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Archiv der Einträge: Maerz, 2009
  • Weichmacherterror und Vergewaltigung

    Als letztes Thema in diesem Monat mal was für Gesundheitsapostel.

    Weichmacherterror.

    Gemeint sind nicht etwa Übergrifflichkeiten von Moralaposteln oder Schuldeneintreibern, sondern die realen chemischen Weichmacher.

    Die sind nämlich gefährlich, muß man wissen. Werden verstoffwechselt ... und sind ziemlich krebserregend.

    Darum hat sich die Industrie ja auch selbst verpflichtet, darauf zu achten, das diese bösen Stoffe nicht in den Menschen gelangen.

    200 mg sind die Obergrenze, die toleriert werden kann, meinen die Experten.

    25000 mg ist das, was der TÜV Rheinland jetzt in Werkzeugen gefunden hat. Die Jungs waren froh, das sie bei der Untersuchung Spezialhandschuhe trugen. Sogar Hupen für Kinderfahrräder waren so extrem belastet.
    Fundort ... der Baumarkt ihres Vertrauens.

    Ja ja, die Selbstverpflichtung der Industrie - immer schön zu sehen, wie toll das funktioniert.

    Wahrscheinlich wird auf eine Anklage wegen Mordversuch wieder einmal verzichtet...oder wegen fahrlässiger Tötung, denn bei der Überdosis Weichmacher wird man den einen oder anderen Menschen ebenfalls ziemlich weich gemacht haben.

    Tja, das ist der alltägliche Terror, mit dem wir auch noch zu tun haben. Da kommen aber keine Ledernacken, um die Terroristen auszuräuchern. Obwohl mehr Menschen daran sterben als an 9/11.

    Schade irgendwo. Jetzt muß man nämlich selbst überlegen, wie man diese Verbrecher entsorgen kann.

    Selbstverpflichtung.

    Wäre doch auch ein schönes preiswertes Instrument für den Strafvollzug: "Nein, Herr Richter, ich verpflichte mich, dieses niemals wieder zu tun. Ganz ehrlich. Darf ich jetzt gehen?"

    Was hat das mit Vergewaltigung zu tun?

    Nichts.

    Die gab es im Nachbardorf am Samstag Morgen um 5.08, die Täter hängen jetzt hier herum. Als Bild.

    Wir sind dann heute abend mal unterwegs ...

    Das war mal eine so friedliche Gegend hier. Kein Haus war verschlossen, die Autoschlüssel konnte man getrost im Fahrzeug lassen, 150 Jahre lang kein Mord, davor ... eine der wenigen Enklaven, wo Hexenverbrennungen vollkommen unbekannt waren. Gut, es gab auch Verbrechen. 1994 wurde mal versucht, ein Zigarettenautomat aufzubrechen. Stand auch groß in der Zeitung. Da ahnten manche schon, was kommen wird...

    Aber seit einiger Zeit kommt der neue deutsche Wind auch hier an. Mit voller Wucht, wie mir scheint.

    Das erstemal seit 20 Jahren ... werden wir heute die Tür zuschließen. Meine Lebensabschnittsverschönerungsgefährtin (schönes Wort, nicht wahr. Habe ich heute gelernt. Bin ziemlich stolz auf mich ... so alt und noch lernfähig) fühlt sich ein wenig unwohl ... so einsam und abgelegen.

    Ich hole den Sportbogen, die Nahkampfmesser, Feueräxte und andere Gerätschaften vorsichtshalber ins Haus.

    Man weiß ja nie.

    Aber ... vielleicht treffen wir die Kollegen heute Abend noch. Kann ja sein. Vielleicht passiert dann was. Zornig genug bin ich schon. Nein nein ... keine Selbstjustiz. Aber mal schauen. Ich nehme einfach mal ein Werkzeug mit ... und wenn wir die erwischen ... drücke ich es ihnen blitzschnell in die ungeschützte Hand. Na, da werden die aber gucken. Ich weiß nämlich momentan etwas, was die nicht wissen.

    Weichmacher, sage ich nur.

  • Der neue Stern am Politikhimmel

    Deutschland hat einen neuen Superstar.

    Ob er singen kann, weiß ich nicht, aber er kann Jagdhornblasen und Reiten. Hat trotz Krise noch Humor, beherrscht die feine Kunst der Ironie, kann ausländisch sprechen und ... die Krönung ... AC/DC auf Anhieb und ohne zu zögern von ADAC unterscheiden. Man merkt, auch der Artikelschreiber bei Spon, wo heute was über den neuen Wirtschaftsminister steht, kennt sich mit den Auswürfen der Generation Doof aus und ist überglücklich, wenn er mal eine Ausnahme des inzwischen gewohnten Politikerprofils vorstellen darf.

    Der "Golden Boy" soll sogar verantwortungsbewußt sein. Erinnere ich mich richtig (kann mich gerade nicht vergewissern) das er sogar gegen die blödsinnige Abwrackprämie und die gedankenlose Rettung des dauermaroden Opelkonzerns war? Wenn ja, dann steigt er noch weiter in meiner Achtung.

    Schön auch zu sehen, wie man so einen Supermann züchten kann. Offensichtlich, so Spon, hatte er eine glückliche Kindheit...verbunden mit einer gezielten Hinführung auf das Leben als Erwachsener.

    Da kann man mal sehen, was aus Kindern so alles werden kann, wenn sie in einem konstruktiven Millieu aufwachsen.

    So etwas gibt Hoffnung ... Hoffnung auf Einsicht.

    Man stelle sich vor, man würde den drei Millionen Kindern, die heutzutage am Existenzminimum herumkrebsen und sich fragen, was sie wohl nächste Woche zu essen bekommen, die gleichen Vorraussetzungen mitgeben können, wie dem strahlenden Adelssproß.

    Gut, auf Schlössern muß man dafür wohl nicht unbedingt groß werden. Aber Geborgenheit, Liebe, Achtung, Förderung der Anlagen, Sicherheit bei der Zukunftsplanung und Perspektiven für die Entwicklung der eigenen Lebensziele wären ja schon mal ein Anfang.

    Drei Millionen Golden Boys und Golden Girls ... es gäbe doch nichts, was man mit denen nicht bewältigen könnte. Keine Krise könnte einen ängstigen, keine Entwicklung Furcht einflössen, die Zukunft wäre nichts als eine spannende Herausforderung, der man sich mit Spaß, Freude und Zuversicht stellen kann.

    Schade nur, das der Golden Boy ein Einzelfall ist, möglicherweise der letzte einer vom Aussterben bedrohten Art.

    Deshalb ... fällt er so auf im Meer der ... anderen.

  • Mißtrauen als Gift der Seele, Mystik und Menschlichkeit

    Manchmal sind es kleine Dinge, die einem die Welt vermiesen. Kleine, psychische Seelendinge, die große Wirkung haben können. Manchmal ... können sie sogar die Welt in einen atomar verstrahlten Aschehaufen verwandeln. War schon mal fast so weit.

    Wenn ein Mensch einem mißtraut, dann hat man verloren. Man kann tun, was man will ... es ist vorbei.

    Man kann freundlich grüßen: "dieses verlogene Luder"

    Man kann normal grüßen: "man sieht förmlich, wie sehr sie sich Mühe gibt, sich zu verstellen"

    Man kann gar nicht grüßen: "noch nicht mal die einfachsten Anstandsregeln beherrscht sie"

    Man kann unfreundlich grüßen: "ich hab´s doch schon immer gewußt".

    Im vollen Bewußtsein der schädlichen Wirkung von generellem Mißtrauen gab es in den Schulen der siebziger Jahre eine große Offensive: der Kampf gegen das "Vorurteil" wurde geführt. So oft, so intensiv, so lange bis wir es nicht mehr hören konnten. Dabei ... hatten wir gar keine "Vorurteile". Der "Ausländer" brachte uns Pizza, Gyros und Kebab und bereicherte unser Leben, befreite uns von der eintönigen Diktatur von Erbsensuppe, Bratwurst und Eisbein mit Stampfkartoffeln.

    Es war eine schöne Zeit. Wir hatten eigentlich wenig Mißtrauen, viele gingen sogar in die Politik, voller Vertrauen, das sich etwas ändern ließe. Sie müssen sich auf dem Weg durch die Systeme allerdings völlig verlaufen haben, denn irgendwann waren sie einfach weg. Oder tot.

    Heute erlebt man eine ganz andere Zeit. "Vorurteile" sind außerordentlich gesellschaftsfähig und werden allerorts aufs Gründlichste gepflegt.

    Und Mißtrauen wächst überall. Der Arge-Mitarbeiter mißtraut dem Hartz-Empfänger, der Ausländer mißtraut dem Deutschen, der Politiker mißraut dem Volk ... und umgekehrt gilt in vollem Maße das Gleiche.

    Man wundert sich, wo das denn herkommt, denn eigentlich ... weiß man ja um die schädliche Wirkung des
    "Mißtrauens" und seines folgerichtigen Ergebnisses: dem Vorurteil.

    Ich weiß nicht, ob "Aktenzeichen XY" immer noch aktiv über die Mattscheibe flattert, aber schon damals haben viele erkannt, das der Herr Zimmermann einer der obersten Apostel der neuen Religion des Mißtrauens war: überall lauerte der Feind, an jeder Ecke konnte er zuschlagen und am besten bezog man sein neues Domizil in einem intakten vollgerüsteten Weltkriegs-MG-Bunker ... nur um ganz sicher zu sein.

    Einfach mal zum Italiener zu gehen und eine Pizza zu essen ... undenkbar. Da konnte man ja gleich im Kongo Urlaub machen...schien genauso gefährlich zu sein. Das Böse war immer und überall sang folgerichtig die "Erste Allgemeine Verunsicherung" ... die ihren Namen sicher nicht umsonst gewählt hatten.

    Das Böse war immer und überall, nur nicht im Alltag der Menschen. Da ist es jetzt erst angekommen ... und Zimmermann hat da wenig zu beigetragen.

    Nun wäre es ein leichtes, Vertrauen als Lösung aller Probleme aus dem Hut hervorzuzaubern, doch ich scheue mich ein wenig, dies öffentlich zu tun. Täte ich dies .... meine Mailbox würde überquellen von Angeboten "vertrauenswürdiger" Anlageberater und Versicherungsvertreter, in deren Bugwelle auch gleich viele Angebote von professionelen Gesundheitsanbetern folgen würden, die mir allerhand absolut unverzichtbare Pillen und Geräte anpreisen würden, ohne die ich keinen Tag länger überleben könnte.

    Da schone ich lieber die arme Mailbox.

    Nicht schonen möchte ich die Leser mit einem Zitat von Williges Jäger aus der Arbeit von Dr. Claudia Rinke über "Die non-duale Wirklichkeit der Mystiker", meine morgendlichen Klo-Lektüre:

    "Es entsteht die Erfahrung einer Ebene, auf der es keine eigenständigen Individuen mehr gibt. Alle Erscheinungsformen haben nur einen Akteur, nur einen Spieler, der alle diese Rollen spielt. Selbständige Individuen sind eine Illusion. Es gleicht einem Baum mit vielen Ästen. Der Ast besitzt ein gewisses Eigenleben, aber sein Wesen ist der Baum. Und alle Äste sind im Baum eins".

    Man könnte meinen, die Welt wäre ein für Menschen geschaffenes Paradies, wenn alle diese mystische Erfahrung hätten. Aber so weit möchte ich dann doch nicht gehen ... immerhin war es nur meine zufällige morgendliche Klo-Lektüre.

    Mal sehen, was morgen da liegt....

  • Der kleine Mann und die große Krise

    So lange ich denken kann war ich ein Freund des kleinen Mannes. So wie mein Vater einer war und mein Großvater auch. Liegt irgendwie in der Familie. Zwar spottete ein Freund von mir, seines Zeichens stramm rechter Burschenschaftler (wie der Freund wurde, ist eine andere, unpolitische, sehr menschliche Geschichte ... und ich habe auch zum Ausgleich stramm linke Anarchisten im Freundeskreis. Nur muß ich deshalb meine Geburtstage immer allein feiern. Die könnte ich nie unter einen Hut bringen):

    "Bumsen und besoffen sein
    des kleinen Mannes Sonnenschein"

    doch ich fand, das das nicht die übelste Art und Weise ist, sein Leben zu gestalten. Besser jedenfalls als rauben, morden, plündern, vergewaltigen, versklaven, bereichern, betrügen, verraten, ausrotten und was der Große Mann noch so alles tut, um seine dicken Fußabdrücke in der menschlichen Geschichte zu hinterlassen.

    Und so stehe ich als kleiner Mann vor der Krise, im Kreise von Bauern, Handwerkern, kleinen Angestellten, Müttern, Kindern, Behinderten, chronisch Kranken, Arbeitslosen, kleinen Selbständigen und anderen Menschen, die eigentlich nur in Ruhe ihr kleines bescheidenes Leben leben wollen.

    Der liebste kleine Mann ist mir der rote Mann, der unter anderem als Irokese jene Verfassung entworfen hatte, die später zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde (doch das ist eine andere Geschichte, die ich später erzählen möchte)...doch jener kleine Mann ging schon mal in jene Zukunft, die der Große Mann für uns alle plant.

    Und ich wundere mich, wofür alles Geld da ist.

    Ständig wachsende Diäten von Volks(ver)tretern, Abwrackprämien für asiatische Autokonzerne(jo, da landet das meiste) Millionenboni für kriminelle Dummkopfbanker, Milliardengeschenke für marode Großkonzerne.

    Für Kinder, Kranke, Bürger bleibt nichts mehr über. Die sollen noch mehr zahlen. Die müssen sehr reich sein, die kleinen Menschen, und sehr stark, das sie soviel tragen können und immer noch nicht kaputt gehen.

    Leider bin ich mit einem genetischen Deffekt ausgestattet - ich habe eine hohe Drogentoleranz (d.h. es wirkt kaum bis gar nicht) und eine stetig gewachsene Abneigung gegen Fernsehen. Das verhindert die Wirkung staatlich geförderte Betäubungsmaßnahmen in großem Umfang und führt dazu, das ich irgendwann allein ständig wundernd in der Landschaft herumstehe und aus lauter Langeweile gezwungen bin, zu denken.

    Ob das gesund ist, weiß ich nicht wirklich. Zumindest macht es gelegentlich sehr zornig.

    Z.B. wenn ich über den ZDF-Bericht von heute lese (siehe bei meiner Blogfreundin Maru64), der große Hoffnung für Hartz IV-Empfänger verheißt, weil die Mutter endlich Obst und Gemüse von der Tafel erhält.

    Klasse! Eine Nachricht, die die Welt wieder in Ordnung bringt. Wenigstens muß der Gutmensch nicht mehr fürchten, das seine Mitmenschen allzuschnell an Skorbut erkranken. Immerhin wird denen ja noch die medizinische Versorgung bezahlt ... und so lange das so ist, muß man aufpassen, das man sie nicht zu minderversorgt läßt, denn sonst ... kosten die ja doch wieder mehr als eingeplant.

    Ja, das sind die Folgen gewisser genetischer Deffekte ... da wo andere Hoffnung sehen, sieht man selbst nur ... grün angestrichene Hundeköttel als Obst verkauft. Bildlich gesprochen. Oder gibt´s das auch schon?

  • Die SPD und der größte Verrat am deutschen Volk

    Einst setzten sich die Bürger eines reichen Landes in den Trümmern des Reiches des letzten Erlöserversagers zusammen. "So weit darf es nie wieder kommen" ... das war die einhellige Meinung von rechts bis links.

    Lange berieten sie, lange forschten sie, lange formulierten sie Gesetze aus. Sie waren etwas weise geworden durch den Terror eines 1000-jährigen Reiches, das dankenswerter Weise schon nach 12 Jahren vorbei war.

    Und aus den Trümmern eines wahrlichen "Reich des Bösen" schufen sie ein Wunder. Zuerst ein Wirtschaftswunder, das die Welt in Erstaunen versetzte. Dann ... ein Friedenswunder. Die längste Zeit ohne Krieg, die dieses Land seit Jahrhunderten erlebt hatte.

    Dabei hatten sie sich den Krieg auf die Fahnen geschrieben: den Krieg gegen Ungerechtigkeit, weshalb ihre Grenzen offen waren für jene, die noch in bösen Ländern wohnten. Den Krieg gegen die Krankheit, gegen Armut, Not und Elend ... nie wieder sollte ein Bürger dieses Landes leiden - selbst wenn er faul, unfähig und doof war. So großherzig wollte man sein.

    Schon oft war der Krieg gegen die Armut ausgerufen worden, Revolutionen waren wegen ihr ins Leben gerufen worden...und jedesmal war sie ein Stück zurückgedrängt worden.

    Der Krieg ... erwies sich selbst als nicht so leichter Gegner. Oft genug war der Krieg gegen die Armut in einen echten Krieg ausgeartet - und der wurde immer schlimmer, immer bestialischer - und forderte mehr Opfer unter der unbeteiligten Zivilbevölkerung als jemals zuvor.

    Vorbei die Zeiten, als die Heere sich an (z.T. vorher vereinbarten) Orten trafen, um ihre Dinge zu regeln ... und erst recht vorbei waren die Zeiten, wo Kombatanten beider Parteien um das Schlachtfeld ritten um dafür zu sorgen, das kein übel gesinnter Streiter die Zivilbevölkerung angriff.

    Diese war im modernen Krieg der "Zivilisationen" auf einem selbst zum Ziel geworden ... und ist es bis heute. Bomben gezielt auf Frauen und Kinder ... wäre zu zivilisierteren Zeiten undenkbar gewesen.

    Doch dieses kleine Land schaffte es, den Frieden zu bewahren. Seine Soldaten blieben auf einmal in den Grenzen des eigenen Landes - was ungewohnt war für die Nachbarn.

    Wohlgenährt waren seine Bürger, freundlich und zuversichtlich ... und schüttelten jedes Jahr mehr vom Gift des tausendjährigen Reiches ab, das sie einst bis ins Mark verdorben hatte.

    Und man wollte sogar ... noch mehr Demokratie wagen. Mehr und mehr davon. Man schien sich auf dem Weg ins irdische Paradies zu befinden. Sogar die Frösche wurden gerettet und auch für die Dosen wurde gesorgt.

    Doch dann ... kam ein dicker kleiner Rechtsanwalt und sein grüner dicker Taxifahrerkumpel und verletzten die heiligen Rechte der Bürger, zerstörten, was die Gründerväter dieser Republik dem Land geschenkt hatten.

    Wieder folgen deutsche Bomber über fremde Länder ... wie die sich wohl gefühlt haben mögen, als nach über sechzig Jahren wieder deutsche Balkenkreuze am Himmel erschienen?

    Und das, was ein erzkonservativer Kanzler namens Bismarck zum Schutze des inneren Friedens erfolgreich in die Welt gesetzt hatte, der Sozialstaat, wurde von den beiden mit einem heftigen Schlag zerstört.

    Und das, obwohl auf den Fahnen der Parteien, die diesen Terror in die Welt setzten, genau das Gegenteil stand.

    Der größte Verrat am Volk war begangen. Ein Betrug, dessen Dimensionen wohl erst zukünftige Historiker
    wirklich ermessen können.

    Sicher, auch vorher war man schon verkohlt worden, auch vorher sägten Neid, Mißgunst und Habgier an den Fundamenten der Republik. Aber vorher wagten sie nie den entscheidenden "großen Schritt", vermieden den Todesstoß. Auch vorher schon sammelten sich die Gierhälse, die der Meinung waren, das das Volksvermögen anstatt in Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Geborgenheit, Lebensqualität und Zukunft investiert zu werden viel besser auf ihren Konten zu platzieren sei.

    Doch die großen Verräter sorgten dafür, das dies auch endgültig zum Wohle der Gemeinschaftsschädlinge möglich wurde, ja, sogar ausländischen Schädlingen wurde es möglich gemacht, sich am Volksvermögen sinnlos zu bereichern: den Finanzheuschrecken wurde, trotz Warnung durch den Porsche-Chef, der vorraussah, was geschehen würde, Tür und Tor geöffnet.

    Vorbei die Zeiten, als die Bürger dieses Landes, weise geworden durch Krieg und Terror, meinten:
    laßt uns alle unser Geld zusammenlegen und schauen, was wir Gutes damit tun können. Wir wir Krankheit, Not und Elend aus dem Leben unserer Mitbürger verbannen und zusehen, das möglichst viele und Wohlstand und Frieden leben.

    Die Söhne und Enkel dieser Bürger bauten das System lieber um in einen riesigen Geldstaubsauger, der das Geld aus dem Land in die Taschen der oberen zehn Prozent spülte, damit die im großen Finanzbusiness so richtig toll mitspielen können. Und viele Bürger machten dabei mit, weil sie sich eine golden Zukunft für sich selbst erhofften. Für einige ... war das auch so.

    Nun verzeichnet der neue Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen einen intensiven Anstieg
    rechtsextremer Gewalt. Nicht nur Straftaten, sondern: Gewalt. Auch gegen Polizisten. Die kriegen zunehmend Angst - ich kenne da einige von in der Familie.

    Ich werde nicht müde werden zu predigen, das ein Wirtschaftskrieg gegen das Volk das wertvollste Gut zerstört, das wir hatten, denn dieser Krieg muß endlich aufhören...bevor er zu heiß wird, als das man ihn stoppen könnte.

    Und ich werde nicht müde werden, die Namen der Verräter anzuprangern. Ich denke, man weiß, wen ich meine.

    Den Gas-Sozi. Die Rothschild-Laus. Und die dicke grüne Kröte ... über den die Frau von Dithfurt eine ganz besondere Geschichte geschrieben hatte, wie er in einen Brandanschlag auf einen Polizisten verwickelt war.
    Na ja, wen wunderts ... Jahre später lies er Bomben auf Zivilisten werfen.

  • SPIEGEL-Terror

    Auf Spon gibt es wieder einmal ein schönes, klassisches Beispiel für die handelsübliche Manipulation, die dieses Kampfblatt der Neureichenbereicherung so gerne mal hinten herum abläßt.

    Schön auch, das man Menschen im rechten Runenoutfit als "Mann von der Straße" zur Wort kommen läßt, der mit dem laut geschrieenen Kommentar "ARBEITET!" einen konstruktvien Hinweis zu wesentlich sinnvolleren Freizeitgestaltung abgibt. Generation Doof versucht mal wieder, Politik zu verstehen.

    Der Schnitt der Bilder ... elegant gemacht. Der Kommentar: "die linke Szene" macht mobil. Gewerkschaften, Kirchen und Parteien ... endlich weiß ich, wo der SPIEGEL die linke Szene ortet. Quasi überall.

    Aber ... die unterschwellige Botschaft ist deutlich. Eine kleine, gewalttätige Gruppe von "skurilen" Spinnern ist alles, was dieses Land als Antwort auf die Wirtschaftskrise zu bieten hat. Alle anderen haben natürlich nichts dagegen, das die Zukunft der Kinder zur Finanzierung von Bankerboni und Bankergier verschleudert wird.

    "Die" machen das gerne. Verkaufen schon ihre Plattensammlungen und Vorgartenzwerge, um die Boni der Dresdener Bank finanzieren zu können, denn das ist der wahre Wille des Volkes: "Gebt dem Reichen, was
    des Reichen ist" ... halt all euer Geld.

    Genau diese Form der sublimen Manipulation war der Grund, weshalb ich schon vor Jahrzehnten von diesem neoliberalen Hetzblatt Abstand genommen habe.

    Es wäre wohl mal endlich Zeit für ein Nachrichtenmagazin, das auch nur wirklich das macht, was es vorgibt zu tun: Nachrichten bringen und nicht Meinungen bilden.

    Eine Meinung bilden kann ich mir selbst.

  • Homosexualität heilbar

    Ganz nebenbei wird eine neue Randgruppe ins Visier genommen: Homosexuelle.

    Wie üblich geschickt lanciert und formuliert.

    Homosexualität ist heilbar.

    Das ist toll, betrifft mich nicht noch interessiert es mich, doch mir fällt erstmal die eigentliche Botschaft ins Auge.

    Heilbar sind Krankheiten.

    Seit wann genau ist denn eigentlich Homosexualität eine Krankheit?

    Ich dachte, das ist so etwas wie eine Veranlagung, Recht der freien Wahl auf den Lebenspartner, Intimbereich und was nicht sonst noch alles.

    Aber Krankheit? Das ist neu. Jedenfalls für mich, aber ich wohne auch in der Eifel. Hier geschieht alles hundert Jahre später.

    Es ist natürlich interessant, wofür Experten alles bezahlt werden. Jetzt sogar für die Heilung einer Krankheit, die ohne ihre Erkenntnisse nie eine war.

    Sicher, den Papst wird es freuen. Viele seiner Priester frönen diesem Hobby ... gestand mir mal ein Ex-Seminarist ... und da hätte er schon mal ein Problem weniger.

    Aber gäbe es nicht andere Probleme, an denen man sinnvollerweise hätte forschen können?

    Anitpädophiliespritzen für Wohlbetuchte, zum Beispiel? Antisadismusspray? Mobbingstopppulver?

    Und dann ... was wird jetzt wohl die Zukunft bringen für Homosexuelle? Wenn denn das jetzt eine Krankheit ist ... muß man sich behandlen lassen oder darf man noch frei entscheiden?

    Und wenn´s ein Hindernis bei der Arbeitsvermittlung ist?

    Nur eine kleine Meldung am Rande ... aber man kommt schon ins Grübeln. Ich jedenfalls.

  • Banker und Boni

    Ja, die armen Banker. Jetzt werden sie dafür geschimpft, das sie einfach noch mal ein paar Millionen von einer Bank einsacken. Das geht doch nicht. Das sind doch auch nur Menschen. Jedenfalls ... sehen sie irgendwie so aus.

    Jetzt aber kommt "Die Welt", ein Ritter in schimmernder Rüstung, und rettet sie.

    Da gäbe es doch einen Rechtsanspruch, wird getönt. Klasse ... so wurde bei der Hetze gegen Harts IV-Empfänger noch nie argumentiert.

    Der normale Arbeitnehmer darf natürlich mit Lohnverzicht die Firma retten, aber er ist ja auch irgendwie nur ein Hartz IV-Empfänger im Vorstadium der Enteignung.

    Und bei einem Pleiteunternehmen, das nur durch Staatsgelder aufrecht erhalten wird, sollte man doch überlegen, den Laden ganz in die Insolvenz zu treiben: dann könnten die Topleute sehen, woher sie ihr Geld bekommen. Vielleicht von der ARGE?

    Und dann ... ganz schlimm: die Rettung der HRE ist in Gefahr. Für lumpige 500.000 Euro würden die internationalen Topmanager doch gar nicht mehr arbeiten...und nur die könnten die Misere wieder gerade richten.

    Also ... ich finde, das 500000 Euro noch ziemlich viel dafür sind, was sich die Topmanager in letzter Zeit so geleistet haben. Darüber hinaus ... normale Arbeitnehmer, die in ihrem Berufsfeld einen solchen Mist gebaut haben, würden es auch schwer haben, wieder Fuß zu fassen.

    Woanders würden diese Spitzenkräfte natürlich sofort unglaublich viel mehr verdienen, wird argumentiert.
    Tja ... mir würde es auch lieber sein, wenn sie woanders hingegen. Somalia, Jemen, Sudan ... die Welt ist groß. Wird nur vielleicht etwas eng da, bei den Massenentlassungen, die gerade bevorstehen.

    Aber sicher wird ein erstklassiger Topmanager seine Ansprüche auch dort durchsetzen können. Immerhin haben sie sich in den letzten Jahren ordentlich was geleistet....und ich könnte auf diese Art von Leistung in diesem Land gut verzichten.

    Es wurde vor Monaten schon gewarnt, das das Topmanagement sich momentan noch relativ ruhig verhält, aber das der Zeitpunkt kommen wird, wo sie wieder nach der Macht greifen.

    Die sind eben so.

    Ich denke, so langsam ist der Zeitpunkt gekommen.

    Natürlich wirkt es seltsam, das Politiker gerade groß schimpfen und so von den eigenen Fehlentscheidungen ablenken. Sicher ... mangelnder Politikwillen hat die Krise erst möglich gemacht, ohne Schröder keine Heuschrecken. Warum sich Müntefering nun gerade den zurückwünscht ... kann man eigentlich nur mit Gefühlen der Nostalgie begründen.

    Schröder war doch gerade schnell genug weg, bevor er noch auf die Idee "Zwangsarbeit für alle" kommen konnte.

    Aber vielleicht ... ist das gerade Münte´s geheimer Plan zur Rettung der Banken.

    Wir arbeiten alle für nichts, damit bloß die Boni sicher sind und die Spitzenbanker noch mehr verwurschteln können ... für weniger bauen die ja keinen Mist. Da sind die sich zu fein für.
    Wenn sie schon die Karre in den Dreck fahren, dann wollen sie auch gut dafür bezahlt werden.

    Toll, genau ... umsonst arbeiten, das ist ein sinnvolles Arbeits- und Lebensziel. Da wird dann ein Ruck durch Deutschland gehen.

    Immerhin war die Arbeitsleistung der Leistungsträger auch irgendwie ... umsonst.

  • Fkk-Hotel und Wirtschaftskrise

    Nun, wenigstens entwickeln sich andere Branchen logisch weiter.

    Es ist klar, das die Wirtschaftskrise einiges verknappt. Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt, befiehlt das Staatsoberhaupt (also ... ich nicht, fand ich. Aber: wenn der das sagt...) und in Zukunft werden wir eben kürzer treten müssen.

    Das hat sich auch ein Hotel gedacht und sich zum ersten FKK-Hotel Deutschlands erklärt.

    Die gehen mit der Zeit ... oder sind ihr sogar schon ein Stück voraus.

    Das ist natürlich eine ganz wunderbare Idee, denn immerhin spart man hier schon mal enorm an einem:
    an Statussymbolen.

    Das wird vielleicht ja sogar den ungeliebten Bankstern gefallen...auf einmal fallen sie neben dem Metzger und dem Hauer von der Zeche gar nicht mehr auf und können sich unerkannt in der Menge bewegen, ohne durch ihre maßgeschneiderten Anzüge sofort ins Auge zu fallen.

    Andererseits ... haben wir wahrscheinlich sowieso bald alle das letzte Hemd zur Rettung der Hypo Real Estate abzugeben - da kommt einem so ein Hotel sehr entgegen, um überhaupt noch irgendwo unterkommen zu können.

    Wo es steht?

    In Freudenstadt, wo sonst.

  • Wirtschaftskrise, Klimachaos und Weltwährung

    Es gibt Tage, da meine ich, ich bin im falschen Film aufgewacht.

    Vor kurzem erklärten mir noch Experten, das die Meere verantwortlich sind für eine merkwürdige Erscheinung: trotz Wirtschaftskrise schreitet die Klimakatastrophe weiter fort. Hmmm ...ich halte diese Klimakatastrophe so langsam sowieso für einen Marketinggag der Atomlobby, an diesen Höllengeräten wird ja wieder fleißig gearbeitet...und die haben auch genug Geld für Experten.

    Jetzt aber die deutschen Experten: Wirtschaftskrise ist günstig fürs Klima, 23 % weniger Kohlendioxydausstoß. Ja, was denn nun? Mehr Kohlendioxyd wegen den Meeren vom deutschen Zoll aufgehalten?

    Dann faselt mich irgendein völlig verrauschter Radiokommentator mit der Einführung der Weltwährung voll, angeblich würde auch China ihr nicht mehr im Wege stehen, die 27 europäischen Bankenaufsichten würden in Zukunft durch eine zentrale Bankenaufsicht in Brüssel ersetzt. Ich was ja schon froh, das es nicht mehr bulgarisch war, was durch den Äther schwallt - ich versteh nämlich kein bulgarisch.

    Wieviele Wochen habe ich eigentlich verschlafen? Oder beschleunigt die Sommerzeit politische Prozesse so sehr, das über zentrale Fragen gar nicht mehr diskutiert werden kann?

    Oder war das eine Propagandasendung von Radio ... Nordkorea?

  • Der gekaufte Krieg

    Vor vielen Jahren kam mal ein Bericht über einen spanischen Journalisten im Fernsehen ... ZDF, genauer gesagt. Das einzige Mal, das ich je etwas über die Theorie gehört habe, die er verbreitet.

    Angeblich hätte er Beweise dafür, das der Krieg in Jugoslwien künstlich inszeniert worden wäre.
    Ein paar finanzkräftige Finanziers hätten eine größere Gruppe Söldner angeworben, die jeweils in kroatischen und serbischen Uniformen das jeweilige Pendant der Gegenseite angegriffen hätten, um dann, als die endlich anfingen, selber aufeinander zu schießen, wieder leise zu verschwinden.

    Angeblich hatte er sogar Beweise, wer das war und wie das finanziert wurde.

    Dann ... fuhr er eines Tages mit seinem Boot zu einer kleinen Tour aufs Meer hinaus und verschwand. Nur er, nicht das Boot.

    Und die Geschichte ... verschwand für immer aus den Medien.

    Bis irgendwann (weiß nicht genau ZDF oder ARD, steht auf jeden Fall im Netz herum) mal einen Bericht über die ganzen Lügen Scharpings gebracht hatte, die den Kriegseinsatz der Bundeswehr (und eigentlich auch der anderen) überhaupt erstmal möglich gemacht haben.

    Da fiel mir die Geschichte des spanischen Journalisten wieder ein.

    Ich kannte Jugoslawien etwas besser, war öfter da unten. War mal ein nettes kleines Land.

    Wäre es denkbar, auf diese Weise einen Krieg zu kaufen? ... Vielleicht.

    Wenn ich daran denke, das Reporter schon mal Neonazis für "Rabbatz" bezahlt haben, um eine gute Story zu bekommen, dann halte ich die größere Version auch für möglich. Immerhin haben sich einige Waffenhändler an diesen Kriegen eine goldene Nase verdient. Einige Söldner auch.

    Und wenn erstmal das erste serbische Dorf brennt, niedergemetzelt von Soldaten in kroatischer Uniform, dann gibt es so schnell kein Halten mehr.

    Ich dachte, ich stelle diese kleine Geschichte einfach nochmal ins Netz ... damit sie nicht ganz in Vergessenheit gerät. Vielleicht ... hilft es, irgendwann einmal die Wahrheit herauszufinden.

    Obwohl momentan ja alles, was nach Verschwörung riecht, mit einem Tabu belegt worden ist ... so als hätte es in der Geschichte der Menschheit so etwas nie gegeben und wäre somit undenkbar oder zumindest äußerst unwahrscheinlich. Was Cäsar wohl dazu sagen würde ...

  • Menschenschutzverein

    Tja, jetzt habt ihr was angerichtet. Eigentlich ... wollte ich noch über so viel anderes Schreiben.
    Aber mein Kopf funktioniert manchmal mehr intuitiv, regiert auf ein Stichwort ... selbst wenn ich es selbst durch Wortspielereien zufällig gefunden habe ... und dann bricht sich ein Thema gewaltsam Bahn, verdängt alles (sogar den Lärm der spielenden Kinder, denen der Kindergeburtstag gestern so gut gefallen hat, das sie heute gleich ... zu meiner gedämpften Freude ... alle wiedergekommen sind) und fängt an, sich zu entfalten.

    Menschenschutzverein.

    Ich möchte keine verhungernden Arbeitslosen am Straßenrand sehen müssen.

    Ich möchte aber auch keine Unternehmer an der Straßenlaterne baumeln sehen. Das ist genauso widerlich.

    Ich möchte keiner Partei beitreten, weil die Gier nach Macht die Seele korrumpiert. Und der Besitz einer solchen Macht wahrscheinlich ebenfalls.

    Ich möchte keine Medizin im Land haben, die nur dem Profitinteresse von Konzernen und Ärztekonglomeraten dient.

    Ich möchte keinen Sozialstaat haben, der nur auf Kosten und nicht auf Menschen schaut.

    Ich möchte keine Politiker haben, die sich von Sachzwängen terrorisieren lassen.

    Ich will keine Gesellschaft, die ihre Kinder ... die einzige Zukunft, die sie haben ... wie Aussatz behandelt.

    Ich will keine Gesellschaft, in der der Mensch der Wirtschaft dienen muß ... nur umgekehrt wird ein Schuh daraus.

    Ich möchte eine Gesellschaft, die ganz eindeutig bei all ihrem Handeln eine oberste Prorität hat:
    den Menschen.

    Ich weiß ... er sieht nicht aus wie eine gefährdete Art. Es scheint manchem so, als wäre die Welt schon viel zu voll von ihnen. Aber ... gefährdet ist er schon. Läßt sich auch nicht mehr wegdenken. Und ich persönlich ... halte ihn für eine klasse Erfindung. Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben.

    Er könnte soviel gutes tun, dieser "Mensch" ... wenn er nicht in Angst und Käfighaltung ersticken würde.

    Darum wird es eigentlich mal Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wie man ihn schützen könnte.

    Vor all dem beängstigenden Terror, der ihn umgibt.

    Damit er sein Potential zu mehr entfalten kann, als sich gegenseitig das Leben schwer zu machen.

    Einfach mal die Prioritäten umdrehen ... sich gegenseitig das Leben leicht machen. Und dann schauen, was passiert.

    Ich habe auch mal im Strafvollzug gearbeitet. Ich kenne die "böse" Seite des Menschen. Mörder, Zuhälter, Vergewaltiger, Schläger. Keine angenehmen Menschen. Aber ... in einer anderen Umgebung, bei einem anderen Umgang ... können sie sich ändern. Ich war der einzige Mitarbeiter der Anstalt, der nicht zusammengeschlagen oder angegriffen worden ist....und verstehe langsam, warum.

    Eigentlich ... liebe ich Menschen. War nicht immer so, das kam einfach so mit der Zeit. Alle und jeden.
    Ein ganz feines Volk, linke wie rechte. Einige sind sehr krank. Geistig. Psychopathen. Die mit Macht auszustatten, ist nicht gerade weise und hat oft schreckliche Konsequenzen. Aber ... sie sind nur wenige.

    Die gesellschaftliche Organistionsstruktur ist nur gerade so geschaffen, das der Dreck nach oben gespült wird.

    Und gegen die Nebenwirkungen dieses Prozesses ... könnte einfach mal ein Menschenschutzverein helfen.

    Der in erster Linie ... Menschen schützt. Nicht nur Arbeiter, Angestellte, Kranke, Rentner, Soldaten, Unternehmer, Mieter, Hausbesitzer etc in ihren jeweiligen sozialen Kampfinteressen. Sondern erstmal alle.

    Prinzipiell ... auf den ersten Blick ... plädieren meine ungezielt hinausgeworfenen 200 Beiträge der letzten Wochen eigentlich genau dafür ... einen Menschenschutzverein.

    Tja ... da habe ich wohl selbst was schreckliches angerichtet.

    Aber - der Eifelphilosoph hat ja schon zwei unabhängige Kandidatinnen für den Bundestag unter seinen Blogfreunden. Wird Zeit, diese mutigen Einzelkämpfer mal mit einem Fundament zu versorgen.

    Organisatorisch ... habe ich keine Ahnung, wie so etwas gehen sollte.

    Aber ... ich hoffe, ich müßte so etwas nicht ganz allein auf die Beine stellen, oder?

    Und ich habe das Gefühl, die Zeit ist reif dafür...auch wenn ich mich meine Bequemlichkeit heute abend wieder ganz scheußlich rügen wird dafür, das ich diesen Impuls ins Netz gesetzt habe.

    Nachher ... bringt das noch Arbeit mit sich. Und die habe ich eigentlich doch schon genug...

  • Scheißsommerzeitterror!

    Man möge mir den unflätigen Ton verzeihen, doch sonst bleiben mir beim reinen Wortausdruck kaum Möglichkeiten kund zu tun, das dies ein Thema ist, bei dem auch Emotionen eine Rolle spielen.

    Schon als sie eingeführt wurde, entdeckte ich auf einem enorm wertkonservative Züge an mir...denn ich fand das "Scheiße".

    Vier Milliarden Jahre lang war 11 Uhr 11 Uhr. Jeder Triceratops konnte in den Himmel blicken .... 11 Uhr war 11 Uhr. Millionen Jahre zogen durch das Land, der Mensch tauchte auf ... 11 Uhr war und blieb 11 Uhr.

    So wußte man immer, wann man war ... man blickte hinauf zur Sonne, schaute sich den Winkel an, den sie
    mit dem Horizont bildete ... es war 11 Uhr.

    Dann .... kamen die Experten.

    Logen wie gedruckt (ich glaube manchmal, das Experten in Wirklichkeit nur in der Kategorie "Lügen wie gedruckt" wirkliche Experten sind) ... und auf einmal war 11 Uhr 12 Uhr.

    Einfach so.

    Selbst als sich herausstellte, das das ganze Argumentationsgebäude gelogen war, blieb es so. Aber an so etwas gewöhnt man sich ja langsam.

