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Archiv der Einträge: April, 2009
  • Brief der ARGE im Jahre 2022

    Arge 3000

    Kompentent, Leistungsstark, Zukunftsorientiert.

    Ein Unternehmen der Daimler/Siemens/Lidl- Group

    Sehr geehrter Herr Hoffmanns,

    mit dem heutigen Schreiben erhalten Sie ihre Ausgliederungsvereinbarung, die mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt. Ob sofort ändert sich ihre Bezugsfähigkeit wie folgt:

    1. Im Rahmen der einstweiligen Lebensmittelbezugseinschränkung erlischt die Erlaubnis der Privattonnenentnahme im Rahmen des Abfallbezugsberechtigungsscheines Klasse C, hinfort stehen Ihnen zur Existenzsicherung nur noch die öffentlichen Ensorgungspunkte im Bereich Badstraße und Parkstraße zwischen 00.30 - und 01.30 Uhr zur Verfügung.

    2. Ihre Bürgerrechte erfahren eine Rückstufung auf die Klasse 6, hiermit fallen Sie unter das Öffentlichkeitsmeidungsgebot, die freiwillige Meinungsverzichtserklärung sowie der allgemeinen Ausgangsverzichtsverpflichtung.

    3. Mit sofortiger Wirkung tritt ihre persönliche Wohnraumverzichtserklärung in Kraft, dadurch reduziert sich der Wohnraumwunsch der ihnen zugeteilten Bedarfsgemeinschaft auf zwölf Quadratmeter, aufzuteilen in zwei Räume.

    Begründung:

    Trotz mehrfacher Aufforderung zur konstruktiven leistungsorientierten Mitarbeit am Gemeinwesen haben Sie sich wiederholt und absichtlich folgenden arbeitsbeschaffenden Maßnahmen entzogen

    - Tierfuttervorkoster, Existenzsicherungsstelle ALDI-NORD/RWE-Group

    - Tierversuchsdouble, Existenzsicherungsstelle RUHRUNIVERSITÄT BOCHUM/OPELFIAT-Group

    - Crashtastobjekt Bereich gurtloser Aufprall, Existenzsicherungsstelle VW/BURGERKING

    - passiver Munitionstester mit Vollversicherung, Bereich Aufschlagsforschung, Existenzsicherungsstelle DAIMLER/SIEMENS/LIDL-Group

    - Transplantationsproband, Bereich Genschweinorgantransplantation, Pflichtversichert mit Versorgungsansprüchen aus Transplantationsüberschüssen, Gesundheitsamt
    Gelsenkirchen/TU-München

    Da das Gesetz zur Gegennahme der freiwilligen Ausgliederungsvereinbarung nur fünf Eingliederungsversuche
    vorsieht, sehen wir diese damit als erfüllt an und erkennen Ihren aktiven Ausgliederungswunsch hiermit an.

    Hieraus ergeben sich für die Ihnen zugeteilte Bedarfsgemeinschaft folgende zusätzliche Änderungen:

    1. Betreff der Ihnen im Rahmen des Wohnraumoptimierungsgesetzte von 2015 zugewiesenen Obdachlosen
    Puschmann, Raspel und Gödde erlischt deren Existensberechtigung mit sofortiger Wirkung, ihr Besitz ist umgehend einzuziehen und fällt Ihrer Bedarfsgemeinschaft uneingeschränkt zu. Die freiwilligen mobilen Sterbehelfer des Ordnungsamtes (gesponsort von McDonalds/BP-Group) wurden von uns im Vorfeld informiert und werden schnellstmöglichst mit dem Komitee der Landeskirche bei Ihnen eintreffen. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf Ihre aktive Mitwirkungspflicht hin. Sollte diese nicht gegeben sein, so haben die freiwilligen mobilen Sterbehelfer diesbezüglich vollumfängliche Handlungsvollmacht.

    2. Betreff der Ihnen im Rahmen des Antiisolationsgesetzes von 2012 zugeteilten Ehefrau Gerda Hennig-Klein
    ergeben sich folgende Änderungen.

    Die durch ihre Tätigkeit als
    aktive Erosdienerin des Amtes für präventive Aufstandsbekämpfung, Einsatzgebiet Wohnblockquadranten mit Migrationshintergrund
    erworbenen Bezugsansprüche bleiben erhalten, die Privatausgangssperre wird auf die Zeit von 06.00 bis
    22.00 ausgedehnt, die Erlaubnis zur Privattonnenentnahme im Rahmen der Abfallbezugsberechtigungserlaubnis
    erlischt für den Bereich Hauptstraße, die Bezugsberechtigung für Tierkadaverbeseitigungsüberschüsse wird auf Kleintierverwertung eingeschränkt

    3. Betreff des Ihnen im Rahmen der Kinderbetreuungsverordnung vom 12.12. 2012 zugeteilten Kindes Nr. 11281215/PG treten folgende Änderungen in Kraft.

    Das Erziehungsobjekt hat durch das freiwillige Ausscheiden aus der Solidargemeinschaft seines leiblichen Elternteils (4.2.2018, bescheinigt durch das Suizidkomitee der evangelischen Landeskirche Rheinland Komitee 222/4/38F, unterstützt durch den Suizidalsupport der Bayer/Merk/Schlecker-Group) einen Anteil der Bürgerrechte Klasse 3 erworben, die im Rahmen Ihrer Rückstufung eine Rückstufung auf Klasse 4 erfährt. Das berechtigt das Erziehungsobjekt zur fortlaufenden Beschulung
    bis hin zum gesamten ABC, im mathematischen Bereich stehen im Erkenntnisse der einfachen Addition
    sowie der Dreiereihe zu. Die Erlaubnis zur Privattonneentnahme im Schulbezirk 338975 bleibt erhalten im Rahmen der Schulspeisungsverordnung vom 22.12.2014.

    Im Rahmen der Rückstufung der Bürgerrecht auf Klasse 6 entfällt Ihr Anspruch auf persönliche Betreuung durch Ihre Existenzsicherunsersatzstelle. Sollten Sie Fragen, Einwände oder Widersprüche geltend machen wollen, so entnehmen Sie die zulässigen Fragen bitte dem beigefügten Formular C/22 und richten diese per E-Mail oder SMS an unsere Informationsstelle FAQ in der Zentralen Datenverarbeitungsstelle der ARGE 3000.

    Wir möchten Sie darauf hinweisen, das die Bürgerrechte der Klasse 6 auch das Recht auf einen Staatsbürgerschaftsaussteuerungsantrag beeinhalten sowie einen Antrag auf vorläufige humane Endlagerung.

    Sollten Sie eine Staatsbürgerschaftsaussteuerung wünschen, so fügen Sie diesem bitte eine Bescheinigung
    ihrer außereuropäischen Existenzsicherungsstelle zur Kostenübernahme bei.

    Wünschen sie eine einstweilige humane Endlagerung (EHE), weisen wir Sie vorsorglich darauf hin das mit dem Gesetz zur Haushaltsstabilisierungskonsequenz vom 1.1.2021 nur noch kostenpflichtige Seebestattungen in der Bürgerrechtsklasse 6 möglich sind, außerdem benötigen Sie die Bescheinigung des zuständigen Sterbehilfskomitee der Landeskirche sowie die schriftlich bestätigte Zusage eines freiwilligen Sterbehelferteams Ihrer Nachbarschaft. Wir weisen in diesem Zusammenhang noch einmal nachdrücklich darauf hin, das das Sterbehilfsgesetz von 2014 die Durchführung suizidaler Absichten nur noch amtlich beglaubigten Fachkräften gestattet.

    Zuwiderhandlungen hätte Konsequenzen bezüglich der Bürgerrechstaustattung Ihrer Bedarfsgemeinschaft und Ihrer noch lebenden leiblichen Angehörigen.

    Wir weisen darauf hin, das schmerzfreie Suizidalhilfe gemäß des Gesetzes zur freiwilligen humanen Endlagerung vom 1.1.2016 nur noch bis Bürgerrechtsklasse 4 gewährt werden kann.

    Sollten Sie sich im Rahmen Ihrer Endlagerung zu einer Vollorganbefreiung im Sinne des Leistungsträgerschutzgesetztes vom 1.1.2013 entschließen und diese Organe einem Bürgerrechtsinhaber der Klasse 1 zur Verfügung stellen, so würde dies die oben genannten Rückstufungen Ihrer Bedarfsgemeinschaft
    rückgängig machen. Darüber hinaus würde ihr leibliches Kind Nr. 113475833/AH eingeschränkte Bürgerrechte der Klasse 3 erhalten.

    Wünschen Sie die Angliederung in eine Bedarfsgemeinschaft mit Obdachlosemstatus im Sinne des Sozialfürsorgegesetzes vom 3.6.2012, so füllen Sie bitte Formular 66/F/13 aus.

    Entsprechende Anträge liegen diesem Schreiben bei.

    Das Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

  • Generation Doof ... völlig entlarvt.

    Heute habe ich mal wieder einen Riesenfehler gemacht. Ich war in einem Geschäft voller Bücher.
    Das geht nie gut. Vor allem ... die haben selten eine Sackkarre da, mit der ich die Beute ins Auto kriege.

    Und unter den geschätzten Exemplaren sind drei, die mir besonders am Herzen liegen. Eins über Ökolügen ... von dem ich mir verspreche, das ich daheim einige Diskussionen nun erfolgreich gewinnen kann.

    Eins über die Ausplünderungen in der Folge der Wiedervereinigung ... Plünderungen in Ost und West ...

    Und dann lag da ein letzten Exemplar der "Generation Doof" einsam und allein vor sich hin.

    Eigentlich dachte ich: "Nee, das ist mir jetzt zu doof".

    Dann jedoch, um der nervenden Fragerei einer mich ansteuernden übermotivierten Verkäuferin zu entkommen,
    vertiefte ich mich in dieses Exemplar und es zog mich in seinen Bann.

    Und erstaunlich schnell lernte ich dazu.

    Zum Beispiel, das der Bundestag ein Feiertag ist.

    Och...

    Wann ist der denn, dachte ich mir. Wieder ein Tag frei - wie schön!

    Oder das Dreisatz eine olympische Disziplin ist. Gut ... Sport ist auch nicht meine Stärke - ich wüßte aber gern, ob es da in der Eifel auch einen Verein für gibt und ob das auch für die Behindertenolympiade zugelassen ist.

    Sehr fein fand ich die Auflistung aller skandinavischen Länder:

    Schweden, Holland und Nordpol.

    Toll, ich wollte schon immer mal wieder nach Skandinavien, wußte gar nicht, das das so nahe dran ist.

    Meinen letzten Berlinbesuch fand ich ganz toll, faszinierende Stadt, doch leider mußte ich erfahren, das ich mich wohl verfahren habe, denn Berlin liegt in der Nähe von Frankfurt am Main.

    Klar ... die Lobbyisten aus Bankfurt möchten ja auch nicht so weit fahren. Deshalb sah Berlin auch aus wie ein großes Dorf ... wahrscheinlich war ich gar nicht in der Hauptstadt.

    Das Bayern schon immer Bestandteil der neuen Bundesländer war, war mir auch neu, allerdings waren sich die Experten da nicht ganz sicher, manche ordneten auch zielstrebig den ganzen deutschen Norden der ehemaligen DDR zu, während Polen zielsicher in mitten in der Nordsee angesiedelt wurde (das Blaue ist Wasser, soviel könnte man ja wenigstens in der Schule vermitteln).

    Aber ich lernte noch viel mehr, diesmal aus erfahrenem Sowi-Lehrer-Munde. Der Arbeitgeber ist nämlich der, der in die Firma geht und dort seine Arbeit abgibt, also die Angestellten. Und wer diese Arbeit nimmt, das ist der Arbeitnehmer, der deshalb ja auch Unternehmer heist.

    Klar, sprachlich schon irgendwie korrekt ... und bei den Lehrern wundert es mich nicht, das die Schüler solche Blüten treiben.

    Die weitere Lektüre des Buches, das ich bislang nur oberflächlich angerissen (aber rechtmäßig erworben)habe, macht jedoch Angst ... und ist für Jugendliche unter 18 Jahre nicht geeignet.

    Besonders erschreckend ist die Dimension der Generation Doof, ihre Ausbreitung. Bislang wähnte ich sie klein, allenfalls in einer einzigen aufwachsenden Generation verbreitet, die von meiner Generation weit entfernt anzusiedeln ist.

    In vielen Glossen outete ich einzelne als Vorbeben der Generation Doof ... und griff damit vollkommen daneben.

    Die Autoren des Buches (Anne Weiss, Stefan Bonner) sind sichtlich ähnlich erschüttert wie ich, haben jedoch das Objekt deutlich ausführlicher analysiert als ich, der ich das Problemfeld nur angerissen haben.

    Zur Generation gehören ... alle 15 - 45 jährigen. Nein, kein Druckfehler: fünfundvierzigjährige.

    Die von mir geouteten Subjekte sind somit keine bedauerlichen Ausrutscher und Einzelfälle ... sondern stellen ebenfalls wie ihre jüngeren Zeitgenossen das Problem AN SICH dar.

    Das ... hat mich umgehauen. Ich selbst ... nur knapp dran vorbei ...

    So gesehen ist dieses Buch ein Buch, das ich ausdrücklich nicht empfehle. Es entspricht im literarischen Bereich dem, was man im Film wohl mit "Splatter" beschreibt ... etwas äußerst ekeliges, das Angst und Entsetzen verbreiten soll und das man sich besser nicht gibt, wenn man ruhig schlafen möchte.

    Denn politisch gesehen ... ist diese Generation Doof in der Tat der Todesstoß einer vernunftbestimmten Gesellschaftspolitik.

    Ich denke, also bin ich wurde zu ich kaufe, also bin ich. Descartes dreht sich mitlerweile so oft im Grabe herum, das er sich zum Tunnelbohrer eigent.

    Lang verdrängte Gedanken an Auswanderung werden wieder wach, Panikattacken machen sich breit, der Fluchtinstinkt schafft sich Raum: gegen soviel Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens - welche Chance hat denn da noch ein kleiner Feld- Wald- und Wiesenphilosoph?

    Wir leben zwar im Lande der Dichter und Denker, doch ich denke, man kann als Dichter und Denker in diesem Land nicht leben.

    Kein Wunder das die Demos gegen Hartz IV im Sande verlaufen sind ... die halten das alle für einen Schokoriegel. Hartz macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel und bringt verbrauchte Energie sofort zurück ... was soll daran schon schlimm sein?

  • Blog.de will mich nicht mehr ....

    ...oder zumindest will irgendwer nicht mehr, das ich irgendwo einen Kommentar schreibe.

    Immer wieder kommt die gleiche ... im handelsüblichen unverständlichen Technoquatsch formulierte ... Meldung, das das irgendwie nicht klappt.

    Was habe ich nur getan?

    Zuviel Kommentiert?

    Oder ist das die Rache "interessierter Kreise"?

    Na ja, ich muß jetzt sowieso los und wieder anschaffen gehen ... aber vielleicht kann mich jemand über dieses Mysterium aufklären?

  • Brief an alle Leser: Amoklauf: Hausfrauen töten Tausende!

    Nun, nach einer kurzen und ungemein lustigen Episode der Emanzipation hat die Welt der Frau ja wieder den Platz zugewiesen, der ihr nach Meinung der Männer am ehesten gerecht wird: den der Hausfrau.

    Und obwohl dies eine scheinbar allgemein wenig geschätzte Berufsgruppe ist, so muß man doch sagen, das sie normalerweise einen hohen Vertrauensvorschuß genießt und das ihre Meinung ... ähnlich wie die von Ärzten ... höher geschätzt wird als die Meinung von Lehrern oder Politikern.

    Allerdings wird nun leider überdeutlich, das diese Hausfrauen jahrelang unerkannt Amok gelaufen sind und
    Schuld tragen an tausenden von Toten.

    Tagaus tagein verbrauchen sie Tonnen von Reinigern, füllen Staugsaugerbeutel zu Millionen und führen einen unerbittlichen Krieg gegen jede Fluse, die sich um Gnade flehend in den letzten Ecken zu verbergen sucht.

    Und dieser Amoklauf, dieser Krieg gegen die natürlichen Ausdünstungen gesunden Lebens, erweist sich nun als nachgeradezu tödlich, tödlich für Tausende von Menschen und gesundheitsschädlich für Millionen unschuldiger Kinder, denen die Chance genommen wird, ein Immunsystem aufzubauen, das sie sicher und geschützt durchs Leben tragen kann:

    http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3641196/Staub-im-Haushalt-hat-nicht-nur-schlechte-Seiten.html

    Wie gut, das es die Wissenschaft gibt, die jene putzwütigen Furien unter Aufbietung aller Kraft in die Schranken weist und uns zeigt, welch wichtige Rolle der einfache, gutmütige Hausstaub beim Aufbau eines gesunden Immunsystems hat.

    Jetzt kennen wir die genaue Ursache jener unerklärlichen Zunahme an Allergien, die unser Volk zu schwächt, die unsere Kinder zu Waschlappen mutieren läßt und den Krankenkassen jährlich Milliardenkosen aufbürdet, von den Kosten für die Wirtschaft durch Arbeitsausfall ganz zu schweigen.

    Liebe Hausfrauen .... haltet ein in eurem Wahn. Zwar dient ihr vortrefflich der Pharmaindustrie, die die Wirkung eures Treibens geradezu begrüßt, ihr dient der chemischen Industrie, die euch mit Reinigern vollpumpen, ihr dient den Staubsauger- und Wischlappenproduzenten vortrefflich, doch richtet bitte euren Zorn auf etwas anderes als die gemeine Fluse und die unschuldige Staubflocke.

    Es geht um die Zukunft eurer Kinder, ja, die Zukunft der ganzen Welt ist in Gefahr!

    Lest lieber mal ein gutes Buch und laßt den Staubwedel im Schrank verstauben, bevor die nächste Grippewelle ganze Generationen dahinrafft, weil wir nicht mehr gewohnt sind, uns wie üblich ohne es zu merken dagegen wehren zu können.

  • Briefe an die Leser: Liebe Bundesregierung ... Einsparpotential entdeckt!

    Liebe Bundesregierung,

    ich habe mich heute zu einem außerordentlichen Schritt entschlossen. Selten genug mische ich mich in die
    Gefilde der niederen Politik ein, obwohl mir bewußt ist, das ich das als Souverän dieses Landes häufiger tun sollte.

    Doch ist bekannt, das ich gern in anderen Gefilden weile und die Arbeit des Verwaltens und Gestaltens gerne den anderen Souveränen überlasse.

    Nun jedoch scheint mir die Krise ein Ausmaß erreicht zu haben, das mich nötigt, den philosophischen Elfenbeinturm zu verlassen um selbst bei der Bewältigung dieser Krise tatkräftig mitzuwirken.

    Mit Bedauern vernahm ich die Klage des geschätzten Wirtschaftsministers, das er sich auf die Prognosen der Institute nicht verlassen könnte.

    Das ist schlimm.

    Zumal diese Institute in Pressemitteilungen zu der Qualtität ihrer Arbeit ausführlich Stellung beziehen:

    http://www.iwh-halle.de/d/publik/presse/28-09.pdf

    Jede Prognose ist mit Unsicherheit behaftet. Bei der Prognose der Lohn- und Beschäftigungsentwicklung
    ist die Einschätzung der Reaktion von Arbeitgebern, Betriebsräten und Gewerkschaften auf den
    Produktionsrückgang von großer Bedeutung. Hierbei sind unterschiedliche Auffassungen möglich.
    Die Unterschiede sind jedoch nicht auf „Fehler“ bei der Erstellung der Prognose auf der einen oder
    anderen Seite zurückzuführen. Welche Prognose der Realität näher kommt, kann nur im Nachhinein
    entschieden werden.

    Ich empfehle diesen Text einfach mal genau zu lesen. Für diese Prognosen werden jedes Jahr Millionen Euro an Steuergeldern aus dem Fenster herausgeschmissen.

    Natürlich sind in der Methodik der Prognoseerstellung keine Fehler vorhanden ... da empören sich die
    "Experten" ja zurecht.

    Allerdings ... hat die Prognose mit der Realität überhaupt nichts zu tun ... denn sonst bräuchte man nicht auf das Nachhinein zu warten, um zu sehen, welche richtig ist.

    Man hätte doch nach 30-40 Jahren Prognoseerstellung entweder eine Methode entwickelt, die funktioniert -
    oder man kann sich den Aufwand sparen...und eine Münze werfen.

    Habt ihr das jetzt verstanden, ihr Regierungsexperten?

    Prognosen einsparen ... bitte sofort. Bevor die noch mehr Unfug anstellen und weiter Bürger und Politiker
    wie die Sau durchs Gelände jagen und nur Panik und Kopflosigkeit verbreiten - Guttenberg als alter Jäger weiß, was ich meine.

    Einfach mal mit ihm über Saujagd sprechen.

    So, ich hoffe, das ich mit diesem Einsparpotential meinen persönlichen Beitrag zur Krisenbewältigung
    geleistet habe.

    Wenn jeder der Souveräne den gleichen Millionenbetrag einspart, ist die Krise schnell hinter uns.

    Mit freundlichen Grüßen: Ihr entrückter Eifelphilosoph

    PS: ich lese gerade in unserem Wochenblatt, das die Hellseherin Sylvia Botschaften von Engeln channelt und auch mittels Tarotkarten in die Zukunft blickt. Sollte eine Prognose von mindestens gleicher Qualtität wie die der "Experten" weiterhin gewünscht werden, so kann Sylvia dies kostengünstiger anbieten.
    Einfach E-Mail schicken, ich stelle den Kontakt dann zuverlässig her.

  • Sind wir blöd?

    Das ist eine Frage, die man sich heute nach der Lektüre der Wirtschaftsdaten stellen muß.

    Ich weiß nicht, ob wir blöd sind ... auf jeden Fall hält man uns dafür. Für Saublöd.

    Aber es gibt ja das manager-magazin, die Zeitschrift für "Entscheider", da fällt dann doch ab und zu mal ein klares Wort.

    Sicherlich - auf der einen Seite steigen die Börsenkurse in schon unerreichbar geglaubte Höhen, die
    Manager werden immer optimistischer, immer mehr dem Laien kaum verständliche "Indizes" wandern nach oben ... die Krise scheint doch nur noch eine langweilige Nachricht von Gestern zu sein.

    Heute ist die Schweinegrippe in. Im Gegensatz zu 15000 - 20000 Toten der normalen Grippe in Deutschland, die wir jedes Jahr ohne großen Medienkrach zu ertragen haben, sind zwar erst drei verschnupft, aber
    bei dem Mediengetöse möchte man glauben, es seien Millionen und München sei schon ausgerottet.

    Aber über die Schweingrippe schreibe ich nicht - ich lasse mich nicht anstecken.

    Sicher, Porsche, VW, BMW, Mercedes, Opel, Siemens, den Maschinenbauern ... allen geht es fürchterlich schlecht, die Arbeitslosenzahlen wachsen (ich prognostiziere mal: "schlimmer als erwartet"), die
    Bundesagentur für Arbeit ist bald Pleite (wo bleibt eigentlich das ganze Geld, das seit den fünfziger Jahren eingezahlt wurde? War´s bei Lehmann Brothers angelegt?)

    Woher also diese gute Laune an der Börse?

    Nun ... die Regierung hat Milliarden in die Banken gepumpt. Und die geben die weiter. Nun, natürlich nicht jedem. Auch der oft beschworene Facharbeiter in der Automobilindustrie würde heutzutage keinen Kredit mehr bekommen, auch viele Unternehmen nicht mehr.

    Aber ... Reiche bekommen noch Geld. Und die nehmen jetzt diese Steuergelder und verwandeln sie in Besitz, in Anteile an Firmen. Damit kann man die Kurse nach oben treiben - und je mehr mitmachen, umso mehr
    Gewinn fährt man mit den geklauten Steuergeldern ein.

    Risiko? Gering.

    Entweder steigen die Kurse ... dann gehört einem noch mehr als zuvor.

    Oder sie sinken ... dann nimmt man den Kursgewinn mit und legt sich erstmal wieder hin.

    Nur wenn der Dax Morgen auf 0 steht....dann ist die Kohle weg. Aber: dann wird sich sowieso einiges ändern, aber einem gehört dann immer noch ein dicke Brocken Firmenvermögen.

    Für den Steuerzahler sind die Risiken natürlich gewaltig, denn er zahlt so oder so drauf für die Spielchen von Banken und Reichen, denn die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter auseinanderklaffen.

    Wer nicht ganz so viel Geld hat, sollte die Finger von der Börse lassen, deshalb weißt ja das manager-magazin vorsichtig darauf hin, das die Banken ihre Supergewinne jetzt eingefahren haben, weil ihnen ein Bilanztrick erlaubte, die Verluste von Januar im Dezember zu verbuchen und den Dezember aus der Bilanz ganz herausfallen zu lassen ... er war ja eh´ schon vorbei:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,621705,00.html

    Toller Trick, nicht wahr? Ja, für solche Experimente braucht man einen echten Ackermann ... denn diese Art von Wirtschaften kann nicht jeder. Alles mögliche im Traumländchen des Neoliberalismus, der jeden Kontakt zur wirklichen Welt weit hinter sich gelassen hat - denn 25 % Rendite lassen sich mit normalen Rechenmethoden und ehrlicher Arbeit kaum produzieren.

    Aber Geld ... vermehrt sich ja von ganz allein.

    Auch die allseits geliebten Börsenanalysten sind skeptisch und meinen, "der Markt übertreibt nach oben" ... scheinbar haben sie den Gier-Faktor der oberen zehn Prozent einfach immer noch nicht einberechnet.

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,620623-2,00.html

    Schön auch zu sehen, das die Titelstory des gleichen Blattes natürlich den von der Kanzlerin befohlenen Optimismus ins All hinausschleudert:

    "Ende der Krise in Sicht" ... "Manager überraschend optimistisch" tönt es da.

    Ja, man tut ja alles, um weiterhin bessere Plätze beim Bundespresseball zu bekommen. Aber das Manager
    optimistisch sind, wundert mich nicht ... sie werden kurz vor Toreschluß noch mal das ihre tun, um richtig abzuräumen, oder?

  • Es gibt keinen Gott. Von Zecken und Läusen.

    Das ist mir gestern klar geworden. Es gibt keinen Gott.

    Es kann gar keinen geben.

    Wir haben Ende April, und obwohl manche munkeln, es sei der wärmste April seit Ewigkeiten gewesen, so war er hier doch außerordentlich kalt und ist es immer noch.

    Aber diese Kälte macht auch Hoffnung!

    Hoffnung darauf, das die Zeckenplage der vergangenen Jahre eingedämmt wurde durch Frost und Ungemach.

    Stattdessen ... schon zwei dieser Viecher im Garten, vollgesogen bis zum Anschlag - und einer war schon im Flur.

    Wenn es je einen Grund gab, die Existenz eines gerechten, weisen, liebevollen allmächtigen Gottes in Frage zu stellen, so ist er in unserem Garten zu finden ... und in den Wiesen auf den umliegenden Höhen.

    Zecken.

    Wer sich so etwas sinnloses, lästiges und lebensgefährliches ausgedacht hat, kann nur ein schwachsinniger Sadist sein.

    Die Existenz dieser Bestien stellt doch wohl den Sinn der ganzen Schöpfung in Frage.

    Und als ob das noch nicht genug ist, bringt der abgeleistete Osterurlaub der reisefreudigen Deutschen natürlich mal wieder eine ganz weitere vollkommen sinnlose aber absolut lästige Erscheinung in den Alltag:
    die gemeine Kopflaus.

    Wenn ich schon den Warnzettel aus der Schule lese, kriege ich schon die Krise.

    Da haben doch mal wieder irgendwelche Hirnis ihre hirnlosen Schädel in den afrikanischen Busch oder sonstwo hingehalten, um absolut bezaubernde Urlaubsmitbringsel mit nach Hause zu bringen und ihren Mitmenschen einen Horror der ganz besonderen Art zu unterbreiten.

    Jetzt gilt es wieder absolut konzentriert das Kinderhaupt zu beobachten, wenn sie aus dem schulischen Seuchenherd heimkehren, damit das heimische Nest nicht auch noch verseucht wird.

    Wo solche Geschöpfe ihre sinnlosen Kreise ziehen, da kann es keine Gott geben.

    Oder?

  • Erben ist was schönes ... deshalb sollten es alle tun.

    Erben ist doch was schönes.

    Man hat sein ganzes Leben nichts sonderliches geleistet und kriegt einen Haufen Geld dafür. Viele sogar mehr, als sie ausgeben können.

    Man kann in Luxushotels wohnen, teure Autos fahren, Riesenvillen besitzen, Edelhuren mieten, Yachten versenken, Arten durch Jagden ausrotten und derlei Unfug mehr und keiner stört sich dran.

    Man stelle sich vor, ein Arbeitsloser würde so leben ... selbst bei einem Rentner wäre ein solches Verhalten nahezu undenkbar und würde sozial abgestraft.

    Aber: bei Erben ist das in Ordnung. Erben sind sozial voll anerkannt.

    Und das ist doch schön so, wenn man sozial voll anerkannt wird. Das tut einem selbst gut, die Presse hat endlich mal etwas positives zu berichten und das Leben selbst wird einfach ein Stück schöner.

    Eigentlich wird es doch Zeit, das "Modell Erben" etwas weiter zu fassen - wo es doch soviel positive Wirkung entfaltet.

    Irgendwo sind wir doch alle "Erben", oder?

    Ich meine, der ganze Reichtum dieses Landes ist doch nicht vom Himmel gefallen. Der ist hart erarbeitet worden. Da hat jeder unserer Vorfahren für geschwitzt und geblutet, ist dafür gestorben oder wurde verstümmelt.

    Das geht seit Jahrhunderten schon so ... und seit Jahrtausenden, wenn man an die alten Römerstädte denkt, ohne deren Handelskraft unser Land sich deutlich schlechter entwickelt hätte.

    Da gibt es doch eigentlich keinen Grund zu sagen ... die einen Erben etwas und die anderen nicht.

    Das wäre doch eigentlich mal ein Grund zu sagen: laß´ doch mal alle erben, und nicht nur einige, die zufällig die Gnade der reichen Geburt hatten....und davon womöglich noch nicht einmal den rechten Gebrauch machen können.

    Jeder denkt sich sicher schon, worauf ich hinaus will und dem Sozialfaschisten sträuben sich jetzt schon die Nackenhaare vor Entsetzen.

    Grundeinkommen als Erbanteil der Generationenleistung.

    Spart Verwaltungskosten und hebt die Stimmung im ganzen Land.

    Erben für alle ... und nicht nur für den Erstgeborenen.

    Immerhin gibt es da doch auch den "Plichtteil"....den bräuchte man nur auf alle auszudehnen, deren
    Vorväter den ganzen Reichtum mit aufgebaut haben, die Kinder großgezogen, die Straßen gebaut, die Wälder gerodet, die Tiere gezüchtet, die Felder bestellt ... ohne dies wäre das hier - nur ein Wald, mit dessen Holz man die chinesische Industrie füttern müßte, um zu überleben.

    Ja, das wäre doch mal eine Idee.

    Die Deutschen als Volk von glücklichen Erben.

    Eine angstfreie Kultur, die hochmotiviert die Erbschaften der Zukunft erwirtschaften kann, die Zeit und Energie haben, zukunftsfähige Gesellschaftsmodelle zu entwickeln und zu erproben, anstatt angsterfüllt in den Korridoren der ARGEN zu verschmachten und sich mit Bürokratenmist die Zeit zu vertreiben.

    Schade nur ... das wahrscheinlich das Volksvermögen schon komplett ausgeplündert worden ist und wir das bald merken werden, das aus dem ungeheuren Reichtum dieses Landes ein Riesenberg von Schulden geworden ist.

    So haben wir die Zukunft der nächsten hundert Generationen Erben schon mal gezielt gestaltet: als
    Schuldner.

    Privat kann man ja ablehnen, so etwas zu erben.

    Gilt das auch für die Gesamtgesellschaft?

  • Es geht aufwärts! Wir sind wieder wer! Und Hartz IV ist auch vom Tisch.

    Von wegen Krise. Wir geben jetzt richtig Gas und zeigen der Welt, was Sache ist. Deutschland ist wieder wer.

    Klar, nicht allen Branchen geht es gerade gut. Autos zum Beispiel gehen ganz schlecht. Strom fängt auch an, schwierig zu werden:

    http://derstandard.at/?url=/?id=1240550089113

    Bei uns in der näheren Eifel gibt es keine Videotheken mehr, die beiden einzigen Läden haben nach über zwanzig Jahren geschlossen, es kamen einfach keine Kunden mehr, zwei der drei Nahversorger haben ebenfalls dicht gemacht, dafür wird das Einkaufen zunehmen entspannter - es sind kaum noch Leute bei Aldi und Lidl, doch das sind siche nur lokale Phänomen.

    Na ja, die Banken machen wieder einige Gewinne, schlechte Anlagen scheinen also wieder gut zu laufen, auch wenn ich deren Bilanztricks nicht so ganz glauben kann.

    Aber dafür brummt eine Branche, die eindeutig Zukunft hat und da ... mischen wir ganz oben mit dabei:

    http://www.jungewelt.de/2009/04-28/054.php

    WIR SIND DIE NUMMER DREI IN DER WELT!

    Na? Was soll uns denn da die Krise kümmern? Nur die Amis und die Russen stehen uns auf dem Weg zur Weltherrschaft noch im Weg ... wie üblich. Aber ich denke, wir arbeiten schon daran.

    Deutsche Waffen deutsches Geld morden mit in aller Welt!

    Ja, was soll denn da das Gerede von der Krise und sozialen Unruhen und dem ganzen Tinnef.

    Wir sind bestens gerüstet für die Zukunft und sorgen zusammen mit unseren amerikanischen und russischen
    Brüdern dafür, das der Rest der Welt auch nicht leer ausgeht.

    Das nenn´ ich mal Entwicklungshilfe!

    Und auch dieses lästige Hartz IV - Gefasel braucht man sich nicht mehr lange mit anzuhören.

    Gut, in Bonn geht es jetzt richtig zur Sache, die ARGE dort hat wohl noch nicht richtig begriffen, wo es langgeht. Zahlt die Leistungen nicht aus, hält sich einen "martialischen Sicherheitsdienst", schikaniert, wo sie kann und so
    kommt es natürlich dazu, das das Volk seinen Unmut nicht mehr im Zaum halten kann:

    http://www.elo-forum.org/agenturschluss-aktionen/38262-arge-bonn-sorge-protest-mai-offener-brief-erwerbslosen-forum.html

    Dabei gibt es doch ganz andere Wege, 100000 Euro durch Hartz IV zu erwirtschaften, hier müssen Kurse angeboten werden, Förderungen stattfinden und Gelder abgeschöpft werden, die scheinbar unbegrenzt zur Verfügung stehen, diese Familie sollte da doch mal als Beispiel gelten für das neue "Modell Deutschland":

    http://juliehamburg.wordpress.com/2009/04/28/hartz-iv-reicht-aus-wenn-man-in-spielshows-aufstockt/

    Und während wir uns zu Tode amüsieren, rottet sich der Rest der Welt mit unseren Werkzeugen selber aus und wir können dann endlich wieder das machen, was wir so wunderbar zu leisten vermögen: Wiederaufbau.

    Na, wer sorgt sich denn da noch um die Zukunft?

  • Das Leben ist schön! Trotz Krebs, Korruption und Apathie

    Ein schöner Satz, nicht wahr? Das Leben ist schön. Nun, es ist vielleicht nicht immer schön anzuschauen, aber an sich ist es doch ganz fein.

    Zum Beispiel, wenn man es mit einem Stein vergleicht. Ein Stein ... kann nicht kommunizieren, bekommt keinen Krebs, kann keine Sms verschicken und vor allem: er kann nicht dazulernen.

    Er liegt eine Million Jahre in einer Ecke herum, und wenn ihn keiner schubst, macht er locker nochmal eine Million Jahre ... bis er Sand wird und sein Treiben als solcher fortsetzt.

    Wir sind da anders. Wir bewegen uns selbst ... und andere, können Kommunizieren, bekommen Krebs und können dazulernen.

    Zum Beispiel können wir lernen, das man durch kommunizieren Krebs bekommen kann, schon nach zehn Minuten lustigem Geplauder mit der Nachbarin grummelt´s in den Zellen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/krebserkrankung/nicht-thermische-effekte-durch-studie-bestaetigt.html

    Toll: wieder was dazu gelernt.

    Aber auch die, die nicht telefonieren und einfach neben der Sendeanlage wohnen, bekommen ein Stückchen vom Kuchen ab:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/krebserkrankung/krebsinzidenz-im-umkreis-eines-mobilfunksenders.html

    Klasse, nicht wahr? Nichts bezahlt und trotzdem mitversorgt. Sehr großzügig, will ich meinen.

    Natürlich, einige fehlgeleitete Ärzte außerhalb der industriefinanzierten Studien meinen, daraus groß Kapital schlagen zu müssen, warnen nicht nur vor Handys, Wlan, BlueTooth und DECT, sondern auch generell vor den Lügen, mit denen man in diesem Zusammenhang überschüttet wird.

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/aerzteschaft-d/aerztekongress-murnau-dringender-handlungsbedarf.html

    Also so etwas. Mischen die sich ungefragt in Geschäftsfelder ein, mit deren Resultaten sie doch auch Geld verdienen könnten. Zum Beispiel durch Krebstherapie bei Kindern, denn die ... sind ein wenig empfindlicher.

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/erhoehte-mobilfunkrisiken-fuer-kinder.html

    Konzentriert in einer Schule untergebracht, Mobilfunkmasten aufgestellt ... ja, da läuft dann schon mal was:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/schulen-befuerchten-krebsfaelle.html

    Fünffach höheres Hirntumorrisiko, wenn man vor dem 20. Lebensjahr mit dem Handy herumwirbelt, ja,
    da bleibt doch kein Auge trocken. Da wird die Klinik wieder voll, die Arbeitsplätze sind sicher.
    Was will man den mehr in Zeiten des allgemeinen Krankenhaussterbens?

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/erhoehtes-hirntumor-risiko-bei-kindern.html

    Aber wer jetzt nun nicht gerade Onkologe ist, sondern sich eher im anderen ansteigenden Erkrankungen bei Kindern beschäftigt, wird auch bedient. Autismus, z.B., auch so ein kleiner Nebeneffekt der elektronischen Quasselkultur.

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/beschleunigter-anstieg-von-autismus.html

    Na, wer hätte das gedacht. Das Leben ist schön. Wieder etwas dazugelernt. Doch hinfort von diesen düsteren Themen, laßt uns etwas in der Natur verweilen, wo die Handynetze auch Wunder wirken, die lehrreich und unterhaltsam sind.

    Bienen zum Beispiel, die werden agressiv, geben weniger Honig und vor allem: die gehen kaputt:

    http://www.diagnose-funk.org/aktuell/brennpunkt/das-grosse-bienensterben.html

    Ist natürlich geheim, offiziell dürfen wir nur den amtlichen Therorien glaube, was wir ja auch tun.

    Aber Kühe ... da dürfen wir noch glauben was wir wollen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kuehen/fehlgeburten-im-stall-wegen-mobilfunkantennen.html

    Verzehnfachung der Fehlgeburten, dein Drittel kommen krank zur Welt, 32 Kälber und 4 Kühe tot ... ja, das bringt was, so ein Sendemast. Und dann kriegt die Familie auch noch Gelenkschmerzen - alles zum gleichen Preis: völlig umsonst.

    Eine sehr gute Nachricht gibt es jetzt jedoch für Raucher, jenes geschundene Pack, das seltsamerweise immer noch lebt:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/kopf-und-gehirn/spezialist-warnt-vor-enormem-anstieg-von-tumoren.html

    Handynutzung ist viel gefährlicher als Rauchen! Also: Handy wegschmeißen, erst mal eine anstecken, schon steigt die Lebenserwartung.

    Natürlich ... und jetzt lernen wir wieder etwas neues ... darf man über diese Theme nicht so öffentlich reden. Immerhin geht es hier um eine Wachstumsbranche, und die ist mehr als heilig, es geht um Arbeitsplätze und jede Menge Pöstchen für Politiker:

    http://www.diagnose-funk.org/politik/lobbyismus/mobilfunkindustrie-an-den-schalthebeln-der-macht.html

    Ja, kein Wunder, das man es sich da mit niemandem verscherzen will. Immerhin ... die haben alle ein Büro, eine Sekretärin und ein Telefon mit Kabel. Also ... was soll der Aufstand?

    Da ist es doch nicht verwunderlich, das die Kritik des Spiegelblog an dem Spiegel selbst nicht sonderlich gut ankommt:

    http://www.diagnose-funk.org/politik/medienpolitik/wiener-skandal-spiegelblog-kritisiert-den-spiegel.html

    Na, das wird wohl in absehbarer Zeit mal wieder personelle Konsequenzen haben, früher oder später.

    Natürlich versuchen wieder einige Wissenschaftler, sich wichtig zu machen, indem sie gegen die angebliche amtliche Verharmlosung der Gefahr aufbegehren:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/wissenschaftspolitik/protest-gegen-amtliche-verharmlosung.html

    Wie gut zu wissen, das die junge Generation bis zu sechs Stunden täglich am Handy verbringt, da kann man davon ausgehen, das die Kritik nicht nachwächst und man sich ungestört weiter dem Ausbau profitabler Geschäftsfelder widmen kann:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/effekte-bei-kindern/gesundheitliche-befuerchtungen-bei-handysuechtigen.html

    Natürlich, die angestiegene Suizidrate in der Nähe der Sendemasten könnte einen beunruhigen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/schlaf-mortalitaet-lebensdauer/selbstmorde-in-verbindung-mit-mobilfunkantennen.html

    Andererseits, da Handy auch Schlafstörungen, Depressionen und Verwirrungszustände erzeugen, haben die Leute genug mit sich selbst zu tun und alles andere im Sinn, als gegen die flächendeckende Vergiftung
    gezielt vorzugehen:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/schlaf-mortalitaet-lebensdauer/handystrahlung-verursacht-schlafstoerungen.html

    Außerdem sterben auch mehr Leute und diese auch schneller, da sollte man die positiven Auswirkungen auf die Rentenkassen ... gerade in Zeiten knapper Finanzen ... nicht unterschätzen. Und so ist doch irgendwo wieder allen gedient:

    http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/erkenntnisse/schlaf-mortalitaet-lebensdauer/auswirkungen-auf-die-lebenszeit-einer-bevoelkerung.html

    Na, das Leben ist doch schön. Man kann einfach immer nur etwas dazulernen. Und das macht doch Spaß, oder?

    Und angesichts dieser Datenlage wird man sich jetzt wohl nicht mehr wundern, das mich die Gefahren, die durch die Schweinegrippe an die Wand gemalt werden, überhaupt nicht mehr interessieren.

  • Das Leben der Konsumameise

    Leider verdienen manche unserer Mitgeschöpfe nicht die Art von Aufmerksamkeit, die ihnen zukommt.

    Das liegt wohl daran, das der gute Profressor Grzimek nicht mehr unter uns weilt, der uns seinerzeit schon mit den Geheimnissen der Steinlaus vertraut gemacht hat, die heutzutage in den meisten Ausgaben des
    "Pschyrembel" ihren festen Platz hat.

    Darum möchte ich an dieser Stelle stellvertretend für den Professor ein Wesen vorstellen, das nur allzuschnell aus unserer Aufmerksamkeit verschwindet, aber den Mensch schon längst von seinem Platz verdrängt hat: die Konsumameise.

    Schon von klein auf wird dieses putzige kleine Kerlchen darauf getrimmt, so ziemlich alles in sein Nest zu schleppen, was bunt ist, nutzlos und möglichst viel Müll macht.

    So bildet sich sein kleines Nest ganz schnell zu einem Abbild jener großen Nester, aus denen er diese Sachen alle mit großer Mühe herausbekommen möchte.

    Wird er dann größer, so wird er letztendlich natürlich dazu angehalten, möglichst viel an der Produktion der Dinge mitzuwirken, die er und seine Artgenossen tagtäglich in ihre immer größer werdende Nester bringen.

    Am Besten gefällt es allen, wenn er Maschinen produziert, die diese Dinge noch viel schneller produzieren, als es die einfachen Konsumameisen mit der Kraft ihrer bloßen Hände könnten, denn dies schafft noch viel mehr Dinge, die man in sein Nest schaffen kann ... und auch braucht man dann immer größere Nester.

    In seinem emsigen Treiben kümmert sich unser Ameiserich relativ wenig darum, was um ihn herum passiert.
    So werden schon mal Flüsse und Seen vergiftet, Landstriche verseucht, Wälder ausradiert - doch das alles kümmert ihn sehr wenig. Wichtig ist ihm, seinen Arbeitsauftrag zu erfüllen und seine wachsenden Nestern mit einer ständig variirenden Zahl von Dingen zu füllen, die unter anderem äußerst bedeutsamen Kriterien wie Mode, Stil und Geschmack unterliegen, wobei der Zeitgeist nicht vergessen werden darf oder das, was gerade "in" ist.

    Die Weibchen der Konsumameisen zeigen hier eine offensichtliche Bevorzugung von künstlichen Häuten und Hufen in allen Formen und Farben, während die Männchen häufiger zu Dingen neigen, die so richtig schön Krach machen ... oder wenigstens lustige Geräusche.

    Als soziale Kultur zieht die Konsumameise das Miniaturmodell Kleinfamilie oder Einzelgänger vor, weil das ihrem Lebenssinn ... dem Anhäufen von Gütern ... am ehesten entgegenkommt, denn bei größeren Gruppen würden sich manche Dinge doch doppelt und dreifach anhäufen, und darin sieht selbst die Konsumameise keinen Sinn.

    Politisch gesehen wird die Konsumameise am liebsten von einem König regiert, und wo dieser nicht der natürlichen Ordnung entwächst, wählt sie sich einen x-beliebigen alle vier Jahre neu. Vollkommen unwohl fühlt sie sich in demokratischen Strukturen, die Eigenverantwortung und Engagement verlangen, da beide
    Erscheinungsformen modernen politischen Verhaltens ihr nur Zeit stehlen, die sie lieber damit verbringt, ihrem Lebenssinn zu frönen.

    Äußerst bissig wird unser niedliches Tierchen, wenn sich andere ihrer Art dem Kreislauf des Konsumierens und Produzierens durch bloßes Nichtstun entziehen - es sei denn, das schon die Eltern so viel angehäuft haben, das es für mehrere Leben reicht.

    Nichtstun aus Gründen die jenseits von Tod liegen (der ist noch halbwegs akzeptiert) kann sie überhaupt nicht leiden, das widerspricht ihrer Natur vollkommen.

    Da kann es auch schon mal vorkommen, das dieses an sich harmlose Geschöpf vollkommen außer sich gerät, so als wäre seine Brut in Gefahr und öffentlich zur Gewalt aufruft gegen die Schmarotzer und Parasiten, die sich dem produzieren entziehen und den Konsum auf das Lebensnotwendige reduzieren.

    Leider findet es sich dann doch oft zu beschäftigt bei der Erfüllung seines Lebenssinns, um diesem Ruf auch wirklich Taten folgen zu lassen.

    Auch Krankheit kann dieses Tierchen nicht ausstehen, weshalb es ein kompliziertes System erfunden hat, das äußerst kostspielig ist und an Stelle der Heilung die "Behandlung" setzte, was ein Begriff ist, der einen Vorgang bezeichnet, der dem Konsumieren und Produzieren wenigstens äußerlich sehr ähnlich ist.

    Sehr glücklich sieht es bei diesem Treiben allerdings nicht aus, es fehlen die Gelassenheit, die wir bei Schimpansen beobachten können, die Verspieltheit der Delphine oder der Mut des Stieres, aber etwas anderes hätten wir von Insekten ja auch nicht erwartet.

    Kommt es mal in Situationen, wo es nicht Konsumieren oder Produzieren kann, so verfällt es in eine Art Starre, die häufig mit dem Genuß berauschender Substanzen einhergeht, mit dem es diesen unerträglichen Zustand zu überbrücken versucht. Auch das stundenlange reglose Verharren von bilderproduzierenden Maschinen verschafft ihm eine gewisse Erleichterung seiner Leiden, so daß es diese Maschinen als die größte Erfindung seiner Art ansieht.

    Nun ... es wäre noch so viel zu schreiben über jene wunderbare Art, die tagaus tagein im gleichen Trott vor sich hinlebt, ohne sich zu grämen, doch ... auch mich drängts jetzt zum produzieren, damit ich danach konsumieren kann.

    Man ist halt, wie man ist, oder?

  • Moral ist menschlich ... Egoismus nicht

    In der allgemeinen Debatte über gut und böse, in der fortgesetzten Legitimierung des Egoismus als
    urmenschliche Eigenschaft fallen gerne mal Studien unter den Tisch, die eindeutig beweisen:

    der Mensch ist gut.

    Wirklich, wahrhaftig ursprünglich gut.

    Das ist angeboren, liegt in den Genen, ist fest einprogrammiert und man kriegt es auch so einfach nicht mehr heraus.

    Sogar Babys zeigen schon ein klar erkennbares moralisches Empfinden, mit vier Jahren ist dann schon alles vorbei: ganz klar wird zwischen gut und böse entschieden (mit ähnlichen Definitionskriterien, die auch das Grundgesetz der BRD enthält):

    http://www.hr-online.de/website/specials/wissen/index.jsp?rubrik=6570&key=standard_document_36351070

    Eigentlich müßte also damit die Diskussion über "gesunden Egoismus" vorbei sein. Egoismus ist der unnatürliche Zustand eines Menschen, durch den er zu einem vollendeten Sozialschädling wird.

    Und man braucht auch kein "bischen" davon, um überleben zu können, denn da, wo man selbst als moralischer Mensch Schaden nimmt ... ist der andere klar erkennbar böse...und man braucht ihm nicht geben, was man nicht geben will. Das hat aber mit Egoismus nichts mehr zu tun.

    Aber wenn der Mensch denn so moralisch ist ... woher kommt dann die Gleichgültigkeit im Alltag?

