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Archiv der Einträge: 02 April, 2009
  • Briefe an die Leser: ARBEITSAMT! Völlig verblödet?

    Liebes Arbeitsamt,

    heute hast du meinen Zeitplan völlig durcheinander gebracht. Und bevor der nicht verschiebbare Teil mir droht, möchte ich des gerade eben geführte Telefonat zum Anlaß nehmen, euch dir einige Zeilen zu schreiben.

    Ihr habt da drüben ja wohl vollkommen den Darmendausgang offen. Anders kann ich es nicht deuten, das ihre vollkommen neue Rekorde einfahrt. Nicht etwa Rekorde bei der Vermittlung von Arbeitssuchenden - Gott bewahre, das IHR eure Arbeit macht, würde ja wirklich niemand mehr von euch erwarten.
    Nein, aber Rekorde bei der Sanktionierung von Arbeitslosengeld 1 - Empfängern.
    ALG-1 ... nicht Hartz IV, darüber will ich jetzt mal gar nicht reden.
    Um 16 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2007 haben die Sanktionen zugenommen bei Menschen, die frisch arbeitslos geworden sind.

    Warum diese Zunahme?

    Weil diese Menschen die unglaubliche Frechheit besessen haben, eure Ausführungsbestimmungen nicht zu kennen. Ja, das ist ja auch wirklich ungeheuerlich. Die gehen einfach jahrelang arbeiten, und kümmern sich eine Dreck um eure so fein und effizient formulierten Ausführungsbestimmungen. Gucken Fernsehen, treiben Sport, spielen mit ihren Kindern, arbeiten sich dumm und dusselig und lassen eure Elaborate
    einfach links liegen.

    Aber dann, wenn sie arbeitslos werden (was ja die wenigsten von ihnen geplant haben) DANN SCHLAGT IHR ZURÜCK. Denn wenn man sich zu spät arbeitslos meldet ... was ja schon mal vorkommen kann, wenn man überraschend nach zwanzig Jahren den Betrieb verlassen muß und sich auf einmal in einer ganz anderen Lebenssituation zurechtfinden muß ... dann dürft ihr kürzen. ZACK.

    Welcher normale Arbeitnehmer weiß denn schon, das das erste, was er bei Erhalt der Kündigung zu tun hat, ist, zu euch zu latschen, auf euren Fluren dümmlich seine Zeit zu verplempern und irgendwelche Kauderwelschanträge auszufüllen, die ihr in jahrelanger Kleinarbeit so verklausuliert habt, das man eigentlich erstmal Verwaltungskunde studieren müsste, um diesen Dreck einwandfrei ausfüllen zu können.

    Also ... auch ich würde erstmal zu meinem Fachanwalt für Arbeitsrecht gehen und um meinen Arbeitsplatz kämpfen, anstatt die Volldeppenbehörde aufzusuchen. Was soll ich denn auch da? Eure Langeweile vertreiben?
    Mit euch zusammen das eine Stellenangebot suchen, das ihr vor acht Monaten irgendwo in eurer Ablage meint gesehen zu haben? Mit den anderen zweitausend Bewerbern zusammen in den Akten wühlen? Nonsens.

    Aber ... da habt ihr euch die Gesetze endlich so zurecht gebogen, das ihr euch gegen die sträfliche Majestätsbeleidigung, die ihr über euch ergehen lassen müsst, brachial zur Wehr setzen könnt.

    Einen Tag zu spät gemeldet ... eine Woche Kohle weg. ZACK. PASTA!

    Aaaaaber ... es kommt ja noch besser. Gerade habe ich von einem Bekannten erfahren, das er alle seine Arbeitnehmer entlassen mußte. ALLE. Er erstickt in Arbeit (für die er nur sehr wenig Geld bekommt) und hatte ein Dutzend 400 Euro-Kräfte eingestellt. Aber ihr habt da wohl wieder mal einige Gesetze geändert, weil nichts im Fernsehen kam, der Kaffee im Büro alle war oder die neue Sekretärin nicht so wollte, wie sie sollte. Vielleicht war auch der Koks alle oder der Bürocomputer erlaubt keine Pornos mehr.