    Ich meine, wenn das denn dann wenigstens jeder so halten könnte. Köln hat 7 Uhr, Dortmund 11.30 Uhr,
    Kassel 8.20 Uhr, bei Gabi und Klaus ist schon viertel vor drei. Aber das geht ja dann mal wieder irgendwo nicht. Dabei ist würde es etwas leben in die Bude bringen. Und mehr Kommunikation: "Du, Werner, ich wollte dich heute mal besuchen. Wie spät ist es denn gerade bei dir? 9? Gut, bei mir ist schon 12, ich komme dann um 11 bei dir vorbei. Nein, nach deiner Zeit".

    Cui bono ... wem nützt es? Nun, all jenen Staatsdienern im gehobenen Dienst, die erst um 9 Uhr im Büro auflaufen und abends dann noch etwas länger auf ihrer Terasse sitzen können. Das die das nicht abschaffen werden, war mir klar.

    Die anderen jedoch ... dürfen sich ärgern, das sie um 22 Uhr schlafen müssen und draußen scheint immer noch die Sonne. Dafür ist es noch duster, wenn sie zur Arbeit fahren.

    Wer Kinder oder Kühe hat, hat noch mehr Ärger. Die lassen sich nämlich nicht umstellen. Zwei mal im Jahr großes Pallaver, warum es jetzt eigentlich nicht so spät ist, wie die Uhr anzeigt. Bei Kühen ist es noch schlimmer.

    Ich hätte große Lust, mal mit allen Kindern und Kühen dieses Landes den Bundestag aufzusuchen.

    Große Stampede durch den Plenarsaal.

    Und danach lasse ich die Kinder in den Abgeordnetenzimmern spielen.

    Doch das ... ist undenkbar. Nachher würden die Kühe bessere Politik machen und die Kinder die Kinderpornos finden. Letzteres wäre unverantwortlich. Und nach dem, was Hans Meiser so berichten wollte, bevor man ihn in den Bankrott getrieben hat, sollte man Kinder und Abgeordnete sowieso sorgfältig getrennt halten ... die Kinder vom Berliner Kinderstrich wissen, warum.

  • V wie Vendetta 2 ... warum man ihn nicht gucken sollte

    V wie Vendetta war eigentlich ein netter Film. Ein kleiner Blick in eine mögliche Zukunft. Und wer heutzutage den finanziellen Kollaps der USA verfolgt, kann sich vorstellen, das möglicherweise ähnliche Kommentare wie in dem Film von einem englischen Propagandasprecher vorgetragen bald wirklich über den Äther gesendet werden.

    Ein Film, der zu Widerstand aufruft gegen eine entmenschlichte Gesellschaft ... und ein Film, der viele bewegt hat.

    Auf Spon berichtet heute ein Komparse über seine Erfahrungen zu den Dreharbeiten des zweiten Teils.

    Seltsam, das der Umgang mit den Komparsen, die fast nackt in der Kälte zitternd herumstanden, sich kaum von dem Umgang mit den Häftlingen unterscheidet, wie er in der virtuellen Realität stattgefunden hätte.

    Sie mußten frieren, sie wurden gedemütigt, menschenunwürdig behandelt, wie Vieh bei der Auktion betrachtet. (Details heute bei Spon)

    Kein Wunder, das man so mit ihnen umgehen konnte ... die meisten von ihnen gehörten wohl nicht gerade zu der gut betuchten Oberschicht, mußten sich die Behandlung für ein paar lumpige Euro gefallen lassen.

    So profitiert das Filmteam von der Wirtschaftskrise und der Massenarbeitslosigkeit. Und produziert nebenbei ganz echten realen Horror, der letztlich in genau jene dunkle Zukunft führt, vor die der Comic warnen wollte.

    Eine solche Behandlung von Menschen wäre früher undenkbar gewesen, ohne das Menschenschützer auf den Plan gerufen worden wären.

    Hmmm ... Menschenschützer.

    Wartet mal ... die gibt´s ja gar nicht.

    Tierschützer schon.

    Menschenschützer nicht.

    Irgendwie ... seltsam.

    Wenn ein Tier in einem Film mißhandelt wird, beeilen sich die Produzenten sofort, klarzustellen, das kein Tier in dem Film mißhandelt worden ist, weil es sonst Klagen und Proteste ohne Ende gibt.

    Mit Menschen ... kann man es machen. Wenn sie arbeitslos sind. Interessiert auch irgendwie keinen.

    Ich denke ... diesen Film schaue ich mir mal demonstrativ nicht an.

    Schade eigentlich, den ersten Teil mochte ich recht gern. Aber irgendwann sollte man anfangen, Widerstand zu leisten. Soviel, wie man eben kann.

  • Graphodino ist fort.

    Obwohl heute angsichts von viel Besuch sehr in Eile, möchte ich ein paar Worte verlieren über jemanden, der von uns gegangen ist.

    Graphodino ist fort, "gelöschter User".

    Ich kannte ihn nicht sehr gut. Viel zu wenig eigentlich. Weiß nur, das er im Lebensumfeld von seinen
    "Blogfreunden" gesprochen hatte. Stand mal bei ihm.

    Es wirkt nicht beruhigend, wenn man mit einem Schlag all´ jene Freunde eleminiert, auf die man sich zuvor berufen hatte. Oder wenn sie von Blog.de eleminiert wurden, wie er manchmal befürchtete.

    Darum, Graphodino, möchte ich Dir hiermit ganz herzlich alles gute auf Deinem (scheinbar nicht so einfachen) Lebensweg wünschen.

    Und sei gewiß, das Du an diesem Orte ein gern gesehener Gast warst und bist, der nicht unbemerkt geblieben ist.

  • Kultur der Angst und die neue Diktatur

    Wer sein eigenes Glück suchen möchte, ist gut beraten, sich eine Landkarte zu besorgen, die ihn über die Strukturen seines Umfeldes informiert. Oder sich zu informieren über die Qualität der Erde, in die er sein Lebensbäumchen pflanzen mußte. Denn von diesen Informationen hängt der Erfolg des Lebens direkt ab.

    Wer versucht, in einer Wüste einen Baum zum Blühen zu bringen, muß andere Maßnahmen ergreifen als jener, der in einem gut bewässerten fruchtbaren Tal lebt.

    Die "Erde" für den Menschenbaum ist das kulturelle Umfeld in dem er lebt ... wobei ich den Begriff "Kultur" in einem historisch-politischen Kontext verwende, nicht in dem degenerierten Kontext moderner Nachrichtenmagazine. Wirtschaft und Politik bestimmen hier ganz direkt die Qualität der "Erde", nicht der neue BH von Paris Hilton.

    Unsere Kultur hat sich geändert seit der Herrschaft von Kanzlerdarsteller Schröder.

    Aus einer Kultur der sozialstaatlichen Sicherheit wurde: eine KULTUR DER ANGST.

    Wo man früher geborgener Teil einer fair und demokratisch organisierten Kultur war, erlebt man heute Unfairniss, Ungerechtigkeit, Ohnmacht, Angst. Es sind die Gefühle, die entstehen, wenn eine Diktatur ihr gräßliches Haupt erhebt.

    Ob man nun betroffen war oder nicht, man mußte erleben, das "Arbeitslosigkeit" von heute auf morgen ein Zustand wurde, der aus einem Opfer verfehlter Arbeitsmarktpolitik und mangelnden Steuerungswillens ein Täter wurde, den zu bestrafen Ziel und Zweck einer ganzen Gesellschaft wurde. Gestern wurde man noch zum Zwecke der Profitmaximierung beruflich entsorgt, heute schon ist man der asoziale Schmarotzer, der sich auf Kosten der edlen und fleißigen Gutmenschen parasitär durch die Gesellschaft bewegt ... vollkommen unabhängig von dem, was man dreißig Jahre lang für diese Gesellschaft geleistet (und eingezahlt) hat.
    Man wird de facto enteignet, die geschaffenen Vermögenswerte werden zur Entlastung des Sozialstaates eingezogen, der mediale und soziale Stellenwert geht gegen null ... man wird ausgestoßener Paria mit eingeschränkten Grundrechten hinsichtlich der Reisefreiheit und Unantastbarkeit der Wohnung - wenn die von gesetzlicher Seite als "zu groß" definiert wurde, verlor man oft genug sogar sein jahrzehntelang gewohntes Wohnumfeld.

    Während gut betuchte Bürger noch genug Geld hatten, um Grundrechte noch in Anspruch nehmen zu können, gab es auf einmal ein Millionenheer von Menschen, die kein Geld mehr dafür hatten ... und eben auf diverse Grundrechte verzichten mußten um noch ihr Essen bezahlen zu können.

    Diese Erfahrung der neuen Kultur der Angst betrifft aber nicht nur Arbeitslose, sondern all jene, die nicht mit Beamtenstatus, Rentnerprivilegien oder reichen Eltern gesegnet worden sind. Die Medien sorgen schon dafür, das sich diese Kultur in alle Winkel der Republik verbreitet ... mit freundlicher Unterstützung des geistig minderbemittelten Modells "Spießbürger", der mal wieder seine große Zeit gekommen sieht, ungestraft seine Gelüste ausleben zu dürfen.

    Auf Angst reagiert man im ersten Moment durch zwei Reflexe. Kampf oder Flucht. Schafft man es nicht, sich zu entscheiden, tritt ein dritter Reflex in Kraft: Angststarre.

    Darum regt sich mein Zorn nicht gegen jene glatzköpfigen OI-blöckenden Neonazis, denn sie reagieren ganz natürlich auf die Bedrohung. Ebenso wie linke Autonome oder junge Türken. Sie bilden angstmildernde Gruppen und tragen die Angst nach außen um nicht an ihr zu ersticken. Oder sie schnappen sich eine Waffe und ziehen in den totalen Krieg: ein Mann gegen den Rest der Welt. Andere entscheiden sich für die Flucht ... Alkohol, Videospiele.

    Wobei letztere inwischen sogar als therapeutische Mittel bei Angststörungen eingesetzt werden. Ich ... der Bildschirm ... Kontrolle über die Vorgänge ... das schafft einen "sicheren angstmildernden Raum", der zusätzlich sogar angstgenerierte Aggressionen abbauen kann. Was ihr Verbot anrichten wird ... möchte ich mir nicht ausmalen

    Die dritte Gruppe wählt das dümmste Mittel ... die Angststarre und glotzt passiv durch die Röhre oder den Flachbildschirm auf die bedrohliche Welt - wie das Kaninchen auf die Schlange.

    Bewußt eine Kultur der Angst zu erzeugen ist ein Verbrechen. Ein abscheuliches, grausames Verbrechen, für das es keine Entschuldigung gibt, und das, wenn man die gesamtgesellschaftlichen Folgen (und die wachsenden Leichenberge betrachtet) als Verbrechen gegen die Menschlichkeit angesehen werden muß -
    eines der ganz wenigen Verbrechen, die einen ob der Dimension des Leides, das bewußt und gezielt erzeugt oder zumindestens billigend in Kauf genommen wird,zum Nachsinnen bringen können, ob die Todesstrafe nicht wieder eingeführt werden sollte.

    Und sei es nur darob, das man durch das bloße Nachsinnen den Verantwortlichen einen Schrecken einjagt, der ihnen helfen soll, sich bewußt zu machen, was sie da eigentlich angerichtet haben. Denn Todesstrafen sind ... überall ebenfalls ein Verbrechen. Auch wenn sie als Arbeitsanreiz indirekt gegen Hartz IV-Empfänger angedroht wird, denen die Nahrungsmittelversorgung komplett gestrichen werden kann. Daran sind auch schon welche gestorben.

    Die bewußte und gezielte Verwüstung der psychischen und sozialen Kultur eines Landes ist ein Verbrechen.
    Und eine Kultur der Angst bringt nicht jenen kreativen Schub hervor, den man bräuchte, um die bevorstehenden Herausfordernung bewältigen zu können.

    Eine Kultur der Angst erzeugt eine lähmende Starre im Land...die sich auch auf die noch arbeitende Bevölkerung auswirkt, deren Leistungswillen und Leistungsbereitschaft sich in einem erbärmlichen Zustand befindet, der seinerseits wieder gigantische Milliardenschäden verursacht. Jeder arbeitet eben nur noch so viel, wie er gerade eben muß. Und manche ... schaffen noch schnell mal eben für sich was an die Seite.

    Bevor sich die Diktatur auf weitere Kreise der Bevölkerung ausdehnt ... und diese Bewegung, denke ich, merken schon viele.

  • Hartz IV Kinder ins Heim!

    Wieder eine neue Studie. Kindern von Hartz-IV Empfängern droht wesentlich deutlicher eine Heimeinweisung als Kindern aus anderen Familien.

    Schnell ist auch ein Urteil zur Hand....offensichtlich geht Arbeitslosigkeit mit Erziehungsunfähigkeit einher.

    Na ja ... dann wird in diesem Jahr die Erziehungsunfähigkeit ja explodieren.

    Irgendeinen logischen oder sinnvollen Zusammenhang gibt die Studie an sich für diese Aussage nicht her, aber: man kann´s ja einfach mal so in den Raum stellen.

    Bei der Schaffung einer neuen Unterschichtskaste ist es ja zweckdienlich, diesen Parias einfach mal so Mängel jeglicher Art zu unterstellen. Möglicherweise essen die ja auch mal ihre Nachbarn, wer weiß denn, schon, wie "die" drauf sind?

    Für alleinerziehende Hartz IV - Empfängerinnen gibt es möglicherweise ganz andere Gründe als Erziehungsunfähigkeit, um die Kinder in Pflegefamilien oder Heimen unterzubringen.

    Da die Probleme, wie die Studie treffend formuliert, häufig beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule auftreten, wäre es doch nicht verkehrt, einfach mal an das naheliegende zu denken anstatt wilde, unbegründete Parolen in den Raum zu schmeißen.

    Dort, bei dem Übergang ... wird am deutlichsten sichtbar, das 211 Euro im Monat nicht ausreichen, um die finanziellen Ansprüche von Realschule und Gymnasien zu befriedigen. Und manche Mütter zwingen sich dann ... im Interesse der Ausbildung ihrer Kinder ... zu einem harten Schritt.

    Sie kapitulieren. Und hoffen, das Pflegefamilien oder Heime mehr Geld haben, um den Kindern einen schulischen Abschluß zu ermöglichen, der es ihnen erlaubt, aus dem Hartz IV-Bezug herauszukommen, wenn sie Erwachsen sind. Erinnert mich an den Fall eines Vaters, der Selbstmord begehen wollte, damit die Kinder wenigstens Halbwaisenrente bekommen ... in der irrigen Annahme, diese würde nicht als Einkommen vom Regelsatz abgezogen.

    Nach der Enteignung der Arbeitlosen nun als auch noch der leise Entzug der Kinder...die Konsequenz dessen, was diese Aussage der "Wissenschaftler" darstellt.

    Vorbei die Zeiten, als Familie noch der unantastbare Kern unserer Gesellschaft war. Das ist die völlige Bankrotterklärung der Familienpolitik, die Kriegserklärung an das Konstrukt "Familie" generell und der unverblümte Griff des Staates nach den Kindern, die er letztendlich als sein legitimes Eigentum begreift ... natürlich nur aus "Sorge". Wenn die Politiker weniger Kinderpornos gucken würden und auf Besuche des Berliner Kinderstrichs verzichten könnten, wie Hans Meiser berichten wollte, dann würde das den Kindern schon besser tun als diese dümmlichen Studien hochzuloben.

    Denn während jetzt noch Sozialfaschisten diese Studie bejubeln ("WIR" haben das ja schon immer gesagt!),
    wird schon längst der nächste Schritt vorbereitet. Denn Arbeitnehmer ... bei steigender Arbeitsbelastung ... haben als Doppelverdiener erst recht keine Zeit für ihre Kinder.

    5,5 Milliarden Euro gibt der Staat jährlich für Erziehungshilfen aus. In Form von Erziehungsberatungsstellen, Sozialarbeitern und ähnlichem.

    Besser wäre das Geld allerdings erstmal eingesetzt, um Kindern Essen, sozial nicht isolierende Kleidung und ausreichende Schulmaterialien zu besorgen.

    Dafür ist jedoch kein Geld da....obwohl die Gerichte die staatlich verordnete Zwangsarmut für Kinder von Arbeitslosen (die "Sippenhaft" ist wieder eingeführt, merkt man nebenbei) deutlich gerügt haben.

    Aber für die Gestaltung der neuen europäischen Welthauptstadt Brüssel, da haben wir reichlich im Topf.

    Ein wahrlich armes Land, diese BRD. Führt Krieg gegen die eigenen Kinder. Zerstört alles, was es eigentlich an Zukunft hat. Aber Hauptsache, der Kot schwimmt gut versorgt obenauf.

    Da fällt mir zum Abschluß die Idee eines Freundes von mir ein ... alle Arbeitslosen sollten umgehend zum jüdischen Glauben konvertieren. Die einzige Chance für sie in diesem Land, menschenwürdig behandelt zu werden ... der Zentralrat der Juden würde zetern und donnern, die Welt würde aufhorchen, wenn einem Juden das widerfahren würde, was für Arbeitslose Alltag geworden ist.

  • Psychiater und Schamanen

    Kürzlich empfahl ich reflexhaft auf meinen Reisen durch die Welt der Blogs mal einen Schamanen.

    Reflexhaft weil das bei mir schon Routine geworden ist...bei manchen Problemen mit Weltdeutung.

    Nun ... dann kam mir aber der Gedanke, das man möglicherweise (und auch völlig zurecht) denkt, ich habe sie nicht mehr alle und nun völlig am Rad drehe. Wäre auch in Ordnung.

    Aber ich dachte ... ich erzähle mal diese kleine Geschichte, wie ich auf so seltsame Verdrehungen komme.

    Als freilaufender Philosoph macht man manchmal seltsame Begegnungen. Gibt ja nicht viele von uns. Die meisten sind wie Lehrer und verstecken sich vor der Wirklichkeit in ihren Leergebäuden. Tschulligung ... Lehrgebäuden. War jetzt nur ein Tippfehler. Bitte nichts bei denken.

    Einmal führte mich mein Weg in eine Landesklinik zum Oberarzt, aber sobald der Chefarzt Wind davon bekam, das ein freilaufender Philosoph in seiner Klinik gesichtet worden war, ohne gleichzeitig eingewiesen worden zu sein, lud er mich sofort zu sich ein ... in sein Privatsprechzimmer.

    Ein Freund von mir ist Rechtsanwalt, wie haben schon dutzende von Prozessen gewonnen, ohne je einen verloren zu haben ... also nahm ich die Einladung an. Solche Freunde verleihen etwas Sicherheit.

    Dort verlief das Gespräch dann in ungewohnte Bahnen...wie auch später mit einem Psychologen in einer Universitätsklinik.

    Er hatte ein Problem, dieser Chefarzt.

    Den Deutschen muß er behandeln, wenn er mit Gott spricht ... und Menschen anderer Kulturkreise, wenn sie nicht mehr mit Gott sprechen können. Und er fand ... irgendwie fehlt da die klare Linie.

    "Unangemessener kultureller Wahn" ... ein Diagnosekriterium für Schizophrenie.

    Er bot mir an, eine Woche in der geschlossenen Abteilung zu verbringen. Allerdings zu Studienzwecken.
    Ich würde ... mit Kittel UND Schlüssel ausgestattet werden. (Und auch später wies man mich mehrmals darauf hin, das ich ... sollte ich jemals darüber sprechen, dagewesen zu sein, immer darauf hinweisen sollte, das ich Kittel UND Schlüssel hatte. NUR Kittel allein ... ist schon verdächtig. Aha.)

    Ich nahm die Einladung an ... doch das ist eine andere Geschichte.

    Infolge dessen plante ich eine Fortbildungsreihe für Psychiater. Besuchte Schamanen, Hexen, keltische Priester und was dieses Land noch so an Handauflegern und Gesundbetern auffahren kann.

    Ich war überrascht, welch wunderbare Welt neben der alltäglichen existierte...und das sie im Aussterben begriffen ist.

    Und war Zeuge von Heilungen.

    Menschen, die jahrelang "psychische Probleme" hatten, weil ihre Welterfahrung, die Art, wie sie die Welt um sich herum wahrnahmen, nicht mit der Kultur übereinstimmte, in der sie lebten. Jedoch ... änderte man überzeugend den kulturellen Rahmen - wurden sie wieder alltagstauglich und ... arbeitsfähig.

    Und das ist ja der einzige Sinn der Psychiatrie ... die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen.

    Die Menschen, die diese Heilung vornahmen, waren ... Schamanen. Obwohl sie sich als solche selbst nicht bezeichnen würden. Aber ihre Techniken sind diesem kulturellen Umfeld eindeutig zuzuordnen. In Aachen praktiziert sogar seit einiger Zeit ein schulmedizinischer Arzt ganz offiziell mit diesen Techniken.

    Nein ... es ist noch keine Kassenleistung.

    Eine Warnung: nicht jeder, der sich Schamane nennt, ist auch einer. Viele sind einfach nur kleine dumme Spinner. Viel zu viele. Und nicht jeder, der unter "Schizophrenie" leidet, ist durch kulturelle Umdeutung zu therapieren. Aber für einige ... ist es den Versuch wert. Schaden ... wird kaum angerichtet. Und auf jeden Fall weniger als durch die Psychiatrie. Ein Kriterium für die Auswahl ernsthafter Schamanen ist das Geld. Wollen sie bezahlt werden für ihre Gesellschaft ... Finger weg.

    Und im übrigen möchte ich den Rat einer Psychiaterin weitergeben: wer immer psychische Probleme hat, sollte sich selbst zu einem Fachmann für seine Diagnose entwickeln. Alles lesen, was einem in die Finger kommt ... auch wenn´s weh tut. Denn letztlich ... kann man diese Probleme nur selbst lösen.

    Man kann aber auch Tabletten schlucken, bis man sich in ein sabberndes, herumwanderndes vor sich hinstierendes Wrack verwandelt ... der klassische Haldolzombie. Geht auch. Ist hier auch so geregelt. Und kostet der Kasse nicht so viel. Haldol ist billig.

  • Sex für gute Noten und Erektionsstörungen

    Neues aus der Welt der Wissenschaft ... und ein altbekannter Vorgang.

    Wieder einmal wird ein Professor verurteilt, weil er eine ganz besondere Form von persönlicher Zusammenarbeit von einer Studentin gefordert hat.

    Das Urteil ... sehr Milde. Ein klein wenig Bewährung.

    Die Studentin wird wegen versuchter Erpressung (die es ohne die dauernden Angebote des Professors gar nicht gegeben hätte) ebenfalls vor Gericht müssen. Egal wie das Urteil ausfallen wird ... ihr Leben ist dahin. Sie kommt aus der Ukraine - und wird so oder so dahin zurückmüssen.

    Wenn´s schlimm kommt (und in einem ähnlichen Fall kam es schon mal schlimm) ist sie dann vorbestraft.

    Zukunft im Eimer, weil sie es gewagt hat, den charakterlichen Kot dieser Gesellschaft nicht zufriedenzustellen ... obwohl er sie sogar dafür mit guten Noten bezahlen wollte.

    Dafür haben Richter in diesem Land aber dann mal gar kein Verständnis, wo kommen wir da auch hin, wenn Frauen sich der Prostitution mit Notwehr entziehen wollen oder sogar gleiches mit gleichem Vergelten.

    Aber ... auch das hat uns ja jetzt die Wissenschaft in einer neuen Studie bewiesen: Rache zahlt sich nicht aus. Gleiches mit gleichem zu vergelten, bringt deutliche Nachteile mit sich.

    Wer das versucht, ist arbeitslos und hat keine Freunde. Also Frauen ... zieht euch schon mal aus.
    Der Professor kommt gleich, um die Noten zu besprechen.

    Ein kleines Schlupfloch für Notwehr läßt die Wissenschaft jedoch noch.

    Angeblich, so eine neue Studie, hilft der eklige Gestank von fauligen Eiern manchen Männern in sexuellen Dingen auf die Sprünge (wer mal die Düfte der Schwefelquellen in Aachen in die Nase bekommen hat, wird das wohl konsequent bezweifeln ... danach ist einem doch wohl nur noch schlecht).

    Das ist doch auch in Stinkbomben drin, oder? Da könnte man doch unter dem Vorwand, den Professor zur Leistungssteigerung bei der Notenbesprechung verhelfen zu wollen .......

  • Kot soll oben schwimmen

    Ja, die Wissenschaftler wieder. Haben was ganz neues erfunden. Fischfutter, das den Fischkot an die Oberfläche treibt.

    Und da dachte man, wir hätten kein Geld mehr, die Wirtschaft bricht zusammen und großes Unheil droht.

    Aber nicht in der Welt der Wissenschaft.

    Da ist alles noch heil. Die haben noch Zeit und Geld sich über Probleme Gedanken zu machen, die eigentlich kaum jemanden interessieren noch irgendeinen großen Nutzen haben für die Lösung der Probleme dieser Welt.

    Andererseits fand ich interessant, wie sie gesellschaftliche Gegebenheiten nun auf die Welt des Aquariums umsetzen wollen.

    Denn bei uns schwimmt der charakterliche Kot auch oben.

    Ob die Wissenschaftler auch daran arbeiten, die Fischköttelchen auch noch zu vergolden, wie es in der bundesdeutschen Realgesellschaft beim Charakterkot üblich geworden ist, weiß ich nicht.

    Für die Freunde der auqaristischen Kunst: die Meldung steht bei Welt-online, 26.3.2009.

  • Amoklauf Winnenden ... alles Lüge oder was?

    Wie man weiß, gehen mir die Verschwörungsphobien der Generation Doof gehörig auf die Nerven, alldieweil diese Ängste der Wahrheitsfindung noch mehr im Wege stehen als selbst die krudesten Verschwörungstheorien es vermögenn ... wobei letztere wenigstens noch zum Nachdenken anregen, während einem von dem viehischen Rumgeblöke der Doofen nur noch übel werden kann.

    Genauso nervig empfinde ich es, wenn auf einmal hinter jedem kleinen Amoklauf eine Verschwörung vermutet wird. Generell lehne ich das Nachdenken über so etwas schon aus reiner Bequemlichkeit ab. Das hier ist die Bananenrepublik Deutschland, Verschwörung gibt´s draußen.
    So ist das viel gemütlicher ... wie im Hagelsturm gemütlich am Fenster sitzend und während es blitzt und donnert eine warme Tasse Tee genießend.

    Selten lasse ich mich mal verführen.

    So wie jetzt.

    Und es darf doch wohl nicht wahr sein, das eine so einfache Geschichte wie der Amoklauf von Winnenden so voller Ungereimtheiten ist, das man meinen könnte, es ginge um den Anschlag einer Todesschwadron im fernen Bolivien und man müßte aus der Ferne infolge akuten Nachrichtenmangels mühevoll den Tathergang rekonstruieren.

    Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen ... wer sich dafür interessiert, ist bei Infokrieg.tv besser aufgehoben. Da finden sich einige Ungereimtheiten, die ich besser nie gelesen hätte, weil mir das den Tag gründlich vermiest.

    Deshalb an dieser Stelle nur eine weitere, die dort nicht aufgelistet ist.

    Es ist etwas ganz anderes, mit der Maus eine virtuelle Waffe abzufeuern, als eine echte Waffe auf einen lebenden Menschen zu richten.

    Wer das schon mal erfahren mußte, weiß, das ... man auf einmal merkt, das man Nerven hat, die man nicht kontrollieren kann. Dazu bedarf es nämlich intensivsten Trainings und Übung. Einfach so auf einen Menschen abzudrücken, der Mimik und Gestik hat, möglicherweise sogar Angst hat oder weint ... ist nicht so einfach für einen normalen Menschen. Darum muß man töten möglichst wirklichkeitsnah üben, sonst versagt man im Krieg total. Bundeswehr, Polizei und US-Armee merken das immer wieder.

    Darum wird da massiv desensibilisiert, damit es im Ernstfall keine Probleme gibt.

    Und da verkauft man mir erfolgreich die Geschichte von diesem lieb und sensibel dreinschauenden Bürschen, das mit den ganzen üblichen psychischen Problemen eines Mörders keine Probleme hat, dessen Nerven aus Stahl sind und gezielte Kopfschüsse in Serie möglich machen.

    Schon mal den Aufwand für die psychologische Betreuung eines Polizeibeamten gesehen, wenn der mal im Dienst und Notwehr jemanden erschießen mußte. Nur einen? Der Mann ist fertig. Oder er ist langjährig abgebrühter Psychopath. Die gibts natürlich nach wie vor.

    Aber ... das lernt man nicht durch Videospiele. Dazu braucht man mehr. Ist in etwa genauso wie beim Autofahren ... niemand würde jemanden ans Steuer lassen, der tausend Stunden Autorennspiele gespielt hat, auch wenn seine Punktzahl noch so gut war.

    Realität ist etwas ganz anderes ... da sind auf einmal die eigenen Nerven gefordert, das Gewissen, unwillkürliche emotionale Reaktionen, Opferschutzinstinkte und einiges mehr, ausgelöst durch Geräusche, Gerüche, Reflexe, die ein Spiel nicht simulieren kann.

    Wie gesagt, ich bin nur allzu gern bereit, die offizielle Geschichte zu glauben.

    Aber ... was sich da offenbart ... stimmt mich zornig.

    In der Tat ... 1000 Polizisten im Einsatz, zufälligerweise sogar ein Sonderkommando - und der kleine Junge fährt 40 km unbehelligt durchs Land? Im Ernst? Und zieht sich noch um? Ja ... die Leiche sieht nicht ganz so aus, als sei sie identisch mit dem schwarzgekleideten Täter mit Silbermaske, von dem in der Schule noch berichtet wurde. In den Medien übrigens auch.

    Also, Verschwörer ... laßt euch gefälligst eine bessere Geschichte einfallen. Ich will wieder meine Ruhe, habe noch anderes zu tun als diesem Mumpitz zu lauschen.

  • Ghaza, Israel oder: Frauen müssen hinten sitzen.

    Das geht doch nur noch mit bitterbösem Humor, oder?

    Man kommt gegen diesen Stumpfsinn doch mit Vernunft und Menschlichkeit nicht mehr an. Man mag es auch gar nicht mehr lesen, diese gigantischen Rückschritte in die Steinzeit vorsintflutlicher Unmenschlichkeit.

    Dabei ist es nur eine so kleine Meldung: in Israel müssen Frauen ultraorthodoxer Juden in dem Bus auf dem Weg zur Klagemauer hinten sitzen.

    Frauen, die "Neger" der ultraorthodoxen Juden. Gibt es auch schon Schilder "Juden. Kauft nicht bei Frauen"?

    Lager zum Zecke der Konzentration "unzüchtiger Frauen", damit die sich mal auf "wahre Werte" konzentrieren können, spuken sicher auch schon in den Köpfen jener gläubigen Menschen herum.

    Und in anderen Köpfen Lager zur Konzentration ultraorthodoxer Juden.

    Wisst ihr, was ich euch sagen würde, als Frau?

    Ihr könnte in eurem Bus allein fahren, in euren Häusern allein wohnen, in euren Betten allein schlafen und eure Kinder allein kriegen.

    Dann ist wenigstens bald Schluß mit dem Stumpfsinn ... der stirbt ganz schnell aus.

    Und ich habe währenddessen ganz unzüchtigen Spaß woanders.

    Himmelherrgottsakra ... warum hat euer Gott bloß die Sintflut abgeschafft. Ich zumindest scheine langsam zu verstehen, warum er diese Klospülung überhaupt erstmal eingeführt hat. Scheint sogar ihm manchmal der Kragen zu platzen bei soviel patriarchialer Selbstgefälligkeit.

    Na ja, jetzt weiß man wenigstens, das die Generation Doof auch in Israel nicht unbekannt ist.

  • Liebe, Sex und dein Herz ... der Hauptfilm

    Liebe, Sex und dein Herz ist der Titel des Buches von Alexander Lowen. Es fiel mir letztens vor die Füße, ich räumte es schnellstens wieder weg. War gerade nicht mein Thema.

    Aber da gestern ein Wunderbaum zu Besuch war, mich auf das Thema wieder anstieß, ich andernorts schon mal unreflektiert was darüber abließ, nahm ich mir vor, auch hier mal was darüber abzulassen.

    Was Lowen meint und detalliert aufarbeitet, ist einfach gesagt: ein Leben ohne Liebe führt ... selbst mit viel Sex ... ganz sicher zum Herzinfarkt. Deshalb nehmen Herzkrankheiten in einer lieblosen Gesellschaft so zu. Das Herz (nicht das romantische ... das materielle, biologische, schlagende Ding in der Nähe der Leber) braucht etwas, das man früher "Liebe" nannte, sonst mag es irgendwann nicht mehr, langweilt sich und stellt den Dienst einfach ein, weil es in seiner Arbeit keinen Sinn mehr sieht.

    Für leistungsorientierte Leistungsträger leistet es seine Arbeit nicht so gern ... darum fallen die so oft tot um, während mein kettenrauchender Großvater (80 - 100 "Eckstein" am Tag) allen medizinischen Theorien zum Trotz trotz angeborenem Herzfehler 82 wurde und erst starb, als die Frau, die er liebte, von ihm ging. Genau einen Tag später.

    Er liebte aber nicht nur seine Frau. Er liebte eigentlich alles ... Tiere, Pflanzen, Menschen, seine stupide Arbeit, Eierlikör, Bier, fettes Fleisch, Mittagsschläfchen, Skat, Erde, Western, Musik (wenn er sie selber machte) ... und galt merkwürdigerweise als unangenehmer Zeitgenosse, weil er das, was er liebte, auch mal handfest verteidigte.

    Menschen vor allem.

    Für uns moderne Menschen ist Liebe gleich Sex. Haben wir so gelernt, ist jetzt so geregelt.

    Sex und Liebe sind ja auch ein sinnvoller Zeitvertreib, manche finden das sogar besser als Fernsehen gucken. Außerdem ist Sex auch gut für den Verkauf ansonsten sinnloser Produkte ("Sex sells" heißt es ja so schön) und unverzichtbar für Einschaltquoten.

    Aber Liebe ... da fängt es schon an zu haken mit der Gleichsetzung.

    Und das merkt man selbst ... am Herzen.

    Meine Lebensgefährtin müht sich ab mit dem Aufbau eines Internetvertriebes für handgefertigte Produkte, weil die mit Liebe gemacht worden sind und einen besonderen Wert darstellen sollen. Für sie ist das so, schaut euch mal hier bei mir um ... alles handgefertigte Tassen, aus denen sie trinkt. Die Meinung des emotionslosen Pragmaten dazu ist, das sie schon ein Photo von sich mit veröffentlichen müßte, damit das ein Erfolg wird...bei den Preisen, die man braucht, um die Produktionskosten auszugleichen.

    Allerdings ... man kann Tassen mit Liebe herstellen. Das merkt man, wenn man mit den Produzenten spricht und ihre Leidenschaft spürt. Für Tassen.

    Die Gleichsetzung von Liebe und Sex hat auch eine unangenehme Nebenwirkung: die Liebe zu Kindern findet auf einmal eine ganz unnatürliche Ausdrucksform in Kinderfolterpornos. Ein künstlich herangezüchteter Kurzschluß im Gehirn. Kinder hat man lieb, also ...... Sex. Und weil man sich irgendwie schlecht dabei fühlt ... auch gern mal mit Gewalt. Müssen ja böse sein, diese Kinder, wenn sie so etwas mitmachen, also gehören sie bestraft...damit wieder Ruhe, Ordnung, Sauberkeit einkehren können.

    Mütter hat man auch lieb ... meistens jedenfalls. Die sind allerdings in der Regel so alt, das sie aus dem Raster fallen. Dem Himmel sei dank.

    Manche Menschen vergehen vor Liebe angesichts der überwältigenden Vielheit, Lebendigkeit und Schönheit der Natur, finden das perfekte Glück in englischen Gärten. Bäume vögeln ist vorprogrammiert, wenn der Kurzschluß da weiter wirkt.

    Liebe ... kann man nicht kaufen. Auch wenn man gern davon spricht. Man erhält nur etwas, was zwar so aussieht, aber das Herz nicht ernähren kann. Und je ausgefallener die sexuellen Spielarten werden, je mehr sie in komplizierte Leibesübungen ausarten, umso weniger hat das Herz Gelegenheit, sich am anderen zu sättigen ... so habe ich jedenfalls gehört. "Mehr" ist nicht immer gleich "besser"...eine Gleichung, die in einer Gesellschaft der Massenproduktion nicht gern gehört wird.

    Das, was man Liebe nennt, macht das Herz heil. Dazu braucht es auch Sex. Das Herz ist biologisch. Gedichte versteht es nicht ganz so gut ... obwohl sie ihm schon mal warm machen können. Wie Worte, Musik, Bilder und viele andere Ausdrucksformen von "Kunst". Aber Atem, Haut, Stimme gehören auch dazu. Nur allein ... ist das zu wenig.

    Ist ähnlich wie beim Essen ... Wachsobst sieht zuweilen super aus - kann auch den Magen füllen, aber ... satt ist anders. Merkte ein Freund von mir beim Bordellbesuch (ich muß da auf Erfahrungen aus zweiter Hand zurückgreifen ... ich selbst war immer zu feige dazu. Oder zu satt).

    Und wer mir jetzt mit Tantra kommt ... das ist ein ganz anderes Thema. Interessant, wichtig ... doch um Liebe geht es da nicht wirklich. Würde jedoch zu weit führen. Immerhin bedeutet die reine Erzeugung von Wattstärken nicht, das der Strom auch fließt. Und das Herz ... braucht ein bischen was anderes.

    Indianer ... waren da ein wenig weiter. In jedem Teil der Welt steckte ein Manitou...ein Teil Gottes, um es in unserer Sprache halbwegs falsch zu übersetzen. So konnte man die ganze Welt lieben ... und kannte keine Herzerkrankungen. So fand man seinen inneren Frieden, brauchte keine Inquisition, keine Konzentrationslager, keine Einfamilienegotempel zum Aufstellen der Ersatzbefriedigungen, keine Psychiater zur Linderung des seelischen Dauerschmerzes, keine Fernreisen um dem unerträglichen Alltagsgefängnis wenigstens mal ein paar Wochen zu entkommen, keine Kirchen, keinen Alkohol, keine Umweltgifte ...

    Und man hatte richtig guten Sex.

    Oder?

    (Neinnein, das wäre jetzt zu gemein dem guten weißen Mann gegenüber, das wollen wir jetzt nicht vertiefen)

    PS: Blogludi ... zufrieden? Ging noch mehr ... aber dann wird´s ein Buch. Und soviel liest wieder keine Sau.

  • 666 ... die Zahl des Teufels und die Satanisten

    666 ... das ist heute morgen die Zahl meiner Profilaufrufe.

    Die Zahl des Teufels. Meinen jedenfalls manche. Vor einigen Jahren durfte ich einen politisch äußerst suspekten Herren kennenlernen. Johannes Rothkranz hieß er und er schwatzte mir sein Buch auf.

    Manchmal mag ich diese religiösen Fanatiker. Nicht ihre Inhalte, aber ihre Motivation, ihre Beredsamkeit, ihre Überzeugungen, ihre Sicherheit im Auftritt, den absoluten Glauben an ihre Botschaft ... irgendwie würde ich mir die Schausteller im deutschen Bundestag eher so wünschen. Als mit Macht ausgestattete Führerpersonen wären sie natürlich der blanke Horror, aber als politische Gegner im Bundestag würden sie einerseits ein wunderbares Schauspiel bieten, andererseits Meinungen und Überzeugungen optimal aneinander abreiben ... und sie wären berechenbarer als die neudeutschen Politikgewächse der Generation Doof, die bei jeder Gelegenheit ihr Fähnchen in den Wind halten: wofür und wogegen sind wir denn heute mal.

    Ich bin nun persönlich nicht beunruhigt über die 666 auf meinem Blog. Sollte sie da jedoch für immer und ewig stehen bleiben, dann weiß ich, das jedes Wort dieses Blogs sorgfältig von Verschwörungstheoretikern durchleuchtet wird, es werden geheime sublime Botschaften gefunden werden (die in der Tat enthalten sind ... hehehe) und man wird mich verantwortlich machen für so manche üble Tat.

    Ich habe dieses Buch von dem Herrn Rothkranz gelesen. So wie ich alles lese, was ich erwerbe. "Was auf den Tisch kommt wird auch gegessen", meinte mein Großvater immer ... und mit DEM würde man wirklich keinen Ärger haben wollen. Der hatte noch Primärtugenden und wußte sie durchzusetzen.

    Natürlich fand ich das Thema albern ... aber die Tatsache, das mir niemand (auch keine Apotheker, und ich habe viele von ihnen danach befragt) erklären konnte, warum auf jedem Kassenrezept eine 666 steht, hat mich doch etwas verunsichert.

