szmmctag

Archiv der Einträge: 03 April, 2009
  • Wieder ein Amoklauf: 12 Tote minimal

    Man möchte es gar nicht mehr wahr haben.

    Noch was dazu schreiben.

    Wieder ein Amoklauf.

    Gähn.

    Diesmal hier:http://nachrichten.t-online.de/c/18/32/10/78/18321078.html

    Na ja, diesmal waren die Opfer keine Kinder oder Alte, sondern mal Migranten.

    Toll. Ganz was neues.

    Wahrscheinlich ist die Meldung Morgen wieder weg. Zu langweilig. Amokläufe sind jetzt sowas von megaout.

    Jeden Tag Amoklauf ... das macht auf Dauer kein Sender mit.

    Ok. Es waren mal andere Opfer als sonst.

    Ok, der deutsche Mobber und professionelle Sozialfaschist wird jubeln und wieder herumblähen, das es jetzt endlich die Richtigen trifft.

    Endlich mal die Ausländer. Nicht immer nur deutsche Kinder, die später mal seine Rente zahlen sollten.

    Da kann man endlich so richtig aufdrehen.

    Aber ... es waren Ausländer in den USA.

    Könnten also .... Reichsdeutsche drunter gewesen sein. Erstklassige Eins-A-Herrenmenschen mit chronifiziertem Lebensberechtigungsschein.

    Vielleicht sogar ... IT-Spezialisten mit Greencard.

    Au weiah. Ich höre das Stöhnen ja in der Tat bis hier.

    "Hätte so schön sein können ... " ... war es sicher nicht.

    Im Schnitt sind heute glaube ich mehr Zivilisten von US-Soldaten im Ausland erschossen worden als Ausländer in den USA. Im Schnitt haben wohl auch mehr US-Bürger heute US-Bürger erschossen, ohne das es großes Aufsehen erregt hätte.

    Indianer sterben immer noch recht flott, seitdem man ihnen den Atommüll ins Reservat kippt.

    Also ... was soll die Aufregung.

    Regt sich ja auch keiner auf.

    Ist nur eine ganz kleine Nachricht.

    Z.B.hier: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,617349,00.html

    Und ich ... benutze das ganze auch nur noch, um Linksetzung zu üben. Sonst habe ich das morgen wieder vergessen.

  • Moderne Mythen: Viehverstümmelungen, UFO´s und Kornkreise.

    http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/paranormal/paranews/70115d84cfa19bf3ebd2d4e3e3a114e8.html

    So, wenn jetzt alles geklappt hat, dann steht da oben mein erster selbstgelegter Link.

    Wenn nicht ... beschwert euch woanders.

    Es ist jetzt schon ein dutzend Jahre mindestens her, das mein Kumpel Josef mir mit diesen unappetitlichen Dingen auf den Wecker ging. War ja ganz besessen von diesen Ufo-Dingen.

    Wie immer zu solchen Gelegenheiten meinte ich: Josef, kein Problem, zeig mal her, ich erklär dir das mal schnell.

    War mal wieder zu vorlaut. Bis heute rätsele ich daran herum. Und es ist wie bei diesen vermaledeiten Kornkreisen ... je intensiver man sich damit beschäftigt, umso mehr rätselhaftes taucht auf. Auch da war ich etwas von den Socken, als ein renommierter Mathematiker behauptete, das sie mathematische Strukturen enthielten, die für die Menschheit völlig neue Erkenntnisse enthielt.

    Und das von Rentnern?

    Und die Erklärungen der Kornkreisgegener ... wenn ich sie mal so nennen darf ...sind zum Teil noch haarsträubender als die der Kornkreisfans. Da ist es wirklich einfacher, an Ufo´s zu glauben, streng nach dem wissenschaftlichen Grundsatz, bei Erklärungen mit mehreren Hypothesen immer derjenigen mehr Wahrheit zuzutrauen, die die wenigsten Hypothesen braucht.