    Da ... gibt es jetzt eine weitere Studie, deren Quelle allerdings mein in der Regel zuverlässiger Informant vergessen hat ... muß aber im Intenet auffindbar sein, denn da hat sie es gefunden.

    Demnach sind ... mal wieder ... die Medien schuld an der Unmoral - nicht jedoch das vor pädophilen ja so wimmelnde Internet.

    Für ein moralisches Urteil braucht der Mensch bzw. sein Gehirn, sein Gemüt ... einige Sekunden.

    Für Glück, Angst und Zorn deutlich weniger.

    Und in der schnelle der medialen Welt ... können keine moralischen Urteile mehr gefällt werden.

    Die mediale Welt ist zu schnell, als das das Gehirn mit der Urteilsbildung noch Schritt halten könnte.

    Darum ist der Mensch immer noch ein edles, hilfreiches und gutes Wesen ... aber in der Geschwindigkeit der Moderne schafft es kaum noch, fundierte Urteile zu bilden.

    Deshalb ist er relativ hilflos der Gegenpropaganda ausgeliefert, die ihn als asoziales Schwein zeichnet, das möglichst schnell möglichst viel für sich anhäufen sollte, damit es bloß nicht der Nachbar bekommt!

    Das verschafft auch der Wirtschaft eine zwar insgesamt sinnentleerte aber trotzdem beachtenswerte Dynamik ... in der Produktion von egoistischen Verhaltensweisen und in der Anhäufung von dummen, sinnlosen Zeug, die letztlich zur Vernichtung des natürlichen Lebensumfeldes und somit zum Aussterben einer an sich guten Art führt.

    Nur ... glücklich macht das alles nicht.

    So zu sein, wie man ist, sich selbst verwirklichen zu können, als das was man ist: ursprünglich gut - das mach glücklich.

    Sonst ... nichts.

    Ohne die natürliche Veranlagung zur Solidarität wäre der Mensch an sich ganz schnell von seinen natürlichen Feinden aufgefressen worden, allein seine Brut wird viel zu langsam jagd- und erntefähig, als das sie als Egoisten überlebensfähig gewesen wären.

    Also ... lassen wir uns doch wieder zu unserer Bestimmung zurückkehren.

    "Gut sein".

    Eher Gärtner als Verschlinger der Erde.

    Es hindert uns ... nur wenig daran, wie es scheint.

    Sehr wenig.

    Und das künstliche System der Egoisten verschlingt sich langsam selbst...es ist sowieso Zeit zum Handeln.

  • Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit

    Ich bin oft sehr betrübt, wenn ich mich hinsetze, und meine, Dinge verknüpfen, zusammenfügen zu müssen, die alles andere als hoffnungsfroh stimmen.

    Der Antrieb dazu kommt sicherlich aus einer doppelten völligen Verblüffung heraus, die einerseits darin besteht, das die Regierung wirklich so skrupellos, hinterhältig, verlogen und gemein ist, so etwas zu machen (was ich in der Bonner Republik für undenkbar gehalten hätte) und andererseits aus der noch viel größeren Überraschung heraus, das das Volk das alles mit sich machen läßt.

    Viele davon sind doch studiert oder haben Abitur, alle sehen die gleichen Nachrichten wie ich, alles geschieht vor den Augen der Öffentlichkeit ... und obwohl der Bierkonsum eingebrochen ist und man eigentlich nicht mehr vermuten kann, das die jetzt alle besoffen und besinnungslos unter´m Sofa liegen,
    regt sich ... überhaupt nichts.

    Im Gegenteil ... es gibt immer noch 20% der Deutschen, die wollen SPD wählen. Und etliche mehr, die ihre alten Sklaventreiber mit noch größerem Hang zu Leid und Qual an die Macht bringen wollen.

    Da kann noch irgendetwas nicht stimmen?

    Vielleicht ist aber in den letzten Jahren, wo ich mich sehr zurückgezogen hatte, irgendetwas an mir vorbeigegangen, vielleicht habe ich irgendetwas nicht mitbekommen.

    Möglicherweise ist ja jetzt von mir völlig unerkannt eine umfassende Sado-Maso-Kultur ins Land gezogen ...
    der gestrige Besuch beim "Waldkindergarten" und der gedankenlose und gnadenlose Umgang mit lebenden Tieren, den ich dort erleben mußte, deutet schon in dieser Richtung hin. Gibt es jetzt eine umfassende Lust dazu, andere zu quälen und selbst fürchterlich gequält zu werden? Nun, einen erkennbaren Rückgang des normalen sexuellen Austausches zwischen Frau und Mann soll es ja sogar in Partnerschaften umfassend geben, vielleicht ... hat man hier mitlerweile Alternativen gefunden.

    Oder vergiften jetzt diese "Chemtrails" unsere Willenskraft so sehr, das wir noch nicht mal mehr in der Lage sind, unserer jämmerlichen Existenz ein Ende zu setzen ... immerhin steigen die Selbstmordraten auch nicht analog zur wirtschaftlichen Realität - wie es zu erwarten gewesen wäre?

    Manche meinen auch, es sei der Elektrosmog, der über Magnetfelder eine allgemeine Lähmung hervorruft.
    Quellen für diesen Smog gibt es ja genug, ich warte nur noch auf die Einführung der allgemeinen Handypflicht. Mich wird man davon verschonen, bei uns gibt es keinen Empfang. Aber ich bin mir sicher, das die Dinger zumindest bald verschenkt werden, damit auch ja bald jeder eins davon hat.

    Oder reicht die Erklärung der "Kultur der Angst", die ich einst versuchte zu formulieren, inklusive einer schnell einsetzenden Angststarre, diese seltsame phlegmatische Dynamik des Deutschen zu erklären?

    Eigentlich ... brennt es an allen Ecken, die Politiker schützen mit aller Macht die Brandstifter, es wird einem schon warm am Hintern ... und alle bleiben ruhig sitzen.

    Oder ist es eine Schockreaktion, die Überforderung des Welterklärungsmodells von Wohlstandsblasen, die
    der festen Überzeugung sind, wenn sie nur alles immer sofort tun, was die Obrigkeit von ihnen verlangt,
    dann wird es ihnen bis zu ihrem Tode gut und schön ergehen, weil man so viel schönen Wohlstandsmüll
    für sie produziert, mit dem man sich noch weit über sein Lebensende hinaus beschäftigen könnte.

    Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Angst der Wohlstandsblasen vor dem Tode lediglich darin begründet liegt, die nächste Handygeneration nicht mehr ausprobieren zu können und noch eine allerletzte Fernreise zu versäumen, die in Gefilde führt, die von Wohlstandsblasentourismusterror bislang noch verschont geblieben war.

    Gerade flüstert mir meine menschliche Muse und Lebensgefährtin von hinten ins Ohr: nein, die Angst der Wohlstandsblasen vor dem Tode ist die Angst vor der Konfrontation mit dem eigenen Nichts ... nun, das mag auch sein. Aber ... das sollte doch wenigstens dazu führen, dazu motivieren und animieren, an der eigenen Nichtigkeit etwas zu arbeiten ... oder habe ich da etwas falsch verstanden.

    Vielleicht ist es aber auch ... und darin lege ich in der Tat eine gewisse Hoffnung ... die Stimme der Instinkte, die sagt ... eigentlich ist das alles nicht so real, wie es uns vorkommt. Eigentlich ...
    ist das alles nicht so schrecklich wirklich und so schrecklich wichtig, wie man uns die letzten zweihundert Jahre weiß machen wollte.

    Eigentlich ... ist die Wirklichkeit menschlichen Seins ganz anders gestrickt und es wird Zeit, sich daran zu erinnern...oder man wird in diesen Zeiten ganz automatisch dran erinnert, aber es sickert noch nicht ins Bewußtsein, weil das gerade wieder mit einer nagelneuen Angst vollgestopft wird, weil irgendwelche Schweine in Mexiko sich erkältet haben.

    Vielleicht ist es das Bild, das ein Zen-Buddhist einst zeichnete:

    wir sind nicht, wie man uns weiß machen will, der Wasserstrudel, der sich kurz hinter einem Hindernis bildet, seine Kreise zieht und sich dann ins Nichts entschwindet ... wir sind der Bach und das Wasser selbst.

    Zumindest einen gab es, der fern von dem was es geben darf und nicht geben darf eine ganz eigene Realität lebte, sich von scharfen Gegenständen durchbohren ließ, die anderen den sicheren Tod gebracht hätten:

    http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/paranormal/mystery/200904_unverwundbarer_prophet/index.html

    Seltsame Geschichte, ein moderner Mythos, von dem ich fürchtete, er sei in den Siebzigern endgültig verschollen, aber jetzt ... taucht er dankenswerter Weise wieder auf.

    Nun ... er ist nicht der einzige, der die Kraft des menschlichen Geistes über die Materie anschaulich demonstrieren konnte, aber er ist derjenige, der wissenschaftlich am Besten untersucht wurde.

    Vielleicht ist es das, was alle anderen im Lande jetzt schon verstanden haben, nur ich nicht.

    Aber darum bin ich ja aus der Versenkung wieder aufgetaucht, um fragend um mich zu blicken und zu sehen, was denn da draußen eigentlich so abgeht und kaum noch mit dem üblichen gesunden Menschenverstand zu begreifen ist.

    Aber vielleicht schlafe ich auch einfach noch und träume den ganzen Wahnsinn nur ...

    Schön (und bequem!) wär´s ....

  • Armes krankes sterbendes Deutschland

    Armes Deutschland.

    Nein, also, nicht das es mir leid tut. Keine Sorge ... ich habe eigentlich nichts patriotisches an mir.
    Damit habe ich abgeschlossen seit meinem Besuch in Dachau und etlichen Tagen Filmmaterial über die Konzentrationslager.

    Armes Deutschland, weil es jetzt arm ist. Und krank.

    Hat ein Mensch eine Vergiftung, so würde man mit aller Macht das Gift bekämpfen.

    Gibt es in eine Ursache der Vergiftung in den Extremitäten, die beständige weitere Vergiftungen
    als sicher erscheinen läßt ... sagt man die Extremität ab.

    Ein Freund von mir, Arzt von Beruf, hat aus diesen Gründen seinen Fuß abschneiden lassen - ganz konsequent.

    Gab eine andere Möglichkeit, meinte er. Ich bin geneigt, ihm zu glauben. Das Gift darf halt nicht in den Körper dringen....sonst stirbt der Rest auch.

    Nun, unsere "Leistungsträger" haben anders entschieden als mein Freund. Sie holen das Gift jetzt einfach mal selbst in den Körper. "Giftige Papiere" werden in "Bad Banks" entsorgt, sprachlicher Sondermüll der nichts anderes besagt, als das letztlich der Staat den Mist, den private Banken angerichtet haben,
    selber schluckt, um die Tempel der neuen Wirtschaftsreligion nicht abreißen zu müssen.

    Die Gesellschaft mutiert zum bedingungslosen Privatbankenförderverein.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621412,00.html

    Und ... wie auch in der Biologie ... beginnt der Rest des Körpers zu sterben:

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/cdu-spricht-offen-ueber-hartz-iv-kuerzungen33221.php

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/erste-rentenkuerzung-seit-1957-droht;2254004

    Die Überversorgung überflüssiger, erkrankter Bereiche, die dringend einer Amputation bedürften, alldieweil sie weiteres Gift produzieren, führt automatisch zur Unterversorgung der gesunden Bereiche:

    z.B. auch die Arbeiter bei Mercedes Benz dürfen deshalb jetzt die Rechnung der Banken mitbezahlen, 73000 von ihnen bekommen jetzt erstmal weniger:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621415,00.html

    Ungeniert produziert jedoch der amputationspflichtige Körperteil weitere Gifte, von denen zum augenblicklichen Zeitpunkt noch niemand etwas wahr haben will, obwohl schon seit Monaten darüber gesprochen wird: der Kreditkartenchrash in den USA, noch mal knapp 1000 Milliarden Dollar, genauso
    elementar wie die Hypothekenkrise, genauso unaufhaltsam ... und genauso "überraschend" wie der morgendliche Sonnenaufgang (jedenfalls für manche "Experten"):

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621263,00.html

    In der Medizin würde man nun, zur Rettung des menschlichen Körpers, einfach alle Bereiche absägen, die den Leib zu vergiften suchen.

    In der Politik jedoch arbeitet man scheinbar sinnfrei ganz anders: man läßt den Körper ausbluten, um die verseuchten Extremitäten möglichst lang am Leben zu erhalten.

    Nun ... in Zeiten der Transplantation werden unsere kranken Extremitäten wohl in der Hoffnung leben, das der Körper der Nation lange genug durchhält, das man sich irgendwo anders anpflanzen kann.

    Wenn sie sich von Experten haben beraten lassen ... und damit ist bedauerlicherweise wohl zu rechnen ...
    dann scheinen sie jedoch schlecht beraten zu sein, denn deren mangelnde Qualitäten zeigen sich heute wie vor siebzig Jahren, doch scheinbar hat man nichts dazugelernt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621313,00.html

    Nun, Hauptsache ist ja auch, diese "Experten" weiterhin gut zu bezahlen, damit man treue Leistungsträger hat, die tun, was man ihnen sagt: politisch nützlichen Unsinn zu verbreiten, damit die kranken Teile der Gesellschaft Zeit gewinnen, ihre Überversorgung auf ein Maximum zu fahren, während der Rest ... dahinsiecht.

    Aber da ist es doch schön, in diesen unerträglichen Zeiten noch Gesichter zu sehen, die sich freuen können:

    (Leider ist der Artikel mit dem triumphal grinsenden Ackermann ... gerade eben wieder verschwunden. Aber ... mir ging es ja nur um das Photo ... und dieses besondere Lächeln. Nun - bemüht eure Phantasie, dann kriegt ihr´s hin).

    Armes Deutschland.

    Es ist krank. Vergiftet worden.

    Es ist Pleite. Und wird weiter ausgesaugt.

    Es wird sterben.

    Trotz allem ... schade irgendwie.

  • Krankenhaussterben

    Wer sich nun immer noch in Sicherheit wähnt, weil seine kleine eigene Welt ja noch in Ordnung ist, der wird zur Kenntnis nehmen müssen, das es auch einen sozialen Bereich gibt, der ihn persönlich betrifft:
    das Gesundheitswesen.

    Neben der Arbeitslosenversicherung und der Rente ist das ein drittes Standbein der sozialen Sicherung, das angegriffen werden wird.

    Natürlich nicht die Profite der Pharmaindustrie, das sollte mal klar sein. Die sind heilig und sicher.
    Dafür sorgen schon die Vorstandspöstchen, die Geldschenke an Ärzte und Politiker. Nein, es geht um den Bereich, der für Menschen vorbehalten ist, die richtig krank sind: die Krankenhäuser.

    Eigentlich ... bräuchten wir nahezu nur diese Krankenhäuser, denn wer wirklich krank ist, und nicht nur als Pillenverwerter zum Zwecke der Renditensteigerung herhalten muß, der ... kommt ins Krankenhaus.

    Beinbruch, Herzinfarkt, Lungenödem, Nierensteine, Geburten, Gallenblase, Magengeschwür ... alles, was wirklich ernst ist und weder den Arzt noch die Industrie reich macht, landet genau dort.

    Im Prinzip macht hat der niedergelassene Mediziner doch nur eine Vorsortierungsfunktion, 90 % der Patienten, so hörte ich mal von einem Internisten, hätten nichts, wofür er selber zum Arzt gehen würde.

    Hier bezahlt der Bürger mit seinen Beiträgen erstmal die Folgen seiner medizinischen Unbildung....gegen die man eigentlich in erster Linie vorgehen müßte, um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Aber es gibt gute finanzielle Gründe, dies nicht zu tun.

    Denn bevor der Patient im Krankenhaus ankommt, wollen ja noch viele andere an ihm verdienen, sprich "behandeln". "Rumdoktoren", sagte man früher dazu. In Ordnung gebracht wird das Herumdoktoren dann im Krankenhaus.

    Das richtig dicke Geld wird natürlich bei den Pillen verdient, die erstmal von den lokalen hausärztlichen Pillenfürsten in Massen unters Volk gebracht werden. Und wenn man dadurch als Patient seinen Beitrag zur Steigerung des Kapitalertrages von Pharmakonzernen geleistet hat, dann kommt man irgendwann auch ins Krankenhaus, damit man sich auch mal um die eigentliche Krankheit kümmern kann.

    Aber das, so meint die Financiel Times Deutschland, wird in Zukunft immer schwieriger werden, denn die Krise greift auch dort:

    http://www.ftd.de/unternehmen/gesundheitswirtschaft/:Kommunale-Finanznot-Krankenh%E4usern-droht-Pleitewelle/504203.html

    Krankenhaussterben begünstigt natürlich Rentnersterben ... und davon haben wir sowieso zuviel.

    Wer mit seinem frischen Herzinfarkt erstmal fünfzig Kilometer fahren muß, den kann man auch gleich zum Kommunalfriedhof fahren.

    Krankenhaussterben kostet real Menschenleben.

    Hunderte ... jeden Tag.

    Wenn wir es soweit kommen lassen.

  • Wir sind das Volk!

    Das war der Slogan vor zwanzig Jahren.

    "Wir sind das Volk".

    War schön, das man es mal zu Gesicht bekam, das Volk. Außer beim Einkaufen und auf dem Weg zu Arbeit hatte es sich ja ziemlich rar gemacht.

    Eigentlich bräuchte man es gerade wieder, das Volk. Doch es scheint inzwischen vollkommen verschwunden zu sein.

    Es wäre nämlich eine großartige Gelegenheit, mal Volk zu sein. Und: es wäre dringend notwendig.

    Jetzt könnte man sagen, ok, wie legen alle zusammen, verzichten auf teure Anschaffungen, Urlaubsreisen,
    Luxusmüll und räumen erstmal dieses Land richtig auf.

    Es geht ja nicht an, das Arbeitslose mit ihrem Privatvermögen für ihre Arbeitslosigkeit haften müssen, während verbrecherische und unfähige Topmanager noch Bonuszahlungen erhalten, für die andere hundert Jahre arbeiten müssen. Jeder, der an der Produktion von Giftpapieren beteiligt war ... wird ebenfalls mit seinem Privatvermögen haften müssen. Und dann gibt´s Hartz IV anstatt Milliarden vom Staat.

    Da hätten wir schon etwas Geld.

    Gleiches muß für die Verschwendung von Steuergeldern gelten. Wer unverantwortlich mit dem Geld um sich wirft, sollte die gleiche Verantwortung haben wie der Privatmensch, der dasselbe tut...und nicht noch weiter als Beamter ein bequemes Leben auf Kosten derjenigen führen, die er zuvor betrogen hat.

    Natürlich sollte auch kein Geld mehr dafür da sein, die Freiheit der Rauschgiftproduktion am Hindukusch zu verteidigen ... das kostet ja auch nicht wenig.

    Und die Verteidigungsarmee Bundeswehr braucht keine kostspieligen Offensivkapazitäten mehr, es wird Zeit, das wir die "Friedensdividende" einfahren, die uns schon das Ende des kalten Krieges hätte bringen sollen.

    Mit dem Geld könnte man schon mal eine dringend notwendige Renaturierung der Binnenstruktur finanzieren und z.B. die "Tante-Emma-Läden" wieder ins Leben rufen ... würde auch der Umwelt helfen, wenn nicht jeder mehr zum Einkaufen das Auto benutzen muß - und es gäbe neue Arbeitsplätze.

    Und die EU ... die Abgeordneten müssen nicht wirklich das Doppelte von Bundestagsabgeordneten verdienen, bei denen ich auch eine Diätenkürzung von 40 % für erträglich halte. Sebstverständlich müssen auch die Beamtenbezüge runter.....aber nicht in den unteren Besoldungsstufen. Immerhin sind die Jungs infolge ihrer Unfähigkeit, die Krise vorherzusehen, ein wenig mit Schuld an dem Desaster.

    Parteispenden sind selbstverständlich nicht mehr steuerlich absetzbar, und die Parteienfinanzierung muß unbedingt den Weg der Kirchensteuer gehen ... und die gehört abgeschafft.

    Es ist jetzt keine Zeit mehr und kein Geld mehr dafür da, lang gehegte Wohlstandsprivilegien zu hüten.

    Auch wenn es weh tut.....das Geld wird an anderer Stelle dringender gebraucht.

    Natürlich müssen Firmensubventionen in jeder Form gestrichen werden. Kranke Konzerne durch künstliche Infusionen am Leben zu erhalten, damit die Vorstandspöstchen für Politiker ja nicht in Gefahr geraten, können wir uns nicht mehr leisten.

    Es wird Zeit, das das Volk die Notbremse zieht, damit eine neue Wirtschaftsordnung geschafft werden kann, eine Gesellschaftsordnung auf der Basis des Grundgesetzes, die sich den neuen weltwirtschaftlichen Gegebenheiten anpaßt.

    Es ist einfach unmöglich, das VW in Mexiko Autos produziert um auf dem amerikanischen Markt Riesengewinne
    zu produzieren, dann merkt, das das ganze ein Schlag ins Wasser war, weil diese Autos für die Amerikaner
    mexikanische Autos waren und keine deutsche Markenware, und die Verluste aus dem Prozeß des Exports von Arbeitsplätzen wieder in Deutschland von der Steuer absetzen kann.

    Wir werden überlegen müssen, ob jemand, der im Ausland produziert, hier überhaupt noch verkaufen darf...denn sonst: wird´s in absehbarer Zeit finanziell sehr eng in diesem Land.

    Ewig kann auch die deutsche Wirtschaft nicht ausbluten zum Zwecke der Kapitalertragsmaximierung, auch wenn Ackermann jetzt mit geschönten Bilanzen wieder den Supermann macht.

    Gleichzeitig darf man sicher auch mal wieder "mehr Demokratie wagen", denn mehr und mehr Bürger verabschieden sich von dem System durch "innere Kündigung" ... ein Zustand, den viele Firmen schon seit Jahren kennen.

    Es wartet eine Riesenmenge an Arbeit auf uns ... oder Lager für diejenigen, die im Sinne des Kapitals nicht mehr für die 25 % Rendite ausbeutbar sind.

    Es ist die Entscheidung, sozial zu sein und aus den Trümmern der durch den Neoliberalismus zerschlagenen Volkswirtschaft etwas aufzubauen ... oder asozial zugrunde zu gehen.

    Wir sind das Volk ... oder wir werden Biomüll.

  • Jetzt geht es los.

    Ja. Jetzt geht es los. Genau heute.

    Den eigentlichen Schlag erwarte ich schon länger. Wollte auch noch was drüber schreiben...aber die Wirklichkeit ist manchmal schneller als ich.

    Die Hetze gegen Hartz IV-Empfänger habe ich, ehrlich gesagt, als ein Ablenkungsmanöver angesehen.

    Die Gruppe ist zu heterogen, als das sie sich wirklich gut eignen würde für gezielte Maßnahmen.

    Immerhin befinden sich darunter auch Schauspieler, Studienabgänger und ähnliches verwertbares Volk.

    Aber: die Kampagne war gut, um Angst zu schüren, die Leute von der Straße fern zu halten, das Volk zu spalten.

    Aber jetzt kommt die erste verwertbare Zielgruppe ins Visier: die Rentner.

    Erinnert sich noch jemand an Franz Müntefering?

    Das war der, der nur denen was zu Essen geben wollte, die auch arbeiten können, Details hier:

    http://eifelphilosoph.blog.de/2009/04/14/asozialenstigma-ddr-muentes-griff-grundgesetz-5942005/

    Nun, und jetzt die Preisfrage: wer arbeitet nicht, frißt uns die Haare vom Kopf, steht mit einem Bein sowieso schon auf dem Friedhof und ist äußerst schlecht organisiert?

    Die Leute, die jetzt darauf vorbereitet werden, das die Renten ... sicher weg sind.

    http://www.welt.de/politik/article3627395/2010-droht-erstmals-eine-Kuerzung-der-Renten.html

    Das Rentnerproblem ist von seit vielen Jahren ein Problem, das diesem Staat finanziell das Genick brechen wird. Dazu hätte es keiner Krise bedurft. Schon die Beamtenpensionen der Länder, die in nächster Zukunft auf uns zu kommen, wären laut SPIEGEL nicht mehr zu bewältigen gewesen.

    Und jetzt kommt auch noch diese kleine überraschende Krise dazu, die trotz der von der Kanzlerin befohlenen Optimismuswelle, die die Journalisten jetzt verbreiten sollen, einfach nicht aufhört, von sich reden zu machen.

    Gut ... die Rentner werden in diesen Zeiten noch weniger Sympathie im Volk haben als Langzeitarbeitslose, denn mitlerweile dürfte es soweit sein, das jeder wirklich nur noch an sich selbst denkt und schaut, das er über die Runden kommt.

    Selbstverständlich gibt es auch schon entsprechende Kommentare.

    http://www.welt.de/politik/article3495423/Wenn-Rentner-Jobs-verlieren-ist-das-kein-Skandal.html

    Schön zu erfahren, das es in diesem Land nicht nur "prekäre Berufe" gibt (wer sich nicht erinnert: z.B.
    Altenpfleger gehörten dazu) sondern auch "prekäre Jobs": "Zeitarbeit, befristete Stellen und eben auch Minijobs" ... das Prekariat wächst Definitionsmässig im Spiegel der Medien nahezu täglich an, nebenbei bemerkt.

    Und wer jetzt meint ... Nase voll, ich wähle die Linken! ... bekommt von der gleichen Medienoffensive erst mal einen Dämpfer aufgesetzt, denn jetzt - wird abgerechnet. Übrigens: die Titel zu lesen reicht völlig, ich empfehle nicht unbedingt, diesen Links nachzugehen:

    http://www.welt.de/politik/article3618541/Die-DDR-war-auf-jeden-Fall-eine-inhumane-Diktatur.html

    http://www.welt.de/politik/article3581842/Wie-Ostalgiker-die-DDR-nachtraeglich-schoenluegen.html

    http://www.welt.de/politik/article3626570/Leugnung-von-Stasi-Unrecht-soll-bestraft-werden.html

    http://www.welt.de/politik/article3472934/Die-DDR-Alles-andere-als-eine-soziale-Idylle.html

    Nebenbei fällt folgender Satz: Kaum jemand wird bestreiten, dass auch die alte Bundesrepublik schlechte Seiten hatte.

    "Hatte"?

    Welche schlechten Seiten sind denn seit dem Mauerfall abgeschafft worden?

    Gut, die Bundeswehr ist keine Friedensarmee mehr, sie mischt inzwischen weltweit mit. Deutschland hat jetzt endlich eine Riesenhauptstadt wie alle anderen auch. Und der Sozialstaat ist per Gesetz inoffiziell abgeschafft worden, ohne das das jemand groß gemerkt hat. Aber ... waren das schleche Seiten?

    Und ... zu welcher "guten Seite" führt denn die Reise jetzt hin? Manchmal habe ich den Eindruck, es ist von Nachteil, nicht von der Kanzlerin persönlich instruiert zu werden, welche Nachrichten "gut" und welche "schlecht" sind.

    Manche Kommentatoren scheinen jedoch mehr zu wissen als ich:

    http://www.handelsblatt.com/politik/handelsblatt-kommentar/sozialstaat-erneuter-zwang-zur-sanierung;2254066

    Zwar lobt der Artikel ... wenn man ihn denn lesen möchte ... den Sozialstaat mal wieder über den grünen Klee ... aber der Titel des Artikels verheißt übles.

    Montag Morgen in der Republik ... der Putsch geht in eine neue Phase. Das Essen wird knapp.
    Für die, die nicht mehr arbeiten können.

  • Lesetipps: manipulierte Journalisten, Gen-Terror und eure Oma!

    Seit kurzer Zeit erfreue ich mich einer besonderen Blogpartnerschaft bei einer mir vorher völlig unbekannten Seite ... Saarbreaker, heißt sie. Zu verdanken habe ich diese Partnerschaft den Leuten einer völlig wunderbaren Seite, den Menschen von Duckhome.

    Ich finde es phantastisch, was sie leisten, und möchte nun die Gelegenheit ergreifen, das eine oder andere zusätzlich auch hier unter die Leute zu streuen.

    Da wäre zum Beispiel der von der Kanzlerin befohlene Optimismus, den die führenden Journalisten gefälligst zu verbreiten haben:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/6241-Schwan-und-Sommer-haben-natuerlich-recht.html

    Klar, Optimismus muß heutzutage befohlen und künstlich erzeugt werden, von allein wird das so schnell nichts mehr.

    Aber es gibt da auch feines zum Gen-Terror, zum Krieg Monsantos gegen den Rest der Menschheit,
    einen Krieg, den die Konzernjungs mehr und mehr gewinnen:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/6236-Monsanto-hat-10.000-Hektar-Ackerflaeche-vernichtet.html

    Und ihr dachtet alle, ich wäre bekloppt, als ich meinte, Konzerne seien Psychopathen, die neuen menschenfressenden Götter der moderne und absolut der gröte Feind des modernen Menschen.

    Ja, ich bin bekloppt, das ich das hier veröffentliche. Da kommt bald sicher wieder Ärger auf mich zu.

    Zum Schluß deshalb noch ein weiterer Hinweis, diesmal weniger weltpolitisch bedeutsam, belichtet er doch nur Momente des Alltagsterrors, der weniger historisch wichtig ist, aber für den Einzelnen, das Individuum, ohne weiteres trotzdem unangenehme Konsequenzen haben kann:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/6245-Abzocker-unterwegs.html

    Nu, also, heute ist Sonntag, besucht mal eure Oma: es kann sein, das sie gerade ganz dringend Eure Hilfe braucht.

    Einen schönen sonnigen Sonntag wünscht: Euer Eifelphilosoph

  • Verrat! Hängt ihn auf!

    Ein unglaublicher Verrat erschüttert im Moment die Republik und stellt alles in den Schatten, was uns bislang widerfahren ist.

    Ein abgrundtiefer Verrat, der in einer Art und Weise aufzeigt, wie tief der Mensch eigentlich gesunken ist, tiefer, als wir es uns jemals in unseren kühnsten und perversesten Träumen hätte vorstellen können.

    Nun, und über Verrat regt man sich ja zurecht richtig auf.

    Da ist es doch nur menschliche, das man in erster Linie sofort nach dem Staatsanwalt ruft und ins Jagdhorn bläst zur offiziellen Hatz auf diesen unglaublich frechen und skrupellosen Verräter, der Aufruf
    "hängt ihn" schwingt in den empörten Zeilen, die man dazu lesen kann, deutlich mit.

    Äh ... ihr wißt momentan nicht, worum es geht?

    Nun, dann will ich das kurz erläutern.

    Irgendein fürchterlich vaterlandsloses Subjekt hat in diesem Land den abscheulichsten Vertrauensbruch begangen, den man sich nur vorstellen kann.

    Heimlich still und leise schlich er sich in die geheimsten Räume seines Herren, entwedete Material, das als höchst vertraulich gekennzeichnet war und SPIELTE ES DER ÖFFENTLICHKEIT ZU.

    Dabei weiß doch jeder, das "höchst vertraulich" heißt, das auf jeden Fall der Souverän dieses Landes, der Bürger, davon keine Kenntnis erhalten sollte. Sonst beunruhigt er sich möglicherweise noch oder stellt die Aussagen in Frage, die seine Diener ansonsten immer so gern veröffentlichen.

    Das ist mehr als nur Verrat, das ist Landesfriedensbruch, Volksverhetzung, Aufwiegelung zu Unruhen,
    absolut unverantwortlich und einfach böse.

    Und außerdem: was soll denn der Souverän mit der Meldung anfangen, das da noch mehr giftige Papiere
    im Wert von 812 Milliarden Euro in den Tresoren der Banken vor sich hinfaulen?

    Das verstehen die doch gar nicht. Das sind doch nur Facharbeiter und Lumpenproletariat, das hat doch schon der Huber von der IG-Metall gesagt.

    Die fein gesponnenen Konstrukte von Leistungsträgern entziehen sich doch vollkommen deren Auffassungsfähigkeit.

    Aber nun ist es zu spät, der Schaden ist erstmal angerichtet:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621053,00.html

    Und ... es sind nur 812 Milliarden, der Spiegel zitiert eine veraltete Quelle, nur so nebenbei erwähnt.

    Ja, da kann man dem Bürger, dem Souverän, dem König dieses Landes doch nur eins entgegenhalten:

    bloß nicht ernst nehmen, was da steht! Das versteht ihr sowieso nicht, laßt uns nur weiter machen.

    Und so große Zahlen übersteigen das Fassungs- und Vorstellungsvermögen des Normalbürgers, das können nur wirkliche Leistungsträger ermessen, was das bedeutet.

    Wer nun der Meinung ist, wir sind noch viel mehr Pleite, als wir es uns hätten jemals vorstellen können, der sieht, was dieser Verräter angerichtet hat. Das ganze Vertrauen in die Leistungsträger wird gefährdet, dabei sind doch nur sie in der Lage gewesen, solche Zahlen überhaupt zu produzieren.

    Der Normalbürger wäre dazu nie in der Lage.

  • Menschenliebe ... das Wort zum Sonntag

    Ja, der Sonntag eignet sich irgendwie immer gut dazu, sich mal Dingen, Phänomenen, Ereignissen zuzuwenden, die etwas außerhalb des alltäglichen Wahnsinns liegen.

    Heute schwirrt es mir durch den Kopf, etwas über einen großen Fehler zu schreiben, der mich Zeit meines Lebens verfolgt hat und inzwischen sehr lästige Ausmaße erreicht.

    Ich liebe Menschen.

    Das war nicht immer so. In der Sturm- und Drangzeit kamen mir auch schon mal schrecklichere Gedanken in den Kopf, wie man mit Folterern umgehen sollte. Aber diese Zeit ist vorbei. Und selbst früher brachte ich es nicht über mich, einen Gegner, der am Boden lag, noch einen Tritt zu versetzen, um seine Lästigkeit endlich ins Jenseits zu befördern.

    Ich habe mich damals immer damit herausgeredet, das es sich hier um eine britische inspirierte Ausprägung von Fairniss handelte, jedoch ... kann ich diesen bequemen Schwindel nun, im Alter, nicht mehr aufrecht erhalten.

    Es zeichnet sich immer mehr ab, das ich Menschen einfach so liebe. Alle und jeden. Nahezu unterschiedslos.

    Nun - das macht nicht gerade wehrlos und das merken viele, die meinen, ich wäre eine leichte Beute für dieses oder jenes ... und erschrecken sich dann, wenn sie merken, das der "bebrillte Hippie" (ja, irgendwie sehe ich überhaupt nicht so aus, aber manche sehen das irgendwie in mir. Seltsam ...) außerordentlich bissig ist und jede Form der Auseinandersetzung beherrscht - aber nicht zutritt, wenn man auf dem Boden liegt.

    Natürlich ist diese Liebe zu Menschen ein außerordentlich lästiger Faktor. Ich denke, ich könnte wesentlich mehr Freunde haben, wenn es nicht so wäre. Denn alle jene, die sich mit mir solidarisieren wollen, um ihren Feinden mal "richtig auf die Fresse zu hauen" wenden sich schnell wieder ab, wenn sie merken ... das ich in erster Linie das Liebenswerte in Menschen sehe, auch in ihren Feinden.

    Ich bin nun alles andere als christlich, und wenn ich jemals eine Religion mein eigen nennen sollte, dann würde es eine eher archaische Form sein, die wesentlich mehr Lebendigkeit und Zauber erhält, die mehr was für das Herz und die Seele ist als für den Verstand.

    Und auch ... im Umgang mit Frauen ist diese Menschenliebe nicht gerade förderlich. Nein, um Sex geht es hier gar nicht (obwohl Sex ohne Liebe eigentlich so fruchtig ist wie alkoholfreies Bier. Ich mag beides nicht. Bier sollte schon ein paar Umdrehungen haben...sonst ist es irgendwie ... falsch). Es geht hier mehr um ... geforderte Ausschließlichkeiten. Jedoch ... wenn man mehr Kinder hat, dann liebt man auch alle, und nicht nur eins. Und Sex mit ihnen hat man trotzdem nicht. Also ... irgendwie scheint das doch zu gehen.

    Gesünder für´s miteinander wäre da jedoch eher, man würde alle hassen. Dann käme man auch sonst, so glaube ich mitlerweile, streßfreier durchs Leben. Man bräuchte sich weniger zu erklären, müßte sich seltener mit Psychologie und Psychoanalyse beschäftigen, um die verhaltensmäßigen Absonderlichkeiten seiner Mitmenschen mit den eigenen Gefühlen ihnen gegenüber in Einklang zu bringen.

    Auch beruflich wäre es besser ... man könnte skrupellos sehr reich werden, wenn es einem egal ist, welche
    Trümmer man hinter sich läßt. Eigentlich geht "reich werden" gar nicht anderes - und ich spreche da mitlerweile aus Erfahrung und nicht aus der bloßen ideologisch geprägten Theorie heraus.

    So ein ganz klein wenig "reich" war ich auch mal ... das teuerste Zimmer, in dem ich gewohnt habe, hat
    1395 DM pro Nacht gekostet. Ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, was man mit dem Geld alles Gutes hätte bewirken können. Und viele Menschen geben jede Nacht viel Geld dafür aus, in diesem Hotel wohnen zu dürfen - selbst heute noch. Unsummen ... die Millionen von verhungerten Kindern verhindern könnten.

    Aber solche Gedanken macht man sich nur, wenn man Menschen an sich liebt.

    Manchmal denke ich, vielleicht ist das so eine Krankheit. Eine Art genetischer Deffekt. Vielleicht werden irgendwann auch Medikamente dagegen entwickelt, die einem helfen, dann besser durchs Leben zu kommen.

    Praktischerweise (und ich stehe ja dazu, das ich ein bekennender Pragmat bin) macht die Liebe zu Menschen das Leben nur unendlich komplizierter.

    Irgendeinen praktischen Nutzen mag ich eigentlich immer weniger zu erkennen.

    Jedoch ... vielleicht kennt ja einer meiner Leser ein Mittel dagegen.

    Dann könnte ich in Ruhe in die Industrie zurückkehren und endlich richtig herumwüten - auch völlig unbeeindruckt von der Krise ... da gibt es nämlich noch reichhaltige Möglichkeiten zum gezielten Abkassieren. Gerade jetzt. Das technische Potential habe ich dazu ... nur halt nicht das optimale Steuerungsprogramm.

    Und da wird es schon ein wenig Paradox, das wenn man das fühlt, was viele Religionen als Ideal predigen, man eigentlich immer schlechter mit der Welt zurechtkommt.

    Da kann doch was nicht stimmen....oder?

  • Wirtschaftsweise proben den Aufstand

    Wirtschaftsweise proben Aufstand von Eifelphilosoph @ 2009-04-24 – 09:17:32
    Ungeheuerliche Blüten treibt die Krise hervor. Da gibt es doch diese "Wirtschaftweisen", jene seltsamen
    Geschöpfe, die immmer mal wieder zusammenkommen und die Kombination von Weisheit und Wirtschaft versuchen, gleichzeitig versuchen sie, mit Hilfe von Kristallkugeln und Tarotkarten (die Methoden sind der Öffentlichkeit allerdings nicht so geläufig) eine Blick in die Zukunft zu werfen.

    Jahrelang ging das gut, bezahlte Weisheit hat es schon immer verstanden, sich so orakelhaft auszudrücken, das letztliche alle sich darin bestätigt fühlten.

    Nun gibt es ja momentan diese kleine Krise, von der die Kanzlerin die Hoffnung hat, das sie ganz schnell wieder weg geht, damit man so weiter machen kann wie früher ... das hat sie jedenfalls der Bildzeitung
    gesagt.

    So weiter machen wie früher ... denn früher war ja schön. Man konnte sich einbilden, das man richtig reich war, weil die Banken ständig neue Phantasiezahlen veröffentlichten, die sie dank frei wählbaren Bilanzierungskriterien dann beliebig hoch schrauben konnten - so haben übrigens momentan die amerikansichen Banken ihre Gewinne gemacht ... einfach mal flott die Bilanzierungskriterien geändert,
    interessiert ja sowieso keinen, was das ist - und schon waren kleine Gewinne da.

    Obwohl die Wirklichkeit anders aussieht.

    Das die Wirklichkeit anders aussieht, weiß auch der Wirtschaftsweise Peter Bofinger:

    Es kann nicht angehen, dass die Lebensverhältnisse der Menschen in Deutschland in erster Linie vom Markt bestimmt werden. Der Staat muss in der Lage sein, die Marktkräfte so zu kanalisieren, dass sie den Menschen dienen.

    Ja ... was ist das denn? Ich habe ihm doch noch gar nicht geschrieben, wußte gar nicht, das der bei mir liest. Und überhaupt: DIE WIRTSCHAFT SOLL DEM MENSCHEN DIENEN???

    Da hat er aber einiges nicht verstanden.

    Die WIRTSCHAFT ist GOTT, der MENSCH ist KOSTEN AUF ZWEI BEINEN und er soll demütig vor seinem Gotte kriechen, damit er ihn aus seiner unermeßlichen GNADE heraus noch ein wenig weiter und vor allem immer schneller kriechen läßt. Denn der GOTT gibt ESSEN, WÄRME, WASSER, OBDACH (also, das, was andere nur versprachen) ... und wer seinen ZORN spürt verliert seine GUNST - einfach mal ein paar ALG-2-Empfänger fragen, wie man sie so fühlt wenn man die Gunst des aktuellen Gottes verloren hat.

    So ist das hier halt geregelt.

    Und da kommt ein Wirtschaftsweiser daher und ruft nach dem starken Staat, der dafür sorgen soll, das die Wirtschaft sich um den Menschen kümmert anstatt der Mensch sich möglichst kostengünstig zwecks weiterer Kapitalvermehrungsoptimierung zur Verfügung stellt.

    Das ist BLASPHEMIE!

    Und dann ruft der Mann noch nach der POLITIK. Ja, die dient doch dem gleichen GOTT. Auch sie ist auf seine Gnade angewiesen, auch sie fürchtet seinen ZORN, ganz besondere jene Leute hier, die in dem Euro-Pensionsfonds für Abgeordnete aufgeführt sind:

    http://www.extremnews.com/berichte/politik/4d571269a2ea783

    Der ZORN GOTTES könnte sie treffen und ihre kleinen gemeinen Geschäfte mit ihrem GOTT einfach mal veröffentlichen, damit alle sehen, das POLITIK in diesem Land auf vielfältige Weise käuflich ist und merken, das Politiker nun wirklich mit wichtigeren Dingen beschäftigt sind als sich um die Belange von zweibeinigen Kostenfaktoren zu kümmern.

    Wer nun Bofinger weiter lesen möchte, bevor der Zorn Gottes ihn trifft und mit dem Fluch Hartz IV belegt, damit er auf ewig leide darbe und sich ängstigen möge, der schaue hier:

    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/renaissance_des_staates/?em_cnt=1712774&em

  • Religin muß Pflichtfach werden ... und ander auch!

    Natürlich will ich Religionsunterricht als Pflichtfach in der Schule sehen. Und nicht nur das:
    Medizin ebenfalls. Schon in der Grundschule! Und zusätzlich noch Philosophie mit Schwerpunkt politische Philosophie, Ethnologie, Wirtschaftsphilosophie, Anthropologie, Erkenntnistheroie, Wissenschaftstheorie.

    Meine Kinder habe ich allerdings vom Religionsunterricht abgemeldet, weil ich Sektenpropaganda nicht so erbaulich finde.

    In dem Erziehungsziel "Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung" steckt die Pflicht, dem Kind eine Wahlmöglichkeit zu vermitteln, damit es sich selbst verwirklichen kann.

    Dazu muß es überhaupt erstmal wissen, was das denn ist: Religion.

    Es muß darüber aufgeklärt werden, welche Religionsformen ist gibt, wie die geschichtliche Entwicklung von Religionen sich gestaltet hat, auf welche Phänomene sich die Religion beruft. Exkursionswochen mit Zen-Buddhisten will ich da sehen, Gespräche mit christlichen Mystiker, Debatten mit moslemischen Geistlichen und lustige Kreistänze mit trommelnden Schamanen.

    Religion ist ein zentrales Element in der Geschichte der Menschheit, und sei es nur, das man sie braucht, um so richtig gepflegt dagegen sein zu können.

    Und "Ethik" ... nein Danke.

    Entweder wirklich Philosophie ... das geht schon mit Kindern ... oder aber weg mit dem Ramsch.

    Ohne Philosophie oder Religion gibt es keine Ethik.

    Man würde ja auch nicht ein Fach "Bruchrechnen" einführen und aus dem Mathematikunterricht ausklammern.

    Wer sich mit Religion auseinandersetzen muß (und vor allem einen gefestigten Background gegen die
    Fangnetze von Sekten bekommen soll) braucht einen umfassenden Hintergrund.

    Allerdings ... geht es nicht, das eine Religion im Unterricht bestimmt, was Sache ist, noch das die Lehrer eine Unterrichtserlaubnis von dieser Religion benötigen.

    Politikunterricht wird doch auch nicht nur von CDU-Lehrern gemacht.

    Und fehlen jedoch komplett in diesem Sinne ausgebildete Religionspädagogen, die Religion als Phänomen des menschlichen Seins begreifen und vorurteilsfrei ein umfassendes Bild dieses Phänomens zeichnen können, das den Schüler erlaubt, eine freie Wahl treffen zu können: Atheist ... oder Mönch. Oder irgendetwas anderes.

  • Gen-Reis-Sch...,tote Pferde und Blogludi´s Kritik

    Einst schrieb mein Blogfreund Blogludi warnend an mich, ob ich denn jetzt zu einem Sensationsblogger werde, weil ich mich ereiferte über totes Sperma in lebenden Menschen.

    Nun, ich schrieb ihm, das das schon Sinn macht.

    Es geht um Instinkte und darum, ob die noch funktionieren oder nicht.

    Gesunde Instinkte, wie Kinder sie mit auf die Welt bringen, um mit ihrer Hilfe nützliche Sachen wie
    aufrecht stehen, essen, reden und laufen zu lernen.

    Instinkten, die einen einen gewissen Respekt mitgeben vor der Welt.

    Pferde zum Beispiel haben auch so einen Instinkt. Nur keinen Verstand, um ihn gelegentlich (oder für immer) zu unterdrücken.

    Letztens lag ein totes Pferd auf unseren Wiesen. Die anderen ... weigerten sich konsequent, auch nur auf dieselbe Weide zu gehen.

    Menschen setzen diese Instinkte gerne mal verstandesmäßig außer Kraft, und letztens erzählte mir noch eine Freundin, die meinen Artikel las, das es schon längst ein Kind gibt, das mit dem Sperma eines Toten gezeugt worden ist, mein verzweifelter Aufschrei also ganz umsonst gewesen war.

    Na gut, ich habe es halt versucht.

    Warum ich so auf gewissen Details im Alltag versessen bin, hängt damit zusammen, das es Indikatoren sind für den Zusammenbruch von Instinkten. Moral und Ethik traue ich nicht so sehr, aber Instinkten schon.

    Die können einen helfen, auch in verzwickten Fragen der Moral einen halbwegs sinnvollen Kurs zu fahren.

    Es sei denn, sie werden außer Kraft gesetzt.

    Und wenn das geschieht, brechen alle Dämme und man muß sich an Meldungen wie diese gewöhnen:

    http://juliehamburg.wordpress.com/2009/04/24/gentechnisch-veranderter-reis-an-kindern-getestet/

    Da werden dann aus Kindern Versuchstiere ... und die gleiche Logik setzt Sperma von toten Menschen in lebende Körper ein....mit immer der gleichen allgemeinen Begründung.

    Warum nicht?

    Gen-reis an Kindern testen anstatt erstmal an Tieren?

    Warum nicht?

    Überschüssige Menschen, deren Arbeitskraft nicht mehr optimale Erträge erbringt, vergasen?

    Warum nicht?

    Aus Menschen Wurst machen?

    Warum nicht?

    Kinderfolterpornos im ZDF?

    Warum nicht?

    Nun ... einige werden jetzt sagen, das es da Gesetze gibt, die so etwas verbieten.

    Toll.

    Aber wenn man die Gesetze ändert ... streicht ... außer Kraft setzt ... warum dann nicht?

    Warum ... dann ... nicht?

  • Urlaubsverbot rettet die Deutschen

    Endlich mal ein Ausbruch aus der allgemeinen Ratlosigkeit.

    Endlich mal einer, der von Finanzierungsfragen Ahnung hat und nicht schon vor dem einfachen Dreisatz kapituliert.

    Professor Max Otte hat die Lösung gefunden, wie Deutschland den schlimmsten Auswirkungen der Krise
    entkommen kann: Suppenküchen, Obdachlose, soziale Unruhen, Untergang des Abendlandes

    Endlich mal einer, der mit klarem Kopf anpackt, wo anderen nur die Worte fehlen:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article3615539/Crash-Guru-fordert-Urlaubsverbot-fuer-Deutsche.html

    Da kann man doch einfach nur noch Beifall spenden.

    Und der Mann hat zudem schon reichlich Kompetenz demonstriert. Er hat den Crash verhergesagt, er liegt mit seinen Arbeitslosenzahlenvoraussagen voll im Trend, deshalb kann man ihm wohl zutrauen, das er weiß, wie man das Dingen anpackt.

    Oh, man, das Volk wird aufatmen.

    Und er hat ja völlig recht. 40 Milliarden Euro verpulvern irgendwelche Hansel und Ziesel jedes Jahr dafür, ihren Hintern in irgendwelchen Fliegern plattsitzen zu dürfen, nur damit dieser Hintern mal im
    indischen Ozean anstatt in der Ostsee hängen darf.

    Dabei ... dürfte es dem Hintern eigentlich egal sein, wo er naß wird.

    Nicht nur, das das eigentlich völlig sinnfrei ist, zudem wird noch die Umwelt massiv geschädigt, der Urlaubsort versaut, die Kinderprostitution angekurbelt und Arbeitskraft sinnlos vergeudet.

    Das geht so nicht mehr weiter!

    Dafür ist jetzt kein Geld mehr da!