    Erst kürlich ist ein Blogfreund von mir übel angegriffen worden, weil er der Meinung ist, das Satanisten
    in der Politik mitmischen. Klar, wenn man versucht, mit der Generation Doof zu argumentieren, dann passiert das schon, das die einen mit Gülle überschütten.

    Ich denke aber, es ist Zeit, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern und zu gestehen ... ja, sie mischen mit.

    Satanisten sind nicht die kleine Gruppe von Grufties, die Sex auf dem Friedhof als größten Beweis der Treue zu ihrem Anti-Gott ansehen.

    Sie sind eine Gruppe von gesellschaftlich erstklassig integrierten Individuen, die von gewissen antikirchlichen Werten gesteuert werden. Marquis de Sade ist nun mal kein Unfall der Geschichte, sondern ein ganz normaler Mensch ... und heutzutage finden sich Gleichgesinnte gern mal in Vereinen wieder.

    Anders als andere Gruppen verfügen sie über keinen Mittelbau. Es gibt eine sehr fest geschlossene Organisationsstruktur, einige wenige Anlaufstellen für Neumitglieder (die aber gern auch aus betuchten Kreisen der Kinderfolterpornogucker direkt bezogen werden, früher war die "Hexe" Ulla von Bernus eine bekannte Anlaufstelle, die Bewerber ausfilterte) und einen größeren Unterbau für "Auftragsarbeiten".

    Sie morden gerne Menschen. Ist ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Religion, Menschenopfer darzubringen.

    Es reicht aber aus, wenn dies indirekt geschieht. Dafür nimmt man gern labile Menschen, die man dann mal dazu animiert, Kindergärten mit Flammenwerfern aufzusuchen. Oder senile Gräfinnen, die ihre Liebhaber in der Schloßgruft entsorgen.

    Die Lieferungen von Kleinkindern zum Zwecke der persönlichen Opferung ist mitlerweile besser organisiert,
    man nimmt Gruftiweibchen, schwängert sie rituell, läßt sie unbemerkt das Kind austragen und schon hat man einen kleinen Menschen zur völlig freien Verfügung, von dem außer dem internen Kreis niemand weiß.

    Durch den Bruch des Beichtgeheimnisses durch einen Pfarrer ist man in den achtziger Jahren dieser Struktur das erste Mal auf die Schliche gekommen.

    Strukturen innerhalb der evangelischen Kirche haben ein Netz von "sicheren Häusern" aufgebaut, um diese Frauen dem Zugriff der Sekte zu entziehen. Direkte Konfrontationen von identifizierten Sektenmitgliedern enden auch oft tödlich ... "Unfälle" sind da keine Seltenheit.

    Das alles könnte man noch auf die leichte Schulter nehmen wenn nicht ... der Satanismus (jene Kirche organisierter Psychopathen) in diesem Organisationsgrad auch eine politische Komponente hätte - ähnlich wie die katholische Kirche, als dessen Spiegelbild er sich versteht, betreibt er einen Umbau der Gesellschaft vor hin zu einer Lebensumfeld, in dem sie ihre "Werte" (Folter, Grausamkeit, Gewaltherrschaft, Kannibalismus und solche Dinge) endlich offen leben können und sich nicht mehr zu verstecken brauchen. Momentan fühlen sie sich wie die Urchristen im alten Rom. Die "wahren Gläubigen" in einem Meer von Feinden ... bzw. die Wölfe in einem Meer von Schafen in Erwartung des Aussterbens der Schäferhunde.

    Ja, das kann schon Angst machen. Und was meint ihr, wie man sich fühlt, wenn man ... direkter mit diesen Kreisen konfrontiert wird? Wie in einem falschen Film, kann ich euch sagen.

    Wer Informationen dazu möchte ... im chronisch oberflächlichen Internet wird man dazu wahrscheinlich nichts finden. Aber in der evangelischen Fakultätsbibliothek der Ruhruniversität Bochum gibt´s da einiges, die Aufzeichnungen der Beobachtungen reichen bis in die fünfziger Jahre zurück.

    Darum ist das ein Thema, bei dem mir der leichtfertige Spott der Generation Doof mehr als sonst auf die Nerven geht...denn es ist ein sehr blutiges Thema.

  • Gartenterror ... Studienmodell deutschen Wahns auf Spon

    Jetzt hat er es sogar auf Spon geschafft.

    Ein Kleingärtner wie er im Buche steht.

    Geleitet von elementaren Werten wie Ruhe, Sauberkeit, Recht und Ordnung.

    Frieden und Menschenliebe gehörten nicht dazu, weshalb er folgerichtig seine Gartennachbarn nach dreißig Jahren Kleinkrieg einfach mal totgeprügelt hat.

    Ich hätte nicht gedacht, das er es medial so weit schafft, bin aber sehr dankbar dafür.

    Nein, nicht für die Tat. Ich kannte seine Nachbarn nicht. Aber für das detallierte Studienmodell, das nun der Öffentlichkeit präsentiert wird.

    Nun, konservative Sekundärtugenden wie Ruhe, Sauberkeit, Recht und Ordnung pflegt man ja in erster Linie dann, wenn man bei den Primärtugenden elementare Schwächen aufzuweisen hat. Ist wie in der Schule: wer für Mathe zu blöd ist, versucht das mit guten Noten bei "Leibesertüchtigungen" auszugleichen.

    Diese Sekundärtugenden haben ja gerade eine Widerauferstehung gefeiert, sogar in der Schule werden jetzt wieder "Kopfnoten" verteilt.

    Deshalb ist es besonders wertvoll, zu sehen, wohin diese Sekundärtugenden zwangsläufig führen.

    Zur Friedhofsruhe.

    Denn auf dem Friedhog herrschen Ruhe, Sauberkeit, Recht und Ordnung nahezu in Perfektion - wenn der Friedhofsgärtner nicht pennt.

    "Werte" führen zu "Taten". Immer und überall.

    Leider hat sich die Psychologie von der Philosophie abgespalten und sich ... folgerichtig ... im nächsten Moment für "Werte" als unzuständig erklärt. "Werte" sind psychologisch weder messbar, noch erfaßbar, noch therapierbar ... d.h. man kann mit ihnen kein Geld verdienen. Weshalb man folgerichtig auch immer "fassungslos" vor solchen Terrorakten steht, die sich dann logischerweise "dem Verständnis entziehen".

    Natürlich gibt es keinen medialen Terror wie bei "Winnenden". Dabei kostet dieser Alltagsterror der Sekundärtugenden mehr Leben als Amokläufe....und die Täter sind überall um uns herum, beständig im Wahn von Sauberkeit, Ruhe, Recht und Ordnung zombiehaft vor sich hintaumelnd, jederzeit bereit, ihren Werten Taten folgen zu lassen.

    Man kann sich ausmalen, welche Generation da jetzt herangezüchtet wird, für die Sekundärtugenden wieder als Ersatz für Primärtugenden herhalten müssen, während man fassungslos vor Primärtugenden steht, da die sich auch dem psychologischen Verständnis entziehen.

    Stattdessen könnte man doch mal in die historische Mottenkiste greifen und wenigstens das altbackene "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" wieder hervorholen.

    Doch das hätte ... politische Nebenwirkungen, die systemrelevant werden könnten. Zumindest für jene, die billigend die Toten des Systems in Kauf nehmen, damit es ja weiter läuft und ihnen Bakschisch in die Privatschatulle spült.

  • Liebe, Sex und dein Herz (Trailer, Text folgt in diesem Kino)

    Hehehe, ich schreib jetzt nix. Mach´ ich morgen. Aber damit ich´s nicht wieder vergesse - hier der Trailer.

    Die Damen sind mit dem Flötentraining fertig, ich gehe jetzt schlafen.

    Tolle Technik hier ... wieder was dazu gelernt. Morgen einfach ändern ... toll!.

  • Verschwörungsphobien

    Kennt ihr das? Irgendwo passiert irgendetwas.

    Dann fällt jemandem auf: Hey, moment mal, das kann so ganz nicht stimmen.

    Und ... nach den Iraker-töten-Kuweit-Babys-und-haben-ganz-schlimm-viele-Massenvernichtungswaffen-Lügen, dem Watergateskandal, dem Putsch vom 11.9. (Allende in Chile, vom CIA gesteuert ... nicht New York, Baba bin Laden und die 19 Räuber) und den vielen Sauereien dunkler Kreise beim großen Bruder aus dem Westen ist man geneigt, ein ganz klein wenig mißtrauisch zu werden.

    Also: forscht man nach. Sammelt Fakten. Wird tagtäglich mißtrauischer.

    Dann, den Kopf eigentlich immer noch voller Fragen, veröffentlicht man irritiert seine Faktensammlung - eigentlich noch ohne konkrete Theorien im Kopf ... und kriegt voll eins aufs Maul.

    Was noch mehr irritiert.

    "Dumpfnuß", "Sackgesicht", "Spinner", "Dünnschißpfeiffer", "Wurstschädel" und ähnliche unerfreuliche Kommentare häufen sich mit großem Zorn vermischt über einem auf.

    Nun ... ich gehöre nicht zu denen, die sich professionell mit Faktensammeln beschätigen, habe aber oft genug solche Reaktionen beobachten dürfen.

    Verschwörungsphobien.

    Habe lange nicht verstanden, wo sie herkommen und warum sie eine solche heftige emotionale Reaktion hervorrufen.

    Mein erster Verdacht war: das kann nur die Reaktion von "Ertappten" sein. Doch die Kommentare waren häufig so blöd, das ich das wieder gestrichen habe. Verschwörungen verlangen eine gewisse Intelligenz,
    ihnen aus induktiven Fakten auf die Spur zu kommen, sogar noch eine größere Differenzierungsfähigkeit.

    Doch jetzt ... bin ich einen Schritt weiter. Dank blog.de.

    Dem Ort, der mir erlaubt, die "Generation Doof" genau zu studieren.

    Das ist es.

    Die Leute, die ohne Blindenhund auf der Uni das Klo nicht finden, die Che Guevarra für eine slowenische Wurstsorte halten, Hitler für den ersten Bundeskanzler und Roosevelt für den Anführer der Indianer bei Little Big Horn.

    Jene Leute, die sich untereinander verschwörerische Blicke zuwerfen, wenn der Lehrer ihnen erklärt, das die Erde sich um die Sonne dreht...denn sie wissen es ja besser, sehen es jeden Tag mit eigenen Augen ... die Sonne geht auf, zieht über die Erde hinweg und geht hinten wieder unter und macht dann Australien warm. Sie dreht sich deutlich sichtbar um die Erde. Blöde Pauker.

    Eine Blogfreundin versucht gerade, mit diesen Exemplaren eine Seminararbeit zu schreiben. Ich bete jeden Tag für sie, damit sie es übersteht und sich nicht selbst vor Verzweiflung was antut. ("Halte durch!" - möchte ich an dieser Stelle schnell noch mal zurufen).

    Jene Generation Doof kann nicht anders, als auf komplexe gedankliche Strukturen mit Angst zu reagieren.

    Ist wie die Reaktion einer Kuh, wenn´s donnert. Macht irgendwie Angst. Ist zu groß, zu mächtig ... und zu echt, um es zu ignorieren.

    Diese Angst gibt jedoch Hoffnung. Sie scheinen noch nicht so blöd zu sein, das man sie problemlos neben die Petunien pflanzen könnte, ohne das ihnen sonderlich was auffiele.

    Trotz eines IQ, der selten genug Zimmertemperatur erreicht, haben sie noch genug Instinkt, zu "riechen", wenn was stinkt. Aber nicht das Potential, auch nur ansatzweise zu verstehen, was da stinken könnte.

    Das macht eine Riesenangst, denn möglicherweise ist das Problem so groß, das selbst Papa´s Konto es nicht lösen könnte.

    Und darum machen sie das, was auch doofe Könige gerne taten ... sie schlagen auf den Boten ein, der die schlechte Nachricht bringt und damit die Vorbereitungen zur Coctail-Party der Burschenschaft stört.

    Das man durch die Tötung des Boten die feindliche Armee, deren Vorrücken er ankündigte, nicht stoppen kann ... entzieht sich vollkommen ihrem Horizont.

    Und man braucht auch nicht versuchen, mit ihnen zu diskutieren.

    Ihr versucht ja auch keiner Kuh zu erklären, was Donner ist.

    Und wenn ihr doch so mutig und unverzagt sein wollt ... übt erstmal mit der Kuh. Da stehen die Chancen auf Erfolg höher.

    Und glaubt nicht, das es absolut nur am Alter liegt. Die Generation Doof hat auch schon Vorbeben in meiner Altersgruppe erzeugt.

    Kann man alles in der bunten Blogwelt nachforschen.

    Leider.

  • Ich geb´ auf. Hat alles keinen Sinn.

    Jetzt ... haben sie mich erwischt.

    Ich hätte es wissen müssen, aber ich dachte, vielleicht schaffe ich es noch.

    Aber sie sind schneller.

    Man greift einfach nicht im Lande des Reiseweltmeisters den Einzel- und Massentourismus an.

    Das geht nicht.

    Prompt kriege ich die volle Packung.

    Nicht die Flugzeuge machen die Umwelt kaputt, nein, die MOORE. Haben "die Wissenschaftler" gerade jetzt mal eben ganz schnell herausgefunden. Viel viel schlimmer als der gesamte Flugverkehr. Doppelt so schlimm, wenn nicht noch mehr.

    Die kennen mich genau. Die wissen, das ... siehe Bildteil ... ich einen großen Teil meiner Freizeit
    in den Mooren verbringe. Wunderbare Stille dort.

    Jetzt wird wahrscheinlich bald Greenpeace vor den Mooren stehen, diesen unglaublich gräßlichen Klimakillern, und ihre Einbetonierung fordern.

    Dann ist auch wieder Platz für neue Landebahnen, um nach der gelungenen Demo sich einfach mal was zu gönnen.

    Das schaff´ich nie. Die sind einfach zu schnell.

    Geht man denen an die Reisewut, dann kennen die nichts.

    Demnächst ... findet die "Wissenschaft" wohl noch heraus, das der Wald ebenfalls ein böser Klimakiller ist und bringen gleich die Motorsäge mit.

    Nee, ich geb auf. Reist doch, wohin ihr wollt. Haut doch alle ab hier....

    Und Schnee liegt auch wieder.

    Das waren "die" sicher auch.

  • "Der Moslem ist böse"

    Ja. Das haben wir seit einigen Jahren so gelernt.

    Mühevoll. Aber irgendwann hat´s gesessen.

    Erst gab diesen "Kampf der Kulturen". War ein Buch, hat keiner gelesen, und die, dies getan haben, haben´s nicht geglaubt.

    Okay, haben andere gesagt, dann eben 9/11, dann müßt ihr´s glauben. Und außerdem predigen wir das dann rund um die Uhr, bis es sitzt.

    Gut. Hat geklappt.

    Wir haben im Umkreis von 25 Kilometern drei Moslemfamilien. Deutsche. Alle urdeutsch und konvertiert.

    Haben keinen Fernseher, trinken kein Alkohol, essen kein Fleisch, rauchen nicht, schauen keine Pornos und gehen nicht ins Bordell, haben viele Kinder und scheuen sich nicht, diese eher mit 14 in eine Ausbildung zum Bäcker zu geben als sie an den öffentlichen Schulen verblöden zu lassen.

    Gut, das ist böse. Schadet der Wirtschaft, schadet dem Schulwesen, schadet der GEZ, schadet dem Staat durch fehlende Steuereinnahmen, reduziert die von der Weltbank geforderte Arbeitslosenrate. Kann ich nachvollziehen ... so geht es ja nicht. Wenn das alle machen würden ...

    Aber jetzt ... bin ich durcheinander.

    Moslems kaufen Mercedes.

    Die sind jetzt ... GUT. Und man freut sich auf mehr ...

    Hmmm.... also .... denkdenkdenk ....

    Ich hab´s!

    Moslems sind gar nicht böse, weil sie nicht saufen und nicht verfressen sind und auch sonst nicht machen, was angesagt ist.

    Die sind böse, weil sie ... ARM sind.

    ARM ist BÖSE.

    Och Mensch, warum sagen die denn das nicht gleich. Jetzt verstehe ich das.

    Deshalb auch die bösen Arbeitslosen. Nach der Enteignung ... sind die ja jetzt auch ARM.

    Oh man ... war das anstrengend. Ich lege mich lieber gleich mal wieder hin. So war am hellichten Tag ... ist ja nicht auszuhalten.

  • Vampire und Zombies

    Manchmal beschreitet man seltsame Wege, angestoßen durch Dinge, die man sich nicht erklären kann.

    Eines, was mich angestoßen hatte, war die Angst eines Schulfreundes vor Vampiren. Nicht, das er an sie "geglaubt" hätte, wir man heute neudeutsch so schön formuliert, ohne etwas damit auszusagen.

    Nein ... er hat sich nur vor ihnen gefürchtet. Sehr sogar. Was wäre wenn ... so sein Standpunkt.

    Und ich ... überhaupt nicht. Auch nicht: wenn ... Und so fragte ich mich: warum ist das so.

    Wollte mich aber nicht mit seichten Sprüchen zufrieden geben, sondern wie gehabt der Sache soweit auf den Grund gehen, das mich die Erkärung auch wirklich zufrieden stellt.

    Hätte ich vielleicht lassen sollen, denn es wurde ein sehr weiter Weg.

    Zum erstenmal fündig wurde ich bei einer psychologischen Analyse des Schauerromans "Dracula" Stoker.
    Dort wurde die Wirkung jenes rein künstlich konstruierten Vampirbildes gesellschaftskritisch analysiert.

    Einsamer Graf, klaut Frauen, tötet Kinder zum Spaß, Blutsauger, unheimlich, kultiviert ... das war keine neue Erfahrung für die Menschen. Hunderte ihre Vorfahren hatten tagtäglich Erfahrungen mit "Adel" gemacht ... und Graf Dracula konzentrierte diese Erfahrungen als ... "Angstbild". Darum wurde er so erfolgreich, weil er auf einer "emotionalen Ebene" "echt" war.

    Auf der gleichen Ebene, auf der auch Märchen wirken und therapeutisch mit großem Erfolg eingesetzt werden können ... u.a. um Kinder von chronischen Alpträumen zu befreien.

    Hach ... fand ich das spannend. Mythen als Spiegelbilder seelischer Prozesse und gesellschaftlicher Mächte, die Angst erzeugen.....aber durch die Realisierung als Bild auch bewältigbar wurden.

    Forschte weiter, betrat ein wunderbares ... und auf der psychischen Ebene völlig reales Universum.

    Moderne Mythen wurden mein liebstes Hobby. Und die alten dann auch.

    Bis der Tag kam, da wurden die ältesten Flüche der babylonischen Göttin Ereschkigal war: die Toten stiegen aus den Gräbern und fraßen die Lebenden ... und zudem sah ich mich wieder mit den chronischen Alpträumen meiner Kindheit konfrontiert.

    Auf einmal gab es ... Zombies. Nicht die blöd glotzenden dienstbeflissenen untotsklaven haitianischer Plantagenbesitzer ... sondern eine ganz neue Qualtität an Mythenbildern eroberte die Welt.

    Und anders als andere Versuche (die, wie der "Blob", kläglich gescheitert sind) wurden sie ... adaptiert.

    Akzepitiert.

    Heerscharen zerfallender, toter, häßlicher Menschen in normaler Alltagskleidung zogen eine blutige Spur durch Literatur und über Leindwände. Die Menschen schienen gar nicht genug von ihnen bekommen zu können.

    George R. Romero, der "Erfinder" jenes Horrors, gestand einmal, wann er denn das erstemal die Idee dazu hatte:

    In einem Einkaufszentrum, als er gemütlich Kaffee trinkend dem Volk beim "shoppen" zusah. Da liefen vor seinem geistigen Auge das erste Mal diese Bilder ab, die er dann auf die Leinwand brachte. Er brauchte sie nur noch äußerlich in einen Zustand zu versetzen, in dem sie sich innerlich schon längst befanden.

    Der französische Zeichner Gaza hat sich daran angeschlossen ... seine Zombies strömten aus den Wohnungen, als versehentlich einmal der Fernseher ausfiel. Sein Held wurde im letzten Moment gerettet, als
    die Kisten wieder ansprangen und die Horden zurück zu ihrem Gott schlurften, der dann doch wieder ihr leeres Hirn mit Bildern füllen konnte.

    Gaza und Romero fielen mir spontan ein, als ich dachte ... was wird wohl diese Krise, die Köhler beschrieb, mit den Menschen anstellen, deren größtes Interesse bislang darin bestand, wer der nächste Superstar ist und was wohl bei Gottschalk passiert.

    Zombies?

  • Verstaatlichen!!!

    Ganz neu jetzt in der Marktwirtschaft: Verstaatlichen.

    Enwickelt sich langsam zum Sport für ratlose Regierungsmitglieder.

    "Was, dem geht´s schlecht? Sofort verstaatlichen!"

    Fing an mit den Arbeitslosen. Früher liefen die nämlich einfach so kopflos und frei in der Gegend herum.
    Und hatten auch noch Geld. Sparverträge für die Ausbildung der Kinder, Altersvorsorge, große Autos.

    Das ging natürlich so nicht.

    Also wurden sie erstmal verstaatlicht, ihr Sparvermögen zur Refinanzierung des Sozialstaates aufgebraucht,
    sie selbst zur Kaste der "Unberührbaren" erklärt in der Hoffnung, das sich die Inder dann hier mehr wie zu Hause fühlen und unseren Ingenieurmangel mindern ... letzteres ist gescheitert, ersteres nicht.

    Jetzt kommen die Firmen dran.

    Sind auch langsam arbeitslos, denen geht´s auch schlecht ... also: verstaatlichen.

    Der Unterschied? Tja, die Firmen bringen nur Riesenschulden mit.

    Halloooooo ... Eifelphilosoph an Generation Doof, Ortsgruppe Parlament: mal zuhören. Obama auch!

    Verstaatlichen hat der Kommunismus damals erfunden, um die Riesengewinne des Kapitalisten für sich selbst abzusahnen. Das macht auch Sinn, wenn man wie ihr keine Kohle hat und dringend welche braucht.

    Wenn man aber keine Kohle hat und dann Schuldentürme verstaatlicht, dann hat man ... immer noch keine Kohle.

    Also, bei den Arbeitslosen habt ihr das doch noch begriffen, oder? Da habt ihr ja auch nicht gesagt:
    oh, 3000 Euro Handyschulden - kein Problem, bringen sie die Rechnung, wir übernehmen das. Auto noch nicht abbezahlt - kein Problem, machen wir, Hauskredite ebenfalls.

    Nein, die blieben auf ihren Schulden sitzen ... und machen jetzt Privatkonkurs.

    Klar, man hört immer das neue Schlagwort "systemrelevant". Schon wird aus der Verstaatlichung ein Sachzwang.

    Aber: das System, meine Freunde, ist ... im Eimer. Das hat euch gestern erst noch einmal der Köhler gesagt, der jetzt doch statt der Merkel Staatsoberhaupt ist - obwohl sie es lieber wäre.

    Es gibt keine systemrelevanten Elemente in einem System, das sich gerade von der Bühne verabschiedet.

    Aber es gibt Verbraucher, Mittelständler, Kleinunternehmer die Kredite brauchen. Zum Leben.
    Deshalb wäre eure Kohle besser in einer eigenen Staatsbank angelegt.

    Ach ja, ich vergaß ... ihr habt ja schon lange kein Geld mehr - nur noch Kredite.

    Entschuldigung, hatte ich vergessen, vergeßt die Bank.

  • Tiere töten Menschen wie nie zuvor

    Als ob wir nicht schon genug Probleme hätten, die uns den Tag vermiesen, kommt auf die Menschheit eine vollkommen neue und doch alt bekannte Problematik zu: seit zehn Jahren beobachten Verhaltensforscher eine starke Zunahme von Tierangriffen auf Menschen ... siehe Bericht bei Welt-online.

    Der weltweite Trend ist so enorm, das er jetzt einen eigenen Begriff bekommen hat: HAC-Human Animal Conflict.

    Es sind nicht nur Raubtiere, die dem Menschen den Garaus machen. So trampelt auch schon mal ein friedlicher Elefant unfriedlich in ein Dorf, verschleppt einen Menschen und tötet ihn im Wald.

    Machen die normalerweise nicht. Menschen schmecken denen nicht.

    Krokodile, Löwen, Haie, Bären ... schlagen erst recht heftig zu.

    Sogar Schimpansen gehen zum Angriff über.

    Ein wenig fühlt man sich an Hitchcock´s "Vögel" erinnert, allerdings scheinen die neuen Angriffe von anderer Qualität zu sein. Sie wirken sehr gezielt.

    Sie fördern auch etwas. Nämlich Erkenntnis.

    Könnte ja sein, so die Forscher, das Tiere eigentlich gar nicht so blöde mechanisch reagierende Biomaschinen sind, wie wir einst immer glaubten. Das Darwin doch irgendwie ein bischen falsch gelegen hat.

    Also ... philosophisch gesehen hat Darwin schon seine Lücken, die interessierten bisher nur keinen, weil Darwin ähnlich wie "Gott" und "Religion" als unantastbar galt. Gegenreligion halt. Sowas bringt nie viel.

    Andere werden nun sagen: ja, das ist die Rache "der Natur"...endlich.

    Ich sage: für große Sprüche ist es noch zu früh.

    Klar, wenn ich dann noch an diese "Sonnen-Tentakel" denke, die ein Loch ins Magnetfeld gerissen haben
    (allein die Vorstellung, das "zufällig" solche Sonnenteilchenstrukturen in den Weiten des Alls die Erde trafen, war mir schon supekt ... zudem die Sonne die letzten Jahr auffällig ruhig ist)...das uns 2012 einiges an Problemen bereiten wird, deren Folgen uns noch jahrelang beschäftigen werden (so die "Experten") dann könnte ich schon unruhig werden ... an was für einem Film bin ich auf einmal?

    Und ich bin mir nicht sicher, ob die Enten auf dem See im Nachbardorf mich letztens nicht doch irgendwie ... seltsam angeschaut haben.

    Denn eins scheint für die Forscher wahrscheinlich zu sein: das die Tiere quer durch alle Arten den Menschen als Feind erkannt haben, der ihre Lebensräume zu sehr bedroht, als das man es länger tolerieren könnte.

    Das Tiere intelligenter sind und über mehr Gedächtnis verfügen, als wir ihnen gerne zutrauen ... damit wir auch ja die Krone der Schöpfung bleiben.

  • China ... die Hoffnung wird größer

    Und ich dachte schon, als ich vor drei Tagen was über China schrieb, ich würde die Welt nicht mehr verstehen.

    OECD schaut nach China, die große Hoffnung.

    Dabei ist alles so einfach.

    Es sind nicht einfach 68´er, die auf dem langen Marsch durch die Institutionen alten Idealen nachtrauern und gleichzeitig Geld für den neuen Pool brauchen...wobei China helfen könnte.

    Die gucken einfach weiter.

    China hat im letzten Jahr die Anzahl der Hinrichtungen verdreifacht. Scheinbar hat die große Anzahl Kapital, die vom Westen in den Osten floß endlich für die Anschaffung von noch mehr Exekutionsmobilen ausgereicht, so das die Mordmaschine nun flotter laufen kann.

    Da werden manche wach, die in den wachsenden Zahlen von Arbeistlosen die größte Bedrohung ihres eigenen Wohlstandes sehen.

    Vielleicht fällt den Chinesen ja was ein. Vielleicht ist ihnen schon was eingefallen. Immerhin ... die haben auch Arbeitslose.

    Viele sogar ... und die wandern auch noch ziellos herum, suchen ständig nach Arbeit, wo keine mehr ist.

    Vielleicht braucht man darum Exekutionsmobile. Um schnell genug hinterherzukommen. Nachher laufen die noch weg.

    Also, für so einen bekennenden Sozialfaschisten ... könnte das Modell China ein Modell mit Zukunft sein.

    Und der Bau von Exekutionsmobilen würde mit Sicherheit der Automobilwirtschaft gut tun ... und könnte zusätzliche Arbeitsanreize bieten.

    Natürlich weiß ich nicht, ob Exekutionsmobile schon zur Beseitigung von Arbeitslosen eingesetzt werden.

    Aber .... der Blick der OECD ist ja auch erstmal von Hoffnung geprägt.

    Beifall gibt´s noch nicht.

    Noch ... nicht.

  • Die Weltbank, der Dax und Hartz IV

    Die Wirtschaft kriselt. Manche meinen (vor allem einzelne "Experten", die endlich mal wieder ins Fernsehen wollen um neue Beraterverträge zu bekommen) sie sei schon fast ein ganz kleines bischen wieder vorbei.

    Andere meinen, es geht erst noch richtig los. Der IWF meint auf jeden Fall, jetzt sei es endlich Zeit, Weltmacht zu erlangen ... doch das ist ein anderes Thema.

    Denn unser Thema ist ... vor allem für die Älteren von uns, die noch nicht zu Generation Doof gehören, die noch Bildung genießen durften ... die Weltbank und der wundersame Abbau des Sozialstaates.

    Viele schimpfen ja auf den Schröder und sagen, der hat den Sozialstaat geschrödert.

    Aber: der hat nur gemacht, wofür er jetzt seine Pöstchen bekommt. War nur Befehlsempfänger, also eigentlich ganz unschuldig. Wie der Clement, der jetzt auch Pöstchen hat. Dafür gibt es die Pöstchen ja auch.

    Auftraggeber war jemand anders.

    Darf ich zitieren?

    "Die Bereitwilligkeit der Arbeiter, eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen, hängt zum Teil von der relativen Großzügigkeit der Arbeitslosenunterstützung ab. ... Es besteht in allen Ländern Anlaß, die Dauer des Anrechts auf Unterstützung zu verkürzen oder die Bedingungen für ihre Gewährung zu verschärfen".

    Weltbank, World Department Report, workers in an integrating world, Oxford University Press 1995

    Also Klartext. Richtig Profit kann man nur machen, wenn man die Arbeitskraft immer schlechter bezahlt.

    Und das geht nur, wenn der Hunger droht. Dann stehen die wieder an der Straße mit dem Schild in der Hand:

    "Mache jede Arbeit. Brauche nur Essen." ...... dann versteht man auch, warum manche jetzt tönen:
    "Die Krise als Chance" zu sehen.

    Dadurch erklärt sich auch ein seltsames Phänomen: steigt die Arbeitslosigkeit, steigen die Aktienkurse.

    Klar ... Arbeit wird billig. Die Leistung bleibt. Leistung minus Kosten für Arbeit gleich Gewinn aus Arbeitskraft.

    Ist zu kompliziert für die Angehörigen der Generation Doof im Parlament, aber jeder Kumpel von der Zeche weiß, worum es geht. Selbst ohne Hauptschulabschluß.

    Und das man mit virtuellen Spekulationen, mit "Optionen auf Optionen auf Optionen" in Wirklichkeit keine Werte (sprich auch: Wohlstand) schafft, das ist wohl mitlerweile jedem klar. Sogar Unternehmern. Deshalb investieren die lieber in ihre Firma. Jedenfalls die gewissenhaften unter ihnen ... die gibt es auch.

    Es gibt natürlich auch einen kleinen Umsatzschub für gewisse Konzerne, wenn man künstlich eine stetig wachsende Zahl von Millionären schafft, die immer mehr Luxusautos und Luxusvillen kaufen, die sonst keiner würde haben wollen. Das Geld für diese Millionäre kam ... aus den Taschen der jetzigen Hartz IV - Empfänger und ihrer kalten Enteignung.

    Indirekt.

    Binnenkonsum und Volkswirtschaft ... erstmal egal. Jedenfalls der Weltbank. Menschenrechte, Sozialstandards, Kinderversorgung ... betriebswirtschaftlich in der Bilanz "nicht abbildbar" und vermindert letztlich den Anreiz von Arbeitern, Arbeitssklaven zu stellen.

    Aber das ... geht in Deutschland im Jahre 2009 ja inzwischen per Gesetz - für einen Euro die Stunde.

    Ein Schelm, wer übles dabei denkt.

  • Kinder brauchen Liebe....Wetten, das liest jetzt keine Sau?

    Und ich kann das sogar verstehen. Was für ein langweiliger oft durchgekauter Satz. Weiß doch schon längst jeder ... Kinder brauchen Liebe und ... Sicherheit. Hat Spon gerade mal wieder eine Studie drüber veröffentlicht.

    Was zu essen hätten die auch gern ... in einem der reichsten Länder er Erde.

    Gibt´s aber nicht immer.

    Liebe auch nicht.

    Papa macht Überstunden, Mama geht auch arbeiten. Essen ist im Kühlschrank, falls Mama im Streß nicht wieder vergessen hat, einzukaufen.

    Liebe gibt´s vom Fernseher. Papa´s Sexfilmchen zeigen einem, wie das geht.

    Macht man es nach mit der Nachbarstochter, was man bei Papa´s Filmchen gesehen hat, wundert man sich:
    das soll also Liebe sein?

    Hmmm... ist ganz nett, aber braucht man´s wirklich?

    Eigentlich nicht. Jedenfalls nicht das und nicht so.

    Gut das es Hartz-IV-Empfänger gibt. Die haben wenigstens Zeit für die Kinder. Da gibt es noch eine Chance für sie. Wenigstens auf Liebe ... nicht auf essen. Dafür ist kein Geld da. Das braucht Vater Staat für die Wahlkampfkostenrückerstattungen der Parteien. Immerhin soll der Steuerzahler dafür bezahlen, das er kunstvoll verarscht wird, beraten von teuersten Wahlkampfstrategen. Nicht einfach so platt und niveaulos wie in der DDR.

    Darum auch dieser Haß auf Arbeitslose ... sie erinnern einen jeden Tag daran, das man seine Kinder vernachlässigt. Diese gemeinen Menschen aber auch. Wie können die das nur tun. Die haben aber auch wirklich keinen Gemeinsinn.

    Kinder brauchen Liebe.

    Erwachsene auch.

    Für Essen gilt übrigens das Gleiche.

    Aber dafür haben wir gerade keine Zeit. Und kein Geld.

    Unternehmensberater, Investmentbanker und Motivationstrainer braucht keine Sau. Im Gegenteil, hätten wir uns die in den letzten zwanzig Jahren erspart, hätten wir uns einiges ersparen können.

    Den Zusammenbruch der Weltwirtschaft zum Beispiel. Jährlich verschlechternde Arbeitsbedingunge, Streß, Krankheiten ... und viel Geld.

    Weniger Unternehmensberater gleich mehr Lebensqualität.

    Aber so ... sind wir ein ganz armes Land geworden.

    In fünfzig Jahren wird man sehen, welches Lebensmodell im "Kampf der Kulturen" das Erfolgreichere war.

    Wenn mindestens jeder zweite Europäer Moslem ist. Und "die" haben jenen Kampf gar nicht angefangen.

    Wir haben das Geld. Die haben die Kinder.

    Wer wird wohl gewinnen?

    Ich fürchte, auch unsere Kinder ... werden sich ebenfalls jenen Modellen zuwenden, die ihnen mehr Liebe, Aufmerksamkeit, Zuneigung und Lebensqualität schenken.

    Und zur Not auf die Playstation 5 verzichten.

  • Kirche, KZ und Kinderarbeit

    Manchmal stolpert man über Dinge, die ungeheuerlich sind. Im Rahmen der weltweiten Sauereien klein und unbedeutend erscheinen, aber bei näherem hinsehen ... trotz der Zeit, die seitdem verstrichen ist ... einen Blick Wert sind.

    Wir kennen ja alle "Geschichte 33-45". Kurzfassung: Hitler, KZ, Krieg verloren, 45 vorbei.

    Ist aber nicht ganz richtig. Es war ... nicht alles vorbei.

    Einige der Einrichtungen funktionierten auch in den fünfziger Jahren noch weiter. Nur ... wo zuvor
    die Insassen von Konzentrationslagern schufteten, arbeiteten jetzt ... Kinder. Oft auch unter kirchlicher Trägerschaft. Sogenannte Heimkinder.

    Nein, nicht in Asien, in Deutschland.

    Nicht beim nähen von Schuhen, sondern in Steinbrüchen. Acht bis zehn Stunden am Tag. Zwangsarbeit. Gratis.

    Doch damit nicht genug.

    Auch in der DDR gab es so einen Umgang mit "Heimkindern". Hier gab es nach der Wende Entschädigungszahlungen.

    Aber im Westen, hier, in der lieben guten Bundesrepublik ... gab´s das auch.

    Nein, keine Entschädigung, sondern Zwangsarbeit von Heimkindern. Seltsamerweise werden hier sämtliche Versuche, eine Entschädigung im Sinne von Ausgleichszahlungen für Zwangsarbeiter zu erhalten, boykottiert.

    Kein Wunder, "wir" sind ja die "Guten" und entschädigen Zwangsarbeit nur bis ´45. Danach hat´s die ja offiziell nicht mehr gegeben. Nur das die Arbeitslager prinzipiell unter kirchlicher Aufsicht fortgeführt worden sind ... diesmal mit Kindern.

    Nähere Informationen zu diesem widerwärtigen Dreck gibt es bei meinem engagierten Leser Klaus und seiner Seite ex-Heimkinder...dem ich an dieser Stelle nochmal für sein Engagement danken möchte.

    So etwas darf NIE in Vergessenheit geraten.

    Und die Kinder brauchen eine Entschädigung. Da ist ja wohl einer der ekelhaftesten Flecken auf der sauberen bundesdeutschen Weste (ok, heutzutage sieht die eh´ aus wie ein Flickenteppich, aber diese Flecken sind mit die ältesten).

  • Nazi Steinbrück und die Schweiz ... die Rückkehr der Jodelritter

    Manchmal denkt man: das wars jetzt eigentlich mit einem Thema. Die Schweiz ist pleite und muffelt ein wenig herum, um von genau diesem Tatbestand abzulenken.

    Doch dann merkt man - das ganze bekommt täglich mehr Tiefe.

    Da gibt es ein Facebookdingsbums mit dem Thema "ich könnte Steinbrück pausenlos die Fresse polieren".

    Wahrlich ... das nennt man politisch korrekt - und es ist auch so unpersönlich und völlig sachlich gehalten. So wünscht man sich Politik - ohne persönliche Angriffe. Angeblich ist auch ein bekannter Lobbyist der Banken Mitglied dabei ... wen wundert´s.

    Dann soll der Kauf deutscher Autos boykottiert werden ... clevere Idee zu Zeiten, wo sowieso keiner mehr Autos kauft. So kann man die Absatzkrise auf das große Schweizer Machtwort zurückführen.

    "Schweizer ... kauft nicht bei Deutschen."

    Klasse Spruch.

    Hatten wir schon mal, da stand aber vorne Deutsche und hinten Juden.

    Auch das mit dem "Fresse polieren" hatten wir schon mal ... 1933 - 1945 war das hier ganz groß in Mode in der Politik.

    Aber, liebe Schweizer ... "Nazi" ist der, der faschistische Methoden anwendet ... nicht der, der zufällig in dem Land wohnt, wo das ehedem mal geschehen ist. "Erbschuld" ist völlig out, wie auch "Erbfeindschaft".

    An Nazis habt ihr gut verdient. Viele Millionen haben die euch überlassen, um im Geheimen drauf aufzupassen. Alles von reichsdeutschen Juden geklaut. Diktatoren, Drogenhändler, Mafia, Zuhälter, Folterknechte ... die Liste eurer exklusiven Kunden ist sehr lang. Und außerordentlich schmutzig.

    Klar ... da wird man sehr nervös.

    Viele Milliarden lagerten in euren Tresoren. Ihr wart das Sparschwein des internationalen Verbrechens und habt euch dumm und dämlich daran verdient.

    Aber das ist der Fluch: jetzt seid ihr dumm und dämlich und wisst euch nicht mehr zu helfen als auf die Methoden zurückzugreifen, die Nazis schon immer gern angewendet haben.

    Wie schön, das die Ratingagenturen schon ganz kritisch gucken.

    Ich hoffe, ihr habt hinter euren sieben Bergen bei den sieben schweizer Zwergen (soviel Minister sinds doch in eurer Allparteienregierung, oder?) noch genug Ackerland, denn das werdet ihr in Zukunft brauchen.

    Und, bitte, mauert die Pässe zu. In eurem eigenen Interesse. Eure exklusiven Kunden ... werden irgendwann ihr Geld zurückwollen, das ihr jetzt auch verbraten habt.

    Und ihr wißt ja ... die werden mit euch das machen, was ihr dem Steini antun wollt.

    Das ... und noch schlimmeres.

    So sind sie halt, die Verbrecher. Skrupellos, grausam, brutal und gemein.