    Und ehrlich ... einige dieser Kunstobjekte in den Feldern sind dermaßen komplex, das man schon am Zeichenbrett Tage bräuchte, um sie nur mit Zirkel und Lineal zu konstruieren. Das ganze dann nachts mit Holzbretter ohne auszufallen?

    Nonsens. So nicht.

    Diese Viehverstümmelungen haben dann natürlich noch einen ganz besonderen Ekelfaktor. Kein Blut, medizinisch saubere Schnitte (blutsaugende Puma´s mit Skalpelgebiß wären natürlich auch eine Sensation), und das schon zu Zeiten, als die ersten Laser noch so schwer waren, das man einen LKW gebraucht hätte, um sie an den Ort des Geschehens zu bringen, keine Fußspuren in der Nähe aber den begründeten Verdacht, das sie aus großer Höhe abgeworfen worden sind....also, irgendein Mist läuft da.

    Nur leider haben wir ja andere Probleme, als uns um unerklärbares zu kümmern.

    Z.B. wer ist der schickste Mensch auf dem Natogipfel.

    Willkommen in Entenhausen.

    Ich hoffe nur, ich muß nicht infolge der Bankrotterklärungen der Wissenschaften blutsaugende, euterschneidende Aliens in mein Weltbild aufnehmen, die in der Mittagspause aus purer langeweile ein paar Kreise ins Korn malen.

    Wenn es so weitergeht, geht es mir wie Prof. D.M.Jacobs, der sich mit der Ufo-Problematik als Teil der amerikanischen Kulturgeschichte auseinandersetzte. Ein interessanter Ansatz, den ich selbst im Rahmen der Mythologieforschung gerne verwende.

    Er kam nach jahrelanger Forschung aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, begann sich zu fürchten und schrieb danach ein panisches Buch "Bedrohung ... die geheime Invasion der Aliens" ... weil er es sich anders nicht mehr erklären konnte, was da geschah. "Entführungen" waren sein Thema ... eins, bei dem ich immer sofort an den zweiten Teil von "Ghostbusters" denke und die Entführungsgeschichte in der fiktiven Enthüllungsshow von Bill Murray....der "außerirdische Mann im Motel(raumschiff)".

    Jacobs ist da aber ganz anderer Meinung.

    Leider darf man ihm nicht folgen, alldieweil die Wissenschaft kaum noch Ergebnisse produziert, stattdessen aber stahlharte Dogmen.

  • Briefe an die Leser: Obama! Kehrt Marsch!

    Hallo Obi!

    Wie ich höre bist du gerade in der Nähe (nach euren räumlichen Vorstellungen geurteilt) und machst Dich schon unbeliebt. Fein. Das gibt immer Aufsehen.
    Da tönst du in Straßburg (was eine ganz feine Stadt ist, nebenbei bemerkt, geh mal in die Altstadt, zum Fluß herunter. Da ist fast alles älter als die USA) herum, wir sollten aufrüsten.

    Toll, haben wir eh´ schon vor, wie ich höre. Die Engländer bauen die größten Kriegsschiffe, die sie je besessen haben ... wurde halt genug eingespart, am Sozialstaat, da kann man sich wieder was leisten.
    Reine Angriffsträger sollen es sein. Ich fürchte, die meinen es ernst und wollen Hongkonk wieder haben.

    Ist ja auch noch gutes Business da, und jetzt, wo sogar der Londoner Bürgermeister ein paar Banker hängen wollte, damit wenigstens die übrigen gut arbeiten, ist es vielleicht Zeit, sich in Asien mal wieder nach ein paar neuen umzuschauen ... Geldhäuser inklusive.

    Warum sollten wir aufrüsten?

    Nun ... die USA wollen starke Partner, so deine Meinung. Leute, auf die man nicht hinunterschauen muß.

    Einerseits dann viel Vergnügen heute beim vier-Augen-Gespräch mit Minimerkel. Wird sicher spannend, den Verrenkungen zuzusehen. Aber darf man ja nicht.

    Andererseits ... vielleicht wollen wir ja auch starke Verbündete. Und dann? Wo nimmst du die dann her?