    Wir sind eine Solidargemeinschaft, die durch die Machenschaften von Bankern und Politikern in Not geraten ist. Jetzt ist der Moment, wo man in die Hände spucken muß, wo alle zusammenhalten müssen anstatt beim
    Ballermann auf den Strand zu kotzen.

    Gut, wer meint, sein überflüssiges Geld nicht für sinnvolle Zwecke spenden zu wollen ... der soll doch da bleiben, wo er am liebsten Urlaub macht und uns nicht weiter auf der Tasche liegen - das Geld hat er nämlich nur, weil er die Gnade hatte, es hier verdienen zu dürfen. Das kann man nämlich in diesem Land:
    wer es richtig drauf anlegt, kann richtig viel verdienen.

    Aber: wenn Not ist, dann kann man auch erwarten, das da mal einer seinen platten Hintern aus dem Sessel hebt und sagt: Ich mache mit!

    40 Milliarden Euro ... zwanzig Jahre am eigenen Garten gearbeitet oder sinnvolles in Vereinen geleistet anstatt westliche Dominanz in Cuba demonstriert - schon ist die Krise gemeistert und wir können wieder ... wie Angie das gerne hätte ... weitermachen wie früher.

    Ich fürchte wieder nur, das die Generation Doof das mal wieder nicht verstehen wird.

    "Mein Geld gehört mir" wird sie dem Otte entgegenhalten - weil sie noch gar nicht verstanden haben, das
    "Geld" nur ein Versprechen ist, das allerdings ... in wenigen Monaten keinerlei Wert mehr haben wird.

    Dann ist sowieso Schluß mit Fernreisen.

  • Gen-Mais-Sch...

    Und wer bisher dachte: ha, den Gen-Mais-Verbrechern haben wir es jetzt mal so richtig gezeigt, der muß nun leider etwas dazulernen.

    Monsanto wurschtelt weiter.

    http://www.n-tv.de/1142539.html

    Es gibt halt so viel wichtigeres als die Gesundheit und Ernährung von Menschen.

    Zum Beispiel die Freiheit der Wissenschaft oder die Arbeitsplätze, wie FDP-Bläher so ausdrücklich klagen.

    Natürlich darf man auch die Pateipolitik und die Parteidisziplin nicht vergessen, nur mal so am Rande.

    Und die neuen Heiligkeiten "Wissenschaft" und "Arbeitsplatz" verlangen, wie alle Götzen, ihre alljährlichen Menschenopfer ... sonst wird nachher noch das Wetter schlecht.

    Na, ist ja fein, das man so nebenbei auch noch einen Ausblick bekommt, wie das Klima unter einer CDU/FDP-Regierung wird.

    Das ganze Jahr strahlender Sonnenschein ... wenn man ihn bezahlen kann.

    Der Rest kommt in den Gen-Kartoffelkeller, bis man ihn mal braucht.

    Schönes Wochenende noch und bei Südwind auf Genmaissaat achten ... da empfiehlt sich dann zur Abwehr nur noch der Einsatz von Tennisschlägern.

  • Ganz neu: Sozialleistungen fallen ganz aus. Manchmal.

    Ja, ich hatte ja diese Nachricht bei Premiere gelesen, das die Sozialleistungen gekürzt werden sollen.

    Davon hatte ich jedoch selbst zuvor noch nichts vernommen. Selbiges wollte man ja gerade vermeiden,
    da immer mehr Menschen merken, das Harzt IV wohl

    a) sehr unangenehm und

    b) für alle da ist.

    Trotzdem gab es diese Nachricht, da ja irgenwie wohl auch mal von irgendwem aus irgendeinem Grund geschrieben worden ist ... und sei es nur, das er dafür bezahlt worden ist.

    Also suchte ich nach dem ersten politischen Blähmaul, das die Fahne hebt und die Sozialleistungskürzungen
    durchdrücken will.

    So fängt das ja immer an.

    Einer sagt, das müssen wir tun.

    Ein anderer sagt: das geht so nicht.

    Und alle singen: wir konnten nicht anders.

    Deshalb mal hier der Originalton des Häuptlings vom Deutschen Städte - und Gemeindetag:

    «Das Einnahmen- und Ausgabensystem von Bund, Ländern und Gemeinden muss komplett auf den Prüfstand - auch die Sozialleistungen. Wir brauchen eine grundlegende Reform, sonst kommen wir aus der Schuldenfalle nicht heraus.»

    Staatliche Leistungen könne es künftig nur noch geben, «wenn das Geld dafür tatsächlich da ist».

    Dem hat wohl das Vernunftgerede von Struck, Guttenberg und Hundt überhaupt nicht gefallen.

    Aufstandsbremsung? Ohne uns! Scheint das Motto zu sein.

    Man sollte da aber auch mal ganz ins Detail gehen: Leistungen nur noch, wenn wenn das Geld dafür tatsächlich da ist.

    Wer jetzt erwartet, das ich da jetzt groß und zornig zettere, der wird enttäuscht sein.

    Jedem sollte klar sein, das Geld, was nicht da ist, nicht ausgegeben werden kann. Nicht für Diäten, nicht für überschwengliche Pensionen, kostspielige Dienstreisen, Abfindungen, ehrgeizige Stadtverschönerungspläne ... einfach mal schauen, was der Bund der Steuerzahler dazu sagt:

    http://eifelphilosoph.blog.de/2009/04/07/wofuer-geld-buerger-5906538/

    Gut, aber, ich schätze mal, so wie die Bonzokraten drauf sind, werden die auf diese Art von Geldverschwendung nicht verzichten wollen.

    Dafür gibt es den neuen Auszahlungsmodus für ALG 2: mal gibt´s was ... mal wieder nicht.

    Oder es wird ausgelost, wer diesen Monat was bekommt, Parteiangehörige werden selbstverständlich bevorzugt.

    Vielleicht gibt´s auch einfach überhaupt nichts, dann hören auch die dauernden Klagen auf.

    Irgendwann.

    Ich glaube, ich sattel´ schnell um auf Bestatter. Scheint ein Beruf zu sein, der ganz groß im Kommen ist.

    Wer den ganzen Sermon lesen will: hier gibt´s mehr davon:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/detail_dpa_21016894.php

    Ein Trost, das wenigstens das Managermagazin mal Kommentare veröffentlicht, die von Friedhof und Volksverhetzung etwas entfernter sind:

    mm.de: Die soziale Sicherheit ist in den vergangenen Jahren eifrig eingeschränkt worden - Sie haben Hartz IV ja schon erwähnt.

    Klein: Spätestens, wenn die Arbeitslosenzahlen steigen, wird die Politik einige Entwicklungen der vergangenen Jahre überdenken müssen. Mit Hartz IV wurde die Bedingungslosigkeit sozialer Sicherung in Deutschland aufgegeben. Die polemische Unterstellung, dass sich viele Arbeitslose eben vor Arbeit drücken, wird sich aber mit den Betroffenen dieser Krise nicht halten lassen. Da müsste es aus meiner Sicht Korrekturen geben. Das Thema der sozialen Bürgerrechte steht wider auf der politischen Tagesordnung.

    mm.de: Um Unruhen zu vermeiden?

    Klein: Um Solidarität und Gerechtigkeit in der Krise als Gestaltungskraft der Sozialpolitik deutlich zu machen.

    Quelle:

    http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,620947-2,00.html

  • Gerettet! Sozialausgaben kürzen!

    Oh man, gerade nochmal gut gegangen.

    Da fordert doch der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband die Erhöhung der Regelsätze für Hartz IV, und alle Sozialfaschisten bekommen wieder Angst, das das Prekariat in den Geschäften auftaucht anstatt vor dem Fernseher sitzen zu bleiben, wie es im Zuge des allgemeinen Hausarrestes befohlen worden ist.

    Aber jetzt ... kommt der Sender Phoenix und löst einfach mal das Problem. Die Krise ist vorbei, vielleicht sogar schneller als erwartet:

    Die Finanzpolitik hat mit zwei Konjunkturpaketen auf die Rezession reagiert. Sie enthalten mit den Investitionsprojekten, den Senkungen der marginalen Steuersätze und der Reduktion der Sozialabgaben Maßnahmen, die das Wachstum mittelfristig fördern können.

    Gut, Krise ist jetzt da, schildert der Sender ja auch ganz detalliert, wie üblich schlimmer als erwartet:

    http://www.phoenix.de/content//239326

    Lohnt sich auch nicht zu lesen, ist nächste Woche ebenfalls wieder veraltet. Aber dieses kleine markante Zitat ... das fand ich schön.

    In einem komplexen Räderwerk wie unserer Gesellschaft ist es manchmal hilfreich, sich anzuschauen, welche kleinen Räder oben leise in Gang gesetzt werden, bevor unten der Dampfhammer zuschlägt.

    Rekuktion der Sozialausgaben fördern mittelfristig das Wachstum ... aha.

    Ich habe noch gar nicht gehört, was denn da konkret beschlossen worden ist. Und wovon die Wegreduzierten denn dann leben sollen ...

    Oder sollen die gar nicht mehr leben...

    Oder gibt es da schon konkret Pläne für die Lagerhaltung?

    Und welches Wachstum wird denn da konkret gefördert?

    Wie schön, das Phoenix uns da konkret weiterhilft:

    Für die Wirtschaftspolitik muss es Priorität haben, die volle Funktionsfähigkeit des Bankensektors wiederherzustellen. Zwar hat die Bundesregierung rasch mit einem Rettungspaket reagiert. Die Probleme im Bankensektor sind aber nicht beseitigt.

    Toll, ach so, die Banken brauchen einfach noch viel mehr Geld. Die haben eben noch nicht genug bekommen,
    sind noch nicht so richtig prall, da ist es ja verständlich, das die das ganze Geld erstmal für sich behalten. Immerhin ... möchte man nicht riskieren, in Zukunft von zusammengestrichenen Sozialleistungen abhängig zu sein.

    Das verstehe ich sehr gut.

    Das Faß muß erst voll werden, bevor es überlaufen kann und auch die anderen was zu trinken bekommen.

    Oh, man. Jetzt habe ich endlich verstanden, wie das läuft.

    Kein Wunder das "soziale Unruhen" da jetzt überhaupt nicht ins Konzept passen....denn da könnte es ja geschehen, das sich mittelfristig erübrigt, weil es kurzfristig richtig was aufs Maul gibt.

    Nein, das kann und darf man nicht riskieren.

    Hmmm...Phoenix ... war das nicht dieser wunderschöne tolle Vogel, der aus seiner eigenen Asche entstand?

    Wieso kommt mir das eigentlich gerade in den Sinn ...

  • Krisenterrorchaos ... die Ratlosigkeit schlägt zu!

    So, nachdem beim letzten Krisengipfel die Ratlosigkeit als ultimatives Mittel der Wahl zur Bewältigung der Krise erkannt wurde, schlagen die Leistungsträger jetzt ratlos zurück.

    Z.B. der Arbeitsplatzvernichtungsindustriesprecher Dieter Hundt, der ja diese Warnungen vor sozialen Unruhen für richtig Böse hält:

    Hundt verwies darauf, dass die Unternehmen derzeit alles dafür täten, das Beschäftigungsniveau in ihren Betrieben zu halten

    Stimmt. Die Unternehmen beschäftigen in der Tat immer mehr Menschen. Nur mit dem Bezahlen tun sie sich da schwer. Der Bund der Deutschen Ladendiebe hat mal ähnlich argumentiert: sie täten alles, um Produktion und Absatz zu fördern.

    Was die Unternehmen alles so in den letzten Jahren taten, kann man detalliert hier nachlesen, ebenso, was momentan geschieht:

    http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/12700cFrame-SetAlmanach.html

    Über fünf Millionen Arbeitsplätze in sechs Jahren vernichtet, mein lieber Mann, das nennt man Leistung, das schaffen wirklich nur Leistungsträger. Scheinbar scheint "alles", was Arbeitgeber zur Bewältigung der Krise leisten können, viel zu wenig zu sein.

    Aber Hundt wollte wahrscheinlich nur sagen: "Bossnapping nicht mit mir, ich bin ganz lieb!"

    Sunnyboy Guttenberg, der ja eigentlich lieber in Amerika über Opel spricht (ich weiß nicht genau, mit wem. Hoffentlich nicht mit den Taxifahrern ... die haben da eigene Erfahrungen mit der Marke, vielleicht spricht er ja mit den Stewardessen, den Würstchenverkäufern und einigen Passanten, die nicht schnell genug auf die Bäume kamen), muß natürlich kurz vor der Abreise auch noch mal ins Jagdhorn blasen:

    "Ich halte es für verantwortungslos, nachgerade für dumm, in einer solchen Situation eher noch einen Beitrag zur Verunsicherung zu leisten", .

    Ja, der Guttenberg mal wieder. Ich hoffe, das er sich mit seiner Meinung durchsetzen kann, denn diese ganzen Meldungen über massive Stellenstreichungen, massiven Arbeitsplatzabbau, Neuverschuldung im Raketentempo, staatliche Vorbereitungen gegen drohende Aufstände, neue Riesenlöcher in Bankenbilanzen und ähnliches mehr haben mich in der Tat etwas verunsichert.

    Ich wäre dankbar, wenn Verunsicherungen dieser Art in Zukunft verboten werden würden.

    Aber wahrscheinlich meinte er eher, diese Nachrichten sollten nicht mehr gebracht werden, stattdessen doch lieber aufbauende kerngesunde Beiträge über Jagdhornblasen in der schwäbischen Alb.

    Natürlich darf in dem Zusammenhang von Zensur und Nachrichtensperre auch der Schäuble nicht fehlen, denn er kennt sich ja gut aus in der Materie der inneren Sicherheit.

    "Es wird auch jetzt niemand in materielle Existenzbedrohung kommen", sagte Schäuble im Sender N24. Die Politik habe die Krise zwar nicht verhindern können, "aber wenn die Politik das tut, was sie kann, dann muss es nicht zu Unruhen kommen".

    Nun ... "niemand" scheint eine neue Bezeichnung für das Prekariat zu sein, wie in Indien die "Unberührbaren", die sind eigentlich auch Niemand. Und das die Politik tut, was sie kann, ist doch gerade das, was die Leute so beunruhigt. Mensch, Schäuble, du mußt nicht nur abhören sondern ab und zu auch zuhören was die Leute sagen! Aber wer weiß ... was er wirklich damit meint, was Politik noch alles so kann.

    Bomben auf Jugoslawien konnte sie auch schon mal....

    Natürlich muß jetzt auch mal die Sozialabbaupartei Deutschlands SPD zitiert werden, hier vertreten durch Hindukuschverteidiger Struck:

    "Es ist nicht gut, wenn wir davon reden, dass hier Unruhen ausbrechen könnten wie in Frankreich oder anderswo", sagte er der "Rheinischen Post". "Das untergräbt die Bemühungen der Bundesregierung, die ja gerade alles tut, um die tiefe Krise für die Menschen abzumildern."

    Also, was tut den die Regierung, um die tiefe Krise, die alle zwei Tage überwunden ist, für die Menschen abzumildern? Ach ja ... sie übt sich in vorbildlicher Ratlosigkeit und empfiehlt den Menschen, ihnen gleichzutun. Einfach mal ratlos staunend mit offenem Mund vor den täglichen Wirtschaftsnachrichten stehen, dann wird alles wieder gut. Macht die Regierung auch so. Und wenn die Nachrichten erstmal nur noch über Guttenbergs Jagdhorn schreiben, dann ist auch die Verunsicherung wieder fort. Daran arbeiten die Regierung derzeit mit Nachdruck.

    Natürlich dürfen die Dosenpfandhelden nicht fehlen:

    Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn zeigte Verständnis für die Warnungen von Schwan und Sommer vor sozialen Spannungen. "Es gibt ein tiefes Gefühl großer Ungerechtigkeit im Land. Daran ist diese Regierung nicht unschuldig."

    Die Grünen und die Gefühle ... ja, das ist ein eigenes Thema. Die fühlen ja gern, die Grünen. Erst Agenda 2010 durchpauken ... und dann Gefühle kriegen. Ist wohl so eine Art emotionale Sado-Maso-Gruppe, erst hauen und dann "huch was tut das weh". Die sollten momentan wirklich besser hinter dem Froschschutzzaun bleiben.

    Nur einer, der die "Unruhen an sich nicht sieht" (ja, wie denn auch? Wo sind die denn gerade aktuell?
    Setzen, sechs! Kompletter Realitätsverlust) ist der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, bzw. ihr
    Oberhansel.

    Der jedoch macht wenigstens mal einen Lösungsvorschlag, der über Jagdhornblasen hinausgeht:

    "Die Regelsätze bei Hartz IV anzuheben wäre das wirkungsvollste Konjunkturprogramm, das wir uns überhaupt vorstellen können",

    Na, der guckt wahrscheinlich die falschen Nachrichtensender, scheint aber mal in den Wirtschaftsteil der Zeitung geschaut und verstanden zu haben, das der Einbruch der Exportindustrie zwingend eine gewaltige
    Stärkung des Binnenmarktes vonnöten hat, den man ja so lange hat brachliegen lassen, weil die Wirtschaft meinte, kein Volk zu brauchen.

    Klar, die die gar nichts haben, werden am meisten ausgeben. Und da die sowieso keine Kredite kriegen, brauchen die Banken in Zukunft auch nicht mit abwrackprämieninduzierten Kreditausfällen zu rechnen.

    Aber: da ja schon die Gewerkschaft vor dem Lumpenproletariat warnt, wird sich dieser Ansatz wohl nicht durchsetzen.

    Zitate aus Spon:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,620851,00.html

  • Lumpenproletariat und die IG Metall

    Da geht ja momentan ein Gespenst um in Deutschland. Und wie immer das ist, wenn man Geister sieht, so zwingen sie einen vor allem zu eins: sein Weltbild zu ändern.

    Denn immerhin passiert in Deutschland was ganz Entsetzliches: Die Angst geht um. Das tut sie schon lange, doch nun ist sie dort, wo sie nicht hingehört:

    Denn nicht diejenigen mit den prekären Jobs im Handel mit Billigprodukten oder bei der Dienstleistung in der Alten- und Autopflege sind gefährdet, sondern die Arbeitsplätze in der Hochproduktivitätsökonomie des Modells Deutschland. Zitat Spon.

    Erstmal merke ich, wo denn das Prekariat überhaupt liegt und muß mein Weltbild ändern: das sind gar nicht die Hartz IV - Empfänger, das die Auto- und Altenpfleger. Nun, der Autopfleger ist mir bislang noch nicht untergekommen, aber Altenpfleger kannte ich bislang als sehr honorige und wichtige Menschen ... denn Altenpflege ist etwas, das uns nun wirklich alle irgendwann mal angeht. Ganz ehrlich.

    Nun, die Zeiten ändern sich, und Alte werden ja bald auch gepflegt wie Autos: maschinell. Erwähnte ich ja schon mal, die Pflegeroboter sind im Anmarsch.

    Nun besagt ja dieses Gespenst, das bald soziale Unruhen drohen. Das hatte dieser DGB-Mann gesagt, der
    "immer aussieht, wie durch den Türspion photografiert" (Danke, Hellmood. Der erste Lacher am Morgen.)

    Und jetzt kommt der IG-Metallchef, und sagt uns gleich, wer für die sozialen Unruhen eine tragende Funktion zu übernehmen hat: das Lumpenproletariat!

    IG-Metall-Chef Berthold Huber weiß, dass diese Klientel nicht zu "sozialen Unruhen" neigt. Das ist was fürs Lumpenproletariat, aber doch nichts für den deutschen Facharbeiter
    .

    Wieder etwas dazugelernt, wieder ein wenig Weltbild verändert: die Bösen in Deutschland das sind die, die nicht ordentlich angezogen sind, die haben nichts von BOSS oder ARMANI, die haben diese Lumpensachen aus den Billigläden. Danke, Huber, das macht die Sache klarer.

    Ob jetzt das "Lumpenproletariat" gleichzusetzen ist mit Altenpflegern und Arbeitslosen, weiß ich noch nicht, was ich jedoch weiß, ist das IG-Metall-Cheff Berthold Huber ein Lump zu sein scheint, und zwar ein arger.

    "Mit uns nicht" so hält er seinem Chef Sommer entgegen, "der doitsche Facharbeiter steht zu seinem Vaterland".

    So inszeniert der DGB die drohenden Unruhen, die er sich selbst erträumt hat, vollkommen in Eigenregie allein.

    Die SA - Divisonen des Lumpenproletariats (SA steht, so denke ich, für "Sommers Asoziale") werden von den heldenhaften SS-Regimentern der Facharbeiter
    (SS steht glaube ich für Schmarotzerschutz) und der getreuen HJ-Eingreifreserve (den gewerkschaftseigenen Huberjungs) vor den Toren Berlins abgefangen, um die Hegdefonds der Bonzokratie-Leistungsträger mit ihrem
    prekären Leben zu verteidigen.

    Und so kommt Deutschland sicher durch die Krise!

    Also ... mir war das Konzept "umfassende Ratlosigkeit", wie es die Kanzlerin praktiziert, irgendwie lieber.

    Aber vielleicht hat ja auch der Kommentator vom Spiegel recht und der Huber phantasiert im Vollrausch vor sich hin ... denn die scheinen mir nicht ganz seiner Meinung zu sein:

    http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,620765,00.html

    Vielleicht gehören Huber und Sommer zu den Vorbeben der Generation Doof, aber eventuell hat der Facharbeiter dazugelernt - mehr als der dreckigen Ganovenbande (DGB) oder der intriganten Metallgangstern
    (IG-Metall) lieb ist.

  • Terrorwarnung ... bundesweit!

    Aus aktuellem Anlaß ändert die Redaktion des Eifelphilosophen heute ihr Programm
    und gibt eine Terrorwarnung heraus.

    Im Zuge der aktuellen Krise wird dringend vor zunehmendem Regierungs- und Wirtschaftsterror gewarnt:

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13679

    Die Bevölkerung ist angehalten, sich schnellstmöglichst zu Solidargruppen zusammen zu finden, um
    Maßnahmen der Terroristen gezielt entgegenwirken zu können.

    Zu rechnen ist mit einer akuten Verknappung der Nahrungsmittelversorgung, mit gezielten einzelnen oder flächendeckenden Angriffen auf den sozialen Rechtsstaat, mit dem Einsatz nichttödlicher Waffen gegen Zivilpersonen, mit einer Lauschangriffslawine bislang unbekannten Ausmaßes.

    Wir danken unserer Blogfreundin Ada 61 für den sachdienlichen Hinweis:

    http://weibel.blog.de/2009/04/23/volk-geruestet-5994976/

  • Krise minimal bis 2015!

    Aus aktuellem Anlaß (und gerade mal wieder akuter Zeitnot) eine Eilmeldung, bevor dieser
    Artikel nachher noch im Nichts verschwindet, bevor ihn Leute lesen konnten, für die er nicht gedacht ist.

    Das Manager-Magazin veröffentlich in seiner aktuellen Ausgabe eine Krisenanalyse von Unternehmensberatern,
    die den ratlosen Politk- und Wirtschaftsgimpeln überhaupt nicht gefallen wird.

    Ein Ausblick darauf findet man momentan hier:
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,619280,00.html

    Kurz gefaßt: das Schlimmste kommt erst noch....gerade für den Exportweltmeister Deutschland.

    Wie gut, das der Krisengipfel gestern so erfolgreich war und man nun für auf alle Eventualitäten
    gerüstet ist.

  • Die Götter sind zurückgekehrt - eine religiöse Dimension der Krise

    Götter.

    Tausende von Jahren hat die Menschheit gegen sie gekämpft und oft verloren. Doch immer wieder standen einzelne auf und rebellierten.

    Wieder und wieder und wieder.

    Manche meinen sogar, ein echter lebender Gott hätte seinen Sohn auf die Erde geschickt, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Er gab den Menschen einen Gott, der keine Opfer mehr will, keine Tempel, keine Priester, man sollte sich noch nicht mal ein Bild von ihm machen (das Atheistenparadies schien de facto greifbar nahe ... wenn auch in anderem Gewand) ... der mächtigste aller Götter (so sagte man damals)
    schickte sich an jene Horden von ... Götzen ... dahin zu schicken, wo sie hingehören - auf den historischen Sondermüll. Damit nie wieder Kinder auf der Feuerrutsche dem Baal geopfert werden.

    Dieser Sohn hat allerdings ein übles Ende genommen. Weltweit machen Bildnisse in großen Tempeln, auf öffentlichen Plätzen, an viel befahrenen Wegen und selbst in vielen privaten Wohnungen auf diese Tatsache aufmerksam.

    Lange Zeit dachten wir aber trotzdem, wir wären sie los, diese Götter. Schluß mit blindem Aberglauben (z.B. an die "Selbstheilungskräfte des Marktes"), Schluß mit Opfern (z.B. "Beschäftigung um jeden Preis"),
    Schluß mit übermenschlichen gottgeweihten Priestern (z.B. "Leistungsträgern"), Schluß mit Tempelbau (z.B. "Konzernzentralen"). Der Mensch war gewillt gewesen, sich diesen Planeten allein für sich zu erobern und die alten Schreckgespenster und ihre Angstwolken weit hinter sich zu lassen, um endlich in Ruhe sein Leben leben zu können. Sollten die doch Pluto und Mars regieren, die Erde gehört uns.

    Viele religiöse Menschen warten natürlich auf die Wiederkehr ihrer Götter, denn anders können sie den Wahnsinn nicht mehr ertragen, andere Hoffnungen erschließen sich ihrem Verstand nicht, angesichts dessen, was ihr Verstand im Alltag ertragen und sinnvoll in Weltbilder integrieren soll.

    Jedoch sind diese Götter, die nun herrschen, die sich seit einiger Zeit in den Verstand und das Gefühl der Menschheit geschlichen haben, von anderer Art.

    Sie sind düster, seelenlos, gnadenlos und ohne Verstand.

    Sie wollen nur noch eins: fressen und wachsen.

    Und vor ihrer unermesslichen Gewalt steht der Mensch wie schon vor 10000 Jahren fassungslos und wie gelähmt.

    Und er reagiert wie üblich.

    Er baut ihnen Tempel in Form von hohen Türmen, er opfert seine Lebenskraft (und jährlich einige tausend Menschen, die der "Infrastruktur" der neuen Götter zum Opfer fallen) jeden Tag und arbeitet sich zu Tode, gibt sich ganz ihrem Willen hin in der Hoffnung, das ihr Zorn an ihm vorüber gehen wird, wenn er nur brav genug ihrem Willen dient. Sogar Leistungsträgerpriester erwählt er sich, damit sie diese Götzen beruhigen und seinen Zorn dämpfen.

    Aber diese Götter sind anders als alle, die jemals auf diesem Planeten erdacht wurden.

    Sie sind ... auf eine gewisse beängstigend wirkungsvolle weise "echt" ... aber eindeutig nicht lebendig.

    All das pseudoreligiöse Brimborium, mit denen man Zeus und Odin noch besänftigen konnte, wirkt bei ihnen nicht.

    Sie gleichen eher jenen Monströsitäten, die sich ein Howard Phillip Lovecraft ersonnen hat, hirnlose, geistlose, gnadenlose Fressmaschienen aus den finstersten Abgründen des Universums - und unsere Lebenskraft ist ihre Nahrung.

    Aber so gesehen ... bin ich wiederum beruhigt.

    Legt man nämlich diesen religiösen Rahmen über das Bild des modernen internationalen Finanzkapitalismus, so versöhnt es mich mit der Lethargie der Menschen, die ich allseits erlebe.

    Man versteht sogar, warum die führenden Wirtschaftsmenschen nur noch ratlos sind ... denn gegen Götter helfen weder Gesetze noch Konsumprogramme, weder Demonstrationen noch Steine.

    Es würde nur eins helfen ... sie in einer konzentrierten Aktion wieder hinausschmeißen aus der Alltagswirklichkeit der Menschen, so wie es schon Epikur und Demokrit mit den lästigen griechischen
    Edelgöttern taten, sobald sie merkten, wie sehr diese anfingen Angst und Schrecken zu verbreiten.

    Aber scheinbar ist der Masochismus, die Lust am gefressen werden und die Lust am Leiden größer als der Wille zur Freiheit.

    Schade eigentlich.

  • Krisengipfel veröffentlich Geheimwaffe!

    So! Jetzt ist es soweit!

    Jetzt fährt das aufkeimende vierte Reich endlich seine Geheimwaffen auf. Wie schon der psychopathische Österreicher vor 65 Jahren kommen jetzt die V-Waffen zum Einsatz (V wie Vergeltung) und sollen den Endsieg bringen.

    Der Krisengipfel überrascht alle mit einem unglaublichen Befreiungsschlag, die Börse reagiert darauf positiv, die Krise erschrickt sich und weicht zurück vor diesem unglaublichen Kraftakt.

    Jetzt ist es raus.

    Die Spitzen von Wirtschaft und Politik sind sich nach langer Beratung einig, es führt kein Weg daran vorbei, nun zum letzten aller Mittel zu greifen, das man so lange schon pflegt aber bisher immer noch geheim gehalten hat.

    Aber jetzt ist endgültig Schluß mit lustig, angesichts der drohenden sozialen Unruhen, die nun medial nutzbringenderweise überall als Schreckgespenst an die Wand gemalt werden (und die, wie es Gespenster nicht immer aber oft so an sich haben, nur in der überreizten Phantasie des Betrachters beheimatet sind),
    kommt die ultimative Waffe der Leistungsträger nun zum Einsatz:

    Ratlosigkeit.

    Absolute, formvollendete, lange geplante und nun entschlossen durchgeführte Ratlosigkeit.

    Das Universum ist verblüfft, sogar die Bahnen der Planeten scheinen sich vor Schreck ein wenig zu verlangsamen, die Sonne hält den Atem an, die Vögel in den Wäldern schweigen, Fische verlieren völlig die Orientierung und die Winde halten inne...geballte Ratlosigkeit wird in Zukunft die brutale und kompromisslose Antwort auf die größte Wirtschaftskrise der letzten hundert Jahre sein.

    Da werden diese Banker und Sozialschmarotzer mal sehen, was sie davon hatten.

    Man hätte noch eine Chance gehabt. Angie hat der Krise noch einmal kurz vorher die Wahl gelassen, vorüber zu gehen, doch die Krise hat diese Chance ganz überheblich ignoriert.

    Nun gut. Jetzt ist es zu spät. Gralskönigin Angie und ihre Ritter der Schwafelrunde schlagen zurück. Lange genug haben sie sich das sinnlose Treiben gedudig angesehen, doch nun ist Schluß mit lustig.

    Nun ... andere hatten schon vor über zehn Jahren davor gewarnt, das das Kapital irgendwann eine solche Dynamik der Selbstvermehrung erreichen wird, das es sich von der Realwirtschaft vollkommen abkoppelt, weil es diese zur Vermehrung nicht mehr braucht. Die Französin Vivian Forrester, die wohl in hundert Jahren als die einzige Stimme wirtschaftlicher Vernunft in unseren Zeiten geehrt werden wird, hat auch darauf hingewiesen, das das Kapital ... schon damals, vor zehn Jahren ... auch durch den Konsum nicht mehr beeinflußbar ist.

    Die Geldvermehrungsspielchen der superreichen Psychopathen laufen auch ohne Volk und ohne Welt, planlos und hirnlos.

    Und der Mensch selbst ... ist vom Geschöpf Gottes zu "Kosten auf zwei Beinen" degradiert worden, zu einem lästigen Faktor, der manchmal noch Geld kostet und den es deshalb innerhalb der Kaptialvermehrungslogik fortgesetzt zu eliminieren gilt.

    Der Mensch als "Kosten auf zwei Beinen" war die Kriegserklärung des Kapitals (nicht der Kapitalisten, wohlgemerkt ... denn die haben auch zwei Beine - ihnen ist nur noch nicht ganz so bewußt, das ihnen ihr Status nur etwas mehr Zeit verschafft - aber keine generelle Immunität) an die Menschheit.

    Und die Menschheit hat prompt reagiert ... wie jetzt auch der Krisengipfel.

    Mit einer geballten Ladung Ratlosigkeit.

  • Wer frißt wen ... oder ist das alles egal?

    Vor einiger Zeit hatte ja ein Aktienspekulant der besonderen Art großartige Pläne. Es war nun mal ein ganz besonderer Aktienspekulant, anders als die übrigen machte er nicht nur Geld mit Spekulationen, sondern baute ... so ganz nebenbei ... auch kleine lustige Sportwagen für Leistungsträger.

    Und er dachte sich: Mensch, vielleicht sollte ich mit dem ganzen erspekulierten Geld auch gleich noch die ganze Firma mit übernehmen, die diese Volksautos baut. Was man hat, das hat man ... sagte schon mein Großvater.

    Doch dann ... oh weih ... stellte man fest, die ganze Kohle reicht nicht.

    Mist.

    Also stellte man sich, wie es in dieser wirtschaftlichen Versorgungsstruktur üblich ist, auf den Markt und rief laut, ob es denn nicht irgendjemanden gäbe, der noch ein paar Euro spenden könnte - man würde diese Wohltat später auch vergüten.

    Der Ruf ging natürlich auch in die Richtung jener Menschen mit Migrationshintergrund, die allerdings momentan noch nicht migriert sind, weil sie noch ein eigenes feines Land ihr Eigen nennen und außerdem vor Geld geradezu stinken.

    Die jedoch zeigen sich zunehmend zurückhaltend, was das Engagement in einem Land angeht, wo Migrationshintergründe generell nicht gern gesehen sind.

    Wir hier sind halt immer noch lieber "rein arisch" ... was natürlich in Zukunft immer mehr Probleme aufwerfen wird, weil wir ohne die Milliarden der Ölscheichs, Russenmafia und Kommunisten aus China einfach nicht mehr klar kommen.

    Doch dann drehte sich der Wind überraschend, und aus der VW-Kuh wurde ein wilder Tiger, das sich anschickt, seinerseits den Porschelöwen zu fressen.

    Die Arbeiter in den jeweiligen Firmen sind diesem Raubtierterror mal wieder - wie so üblich in unserer Wirtschaftsordnung - hilflos ausgeliefert und werden jeden Morgen aufs neue überrascht, ob sie sich jetzt noch die Bäuche füllen können oder als selbst Bauchfüllung vorgesehen sind.

    Das ist Kapitalismus live, Catch as Catch can, der Kampf der Titanen, der auf jeden Fall eins produzieren wird: nagelneue Hartz IV Empfänger, die natürlich "selbst schuld" sind an ihrem Zustand, weil sie dumm, faul und gefrässig sind.

    Und aus einer gewissen Sichtweise heraus kann ich so ein Urteil über Langzeitarbeitslose manchmal sogar verstehen ... denn: eigentlich wäre Zeit, das die Menschen in diesem Land den Titanenkämpfen ein Ende bereiten, bevor nichts mehr übrig ist, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

    Aber die scheinen sich für das im Tierreich ebenfalls beliebte Modell "Schaf" entschieden zu haben,
    essen, trinken, machen unter sich und gelegentlich gibt es ein "Bäh".

    "Bäh" statt Betriebsbesetzung ... der Slogan der Zukunft!

  • Intelligenz und Karriere ... und der DGB Sommer

    So, jetzt wissen wir es.

    Intelligenz und Karriere haben in Deutschland nur zufällig was miteinander zu tun.

    http://www.welt.de/wissenschaft/article3589328/Intelligenz-wird-bei-Einstellung-kaum-beruecksichtigt.html

    Wenn man Glück hat, wird ein intelligenter eingestellt, wenn nicht, wird´s so etwas wie der DGB-Chef Sommer.

    Da bläht der doch auf einmal los wie ein Saurier auf Futtersuche und droht mit sozialen Unruhen.

    Nein ... wie putzig.

    Und natürlich will er mehr Geld - wie überraschend - und vor allem Opel retten - wie blöd...

    Wo war denn eigentlich der feine Bonzokrat, als die Demontage des Sozialstaates beschlossen wurde, als der Demokratieabbau begann, die Arbeitsbedingungen immer schlechter wurden und eine Kultur der Angst in Deutschland einzog, die dieses Land vollkommen lähmte?

    Wo waren denn da seine Gewerkschaftsbatallione, die die Autobahnen blockierten, die Betriebe besetzten,
    die Innenstädte aufräumten?

    Zu Hause. Arbeitslos. Uninteressant für den DGB.

    Die anderen waren auf der Arbeit und hatten Schiß wie Harry.

    Und der DGB? Hat fein ein paar Papierchen vollgeschrieben, hier und da energisch die Nase gerümpft und an völlig falschen Stellen Beifall geklatscht.

    Da war offiziell in einem Nachrichtenmagazin (STERN) von einem "Putsch von oben" die Rede ... und die
    DGB-Dackel von oben legten sich angesichts des historischen Dramas erstmal unter Oma´s Sofa schlafen.

    Klasse.

    Und wo wollen die Pappeimer jetzt die Massen hernehmen, die für "soziale Unruhen" sorgen?

    Eine Drohung aus dem Mottenschrank verkalkter zeitfremder Dinosaurier, die doch nur Angst haben, das ihre in Aktien angelegten Gewerkschaftsfonds vielleicht auch schon zuviel verloren haben und ihre betriebliche Altersvorsorge in Gefahr ist.

    Wieviel Parteikrähen füttern die eigentlich inzwischen in ihrem Vorstand durch?

    Will ich gar nicht wissen, nee....

    Die können froh sein, das ich nicht mehr im Ruhrpott wohne, denn da hätte man für solche Hansel nur eins
    auf den Lippen: "Geh´doch zu Hause du alte Sch....".

    Aber wie gut, das man in diesem Land weiß:

    Dackel die bellen, beißen nicht.

    Und wenn die Opel retten wollen ... bitte schön.

    Wie es hieß: GM wollen die doch sogar verschenken.

    Nehmt doch einfach eure Gewerkschaftskohle und macht aus dem Laden einen Volkseigenen Betrieb.

    Das wäre doch mal ein Einfang.

    Spart ein paar von den teuren Tagungen in exklusiven Hotels ein, fahrt nur noch Astra als Dienstwagen - dann läuft der Laden schon.

    Und ihr hätte wenigstens einmal im Leben was sinnvolles getan, aber leider ...

    ... wird Intelligenz in Deutschland nur durch Zufall nach oben gespült.

    Das wissen wir ja jetzt.....das heißt, das wissen wir jetzt ja endlich auch mal offiziell.

    Merken konnte man das ja schon immer.

  • Jetzt gehts aber richtig los! Alles muß raus!

    Man kann diesem Land wirklich keine Sekunde lang den Rücken zukehren, schon zieht die Karawane weiter.

    Gut, irgendwann mußten diese Meldungen kommen. Ich hatte sie schon erwartet ... wollte aber nicht vorgreifen.

    Jetzt sind sie da.

    Begonnen haben die pragmatischen Sauerländer, ein kleines, räuberisches Bergvolk mit wenig Achtung vor Konventionen:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,620501,00.html

    Einfach mal die Kinder in der Pizzeria ausgesetzt. Gut, wenigstens in der Pizzeria ... der Sauerländer hat halt auch Herz.

    Bei Hunden hat man sich ja schon gewöhnt. Die werden ja seit Jahrzehnten regelmäßig zu Urlaubsbeginn über die Autobahnraststätten verteilt, weil im Hotel kein Platz gewesen wäre ... und sowieso haben die Köter nur noch gestört. Ist eine gute, alte westdeutsche Tradition gewesen ... und es war klar, das
    sich das fortsetzen wird.

    Notzeiten drohen, alles muß ´raus!

    Auch die Krebskranken:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,620505,00.html

    Ja, der Schweiz geht´s eben auch schlecht, Steini bleibt hart, die Schutztruppen der UNO sind auch noch nicht eingetroffen zum Schutze der Beutegelder von Verbrechern und Diktatoren, ... da muß die Oma schon mal ´raus, die Rente war wahrscheinlich in Lehmann-Aktien angelegt.

    Neu sind auch die amerikanischen Erziehungsmethoden, die sicher bald in Deutschland ankommen werden, wie aller andere Mist von da auch: wenn die Blagen nervern - einfach ´raus aus dem Auto und Schluß ist mit dem Genörgel.

    Mir dünkt, das sind alles ... Vorbeben.

    Vorbeben, ein kleiner Vorgeschmack auf das, was bald zu einem ähnlichen Ritual wird, wie das mit den
    Hunden zur Urlaubszeit.

    Man hatte mir ja mal gesagt: für das aufmerksame Auge zeichnen sich Modetrends frühzeitig ab.

  • Früher war alles besser ....Sauer Regen, Ozonloch, Elektrosmog

    Ich weiß nicht, ob sich noch jemand dran erinnern kann.

    Früher gab´s mal "Sauren Regen". Total fiese Angelegenheit. Konnte einen in sekundenschnelle
    in eine gallertartige Masse verwandeln, wenn man nicht aufpasste.

    Aber irgendwie hat sich der saure Regen nicht so richtig durchgesetzt, deshalb spricht man heute wohl nicht mehr so oft davon.

    Dann, ganz toll "Ozon-Loch".

    Für all diejenigen, die meinten, dann bleibe ich eben beim sauren Regen einfach zu Hause.

    Eine Supersache, diese Ozonloch. Ballerte wie ein Maschinengewehr Sonnenstrahlen auf die ungeschützten Menschen, die nun auch bei Sonnenschein zu Hause bleiben mußten.

    Und dann der größte Gaudi: Ozon-Alarm in Innenstädten, im Radio verkündet wie früher die Anflüge amerikanischer Bomber.

    Gut, war medial irgendwann auch ausgereizt das Thema, aber führte dazu, das die Menschen endlich nicht mehr unnütz auf die Straße gingen, um für oder gegen irgendeinen Unfug zu demonstrieren, sondern zu Hause blieben.

    Dort, zu Hause, gab man ihnen dann aber endgültig den Rest: Elektrosmog.

    An allen Ecken und Enden wurde man zusammengestrahlt, mit phantastischen Ergebnissen:

    • Schlafstörungen
    („Ich kann nicht einschlafen und wache immer wieder auf“)
    • Müdigkeit, Konzentrationsschwäche
    • häufige oder gar chronische Kopfschmerzen, Migräne
    • Ihr Kind schläft schlecht und/oder schreit ganze Nächte durch
    • Verhaltensstörungen bei Kindern (z.B. Hyperaktivität)
    • Verspannungen, Rückenschmerzen
    • Allergien, Infektanfälligkeit
    • Magen-Darm-Störungen
    • rheumatische Beschwerden, Gliederschmerzen
    • chronische Bronchitis, Asthma
    • Depressionen
    • Energielosigkeit, Leistungsverlust
    • Infektanfälligkeit
    • Stoffwechsel- und Hormonstörungen
    • Unruhe, Nervosität, Lernprobleme
    • Herzbeschwerden, z. B. Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt
    • Nieren- oder Lungenbeschwerden
    • Leukämie und andere Krebserkrankungen

    zitiert hieraus:
    http://www.konzept-verlag.de/index.html?gclid=CPGL5Jvwg5oCFVATzAod9RapFQ

    Dort hat man die Bürger dann richtig eingemacht. Voll elektronisch versmogt verwandelten sie sich in einen Haufen lahmer, interessenloser, kranker Fernsehzombies, die nur noch ihre Wehwehchen pflegten.

    Und fortan brauchte man Bürgerproteste nie mehr zu fürchten.

    Aber ... na ja, der Eletrosmog ist dann auch wieder aus der Mode gekommen und mußte dem Klimawandel platz machen.

    Und der Klimawandel machte den Kranken jetzt wieder wirklich richtig Hoffnung ... jedenfalls in Deutschland. Das ganze Land bekommt Mittelmeerklima - Palmen, Sandstrand, Bikinis im Park ... das Paradies war nahe!

    Man muß nur die Politiker machen lassen ... dann wird es schon kommen, das Paradies.

    Ja, früher war irgendwie alles besser ... da wollten alle noch mehr Demokratie wagen.

    Und heute sitzt man zu Hause und wartet darauf, das der Sandstrand im Garten Wirklichkeit wird.

    Wahrscheinlich wird bald wieder ein Verschwörungstheoretiker kommen und sagen, das haben "die" alle mit Absicht gemacht, das war alles geplant.

    Erst das Volk von der Straße ängstigen, dann zustrahlen und zuletzt ... ja, weiß ich auch nicht.

    Aber denen wird schon noch was einfallen.

    Den Verschwörungstheoretikern ... oder den Subjekten, deren Treiben sie zu analysieren versuchen.

  • Früher war alles Besser ....

  • Notleidende Banken ... Unwort des Jahres 2008

    Na, das haben die doch aber wohl nicht wirklich verdient. Jetzt leiden die Bank nicht nur Not, jetzt wird auch dieser Tatbestand zum "Unwort des Jahres" erklärt.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article3058400/Notleidende-Banken-ist-Unwort-des-Jahres.html

    Dazu noch die Begründung:

    Der Begriff „notleidende Banken“ stelle das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise rundweg auf den Kopf, begründete Schlosser.

    Tja, also ... was soll man dazu noch sagen?

    Möglicherweise sollte man mehr Sprachwissenschaftler Politik machen lassen. Die scheinen einen größeren Überblick über Zusammenhänge zu haben. Aber die können keine Politik machen, dazu haben die viel zu viel zu tun.

    Z.B. die Sprache der Weimarer Republik zu untersuchen ... ebenfalls mit verblüffenden Ergebnissen:

    http://www.welt.de/kultur/article3594088/So-sprach-die-Politik-in-den-Goldenen-Zwanzigern.html

    Ich zitiere:

    Gleichzeitig zeige die Sprachuntersuchung "Weimars" aber auch, wie "unfassbar modern" der krisengeschüttelte Nachkriegsstaat war. So habe es in den Zwanzigern eine Abtreibungsdebatte unter dem Slogan "Dein Bauch gehört Dir" gegeben. Im damaligen Streit um die Reformpädagogik "fehlt nur noch die Überschrift ,Gesamtschule'", und auch die Erörterung der Arbeitslosen-Fürsorge zeige: "Das ist unsere Diskussion."

    Na, wenn das unsere Diskussion ist ... wissen wir ja auch, was die Zukunft bringen wird ...

    Ich danke den Sprachwissenschaftlern auf jeden Fall für den Begriff Bonzokratie.

    Der sagt kurz und prägnant viel über die Gegenwart aus, wie ich meine.

  • Deutsche Peinlichkeiten in Wahlkampf und Anlageberatung

    Ja, so langsam geht er los, der Wahlkampf. Die Parteien stellen sich auf, das ewig gleiche Gerangel geht los.

    Auch "Die Welt" beteiligt sich daran als Kampforgan des deutschen Leistungsträgers, dem selbstständigen deutschen Handwerksmeister:

    http://debatte.welt.de/kommentare/124393/wie+die+spd+fleiss+und+verantwortung+bestraft

    130000 Euro macht der im Jahr, behauptet die Welt einfach mal, und fällt damit unter den neuen Spitzensteuersatz. Das macht die SPD zur großen Feindpartei des Mittelstandes, vom "Linksruck" ist die Rede, der Untergang der Republik droht.

    Im Jahre 2004 ... um mal einen Einblick zu haben, was in diesem Land von wem verdient wird ... sahen die Einkommen noch so aus:

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/FinanzenSteuern/Steuern/LohnEinkommensteuer/Tabellen/Content75/LohnEinkommensteuerstatistik,templateId=renderPrint.psml

    Scheint, es gibt in Deutschland nicht mehr viele selbständige Handwerksmeister.

    Vielleicht deshalb der Rechtsruck der Linken, bei denen jetzt die Gier nach Diäten und Pöstchenchancen im Aufsichtsrat langsam wächst. Der gewaltige Kampf gegen Hartz IV ... nur ein einziges mal erwähnt. Auch die Nato ... kaum noch ein Thema. Man sollte gelegentlich mal drüber reden. Und mitten in der Krise des Kapitalistischen Systems vergißt man mal wieder ganz, es generell in Frage zu stellen.

    Ganz anders jedoch, mutig, ehrlich und unverzagt, die CDU:

    Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden.

    Toll, nicht wahr? Die CDU findet klare Worte zu der Krise, hat erkannt, wo es brennt.

    Ist leider nicht aus dem aktuellen Wahlprogramm, sondern aus dem Ahlener Programm von 1947, soll aber irgendwie jetzt von den Linken verwendet werden...klassische Arbeitsteilung, will man meinen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,620382,00.html

    Das einzige, was einen da noch trösten kann, ist die Tatsache, das die Anlageberater, die Millionen Menschen ins Unglück gestürzt haben, absolut nichts dazu lernten und trotz des finanziellen Desasters
    weiter machen wie bisher. Warum auch nicht? Die Bad Bank wird ja kommen, wenn wir Gewinn machen, fahren wir alle Porsche, machen wir Verlust, zahlt´s der Staat.
    Wen mal Details aus der Branche interessieren, der findet sie hier, Titel sagt schon alles: Anlageberatung: Nichts dazugelernt!

    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,608932,00.html

    So kann jeder Millionär werden ... wenn man ihn den läßt. Aber man läßt ja nicht alle. Wer Leistungsträger wird und wer nicht, entscheidet man ja nicht selbst, das machen die Parteien schon für einen.
    Da wird entschieden, wer Pöstchen kriegt, sich danach in Aufsichtsratssitzungen umsonst Mineralwasser nehmen darf und letztendlich von Anlageberatern wieder abgezockt wird.

    Man mag, merkte ich heute morgen, eigentlich gar nichts mehr dazu schreiben. Erst recht nicht, nachdem ich gestern abend dem Wirtschaftskommentar auf WDR 5 lauschen durfte, in dem man mir erklärte, das es der Ethik, der Moral und der menschlichen Vernunft nicht zu vermitteln sei, warum man jetzt Bad Banks brauchen würde, aber man könnte die Banken jetzt nicht fallen lassen, denn sonst könnte es ja eventuell noch schlimmer werden.

    Bitte?

    Noch schlimmer?

    Die versenken mal eben 10 % der gesamten Weltwirtschaftsleistung ... sogar das Manager-Magazin schreibt, das die vorhaben, weiterzuwursteln wie bisher ... und da soll man Angst haben, ohne die wird es schlimmer?