    Ein wenig scheint dieser Umgang auf euch abgefärbt zu haben.

  • 2012 ... gibts richtig dicken Stunk

    Das Jahr 2012 ... ist ja seit einiger Zeit in aller Munde. Seit dem bekannt ist, das die alten Maya
    ihren eigenen Untergang nach ihrem Kalender vorausgesagt haben und dieser im Ende 2012 einfach aufhört, werden einige richtig nervös.

    Manche erwarten den Untergang der Welt, andere das Ende der Dimension Zeit (letzteres ist für Philosophen viel interessanter: alle Dimensionen haben irgendwo ein Ende...wieso sollte "Zeit" eigentlich unendlich sein ... und was könnte geschehen, wenn sie ... einfach aufhört?), wieder andere fürchten das erscheinen des Planeten Nibiru (auch Planet X genannt), manche hoffen auf uns errettende Ufo-Flotten (am Tag der "Widerkehr der Götter wurden von Millionen von Einwohnern Mexiko-City massenhaft Ufo-Erscheinungen über Mexiko-City gesehen ... dort war gerade Nationalfeiertag. Die nicht unbeeindruckenden Bilder wurden gab´s mal auf einem Video bei Zweitausendeins ... einem generell unesoterischem Verlag) oder den Einschlag eines Riesenmeteors.

    Man merkt vielleicht ... moderne Mythen sind ein Hobby von mir.

    Doch die Warnung vor dem richtig dicken Stunk kommt nicht aus jenen Ecken.

    Astrophysiker sind es, die Warnungen vor diesem Jahr aussprechen. Einfach mal yahoo´n, ist leicht zu finden. Man rechnet mit einem "Sonnen-Tsunami", dessen Folgen unsere Zivilisation jahrelang stark
    beeinträchtigen wird.

    Umso schlimmer wird es kommen, weil ein anderer Astrophysiker eine (lange Zeit belächelte und jetzt bewiesene) Entdeckung gemacht hat. "Sonnententakel" (das waren genau seine Worte) haben kürlich ein Loch in das Magnetfeld der Erde gerissen (hierzu muß man etwas länger yahoo´n), so daß ein gewisser Schutz vor Sonnen-Tsunamis an einigen Stellen nicht mehr gegeben ist.

    Die Folgen ... Strom läuft kaum noch, wenn´s losgeht. Und die Geräte bleiben einige Jahre lang kaputt.
    So jedenfalls mein Eindruck von dem, was da geschrieben stand.

    Gleichzeitig warnen momentan Antivirusfirmen vor einer Flut schädlicher Software, die mit E-Mails hereinkommen die vor einem Ende des Internets 2012 warnen ... und es möglicherweise gerade mit ihrer Schadsoftware herbeiführen wollen.

    Wie man es nun dreht und wendet ... 2012 gibt es richtig dicken Stunk.

    Da schein dann Schluß zu sein mit bloggen.

    Na ja, aber bis dahin ... ist ja noch Zeit. Selbst wenn die dann selbst alle ist, haben wir noch ein wenig davon.

    Man sollte sie möglichst sinnvoll nutzen, wäre meine Meinung.

    Auch wenn am 21.12.2012 einfach mal wieder ... gar nichts besonderes passiert.

    Immerhin ist unser eigenes Leben auf jeden Fall endlich. Und es kann jeden Tag soweit sein.

  • Über die gezielte Produktion von Versagern

    Ich weiß nicht, wie das in den anderen Bundesländern ist, aber hier in NRW ist nach zehn Jahren Schluß.

    Dann ist vorbei mit der Schulpflicht.

    Wer es bis dahin nicht geschafft hat, weil er die Trennung seiner Eltern nicht verkraftet hat oder den beruflich bedingten Umzug der Familie in eine andere Stadt, ein Hörgerät brauchte, eine Aufmerksamkeitsschwäche hat oder sonst irgendeinen Makel, der ihn nicht gerade über den Durchschnitt hebt, der ist draußen.

    Ohne Schulabschluß.

    Und hat nur noch eins vor sich: eine Hartz IV - Karriere.

    So ist das hier geregelt.

    Natürlich begleitet vom Chor der Politiker, die sich über Lehrstellenmangel beklagen und über die ständig wachsende Zahl von Jugendlichen, die überhaupt keine Ausbildung mehr haben.

    Wie denn auch ... wer stellt schon einen Menschen ohne Schulabschluß ein, wenn man heute schon für den Automechaniker oder Anstreicher Abitur braucht?

    So was kann eigentlich nur die Generation Doof bringen: aus die Kacke hauen und sich dann darüber beschweren, das es spritzt.

    Nebenbei erfuhr ich, das die Arbeitsämter gar keine Ausbildungen und Umschulungen mehr durchführen...
    dabei wäre das doch eine Maßnahme.

    Meine Tocher geht in Belgien in eine ganz normale öffentliche Schule...ins Robert Schumann Institut.
    Dort kann sie Abitur machen und nebenbei einen Beruf lernen ... z.B. Comiczeichnerin, Technischer Zeichner, Friseuse. Bleibt sie noch etwas länger, verläßt sie die Schule mit Meisterabschluß und kann sich selbständig machen.

    Man sieht ... es geht doch.

    Aber nicht wenn Generation Doof in den Parlamenten Einzug hält und Politik machen muß, bis das Konto voll genug ist, um sich abzusetzen.

    50000 Ingenieure fehlen, das Geschrei ist groß.

    Wie wäre es, man bildet sie einfach mal aus? Schnappt sich 50000 arbeitslose Jugendliche, die ansonsten 70 Jahre auf Staatskosten leben und macht aus ihnen Topspitzenfachkräfte?

    Anstatt sie ohne Chance auf eine Zukunft auf der Straße herumstehen zu lassen oder ihre körperliche Kraft durch ein-Euro-Jobs auszubeuten.

    Das wäre doch mal was....bevor man wieder versucht, Inder in das Land zu locken, die dann doch nicht kommen, weil sie nicht so Doof ist wie das, was hier Politik versucht.

    Immerhin sehen die Inder, was mit den Menschen geschieht, die in dieses Land kommen.

    Ganz schnell wird man vom Helfer des deutschen Wirtschaftswunders zum schief angesehenen Subjekt mit Migrationshintergrund.

  • Kinderarmut, Migration und die Generation Doof

    Die durch die Agenda 2010 eingeleitete Umverteilung von unten nach oben bei gleichzeitiger Enteignung
    größerer sozialer Schichten feiert in diesen Tagen wieder einen neuen Triumph.

    Endlich ist es gelungen, die Kinderarmut auf drei Millionen heraufzuschrauben. Schuld sind - wen sollte es wundern - natürlich die Eltern, denn die leben ja meist nur von Hartz IV anstatt einfach mal Karriere im Bundestag zu machen wie andere arbeitsscheue Subjekte. Oder locker mal ein paar Millionen zu machen durch Ausbeutung von Kindern im Ausland. Oder wenigstens ein wenig Drogenhandel, machen ja sogar schon CDU - Politiker. Oder ein paar Tausender mit Kinderpornos wie dieser SPD-Tropf. Aber nein, diese faulen Subjekte haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt, träumen weiterhin völlig unrealistich vom Überleben durch "ehrliche Arbeit" und versuchen so mit aller Gewalt, den Leistungsträgern dieser Gesellschaft auch noch ein schlechtes Gewissen zu machen. Wie kann man nur so kaltherzig sein.

    Klar ist, das natürlich auch ganz schnell der "familiäre Migrationshintergrund" ins Spiel kommt. Vielleicht gelingt es ja, einen neuen Sündenbock zu bauen, wo die Juden ja jetzt völlig tabu sind.

    Leider geben die Studien da nicht das Bild des Pöbels wieder. Kinder mit Migrationshintergrund werden nicht häufiger straffällig - sie werden nur häufiger angezeigt.

    Und irgendwie ... in einem stinkreichen Land, das Geld für Steuererleicherungen bei Porschefahren in Massen übrig hat, drei Millionen deutsche Kinder hungern zu sehen - also, ich weiß ehrlich nicht, ob ich mich da voller Begeisterung integrieren wollte, wenn ich eine andere Identifikationsmöglichkeit hätte.

    Irgendwie würde auch mich dieses Land ein wenig ängstigen...erst recht bei der Vergangenheit.

    Vielleicht drehen die hier bald ja wieder völlig am Rad...da wäre man doch froh, wenn man sagen könnte:
    "Ich gehöre eigentlich gar nicht dazu, habe nichts damit zu tun und möchte umgehend nach Hause"...auch wenn es dieses "zu Hause" schon längst nicht mehr gibt, weil schon der Papa hier geboren worden ist.

    Ärzte, Politiker, Wirtschaftsbosse die Kinderfolterpornos gucken, mit Drogen handeln, Gesetze brechen, das Volk öffentlich beleidigen ... schon mal überlegt, wie das auf Ali und Mehmed wirken kann?

    Die kriegen Angst. Die denken, sie wohnen nicht in einem Land sondern in einem von der Mafia regierten Irrenhaus.

    Und nebenan lassen diese feinen Deutschen ihre Kinder verhungern. Schmeißen ihre Zukunft auf den Haufen für menschlichen Sondermüll, als hätten sie noch mehrere andere Zukünfte im Schrank hängen ... neben den Designerkleidern.

    Gut ... wem sag ich das.

    Hier macht Generation Doof Karriere. "So tun als ob" wird zum obersten Prinzip, irgendetwas "sein" ist den Leistungsträgern viel zu anstrengend. Und zum abkassieren braucht man nur eine Kontonummer, am besten in Lichtenstein oder der Schweiz. Bildung und Charakter bringen eh´ keine Dividende. Und selbst das Konto... hat Papa eingerichtet. Damit die Generation Doof ja nichts falsch macht.

    Man will sie ja nicht überfordern.

  • Polizei! Neue Uniformen!

    Eine ganz wichtige Meldung erreichte mich heute durch die Frühstücksflockenpackung der Kinder.

    Die Polizei bekommt neue Uniformen.

    So etwas kann man ja gar nicht weit genug verbreiten. Die sind dann nämlich kaum noch wiederzuerkennen.

    Ganz blau ... wie die Leute, die sie samstag abends vor den Diskos abkassieren.

    Noch besser: sie kriegen sogar "Baseballcaps".

    Ehrlich ... ich habe sie heute morgen gesehen. Voll amerikanisches Styling.

    Nicht mehr der freundliche Beamte mit Anzug und Krawatte, sondern ein Sondereinsatzcop in voller Kampfmontur. So sehen die dann auch im Alltag aus.

    Klar, ich habe auch gehört, das die Aktzeptanz der Polizei sinkt und sie immer öfter angegriffen werden.

    Aber: das neue Stöffchen wird daran wohl nichts ändern.

    Auch nicht das umlackieren der Autos.

    Sowieso frage ich mich, wieso uns keiner gefragt hat, ob wir die freundlichen Herren gegen US-amerikanische Ghettorambos eintauschen wollen.

    Ich dachte, wir sind pleite? Wieso ist denn dann für so einen Tinnef, den keiner bestellt hat, auf einmal soviel Geld da? Damit sich die US-Amerikaner hier mehr wie zu Hause fühlen?

    Hinterläßt schon etwas bauchgrummen, diese Aktion.

    Wird wohl mal wieder irgendetwas mit der Wirtschaftskrise zu tun haben, was man als kleiner Feld- Wald- und Wiesenphilosoph nicht versteht.

  • Briefe an die Leser: Merkel! Nachsitzen!

    Liebe Angela.

    Ich weiß, du hast es schwer. Soviele Probleme stürzen auf dich ein. Die Sozis zanken, die treuen Parteigenossen schießen quer, die Wirtschaft verwandelt sich in einen Almosenwunschverein, der Papst faselt sich um Kopf und Kragen, Abu Dhabi kauft sich bei Daimler ein, der Obama wird immer schwammiger und du must auch noch den ganzen Tag regieren.

    Das ist schwer.

    Vor allem weil alle ja nur dein Bestes wollen: Dein Geld.

    Dabei war das doch früher alles so einfach. Es gab nur eine Partei und die hat gemacht, was der Chef gesagt hat.

    Niemand hat dir erklärt, was das denn ist, diese Demokratie.

    Warst auf einmal Kohls Liebling, hast blitzschnell Karriere gemacht - da war einfach keine Zeit, sich um so´n Schmackes wie Menschenrechte, Marktwirtschaft und das Grundgesetz der Bundesrepublik zu kümmern.

    Es mußte ja regiert werden.

    Trotzdem muß ich leider etwas klarstellen:

    DU BIST NICHT DAS STAATSOBERHAUPT! - auch wenn du das gestern im Fernsehen zweimal behauptet hast.

    Du wärst vielleicht gerne das Oberhaupt, aber das ist dieser freundliche Mann, der auch manchmal im Fernsehen spricht und ab und zu seine Zustimmung zu einem Gesetz nicht gibt und dir damit noch mehr Ärger macht.

    DER ist unser Oberhaupt.

    DU bist die ... und jetzt gut zuhören ... Bundeskanzlerin. So eine Art Geschäftsführerin der Republik.

    Nein ... du kriegst keine Bonuszahlungen, wir sind keine Bank, auch wenn du noch soviel Miese machst - Boni gibts für dich nicht.

    So ... und jetzt schreiben wir hundert mal: ich bin nicht das Staatsoberhaupt.

    Damit das sitzt.

    Und bis zum Wochenende liest du bitte das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, wir schreiben nächsten Montag dann einen Test.

    Mit freundlichen Grüßen: Dein Eifelphilosoph

  • Die Rolle der Philosophie in der Gesellschaft und die Krise

    Arthur Schopenhauer ... einer meiner Lieblinge (und bevor jetzt einer unkt, der sei nicht lustig: ich habe nie mehr gelacht als bei ihm) äußerte sich einmal zu der Frage, wozu Philosophie eigentlich nützlich sei.

    Er antwortete: Zu gar nichts. Aber ... so fügte er hinzu ... sie erspare einem vieles.

    An der Ruhruniverität Bochum schlug einst in diesem Sinne ein Professor für Ingenieurwissenschaften vor, jedem Fachbereich der Ingenieure einen Philosophen voranzustellen. Sein Hintergedanke war, das es nicht schaden könnte, jemanden zu haben, der die Ingenieure anhält, über die Folgen ihrer Entwicklungen in gesellschaftlicher, politischer, psychologischer und sozialer Hinsicht nachzudenken.

    Der Versuch scheiterte am Geld und dem Widerstand der Ingenieure, die sich ausgebremst fühlten und lieber weiter gedankenlos am Ersatz der Menschheit durch Maschinen basteln wollten.

    Qualität von Philosophie ist, vernetzt zu denken. Den Nutzen von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu hinterfragen. Tragweite politischer Entscheidungen auszuloten und gelegentlich mal nach dem Sinn zu fragen, der dahinterstecken soll. Oft genug reicht die Frage schon, um zu erkennen, das manches nur Unsinn ist und trotzdem gemacht wird ... weil man es kann. Einfach mal zu fragen, welchen Zusammenhang gibt es zwischen Städteplanung, Selbstverwirklichung, Abtreibungsrecht und aktuellen Urteilen zu Unterhaltszahlungen und was bedeutet das für die Kinder bzw. ihre politische Ausrichtung in der Zukunft ... um mal einen Problembereich (unzureichend kurz, gebe ich zu) zu umreißen.

    Leider mangelt es zusehends an Philosophen. Schon Schopenhauer regte sich über diese Mangel fürchterlich auf ... alldieweil Philosophie das Alltagsleben eines jeden Menschen deutlich erleichtern kann und eigentlich Grundvoraussetzung ist für "Selbstverwirklichung"...denn bevor man dazu kommen kann, sollte man wissen, was das "Selbst" ist und wie es sich "verwirklichen" läßt ... und wie das Umfeld konkret aussieht, in dem das stattfinden soll. Sonst wirds nie was mir der Selbstverwirklichung und man eiert sein Leben lang nur durch die Gegend.

    Zwei Arten von Philosophen gäbe es, meinte er. Die einen leben "von" der Philosophie (ein Schelm, der jetzt an Parasiten und Schmarotzer denkt ... womit er richtig läge), die anderen "für" die Philosophie.

    Erstere finden sich an den Universitäten und beschäftigen sich gerne mit so freudvollen Dingen wie
    "Der Begriff der Kunst bei Kant, Hegel und Plato in Reflexion der soziologischen Theorien Max Webers unter Bezugnahme auf Adorno und Horkheimer" (den habe ich mir jetzt schnell mal ausgedacht ... halte die Arbeit aber für schreibbar. Nicht lesbar, aber schreibbar. Wer möchte: nur ans Werk.)

    Jahr für Jahr füllen solche Bände die Regale der Fakultäten, mehr und mehr wächst die Flut von Büchern, die aus dem Inhalt von vier Büchern ein fünftes machen, das selbst eigentlich nie gelesen zu werden braucht.

    Als Übung in Reflexionsfähigkeit sind diese Spiele auch in Ordnung ... sofern man weiß, das es sich nur um Spiele ohne weiteren Sinn handelt. Mit der Wirklichkeit haben sie jedoch wenig genug zu tun.

    Die andere Art der Philosophen ... leben. Zumeist "für" die Philosophie. Für die Liebe. Die einzige Wissenschaft, in der Liebe eine Rolle spielt - die Liebe zum Gegenstand des Studiums - Wahrheit und Weisheit (je nach Übersetzung und Intention).

    Philosophen eignen sich somit gut für jede "ehrliche" Arbeit. Handwerker, Zechenkumpel, Straßenfeger, Taxifahrer, Maurer - je mehr Erlebnismöglichkeit, umso besser.

    In einer demokratischeren Gesellschaft würde ich dem Bochumer Professor folgen wollen und jedem politischen Gremium einen leidenschaftlich liebenden Philosophen beifügen, der ... ohne Machtbefugnisse zu haben, die ihn korrumpieren könnten (sind ja auch nur Menschen) ... der Presse im Anschluß berichtet, was er wahrgenommen hat. Wo aus seiner Sicht die Chancen und Gefahren liegen ... für Mensch und Tier.

    Eine funktionierende detallierte Ausarbeitung diese Struktur (die idealerweise ein Rätesystem wäre, wo jede Straße, jeder Stadtteil, jede Stadt, jeder Kreis und jedes Land einen parteilosen Rat ernennt, der dann in Berlin die Meinung seiner Gruppe vertritt) kann natürlich an dieser Stelle nicht erfolgen.

    Aber ... wie Schopenhauer schon sagte ... der Philosoph ist nur der Wegweiser.

    Als solcher stehe ich hier ... und kann nicht anders.

    Vorläufig.

    Die Vorteile der Implementierung des Stadtteilphilosophen liegen auf der Hand ... er könnte nicht nur sich selbst helfen, sich vieles zu ersparen, sondern auch anderen.

    Vor allem Steuergelder. Und nebenbei könnte er noch die Straßen fegen. Oder auf die Kinder aufpassen, essen kochen, Autos reparieren, Häuser renovieren ... halt alles, was Sinn und Spaß macht.

    Und selbst ich hätte als einfacher kleiner Feld- Wald- und Wiesenphilosoph rechtzeitig erkannt, das das Finanzsystem zusammenbrechen wird ... auch wenn ich selbst die Folgen bis jetzt nicht übersehen kann.
    Würde aber schätzen ... mit großer Wahrscheinlichkeit war´s das jetzt für die nächsten fünfzehn Jahre.

    Woran ich das erkannt hätte? Ich hätte Helmut Schmidt zugehört, der sich am 8.4.1996 in einer Fernsehsendung auf Arte über die Kernstruktur internationaler Finanzmärkte äußerste:
    "Optionen auf Optionen auf Optionen". Bedeutet auf deutsch: Kartenhaus auf Kartenhaus auf Kartenhaus, zusammengehalten von nichts mehr als der irrationalen Hoffnung, das es nicht zusammenbricht.

    Mit solchen Konstrukten kann man vielleicht einen Doktortitel in Betriebswirtschaft bekommen, aber in der Philosophie wäre so eine Arbeit schon im Grundstudium als mangelhaft durchgefallen.

  • Ganz neu: Demokratie! Tolle Idee!

    Auch unsere Kanzlerin weißt gelegentlich darauf hin, das Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist.

    Die Mehrheit der Menschen, die in diesem Lande leben, kennt nichts anders als das. Jedenfalls steht es auf diesem Land drauf, als Etikett.

    Dabei ist es noch keine Demokratie. Wir haben uns zwar auf den Weg gemacht, eine zu werden, sind aber noch weit davon entfernt, eine zu sein.

    Dabei tun Politiker immer gern so, als wären wir schon angekommen, als wäre Demokratie 1949 fix und fertig vom Himmel gefallen und würde jetzt für immer und ewig uns gehören.

    Tatsache ist, das aus der Sicht der politischen Philosophie unser jetziges System keine Demokratie ist, sondern eine Oligarchie. Diese ist gekennzeichnet durch die gemeinsame Herrschaft mehrere gesellschaftlich starker Gruppierungen.

    Unsere Oligarchen: Parteien, Gewerkschaften, Verbände...und eine Prise Kirche.

    Sie ... und sie ALLEIN bestimmen in diesem Land, wo es lang geht.

    Das ist erstmal an sich nicht schlecht, weil einige dieser Verbände in sich auch demokratische Strukturen haben und alle sich der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unterwerfen.

    Sich also im Prinzip zu einer beständigen Fortentwicklung der Gesellschaft hin zu einer demokratischen Gesellschaftsform bekannt haben (also, außer Schröder, Clement und Missfelder gibt es da schon noch einige, die das wollen und verstanden haben).

    Die oligarchischen Strukturen stellten eine ... möglicherweise notwendige ... Übergangsform dar, um sich gegen die monarchisch-diktatorischen Formen durchsetzen zu können.

    Doch irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, da man sich überlegen muß, ob sie noch zweckmäßig sind, denn irgendwann steht ihre eigene Trägheit der weiteren demokratischen Entwicklung im Wege.

    Auch das ist ganz natürlich so.

    Natürlich profitieren viele Individuen von dem oligarchischen System und nach 60 Jahren Oligarchie ist es nicht verwunderlich, das sich Kapital und Besitz nur noch in der Hand einiger weniger befinden.

    Das ist bei oligarchischen Strukturen üblich und nicht anders zu erwarten.

    Doch es muß nicht der Weisheit letzter Schluß sein, noch ist es unabdingbar unveränderlich.

    Veränderungen sind auf dem Weg zu einer Demokratie immer notwendig, da Demokratie die Lebendigste aller Staatsformen ist.

    Darum muß der nächste Schritt sein, ein Grundeinkommen zu installieren, damit der staatliche Souverän
    (das Volk, also jeder, der das hier liest) auch wirtschaftlich Souverän wird ... somit frei und unabhängig von wirtschatlicher Rücksichtnahme politisch wirken und gestalten kann.

    Sonst enden wir in einer Diktatur von Finanz- und Parteioligarchen.

    Auch das wird nicht das absolute Ende sein, sondern nur das Ende des bundesdeutschen Demokratieexperimentes.

    Die Diktatur wird irgendwann gewaltsam entfernt ... wie schon immer.

    Nur ... das wäre eine unnütze Widerholung historischer Prozesse, die an sich nicht notwendig ist.

    Darum wäre es sinnvoller, gezielt weiter auf dem demokratischen Weg zu bleiben, den wir seit sechzig Jahren versuchen. Wir sind da schon recht weit gekommen (nicht so weit wie Weimar seinerzeit, aber schon ganz schön)... es wäre doof, jetzt drei Felder zurückzugehen und noch einmal von vorn anzufangen.

    Einfach mal so: das Wort zum Sonntag vom Eifelphilosophen

  • Alltagsterror - Gartenterror - Antiterroroffensive - Grundeinkommen

    Seit einigen Jahren ist Terror in aller Munde. Überall. Große Truppenverbände ziehen aus, ihn zu bekämpfen.
    Im Irak, in Afghanistan, auf den Meeren, in Ghaza ... um nur einige zu nennen.
    Bürgerrechte werden eingeschränkt/aufgelöst/abgeschafft um im Kampf gegen den Terror nicht im Wege zu stehen. Die Freiheit stirbt auf dem Altar der Terrorbekämpfung ... und wie seit Jahrtausenden schon stirbt die Freiheit mal wieder "für einen guten Zweck".

    Dem Megahoschi sei dank, das er meinen Blick einfach mal auf jenen Terror richtet, der uns wirklich jeden Tag im Alltagsleben erreicht.

    Nun ... Taliban haben es noch nicht in unseren Vorgarten geschafft (weshalb dort noch - theoretisch - Mohnanbau möglich wäre, Rauschgift haben die ja nicht so gern. Weshalb die Bundeswehr die Mohngärten in Afghanistan jetzt heldenhaft bewacht), Selbstmordattentäter stopfen sich noch bei McDonalds voll und bringen sich nur selbst zum Platzen und unsere Piraten sind stramm neoliberal und versuchen gerade eine Partei zu bilden, damit sie endlich wieder legal Musik herunterladen dürfen.

    Aber Terror gibt es trotzdem.

    Jeden Tag.

    Z.B. Megahoschis Gartenterror. Details lest einfach mal weiter unten nach. Die gezielte Zerstörung von Stille (Lärmattacken ... noch ohne Schallkanonen), Übergriffe auf die freie Entfaltung der Gartengestaltung, Kontrollforderungen nach Einsicht ...
    es hört sich sehr harmlos an, dieses Thema, bis man es auf die abstrakte Ebene bringt.

    Dort ist es vom Terror kaum noch zu unterscheiden. Bringt lebensbedrohlichen Streß, der zu Kampf ... oder Flucht führt.

    Doch der Alltag birgt noch mehr Terror.

    Straßenverkehr. Ist nach wie vor tödlich.

    Arbeitswelt ... seit der Agenda 2010 lebensbedrohlich.

    Schule ... Feudalsystem in Reinform.

    Geschlechterkrieg ... zerstört intimste Lebensbereiche.

    Auf der psychologischen Ebene ... nur ein quantitativer Unterschied, kein qualitativer. Der heiße Krieg bringt mehr ... aber nichts anderes.

    Nur weil Straßenverkehr nicht als Krieg definiert wird, ist er nicht weniger tödlich...und unser Unterbewußtsein weiß das.

    Nur weil der Arge-Mitarbeiter kein Israeli ist, führt das nicht dazu, das sich der Arbeitslose nicht wie ein Palästinenser fühlt, machtlos, unerwünscht, in seiner Existenz tagtäglich bedroht...fürs Unterbewußtsein kaum ein Unterschied...auch wenn die Lärmattacken fehlen (was eine Gruppe Motorradfahrer schnell ersetzen kann ... die Streßreaktion ist dieselbe).

    Der Lärmterror der deutschen Sturzkampfbomber hat mehr Erfolg gebracht als ihre Bomben (gestern noch gelesen), die psychische Zerrüttung durch Krach ist nicht von schlechten Eltern (und dabei dachte man, man sitzt nur im Garten und es ist laut - nein nein, für die Psyche ist Krach Krach und wird als Bedrohung definiert ... was seit Millionen von Jahren sehr nützlich ist, wenn der Löwe im Gebüsch brüllt, sollte man schon topfit reagieren. Nur leider ... brüllt jetzt der Haecksler und da fehlt uns eine adäquate Reaktionsmöglichkeit.)

    Die Liste des Alltagsterrors ließe sich noch nahezu beliebig lang fortsetzen, doch ich möchte den Leser nicht langweilen.

    Unser Alltag ist zu einem erleben von Terror geworden. Für das Unterbewußtsein. Der Verstand definiert zwar fleißig um, Medien und Politik helfen ihm schönsprechend, dies zu tun ... aber der Körper und seine Hormone machen diese Definition selten mit. Es gibt keine Kriegsterrorhormone und Alltagsterrorhormone.
    Wenn er sich bedroht fühlt schüttet er immer denselben Cocktail aus.

    Auf dieser Ebene ist Alltagsterror von Kriegsterror nicht zu unterscheiden.

    Mir kommt es so vor, als hätte es eine Zeit gegeben, in der für dieses Thema mehr Sensibilität herrschte.

    Als man sogar den Terror von Krankenhausgestaltung erkannte und sie von innen und außen freundlicher gestalten wollte, um den Streßfaktor von unnatürlichem Weiß zu eliminieren.

    Heute gibt es aktuelle Gerichtsurteile, die bei Frauen z.B. nur eins auslösen können: Streß und Angst vor dem Kinderwunsch. Und somit: Angst vor dem Mann, Angst vor der Sexualität. Ein elementarer Angriff auf die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Terror pur.

    Und wo bleibt da jetzt die Antiterroroffensive?

    Sie formiert sich schon.

    Bei den Befürwortern des "bedingungslosen Grundeinkommens".

    Frieden und Schutz vor Terror gibt es nicht umsonst. Frieden muß zuweilen hart und teuer erkauft werden, erst recht in einer Gesellschaft, die durch und durch von Terror durchzogen ist.

    Das Grundeinkommen ist allerdings nur ein erster Schritt.

    Aber: wenigstens schon mal ein Anfang.

  • Israels Bomben für den Frieden

    Ich hatte gestern ein sehr langes unterhaltsames Telefonat mit einem guten Freund.

    Dabei ... kam ein Gedanke auf.

    Ich konnte nicht umhin, ihn den Rest der Nacht etwas fortzuspinnen und die Spinnerei einfach mal an die Öffentlichkeit weiterzugeben.

    Die israelische Luftwaffe könnte doch demnächst einfach wieder mal Bombenangriffe auf Ghaza fliegen.
    Doch diesmal ... enthalten die tödlichen Geschosse keinen Sprengstoff, sondern: Dollarnoten.

    Die sind nicht teuer, werden gerade gratis in Massen hergestellt, dürfte nicht schwierig sein, sich einige davon zu besorgen. Bei der Massenproduktion sind sie wahrscheinlich bald ganz umsonst.

    Die erste Bomberwelle läßt Dollarnoten über Ghaza regnen.

    Die zweite Bonbons, Zahnbürsten und Zahnpasta sowie Kinderspielzeug (aber nicht das amerikanische mit der Minenfalle drin! Da müßt ihr gut aufpassen und im Lager sorgfältig sortieren).

    Die dritte Brot, Obst, Mehl, Gemüse.

    Dann kommen die Panzerbrigaden. Bringen Medizin, Fleisch, Kühlschränke, Bücher, Lehrer, Sozialarbeiter, Ärzte, Baumaterial, Fernsehgeräte und was einem sonst noch so als freundliches Geschenk einfällt.

    Klar ... es wird weiter Tote geben.

    Es ist Krieg.

    Im Krieg gibt es nun mal Tote, dafür wird er ausgerufen und angezettelt.

    Das ist Mist aber auf die Schnelle nicht zu ändern.

    Doch die bisherigen SS-gleichen Vergeltungsaktionen produzieren nur eine neue Generation Krieger.

    Die dann irgendwann die Enkel jener töten, die Bomben werfen.

    Darum wird es Zeit, jetzt eine gewaltige Offensive zu starten, die Hoffnung macht auf Zukunft...und die Gesamtzahl der Toten in dem laufenden Krieg deutlich zu reduzieren hilft.

    Bevor der Staat Israel vollkommen zur größten Schande des altehrwürdigen jüdischen Volkes wird.

    Schande? Glaubt mir, als historisch gebildeter Deutscher weiß ich, wovon ich spreche. Noch meine Enkel werden dafür bezahlen, was ein Österreicher und sein brauner Mob euch angetan hat.

  • Virenwarnung

    Keine Sorge, es geht nicht um euren Computer. Nur um euer Herz.

    Seit einiger Zeit ist hier in der Gegend so ein Erkältungsvirus unterwegs. Hohes Fieber, lang anhaltender Husten, wenig Schnupfen, ziemlich ansteckend. Sogar ich hatte es einen Tag lang ... und der Husten hält an.

    Gestern bekam ich eine beunruhigende Nachricht. Ein entfernt bekannter Arzt meldete sich und berichtete von drei Todesfällen in seiner Praxis durch diesen Virus. Er befällt die Milz, nistet sich dort ein und greift dann das Herz an. Die 52-jährige Freundin seiner Frau ist ebenfalls gestorben, ein 23-jähriger junger Mann liegt jetzt in der Klinik und wartet auf eine Herztransplantation ... sein eigenes schafft nur noch 30 % Leistung.

    Ich frage mich: bei der dämlichen Vogelgrippe hats jede kranke Katze in die Bildzeitung geschafft.

    Nun schleicht was wirklich tödliches durchs Land ... und ich erfahre durch Zufall nebenbei davon.

    Gut ... da gibt es für die Pharmaindustrie nichts dran zu verdienen.

    Aber soweit sind wir doch noch nicht, oder?

  • Zumwinkels Rente

    Nachdem nun auch die Rentenexperten stutzig werden und ich es schon lange bin, mal ein paar Worte zu Zumwinkels Rente.

    20.000.000 hat er sich ja jetzt auszahlen lassen.

    Wie geht das denn? Also, wenn ich Rente kriege, dann kriege ich die jeden Monat wie jeder andere auch, solange, bis ich nicht mehr bin und aufgefallen ist, das meine Enkel ihren Opa seit vier Jahren einbalsamiert vor ein Fenster gesetzt haben, von wo aus die Mumie mithilfe automatischer Vorrichtungen alle 10 Minuten dem Volk auf der Straße zuwinkt.

    Ich wüßte nicht, das ich jetzt eben losziehe könnte und sagen: hey, her mit der Kohle. Alles sofort.
    Ich werd´ sowieso nicht so alt, aber ausgeben könnt´ ich vorher schon noch einiges.

    Geht nicht. Weil eben die Hoffnung der Rentenkassen ist, das man nicht so alt wird. Da haben die dann nämlich ein Bombengeschäft gemacht.

    Jetzt kriegt der Zumwinkel das aber nicht nur alles sofort, sondern auch noch mehr, als man im günstigsten Falle ausrechnen kann.

    Vielleicht hat der eine Bescheinigung von einem Genetiker, das er garantiert 258 Jahre alt wird.

    Und sein Parteifreund in der Rentenkasse der Post hat das einfach mal durchgewunken.

    Was denn jetzt wenn Zumi bald den Abgang macht?

    Wird dann was zurückgezahlt?

    Man sollte sich nicht mit Nachrichten aus der Welt des Alltags beschäftigen. Die sind nur verwirrend für kleine Eifelphilosophen, die die Ruhe genießen sollten.

    Und wie verurteilte Kriminelle an ihre Rente kommen und damit nach Italien abhauen ... das ist wohl wirklich nicht so leicht zu verstehen.

  • Geld verschenken.

    Was Stille auch mit sich bringt, sind Erinnerungen.

    Z.B. Erinnerungen an vergangene Zeiten.

    Als ich mal mehr Geld hatte, als ich brauchte, folgte ich dem Rat eines erfolgreichen Menschen und verschenkte einiges davon. Einfach so. Wollte mal sehen, wie das so ist.

    Da kam ein junger Mann, bat um eine Mark.

    Ich setzte mein ernstes Business-Gesicht auf, sprach: "für eine Mark hole ich meine Portemane nicht heraus", zog die Geldbörse und schüttete ihm das ganze Kleingeld in die offenen Hände. War viel Silber dabei. Er strahlte wie ein Honigkuchenpferd.

    "Man, soviel habe ich ja noch nie bekommen" freute er sich, bedankte sich und strahlte davon, immer noch verblüfft den Schatz in seinen Händen haltend.

    Eine schöne Erinnerung. Sein Menschenbild wurde gebessert, das seiner Kollegen auch und wahrscheinlich machte die Geschichte ihre Runde in der Stadt.

    Ziemlich viel Erfolg für so wenig Geld.

    Dann hatte ich da eine Autobahnkapelle, an der ich regelmäßig Rast machte. Ich schätzte die Ruhe und Geborgenheit ... vor allem im Sommer. Ein schöner Ort für eine Pause, versteckt hinter Büschen und Bäumen. Kühl, schattig, ruhig...und irgendwie fernab von dem Trubel der geschäftigen Welt vor der Tür.

    Da lag dann auch so ein Buch, in das viele Menschen etwas hereingeschrieben hatten. Irgendwann las ich mal darin. Viel Dank stand dort, aber auch viel Verzweiflung. Ich beschloß, mit dem Kommentar "Nur für einen, der es wirklich braucht" 20 DM dort zu hinterlegen.

    Monate später kam ich wieder einmal dort vorbei.

    Das Geld war fort. Das Buch auch.

    Bis heute spekuliere ich, ob der Schein es geschafft hat, jemanden glücklich zu machen. Welche Wege er genommen hat. Ein hämisch grinsender Zuhälter? Eine arme Rentnerin? Ein knutschendes Teenie-Pärchen?
    Ein Holländer? Ein LKW-Fahrer? Ist mir eigentlich egal.

    Die Unterhaltung, die mir diese Aktion gebracht hat, war den Preis schon wert. Besser als ein Kinofilm.
    Und vielleicht ... hat der Schein zusätzlich sogar etwas Freude in die Welt gebracht und Hoffnung geschenkt, nicht so schrecklich allein zu sein.

  • Dankbarkeit, Glück, Reichtum, Aufmerksamkeit

    Manchmal, in der Stille, tauchen seltsame Gedanken auf.

    Gedanken der Dankbarkeit. Dankbar zu sein, wofür man ist, was man hat, was man erleben durfte.

    Nun ... Stille produziert Aufmerksamkeit. Darum bevorzugen Zen-Buddhisten die Stille, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, denn ohne Aufmerksamkeit ... ist alles nichts und nichtig.

    Man merkt nämlich nichts.

    Ein Grund, warum Reiche immer mehr und mehr und mehr raffen, ist ihre mangelnde Aufmerksamkeit.
    Sie verpassen die Gelegenheit, wann es höchste Zeit ist aufzuhören, weil sonst keine Gelegenheit mehr bleibt, das zu genießen, was man hat.

    Klar, sie kaufen immer schnellere Autos, immer größere Häuser, Schiffe, Flugzeuge, seltene Kunstwerke, damit sie sich einreden können, das sie doch immerhin irgendetwas haben.

    In Wirklichkeit besitzen sie gar nichts ... und das wissen sie auch. Dieses Bewußtsein der Armut treibt sie tagaus tagein an (und viele andere auch, die versuchen, ihnen nachzueifern - angestachelt von einer riesigen Industrie, die ihnen genau dieses Tag für Tag predigt), weshalb sie immer mehr und mehr und mehr brauchen - und doch die Leere in ihnen nicht füllen können.

    Reichtum, der sich lohnt, kann nur der haben, der aufmerksam ist.

    Und der schäumt über vor Glück ... das er noch zwei gesunde Beine hat, noch Augen, die sehen können,
    eine Pizza im Kühlschrank, Sonnenstrahlen auf der Haut, einen Schrank voller Bücher, den Hut von der toten Oma, die Schraube aus Frankreich, die Blume, die schon dreißig Jahre blüht ... und vieles vieles mehr.

    Und er kann Dankbarkeit empfinden ... für alles, was er hat und was er ist.

    Und mag es noch so wenig sein...das Gefühl macht ihn zum reichsten Menschen der Welt...und einem, der anderen nichts neidet.

    Diese Dankbarkeit bringt auch Freiheit mit sich ... Freiheit vom Terror der Bedürfnisse.

    Denn der, der schätzt was er alles hat und ist, merkt, das er eigentlich nichts mehr braucht und frei ist von dem Zwang, sich die maslowsche Bedürfnispyramide zu erarbeiten.

    Ein schönes Gefühl.

    So reicht für das Glück ... Sonnenstrahlen auf der Haut, ein Apfel in der Hand und Sinne, die dies noch wahrnehmen können.

    Und so ... wird das Glas nicht halbvoll, sondern quillt über.

  • Ein Lob der Stille

    Heute ist ein ganz besonderer Tag für mich.

    Ein Tag, auf den ich lange gewartet habe.

    Alle sind ausgeflogen. Ein Familienfest ruft. Doch ich ... bin krankheitsbedingt mal wieder ausgefallen.
    Das ist schade für das Fest, schade für mich, weil ich nette Menschen vermissen werde, schade für Blog.de, weil ich ihre Datenbänke vollzuschreiben gedenke ... und doch - ein Tag mit einer ganz besonderen Qualität.

    Ich wohne nun ganz allein mitten im Wald.

    Lauscht mal ... hört ihr?

    Wie ... ihr hört nichts?

    Hört genau hin ....

    Nein, das ist keine Waschmaschine, das ist der kleine Fluß unten. Das andere ist keine weit entfernte Autobahn, sondern der Wind in den Ästen. Und die Töne kommen nicht vom Band, die kommen von Bussarden, die über dem Haus kreisen.

    Aber ... hört doch noch genauer hin!