    Vielleicht finden wir es ja ganz gut nach zweihundert Jahren us-amerikansichen Kokolores mit Indianermassakern, Negerversklavung, Umweltterror und CIA-Sauereien, das die ganze Kolonie wieder dem roten Mann übergeben wird. Der Rest ... kann ja in die Großstadtreservate. Da fühlt er sich doch sowieso am wohlsten.

    Ich meine, nicht mehr lange und drei auszahlungsreife Bausparverträge reichen aus, um vier eurer mächtigsten Konzerne aufzukaufen ... und es bleibt noch Geld für ein Eis übrig.

    Deshalb wäre es doch verständlich, wenn die Europäer auch einen starken Partner wollen, oder?

    China zum Beispiel. Die haben auch Todesstrafe, scheißen auch auf die Menschenrechte von Minderheiten, kaufen sowieso schon ihre Exekutionsmobile bei uns ... und die Wirtschaft schaut jetzt schon hoffnungsvoll dahin.

    Oder Rußland. Die haben noch Rohstoffe ohne Ende. Und es sind sowieso schon viele Europäer darunter.
    Wären doch schicke Partner ... im letzten Weltkrieg jedenfalls waren die für euch auch voll ok.

    Oder ganz Afrika. Die haben, was wir brauchen und wir haben, was die brauchen. Ruckzuck könnten wir die Sahara bewässern und in einen Riesengarten verwandeln. Alle werden satt, wie kriegen Bananen, Öl und Diamanten .... was will man mehr. Dann noch Indien dazu und die Sammlung ist komplett.

    Ihr könntet dann euer Wer-regiert-die-Welt-Spiel auf den restlichen Kontinenten spielen, während wir nur noch Dauerurlaub haben.

    Gibt auch noch viele Deutsche da in Afrika. Und dein Papa kam da auch her ... kann doch nicht so schlecht sein, dieses Afrika, oder?

    Wie gut, das der SPIEGEL sich diese Fragen gar nicht stellt sondern einfach nur Deine Befehle weitergibt und gleich darauf das wichtigste Ereignis des Tages in den Mittelpunkt stellt:

    Obama trifft Carla Bruni ... wer ist schicker?

    Wenn die Generation Doof beim SPIEGEL nicht dauernd Artikel schreiben dürfte, hätte ich glaube ich bald nicht mehr viel zu lachen.

    Geht die Welt auch den Bach runter ... hautsache, die Kutte stimmt.

    Und ... wer hat nun den Nato-Gipfel genannten Modewettbewerb gewonnen? Erzählt mir das auch mal einer?

    Oder wartet man mit der Auswertung, bis Minimerkel kommt? Vielleicht war die ja noch schnell shoppen, als sie erfuhr, worum es in Straßburg wirklich geht...

  • Unser Dorf im Alltag

    Ferien sind schön. Man hat endlich Zeit für vollkommen Unsinniges. Wie z.B. dem Studium der Dorfpostille.

    Morgen findet eine "Dorfsäuberungsaktion" im Nachbardorf statt. Schön. Papier sammeln, Kaugummi vom Bürgersteig entfernen und ganz nebenbei die Arbeitsplätze der Straßenreinigung eleminieren.

    Warum nicht?

    Stutzig wurde ich, als ich las, das Trecker und Autos mit Anhänger gern gesehen sind.

    Autos mit Anhänger? Trecker? WOVON wollen die das Dorf den säubern? Doch nicht von den nun arbeitslosen Mitarbeitern der Straßenreinigung? Also, "Unser Dorf soll schöner werden" ... das klingt sehr relativ.

    Gut das mich der Kreispolizeidirektor gleich in einem großen Artikel beruhigt. Zwar haben die Wohnungseinbrüche um 67 % zugenommen (warum denke ich gerade wieder an die Anhänger?), aber unser Flecken Erde ist mit Abstand der sicherste im ganzen Kreisgebiet. Schön. Noch. Die Aktion ist ja erst Morgen.