    Das ist so, als wenn man jenen Feuerwehrmann, der sich als Brandstifter entpuppte, nicht einsperrt, weil es könnte ja mal brennen...und wer sollte denn dann löschen?

    Als Pragmat sehe ich das anders.

    Hundert Banken bieten 2000 Politikern Pöstchen im Aufsichtsrat (grob geschätzt).

    Eine gute Staatsbank nur zwanzig. 1980 Politiker gingen leer aus, müßten eventuell in ihrer Zukunft mal selbst für sich sorgen, könnten sich nicht mehr auf Kosten anderer den Hintern plattsitzen.

    Auf einmal ... wird klar, warum die Bad Bank unverzichtbar ist.

    Denn ... solange Wirtschaftsterroristen nicht in gleicher Art und Weise haften wie Langzeitarbeitslose und erstmal mit ihrem Privatvermögen den angerichteten Schaden wieder gutmachen und es aufbrauchen, bevor der Steuerzahler ihnen hilft ... wird sich hier nichts ändern.

    Vielleicht hat man führenden Linken schon Aufsichtsratsposten bei den Bad Banks angeboten...die werden sicher auch gut bezahlt.

    Schade, das Helmut Kohl, der Parteispendenverbrecher, das Ahlener Programm zusammen mit den Leuna-Akten entsorgen lies.

    Sonst müßte man glatt ... CDU wählen.

    Die CSU übrigens setzt jetzt ganz auf das Modell "godfather", Franz Josef Strauß, momentan als Porzelanbüste im Werbemittelshop billig abzugeben, wird parteiintern heilig gesprochen, Kritik an ihm wurde unter Strafe gestellt:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,620288,00.html

    Nun, wer immer weniger Chancen auf Pöstchen hat, muß es schon mit selbst geschaffenen Heiligen versuchen.

    Vielleicht können die ja Wunder bewirken.

    Wer jedoch jetzt noch meint, für ein Grundeinkommen sei kein Geld da, wo hier für jeden Tinnef Milliarden aus dem Fenster geschmissen werden, gehört wohl zu jenen, die meinen, Politik und Wirtschaft seien nur noch für die oberen 1,6 % der BRD da, der Rest muß sehen, wo er bleibt:

    http://faz-community.faz.net/blogs/chaos/archive/2009/04/20/politik-fuer-die-obersten-1-6.aspx

    Nun, wahr ist es ja. Da sind die klar definierten "Leistungsträger": 1,6 %.

    Der Rest ist ... Abfall. Und bei dem Tablettenkonsum der Bevölkerung noch nicht mal Biomüll, sondern höchsten als biologischer Sondermülll zu entsorgen.

    (PS: meinem Blogfreund A.Tetzlaff vielen Dank für die ... 1,6 %)

  • Gewalt gegen Kinder ... die Krise schlägt zurück

    Es ist natürlich ein heikles Thema ... und ein sehr bedrückendes zudem.

    Die Gewalt gegen Kinder nimmt zu ... in den USA:

    http://www.blick.ch/news/schweiz/wegen-krise-eltern-brechen-ihren-kinder-die-knochen-116980

    Solche Meldungen bringen natürlich gleich wieder die Stimmen hervor, die den Untermenschen herbeibeschwören, der, weil der nicht dem genetisch erfolgreichen Übermenschen gleich kommt,
    natürlich seine Kinder Mißbraucht.

    Wir brauchen ja auch den Sündenbock in Zeiten der Krise, ein ... wie auch immer gearteter ...
    Untermensch kommt da gerade recht.

    Moslem, Türke, Arbeisloser, Homosexuelle ... egal wer - Hauptsache, man kann von der eigentlichen Ursache ablenken.

    In einer hochorganisierten Gesellschaft, in der Geld = Essen ist, ist Geldnot = Existenzangst.

    Das ist Streß pur. Und er potenziert sich noch durch das Bewußtsein, das man gegen die Geldnot überhaupt nichts machen kann, der Existenzangst vollkommen hilflos ausgeliefert ist.

    Die Opfer sind die Kinder....die ihre Ohnmacht dann wieder an anderen Kindern oder Tieren auslassen.
    Oder einen kleinen Amoklauf veranstalten.

    Aber nicht, weil ihre Eltern Untermenschen sind, sondern weil Menschen an sich ... nicht unbegrentz belastbar sind. Auch Arme nicht...selbst, wenn man es von ihnen irgendwie eher erwartet als von Reichen, den wenn die ihre Kinder schlagen, nennt man das Erziehung und schweigt dazu.

    Aber ... wir finanzieren ja lieber Kapitaldividenden als Menschen.

    Macht irgendwie mehr Spaß, diese lustigen kleinen Zahlen und windigen Kurven auf den Monitoren.

    Oder wir finanzieren Autos. Selbige sorgen ja auch dafür, das es jedes Jahr ein paar Kinder weniger gibt, die geschlagen werden können ...

  • Gasmasken kaufen! Bleiwolken drohen!

    Ich weiß nicht mehr genau, wo ich es gelesen habe ... aber dieser Obama möchte ja jetzt verstärkt auf
    "Geoengeniering" setzen.

    Also mal so eine ganz neue Art von "Weltkrieg", diesem mit mehr Betonung auf "Welt", Umwelt genauer gesagt.

    Die Wissenschaftler, die scheinbar den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als zu überlegen, wie sie ihren Mitmenschen das Leben weiterhin vermiesen können, haben für den Obama jetzt was ganz tolles herausgefunden ... nämlich wie man Wolken bauen kann.

    Einfach da, wo man sie auch haben will.

    Irgendetwas, wie man die wegbekommt, haben ja die Chinesen und die Russen schon entwickelt ... deshalb war bei der Eröffnung der Olympischen Spiele und beim Jahrestag der Revolution ja auch so ein Bombenwetter.

    Das konnten die USA natürlich nicht auf sich sitzen lassen.

    Wo kommt man dann da hin, wenn Kommunisten und Ex-Kommunisten einfach so entscheiden können, wie das Wetter ist?

    Da kommen ja die deutschen Wissenschaftler gerade recht:

    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/302678.html

    Einfach ein paar hochgiftige Schwermetalle in die Luft pusten, schon ist bewölkt.

    Klasse!

    Das wird wahrscheinlich in nächster Zeit dann wieder zu einem Verbot von bleifreiem Benzin führen, denn da kann man dann doch einfach die bundesdeutsche Mobilität optimal nutzen, um sich Wettermanipulationen fremder Mächte optimal zu schützen! Warum auch nicht, Atomkraft wird doch auch wieder "in". Alles eine Frage der Mode, mitlerweile.

    Und ... wir hätten wieder etwas, was wir exportieren könnten.

  • Pädophilenterror vernichtet UNO! Weltkrieg!

    Ja, ich weiß. Ich habe einen Hang zu reißerischen Schlagzeilen. Ich weiß auch nicht, wo der herkommt.
    Wahrscheinlich, weil ich von der Bild-Zeitung immer nur die Schlagzeilen an der Tankstelle gelesen habe ... das hat dann abgefärbt.

    Die Pädophilen haben uns ja schon einiges eingebrockt. Zum Beispiel diese Internetzensur. Als Laie blicke ich da natürlich nicht so durch wie die Experten, aber gerade jene Experten hatten mir ja versichert, das die Profi-Pädophilen durch diese Zensur nicht aufzuhalten sind (ein Schelm, wer da jetzt wieder an gewisse Abgeordnete denkt, mit denen man sich nicht anlegen will), aber man möchte die Zufallspädophilen dadurch verhindern.

    Das war eine ganz tolle Argumentation, die wieder einmal deutlich zeigte, das der Grundsatz "Verhältnismäßigkeit der Mittel" gerade mal wieder nicht auffindbar ist, wahrscheinlich hat Kohl den mit den Leuna-Akten versehentlich mit weggeschmissen.

    Aber jetzt schlagen die Pädophilen richtig zu ... weshalb die Uno dicht gemacht werden muß!

    Wer das jetzt nicht versteht, der sollte man diesen Artikel lesen:

    http://debatte.welt.de/kommentare/124761/schafft+die+uno+ab

    Kurz gefaßt: die Uno-Soldaten sind alle pädophil, die Uno der verlängerte Arm der KGB, außerdem reden da einfach alle durcheinander und manche sagen sogar Dinge, die den USA und ihren Schleppenträgern nicht passen - deshalb muß das ganze Ding einfach mal weg. So!

    Klar gibt es in der UNO auch Vertreter von Regierungen, die man nicht so gern daheim an der Macht sähe.

    Aber dafür wurde die UNO geschaffen ... damit man mit denen reden kann, bevor wieder Heere aufeinandertreffen und das große Abschlachten beginnt. Genau dafür ist sie da: sich mit Idioten auseinandersetzen zu können, bevor geschossen wird.

    Deshalb ... ist es umso verwunderlicher (meinte auch gestern ein Kommentator auf WDR 5 um 18.45 Uhr)
    das man da einfach nicht hinfährt. So geht reden ganz schlecht ...

    Nun, möglicherweise hat man schon längst ganz andere Maßnahmen ins Auge gefaßt, die Politik der Zukunft
    zu gestalten.

    Maßnahmen, die die UNO an sich überflüssig machen.

    Von daher würde es ins Bild passen, einfach mal aus allen UNO-Soldaten Pädophile zu machen ... die man dann richtig schön bekämpfen kann. Endlich kann man mal was tun.

    Wollen wir hoffen, das dieser Welt-Kommentar nur eine der üblichen Verbalblähungen von Leuten war, die sich wichtig fühlen aber nichts zu sagen haben ... und nicht der Beginn einer Kampagne.

    Mal sehen, wofür Pädophile noch so alles herhalten müssen.

    Dicke, Arbeitslose, Ausländer, Moslems, Linke, Ossis ... sind doch vielleicht alle auch pädophil irgendwie, oder?

  • Geiselnahme im Dax-Konzern

    Kaum ist die Krise vorbei ... jedenfalls an der Börse, für ein paar Tage ... geht das alte Spiel wieder von vorne los?

    Warum schreibe ich das hier überhaupt. Liest ja sowieso keiner. Warum gibt es Studien über das psychopathische Profil von Großkonzernen, wenn es keine Konsequenzen hat und die jeder noch für den netten Kumpel von nebenan hält?

    Gestern noch ging die Nachricht um die Welt, die großen Dax-Konzerne würden richtig viel Geld ausschütten.
    Es wurde diskutiert, ob das vernünftig sei, aber Fachleute versicherten: ja, das sei es.
    Von nichts kommt nichts und die Firmen bräuchten halt mehr Geld...und das muß man mit Gewinnaussicht anlocken.

    Nun, das ist mir schon plausibel. Geld und Verstand scheinen aus unerfindlichen Gründen nicht oft zusammenzufinden, deshalb lassen sich scheinbar Anleger von Geld anlocken wie ein Esel von einer Möhre.

    Und ich dachte immer, die hätten gar kein Geld mehr, die Konzerne, denn gerade deshalb wollen die ja neues anlocken...so war doch die Begründung.

    Und heute schon kommt die Erklärung: sie hatten das Geld auch gar nicht. Aber sie wußten gestern schon, wo sie das herholen wollen:

    Vater Staat soll mal wieder seinen leeren Geldbeutel zücken, denn sonst.......vergißt man mal kurz sein Versprechen, keinen zu entlassen und setzt noch mehr Menschen auf die Straße.

    Entweder ihr gebt uns mehr Geld oder die Bundesanstalt für Arbeit geht noch früher Pleite ... so die Devise.

    Irgendwie riecht das doch nach Geiselnahme und Erpressung, oder?

    Solche Umgangsformen kennt man doch sonst nur aus Mafia-Filmen. Also früher, da gab es mal Zeiten, da hätte man auf eine solche Unverfrorenheit von Pfeffersäcken einfach mal mit einer kleinen Betriebsbesetzung reagiert und dann flugs mal ein wenig enteignet, weil da zum Schaden des ganzen Volkes agiert wird.

    Heute ... kauft man sich lieber frei mit Geld, das man schon lange nicht mehr hat.

    Deshalb hat aber die Kanzlerin endlich mal ein Machtwort gesprochen.

    Sie erwartet, das die Krise Mitte des Jahres vorbei ist, das es dann wieder aufwärts geht.

    Da hat sich die Krise aber mal ordentlich erschrocken und richtig Angst bekommen.

    Gut, das die Merkel das mal gesagt hat. Jetzt könnten wir aufatmen, wenn nicht ... diese fiesen Experten wieder mäkeln würden:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,616842,00.html

    Und das schlimme an den düsteren Prognosen der Experten ist ja eigentlich, das man sich mitlerweile
    daran gewöhnt hat, das es ... dann doch immer "schlimmer kam als erwartet".

    Na dann: fröhliche Weihnachten.

  • Pharmakonzernterror

    Manche von meinen Blogfreunden wissen, das warum ich ... etwas anonymer bleiben möchte.
    Ich war fünfzehn Jahre in der Pharmabranche beschäftigt. Habe Korruption miterlebt, brutale Brüche der Datenschutzgesetze, lebensgefährliche Medikamentenversuche an kerngesunden Patienten, illegale Praktiken jeglicher Art.

    Noch letzte Woche habe ich mit Anwälten und Internetspezialisten besprochen, wie ich ... meine eigenen kleinen Geschichten an die Öffentlichkeit bringen kann, ohne das meine Kinder von der Konzernmafia behelligt werden können.

    Alle waren der Meinung ... laß die Finger davon. Die Pharmakonzerne beherrschen dieses Land, sie haben absolute Narrenfreiheit, stehen vollkommen außerhalb des Gesetzes.

    Da kommt ein kleiner Eifelphilosoph nicht gegen an, der ist schneller weg, als er bis drei zählen kann.

    Zuviel Bedrohlichkeit gezeichnet?

    Man nehme sich die Zeit ... allein aus eigenem Interesse, alldieweil man selbst mal Patient werden könnte ... und schaue sich dieses bei meinem Freund Grilleau veröffentlichte Video GRÜNDLICH an.

    http://grilleau.blog.de/2009/04/20/video-pharmakartell-patienten-betrogen-5974537/

    Dr. Leonhard Hansen ist mir seit zwanzig Jahren persönlich gut bekannt. Er ist ... ein ganz feiner Mensch, der jeglichen Bestechungsversuchen von Seiten der Industrie immer widerstanden hat.

    Mit seiner Hilfe hatte ich damals versucht, Fortbildungen für Ärzte ins Leben zu rufen, die wirklich den Namen verdienten und keine Korruptionsveranstaltungen waren. Er fand meine Fortbildungen ... beispielhaft.

    Sie dienten nur Ärzten und Patienten, waren auf hohem ethischem Niveau und retteten Leben.

    Leider ... merkten die Konzerne bald etwas von der Allianz - und schlugen zurück.

    Das er heute um sein Leben fürchtet, wie er in dem Video zum Ausdruck bringt - ist nicht übertrieben.
    Als Insider muß ich sagen ... es ist die härteste Branche in Deutschland. Brutal, vollkommen skrupellos.

    Die Methoden, die von firmeninternen Sicherheitsdiensten angewendet werden, haben absoluten Stasi-Charakter ... so rief einst ein Sicherheitsdienst seine Kollegen (von Konkurrenzfirmen!) dazu auf, gesammelt auf einer Veranstaltung von Tierschützern zu erscheinen und die Veranstaltung ... nicht gelingen zu lassen.

    Die Daten, die von Pharmareferenten über Ärzte gesammelt werden, dienen nur einem Zweck: Ärzte korrupt zu machen. Sexuelle Vorlieben, Verschuldungssituation, Private Probleme, Drogenprobleme ... als psychologisch aufwendig geschulter Pharmaberater füllt man so seine Karteien (und muß es tun, sonst fliegt man ´raus ... die Sachen werden wöchentlich von Vorgesetzten kontrolliert)...und findet Wege,
    den Arzt gefügig zu machen.

    Ausbaden müssen das die Patienten ... denn irgendeiner muß den Mist ja schlucken der verschrieben wird.

    Brauchen tut man davon wenig.

    Andere Sauereien, die ich nur bestätigen kann, enthält der Film.

    Wer sicher sein will, das sein Arzt nicht im Netz der Pharmamafia steckt ... der suche bei unserem kleinen Menschenschutzbund die Seite der Mezis....eine kleine ärztliche Widerstandsgruppe.

    Dort findet man Adressen von Medizinern aus der eigenen Gegend ... wenn man Glück hat.

    Ich ... habe jetzt schon zuviel gesagt ... wollte das aber trotzdem mal loswerden.

    Und pflege deshalb auch weiterhin ... etwas meine Anonymität, bis mehr Gras über die Sachen gewachsen ist, bzw. bis die Täter in Rente sind.

    Sonst ... habt ihr nicht mehr lange was vom Eifelphilosophen, denn mein Auto hat auch Räder, die ...
    mal plötzlich kaputt gehen könnten.

  • Die Hölle

    Im Rahmen der neuen Atheistenbewegung stoße ich auf eine Sache, die mich nur noch verwundern läßt:
    die Angst vor der Hölle.

    Ich dachte, das Ding wäre schon lange vom Tisch? Gibt es wirklich noch Menschen, die sich von diesen Kindermärchen erschrecken lassen? Knecht Ruprecht (der dunkle Schatten hinter dem Nikolaus) macht doch auch keinem mehr wirklich Angst, oder? Dabei hat er ... religionsphilosophisch gesehen ... viel mehr Anspruch darauf, ernst genommen zu werden, als die "Hölle".

    Wie wollen wir es angehen? Induktiv, aus der Religionsgeschichte her? Deduktiv, von den Gottesbildern her?
    So oder so ... die Hölle hat wenig Bestand.

    Das erste, was ein liebender, allmächtiger Gott tun würde, wäre, die Hölle zu vernichten, sobald er ihrer ansichtig wird. Und immerhin war er es ja, der jüdische Gott, der den ersten Schritt in Richtung Atheismus darstellte, als er alle anderen Götter, denen man z.B. Kinderopfer darbringen mußte oder
    die sich tagtäglich einen Heidenspaß daraus machten, Menschen Unglück zu bringen, verdrängt und vernichtet hatte.

    Da gab es auf einmal nur noch einen Gott. Und der ... war zudem religionsgeschichtlich älter als all die anderen, die sich später zu entfalten suchten.

    Früher ... gab es keine Hölle. Totenreiche zu Hauf ... weltweit. Aber: sie unterschieden sich kaum
    von unserer Welt. "Ewige Jagdgründe". Nichts, wovor man sich zu fürchten hatte.

    Um mit Göttern hatte das eigentlich überhaupt nichts zu tun ... sondern mit Sterblichkeit. Genausowenig wie Kirche und Religion etwas mit Göttern zu tun hatte.

    "Der Herr der Ringe" ... allseits bekannt. Voller Geister, Zauberer, Zwergen, Dämonen ... aber:
    keine Kirchen, keine Religionen, keine Götter. Nur ein Tempel wird erwähnt ... im Silmarillion.
    Lag auf der Insel "Numenor" und war einem Teufel geweiht.

    Hölle, Priester und Religion sind jedoch Begriffe, die ganz eng zusammengehören....und zusammen mit zwei weiteren Wörtern Sinn machen: Macht ... und Angst.

    Als die Kulturen komplexer wurden ... kamen die Priester, die "wußten" was der "Gott" will, und die "wußten" was jenen Seelen wiederfuhr, die ihnen nicht gehorchten: ewige Strafen in diversen Höllen aus Feuer, Eis, Staub. Nun, sie mußten um "Macht" kämpfen...um Geld. Und ihre Methode war: Angst.

    Jedoch ... funktioniert diese Methode auch vollkommen ohne Götter, selbst systemimmanent. Man braucht dazu nur eine "Seele" ... die den Tod überdauert. Mehr nicht. Hat mit Göttern nichts zu tun, die sind eine ganz andere Baustelle.

    Darum muß der Atheist die Nichtexistenz der Seele beweisen, um ganz sicher vor Höllenqualen zu sein.
    "Wahrscheinlich gibt es keinen Gott" ... ist da viel zu wenig.

    Und hier ... wird es haarig.

    Es gibt einige wenige düstere Berichte im Bereich der Nahtodesforschung. Kinder, Selbstmörder, Geschäftsleute berichten darüber...und es gibt keine erkennbare Übereinstimmung in ihren Weltdeutungssystemen...eher könnte man sagen - sie hatten gar keine Systeme, in denen sie ihre Erfahrungen einsortieren konnten.

    Aber es gibt jemanden, der schon zuvor eine Erklärung dafür geliefert hat:
    Immanuel Swedenborg, der letzte "Höllenvisionär".

    Kurz gefaßt könnte man sagen ... es scheint Menschen zu geben, die ziehen eine Höllenvision für sich vor.
    Die mögen das. Finden das gut. So eine Art Sado-Maso-Fan-Club.

    Und die ... landen dort. Freiwillig. Können jederzeit wieder weg ... haben aber ihre Gründe, dort zu verweilen. Diese Gründe sind ... unterschiedlichster Art. Einer ist - man will der Erkenntnis entfliehen, das es einen "Gott" (bzw. Göttin) gibt.

    Und da wird es paradox und drollig ... das gerade jener Weg direktenmang in die Hölle zu führen scheint, den Ahteisten als Erlösung von der Höllenangst predigen.

    Es scheint, als käme nur der dorthin, der der festen Überzeugung ist, das er dorthin gehört.

    Vielleicht sollte man eher an dieser eigenen Überzeugung arbeiten, anstatt metaphysische Purzelbäume zu schlagen, die an sich ... keinen Effekt haben.

    Wer sich nächer damit auseinandersetzen möchte, hier zwei Bücher:

    a) phänomenologisch:

    Die Hölle, Jenseitsvorstellungen der Menschheit, Helmut Werner, area Verlag 2005

    b) religionsphilosophisch

    Das Leben nach dem Tod, Jenseitsvorstellungen der Menschheit, Hans-Jürg Braun, Artemis und Winkler 1996

    Besser scheint es mir jedoch, die Dinge einfach vorurteilsfrei auf sich zukommen zu lassen.

    Das haben unsere Vorfahren auch gemacht ... und waren oft sehr gelassen dabei.

    Und sinnvoller wäre wahrscheinlich eine Kampagne: Wahrscheinlich gibt es nicht genug zu essen in Afrika.
    Aber ... dafür ist dann wieder kein Geld da, noch interessiert sich jemand dafür.

  • Der Mensch ... und Metaphysik

    Was ist das eigentlich ... ein Mensch?

    Viele Generationen haben sich darüber Gedanken gemacht ... und in der Schule lernt man heute ja immer noch das klassisch-materialistische Weltbild des 19.Jhd.

    Warum eigentlich?

    Nur, weil es so einfach ist und unser sinnlichen Wahrnehmung so angenehm entgegenkommt? Diese Wahrnehmung
    zeigt uns auch jeden Tag, das sie die Sonne um die Erde dreht, sie geht auf und unter ... wie ein Wal, der Luft schnappt.

    Dementgegen ist die Welt der Physik anders. Dort ... ist Materie schon längst Illusion geworden, die Welt eher Hologramm als sonstwas. In der Welt der Physik wird alles komplizierte ... na ja, bei denen dreht sich ja auch die Erde um die Sonne - was viel komplizierte ist als das, was uns die bloße Anschauung lehrt.

    Aber was ist das ... ein Mensch ... wenn es keine Materie gibt, wir nur eine Art Hologramm sind?

    Nur so etwas wie das Bild eines Schauspielers auf einer Leinwand ... wie es andere Deutungssysteme seit Jahrtausenden schon propagiert haben?

    Was ist mit der Vorstellungen, wir ... also das "Ich", das "Selbst", die "Seele" seien nur so eine Art Nebenprodukt von wild herumfunkenden Gehirnzellen, in einem Zusammenhang wie "Strom" und "Dynamo"?

    Von dieser Vorstellung ... denke ich ... werden wir uns verabschieden müssen.

    Genauso wie von der Vorstellung, der Hoffnung, das mit dem Tod alles vorbei ist.

    Das "Ich", das zu "Denken", "Fühlen", "Erkennen" vermag, scheint das stabilste zu sein, was wir in der Welt kennen, das einzige, das jenseits von Illusionen "echt" ist.

    So jedenfalls wenn man weiterdenkt, was die Physiker sich gerade zurecht basteln.

    Darüber hinaus ... müssen wir uns nach den verblüffenden Ergebnissen des Doppelspaltexperimentes mit der Möglichkeit vertraut machen, das unser Denken Einfluß auf die Umweld hat ... oder die Umwelt mehr
    intelligentes Leben enthält, als wir gerne würden wahr haben wollen. Z.B. ... intelligente Teilchen.

    Diese Erkenntnisse sind Jahrtausende alt. Eigentlich ... gab es kaum Zeiten, an denen die Menschen etwas anderes glaubten. Erst im 19.Jhd. kamen Strömungen auf, die alles auf Materie konzentrieren wollte.

    Das war auch wichtig. Alles mal auf Null zurückfahren und dann schauen, was ist real, was ist kirchliches Dogma.

    Doch jetzt sind wir weiter als Null.

    Viel weiter.

    Nur ... die Konsequenzen fehlen.

    Die wichtigste Erkenntnisse der Menschheit rauschen an uns vorbei, der Kreis zwischen Naturwissenschaft und Philosophie schließt sich ... und trotzdem ... tobt eine materialistische Propaganda durch unsere Klassenzimmer, als wären die Lehrer mit Gewalt verpflichtet worden, uns am Weltbild des ausgehenden
    19.Jhd. festzuhalten.

    Aber dieses Weltbild ist physikalisch nicht haltbar ... und die Sonne dreht sich nicht um die Erde ... auch wenn es jeden Tag so aussieht.

    Ein Schelm, wer meint, dahinter würde eine politische Absicht stecken ... eine Absicht, die Sinnlosigkeit propagiert, die dazu führt, das man die Menschen überredet, es sich lieber bis zum Ende ihres Lebens möglichst "gut gehen" zu lassen mit Autofahren, Fernreisen, Superstars und Gameshows, bevor .... sie auf die Idee kommen, das man ja einfach auch mal die Verhältnisse ändern kann.

    Die griechische Philosophie hat nicht nur großen Wert auf die Erforschung der menschlichen Seele gelegt, sondern sich auch sehr um die gedankliche Eleminierung von "Göttern" gekümmert. Man hatte damals schon erkannt, das Priester schnell dazu neigen, sich mit Hilfe ihrer Dogmen von zornigen Göttern (die natürlich nur sie besänftigen konnten) eine unglaubliche Macht zu erschaffen - eine Macht, die nichts als Schaden anrichtete.

    Heute gibt es wieder Priester, aber sie heißen nicht so. Und ihr "Gott" ist ein dunkles, alles verschlingendes Nichts.

    Das soll ... "Fortschritt" sein?

    Auf jeden Fall ... scheint es sich sehr lähmend auf die Bevölkerung auszuwirken.

    Aber eine lahme Bevölkerung können wir uns in Zukunft nicht mehr leisten, fürchte ich.

  • Baader-Meinhof ... und sozialer Sprengstoff

    Vorgestern habe ich mich wieder zu etwas Fernsehen überreden lassen: der Baader-Meinhof-Komplex.

    Die Anfänge der Geschichte habe ich noch im Sandkasten oder so erlebt. Einiges weitere in den Nachrichten.
    Die Endphase als Redakteur einer Jugendzeitung...dessen Artikel Angst machten und deshalb nur als Leserbriefe erscheinen mußten - dabei plädierte ich nur für Menschlichkeit im Umgang mit den Tätern.

    Es war lehrreich, nochmal zu sehen, wie die Polizei ´68 mit den Knüppeln argumentierte - und wie daraus eine unglaubliche Gewalt entstand, die Menschenleben kostete.

    Früher, da kann ich mich noch dran erinnern, hatten Politiker noch Respekt vor "Sozialem Sprengstoff".
    Diesen Begriff höre ich heute selten.

    Dabei ist es ... wie die Tendenzen der Rechtsextremisten in Amerika aufzeigen ... keine Zeit, die nach
    Friede-Freude-Eierkuchen riecht.

    Die DDR hat so etwas nie erlebt, viel mir dabei ein. Dieser Teil der bundesdeutschen Geschichte muß ihnen sehr fremd vorkommen.

    Bombenanschläge, Entführungen von Verkehrsmaschinen, Hinrichtungen von Funktionsträgern ... das war "Alltag" in meiner Jugend. Damals hatte man sich noch vorgenommen, es niemals mehr so weit kommen zu lassen, studierte die Zusammenhänge von Gewalt und Gegengewalt ... und entwickelte letztendlich Deeskalationstechniken.

    Warum? Aus Menschenliebe?

    Auch. Damals herrschte, glaube ich, in der Bevölkerung noch ein größeres Bewußtsein darüber, was denn letztendlich Demokratie wirklich ausmachte, welchen Wert sozialer Friede eigentlich wirklich hatte ... und zudem gab es die Sicherheitsstudien über "den Atomstaat", die deutlich aufzeigten, das eine moderne Gesellschaft soviel Angriffsfläche für Terrorismus bot, das man den Krieg letztendlich verlieren würde.

    Unsere moderne Kultur braucht ein Höchstmaß an Frieden, um funktionieren zu können. So viele potentielle Anschlagsziele lassen sich nicht schützen, der Preis, es zu versuchen, wäre so hoch, das wir finanziell schnell ausbluten würden - und die Lebensqualität wäre schnell völlig dahin.

    Es bliebe nur: das Konzept Johannisburg.

    Kleine Einfamilienhausfestungen, die man besser nie verläßt, weil man nicht weiß, ob man jemals wieder zurückkommt. An manchen Tagen hungert man lieber, als nach "draußen" zu gehen.

    Tolles Lebensgefühl.

    Die Zeit der RAF war eine wichtige Zeit, die vielen Menschen viele Zusammenhänge im menschlichen Miteinander klar machte. Das gab viel Hoffnung auf eine friedliche Zukunft, in der solche Entwicklungen
    vermieden werden ... auch zum Schutz der Polizisten - die auch Väter sind, Menschen ... und nicht nur Uniformen und Funktionsträger.

    Ich habe einen von denen kennenlernen dürfen, der die Maschine in Mogadische gestürmt und einen der Entführer erschossen hat. Gab einen Orden dafür ... und die Erkenntnis, das auch "gerechtes Töten"
    häßliche Spuren in normalen, nicht psychopathischen Menschen hinterläßt. Dieser Mann hat sich später selbst erschossen.

    Nun schreiben wir das Jahr 2009....und ich bekomme Zweifel, das die Lektionen der Vergangenheit noch präsent sind.

    Wieder - wie ´68 - fängt die Staatsmacht an zu entgleisen.

    Wieder - wie ´68 - führen die USA ungerechte Kriege.

    Wieder - wie ´68 - wird der Zorn im Volk so groß, das die Stimmen für gewaltsame Lösungen anwachsen.

    Der Unterschied?

    Damals war die Wirtschaft sehr stark, jeder Student wußte, er würde später mal "dazu gehören".

    Heute schwächelt die Wirtschaft ein wenig ... manche meinen sogar, das Essen würde knapp werden können.

    Diesmal sind es nicht nur die Völker der Welt die unterdrückt werden, sondern die 68´er haben mitgeholfen, in Deutschland eine "Kaste der Unberührbaren" zu schaffen, eine Kaste, die allerdings
    sehr heterogen ist - zum Glück.

    Meine Befürchtungen?

    Die nächste RAF wird mit Sicherheit kommen. Noch ein wenig mehr Druck, noch ein wenig mehr Gewalt, noch ein bischen mehr "starker Mann" spielen von Seiten der Polizei, der Presse und des Staates - und die ersten werden durchdrehen.

    Anders jedoch als früher ... werden sich wohl die Ziele ändern, denn Menschen, die nie mehr dazugehören werden, brauchen nicht die "Linie", der sich die RAF verpflichtet fühlte.

    Man muß nur mal wachen Auges durch eine Stadt gehen, um zu sehen ... wo unsere Gesellschaft überall
    verletztlich ist.

    Ich weiß nicht, ob es nur die Presse ist, die es einem vorgaukelt ... aber es vergeht kaum ein Tag, wo nicht Meldungen eintrudeln, das wieder jemand von irgendwem erschossen worden ist.

    Das Gewaltpotential scheint zuzunehmen.

    Und die Erkenntnisse aus der Zeit der RAF ... vergessen, verdrängt, verloren.

    Alles umsonst gewesen?

  • USA - Today: die Revolution naht

    Ganz neu, bevor es wieder in den weiten des Internet unerkannt versinkt, eine neue Version des amerikanischen Traums:

    http://nachrichten.t-online.de/c/18/50/29/24/18502924.html

    Die Rechtsextremen in Amerika träumen von Revolution und Aufstand ... mit einigen Argumenten, die man überraschenderweise auch bei eher linken Kritikern der Situation findet.
    Die Zahl der rechtsextremen Milizen steigt an, Texas kokettiert mit der Unabhängigkeit und Chuck Norris will Präsident der Kuhjungs werden.

    Fasninierend auch, das die Rechtsextremen vor dem neuen Faschismus warnen ... und damit irgendwie alles durcheinanderbringen, woran man gewöhnt war.

    Denn eigentlich ... ist Faschismus doch die Gewalt von Rechtsextremen - aber wollen wir mal nicht so pingelig sein.

    Während hier in Deutschland alles noch ziemlich ruhig ist, weil der Fernseher läuft und das Bier noch fließt (wiewohl, wie schon berichtet, der Absatz des letzteren bedrohlich zurückgeht), gibt es in den USA schon ein gewisses Potential ... die Milizen sind nicht von schlechten Eltern - will sagen, ich kenne ihre Eltern natürlich nicht, aber: sie sind gut bewaffnet, hochmotiviert durch John-Wayne und andere ich-schieß-mich-durch-die-böse-Welt-Filme.

    Schön natürlich auch die Formulierung, das Rechtsextreme die Wirtschaftskrise "mißbrauchen":

    http://nachrichten.t-online.de/c/18/45/80/00/18458000.html

    Na, diese schlimmen Lümmel aber auch. Sie könnten mit der Wirtschaftskrise doch auch irgendetwas nützliches anstellen. Politische Bildung, z.B., dann würde ihnen auffallen, das das eine Faschistenflagge ist, mit der sie so stolz auftreten. Oder sie gehen einfach umsonst arbeiten ... in Deutschland wird das gerade geübt. Das könnte denen eigentlich mal jemand sagen. Man muß doch nicht immer nur an sich denken, man kann doch auch mal an den Arbeitgeber denken ... der will doch auch nur was verdienen.

    Aber so differenziertes Denken möchte ich da gar nicht erwarten.

    Was ich erwarte, wenn der amerikanische Traum platzt ... sind regierungsfreie Zonen. Die gibt es jetzt schon zuhauf in jedem Konzern, jetzt möchte der kleine Mann auch welche in der Hoffnung, das er dann auch was von den Milliarden abbekommt, die momentan in die Looser-Leistungsträger gepumpt werden.

    Immerhin ... auf der UN-Rassismuskonferenz treten die USA gar nicht erst an, da braucht man sich vor ihnen also nicht zu fürchten, denn sie fürchten selber was: Kritik an Israel.

    Und da es nunmal nachgewiesenermaßen Herrenmenschen und Untermenschen gibt, ist doch wohl klar, das Kritik an Herrenmenschen nicht gewünscht ist ... oder habe ich da was falsch verstanden?

    Das ist doch Rassismus, wenn der Herrenmensch nicht entsprechend gewürdigt wird, oder?

    Darum ist es ja auch was anderes, wenn der Herrenmensch foltert als wenn das irgendein dahergelaufener Hansel macht. Beim Herrenmensch ist das Sachzwang, der Hansel hingegen ist ein Agent aus dem Reich des Bösen.

    Ein wenig was zur US-amerikanischen Folterpraxis und ihren Hintergründen und Hintermännern haben wir hier:
    http://nachrichten.t-online.de/c/18/49/30/00/18493000.html

    Und wie immer gern dabei: die Wissenschaft in Gestalt eines Psychologen, der Tip´s gab, wie spurloses Foltern so richtig schön weh tun kann. Und alles nicht nur gedeckt sondern gewünscht von ganz oben.

    Ja ... wenn man so etwas liest ... dann wundert man sich nicht mehr, das manchen Amerikanern der Finger am Abzug juckt. Deshalb decken die sich auch gerade ganz gezielt mit Mengen an Waffen ein.

    Wer lange fleißig den Spiegel gelesen hat, wird sich daran erinnern, das einst eine F-14 Jagdmaschine spurlos in Amerika verschwunden ist. War ein Riesengaudi, aber das Ding blieb fort. Damals vermutete man, das Rechtsextreme dahinterstecken.

    Damit man mich nicht falsch versteht: ich stehe dem jüdischen Volk sehr positiv gegenüber. Aber sich Kritik nicht zu stellen, weil man meint, man sei was besseres und hätte das nicht nötig ... das geht nicht.

    Erst recht nicht, wenn man deshalb nicht kommt, weil man meint, die Kritiker wären zu zahlreich.

    Na ja, Steinmeier entscheidet ja auch erst heute, ob er hinfährt oder nicht.

    Wollen mal sehen, wie der ungezielte Münzwurf glückt:

    Kopf ... er fährt.

    Zahl ... er fährt nicht, aber bezahlt dafür wieder irgendetwas, um ja keinen Ärger mit den Öllieferanten zu kriegen.

  • Die Zukunft der BRD ... China, Rußland, Indien und Arabien

    Schaut man in die Zukunft der BRD, so wie es sich anhand der wirtschaftlichen Randdaten momentan überhaupt absehen läßt, so wird es spannend und interessant werden ... gerade für Patrioten.

    Denn Deutschland wird ... es bald nicht mehr geben.

    Jedenfalls nicht so, wie man es gewöhnt ist.

    Dank einer klugen Wirtschafts- und Sozialpolitik sind wir ein sehr krankes, armes, hochverschuldetes Land geworden. Eine wachsende Anzahl psychisch kranker Menschen vegetiert hier herum, Egoisten haben ihre Chance genutzt und dank Förderung von Politik und Wirtschaft das Volksvermögen nahzu komplett privatisiert, während eine ständig wachsende Menge von Bürgern gar nicht mehr weiß, wovon sie eigentlich leben sollen.

    Die vorzügliche Arbeit der Leistungsträger führte zudem dazu, das das Bankenwesen völlig marode und bankrott ist, die darauf folgende Arbeitslosigkeit wird zu leere Fabriken führen.

    Und das ist dann die Chance für "Anleger", sich hier richtig dick einzukaufen.

    Häuser, Grundstücke, Fabriken ... die Araber fangen gerade an, die Russen und Chinesen wollen schon lange ... und sehr lange wird man sich ihrem Geld nicht mehr entziehen können.

    Und immerhin ... auch die Egoisten wollen mehr und mehr und mehr davon, und denen ist es egal, wo es herkommt.

    Wenn sie merken, das die Investoren zunehmend auch Einfluß auf Politik, Kultur und Gesellschaft nehmen wollen, wird es zu spät sein.

    Vielleicht sollten wir im Vorfeld die Chance nutzen und überlegen, an wen wir uns verkaufen sollen.

    An die brachialkapitalistischen Russen? Die kommunistischen Chinesen? Oder vielleicht lieber an das erfolgreiche Religionsmodell Islam?

    Noch können wir wählen, wem wir in Zukunft dienen sollen.

    Nein, USA geht nicht. Wenn die Chinesen ihre Pläne wahr machen, sind die USA Ende des Jahres Pleite:

    http://worldwar3.blog.de/2009/04/19/geab-luegt-duestere-prognosen-sommer-5968992/

    Also, laßt mal eure Vorschläge hören: wer ist euer Favorit?

    Nein ... eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Unsere Ressourcen waren sozialer Friede und technische Intelligenz. Wir hätten zu einem Wohnpark für reiche Ausländer werden können oder zur Ideenschmiede
    der Welt - wir haben uns jedoch für die Agenda 2010 entschieden und somit für den vollständigen Abbau dessen, was wir eigentlich noch hatten.

    Mehr bleibt da nicht. Rohstoffe haben wir nicht. Fabrizieren können viele billiger. Qualitätsarbeit machen auch. Da gibt es keine Chance, jemals die Megaschulden der verschiedenen Bundesregierungen abzuarbeiten.

    Mit dem sozialen Frieden ist´s auch bald vorbei, dann will hier auch keiner mehr wohnen oder Urlaub machen.

    Und unsere Intelligenz ... wandert aus und wird auch nicht ausreichend nachgezüchtet.

    Das Aussterben geisteswissenschaftlicher Traditionen wird zudem den sozialen Frieden nachhaltig stören.

    Wir werden so eine Art Ruhrgebiet der Welt werden, Industriebrachen und Vergangenheitsarchitektur in vollendeter Armut bundesweit.

    Also... an wen wollen wir uns verschachern?

  • Gesunder Egoismus und kranke Propaganda

    Wann immer man Egoismus kritisiert, wird man konfrontiert mit dem Begriff des "gesunden Egoismus."

    Das dies so eingängig ist, zeigt, wie erfolgreich die Konzernpropaganda in den letzten Jahrzehnten gearbeitet hat, denn ihr Ziel ist: der allein lebende Egoist. Doppelt soviel Kühlschränke, Doppelt soviel
    Fernseher, Toaster, Staubsauger und was man sonst noch alles braucht - im Vergleich zur Familie.

    Schon mal was von "kranker Solidarität" gehört?

    Ich auch nicht.

    Ist genau das Gegenteil des gesunden Egoismus. Gibt es genauso wenig wie denselbigen.

    Eine harmlos wirkende Begriffsvermengung aus der Propagandaabteilung der Konzernwelt, die jedoch den Egoismus als solchen gesellschaftsfähig macht...denn: unter der Prämisse ist JEDER ein Egoist.

    Dadurch wird der Begriff an sich sinnlos, aber ... das stört die Propagandamenschen nicht, denn ihr Ziel ist erreicht.

    Der Egoist denkt jedoch NUR an sich selbst, das zeichnet ihn aus. Das kann man aber nicht mit Adjektiven wie gesund und krank beschreiben, noch mit grün oder blau - was genauso unsinnig ist aber schneller auffällt.

    Der Egoist sieht NUR seinen eigenen Vorteil ... und ist deshalb auch als Mitarbeiter eine Katastrophe.
    Diese Typen verursachen Milliardenschäden jedes Jahr, weil sie nicht ihre Arbeit machen, sondern nur Geld verdienen wollen. Betrüger halt.....Agenda 2010, nur andersherum: hier bescheißt der kleine Egoistenmann.

    Das Gegenteil von Egoismus ist ... Solidarität.

    Wer also Probleme damit hat, das er nicht völlig als Mutter Thereas durch die Gegend läuft, sollte sich nicht als gesunden Egoisten bezeichnen (oder mit ein wenig gesundem Egoismus ausgestattet), sondern sollte sich die Frage stellen, welcher Philosophie er eher zuspricht:

    Der Philosophie der Solidarität oder der Philosophie des Egoismus.

    Es ist viel schöner zu sagen: ich bin prinzipiell eher ein solidarischer Mensch als mit dem eingebildeten Makel zu leben, man hätte vier bis acht Gramm gesunden Egoismus in sich.

    Denn "gesunden Egoismus" gibt es nicht ... und ein bischen Egoismus auch nicht. Man kann ja auch nicht ein bischen schwanger sein.

    Und wer jetzt nicht eindeutig Egoistisch ist ... der ist eindeutig eher solidarisch, auch wenn er nicht den ganzen Tag im Büßerhemd durch die Altstadt läuft, nachdem er sein Hab und Gut hingegeben hat und Brot an Bedürftige verteilt.

    An Egoisten stellt man ja auch nicht den Anspruch, das alle gleich nach Weltherrschaft streben müssen, sonst seien sie keine ordentlichen Egoisten.

    Wo ist denn da das Problem?

    Kranke Begriffe wie "gesunder Egoismus" gehören ausgemerzt, weil sie das Denken vergiften.

    Wäre meine Meinung aus meiner neu geschaffenen Speakers Corner.

  • Zitate zur Arbeit ... und ein wenig Veränderung, Putsch und Wirtschaftsterror im Namen der Agenda 2010

    Nun, nach zwei Monaten Blogauftritt und 322 Artikeln dachte ich, es ist mal Zeit, etwas zu ändern.
    Ursprünglich dachte ich, Hartz IV wird mein Hauptthema werden. Ich ärgere mich maßlos über diese Agenda 2010, seitdem ich die erste Anzeichen in der Poltitik für einen Wechsel wahrgenommen habe. Damals habe ich teilweise 10-12 Stunden täglich im Auto verbracht und nur Nachrichtensender konsumiert.
    Es war verblüffen, wie einheitlich auf einmal über ganz Deutschland verteilt Stimmen auftauchten, die alle in die gleiche Richtung gingen, eine Richtung, die letztlich zur Agenda 2010 führte, dem größten Betrug am Bürger in der Geschichte der BRD....mal von der Wiedervereinigung abgesehen, denn da wären viele in West und Ost gerne mal selbst gefragt worden, ob man ein neues Großdeutschland überhaupt wolle und ob es nicht mehr Sinn gemacht hätte, zwei Modelle friedlich und kooperativ nebeneinander laufen zu lassen. Erst fünfzig Jahre abkassieren ... und dann, wenn die "Wirtschaft" sich zunehmend aus der Solidargemeinschaft verabschiedet und nur noch als vollgefressener Schmarotzer eine Parasitenexistenz führt (fragt mal den Bund der Steuerzahler) und Millionen Arbeitsplätze aus dem Profitinteresse einer
    egoistischen Minderheit heraus vernichtet und Millionen andere Arbeitsplätze als Folge dessen immer
    unatraktiver und angstbesetzter gestaltet ... dann zieht sich der Staat mit prall gefülltem Säckel vornehm zurück und sagt: "Nun seht mal zu, wie ihr zurecht kommt".

    Wir kennen dieses Verhalten von Versicherungen, wenn neben den Beiträgen auf einmal ein "Schadensfall" auftritt und sie mal ihren Teil des Geschäftes einhalten sollen. Aber das Geschäft wird zunehmend mehr als
    abkassieren ohne Gegenleistung verstanden. So etwas nennt man auch asoziales Schmarotzertum.

    Nun habe ich aber gemerkt, das es neben der Agenda 2010 noch viele andere Themen gibt, die mit einem anderen Rahmen versehen manch einem eine erfrischende neue Perspektive vermitteln können und das es zunehmend andere, weitere Faktoren gab, die ein Leben in "Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortun" zunehmen unmöglich machen.

    Da war es Zeit, mal den Header zu verändern.

    Die lieb gewonnenen Zitat waren zu einseitig geworden, man sollte sich auch grundsätzlich nicht mit schlechten Federn schmücken - und wer dauernd Zitate vor sich herträgt, zeigt nur, das er selbst nichts zu sagen hat.

    Ganz entfernen möchte ich sie allerdings doch nicht, denn: sie sind mir lieb geworden.
    Darum sind sie jetzt hier.

    "Verteidigen also die CDU/SPD/CSU/FDP/Grünen-Politiker ihre Reformphilosophie deshalb so vehement, weil sie wissen, dass sie einen Putsch von ganz oben machen? Einen Putsch? Ja, die Agenda 2010 und Hartz IV sind Chiffren für den konzentrierten Angriff von ganz oben auf den Sozialstaat. Sie nennen es Umbau - doch die Wortwahl kaschiert nur den qualitativen Sprung in ein anderes Gemeinwesen. Die Berliner Republik steht für den Abschied von der Solidargemeinschaft".

    Arno Luik im "Stern", 21.10.2004, Seite 64

    "Arbeitslosigkeit stellt - besonders bei geringe Aussicht auf Wiederbeschäftigung (lange Dauer, Massenarbeitslosigkeit) - eine schwere psychosoziale Bedrohung mit vielfältigen negativen
    gesundheitlichen Konsequenzen dar."
    "Umfangreiche Studien in westlichen Industriestaaten (z.B. "Work in America", Europaratstudie) haben die psychischen und psychosomatischen Folgen von Arbeitslosigkeit, von der WHO als "epidemiologische Katastrophe" gewertet, eindeutig belegt."

    Aus: Hippius/Klein/Strian; Angstsyndrome, Springerverlag Berlin Heidelberg New York 1999,
    Seite 126

    Fundstücke aus:
    DAGEGEN! Eichborn AG, Frankfurt am Main, September 2003:

    Seite 101:
    "Die Arbeit ist eine Schmach, weil das Dasein keinen Wert an sich hat"
    Friedrich Nietzsche

    Seite 102:
    "Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, daß Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege:
    Wer die Butter hat, wird frech".
    Kurt Tucholsky

    Seite 103
    "Eigentum ist kein Fetisch, sondern legitimierte
    und vererbbare Räuberei"
    Rudolf Augstein

    Seite 105
    "Wie die Eroberer des Pekinger Kaiserpalastes bis in die Knie in seidenen Stoffen wateten, so stampft der erwerbende Mensch durch Ströme von Waren, mit denen ihn keine eingewohnte Liebe zum Gerät verbindet, und läßt Ströme von Abfällen hinter sich."
    Walter Rathenau

    Seite 110
    "Es muß doch was faul sein im Innersten eines Gesellschaftssystems, das seinen Reichtum vermehrt, ohne sein Elend zu verringern, und in dem die Verbrechen sogar rascher zunehmen als seine Bevölkerungszahl".
    Karl Marx

    Nun, anläßlich dieses kleinen Jubiläums möchte ich mich natürlich auch bei meinen Lesern bedanken, die meine oft viel zu langen Auschweifungen soviel Aufmerksamkeit haben zuteil werden lassen.

    Besonders schön fand ich die Leserzahl im März, meinem ersten abgeschlossenen Monat: 2222.

    Das habt ihr toll hinbekommen, hat mich sehr amüsiert. Muß anstrengend gewesen sein, so genau zu treffen.

    Ein schönes Geschenk....und eine Botschaft. In der Numerologie bedeutet die Quersumme 8:

    "Du scheinst Autorität zu besitzen, unparteiisch zu sein, hohe ethische Maßstäbe zu haben sowie über einen schier endlosen Vorrat an physischem Durchhaltevermögen und Vitalität zu verfügen".