    Hört ihr?

    STILLE.

    Einfach nur: Stille.

    Keine Autos, keine Flugzeuge, keine Musik, keine Rasenmäher, keine Motorräder, keine Waschmaschine, kein Staubsauger, kein Radiogequake ... überhaupt kein Krach.

    Nur Stille ... und im Hintergrund etwas Natur. Nur ein bischen. Man muß schon genau hinhören, um sie wahrzunehmen.

    Ende des 19. Jahrhunderts hat man die ersten Psychiatrien gebaut, weit entfernt von der "Zivilisation".

    Nicht etwa, weil die Angst vor dem ängstlichen Mob Distanz zur Stadt gebot, sondern weil man sich von der Stille der Natur eine heilsame Wirkung auf den menschlichen Geist versprach.

    Diese Wirkung merke ich jetzt schon. Die Zeit dehnt sich, wird langsamer ... auf einmal hat man ganz viel davon.

    In New York gibt es die höchste Dichte von Psychiatern weltweit (es sei denn, einer zieht ins Nachbardorf mit seinen 42 Einwohnern, dann halten die den Rekord). Begründung: der Lärm und die Hektik, die hohen Häuser und ihr Umfeld machen psychisch krank - der ergänzende Beweis zur Behauptung der Psychiatrie des 19. Jhd.

    Nun ... die Psychatrie hat sich gewandelt, Tabletten stellen Menschen heute mit chemischer Gewalt innen ruhig, das nennt man "Fortschritt". Gewalt statt Stille.

    Unruhe, Hektik und Krach gelten als unverzichtbar schick, wer nicht am Wochenende mit Motorrad und Mountainbike durch die Natur düst, läuft Gefahr, als Frauenversteher verachtet zu werden.

    Ein spannendes Experiment, diese Stille.

    Geht einher mit Einsamkeit.

    Ohne Einsamkeit keine Stille. Ohne Stille keine Einsamkeit. Bedingt sich zwangsläufig.

    Aber ... ich fühle mich nicht einsam.

    Seltsam ... gerade diese Stille wirkt ... irgendwie lebendiger als der alltägliche Krach. Und erlaubt, die Lebendigkeit der echten Welt zu erleben. Mit allen Zellen, die man so hat. Manchmal könnte man meinen, die Stille atmen zu hören, so lebendig wirkt sie.

    Früher mußte ich weit fahren, um Stille zu finden. Mußte selbst viel Krach und Hektik verbreiten um die letzten Oasen von Stille aufsuchen zu können. Einsame Moore, stille Täler, ruhige Felsklippen - zwei drei Tage im Jahr haben gereicht und ich war wieder fit für die 80-Stunden-Woche und die Großfamilie.
    Unglaublich, wie erholsam eine kleine Prise Stille sein kann.

    Man muß wissen: Stille ... ist eine aussterbene Art. Wie Philosophen. Wahrscheinlich fühlen wir uns deshalb so zueinander hingezogen.

    Unglaublich ... vor zweihundert Jahren war diese Stille noch überall.

    Die ganze Welt ... ein Sanatorium. Nur wenn es mal Krieg gab oder Hungersnöte oder Priester oder Adel wurde es mal laut. Aber ... die kamen vergleichsweise selten. Erst recht verglichen mit dem Krach des modernen Lebens.

    Dann kam der Fortschritt. Jetzt weiß ich endlich, wo er hinschreiten wollte: fort von der Stille, hin zum Krach.

    Wenn die Psychatrie des 19.Jhd. recht hat ... dann wird das alles sehr krank enden.

    Ach, wem sag ich das. Während ich hier so still vor mich in sinniere, erstickt der Rest der Welt in Lärm und Krach. Tohuwabohu überall. Da merkt man jeden Tag, wie krank das macht.

    Ich bin dann jetzt mal lieber still.

  • Esoterik und Marktwirtschaft

    Es gibt Tage wie diesen, da hat man Zeit.

    Zeit, die Welt um sich herum zu betrachten, bis die Sonne die Umwelt auf Temperaturen gebracht hat, die erträglich sind...in der Eifel kann das zuweilen bis August dauern, dafür ist´s im September auch schon wieder vorbei. Wir gehen halt sparsam mit Energie um - auch mit Sonnenenergie.

    Da hat man auch Zeit, sich über die "Selbstheilungskräfte der Marktwirtschaft" Gedanken zu machen und über das Denken, das dahintersteht.

    Selbstheilungskräfte kennen wir. Biologische Organismen haben sie. Macht man da ein Loch hinein, geht es mit der Zeit von selbst wieder zu ... es sei denn, es ist zu groß. Dann ist der Organismus tot. Einfach mal einen Baum fällen und ein paar Jahre beobachten, dann wißt ihr, was ich meine.

    Tote Organismen haben keine Selbstheilungskräfte. Ein Loch in einem Stein bleibt ein Loch in einem Stein.
    Solange bis er Sand wird. Ganz wird er nicht mehr, erst recht nicht von allein.

    Marktwirtschaft kennen wir auch. Jeder Marktplatz am Wochenende zeigt uns, wie das funktioniert.

    "Selbstheilungskräfte der Marktwirtschaft" setzt also voraus, das es sich um einen biologischen Organismus handelt. Gut ... dort handeln auch biologische Organismen, viele sogar. Aber ihre Gesamtheit im wirtschaftlichen Prozess macht ... auch wenn es Milliarden sind, noch keinen eigenständigen Organismus aus.

    Masse schafft keine neue Qualität, auch hundert Tonnen Granit keinen Apfelbaum.

    Trotzdem werden diese "Selbstheilungskräfte des Marktes" oft "beschworen", d.h. angerufen, so, wie man früher Götter angerufen hat (nicht etwa, wie wir die Oma anrufen, um zum Muttertag zu gratulieren. Da muß man fein differenzieren).

    Z.B. von Unterpriester Westerwelle. Der tut sich momentan gern damit hervor.

    Doch was ist denn das genau, was man beschören muß, damit es seine Selbstheilungskräfte aktiviert?

    Nicht unbedingt ein lebendiger Organismus, denn ein solcher wäre für alle sichtbar.

    Aber Geister ... das ginge. Sie tragen (zumindest in der Theorie) noch genug leben in sich, um
    agieren zu können, könnten notfalls auch noch über minimale Selbstheilungskräfte verfügen und beschworen werden sie schon seit Ewigkeiten.

    So müssen wir in der Tat feststellen, das weite Teile der Marktwirtschaft in den Händen esoterisch durchtränkter Götzenanbeter sind. Das wußte schon Luther (siehe dort, steht weiter unten), doch ihm hat man´s nicht geglaubt.

    Nun, bei öffentlich auftretenden Götzenanbetern wären ja eigentlich die christlichen Religionen gefragt, es ist ihr Job, uns (und den Rest der Menschheit) davor zu bewahren. Dafür haben sie ihre Sektenbeauftragten, dafür werden sie auch bezahlt.

    Doch die Kirchen scheinen Angst zu haben vor jenen Götzen, sogar die katholischen Exorzisten fand ich noch nie vor den Tempeln der Marktwirtschaft. Aber wie sollten sie Angst haben, wo doch ihr Gott nach ihrer eigenen festen Überzeugung der einzige und echte ist?

    Also ... irgendwas kann da nicht stimmen, sonst wären die Kirchen aktiver.

    Möglicherweise ... irre ich mich irgendwo in der Argumentationskette.

    Klar, jetzt merke ich es: - Westerwelle redet einfach nur Stuß.

    Das würde auch alles erschöpfend erklären. Er faselt einfach irgendetwas daher, das sich schlau anhört, in Wirklichkeit aber sagen will: stört meine Wählerklientel nicht beim Absahnen und Steuerhinterziehen.

    Puh ... da bin ich aber erleichtert.

    Und ich dachte schon, ich müßte einen Schamanenimport zur Rettung der Weltwirtschaft aufziehen.

  • Klasse! Noch mehr Enteignungen!

    So, jetzt ist es also durch. Die HRE wird enteignet. Schwesterwelles Spaßpartei gibt sich empört, dabei weiß jeder aus ihren Reihen genau, das es keine Alternative gegeben hätte.

    So eine Bank ist nämlich nicht nur ein Bank, sondern auch eine Ware.

    So was kann man kaufen.

    Also ... ich jetzt gerade nicht, es sei denn, ich würde die "Strategie Schaeffler" anwenden. Das wäre mir aber gerade zu doof. Jetzt auch noch eine Bank leiten ... als hätte ich nicht genug zu tun.

    Aber andere könnten sie kaufen. Und dank dem Großkapitalsozi Schröder geht das auch viel leichter.

    Könnten sie kaufen, die investierten Milliarden privatisieren und den Rest auf den Sondermüll geben.

    Ist oft passiert in den Nachschröderjahren. Was wurde da herumgeschrödert, aufgeschrödert und abgeschrödert ... das sich die Balken gebogen haben, bis das Kartenhaus zusammenbrach.

    Schwesterwelle hatte gehofft, das Angie das Business nicht verstanden hat, aber ihr Pitbull Steini, den die Schweizer jetzt nicht mehr lieb haben, hat das knallhart gesehen.

    Und schwups, guckten Schwesterwelles Finanziers in die Röhre.

    Natürlich ist das nicht eine ganz so böse Enteignung wie das die jetzt so hoffnungsvoll herbeigesehnten Chinesen früher gemacht haben. Wenn der Staat und seine vielen engagierten Steuerzahler das alles wieder heil gemacht haben, dann kriegen die das alles wieder zurück ... mit viel Gewinn aus Steuergelden dürfen sie dann wieder wie gehabt herumwurschteln und die nächste Weltfinanzkrise vorbereiten.

    Was werden die für einen Spaß haben!

    Das könnte Schwesterwelle doch seinen Schlachterfinanziers sagen: die Sau ist nicht geklaut, die ist nur in Pflege. Wenn sie dann richtig dick und rund gefüttert worden ist, dann könnt ihr sie haben.

    Aber er regiert ja nicht, also muß er meckern. Das ist hier so geregelt, das haben wir schon immer so gemacht. Regierung regiert, Opposition hat zu meckern ... und wehe nicht, dann ist die Demokratie in Gefahr.

    Die Meldung über die Enteignung und ihre Folgen wird viele ALG-II-Bezieher freuen, denn ich denke, das man gerechterweise mit ihnen auch so verfahren wird.

    Die wurden ja zuerst enteignet: Sparverträge, Autos, Lebensversicherungen, Schrebergärten, Wohnwagen, Altersvorsorge, Ausbildungssparvertrag für die Kinder und was man sonst noch angespart hatte über Jahre (woran man auch sieht, wie faul die wirklich waren. Lassen ihr Geld nicht arbeiten sondern legen es an ... der Inbegriff der Faulheit, will ich meinen) mußte erst mal alles weg im Sinne der Enteignungsagenda 2010.

    Ist doch schön, wenn die jetzt wieder Hoffnung schöpfen können. Auch da wird der Staat das alles nur in Pflege nehmen, und wenn es wieder so richtig gut läuft, dann kriegen die das alles wieder.

    Wohnwagen gestrichen, Schrebergarten aufgeforstet, Auto tiefergelegt, Sparverträge verdoppelt, Renten in Höhe der Beamtenpensionen.

    Das Paradies ist nah ... dank Merkelchen und Steini.

  • Briefe an die Leser: Arbeitslose! Konjunkturpaket 2!

    Liebe Arbeitslose!

    Heute sieht man bei Spiegel online eine Anzeige eurer Verwahranstalt: das Bundesamt für Arbeit bittet die Leser, das "Konjunkturpaket 2 zu nutzen", "Einsatz für Arbeit" zu zeigen und mit "Kurzarbeit die Krise zu meistern."

    Ich dachte, ich sage euch das mal schnell, denn das ist eure Chance!

    Einfach losmarschieren zu den zahlreichen Fillialen dieser Anstalt und mit Berufung auf die Anzeige eine Kurzarbeitsstelle annehmen.

    Jetzt ist für euch die Zeit gekommen, die Ärmel aufzukrempeln, in die Hände zu spucken und Deutschland aus der Krise zu holen.

    Die Anstalt braucht euch ... dringend. Wie dringend, das zeigt allein schon, das sie eine sauteure Anzeige geschaltet hat anstatt euch Post zu schicken!

    Stell euch vor: 10 Millionen zusätzliche Kurzarbeiter packen mit an.

    DA HAT DIE KRISE KEINE CHANCE! DIE MACHEN WIR PLATT!

    Und was der Rückgang der Arbeitslosenzahlen erst einmal für die Stimmung im Land bedeuten würde, brauche ich wohl gar nicht näher auszuführen.

    Und erstmal die Entlastung der ARGEn ... ein unvorstellbares Potential hat die Bundesanstalt für Arbeit da entdeckt.

    Da wurde die Krise wirklich mal zu Chance!

    Jetzt ... äh... moment mal.

    Meine Lebensgefährtin meint gerade ... wie jetzt? Die meinen gar nicht die Arbeitslosen? Die meinen die Unternehmer? Wieso brauchen die denn eine Anzeige? Können die überhaupt lesen? Haben die denn Zeit dafür?

    Es kann doch nicht sein, daß Unternehmer so blöd sind, das nicht zu wissen.

    Ach ... die sind gar nicht blöd, sondern die Anstalt ... trägt ihren Namen zurecht. Sonst würde es solche Verschwendung ja auch gar nicht geben ...

    Ach so.

    Schade....und ich dachte, ich wäre jetzt Held der Arbeit und hätte die Krise im Alleingang abgeschafft.

    Dabei war das so eine gute Idee ......

  • Briefe an die Leser: Liebe Frau Schaeffler

    Der Presse entnehme ich, das es Ihnen jetzt schlecht geht.

    Das ist ganz schlimm.

    Sie sehen auch ganz traurig aus.

    Die ganze Presse zieht über sie her, über ihre Pelzmäntel, ihren roten Schal ... sie können einfach nichts richtig machen.

    Sie hätten sich ein wenig spekuliert, sagt Ihr Sohnemann.

    Ja, das haben sie.

    Man kann nicht immer von einem Worst-Case-Szenario ausgehen, denn dann würde sich ja kein Unternehmen mehr bewegen.

    Hat auch der Sohnemann gesagt.

    Ist auch richtig.

    Wenn ich jetzt in den Zoo gehen würde, zum Elefantengehege schreite und versuche, ein Elefantenbaby zu heben ... dann hätte ich mich auch verspekuliert. Man würde zurecht über mich lachen. Wäre ich dann noch blöder, dann würde ich mich auch darüber beschweren.

    Continental war drei mal so groß wie Schaeffler.

    Was "drei mal so groß" ist, können sie verstehen, Frau Schaeffler? Stand irgendwo in diesen vielen vielen Aktenordnern drin, die sie bei der Planung der Übernahme sicherlich gründlich studiert hatten ... oder?

    In der Natur wie in der Wirtschaft gilt: groß frißt klein. Die Natur kennt da sogar noch ein paar Ausnahmen ... aber wenn der Löwe versucht, das Nashorn zu essen, kann sogar das nach hinten losgehen.

    Da hat sich der Löwe dann verspekuliert.

    Und Sie, Frau Schaeffler, scheinen trotz Pelz keine Löwin zu sein.

    Da hat der Pudel versucht, das Schwein zu essen ... und das Schwein hat sich einfach auf ihn draufgesetzt:

    Ergebnis: Pudel platt.

    Aus der Traum des Pudels vom großen Wirtschaftstycoon.

    Falls sie übrigens in Zukunft aus pekunären Gründen ihre Garderobe veräußern wollen ... ich interessiere mich für den roten Schal, den Sie beim Treffen mit den Gewerkschaftern getragen haben.

    Nein ... den Pelz können Sie behalten.

  • China ... die große Hoffnung

    Es gibt einfach Nachrichten ... die verblüffen nur noch.

    Einst war die Welt einfach ... der gute, reiche demokratische Westen und der böse, kommunistische Osten.

    Da konnte man sich zurecht finden, ein Paradies für Entenhausener, die die Welt einfach brauchen und an das Pfadfinderhandbuch zur Rettung der Welt glauben.

    Nun eilte eine Nachricht durch die Welt, die so zuvor undenkbar gewesen wäre.

    Man blickt voller Hoffnung auf China.

    Das hat man schon mal getan.

    1968, als Fluten von Maobibeln den Studenten das Hirn zersetzten und sie auf ganz komische Ideen brachten, bis zuletzt sogar der Bundeskanzler Willy Brandt die Notbremse zog und einfach mal davon
    sprach, "mehr Demokratie zu wagen".

    Als ob Demokratie etwas sei, das ein gefährliches Wagnis darstellt.

    Na ja, für Politiker schon.

    Doch nun blickt nicht etwa der Kommunistische Bund Westdeutschland oder der studentische Spartakus-Bund voller Hoffnung nach China ... sondern die OECD.

    Die OECD hat das Jahr 2009 abgeschrieben, vorbei die Hoffnung auf den schnellen Aufschwung, der uns alle wieder die Ruhe gibt, uns den wichtigen Dingen zuzuwenden: wie spielt Schalke am Wochenende, wohin fährt Schuhmacher, wen knutscht das Bobbele gerade. Aber eine Hoffnung gibt es noch, die Rettung in der Not,
    der Sonnenstrahl in finsterster Nacht: China.

    Sagt die OECD.

    Ich weiß nun nicht, ob schon interne Papiere herausgegeben worden sind, in denen empfohlen wird, die Linke zur Regierungspartei in Deutschland zu machen, zur Not mit Sondervollmachten ausgestattet ...
    aber irgendwie scheint es das Bekenntnis zu sein, das der Kapitalismus es überhaupt nicht gebracht hat.

    Es schwimmt in einem Meer des finanziellen Chaos und wartet darauf, das die letzte verbliebene kommunistische Großmacht ihn aus seinem Desaster errettet und mit an Bord des sicheren kommunistischen Großraumfrachters nimmt.

    Menschenrechte, Demokratie ... mit solchen Vorstellungen stößt auch gerade der adelige Guttenberg überall Übel an. Die Ehrbegriffe des deutschen Landadel scheinen unkompatibel zu sein zur real existierenden
    bundesdeutschen Demokratie.

    Vielleicht sollte man ihn retten, in dem man ihm begreiflich macht, das die Endstadien der ideelen Gesellschaftsformen Demokratie und Kommunismus in der Theorie kaum noch zu unterscheiden sind.

    Kapitalismus hat als prinzipiell bürger- und menschenrechtsfeindliches Element in der idealen Zukunft beider Systeme keinen Platz.

    Ich frage mich ob der Nachricht: sollte man nicht schnellstens wieder den Ostblock und die sowjetische Supermacht reaktivieren, um ein zweites Rettungsboot für ein völlig desaströses Wirtschaftssystem zu schaffen? Nur um ganz sicher zu gehen? Eins, das auch nicht so weit weg ist?

    Wir Deutsche hätten da doch noch ganz andere Möglichkeiten ... wir schalten die Wiedervereinigung einfach um und gliedern uns der alten DDR an. Kommunistisches Rettungsfloß inklusive. Wäre dann auch eine reine innerstaatliche Aktion.

  • Asozialenholocaust

    Ein Artikel bei meinem Blogfreund ATetzlaf "Staatsrassismus. Der gewollte Feind" hat mich wieder an einiges erinnert, was ich zur Einführung der Agenda 2010 schrieb (ist lange schon im Netz verschollen).

    Nämlich an das, wo das denn alles hinführen soll ... wenn man es weiterdenkt.

    Die Antwort hat Wolfgang Clement inzwischen selbst gegeben: Parasiten.

    Und was macht man mit Parasiten?

    Man löscht sie gnadenlos und radikal aus.

    Nicht umsonst hole ich die braune Keule heraus, wenn politische Grundschulabsolventen Formulierungen gebrauchen, die der Stürmer seinerzeit auch schon verwendet hat. Manchmal paßt sie nämlich, diese Keule.
    Manchmal ist sie notwendig und äußerst präventiv, um Tote zu verhindern.

    Denn die wird es geben.

    Es wird doch wohl niemand mehr glauben, das Hartz IV das letzte war, was kam. Nicht nach dieser Kriegserklärung des Ex-Sozis an die deutsche Bevölkerung.

    Und genau das war es: die Kriegserklärung der Regierung an Arbeitslose. "Verliert ihr eure Arbeit, werdet ihr vogelfrei. Also: abstrampeln, sonst blüht euch was".

    Irgendwann wird aber die Zeit kommen, da wird das Kapital (das sich über Beraterhonorare ...siehe Roland Berger ... das eingesparte Geld einsackt) wieder gierig werden, da wird der Volkszorn gegen den Sündenbock Arbeitslose so hochkochen, das die nächsten Maßnahmen kommen können und politisch akzeptabel werden.

    Lagerhaltung. Spart Mieten ... und setzt wieder Kapital frei, das die Regierung wieder an die "Leistungsträger" verschenken kann, damit diese wiederum die Politiker weiterhin mit Lobbyisten versorgen können, die sie zum Essen einladen. Außerdem muß man die Arbeitslosen vor dem Mob schützen, man will ihnen ja nur Gutes tun.

    Doch letztendlich ... wird das betriebswirtschaftliche Denken auch der Lagerinsassen überdrüssig werden.
    Die kosten ja immer noch, wird man feststellen. Und diese Kosten werden zunehmend lästig fallen.

    Und wie im Dritten Reich ist dann der Moment gekommen für die Endlösung.

    Nicht von allen gewollt, von vielen sogar abgelehnt ... aber ein unausweichlicher Sachzwang, dem niemand mehr etwas entgegenzusetzen hat, denn: es ist kein Geld mehr da, um alle durchzufüttern. Und schon längst keine Kraft mehr zum Widerstand.

    Es gibt Studien zu einer vergleichbaren Entwicklung der Judenvernichtung im Dritten Reich, wo die Vernichtung auch erst "notwendig" wurde, als die Ressourcen zusehends verknappten - und Gas notwendig, weil selbst Kugeln zu teuer waren.

    Diese Entwicklung des "Asozialen"Holocaustes wird schon heute vorbereitet. Verbal. Durch völlige Entmenschlichung des arbeitslosen Objektes und seine ständige Propagierung als "unwertes Leben".

    Wer nun meint ... och, geht mich nichts an, wird mich nicht betreffen, übersieht eine Kleinigkeit.

    Wenn die Maschinerie der Ausmerzung "unwerten Lebens" (sprich: eines Lebens, das nicht mehr zur Maximierung globalisierten Kapitals nutzbar gemacht werden kann) einmal in Gang gesetzt ist, wird sie nicht einfach aufhören, wenn der letzte Arbeitslose in der Gaskammer entsorgt wurde, damit der fleißige brave Bürger endlich wieder in Ruhe die Früchte seiner Arbeit genießen kann.

    Die nächsten Opfer werden nämlich jetzt schon ins Visier genommen.

    Leise, fast heimlich, aber doch hin und wieder geschickt in die Öffentlichkeit lanciert, um den nächsten unvermeidbaren Schritt zur Rettung des Finanzkapitals einleiten zu können: den unvermeidbaren Schlag gegen die Rentner, die viel zu viel Kapital verbrauchen und nichts mehr zu seiner Vermehrung beitragen können.

    Die nächsten Asozialen.

    Klar, sie konsumieren.

    Aber das Geld ließe sich gewinnbringender anwenden.

    Zuerst werden es die Kranken sein, die Pflegebedürftigen, die zu teuer und unfinanzierbar wie der Sozialstaat werden.

    Wieder werden die Öfen brennen, der Sozialdarwinismus triumphieren. Während die Armen noch eine kleine Chance zur Anpassung haben, werden die Alten nur noch eine Möglichkeit haben: unterzugehen.

    Zuletzt: alle. Zwangssuizide ab ... 50? 45? 35? Kommt darauf an, wieviel Geld dann noch da ist und wieviele Menschen die Industrie dann noch braucht. Der Film "Soilent Green" illustriert dies sehr schön.

    Undenkbar das alles?

    Quatsch. Ein Land, in dem einarmige Arbeitslose von der Dortmunder ARGE zum Müllsammeln losgeschickt werden und den Müllsack mit den Zähnen halten müssen (Quelle: Studie zitiert bei Infokrieg.tv)
    hat schon längst allen Anstand verloren und jeden Respekt vor dem Menschen als solchen.

    Auch wenn´s Angst macht: dies alles sollte man nicht vergessen. Es ist logisch, denkbar, machbar und historisch nicht einzigartig. Sogar das Land passt.

    Und darum ist es wichtig, Widerstand zu leisten, auf allen Ebenen, so gut es geht, um diese Zukunft zu verhindern. Denn wenn sich nichts ändert, wird sie kommen...infolge der innewohnenden Logik der Kapitalmaximierung als obersten Wertes menschlichen Lebens, dem sich alles unterzuordnen hat.

    Und als Folge der offiziellen Kriegserklärung.

    Darum ist die drohende Wirtschaftskrise der größte Verbündete jener Vogelfreien, weil er den Volkszorn
    unbeabsichtigt auf die eigentlichen Übeltäter lenkt ... und vielen klar macht, wie schnell sie selbst von Leistungsträgern zu Parasiten werden können - auch wenn Naturwissenschaftler ihnen "überlegene Gene" (Spiegelonline) andichten, die sie vor diesem Schicksal schüzten sollen.

    Aber man sollte sich jetzt nicht bequem zurücklehnen, sondern organisieren, vernetzen, bilden, denn Morgen kann schon wieder alles anders aussehen.

    Und aus diesen Erwägungen heraus unterstütze ich vorbehaltlos ein bedingungslose Grundeinkommen ... als sicheren Schutz vor "Parasitenjägern" und einzige Rettung einer arg gefährdeten Zukunft, ein notwendiger Reflex zur Rettung von Demokratie und Menschenrechten.

    Das allerdings "Wendehälse" hierfür kein Verständnis haben, verstehe ich auch ... Demokratie und Menschenrechte haben sie schon vorher nicht interessiert, waren schon immer unverständliche Fremdworte, warum sollte sich das jetzt in der bundesrepublikanischen Alltagswirklichkeit groß ändern?

  • Die Welt ist Wunder-bar...

    Die Welt wie wir sie kennen, ist nichts anderes, als Schatten und Spukgestalten, erzeugt durch ein elektronisches Gewitter in unserem Gehirn.

    Das sag nicht ich, das sagt die Neurobiologie. Platon sagte das auch, doch der ist lange tot. Oder Descartes. Oder Kant. Doch die sind auch tot.

    Vor ca. 400 Jahren fingen wir an mit "Aufklärung", angewiedert durch den Gestank brennender Hexen und das Geschrei hungernder Kinder, die Kirche und Feudalismus produzierten.

    Und um ganz sicher zu gehen, das nichts schief geht, machten sich (neben vielen anderen)Descartes und Kant präzise Gedanken darüber, was man überhaupt mit Sicherheit von der Welt sagen konnte, damit sich nicht wieder ein kranker Virus in das Denken einschleichen kann, der letztlich Leichenberge produziert.

    Die Leichenberge blieben, diesmal mit Hilfe der "Wissenschaft" noch um einiges schneller erzeugt.

    Neben den Leichenbergen, den Atombomben und der Klimakatastrophe produzierte die Wissenschaft noch den engsten gedanklichen Käfig, den die Menschheit je kannte ... und übertraf damit sogar den Katholizismus.

    Die Erde ... alles nur chaotischer Matsch und Dreck, der Mensch ... eine bösartige kakerlakengleiche Biomaschine.

    Schöne neue Welt, macht richtig Spaß, darin zu leben. Seitdem der Mensch "weiß", das er nur eine bösartige Maschine ist, allein auf sich gestellt in einer sinnlosen Welt, mangelt es ihm auch zusehends an Ethik und Moral. Wieso denn auch, macht ja eh´ alles keinen Sinn.

    Gott sei dank ... bremsen die Neurobiologen und mahnen zur Besinnung.

    Unsere Bilder von der Welt (und somit alle Erkenntnis der Naturwissenschaften): nur Schatten und Spukgestalten als Folge eines elektronischen Gewitters von Nervenzellen. Zusammen mit den materielosen Hologrammvorstellungen der Physiker über den wahren Grund unserer Welt alles in allem eine ziemlich luftige, substanzlose Grundlage für unser Leben.

    Also irgendwie ... nicht ganz so bierernst zu nehmen - obwohl es Angst erzeugen kann, dieses luftige Nichts, das die Grundlage unserer Existenz ist. Andererseits, wenn wieder Kriege und Elend drohen, mag es hilfreich sein zu sehen, das der Käfig, in dem man bislang lebte, nicht so dicht ist wie befürchtet.

    Und ... es bleibt auf einmal wieder Platz für echte Wunder. Sie wird wieder wunderbar, die Welt. Lebenswert, geheimnisvoll, liebenswert, reizvoll ... lebendig.

    So wie sie ... schon immer war (mal abgesehen von dieser kleinen Zwischenepisode, die nun bald der Vergangenheit angehört).

    Und dann wird sich auch Darwin (bzw. die seinen) jener unerklärten unangenehmen Tatsache widmen müssen, das aus einem Haufen Matsch nach 1.000.000.000 Jahren eigentlich logischwerweise nur ein Haufen Matsch entstehen dürfte, allerhöchsten ein Haufen Sand ... doch kaum ein artenreicher Urwald - denn irgendetwas scheint da noch zu fehlen.

    Die Antwort wird mich dann wieder interessieren.

  • Ossis, Wessis und Wendehälse

    Es gab Zeiten, da bin ich Ralley´s gefahren (jajaja, mein ökologischer Fußabdruck ist nicht vorbildlich,
    ich selbst auch nicht ... aber ich habe auch zum Ausgleich über 200 Bäume auf einer extra zu diesem Zwecke erworbenen Wiese angepflanzt. Und das ist auch jetzt nicht das Thema).

    Unter anderem in Marokko. Jeweils Teams von drei Wagen, besetzt mit vier Personen pro Wagen, jeweils zwei Männer und zwei Frauen.

    Mitten in der Wüste blieb der Wagen stehen in dem ich saß.

    Einfach so.

    Palaver palaver palaver ... das Hauptteam sollte weiter, aber einer sollte den Wagen gegen Räuber verteidigen und auf das per Funk angeforderte Reperaturteam warten. Die Frauen sollten in die anderen Wagen (wegen den gelegentlich stattfindenden Entführungen blonder Frauen zu ... unbekannten Zwecken).

    Ok, wer bleibt?

    Keine Meldung.

    Nochmal: wer bleibt?

    Gut: ich. Ganz allein. In der Wüste.

    Alle steigen in die anderen Wagen, machen sich abreisebereit, da kommt einer zurück. Ich kannte ihn nicht, er war halt im Team, aber in einem anderen Fahrzeug, das uns zugeteilt worden war.

    Ein Ossi mit namen Gerd.

    Meinte, es wäre wohl ziemlich mies, so allein in der Wüste zu bleiben, also würde er bei mir bleiben.

    Während wir dies besprachen, kam ein Wessi aus dem Team (MEIN Wessi aus MEINEM Wagen) und räumte ungesehen alle Getränke aus, die noch in unserem Wagen waren und beeilte sich, in die anderen Wagen zu steigen. Die beiden anderen Wagen fuhren weiter ... Gerd und ich standen ohne Getränke in der Wüste.

    Er war der erste Ossi, mit dem ich direkt nach der Maueröffnung reden konnte.

    Er war entsetzt über das Verhalten des Wessis, so etwas hätte es bei ihnen nicht gegeben.

    Tja, meinte ich, bei uns nennt man das clever sein, ist extrem erwünschtes Verhalten.

    Gerd war der erste, danach durfte ich noch sehr viele andere kennen lernen. Und ich muß sagen:
    da im Osten wohnten ganz ganz feine Menschen. Hilfsbereit, solidarisch, etwas ängstlich was Staatsdinge anging, aber sonst - ein tolles Volk.

    Anders ... die Parteiwatschen und Wendehälse. Einen durfte ich kennenlernen - einen Historiker. Weil unser Unternehmen zeigen wollte, wie toll man gegenüber den Neubürgern eingestellt war, gab man ihm (Dr.Titel halfen da nach) schnell eine Führungsposition.

    Ja, der gute Willi.

    Natürlich ein Wendehals allererster Güte. Später erfuhr ich von einem Mediziner, das das mit dem studieren im Osten nicht so leicht war ... man mußte sich schon als ganz besonders linientreue bewiesen haben, um in den Genuß eines Studiums zu kommen. Geisteswissenschaften waren da besonders kritisch, denn immerhin wollte man niemanden als Lehrer, Historiker oder Philosoph, der Marx auf einmal ganz anders interpretierte als gewünscht. Ärzte und Ingenieure konnten sich da mehr Fehler erlauben.

    Das schien mir sehr plausibel.

    Willi baute dann ein Informationssystem über Kunden und Mitarbeiter des Unternehmens auf, das jeglicher deutschen Datengesetzgebung völlig widersprach. Die Firma fand´s toll, ich entsorgte allerdings Willi mithilfe des Datenschutzbeauftragten. Außerdem hatte er einer Untergebenen ein Kind gemacht. Wäre vor seiner Zeit auch undenkbar gewesen ... aber so sind die Wendehälse halt: einmal Arsch, immer Arsch.
    Willi ist jetzt Unternehmensberater.

    Darum wundert es mich nicht, wenn man solche Gestalten häufiger antrifft.

    Sie entsprechen meinem Menschenbild.

    Ganz feines Volk da drüben, aber ihre "Herren" und deren Speichellecker: ... das letzte. Das wirklich allerletzte.

    Da komme ich besser mit alten SED-Granaten klar. Die sind wenigstens ehrlich und haben noch einen Funken Anstand und Idealismus, trotz ihrer inhumanen Betonmentalität.

    Aber der Wendehals ... dreht den Hals vielleicht besser noch ein paar mal, dann ist man das Problem endgültig los.

    Bevor die politische Wetterlage in eine Richtung geht, die ihm erlaubt, mit blankgewichsten Militärstiefeln und schmucker Uniform wieder durch die Gassen zu trampeln um Andersdenkende zu erschlagen.

    Der richtige Braune ... ist nämlich im Herzen unpolitisch - solange er seine Gelüste ausleben kann.

    So jedenfalls meine Erfahrung.

    Also: Gruß an alle aufrechten Ossis, dank nochmal an Gerd (wo immer du auch jetzt stecken magst):
    ihr seid mit die feinste Menschengruppe, die ich kennenlernen durfte.

    Und die anderen ... geht mir bloß aus dem Weg. Mit solchen Freunden wie euch braucht man keine Feinde mehr.

  • Ghaza und der Fluch des Dritten Reiches

    Ich tue mich sehr schwer mit einem Thema: Ghaza und Israel.

    Seit Jahren schon.

    Es gab Zeiten, da war ich sehr israelfreundlich eingestellt. Kleines Volk in einem Meer von Feinden und einer leidvollen Vergangenheit ... aus solchen Geschichten werden Heldenepen geschrieben.

    Der Mossad und seine Jagd auf Altnazis ... das hatte auch schon was. Angriffskriege übrigens auch nicht.

    Bomben auf Kinder haben allerdings nichts heldenhaftes.

    Gestern erzählt mir jemand, das es Bestrebungen gibt, Bürger- und Menschenrechte für Araber in Israel zu beschneiden bzw. Araber aus Israel herauszuschmeißen.

    Und irgendwie kommt mir so etwas altbekannt vor.

    Hatten wir schon mal ... und es wäre ein ganz böser Witz der Geschichte, wenn die Enkel der Opfer ...
    die Methoden ihrer Erzfeinde auf ihre Nachbarn übertragen.

    Der allerletze Zweck, Sinn, Nutzen (obwohl es schon übel ist, so überhaupt denken zu müssen) den der Tod von Millionen von Juden hätte haben können, wenigsten immerwährende eiserne Lehren aus dem Horror des dritten Reiches zu ziehen, damit diese Bestialität nie nie nie wieder Gestalt annehmen kann,
    wäre vernichtet.

    Und damit ständen Türen und Tore zu seine Wiederholung offen ...

    Und doch spüre ich ein Zögern, israelkritisch aufzutreten, würde es lieber Völkern überlassen, die sich gegenüber deutschen Reichsbürgern jüdischen Glaubens nicht so häßlich und unmenschlich verhalten haben, sich gegen den Staatsterror Israels auszusprechen.

    Ich fürchte, ganz schnell würden sich hinter einem deutschen Kritiker Israels Oioioi-blöckende Glatzköpfe scharen mit dem Hinweis "das hat der Führer immer schon gesagt".

    Und die Gefahr, von extrem veralteten politischen Kreisen vereinnahmt zu werden, scheint mir immer noch sehr groß zu sein, wenn ich mir die aktuellen Ergebnisse von Jugendstudien anschaue.

    Der Fluch des Dritten Reiches ... lähmt noch heute. Und richtet Schaden an, indem er eine legitime Kritik
    menschenfreundlicher Kreise an der israelischen Politik zu instrumentalisieren trachtet und auch damit genau jenen Kreisen in die Hände spielt, die man eigentlich kritisieren möchte.

    Kritk an dem Wirken des Teufels in Israel füttert ihn leicht im eigenen Land.

    Trotzdem sei gesagt ... das ungerechte Leiden der Täter rechtfertigt keinesfalls die Sauereien der Enkel.

    Und das werden mehr und mehr Menschen merken.

    Und irgendwann ... steht eine kleine Atombombenmacht auf einmal völlig ohne Freunde da.

    Auf die Bomben kann man möglicherweise stolz sein und sich vermeintlich sicher fühlen ... aber sie wirken nur da halbwegs sicher, wo der Feind weit weg ist.

    Ist er zu nah, trifft man sich selbst genauso.

    Umso mehr scheint man gezwungen, sich mehr mit dem Frieden und seinem unverzichtbaren Nährboden auseinander zu setzen: Toleranz. Akzeptanz. Hilfsbereitschaft. Aufeinander zugehen ... ohne Waffen.

    Würde auch Tote kosten ... aber die gibt es sowieso.

    Und früher ... ging es doch auch. Jahrhundertelang. Auch als zivilisatorisch hochstehende Moslems
    von schmutzigen, stinkenden, räuberischen Kreuzrittern überfallen wurden...und sich vielleicht durch die britische Entscheidung, den Staat Israel ins Leben zu rufen, ähnlich gefühlt haben wie damals.

  • Briefe an die Leser: Papst. Sex. Peinlich.

    Lieber Papst.

    Eigentlich wollte ich dir nicht mehr schreiben, weil: du hörst ja sowieso nicht zu.

    Trotzdem mache ich das jetzt mal, damit man mir nicht hinterhersagt: ja, warum hat der den nichts gesagt.

    Also, Papst, zuhören.

    Da hast du ja wieder mal einen abgelassen.

    Nein, keinen Segen, sondern einen coolen Spruch. Kondome, Aids ... du weißt, was ich meine.

    Du hast recht, wenn du der Ansicht bist, das die Einnahme von Kondomen Aids nicht stoppen kann.

    ABER: die ißt man nicht. Auf keinen Fall. Auch wenn man sie sich lustig über die Zunge stülpen und tolle Kaugummiblasen damit machen kann. Ja, ich weiß, auf der letzten Bischofskonferenz war das DER Knaller schlechthin. Aber dafür sind die nicht gemacht.

    Wie soll ich das nur sagen ...

    Fangen wir so an.

    Frauen ... du weißt, wen ich meine?

    Ja, diese Menschen mit den Beulen oben und unten.

    Nein, die sind nicht krank. Die müssen so sein. Das ist so gewollt. Die habt ihr auch in der Kirche.
    An speziellen verschlossenen, der Öffentlichkeit kaum zugänglichen Orten, ganz eingetütet ... Nonnen meine ich.

    Genau.

    Das sind auch "Frauen".

    Also, diese Frauen ... manche Menschen möchten ihnen manchmal näher kommen. Sie lieben.

    Wie - ein Problem? Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst? Ist Dir unheimlich, weil deshalb so viele Priester schwul geworden sind und meinten, DAS wäre die Botschaft des Herrn?

    Ja, gut, aber das ist jetzt nicht mein Thema.

    Hier geht es um Männer und Frauen. Um Katholiken für morgen zeugen.

    Ja, dieses Teufelszeug. Nein, ich heiße nicht Bohlen.

    Du machst es mir echt schwer...aber du kannst doch Latein, oder?

    Domus ... das Haus. Kondomus ... mit Haus. Und diese lustigen kleinen Tüten sind dafür gebaut worden, wenn der Mann mit der Frau Teufelszeug machen will, aber keine weiteren Katholiken.

    Ja, das ist Böse. Ich weiß.

    Aber ... er bleibt dadurch "rein", in gewisser Hinsicht haben er und die Frau durch "Kondom" eigentlich gar keinen Kontakt zueinander. Und diese Reinheit bewahrt ihn oder die Frau vor der "Krankheit des Teufels".