    Die sind auf einmal unfinanzierbar geworden, die 400-Euro-Leute ... dabei hatten die doch gerade das statistische Job-Wunder der letzten Jahre bewirkt. Ich habe meinen Kumpel auch mal befragt, ob es nicht möglich wäre, eine Vollzeitstelle zu besetzen ... undenkbar, bei den Abgaben. Unfinanzierbar, bei den Einnahmen. Nicht jeder Unternehmer ist reich. Er ist ... ziemlich arm, muß ich sagen. So am bundesdurchschnitt bemessen.

    Was ihr da geändert habt, weiß ich nicht. Interessiert mich auch nicht. Ist halt nur der Beweis dafür, das ihr endgültig völlig den Dingens offen habt. Aber gewaltig! Denn es riecht mitlerweile bis in die Eifel hinein.

    Das wollte ich nur mal gesagt haben. Wir merken euren Gülle bis hier!

    Und den gewollten Terror erst recht!

  • Prekariatsterror

    Aus gegebenem Anlaß ... verschob ich meinen Zeitplan. Denn absolut erschreckend finde ich die Ergebnisse der neuen Prekariatsstudie, heute vorgestellt bei Spon.

    Ein Drittel des Volkes "abgehängt". Ein Drittel. Das sind ÜBER 25 MILLIONEN. Einfach mal so. Fleißige, einfache Menschen, auf deren Knochen dieses Land aufgebaut wurde - im wahrsten Sinne des Wortes.

    Und als Dank für diese Leistung wagt es die Hetzpresse der Generation Doof auch noch, sie mit Häme und Verachtung zu überschütten ... jene Schreiberlinge, die selten mehr im Kopf haben, als zum ordnungsgemäßen Gebrauch einer Kaffeemaschine nötig ist - und dies auch gern täglich ausführlich demonstrieren, weil´s sowieso kaum einer liest.

    Ein Drittel ... also, diese Agenda 2010 kann doch nur ein Witz sein. Von vornherein gedacht als Instrument einer völlig unsinnigen und zwecklosen Politik, die nur eins im Sinn hatte: dieses Drittel im vorbeigehen noch schnell mal zu enteignen, damit das obere Drittel noch mehr zum raffen hat...weil man genau wußte, das diese Menschen - wie die Studie deutlich beschreibt - jede Hoffnung, jeden Widerstandsgeist, jede Lebensfreude verloren haben.

    Was sollen die denn mit Hartz IV? Eingliederung in welche Welt denn? Wo stecken denn diese vielen Millionen Arbeitsplätze, die sie besetzen sollten?

    Die werden sich nie mehr wehren, diese Ausgestossenen ... und wahrscheinlich auch nie mehr zur Wahl gehen. Und erst recht ... gehen die nicht mehr auf die Straße. Denn das Vertrauen, das demokratischer Protest in diesem Lande irgendetwas ändert, haben sie schon längst verloren.

    Ihrer Erfahrung nach ... ist dies keine Demokratie. Denn eine Demokratie würde niemals so mit einem drittel ihrer Bürger umgehen.

    Und das ist die Erfahrung, die sie uns voraus haben. Wie der Mystiker einen Zipfel einer andern Welt erhascht hat, ohne ihn recht verstehen zu können, so haben sie die Fratze der modernen Diktatur jenes
    Medien/Wirtschafts/Politik/Bildungskonglomerats, das selten konkret faßbar ist aber umso härter zuschlägt, wenn seine Interessen in Gefahr sind, jeden Tag deutlich vor Augen.

    Und sie erfahren die Allmacht jener Bestie, gegen die ein Mensch schon lange nichts mehr ausrichten kann...so jedenfalls ihr Gefühl dazu.

    Wenn es je einen Zweifel an der Notwendigkeit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens gab, so sollte diese Studie diesen Zweifel letztlich völlig ausräumen.

    Und sollte es noch Zweifel an der Notwendigkeit geben, sich endlich gezielt um den Schutz des Menschen als solchen zu kümmern, so sind diese Zweifel für mich nach der Lektüre der Ergebnisse dieser Studie
    vollkommen gestorben.