    Dem kann ich erstmal nicht widersprechen.

    Danke für dieses Kompliment.

    Eifelphilosoph

  • Egoisten strafen macht glücklich wie Sex

    Momentan beschäftige ich mich etwas mit Verhaltensökonomen, eine eigentlich schon recht alte Richtung der Wirtschaftswissenschaften ... aber dank Obama gerade mal wieder neu aufgebrüht.

    Um die politischen Konsequenzen zu beleuchten, ist es noch ein wenig zu früh, aber anthropologisch gibt es schon etwas, das Hoffnung macht, denn scheinbar ... ist der Mensch an sich doch gar kein Egoist, obwohl führende Wirtschaftswissenschaftler und Politiker ihn gerne so hätten:

    http://www.zeit.de/campus/2009/01/interview-gravitas?page=6

    Klar, der Mensch als des Menschen Wolf ... in der politischen Philosophie immer die Grundlage für den starken, autokratischen Staat, der den bösen Menschen durch enge Grenzen und strenge Gesetze im Zaum halten muß. Da muß schnell der König her oder der "starke Mann", seitdem Könige etwas außer Mode gekommen sind, um einzugreifen und für Recht und Ordnung zu sorgen.

    Eine logische Konsequenz dieses Menschenbildes. Ist der Mensch aber an sich kein Egoist (wogegen auch vor den Studien viel sprach, aber lassen wir das mal beiseite), können wir uns auch einen anderen Staat denken, der mehr dem Bürger vertraut als seiner eigenen Stärke.

    Spannend ist nun, das der Mensch wohl auch ziemlich glücklich ist, wenn er Egoisten bestrafen kann.
    In der ersten Studie war das Element "Strafe" noch nicht vorgesehen, dafür aber hier:

    http://www.fluter.de/de/solidaritaet/heft/6500/

    Wie Züricher Forscher durch Messung der Hirnströme herausgefunden haben, macht das Bestrafen von Egoisten
    ähnlich glücklich wie Sex.

    Nun, möchte man meinen, worauf warten wir dann noch?

    Was mir spontan dazu einfiel war ... das das vielleicht ein Grund für das häufig irrationale Verhalten mancher Mitbürger gegen "Arbeitslose" ist - die ja, anders als andere gesellschaftliche Gruppierungen, sehr heterogen ist. Möglicherweise gibt es da irgendwo auch fürchterliches Volk, allerdings - die sind sehr selten. Aber es gibt auch ... Akademiker, die frisch von der Uni kommen, Schauspieler zwischen Arrangements, berufsunfähige, die nach 1961 geboren sind (denen hat man nämlich diese Rente komplett gestrichen und sie der Arge zugewiesen) und vielerlei anderes Volk, das man nicht als faul, egoistisch
    oder sonstwie sozial schwach deklarieren könnte.

    Aber ... wenn man sie sich als arbeitsscheue Egoisten denkt ... da kommt dann schon mal ein Kurzschluß heraus. Erst recht dann, wenn man selber einen starken Hand zum Egoismus hat.

    Man kann in anderen immer am Besten das erkennen, was man selbst in sich hat, sage eine alte Weisheit.

    Und sozial schwach ... ist in erster Linie der Egoist.

    Und will er seinen Egoismus mit irgendeiner Form von Gewalt durchsetzen ... nennt man ihn zurecht einen Sozialfaschisten.

    Zudem leiden Egoisten an einer enormen Schwäche - sie sind allein langfristig überlebensuntüchtig. Da der Mensch ein soziales Wesen ist, das nur in Gemeinschaft überleben kann, ist ihnen das auch halbwegs bewußt - beißt sich aber total mit egoistischen Ansprüchen des neoliberalen Gedankengutes. Und die daraus resultierende Spannung muß sich irgendwann mal entladen ... wenn auch nur verbal. Der Egoist ist ... der eigentlich sozial schwache.

    Insofern macht diese Studie viel Hoffnung auf Veränderung ... denn der Mensch an sich scheint den
    egoistischen Pöbel, der gerade mal wieder in der aktuellen Krise sein häßliches Gesicht zeigt, nicht zu mögen.

    Zurecht, denn der Egoist ... kann nur als Sozialschmarotzer existieren und ist als Typus die eigentliche Ursache für die momentane Krise.

  • Infokrieg und Scientology

    Vor einiger Zeit erhielt ich eine Warnung: eins meiner beliebtesten Alternativinformationsportale würde
    ... sich seltsam entwickeln. Beurteilen kann ich diese Warnung selbst nicht ... meide aber dieses Portal seitdem. Man kann sich nicht um alles kümmern, war immer meine Meinung - geht ja auch nicht. Darum möchte ich hier mal einen Text veröffentlichen, der nicht von mir kommt und den man hier findet:

    http://www.fluter.de/de/78/forum/read.php?f=74&i=3663&t=3663

    Und das findet man dort:

    Sektenexperten warnen:
    Ein Leben ohne Freiheit, ohne Menschlichkeit ohne den Glauben an Gott,
    eine eiskalte Gesellschaft droht uns falls Scientology die Macht erringen
    sollte.
    Nur Scientologen werden die bürgerlichen Ehrenrechte erhalten, Menschen die
    Scientology ablehnen werden zu Bürger zweiter Klasse.
    Genauso wie Alte, Kranke und Behinderte.
    Ins scientologische Weltbild passen nur gesunde, perfekte Menschen.
    Man hat zu funktionieren wie eine Maschine.

    Noch ist Scientology "nur" eine der gefährlichsten Psychosekten.

    Der Einstieg beginnt scheinbar ganz harmlos:
    Z.B. mit einem kostenlosen Persönlichkeitstest.
    Das Ergebnis ist bei jedem, man habe schwerwiegende Probleme bei deren Lösung
    Scientology helfen kann.
    Ein falsches Versprechen!
    Eindringlich wird einem nun empfohlen einen (noch) preiswerten Kurs bei ihnen
    zu belegen.
    Damit schnappt die Falle zu.
    Denn dieser Kurs ist ein sogenanntes Auditing, Gehirnwäsche die den Menschen gefügig macht.
    Scientologen glauben durch Auditings werden sie zu Übermenschen.
    In Wirklichkeit machen diese Auditings abhängig, zerstören die Seele
    und bringen den Menschen dazu seine intimsten Geheimnisse preiszugeben.
    Will man aussteigen, wird man damit unter Druck gesetzt.

    Mit immer mehr und immer teurer werdenden Auditings und Seminare
    bemüht man sich, natürlich vergebens, zum Übermenschen zu werden.
    Man verschuldet sich und gerät auch noch in eine finanzielle Abhängigkeit
    von der Sekte.
    Man braucht also Geld.
    Geld gibt es für die Anwerbung neuer Mitglieder.
    Ein beliebter Trick bei der Straßenwerbung:
    Scientologen positionieren sich vor und hinter ihrem Stand.
    Die davor stehen mimen Interessierte um so mit zögerlichen Passanten
    ins Gespräch zu kommen und ihnen Bedenken auszureden.
    Ein weiterer Trick:
    Sie schwärmen aus und laden unerkannt Leute zu Stresstests ein.
    Der einzige Hinweis, wenn überhaupt ist der Schriftzug "Dianetics" auf
    ihren Jacken.
    Scientology will jeden in ihren Bann ziehen.
    Denn sie will die Weltherrschaft und einzige "Religion" sein.
    Das zu erreichen ist die wichtigste Pflicht eines jeden Scientologen.
    Scientology duldet Kontakt zu Nicht-Scientologen nur zur Anwerbung.
    Also muss man den Kontakt zu Familie und Freunde abbrechen oder
    sie mit ins Verderben ziehen.

    Kinder trifft es besonders hart.
    Auch sie müssen wie die Erwachsenen in dieser Sekte stundenlange
    Gehirnwäsche ertragen und auf ärztliche Behandlung verzichten denn
    Scientology lehnt die Schulmedizin ab.

    Neueinsteiger erfahren anfangs nichts von menschenverachtenden
    Methoden und Ansichten.
    Man gibt den Gutmenschen, den Helfer, den Weltverbesserer um
    die Aufklärung als falsch darzustellen.
    Der Neueinsteiger und sein Umfeld sollen denken, Scientology
    wäre harmlos und die Warnungen übertrieben.
    Mit DIESEM Gedanken fängt das scientologische Psychogift an
    zu wirken...
    Aber Scientology-Aufklärung ist wahr!
    Aussteiger, Sektenexperten und Verfassungsschützer berichten seit Jahren(!) übereinstimmend(!) dasselbe.
    Klagen gegen Kritiker scheitern meist, trotz der Tatsache, dass Scientology sich die besten Anwälte leisten kann.
    Bessere Beweise dafür dass die Berichte und Warnungen wahr sind, gibt es nicht!
    Um Aufklärung zu verhindern, schüchtern Scientologen Kritiker mit massiven Psychoterror,
    Klagen und Diffamierungen ein.
    Das wäre unnötig, wären die Vorwürfe der Kritiker falsch.
    So handelt man nur wenn man die WAHRHEIT unterdrücken will!

    Scientologen wollen an die Schaltstellen der Macht.
    Dazu unterwandern sie unsere Gesellschaft, die Medien und die Wirtschaft.
    Z.B. als Unternehmungsberater erschleichen sie sich das Vertrauen der Führung
    einer Firma, die anfangs gar nicht weiß, dass sie es mit Scientology zu tun hat.
    Nach und nach wird die ganze Firma infiltriert.

    Besonders verwerflich ist der Trick der Scientologen durch Tarnvereine (Lebenshilfe,
    Nachhilfe, Jugendvereine...) arglose, in Not geratene Menschen in die Sektenfalle zu
    locken.
    Scientology nutzt gnadenlos die Nöte und Schwächen der Menschen aus um ihren unheilvollen
    Einfluss immer weiter zu vergrößern.

    Scientologen können nicht mehr als andere denn Übermenschen gibt es nicht!
    Ihre "Hilfe" führt ins Verderben!
    Wenn Ihr Probleme habt, wendet Euch an vertrauenswürdige Fachleute!
    Aber fallt bitte nicht auf diesen destruktiven Irrglauben herein!

    !!! Sektenexperten WARNEN DRINGEND VOR JEDEM KONTAKT mit Scientology !!!

    Scientologen beherrschen unterschwellig wirkende Manipulationstechniken sowie
    Psychotricks gegen die kaum jemand gefeit ist!
    Falls ein Link zu Scientology gepostet wird, denkt daran auch mit ihren Seiten
    wollen sie uns manipulieren und in ihre Fänge locken! Copyright frei

    Hier weitere Infos:

    Bericht einer Aussteigerin:

    http://www.welt.de/vermischtes/article969489/Mein_Leben_fuer_die_Sekte_Scientology.html

    Gegner:

    http://berlinonymus.wordpress.com/

    Sollten diese Warnungen Substanz haben, sollte das Scientologische Weltbild in der Tat dem skizzierten entsprechen ... dann ist es dringend geraten, hier ein ganz scharfes Auge drauf zu haben.

    Mit den geschilderten Methoden ist es theoretisch möglich, die Macht in einem Land zu erringen,
    ohne öffentlich aufzufallen.

    Und auch wenn "Scientology" fescher klingt als "Freimaurer" können solche Gruppierungen für eine offene Gesellschaft erstaunlich bedrohliche Ausmaße annehmen ... weil offene Gesellschaften prinzipiell
    anfällig sind gegen die Umtriebe von Geheimgesellschaften jeglicher Coleur.

    Unter Mussolini hatte die Mafia keine Chance ... und in der Demokratie fühlt sie sich wohl wie die Made im Speck.

    Manchmal scheint man wirklich nur wie Wahl zu haben zwischen Pest und Cholera.

  • Kornkreise, Politik und Ästhetik

    Viel zu sehr fordert die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage die Aufmerksamkeit, da bleiben am
    Rand einige wichtige Dinge liegen, die eigentlich mehr Interesse verdient haben.

    Mit Kornkreisen hatte ich mich vor einigen Jahren beschäftigen müssen, alldieweil ein Bekannter von mir mich damit nicht in Ruhe lies, regelmäßig in England unterwegs war und mir Geschichten erzählte und Bilder zeigte, die ich irgendwann nicht mehr "vernünftig" erklären konnte.

    Die Diskussion, wer die nun macht und wie die Entstehen ... interessierte mich weniger.

    Therorien und Gegentheorien.

    Gut, einige Informationen und Filme waren verblüffend. Bei mir liegt noch irgendwo eine DVD herum, auf der ein Mathematiker erläutert, das die Kornkreise Informationen enthalten, die über das menschliche Verständnis von Mathematik hinausgehen und die ihm geholfen haben, gewisse neue mathematische Erkenntnisse zu erlangen.

    Das spricht etwas gegen Menschen als "Täter".

    Dann habe ich irgendwo hier noch ein Video liegen, in dem zufällig eine kleine silberne Kugel ins
    Bild geraten ist, die dicht über den Feldern fliegt. Flugobjekte dieser Art sind mir nicht bekannt.

    Ich kenne persönlich Menschen, die Zeugen der Entstehung von komplexen Strukturen im Korn waren ... bzw.
    die bezeugen können, das diese Strukturen abends noch nicht da waren, am nächsten Morgen schon.

    Strukturen wie .... diese hier:

    http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/bildershows/kornkreise/01.html

    Am Computer lassen sich solche Dinge wohl mitlerweile leicht konstruieren, aber in der Dunkelheit mit einfachen mechanischen Instrumenten ... unter Zeitnot und der beständigen Furcht vor dem wütenden Bauern, für den dieses Korn bares Geld hätte bedeuten können?

    Überzeugt mich nicht wirklich.

    Jedoch ... faszinieren mich Kornkreise nicht, weil sie vielleicht "übernatürlich" sind, sondern wegen ihrer Ästhetik.

    Wunderschöne Muster.

    Gut, so was gibt es auch anderswo ... aber im Korn wirken sie noch viel beeindruckender - für das Bauchgefühl. Ist schon was anderes, als nur auf ein Blatt Papier kopiert.

    Als Pragmat ist es mir egal, ob es Ufo-Flotten von der Venus sind, die so etwas schönes produzieren, oder Elementargeister der Landschaft, die sich Gehör verschaffen wollen.

    Ich bin nur dankbar für die Schönheit, die dort geschenkt wird ... und würde die Verursacher bitten, dem pragmatisch orientierten Bauern, dessen Ernte man vernichtet, vielleicht einen kleinen materiell verwertbaren Ausgleich zu hinterlassen. Nicht alle sind so clever, den Schaden durch Eintrittsgeld zu kompensieren.

    Das diese Kreise in der Welt der Politik eine gewisse Beunruhigung hervorrufen, kann ich verstehen.
    Menschen, die alles beherrschen wollen, alles bis ins kleinste Detail verstehen müssen, um es dirigieren zu können, mögen solche Phänomene ganz sicher nicht leiden ... zumal es plausibel erscheint, das Menschen die unwahrscheinlichsten Verursacher mancher Kreise sind.

    Deshalb wundert es mich nicht, das Kornkreise vom Militär strikt observiert werden, denn aus dem Denken
    von Politik und Militär heraus lassen sich diese Kreise nur als Bedrohung der inneren und äußeren Sicherheit verstehen .... allerdings nur, wenn auch Politik und Militär sich sicher sind, das Kornkreise kein Menschenwerk sind.

    Und für´s gemeine Volk ... muß man ihre Existenz vehement bekämpfen - sonst fangen die nochan, an der Allmacht der modernen Zivilisation zu zweifeln.

    Und das könnte schlimme Folgen für Politiker haben, die, was Machterhalt angeht, einen sehr sicheren Instinkt haben.

    Und natürlich möchte ich mich bei meiner Blogfreundin "Shadow-behind-the-moon" bedanken, die mich nochmal auf dieses kleine Wunder aufmerksam gemacht hat....und bei der ich den Link geklaut habe.

  • Briefe an die Leser: Obama! Demokraten foltern nicht!

    Lieber Barrak,
    du kannst dich nicht darüber beschwehren, das ich dir nicht Zeit gelassen hätte, dich zu bewähren.
    Viele zogen über dich her, prangerten deine Lügen an, nannten dich Kapitalistenknecht und schlimmeres ... doch ich schwieg und gab dir Zeit.

    Zeit, zu zeigen, was wirklich in dir steckt. Zeit, das du zeigen konntest, das du die Hoffnungen von Millionen von Menschen nicht enttäuschen wirst.

    Die Welt hat dich mit offenen Armen empfangen, sie haben dich geliebt. Bei soviel Rückhalt hättest du
    viel erreichen können.

    Doch nun ... wird "Yes, we can"... zu einem dunklen Spruch, denn "machbar" ist vieles, und der Machbarkeitswahn der letzten Jahrzehnte hat uns einen Berg von Problemen beschehrt, die wir ohne ihn nicht gehabt hätten.

    Barrak, Demokraten unterscheiden sich von Faschisten jeder politischen oder gesellschaftlichen Richtung vor allem durch eins: SIE FOLTERN NICHT.

    Das läßt uns in den Augen einfältigerer Naturen schwach erscheinen, aber in Wirklichkeit macht uns das sehr stark. Das habt ihr gelernt beim Kampf gegen den rechten Faschismus ... die sind in Scharen als Kriegsgefangene zu euch übergelaufen, weil ihr Feinde als Menschen behandelt. Die Sowjetunion mußte sich jeden Meter Boden mit viel Blut erkaufen, weil er erbittert verteidigt wurde.

    Ihr seid durch Frankreich gerauscht, als gäbe es die Wehrmacht gar nicht mehr.

    Es war jedem klar ... ich bin zwar Feind, aber wenn ich mich ergebe, werde ich sofort zum Menschen...
    und werde auch so behandelt.

    Früher jedenfalls.

    Mitlerweile hat sich da wohl was geändert gehabt ... und das brachte euch viel Feindschaft ein.

    Du wolltest was anders machen, jedoch ... das geht nicht so:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,619492,00.html

    Nicht nur, das ihr die Folterer in eurem Land ungeschoren davon kommen lassen wollt, ihr wollt sie sogar mit aller Kraft schützen, wenn das "Ausland" (zum Beispiel der internationale Gerichtshof) die Folterer zu Rechenschaft ziehen wollen.

    Du scheust nicht nur den brutalen Bruch mit dem Erbe deines Vorgängers, wie DER SPIEGEL so blümerant formuliert ... du schützt die Täter und gerantierst ihnen Narrenfreiheit.

    Und das, was sie getan haben, war wirklich nicht von schlechten Eltern ... nur halt "smart", wie ihr so gerne seid: bloß keine Spuren hinterlassen!

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,619618,00.html

    Aber Folter, Barrak, ist auch Folter, wenn sie keine körperlich bleibenden Schäden hinterläßt, denn Geist und Seele sind dort wichtig - und die unterscheiden nicht die verschiedenen Formen von Todesangst.

    Vielleicht ist es ihnen sogar unheimlich, wenn die Täter sich von vornherein absichern ... denn dann laufen sie auch in Zukunft frei herum und können jederzeit überall wieder zuschlagen.

    Demokraten foltern nicht, Barrak, und wer foltert ... ist kein Demokrat.

    So einfach ist das.

    Bist du Demokrat? Einer Partei dieses Namens gehörst du an, glaube ich. Doch das besagt erstmal nichts.
    Was ich meine ... weißt du, welche Werte, Normen und Gesetze Demokraten auf ihre Fahnen geschrieben haben, für welche Ideale sie kämpfen und zu sterben bereit sind, wenn es sein muß?
    Das sie wissen, das eine bessere Welt machbar ist ... und das sie die Welt schon sehr verbessert haben, das es viel schlimmer gekommen wäre, wenn es sie nicht geben würde, diese Demokraten?

    Scheinbar weißt du das nicht, wenn ich diesem Bericht Glauben schenken darf:

    http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=16042009ArtikelGiraldi1

    Ist es wahr, das du mitlerweile eine gewisse Sympathie für den konzentrierten Demokratieabbau in den USA
    entwickelt hast? Wie erklärst du das den Menschen, die dir vertraut haben?

    Angst davor, den Kennedys zu folgen?

    Oder Bar bezahlt worden?

    Muß man sich das so erklären, um die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit verstehen zu können?

    Ich frage ja nur mal nach:

    Jetzt ziemlich skeptische Grüße: Eifelphilosoph

  • Der Widerstand organisiert sich!

    Endlich tut sich was in Deutschland. Endlich kommt Bewegung in das Land.

    Das Volk nimmt den Terror nicht mehr gelassen hin.

    Mitarbeiterbespitzelung, Krankendatensammlung, bescheidene Arbeitsbedingungen ... wen interessiert das schon.

    "Wir arbeiten gern bei LIDL!":

    http://wkw-fan-blog.blog.de/2009/04/17/lidl-mitarbeiter-gruppieren-wkw-arbeite-gerne-lidl-5961852/

    Ja, da sieht man mal, was das Volk wirklich will!

    Und wo die wahren Terroristen sitzen!

    Das sind diese überbezahlten Linksjournalisten, diese perversen Enthüllungsblogger, diese wirtschaftsfeindlichen Datenschützer, diese demokratiefreundlichen Profitfeinde, diese Dummköpfe, die lieber den edlen und aufrichtigen Politikern das Geschäft vermiesen wollen und sogar das Privatfernsehen attackieren, die im superbilligen Warenangebot eines aufrichtigen Unternehmers, der nur Gutes für sein Land will, Produkte aus Kinderarbeit anprangern, die Wurst schlecht machen und die Milch sauer.

    Denn die Welt ist voll in Ordnung.

    Aber das will den Informationsterroristen nicht in den Kram passen, die kommen damit an, das für unsere Fischstäbchen und Seelachsfilets weltweit 40% der gefangenen Fische umsonst krepieren, das unsere Steaks
    die Ozonschicht zupupen, unser Alkohol das Volk verseucht und unsere Süssigkeitenbatterien die Kinderzähne vergiften.

    Das ist doch alles nur der blanke Neid.

    Aber nun wird zurückgeschossen! Generation Doof macht ernst!

    Unter der Führung von RTL und Bertelsmann (den neuen Besitzern von WKW) versammeln sich die bescheidenen und dienstbaren Geister des Konzerns, machen ganz uneigennützig ihre Chefs auf sich aufmerksam (und wehe, wenn nicht: "Arbeiten Sie etwa NICHT GERN bei uns!!!) und zeigen "denen" mal, wo der Hammer hängt!

    Neue Gruppen sind in Vorbereitung:

    "Ich lasse mich gerne abhören und speichern!"

    "Wenn ich krank werde, kündige ich selbst!"

    "Meine Frau gehört meinem Chef auch nachts!"

    "Ich bin so blöd und werd´ auch noch gefüttert!"

    "Ich hau´ der linken Sau auf´s Maul!"

    "Merkel ist die Widergeburt der Göttin Athene!"

    "Ich bin stolz, ein Anlageberater zu sein (und habe gerade günstige Angebote)!"

    "Ich arbeite umsonst und doppelt so lange wie die anderen!"

    "Ich bezahle BAR für meinen Arbeitsplatz!"

    "Dieter Bohlen for President!"

    "DSDS statt Bundestag und Neujahrsansprache!"

    "Fußball statt Bildung".

    "Verona Feldbusch als Königin von Deutschland!"

    "Mein Gehirn ist fort, ich will stattdessen RFID und Mikrochip!"

    "Bankerfans gegen Betrügermobbing!"

    "Für unsere Leistungsträger schlag ich meine Kinder selbst ... und film´ dabei!"

    "Ich bin doof und stolz darauf!"

    "Ich fall´ keinem zur Last, wenn´s sein muß, mach´ ich Schluß! ... soziale Suizidgruppe für Arbeitslose und chronisch Kranke!"

    ... und ... schon was für euch dabei?

    Da kommen noch mehr. Seit dem Aufkauf der Internetplattform Wer-kennt-wen durch RTL (Bertelsmann) entwickeln sich dort ... rein zufällig ... die merkwürdigsten Blüten.

    Und hier glaubt noch irgendjemand an Aufstand?

    Höchstens, wenn gerade nichts im Fernsehen kommt.

    Die beste Aufstandsbekämpfung ist nach wie vor die Sportschau, wenn Holland gegen Deutschland spielt, schweigen die Waffen....und man kann sie in Ruhe einsammeln.

  • Die wunderbare Welt der Lungentannen

    Manchmal gibt es Nachrichten, die lohnt es sich anzuschauen, auch wenn´s eklig ist. Dazu gehört die wunderbare Welt der Lungentanne.

    Russische Ärzte hatten in der Lunge eines 28-jährigen Patienten nicht das erwartete Krebsgeschwür gefunden ... sondern einen Tannenzweig.

    Zu groß zum Einatmen ... und wachsen konnte der da auch nicht.

    http://videos.t-online.de/

    Trotzdem war er da ... und wird wahrscheinlich schnell wieder verschwinden, da er unangenehm an Charles Fort erinnert, der in den dreißiger Jahren in mehreren Büchern gezielt auf dieses Phänomen hingewiesen hat ... Dinge, die an Orten auftauchen, wo sie unmöglich hingekommen sein können - z.B. lebende Frösche in geschlossenen Steinen.

    Nun ... wer Fort gelesen hat ... einen Bericht nach dem anderen, der weiß, das Dinge an unterschiedlichsten Orten auftauchen können ... und kann darum auch damit leben, das Tannenzweige in Lungen erscheinen.

    Wer Fort nicht gelesen hat ... braucht jetzt eine Riesenlogikkette, um den Tannenzweig zu erklären.

    Also: viel Spaß dabei!

  • Kahlschlag bei Sozialleistungen!

    Es ist doch noch an der Zeit, eine Sturmwarnung durchzugeben.

    Kahlschlag bei Sozialleistungen droht.

    Aus dem Krisenticker des Managermagazins erreichte uns heute folgende Nachricht:

    16.25 Uhr: Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hat die Parteien vor Kürzungen der Sozialleistungen infolge der Wirtschaftskrise gewarnt. "Wir brauchen doch gerade jetzt viel Geld, um wirklich zu helfen. In schlechten Zeiten ist Fürsorge des Staates gefordert. Da sollte man Leistungen nicht kürzen. Genau so, wie man in guten Zeiten gut haushalten und Geld nicht unnötig ausgeben sollte", sagte Weise den "Nürnberger Nachrichten".

    Jetzt wird sich manch einer Fragen: was will den die Redaktion vom Eifelphilosophen mit dieser Nachricht?
    Da droht doch gar kein Kahlschlag - und auch das manager-magazin weiß doch darauf hin, das es keinen Kahlschlag geben soll.

    Stimmt.

    Aber jeder Langzeitarbeitslose weiß genau, was schlechte Zeiten waren, wie gut es ihm damals ging und was ihm die Not eingebracht hat: hartz iv - Gleichstellung mit Sozialhilfeempfängern.

    Dabei sollte doch in schlechten Zeiten die Fürsorge des Staates gefordert sein ... da hat der Herr Weise ja ganz recht. Doch während in guten Zeiten hemmungslos Arbeitslosenversicherung einkassiert wurde, gab es in schlechten Zeiten nicht etwa das Geld zurück ... sondern man durfte erstmal nochmal zahlen, sein mühsam erspartes Vermögen aufbrauchen (das sich von dem Vermögen reicherer Menschen dadurch unterschied, das es sich eben nicht via Zins und Zinseszins von selbst vermehrte ... und somit noch zur normalen produktiven Arbeit anhielt).

    Und dann gab es als Dank für die Abzocke noch Existenzminderminimum und Hausarrest, zusätzlich zu einem Haufen Schmähschriften, die "interessierte Kreise" so gern verfassten.

    Wenn nun einer daherkommt und warnt, man sollte jetzt nicht kahlschlagen ... warum tut der denn das?

    Er hätte doch auch gar nichts sagen können ... der Kahlschlag war doch noch gar nicht im Gespräch.

    Nun, das übliche Muster neudeutscher Politik.

    Erstmal eingeben: das sollten wir nicht machen.

    Und am Ende: wir konnten leider nicht anders.

    Mir will schwanen ... da wird was ganz fieses hinter den Kulissen diskutiert - und entweder wollte Weise weise warnen ... oder schonmal den Ball bereitlegen für das Elfmeter.

  • Bürgerkrieg in Erfurt

    Nur kurz mal eingetaucht in die Geborgenheit philosophischer Reflexion holt mich der Alltag gleich wieder ein. "Bürgerkrieg in Erfurt" scheint ein gewagter, gewaltiger Titel zu sein, doch die Bilder sprechen eine andere Sprache:

    http://grilleau.blog.de/2009/04/17/terror-kriegzustand-5960767/

    (So, Grilleau, jetzt habe ich mal bei Dir geklaut. Das muß auch mal sein.)

    Es wundert mich ... gerade in Erfurt. Erfurt ... das war da, wo ein Bildungswohlstandsbürgerkind seinem Frust mal so richtig Luft gemacht hat.

    Als Politiker würde ich es eigentlich begrüßen, wenn Jugendliche sich zu sinnvollen Zwecken organisieren, anstatt mit der Knarre in der Hand Lehrpersonal und Schüler in den endgültigen Ruhestand zu schicken.

    Sicher, es gibt Gesetze, die auch Jugendliche beachten müssen.

    Und Hausbesetzungen sind illegal.

    Wenn jedoch das Haus sowieso leer steht, die Jugendlichen eh´ keine Arbeit haben ... kann man da nicht mal Allgemeinwohl vor Konzernwohl stellen?

    War beim Kauf des Geländes nicht bekannt, das sich dort ... wenn auch illegal ... ein erstaunliches
    und von der Presse sogar gelobtes Projekt entwickelt hatte?

    Und auch, wenn der Rechtsstaat dort der Meinung ist, das Besitzrecht vor Allgemeinwohl geht ... muß man dann mit derart martialischer Gewalt auftreten?

    Noch nie gehört, das Gewalt Gegengewalt erzeugt ... immer und überall?

    Ich hätte gehofft, das man wenigstens in Erfurt weiser gewesen wäre. Wenigstens dort kann man sich nicht herausreden, man hätte von diesen Zusammenhängen nichts gewußt.

    Jedoch ... Antiterroreinheiten vom Hubschrauber abgeseilt ... gegen Hausbesetzer?

    Also ... zu meiner Zeit reichte es, wenn der freundliche Kontaktbereichsbeamte gesagt hat: das geht hier nicht so weiter, Jungs, aus folgenden Gründen ...

    Dann hätte man verhandelt - und wäre abgezogen.

    Nun...zu meiner Zeit wußte man auch noch, warum das Grundgesetz das Gewaltmonopol beim Staat angesiedelt hatte - man wußte es nicht nur, man hatte sogar verstanden, warum das Sinn macht.

    Zu meiner Zeit wurden auch die grundgesetzlich garantierten Menschenrechte noch im Unterricht durchgepaukt ... bis man sie nicht mehr höre konnte. Und ebenso wurde gegen "Vorurteile" angegangen, was besonders nervig war, weil wir noch gar keine hatten.

    Heutzutage scheint man den jungen Menschen anderes beizubringen.

    Die einen verstehen nicht mehr, warum Besitz gesetzlich geschützt werden muß und warum das Gewaltmonopol beim Staat bleiben muß ... die anderen haben von Verhältnismäßigkeit der Mittel noch nie etwas gehört, ebensowenig davon, das auch Hausbesetzer und ihre Sympathisanten Menschenrechte haben.

    Mit Hubschrauben dicht über Menschenmengen zu fliegen, ist schon an sich ein Akt des Terrors und der Aggression ... alldieweil die Hormone dann verrückt spielen und eine irrationale Angst erzeugen - die nicht nur zur Flucht animieren kann, sondern auch zum Angriff.

    Das war vielleicht gewollt.

    Und wenn es gewollt war ... dann ist das der Auftakt zur Tolerierung von Bürgerkrieg ... wenn nicht sogar die Bekanntgabe des ausdrücklichen Wunsches nach demselben.

  • Glück, Wahrheit, Liebe und das Bauchgehirn

    In seiner eigenen Wahrheit leben zu können und dürfen, sei eine Vorraussetzung für das Glücklichsein, habe ich mal gehört...und könnte ich mir auch vorstellen, das es wahr ist.

    Ich habe glückliche Menschen erlebt, die glücklich waren, wenn sie an Feen, Elfen und Gnome glauben konnten; Menschen, die glücklich sind, wenn ihre Wahrheiten behütende Engel einschließen durften oder
    gechanneltes von fernen Sternen. Andere waren wiedergeborene Atlanter oder die Inkarnation von Cäsar, Napoleon und Kleopatra gleichzeitig. Ich kenne aber auch Wissenschaftler, die ihre Wissenschaft lieben ... und ganz anders drauf sind als die häufig anzutreffenden Fachidioten jeder Fachrichtung, die studiert haben, weil Papa das so wollte.

    Weil ich meine, den Zusammenhang zwischen Weltbildern und Glück erkennen zu können und dem menschlichen Glück einen höheren Stellenwert einräume als der Dogmatik umfassender fremdbestimmter Weltbilder, bin ich zu einem Anhänger für selbstbestimmte Wahrheiten geworden...sofern sie das Leben anderer nicht beeinträchtigen. Letzteres geht leichter als man denkt, wenn man bedenkt, wie sehr moderne Gartenpflege allein schon in das Leben anderer eingreifen kann. So laut kann ein Weltbild selten werden.

    Seltsamerweise ... bin ich ja eigentlich per Definition jemand, der "Wahrheit" lieben sollte. Wie kann es dann sein, das ich so einer Beliebigkeit das Wort rede?

    Ganz einfach ... in der Methodik bin ich gnadenlos. Wenn ein positiv Denker, also jemand, der meint, Gott hätte den ganzen Tag nichts anderes zu tun als seine Wünsche zu erfüllen, mir so mit seiner Methodik daherkommt, dann weise ich ihn gerne darauf hin, das sein Gott ausdrücklich ... will, das der Mensch tut, was ER will - und nicht umgekehrt. SEIN Wille solle geschehen - nicht der des Menschen. Er KANN dem Menschen helfen bei seinem Leben, MUSS es aber nicht zwangsläufig tun, wenn er andere Wege im Sinn hat.
    Somit ist diese Wunscherfüllungsautomatik nicht mehr gegeben ... und wird letztendlich sogar zu allgemeingefährlichem Nonsens, wie die Geschichte dieser Frau, die so toll und intensiv positiv gedacht hat, sich so rein und voller Liebe gemacht, um die 50 Millionen zu bekommen - und es sechs Monate lang unterließ, auch nur eine Rechnung zu bezahlen. Gut, ihr Geschäft ist bankrott, mit dem Geld hatte Gott scheinbar was anderes vor, sie ist in einer Anstalt, alldieweil nach ihrer Logik Gott sie fürchterlich hassen muß, um ihr so etwas anzutun. Es ist allerdings nicht ihre Logik, sondern die Logik eines US-amerikanischen Volksverblödungsprogramms der weicheren Sorte.

    Seine Wahrheit zu lieben ... kann allerdings auch sehr glücklich machen. Und ist ein außerordentlich preiswerter Weg zum Glück.

    Und ... man steht auch nicht allein damit. Ein wenig Hilfe gibt der Körper dabei ... so aus dem Bauch heraus. Das Gefühl kennt jeder ... doch wo es herkommt, war bislang unerklärt. Scheinbar haben wir aber extra für diese Gefühle ein zweites Gehirn:

    http://www.pflegewiki.de/wiki/Bauchgehirn

    Ist auch gut so, denn der Verstand allein ... macht selten glücklich: man schaue sich mal das Privatleben von Immanuel Kant an. Wer das studiert hat, wird nie wieder eins seiner strikt vernünftigen Bücher anfassen....was schade wäre, denn man lernt in ihnen viel über die Möglichkeiten der Vernunft ... und über ihre natürliche Grenzen.

    Es ist nicht so verkehrt, einer Wahrheit zu trauen, die "aus dem Bauch kommt".

    Das menschliche Bewußtsein kann sieben Informationen pro Sekunde verarbeiten ... das Unterbewußtsein
    nimmt 10000 Informationen in der Sekunde auf.

    Wäre nicht schlecht, wenn es eine Instanz in uns gäbe, die neben der Information "Oh-Frau-trägt-Wasserkrug-schöne-Beine-schöner-Hals" auch nebenbei ein unangenehmes Bauchgefühl produziert, weil die Information Tiger-hinter-ihr-im-Gras zwar vom Auge wahrgenommen wurde, jedoch vom Bewußtsein erstmal nicht registriert wird, weil das gerade was anderes zu tun hat.

    Scheinbar hat die Natur der Beschränktheit des Verstandes Rechnung getragen und ein Gefühlsgehirn
    integriert, das uns vor vielem schützen kann.

    Z.B. vor Lügen. Wie oft haben wir politische Informationen erhalten, Bilder gesehen, Menschen reden gehört ... und bekamen ein unangenehmes Gefühl im Bauch - da stimmt was nicht!

    Unser Bauchgehirn ist in der Lage, auch non-verbale Kommunikation wahrzunehmen - auch den Teil, der
    nicht vom Gegenüber bewußt gesteuert werden kann.

    Und da hört man schon mal Bush oder Obama schöne Worte sagen ... aber nonverbal - winzige motorische Bewegungen im Gesicht, nur mit Mühe und intensiver Schulung bewußt wahrnehmbar - kommt eine ganz andere Botschaft an und unser Bauchgefühl macht Probleme.

    Wenn der Verstand nicht mit einer gezielten Verschwörungstherorie dagegen arbeitet, steht uns dieses Bauchgefühl bei unserem Glücksempfinden ganz schön im Wege herum. Ist die Theorie jedoch plausibel ... entspannt sich der Bauch und wir können wieder in Harmonie mit ihm, der Wahrheit und dem Rest der Welt glücklich vor uns hinleben - nur der Ausblick auf die mögliche Wirklichkeit, die der Verstand im Rahmen der Theorienbildung erhascht hat, die können wieder ... beunruhigend sein.

    Autoverkehr ist aber momentan für uns real immer noch bedrohlicher als Illuminatenverschwörungen ...
    hoffe ich wenigstens.

  • Die Beliebisierung von Wahrheiten und der menschliche Horizont

    Manchmal macht es Spaß, Wörter zu erfinden.

    Beliebisierung ist so eins, das Freude macht.

    Gemeint ist damit die fortschreitende Aufhebung des Wirklichkeitsanspruches für Wahrheiten in der modernen Gesellschaft.

    Beliebisierung eben. Ist alles egal. Hat keine Auswirkung.

    "Wahrheit" ist nun ein extrem philosophische Thema - so kompliziert, das man sich ihm kaum zu nähern wagt.

    Deshalb machen es sich die bequemeren Philosophen es lieber noch bequemer indem sie bekennen:
    "Ich weiß, das ich nichts weiß".

    Dafür reden die aber noch viel mehr als die, die wirklich nichts wissen.

    Einfach gesagt....haben wir zwei Möglichkeiten, zur Wahrheit zu kommen - jedenfalls zu einer Wahrheit, die das menschliche Auffassungsvermögen nicht übersteigt.

    Hier ist nicht gemeint, das die Generation Doof das verstehen muß (oh weiah, mit dem Anspruch müßten wir uns die Erde wieder als Scheibe denken, sonst sind die völlig überfordert), sondern das der Durchschnittsverstand es verarbeiten und in bestehende Weltbilder einarbeiten kann.

    Der eine Weg ist der Weg der Empirie, der Erfahrung, der andere Weg ist der Weg der Ratio - also der Vernunft.

    Entweder lassen wir als wahr gelten, was wir erleben, oder als wahr, was logisch erscheint.

    Beide Wege sind an sich nicht verkehrt ... jedoch heutzutage kaum mehr lebbar.

    Der Empiriker zum Beispiel würde kein Problem mit dem "Geistersehen" haben. Er braucht nicht unbedingt ein logisches System, zu dem die Beobachtung paßt, er nimmt Wahrnehmungen jeder Art einfach ganz ernst ... was sollte man als Mensch auch sonst machen.

    Der Rationalist jedoch findet keinen logischen Grund, diese Erscheinungen in sein Weltbild einzuordnen und definiert sie deshalb heraus. Das ist auch sein gutes Recht, strapaziert er doch den Empiriker selbst mit der Forderung nach der Existenz des lieben allmächtigen Gottes ... den der nicht akzeptieren kann, weil er so sich einfach der empirischen Forschung entzieht.

    Warum wir heute nun in einer Welt leben, aus der Gott und Geister verbannt sind, liegt allein an der Beliebisierung der Wissenschaften.

    Beide Strömungen an sich können zu allgemeingültigen Wahrheiten führen.

    Fängt man jedoch an sie zu vermischen ... werden Wahrheiten in jeder Richtung und Hinsicht vollkommen beliebig...und einem politischen Dogmatismus, einer Diktatur der bewußten Lüge sind Tür und Tor geöffnet.

    Und so ... werden Wahrheiten gerade produziert. Man springt zwischen Empirie und Ratio hin und her ... wie es gerade mal paßt.

    Ufo´s und Kornkreise ... sind Bestandteil der Empirie. Werden gesehen, passen aber nicht in manches Weltbild - sind also irrational.

    Außerirdische in einem unendlichen Universum sind rational äußerst wahrscheinlich ... aber noch nie offiziell gesehen worden - sind also empirisch nicht faßbar. (PS: Ufos ... sind nur unbekannte Flugobjekte ... an sich noch keine außerirdischen kleinen grauen Männchen. Könnten auch rein energetische Lichtphänomene sein ... wird man nie erfahren, weil sie der Beliebisierung zum Opfer gefallen und somit aus dem Kreis der wissenschaftlich Bearbeitbaren Objekten herausgefallen sind).

    Somit ... aus dem beliebigen hin- und herspringen zwischen Empirie und Ratio ... wird Wissenschaft schwer möglich. Aber Weltbilder absolut manipulierbar (im negativen Sinne des Begriffes Manipulation), beliebig
    steuerbar. Man kann bewußt entscheiden, wie das eigene Weltbild aussehen soll.

    Wenn das jeder für sich macht, ist das auch völlig in Ordnung. Nur als Vorschrift von Autoritäten ans Volk ... wird´s brandgefährlich, weil dann die politische Dimension von Weltbildern Handlungen und Entscheidungen beeinflussen kann.

    Der einzige limitierende Faktor für Weltbildentwürfe ist....der individuelle Horizont.

    Und der ist bei jedem anders.

    Ich interessiere mich am Rande für Verschwörungstheorien. Ich war selbst an Verschwörungen beteiligt, habe mit Verschwöreren zusammengearbeitet und ihre Methoden studieren können ... deshalb übersteigt die
    Vorstellung, es könnte Verschwörungen geben, nicht meinen Horizont, sie sind für mich Weltbildimmanent.

    Ich wäre aber niemandem böse, wenn er Verschwörungstheorien an sich ablehnt, weil der persönliche individuelle Arbeitsspeicher schon mit der Verarbeitung des staatlich definierten Alltagsweltbildes seine Probleme hat, dann noch Werbung zu verarbeiten hat und somit keine freien Kapazitäten mehr, um zusätzliche Faktoren in das Weltbild einzuarbeiten.

    Ich beschäftige mich mit Verschwörungstheorien allerdings am liebsten als Erkenntnistheoretiker, nicht als
    politischer Mensch. Mir ist es wichtig, das zentrale Momente der Theorienbildung berücksichtigt werden,
    das Ergebnis interessiert mich weniger ... es berührt mein Weltbild nicht, ob Außerirdische die Erde besuchen, ob die Nasa mit Superlasern Kornkreise ins Gemüse schnitzt oder ob nine-eleven von der Regierung
    inszeniert wurde ... angesichts dessen, was die USA in ihrer Geschichte alles angestellt haben, scheint es mir angemessen, davon auszugehen, das die auch da dran gedreht haben ... bis sie mir das Gegenteil
    bewiesen haben. Die Indizien sprechen allerdings dafür, das ... dran gedreht wurde. Wie üblich.

    Und ich finde es viel interessanter zu sehen, wie meine Mitmenschen mit komplexer Theorienbildung, die an sich ja weder strafbar noch falsch ist, sondern Grundlage jedes wissenschaftlichen Arbeitens, umgehen.

    Denn ... das ist viel amüsanter.

    Da gibt es beispielsweise einfache Hilfsarbeiter ... deren Arbeitsspeicher absolut komplexe Theorien verstehen, verarbeiten und erweitern kann.

    Und andererseits hochqualifizierte Akademiker (vor allem im IT-Bereich) die ganz schnell an ihre Definitionsgrenzen stoßen...ohne sich dessen sonderlich bewußt zu werden. Emotional bemerken sie ihren Mangel schon ... und reagieren deshalb auch emotional und oft ungewöhnlich irrational, weil gerade sie in dem Bewußtsein leben, doch intellektuell überlegen zu sein.

    Das trifft jedoch nur zu, wenn man sich für den rationalen Bereich der Erkenntnistheorie entschieden hat.

    Aber dadurch ... wird der empirische nicht falsch.

    Insgesamt zeigt es nur, das nicht jeder ein Bildungsniveau erlangt hat, das seinem Arbeitsspeicher entspricht ... wie auch nicht jeder Computer das leistet, was er maximal leisten könnte, sondern nur das, wozu er gerade benutzt wird. Meiner z.B. ist eigentlich eine bessere Schreibmaschine ... und ziemlich modern. Der könnte auch deutlich mehr. Andere haben ein Bildungsniveau schriftlich bescheinigt bekommen,
    das sie mit ihrem Arbeitsspeicher nur mit Mühe bewältigen können ... kommt nur ein bischen mehr dazu ...
    friert der Bildschirm ein.

    Die Bereiche Intuition bzw. Mystik muß ich jetzt mal unbehandelt lassen ... wiewohl sie erstaunlicherweise auch den ansonsten trockenen Bereich der Erkenntnistheorie berühren - doch das würde hier wirklich viel zu weit führen.

  • Der wahre Grund für die Wirtschaftskrise: Bildungsnotstand bekämpfen

    Endlich endlich endlich habe ich den wahren Grund für diese Krise gefunden. Schon in dem Artikel über die Internierungslager war mir aufgefallen, das der Baubeginn der Krisenbewältigungsanlagen ja deutlich vor Beginn der Krise war.

    Das erinnerte mich daran, das Unstimmigkeiten dieser Art häufiger in den USA auftauchen; so fand ich einst heraus, das in den Haushaltsjahren 39/40 die überaus friedliche amerikanische Nation insgesamt 15 hochmoderne Schlachtschiffe bewilligte, die gößtenteils "zufällig" zu Beginn des japanischen Überfalls
    auf Pearl Harbour (von dem wir ja wissen, das die USA dort bewußt auf Gegenwehr verzichtet hatte, um das Volk in den Krieg zu treiben)fertig wurden, während die Japaner die aus dem ersten Weltkrieg stammenden Altlasten entsorgte. (Quelle: Weyers Flottentaschenbuch, Reprint der Ausgabe 1944 von 1982)

    So hatten die USA auf einmal ... ganz ohne einen Krieg zuvor gewollt zu haben ... die stärkste Schlachtflotte der Welt gebaut - und in Auftrag gegeben, lange bevor ein Kriegseintritt überhaupt denkbar war. Gut, fertiggestellt wurden nicht alle, das Pearl Harbour zeigte, das Flugzeugträger das Mittel der Wahl in der Zukunft sein werden. Davon hatte man sicherheitshalber auch gleich 24 in Auftrag gegeben -
    der einzige, der in Pearl Harbour war, lief einen Tag vor dem Angriff zu einer unplanmäßigen Übung aus und war für die Japaner somit unerreichbar.

    Jetzt hat mir Klaus-ist-wieder-da-und-zwar-mehr-als-zuvor eine Studie zukommen lassen, die alles in einem ganz neuen Licht zeigt:

    http://www.doxtop.com/browse/e47e7fe4/bw-blog-3-die-bevorstehende-bildungsnot.aspx

    Eine Riesenbildungsnot drohte 2020 der Wirtschaft, so die Unternehmensverräter von McKinsey.

    Voraussetzung dafür war aber ... ein Wachstum von 1,5 %.

    Gott sei Dank hat die Krise jetzt diesen Bildungsnotstand verhindert - da hätte ja weiß Gott was passieren können.

    Natürlich traue ich den Unternehmensberatern nicht, alldieweil sie eher Unternehmensverräter sind ... doch das ist ein anderes Thema.

    Spannend natürlich auch, das die Unternehmensberater immer nur einen Notstand sehen, wenn es um Mangel an effektiv ausbeutbaren Menschenmaterial geht.

    Ansonsten ... wo Bildung kein Gewinn ist ... scheint sie nicht so wichtig zu sein.

    Na ja ... die "Generation Doof" ist ja nicht auf Bäumen gewachsen oder von der Venus eingeflogen worden
    (allerdings bin ich mit bei letzterem nicht so ganz sicher, wenn ich mir sehe, was die so von sich geben .... scheint doch manchmal der IQ einer normalen Kartoffel größer zu sein).

    Was soll man auch anfangen mit Schülern, die über Menschenrechte, schädliche Wirkung von Vorurteilen,
    Zusammenhang zwischen Demokratie und Sozialstaat umfassen informiert werden.

    Die verbringen ihre Zeit doch nur konsumverweigernd auf irgendwelchen kaum Gewinn bringenden Demonstrationen, gründen Bürgerinitiativen, Parteien, Vereine, wollen überall mitreden, weil sie den Eindruck haben, in einer Demokratie sei das so üblich, treten in Gewerkschaften ein, organisieren Streiks und Autobahnsperrungen, Betriebsbesetzungen oder engagieren sich sogar in Betriebsräten.

    Vor diesem profitgefährdenden Schaden muß man die Wirtschaft unbedingt bewahren.

    Darum ... einfach mal eine klar vorhersehbare Krise her (damit die "richtigen" Menschen ihr Geld schnell in profitable Sachwerte investieren können) und runter mit dem Wachstum.

    Schon ist Schluß mit dem Bildungsnotstand. Jetzt haben die Leute wieder andere Sorgen, als sich um
    die Grundlagen der Notwendigkeit von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für eine funktionierende Demokratie zu kümmern.