    Cool, oder?

    Nein, nochmal: nicht schlucken ... es ist keine Hostie.

    Aber die praktische Anwendung kannst du getrost deinen Schäflein überlassen, die wissen schon, wie man das macht.

    Wichtig ist nur, das du dir merkst, das diese kleinen Häuschen doch schon so ein kleines bischen vor der
    Teufelskrankheit schützen können, weil sie dem Manne ein sicheres Heim bieten, selbst wenn dann mal gerade kein Katholik dabei herauskommt.

    Aber auch das muß nicht schlecht sein ... denk einfach nochmal drüber nach.

    Also: klösterliche Grüße und einen gesegneten Tag wünscht: Dein Eifelphilosoph

  • Bohlen und der Altar des Satan in Berlin

    Jetzt ist es endlich heraus. Das, was alle schon immer irgendwie wußten.

    Von Spon enhüllt.

    Ein gewisser D.Bohlen, zu seinen Zeiten kläglich mit dem Versuch gescheitert, ausländische Stromgitarrenmusik in Deutschland salonfähig zu machen, reiht sich ein in die Kette jener, die mit satanischen Rückwärtsbotschaften in ihren Klangkakophonien (fälschlicherweise auch mal "Musik" genannt)
    das Ende der Welt einläuten wollten.

    Manchen wird dies nur eine zufällige Randerscheinung menschlicher Geschichte sein, doch der wahre Horror reicht weiter, als man es sich vorzustellen vermag.

    Erst vor wenigen Jahren wurde enthüllt, wo der Altar des Satan ist.

    Mitten in Berlin. Während viele sich damals noch darüber lustig machten, bevor die Kräfte des Bösen eine
    neue satanische Sozialgesetzgebung initiierten, fremde Länder bombadierten und Angela Merkel zu Kanzlerin machten, wurde ich schon stutzig und forschte nach.

    In der Tat ... den Pergammonaltar in Berlin als Sitz des Teufels zu benennen, war keine Erfindung von
    amerikanischen Fundamentalisten ... sondern nur eine Entdeckung der Tatsache, das eben jener Altar im Neuen Testament wirklich als Sitz des Teufels dargestellt wurde.

    Wundert es da, das in jenem Land, wo der Altar des Satan steht, der Teufel selbst sein finsteres Haupt erhebt?

    War er nicht angekündigt, der Antichrist?

    Warnten nicht viele Propheten vor ihm?

    Ist die dreifache sechs etwas nicht überall um uns herum? Wie die Johannesapokalypse schon warnte?

    Nein?

    Warum steht sie dann auf jedem Apothekenrezept ... deutlich lesbar?

    Aha, noch nie gelesen? Einfach mal nachschauen. Kein Apotheker weiß, warum das so ist.

    Aber die Zeichen sind deutlich.

    Und jetzt ist ER enthüllt. Der Antichrist. Der Bringer des Untergangs.

    Ach was ... DER kann das nicht sein?

    Schon mal in die gesellschaftliche und politische Landschaft geschaut und beobachtet, wie DIE sich verändert hat, seitdem DER wieder täglich über die Mattscheibe flimmert?

    Also ... ich wußte, sobald ich "Modern Talking" hörte, das es sich hierbei nur um eine Botschaft der Hölle handeln konnte...neben Feuerqualen und zwickenden Teufeln das sicherste Mittel, einen Menschen für seine Sünden zu bestrafen.

    Die Aussicht, dieses Seichtgehupe bis in alle Ewigkeit (und genau jenes ist die satanische Rückwärtsbotschaft, das höllisch fiese Versprechen des Statthalters des Teufels auf Erden) hören zu müssen, hat selbst aus mir einen reuigen Sünder gemacht, aus mir, der Feuerqualen mit einem verbissenen trotzigen Lächeln zu ertragen bereit war und zwickende Teufel mit der groben Kelle verjagen wollte.

    Dies alles kann nur eins bedeuten: das Ende der Welt ist nah.

  • Skandal: CSU lobt SPD

    Es ist unglaublich, welche Auswüchse diese Krise noch nimmt. Man hätte ja mit vielem gerechnet, seitdem die Grünen sogar mit den Schwarzen anbandeln, aber jetzt ist der Skandal komplett.

    Die CSU lobt die SPD in hohen Tönen und nennt sie "Verbal-Halbstarke".

    Ja, ihr Bajuwaren, damit müßt ihr aufhören! Sofort! Bei dem Zustand der Partei noch mit Lob überschüttet zu werden, da werden die noch größenwahnsinnig und drehen weiter auf. Gerade jetzt, wo endlich herauskommt, das die Agenda 2010, wie von allen erwartet, wirklich der große Schuß in den Ofen war, als der er sich auch bis jetzt darstellt.

    Allein das Wort "stark" überhaupt in irgendeiner Form mit der SPD zu verbinden ... ja schaut´s ihr denn keine Nachrichten?

    Zudem auch noch mit der Verbindung "stark".

    Nun gut, zugegeben, kein Sozi schreibt seine Texte selbst. Wie denn auch, bleibt doch gar keine Zeit für bei den ganzen Lobbyisteneinladungen in ferne Länder und teure Restaurants. Und womöglich schreiben die gleichen Redenschreiberagenturen ja auch für euch, da kommt ein Lob leicht über die Lippen.

    Doch trotzdem hätte man doch mal vorher drüber nachdenken können, was man sagt. Ok, das war noch nie eure Stärke, zugegeben.

    Und dann auch noch "Halb-Starke" ... ein jugendliches, dynamisches Outfit - FÜR DIE SPD???

    Der laufen jetzt die Jungwähler in Scharen hinterher ... womöglich wegen dem völlig ungeschickten
    "verbal" davor auch noch die Akademiker.

    Und das in einem "Superwahljahr".

    Seuselnder AWO-Tanten-Wahlverein, so etwas hätte ich von euch erwartet, daber das?

    Neeee, das war so was von daneben, da fehlen mir die Worte.

  • Nazi-Steinbrück und die Schweiz

    Hach, was ist das wieder für eine Aufregung. Wir wittern schon wieder dröhnende Kampfstiefel, röhrende Bomber und ratternde Ketten.

    Der Nazi ist zurück. In Gestalt von Steinbrück. Und bedroht die freie Welt.

    Keiner versteht mehr so richtig, was Sache ist.

    ACHTUNG DAS IST EIN WERBETRICK.

    In Wirklichkeit ... wollen die Schweizer einem nur einreden, das bei ihnen noch etwas zu holen sei.

    Denn eins ist klar: wo der Nazi sein fürchterliches Haupt erhebt, da ist er auf Beute aus.

    War bei den Juden doch genauso. Man wollte an ihre Kohle, ihre Häuser, ihr Land und ihre Fabriken.

    Deshalb hat man das alles nach dem Krieg ja auch behalten, werbewirksam ein paar Krakeelhälse an selbigen aufgehängt und schon war die Butter im Schrank.

    Ob Steinbrück ein Nazi ist, weiß ich nicht. Er selbst sagt nein, glaube ich.

    Aber das bei den Schweizern nix mehr zu holen ist, das weiß ich ... zufälligerweise.

    Klar, nach außen hin ist auch noch alles sauber. Innen auch ... Luftbuchungen machen keinen Dreck.

    Aber: das virtuelle Kapital schrumpft zusehends und die Schweizer kriegen Angst. Die Inquisitoren des Neoliberalismus gucken schon sehr ernst, wenn das Wort "Schweitz" fällt ... und die Staatsanleihen gehen auch nicht mehr weg wie warme Semmeln.

    Darum der Trick:

    "Schaut her, wir haben noch ganz viel, die Tresore sind randvoll. Sogar der Steinbrück guckt schon gierig".

    Steini, bleib ruhig ... und vor allem zu Hause.

    Die Schweiz ist so pleite, das selbst die Geier schon abgehauen sind...und bald wird ihnen als letztes auch noch die heiße Luft ausgehen.

    Aber als konservatives Volk schauen die lieber nach hinten als nach vorn. Früher war halt alles anders.

    PS: aber bitte nicht weitersagen. Die Pleite der Schweiz unterliegt strikt dem Bankgeheimnis.

  • Die Zukunft der Menschheit ... und die Franzosen

    Mitte der neunziger Jahre wagte eine über achtzigjährige Französin den Aufstand (ja ja, Französin, Frau und dann auch noch alt. Wen wunderts ...) und schrieb gegen den Neoliberalismus an.

    Terror der Ökonomie und Diktatur des Profits waren ihre Schlagworte.

    Und nebenbei führte sie auch aus, wohin dieses Denken führen wird, wenn es nicht gebremst wird.

    Kleine, hochroboterisierte Wohlstandsenklaven von Superreichen verstreuen sich über die lebenswerten Zonen dieser Welt. An ihrem Rand durch Roboter streng bewachte und bewirtschaftete Versorgungsfarmen, Roboterfabriken und eine kleine Farm für Zuchtmenschen ... falls man mal saubere und gesunde Organe braucht.

    Außerhalb jener Oasen des Glücks: eine sterbende Welt. Zerfallene Großstädte, in denen der klägliche Rest der Menschheit krank, hungernd und geistig zerrüttet um das tägliche Überleben kämpft.

    Das ist halt praktizierter Sozialdarwinismus in einer Welt ohne Ethik und Moral.

    Eine perverse Phantasie ... ohne jeden Wirklichkeitsbezug?

    Man sollte mal einen Blick in chinesische Sonderwirtschaftszonen werfen. Dort ist ein Teil jener Horrorzukunft schon Wirklichkeit geworden. Oder zu Fuß durch das einst so prachtvolle Johannisburg spazieren ... es reicht aber auch eine Wanderung zu den entlegeneren Stadtteilen Washingtons, um den Hauch einer Ahnung zu bekommen, wie es aussehen könnte, wenn man nicht den Kurs ändert.

    Und an der Sicherheitstechnik wird auch schon mit Hochdruck gearbeitet.

    Gut ... noch braucht man etwas mehr Menschen.

    Aber es werden täglich weniger gebraucht.

    Und dann?

  • Verschwörungstheorien, Wirtschaftskrise und Entenhausen

    Verschwörungstheorien sind unabdingbare Notwendigkeiten. Denn wenn die Verschwörung keine Theorie mehr ist, ist sie schon ein politischer Skandal. Vorher jedoch ... läßt sie sich nur im Rahmen von Theorienbildung abbilden und untersuchen.

    Verschwörungen sind nämlich geheim (das scheinen manche nicht zu wissen, deshalb sage ich das hier noch einmal deutlich). Das heutzutage die Vokabel "Verschwörungstheoretiker" schon fast zum Schimpfwort geworden ist, ist eine Vergewaltigung der Sprache.

    Die philosophischen Disziplinen der "Wissenschaftstherorie" und der "Erkenntnistheorie" liefern die Basis für alle Natur- und Geisteswissenschaften (auch wenn viele Kolbenkocher und Teilchenschießer das kaum merken, weil sie selten nachfragen, wer denn ihren Professoren die Methodik gelehrt hat), niemand käme auf die Idee, "Erkenntnistheoretiker" als deklassifizierendes Schimpfwort zu gebrauchen.

    Es gäbe nur einen Grund, Verschwörungstheorien in Bausch und Bogen abzulehen: das noch nie in der Historie der Menschheit Verschwörungen beobachtet worden sind....die Generation Doof hat hier schon Problem mit Wort "Historie", darum ein paar Stichwörter: Cäsar und Brutus, Christus und Judas, Hitler und Staufenberg .... oder einfach mal ins Archiv des Kartellamtes gehen, die haben tagtäglich mit Verschwörungen zu Lasten der Verbraucher und Mitbewerber zu tun.

    Jeder, der nur mal halbwegs mit Handlungsvollmachten ausgestattet für ein größeres Unternehmen tätig war, weiß, das Verschwörungen Alltag in der ganzen Geschäftswelt sind. Damit werden Konkurrenten ausgeschaltet, Chefs und Kollegen entsorgt, den Mitbewerbern die Rohstoffe entzogen oder Absatzmärkte blockiert, Aktienkurse manipuliert, Währungen ruiniert, kurz: Business gemacht.

    Der durchschnittliche Verbraucher bekommt davon nur was mit, wenn er anstatt zur Bildzeitung mal die Financiel Times, das Handelsblatt oder ... noch besser eigentlich ... das Manager Magazin liest.

    Natürlich schürt das Sorgen und Ängste auf und man fragt sich: was passiert denn eigentlich noch so alles da draußen? Bei dem, was man schon weiß: was läßt sich eigentlich noch alles manipulieren?

    Antwort: alles. Manipulation gehört zum Marketing und ist unverzichtbarer Bestandteil jeder Konzernstrategie. Man nennt es auch "Werbung", wenn es öffentlich sichtbar sein soll. Und die andere Seite "Lobbyismus".

    Darum ist es völlig letigitim die Fragestellung zu untersuchen, ob nicht hinter der gegenwärtigen (lange vorhersehbaren und durch viele bewußte Entscheidungen herbeigeführte) Wirtschaftkrise auch die Absichten einiger weniger stecken, sich letztendlich noch mehr Macht zuzuschanzen wollen.

    Um dies zu untersuchen, muß man Theorien bilden. Verschwörungstheorien.

    Je mehr Ungereimtheiten im Raum stehen, (wie im Falle nine eleven), umso legitimer werden die Theorien.
    Eine reine Selbstschutzmaßnahme, um nicht irgendwann wie Cäsar darzustehen: "Auch du, mein Sohn Brutus?"

    Natürlich fordert komplexe Theorienbildung eine gewisse Auffassungsgabe (sprich: Intelligenz) von seiten der Untersuchenden, zudem man davon ausgehen kann, das die andere Seite sich nicht gerade durch ausgeprägte Dämlichkeit kennzeichnet, sondern hochintelligente Spezialisten am Werke sind (die CIA hat das jahrzehntelang überzeugend genug praktiziert. Die sind schon hinterhältig schlau, die Jungs).

    Und man sollte es gewissen Menschen verzeihen, wenn sie diese Auffassungsgabe einfach nicht besitzen und
    deshalb komplexe Theorienbildung schon im Ansatz nicht nachvollziehen können.

    Manche Menschen wohnen einfach lieber in Entenhausen, wo alles in Ordnung ist, der gute Onkel Dagobert das Geld hat und seine Neffen Tick,Trick und Track die Bedrohungen des bürgerlichen Lebens mit dem Pfadfinderhandbuch bewältigen.

    Es ist auch das gute Recht dieser Menschen, eine so naive Weltsicht zu betreiben.

    Denn die echte Welt da draußen ... ist zuweilen außerordentlich ekelig, dreckig, gemein und hinterhältig.

    Man munkelt, sie hätten sogar den Sohn Gottes erwischt und die Zeichen ihres Triumphes weltweit aufgestellt.

  • Ganz schlimm: Die ARGEN in NOT

    Eine Meldung ging gestern durch die Republik: die ARGEN sind in Not. Irgend so einer grüner Dosenpfändler gestand in einem Interview, das diese ganze Arge-Geschichte aus dem Ruder läuft. Nun haben die Gerichte entschieden, der Scholz hatte eine Idee, die CDU macht nicht mit ... und jetzt hat man den Salat.

    Das ist ganz schlimm, meinte der grüne Frosch (klar, ihn betriffts. Er hat diese Mißgeburt ARGE ja mit in die Welt gebracht) ... dessen Name ich mir gleich nicht gemerkt habe. Immerhin fordere ich ja die Auflösung dieser Un-Partei, was soll man sich da noch Namen merken.

    Denn jetzt ... laufen der Arge die Mitarbeiter davon. Viele hätten ja nur Zeitverträge und würden sich in dieser Situation jetzt anderweitig umsehen.

    Aha ... jetzt ist es offiziell. Auch bestätigt durch einen Arge-Leiter. Mitarbeiter mit Zeitverträgen.

    Hochqulifizierte Spitzenkräfte verlassen die Arge und nehmen sich einfach selbst die vielen gut bezahlten Jobs, die die Wirtschaft zu bieten hat und in die sie andere vermitteln sollten.

    Eine unvorstellbar Knappheit an 1-Euro-Jobs droht, sollten die sich auch noch da hineindrängen.

    Und außerdem, so Mister Kröte, können ja dann auch die vielen anderen gar nicht mehr vermittelt werden.
    Die vielen Millionen in die paar hundertausend Jobs.

    Stimmt, dafür brächte man schon echte Spitzenkräfte, um 10 Mitarbeiter auf eine Stelle zu vermitteln.

    Obwohl ... wenn jeder nur ein Euro die Stunde bekommt - bleibt am Ende für das Unternehmen ja sogar ein Gewinn über. Den können die in diesen schlechten wirtschaftlichen Zeiten wirklich gut gebrauchen.

    Dabei ... moment mal! Gerade die ARGEN sollten doch keinen Mangel an ... Arbeitslosen haben.

    Einfach die nächsten zehn, die hereinspazieren, mal hinter den Schreibtisch setzen - schon ist das Problem gelöst!

    Nebenbei bemerkt: das arbeiten für die ARGE muß ungemein attraktiv sein, wenn die Mitarbeiter lieber dort Zeitverträge annehmen als in dem jobüberfluteten ersten Arbeitsmarkt sofort eine volle Stelle unbefristet zu besetzen.

    Ich wußte es: die Generation Doof ist im Parlament angekommen.

  • Des Ende der Herrschaft der Menschheit

    Nun ist es geschehen.

    Die Herrschaft der Menschheit ist zuende. Eigentlich ... hatte ich schon darüber geschrieben. Ich hatte aber eine Kleinigkeit vergessen.

    Falls es nicht schon vorher geschehen ist und in der Medienflut unterging ... in der Beziehung zwischen Menschen und Robotern hat es einen Qualtitätsprung gegeben.

    Die japanische Roboterlehrerin kann sechs Emotionen simulieren: Schlagzeile bei Spon: sie "beherrscht" sechs Emotionen.

    Dies ist sprachlich unkorrekt. Maschinen haben keine Emotionen. Aber: sie kann sechs Emotionen simulieren.

    Die Kinder jedoch ... werden beherrscht.

    Sie weinen, wenn der Roboter böse wird.

    Entgegen der immer wieder gepredigten Robotergesetze von Isaac Asimov, die uns ja vor einer bösen Maschinendiktatur schützen sollten, verletzt gleich die erste Maschine diese Gesetze:
    Sie schadet kleinen Kindern, macht ihnen Angst.

    Es mag sein, das diese Nachricht für zukünftige Historiker den Anfang vom Ende bedeutet.

    Das erste Mal macht eine Maschine Menschen bewußt Angst, beherrscht sie und ihre Gefühle.

    Das ist eine ganz neue Qualität in der Beziehung Mensch-Maschine ... auch wenn sie in einer harmlosen Nachricht daherkommt und als Triumph der Technik gefeiert wird.

    Was kommt als nächstes? An Polizeirobotern wird schon geforscht. An Kampfrobotern ebenfalls ... sogar in fliegender Form. Und wenn die ein böses Gesicht aufsetzen?

    Angesichts der Massenarbeitslosigkeit, die auch Akademiker betrifft, scheint mir die Entwicklung eines Lehrerroboters nun nicht gerade Überlebensnotwendig zu sein.

    Aber ... billiger wird´s halt.

    Nur - wo wird die Entwicklung enden? Wer fragt den Bürger, ob er das überhaupt will?

    Und wer forscht eigentlich alles schon jetzt am Regierungsroboter, der nicht korrupt ist, keine Kinderpornos guckt, nicht in Bordellen als Perverser angesehen wird, nicht kokst, nicht ungefragt Unsinn redet und vor allem ... billiger ist?

  • Der Mensch ist schlecht. Und der Herr Phillip M.aus R?

    Jo. Das hört man ja öfter mal.

    Er ist grausam, faul, dumm, überlebensunfähig, bösartig und was es sonst noch alles an Unflätigkeiten gibt.

    Solche Aussagen ... sagen allerdings in erster Linie etwas über den Verfasser aus.

    Er ist nämlich in erster Linie Mensch.

    Wenn also ein Phillip Missfelder der Meinung ist, das die Erhöhung von Regelsätzen in erster Linie der Tabak- und Spiritousenindustrie zugute kommt, so besagt dies nur eins: wir wissen, was ER machen würde, wenn er in so einer Lage wäre.

    Immerhin gilt hier wie überall: das Menschenbild wird hauptsächlich von dem geprägt, was man selbst in sich hat. Besser als sich selbst kann man keinen Menschen kennenlernen. Und danach beurteilt man dann erstmal alle anderen.

    Darum sind die Prediger der faulen, bösen, grausamen, schmarotzenden Menschen selbst .... wahrscheinlich genau in jenen Kategorien zu suchen.

    Was der Mensch "an sich" ist ... unterscheidet sich von dem, was er unter gewissen Umständen manchmal tut.

    Jeder Mensch ist faul, selbst der Topmanager baut im Urlaub nicht unentgeldlich Kläranlagen in Indonesien, sondern hängt seinen Hintern faul über´n Strand.

    Was ich von Menschen an sich halte ... schreibe ich hier jetzt nicht. Nach der Argumentation würde das
    in (übel riechendem) Eigenlob enden.

    Doch eins mag ich gern sagen: ich halte sie - an sich - für eine ganz tolle Erfindung.

    Wie bei allen Lebewesen gilt jedoch: versaut man ihnen das Lebensumfeld, dann drehen sie durch.

    So oder so.

  • Beruf: Lebenskünstler ... und Menschenfreund

    Lange lange lange gibt es in der Tradition der philosophischen Praktiker einen Streit, ob es nun besser sei, ein Lebenskünstler zu sein oder ein Lebenskönner.

    Wie schön, das man sich an solchen akademischen Streitigkeiten nicht beteiligen muß, wenn man nicht will.

    Was ein "philosophischer Praktiker" ist? Ein niedergelassener Philosoph mit eigener Praxis. Ein noch sehr heterogener Verein (viele versuchen sich erbärmlicherweise als Unternehmensberaterersatz ... bah.
    In den Jemen mit den Schelmen!), dessen Zielrichtung klar ist: nach 3000 Jahren die Philosophie wieder dahinzubringen, wo sie hingehört - raus aus dem Elfenbeinturm, hin zum "kleinen Mann".

    Ernsthafte Konkurrenz stellt der philosophische Praktiker für den niedergelassenen Psychiologen dar ...
    drei Stunden Werteumdeutung haben schon mal schnell eine Dauerpatientin beschwerdefrei gemacht. Da wurden die Psychologen aber ganz schnell sehr rege ... die Fleischtöpfe sind in Gefahr gewesen.

    Was nun aus dieser Praxis entstammt, ist der Rat, das Leben als Kunstform zu begreifen. Lebenskünstler zu werden. Das geht auch mit wenig Geld ... zuviel davon würde ohnehin die Kreativität empfindlich stören, weil man sich recht schnell mit zivilisatorischem Sondermüll vollstopft.

    Was braucht ein Lebenskünstler? In erster Linie sich selbst. Und die Bereitschaft, Probleme als Herausforderungen zu begreifen, die es zu bewältigen gilt. Man kann über zu wenig Geld jammern ... oder einen Sport daraus machen, mit ihm zu spielen. Z.B. soviel Lebensstandard wie möglich aus so wenig Geld wie nötig herausholen ... oder die Bedürfnisse soweit herunterfahren (und die gesammelten Erfahrungen dabei bestenfalls sogar aufschreiben), bis es nicht mehr weitergeht.

    Einen Fall des letzteren kenne ich persönlich. Einen arbeitslosen Musiker. Trotz Sozialhilfe war nach drei Monaten Geld für ein teures Xylophon übrig. Seine Essgewohnheiten ... könnte ich nicht so schnell teilen. Aber die Musik die er damit machte, war mehr als das Geld wert, das die Gemeinschaft in ihn investiert hat.

    Hilfreich wenn nicht sogar notwendig ist auch eine gewisse Sichtweise des Mitmenschen.

    Eigentlich sehr einfach ... immer erstmal das verbindende sehen, das was man mit dem anderen gemeinsam hat.

    Trotz politischer und gesellschaftlicher Differenzen ... mag man sich dort begegnen, wo man einen gemeinsamen Fußballclub hat, einen gemeinsamen Musikgeschmack, Freude an der türkischen Saune, Probleme bei der Kindererziehung oder was es sonst noch so gibt.

    Nach der gleichen Methode arbeiten Netzwerkbilder im Management....nur die Ziele sind da ganz andere...und sie sind nicht unbedingt erstrebenswert.

    Das Verbindende zu sehen ... kann einem schnell zum Menschenfreund machen...und viele unnötige Feindschaften drastisch reduzieren. Die Welt wird bunter, schöner, angenehmer, lebendiger, vielfältiger ... und man erkennt schnell, das "echte Arschlöcher" eine ausgesprochene Seltenheit sind.

    Existent, keine vom Aussterben bedrohte Art ... aber selten.

    In einer Welt voller Lebenskünstler jedoch ... gefährdet weil einsam und allein.

  • Ganz Schlimm ... Artensterben hat Milliardäre erfaßt

    Das ist ja mal eine Meldung der besonderen Art ... die keinen interessiert.

    Die Anzahl der Milliardäre ist weltweit um ein Drittel gesunken.

    Die Meldung löst Betroffenheit aus.

    Wie unglücklich müssen diese Menschen jetzt sein. Gestern noch Milliardär, heute jedoch bedeutungslos.
    Keine Nachricht mehr Wert. Außer die, das sie weg sind.

    Ich warte nur drauf, das die Grünen Besserverdiener eine Artenschutzkommission einrichten, um Milliardäre auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen.

    Weil man sie so dringend braucht und sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens selbst sind, vor allem für die Klatschpresse (ist das eigentlich die Presse, der man einfach eine klatschen darf? bin da nicht im BILDe...).

    Wer soll denn in Zukunft in den ansonsten unbezahlbaren Luxusvillen wohnen, wer die Privatflieger kaufen oder die Superjachten mit Hubschrauber bezahlen?

    Gott sei Dank liefert der Markt der Milliardäre die Anwort gleich mit.

    Neu auf der Liste: Ein Drogenbaron.

    Was bedeutet: die neuen armen Multimillionäre koksen wie bekloppt und praktizieren Umverteilung pur aus den Taschen der Armen in die Hände der Verbrecher. Business as usual.

    Sind auch sicher gute Zeiten für Kinderfolterpornos ... irgendwo müssen die ihren Frust ja ablassen.

    Gegen die will Merkel ja jetzt stärker vorgehen ... der Ärger mit den Grünen ist vorprogrammiert.

    Vielleicht mischt sich ja auch die EU ein mit einem steuerfinanzierten Rettungscarepaket.

    Als Dank (und zur Ankurbelung des Binnenkonsums) bekommt jeder Steuerzahler zehn Postkarten mit den Gesichtern der reichsten Menschen der Welt ... Briefmarken bitte selber kaufen.

  • Generation Doof

    ...so der Titel eines Buches, das ich nie gelesen habe. Doch heute fand ich bei Spiegel online eine Reihe von Tipps, wie eine strunzdumme Kartoffel sich ganz lange in einer komplizierten Welt zurechtfinden kann, ohne auch nur ein bischen dazuzulernen.

    Eine ganz klasse Angelegenheit.

    Konsequent verfolgt, führen die Tipps vor allem zu einem: man bleibt doof für immer und ewig.

    Das ist natürlich ein lebenswertes, sinnerfüllendes Ziel, das ich an dieser Stelle überhaupt nicht in Frage stellen möchte.

    Das erklärt sich ja von selbst.

    Worüber ich mir nur Sorgen mache, ist die Tatsache, das die Generation Doof mitlerweile im Parlament angekommen ist und dort voller Stolz ihre geballte Inkompetenz erstrahlen läßt.

    Sowas kann dann schon mal schlimme Nebenwirkungen haben, die über einen Fauxpas auf einer Stehparty bei RTL hinausgehen.

    Wie schön, als es noch Zeiten gab, wo gegen "doofsein" einfach etwas mehr Bildung geholfen hat.

    Davon gibt es doch genug an allen Ecken.

    Welchen Sinn es nun machen soll, das doofsein (ebenso wie die Kindheit) endlos zu verlängern, erschließt sich mir auch nach längerer Besinnung nicht ganz.

    Ich meine, mit Zahnschmerzen geht man doch auch zum Zahnarzt und lernt nicht mühevoll, den Schmerz möglichst nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Schadet auch langfristig dem Zahn.

    Ob doofsein auch langfristig dem Hirn schadet, läßt sich wohl vermuten: was man nicht gebraucht, degeneriert.

    Darf man vermuten, das "asoziale Schmarotzer" die Enkel-Generation gezielt verblöden, weil sie doch jetzt schon ihre Rache fürchten?

    Na, wollen wir mal nicht zu weit spekulieren.

    Vielleicht ist die Blödheit auch nur die natürliche Ernte von jahrelangem MTV und VIVA - Konsum.

    Ein kleiner Tipp von mir an die Blöden: Bildung gibt Sicherheit so wie echtes Essen satt macht.
    Wenn ihr Hunger habt und jemand hält euch erfolgreich ein Bild von einer Pizza vor die Nase, macht ihr auch keine Freudensprünge.

    Und je länger ihr eure Blödheit kultiviert, je höher ihr euch in der Berufshierarchie mit gut durchdachten Tricks einschleicht, umso tiefer wird der Fall, wenn im Arbeitsleben echte Probleme auf euch zukommen, die mit Sprücheklopfen nicht mehr zu bewältigen sind.

  • Asoziale Schmarotzer!

    Ich weiß nicht, welche Regierungsform unser Enkel haben werden. Ich weiß nicht, welche Wirtschaftsform sie haben werden, noch welches Klima dieses Land dann hat.

    Aber ich weiß, welche Gefühle sie für uns haben werden:

    Hass und Verachtung.

    Hass und Verachtung für eine Generation, die nur eins kannte: die Zukunft ihrer Kinder aufzufressen.

    Man weiß sicher, was jetzt kommt: eine Ökologiepredigt.

    Und man fürchtet sich vor einem Kreuzzug für Dosenpfand und die Rettung der Frösche auf Landstraßen.

    Keine Sorge, es geht hier um mehr. Um die ganze Welt, bzw. um 2,4 Welten. Soviel bräuchten wir nämlich,
    wenn alle Menschen unseren Lebensstandard hätten. 2,9 wenn es der der Schweiz sein sollte. Doppelt soviel, wenn die USA Maßstab werden sollten.

    Oder: soviel Deutschlande bräuchten wir, würden wir nicht woanders hemmungslos plündern würden...was das logische Ende aber nur etwas herauszögert.

    Tag für Tag arbeiten gigantische Konzerne an der Erhöhung des Lebensstandards in der Welt, denn der Wille zum Verkauf ihrer Produkte durch Erschließung neuer Märkte kennt keine Grenzen. Man sollte sich also nicht der trügerischen Hoffnung hingeben, das wir hier im rundumversorgten Norden für immer und ewig den Rest aussaugen lassen können (ohne uns selbst dabei groß die Hände schmutzig zu machen)...im Dienste von Shareholder Value schaufeln die Helden unserer "Kultur" gemäß des ihnen innewohnenden Automatismus schon längst an unserem Grab...um sich an dem lieben guten braven China zu bereichern, dessen Dikatur mitlerweile keinen Menschen mehr interessiert, "weil der Markt so interessant ist".

    Es wird dramatisch werden, wenn Opa dem Enkel voller Stolz seine Urlaubsphotos zeigt ... Asien, Amerika, Afrika - die schöne Safari, der Strand in Indien, der Tauchurlaub auf den Maledieven und der Enkel ihm dafür eine Ohrfeige gibt. Oder wenn er sein Einfamilienhausegotempel vererben will, der Enkel es aber lieber abreißen läßt und in eine Mietskaserne zieht, damit seine Enkel wiederum noch einen Hauch von Chance haben. Wenn dann noch die Aufnahmen von Opa (möglicherweise sogar ein Leistungsträgeropa) mit seinen tollen Roadstern und sonstigen PS-Perversitäten kommen, wird der Enkel möglicherweise sofort schießen.

    Gut, die Spitze der asozialen Schmarotzer entzieht sich diesem Drama, indem sie sich einfach keine Kinder leisten. Sind ja auch recht teuer, die Blagen. 200000 Euro, bis sie 18 sind. Für das Geld kann man jährlich einen zusätzlichen Urlaub planen.

    Im Alter kann man dann ja andere Kinder für seine Rente arbeiten lassen ... die dürfen dann auch den Popo säubern, wenn der Opa unter sich macht.

    Die Frage ist nur ... tun die das dann auch. Oder nutzen sie die Gelegenheit zur Rache ...

    Doppelverdiener ohne Kind, großes Eigenheim, dicke Autos, drei Fernreisen im Jahr ... die Leistungsträger unserer Politiker! Die Stütze unserer Wirtschaft!

    Und die dümmlichen und egozentrischen Vernichter der Zukunft.

    Wenn irgendwo der Adelstitel des "Asozialen Schmarotzers" verliehen werden sollte ... dann gerade bei denen...und nicht bei jenen psychisch labilen Exzentrikern, die nichts anderes können, als von sozialer Untersützung leben - denn letzter machen bei weitem nicht soviel kaputt.

    Ich denke aber, das diese parasitäre Bevölkerungsgruppe, die 2,4 mal soviel vertilgt, wie das Land hergeben könnte, genau die gleiche ist, die gerne mal Hasskampagnen gegen Hartz-IV-Empfänger, Ausländer oder Rentner startet.

    Es ist der billige Versuch, von sich abzulenken...so wie man Riesenkampagnen gegen Raucher startet, um zu vermeiden, das man zu genau auf die Vergiftung von Autofahrern durch Abgase in Innenstädten blickt.

    Das Sündenbockprinzip. Hilft wenig ... es gibt immer weniger Raucher und die Krebsraten steigen trotzdem rasant an. Aber man war eine Zeit lang richtig gut drauf weil man echt was getan hat. Eine Zeit lang konnte man wichtigere Erkenntnisse wieder hinauszögern.

    Man sieht, man muß nur mal die Perspektive ändern, um zu sehen, wer wirklich ein asozialer Schmarotzer ist.

    Einen kenne ich persönlich: Wolfgang Clement. Ein Parasit, wie er im Buche steht....bzw es in seine Broschüren hat schreiben lassen.

    Ich selbst bin übrigens kein Vorbild ... nicht das das jemand glaubt. Würden alle wie ich leben, bräuchte man noch 1,7 Erden. Aber vor fünf Jahren war ich noch auf 3,2 ... und Leistungsträger. Bis mir klar wurde, das meine Enkel vielleicht lieber Luft, Wasser und Nahrung hätten als Photos von Opas Reisen, auf die er ja sooo stolz ist.

    Deshalb habe ich mich auf einen anderen Weg gemacht ... und war ein bischen erschrocken, das sogar ich noch drüber liege. Na ja, da wartet noch mehr harte unangenehme aber unverzichtbare Arbeit, was soll´s.

    Wer selbst wissen möchte, inwiefern er zu den asozialen Schmarotzern gehört, die sich an unserer Zukunft schadlos halten: unter dem Titel "ökologischer Fußabdruck" findet sich da was im Netz. Mein Favorit
    ist der WWF Schweiz. Lustige Bilder...

  • Touristenterror

    Seit einigen Jahren ist Terror ja in aller Munde. Vielleicht mal Zeit, sich über jenen Terror zu äußern, der äußerst schwerwiegende Folgen für die Lebenswelt von Menschen hat ... den Touristenterror.

    Wir in der Eifel können da ein Wort mitreden...obwohl wir bei weitem nicht so betroffen sind wie schönere Länder, die allerdings nicht in der Nähe liegen.

    Natürlich ... im Lande der Reiseweltmeister ist das ein Thema, bei dem man recht allein auf weiter Flur steht.

    Reisen ist doch schön.

    Ja, nur die Nebenwirkungen sind häßlich. Reist man umweltverträglich zu Fuß, ist das eine spannende Sache.
    Man lernt Land und Leute genau kennen ... und merkt auf einmal, wie unglaublich groß diese Welt doch ist.

    Groß und leer.

    Läßt man sich von Maschinen durch die Welt kutschieren, um andere Länder zu verpesten, Strände zu verschandeln die zuvor noch idyllisch und unberührt waren, sollte man sich auch die Frage stellen ...
    war es das wert?

    Also ... nicht die Frage: fand ICH das toll (das sollte man voraussetzen) sondern war es den Schaden wert, der angerichtet wurde? Nur um mal andere Bäume, andere Häuser und andere Menschen zu sehen, während man sich in der eigenen Stadt schon nach 4 Querstraßen nicht mehr auskennt, die Häuser kaum noch wahrnimmt und die Menschen erst recht nicht?

    Wie würde man sich fühlen, wenn jedes Jahr ... sagen wir mal 300.000.000 Chinesen und Inder in Deutschland Urlaub machen, ihre Hotels in Massen hier errichten (die sicher nicht unserem ästhetischen Standard entsprechen), die schönsten Flecken unserer Heimat platttreten, ihre Esskultur massiv verbreiten und sich an unsere Frauen und Kinder heranmachen?

    Na, da wäre der Aufstand aber groß.

    Erst recht von Seiten der Grünen ... denn so Urlaubsflieger versauen die Ozonschicht massiv. Da muß man schon lange Autofahren, bis man das im Individualverkehr erreicht, wenn man seinen Anteil an einem Langstreckenflug ausrechnet. 30000 km/Jahr ... habe ich mal gelesen.

    Natürlich ... man tut ja nur gutes als Reisender. Bringt Devisen in die Länder, die es brauchen.

    Klar ... aber die kann man auch mit der Post schicken, damit nicht die Aktionäre von Hotelketten und Reiseunternehmen dadurch reich werden, sondern jene Menschen, denen man ansonsten das natürliche Lebensumfeld zerstört.

    Viele Kulturen werden durch diese Reisebarbaren nachhaltig gestört, manchmal sogar vernichtet.

    Und trotzdem ... fühlen sie sich als Weltbürger, diese Touristenterroristen.

    Wer nun meint, er sei als Individualtourist fein raus, weil er ja den Wegen des schädlichen Massentourismus nicht folgt, dem sei gesagt: seine Ökobilanz ist noch beschissener - und er ist nichts anderes als der Scout für Neckermann und Quelle.

    Warum also nicht einfach mal zu Hause bleiben, der Umwelt ein Geschenk machen, ein Straßenfest veranstalten, auf dem man auch Türken, Inder und Moslems kennenlernen kann, vielleicht auch ein paar Kranke, Alte und Arbeitslose?

    Den Kindern würde das sicher besser gefallen, dem sozialen Klima in der Straße, in der man wohnt, würde es gut tun, es brächte mehr Frieden in das eigene Lebensumfeld und vielleicht sogar Zufriedenheit.
    Und wie schön, das wir einen gewissen Ausländeranteil haben ... so muß man gar nicht weit reisen, um Menschen fremder Kulturen kennenlernen zu können.

    Einfach mal ohne Haßkappe auf die Straße, nur Mut, das geht schon ...

    Die Enkel werden es einem danken ... sie haben dann noch eine Chance auf Rohstoffe, mit denen sie ihr Leben gestalten können, eine Chance auf ein zufriedenstellendes Lebensumfeld im Kreise vieler Freunde aus vielen Kulturen.

    Ich selber ... bin in meinem Leben nie in Urlaub gefahren. Da fehlt einem nichts.

    (der Fairniss halber muß ich allerdings gestehen, das ich beruflich sehr weit herumgekommen bin.
    Aber keine dieser Reisen hat mich dazu animieren können, mal privat auf jene Kontinente zu reisen.
    Es gibt halt Dinge, die haben einen höheren Erholungswert ... und dazu dient der Urlaub: sich zu regenerieren für den Job.)

  • Ganz schlimm! Neuer Amok! Tausende Tote! Straßenterror!

    ...und hundertausende von Verletzten. Jedes Jahr. Auf deutschen Straßen.

    Und ... wo bleibt die Sondersendung? Wer stellt das Programm um?

    Gut ... es werden jedes Jahr weniger tausend Tote, letztes Jahr 4467. Aber zigtausend Krüppel zusätzlich kommen noch dazu.

    Den ganzen Tag durfte ich mich heute volldudeln lassen von der Berichterstattung über Problemverarbeitung wegen 16 Toten in Winnenden und 2 in Köln.

    So viele Worte, soviel Betroffenheit und Anteilnahme. Man könnte meinen, die Welt wäre sonst in Ordnung.

    Dabei sind in der Zeit, in der über Winnenden und Köln gesprochen wird, dutzende in ihren Autos krepiert oder von vollgekoksten Leistungsträgern zermantscht worden ... viele Kinder dabei, übrigens.