    Besser ist da die Anzeige für das Jahresgedächtnis von Rainer S. War jünger als ich, einen habe ich also wieder überholt. "Gerade warst du noch da" ... ja, und du Nulpe warst nur kurz auf dem Klo und schon war er ein Jahr tot oder was? Die ganz große Stunksitzung oder Alzheimer im fortgeschrittenen Zustand.
    Ein Paradies für Anlageberater, dieses Volk. "Also, gerade war die Lehman-Aktie noch Gold wert" und seit einigen Monaten gar nichts mehr, aber das merken die frühestens am 1.Advent.

    Viel besser gefällt mir die Anzeige: "Ferienspiele rund ums Pony". Punkt. Mehr nicht. Klasse Idee, einfach mal ein Pony in die Mitte stellen und schon kommt Freude auf ... bei Halma, Mensch ärger dich nicht oder Mau Mau. Vielleicht kann man auch fangen ums Pony veranstalten, oder verstecken hinterm Pony, oder Pony ärger dich nicht, wer weiß.

    Ja ja, das ist Nordeifel live. Von wegen, das Landleben ist langweilig. Ich freue mich jetzt schon auf die neue Ausgabe des Nordeifelblättchens, in dem sicher die Ergebnisse der Dorfaufräumaktion veröffentlicht werden - ganz detalliert.

  • Menschenknochen gefunden?!?

    Endlich Ferien. Die Kinder außer Haus. Bombenwetter ... also nee, soo nicht, das könnte falsch verstanden werden - laßt die "Tornados" lieber im Nest ... also: Sonne scheint. Gut für den Garten.

    Und dann ... der Fund.

    Ein Oberschenkelknochenstück. Gefunden beim Graben.

    Vertikal in Viertelchen gesägt. Ziemlich alt.

    Gefährtin sagt: Mensch.

    Ich sage: Bloß nicht. Kuh, Schwein, Schaf, Esel, Elefant ... alles andere, bloß nicht das.

    Was meinst du, was mit dem Garten passiert, wenn das ... mal ein Nachbar war. Die Ferien wären schnell im Eimer. Der Garten auch.

    Das Haus ist in Teilen dreihunderfünfzig Jahre alt. Das Tal ... verschrien als "Teufelstal". Früher sammelten sich hier die "Altgläubigen" und beteten auf dem Schreiberg zu ihren alten Göttern ... lautstarkt, wie der Name vermuten läßt.

    Alles voll hier von heidnischen Kultbrimborium.

    Wer weiß, welches Verhältnis die zu "Nachbarn" hatten.

    Also, eine Frage an die Blogwelt: wie unterscheidet man menschliche Oberschenkelknochen von ... irgendwelchen anderen Oberschenkelknochen? Der Gewinner ... kann das Stück behalten.

    Na ... irgendwelche Fachleute da draußen?

    Oder professionelle Menschenfresser?

    Und warum sägt man so etwas?

    Bißspuren deuten darauf hin, das er frisch angenagt wurde ... von scharfen Zähnen nach dem Sägen.

    Für sachdienliche Hinweise ist die Kriminalpolizei dankbar ... ich auch.

    Noch ein PS: wenn´s Mensch ist ... wen informiert man denn dann so in der Regel?

  • Afghanistan ... einfach schnell weg da. Aber flott!

    Zufällig hatte ich gestern etwas Leerlauf und die Ausgabe des "Stern" vom 2.4.2009 gratis zur Hand.

    Ich durfte einen Artikel über Afghanistan lesen. Leider hatte ich meine übliche Tischplatte nicht zur Hand, um gepflegt hineinbeißen zu können.

    Da fliegen einfach mal ein paar US-Profimörder in Uniform mit zwei Hubschraubern ins von deutschen Soldaten "befriedete" Territorium, erschießen ein paar wehrlose Menschen, heben wieder ab und vertuschen die Aktion in einem beispiellosen Diletantismus.

    Also ... selbst "Kollateralschaden" geht anders. Ganz anders.