    Und Wirtschaft ... ist immer da am effektivsten, wo Demokratie am wenigsten vorkommt.

    Deshalb fanden die schon Adolf Schiklgruber aus Braunau am Inn (später bekannt als GröFaZ Hitler) zu
    sahnemäßig geil, weil man bei dem wieder so richtig schön verdienen konnte ... wie z.B. IBM an diesen
    Konzentrationslagerinsassenregistriermaschinen...den Vorläufern der modernen Datenverarbeitung.

    Und wo Geld fließt, kennt "Wirtschaft" weder Bildung, noch Demokratie, noch Feinde.

    Ach ja ... der vor kurzem gemeldete Ingenieurmangel scheint auch wieder vorbei zu sein, meldet jedenfalls heute die Eifeler Zeitung. Da besteht schon nach wenigen Wochen wieder ein Überschuß ... aber die Leute sind jetzt durch Hartz IV alle gut versorgt.

    Hatte ich noch nie dran gedacht ... Hartz IV ist ja für viele Jungakademiker nun ebenfalls der Einstieg ins Arbeitsleben ...

    Wahrscheinlich bekommen die erstmal Tabak und Alkohol, um sich dem Feindbild auch entsprechend anpassen zu können.

  • Sorry, ich habe technische Probleme... und Terrorwarnung Tankstellen!

    aus irgendwelchen mir nicht ganz erfindlichen Gründen erschien mein Beitrag zur Börse doppelt.

    Ich habe dann einen gelöscht und ... alle waren weg.

    Leider auch eure Antworten.

    Na ja, ich und Technik.

    Jetzt werde ich nie erfahren, ob ich die Manipulation der Börse aufgedeckt habe oder einfach die ersten Anzeichen von Altersdemenz sehr ernst nehmen sollte.

    Nun, wenigstens Gelegenheit, nochmal eine ernstgemeinte Terrorwarnung loszuschicken:

    Bitte heute nicht tanken. Sozial und nur am Wohl des Verbrauchers orientiert, wie unsere Mineralölkonzerne sich nun mal gern in der Öffentlichkeit präsentieren, haben sie ein ganz besonderes Ritual eingeführt, um uns vor dem wohlverdienten Wochenende noch einmal eine richtig schöne Portion Alltagsterror zu spendieren:

    http://www.handelsblatt.com/technologie/news/freitags-ist-der-sprit-am-teuersten;2228500

    Natürlich werden die Konzerne mal wieder darauf hinweisen, das die Einkaufspreise gerade am Freitag
    besonders hoch sind, weil da alle noch mal für´s Wochenende die Lager auffüllen.

    Alle haben wahrscheinlich auch schon gemerkt, das vor Ostern die handelsüblichen Feiertagspreissondererhöhungen der Konzerne allseits unter Umgehung jeglicher Konkurrenz zu beobachten waren, doch der Vorwurf, es würde sich hier um Absprachen handeln, scheint mir doch sehr aus der Luft gegriffen:

    http://www.handelsblatt.com/technologie/news/autoclubs-mineraloelkonzerne-kassieren-ab;2232526

    Immerhin machen die das doch seit 30 Jahren so ... wozu sollten die sich denn jetzt auf einmal miteinander absprechen?

    Ob jemand meine Warnung ernst genommen hat oder nicht, heute Tankstellen zu meiden, werde ich bald wohl meinen Versicherer fragen können.

    Jenseits aller Diskussionen um bedenkliche staatliche Überwachungen sind die Konzerne einen Schritt weiter.

    Nicht nur, das sie illegale Datenmengen sammeln oder abhören wie die Weltmeister, nein, sie machen sich auch immer neue Gedanken darüber, wie sie ihre Interessen schützen können.

    http://www.handelsblatt.com/technologie/technik/versicherer-testen-ueberwachung-im-auto;2237895

    Und da es sich hierbei halt nicht um staatliche Überwachung handelt, sondern um Kontrolle der Kundenangaben aus rein versicherungstechnischen Gründen, der man in Zukunft wird zustimmen MÜSSEN, um überhaupt eine Versicherung zu bekommen.

    Toll, nicht wahr?

    Wofür die alle noch Geld übrig haben....

  • Stellenangebote gefällig?

    Nun, die Arbeitslosigkeit grassiert und auch American Express macht sich schon Sorgen darüber, weil viele Kunden ihre Kreditkartenschulden nicht mehr zurückbezahlen können. Da dachte ich mir heute morgen:
    Das muß nicht sein! Die Welt ist doch voller Möglichkeiten! Laß uns die Krise als Chance nutzen, sagen doch alle. Also habe ich mich mal etwas umgeschaut.

    Ein Stellenangebot ganz besonderer Art möchte ich dem geneigten Leser zuerst präsentieren:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handelsblatt-kommentar/aufsichtsraete-nur-bedingt-tauglich;2238454

    Tja, da zeigte sich doch mal, das die Herren, die bislang den Leistungsträgern auf die Finger schauten, eigentlich keine Ahnung von dem hatten, was sie da beaufsichtigen sollten.

    Nebenbei ... erfährt man auch, wozu die Pöstchen eigentlich gedacht waren: als Belohnung für
    Parteikarrieristen, die irgendwem irgendwann mal erfolgreich irgendwo hineingekrochen sind.

    Für Menschen, die dem System einen ganz besondern Dienst erwiesen haben, z.B. jenen "interessierten Kreisen", die aus Arbeitslosen gerne versoffene asoziale Untermenschen machen wollen.

    Bislang reichte angeblich "gesunder Menschenverstand" als ausreichendes Qualifikationsmerkmal, allerdings scheint er ... sehen wir uns an, was er angerichtet hat, dieser Verstand ... nicht ganz so gesund gewesen zu sein.

    Ob man dadurch die Aussage legitimieren kann, das in den Aufsichtsräten bislang nur kranke Kriecher gesessen haben, würde hier zu weit führen.

    Einer, der augenscheinlich jenen oben erwähnten "interessierten Kreisen" stehts gern zu Diensten war, bekommt folgerichtig auch ein ganz besonderes Pöstchen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,604202,00.html

    Ob das allerdings jetzt wirklich noch geschehen wird, wo man in Zukunft auf einmal Kompetenz anstatt dumme Sprüche in den Aufsichtsräten sehen möchte, scheint dann doch eher fraglich zu werden.

    Aber: der hat ja schon genug Pöstchen.

    Wer nun von den Lesern noch keine abgeschlossen Berufsausbildung hat und sich noch im Studium befindet,
    der kann natürlich erstmal kein Vorstand werden ... auch nicht, wenn er einer Partei angehört.

    Da hilft aber der CIA, der nun lustige gut bezahlte Ferienjobs für Studenten zu bieten hat:

    http://www.manager-magazin.de/koepfe/karriere/0,2828,619371,00.html

    Was man da alles lernen kann ... bleibt sicher geheim. Wie auch, was man zu tun hat ... und ob das Arbeitsangebot eigentlich wirklich nur ... befristet ist. Aber: so sind sie halt, die Geheimdienste,
    der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung, die sie aktiv mitgestalten wollen, immer einen Schritt voraus.

    Für Frauen gibt es nun auch wieder das seit langer Zeit bewährte Erfolgsmodell "Trümmerfrau" im Angebot

    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,608924,00.html

    Allerdings hält dieses Angebot nicht unbedingt, was es verspricht, jedoch zeigt es den üblichen Trend, das Männer immer dann gerne nach Frauen rufen, wenn sie nicht mehr weiter wissen aber alle anderen das leider auch schon bemerkt haben.

    Was man alles bedenken muß ... und wie die Männerbusinesswelt auf Frauen reagiert, zeigt ein meines Erachtens in vielerlei Hinsicht sehr anregender Interessanter Bericht aus dem Zentrum der Wirtschaftsmacht: dem Harvard Business Manager.

    Allerdings Obacht! Der Artikelt enthält einige Brechreizerreger ... obwohl oder weil er sehr nahe an die bedauerliche Realität kommt. Also, besser Tüten bereithalten, bevor es Bildschirm oder Tastatur erwischt.

    http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-612570.html

    Also ... wenn man das gelesen hat, und immer noch glaubt, die meinen das mit der Trümmerfrau wirklich ernst ... einfach mal fördern lassen. Ich persönlich, wäre ich Frau, würde jedoch die Herren lieber mal allein den Mist wegräumen lassen, den sie verbrochen haben.

    So, ich hoffe, American Express wird jetzt aufatmen angesichts der Perspektiven, die der Arbeitsmarkt infolge der Krise jetzt zu bieten hat.

  • Internierungslager in den USA

    Unser großer Bruder im Westen, die Heimat der Demokratie, wie sie sich gern mal nennt, hat ein ganz tolles Programm aufgelegt, um der Krise Herr zu werden: Internierungslager.

    In der Zusammenarbeit mit Armee, Geheimdiensten und allem was sonst noch an freiheitlichen demokratischen Grundrechten kein Interesse hat, wurde ein groß angelegtes Programm geschaffen, das nunmehr seiner Vollständigkeit entgegengeht.

    http://www.hintergrund.de/20090402382/politik/welt/vorbereitung-auf-zivile-unruhen-in-den-usa.html

    Tolle Idee.

    Michael Chossudovsky ist mit schon durch "Global Brutal" bekannt, ein feines Werk über die Machenschaften der Wirtschaftselite.

    Seltsam nur ... wenn ich mir so anschaue, was denn da alles gebaut wurde, dann kann das doch nicht sein, das die erst vor ein paar Wochen damit angefangen haben.

    Und wenn die früher damit angefangen haben ... ist dann die ganze Krisengeschichte auch wieder so ein geschickt inszeniertes Lügenszenario?

    Immerhin ... inzwischen hat man in den Resten des WTC-Staubs auch Reste von Sprengstoff gefunden.

    http://www.hintergrund.de/20090414388/globales/terrorismus/9/11-schwedische-wissenschaftler-entdeckten-sprengstoff-im-staub-des-world-trade-center.html

    Ein Schelm, wer übles dabei denkt.

    Wer profitiert von dem ganzen Mist?

    Die Reichen und Superreichen ... denn zur Finanzierung ihrer Verluste werden die Steuerkassen und die
    Rentenkassen geplündert.

    Hitler hatte mit ähnlichen Methoden die Autobahnen finanziert, auch ihm blieb nichts anderes übrig als einen feisten dicken Krieg vom Zaun zu brechen ... oder einfach Pleite zu gehen.

    Als Freund von Kindern und Schäferhunden hatte er sich dann für den Krieg entschieden, damit er sein Hundefutter noch weiter bezahlen konnte.

    Wie schön, das unser BKA jetzt schon intensiv Daten mit den USA austauschen darf:

    http://www.hintergrund.de/20080617211/hintergrund/11.-september-und-die-folgen/alles-terror-oder-was.html

    So können wir uns doch alle schon mal einen Platz in einem dieser neuen Lager reservieren. Die sind so groß, da passen doch auch sicher Systemgegner, Arbeitslose, Homosexuelle, Migrationshintergründler,
    Blogger, Journalisten, Demokraten und andere hinein, die dem Kapital an die Rendite wollen oder einfach so im Weg herumstehen.

    Das wäre für die kränkelnde deutsche Exportwirtschaft doch mal wieder ein Renner:

    Jobexport in den Osten und die freigewordenen Arbeitskräfte ab in den Westen, wo sie kostengünstig inklusive Animtionsprogramm, Logis und Unterkunft unterkommen können.

    Ach was, nein, in diesem Land passiert das nicht.

    Doch nicht in der Bundesrepublik Deutschland, wäre mit dem Grundgesetz doch gar nicht vereinbar, nicht wahr, Müntefering?

  • Psychopathen live! Hier beim Eifelphilosoph!

    Liebe Freunde,

    heute bekam ich eine interessante Einladung zu einem nicht existenten Blog. Dafür war eine
    Nachricht angehängt, die folgendermaßen lautete:

    Text Anfang:

    Hallo Eifelphilosoph,

    Ich möchte dich gerne in meine Blog-Community einladen.
    Mein Benutzername bei blog.de ist: Auffliegenlasser

    Einfach hier klicken, um die Einladung anzunehmen:
    Einladung

    Meine persönliche Nachricht an dich:
    ---
    An:
    Betreff: Ich war so frei folgendes zu tun
    Nachricht: (von Eifelphilosoph gelöscht), Dickerchen, ich bzw. wir bezeifeln leider leider immer noch,
    dass Du auch nur eine einzige Anzeige gestartet hast, und um DIR zu beweisen,
    wie ernst es mir bzw. uns ist, habe ich mir erlaubt, Dir etwas zu zeigen, was auch an alle Deine Blogfreunde gehen wird, die sollen
    doch wissen, mit welchem geistes Kind sie es zu tun haben, oder?! Lese folgendes:

    Bestätigung Ihrer Einsendung
    Sie haben soeben erfolgreich eine Anzeige an die Polizei NRW abgeschickt und dabei
    folgende Angaben gemacht:
    Angaben zur Person

    (von Eifelphilosoph gelöscht)

    Angaben zum Vorfall und zur Tatzeit

    etc. usw. ........

    So, nun ist es einmal amtlich, und Du wirst sehen, mit Lügen
    wie Du sie verbreitest, kommst Du genau dorthin, wohin
    Du gehörst. Es geht mir hier nicht um Schadensersatzansprüche etc. , nein nein, lediglich
    ums Prinzip, Du bist eine Betrügerin, Verleumderin und Märchentante,
    wobei Letzteres wohl nicht strafbar ist und da Du mittellos bist, kannst Du
    ja im Falle eines mir zustehe Schadensersatzanspruches in Höhe von 5.000 €
    in Raten abstottern! Der Betrag schien der Polizei und meinem Anwalt angemessen.
    Nun ist Dir Dein Lachen bestimmt vergangen, macht aber nichts, warte erst, wenn Deine
    Blogfreunde eine Abschrift der mail bekommen und die Wahrheit ans Licht Kommt, die Arge
    richtig reagiert und und und...Carola, nun aber hurtig, poste etwas, nein nicht privat, das erreicht mich so-
    wieso oder warte einfach ab. Diverse Blogfreunde wie unser beliebter Etalon Michael und William die dumme Sau aus Monneheim etc.
    sind mit in die Angelegenheit einbezogen worden, Deine Schuld, Du hättest es vermeiden können. Ich würde diese Sache
    ernst nehmen, denn Du hast Dich diesmal mit den falschen Leuten angelegt und der Preis dafür ist hoch.
    Einen schönen Tag noch und immer schön darauf achten, wohin Du gehst.
    Löschen mus nicht sein, also Deiner dubiosen Beiträge, weil Screenshots Du verstehst
    Also bis später und viel Spaß noch :>>
    ---

    Text Ende

    Ich persönlich möchte den Author bitten, von solchen Maßnahmen in Zukunft Abstand zu nehmen.
    Mein Blog und die dazugehörige Mailbox ist nicht dazu geschaffen, seine persönlichen Neurosen auszuleben.
    Mich persönlich motiviert die Art des Schreibens, die Vorgehens- und Ausdrucksweise eher dazu, mich klar und eindeutig auf die Seite des Opfers zu stellen.

    Von einer irgendwie gearteten Aufdeckung oder Aufklärung finde ich in dieser Schmierennachricht keine Spur, aber einige deutliche Anzeichen auf die geistige Verfassung des Authors ... und die halte ich für immer bedenklicher.

  • Infotainmentterror.

    Schon seit eingen Wochen liegt es mir auf der Zunge, eine der zentralen Ursachen für die "Generation Doof" zu benennen und einen Terror zur Sprache zu bringen, der jeden Medienkonsumenten betrifft.

    Vor allen die Konsumenten der großen Medien, weniger die Konsumenten der Tageszeitungen und Blogger.

    Der INFOTAINMENTTERROR.

    Es gibt in der Flut der Informationen einige, die existentiell wichtig sind, nämlich die hier:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/440/465033/text/

    Der baldige Zusammenbruch der Sozialsysteme, der Tag, den Argentinien schon mal erlebt hat, der Tag, an dem Rentner, Arbeitslose, Kranke, staatliche Angestellte kein Geld mehr auf dem Konto haben werden, weil einfach mal so nichts überwiesen wird.

    Es ist eine Zeit, wo man eigentlich schnell die soziale, politische und gesellschaftliche Notbremse ziehen muß, um große Unglück zu vermeiden, eine Zeit, wo alle gesellschaftlichen Kräfte an einem Strang ziehen müßten, weil wir alle in einem Boot sitzen, das Titanic heißt und gerade den Eisberg gerammt hat,
    den die Leistungsträger gezielt angesteuert hatten, weil das Eis für den Scotch ausgegangen war.

    Aber kaum jemand nimmt es richtig wahr.

    Warum?

    Weil wir mit Nachrichten im Rahmen der neuen Infotainmentterrorkultur überschüttet werden, die uns von elementar wichtigen Nachrichten ablenken, aber im visuellen Eindruck gleichrangig danebenstehen, wie:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618999,00.html

    oder die:

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,619025,00.html

    oder die:

    http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,619046,00.html

    oder die:

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,618964,00.html

    oder dir:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,618072,00.html

    ... die Liste ließe sich endlos fortsetzen und macht aus dem Leser jemanden, der "Leben" nur noch als Betrachter erfährt, als Beobachter einer in ihrer Wichtigkeit beliebig erscheinenden Wirklichkeit.

    Erinnert an einen alten Witz.

    Ein Deutscher und ein Italiener fallen vom Empire State Building.

    10 Stockwerke.

    Italiener schreit, Deutscher bleibt ruhig.

    20 Stockwerke.

    Italiener schreit. Deutscher bleibt ruhig.

    30 Stockwerke.

    Italiener schreit. Deutscher bleibt ruhig.

    40 Stockwerke.

    Italiener stutzig, fragt: Sag mal, wir fallen gerade von einem Hochhaus und werden bald tot sein.
    Warum bleibst du so ruhig?

    Deutscher: Wieso die Aufregung? Also ... bisher ist doch noch alles gut gegangen, oder?

    Ist irgendwo nicht witzig, glaube ich. Also ... nicht wirklich.

    Bleibt wohl bald nur noch eine Hoffnung, geschrieben von Blogfreund Beathoven:

    Komponieren statt opponieren!

    Wir sind unsere eigenen Schöpfer und kommen nur aus dieser Misere heraus wenn wir unsere Gedanken auf positive Dinge richten und auch gefühlsmässig davon überzeugt sind, dass dies wirklich funktioniert.

    Alles andere sind konservative Vorstellungen des gesellschaftlichen Bewusstseins und Glaubenrichtungen - und dies funktioniert schon seit tausenden von Jahren nicht !

    Wir brauchen "nur" ca. 5 % der Weltbevölkerung, die sich diesen positiven, liebe- und machtvollen Gedanken wirklich "hingeben" - und das Gesamtbewustsein der ganzen Welt wird transformiert.

    Wollen wir mal hoffen, das das klappt.

    Denn ansonsten: ist bald Schluß mit lustig.

  • Geh´ doch nach drüben!!! Aber in den Irak?

    Ja, so hies es ja früher immer, wenn man das bundesdeutsche Ländle kritisierte.

    "Geh´ doch nach drüben!!"

    Nu´: ich war drüben, war auch nicht so prickelnd. Irgendwie gemütlich ... aber noch ganz schön viel braune Militaristenmist und Sozialfaschismus drin. Den wollte ich dann weder in schwarz noch in rot.

    Aber andere, die finden das toll:

    http://www.welt.de/politik/article3555333/Wolfgang-Clement-wird-Energie-Berater-in-Russland.html

    Ja, das ist so die "Rattenlinie" der Asozialdemokraten. Erst Parteikarriere, dann die eigenen Wähler verraten und letztlich mit viel Kohle im Sack "rübermachen".

    "Geh´ doch nach drüben" ... die machen es wahr.

    Andere können wohl beim nach drüben gehen überhaupt nicht mehr halt machen und landen gleich im Irak:

    http://www.welt.de/politik/article3544458/Bagdad-und-Babylon.html

    Touristenterror kennt keine Grenzen. Die ganze Welt ein großer Historikzoo und Erlebnispark für westliche Wohlstandsblasen.

    1,3 Millionen Tote, ständige Anschläge, Lebensgefahr ... kein Problem, keine Sehenswürdigkeit ist vor den Objektiven unserer beutegierigen Kameras sicher - auch wenn die Enkel dereinst den Fotomüll einfach in die Tonne hauen werden, egal.

    Hautsache, der moderne Herrenmensch macht wieder einmal von seinem Recht Gebrauch, jederzeit und überall jede Kultur aufsuchen und inspizieren zu dürfen, die er inspizieren will, um so weltweit seine kulturelle, finanzielle und kameratechnische Überlegenheit zu beweisen.

    Auch Terror, auch Imperialismus ... aber diesmal auch weniger reiche Einkommensschichten.

    Wird dadurch auch nicht besser.

  • Wahlkampf gegen Reiche mit befristeten Angestellten

    Manche Sachen sind einfach zu gut, die kann man nicht unter den Tisch fallen lassen. Deutlicher kann man selten merken, das wir uns momentan in einem schlecht geschriebenen Theaterstück befinden, das allenfalls
    die mit einer geringeren Auffassungsgabe gesegnete "Generation Doof" ruhigen Gewissens noch ihren Superstar suchen lassen kann.

    Die SPD ... man weiß: die Sozialabbaupartei Deutschland, hat ja jetzt ein neues Ziel. Sie machen jetzt Wahlkampf gegen die Reichen. So richtig Sozialdemokratisch feste. Da soll der Spitzensteuersatz für Einkommensmillionäre um 2,5 % steigen. Wow. Dickes Ding. Da kriegen die so richtig Angst.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/spd-macht-wahlkampf-gegen-reiche;2235145

    Dabei war doch schon immer klar, gegen wen die SPD am liebsten Politik macht: gegen die Armen, denn die traf die dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung deutlich heftiger, als diese 2,5 % die Einkommensmillionäre treffen wird - zumal deren Steuerberater dafür sorgen werden, das die wieder mal gar nicht zahlen.

    Aber ... schon mal ein schöner Testballon der SPD, wieder so ein richtiger verlogener Soziknaller der Extraklasse.

    Jedoch ... die Genossen können noch besser, setzen gleich noch einen drauf:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/die-abteilung-attacke-der-spd;2232433

    230 Genossen werden den Sieg der SPD erkämpfen. 50 sind nur befristet eingestellt, die fliegen wieder raus, wenn die Partei gewonnen hat.

    Ja, so stellt sich die Partei die Zukunft vor: Gemeinsam kämpfen, alleine abkassieren.

    War schon immer so. Das Konzept der Zukunft: ein Teil des Volkes bleibt dauerhaft vor der Tür.

    Dann arbeiten die, die drin sind, auch besser, werden weniger krank, sind optimaler melkbar.

    Die anderen ... holt man nur ins Boot, wenn man sie gerade mal braucht. Danach ... werden sie wieder in die Wüste geschickt.

    Und inzwischen ... findet man so etwas ganz öffentlich, zwei Artikel nebeneinander, die zusammengefügt die Verlogenheit und Blödheit einer ganzen Partei offenbaren - nur denkt sich mitlerweile niemand mehr etwas dabei.

    Man verläßt sich zu einhundert Prozent auf den Horizont der Generation Doof ... da ist es doch auch eigentlich egal, was man so erzählt, oder?

    Die wählen einen doch trotzdem, wenn man den richtigen Anzug trägt.

  • Glück durch Sein, echter Reichtum, der Manitou und meine Bücher

    (Jetzt sollte ein Artikel über die Abwehr von manisch-depressiven Psychopathen durch gezielte emotionale Kontrapunktion kommen, doch das Buch ist ... dorthin verschwunden, wo es garantiert nie wieder gelesen aber umsogerner besessen wird. Das animiert mich zu anderem...)

    Manche Menschen haben gerne. Sie haben gerne irgendetwas, und Hauptsache, viel davon. Zum Beispiel Bücher.
    Zum Beispiel MEINE Bücher. Sie werden sie nie lesen, geschweige denn überhaupt öffnen, aber es gibt ihnen ein besonderes Gefühl, diese Bücher zu HABEN, denn da ich sie gelesen und empfohlen habe, müssen sie ja gut sein und wenn dann Besuch kommt und man hat diese richtig tollen Bücher im Regal ... ja dann kann es doch sein, das der Besuch ganz beeindruckt nachfragt und man kann voll Stolz sagen: "Ja, die Habe ich auch (noch nie gelesen)".

    So stehen einige meiner elementar wichtigen und gern und oft zitierten Lieblingswerke nun konzentriert woanders herum, um dort ganz ungezielt wichtig tun zu können und zu verstauben, ohne jemals eine Chance zu bekommen, wieder benutzt zu werden.

    Schade eigentlich.

    Indianer (man verzeihe mir an dieser Stelle diesen oberflächlichen Begriff) waren nicht so Fan´s von Besitz. Sie waren mehr Freunde der Freude, des Abenteuers und des Glücklichseins.

    Und sie hatten viele Freunde. Überall waren kleine Manitous versteckt, die irgendwie gleichzeitig
    eins waren. In den Wolken, den Steinen, dem Wasser, der Kaffemaschine, der Matratze, der Zigarette (da besonders!) ... alles voller Manitous.

    Die gleiche Welt wie wir ... aber viel lebendiger. Wegen den Manitous. Und über allem: dem Große Geist, der über allem wacht.

    So konnte man glücklich und zufrieden ein erfülltes Leben leben (das allerdings mit der dahinsiechenden Existenz von Melkvieh wenig zu tun hatte, Melkvieh, desse größtes Abenteuer der letzten Woche es war, mal die neue Serie auf Sat 1 anzutesten) und sich wunderbar geborgen fühlen in einer reichen, lebendigen, lebenswerten Welt.

    Selbstmord aus Lebensüberdruß?

    Unbekannt.

    Ängste?

    Weitestgehend im Griff.

    Spaß?

    Aber Hallo! ... und nicht das, was Westerwelle meint - sondern jenes Lebensgefühl, das Kinder haben, wenn sie die Welt entdecken. Jeder kleine Stein ein Schatz, jeder kleine Stock ein Wunder, jede Feder eines Bussards ein Geschenk des Himmels und alles nur zu dem Zwecke geschaffen, das man sich wohlfühlen kann.

    Glück durch Sein ... Kinder und Indianer (die ja den ersten Entdeckern wie große Kinder erschienen) wissen noch, wie das geht.

    Na ja, und dann kam der weiße Mann ... und wollte haben. Und haben. Und haben. Und haben

    Manchmal denke ich mir - vielleicht möchte der weiße Mann auch lieber glücklich sein...und schafft sich deshalb soviele Dinge an, um den Manitou zu suchen. Weil er jedoch mit dem Kopf anstatt mit dem Herzen sieht, findet er ihn nicht ... legt das Ding in den Schrank und kauft das nächste ... und nächste ... und nächste ...

    Könnte er mit dem Herzen sehen ... wäre sein Manitou im nächsten Stein zu finden, den er am Wegesrand findet.

    "Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich" sprach einst jener, dessen Todesmoment in unserer Kultur an allen Ecken und Enden bildhaft dargestellt wird.

    "Spaltet ein Holz: ich bin dort! Hebt den Stein, und ihr werdet mich dort finden!" ... derselbe, an anderem Orte. Ein echter Manitou will mir scheinen, von Zen-Lehrern als Zen-Lehrer geschätzt, mit der
    ganz pragmatischen Ansicht, das eine Botschaft helfen kann, ein glückliches, erfülltes Leben zu leben ...
    wahrscheinlich hat die Kirche deshalb das letzte Zitat schon mal nicht in die Bibel aufgenommen.

    Zuviel lebendiger Manitou, zuwenig toter Christus.

    Und deshalb werden wohl auch soviel Bibeln gekauft. Man sucht den lebendigen Manitou ... und findet immer wieder nur einen toten Christus. Dann kauft man eben die nächste. Vielleicht ist er da drin.

    Oder in einem der hunderttausend Esoterikbücher....die man danach liest, wenn die Bibel keine Antwort gab.

    Dabei ist er ... im Holz.

    Wie ein echter Manitou.

    Indianer ... haben ihn sofort entdeckt - und wurden mit dem Trick ganz schnell von Missionaren eingefangen und eingepfercht in die Gemeinde der unglücklichen Dauersünder.

    Schade eigentlich. Hätte so schön werden können. Wollte man aber nicht.

  • Die Krise ist vorbei!

    Ja, alle atmen auf.

    Goldman-Sachs hat uns gerettet. Die Banken machen wieder Gewinne. Die Schlagzeilen überschlagen sich vor Optmismus. Die Börse läßt es wieder einmal richtig krachen.

    Das läßt bei einem die Frage aufkommen: wie doof ist eigentlich die Börse?

    Ziemlich. Das hätte man schon vorher ahnen können. Ich meine, was soll man schon von einer Instituion halten, die JEDEN TAG ihre Stimmung und Launen ändert - und zwar bei jeder Verbalblähung, die ein Politiker mal eben so zwischen Diätenerhöhung und vorverlegtem Wochenendbeginn abläßt?

    Die Börse scheint ... wie die Mehrzahl der Schlagzeilenlügner, auch des Lesens nicht sehr kundig zu sein, denn der Goldmangewinn ... ist ein Rechentrick:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,618920,00.html

    Währenddessen die Fortisbank noch ganz normal rechnen muß und erstmal wieder 20.000.000.000 Miese einfährt.

    Aber,so funktioniert die Wirtschaft seit zwanzig Jahren, verteilt Reichtümer an die oberen Zehntausend, die damit eine beispiellose Umverteilung gestartet haben.

    Jedoch ... diese Reichtümer hat es nie gegeben.

    Eigentlich ... ist das Betrug und Diebstahl.

    Geld ist das Versprechen, das dahinter irgendein Wert steht.

    Man kann mit Geld Häuser kaufen, Firmen, Autos, Land ... aber wenn kein Wert hinter dem Geld steckt, dann hat der Verkäufer keinen realen Gegenwert erhalten.

    Das merken wir gerade.

    Trotzdem dürfen die Betrüger den mit ihrem Monopolygeld erworbenen Besitz behalten ... so funktioniert der Putsch, den Arno Luik (siehe Header) 2004 im Stern beschrieb.

    Die Aneignung großer Teile des Volksvermögens durch nackten Betrug und Diebstahl.

    Im Prinzip ... könnte uns nur noch eins retten.

    Alles verstaatlichen, Euro abschaffen, neue Währung anschaffen (z.B. D-Mark) und dann alles wieder der Leistung entsprechend verkaufen und verteilen.

    Auf Null fahren und wieder von vorn beginnen.

    Das müssen wir sowieso ... aber wir brauchen doch nicht unbedingt wieder Trümmer dazu, oder?

    Jedoch scheint mir, das wir nach wie vor lieber mit aller Gewalt an Lügen festhalten.

    Die Krise ist vorbei ... jedenfalls hält die Lüge ein - bis zwei Tage und läßt wieder Geld in die Börse fließen in der Hoffnung, wenigstens dort wäre noch etwas von Wert zu finden.

    Ist es aber nicht.

    Die echten Werte hat sich eine Clique skrupelloser Sozialfaschisten angeeignet ... und die werden ihren Besitz mit aller Gewalt verteidigen.

    PS: Wer übrigens mal wirklich einen echten Blick in das Denken von "Managern" erhalten will, der kann sich auch noch gern folgenden Artikel aus dem Manager-Magazin zu Gemüte führen....und ihn mit dem Spiegelartikel abgleichen:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,618813,00.html

    Die feinen Unterschiede in der Sprache und Information sind es, die die Managerwelt sehr rosig aussehen lassen ... trotz Krise. So ... und genau so sind wir da hineingeraten.

    Und wie der Artikel zeigt ... wird sich auch nichts ändern. Rechentricks reichen denen nämlich völlig aus.

  • Mein Freund aus der Zukunft

    Regelmäßig zu dieser Jahreszeit bekomme ich Besuch von einem Freund aus der Zukunft. Das braucht mir jetzt keiner glauben - er kommt trotzdem.

    Er ist wohl leider so eine Art Psychohistoriker und beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Zeitalter der
    "postreligiösen Dogmen und ihrer Vernichtungswirkung auf das Sozialgefüge".

    Leider? Ja, leider. Er benutzt seine Maschine wie unsereins einen neuen BMW - keiner von uns hat eine Ahnung, wie sein jeweiliges Gefährt funktioniert, reparieren könnten wir es nie - aber es ist benutzerfreundlich. Sein Zeitmaschinenufo hat sogar elektrisch Licht und fließend Warmwasser.
    Tolles Teil - leider die meiste Zeit des Tages unsichtbar. Lichteffekte gibt es nur beim Ein- und Austritt in das jeweilige Raum/Zeit-Gefüge. Meint er jedenfalls, ich kann das nicht beurteilen.

    Anfangs habe ich ihn immer vom Hof gejagt, weil ich echt nicht wußte, was ich mit ihm anfangen sollte.

    Als ob ich Zeit hätte für seine sinnlosen Fragen und haltlosen Plappereien.

    Dann hat er versucht, mich mit Glasperlen zu bestechen.

    Die habe ich ihm dann um die Ohren gehauen.

    Aber als er mit italienischem Mandellikör ankam ... nun, da war ich schon geneigter, ihm ein Ohr zu leihen.

    Eigentlich darf ich gar nicht über unsere Gespräche reden ... meint er. Ich jedoch habe ihm versichert, das ich sie in der "Tagesschau" veröffentlichen könnte - es würde niemand glauben.

    Die postreligiösen Dogmen wirken absolut sicher.

    Es gibt kein Leben außerhalb der Erde. Es gibt keine UFO´s. Es gibt keinen Gott. Es gibt keine Geister.
    Es gibt nur das, was materiell ist. Es gibt keine Vschwörungen.Der Mensch ist eine biologische Maschine. Und so weiter und so weiter....

    Leider darf er auch nicht mit mir reden ... über die Zukunft, meine ich. Er ... hält sich sehr streng daran. Aber manche seiner Fragen ... sind verstörend. Deshalb dachte ich mir ... veröffentliche ich sie mal ein wenig ...

    Er:"Habe ihr nicht gemerkt, was sich zusammenbraut am Psychohistorischen Horizont?"

    Ich: "Nun, einige schon. Die merkwürdige Vermischung von Okkultismus und Politik bei den Herrschenden ist dem einen oder anderen aufgefallen. Aber dann ... gab es das inoffizielle Verschwörungsexistensverbot sowie das Dogma der Nichtexistenz von Okkultismus... und somit wurde da nicht weiter drüber nachgedacht."

    Er: "Aber kam es denn niemandem merkwürdig vor, das die herrschende Finanz- und Machtkaste sogar im Weißen Haus zu Gesprächen mit Totengeistern zusammentraf, das offiziell aber als Humbug gebrandmarkt wurde?"

    Ich: "Humbug von oben sind wie gewohnt. Jeden Tag gibt es da eine volle Breitseite von."

    Er: "Verstehe. Oder auch nicht, aber ... nun gut. Wie steht es denn mit den realgeschichtlichen Konsequenzen der logischen Weiterentwicklung psychisch determinierte Gundwerte?"

    Ich: "Häh?"

    Er: "Nun, wenn eine Gesellschaft sich zum Beispiel am Grundwert "Ästhetik" orientiert, entwickelt sie sich anders, als wenn der Grundwert "Kapitalmaximierung" heißt. Kapitalmaximierung enthält von vornherein das Potential, das Menschen "Kosten auf zwei Beinen werden" ... und diese Aussage haben führende Kapitalpriester eurer Zeit öffentlich getroffen, das fand ich in alten Aufzeichnungen.Man hätte das doch sehr frühzeitig erkennen müssen, das das menschliche Leben irgendwann der Kapitalmaximierung weichen muß, weil auch die reine Produktion von Versorgungsgütern nicht mehr dem Profitmaximum dienen kann."

    Ich: "Uh, ja, also - das haben schon einige erkannt. Aber nach dem wir "Big Brother" überlebt hatten, mußten wir noch den "Superstar" suchen, da blieb kaum Zeit für philosophische Reflexionen. Und die Philosophie steckt seit hundert Jahren in der Krise ..."

    Er: "Aber der religiöse Charakter dieser Bewegung der Kapitalmaximierer hätte doch wenigsten den organisierten Religionen eurer Zeit auffallen müssen ... er was doch genau das Gegenteil von dem, was ihre religiösen Grundüberzeugungen ausmachte".

    Ich: "Die halten aber auch Aktien. Und nicht zu knapp."

    Er: "Verstehe."

    Schweigen.

    Er: "Und der fortschreitende Einsatz von Robotern, ihre zielgerichtete Perfektionierung zum Ersatz von Menschen in allen Lebensbereichen im Sinne der Effektivierung von Kapitalertrag ... da hätte man doch auch frühzeitig merken können, wohin das alles läuft?"

    Ich: "Ja, schon. Ich schreibe selbst gelegentlich drüber. Aber die eine Hälfte meiner Mitmenschen sucht noch den Superstar, die andere Hälfte wartet drauf, wie Bayern am Wochenende spielt. Da bleibt wenig Zeit, sich über große Dinge Gedanken zu machen, die zudem gegen das Dogma des Verschwörungstheorienichtexistenz verstoßen. Da wird das schon schwierig, sich durchzuwursteln".

    Er: "Aber man brauchte doch gar keine Verschwörungstheorie, um zu sehen was kommt. Allein ein sorgfältiges Studium der Werte bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidern hätte zeigen können, wohin die Reise geht ... auch ohne das man die Gruppierungen wahrnehmen muß, die diese Entwicklung bewußt forciert haben."

    Ich: "Ja."

    Er: "Wie jetzt, ja?"

    Ich: "Na eben: ja. Stimmt. Ist aber eben nicht passiert."

    Er: "Ja, aber warum denn nicht?"

    Ich: "Keine Ahnung. Sag du es mir. Ist meine Zukunft, aber Deine Vergangenheit."

    Er: "Neee, das geht jetzt nicht."

    Ich: "Wieso"

    Er: "Zeitparadoxondogma".

    Ich: "Siehste!"

    Er: "Also, äh... ich muß dann mal wieder los. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder. Und danke für das Gespräch".

    Ich: "Danke für den Likör. Aber nächstes Jahr könnte auch ruhig noch ein Kasten Bitburger dabeisein.
    Nur mal so als Vorschlag. Und: gute Reise".

    Er: "Gut, also.... sollte es euch das nächste Jahr noch geben, werde ich dran denken".

    Ich: "Was soll das denn jetzt heißen...."

    Er: "Ach ... nichts."

  • "Nazi" Steinbrück und die Schweiz: droht Krieg?

    Also, die Geschichte mit dem guten Steini und der Mafiasparkasse nimmt einfach kein Ende.

    Alle Zeichen stehen auf Sturm....man muß die Nachrichten nur richtig deuten.

    Was geschieht, wenn ein Land einem anderen einen Krieg erklärt?

    Man zieht vorher alle Leute aus den betreffenden Ländern ab, damit die vom Ausbruch der Kampfhandlungen nicht betroffen werden oder eventuell in Gefangenschft geraten und kriegswichtige Informationen preisgeben.

    So wie hier:

    http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,617648,00.html

    Dann ... zieht man die Leute aus unwichtigen Posten ab, damit sie die Armee stärken können, so wie hier:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,619045,00.html

    Dann versucht man noch ein letztes Friedensangebot, damit nachher keiner sagen kann, man wäre ein Kriegstreiber gewesen:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,617150,00.html

    Letztendlich ... das zeigt die Geschichte, scheitern solche Gesten in aller Regel, weil die Zeichen endgültig auf Sturm stehen.

    Dann was der Schweizer wirklich will, das steht hier:

    http://www.facebook.com/group.php?gid=106898285216

    Also - ziehen wir uns warm an. Tausende von Anlageberatern machen sich bereit zum Sturm aufs Natogebiet
    ... und wer den Eintrag bei Facebook gründlich und kritisch gelesen hat, der weiß auch ...
    wer der neuen bundesdeutsche Reichsverweser werden soll: Guido Westerwelle.

    Gott sei Dank sind wir für diesen Angriff wirklich bestens ausgerüstet ... wir haben einfach kein Geld mehr, deshalb wird der Angriff völlig ins Leere laufen.

    Wer jedoch noch vier- fünf Euro im Geldbeutel hat, sollte sich vorsehen:

    Die Zeichen stehen auf Sturm....und die Schweiz ist heiß auf jeden Euro.

  • Die Wirtschaft im Überblick

    Manche Nachrichten muß man echt suchen, wenn man wissen will, wie die Zukunft wird.

    Z.B. die Nachrichten über bankrotte Autozulieferer.

    Ihr wißt ja, Autos baut heute kaum noch einer richtig selber, so was wie Opel ist ähnlich wie euer Wohnzimmer, wenn es von Ikea stammt.

    Zusammenbauen ... das versucht ihr selber (also, da hinkt das Beispiel. Opels lassen sich besser zusammenbauen als Ikeas) ... aber die Teile kommen woanders her.

    Früher kamen sie hierher:

    http://www.handelsblatt.com/homepage/auto-insolvenzen/

    In Zukunft wird da nichts mehr herkommen.

    Was man dann bei den Automobilproduzenten noch zusammenbauen will, weiß ich nicht. Aber vielleicht
    benutzt man ja die Krise, um ganz schnell mal wieder was ins gelobte Ausland zu verlagern.

    Auf jeden Fall ist Müntefering mit seiner unglaublichen Fachkompetenz mal wieder ganz vorn dabei:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/muentefering-draengt-merkel-zu-opel-rettung;2235860

    Besonders schön die Aussage, das es nicht um die Marke "Opel" geht, sondern um die Arbeitsplätze.

    Was die dann bauen sollen, ist dem Franz aber auch sowas von egal, er kann sich ja auch nicht um alles kümmern. Nach wie vor plappert der erstmal irgendetwas ... ob das Sinn macht, wird man ja später noch sehen.

    Und während Franz erstmal mit markigen Worten und selbigem Gesicht zur Opelrettung bläst, zeigt sich in einer kleinen Nachricht am Rande, die wieder keiner gelesen hat in der Regierung, das zumindestens
    ein Teil von Opel fast schon weg gewesen wäre, weil die realen Machtverhältnisse halt anders ist, als Franz sich das gerne so träumt:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/opel-werk-eisenach-wurde-beinahe-geschlossen;2232624

    Ja, das ist unsere Wirtshaft ... in einem kleinen Überblick.

    Und nebenbei auch unsere Politik ... in einem kleinen Überblick.

    Und die Tatsache ... das beide Welten scheinbar völlig voneinander getrennt leben, aber trotzdem denken, sie könnten sich noch gegenseitig beeinflussen.

    Na ja, Einbildung ist halt auch eine Form von Bildung...

  • Briefe an die Leser: Müntefering! Reichsarbeitsdienst toll?

    Lieber Franz,

    aus gegebenem Anlaß muß ich Dir nochmal schreiben. Nein, diesmal nicht, weil du am Grundgesetz herumfummeln willst. Mal ehrlich ... in deinem Alter ... du wirst das Ende von dem, was du da loszutreten versuchst, doch gar nicht mehr erleben.

    Ich habe mich in letzter Zeit weniger bei Dir gemeldet, weil da die Sache mit Deiner Frau war. Für einen Politiker der SPD hast du Dich da wirklich außerordentlich korrekt verhalten. Hut ab.

    Doch jetzt kommt dieses Ding aus der Vergangenheit wieder hoch, dieser Megahoschi hat´s auch ausgegraben ... und jetzt müssen wir mal darüber reden, Franz.

    Über deinen Hang zum Reichsarbeitsdienst, zur Asozialenhatz und zur Aushebelung der Menschenrechte.

    Franz ... das geht hier nicht in diesem Land. Da bist du in der falschen Republik. Das hier ist nicht Weimar. Du kannst ja auch nicht zum Eisfischen in die Karibik fahren....also gut, hinfahren kannst du, aber Eisfischen ist da nicht.

    Echt nicht.

    Viel zu warm.

    Weißt du, Franz, manchmal braucht es einen Satz, um die Welt in Bewegung zu setzen.

    Denk nur mal an "Alle Menschen sind gleich" ... was daraus geworden ist. Die Menschen haben ihn aufgenommen, hin und hergewälzt, weitergedacht, entwickelt, tausend Fragen beantwortet - und auf einmal war sie da, die allgemeine Erklärung der Menschenrechte...mit vielen positiven Folgen für den "kleinen Mann" ... und einigen kleineren Unannehmlichkeiten für den Adel.

    Du Franz, hast auch so einen Satz gesprochen.

    "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."

    Jetzt wollen wir das einfach mal weiterdenken, so wie den Satz mit den Menschenrechten.

    Hast du schon mal drüber nachgedacht, was geschehen würde, wenn Dein Satz Grundlage einer allgemeingültigen Gesetzgebung wäre?

    Was bedeutet das zum Beispiel für ... geistig Behinderte?

    Die müssen weg.

    Und wie ist das mit körperlich Behinderten?

    Weg.

    Und Rentnern?

    Arbeiten bis zum umfallen ... oder weg.

    Arbeitslose?

    Arbeit finden ... oder weg.

    Natürlich kann man den armen Arbeitslosen diesen Weg noch ersparen, und auch den anderen sofern sie, wie es die gute Frau Noack, die in euren Bildungswerken so gern zitiert wird, ja ebenfalls ganz plausibel fand, noch über ein gewisses "Restleistungsvermögen" verfügen.

    So etwas hat ja dann auch früher der Reichsarbeitsdienst gern organisiert.

    Der sorgte dann dafür, das das Restleistungsvermögen auch noch richtig ausgeschöpft wurde, bevor man den nicht mehr leistbaren Rest dann in Kalkgruben kostengünstig entsorgte.

    Die richtig Abartigen - also Schwule, politische Gegner, persönliche Gegner oder ... wie man heute so fein sagt: Menschen mit Migrationshintergrund ... bekamen zusätzlich die Chance, durch Arbeit wieder so richtig frei zu werden - nachdem man sie vorher eingesperrt hatte, um Kosten für die Unterbringung und Verköstigung zu minimieren.

    Also, Franz, gut, so wie du aussiehst - so eine fesche schwarze Uniform mit Schirmmütze würde Dir schon gut stehen.

    Aber ... weißt du eigentlich wirklich, auf welchen Weg Dich dein geist- und verantwortungsloses Geplapper gebracht hat?

    Oder muß ich auch bei die vermuten, das du von jenen "interessierten Kreisen" finanziert wirst, die
    eine neues Restleistungsausbeutungshappening veranstalten wollen?

    Liebe Franz, ich gebe dir mal einen neuen Satz mit auf den Weg:

    "Wer den Bürger bzw. den Souverän bescheißt, soll auch keine Diäten oder Pensionen beziehen".

    Denk mal drüber nach.

  • Briefe an die Leser: Melkvieh! Muuuh!

    Liebes Melkvieh!

    Es gibt einfach Tage, die sind geradezu dazu geeignet, mal hinaus in die Landschaft zu gehen und eine der wunderbarsten Schöpfungen der Moderne zu betrachten: das Melkvieh.

    Jeden Morgen wird es hinausgetrieben aus seinen neonlichtgetränkten Ställen, trampelt über die Straßen, sorgt für Stau und Schmutz auf selbigen, findet sich dann auf eingezäunten Weiden wieder, wo es seine Arbeit tut.

    Wenn dann die Stempeluhr ruft, trampelt es wieder zurück, blockiert den Verkehr, bis es endlich wieder in den sicheren, vor Wölfen, Bären und Terroristen sowie anderen akuten Bedrohungen des Alltags geschützten Stall kommt, wo es dann die Freßleistung des Tages in Form von Milch ... die immer billiger wird ... abliefert.

    Manche, wie dieser Dr. Dietmar Konvertz, vergleichen auch mit dem normalen Bürger. Nein, ihr seid keine Leistungsträger ... diesen Titel verdienen nur die, die an eurer Milch so richtig verdienen, die euch
    immer schönere Ställe bauen, immer bessere Hormone verabreichen, damit eure Milchleistung steigt und ihr mit immer weniger Gras immer mehr Milch gebt.

    Da gibt es jetzt die Rente für Melkvieh ab 67, was einer 7,2% Rentenkürzung gleich kommt...eine Sauerei eigentlich, aber weil ihr keine Schweine seit macht ihr: Muh.

    Da fordert man von euch eine bessere Kauflaune, weil die Binnenkonjunktur brachliegt - setzt aber zum Anreiz erstmal die Mehrwertsteuer hoch ... wieder drei Prozent weg und ihr macht: Muh.

    Dann habt ich das ganze Leben für eure Kinder gespart, doch die neue Erbschaftssteuer nimmt euch das,
    was vorher schon mehrfach versteuert wurde, einfach wieder weg und ihr: macht Muh.

    Dann hat man euch gepredigt, für´s Alter vorzusorgen, Geld in Aktien anzulegen, weil die ja einfach immer nur steigen können - erstmal gibt´s dann eine Abgeltungssteuer, dann fallen die Aktien in den Keller
    und ihr macht Muh.

    Gegen die Risiken von Krankheit und Arbeitslosigkeit zahlt ihr euer ganzes Leben lang Beiträge, weil es da einen Solidarpakt gibt, der allen auf der Weide Sicherheit geben sollte, damit die Milch nicht sauer wird, dann kommt die Agenda 2010 ... und ihr macht Muh.

    Genau wie bei der Praxisgebühr, mit der ihr Eintritt in ein System bezahlt, das ohne euer Geld gar nicht existieren würde.

    Muh. Muh. Muh.

    Ja, ich weiß, wie Melkvieh drauf ist. Ich kenne auch den Vertrag, den ihr mit dem Menschen geschlossen habt.

    Ihr liefert Milch und der Mensch hält den Wolf vom Hofe ... und euren Kindern ... fern.

    Doch zwei Dinge möchte ich euch heute mit auf dem Weg geben.

    Erstens: der Wolf ist schon lange ausgestorben, seine Funktion hat jetzt der Mensch übernommen.

    Zweitens: am Ende eines gelungenen vollendeten Melkviehlebens wartet ... die Schlachtbank.

