicht an, mit der man diese Werkzeuge benutzt.

    Nun ... erstmal redete ich mit den Ärzten. Nicht notwendigerweise in dem Leben anderer Menschen herumzufummeln, kann nämlich für einen selbst üble Folgen haben ... Hirntumore sind da keine Seltenheit.
    Der Körper hat da ganz schnell keine Lust mehr, den üblen Geist länger durch die Gegend zu schleppen.
    Herzinfarkt kommt da auch schneller als gewohnt ... weil Lieblosigkeit im Umgang mit Mitmenschen tödlicher für das Herz ist als Nikotin.

    Die Ärzte bestätigten .... keine Hoffnung. Im günstigsten Falle ... drei Monate, wenn alles gut geht.
    Aber nur bei intensiver Chemotherapie, von der man angesichts der Schwere des Falles abraten würde.
    Hätte keinen Sinn. Oberarzt und Chefarzt bestätigten dies.

    Also ... zog ich mein Ding durch.

    Aus drei Wochen wurden fünf Jahre. Überraschte mich nicht. Die Umstrukturierung der Gedanken war nur indirekt erfolgt. Das war für Heilung von vornherein zu wenig. Das war mir klar.

    Fünf Jahre später fuhr ich wie gewohnt morgens los. Es sollte eine schöne Reise werden, die mir mal wieder die Möglichkeit gab, neben der zu erledigenden Arbeit Freunde zu besuchen, neue Freunde zu gewinnen und einige spannende Orte aufzusuchen.

    Da spürte ich ein leises ziehen in der Nierengegend. Quatsch, meinte ich, für so einen Tinnef habe ich jetzt keine Zeit.

    Ich kam nicht weit.

    Nierenkolik. Ist so heftig wie Geburtswehen. Da kann kommt man nicht weit mit.

    Also zurück, Arzt angerufen, Krankenwagen war unterwegs. Waren schon recht heftige Schmerzen, die ständig zunahmen.

    Wieder klingelt das Telefon, Frau kommt herein: dein Vater ist gerade gestorben.

    Wie Louis L. Hay meinte ... Familienkonflikte manifestieren sich gern in der Niere.

    Tage später in der Leichenhalle, mit Mutter und ihren Brüdern.

    Da lag er nun. Friedlich. Alle am Weinen. Ich nicht. Wieso auch?

    Auf einmal ... ein Ziehen in der Niere.

    Nierenkolik.

    Mist ... aber diesmal wußte ich ja, was auf mich zukam. Ich ins Auto ... und 2 Stunden mit Nierenkolik
    nach Hause gefahren. Kostete mich alle Kraft und Konzentration ... aber meine Familie brauchte mich dringend. Da war keine Zeit für Krankenhaus und "behandeln".

    Meine neue Lebensgefährtin hat meinen Vater nie kennengelernt. Noch Photos von ihm gesehen.

    Aber es tauchte ein Mann in ihren Träumen auf der sich seltsam bewegte ... wie er es mit seinen von der Arbeit zerstörten Knien getan hatte, von denen sie ebenfalls nichts wußte. Er sprach mit ihr und bat sie, mir etwas mitzuteilen. Was sie getan hat. Doch was das war ... gehört nicht in diese Geschichte.

    Allerdings ... was immer da in ihren Träumen herumlief ... sah genau so aus wie er zum Zeitpunkt seines Todes. Sogar die Brille war korrekt beschrieben.

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