  • Der Eifelphilosoph, die Mystik und das Leben nach dem Tod

    Nun, wer das Pech hat, mich persönlich kennen zu lernen, wird einen schrecklichen Menschen vorfinden ... fragt meine Ex-Frau.

    Gelingt auch manchmal in der anonymen Welt des Netzes das eine oder andere mitfühlende Wort, so bin ich doch in der wirklichen Welt ein fürchterlicher Pragmatiker, ein gnadenloser Rationalist, ein erbarmungsloser Kritiker jedweder Esoterik und Feind des religiösen Mumpitzes.

    Schaue ich mal in der giganischen Maierschen Buchhandlung in Aachen in die Abteilung Religion und Esoterik, Lebenshilfe und angewandte Dämlichkeit, so könnte ich die gesammelten Werke wutentbrannt eins nach dem anderen auf den Boden schleudern: Mist, Mumpitz, gemeingefährlich, wieder Mist, krass gelogen,
    Dämlichkeitsfavorit im Januar, wieder gemeingefährlich, lebengefährlich, ebenfalls lebensgefährlich, Nazidreck, gut versteckter Nazidreck, Gefühlsterror ... und dann noch Tonnen von Material, das nur die Innenwelt vergiftet. Um nur einige zu nennen.

    Man könnte meinen, ich hätte das Zeug dazu, die Speerspitze der atheistischen Weltrevolution zu werden.

    Das war vielleicht auch mal so.

    Aber ... ich bin ein leidenschaftlicher Pragmat. Eigentlich überhaupt nicht idealistisch, allerhöchstens romantisch, aber das nur aus Gründen der Ästhetik.

    Und als Pragmat ... bin ich lange Zeit durch die Welt gegangen.

    Habe Menschen erlebt, viele Tausend. Zehntausende. Ja, ich habe mal nachgerechnet und mich erschrocken.
    Darum bleibe ich auch vorläufig lieber anonym. Ich bin ... ein wenig bekannt. Nicht durch das Fernsehen, sondern durch Reisen. Und Arbeit. Und manche Menschen möchte ich wirklich nicht mehr begegnen, bin froh, das sie nicht mehr wissen, wo ich abgeblieben bin. Und von einigen weiß ich, das sie heute noch Möglichkeiten der Rache suchen, weil ich ihnen den zweiwöchigen Bordellaufenthalt in Bangkok auf Firmenkosten torpediert habe.

    Ich glaube an gar nichts. Ich schätze die Freiheit, an alles glauben zu dürfen, was man möchte und würde sie auch gegen alles verteidigen. Aber für mich persönlich ... als Philosoph hat man ein gewisses Gefühl der Liebe zu der Wissenschaft, die man betreibt. Glaube ... würde dies nur verwässern, schwächen, krank und verdorben machen.

    Lieber spreche ich von Wahrscheinlichkeiten. Mathematik und Gefühl ... eine spannende Kombination. Manche verzweifeln daran - ich konnte es schon in der Schule. Das einzige, was ich an dieser konstruierten Wissenschaft leicht besser als andere konnte.

    Es würde wahrscheinlich viel zu weit führen, jedes einzelne Erlebnis im Detail auszugestalten, darum sollte ich mich - angesichts der Zeichen, die ich schon jetzt produziert habe - auf wesentliches beschränken.

    Eine Existenz nach dem körperlichen Tod ist für mich persönlich zu 100 % wahrscheinlich. Obwohl ich diese 100 % nur höchst selten erwähne, weil ich rational weiß, das sie unmöglich sind. In diesem Ausnahmefalle sehe ich jedoch keinen auch nur halbwegs fundierten Grund, auch nur ein Prozent sicherheitshalber abzuziehen. Die Beweislage ist zu dicht.