    Nebenbei erfahre ich heute von einem neuen Gesetz, das die Eigentumsrechte afghanischer Männer an ihren Frauen neu regelt. "Eigentumsrechte" steht zwar nicht wörtlich in dem Gesetz ... aber trifft es meines Erachtens genau. Vollrundumdieuhrversklavung unter dem Schutz von Sternenbanner und Balkenkreuz.

    Und das alles im Dienste der Förderung illegalen Heroinanbaus?

    Ja, wo leben wir denn eigentlich?

    So etwas in den siebziger Jahren in diesem Land ... die Demonstrationszüge wären gar nicht mehr zur Ruhe gekommen.

    Immerhin ... ein Positives hat die Entwicklung. Unter dem Schutz und der Mitarbeit der Bundeswehr wächst ein System heran, das aus jedem Afghanen einen potentiell sehr berechtigten Asylbewerber macht, der dem Terror der US-Armee nur noch durch schnelle Flucht nach Deutschland entkommen kann.

    Hat die Bundeswehr auch schon genug Anträge mitbekommen?

    Wenn nicht, wird es Zeit.

    Es ist natürlich praktisch, wenn man die Asylbewerber gleich mit eigenen Transportflugzeugen aus der bedrohten Zone ausfliegen kann.

    So gesehen, ein Grund, unsere Kinder dort zu lassen.

    Aber der einzige, den ich noch sehen kann.

    Ansonsten ... raus da, aber so schnell wie möglich. Außer Traumata für Angehörige unserer eigentlich rein zur Heimatverteidigung ausgelegten und angeschafften Truppenverbände ist dort unten nichts mehr zu holen.

    Und Heroin ... ist sowieso verboten.

    Oder kann ich jetzt Panzergrenadiere auch zum Schutz der Eifeler Hanfplantagen bestellen? Habe ich wieder irgendein Gesetz verpaßt?

    Plant die Generation Doof vielleicht schon insgeheim neue Eigentumsrechte für deutsche Männer an deutschen Frauen unter dem Schutz der Bundeswehr?

    Wäre ja auch noch schöner, wenn Frauen in diesem Land weiter machen dürften, was sie wollen. Wo kämen wir denn da hin? Nachher wollen die noch mehr Geld. Da muß langsam mal Frieden einkehren, der Terror der Rosenkriege gehört bekämpft wie jeder andere Terror auch. Und das man das regeln kann, machen die Afghanen vor ... die "guten" von uns geförderten Afghanen, nicht die "bösen" von uns bekämpften.

  • Brauchen wir Blut, Tränen, Leichen und Hitler?

    Einige Einträge bei meinem Blogkollegen Amenophisll, die ich gestern noch lesen durfte, haben mich sehr nachdenklich gemacht ... wofür ich meinem Blogfreund jetzt noch mal danken möchte - und natürlich nicht umhin kann, öffentlich zu empfehlen, mal zu lesen, was er predigt. Vor allem möchte ich jedem Politiker ans Herz legen seine Worte zu lesen. Ich selbst könnte die Stimmung, die herrscht, nicht besser zum Ausdruck bringen ... zumal ich persönlich auch Rentnerinnen kenne, die gerne mal Bomben schmeißen möchte, weil das alles anders nicht mehr lösbar scheint.

    Auch wenn die virtuellen Millarden jetzt in die Banken geschmissen werden ... allein die Pensionen der sechs Millionen Beamten hätten ... ganz ohne Krise ... diesem Land das Genick gebrochen, wenn sie fällig geworden wären. Soviel Geld kann diese Land nicht erwirtschaften. Noch nicht mal dieses Land.

    Und da wir ja die letzten Jahrzehnte ganz stolz den Binnenkonsum als lästiges, zu vernachlässigendes
    Nebenprodukt unseres Wirtschaftlebens haben veröden lassen (ganz gezielt und per Gesetz verordnet), jenen Bereich, für den es ursprünglich überhaupt so etwas wie "Wirtschaft" gab, ist die eigene Wirtschaftskraft ohne Ausland eben nicht mehr so groß, wie sie mal war.