    Ich weiß ... das ist ein langweiliges Thema.

    Aber ... wenn die Nachrichten schon die Börsenkurse bringen, dann sollten sie auch täglich die Toten und Verletzten bringen, die der Straßenverkehr fordert.

    Soviel sollten uns diese Menschen schon wert sein. Es sind noch viel zu viele.

    Und über die Anzahl der heute verhungerten Kinder werde ich schweigen.

    Sonst wird´s peinlich.

  • Grundeinkommen als Qualitätssteigerung im Arbeitsleben

    Es gibt viele Gründe für ein Grundeinkommen.

    Kaum genannt: die Chance für eine Qulitätssteigerung im Arbeitsprozess.

    Zufälligerweise kenne ich ein paar Berufsgruppen (Gymnasiallehrer z.B.), in denen sich Menschen befinden, die ihren Job zum Kotzen finden und ihn nur machen, weil sie Geld zum Leben brauchen.

    Darunter leiden alle. Vor allem die ganze Zukunft, den diese Lehrer prägen ganze Generationen.

    Gäbe es ein Grundeinkommen, so hätte man die Möglichkeit, auch als Arbeitnehmer mal aus seinem bisherigen Beruf auszusteigen und etwas ganz anderes zu versuchen. Straßentheater zum Beispiel. Entwicklungshilfe.
    Historische Forschungen in der Heimatgemeinde. Was auch immer.

    Managern wird ein Sabbatjahr empfohlen ... einfach mal ein Jahr lang durch Australien trampen, das hebt den Horizont ungemein an, steigert die Lebenserfahrung und bildet Charakter. Und man arbeitet motivierter.
    Es ist die motivierte Arbeit, die Qualität (und Kreativität) steigert, nicht die mühsam aus pekunären Gründen erduldete Langweiligkeit und Sinnlosigkeit des alltäglichen Schaffens.

    Doch niemand wird sich trauen, neue Qualifikationen oder Ideen auszuprobieren, wenn am Ende nicht die soziale Hängematte sondern der Reißwolf der ARGE lauert.

    Dann lieber einen beschissenen und gehaßten Job möglichst uneffektiv (d.h. mit sparsamen Einsatz der eigenen Ressourcen) ausführen.

    Der volkswirtschaftliche Schaden dieser bei mehr als der Hälfte der deutschen Arbeitnehmer verbreiteten Auffassung ist gigantisch (Spiegel, Manager-Magazin und Handelsblatt berichten immer mal wieder darüber ... und wissen auch nicht, was man dagegen machen kann).

    Ein Lehrer, der mal zwei Jahre auf einer Bananenfarm in Südamerika gearbeitet hat und zwei Jahre auf einer Straußenfarm in Südafrika hat wesentlich mehr soziale Kompetenz als sein Kollege, die die Länder nur auf wohlbehüteten Urlaubsreisen durcheilt.

    Gäbe es aber eine soziale Grundsicherung, die das hält, was sie verspricht: nämlich SICHERHEIT GEBEN STATT ANGST VERBREITEN (schönes Motto, übrigens), hätte man das erstemal eine Chance, eine größere Flexibilität am Arbeitsmarkt zu bekommen ... und zwar eine, die einen deutlichen Qualitätsschub nach sich ziehen kann.

    ARBEIT ... ist genug vorhanden. Mehr als genug. Allein die Qualifikation der neuen Generation für die Herausforderung des 21.Jhd. würde mehr Bürger beanspruchen, als wir überhaupt haben.

    Wenn wir in Zukunft nicht mehr zu bieten haben als unqualifizierte Hartz-IV-Empfänger und eingebildete Neureichenschnösel wird uns der Weltmarkt einfach verschlucken, die Chinesen werden uns aufkaufen und hier Reis anbauen, während sie den Neureichen den letzten Cent aus der Tasche ziehen, weil die keine Leistung mehr erbringen außer die Kohle von Papa und Opa zu verbraten.

    Aber 80 Millionen kreative Lebenskünstler hätten ein Potential, das andere so schnell nicht erreichen könnten.

    Und selbst, wenn uns das nur zu einem lustigen Freizeitpark macht ... der Eintritt in den Park könnte uns allein schon reich machen.

    Aber das würde nicht geschehen, denn wo das Leben Spaß macht, kommt die Kreativität von ganz allein.

    Für Ingenieure, Köche, Filmemacher, Architekten, Maurer, Designer, Schriftsteller, Straßenfeger, Mediziner, Chemiker, Modemacher, Autobauer ... und allem sonst noch, was Spaß machen kann.

    Nur ... Philosophen wandern dann aus.

    Ihre Arbeit ist getan.

    Gott sei dank geschieht in der Eifel ja alles hundert Jahre später ...

  • Lehrer, Feudalismus und Amokläufer

    Manchmal kommt man einfach nicht zum Schreiben, weil man die Zähne nicht mehr aus der Tischkante bekommt, in die man gebissen hatte, als man die Meldung las.

    Mit einem schielenden Seitenblick auf die bundesdeutschen Amokläufer versucht doch tatsächlich ein staatlich alimentierter Bildungsbeamter noch mehr Kohle als üblich abzugreifen.

    Wie es so schön heißt: manche schämen sich echt für nix.

    Man kann´s ja mal versuchen.

    In Zeiten globaler Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit wäre ich vor allem dankbar für eins:
    das das echte Leben, das meine Schüler erwartet, an mir spurlos vorüber geht.

    Kein Leistungsdruck, kein Termindruck, keine Umsatzverantwortung, kein gnadenloser Konkurrenzkampf, keine Führungsverantwortung, keine Sorge vor Arbeitslosigkeit keine das Gewissen belastende Personalentscheidungen und das Tollste: meine Leistung bewertet nur einer: ICH.

    Wie gut meine Schüler von mir unterrichtet worden sind, bewerte ich selber! Punkt!

    Ein Ausbildungsleiter eines Studienseminars gestand mir mal in seinem Ruhestand, was er von Lehrern hält.

    Nun: er muß es wissen - er hat sie jahrzehntelang ausgebildet.

    Lehrer, so seine Meinung, sind vom psychischen Grundprofil Menschen, die Angst vor dem echten Leben haben.
    Darum sind sie bestrebt, das sichere Nest Schule, das sie als Kind gezwungenermaßen kennenlernen mußten,
    nie wieder zu verlassen. Dort kennen sie sich aus, wissen, wo das Klo ist und fühlen sich sicher und geborgen. Außerdem hat man sich an die Ferien ... mit deren Gestaltung ein Lehrer noch nie Probleme hatte ... so schön gewöhnt.

    Darüberhinaus, so seine bittere Erkenntnis, ist das deutsche Schulwesen die letzte Bastion des Feudalismus. Nirgendwo gibt es dermaßen brutale Abhängigkeiten wie dort.

    Es wird Zeit, das diese Institution im 20. Jhd. ankommt ... das 21.Jdh. möchte ich ihnen noch gar nicht zumuten....es würde nur panische Ängste auslösen.

    Groß tönen Lehrer gerne von der Erziehungsverantwortung, die sie hätten. Die war ihnen mal sehr wichtig, weil sie dazu führte, das man fachlich nicht so viel von ihnen erwartete, wie man es von anderen akademischen Berufsgruppen tun würde.

    Jetzt wäre mal Verantwortung gefordert, kritische Selbstreflexion: warum gerade in meiner Schule, warum gerade mein Schüler?

    Natürlich kann man Forderungen stellen.

    Kleinere Klassen. Am besten auch ... mit zwei Lehrer pro Klasse, einer produziert den Stoff, der andere
    motiviert die Schüler und hilft Nachzüglern.

    Enthebung von der Notengebung ... damit man sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann: den Unterricht.
    Erleichtert auch die Arbeit: keine Klausuren mehr vorbereiten und berichtigen wäre doch schön.
    (Und bringt noch mehr Freizeit!)

    Bessere Bezahlung: gern.

    Nur mal als Gedankenanregung: 1000 Euro Prämie für jeden Schüler, der den Unterrichtsstoff sehr gut beherrscht, 500 Euro für gut, für befriedigend und ausreichend gibt´s nix, für alles andere ...
    vielleicht sogar Strafgebühr. Da stecken Möglichkeiten zum ungeahnten Reichtum drin...für gute Pädagogen, die den Job nicht nur wegen der Ferien machen.

    Fallen zuviele Schüler durch die Prüfungen, dann wäre man als Lehrer (und vor allem die, die ihn bezahlen)wahrscheinlich besser beraten, wenn man eine Karriere an einer Hamburgerbraterei fortsetzen würde, um einen Job zu haben, der den pädagogischen Fähigkeiten voll entspricht. Sicher, es käme was völlig fremdes auf Lehrer zu: Verantwortung für die eigene Leistung. Ganz was neues. Aber keine Sorge: der Rest der Republik (inkl. eurer Schüler) kennt das schon. Man kann damit leben ... und es kann einem schöne
    Erfolgserlebnisse bringen.

    Das schöne wäre: der Lehrer könnte Freund der Schüler werden und müßte nicht ihr Feind sein, weil er
    autokratisch über ihre ganze Zukunft entscheiden kann ... je nach Lust und Laune. (Studien über die Willkürlichkeit von Notengebung gibt es zu Hauf, die gleiche Deutscharbeit: von 1 - 6 ... je nach Lehrer,
    bei Mathe schwankt es von 2 - 5).

    Dann bräuchte man sich auch keine Sorgen mehr um Amokläufe zu machen ... man wäre aus dem Feindesraster heraus.

    Aber man hätte eine Position, aus der man heraus frühzeitig solche Kandidaten erkennen und aufhalten könnte.

    Das wären Forderungen, die eines Pädagogen würdig wären.

    Aber das was an unseren Schulen herumläuft: lebensfremde Feudalpauker, die sich in ihrer gottgleichen Macht suhlen auf Kosten der Gemeinschaft (ja, nicht alle, ich weiß. Aber: ich hatte Kinder auf deutschen Schulen ... ich weiß, was da läuft. Ich kann die Zahl der Dienstaufsichtsbeschwerden, die ich für mich und andere geschrieben habe, nicht mehr zählen ...) haben nur eine Forderung im Sinn:

    mehr Geld.

    Wie billig.

    Nur leider nicht für die Gesellschaft.

    Der kommt die Unfähigkeit dieser Autokraten teuer zu stehen.

  • Die Welt ist Hologramm

    Manchmal hauen mich die Nachrichten echt um. Diesmal sind es deutsche Physiker.

    Mal wieder: Physiker.

    Mit so einer neumodische Dampfmaschine namens "Gravitationswellendetektor" haben sie jetzt Entdeckungen gemacht, die sich wohl nur so erklären lassen: wir leben in einem Hologramm.

    Ist irgendwie alles gar nicht echt hier.

    Das denke ich mir auch manchmal, dafür brauche ich allerdings keinen teuren welteit einzigartigen Gravitationswellendetektor - mir reicht dafür ein Blick in die BILD-Zeitung.

    Also, das es Materie nicht gibt, hatten die ja schon mal herausgefunden.

    Und jetzt ... diese Miesere.

    Wenn aber ... der menschliche Geist nur als Funktion von "Gehirn" existieren soll (so ähnlich wie Strom und Fahrraddynamo), das "Gehirn" aber selber nur ein Geist ist ... also, was soll mir das dann sagen?

    Eigentlich nur eins: der menschliche Geist ist realer als sein Körper.

    Wußte schon Descartes. Und viele Millionen vor ihm.

    Schön, das Physiker jetzt auch da angekommen sind.

    Und jetzt?

    Bis das in den Schulbüchern ankommt, sind meine Enkel tot.

    Und bis das bei Lehrern und Journalisten angekommen ist, ist die Sonne verloschen.

  • Der Eine Ring ... und die Wirkung von Macht

    Tolkien hat sich immer dagegen gewehrt, das irgendjemand dahergeht und irgendetwas in seine Ring-Trilogie hineindeutet. Ist nur eine einfache, kleine Geschichte, meinte er.

    Das Schlitzohr.

    Philosophiert über die Bedeutung von Mythen und Märchen, schreibt ein eigenes, das sich vor allem aus nordeuropäischen Quellen bedient (ich glaube ... so richtig was ganz eigenes von ihm findet man
    im "Herrn-der-Ringe" nicht. Ist halt keine "Fantasy", sondern eine Sammlung von Weisheitsgeschichten - neu aufpoliert und in eine Reihe gestellt) und stellt sich dann hin und sagt:
    das hat alles nichts zu bedeuten.

    Dabei ist so viel da drin ....

    Allein der Eine Ring ... und die Verführbarkeit durch Macht, erst recht durch absolute Macht.

    Wieviele anfangs aufrecht scheinende Politiker haben schon versucht, den Ring der Macht nach Berlin zu tragen und sind, kaum dort angekommen, zu ganz finsteren Gesellen mutiert?

    Macht macht wahnsinnig, möchte man meinen.

    Und Menschen können sie überhaupt nicht ertragen ... auch wenn manche danach gieren.

    Einige sogar, um "Gutes" zu tun. Aber auch die Elbenherrin Galadriel (und die ist vielleicht GUT, das kann ich euch sagen; da kann man nicht meckern) wollte den Ring der Macht nicht, weil sie wußte, was er aus ihr machen würde....obwohl sie viel gutes hätte bewirken können. Anfangs.

    Scheinbar bräuchte man Hobbits, um Macht etwas länger ertragen zu können. Vielleicht deshalb in den 70´ern
    der Ruf: Frodo for President. Aber: der ist der Macht letztlich auch erlegen (einfach mal ganz zuendelesen, die dicken Schinken).

    Nur ... Tom Bombadil zeigte sich unbeeindruckt von der absoluten Macht. Aber er hat es noch nicht mal in den Film geschafft ... undenkbar, das er bis Berlin vordringen könnte.

    Darum scheint auch die Revolution wenig Hoffnung zu geben. Der Ring wandert nur in andere Hände.
    Aus Saruman dem Weißen wird Saruman der Vielfarbige, verseucht durch die Macht des Ringes, ohne auch nur je mit ihm in Berührung gekommen zu sein. Und dann sogar eher bereit, lieber Diener der Macht zu werden und seiner eigenen Berufung als "Widerständler" zu entsagen, als nur die Vorstellung ertragen zu müssen, jemals wieder fern zu sein von jener ... Macht.

    Es würde auch nicht helfen, so will mir scheinen, Politikern wie ehedem Zivildienstleistenden eine Gewissensprüfung aufzuerlegen, um zu sehen, ob sie schon von Macht korrumpiert sind oder nicht.
    Vorher haben sie sicher eins, bevor die ... vielfältigen "Sachzwänge" kommen, die bedauerlichen. Danach sind sie immun. Gegen alles. Nur nicht gegen die seelischen Deformierungen durch Macht.

    Es scheint nur eine Weg zu geben, heutzutage wie früher.

    Der Ring der Macht muß zerstört werden.

    Soviel ist klar.

    Doch: wo sind die Hobbits, die das eben erledigen könnten, wo die Zauberwesen, Zauberer wie Elben, Zwerge und wandernde Bäume, die sie unterstützen, wo die freien Völker, die noch außerhalb des Jochs leben?

    Und wo ist dieser verdammte Ring!?!

  • Mitleid und Gespenster

    Immanuel Kant hatte mal einen großen Schritt getan. Erkannt, das die menschliche Vernunft ihre Umwelt nur in Kategorien wahrnehmen kann. Paßt was nicht in die Kategorie, kann es uns auf der Nase herumtanzen, die Wohnung demolieren, den Hund ärgern ... wir können es nicht wahrnehmen. Auch nicht mit noch so schönen Instrumenten, weil die Vernunft keinen Karton dafür hat, wo man das Erlebte hineinlegen kann.

    Wahrscheinlich die Ursache für Gespenster (die Kant generell ablehnt, jedenfalls als Einzelfall, in ihrer Gesamtheit zollt er ihnen einen gewissen Respekt).

    Doch da gab es ein philosophisch-erkenntnistheoretisches Problem: "Ich" und "Welt" bleiben strikt voneinander getrennt, haben keinen direkten Zugang zueinander (und wenn ihm damals die Physiker noch gesagt hätten, das das "Ding an sich", die Materie, gar nicht existiert, hätte er wahrscheinlich sein Studierzimmer nie mehr verlassen), der Mensch ist nur in der Lage, sich ein (unvollständiges, durch die Kategorien seiner Vernunft begrenztes) Bild von der Umweld zu machen. Mehr nicht.

    Ganz abstraktes, abgehobenes Zeug.

    Heist praktisch: wir haben in Wirklichkeit keine Ahnung davon, was da draußen eigentlich los ist.

    Mist.

    Die Krone der Schöpfung ist blind, taub und dumm.

    Jedenfalls ... bis Arthur Schopenhauer ein Loch in Kant´s Kategorien gefunden hat.

    Mitleid.

    In dem Moment, wo wir den Schmerz in einem anderen Wesen spüren, fühlen wir ihn in uns selbst.

    Denselben Schmerz.

    Darum ist Mitleid der Schlüssel zur ganzen Welt, der Schlüssel zum Leben und zum Glück.

    Mitleid.

    So einfach geht Erkenntnistheorie (die Basis aller Wissenschaften).

    Und so verblüffend sind die Ergebnisse.

    Aber irgendwie ... scheint sich das nicht herumgesprochen zu haben. Wenn ich mich so umschaue, so finde ich, das Mitleid inzwischen ein sehr erklärungsbedürftiges Fremdwort geworden ist.

    Aber dann: bleiben wir blind, taub und dumm.

    Das soll doch wohl nicht wirklich bis in alle Ewigkeit so bleiben, oder?

    Auf jeden Fall wäre Mitleid ein vollkommen ausreichender Grund für ein bedingungsloses Grundeinkommen, auch wenn man über die Höhe desselben noch streiten müßte.

  • Politische Farbenspiele

    Hm ....

    rot plus grün gleich braun. Kacke. (Weiß jeder Hartz IV Empfänger).

    Schwarz plus rot? Braun. Kacke.

    Grün und Schwarz? Dunkelgrüne Kacke. Kranker Durchfall.

    Blau-Gelb gleich Grün. hmm. (Klar, die einen wollen KAPITALISMUS und Umweltschutz garniert mit ein paar Bürgerrechten, die anderen UMWELTSCHUTZ und Kapitalismus garniert mit ein paar Bürgerrechten. Farblich ist der Unterschied kaum darzustellen).

    Plus rot gleich braun. Wie gehabt.

    Blau-Gelb-Grün-Schwarz? Ganz flotter grüner Otto. Mit viel gelb wieder braun. Ziemlich sogar.

    Was soll man da nur wählen?

    Gleich braun? Damit man wenigstens sagen kann: ich habe es so gewollt? Geht auch nicht. Man will´s ja nicht wirklich.

    Und nur schwarz? Ist eigentlich keine Farbe, sondern die Abwesenheit von Farbe. Und viele davon werden braun, wenn sie Macht kriegen. Geht auch nicht.

    Alles rot? Wie bei schwarz: werden bräunlich durch Machtgebrauch. Siehe Schröder und Clement. Passiert übrigens auch bei grün ... die gammeln schnell an und verwelken.

    Weiß wählen?

    Oder gülden?

    Gibt´s nicht.

    Farblich eine Alternative, politisch nicht.

    Mist.

    Grau? Schon an sich recht farblos. War früher schwarz rot grün und ist im Alter verblaßt.

    Violett? Die gibts. Aber die können fliegen, sagen sie. Die heben noch schneller ab als die anderen.

    Wieder Mist.

    Was lernt man daraus?

    Keine politischen Farbenspiele während einer akuten Durchfallerkrankung durchführen.

    Denn dann gibt es nur eine Zukunft.

    Braun. So oder so.

  • 5 Jahre ohne Fernsehen

    Wie die Zeit ins Land geht ... fünf Jahre lang schaue ich kein Fernsehen mehr. Und habe auch keine Tageszeitungen oder Nachrichtenmagazine mehr.

    Dabei hätte ich das früher nicht für möglich gehalten. Man muß doch informiert sein! Nachrichtensendungen, politische Magazine, Wirtschaftsmagazine, ich habe nichts ausgelassen.

    Mensch, was war ich informiert.

    Kannte jeden Minister beim Vornamen.

    Heute kenne ich kaum noch einen Minister. Sind ja auch dauernd andere.

    Was DSDS ist, weiß ich nicht. Weiß aber, das viele darüber reden. Und den Bohlen hat man wieder reanimiert. Hoffentlich singt der nicht wieder.

    Fehlt mir irgendetwas?

    Nein. Überhaupt nicht.

    Gut - der Härtetest wäre, auch noch auf Nachrichten im Internet zu verzichten. Ginge aber auch - würde das Leben noch mehr erleichtern. Aber auch den Widerstand gegen den wachsenden Wahnsinn erschwehren.
    Man lebt ja nicht nur für sich selbst.

    Hat´s war gebracht?

    Enorm viel Zeit. Für Partner, Kinder, Freunde, mich selbst. Und für einen Blog, wie ich gerade merke.

    Möcht´ ich´s wieder, dieses "Fernsehen"?

    Nö. Auf keinen Fall. Dann lieber einen Bandscheibenschaden oder eine Virusinfektion.

    Journalisten traue ich sowieso nicht mehr. Sind käuflich wie Prostituierte, allerdings meist viel billiger zu haben. Dafür richten letztere wahrscheinlich mehr Schaden an als erstere.

    Ich traue nur noch dem Reporter, den ich selbst gekauft habe. Und auch dem nicht ganz, denn manchmal bezahlt er dafür, das er über Taten berichten kann, die es ohne ihn und sein Geld nie gegeben hätte.

    Auch schon vorgekommen. Schon mal von "Hitler-Tagebüchern" gehört, z.B.?

    Sind doch alles Quotennutten. Entschuldigt dieses Wort, aber manchmal muß man drastisch werden, um richtig ekliges korrekt zu beschreiben.

    Ausnahmen gibt es, sicherlich.

    Aber die bestätigen ja nur bekanntermaßen die Regel.

    Außerdem ... war es mir sehr leicht, mich jahrelang nahezu jeglicher Reklame zu entziehen. Und seitdem ich nicht mehr weiß, was ich unbedingt kaufen muß, um dazu zu gehören, habe ich total viel Geld über.

    Und viel Platz.

    Also, therapeutische Maßnahme Nr.1 für seelisches Wohlbefinden: Kiste aus.

    Höchsten noch ausgewählte Filme. Spielfilme, Dokumentationen. Da kann manchmal was wertvolles zu holen sein.

    Aber der Rest ... ist den Preis nicht mehr Wert, den man zahlen muß.

    Aber das so beruhigend schöne Testbild von ARD und ZDF vermisse ich schon ein wenig.

    Manchmal gab es sogar Töne dabei.

    Ich weiß aber gar nicht, ob die das heute noch im Angebot haben.

  • Diktatur der Angst

    Noch eine Diktatur. Die schlimmste vielleicht.

    Ich möchte mich ihr nicht philosophisch nähern ... Jasper, Heidegger, Kierkegaard - da wird es schnell unübersichtlich. Das Psychologische möchte ich ebenfalls meiden, ich verkaufe hier keine Tabletten.

    Thematisieren muß man es aber schon, denn kaum etwas kann das Leben zu betrüben wie die Angst.

    Ältere Völker hatten es da einfacher. Zog die Angst ins Dorf, rief man den Schamanen, der gern auch mal vor dem Dorf isoliert wohnte ... "bei den Geistern". Der kam, personalisierte die Angst ("Dämon", "böser Geist"), trommelte ein wenig, räucherte herum, führte einen wilden Tanz auf - und vertrieb den Horror.
    Und die Angst.

    Weiter entwickelte Völker hatten es auf einmal mit Göttern zu tun. Schreckliche, zornige Gestalten.
    Doch: kein Problem: wieder kam der Zaubermann (diesmal eher als Priesterin), opferte hier, räucherte dort, besänftigte die Götter - und schon konnten alle wieder ruhig schlafen.

    Dann kam die Aufklärung, schmiß Götter und Dämonen samt ihren Priestern über Bord (ganz zurecht auch, denn schon lange lebten Priester nicht mehr für das Volk, sondern nur noch von ihm) und richteten sich ganz neu ein.

    Aber die Angst blieb.

    Vielleicht noch schlimmer als zuvor, denn die Welt verlor jegliche ... Transzendenz. War nur noch ein Haufen Dreck. (Und jetzt kommen die Physiker und sagen: noch nicht mal der ist real).

    Auch die gottgleichen Mächte sind geblieben.

    Der "weltweite nukleare Krieg", die Vergiftung der Erde durch gigantische Konzerne, Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Folter ... und Tod. Mehr denn je sind die Menschen hilflos in ihrer Umwelt, Mächten ausgeliefert, die ungleich größer sind als sie.

    Diese Mächte sind jedoch, anders als die älteren ihrer Art - unmenschlich. Ihre Vernichtungspotentiale ungleich größer. Ihre Gnaden- und Vernunftlosigkeit auch.

    Und auch die Angst vor ihnen.

    Fort sind ... die Zaubermänner, Zauberfrauen, die einst Angst so beruhigend personalisieren und wegzaubern konnten.

    Dafür kam eine Flut von angstgezüchteten Neurosen. Und Krebs. War vorher auch kaum bekannt.

    Gut - gegen Ängste gibt es Tabletten. Oder Alkohol. Wirkt auch gut.

    Ist aber beides keine Lösung, denn: Angst frißt Seele auf. Angst macht krank. Darum nehmen die psychischen Erkrankungen in zivilisierten Ländern so rasant zu.

    Ein Lösung?

    Viel Spaß bei der Suche. Der Philosoph muß nicht den Weg gehen, den er zeigt. Er ist wie ein Wegweiser. Und der geht auch nicht selber.

    Sagt Arthur Schopenhauer.

    ......

    Also gut. Ich habe Menschen kennengelernt, die ihre Angst besiegt haben. Menschen, die Techniken erlernt haben, die ihnen das Leben nahezu unabhängig von der Maslowschen Bedürfnispyramide wesentlich erleichterten, weil es ihnen die Angst nahm.

    Manche waren Hexen und Schamanen. Hier in Deutschland. Andere keltische Priester. In der Eifel. Dritte waren Zen-Buddhisten, die Buddha getroffen und getötet hatten, wie man es von ihnen erwartet. Christen, die die Worte ihres Herren nur in Aramäisch lesen (weil das seine Alltagssprache war, er konnte kein Griechisch und kein Latein), manche waren "einfach nur" Poeten, die ihre Heimat im Wort fanden. Oder auch Naturmystiker, denen eine Wanderung durch unberührte Landschaft mehr Gefühle brachte als auch die beste Prise Koks. Die Liste ließe sich schier endlos verlängern.

    Es waren grundsätzlich religiöse Menschen, die eins gemeinsam hatten. Sie konsumierten Religion nicht, wie es die Kirche erwartet, sondern erforschten ... und erlebten sie. Ohne Guru, ohne Meister, ohne Autoritäten.

    Und darum ... nutzlos. Weil es nicht beliebig übertragbar ist. Weil niemand ihrem Weg nachfolgen kann.

    Aber was man sagen kann ... es scheint Wege zu geben.

    Und vor allem: sie stehen auch Armen offen. Sind nämlich enorm kostengünstig. Sogar: umsonst.

  • Bedürfnisdiktatur

    Weil´s gerade so schön in die Reihe paßt, noch eine Diktatur: die Diktatur der Bedürfnisse.

    Sie ist noch relativ neu in diese in die Welt gekommen, als die Konzerne vor allem eins brauchten:
    zahlende Kunden.

    Diesen Kunden mußte man einreden, das das ganz natürlich sei, wie sie dort durchs Leben gejagt wurden, sonst hätte man ihnen nicht soviel verkaufen können.

    Obwohl der Philosoph Simmel schon früher die Folgen der "Urbanisierung des Bewußtseins" erkannte und vor den notwendigen psychischen Folgen warnte, ignorierte Maslow dies erstmal vollkommen (eine übliche Vorgehensweise bei Psychologen, sich außerhalb der Philosophie zu bewegen, obwohl sie vollständig mit irgendeiner ... meisten unreflektierten ... Philosophie verbandelt sind) und baute seine allseits bekannte Bedürfnispyramide auf, mit deren Hilfe uns nun seit einigen jahrzehnten diktiert wird, was wir brauchen und was nicht.

    Gut - es gibt ein paar Sachen, ohne die fällt man tot um. Essen, Trinken, Schlafen, Wärme. Sex nicht.
    Auch wenn´s manch einem Mann so vorkommt - Sexabstinenz ist nicht tödlich. Für manche Lebensentwürfe ist es sogar notwendig, dieses Bedürfnis einfach auszulöschen. Und das geht.

    Freiheit ... ist ein schönes Schlagwort, doch wenn der "feste Arbeitsplatz" schon in der nächsten Bedürfnisstufe unverzichtbar wird, ist es essig mit der Freiheit - es sei denn, "Arbeit macht frei".
    Tut sie aber meistens nicht.

    Sicherheit, Recht und Ordnung, Absicherung, Schutz vor Gefahren folgen nach. Die polizeilich streng observierte Mietskaserne als menschliches Paradies? Wurde das schon mal mit einem Wikinger diskutiert, der sich in seiner Nußschale auf den endlosen Ozean gewagt hat? Oder mit einem Astronauten? Was würde Ganhi dazu sagen? Mutter Theresa? Albert Schweitzer? Wie gut, das die Maslow nicht kannten. Che Guevarra hätte wahrscheinlich sofort geschossen, wenn man ihm das um die Ohren gehauen hätte.

    Soziale Beziehungen - die nächste Stufe. Wieder Werte, die in Käfighaltung prima verwirklicht werden können: Familie, Partner, Liebe, Freunde, Intimität, Kommunikation. Also ... ich kenne Mönche, die werden ohne dies glücklich. Aber wieder ein Plädoyer für die Mietskaserne ... Intimität und Kommunikation kann man dort kaum entkommen, fällt mal eine Flasche um, dann hört´s man´s gleich drei Wohnungen weiter.
    Das folgende Gemecker der Nachbarn auch.

    Soziale Wertschätzung - Anerkennung, Lob, Geld, Einfluß ... all das, was andere als EGO-Problem minimieren wollen, weil es dem Wohlbefinden massiv entgegensteht. Das schon mal mit einem Einsiedler diskutiert? Mit jemandem, der sein Leben der Erforschung von Gorillas widmet, dem Studium gnostischer Mystik oder der Sammlung von UFO-Sichtungen? Ach ja, nach Wikipedia kommt jetzt auch mentale und körperliche Stärke ins Spiel ... nur ein Stadtbewohner kann es sich erlauben, so lange darauf zu verzichten. Das blöde schwache Landei wäre jetzt schon längst tot. Verhungert.

    Selbstverwirklichung - die letzte und höchste Stufe angewandter Egomanie. Individualität, Perfektion, Talententfaltung, Erleuchtung (???).

    Ich weiß nicht, wie lang letztendlich die Liste der Kulturen werden würde, die mit diesen Bedürfnissen nichts anfangen könnten und trotzdem glücklich waren ... zu lang auf jeden Fall für einen Blog.

    Seltsamerweise findet man zur Urbanisierung des Bewußtseins (einen künstlich gezüchteten Zustand mit künstlich gezüchteten Bedürfnissen) so gut wir gar nichts im Netz ... Maslow wird hingegen massiv gefördert. Nun ... würde man sich künstlich gezüchteter Bedürfnisse bewußt werden, könnte man sie ihrer leicht entledigen. Das würde manchen Konzern auch ohne Bankenkrise bankrott gehen lassen.

    Und dann gibt es einen Herrn Frankl (mitlerweile von den Psychologen auch mit Maslow zusammen zur humanistischen Psychologie gezählt), der im Konzentrationslager lebt und dort etwas findet, was ihn über die Maslow´schen Bedürfnisse weit hinaus hebt: Sinn.

    Hat das Leben einen Sinn, wird der Rest nebensächlich.

    Hat es keins ... kann Maslow einen lebenslänglich beschäftigen, danach zu suchen. Und dazu motivieren, viel Unsinn anzustellen und zu erleben.

    In Zeiten knapperer Ressourcen (Umwelt, Geld, Menschlichkeit) scheint es mir hilfreich, sich darauf zu besinnen, was für einen selbst wirklich wichtig ist.

    Und einen Punkt zu finden, der mehr gibt, als Maslow zugestehen wollte (obwohl er sich ständig drumherum dreht): Geborgenheit. Und die kann nicht mit noch so großem Aufwand künstlich konstruiert werden.

    Die findet der Einsiedler in der Natur, der Mönch in seiner Zelle, der sinnenfreudige Mensch bei dionysischen Festen, der Bauer auf dem Feld, der Idealist im Gedanken ... hält über all da, wo man Liebe erfahren und erleben kann.

    Aber "Liebe" ist auch so ein Begriff, den man in unserer Zeit eigentlich gar nicht mehr verwenden darf, weil er mißbraucht, vergewaltigt, beschmutzt und entwertet worden ist.

    Aber ... so früh am Morgen fällt mir kein anderer ein.

    Vielleicht ... versteht man´s trotzdem.

  • Uhrendiktatur

    Eine wenig beachtete und oft verschwiegene Nebenerscheinung der französische Revolution war, das man nicht nur Adel und Priester sondern auch fast sämtliche Uhren zerschlagen hat.

    Richtig gelesen: Uhren.

    Einige Revolutionäre waren der Meinung (und fanden schnell Anhänger unter denen, die schon Erfahrung mit dem neumodischen Teufelszeug gemacht hatten), das die Schreckensherrschaft der Uhren sogar die des Feudaladels noch übertreffen und zu schlimmer Sklaverei führen wird...zur schlimmsten Sklaverei.

    Na, da entsetzt sich aber der neudeutsche Verstand.

    Uhren sind doch nicht böse. Die hat doch jeder. Sind doch selbstverständlich.

    Und ... Uhren zerhacken das Leben in kleine Teile, hetzen die Menschen durch die ohnehin schon knappe Lebenszeit.

    So lange, bis sie für viel Geld "Entschleunigungsseminare" buchen müssen, um wieder zu bemerken, das sie überhaupt leben.

    Was wohl wäre, wenn die Revolutionäre sich durchgesetzt hätten?

    Zumindest wären uns dann wahrscheinlich auch Handys erspart geblieben....Uhren, die uns anrufen und vollpiepen können, wann immer es ihnen gefällt.

    Noch so eine Art Sklaverei.

    Dann auch noch durch Maschinen.

    Und wir nennen und "frei"?

    Da lachen ja die Hühner.

    Und die Revolutionäre.

  • Militärdiktatur USA

    (wenn doch nur mein Kopf nicht so ... virenverseucht wäre ...röchel, hust, schnupf)

    Es ist nun einige Jahre her ... ich schätze mal, so drei bis fünf, da ging eine Meldung durch die Presse.

    Eine von den kleinen Meldungen, die eigentlich viel brisanter als ein Amoklauf sind, aber nur einen Bruchteil der medialen Aufmerksamkeit bekommen - und immer viel weniger, als ihnen zusteht.

    In dieser Meldung konnte man lesen, das die Bundesregierung der USA samt Präsident ein Papier entworfen hatte, nachdem bei dramatischen Zusammenbrüchen der Börse das Militär die Macht übernehmen sollte, um Unruhen und Unannehmlichkeiten für reichere Menschen zu minimieren.

    Bei einigen Menschenrechtlern in den USA stieß dieses Ansinnen auf harschen Protest.

    Das sich hier eine Supermacht offen dazu bekannte, sich notfalls in eine Militärdiktatur zu verwandeln, wenn es der Börse nur schlecht genug geht, ist an und für sich ein Skandal ... der jedoch keinen interessierte.

    Gut, mich schon ... aber es war im Netz nur wenig zu finden. Ob heute noch was da ist ... keine Ahnung.
    Gut für Menschen, die noch ein Gedächtnis haben, das ohne Links funktioniert.

    Denn diese kleine Meldung kam zu einer Zeit, als es der Börse super ging.

    Momentan scheint das nicht so der Fall zu sein. Dafür werden vermehrt kampferfahrene Truppen ins Land geholt und für Inlandseinsätze geschult (einfach mal yahoo´n) ... und Aipotustar berichtet heute von zunehmenden Unstimmigkeiten im amerikanischen Verteidigungshaushalt und der konkreten Erwartung "strategischer Schocks" (bitte dort nachlesen).

    Und auf einmal gewinnt diese kleine Meldung wieder Bedeutung, steigt aus dem Unterbewußtsein hoch und klingelt laut.

    Wenn ich mich recht erinnere, war die Dead Line ein Dow Jones von 7000. Da wollte man dann mal ... reinen Tisch machen und zeigen, wie es wirklich um die Demokratie bestellt ist. Dieses Weicheigezappel hatte man ja nun auch wirklich lange genug geduldet. Aber: wenn man noch nicht mal mehr dran verdienen kann, dann:
    weg damit.

    Na ja, schauen wir mal.

    Sind eigentlich noch viele amerikanische Truppen hier? In der BRD? Genug, um hier auch ...?

    Und sonstwo? Ich meine, man weiß ja nicht, wo die dann halt machen....

  • Briefe an die Leser: Reiche! Das Land braucht euch!

    Liebe Reiche.

    10 % von euch besitzen 61 % des Volksvermögens. Das ist eine ganze Menge. Da können die anderen noch so viel arbeiten ... das Vermögen ist jetzt weg.

    Ist halt hier mal so geregelt worden.

    Kann und muß man jetzt anders regeln.

    Jetzt ist es mal Zeit, die Ärmel hochzukrempeln, in die Hände zu spucken und mit anzupacken....auch wenn
    echte Arbeit für euch schon immer ein Fremdwort war.

    20 % von euch besitzen 91 % des Volksvermögens. Für die übrigen 80 % sind also noch 9 % übrig.

    Für die wird sich Leistung nie mehr lohnen. Wie auch, ist nichts mehr da, was zu verteilen wäre.

    Jetzt ist eure Stunde gekommen.

    Packt den Koks weg, stellt die Kinderpornofilme aus, schickt die Prostituierten nach Hause ... und macht mal was sinnvolles.

    In Zeiten der Not hat sich eingebürgert, das die Menschen sich untereinander helfen.

    Die Amerikaner haben uns mit Care-Paketen über Wasser gehalten. Unsere östlichen Verwandten wurden von uns jahrzehntelang mit vielen Paketen aus dem Westen unterstützt.

    Jetzt ist mal wieder Zeit für Pakete!

    Diesmal nicht von West nach Ost, sondern von Oben nach Unten.

    Würde euch nur einen Bruchteil des Mammons kosten, den ihr angehäuft habt. Aber ihr kriegt auch was dafür.

    Glück.

    Anderen in Not helfen, kann sehr glücklich machen, dem Leben Sinn geben. Empfehlen sogar führende us-amerikanische Unternehmensberater ... und praktizieren das auch persönlich jedes Jahr zu Weihnachten.

    Dann kann man vielleicht auch die Finger von Kinderpornos und Koks lassen und aufhören, mit immer perverseren PS-Monstern die Straßen unsicher zu machen und die Athmosphäre zu verseuchen. Außerdem ...
    würde auch die Zahl der Unfalltoten signifikant sinken. VW-Busse machen seltener einen Unfall als ein BMW.
    Schaut mal in die Versicherungsstatistik.

    Übernehmt doch einfach mal die Weihnachtsgeschenke für verharzte Kinder. Übernehmt Patenschaften (das könnte sogar werbewirksam sein), stifte ein Studium, Musik- und Sportunterricht.

    Eurer enormen Phantasie und Schaffenskraft sind da keine Grenzen gesetzt.

    Ihr seid doch "Leistungsträger", so richtige "Unternehmertypen" ... also: unternehmt mal was.

    Noch mehr virtuelles Geld anhäufen ist ein Sport, der in Zukunft nur noch schwer möglich sein wird.

    Außerdem ... habt ihr doch schon alles.

    Und seid fürchterlich unglücklich. Deshalb die Autos, die Drogen und die anderen Perversitäten ... ist doch alles nur was für Leute, die kaum noch was empfinden und deshalb den Reiz immer weiter erhöhen müssen, um sich nicht gänzlich tot zu fühlen.

    Also ... spart lieber am Psychologen - und tut was.

    Noch ist Zeit ...

    Mit freundlichen Grüßen: Euer Eifelphilosoph

    PS: nein, vielen Dank. Ich brauche nichts. Ich bin arm wie eine Kirchenmaus und habe alles, was ich brauche. Glücklich bin ich auch. Aber trotzdem danke für die Nachfrage.

  • Briefe an die Leser: Hilmar Kopper! Konsequenzen?

    Lieber Hilmar Kopper.

    "Mr. Deutschland AG", der "50.000.000 Mark = Peanuts" - Mann, "knorriger Machtmensch" ... so redet die Presse über dich.