    Die Existenz von etwas, das lapidar "Gott" genannt wird, ist das zweite Ding, dem ich ausnahmsweise mal die selten vergebenen 100 % verleihe. Man ist jedoch gut beraten, diesen "Gott" sofort wieder aus seinem Gedankengut zu streichen ... und folgt damit höchstem biblischen Rat, sich kein Bild davon zu machen.
    Der menschliche Verstand stößt dort an seine Grenzen. Immer und überall. Und ... man muß sich dringend schützen vor Übergriffen und Machtansprüchen von ... Priestern, die weltweit gerne immer neue Bilder von Gott zu hohen Preisen verkaufen und mit einer selten dämlichen Sicherheit behaupten, das ihrer viel
    göttlicher wäre als der Gott der anderen. Der Schaden, den diese Parasiten der Religiösität anrichten, ist historisch wohl hinreichend belegt. Darum haben Atheisten ein gutes Leben ... und auch ich selbst bin oft genug einer. Man braucht keinen Gott, um durchs Leben zu kommen ... und es beruhigt etwas zu wissen, das man letztendlich nicht ganz allein dasteht. Was das ist, dieses "Gott" ... keine Ahnung. Ist auch nicht die Aufgabe von Menschen, sich darüber den viel zu kleinen Kopf zu zerbrechen. Aber es scheint eher weiblich als männlich zu sein. Viel eher. Darum ist der Christengott ja auch ... im aramäischen, der Alltagssprache Jesu Christi ... männlich/weiblich und sprachlich gar nicht anders auszudrücken. Später haben Priester diesen Gott nach ihrem eigenen Ebenbild präziser ... als Mann geschaffen. Mumpitz.

    Wie komme ich nun zu diesen Prozentzahlen, wird man sich fragen (wenn man überhaupt noch Lust hat, weiterzulesen).

    Sie resultieren unter anderem aus Begegnungen mit ... Mystikern. Aus dem, was aus ihren Gesichtern spricht, aus dem Klang, der Melodie ihrer Worte, der scheinbar überirdischen Ruhe, mit der sie den Alltagsterror spurlos an sich abgleiten lassen können. Um dies erfassen zu können, benötigt man ein Minimum an Empathie - aber die läßt sich trainieren. Die Gelassenheit auf dem Sterbebett, die unbeirrbare Zuversicht und Gewißheit, mit der sie ... nicht sterben, sondern sich auf eine spannende Reise machen, weil Mystik ... Religion erlebbar, erfahrbar macht. Über alle Grenzen der Religionen hinweg - und zum Ärger der Priester seit Jahrtausenden, weil Mystik ihre politische Macht untergräbt.
    Mystiker erhaschen den Zipfel einer Wirklichkeit, die hinter der Wirklichkeit der Alltagswelt steht.
    Und sie erfahren diese Wirklichkeit so, wie wir den Tisch erfahren, wenn wir hineinbeißen.

    Sie wissen eigentich nicht mehr als wir ... aber sie wissen, das etwas da ist. Und als Pragmat akzeptiere ich das, auch wenn es nicht in mein Weltbild paßt. Aber so sind Pragmaten ... wer heilt, hat recht, auch wenn die Theorie mumpitzig erscheint.

    Und die Physiker nähern sich dem gerade von der anderen Seite, in dem sie immer mehr sehen, das das, was wir für Wirklichkeit halten, nur Illusion sein kann...denn da ist nichts, was wirklich Substanz hätte.

    Alles soweit klar?

    Noch Zeit für etwas Angst und Terror?

    Dann ... ein beunruhigender Nachtrag.

    Ich durfte einmal einer Dämonenaustreibung beiwohnen. Durch katholische Exorzisten. War noch recht jung, Student ... und stand dem außerordentlich ablehnend gegenüber. Völliger Mumpitz, war meine Meinung.
    Leider ... habe ich einen Hang zur Empathie. Und das, was da zu spüren war, zu sehen in diesem Mann - habe ich in keiner Psychiatrie beobachten können. Und es geht heute noch weit über mein Verständnis hinaus. Aber ... ich arbeite noch daran. Liegt allerdings weit unten im Themenstapel.

    Und ... auch wenn es jetzt etwas lang wird ... noch Zeit für was pragmatisches?

    Ich habe eine Zeit lang mit dem Präsidenten der ersten deutschen Notfallakademie Seminare durchgeführt über Notfallmedizin. Also die Medizin, wenn man fast oder ganz Kaputte am Straßenrand findet. Oder ... Selbstmörder.
    Die Beobachtungen von Notfallmediziner beunruhigen sehr. Jedenfalls diese Mediziner, denn das, was wiederbelebte Patienten ihnen berichten, geht weit über das momentan gestattet Weltbild hinaus.