    Wie auch, wenn das Privatvermögen auf eine ... wenn auch große ... Minderheit verteilt wurde.

    Die können nicht soviel essen, trinken und Klamotten kaufen, um den Laden am Leben zu erhalten.

    Außerdem verbrennen die das Vermögen lieber in Hedgefonds ... macht denen soviel Spaß wie unsereins der Sylvesterböller.

    Sie fühlen sich vielleicht sicher, stellen 20% des Volkes, kontrollieren Medien, Produktion, Vertrieb, Polizei, Armee, Politik, Rechtsprechung, medizinische Versorgung ... die perfekteste Herrschaft, die es je gab.

    Was soll denn da noch passieren im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen, wo eine Streubombe eine ganze Demo in Sekundenschnelle auslöschen kann?

    Da kann man sich doch absolut sicher fühlen, das der Pöbel wirklich vor der Tür bleibt ... und zwar weit weg von der eigenen Tür.

    Gut ... so gesehen schon.

    Doch man vergißt ganz leicht ... die mächtigste aller Waffen.

    Das Wort.

    Es war ein einfacher, gescheiterter Aktmaler aus Österreich, der demonstriert hat, welche Macht und Magie in Worten liegt, die nicht nur das Ohr sondern auch das Herz erreichen. Eine schrecklich einfältige Nulpe mit einer vollkommen verworrenen Weltsicht ... zudem auch noch Ausländer. Ein Unteroffizier in einem Land, dessen Fürsten und Grafen und Generäle noch mächtig waren.

    Ich hatte mal die Gelegenheit, mit einem seiner entschiedenen Gegner zu sprechen. Er ist ... rein aus Jux ... zu einer seiner Reden gegangen. Wollte wissen, was denn da so passiert. Lies es über sich ergehen ... und war verzaubert, als er den Saal wieder verließ. Zeit seines Lebens rätselte er darüber, was in den Momenten eigentlich passiert ist, konnte aber nur verzweifeln ob des Erlebnisses.

    Besucher von Rockkonzerten ... die wahren Fans ... werden vielleicht am ehesten nachfühlen können, wie es ihm ging.

    Man braucht keine Bomben, Panzer und Maschinenpistolen, um ein Land auf den Kopf zu stellen. Ein einziger, mit der Macht über Worte, reicht aus. Ich habe Unternehmensberater und Motivationstrainer kennengelernt und bin bei ihnen in die Lehre gegangen, denen das vollkommen klar war, die Techniken vermittelten, wie man die Macht der Worte fließen lassen kann.

    Was sie nicht konnten (und woran sie verzweifelten, weil es der letzte Schritt zur absoluten Macht ist), war, mit diesem Fluß die Herzen der Menschen zu erreichen.

    Und genau jene Macht ist es, die es zu fürchten gilt. Nicht die giftigen Worte kleiner widerwärtiger Mucker, sondern jene Worte, die den Zorn im Lande vereinen, die links und rechts zusammenführen, die Generäle und Polizisten, Richter und Priester, Arbeitslose und Aktienbonzen zu einer hirnlosen Masse zusammenschmelzen.

    Und vor dieser Gewalt schützt auch kein Besitz und mag er noch so groß sein. Polizei und Militär erliegen dem Zauber genauso schnell wie der Rest des Volkes. Alles ... schon mal dagewesen.

    Wenn man nicht draus lernt ... muß man es wiederholen. Ist wie in der Schule.

    Aber ... brauchen wir wirklich den großen Knall? Brauchen wir wirklich wieder einen dunklen Magier der Worte, der den Zorn bündelt, ihm eine Stimme gibt, absolute Macht erlangt und absoluten Terror auf die Straßen bringt?

    Also ... ich persönlich könnte darauf verzichten.

    Blut, Tränen und Leichen machen überhaupt nicht glücklich. Auch nicht, wenn´s den politischen Gegner trifft.