    Für Menschen nennt man die heute Hartz IV.

    Denkt mal drüber nach. Und ich will jetzt kein Muh hören!

    Landwirtschaftliche Grüße: Eifelphilosoph

  • Briefe an die Leser: Steinbrück! Bad bang boom?

    Lieber Steini!

    Das mit deiner Bad Bank finde ich klasse, weißt du?

    Ich habe mir nämlich letzten Monat 10 Häuser gekauft. Als Sicherheit hatte ich einen Lottoschein ausgefüllt.

    Ich hatte das ganz sichere Gefühl, mehrere Millionen zu gewinnen, aber leider haben dunkle Mächte unvorhersehbarerweise diesen Erfolg zunichte gemacht - der Gewinn floß nicht in vorgesehener Höhe.

    Da ich aber Manager bin, habe ich sofort reagiert!

    Sieben der Häuser habe ich zum halben Preis wieder verkauft, mit dem Geld habe ich die drei übrigen vollkommen abbezahlt, so daß ich jetzt stolzer Besitzer von drei Häusern bin, die vollkommen abbezahlt sind.

    Durch die Mieteinnahmen mache ich zudem noch einen guten Schnitt. Ich könnte bald Millionär werden ... wären da nicht unverhersehbarerweise noch ein paar Verluste in den Büchern.

    Ich finde es ganz toll, das ich diese Verluste jetzt der Bad Bank geben kann, weil das meine Bilanzen wieder richtig gut aussehen läßt und ich fortan weitere Geschäfte dieser Art ohne Risiko tätigen kann - und ich gedenke dies auch zu tun. Immerhin bin ich jetzt Leistungsträger und somit eine besonders schützenswerte Art in diesem Land.

    Und vor allem ... ich habe das alles ohne Eigenkapital aus eigener Kraft erschaffen.

    Na, ist das eine Leistung?

    Mit Dir und deiner Bad Bank wird mit bald noch viel mehr gehören.

    Ach ja ... ich plane jetzt die Übernahme von Opel und Woolworth, damit ist Dir eine Sorge mehr genommen.

    Den Lottoschein habe ich schon ausgefüllt - diesmal wird´s ein Volltreffer, ganz sicher! Heute noch werde ich die Kaufverträge unterschreiben. Eventuell übernehme ich auch noch ein paar Pleitbanken ... wenn Du da Vorschläge hättest, wäre ich Dir dankbar!

    Es grüßt Dich ergebenst und hochachtungsvoll: Dein leistungstragender Eifelphilosoph!

    PS: Und nicht vergessen ... ich weiß auch, wie man sich "ordentlich bedankt". Also ... mach Dir mal um Dich keine Sorgen. Das ... regeln wir später. Methode Clement, denke ich gerade mal so an.

  • Da ist es ja, das ganze Geld!

    Manche fragen sich vielleicht: wo ist denn eigentlich das ganze Geld geblieben, das in der Wirtschaftskrise verbrannt worden ist.

    Nun ... wirklich "verbrannt" worden ist es ja nun nicht.

    Es gehört nur jemandem anders, es hat als Nebenwirkung ein wenig zu Verschiebung von "Besitz" geführt -
    aber seit der Teuroeinführung haben wir uns ja mehr als dran gewöhnt, das das Geld aus unseren Taschen in
    die Geldspeicher anderer Menschen gehört, damit die es sinnvoll anlegen können.

    Und jetzt weiß ich endlich, wo das alles angekommen ist:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,618448,00.html

    Ja, das ist doch mal eine gute Nachricht. Endlich mal etwas positives aus der Welt. Dafür spart man doch gerne bei Bildung, Kleidung, Essen, Sicherheit, Heizung ... damit die Welt noch mehr solcher Exemplare hervorbringen kann!

    Da spucken wir doch gern noch mal in die Hände, um doppelt so schnell zu schuften und noch mehr solcher guten Nachrichten hören zu können. Was kann man nicht alles für schöne Dinge schaffen mit Wohlstand.

    Weniger gern hört man natürlich diese Forderung nach Kindergrundsicherung.

    http://eltern.t-online.de/c/18/44/90/10/18449010.html

    Ja, glauben die denn wirklich, die Kinder würden zusammenlegen, um einen Rennstall aufzukaufen?

    Oder einen BMW X 6? Und wer kauft dann noch Privatflieger? Lädt führende Politiker zum Essen ein?
    Baut protzige Villen in Naturschutzgebieten? Finanziert Kinderfolterpornos?

    Ja, Kinder doch sicher nicht. Denn wenn das Geld bei denen landet, dann können doch die "Leistungsträger" ihre Spielzeuge nicht mehr bezahlen. Auch wenn ihre Leistung meistens aus Schaden oder Gerüchten besteht.

    Aber egal: Leistung soll sich wieder lohnen, ist das Motto - und jeder Bankräuber würde es sofort unterschreiben, denn mit 2000 Euro Beute abzuziehen ist nun wirklich nicht dem Aufwand angemessen.

    Und das die Ethik der Wirtschaftsbosse die Ethik von Räubern und Dieben ist ... hat die Krise wohl
    eindeutig bewiesen.

    Und unsere Kinder geben sich zwar reichlich Mühe ... aber ihre Leistung ist wohl noch viel zu gering, um belohnt zu werden. Da müssen sie sich wohl noch ein bischen mehr anstrengen.

  • Das Asozialenstigma der DDR und Müntes Griff nach dem Grundgesetz

    Gut, mein Blogfreund Demokrat hat mich auf einige Sachen hingewiesen, die bedacht werden wollen.

    Ich möchte mich bei meinen ostdeutschen Freunden entschuldigen, wenn ich jetzt gleich wieder möglicherweise Befindlichkeiten verletze ... die völlig zurecht entstehen.

    Aber: ich bin ein Wessi. Wie geschrieben, schätze ich Ossis menschlich mehr als Wessis, aber ich bleibe ein Wessi - und finde das auch gut so.

    Münteferings Griff nach dem Grundgesetz geschieht meines Erachtens nicht zufällig. Dieses Land hat ein Problem ... die Arbeitslosen und ihre sozialen, im Grundgesetz verankerten Menschenrechte.

    Ich verwette meinen Allerwertesten darauf, das im Zuge der neuen Verfassung, die man ja jetzt andenkt, weil man plötzlich gemerkt hat, das in den neuen Bundesländern ja immer noch Menschen wohnen, diese sozialen Menschenrechte ... umdefiniert werden.

    Und dabei werden die Bürger der neuen Länder helfen, weil sie es gar nicht anders kennen bzw.
    weil viele einfach so denken:

    http://www.mdr.de/nah_dran/3362600.html

    Noch ein Zitat:

    Der Vorteil: Das Wort "asozial" verfehlte bei vielen DDR-Bürgern seine Wirkung nicht, der Staat musste kaum Solidarisierungseffekte fürchten

    Vor diesem Hintergrund ist klar, das die modernen jungen Ostdeutschen auch etwas aus dem Osten einbringen wollen ...

    Frau Noack, eine junge Arbeitsvermittlerin aus Ostdeutschland, erläutert das Prinzip der Aktivierung von allen, also auch von denjenigen, wo gar nichts geht, die können wir dann in diese gemeinnützige Tätigkeit stecken, die bekommen Leistung vom Staat und leisten zusätzlich ein bisschen was, für den Staat, ich bin der Meinung, dass jeder arbeiten kann und in seinem Restleistungsvermögen zumindest, egal wie's nun ausgestattet ist, immer noch wenigstens einen Teil Arbeit leistet für den Staat (...) also ich finde, jeder sollte was für den Staat leisten wenn er auch vom Staat Geld bekommt ..." (7_ARGE_3, Z. 974 - 987).

    Also, entschuldige, Frau Noack, wenn ich dich wieder und wieder zitiere, aber: das ist das vollendete Plädoyer für Sozialfaschismus und Arbeitssklavenhaltung pur ... und mit den
    sozialen Menschenrechten der BRD nicht im Einklang zu bringen.

    "Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen" - Adolf Hitler, Mein Kampf.

    Jeder sollte was für den Staat leisten, wenn er was von dem Staat bekommt. Frau Noack, ARGE

    "Wer nicht arbeitet, der braucht auch nicht essen." Franz Müntefering

    Münte´s Zitat findet man in der ZEIT hier:

    http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner

    Ja will ich den den Franz Müntefering in die Nähe der Nationalsozialisten stellen und vor dem aufkommen einer neuen unmenschlichen Diktatur von Sozialfaschisten warnen?

    NATÜRLICH!

    Lassen wir doch mal eine Betroffen aus der DDR selbst erzählen, wie das so war:

    http://www.youtube.com/watch?v=of2tOajnJ-U

    Wo das enden kann ... wurde u.a. mal hier diskutiert:

    http://marginalisierte.de/Members/llx/privat/aktion-arbeitsscheu-von-asozialen-und-sozialschmarotzern-1

    Aber ... ich denke da weiter.

    Deutschland hat durch sein DDR-Erbe eine einzigartige Stellung im Westen. Nur hier ist es möglich,
    asoziale Rechtselemente von Unrechtsregimen im Zuge einer Verfassung leise und heimlich in einen westlichen Rechtsstaat zu implementieren ... natürlich unter wohltönenden Worten und nur aus Liebe zu den Brüdern und Schwester östlich der Elbe.

    Und wenn Deutschland ... die führende europäische Macht, die den ganzen Zirkus bezahlt, die Viren in der Verfassung hat - kann man damit alle anderen Altdemokratien infizieren.

    Das ist der Hebel, mit der umfassend die politische Landschaft in Europa verändert werden kann.

    Und der Angriff auf die Menschenrechte ... geschieht weltweit:

    http://debatte.welt.de/kommentare/100461/menschenrechte+bloss+nicht+zu+viel+davon

    Das Recht auf Menschenrechte muß man sich nicht erarbeiten!

    Und wer da ansetzt und für Essen Arbeit fordert ... der sollte sich nicht wundern, wenn man für die Äußerung seiner Meinung und ander Bürgerrechte ... in Zukunft bezahlen muß.

    Wer diese "interessierten Kreise" sind, die Journalisten und Blogger bezahlen, um Mithilfe der Legende der
    "Arbeitsscheuen" einen zentralen Angriff auf die Menschenrechte in Deutschland zu starten weiß ich nicht.

    Aber ich traue der der Bundeszentrale für politische Bildung (siehe Artikel unten), das sie ihr Wirken sorgfältig recherchiert hat.

    Und Müntefering sowie weitere führende Sozialdemokraten gehören unzweifelhaft dazu.

    Müntefering, Schröder, Fischer ... sind das eigentlich ... Freimaurer?

    Oder sind die ... bezahlt?

    Ich frage ja nur ...

  • Freimaurer, Politik und Bundestag

    Erst gestern habe ich wieder eine dringende und gut gemeinte Warnung erhalten: "lege Dich nicht mit Freimauerern an".

    Ich weiß nicht, wie oft ich diese Warnung schon erhalten habe, dabei habe ich eigentlich prinzipiell nichts gegen Freimaurer gehabt. Ich hielt die immer für einen harmlosen Verein zur geschickten und gezielten Umgehung der Kartellgesetze, geschmückt mit etwas Humanismus und einem dicken Schuß Okkultismus.

    So eine Art Schützenverein für Hobbymystiker aus den Kreisen der "Besserverdiener".

    Darum nerven mich diese Warnungen immer ziemlich an. Werden Freimaurer eigentlich auch gewarnt:
    "Leg dich nicht mit freilaufenden Eifelphilosophen an?"

    Nein?

    Sollte man aber. Wir sind bissig.

    Wer nun etwas über die okkulten Hintergründe der Freimaurerei erfahren will, sollte sich mit den Schriften des Rudolf Steiner beschäftigen ... das ist zwar nicht Freimaurerei pur, aber immerhin
    ein Ableger ... und völlig öffentlich.

    Wer mehr darüber wissen möchte, mit welchen "magischen Methoden" sie die Welt verändern wollen, findet in den Schriften des "Order of the Golden Dawn" eine große Auswahl an Techniken. Einfach mal ´reinschauen - eine kunterbunte Welt von Zauberei und Okkultismus.

    Und auch sonst ... so geheim ist vieles bei ihnen nicht mehr. Schauen wir doch einfach mal in Duisburg
    vorbei:

    http://www.freimaurer-duisburg.de/cms/NS_Politik-und-Freimaurerei-Widerspruch.php

    Dort erfahren wir, das es keine "fünfte Kolonne" im Bundestag gibt. Nun - wir erfahren dort auch ein wenig mehr über die Denk- Lebens- und Arbeitsweise von Freimaureren ... und manches mehr steht deutlich zwischen den Zeilen.

    Natürlich ist man beruhigt darüber, wenn ein führender Duisburger Freimaurer zwar davon spricht, das man davon ausgehen kann, das freimaurerische Ideale (von denen ja einige Dank der Arkandisziplin des Schweigens für immer und ewig geheim bleiben werden) auch von Individuen im Bundestag vertreten werden, es aber keine homogene Gruppe gibt, die dort inoffiziell arbeitet.

    Aber warum ... bekommt man dann so merkwürdige Reaktionen auf die Frage nach Freimaurern im Bundestag:

    http://www.openbroadcast.de/artikel/3516/GEZIELTE-UMFRAGE-ZU-FREIMAURER-IM-PARLAMENT-OFFENBART-GRAVIERENDE-INFORMATIONSMAeNGEL-.html

    Nehmen wir mal an ... ich würde den Begriff "Freimaurer" durch ... sagen wir mal ... "Scientologen" oder "Satanisten" ersetzen ... wäre das dann auch immer noch eine Privatangelegenheit, die keinerlei öffentlicher Kontrolle bedarf?

    Darf ich auch noch einmal daran erinnern, das "Freimaurer" einst in Italien einen Staatsstreich inszenierten?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Propaganda_Due

    Gut, die Großloge hat sich davon distanziert. Ist ja auch in Ordnung. Reicht mir aber nicht. Ich frage mich, wie kann so etwas über einen so langen Zeitraum wachsen? Und welche Maßnahmen hat die Loge
    ergriffen, das ihre Strukturen nie wieder mißbraucht werden können?

    Keine Antworten auf diese Fragen, auch nicht auf die, wer eigentlich alle im Bundestag zu diesem okkulten Verein gehört.

    Im Dunstkreis freimaurerisch-rosenkreuzerischen Magiedenkens findet man sogar den selbsternannten Antichristen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aleister_Crowley

    Alles so harmlos?

    Und was ist mit diesem Schreiben des Hochgradfreimaurers Albert Pike, das seit Jahren im Internet herumgeistert?

    Drei Weltkriege waren also geplant. Diese Kriege sollten jede Nation in einem so blutigen und chaotischen Zustand stürzen, so daß eventuell jede Nation seine nationale Souveränität an eine internationale Regierung übergibt, wie dem Völkerbund, oder der zweite Versuch - aktuell Vereinte Nationen - um kommendes globales Blutvergießen zu verhindern.

    Der erste dieser Kriege, hofften sie, sollte die zaristische Regierung von Rußland stürzen und eine Diktatur der Illuminaten dort aufbauen - eine neue Stufe im Spiel von Kontrolle der Völker. Das sollte den Illuminaten eine sichere Basis geben, von der aus sie operieren konnten, und zwar mit einer großen Bevölkerung und riesigen Naturresourcen. Rußland sollte dann als Buhmann benutzt werden, um die Ziele der dieser Leute weltweit zu fördern.

    Der zweite Weltkrieg sollte dem neuen Sowjetrußland erlauben, Europa zu schlagen und seinen Einflußbereich auzudehnen. Außerden war die Gründung eines Staates Israel in Palästina geplant.

    Der dritte Weltkrieg sollte sich dem Plan zufolge aus den Meinungsverschiedenheiten ergeben, die die Illuminaten zwischen den Moslems und den Juden hervorrufen würden. Es wurde die weltweite Ausdehnung des Konfliktes geplant. Teil des dritten Krieges ist es ebenfalls, Nihilisten und Atheisten aufeinander loszulassen, um einen sozialen Umsturz, der durch noch nie gesehene Brutalität und Bestialität erreicht werden würde, zu provozieren.

    Nach der Zerstörung des Christentums und des Atheismus würde man den Menschen jetzt die wahre 'Luziferische Doktrin' entgegenbringen und damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Pike schrieb über die Konsequenzen des dritten Weltkrieges an Mazzini folgendes: 'Er wird eine gewaltige soziale Katastrophe provozieren, die in ihrem ganzen Schrecken den Nationen die Auswirkungen von absolutem Atheismus, dem Ursprung der Grausamkeit und der blutigsten Unruhen klar vor Augen führen wird. Dann sind die Bürger überall gezwungen - sich gegen die Minderheit der Revolutionäre zur Wehr zu setzen - jene Zerstörer der Zivilisation auszurotten, und die Mehrheit der Menschen wird, enttäuscht durch das Christentum und daher ohne Führung, besorgt nach einem neuen Ideal Ausschau halten, ohne jedoch zu wissen, wen oder was sie anbeten soll.

    Dann ist sie reif, das reine Licht durch die weltweite Verkündigung der reinen Lehre Lucifers zu empfangen, die endlich an die Öffentlichkeit gebracht werden kann. Sie wird auf die allgemeine reaktionäre Bewegung folgen, die aus der gleichzeitigen Vernichtung von Christentum und Atheismus hervorgehen wird.

    (Zitat gefunden bei "Weltverschwörung.de".)

    Geschrieben im 19. Jhd. von diesem Mann:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Pike

    Wahrscheinlich wird man mir entgegenhalten, das es sich bei diesem Brief um eine Fälschung handelt.
    Diesen Einwurf kann man sich sparen, ich warte hier auf handfeste Beweise...das Wort "Fälschung" ist in der Regel schnell geschrieben - ich möchte BEWEISE.

    Denn in der Tat ... wenn da einem Freimaurer etwas herausgerutscht ist, was nicht hätte herausrutschen sollen, würde das bedeuten, das eine Organisation, die in etwa die Macht der katholischen Kirche hat,
    gezielt seit einem langen Zeitraum Weltpolitik manipuliert.

    Diese Bedrohung wäre so groß, das man sich keinerlei Fehler erlauben dürfte, die durch eine Verharmlosung
    des Problemes automatisch folgen würden.

    Hier bedarf es einer hemmungslosen undogmatischen und gründlichen Aufklärung über einen Verein, der nachweislich Fäden zieht ... wenn auch vielleicht nur zur Eineignung von immer mehr Besitz.

    Aber auch das würde schon reichen.

  • Ekelhaft. Pervers. Krank.

    Nun, starke Worte, ich weiß.

    Aber anders kann ich meine Gefühle kaum in Worte fassen, als ich dieses hier lesen mußte:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,618657,00.html

    Ich weiß gar nicht, welche normalmenschlichen Werte und Gefühle da alle außer Kraft gesetzt wurden, um so einen Entscheidungsprozeß vom Wunsch über Gedanken zur Tat werden zu lassen.

    Und ein von Leichensperma gezeugtes Kind austragen zu müssen ... also, ich kenne noch Zeiten, da waren solche Themen (und Experimente) nur was für Hardcore-Horrofilme mit entsprechendem Ergebnis.

    Ich weiß noch, heute morgen habe ich mich über diesen Herren hier aufgeregt:

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618696,00.html

    wollte aber eigentich nichts dazu schreiben, weil das Wetter zu schön ist. Klar sind die Atheisten schuld, wie alle Andersgläubigen. Ohne die blöden Andersgläubigen hätte man sich ja die Arbeit mit den Hexenverbrennungen und Kreuzzügen sparen können. Aber: die wollten ja nicht hören...

    Jetzt jedoch denken ich ... schon wieder ein wenig anders. Alldieweil der ungebremste Machbarkeitswahn von Wissenschaftlern in der Tat immer wieder bedenkliche Ergebnisse zeitigt.

    "Dein Vater war eine Leiche" ... schöne Erkenntnis für das Kind, das da jetzt mit viel Aufwand gebaut werden soll.

    Da gibt doch nur noch eine Meldung Hoffnung: Wissenschaftler fangen an, sich selbst zu erstetzen:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,617828,00.html

    Forschende Roboter ... nach der japanischen Lehrerin einen neue Qualität.

    Ich bei denen hätte ich die Hoffnung, das sie gewisse Grenzen nicht überschreiten und versuchen,
    lebende Tote zu bauen - oder wie man das Kind nun auch nennen soll, das ohne Rücksicht auf die Folgen produziert wird.

    Aber ich höre auch schon jetzt das ewig gleiche Gegenargument: Wieso nicht?

    (Meine heutige Antwort auf diese Dämlackfrage ist: damit mir nicht immer wieder das Essen aus dem Gesicht fällt.)

    Und so spielt die Gegenseite dem Bischoff wieder direkt in die Hände: ohne seinen Gott scheinen die Menschen wirklich durchzudrehen und wissen nicht mehr, wieso man nicht eigentlich alles machen sollte, was man nur gerade eben machen kann.

    Und immer wieder Kant: Ohne Gott gibt es für die Vernunft keinen Grund zur Moral - eine ganz einfache, nahezu mathematische Gleichung, die scheinbar immer wieder aufgeht.

    Schade nur ... das die Erkenntnis zu spät kommt und das seit Gottes Tod die Moral eine aussterbende Art ist - wie vieles andere auch.

    Man sollte sich jedoch nicht wundern, das gläubige Menschen aus anderen Kulturkreisen in diesem
    Theater nur noch den Teufel als Produzenten, Finanzier und Regisseur erkennen, weil sie sich den scheinbar uferlosen Wahn nicht anders erklären können.

    Gut ... das wir den Kampf der Kulturen schon verloren haben. Das macht Hoffnung.

    Wer weiß, was sonst noch in Zukunft alles unsere Straßen bevölkern würde ...

    Wo war nochmal die nächste Moschee?

  • Finger weg vom Grundgesetz!

    So, jetzt werde ich mir mal wieder ein paar Feinde machen, ein paar Blogfreunde verlieren, ein paar Eifelaffen aufscheuchen .... egal. Darum bin ich ja hier.

    In der österlichen Informationsflut ... was hat der Papst gesagt, was hat der Bischof gesagt, wer schießt wen - alles besinnliche Themen - kommt der Asozi Münte daher, seines Zeichens momentan Häuptling der überlebenden Restmitglieder der Sozialabbaupartei Deutschlands und plaziert so still, leise und heimlich einen ganz harmlosen Vorschlag.

    Das Grundgesetz soll weg. Wäre doch jetzt mal Zeit für was neues:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618700,00.html

    Er ist ja nicht der erste, der mit diesem Humbug kommt. Da sind ja viele unterwegs, die mit großer juristischer und historischer Kleinkrämerei beweisen, das das Grundgesetz eigentlich gar nicht mehr gilt.

    Und ich würde mich ja auch nicht so sehr dagegen sträuben, wäre auch dafür, den Krieg mit Lichtenstein nach zweihundert Jahren endlich zu beenden, nur damit endlich Ruhe ist.

    Mag ja sein, das formaljuristisch damit alles seine Richtigkeit hat, aber:

    es glaubt doch wohl wirklich keiner, das der Rest, der von unserem Sozialstaat geblieben ist, diese
    Verfassung überleben würde?

    Darf ich nochmal die Bundeszentrale für politische Bildung anrufen (und zitiere mich das erste mal selber):

    http://eifelphilosoph.blog.de/2009/04/09/stimmen-bundeszentrale-politische-bildung-5914682/#c9637357

    Da steht, wohin der Kurs geht. Zynisch, polemisch, sarkastisch (man will ja nicht nur langweilen) -
    aber wer die Arbeiten selbst liest, weiß, wo die Reise hingehen soll.

    Und instrumentalisiert wird hier: der Bürger aus dem Osten....der ja auch schon in den Studien der Bundesanstalt für politische Bildung als neues Standardmodell bundesdeutschen Zukunftsdenkens herhalten mußte.

    Die, so der Münte, haben ja das Grundgesetz einfach übergestülpt bekommen und wollen jetzt aber was neues, eigenes, Müntiges.

    Und da könnte man doch gleich den ganzen Sozialstaatsballast nebenbei mit über Bord werfen ... nicht laut, nicht offiziell, aber so leise, hinten herum, weil der Arbeitsdienst war doch auch in der Dunkeldeutschen Republik nicht unbekannt.

    So macht sich Batman Münte zum Sprachrohr für die gebeutelten Ostdeutschen, um mit ihrer Hilfe (natürlich werden sie nicht gefragt, außer dieser Frau Noack) eine weitere Grundlage für das Vierte Reich zu legen.

    Darum:

    Finger weg vom Grundgesetz!

    Es ist die einzige Instanz, die die Gerichte noch dazu verpflichtet, den Bürger vor dem Alltagswahn und dem Poltikterror der Berliner Republik zu schützen.

    Wird die neue Verfassung aktiv ... wird die Lage bei den Gerichten sicher viel entspannter werden.

  • Arbeitslosigkeitsanstieg: 74% im ersten Quartal

    Ostermontag ist. Eigentlich ... Zeit, die gestrigen Geistergeschichten vom Lagerfeuer zu veröffentlichen.
    Echte Fundstücke für die (noch zu eröffnende) Rubrik: Paranormales im Alltag.

    Doch die Zeit bleibt eben einfach nicht stehen, und bevor wir uns in vollendeter Hoffnungslosigkeit
    in´s Jenseitige stürzen, wäre vielleicht doch noch einmal ein Blick auf den Alltag, der uns ab Morgen wieder erwartet, recht sinnvoll.

    Natürliche habe ich es satt, das Plattitüdengeblähe von Wirtschaftsexperten zu kommentieren ... jedenfalls an einem so heiligen Tag wie dem heutigen.

    Etwas Respekt möchte ich dem Jenseitigen schon noch entgegenbringen.

    Aber ein kleiner Blick in die Zukunft sollte doch schon erlaubt sein: wohin geht das eigentlich mit der Arbeitslosigkeit?

    Klar, die Bundesverwahranstalt für Arbeitslose und die arg am Rande der Menschenrechtsverletzung dahinstrolchenden Vereine/Firmen (deshalb heißen die ja auch so: die ARGEN) haben ihre eigenen Zahlen, nach denen es in Deutschland nur eine kleine Minderheit von faulen Säcken gibt (für den Asozi Schröder waren das noch die verbeamteten Lehrer), die man mit etwas Anreiz (Hunger, Durst, Tod) wieder an die Arbeit bekommt - dem Rest geht es so super, das er seinen Kindern zu Weihnachten im Schnitt für 345
    Euro Weihnachtsgeschenke kaufen kann.

    Im Schnitt ... wenn 999 nix kriegen und einer ein Supersportmobil für 345000 Euro ... dann stimmt die von Klaus zitierte Studie.

    Die Wirklichkeit hat aber auch noch ein anderes Gesicht, wie man hier sehen kann:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/6081-US-Arbeitslose-jetzt-offiziell-bei-13,2-Millionen.html

    Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 74 % im ersten Quartal. Gut - in den Vereinigten Obamaanhängerstaaten von Amerika gilt man ja nur sechs Monate lang als arbeitslos ... danach ist man biologischer Sondermüll, der zusehen kann, wie er über die Runden kommt.

    Manche wählen den Freitod, manche verhungern ... manche schließen sich aktiven Überlebenszweckbündnissen wie der Mafia an und finden dadurch wieder einen festen und geschätzten Platz in der Gesellschaft, manche ziehen mordend durchs Land, andere wählen die klassische amerikansische Überlebensmethode "Banküberfall"
    - es ist halt ein Land der unbegrentzen Möglichkeiten. Und zu den unbegrenzten Möglichkeiten gehört eben auch ... das die Arbeitslosenheere nach sechs Monaten auch aus der Statistik herausfallen.

    Dann herrscht wieder Vollbeschäftigung....für die, die übrig geblieben sind.

    Natürlich ist hier in Deutschland alles in Ordnung. Wir haben jetzt den Aufschwung, Angela Merkel -
    die laut Volker Pispers "versucht, der Krise ein Gesicht zu geben" - hat uns alle gerettet, die Börse reagiert positiv: was kann da noch geschehen?

    Nun, geschehen kann, das dem Arbeitsamt das Geld ausgeht, weil die Welle der Firmenpleiten unbeeindruckt vom politischen Getöse und allen Vertuschungsoperationen weiter geht ... aber das sind dann Meldungen, die so ganz am Rande auftauchen:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article3541533/Der-Arbeitsagentur-geht-das-Insolvenzgeld-aus.html

    Das wird noch ein lustiges Jahr.

    Politik, Wirtschaft und die Wirklichkeit ihrer Medien auf der einen Seite ... auf der anderen Seite die Realität.

    Wie lange die das wohl vertuschen können?

  • HILFE!!!

    Also, es sollten ja besinnliche Tage werden.

    Erstmal brach das hausinterne Netzwerk zusammen. Da die Frauen es eingerichtet hatten ... saß ich Stunden verzweifelt vor einem Bildschirm, der mir die lustigsten Fehlermeldungen sandte.

    Dann ... wieder ein Amoklauf, ich aber zu gelangweilt - die werden halt üblich wie Verkehrsunfälle, haben halt nur noch momentan weniger Tote.

    Dann kamen unsere Kinder früher als geplant zurück ... und brachten noch viel mehr mit, um das Osterfeuer so richtig schön zelebrieren zu können. Doch damit nicht genug, dann kurz darauf: ... bekam ich diese Mail:

    hello
    Mein Name ist mis naomi und ich bin ein schönes
    junge Mädchen mit treu, liebevoll, zärtlich
    und sehr fürsorglich. Ich bin ernsthaft suchen
    Beziehung zu etwas. Ich sah,
    Ihr Profil heute an (. blog.de) und werden
    Sie interessieren sich für Sie, ich denke, wir können schreiben
    together.Please Ich werde wie Sie an
    mich über diese meine E-Mail-Adresse ein, damit
    kann ich Ihnen mein Bild für Sie

    wissen, wem l am.Here ist meine E-Mail-Adresse
    (naomi_1a1@yahoo.com) Ich glaube, wir können
    von here.i Uhr warten auf Ihre E-Mail an meine
    E-Mail-Adresse above.mis naomi. (Denken Sie an die
    Entfernung oder Farbe spielt keine Rolle, aber die Liebe
    Fragen eine Menge im Leben)

    Bitte antworten Sie mir mit meiner E-Mail-Adresse hier
    naomi_1a1@yahoo.com
    Mit freundlichen New Friend
    Mis naomi
    Danke

    Ich dachte, ich beantworte sie einfach mal in dem Blog, alldieweil meine Medienkompetenzberaterinnen sehr virusfeindlich eingestellt sind und hinter jedem freundlichen Heiratsantrag gleich die Invasion vom Mars befürchten.

    Liebe Naomie ...

    Ich möchte Dir lieber hier anworten, weil my Girlfriend steht next behind to me with the Nudelholz.
    She is very young, very pretty und verry entschlossen, das Holz zu gebrauchen. It is fürchterlich nice von you, mir to schreiben, obwohl you nur meine Aussicht kennst. I trau mich nicht so richtig an deine
    e-mail Adresse zu schreiben, because it is mir very verdächtig. Darum wrote ich einfach hier mal was in der Hopenung, someone to find to fall in love with you. Send bitte the picture to him, und werd his new Friend in love. Schreib bitte together mit jemand others, because meine Zeit is recht knapp even I have al lot of children, für die ich heute Hamburger braten muß. Please versteht mich nicht wrong, we can be good friends aber ich find´s besser, da haben auch andere ein Auge drauf, because it is very unusual in this country Heiratsangebote per E-Mail an knorrige Eifelphilosophen zu schicken, die mehr als genug Frauen in ihrem Leben haben. Please, make another man happy, ich weiß, du kannst das.

    Mit friendlichen Greetings: The Eifelphilosoph

    Inoffizieller Teil:

    Bitte nur Blogfreunde lesen ... Naomi, you not.

    Echt, meint ihr, das ist so in Ordnung? Ich möchte niemanden grundlos verletzen und das war ja auch sicher nur gut gemeint ... aber irgendwie ... habe ich so eine Mail noch nie bekommen.
    Was will die nur von mir? Mafia? Camorra? Yakusa? Habe ich irgendwo geschrieben, das ich mich einsam fühle?
    Also, wenn einer von Euch Interesse hat: einfach Naomi schreiben ... und nachher mal Bescheid sagen, vor der Hochzeit, was das denn sollte, den i have indeed a lot of Fragen ...

  • Osteransprache Eifelphilosoph

    Liebe Gemeinde, liebe Blogger, liebe Leser.

    Wie jedes Jahr zu Ostern möchte ich, wie mein Freund, der Papst und seine Bischofshorde, einige Worte zum Fest sprechen.

    Es ist ein dunkles Fest. Wenn der Verstand in die Zukunft blickt, bleibt ihm die Spucke weg.

    Die Demokratie ... vertreten von stinkenden feigen korrupten Säcken, von denen einige in ihrer Freizeit Dinge anstellen, die wir gar nicht so genau wissen wollen. Jedenfalls nicht zu Ostern.

    Die Politik ... fest in der Hand der Generation Doof, die ihre Inkompetenz mitlerweile fast täglich aufs neuen beweist - oder gekauft von einem Filz, der so fest wie undurchschaubar ist.

    Die Wirtschaft ... am Boden, und nur die täglichen neuen Lügen verdecken den wahren Abgrund, der sich noch vor uns auftun wird.

    Die Gesellschaft ... eine von Angst und Egozentrik verseuchte Kultur, an derem Ende der sozialen Reißwolf der ARGEN lauert - und am anderen Ende das gesegnete Leben der Erben, die allein von Zinsen schon ein schönes Leben führen können.

    Die Religion ... nun, auch dem Papst fällt nichts anderes ein, als für Frieden in Tibet zu plädieren und darauf hinzuweisen, das Leute totmachen auch in Israel nicht ganz der richtige Umgang miteinander ist.

    Es bliebe fast nur noch der Verweis auf die dringend notwendige Flucht in Drogen, Religion und Privatfernsehen, um die letzten Tage des Irrsinns noch in halbwegs unpanischem Zustand überstehen zu können, bis die Sonnenwinde die mitlerweile ungeschützte Erde von allem Technoschnickschnack befreien und wir gezwungenermaßen wieder ganz von vorn beginnen müssen.

    Doch da Ostern ist, sollte man frohe Botschaften verbreiten.

    Ich habe nur eine.

    Meine.

    Hätte wir uns vor zehn Jahren kennengelernt, so hätte ich von einem sehr unangenehmen Gefühl gesprochen, das mich in Bezug auf unsere Zukunft beschleicht. Dabei ... sah alles gar nicht so schlecht aus.
    Die Wirtschaft zog an, die Grünen hatten sich etabliert, Kohl wurde langsam unverdaubare deutsche Geschichte, die Militärblöcke bauten sich ab, der eine schnell, der andere langsamer ... jetzt nur noch etwas Vernunft und Sittlichkeit und das Paradies könnte kommen.

    Doch ich ... hatte ein sehr unangenehmes Gefühl im Bauch, predigte darüber (vor allem im Internet) und zog mir üble Kritiken als düstersehende Dauerunke zu. Auch zurecht ... denn in Wirklichkeit waren meine
    Besorgnisse allein in einem Gefühl begründet.

    Nun sind zehn Jahre vorbei ... in Achtung der österlichen Zeit erspare ich mir Details - zumal einige schon oben stehen.

    Nur ... mein Bauch reagiert nun anders. Er ... sorgt sich nicht, wo der Verstand nur noch seine weiße Fahne schwenken möchte.

    Genau wie früher kann ich es nicht begründen ... und anders als früher sehe ich noch nicht mal Anzeichen für irgendetwas, das Hoffnung machen könnte (nein, auch nicht Obama, danke für den Zwischenruf und jetzt: setzen).

    Und auch persönlich geht es mir nicht ganz so umwerfend, das man daraus zumindestens separat Hoffnungen für sich allein schöpfen könnte.

    Und doch, wenn ich meinen Bauch frage ... freut er sich genauso auf eine ganz glückverheißende, lebenswerte Zukunft und scheint von ihrer Realität genauso fest überzeugt zu sein, wie er zuvor davon überzeugt war, das sich die Welt so langsam in ein Güllefaß verwandelt.

    Mit der letzten Überzeugung hatte er recht behalten.

    Mit der heutigen Überzeugung ... sollte er recht behalten - wäre mein Wunsch.

    Es ist nicht viel, was ich zur österlichen Ansprache beitragen kann ... und doch - mir persönlich macht das etwas Hoffnung. Aber - ich kenne halt meinen Bauch ... und das Gehirn, das dort aktiv ist, ebenfalls.
    Auch wenn die Wissenschaft noch rätselt, was es da eigentlich macht.

    Nur ein wenig Hoffnung.

    Für Tibet und Palästina - aber auch für die 50000 Hungertoten, die wir täglich erdulden müssen, die zig-tausenden von Tier- und Pflanzenarten, die jährlich ausgerottet werden, die Milliarden Menschen, die
    in Not und Elend, Furcht und Angst leben....um nur ein paar Kleinigkeiten zu erwähnen, die seine Unfehlbarkeit heute mal wieder übergangen hat.

    Ich habe das deutliche Gefühl ... es wird alles gut.

    Aber fragt bloß nicht noch nach, warum das so ist.

    Aber nächstes Jahr um diese Zeit treffen wir uns hier ja wieder, zur nächsten Osteransprache.
    Dann ... sehen wir vielleicht schon weiter.

    Bis dahin: All´ meinen Segen auf euren Wegen.

    Eifelphilosoph:wave:

  • Aus gegebenem Anlaß ... eine unübliche Hellingerwarnung

    Das ist jetzt unüblich hier, aber da ich in den letzten Tagen (und in den nächsten Tagen) mich sehr intensiv mit dem Mißbrauch des Familienaufstellens nach Hellinger (und anderen) beschäftigen muß,
    ist es mir ein persönliches Anliegen, eine Warnung ins Netz zu stellen.

    Hellinger ... ist umstritten:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bert_Hellinger

    Der Kritik an Hellinger möchte ich mich nur bedingt anschließen, alldieweil sie oft vom "Futterneid" geprägt ist und wenig sachliche Substanz hat.

    Natürlich gehen die bei der Methode beobachtbaren Phänomene in den Bereich des Okkultismus, doch das ist an sich noch kein Vorwurf, es sei denn, man ist Dogmatiker.

    Natürlich bekommt man wenig Hilfe durch diese Aufstellungen, natürlich kann man viel Schaden anrichten damit ... doch darum würde es mir noch nicht mal gehen.

    Ich sehe mich nicht in der Lage, ein Phänomen theoretisch zu erklären, das praktisch bislang niemand auf der Welt verstanden hat.

    Aber ich weiß, das Dinge funktionieren können, auch ohne das wir eine Theorie dazu haben. Das ganze Universum funktioniert prima ohne unsere Dogmen und Theorien.

    Und ich weiß, das streng genommen ... überhaupt nichts beweisbar ist. Je nachdem, welche Kriterien man zur Wahrheitsfindung zuläßt oder nicht, bekommt man die Wahrheit, die man möchte - das ganze ist beliebig steuerbar. Was auch an sich nicht schlimm ist - denn so kann sich jeder die Wahrheit bauen, die ihm gefällt....solange sie funktioniert.

    Darum bin ich Pragmat. Definiere Wirklichkeit über "Wirkung" ... PUNKT. Ende der Diskussion.

    Hellinger hat Wirkung. Die Interaktionen der Wirkung sind bislang völlig unerklärlich ... trotzdem ist es ein oft beobachtetes und hinreichend gut belegtes Phänomen, das völlig fremde Menschen sich mit Methoden, die sich unserem Verstand noch nicht erschließen, in fremde Familienkonstellationen einfügen können.

    Und nun ... habe ich recht hinreichende Belege dafür erhalten - das das ganze auch andersherum funktioniert.

    Das man ... in Familienstrukturen mit der gleichen Methodik eingreifen kann, die Hellinger benutzt, um
    Beziehungen darzustellen, Emotionen manipulieren, Rollen festlegen, Handlungsmuster steuern - im Prinzip:
    Familienmuster aus der Ferne neu ordnen und einrichten. Möglicherweise sogar, ohne die Familie zu kennen.

    Ich selbst ... stehe diesem Fall etwas hilflos gegenüber, bin deshalb auch momentan sehr ausgelastet, alldieweil ich mich selbst nie damit beschäftigen mußte.

    Sollte es jemanden geben, der mehr darüber weiß ... einfach mal BESCHEID sagen.

    Sollte es jemanden geben, der an den ganzen Nonsens nicht glaubt ... völlig ok. Ich glaube auch nicht daran ... aber möchte mich der Herausforderung stellen, einer verzweifelten Familie zu helfen.

    Und ansonsten bleibe ich bei meiner persönlichen Empfehlung:

    Finger weg von der Methode. Niemand weiß wirklich, was da passiert und was man letztendlich damit anrichten kann. Es ist wie das Spiel eines Kindes mit einem unbekannten Gegenstand ... und der mag ein Abflußreiniger oder eine geladene Waffe sein.

    Am sichersten ist: nicht daran glauben, nicht darauf einlassen.

    Empfehle ich, seitdem dieses Familienstellen auf dem Markt ist.

    Aber ... wer hört schon auf Philosophen:|

    Darum jetzt die neue Warnung, die nächste Dimension des Terrors.

    Es scheint die Möglichkeit des gezielten Mißbrauchs dieser Technik zu geben. Keine Ahnung, warum man das macht, keine Ahnung, wozu es nützlich sein soll ... nur die Folgen sind ... ziemlich eindeutig und
    betrüblich.

    Aber man soll mir ja später nicht nachsagen: Warum hast du denn nichts gesagt.

    Habe ich jetzt. Braucht niemand glauben. Aber: gesagt habe ich´s jetzt.

  • Die kunterbunte Finanzwelt ... auch zu Ostern voller fauler Eier

    Die neue revolutionäre Volkspartei CSU deckt wirklich einen Skandal nach dem anderen auf, neben vor Feigheit stinkenden Abgeordneten auch faule Eier aus der Finanzwelt:

    http://www.welt.de/finanzen/article2916001/Finanzberater-geben-fast-immer-falsche-Tipps.html

    Das tolle ist ... die hören überhaupt nicht auf mit ihrem Treiben, sondern machen munter weiter. Kein Wunder, die Bad Bank haftet dafür, wenn´s schiefgeht und der Staat hat ein unendlich großes Füllhorn geöffnet, um endlich bunt bedrucktes Papier unters Volk zu werfen.

    Das ist wie Neuwagenfahren ohne Führerschein für Vierzehnjährige ... aber mit absoluter Vollkaskoversicherung ohne Beitragszahlung.

    Da kommt Leben in die Bude: 30.000.000.000 Euro Schaden richten die Finanzknilche jedes Jahr an - und da ist die Finanzkrise noch gar nicht mit eingerechnet.

    Und natürlich ... hat man in den letzten sechs Monaten aus der Finanzkrise nichts dazugelernt:

    http://www.welt.de/finanzen/article3541654/Banken-haben-bei-Anlageberatung-nichts-gelernt.html

    Wieso denn auch ... hat ja keine Konsequenzen. Wo man jedem Langzeitsarbeitslosen bei mangelnder Mitarbeit das Essen streicht und zur Not auch die Mietzahlungen, schüttet man den sogenannten Leistungsträgern hinten und vorne alles `rein, damit auch ja der Umsatz bei Luxuaautos nicht schrumpft.

    Na ja ... irgendeiner muß ja das ganze Geld wieder verbrennen, das Steinbrück so lustvoll in Massen drucken läßt.

    Und im Geld vernichten ... sind die Jungs ja wahre Meister.

    Schade nur, das sich klammheimlich auch die realen Besitzverhältnisse durch diese Aktionen verschieben, denn am Ende ... haben einige Leute 100 Häuser - und andere einen kalten Platz unter der Brücke.

    Aber solche Details wollen wir hier nicht vertiefen.

    Lieber wollen wir hoffnungsvoll in die Zukunft blicken ... auch wenn man seinem Blick dabei Gewalt antun muß. Denn, wie es aussieht, dreht das Kapital dem Staat ganz langsam den Geldhahn zu.

    Langsam noch, scheinbar unmerklich (und erst recht unMerkelig) kommen die ersten Vorbeben der Staatspleiten an:

    http://www.welt.de/finanzen/article3453399/Laender-bleiben-auf-ihren-Staatsanleihen-sitzen.html

    Doch den Steinbrück wird das alles nicht interessieren. Er wird Geld drucken, bis der Arzt kommt.
    Ostern ist ... doch die Eier sind faul - wo man auch hinschaut.

  • Stinkende feige Abgeordnete!

    Eigentlich ist ja Ostern ein besinnliches Fest. Mehr so der Zeitpunkt für religiöse Themen, Eiersuche und Weingummikauen.

    Eine Auszeit aus dem alltäglichen Wahn.

    So was soll einem ja sehr gut bekommen.

    Aber: ich kann mich der Auszeit leider nicht widmen, solange mir noch stinkende feige Abgeordnete im Kopf herumschwirren.

    Weil ... das keine Kleinigkeit ist.

    Weil ... es nicht das erste Mal ist, das es an die Öffentlichkeit dringt.

    Weil ... es kein linker Chaot ist, der diese Meinung vertritt.

    http://nachrichten.t-online.de/c/18/42/52/56/18425256.html

    Was Peter Gauweiler dort mal so locker zornig vom Stapel läßt, ist nichts anderes, als die Bankrotterklärung unseres demokratischen Systems.

    Denn eigentlich war der Abgeordnete anders gedacht.

    Vom Volk gewählt, frei, unabhängig.

    Als stinkender Feigling ... ist er zu teuer, schädlich für die freiheitlich demokratische Grundordnung dieses Landes und nur noch ausführendes Organ eines subversiven Terrors, der das ganze Land Stück für Stück in den Abgrund treibt.

    Es stellt sich allerdings angesichts der feigen Stinker die Frage:

    Wer regiert eigentlich noch dieses Land, wenn noch nicht einmal die Abgeordneten sich eine freie Meinungsbildung erlauben können?

    Warum wählt das Stimmvieh eigentlich noch das Bundesstimmvieh ... anstatt sich direkt mal um die Hunde zu kümmern, die die Macht haben, dieses Vieh in jede nur erdenkliche Richtung zu hetzen?

    Denn das, was dort technisch funktionell etabliert worden ist, ist nichts anderes, als die Diktatur einer unsichtbaren Macht, die allerdings so stark ist, das sie sogar die Unabhängigkeit der Abgeordneten ignorieren kann.

    Nach sechzig Jahren parlamentarischer Demokratie sind wir an einem Punkt angelangt, wo es nach Reformen nur so schreit.

    Und auch Peter Gauweiler sieht es so.

    Es scheint, das wir an einem Punkt angekommen sind, wo nur noch eine Koalition aus CSU und LINKEN eine Hoffnung auf Änderung hätte....denn aus der CSU kommen in der Tat vermehrt Stimmen, die erschreckend vernünftig sind.

    Es lief ja auch ganz gut ... die ersten vierzig Jahre. Es war nicht perfekt ... aber erträglich - und veränderbar.

    Doch jetzt ... ist die Abschaffung von Listenplätzen, die Beschränkung der Allmacht von "Parteien" dringend erforderlich - wie Gauweiler skizziert.

    Das würde einem auch Missfelder-Mißgriffe oder Sarrazin-Ausfälle ersparen ... auch wenn solche Leute dann das erste Mal in ihrem Leben richtig arbeiten müßten.

    Natürlich gibt es einen Grund für den Erhalt von Listenplätzen ... kleine Parteien hätten keine Chance, in den Bundestag zu kommen, wenn sie nicht die Möglichkeit hätten, allein aufgrund der bundesweiten Präsenz ihres Stimmanteils an der Politik teilzuhaben.

    Jedoch ... ist eine Demokratie nicht per se ein Parteieninteressenförderungsverein.

    Solange es gut geht, ist ja alles in Ordnung.

    Aber ... es geht nicht mehr gut.

    Und darum: muß sich was ändern.

  • Krise bewältigen: ein klarer Kurs.

    Nun weiß ich, warum die Krise vorbei ist. Es gibt einen klaren Kurs, alle atmen auf, die Welt dreht sich endlich wieder weiter, der Dachs äh... Dax steigt so hoch wie erst kürzlich ... die Welt wird heil.

    Nur Steinbrück macht sich Sorgen. Macht sich Sorgen über das viele Geld, das gedruckt wird. Könnte ja eine Inflation geben:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,618618,00.html

    Mit diesen Sorgen ist er nicht allein, denn Sorgen machen ist ja gerade voll in Mode. Während Steini sich aber Sorgen macht über das Geld, das er unvernünftigerweise und komplett sinnlos und ungezielt in die Menge schmeißt, kriegen Fondmanager sogar Angst und raten ab, lieber Aktien als Staatsanleihen zu kaufen
    ... vielleicht, damit Steini weniger Geld ausgeben kann und somit auch keine Angst mehr vor der Inflation haben muß? Sehr fürsorglich, diese Fondmanager. Und geradlienig, machen seit 30 Jahren immer dasselber -
    empfehlen, Aktien zu kaufen:

    http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,613489,00.html

    Damit alle auch schön Geld haben, um dicke Autos und nutzlose Aktien zu kaufen, haben die Zentralbanken eine klasse Strategie entwickelt: Geld drucken, bis der Arzt kommt:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,614331,00.html

    Allerdings scheint der Arzt frei zu haben, denn "Die Fed kauft alles, außer Ketchup", so ein Zitat aus dem manager-magazin. Schade eigentlich, Ketchup scheint mir persönlich eine sinnvollere Anlage zu sein als
    buntes Papier, das man nicht essen kann. Aber ... ich bin halt kein Manager.

    Denn die empfehlen den Kauf von Aktien, Autos und allem außer Ketchup ... scheinen selbst aber eine andere Strategie zu fahren: Gold, Gold, Gold über alles ...:

    http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,609200,00.html

    Also ... was denn jetzt? Ketchup (weil alles andere ja schon die Fed gekauft hat), Aktien (weil das ja der Manager empfiehlt) oder Gold (weil man da ganz dicke abräumen kann)?