    Und nie hat sich ein Selbstmörder dafür bedankt, das man ihn wieder reanimieren konnte. Und das lag nicht in seiner vorherigen Absicht begründet ... sondern in seinen Erfahrungen. Obwohl ... Selbstmörder Nachtoderlebnisse haben, die zuweilen sehr erschreckend sind. Ist also nicht zur Nachahmung empfehlbar.

    Aber die anderen ... sollten sich mit Sorgen über ihren Tod nicht belasten. Es gibt nämlich ein Leben davor. Und danach ... kommmt nichts, was Sorgen bereiten sollte.

  • Quotenterror ... mein erster Filmtipp

    In einer Welt, die überläuft von Terror gibt es eins, dem man nur selten Aufmerksamkeit schenkt, weil man selber eigentlich nur indirekt davon betroffen ist ... oder selber an ihm beteiligt:
    dem Quotenterror.

    Ich weiß wovon ich spreche, denn ich schreibe hier als Jemand, der einst offizieller Quotenterrorist war.
    Auch bei mir stand vor vielen Jahren mal eins jener 5500 Messgeräte, die bestimmen, was für das Fernsehen von Morgen gedreht wird. Der von mir angestrebte Versuch, im Alleingang die Fernsehlandschaft zu verändern durch gezieltes Anschauen hochwertiger Sendungen ist gescheitert ... wie ein Blick in die öffentlich zugänglichen Fernsehzeitschriften belegt.

    Dann wurde unser sechstes Kind geboren und wir flogen endgültig raus, weil mehr als sieben Personen nicht gleichzeitig einen Haushalt bewohnen dürfen. Da kommt nämlich die Messkiste nicht mehr mit.

    Gestern entschied sich der Besuch spontan für einen Fernsehabend ... na ja, geredet hatten wir wirklich schon genug.

    Und ich dachte mir ... ich mache mal einen Filmtipp. Einen Tipp für einen Film, den man unbedingt gesehen haben sollte.

    Neben "Corporation", der uns deutlich zeigt, welche Mächte uns hinter dem Schleier der Medien wirklich beherrschen und "We feed the World" ... wo es um das Essen geht, das "die" uns servieren, möchte ich vor allem - und vielleicht sogar an erster Stelle - einen Film empfehlen, in dem es um das Kernstück des Alltagsterrors geht: die Glotze.

    Der Film heißt "Free Rainer" und entführt einen in unterhaltsamer Art und Weise in die Welt hinter der Mattscheibe (und ich empfehle den Film deshalb, weil das, was man dort zu sehen bekommt, auf erschreckende Art und Weise wahr ist - dafür möchte ich mit meinen persönlichen Erfahrungen bürgen) und in die Welt des Quotenterrors.

    Darüber hinaus informiert er nebenbei darüber, das Ausländer, Arbeitslose und Studenten von vornherein so ein Gerät überhaupt nicht erhalten. Nebenbei führt er aus, das Menschen, die täglich fünf Stunden Fernsehen schauen, natürlich mehr Quote bestimmen als jenes bescheidene Geschöpf, das Abends eine halbe Stunde Nachrichten schaut.

    Und diese Quote bestimmt, was in die Kästen von Morgen kommt...und ist der leibhaftige Terror für jene, die etwas produzieren. Vor allem: sinnvolles produzieren wollen.

    Der Film handelt von einer heterogenen Gruppe sozialer Randgestalten (die mir persönlich außerordentlich sympathisch sind ... alle) die das System unterwandern ... mit außerordentlichem Erfolg. Mit einem kleinen Trick verwandeln sie Deutschland in das Land, das es ohne Fernsehen geworden wäre.

    In das Land der Dichter und Denker. (Gefällt mir natürlich auch.) Wie ich das Publikum gestern beobachten konnte, gibt es manchmal sogar etwas zu lachen.

    Außerdem ... handelt der Film von genau jener Art von Widerstand, die ich meine, wenn ich sage, das Widerstand notwendig ist.

    Und ... er gibt ein wenig Hoffnung.

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