  • Briefe an die Leser: Phillip Mießfelder. Das tut mir leid.

    Lieber Phillip,

    zuerst einmal möchte ich mich an aller Form bei Dir entschuldigen. Was habe ich Dich mit Spott und Häme überzogen, habe unangenehme Details aus Deinem Leben verraten, auf Deinen inhaltslosen Lebenslauf aufmerksam gemacht und Dich so zum Gespött des gemeinen Volkes gemacht.

    Dabei ... hattest Du es doch nur gut gemeint. Für Dich.

    Du wolltest je endlich wirklich richtig arbeiten. Endlich mal mehr sein als das Ziehkasperle von Größeren.

    Endlich mal was auf der Lohnsteuerkarte haben. Wie ich höre, hattest Du schon eine beantragt.

    Mensch ... das erste Mal in Deinem Leben auf eigenen Füssen stehen....das ist eine tolle Erfahrung für junge Menschen. Das merke ich bei meinen eigenen Kindern. Die blühen richtig auf, werden selbstbewußt, abenteuerlustig, positiv. Das hätte ich Dir gegönnt.

    Dabei war alles so gut geplant.

    Erst mit markigen Sprüchen den eigenen Namen in die Medien bringen, dann den Vorgänger abservieren und dem Ziehvater die Gelegenheit geben, einen mit einem klasse Ministerposten zu versorgen.

    Endlich mal ein richtiger Job und nicht nur Parteisozialfürsorgen.

    Na ja, Dein Vorgänger hat sich glaube ich selber abserviert, meine Mutter kennt seine Tante (du würdest Dich wundern, was diese Frau sonst noch für Beziehungen hat ... da träumst Du nur von) und er hatte glaube ich Probleme mit seinem Führerschein ... bzw. fuhr gern Auto, ohne einen zu haben.

    Und das als Verkehrsminister NRW ... ganz schlechter Auftritt.

    Na, Miesi, und nun?

    Hat Dein Ziehpappi jemandem anders den Posten gegeben, weil Du das große Spiel noch gar nicht richtig verstanden hast.

    DU ... bist jetzt ganz draußen. Der Dauerhinterbänkler der Zukunft. Erledigt von ... der parteiinternen Konkurrenz, die nur auf Deinen Fehltritt gewartet hat, um Dich abzuservieren.

    Ja ... das Arbeitsleben ist hart. Um Jobs wird gekämpft ... und da zählt Kampferfahrung mehr als Einbildung und sozialfaschistische Auswürfe.

    Aber das ... hatte Dir niemand gesagt bisher, oder?

    Also, Miesi, (die Schreibweise bleibt, da diskutier´ ich auch nicht drüber. Was sein muß, muß sein!),
    es tut mir leid, das ich Deinen Nachfolger ebenfalls gefördert habe. War jetzt bei uns zu Besuch, scheint auch eine Sülzmaschine zu sein.

    Aber schau mal, ganz so schlimm ist das doch nicht. Als ungelernte Arbeitskraft wirst du irgendwann auch bei Hartz IV landen, und dann wartet doch das Superleben auf Dich. Den ganzen Tag Alkohol und Zigaretten.

    Und dann fragt auch keiner mehr, ob Du schon alt genug dafür bist.

  • Briefe an die Leser: WELT! Du bist gerettet!

    Liebe WELT!

    1100 MILLIARDEN. Na, das ist mal ein Wort. Die Aktienkurse explodieren. Alle Feiern. Die Krise ist endlich vorbei.

    Da will ich mal nicht kleinlich sein.

    5000 MILLIARDEN werde ich persönlich zuschießen. Kein Problem für mich. Meine Familie werde ich verpflichten, das Geld die nächsten 10000 Millarden Jahre mit 50 Cent im Jahr abzubezahlen.

    5000 MILLARDEN kommen von meinem Kumpel Josef, der will da nicht zurückstehen. Hugo, der Knauserer, legt noch mal 2000 MILLIARDEN dazu.