    Jetzt hast du auch mal was zur Presse gesagt.

    Die Krise, so mußte ich lesen, hat dich völlig überrascht. Die war überhaupt nicht vorauszusehen.

    Also, Hilmar: entweder lügst du hier wie gedruckt, oder du warst vollkommen unfähig in deinem Job.

    Falls letzteres der Fall sein sollte, empfehle ich die Zurückgabe aller ungerechtfertigt eingesackten Bezüge. Das wäre eine Frage der Ehre. Samurai, die versagt haben, gehen da noch viel weiter.

    Warum ich so entschieden solche Behauptungen aufstelle?

    Nun ... ich bin viel herumgekommen. 1995 traf ich einen Außendienstleiter der Pharmaindustrie. Er lud mich zum Abendessen ein, um über all die Dinge zu sprechen, die einen Wirtschaftmenschen interessiern, wenn er einen Philosophen trifft - und umgekehrt.

    Dabei verriet er mir, das er (wie viele andere auch) sich schnellsmöglichst auf eine kleine Ziegenfarm in Frankreich zurückziehen wird. Jede Mark legt er dafür beiseite ... "weil das virtuelle Kartenhaus der Banken im nächsten Jahrzehnt einbrechen wird". Seltsam ... über dieses Kartenhaus hatte ich schon zuvor gelesen ... und auch danach immer wieder.

    Es waren also viele, die es vorausgesehen haben. "Absahnen und abhauen" ... das war die Devise jener weitsichtigen Leute.

    Und die, die nicht abhauen wollten, haben dann einfach mal einen kleinen Putsch durchgeführt, um sich vor dem Knall noch mal ganz drastisch die Taschen vollzustopfen - bevor nichts mehr geht. Haben ganz schnell den Sozialstaat demoliert, um die frei werdende Kohle unter sich aufzuteilen.

    Wenn so viele die Krise vorausgesehen haben (unter anderem auch Altkanzler Helmut Schmidt) - wieso du nicht?

    Also ... entweder du lügst.

    Oder du hast versagt.

    Meine Frage ist nun nur noch die: bist du ein Mann von Ehre und ziehst Konsequenzen?

    Mit freundlichen Grüßen: Eifelphilosoph

  • Grippe ... nur für echte Männer!

    Es gibt eigentlich nichts, was einen echten Mann umhauen kann.

    Schützengräben, Schalker Nordkurve, Karnevalssitzung in Paderborn ... das stecken wir weg wie nix.

    Prellungen, Quetschungen, Brüche ... mehr davon! Ich pack´s! Locker!

    Verharzung, wohnen neben Bayer Leverkusen, Gen-Mais und AKW-Verstrahlung ... mehr habt ihr nicht drauf?

    Neujahrsansprache der Kanzlerin? Ist hart, aber wir verziehen keine Miene.

    Wie eine marsianische Kampfmaschine aus dem "Krieg der Welten" fräsen wir uns unaufhaltsam durchs Leben ... und genau wie die werden wir brutal hinweggerafft von kleinen häßlichen unnatürlichen Dingern.

    "Grippaler Infekt". Ist ja leicht dahergesagt, aber nur Männer verstehen, welche Gewalten da toben.

    IN UNS!

    Frauen ... verstehen das nicht. Die haben ja auch einfach nur Schnupfen.

    Wir jedoch ... befinden uns jedesmal in akuter Lebensgefahr!

    Diese Dinger sind wohl einst gezüchtet worden, um uns auszurotten.

    Ich weiß, wovon ich spreche.

    Ringe gerade mit dem Tod. Und diesmal ... sieht es sehr ernst aus. Wirklich. 8:7 für mich, noch vor der ersten Halbzeit. Das könnte diesmal knapp werden.

  • Briefe an die Leser: Merkel! Kinderfolterpornos?

    Liebe Frau Merkel,

    letztens habe ich der Presse entnommen, das Sie in Zukunft stärker gegen Kinderfolterpornos vorgehen wollen.

    Ich erfuhr erst durch diese Ankündigung, das es so etwas gibt.

    KINDERFOLTERPORNOS!

    Also, Frau Merkel, wenn ich dieses Wort höre, dann kommen mir andere Begriffe in den Sinn als
    "stärker".

    Zum Beispiel: Sofort ausrotten, den Dreck. Wieviele Millionen Polizisten und Soldaten hat die Nato?
    Und ich glaube, Russen, Chinesen und Taliban helfen da gerne mit. Bomben und Granaten gibt es doch genug?
    Dafür ließe sich sicher auch noch ein kostenloser Mob organisieren. Selbst die Mafia würde gern einige Killerkommandos bereitstellen, um diese Angelegenheit leise aus der Welt zu schaffen ... jedenfalls die traditionelle Mafia, der Kinder noch heilig waren.

    Gestern hörte ich, das da wieder so ein Ring in Österreich aufgeflogen ist. 12.000.000 Zuschauer hattten sich das schon mal angeschaut und perverse Phantasien dabei ausgelebt.

    Und ... moment mal, jetzt verstehe ich.

    Die Kunden ließen sich teilweise identifizieren. Ärzte, Politiker, Manager ... Leistungstäger. Klar, der Stoff ist teuer. Wie Koks - das ist bei verharzten Armen undenkbar.

    Da haben sie natürlich ein Problem. Sie sitzen regelmäßig mit den Perversen an einem Tisch.

    Ja, das ist eine Zwangslage.

    Da kann man nur mal mit dem Finger zeigen "Dududu, das ist aber gar nicht nett, was du da machst. Da werde ich in Zukunft mal etwas stärker schimpfen müssen".

    Ok. Ich verstehe.

    Das ist das eins der Lieblingshobbys des mafiösen Neureichenfilzes, der vor einigen Jahren den Putsch in Deutschland durchgezogen hat ... und Sie wissen überhaupt nicht, wie weit deren Macht reicht und wie weit Ihre Macht zur Not reichen würde.

    Da werden öffentliche Maßnahmen schwierig. Nachher erwischt es noch einen nahestehenden Parteikollegen, die Sozis machen gerade die Erfahrung. Da muß man politische Rücksichten nehmen. Einstweilige Erschießungen finden dann kaum eine Mehrheit.

    Au man, ist das verzwickt.

    Meine Meinung wäre aber trotzdem: ausrotten, mit Stumpf und Stiel. Keine Gnade. Nürnberger Prozesse.

    Aber ich sehe schon, das solche Maßnahmen nur noch in einer Monarchie durchführbar wären, die keine politischen Rücksichten nehmen braucht. Aber diese guten und gerechten Könige gibt es leider nur im Märchen. Und dann wird es wieder noch verwickelter ... den "starken Mann" hatten wir in Deutschland schon mal deutlich durchgearbeitet. Da wurden Kinder dann in Lagern gefoltert. Auch keine Alternative.

    Aber, Frau Merkel, Sie müssen da dranbleiben. Ist wichtiger als die europäische Glühbirnenverordnung.
    Und jede Minute, die verstreicht, ist unverzeihlich.

    Mit besten Grüßen: Ihr Eifelphilosoph

    PS: hierzulande könnte man mit einem Grundeinkommen schon mal einen ersten Riegel vorschieben. Trocknet den Neureichenfilz aus und gibt den Kindern mehr Geborgenheit. Einfach mal gründlich drüber nachdenken.
    Und bei der Thematik sollte man nicht aufs Geld schauen. Das sollte uns unsere Ehre gebieten, unser Stolz und unser Würde...denn da macht sich jeder schuldig, der nicht aufs äußerste das System bekämpft, das Kindern so etwas antut.

  • Links? Rechts? Grundeinkommen!

    Es gab Zeiten, da war alles einfach.

    Links war die ausgebeutete Arbeiterschicht.

    Rechts der Adelsrest und die neureichen Industriebarone.

    Die Welt war rund und man konnte sich orientieren, sich entscheiden, für Menschlichkeit oder Anhäufung von Privatvermögen.

    Aber heute? Heute kommen doch alle durcheinander.

    Da gibt es den VW-Arbeiter, der als Aktionär sein eigener Ausbeuter ist. Geleitet wird das Unternehmen von einer kleinen Schar beliebig austauschbarer "Manager" (in Deutschland 400, siehe das Buch "Nieten in Nadelstreifen, Günther Ogger), die untereinander vernetzt sind und sich mit führenden Persönlichkeiten von Politik und Medien regelmäßig in privaten
    Wandervereinen und Skigruppen wiederfinden (das Managermagazin brachte da mal was).

    In diesen Privatclubs treffen sich rechte wie linke Politiker, und erarbeiten Strategien, wie sie selbst
    sich noch mehr die Taschen füllen können. So wird ein klassischer Linker gern auch schon mal Aufsichtsratsvorsitzender, was seinen Großvater im Grabe rotieren läßt, weil es mit der Ehre der Arbeiterklasse nun mal überhaupt nicht verantwortbar ist. Aber "Ehre" kann zu "Morden" führen und wird deshalb hierzulande gerade abgeschafft.

    Da wählt also der Arbeiter, der Anteile an seiner eigenen Firma hält (somit Bestandteil des kapitalistischen Systems ist) eine Partei, deren Chef dann den Manager via Aufsichtsrat einstellt, der im Dienste der Effektivität seinen Arbeitsplatz wegrationalisiert um letztlich aber den Wert der Aktie und die Dividende zu steigern und somit das Aktienvermögen des Arbeiters zu steigern und gleichzeitig die verbliebenen Arbeitsplätze sichert. Für die, die übrigbleiben, erstreitet dann die Gewerkschaft höhere Löhne (können auch gern in Aktien bezahlt werden), die zu mehr Kosten und höherem Rationalisierungsdruck führen ...

    Wundert sich noch jemand, das in Deutschland 10 Liter reiner Alkohol pro Kopf und Mensch (auch Kleinkinder miteingerechnet) vertilgt werden?

    So ein durcheinander erträgt man doch nur noch im dauernden Vollrausch.

    Nur nebenbei erfährt man, das eine erstaunliche Umverteilung stattfindet: immer mehr werden immer reicher - aber noch viel mehr werden immer ärmer, so arm, das Hunger, Krankheit, Suizid zunehmenden Folgen sind.

    Das ist ein System, das Menschenopfer billigend in Kauf nimmt.

    Wahrscheinlich würde dieses System im Psychopathentest nach DSM IV sehr auffällig werden (einfach mal ausprobieren, habe ich selbst noch nicht gemacht).

    Vor einigen Monaten überraschte mich eine kleine Nachricht, das der Widerstand gegen Hartz IV (das notwendig geworden war, damit die Sozialgelder auf die neuen Reichen verteilt werden konnten, weil auf einmal viel Geld für "Beraterhonorare" übrig war) bis weit in die konservativen Teile der Union reichte.

    Nur die ... sind noch braver. Wollen nur ein ruhiges, bürgerliches Leben führen. Kinder großziehen, Weihnachten und Karneval feiern. Trotzdem kotzt es auch sie so langsam an, weil sie merken, das auch sie irgendwann auf der Liste des Systems stehen werden. Auch ihre politische Gesinnung schützt sie nicht vor Hartz IV ... und wenn sie alt sind und nicht genug mitgeplündert haben, dann sind sie genauso über wie der gern zitierte "Sozialschmarotzer". Da hilft auch die Gesinnung nicht.

    Mir selbst fällt es außerordentlich schwer, mich in dieses rechts-links Muster einzusortieren.

    Mir gefiele ein menschlich-unmenschlich Muster.

    Und eine menschenfreundliche Partei würde ich sofort wählen.

    Aber die anderen .... haben glaube ich ihre Zeit überlebt. Genauso wie das rechts-links Schema.

    Ach ja - all diese Reflexionen führen natürlich nebenbei zu einem weiteren Argument für ein Grundeinkommen als absolute Notwendigkeit zur Rettung des Bürgers vor dem mafiösen Filz, der durch das Land zieht. Damit ein gesunder Grundsockel für Konsum und Leben bleibt, den die Giermafia nicht auch noch antasten kann.

    In diesem Sinne kenne ich auch Unternehmer, die ein Grundeinkommen für unverzichtbar halten - weil sie einfach wissen, das der Neureichenfilz zu wenig für den Binnenkonsum tut. Kokain, Heroin, Kinderstrich in Bangkok ... das Geld bleibt nicht in Deutschland. Und das gefällt auch dem Würstchenbudenbesitzer in Bochum nicht.

  • Der geheime Widerstand in der Arge

    Es ist jetzt schon eine Weile her, dies liegt schon länger auf dem Schreibtisch, aber anderes war mir wichtiger.

    Und Partygeschwätz aufzuarbeiten, dauert sowieso immer etwas länger. Eigentlich hasse ich Partys. Man spricht mit dutzenden von Menschen ... und hat am Ende mit niemandem ein Wort gewechselt.

    Das war letztens etwas anders ... alldieweil ich Einblicke in die ARGE von innen bekam. Da sie aus verschiedenen Kreisen bzw. Ländern stammen, habe ich die Hoffnung, das es einigermaßen representativ sein könnte - außerdem habe ich im Ohr, das sich ein Professor schon mal im Radio darüber aufgeregt hat, das die Argen nicht hart genug durchgreifen.

    Da gibt es den Arge-Leiter, der grundsätzlich keine alleinerziehenden mit Maßnahmen traktiert. Die haben im Prinzip Grundeinkommen. Er hat den Mumm, das sogar in einer Tageszeitung öffentlich zuzugeben ... und blieb im Amt.

    Da gibt es den Mitarbeiter, der offen zugibt, das er und seine Kollegen hoffen, das die Familien der Opfer dieselbigen heimlich finanziell unterstützen, weil jeder weiß, das man mit dem Geld nicht leben kann.

    Da gibt es den Mitarbeiter, der einer Familie über tausend Euro geschenkt hat, indem er einen Berechnungsfehler übersehen hat und zur Not selbst die Verantwortung dafür übernimmt.

    Da gibt es den Mitarbeiter, der einer Mutter mit neugeborenem Kind unter gezielter (und, wie ich hörte, sehr zeitaufwenigen) Auslegung aller zur Verfügung stehenden Gesetze (und eins hat er, vermute ich, sogar übertreten) eine aufwendige Brandbeihilfe gezahlt hat, ohne die die Frau nicht über den harten Winter dieses Jahres gekommen wäre.

    Da war noch mehr, doch das habe ich leider in dem Lärm vergessen (ich sage ja: Partys).

    Ein Drittel der Mitarbeiter der Argen haben angeblich nur Zeitverträge und wissen nicht, wann sie selbst mal auf der anderen Seite sind.

    Viele sind mit völlig falschen Versprechungen in die Jobs gelockt worden, sollten ein paar Dutzend Menschen "sozial betreuen" und hatten aufeinmal eintausend Fälle und erstickten in einer Flut von Anträgen, die nur durch unbezahlte Überstunden bewältigt werden konnten. Für die Menschen und ihre häufig unangenehmen Schicksale bliebe da kaum noch Zeit.

    Ich weiß, wie man solche Menschen korrekt bezeichnet:

    HELDEN.

    Sie brauchen auch Geld für essen. Wäre das nicht so, dann wären viele von ihnen schon nicht mehr da.

    Viele haben ein Gewissen, dem sie täglich Gewalt antun müssen, um einerseits ihren Job machen zu können und andererseits nicht sofort selbst verharzt zu werden. So etwas tut weh und man fühlt sich ziemlich beschissen dabei.

    Ich finde ... bei aller berechtigten Kritik an der Gesetzgebung und serienmäßig häßlichen Vorkommnissen,
    die einem das Messer in der Tasche aufgehen lassen ob ihrer Sinnlosigkeit und Unmenschlichkeit, sollte man nicht vergessen, das auch bei der Arge Menschen arbeiten.

    Und einige von ihnen ... sind Helden.

  • Briefe an die Leser: Franzosen! Schon jetzt?

    Liebe Franzosen.

    Erst letztens habe ich einige freundliche Worte über euch fallen lassen. Doch womit ich nicht gerechnet habe, war eure Schnelligkeit.

    Da geht ihr doch einfach mal so daher, und nehmt Sony-Manager als Geiseln. Weil die irgendwie Mist gebaut haben, gelogen betrogen oder was weiß ich. Haben halt ihren Job gemacht.

    Ihr wißt hoffentlich, das sich das nicht gehört, oder?

    Ja?

    Ist euch egal?

    Das deutsche Magazin Spiegel schreibt über euch, das in dem ganzen Land der Zorn hochkocht. Wahrscheinlich ist das nur der Gipfel des Eisberges, den unsere Medien beschreiben.

    Selbst die Nacktphotos der Präsidentengattin scheinen euch nicht zu beruhigen.

    Aus in der Regel gut unterrichtete Kreisen höre ich, das ihr auch schon wieder diese Guillotinen baut.

    Heimlich. In Garagen und Hinterhöfen.

    Glaubt ihr wirklich, es ist jetzt schon wieder Zeit, ganz groß aufzuräumen?

    Nun denn ... ich habe mir seit langer Zeit etwas Rotwein gekauft, weil ich die Hoffnung habe, das er mir
    ...frei nach Marai ... hilft, eure Schritte zu verstehen.

    Also ... die verbalen Todesschwadrone in Deutschland rufen schon jetzt nach irgendwelchen starken Polizisten, die das alles plattballern sollen.

    Ihr seid sicher, das die Polizisten wie immer auf eurer Seite stehen? Habt keine Angst vor den rhetorischen Wüterichen, weil die im echten Leben nur kleine Pimpfe sind?

    Wahr gesprochen, Franzosen.

    Hier in Deutschland reagieren wir noch etwas sensibel auf solche Leute. Wir haben ... länger Erfahrungen mit der Gestapo als ihr (erst recht im Osten)... und das Auftreten der Gedankengestapo ruft erstmal
    unangenehme Erinnerungen wach. Das verzögert unsere Reaktion.

    Aber ich möchte euch eine frohe Botschaft übermitteln: die Deutschen haben aus ihren Fehlern gelernt -
    sie stellen in großen Scharen das Biertrinken ein, um nicht der Bequemlichkeit anheim zu fallen.

    Vielleicht steht uns ein ganz besonderer Moment der deutsch-französischen Freundschaft bevor.

    Ach, liebe Franzosen, wo ich gerade dabei bin, hätte ich noch zwei Bitten an euch.

    1. Könntet ihr demnächst vielleicht einfach mal mehr Urlaub bei eurem östlichen Nachbarn machen?
    So Entwicklungshilfeabenteuerurlaub?

    2. Bevor ihr diese unangenehmen Dinger aus den Hinterhöfen und Garagen holt ... wir hätten da inzwischen einige Experten für eine gewaltlose Revolution. Ja, wir haben dazugelernt. Revolution können wir jetzt auch, aber ohne Blutvergießen. Und ich persönlich ... fände das viel besser.
    Manche Unternehmer sind nämlich privat echt nette Kerle. Wirklich.

    Mit freundlichen Grüßen: Eifelphilosoph

  • Die Angst vor dem Mörder und die Beruhigungspille Depression

    Die Angst geht um in Deutschland.

    Die Angst vor dem Täter.

    Da ist die Beruhigungspille schnell zur Hand: "Der Täter war geisteskrank!"

    Der Psychatrieprofessor - der Diagnose Depression kundig - wird nervös in der Talkshow, bringt schnell noch "Schizophrenie" mit ins Spiel, um sich abzusichern, weil er weiß: depressive Menschen zeichnen sich durch Handlungsarmut aus.

    Aber hauptsächlich gilt: das Volk braucht eine Beruhigungspille. Auch wenn´s nur ein Plazebo ist.

    Zweifel?

    Einfach mal Leitsymptome Depression googlen und sich dann selbst fragen: könnte so ein nasses depressives Handtuch die Konzentration und Handlungsgenauigkeit aufbringen, eine solche Tat durchzuführen?

    Oder würde er eher heulend in der Ecke sitzen und sich selbst Gewalt antun?

    Für den "Ruhrpottmenschen" ist das einfacher, für ihn gilt "Hau ich einem auf die Fresse, haut er ab oder haut zurück. So einfach is´ datt."

    Kampf oder Flucht als Reaktion auf Streß ... schon mal gehört?

    Aber ... das wäre ja unangenehm. Teuer. Ein gesellschaftliches Umfeld so zu konstruieren, das keiner mehr hauen braucht ... unbezahlbar. Höre ich jetzt schon irgendwie herumunken.

    Dann lieber die Beruhigungspille.

    Doch ... die wirkt nicht mehr lange.

    Die Anzahl psychischer Erkrankungen nimmt in Deutschland rasant zu. Einfach mal yahoo´n.

    Hartz IV (und andere Faktoren, ich nehme aber mal meinen Liebling) macht Angst. Vor allem denen, die es noch nicht brauchen, aber wissen, was ihnen geschehen wird.

    Angst ist Streß pur.

    Führt zu psychischen Erkrankungen ... und irgendwann zu Kampf oder Flucht.

    Zu einfach?

    Ja. Aber ich hab´s heute eilig.

    Und wollte deshalb einfach nur mal ein bischen Angst machen.

    Die kann nämlich im Vorstadium handlungsmotivierend und bequemlichkeitshemmend wirken. Sie macht nämlich eigentlich viel Sinn: wenn der Bär im Wald brüllt, ist es Zeit, die richtigen Vorkehrungen zu treffen ...
    ...denn dann hat man noch die Wahl zwischen saftigem Bärenschinken oder Tod.

    Zu einem späteren Zeitpunkt ... sind die Wahlmöglichkeiten kleiner. Vor allem, wenn´s ein schneller Bär ist.

  • Eine Frage der Moral - und die Frage nach "Gott".

    "Die Bürger von Winnenden fragen nach Gott" ... habe ich heute gelesen.

    Nun, die Kirchen haben jahrhundertelang konzentriert und gründlich daran gearbeitet, das sich diese Frage wirklich niemandem mehr ernsthaft stellt. Es sei denn, "die Kacke ist ganz dick am dampfen."

    Geht´s einem gut, dann pfeift man auf das Überirdische.

    Doch schlagen wieder Bomben ein, dann schaut man ganz schnell in sein persönliches Überlebenspaket, ob sich denn darin nicht irgendetwas findet, was den Wahnsinn aufhalten oder wenigstens etwas erträglicher machen kann.

    Wahrscheinlich werden die Kirchen mal wieder kurz voller ... könnte ja sein, das er sich gerade irgendwo in einer seiner Fillialen aufhält, dieser Gott.

    Nun ... der Philosoph Immanuel Kant (DIE Größe der modernen Philosophie, der erste seit den alten Griechen, der überhaupt mal einen halben Schritt weitergekommen ist als dieselbigen, meinte mal ein Philosophieprofessor zu mir) hatte dieses Problem recht frühzeitig erkannt.

    Es war ihm so wichtig, das er außer seinem Standardwerk "Kritik der reinen Vernunft" auch noch eine
    dicke "Kritik der praktischen Vernunft" schrieb, alldieweil er schnell erkannt hatte - die reine Vernunft allein verhindert keine Konzentrationslager - im Gegenteil, sie führt direkt dorthinein (um mal ein historisch aktuelleren Vorfall zu nehmen).

    (Möglicherweise wird im "Bohemian Grove" gerade deshalb die Eule ... ein altes Sinnbild für Vernunft ...
    sehr verehrungswürdig dargestellt)

    Schon blöd, wenn man dicke Bücher schreibt und auf einmal grausame Nebenwirkungen entdeckt.

    Auch er kam ohne "Gott" nicht aus. Die Vorstellung (ober nun eingebildet oder nicht ist egal) eines
    liebenden, allmächtigen und gerechten Gottes ist eine elementare Voraussetzung moralischen Handelns.

    Gut ... nebenbei gibt es (zu seiner Zeit noch unüblich) auch den "Gesellschaftsvertrag Grundgesetz", der zu moralischem Handeln anhält. Aber diesen wird das Individuum ohne eigene Moral immer wieder zu unterlaufen versuchen (er wird "zumwinkeln" ... ein schönes Tu-Wort, eigentlich) - und ständige Änderungen des Grundgesetzes (das nur Vertrauen erwecken und funktionieren kann, wenn es unveränderbar bleibt - sonst hat es nämlich keinen Wert) tun ihr übriges dazu.

    "Du sollst keine Götter neben mit haben" und "du sollst dir kein Bild von mir machen".

    Jeder kennt diese Gebote. Über letzteres macht sich heute kaum noch einer Gedanken, stattdessen macht man sich lieber Bilder ... der eine so, der andere so.

    Ich kann´s mal auf Ruhrpottdeutsch übersetzen: "Regelt euern Scheiß alleine, laßt mich damit in Ruhe. Ihr seid eh´ zu blöd zu verstehen, was es mit mir auf sich hat. Aber bevor ihr wieder auf die völlig beknackte Idee kommt, Kinder in feurige Öfen zu schmeißen, um eure Götter gnädig zu stimmen, nehmt lieber mich. Sonst gibt´s dicken Stunk. So sintflutmäßig."

    Eine wirklich christlich Gesellschaft ... wäre ein gemütliches Ding.

    Leben und leben lassen, sich erfreuen an allem was da ist, den Nachbarn nicht im Dreck sitzen zu lassen,
    sondern gemeinsam das Leben genießen ... mit einfachen Dingen, die glücklich machen. Und der Aussicht auf mehr, wenn´s mal zuende geht. Kann man nicht meckern.

    Das "real existierende Christentum" - ich glaube, das brauche ich nicht weiter auszuführen - ist weit davon entfernt, hat eigentlich sogar den entgegengesetzten Zustand eher gefördert. Klar, das päpstliche
    unfehlbare Gottesbild stellt ja auch einen groben Verstoß gegen die Gebote des "Chefs" dar. Wie soll man den Laden dann noch ernst nehmen. Er scheint von anderen Zielen getrieben zu sein ... eigentlich ein Konzern zur Vermarktung religiöser Inhalte. McChristus. Gibt´s auch als BurgerChrist...etwas trockener in protestantischem Gewande.

    Was wäre, wenn die von der Kirche ausgerotteten Katharer (was man so weiß, ganz liebenswerte Leute)
    Recht hätten: die Erde ist das Herrschaftsgebiet eines bösen Weltenschöpfers. Und der andere ... ist ganz weit draußen, sein Reich ist nicht von dieser Welt?

    Huch ... wie düster. Gut, das die nicht mehr da sind. Das würde einen ja nur noch mehr durcheinanderbringen.

    Aber es bleibt das Problem, das Kant so zu schaffen gemacht hat:

    Ist Gott tot ... gibt es letztlich keinen vernünftigen Grund, nicht hemmungslos seine Mitgeschöpfe zum Zwecke der eigenen Bereicherung auszuplündern und zu vernichten, wenn einem danach ist.

    Die Entwicklung der menschlichen Geschichte nach Kant´s Ableben überzeugt einen auch nicht gerade davon, das er irrte.

    Und seine politischen Prognosen (dargelegt in der kurzen Schrift "Zum ewigen Frieden", in der er die wahrscheinliche Entwicklung der Staatenwelt prognostizierte, vorausgesetzt, wird sind wirklich vernünftige Wesen) traten bisher ein.

    Es würde zuweit führen, den Zusammenhang von "Gott" und "Moral" hier auszuführen ... geschweige denn, diskutieren zu wollen. Dazu bräuchte man einige hundert Seiten (empfohlene Lesegeschwindigkeit, gemessen am Komplexitätsgrad der Materie: eine Seite pro Tag! Sonst verliert man den Faden ... ähnlich wie bei
    mathematischen Gleichungen desselben Umfangs. Oder Einsteins Relativitätstherorie. Ist ähnlich komplex, lernten Philosophen früher im zweiten Semester. Ebenso die Kritik derselbigen.), wenn man sich so kurz wie möglich fassen will.

    Leider.

    Denn allzu schnell setzen sich die Vermarkter Gottes (die Kirchen und ähnliche Gesellen) wieder auf den
    fahrenden Zug ... und es ist wieder Schluß mit der Vernunft. Wenn der Priester (oder sein Schwager, der Sektenführer) Macht wittert, wird er schnell und gnadenlos und greift ohne Rücksicht auf Verluste danach.

    Leider.

    Das zeigt die Geschichte nur allzu deutlich.

    Und damit wird´s: ein Teufelskreis.

    Hoffentlich gibts doch einen Gott, möchte man meinen. Man wird jedenfalls einen brauchen, um das aufzulösen.

  • Sozialsysteme überfordert!

    Wieder mal eine Studie "Sozialsysteme überfordert".

    Nein nein, diesmal geht´s nicht gegen Arbeitslose (das wird der Presse auch langsam langweilig. Immer dasselbe bringt keine Quote ... und nur darum geht es ja noch: die Quote zu machen. Nicht etwa Nachrichten zu bringen), sondern gegen die "Vergreisung der Gesellschaft".

    Ist eigentlich altbekannt: keine Kinder, keine Rente.

    Doch dafür müßte man seinen geistigen Blick mal weiter schweifen lassen als nur bis zum nächsten Wochenende.

    Allein die zukünftig anfallenden Bematenpensionen von Ländern und Gemeinden, so schrieb "Der Spiegel" vor einigen Jahren, brechen unserem Staat finanziell das Genick. Da war von Wirtschaftskrise noch keine Rede.

    Momentan schon trägt das 80-Millionen-Volk 20 Millionen Rentner.

    Schon jetzt ein Wahnsinn, eigentlich.

    Und es wird jedes Jahr schlimmer...weil immer weniger Kinder nachwachsen. Und viele derjenigen, die nachwachsen, bekommen weder Schulausbildung noch Berufsausbildung. Ist gesetzlich so geregelt ... wer es nach 10 Jahren nicht packt, wird aussortiert. Für die Erwirtschaftung von Bruttosozialprodukt sind die dann untauglich, aber der Lehrer fühlt sich so toll und frei dabei, wenn er auch mal welche aussortieren darf.

    Lange Zeit war es völlig uncool, Kinder zu bekommen. Dinc´s waren angesagt: Doubble Income, no Child.

    Denn die waren im Sinne der Markwirtschaft außerordentlich effektiv: Konsummaximierung bis zum Äußersten.
    Dann noch schnell mal zum kinderfeindlichsten Land der EU geworden: das läuft schon.

    Zukunftsperspektvie: Scheißegal! Hautsache, die Quartalszahlen gehen nach oben, während ich meinen Vierjahresvertrag absitze und mir übersatt die Taschen fülle!

    Konsequente Reaktion wäre eigentlich nun: keine Kinder ... keine Rente. Außer Hartz IV natürlich.

    Doch da ... wird einem auch schnell mulmig. Es droht ja noch die weltweite Überbevölkerung. Mist. Und außerdem ... wo soll man dafür die politische Mehrheit herbekommen?

    Nun ... dann brauchen wir Ausländer in Massen!

    Sonst gehen hier die Lichter aus.

    Man kann den Kuchen nicht gleichzeitig essen und behalten - ist immer dasselbe. Auch wenn´s noch so schön wäre: ES GEHT NICHT!

    Es sei denn ... wir verwandeln uns in riesiges roboterisiertes Pflegeheim...und in hundert Jahren ist dieses Land ein menschenleerer Freizeitpark.

    Dann kommen "die Ausländer" eben dann.

    Die Natur mag keine Leere.

  • Todesschwadrone in Deutschland

    Wir sind ein gesittetes Land. Seit langem schon. Wir haben gelernt aus der Vergangenheit ... zumindest überraschend viele haben das getan.

    Hier fahren nachts keine staatlich geduldete Gruppen von Amokläufern durchs Land und metzeln herum.

    Das nicht ... aber Todesschwadrone sind schon da.

    Leise noch, feige und hinterhältig (ja, das ist prinzipiell das Kennzeichen rechten Terrors. Das einer von denen mal aufsteht und sagt: ich regel das hier zur Not allein, weil´s Mist ist - wird man selten finden. Sie suchen immer erst einen Mob zu bilden). Aber sie regen sich. Zornig, weil sie nicht öffentlich Morden können, wie ihnen gerade in den Sinn kommt.

    Darum formen sie sich erstmal zu verbalen Todesschwadronen.

    Ihre ersten Ziele (bevor sie anfangen, den Normalbürger zu terrorisieren, alldieweil ihre psychopathische
    Grundstruktur im Morden und Töten an sich Befriedigung findet und nie halt machen wird) sind immer die gleichen: kleinere, finanziell schwächere Gruppen der Gesellschaft. Ausländer, Mitbürger mit Migrationshintergrund (in einem kunterbunten Völkergemisch wie dem Deutschen Volk kann das schon weit führen), Behinderte, Alte, Arbeitslose, Kinder. Und Frauen ... aber die weniger, weil die noch einen gewissen "Nutzen" haben.

    Der Arbeitslose ist "natürlich" ein fauler asozialer Mitesser, der Alte "natürlich" ein nutzloser Kostenfaktor, der keine Investition mehr lohnt, der Türke (mal stellvertretend für andere) "natürlich" ein Verbrecher, der zudem das Land überfremdet (bei einem Volk, das in Urlaubszeiten als Reiseweltmeister die ganze Welt gedankenlos überfremdet, an sich schon ein seltsamer Aspekt), der Jude immer noch für eine Verschwörung gut.

    Und an und für sich (so schwingt immer leise mit, doch haarscharf so formuliert, das man knapp an der Strafbarkeit vorbeirauscht) ... sollten die alle weg. Denn: "dann ginge es "uns" doch besser!" Nur meinen die mit "uns" nicht wirklich uns, sondern immer nur den kleinen eigenen Psychopathenhaufen.

    Man kann sich nicht früh genug klar machen, welches Bedrohungspotential von diesen Verbalterroristen ausgeht. Sie sind die geistigen Brandstifter, die momentan noch nur die Einzeltäter zu Mord animieren.

    Noch. Nur.

    Sie würden das gerne ändern wollen.

    Doch dabei kann man sie ausbremsen. Denn ihre Worte sind so schwach wie der Geist, der dahintersteckt.

    Laut, frech, schamlos zwar, ... aber völlig ohne Substanz.

    Darum ist es wichtig, aufzuzeigen, was sie wirklich sind:

    Todesschwadrone in Deutschland ... im Vorstadium der Entfaltung.

    Verpuppungsstadium, sozusagen.

  • Aufstandsgefahr!

    Manchmal sind es die kleinen Nachrichten, die einen aufhorchen lassen.

    Dinge, die man nie ... oder anders erwartet hätte.

    Die Wirtschaft verabschiedet sich mit einem lauten Knall, Amokläufer nehmen zu, der Sozialstaat hat sich in eine menschenfeindliche Maschine zur Kostenminimierung verwandelt, der Bundestag ist zu einem Stall kopfloser Hühner mutiert ... prima Zeiten, um es sich mit einer Flasche Bier vor der Glotze gemütlich zu machen und zu warten, das bessere Zeiten kommen.

    Doch was geschieht in der Berliner Republik?

    Etwas ungeheuerliches.

    DER BIERKONSUM SINKT DRAMATISCH. SOGAR IN BAYERN!

    Das ... ist nun wirklich die alarmierendste Nachricht der letzten Monate.

    Über 18 %, meldet heute "Die Welt". (Nur Sachsen-Anhalt säuft mehr als zuvor ... die scheinen, wie wir in der Eifel, der Zeit immer hinterherzuhinken).

    Es scheint dann mal doch so, daß ... die Deutschen die Schnauze gestrichen voll haben.

    Denn ... folgen wir den Ausführungen von Sandor Marai (über den ich an anderer Stelle berichtete), so war doch gerade der Bierkonsum hauptverantwortlich dafür, das die Deutschen so träge waren und kein ordentliches Weltreich geschweige denn so etwas wie Revolution auf die Beine gestellt haben. Von der Entdeckung der Menschenrechte ganz zu schweigen (manche "Journalisten" scheinen heute noch nicht begriffen zu haben, was das eigentlich ist und wo man das kaufen kann).

    Darum kann diese Nachricht nur eins bedeuten:

    Aufstandsgefahr.

    Auch die Zahl der Arbeitslosenhasserkommentare in den staatstragenden Presseorganen nimmt dramatisch ab.

    Scheinbar versteht das Volk jetzt: Hartz ist für alle da.

    Und das bedeutet: eine sowieso sehr unsichere Zukunft für das gemütliche Bier. Und mit Hartz IV ist der
    deutsche Durschnittskonsum selbst bei Umstieg auf "Oettinger" nicht zu leisten. Nee, geht nicht, einfach mal rechnen.

    War also doch nicht so schlecht, etwas Bildung ins Volk zu bringen. Sie sehen nun ...

    Die Zukunft ist schw..hartz.

    Und werden stinkesauer, weil sie sehen, das kein Bier am Lebensabend auf sie warten wird, sondern ein Pflegeroboter.

    Welch Weitblick!

    Also, weg mit der Droge, in die Hände gespuckt und losgelegt. Wird mal wieder Zeit für ...
    schaffe schaffe Zukunft baue.

  • Briefe an die Leser: Deutschland: Bundeswehr verbieten!

    Liebes Deutschland.

    Heute las ich mit großem Entsetzen, das in dem Zimmer des Amokläufers Tim K. Videospiele und Unterhaltungsfilme gefunden worden sind.

    Sogar das böse Spiel Counterstrike. Ich kenne es nicht, aber ich habe gelesen, das da auf Menschen geschossen wird.

    Wie entsetzlich.

    Doch dann ... überfiel mich die nackte Angst.

    Aus regelmäßig gut informierten Quellen weiß ich, das in der "Bundeswehr" (ein ansonsten harmloser Verein zur Förderung von Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Geländespielen für Erwachsene) nicht nur ebenfalls
    Unterhaltungsfilme gesehen werden, sondern sogar mit scharfen Waffen das Töten von Menschen geübt, je regelrecht trainiert wird!

    Wenn schon ein Videospiel, wo man mit virtuellen Waffen auf virtuelle Menschen schießt, so verheerende Folgen in der Psyche eines Menschen anrichten kann, was geschieht dann erst, wenn diese Menschen
    "Counterstrike" mit echten Waffen spielen dürfen!

    Sicher, die Videospiele müssen verboten werden. Unterhaltungsfilme auch. Man munkelt, der Täter hatte auch eine Tischtennisausrüstung ... sehr verdächtig, diese Tischtennisspieler. Am sichersten: auch verbieten.

    Aber ganz sicher müssen wir zusätzlich diesen Verein verbieten, der alles erfüllt, was Counterstrike ausmacht ... und zudem viel realistischer ist.

    Außer dem weiß ich aus in der Regel gut unterrichteten Kreisen, das bei Auslandsreisen dieses Vereins ebenfalls schon mal echte Menschen um die Ecke gebracht worden sind.

    Deshalb, Deutschland: jetzt hart zugreifen und bloß nicht wieder zimperlich werden!

    PS: Der Täter schaute ich ... wie ich aus internen Kreise erfuhr ... Privatsender. Könnte man die nicht gleich auch ... ach nein? Geht gar nicht? Ich wollte nur mal nachfragen.

  • Katastrophenalarm ... Millionen Tote - oder Humbug?

    Die Medien sind voll von Toten. Viele Worte gehen durch den Äther, viel Betroffenheit.

    Und in dem ganzen Lärm geht eine Nachricht unter, darum hier nochmal:

    die Weltbank erwartet die schlimmste Wirtschaftskatastrophe seit 80 Jahren.

    Nicht weiter schlimm?

    Gut, es wird Hunger geben, Unruhen, Millionen von Toten ... wenn sie recht hat, die Weltbank. Vielleicht hat sie ja Unrecht, denn hätte sie Recht: müßte diese Meldung tagtäglich hundert mal in allen Nachrichten sein, eine Sondersendung müßte die nächst jagen, Titel: wie retten wir uns und die Welt!

    Aber: warum sagt sie es eigentlich?

    Da sind schlaue Betriebs- und Volkswirtschaftler beschäftigt, verdienen eine Menge Geld (bei weitem nicht soviel wie ihre Kollegen an der Wallstreet - aber dafür ehrlicher).

    Sie müssten wissen, das Wirtschaft hauptsächlich Psychologie ist. Man kann Wirtschaft kaputtreden ... hat man ja oft gehört. (Manch ein Banker hat sein Schweigen damit legitimiert ... kann man nachlesen).

    Eigentlich würde man von der Weltbank erwarten, das sie nichts kaputtreden würde - sondern vornehm und verantwortungsbewußt Schweigen. Sie müßten sehr genau wissen, was sie damit anrichten könnten.

    Trotzdem sendet sie solch destruktive Botschaften ins Land ... scheinbar ohne jede Reaktion von Seiten der üblichen Verantwortlichen.

    Na ja ... Infotainment ist Kampf um die Quoten.

    Da wird der Kampf gegen Videospiele (der jetzt sicher wieder losgeht) schnell wichtiger als die Vernichtung der Realwirtschaft.

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