    Doch dann lese ich, das das mit der Inflation erstmal vom Staat so gewollt ist, weil die ganz viel Angst vor der Deflation haben (wußte ich doch, das der Steinbrück irgendwie was nicht verstanden hat, als er das ganze Geld zum Fenster raus schmiß ... aber der hat ja auch nun mal von Wirtschaft überhaupt keine Ahnung, genau wie der Wirtschaftsminister: Fachkompetenz ist ja ein Auschlußkriterium für Ministerposten, alldieweil die dann ja wissen würden, was sie tun), das aber die Ängste völlig unbegründet sind:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,614962,00.html

    Na, da fällt mir ja ein Stein vom Herzen ... ein "Chefanalyst" hat gesprochen. Mensch, da bin ich aber beruhigt.

    Und ich dachte schon, man müßte sich echte Sorgen machen, weil eigentlich die Verdoppelung der Geldmenge wie in den USA (Quelle: Managermagazin) eigentlich zur Abnahme des Geldwertes führen müßte ... so hatte ich mal gelernt. Und dadurch wird alles teurer, die Inflation kommt ... Mensch. Wie gut das es Manager gibt.

    Da verstehe ich dann auch, wie andere Manager fordern können, noch mehr von den lustigen kleinen grünen Scheinen unters Volk zu werfen:

    http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,613899,00.html

    Viel mehr.

    Keine Sorge: passiert schon nichts.

    Und: das Hochpreissegment im Automarkt wird nicht so schnell austrocknen.

    Und das ... scheint dem Manager wirklich am Herzen zu liegen.

    Kaum zu glauben ... diesen ganzen gequirlten Kuhdung findet man alles ... auf einer einzigen Seite.

    Aber so sind Manager - die schreiben so viel, das sie keine Zeit haben, auch noch den Nonsens von anderen zu lesen.

    Aber ... da kann ich ja jetzt mal ganz beruhigt Ostern feiern.

    Die Welt ... die Finanzwelt ... scheint in sehr kompetenten Händen zu liegen, die genau wissen, was sie wollen: einen BMW X 6 - um jeden Preis.

  • KRISE... welche Krise?

    Wer letztens im Alpenvorland einen bulligen Geländewagen mit 90 Km/h durch die geschlossene Ortschaft rauschen sah, hat diesen Mann mit diesem Auto gesehen:

    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,603088-2,00.html

    Das ausführende Organ ist selbstverständlich ein Manager, der etwas bemängelte, das der Wagen innen ja ein wenig lauter sei, als sein Mercedes der S-Klasse.

    Aber wenigstens passten die vier Golfsäcke seiner Familie hinein.

    Toll.

    Eine ganze golfspielende Familie, ist das nicht schön?

    Welche Krise eigentlich? Gibt es hier eine Krise? Kann ich mir kaum vorstellen. Da, wo 500 PS-Monster gebaut werden, deren Verbrauch kaum unter 15 Liter auf 100 Km sinkt, kann es keine Krise geben.

    Das ist das Land des Überflusses, wo höchstens zu bemängeln ist, das das 4000 Euro teuer Navigationsgerät nicht optimal funktioniert.

    Die Männer des Managermagazins müssen in einer anderen Welt als wir Normalsterblichen leben.

    Stimmt, leben die ja auch.

    Wenn wir Mist bauen, verlieren wir unseren Arbeitsplatz ... mit etwas Pech auch noch reichlich von unserem knappen Eigentum und werden in 1-Euro-Jobs zwangsverheizt.

    Und Golf können wir höchsten fahren, aber nicht spielen.

    Wenn Manager Mist bauen, gibt´s erstmal dicke Boni, weil die Edeldeppen ja sonst woanders hingehen.

    Und da soviel Blödheit auf einem Haufen selten zu finden ist, ist sie - wie alles, was selten ist - scheinbar sehr teuer.

    Jedenfalls für den Steuerzahler.

    Und nach den Boni ... die der Steuerzahler erstmal finanzieren mußte ... werden auch noch die Schulden der Firmen aufgekauft ... vom Steuerzahler. Finanziert durch Abbau des Sozialstaates.

    Irgendwie ... verstehe ich das trotzdem nicht. Hm....

    Vielleicht so: das Manager auch in Zukunft noch mit Tempo 90 durch geschlossene Ortschaften fahren können, ist uns richtig viel Geld wert.

    Ha, wenn die aber mal geblitzt werden, dann kassieren WIR richtig ab.

    Zahlen das aber wieder selber, alldieweil die Managerkohle ja direkt von unseren Steuern bezahlt wird ... mitlerweile.

    Klappt also auch nicht. Vielleicht sollte man Manager deshalb einfach abwracken? Ist doch gerade in, oder?

    Andererseits brauchen wir geistig desorientierte Menschen, die so viel verdienen, alldieweil sich keiner sonst ein 500 PS-Monster kaufen würde.

    Und das würde das Ende des Hochpreissegmentes des Automarktes bedeuten.

    Und das wollen wir ja nicht. Das muß es sein!

    Jetzt ... habe ich das alles verstanden, glaube ich.

  • 2012 ... richtig dicker Stunk im Detail

    Nun, dankenswerter Weise haben mich Blogfreunde mit der wundersamen Möglichkeit des Linksetzens
    ausgestattet.

    Für mich der Grund, ein Thema zu vertiefen, das möglicherweise oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Trubel verursachen wird als die Weltwirtschaftskrise, die natürlich gerade mit Rücksicht auf das Ereignis zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt kommt. Denn 2012 kommt ein größeres Problem auf uns zu, das wohl über viele Jahre unser Alltagsleben völlig auf den Kopf stellen kann.
    Viele scheinen davon zu wissen ... ich frage mich, warum so etwas nicht täglich in den Nachrichten läuft.

    Etwas detalliert die deutsche Interpretation der Nasa-Studie hier:

    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2009/01/sonnensturm-2012-nasa-studie-ber.html

    Und die Reaktionen britischer Politiker hier:

    http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/paranormal/paranews/8ef33ed14f6ccfc3145d48a724fc52ae.html

    Für Blogfreunde könnte es unangenehme Folgen haben:

    http://www.pcfreunde.de/news/n13906/sonnenstuerme-koennten-bald-das-internet-lahmlegen/

    Ebenso für die Freunde des Handy´s:

    http://www.inside-handy.de/news/10676.html

    Wer auf sein GPS-System vertraut, hatte schon im Dezember Probleme:

    http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/11807521

    Nun haben wir ja das tolle Erdmagnetfeld, das uns eigentlich vor diesen Sonnenstürmen und ihren Auswirkungen schützen soll. Allerdings gibt es da ein kleines Problem:

    Dieses Magnetfeld hat neuerdings ein Riesenloch:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9296-2009-01-02.html

    Welch ein zufälliges Zusammentreffen unglücklicher Zufälle. Zufall ... nein.

    Es waren Magnettentakel der Sonne selbst, die dieses Loch gerissen hatten:

    http://www.g-o.de/wissen-aktuell-9296-2009-01-02.html

    Die Wissenschaftler sind mal wieder ... fassungslos. Hätten so etwas nie für möglich gehalten.
    Was soll man auch dazu sagen, wie soll man darauf reagieren? Hätte man vielleicht doch besser die Anbetung des Sonnengottes nicht abschaffen sollen, weil sein Zorn vielleicht für den modernen Verstand
    nicht dogamtisch anerkannt ist ... aber das Leben des modernen Menschen vollständig auslöschen kann.
    Schon drollig, was einem an einem heiligen Feiertag so religiös motiviert alles durch den Kopf
    schießt.

    Na ja, vielleicht ist das alles auch der Hintergrund für diesen ominösen Brief eines norwegischen Politikers:

    http://planetx.blog.de/2009/01/11/brief-norwegischen-politikers-5361381/

    Über die Dimensionen des weltweiten Bunkerbaus war ich allerdings schon aus anderer ... leider nur schriftlich vorliegenden Quelle informiert worden...und frage mich damals schon: was soll das denn?

    Wer Geld hat, findet vielleicht hier mehr dazu:

    http://politik-global.org/index.php?option=com_content&view=article&id=152:monsanato1&catid=242:monsanto1&Itemid=170

    Aber, somit wird vielleicht klar, warum Bill Gates diese Samenbank in der Antarktis baut:

    http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/print/Saatgutbank%20des%20Bill%20Gates%20in%20der%20Arktis.htm

    Schon alles interessant, so etwas.

    Und wir ... investieren Milliarden in die Rettung von Banken und in den Kauf von ausländischen Kleinwagen.

    Sehr durchdachte und plausible Reaktion, will mir scheinen.

    Na, vielleicht hat man ja für sich selber vorgesorgt und fürchtet, im Bunker nicht genug Platz zu haben, wenn das Volk auch noch hinein will.

    Wir in der Eifel ... habe da einen kleinen Vorteil.

    Wir haben das:

    http://www.eifelyeti.de.ki/

    und nicht zu vergessen, das:

    http://www.bonn-region.de/deutsch/sightseeing/das-ahrtal/dokumentationsstaette-regierungsbunker.html

    Merkt euch gut die Öffnungszeiten. Schlage vor, wir treffen uns da 2011 mit Lunchpaketen (aber die Butter bitte nicht zu dünn schmieren, sollte schon ordentlich satt machen) zur ersten deutschen illegalen Bunkerbesetzung...und schauen dann mal, was das Jahr so bringt.

    In diesem Sinne: Frohe Ostern!

  • Und hier mein Ostergeschenk...eine kleine Fahne

    ...etwas zu früh und noch längst nicht vollständig, aber ... es nimmt inzwischen soviel Form an, das man es der Öffentlichkeit präsentieren kann.

    Der Menschenschutzbund hat:

    http://menschenschutzbund.blog.de/2009/04/09/menschenschutzbund-aufgabenbereiche-ziele-5916379/

    eine kleine Fahne.

    Das ist ein Gemeinschaftsprojekt. Manche sind sicher enttäuscht, das sowenige sich dafür interessieren.

    Andere sind vielleicht enttäuscht, das ich mich so wenig dort engagiere.

    Aber heute morgen habe ich dort mein persönliches Osterwunder erlebt ... die Auferstehung einer Idee.

    Denn ... bevor ich die Kommentare meiner kleinen Gruppe von Mitstreitern las, schrieb ich einige Ergänzungen, die sich reinweg logisch aus der Grundidee (oder besser gesagt: dem Grundgefühl) das einen Menschenschutzbund tragen könnte entwickelten.

    Und dann sah ich ... die anderen hatten diese Ideen schon selbst beigetragen.

    Wenn die Zeit einer Idee gekommen ist ... wird sie sich entfalten, habe ich mal gehört.

    Ich habe ein wenig die Hoffnung, das die Zeit gekommen ist ... und sich die Idee entfaltet.

    Es ist ... um es nochmal deutlich zu sagen ... NICHT MEINE IDEE. Es ist ... eine Idee, die aus der Not der Zeit geboren wird.

    Es ist eigentlich ... eure Idee. Und ich denke, viele Menschen spüren das.

    Darum bin ich nicht enttäuscht über die Teilnehmerzahl ... sondern erfreut darüber, das es schon so viele sind.

    Und darum war meine Idee ... dies als Ostergeschenk hier hinein zu stellen.

    Eine kleine Fahne. Ein Angebot ... sich sammeln zu können.

    Ein Angebot, eine Chance wahrzunehmen, wenigstens ein bischen tun zu können.

    Selbst wenn es nur Worte bleiben ... die können schon sehr viel bewegen.

    Und man muß nicht mehr unter dem elendigen Gefühl leiden, doch nichts tun zu können.

    Dann man kann erstmal was tun ... sich sammeln. Sich auf die Reise machen. Den ersten Schritt tun, mit dem jede Reise beginnt.

    Wohin sie führt ... wer kann das schon wissen.

    Aber, wie eine Frau mal in einem Film sagte, als sie ein Schiff mit unbekanntem Ziel bestieg: "Ich weiß nicht, wohin mich meine Reise führen wird, aber schlimmer als hier kann es nicht werden."

    Oder?

  • Dicke Eier und das Christentum

    Ostern ist.

    Im Ruhrgebiet immer wieder ein Anlaß, den frommen Wunsch "Dicke Eier!" auszusprechen. In Widmung dieser gesegneten Landschaft und ihrer wunderbaren Menschen möchte ich diesen Wunsch auch hier aussprechen.

    Und ein wenig sinnieren.

    Es ist ein wichtiges Fest, dieses Ostern.

    War es schon immer.

    Für die vorchristlichen Kulturen war es das Fest, das ... wenn man es erlebte ... deutlich zeigte, das man wieder einen Winter überlebt hatte. Oder man war eher Dünger für den Gottesacker.

    Ebenso wichtig war Weihnachten, weil dort, zur Wintersonnenwende, das Schwein geschlachtet wurde, mit dessen Hilfe man den Endspurt durch den restlichen Winter zu überleben hoffte.

    Dann kam das imperiale Christentum, schluckte beide Feste in einer feindlichen Übernahme, definierte sie um und ZACK! hatte man die Altgläubigen im Sack.

    Seitdem feiern wir das so.

    Dabei ist die Auferstehung Christi DAS zentrale beglückende Erlebnis der Mythologie des Christentums.

    Da müßte es zwei bis vier Wochen Sonderurlaub geben, um es angemessen seiner Bedeutung entsprechend würdigen zu können.

    Christi Geburt ist, obwohl auch von wundersamen Mythen umgeben, ein Witz dagegen.

    Trotzdem ... ist eigentlich Weihnachten das Fest der modernen Christen, Ostern feiert man auch irgendwie hinterher, wegen der Kinder und der dicken Eier - aber so ganz überzeugt hat mich das nie, das man auch wirklich weiß, was da gefeiert wird.

    Na ja, das gehört halt mit zu den vielen Fragen, die sich um das Christentum ranken. Warum stehen eigentlich überall diese gräßlichen Folterbilder des gekreuzigten Gottessohnes herum? Ein sehr grausames Symbol, will mir scheinen, das auf den ersten Blick für Außenstehende sehr abschreckend ist.

    Gut, ich kenne die kirchlichen Argumente dafür, aber ... wäre es nicht viel schöner gewesen, den Auferstandenen Christus vor seiner Höhle überall hinzustellen, als diesen lebenden Leichnam zu vervielfältigenß

    Immerhin ... es sollte doch eine frohe Botschaft sein die die Menschen zum mitmachen anregt und Freude verbreitet.

    Das Symbol des Gekreuzigten hingegen....folge uns nach und du endest am Kreuz?

    Macht irgendwie nicht sonderlich fröhlich.

    Dabei fällt mir das Turiner Grabtuch ein und das Engagement der Kirche, es als Fälschung zu entlarven.
    Sollte ich vielleicht mehr drüber schreiben ... aber sage einfach mal: nach eingehender Beschäftigung mit diesem Tuch halte ich es mit hoher Wahrscheinlichkeit (90 - 95 %) für echt.

    Warum sollte die Kirche das stören?

    Nun ... es ist Blut auf dem Tuch.

    Leichen bluten nicht.

    Ist das Tuch echt ... war Christus nicht tot. Somit wäre seine Auferstehung ... nicht sonderlich wundersam.

    Und die Kirche mit ihrer Mythologie im Eimer.

    Die Moslems würden triumphieren denn ... nach ihren Mythen starb Jesus hochbetagt in Tibet. Andere ... haben dort sein Grab gefunden.

    Vielleicht waren Jesu Kinder wirklich ... der Ursprung des Mythos vom heiligen Gral.

    Aber das ist kein Thema für Ostern. Wir wollen ja besinnliche Tage.

    Und dazu eigenen sich diese Tage. Zur Besinnung.

    Zur Besinnung auf den Mythos der Überwindung des Todes. Auf die Hoffnung, die sich daraus ergibt.

    Zur Besinnung auf die Tatsache, das ... Studien gemäß, die als Papier in irgendeiner meiner Artikelsammelkisten herumliegen ... religiöse Menschen seltener krank werden.

    Zur Besinnung auf die Tatsache, das ... Atheisten und Materialisten mit ihrer Lebenszeit (die ja im eigenen Bewußtsein viel beschränkter ist als die unendliche Zeit des religiösen Menschen) nicht viel sorgsamer Umgehen als religiöse Menschen ... sie neigen sogar genauso oft zum Selbstmord.

    Seltsam eigentlich.

    Seltsame, wunderbare Welt, in der wir leben.

    So voller Geheimnisse, Wunder und Rätsel.

    Immer noch.

    Osterpredigt Eifelphilosoph Ende.

    Dicke Eier!

  • Der Kampf der Kulturen .... verloren!

    Vor vielen Jahren verwunderte mich ein Buch: "Der Kampf der Kulturen".

    Ich fragte mich, was soll das?

    Die Welt war gerade einer großen realen Gefahr entronnen, die großen Militärblöcke waren nicht mit Gewalt aufeinandergestoßen, der weltweite nukleare Krieg war ... ebenfalls ausgeblieben.

    Letzteres hatte mich allerdings nicht verwundert, denn sogar das 3.Reich hatte auf den Einsatz von Giftgas verzichtet (jedenfalls als Waffe gegen Soldaten und Zivilisten im Ausland, im Inland - ich weiß - sah es anders aus).

    Dann taucht auf einmal so ein Mumpitzapostel auf und faselt mir die Ohren voll von der großen Konfrontation mit dem Islam.

    Ich hatte kurz zuvor einigen panischen Forumsteilnehmern beweisen müssen, das die Invasion Italiens
    durch Lybien undenkbar sein, weil weder Luftwaffe noch Marine Italien erreichen würden und alleine der italienische Grenzschutz zahlenmäßig stärker ist als die gesamte Lybische Armee ... wobei ich auch wieder lernte, das Argumente gegen Ängste nur schlecht helfen. Na ja, ist sehr lange vorbei.

    Zurück zum Kampf der Kulturen.

    Mumpitz, dachte ich, die wollen ans arabische Öl, brauchen ein neues Feindbild - und einige Zeit später kamen ja dann auch wie zufällig ein paar Flugzeuge in Hochhäuser und sonstwohin geflogen, die den Kampf der Kulturen so richtig heiß machten. Halliburton war gerettet, der Kampf der Kulturen gewonnen.

    Aber heute erreicht mich eine Nachricht ... die mir klar macht, das es nicht nur um Öl ging. Ganz im Gegenteil, wer den Kampf der Kulturen vorausgesehen hat, der hat viel weiter gedacht, als es einem kleinen Eifelphilosophen möglich gewesen wäre.

    Und er hat recht gehabt.

    Denn neben dem desaströsen amerikanischen Bankensystem gibt es ein Bankensystem, das außerordentlich stabil ist und von der Weltkrise kaum betroffen wird, nämlich dieses:

    http://www.welt.de/finanzen/article3523621/Islamische-Banken-sind-die-Gewinner-der-Krise.html

    Zinsverbot ... hat nämlich Stabilität zur Folge. Auch wenn die es nicht so genau damit nehmen.
    Aber es hat sie bewahrt vor Gier und Maßlosigkeit.

    Und jetzt können sie bald losmarschieren, diese kerngesunden Banken und kaufen den Westen einfach auf.

    Samt Waffen, Politikern, Grundstücken, Fabriken, Gebäuden, Konzernen, Banken ... und sie werden überall willkommen geheißen.

    DER KAMPF DER KULTUREN ... ist verloren.

    Könnte man jetzt mal frech und provokativ behaupten.

    Ich denke, die moslemischen Bürger unter uns wissen das schon längst, weshalb sie sich nicht integrieren.

    Wieso auch? Gehört denen ja bald alles. Dann bestimmen sie die Regeln. Warum da noch Verrenkungen machen?

    Ich denke, gewisse Wendehälse werden sich jetzt nochmal den Hals verdrehen müssen und nach erfolgloser
    Anbetung von Partei und Kapital lernen müssen, gen Mekka zu beten. Hoffentlich verrenken die sich nicht mal...

    Und die Moslemhasser unter uns ... werden sich wohl ganz schnell ändern müssen, weil die Geldgeber ihrer Arbeitgeber das wohl bald nicht mehr ganz so gern sehen.

    Na ja, so ist das halt mit Kriegen. Man muß immer damit rechnen, das man sie verliert, wenn man sie führt.

    Darum sollte man sich absolut sicher sein, das sie notwendig sind und es keine anderen Lösungen gibt.

    Leider ist Krieg ... immer noch eine Sache von Ideologie, Einbildung und Leidenschaften.

    Darum gibt es ihn überhaupt noch.

    Wäre er eine Sache der Vernunft und der gewissenhaften Ernsthaftigkeit, würde man genau wissen, wann er schon beginnt, welche kleinen Ansätze schon sein aufkeimen zeigen, ganz normal im Alltag ....
    es würde keine mehr geben, er würde im Keim zu ersticken sein.

    Die Ur-Einwohner Nordamerikas wußten darum. Na, kein Wunder, sie wußten ja auch, was Demokratie ist.

    Die sollten Zivilisationsberater ausbilden, diese "Wilden", das könnte uns weitere Kämpfe der Kulturen ersparen.

    Und ihnen ein gutes Einkommen und eine angemessene Zukunft sichern.

  • Wahlaufruf für "Die Linken" zur Rettung der Demokratie in Deutschland

    Sicherlich ist es eine Verzweiflungstat, die "Linken" zu wählen. An sich gäbe es da wenig, was zu wählen wäre.

    Natürlich haben einige oder etliche eine dunkle Vergangenheit, das ist aber in diesem Zusammenhang völlig unrelevant.

    Wichtig ist nur ... das es momentan die einzige Partei ist, die eine reale Chance hat, den völligen Zusammenbruch der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern, seit dem sich die Freidemokraten völlig von ihren Bürgerrechtlern abgekehrt haben und zur Spaßpartei für Freiwirtschaftsterroristen mutiert sind.

    Hier gilt es ... jedenfalls für mich ... einfach nur Pragmat zu sein und zu erkennen, das - unabhängig von der eigenen politischen Überzeugung - die "Linke" die einzige Partei ist, die ein politisches und demokratisch legitimiertes Gegengewicht zu der schleichenden Vernichtung der bundesdeutschen Demokratie bilden kann ... völlig unabhängig zu der Vergangenheit, die diese Partei aufzuweisen hat.

    Es ist schon ein nur noch mit Humor zu tragendes Paradoxon, das gerade die Partei, die noch hinreichend Elemente in sich trägt, die selbst eine Diktatur getragen haben, nun angerufen werden muß, um die Demokratie in Deutschland zu retten.

    Aber es bleibt die Hoffnung, das sie sich ihrer Wendehälse entledigt hat und nun mehr Idealisten beeinhaltet, als es früher der Fall war.

    Da sich, wie die unten genannte Studie zeigt, sich die etablierten bundesdeutschen Parteien vom
    Sozialstaatsprinzip verabschiedet haben (und somit elementare in der Verfassung garantierte Menschenrechte nur noch gegen "Gegenleistung" zu gewähren bereit sind), bleibt jedem aufrechten Demokraten nur noch ein einziger Schritt: "Linke" wählen.

    Ob man nun Nationaldemokrat, Christdemokrat, Christsozialer Demokrat, bürgerrechtlich orientierter Freidemokrat, Sozialdemokrat ist oder sich bei den Rettern der deutschen Dose verlaufen hat, ist egal.

    "Demokrat" wird eine aussterbende Art werden...wenn wir nicht schnell was unternehmen.

    Und die einzige Chance, die ich momentan sehe, ist alle Wählerstimmen derjenigen, die Demokratie noch wollen und ernst nehmen, in eine Partei zu investieren, die definitiv noch nicht großartig in den Filz von Wirtschaft, Politik und Medien verstrickt ist.

    Nein, ich werde kein Parteimitglied. Danke der Nachfrage ... aber prinzipiell lieben Philosophen nicht nur die Weisheit sondern auch ihre Unabhängigkeit.

    Aber ich stehe zu dem öffentlichen Wahlaufruf für jene Partei ... als einzig sinnvollem Akt demokratischer Notwehr.

    Da sollte auch kein Platz mehr für Proteststimmen für Kleinparteien sein - diese Spielereien können den Abbau demokratischer Grundrechte leider nicht mehr verhindern. Aber die Linke könnte den Prozeß
    bremsen...und uns Luft verschaffen, die Demokratie zu retten.

    Bevor wir uns auf den Widerstandsparagraphen berufen müssen, der allerdings von uns verlangt, alle rechtsstaatlichen Mittel zuvor ausgeschöpft zu haben.

    Denn sonst ... haben wir 2014 1984. Und das wollen schon genug. Aber sie sagen es nicht öffentlich.

  • Die Geburt des VIERTEN REICHES aus dem Geist der AGENDA 2010

    Ja, die gibt es noch, die Bundeszentrale für politische Bildung. Ich fand, früher hat sie mehr Furore gemacht. Gab´s doch in jedem Unterricht, die Blätter, in jedem Seminar. Also ... meine Kinder werden hauptsächlich von politischer Bildung verschont ... deshalb dachte ich schon, diese Zentrale wäre Sparmaßnahmen im Rahmen des Sozialputsches im Sinne der Agenda 2010 zum Opfer gefallen.

    Seltsam nur, das ihre Erkenntnisse, Ergebnisse und Studien eigentlich nicht mehr in den Medien auftauchen.

    Das war früher mal anders.

    Darum ... tauchen sie jetzt hier auf.

    Zum Beispiel etwas ganz ausführliches zu den psychischen Folgen der Arbeitslosigkeit:

    http://www.bpb.de/publikationen/X888VP,0,0,Arbeitslosigkeit%3A_Was_wir_aus_psychologischer_Perspektive_wissen_und_was_wir_tun_k%F6nnen_Essay.html

    Aber das ist natürlich noch nicht alles.

    Man findet auch etwas über die Gründe für den dynamischen Prozess der gezielten Produktion von Arbeitslosen
    in unserem Land, alles bekannt ... aber scheinbar nicht allen geläufig:

    http://www.bpb.de/publikationen/YM3DUH,2,0,Arbeitslosigkeit_als_zentrale_Dimension_sozialer_Ungleichheit_Essay.html#art2

    Noch gruseliger wird es, wenn man sieht, welch dunklen Schatten die Agenda 2010 eigentlich wirklich nach sich zieht:

    http://www.bpb.de/publikationen/YM3DUH,2,0,Arbeitslosigkeit_als_zentrale_Dimension_sozialer_Ungleichheit_Essay.html#art2

    Wer nun seine politisch-philosophische Ausbildung nicht im real existierenden Sozialismus durch intensives herunterbeten der Parteidoktrinen erworben hat oder als professioneller Politkarrierist nie die Notwendigkeit sah, sich mit gesellschaftlichen Realitäten außeinanderzusetzen (die beiden Herren wissen Bescheid!) wußte gleich zu Beginn der Ausführungen durch Kanzler Schröder, was hier versucht wird.

    Für die Ausführungen ist der Kanzler ja auch von seinen Auftraggebern reihhaltig belohnt worden, und scheinbar hoffen noch einige, durch Nachbeten neuer Parteidoktrinen ... die diesmal aus sozialfaschistisch geprägten Kreisen des Neoliberalismus stammen, ebenfalls ein Stück vom Kuchen abzubekommen.

    Dies ist jedoch ... so fürchte ich ... immer nur führenden Sozialdemokraten gegönnt. Selbst realpolitische Grüne sind bei dem Versuch, dem nachzueifern, auf die Nase gefallen.

    Aus gegebenem Anlaß möchte ich die letzte Studie noch einmal etwas differenzierter betrachten und das eine oder andere Zitat zum Besten geben:

    Die befragten Arbeitsvermittler teilen das in der Medienöffentlichkeit immer wieder von interessierter Seite mobilisierte Klischee der "faulen Arbeitslosen" weitgehend nicht, weil die Realität dem Ressentiment grundsätzlich nicht entspricht.

    Ist jedenfalls die Meinung der Bundesanstalt für politische Bildung ... und die Meinung der ARGE.

    Leider wird die "interessierte Seite" ... nicht näher beschrieben. Schade eigentlich, die hätte ich gern näher kennengelernt, denn ... "Gewalt ist keine Lösung" muß ja nicht immer und überall gelten.

    Auf jeden Fall ist der ARGE-Mitarbeiter keinesfalls der FEIND, wie er von manchen immer gern gesehen wird .... jedenfalls ist er das nicht "an sich" ... den bekannten Arschlochfaktor gibt es natürlich auch dort, wie überall, wo Menschen sind.

    Viel gravierender ist jedoch, was bei näherem Hinsehen sich offenbart:

    An diesem Beispiel wird der die "Kunden" bedrängende Charakter des Aktivierens und damit der neuen Arbeitsmarktpolitik erkennbar: Entscheidungen von Arbeitslosen werden nicht einfach mehr als Handlungen von autonomen Bürgern hingenommen, die, wenn sie gegen Gesetze verstoßen, sanktioniert werden (im vorliegenden Fall: Verweigerung der Aufnahme einer Arbeit bzw. einer Maßnahme als Äquivalent). Darum geht es heute nicht mehr: Es geht vielmehr um Einsicht und Kooperation. Damit einher geht eine Revision des alten Modells der Realisierung von Solidarität. Gewährte der moderne demokratische Volkssouverän seinen Angehörigen bisher die abstrakte Solidarität bedingungslos, weil sie als politische Reziprozität begründet war, so scheint dies nun nicht mehr der Fall zu sein.

    Der Abschied von der Solidarität ... ist leider nicht gleichbedeutend mit dem Abschied vom Solidarbeitrag ... oder dem Abschied aus der Gemeinschaft der Steuerzahler. Bezahlen darf man nach wie vor, immer mehr sogar seit der Erhöhung der Mehrwertsteuer - aber zurück gibt´snichts mehr.

    Fein formuliert ... aber leider real, wie folgendes Beispiel sehr schön illustriert:

    Frau Noack, eine junge Arbeitsvermittlerin aus Ostdeutschland, erläutert das Prinzip der Aktivierung von allen, also auch von denjenigen, wo gar nichts geht, die können wir dann in diese gemeinnützige Tätigkeit stecken, die bekommen Leistung vom Staat und leisten zusätzlich ein bisschen was, für den Staat, ich bin der Meinung, dass jeder arbeiten kann und in seinem Restleistungsvermögen zumindest, egal wie's nun ausgestattet ist, immer noch wenigstens einen Teil Arbeit leistet für den Staat (...) also ich finde, jeder sollte was für den Staat leisten wenn er auch vom Staat Geld bekommt ..." (7_ARGE_3, Z. 974 - 987).

    In ihrer Rede bringt sie zum Ausdruck, dass der Staat für sie kein politisches Gebilde mehr, nicht mehr ein Organ des Volkssouveräns ist. Er ist vielmehr eine formale Organisation, die Tauschhandlungen organisiert, in denen Leute gemäß ihres "Restarbeitsvermögens" für die Organisation "Staat" arbeiten. Frau Noack, eine idealtypische Vertreterin dieser neuen Reziprozität, kann sich mit diesem Denken die reformierte Gesetzeslage aneignen. Diese Denkweise wird von der Mehrheit der befragten Arbeitsvermittler innerlich geteilt. Es löst die politische Verbindung von Bürger, Volkssouverän und Herrschaftsinstitution, die ja nur solange als politische existiert, wie sie von den Bürgerinnen und Bürgern geteilt wird, in die einfachere und effizientere ökonomische Reziprozität des Tausches mit "Kunden", in unserem Falle Zwangskunden, auf.

    Das ist ... um es ganz deutlich zu sagen ... eine der wichtigsten Erkenntnisse, die man aus dieser Studie ziehen kann. Wir sind vom Staat zu einem Geschäft mutiert. Der Staat ist KEIN ORGAN DES VOLKSSOUVERÄNS mehr, das heißt ... der Bürger als Souverän hat sich verabschiedet, ist nicht mehr der König - und
    der Staat nicht mehr sein Diener.

    Das ist nichts weiter als eine schöne Formulierung, die nichts anderes sagt als: die Demokratie ist vorbei, jetzt weht ein neuer Wind. Der Staat als "formale Organisation, die Tauschhandlungen organisiert".

    Schön ... wie werden dann Steuer noch legitimiert? Ach nein, die werden ja nur eingezogen.

    Das wir mit diesem Konstrukt ganz in die Nähe der Legitimation zum gewaltsamen Widerstand kommen, ist dem Soziologen natürlich nicht klar, Frau Noack auch nicht, aber die kommt auch aus dem Osten - wo demokratische Vorstellungen noch keine lange Tradition haben und somit auch leichter verdrängt werden können ... ganz schnell, bevor die sich an das Westdenken gewöhnen, das sich eher so anhört:

    Im Gegensatz dazu halten sozialstaatskonservative bzw. paternalistisch denkende Arbeitsvermittler am alten politischen Modell fest.[8] So etwa Frau Pellar aus dem Südwesten, an deren Rede deutlich wird, dass sie sich das Prinzip des Subjektivierens nicht zu Eigen gemacht hat und entsprechend an der Arbeitsmarktlage als objektiver Tatsache festhält: "Langzeitarbeitslose härteres Regiment? Greift man 'nem nackigen Mann in den Sack. Der Mensch selbst, es gibt, da ist eine Quote die sind selbst Schuld dran. Aber es sind sehr viele, das liegt ganz einfach am Markt, ja? Jetzt, was soll ich denn da für ein härteres Regiment führen, wenn die Leut' nichts finden? Was soll ich denn da machen, soll ich sie erschießen?" (8_ARGE_2, 2187 - 2195)

    Letztere, so die Studie, befinden sich deutlich in der Minderzahl. Die Mehrheit, so die Studie, folgt eher Frau Noack.

    Ich denke, wer noch bisher Zweifel hatte an dem Auftauchen eines neuen, diktatorischen Systems hatte, wird nun seine Meinung ändern müssen.

    Der Staat kassiert weiter ... gibt seine Gegenleistung aber nur noch gegen Mehrarbeit.

    Wäre ungefähr so, als kaufe ich mir ein Auto, bezahle es, kriege es aber erst geliefert, wenn ich noch mal bezahle.

    Für das Unternehmen ein doppelter Gewinn.

    Für die Bürger das Ende des demokratischen Staatsmodells der Bundesrepublik Deutschland.

    DDR-Nostalgiker werde sich freuen ... ihre Vergangenheit wird unser aller Zukunft.

  • Artikel 277: Der böse Blogger und das liebe Geld

    Man man man, da kommt man morgens auf die Bühne und es hagelt faule Eier und Tomaten.

    Ist auch in Ordnung, spart beim Wocheneinkauf ... und ich war zu unpräzise beim Vermengen spezieller Interessen und allgmeiner Themen.

    Das Thema Blogger und Geld kam, wie erwähnt, beim harmlosen geheimen herummailen auf. Es ging um einen Blogger, der sich auf einmal sehr geändert hatte ... politisch.

    Da kam dann die Frage auf: kann man die Blogger kaufen.

    Ich konnte sie nicht beantworten, bin ja auch erst seit einigen Wochen in dieser Welt aktiv, also forschte ich nach und fand heraus: ja. Kann man. Blogger kann man kaufen wie Journalisten.

    Jetzt die andere Frage, die sich in euren Kommentaren stellt, und auf die ich lieber in einem Artikel antworte als in Einzelgesprächen:

    Ist denn das so Böse, wenn man für´s bloggen Geld nimmt.

    Das ist eine ganz andere Frage, und diese beantworte ich ganz klar mit: NEIN!

    Wieso auch nicht. Ich habe in den acht Wochen, wo ich hier bin mit diesem jetzt 277 Artikel geschrieben.

    Ok, einer war sehr kurz, aber die anderen ...

    Wäre schon nicht schlecht, wenn das bezahlt werden würde. Ich hätte persönlich aber nichts von dem Geld - und deshalb strebe ich nicht danach. Von dem Geld hätten andere etwas ... deren Lebenswandel ich momentan nicht noch weiter unterstützen möchte - was aber eine ganz private Angelegenheit ist.

    Darüber hinaus arbeite ich therapeutisch mit Kindern, was ich nicht unterlassen würde, selbst wenn morgen die Lottomillionen ins Haus flattern würde - wäre einfach unverantwortlich.

    Ich schreibe viel. Vor allem phantastische Abenteuer für meine Kinder. Habe gute Kritiken dafür bekommen -obwohl diese dicken Schinken eigentlich ehedem nur für den Privatgebrauch gedacht waren.

    Ich hätte sie veröffentlichen können ... aber: ich liebe das Abenteuer. Und wenn die wirtschaftliche Lage besser wird, werde ich mich ... ob nun allein oder mit Freunden und Bekannten, da wird noch verhandelt ... in das Abenteuer eines Verlages stürzen. Neben der Eröffnung einer Praxis für philosophische Seelsorge eine Erfahrung, die ich noch machen möchte, bevor ich diese Welt wieder verlassen muß.

    Ich schreibe also permanent. Nur jetzt eben nicht mehr für die vielen diversen Ablagen, sondern ganz nebenbei auch für eine kleine Öffentlichkeit. Das war der Wunsch eines Freundes von mir, der nicht warten wollte, bis ein philosophisches Projekt druckreife erlangt hätte. Er meinte, diese Gedanken sollten so schnell wie möglich hinaus....und führte mich hierhin.

    Ist ja auch ok so. Ansonsten würde ich dasselbe tun wie jetzt gerade, einen Text schreiben, ihn speichern und für spätere Verwendung katalogisieren. Klappt mit einem Blog genausogut.

    Und wie ich merke, haben manche Spaß daran. DAS ist für mich eine wesentlich wertvollere Bezahlung als
    alles Geld der Welt.

    Darüberhinaus ... bekomme ich ein Feedback über das, was ich schreibe, was mir hilft, spätere Buchprojekte gezielter zu entwickeln. Ebenfalls ein unbezahlbarer Wert - für den ich mich an dieser Stelle nochmal bei den Lesern bedanken möchte. Wenn das mal Gewinn macht ... machen wir ein großes Fest.
    Oder: ich kaufe ein echtes Dorf. Das wäre noch ... eine spannende Herausforderung. Nicht nur nörgeln, sondern aufbauen.

    Aber wenn jemand noch unbedingt Geld für mein Geschreibe zahlen möchte ... bitte schön.

    Zahlt´s dem "Menschenschutzbund" (Klaus, wir brauchen dann einen Kassenwart. Hast du noch Zeit...?) ... ich weiß zwar noch nicht genau, wo das hinführt ... aber werde mein möglichstes dafür tun, das es sinnvoll, effektiv und mit größtmöglichen Nutzen für Menschen verbunden sein wird, falls es was wird.

    So, jetzt einfach mal generell auf die vielen kritischen Beiträge zum Thema Blogger, Eifelphilosoph und Geld geantwortet.

    Beantwortet das jetzt die Fragen?

  • Energieverschwendung Liebe

    Die größte Möglichkeit, Energie nutzlos zu verschwenden, ist die Liebe.

    Mußte ich vor einigen Tagen überrascht lesen. Wo, ist egal. Es gilt hier nicht, Menschen anzuprangern, die so denken, sondern sich dem Satz zu widmen.

    Erstmal ... möchte man sehr hoffen, sehr sehr hoffen, das solche Menschen keine Kinder haben.

    Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit so sein, denn einen Partner ... haben sie wohl auch nicht.

    Wäre ja Energieverschwendung.

    Sie werden Eltern haben, sonst wären sie ja nicht da. Jedoch können diese Eltern einem nur leid tun, denn Liebe werden sie von ihrem Sprößling nicht erfahren.

    Man braucht glaube ich nicht lange zu überlegen, um zu sehen, was dahintersteckt.

    Ein Schrei nach Liebe von einer gequälten Seele, die ihren Mangel inzwischen voller Haß nach außen trägt ... und dabei wild um sich schlägt.

    Da mag es Eltern gegeben haben, die Geld, aber keine Zeit für Liebe hatten; eine Karriere, die Geld, aber keine Zeit für Menschen mit sich brachte ... oder eine Beziehung, die einfach zerbrach und nur ein gebrochenes, haßerfülltes Herz zurückließ.

    Es mag sogar jemand sein, der vorher viel gegeben hatte ... und nun enttäuscht und haßerfüllt ist.

    Wie ein fünfunffünfzigjähriger Hartz IV-Empfänger, der dieses Land mit aufgebaut hat, fleißig einzahlte, in seiner Freizeit noch ehrenamtlich tätig war - und dann sieht, wie er ausgeplündert und weggeschmissen wird, weil ihn die Wirtschaft gerade mal eben nicht mehr braucht...um nur mal ein Beispiel zu nennen.

    Das sind die Blüten, die unsere Zeit, unsere Art zu leben inzwischen treibt: Liebe als Energieverschwendung ... und als logischen Gegenpol Haß als sinnvollen Energieeinsatz?

    Nun ... mit Logik und Vernunft haben solche Auswürfe nichts zu tun.

    Aber sie zeigen deutlich, welche Irrungen und Verwirrungen diese Zeit hervorruft - und wie weit manche Menschen inzwischen vom Glück entfernt sind.

    Wer glücklich ist, kann glücklich machen. Wer es jedoch nicht ist ... fängt an, Schaden anzurichten.

    Bei sich selbst und anderen.

    Das mag eine Mahnung sein, dem "Glück" etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, ihm eine höhere Priorität einzuräumen ... die politisch höchste Priorität, die denkbar ist.

    Den wo es an Glück so sehr mangelt, das Liebe Energieverschwendung wird ... da haben auch alle anderen im Umfeld keine Chance, zu überleben - Tierarten zum Beispiel, Wälder, Flüsse, Seen, Moore.

    Denn dieser Geist kennt kein Mitleid, bleibt höchstens aus Furcht dem Menschen fern ... aber an allem anderen kann er seinen Haß austoben.

    Darum ist Menschenschutz Umweltschutz ... wenn er glücklich macht.

    Dem unglücklichen geht der Frosch am Ar... vorbei und er gibt noch Vollgas, wenn er ein Tier auf der Straße sieht.

  • Weltuntergang ... nur Stämme werden überleben

    Viele der Beiträge, die ich schreibe, sind morgens fertig, wenn ich aufwache. Sie sind einfach da.
    Ich werde wach ... sogar in den Ferien oft viel zu früh ... und schwirren lästig im Kopf herum, drängen, schubsen, rangeln mit anderen Gedanken, anderen Pflichten, anderen Arbeiten und verdrängen sie konsequent.

    Ich gestehe dies, weil ich diesen Beitrag eigentlich nicht schreiben wollte. Halte wenig davon, in diesen Zeiten demotivierend zu wirken. Aber es gilt wohl, realistisch zu bleiben.

    Natürlich geht die Welt NICHT unter. Sie wird sich wohl noch ein paar Millionen Jahre weiter um die Sonne drehen, neue Formen des Lebens gewären, neue Dramen schreiben.

    Doch die Welt, wie wir sie kennen, ist außerordentlich in Gefahr ... auch ohne Illuminaten, Satanisten, Bilderberger, Bohemian Grover und sonstige machtvolle Spinner, die im Weltgeschehen geortet werden können.

    Steinbrück hatte vor sechs Monaten etwas sehr wahres und beruhigendes gesagt: Wir müssen jetzt dafür sorgen, das die Krise nicht auf die Realwirtschaft überspringt.

    Jetzt kann man sagen ... sie scheinen versagt zu haben. Gefahr erkannt ... davongerannt!

    Täglich erfährt man mehr, das die Realwirtschaft sich verabschiedet. Geld wird in sterbende Industriezweige gepumpt - anstatt z.B. in die Massenproduktion von Solarzellen. Man hätte davon "Solarworld" reich machen können (die haben auch einen erstklassigen Unternehmer als Inhaber und Chef ... dem hätte ich Opel einfach geschenkt. Klasse Mann) und die Engergieversorgung dieses Landes von Öl und Gas unanbhängiger gestalten können.

    Stattdessen schenkt man dem Volk neue Spielzeuge. Ende des Jahres wird kaum noch einer den Sprit bezahlen können, um sie zu bewegen ... aber egal. Hauptsache, wir tun was. Irgendwas. Hektisch, Kopflos, wie Hühner im Stall wenn sie den Fuchs riechen.

    Es ist nicht nur Geld weg. Der ganze Wohlstand, der hier aufgehäuft wurde ... ist noch gar nicht bezahlt.

    Die ganzen Reichtümer und Besitzhaufen sind zwar zentriert ... aber ebenfalls noch nicht bezahlt...weil das Geld, das dazu nötig gewesen wäre, gar nicht existiert hat. Es war nur eine Illusion.

    Und diese Illusion bricht sich nun ... von oben nach unten ... ihre Bahn durch die Realwirtschaft.

    Sicher ... wir haben noch ganz viele Maschinen. Nur verschwindet das Geld in Riesenschritten, um die Produkte zu bezahlen, die sie produzieren könnten. Es löst sich nicht in Luft auf - es war nie da.
    Ein Riesenschwindel der letzten Jahrzehnte, um die Überlegenheit des Kapitalismus gegenüber dem Kommunismus zu beweisen. Vielleicht war sogar die Mondlandung ... Teil dieser Lüge im Kampf der Systeme.
    Nach einer Spiegel-Dokumentation vor vielen Jahren könnte ich mir sogar das vorstellen - obwohl ich es nicht würde hoffen wollen.

    Im Sommer werden es sechs Millionen Arbeitslose erster Klasse sein, nächstes Jahr hängen die auf Hartz IV.

    All jene Menschen, die zugunsten der Produktion von Millionären und einer Reichtumsillusion gezielt per Gesetz verarmt worden sind, fehlen jetzt am Binnenmarkt - und es werden beständig mehr werden.

    Im Winter werden wir ... saisonbedingt, könnte man sagen ... die zehn Millionen erreichen können.
    Vielleicht ist die Krise so schnell, das dann schon Aldi, Lidl und Plus als letzte Lebensmittelversorger ihre Tore schließen werden. Bei uns haben jetzt zwei kleinere Läden geschlossen. Wer kein Auto hat, hat ein Problem ... kann kein Essen mehr kaufen.

    Und dann werden wir das gleiche Problem haben, wie es den Amerikanern prophezeit worden ist: gibt es Essen unterm Weihnachtsbaum oder Hunger zum Fest. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts dieser Zukunft wird von Börsengurus mit 70 % angegeben. Kann man bei meinem Freund Grilleau finden.

    Es wäre Zeit, den Ernst der Lage zu begreifen. Es wäre vielleicht sogar Zeit für ein Nürnberger Tribunal gegen Wirtschaftsverbrecher (so ungesetzlich und ungerecht es auch wäre: nach bürgerlicher Gesetzgebung, jedoch ohne Berücksichtigung von Ethik, Moral und Menschenrechten, die ein solches Tribunal legitimieren könnten) - um auch denen endgültig klar zu machen, das es nicht um ihre Boni geht - sondern um das Überleben der bürgerlichen Gesellschaft. Denn der droht ... anders als der Welt ... der Untergang.

    Ob das alles eintreten wird, weiß ich nicht. Auf jeden Fall zeigen die letzten sechs Monate, das
    keiner das Ausmaß der Krise sehen kann, noch kennt einer Lösungen. Alle Bürger auf Hartz IV, aller Besitz eingezogen und zur Schuldentilgung benutzt ... und dann die nächsten 10000 Jahre Schulden abzahlen - wäre eine denkbar Möglichkeit. Wäre das mein Familienhaushalt, meine Schulden - ich würde keine andere reale Möglichkeit sehen (oder auch einfach haben), ein Minimum an Existenz auf längere Zeit für alle sichern zu können.

    Das einzige, was mir jedoch zu dem Thema einfällt, ist der Titel eines Buches, das ich nie gelesen habe.
    Trotzdem hat der Titel mich sehr berührt in jungen Jahren: Nur Stämme werden überleben. War irgendwie an sich schon sehr plausibel.

    Ich denke, die Zeit ist gekommen, das Buch zu lesen. Ich bestelle es gleich heute.

    Ich weiß nicht, was drin steht ... aber plausibel ist es schon. Braucht man gar nicht großartig drüber nachzudenken.

    Wer keine eigenen Kinder in die Welt gesetzt hat, wird keine Zukunft haben. Niemand wird ihn durchfüttern wollen. Wer keine Freunde hat, keine Familie, wird vergehen ... spätestens, wenn die erste Krankheit kommt.

    Wir brauchen keine Parteien, keine Führer, keine Verbände, sondern kleine dezentrale Einheiten, die generationenübergreifende reale Sozialpartnerschaften gründen ... auf der Basis von Liebe, Vertrauen, Verbundenheit. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind dazu unabdingbare Voraussetzungen, ohne die ... ein Stamm einfach in überlebensuntüchtige egozentrische Individuen zerfällt - die einfach wegsterben, sich selbst im Kampf der Einzelinteressen auffressen (hoffentlich nicht im wahrsten Sinne des Wortes - aber als Gesellschaft, als Gemeinschaft sind wir schon längst zu Sozialkannibalen mutiert. Das wirkliche Gesicht des "Kapitalismus").

    Es waren Indianerstämme, deren Verfassungen die Grundlage für die Verfassung der USA gelegt hatten.
    Der weiße Mann war damals sprachlos vor Erstaunen, das die "Wilden" etwas geschaffen hatten, das mehr Demokratie in sich trug als die damaligen Entwürfe westlicher Philosophen. Gerade weil es ja "Wilde" waren, hat diese Information in unserer Kulturgeschichte keinen großen Einlaß gefunden, denn "Wilde", das weiß man ja, können so etwas gar nicht denken. Sie sind ja "wild". Man nennt sie ja nicht umsonst so.

    Und diese Wilden haben uns auch prophezeit, das der Tag kommen wird, wo wir merken werden, das man Geld nicht essen kann.

    Der Tag, wo selbst der letzte Blödi dies merken wird, kommt jeden Tag ein Stückchen näher.

    Es wird Zeit, etwas zu tun, um diesem Blödi die Erfahrung zu ersparen ... auch wenn er es nicht "verdient" hat. Viele andere jedoch haben diese Erfahrung nicht verdient. Und denen gilt es, sie auf jeden Fall zu ersparen.

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