    Meine Mutter ... gibt nix. Sparsame Trümmerfrau. Und mißtrauisch ohne Ende.

    Aber mein Sohn gibt sein Taschengeld und HUNDERTTAUSEND MILLIONEN MILLIARDEN. NA, ist das ein Wort?
    Gut, er beherrscht erst altersgemäß den Zahlenraum bis Hundert, aber er ist euch noch in einem weitern Punkt gleich:

    a) er hat das Geld auch nicht

    b) er versteht nicht wirklich, was diese Summen eigentlich bedeuten.

    Noch bevor die Wirtschaftsblasen imaginäre Zahlen durch den Raum pusteten, drohte überall der Staatsbankrott, mein Blogfreund Dreckscheuder berichtete unlängst von der konzentrierten Jagd nach 16 Cent durch die deutsche Zollbehörde ... deutlicher kann man nicht sehen, wie knapp das reale Geld geworden ist.

    Aber ... wir haben ja noch die großen Zahlen, die sich inzwischen scheinbar beliebig fortsetzen lassen.

    Das wird die Welt freuen. Zumindestens kauft die Welt wieder Aktien wie blöd und hat mal wieder vergessen, wieviel man eigentlich schon damit verloren hat in den letzten Jahren.

    Die Arbeitslosenzahlen wachsen bedrohlich, sogar der Frühjahrsaufschwung blieb dieses Jahr aus, die realen Aufträge brechen rekordartig zusammen ... aber alles kein Problem, G 20 schmeißt mit Monopoly-Geld.

    Scheiß auf die Zukunft der nächsten zwanzig Generationen, wir verbraten alles jetzt zum Wohle der Banker, die bei zu starkem Protest gern mal mit zehn Pfund Noten aus den oberen Etagen auf das zornige Volk herunterwinken.

    Darum haben wir im Freundeskreis jetzt auch mal eben 12000 MILLIARDEN in den Ring geschmissen ... kost´ ja nix. Die Abwrackprämie wird zwar aktuell schon wieder zu einem Problem, das man nicht bewältigen kann, aber was soll´s. Gut zu wissen, das mein Freund Hannes sich mit einem Gedicht beteiligt und Gerd erstmal eine Woche beten geht. Letzteres scheint mir substantieller zu sein als der virtuelle Geldregen.

    Ich habe übrigens irgendwo auch noch ein paar Millarden Reichsmark herumliegen ... sind nur ein paar Scheine, aber wenn das hilft, schmeiß´ ich die auch noch in den Ring.

    Woher kommt übrigens das Geld für die Aktien? Nun, das haben mir die Börsenanalysten unlängst erklärt.

    Die CEO´s der Welt kaufen nämlich Aktien wie die Blöden. Kurz gesagt ... die raffgierigen Banker setzen die steuerfinanzierten Boni in reale Anteile echter Unternehmen um.

    Clever, nicht wahr?

    Und Strahlemann Ackermann hat unlängst, wie der "Stern" vom 2.4. berichtet, wieder neue völlig undurchschaubare Finanzprodukte auf den Markt gebracht, die ihm seinem nach wie vor verfolgtem Renditeziel von minimal 20 % wieder näher bringen sollen. Hat nichts gelernt aus der Krise und demonstriert das noch in der Öffentlichkeit.

    HURRA, der Wahnsinn tobt aber die Welt ist gerettet.

    Und da der Spiegel noch meldet, das die Proteste der Globaliesierungsgegner völlig danebengingen ... ist die Welt doch wieder in Ordnung.

    Also: Glotze wieder an, Superstar suchen und weiter von der sicheren Rente träumen.

    Für die, die noch nicht den IQ von Rosenkohl angenommen haben, gilt weiterhin: Geld ... kann man nicht essen. Immer noch nicht. Vielleicht wird dran gearbeitet, ich traue denen alles zu, aber momentan ist der Nährwert noch sehr gering. Und virtuellse Geld ... macht noch nichtmal die Küchenhexe warm.

    Meint: Dein Eifelphilosoph

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